1300 Einwendungen über die Elbe gebracht - Protest gegen A26-Ost wächst Stadtteilzeitung von Vielen für Alle - Wilhelmsburger ...

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Stadtteilzeitung             von Vielen für Alle
               Mai/JUni 2017 - 22. Jahrgang - Ausgabe 5

      1300 Einwendungen
     über die Elbe gebracht
   Protest gegen A26-Ost wächst

Foto: Bündnis Verkehrswende Hamburg
DIE
 DIESEITE
     SEITEZWEI
           ZWEI

Liebe Leserinnen und Leser!                                                                        Aus dem Inhalt
auch diesen Monat bleiben Sie nicht von Artikeln zur geplanten Hafenautobahn, der Hafen-
querspange, wie sie noch im April 2016 hieß und als Tunnel und Trog zwischen Kirchdorf-Süd         Titel
und Finkenriek geplant war, verschont. Inzwischen heißt sie Hafenpassage und der Tunnel            Thema: A26-Ost/Verkehr              S. 3 + 4
soll kürzer werden und der Trog ist ganz weg.
Bereits seit Jahrzehnten hatten sich die WilhelmsburgerInnen ja daran gewöhnt, dass die
                                                                                                   Aktuell
Verkehrsbehörden eine Autobahn durch ihren Stadtteil im Hinterkopf hatten. WIR berichte-           Bebauungsplanentwurf für das neue
ten auch immer mal wieder darüber. Da aber der Umschlag im Hafen stagnierte, rechnete              Rathausviertel                           S. 5
niemand mehr so recht mit dem Bau. Das änderte sich im Frühjahr 2016. Und seitdem kön-             Mit dem Fahrrad zur Verkehrswende        S. 6
nen Sie in jeder Ausgabe des Wilhelmsburger InselRundblicks mit Ausnahme von November              Stadtteilverschönerung                   S. 7
2016 lesen, wie unsinnig diese Planungen sind und dass es Alternativen gibt. Zum Nachlesen
                                                                                                   Kultur
alle auf unserer Internetseite inselrundblick.de.
                                                                                                   Unser Buchhalter macht Theater           S. 8
Aber die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam, und so können wir nur hoffen, dass die vie-
                                                                                                   Kabarett-Lesung im Museum                S. 8
len Einwendungen (s. Seite 3) den Prozess so lange aufhalten, bis sich wissenschaftliche Er-
                                                                                                   48h Wilhelmsburg 2017                    S. 9
kenntnisse in die Köpfe von Politikern und Beamten eingeschlichen haben.
                                                                                                   WildWux-Varieté im Hafenmuseum          S. 10
                                                                     Ihre Redaktion                Kunstsprechstunde                       S. 10

 Unsere Last-Minute-Tipps ...                                                                      Kirche
                                                                                                   Über Gerechtigkeit - neues Buch von
 Freitag, 12.5., 19 h, Start Infoladen, Fährstraße 46:                                             Hildebrand Henatsch                 S. 10
 Stolpersteine zum Glänzen bringen! Eine Aktion des Infoladens in Kooperation mit                  Kino in der Immanuelkirche              S. 10
 der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg. 10 x 10 cm Messing auf dem Gehweg: Stolper-
 steine sind stumme Zeugen, markante Erinnerungszeichen überall in der Stadt. Sie erin-
                                                                                                   Kitas
                                                                                                   Erweitertes Leseangebot in der
 nern an die vielen Opfer des Nationalsozialismus. In Wilhelmsburg erinnern 17 Stolper-
                                                                                                   Kita Kirchdorfer Str.                   S. 11
 steine an die Opfer; es waren jüdische Nachbarn, aber auch politisch Verfolgte. Während
 die Steine wieder zum Glänzen gebracht werden, gibt es Informationen zu Leben und                 Chancen
 Leidenswegen der Familien und Einzelpersonen.                                                     30 Jahre Mädchentreff Kirchdorf-Süd S. 12
 Sonnabend, 13.5., 10 – 16 h, Bücherhalle Kirchdorf:                                               Girls‘-Day an der Stadtteilschule WB S. 13
 Familientag: Wir laden Familien mit großen und kleinen Kindern, aber natürlich auch               VERSCHIEDENES
 alle anderen Interessierten, ein. Infostationen zu den Themen Tigerbook, Leyo!, eRea-
                                                                                                   1. Treffen der HH Stadtteilzeitungen S. 14
 der, Tiptoi & Co.: Digitale Bücher für Kinder zum Kennenlernen und Ausprobieren. Für
 Abenteurer ab 12 Jahren Tauchfahrt in die Geheimnisse der Unterwasserwelt mit un-
                                                                                                  Last-Min
 serer Virtual Reality-Brille. Medienratgeber für Eltern und Interessierte. Kleine Künstler               ute-Nach
 können für ihr Lieblingsbuch ein Lesezeichen herstellen. 10.30 h, Bilderbuchkino für             Sonntag          s              chlag
                                                                                                            , 14.5., 1
 alle Menschen ab 3 Jahren. 11-13 h, Zauber-Clown-Quatsch-Mitmach-Theater mit dem                sel Wilhe             5 h , Mu s e um
                                                                                                             lmsburg                   Elbin-
 „Zaubertrottel“ für alle. 13 – 16 h, Computerspielschule mit Präsentationen und Street          Erstmali              :
                                                                                                           g bietet
 Play.                                                                                          nen Treff            Anke Ho
                                                                                                            punkt fü            ltmann e
                                                                                                                      r Me n s c h        i-
 15 h, S-Bahn Veddel, Ausgang Süd, Bushaltestellen:                                             Sehbehin                           en mit
                                                                                                           derunge
                                                                                               tausch a               n zum Er
 Fluss – Land – Stadt. Stadtentwicklung Wilhelmsburgs per Fahrrad. Eine Fahr-                             n. Auf An               fahrungs
                                                                                                                     fr age sind           -
                                                                                               Führung                              auch
 radtour zu den baulichen Spuren der Geschichte der Elbinsel von der Bauerninsel zur                     en für bli
                                                                                               Me ns c he           nde/seh
 Hafen-, Stadt-, Industrieregion, Wohnviertel am Hafen und Hamburger Stadtteil. Mit                       n möglic             behindere
                                                                                                                   h.
 Einblicken in Stadtteilgeschichte und Gegenwart, aber auch Prognosen für die Zukunft
 der größten bewohnten Flussinsel Europas. Teilnahmebeitrag 5 Euro.

2   Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017
TITEL

Kein Diesel! Keine                             Knapp 1300 Einwendungen gegen
A26! Kein Dobrindt!                            die Hafenquerspange
Protestaktion vor dem Ham-                     Jeder Mensch ab sieben Jahren hat das Recht, sich einzu-
burger Rathaus                                 mischen. Das haben Kinder aus Wilhelmsburg jetzt wahr-
                                               genommen

Demo vor dem Rathaus.              Foto: hk

hk. Der Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) hatte, aus Anlass der
Verkehrsministerkonferenz in Hamburg am
27. April, aufgerufen, auf dem Rathaus-
markt für saubere Luft und die Reduzie-
rung der Stickoxid-Belastungen zu de-
monstrieren: Unter der Parole „Schluss         Vor der Übergabe der Einwendungen. Mit den Transparenten auf der Fähre von Wil-
                                               helmsburg zu den Landungsbrücken und weiter am Michel vorbei zu der Planfeststel-
mit schmutzig!” kritisierten die BUND-Red-     lungsbehörde.                              Foto: Bündnis Verkehrswende Hamburg
ner Bundesverkehrsminister Dobrindt als
                                               MG. Fast 1300 Einwendungen gegen die          ben diese Pflicht schlichtweg versäumt.
“Bundesminister für Versagen und Ver-
                                               Hafenquerspange. Viele wurden per Post        Wenn die AG Kirchdorf nicht mit Informati-
zögern“ und forderten „Stoppen Sie den
                                               an die Planfeststellungsbehörde geschickt.    onsständen aktiv geworden wäre, wüssten
Verkauf dreckiger Diesel-Neufahrzeuge!“
                                               Ein Großteil, um die 700, wurden zum End-     die Kinder, aber auch viele Erwachsene aus
Das Bündnis für Verkehrswende Hamburg
                                               spurt am 18. März 2017 von VertreterInnen     dem Umfeld der geplanten Stadtautobahn
nahm an der Demonstration teil. Es unter-
                                               der Initiativen und Vereine, die sich zum     nicht, was ihnen die Zukunft beschert.
stützt die BUND-Forderungen und wies auf
                                               Bündnis Verkehrswende Hamburg zusam-
die Bedeutung der geplanten Autobahn im
                                               mengeschlossen haben, direkt zur Behör-
Hamburger Süden für die Entwicklung der
                                               de in der Innenstadt gebracht. Die Grün-
Stickoxide und andere gesundheitliche Be-
                                               de, weshalb so viele BürgerInnen gegen
lastungen für ganz Hamburg hin. Minister
                                               die geplante Autobahn sind, haben wir seit
Dobrindt, dem der Protest galt, erschien
                                               April 2016 immer wieder im WIR darge-
nicht vorm Rathaus. Wegen Terminschwie-
                                               legt und sie können im Internet nachgele-
rigkeiten hatte er seine Ankunft kurzfristig
                                               sen werden. WIR schicken Ihnen auch gern
auf den Nachmittag verschoben.
                                               Kopien der Artikel zu. Bitte senden Sie uns
                                               dafür einen mit 1,45 Euro frankierten Um-
                                               schlag mit Ihrer Adresse.
     LUNA Apotheke                             Einige Medien wunderten sich darüber,
                                               dass auch Kinder schriftlich/bildlich ge-
                                               gen die Autobahn protestiert haben. Was
                                               soll das? In Kirchdorf-Süd sind sie direkt
                                               betroffen. An der bestehenden A1 erfah-
                                               ren Kinder, was eine Autobahn in direk-
                                               ter Nachbarschaft bedeutet, und so ist es
                                               nicht verwunderlich, dass ihnen eine weite-
                                               re in unmittelbarer Nachbarschaft vor ihrer
                                               Schule „stinkt“. Und sie haben das Recht
                                               dazu. In Deutschland haben Kinder ab sie-
        Sabine Geissler                        ben Jahren das Recht, offiziell Stellung zu
                                               beziehen und sich einzumischen. Und ge-
                                               mäß der Kinderrechtskonvention der Ver-
                                               einten Nationen von 1989 müssen sie aus-
                                               reichend informiert werden.
                                               Die Verkehrsbehörde und die DEGES ha-

                                                                                                  Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017   3
AKTUELL

Im Zentrum stand der geforderte Tunnel                                                    wird: „Das ist ja entsetzlich.“
                                                                                          Und es wurde an den Plänen auch deut-
Nur wenige BesucherInnen auf der Perspektiven-                                            lich, dass manche Probleme wie die der
Planungswerkstatt „A26 in Wilhelmsburg“                                                   Querungen, die Lärmbelästigung und der
                                                                                          zusätzliche Verkehr auf dem „Autobahn-
                                                                                          zubringer“ Otto-Brenner-Straße durch den
                                                                                          ursprünglich vorgesehenen Tunnel und
                                                                                          Trog bis zur A1 vermieden werden sollten.
                                                                                          Michael Ulrich vom Stadtteilbeirat brachte
                                                                                          die Diskussion an der Themeninsel „Ge-
                                                                                          nerelle Planung“ auf den Punkt. Ohne den
                                                                                          Verzicht auf die Ausfahrt Otto-Brenner-
                                                                                          Straße und ohne einen Tunnel bzw. langen
                                                                                          Deckel bis zur A1 werde die A26-Planung
                                                                                          niemals eine Akzeptanz erringen. Er zeigte
                                                                                          sich auch zuversichtlich und verwies dazu
                                                                                          auf ein Abendblatt-Interview mit Ver-
                                                                                          kehrs-staatsrat Rieckhof vom Januar. Dort
                                                                                          sagte der Staatsrat, dass ein Tunnel auf
                                                                                          der Marschinsel Wilhelmsburg schwer zu
                                                                                          bauen sei. Aber es sei „sicherlich ein Dis-
                                                                                          skusionspunkt.“ Ähnlich vorsichtig äußer-
                                                                                          te sich dann Juliane Misch von der DEGES
                                                                                          an der Themeninsel: Die jetzige Planung
                                                                                          mit dem kurzen Tunnel und dem weiteren
Juliane Misch von der DEGES erläutert den BesucherInnen die Anschlussstelle Otto-
Brenner-Straße und sagt: „Aus planerischer Sicht die sinnvollere Variante“. Foto: hk      ebenerdigen Verlauf durch Kirchdorf-Süd
                                                                                          würde den Anforderungen des Bundes
hk. Die etwa dreißig BesucherInnen, dar-     die Mobilität. Und als Unterpunkte wur-      genügen. Aus planerischer Sicht sei die-
unter mindestens zehn Offizielle, wirkten    den unter anderem ebenerdige Übergän-        se Variante mit dem Anschluss Otto-Bren-
ziemlich verloren im großen Saal des Bür-    ge über die Autobahn und der Erhalt der      ner-Straße die sinnvollere. Aber man kön-
gerhauses. Die Planungswerkstatt war der     Nord-Süd-Fahrradwege genannt: Es gab         ne über einen längeren Tunnel ja reden.
Auftakt für die Erarbeitung eines Bürger-    die Befürchtung, die A26 schade der Na-
gutachtens zur geplanten A26. Die Treffen    tur und eine Abfahrt Otto-Brenner-Straße
sollen in den nächsten Monaten in regel-     bringe unkalkulierbaren Mehrverkehr und
mäßigen Arbeitsgruppen fortgesetzt wer-      Gefahren für Schulen und Kitas in Kirch-
                                                                                             Wie geht es weiter
den (siehe Kasten). Zu Beginn der Ver-       dorf-Süd. Außerdem wurden immer wieder          bei Perspektiven?
anstaltung stellten VertreterInnen von       ein langer Tunnel/Trog als Voraussetzung
                                                                                           29./30./31.5., 18-20.30 h: Arbeit in
Behörde und DEGES noch einmal die offi-      für eine spätere Quartiersentwicklung ge-
                                                                                           Themengruppen, Ort N.N.
ziellen Ziele dar, die mit dem Bau der A26   nannt.
verfolgt würden, unter anderem die Schlie-   Dass „der Tunnel“ beim Perspektiven-          13.6., 18-20.30 h: Arbeit in Themen-
ßung der Lücke im Fernstraßennetz und        Beteiligungsverfahren zu einem zentra-        gruppen, Bürgerhaus
die Bündelung des Ost-West- und des Ha-      len Knackpunkt werden wird, wurde auch        Juli: Aufarbeitung der Ergebnisse der
fenverkehrs; außerdem die Entlastung Wil-    bei der anschließenden moderierten Tour       Themengruppen
helmsburgs von Verkehr, Lärm und Schad-      durch die „Themeninseln“ deutlich. An-        Oktober: Öffentliche Diskussion des
stoffemissionen. Die geplante Autobahn       hand von Diagrammen, Expertenerläute-         Bürgergutachtens & Einbringen in das
und ihre Linienführung seien nicht mehr      rungen und sogar Geräuschsimulationen         Planfeststellungsverfahren
verhandelbar, aber es blieben noch wichti-   konnten sich die BesucherInnen über die       November 2018: Ausstellung des An-
ge Gestaltungsspielräume. Die Veranstal-     – umstrittenen – Prognosen der PlanerIn-      trags auf Planfeststellung mit Fokus auf
tung diene auch dazu, Ängste zu nehmen       nen zur Lärm- und Verkehrsentwicklung         die Verwendung des Bürgergutachtens
und Missverständnisse auszuräumen.           rund um die A26 informieren. Das Haupt-
Sebastian Beck vom Bundesamt für Woh-        interesse galt der Themeninsel „generelle     Alle Pläne und Karten der
nen und Stadtentwicklung (vhw, Berlin)       Planung“ mit großformatigen Plänen über       Planungswerkstatt finden sich auf
stellte dann die Ergebnisse der Online-Be-   den Verlauf der A26 von der Kreuzung          www.hamburg.de/fernstrassen
fragung vor. Die Beteiligung an der Befra-   Reichsstraße bis zur A1 in Stillhorn. Man-
                                                                                           Weitere Infos zur Planungswerkstatt
gung war durchschnittlich. Auf die Frage,    chen BesucherInnen wurde anhand dieser
                                                                                           unter www.buewi.de/aktivitaeten/
welche Punkte ihnen bei der A26-Planung      Pläne erst richtig bewusst, wie groß die
                                                                                           perspektiven
am wichtigsten seien, antworteten jeweils    Beeinträchtigungen des Lebens in Kirch-
85 bis 90 Prozent: Lärm, Querungen und       dorf sein werden, wenn die A26 gebaut

4    Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017
AKTUELL

Mehr Fleisch in die Wilhelmsburger Mitte                                                        plant. Das stieß auf Widerstand. Ein Bewoh-
                                                                                                ner der Straße Am Inselpark wies darauf hin,
Der Bebauungsplanentwurf für das Wilhelmsburger                                                 dass dort früher von Stadtvillen und Ein-
Rathausviertel wurde vorgestellt                                                                und Zweifamilienhausbebauung die Rede
                                                                    Entwurf des Be-             war. Der Geschäftsführer eines Gewerbe-
                                                                    bauungsplans für            betriebes in der Ruppertstraße verwies auf
                                                                    das Plangebiet              das aktuelle „Gesetz zum Schutz vor schäd-
                                                                    Wilhelmsburg 91 –           lichen Umwelteinwirkungen durch Luftver-
                                                                    Wilhelmsbur-                unreinigungen, Geräusche, Erschütterungen
                                                                    ger Rathausvier-            und ähnliche Vorgänge (BImSchG)“ und die
                                                                    tel/nordwestliche           gesetzlichen Abstandsregelungen. Das war
                                                                    Dratelnstraße.              eine neue Information für die Planer und
                                                                    1200 Wohnungen              kann große Auswirkungen haben.
                                                                    und 250 Studen-             Es wird ein urbanes Viertel geplant. Quar-
                                                                    tenwohnungen                tiersmaßstab ist das Reiherstiegviertel mit
                                                                    sind geplant. Der           fünf Geschossen. Voraussichtlich erfolgt im
                                                                    Anteil öffentlich           Februar 2018 die öffentliche Auslegung.
                                                                    geförderter Woh-
                                                                    nungen bleibt mit
                                                                    30 Prozent für ei-
                                                                    nen Stadtteil wie
                                                                    Wilhelmsburg viel
                                                                    zu niedrig.

                                                                    Grafik: Bezirksamt
                                                                    Hamburg-Mitte,
                                                                    Fachamt Stadt-
                                                                    und Landschafts-
                                                                    planung

MG. Es tut sich was in der Wilhelmsburger        Mehrzahl der Besucher aus Wilhelmsburg
Mitte. Seit Sommer 2016 wird das Dreieck         käme, und versicherte: „Ihre Kritik und Vor-
Neuenfelder/Dratelnstraße, westlich der Be-      schläge landen nicht im Aktenschuber, son-
hörde für Stadtentwicklung und Wohnen,           dern werden ausgewertet und in die wei-
bebaut. Das Studentenheim aus vorgefer-          teren Planungsschritte mitgenommen.“ Es
tigten Containern nimmt Gestalt an. Kürz-        werden 1200 Wohnungen geplant, davon
lich wurde der Grundstein für WILMA ge-          30 Prozent gefördert, plus 250 Studenten-
legt. Das Projekt bietet unterschiedliche        wohnungen. Er meinte: „Es geht darum,
Wohn- und Arbeitsformen und man kann             mehr Fleisch in die Wilhelmsburger Mitte
sich ab Juni 2017 bei der steg Stadterneu-       zu kriegen.“ Für die Umsetzung der Pläne
erungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft        bedarf es einer Änderung des Flächennut-
Hamburg mbH, Telefon 040/43129347, be-           zungsplans durch die Behörde für Stadtent-
werben.                                          wicklung und Wohnen, und die Behörde für
Jetzt geht es weiter mit dem Wilhelmsbur-        Umwelt und Energie muss das Landschafts-
ger Rathausviertel (Wilhelmsburg 91). Das        programm anpassen. Bestimmte Gewerbe-
Bezirksamt Hamburg-Mitte lud am 10. April        und Industrieflächen sind zu sichern - ver-
2017 zu einer öffentlichen Plandiskussion in     dichteter Wohnungsbau zu ermöglichen.
das Bürgerhaus ein. Michael Mathe, Leiter        Die häufigsten Fragen aus dem Publikum
Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung,           befassten sich mit der Bebauung um das
Karl Heinz Humburg und Axel Schulz , Be-         Wilhelmsburger Rathaus. Hier steht noch
bauungsplanung, sowie Dr. Gunter Böttcher,       nicht fest, wie weit die Bebauung in Rich-
Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses        tung Inselpark gehen soll. Zur Zeit ist ein
HH-Mitte, stellten den Bebauungsplanent-         Riegel mit fünf bis sechs Geschossen und
wurf vor. Michael Mathe stellte fest, dass die   einem Hochpunkt am südlichen Ende ge-

                                                                                                     Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017   5
AKTUELL

Mit dem Fahrrad zur Verkehrswende                                                             wende Hamburg statt, vor dem Haupt-
                                                                                              eingang der BSU, Neuenfelder Stra-
Den Start zur großen Fahrradsternfahrt am 18.6.2017 von                                       ße. Die Route führt vom S-Bahnhof
Wilhelmsburg, Harburg und Moorburg aus organisiert das                                        Wilhelmsburg über die Wilhelmsbur-
„Bündnis Verkehrswende Hamburg“ (BVH)                                                         ger Reichsstraße, Harburg, Moorburg,
                                                                                              Köhlbrandbrücke, Neuhof, Hafenrand-
                                                                        Radrouten, Fahr-      straße, Veddel und Elbbrücken zum
                                                                        radleihstationen      Rathausmarkt.
                                                                        und Radfahrstrei-     Nach wirklich guten Ansätzen beim Ausbau
                                                                        fen: Eine grund-      der Fahrradinfrastruktur, mit Fahrradstra-
                                                                        sätzliche Verkehrs-   ßen, Radfahr- und Schutzstreifen, scheint
                                                                        wende muss her,       aktuell plötzlich Verunsicherung innerhalb
                                                                        die      Transport    der Koalition zu herrschen.
                                                                        und Verkehr nicht     Die Forderung von Mobil ohne Auto Nord e.V.
                                                                        mehr vom Pkw          (MoA) an den Senat: „Gehen Sie den ein-
                                                                        oder Lkw her          geschlagenen Weg konsequent weiter: Ma-
                                                                        denkt,     sondern    chen Sie Hamburg zur Fahrradstadt! Lassen
                                                                        von anderen Vor-      Sie sich nicht von unsachlichen Argumenten
                                                                        aussetzungen aus-     beeinflussen. Radfahrstreifen auf der Straße
                                                                        geht! Dazu ge-        sind die sicherste Lösung. Dort haben sich
                                                                        hört das soforti-     die Verkehrsteilnehmer im Blick. Gefährlich
                                                                        ge Ende des Neu-      hingegen sind die sogenannten Radwege,
                                                                        und Ausbaus von       besonders an Kreuzungen. Noch schlimmer
                                                                        Autobahnen und        sind die ,Kombilösungen‘, wo sich Fußgän-
                                                                        Schnellstraßen im     gerInnen und RadlerInnen einen Weg teilen
                                                                        gesamten Stadt-       müssen“, so Uwe Jancke, Vorstandsmitglied
                                                                        gebiet.               von MoA. „Jede Strecke, die nicht mit dem
                                                                        Das „Bündnis Ver-     Auto zurückgelegt wird, sondern als vollwer-
                                                                        kehrswende Ham-       tige Alternative mit dem Rad, kommt der
BVH/MoA/sic. Am Sonntag, 18. Juni 2017,         burg“ nutzt die Fahrradsternfahrt, um ge-     Umwelt zugute“, sagt Thomas Schönberger,
findet in Hamburg wieder die große Fahrrad-     gen die geplante A26-Ost im Süden Ham-        Vorstandsmitglied von MoA. „Hier besteht
sternfahrt statt. Auf etwa 22 Routen wer-       burgs und für ein generelles Umdenken zu      weiter ein erheblicher Handlungsbedarf für
den sich erneut bis zu 30.000 RadfahrerIn-      demonstrieren.                                die Politik, die entsprechenden Rahmenbe-
nen in Richtung Innenstadt bewegen, um          Um 11 Uhr starten die RadlerInnen am          dingungen weiter zu verbessern.“
für das Ziel „Hamburg ist Fahrradstadt“ zu      S-Bahnhof Wilhelmsburg. Sammeln ist           Informationen zur Sternfahrt mit den
demonstrieren. Um Fahrradstadt zu wer-          ab 10 Uhr. Um 10.30 Uhr findet eine           einzelnen Startpunkten unter
den, braucht es aber mehr als ein paar Alibi-   Kundgebung vom Bündnis Verkehrs-              www.fahrradsternfahrt.info

6    Wilhelmsburger InselRundblick 4/2017
AKTUELL

Vogelhüttendeich: Mit Hornveilchen gegen Vermüllung
Pflanzaktion der Projektgruppe Stadtteilpflege Wilhelmsburg
                                                              sig sind. Eine Anwohnerin     Unterstützung erfuhr die AG Stadtteilpfle-
                                                              der Dierksstraße hat sich     ge auch von der Verwaltung. Britta Buhbe
                                                              vorgenommen, das Baum-        vom Fachamt Management des öffentlichen
                                                              beet vor dem ehemaligen       Raums des Bezirksamts Mitte beauftragte
                                                              Frühstückscafé Die Besse-     ihren Kollegen Sebastian Dembkowski von
                                                              re Hälfte zu umsorgen.        der Grünabteilung des Amts mit der kos-
                                                              Vor der Aktion fragte die     tenlosen Anlieferung der Komposterde. „Wir
                                                              Projektgruppe Stadtteil-      sind froh, dass sich Bürgerinnen und Bürger
                                                              pflege Anrainer des Vo-       engagieren, denn wir können uns leider aus
                                                              gelhüttendeichs nach ih-      Personalmangel nicht ausreichend ums Stra-
                                                              rer Bereitschaft, sich nach   ßenbegleitgrün kümmern“, sagt Gärtner-
                                                              der Erstbepflanzung um        meister Dembkowski und verbindet damit
                                                              die weitere Pflege zu küm-    die Hoffnung, dass der Müll weniger wird.
                                                              mern. Die meisten sagten      Nach seiner Erfahrung ist in kaum einem
                                                              „ja“, trotz mancher Beden-    anderen Stadtteil Hamburgs der öffentliche
 Möchten ihren Stadtteil mit Blumen verschönern: Dieter       ken wegen Vandalismus.        Raum so vermüllt wie im Reiherstiegviertel.
 Obele, Angelika Schöning, Michael Frauz, Andreas
                                                              Überhaupt war bereits         „Wir würden uns sehr freuen, wenn nach
 Schwarz (v. l.).                                 Foto: ein
                                                              vorhandenes Engagement        diesem erfolgreichen Auftakt weitere An-
Dieter Obele. Die nördliche Veringstraße     einiger Anwohnerinnen     und Anwohner der     wohnerinnen und Anwohner des Vogelhüt-
ist vor kurzem verkehrsberuhigt und auf-     Straße Ansporn für die Stadtteilpflege-Akti-   tendeichs und Umgebung mitmachen, damit
gehübscht worden. Dagegen fristet der be- visten. Zu nennen sind beispielsweise das         noch viele Straßengärtchen entstehen“, sagt
nachbarte Vogelhüttendeich, vor allem sein Lokal Millenium und der türkische Rentner-       Angelika Schöning. „Wer ein neues Beet um
mittlerer Teil, weiterhin ein Schattendasein verein, die jedes Jahr aufs Neue ihre Gärt-    einen Baum anlegen möchte, den unter-
– nicht nur des dichten Baumbestands we- chen liebevoll bepflanzen und sich auch            stützt die Projektgruppe Stadtteilpflege mit
gen. Die Straße wirkt trist, vernachlässigt, nicht entmutigen lassen, wenn mal wieder       Erde und Pflanzen. Und natürlich sind der
vermüllt. Was dagegen hilft? Hornveilchen! Tulpen gepflückt, Sonnenblumen geklaut           gärtnerischen Phantasie keine Grenzen ge-
Vielleicht ...                               oder die Latten des Zäunchens drum herum       setzt: Es muss nicht bei Hornveilchen blei-
„Wir wollen der Vermüllung etwas Schönes kaputt gemacht worden sind. Und auch eini-         ben!“, fügt Schöning hinzu.
entgegensetzen“, sagt Angelika Schöning, ge Bewohnerinnen und Bewohner des Open             Wer sich um ein Beet kümmern möch-
Sprecherin der Projektgruppe Stadtteil- House lassen schon geraume Zeit rund um             te, schreibt bitte oder ruft an:
pflege Wilhelmsburg. „Wir haben überlegt: ihr Wohnprojekt an Straßenbäumen Blumen           E-Mail: stadtteilpflege@buewi.de,
Vielleicht hilft es, die so genannten Baum- blühen.                                         Tel. 040/75 20 17 18.
scheiben zu bepflanzen, also das Fleck-
chen Erde rund um die Straßenbäume. Wo
schon Müll liegt, kommt neuer dazu. Wo
es aber hübsch aussieht und Blumen blü-
hen, schmeißen die Leute weniger Dosen
und Zigarettenschachteln achtlos hin oder
laden Sperrmüll ab.“ Das ist zumindest die
Hoffnung der Projektgruppe.
Deshalb haben am 8. April einige Mitglieder
der Projektgruppe zu Schaufel und Spaten
gegriffen, die festgetretene Erde aufgelo-
ckert, drei Kubikmeter Kompost aufgetra-
gen und rund 300 Hornveilchen und Pri-
meln in vielen Farben gepflanzt. Bunt sieht
es jetzt vor der Erziehungsberatungsstelle
für Kinder und Jugendliche am Vogelhüt-
tendeich 81 aus, vor dem Handy-Shop MMC
24 an der Einmündung zum Schipperort,
ebenso wie nebenan vor der Musikschule
Juri Müller, vor dem Autohaus Hantel so-
wie vor dem Café Pianola und Das Andere
Lokal, die alle am Vogelhüttendeich ansäs-

                                                                                                 Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017   7
KULTUR                                                                                                            KULTUR

... is nich blots in Böker verleevt                                                           Männer, Frauen und
Der WIR und das Plattdeutsch                                                                  andere Katastrophen
                                                                                              Kabarettistische Lesung mit
                                                                                              Maria Pollok
                                                                                              Claus-Peter Rathjen. Die Hamburger
                                                                                              Schauspielerin und Autorin Maria Pollok
                                                                                              trägt ein humorvolles Potpourri aus Ge-
                                                                                              dichten und Geschichten verschiedener Au-
                                                                                              toren wie Wilhelm Busch, Eugen Roth, Ro-
                                                                                              bert T. Odeman, Kreisler sowie aus eigener
                                                                                              Feder vor. Ein vergnügliches Programm,
                                                                                              szenisch untermalt, mit absoluter Lachga-
                                                                                              rantie. Maria Pollok, bekannt aus Theater,
                                                                                              Fernsehen und nicht zuletzt durch ihre le-
                                                                                              bendigen Lesungen, absolvierte ihre Schau-
                                                                                              spielausbildung in München und Hamburg.
                                                                                              Sie arbeitete an verschiedenen deutschen
De Steenbeker mit ihrem Stück „Opa is de beste Oma“; von links: Mutter Lilli, Tochter
Kathi, Paul bzw. Pauline, Verleger Palmer (Klaus Müller).        Foto: U. Quathamer           Bühnen, bevor sie sich in den 1990er Jah-
                                                                                              ren in Hamburg niederließ, wo sie unter an-
hk. Was WIR-Leute neben der Zeitungsar-        denn ´n Plan ut un maakt Opa to de Huus-
                                                                                              derem am Ernst-Deutsch-Theater, Imperial
beit sonst noch so machen, darüber schrei-     dam Pauline, de ok direkt anstellt ward. De
                                                                                              und am St. Pauli-Theater arbeitete und in
ben wir eigentlich regelmäßig. Über die        „Verleger“ Claus Palmer (gespielt von Klaus
                                                                                              diversen Fernsehproduktionen mitwirkte.
„Nebentätigkeit“ von Klaus Müller, der für     Müller) is nich blots in Bööker verleeft, he
                                                                                              Das Museum Elbinsel Wilhelmsburg freut
das Büro und die Finanzen des WIR zu-          is ook in Lilly verleeft un maakt de Saak
                                                                                              sich auf das Gastspiel von Maria Pollok und
ständig ist, haben wir bisher aber noch        noch vigelienscher. As denn ok noch Claus´
                                                                                              ihrer kabarettistischen Lesung mit Lach-
nie berichtet. Wahrscheinlich auch, weil       Swester opdükert un Oma Erna ut Afrika
                                                                                              garantie. Schon bei den Vorgesprächen zu
wir normalerweise nur etwas davon mitbe-       trüch kummt, gifft dat een groot Dörchen-
                                                                                              dem Gastspiel mit der Künstlerin wurde viel
kommen, wenn er einmal wegen Proben-           anner.
                                                                                              und vielversprechend gelacht. Das Publi-
terminen nicht zur Redaktionssitzung kom-      Die Steenbeeker sind ein tolles Ensemble
                                                                                              kum kann sich auf eine vergnügliche frühe
men kann. Klaus spielt nämlich Theater bei     und die Zuschauer in der rappelvollen Em-
                                                                                              Abendvorstellung am Sonnabend, den 20.
der niederdeutschen Bühne Buchholz „De         pore Buchholz haben sich köstlich amü-
                                                                                              Mai um 18 Uhr in der intimen Bauernstube
Steenbeeker“ (Die Steinbecker). Vor vier       siert. Aber es waren vor allem ältere Leu-
                                                                                              des Museums freuen. Der Eintritt beträgt
Wochen wurde ihr neues Stück „Opa is de        te. Denn Plattdeutsch ist eine „gefährdete“,
                                                                                              10 € und im Vorverkauf 8 €. Reservierun-
beste Oma“ in der Empore Buchholz aufge-       sterbende Sprache. Nur noch gut zwei Mil-
                                                                                              gen unter 040 302 34 861 möglich.
führt. Eine Komödie vom Feinsten:              lionen Menschen in Deutschland können es
Opa Paul is för lange Tieden al na Indien in   sprechen. Klaus ist einer davon. Im WIR
een Ashram affhaut un hett sick nich um        standen übrigens früher mal hin und wie-                                        Die Ham-
sien Familie kümmert. Nu, wo ok Oma Erna       der Texte in plattdeutsch, aber das ist lan-                                    burger
op een „Selbstfindungstrip“ is, kummt he       ge her. Das ist schade.                                                         Schau-
                                                                                                                               spielerin
opmal na Huus un will sick üm de Enkel-        Is Plattdüütsch nu een Spraak, de wi bi
                                                                                                                               und
dochter Kathi kümmern. Sien Dochter Lil-       dat Thema „Sprachenvielfalt“ (siehe WIR                                         Autorin
ly will dor aver partu nix mit vun weten.      3,4/17) ok mit in afhanneln mööt? Aver vil-                                     Maria
Man se söcht een Oppass för ehr Dochter.       licht speelt „De Steenbeekers“ een vun ehr                                      Pollok.
                                                                                                                               Foto: ein
So klabüstern Enkeldochter Kathi un Opa        Stücken ja ook mal in Wilhelmsburg.

8    Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017
9. - 11.6.2017

48 Stunden Musik                                   Auch neu im Programmheft: Einige Texte sind
                                                   auf Deutsch und Englisch: „Eigentlich müss-
von den Elbinseln                                  te das Heft ja vielsprachig sein, um allen Wil-
hk. Am 9. Juni geht es wieder los. Vom Ban-        helmsburgerInnen gerecht zu werden. Aber
donion Orchester bis zur Weltkapelle, von der      das ist nicht machbar. Wir haben es jetzt mal
Grub Mihman mit türkischer Volksmusik bis zur      so versucht“, erklärt Timo Gorf, einer der Or-
Folk-Band Elbinsel 7. Und wie jedes Jahr Mu-       ganisatorInnen.
sik in Cafés, Kneipen, Läden, auf dem Park-        Als Besonderheit gibt es in diesem Jahr in-
deck, im Ruderclub, in einer Flüchtlingsunter-     ternationalen Besuch. „Einige von den Netz-
kunft und an vielen anderen Orten, an denen        werkmusikerInnen“, sagt Timo Gorf, „ haben
es „normalerweise“ keine Musik gibt. Zum 8.        einen Austausch mit verwandten Stadtbezir-
Mal steigen die 48h. Und wie immer mit dem         ken in New York und Rotterdam.“ Und so gibt
Markenzeichen: Alle MusikerInnen leben oder        es einige Konzerte, in denen MusikerInnen aus
arbeiten auf den Elbinseln. Was auch heißt:        Williamsburg am East River – WIR-LeserInnen
Das Festival ist international!                    nicht unbekannt – und WilhelmsburgerInnen
Ein gutes Beispiel dafür bietet die Weltkapel-     gemeinsam auftreten. Die SKVR-Brassband-          18 h, Café Pause: Venija. Einfach eine ganz
le, in der sich seit Ende 2015 MusikerInnen mit    school aus dem „karibischen“ Stadtteil Hilles-    großartige Singer-Songwriterin! Deutsche Lie-
und ohne Fluchterfahrung zu Sessions treffen.      luis in Rotterdam tritt im Abschlusskonzert am    der treffen auf argentinische Zambas und in-
Im Programmheft wird Nejla Jedidi von der          Sonntagabend auf den Ursula-Falke-Terras-         ternationalen Folkpop. Mit Charme, Witz und
Weltkapelle zitiert: „Bei meinem ersten Auftritt   sen auf. Außerdem veranstaltet die Band am        vor allem viel Herz führt sie hinaus in die Welt.
vor großem Publikum hier in Deutschland hat-       Sonnabend eine Klangwerkstatt im Haus der
te ich keine Angst und kein Lampenfieber, viel-    Jugend, zu der alle zum Mitspielen eingeladen
mehr bekam ich das Grinsen gar nicht mehr          sind.
aus meinem Gesicht. Es macht mich stolz, auf       Programmheft auf:
Konzerten zu singen, ein wenig Geld damit zu       www.musikvondenelbinseln.de
verdienen.“ Die Weltkapelle eröffnet das Festi-
val am Freitagabend um 18 Uhr in der Vedde-        Ein bunter Strauß an

                                                                                                                                           Venija. Foto: ein
ler Brückenstraße.
Die 48h-MacherInnen vom Netzwerk Musik
                                                   Melodien und Krach
von den Elbinseln stellt die Erfolgsstory des      48h in der Honigfabrik
Festes vor immer neue Herausforderungen.           Fr., 9.6.
Es bewerben sich mehr Gruppen, die 48h sol-
                                                   20.30 h, Skulpturenatelier (Hof): Philo.
len aber nicht größer werden, damit der Cha-
                                                   Eine Einmannkapelle, die live mit Hilfe von       21 h, Saal: KAIMAR. Genremix aus Prog-,
rakter als Wilhelmsburger Nachbarschaftsfest
                                                   technischer Gerätschaft (Loopmaschine & di-       Stoner- und Post-Rock/Hardcore.
erhalten bleibt. Einige BewerberInnen konnten
                                                   verse Instrumente) die Box zum Grooven            22.30 h, Saal: Surfits. Herrlicher SKAREG-
daher nicht mehr untergebracht werden.
                                                   bringt.                                           GAEPUNK. Ein paar Männer und eine Frau am
Auch in diesem Jahr haben sich die Organi-
                                                   21.30 h, Saal: HAVARII. Melancholischer           Saxophon laden zum Tanz.
satorInnen einige Neuerungen und Extras
                                                   Mix aus Hardcore, Emo und Postrock.               Ab 0 h, Café Pause: After-Show-Par-
ausgedacht. So gibt es zum Beispiel im Pro-
grammheft eine „Entdeckungstour“ durch den         23 h, Café Pause: Inseldisco mit Joop &           ty. Mit den Funky-Friday-DJs und SoulSistas
Stadtteil. Dort wird der Besuch der Konzerte       Ivan. Soul, Funk, Reggae, Balkan, Rap, Ana-       – Rare Funk, Soul, Jazz, Welt, Hip-Hop vom
entlang eines Ganges über die Elbinseln von        dolu-Rock, 80s/90s-Metal, Crap, Punk, Iran-       Plattenteller.
der Veddel durch das Bahnhofsviertel bis nach      Psych, Oriental, Oxidental, Latin und Disco.      So., 11.6.
Kirchdorf-Süd beschrieben. Nicht nur für Men-      Puuuhhhhh!
                                                                                                     11 h, Stübenplatz (Treffpunkt): Musika-
schen von der anderen Elbseite bestimmt eine       Sa., 10.6.                                        lischer Stolpersteine-Rundgang mit der
interessante Anregung.                             15 h, Saal: WELTKAPELLE (s. links).               Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg.

                                                                                                           Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017                9
KULTUR • KIRCHE

Gerechtigkeit Gottes                             nischer Rat oder einfach eine Ermutigung.
                                                 Was sagt jemand dazu, der sich mit dem
und innerweltliche                               Thema Kunst täglich auseinandersetzt?

Gerechtigkeit                                    Das Künstlerhaus Georgswerder möchte
                                                 stärker in die Öffentlichkeit gehen, sich den
Einführung in mein Buch                          NachbarInnen öffnen und freut sich darauf,
„Sonne der Gerechtigkeit“                        die Kreativen der Gegend mit ihren Wer-
Pastor i. R. Hildebrand Henatsch. In mei-        ken zu begrüßen. Aus dem MalerInnensaal
nem neuen Buch „Sonne der Gerechtigkeit“         und dem Fotoatelier werden zu den ge-
geht es um das Verständnis der Gerechtig-        nannten Terminen jeweils mindestens eine
keit Gottes.                                     Künstlerin oder ein Künstler anwesend sein
In der Reformation, deren 500-jähriges Jubi-     und sich die Werke der NachbarInnen anse-
läum wir in diesem Jahr feiern, wurde Gottes     hen. Die FotografInnen vom Künstlerhaus
Gerechtigkeit als Gerechtigkeit vor Gott ver-    meinen: „Und wenn uns jemand seine Ur-
standen. Wie werde ich vor Gott gerecht?         laubsfotos zeigen möchte, um zu erfahren,
Wie erlange ich seine Gnade am Tag des           wie die schöner werden können, sagen wir
Jüngsten Gerichtes? Luther erkannte, dass        auch dazu gerne etwas.“
keine noch so guten Werke uns helfen, vor        Die Aktion ist zunächst bis zum Jahres-         Das WildWux-Varieté
Gott gerecht zu werden, sondern allein das       ende für jeden 2. Mittwoch im Monat von
                                                 19.30 bis 21 Uhr geplant. Die Teilnahme ist
                                                                                                 ist wieder da!
Wort seiner Gnade uns frei spricht.
Wenn wir heute von Gerechtigkeit reden,          grundsätzlich kostenlos, aber eine Spende       Die Crew geht für eine Nacht
meinen wir die innerweltliche Gerechtigkeit.     ist durchaus willkommen.                        im Hafenmuseum vor Anker
In dieser Hinsicht ist Gerechtigkeit heute ein   Aktuelle Infos finden Sie auf:
                                                                                                 Dario Barcalay. WildWux erschafft eine
sehr aktuelles Thema. Inwiefern meint Ge-        https://kuenstlerhausgeorgswerder.de
                                                                                                 funkelnd glitzernde Nacht voller einzigar-
rechtigkeit Gottes auch und vor allem die-       Künstlerhaus Georgswerder e.V.
                                                                                                 tiger Momente ... Das Piratennest ist aufs
se innerweltliche Gerechtigkeit? Müsste sie      Rahmwerder Str. 3
                                                                                                 Festlichste geschmückt! Wahrlich fantas-
nicht zum Zentrum unserer Verkündigung           21109 Hamburg
                                                                                                 tische KünstlerInnen werden Euch be-
gehören und maßgeblich unser Handeln als                                                         geistern, die Musik lässt uns ausgelassen
Gemeinde und Kirche bestimmen? Mit dieser
Frage beschäftigt sich mein Buch.
                                                 Kino in der Kirche                              tanzen und draußen am Feuer wollen wir
                                                                                                 gemeinsam chillen & jammen. Außerdem
Ich möchte Sie und Euch zu einer Ein-            PM. Jeden Freitag um 21 Uhr findet in der
                                                                                                 warten köstliche Getränke und Speisen
führung in mein Buch einladen. Wir               Immanuelkirche auf der Veddel, Wilhelms-
                                                                                                 auf Euch und es gibt jede Menge Tand und
treffen uns am 23.5. um 18.30 Uhr                burger Str. 73, Kino statt. Es gibt Genrefil-
                                                                                                 Treibgut zu bestaunen und probieren.
im Vorraum der Emmauskirche an der               me, Dokus und Themenabende, Fassungen
                                                                                                 Taucht ein in diesen bunten Wirbel aus
Mannesallee.                                     in Deutsch oder OmU. Das Programm kann
                                                                                                 Kleinkunst, Konzert und wilder Tanzparty!
                                                 per Mail bei kino@kirche-veddel.de ange-
                                                                                                 Am Nachmittag um 15 Uhr gibt‘s für Kinder
                                                 fordert werden.
Kunstsprechstunde                                                                                eine Extrashow.
                                                                                                 Programm:
Das Künstlerhaus Georgs-
                                                                                                 ALEKS - Aerial Hoop, ALFONS - Abgefah-
werder lädt ein
                                                                                                 rene Artistik, BRIGITTE - TanzKörper-
Petra Hoppe. Feedback zu bekommen,
                                                                                                 Kultur, CAROLINE - VertikalSeil, DANI-
ist für Kreative gar nicht so einfach: Freun-
                                                                                                 EL - Highline, DJ BENET RIX – Multicolour
de und Familie finden die Sachen meistens
                                                                                                 Electro, DJ DARIO CALAY – Cumbia Elec-
gut, aber stimmt das wirklich? Manchmal
                                                                                                 trica, DJ MAX QUINTENZIRKUS - Urban
fehlt eine Idee, ein inhaltlicher oder tech-
                                                                                                 World Trötenbrass, GINA - NetzTrapez,
                                                                                                 HANNA - Hula Hoop, HERR KONRAD -
                                                                                                 Comedy Jonglage, JBXDR - Drum Sample
                                                                                                 Performance, LUTOPIA ORCHESTRA -
                                                                                                 Dirty Cabaret Blues Stomp, RIEKE -
                                                                                                 Clownerie
                                                                                                 WildWux-Varieté
                                                                                                 20.5.2017, 21 h, Einlass ab 20 h
                                                                                                 Hafenmuseum Hamburg (Veddel),
                                                                                                 Kopfbau des Schuppens 50A,
                                                                                                 Australiastraße, 20457 Hamburg
           Tel. 752 80 56 • Veringstraße 71                                                      Eintritt: 15 - 20 Euro,
                                                                                                  ab 1 Uhr 8 Euro

10   Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017
KITAS

Auf die Bücher - Fertig - Los!                                                               Die Büchertasche, von einer Wilhelmsbur-
                                                                                             ger Initiative liebevoll gefertigt, enthält
Sprach-Kita Kirchdorfer Straße kann ihr Angebot ausbauen                                     Hinweise für das Vorlesen in verschiedenen
                                                             Umfeld im Alltag unterstüt-     Sprachen, ebenso wie Regeln für das Be-
                                                             zen und fördern können.         nutzen der Bücher.
                                                             Wir beschäftigen uns re-        Bald feiern wir auch die Eröffnung einer Bi-
                                                             gelmäßig mit Büchern. Für       bliothek, die von Woche zu Woche wächst.
                                                             die Finanzierung des Bü-        Auf Elternabenden, Eltern-Cafés und wäh-
                                                             cherprojektes im Elemen-        rend verschiedener Eltern-Kind-Aktionen
                                                             tarbereich haben wir eine       zeigen wir den Eltern, wie sie mit ihrem Kind
                                                             großzügige Spende in Höhe       ein Buch anschauen und ihm daraus vor-
                                                             von 3050,- € von Radio          lesen können. So kommen Eltern und Kin-
                                                             Hamburg: „Hörer helfen          dern miteinander ins Gespräch, z.B. wenn
                                                             Kindern e.V.“ und dem Cen-      das Kind der Mutter erzählt und zeigt, was
                                                             termanagement vom EKZ           es auf den Bildern entdecken kann. Das Le-
                                                             Mercado erhalten.               sen beginnt mit dem Lesen von Bildern. Wir
                                                             Der Scheck wurde uns            ermuntern die Eltern, auch in ihrer Mutter-
                                                             symbolisch im Rahmen ei-        sprache vorzulesen. Es wird jedoch über-
                                                             ner kleinen Feier in der Kita   wiegend versucht, Deutsch vorzulesen, um
Der Scheck wurde uns symbolisch in der Kita durch Man-       durch Mandy Kiewel und          die Sprache der Kinder zu fördern. Da rund
dy Kiewel und Björn Wolf von Radio Hamburg sowie Sven        Björn Wolf von Radio Ham-       50 Prozent unserer Kinder eine andere Erst-
Ebert vom MERCADO überreicht.                   Foto: Kita
                                                             burg sowie Sven Ebert von       sprache haben, helfen Bücher, neue Wörter
PM. Seit 2012 ist die Kita Kirchdorfer Stra- MERCADO überreicht.                             und Satzstrukturen in der deutschen Spra-
ße (Elbkinder) eine Sprach-Kita. So kom- Unsere BesucherInnen waren beeindruckt              che zu erwerben.
men dreimal wöchentlich ehrenamtliche vom vielfältigen Angebot in der Kita. Mit ei-
Vorleserinnen und Vorleser der Bürgerstif- nem lauten „Danke, Radio Hamburg“ be-
tung Hamburg und lesen unseren Kindern dankten sich unsere Kinder bei den Hörern.
vor. Im Brückenjahr erstellen die Kinder ihr Sie überreichten Herrn Ebert ein selbst her-
eigenes Buch. Sie dürfen auch ein Buch von gestelltes Buch, in dem sie ihre Wunscht-
zu Hause mitbringen. Bei diesen Aktivitä- hemen für die neuen Bücher darstellten.
ten wird deutlich, dass viele unserer Kinder Besonders Bücher über Piraten und Prin-
zu Hause keine Bücher haben und dement- zessinnen waren gefragt.
sprechend nie vorgelesen bekommen. Dies Für viele unserer Familien in Wilhelmsburg
wollen wir ändern. Wir möchten die Kinder ist der Erwerb von Büchern im knappen Fa-
so früh wie möglich an das Lesen heranfüh- milienbudget nicht vorgesehen. Auch das
ren. Kinder, die schon früh reiche Erfahrun- Ausleihen in der Bücherhalle stellt häufig
gen mit Literatur sammeln können, haben eine unüberwindbare Hürde dar. So bedeu-
Vorteile beim Lesen- und Schreibenlernen. tet eine kostenfreie Ausleihe einen großen
Sie bringen damit eine der wichtigsten Gewinn.
Grundlagen für den späteren Schulerfolg Mit dem neuen Buchprojekt haben die Kin-
mit. Eltern und Familien kommt in der frü- der die Möglichkeit, sich zum Wochenende
hen Sprach- und Leseentwicklung ihrer Kin- zwei Bücher auszuleihen und diese in einer
der eine wichtige Rolle zu. Sie sind es, die unserer schönen neuen Büchertaschen mit
diese durch ein anregendes sprachliches nach Hause zu nehmen.

                                                                                                 Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017   11
DURCHHALTEN!
 Selbstbeschränkung?
                            sic. Am 3. Mai war wieder
                          „Welttag der Pressefrei-
                                                         CHANCEN
                                                         Unsere Seiten für alle, die nach Wegen zu Ausbildung und Arbeit suchen.
                          heit“. 1993 ist dieser Tag               WIR zeigen Chancen auf, die unser Stadtteil bietet.
                          von der UNESCO ins Leben        WIR schreiben für mehr Bildung und gegen die große Sprachlosigkeit.
                          gerufen worden. Er soll der          CHANCEN sind ein Projekt des Wilhelmsburger InselRundblicks.
                          „Förderung einer unabhän-                            Redaktion: Sigrun Clausen.
                          gigen und pluralistischen
                          Presse“ dienen und an die
 „Verletzung von Informations- und Freiheitsrechten
 in vielen Staaten der Welt“ erinnern, so die
 UNESCO.
   Je nachdem, wie die Welt-Presse-Lage gerade so
 ist, wird dieser Tag in Medien, Politik und Gesell-
 schaft mal mehr, mal weniger laut begangen. Vor
 einigen Jahren, als in Russland JournalistInnen auf
 offener Straße verprügelt, niedergestochen und er-
 schossen wurden, war der Tag sehr präsent. Jetzt
 ist er es wieder. Zum einen angesichts der Situation
 in der Türkei, wo JournalistInnen entrechtet und
 eingesperrt, ihre Medien verboten und zensiert
 werden. Zum anderen angesichts der - größtenteils
 von rechtsaußen, aber beileibe nicht nur von dort
                                                         Unzählige neue Perspektiven und Chancen, ganz viel Lebensweggestal-
 angezettelten - Lügenpresse-Debatte und einer all-      tung und 1000 Stunden bunter Freizeit: Seit 30 Jahren kommen Mädchen
 gemein in Mode gekommenen Presse- und Journa-           in den Mädchentreff Kirchdorf-Süd.                    Foto: Mädchentreff
 listInnenverachtung hierzulande. Hinzu kommt der
 unsägliche, von Wissen und Begreifen gänzlich be-       „Wer Mädchen stärkt, verändert die
 freite Umgang Donald Trumps mit der Presse in
 den USA.
                                                         Welt!“
   Alles Gründe, diesen Tag tatsächlich hochzuhalten     Der Mädchentreff Kirchdorf-Süd vom Verein Dolle
 und mit ihm an die „Verletzung von Informations-        Deerns e.V. feiert 30 Jahre feministischer Mäd-
 und Freiheitsrechten in vielen Staaten der Welt“ zu
 erinnern und zu Solidarität und praktischer Hilfe für
                                                         chenarbeit
 die verfolgten JournalistInnen weltweit aufzurufen.        Nihada Moric/Keziban Dasdemir. Der Mädchentreff Kirchdorf-Süd - 1987
 Und auch sich selbst durchaus mal wieder bewusst        geöffnet - unterstützt und berät Mädchen bei ihren persönlichen Entwicklun-
 zu machen, welches hohe Gut wir mit dem verbrief-       gen in allen Bereichen ihres Lebens. Hier erhalten Mädchen unterschiedlicher
 ten Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit besit-       Kulturen, Religionen und Nationen Raum für sich und werden mit ihren Inte-
 zen. Etwas, was es nicht nur aktiv zu nutzen, son-      ressen und Bedürfnissen ernst genommen sowie in die Planung einzelner An-
 dern auch aktiv zu schützen, zu fördern und zu          gebote einbezogen. Die Mädchen und jungen Frauen treffen sich, um Spaß zu
 erringen gilt.                                          haben, Meinungen auszutauschen, sich einzubringen und anzuvertrauen und
   Ärgerlich ist, dass unsere eigenen, subtileren Pro-   Freundschaften aufzubauen.
 bleme der Presse(un)freiheit am „Welttag“ nicht auf        In Sachen Berufsorientierung und Lebensplanung, neue Medien, politische
 den Tisch kommen: die zunehmende Verwischung            Bildung, Frauengeschichte, Kunst und Kultur, Sexualpädagogik, Selbstvertei-
 der Grenze zwischen echter journalistischer Be-         digung und -behauptung, Ausflüge, gesunde Ernährung und Sport sowie in
 richterstattung und PR sowie die Konzentration von      Hausaufgaben aller Art bekommen sie vollste Unterstützung und können sich
 Macht und Einfluss in wenigen großen Medienkon-         jederzeit in Krisen- und Konfliktsituationen beraten lassen. Mädchen und jun-
 zernen. Ähnlich wie in der Politik auf die Gesetzge-    ge Frauen mit Fluchterfahrungen werden kompetent und parteilich unterstützt
 bung, nehmen bestimmte Lobbys im Pressebereich          und begleitet.
 immer mehr Einfluss auf Themensetzung und Be-
                                                            Auch nach 30 Jahren ist Mädchenarbeit nach wie vor gefragt und emanzipa-
 richterstattung. Die Bündelung in großen Medien-
                                                         torische Arbeit nicht wegzudenken mit dem Ziel, für eine bessere Chancen-
 konzernen schränkt die Vielfalt und Ausdifferenzie-
                                                         gleichheit in unserer Gesellschaft zu kämpfen und Gewalt an Mädchen und
 rung unserer Zeitungslandschaft ein.
                                                         jungen Frauen zu stoppen.
   Beides verhindert die freie Meinungsbildung der
                                                            Der Mädchentreff lädt am 1. Juni um 14 Uhr FreundInnen, KollegInnen, Po-
 Lesenden. In einer solchen Presse wird immer we-
                                                         litikerInnen und UnterstützerInnen zum 30-jährigen Jubiläum in seine Räume
 niger kritisch reflektiert. Langwierige Hintergrund-
                                                         in Kirchdorf-Süd ein.
 recherchen für aufklärerische Artikel sind kaum
 noch möglich. Das alles kommt einer selbst aufer-       Kontakt:
 legten Einschränkung der Freiheiten, die Presse ei-     Mädchentreff Kirchdorf-Süd, Dolle Deerns e.V., Nihada Morić
 gentlich hätte, gleich.                                 Erlerring 9, 21109 Hamburg,
                                                         Tel.: 040/754 21 98, E-Mail: dolledeerns@maedchentreff-ki-sued.de
12   Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017
INFO
Stadtteilschule Wilhelmsburg lässt
Grundgedanken des Girls‘-Day
wieder aufleben
Mitmachparcours sollte Mädchen für Technik
begeistern
                                      Iris Hahn-Möller. Seit 2001 findet in
                                    Deutschland alljährlich Ende April der „Zu-
                                    kunftstag“ statt. An diesem Tag haben Ju-
                                    gendliche die Gelegenheit, einen Tag in       Stadtteilpreis für „Die
                                    Betriebe zu schnuppern, um verschiedene       Insel liest“
                                    Berufe kennenzulernen. Das ist sicherlich
                                    interessant, lehrreich und eine willkomme-    Das Forum Bildung Wilhelms-
                                    ne Abwechslung zum Schulalltag.               burg (FBW) freut sich über eine
                                      Von dem eigentlichen Grundgedanken          verdiente Auszeichnung
                                    dieses Aktionstages hat man sich im Ver-        PM/hk. Das langjährige Projekt „Die Insel liest“
                                    lauf der Jahre jedoch entfernt. Der Girls`-   erhielt einen der diesjährigen Stadtteilpreise der
                                    Day, wie dieser Tag ursprünglich hieß,        MOPO und der PSD-Bank Nord. Den Stadtteilpreis
                                    sollte bei jungen Frauen das Interesse an     in Höhe von insgesamt 100.000 Euro gibt es seit
                                    sogenannten „Männerberufen“ wecken            neun Jahren. Mit ihm sollen gemeinnützige Initiati-
                                    und Berufsperspektiven neben den typi-        ven und Einrichtungen unterstützt werden.
Bei Suada Kazimi, 14 Jahre, ist
der Funke übergesprungen: „Am       schen  „Frauenberufen“ aufzeigen.               In diesem Jahr wurden von 130 Bewerbern 22
besten fand ich die Stationen         Die Stadtteilschule Wilhelmsburg, der die   Preisträger ausgewählt. Darunter auch drei Einrich-
aus dem Bereich Technik; be-        Berufsorientierung ihrer Schülerinnen und
sonders gut fand ich den Motor.“                                                  tungen von den Elbinseln; die Poliklinik Veddel, die
Die Achtklässlerin hat einen        Schüler ein besonderes Anliegen ist, hat      Grundschule Kirchdorf und das Forum Bildung Wil-
kleinen Elektromotor gebaut.        den ursprünglichen Grundgedanken des          helmsburg. „Wir freuen uns sehr über den Stadt-
               Foto: Hahn-Möller Girls`days mit einem Aktionstag bereits
                                                                                  teilpreis,“ sagt Wilhelm Kelber-Bretz vom FBW,
                                    zwei Tage vor dem eigentlichen Zukunfts-      „denn er würdigt nicht nur das neue, konkrete Lese-
tag aufleben lassen: Der gesamte Jahrgang 8 musste einen Stationenparcours        projekt für die 5. Klassen, sondern auch die langjäh-
durchlaufen, bei dem die Schülerinnen und Schüler vermeintlich männliche          rige, engagierte Arbeit des FBW, vor allem der vielen
Aufgaben lösen mussten. Es gab zum einen Stationen aus den Themenberei-           KollegInnen in den letzten 15 Jahren im Rahmen der
chen Handwerk, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Wie baue ich          Lesewochen. Mit dem Preisgeld in Höhe von 7000
aus einer Batterie, Schraube, Magnet und Kabel einen Motor? Warum                 Euro werden wir Bücherkisten für alle fünften Klas-
schwimmt eine Dose Cola light und warum geht eine Dose Cola mit Zucker            sen im Stadtteil anschaffen.“ Der WIR gratuliert.
unter? Am Ende mussten die Jugendlichen ihre eigenen Stärken reflektieren
und beurteilen.
  Fabian Smarz, Junglehrer der Stadtteilschule Wilhelmsburg und Initiator des     G20 in Hamburg – wor-
Aktionstages, empfindet die derzeitige Praxis des Zukunftstages in vielen         um geht es eigentlich?
Schulen nicht ausreichend: „Es fehlt eine vernünftige Vor- und Nachbereitung,
und vom Ziel, junge Menschen für einen Beruf jenseits traditioneller Rollen-       Der G20-Gipfel in Hamburg wird mit Spannung,
vorstellungen zu begeistern, haben wir uns entfernt. Mit diesem Mitmachpar-       aber auch mit Sorge erwartet: Wird er dem offizi-
cours haben wir es heute geschafft, insbesondere bei den Mädchen Faszina-         ellen Motto gerecht, im Interesse der Menschen
tion für Technik zu entwickeln.“                                                  „die vernetzte Welt gemeinsam (zu) gestalten“?
                                                                                  Oder wird er weiter den Eigeninteressen mächti-
                                                                                  ger internationaler Akteure den Weg ebnen? Wir
Babymassage-Kurs im Eltern-Kind-                                                  bieten Hintergrundinformationen: Wie ist die G20
Zentrum auf der Veddel                                                            entstanden? Wie sind die Teilnehmer legitimiert?
                                                                                  Was wird auf dem Treffen entschieden?
  PM. Babymassage tut Ihnen und Ihrem Baby gut. Mit Massage fühlt sich Ihr         Referent: Helmut Janßen-Orth (AK „Wirtschaft
Baby wohl und es kommt zur Stärkung von Muskeln, Kreislauf, Abwehrkräften         neu denken“, UmweltHaus am Schüberg).
und des gesamten Organismus‘. Der Kurs ist offen, unverbindlich und kosten-        Montag, 29. Mai, 19 Uhr, Katholische Aka-
los! Wir freuen uns auf Sie und Ihr Baby!                                         demie Hamburg, Herrengraben 4, 20459
Babymassage: Immer montags von 10 - 11 Uhr, Birte Schmid und                      Hamburg. Eintritt frei. Info: Zukunftsrat
Sevin Yilmaz, Uffelnsweg 1, 20539 Hamburg , Tel.: 040/78 56 24                    Hamburg, Tel. 040/39 10 97 31
Sie erreichen uns mit den Buslinien 154 u. 34, S-Bahnlinien 31 u. 3
                                                                                                Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017   13
VERSCHIEDENES

„Von Verrückten mit Herz gemacht“                                                            Prozent „bei uns“ in Moorwerder, das da-
Erstes Treffen Hamburger Stadtteilzeitungen                                                  mals allerdings noch zu Preußen gehörte.
                                                                                             Der WIR hat unter den Stadtteilzeitungen
                                                                                             mit seinem Verein als unabhängigem Trä-
                                                                                             ger, seinem Umfang, seinen regelmäßigen
                                                                                             wöchentlichen Redaktionssitzungen, dem
                                                                                             monatlichen Erscheinen und den Elbinseln
                                                                                             als großem Einzugsbereich eher eine Son-
                                                                                             derstellung. Bei den Inhalten haben wir
                                                                                             viele Gemeinsamkeiten mit dem „Lachen-
                                                                                             den Drachen“ aus St. Georg und der noch
                                                                                             ganz jungen „Stadtteilzeitung“ der Initiati-
                                                                                             ve „St. Pauli selber machen“. Das ist sicher
                                                                                             kein Zufall. Alle drei Stadtteile sind Brenn-
                                                                                             punkte der Stadtentwicklung: Verdrängung
                                                                                             der ärmeren EinwohnerInnen durch Miet-
                                                                                             steigerungen, enge Nachbarschaft mit den
                                                                                             NeubürgerInnen aus Hamburg und den Kri-
                                                                                             sengebieten der Welt, aber auch drängen-
      Austausch auf dem Zeitungstreffen: der WIR und der Kollege vom „westwind“
                                                                                             de Verkehrsprobleme – wir haben zahlrei-
      aus dem Osdorfer Born.                                           Foto: hk
                                                                                             che gemeinsame Themen.
hk. In vielen Hamburger Bezirken gibt         vereinen herausgegeben und zum Teil von        Ob es auch stadtteilübergreifende Themen
es Stadtteilzeitungen. Mit Lurup und dem      deren hauptamtlichen MitarbeiterInnen bei      gibt, die für alle Zeitungen interessant sind,
Osdorfer Born tauscht der WIR seit eini-      der Arbeit unterstützt und/oder finanziert     muss sich zeigen. Gemeinsam sind auf je-
gen Jahren seine Ausgaben aus. Auch an-       (Druckkosten etc.). Bei der Seitenzahl ist     den Fall technische Fragen der Erstellung,
sonsten blicken wir gern mal über den Wil-    vom vierseitigen Info bis zum 30-Seiten-       die Frage, wie sieht überhaupt die Zukunft
helmsburger Tellerrand (siehe auch S. 12).    Heft alles dabei. Einige Zeitungen erschei-    unserer Papierblätter bei zunehmender
Aber eigentlich wissen wir sehr wenig da-     nen monatlich, einige vierteljährlich oder     Onlinekonkurrenz aus, und im Zusammen-
rüber, wie die KollegInnen in den anderen     unregelmäßig. Auch inhaltlich gibt es gro-     hang damit das Nachwuchsproblem. Und
Bezirken ihre Zeitungen machen. Die Leu-      ße Unterschiede. Manche Zeitungen sind         gemeinsam ist offensichtlich auch, dass
te vom „Lachenden Drachen“ in St. Ge-         eher Mitteilungsblätter für einen kleineren    alle ehrenamtlichen RedakteurInnen gro-
org hatten da die gute Idee, aus Anlass ih-   Einzugsbereich wie Steilshoop oder Neu-        ßen Spaß an der Arbeit haben. Oder wie die
res 30-jährigen Jubiläums alle Hamburger      allermöhe, vergleichbar etwa mit der Süd-      Kollegin von „Lurup im Blick“ sagte: „Alle
Stadtteilzeitungs-Redaktionen zu einem        kurier-Beilage im WIR. Was nicht bedeu-        Stadtteilzeitungen werden von Verrückten
Treffen einzuladen: zum Kennenlernen,         tet, dass sie nicht auch kritisch berichten,   mit Herz gemacht. Sonst gäbe es sie gar
zum Erfahrungsaustausch und zur Suche         wenn es nötig ist. (Auch in Steilshoop ha-     nicht.“
nach Gemeinsamkeiten. Nicht alle waren        ben sie Ärger mit der AfD.) Mehrere Blät-      Die Redaktion des „Lachenden Drachen“
gekommen, aber immerhin saßen Redak-          ter befassen sich regelmäßig mit der Stadt-    schlug ein nächstes Treffen zum Ende des
teurInnen von zwölf Zeitungen im Gemein-      teilgeschichte. So steht im „Backstein“ vom    Jahres vor und hatte außerdem die „kühne“
desaal in der Stiftstraße in St. Georg zu-    Dulsberg ein interessanter Artikel über die    Vision eines „Hamburger Stadtteilzeitungs-
sammen und berichteten über ihre Arbeit.      Reichtagswahl 1932. Und da findet sich ne-     Pressefestes“. Warum eigentlich nicht?!
Es zeigte sich, die Zeitungen sind in vie-    benbei, dass Hitler auf dem Dulsberg „nur“     Auf jeden Fall gilt den Leuten vom „Lachen-
lerlei Hinsicht sehr unterschiedlich. Vie-    24 Prozent der Stimmen erhielt, die pro-       den Drachen“ Dank für die gute Initiative
le werden von Stadtteilbüros oder Bürger-     zentual meisten Hitlerwähler gab es mit 54     und für die tolle Gastfreundschaft.

14   Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017
WO in Wilhelmsburg
                                                    - Ausgabe 1/Januar 2017 -
                            Die Service-Seiten im Wilhelmsburger InselRundblick
                                   Alle wichtigen Adressen auf einen Blick!
                          Erscheint dreimal jährlich (nächste Ausgabe im Mai 2017)

   Info!                                             Ansprechpartner bei Problemen in Sachen Umwelt und Sauberkeit
   Ein Grundeintrag mit den Kontakt-                                                                                          Telefon:
   daten (3 bis 4 Zeilen) ist kostenfrei.            Meldung von Lärm- und Geruchsbelästigung
   Organisationen und Einrichtungen,                 Herr Nieländer, BezA Mitte, Fachamt VGU                                  428 54 32 92
                                                     Frau Ordolff, BSU, Amt für Immissionsschutz;
   die Mitglied im Wilhelmsburger
                                                     Meldung von Geruchsbelästigungen durch die NOW etc.                      428 40 34 33
   InselRundblick e.V. sind, können
                                                     Naturschutzreferat des BezA. Mitte, Frau Johnseck-Ohrt                   428 54 34 38
   den Grundeintrag mit Infos zu ihren
                                                     Polizei HH, Fachdienst Umweltdelikte, Herr Schacht                       428 66 54 15
   Angeboten ergänzen.                               Polizeikommissariat 44
   Redaktionsschluss für die                         Herr Dehning, Stadtteilpolizist                                          0176 428 505 90
                                                     Herr Stelter, Stadtteilpolizist                                          0176 428 505 81
   nächste Ausgabe ist am
                                                     Gartenbaurevier Wilhelmsburg
   3.5.2017!                                         Herr Dose (Leiter)                                                       0175 724 34 70

A
                                                     Wegewarte beim BezA Mitte:
AIW - Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg            Bereich südl. der Fährstraße, Herr Fieberg                               428 716 204/0172 322 07 70
e.V. im „Alten Deichhaus“, Vogelhüttendeich 55.      Bereich nördl. der Fährstraße, Herr Rudat                                428 716 296/0172 405 85 57
Siehe auch unter Wilhelmsburger Tafel                Stadtreinigung HH:
                                                     Müllhotline - Servicezeit: 8 – 18 h                                      25 76-11 11
Allg. Sozialer Dienst des Fachamts
                                                     Winterdiensthotline – Servicezeit: 8 – 18 h                              25 76-13 13
Jugend- und Familienhilfe, Reinstorfweg 12,
                                                     Stadtteil-„Kümmerer“ bei Müllproblemen, Herr Greick                      25 76-22 59
 428 71–6273 (mo – do, 8-16 h; fr, 8-14 h).
                                                     Öffentl. Beleuchtung, Vattenfall                                         63 96 23 55
ausblick hamburg gmbh – Integrations-
                                                     Rattenbekämpfung im öffentl. Raum, Hygieneinstitut                       428 45 77
fachdienst Hamburg
Neuenfelder Straße 31, 21109 HH, Tel. 040 3611       Meldung und Anzeige von Ordnungswidrigkeiten,
                                                     Hotline beim BezA Mitte                                                  428 65 34 08
1536, www.ausblick.hamburg.de
                                                     BezA Mitte, Sauberkeitskoordination: Herr Rudolph                        428 54 27 77
AWO Distrikt Wilhelmsburg, Fährstr. 73,
Kontakt: Wilfried Pattschull,  753 4282             Zentralstelle Wildplakatierung, Frau Hahn-Jacobs, BA HH-Nord             428 04 60 51

AWO-Seniorentreff, Rotenhäuser Wettern 5:
                                                   der Sprachmittlerin für Bulgarisch: do, 15-18 h;      Möhlsteenpadd 20, 21109 HH,

B
mo-fr 13-17 h,  31 97 94 29
                                                   Praxis Flüchtlingshilfe Elbinseln, Maike Grünwaldt,    18075317, Fax 18075318

                                                                                                     C
BAK - Bund alkoholfrei lebender Kraftfah-
                                                   im MEDIA DOCK, Prassekstraße 1,  4288 52281,
rer NNord e.V. - Hilfe für alkohol-, drogen- und                                                         CafÉ
                                                                                                         CafÉSL - Kinder-Jugend-Familienzentrum
                                                   0176/10304445,  gruenwaldt@bi-elbinseln.de,
verkehrsauffällige Kraftfahrer, Gesprächsgruppe:
verke                                                                                                    Kirch
                                                                                                         Kirchdorf, Karl-Arnold-Ring 9,  750 90 71, mo -
                                                   Sprechzeiten vor Ort: di 12-15 h, do 15-18 h
di, 18.45 h bei KODROBS, Weimarer Str. 83-85                                                             fr 9 3 - 21.30; sa. Gruppenangebote;
                                                                                                            9.30
                                                     > Stadtteilbüro Veddel, Veddeler Brücken-
(KODROBS). Leitung: Yvonne Reinicke,                                                                     Sonntagscafé: 14 - 18 h.
                                                   strasse 126:

                                                                                                     D
 0152 3186 8712;  www. bak-hamburg.de                                                                  Bürozeit Elternschule: mi 11-13 h, do 10-11 h
                                                    789 99 66; Fax: 7808 1611
Bandonion-Orchester Wilhelmsburg v.                   veddel@bi-integrationszentrum.de                  Das R
                                                                                                             Rauhe Haus Wilhelmsburg
1929                                                  Offene Beratung und Anmeldung zu                   Wehrm
                                                                                                         Wehrmannstraße 1,
Übungsabend mi 19.30 h im Bürgerhaus,                 Deutsch- und Integationskursen:                     302
                                                                                                           30
                                                                                                           3023 7789, Fax 31 76 66 13
Tel. 040 7687 991, gerd.kaczmarek@t-online.de,        Di, 10-12 h; mi, 16-17 h – und nach Absprache      Demenznetz Wilhelmsburg,
bandonionorchester-hamburg.de                                                                            Rotenhäuser Str. 84,  75 24 59 22,
                                                   Bücherhalle Kirchdorf, Wilh.-Strauß-Weg 2
Beratung für auffällige Kraftfahrer/innen          (am S-Bahnhof),  754 23 58; Mail: kirchdorf@          demenznetz@diakonie-elbinsel.de
Hamburg Nord e.V., Kontakt: M. Montana,            buecherhallen.de                                      Büro: mo - fr, 12-14 h; tel. u. persönl. Beratung
 0171 8948785 u. 7542211 oder Egon Golsch,        di-fr: 11–13 u. 14–18 h; sa. 10-13 h                  nach Absprache. Angehörigengruppe: jeden letzten
 0171 4794181, e.golsch@abstinent-fahren.de                                                             Montag im Monat, 17 - 19 h
                                                   Bücherhalle Wilhelmsburg,
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche            Vogelhüttendeich 45,  75 72 68, wilhelms-           Diakonie Wilhelmsburg e.V.,
und Eltern, Vogelhüttendeich 81,                   burg@buecherhallen.de; di-fr: 11–13 u. 14–18 h;       Diakonie- und Sozialstation, Rotenhäuser Str.
 428 71 6343, mi 14-16 + fr 11-13 h               sa: 10–13 h.                                          84,  75 24 59 0, Fax 75 24 59 39
Betreuungsverein für Harburg und Wil-                                                                     info@diakonie-elbinsel.de
                                                   Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20,
helmsburg „Insel“, Deichhausweg 2,                  752 01 70, Fax 75 20 17 10,  info@buewi.de;        Die Insel hilft e.V., Verein zur Flüchtlingshilfe in
21073 HH,  32 87 39 24.                           Geöffnet mo nur für Gruppen, di-do 10 bis mind.       Wilhelmsburg,  mail@inselhilfe.org
BI-Beruf und Integration Elbinseln                 21 h, fr bis mind. 14 h, fr abends, sa + so je nach    35628667
gGmbH, Neuhöfer Str. 26,  769 96 98-0, Fax        Veranstaltungen.                                      Dolle Deerns e.V. - Verein zur Förderung feminis-
769 96 98-19, info@bi-elbinseln.de                 Information und Kartenverkauf: di 10-12 + 16-19       tischer Mädchenarbeit, im Mädchentreff Kirchdorf-
BI Bildung und Integration Hamburg Süd             h, mi 10-12, do 16-19 + fr 10-12 h                    Süd, Erlerring 9,
gGmbH, Integrationszentrum Wilhelmsburg,              > Förderverein Bürgerhaus Wilhelmsburg              754 21 98, Fax 41 48 26 41

                                                                                                     E
Rudolfstr. 5,  756 0123 0, Beratung: 756 0123        e.V., Mengestr. 20, Kontakt: Folker Bendt:          dolledeerns@maedchentreff-ki-sued.de
15, Bildung: 756 0123 20  wilhelmsburg@              bendtgrueninsel@freenet.de,                        ELAS-Suchtkrankenhilfe des Diakonischen
                                                                                                         ELA
bi-integrationszentrum.de; Offene Beratung             0176 48372656                                    Werks, > St. Raphael-Gemeinde, Jungnickelstr.
                                                                                                         Wer
und Anmeldung zu Deutsch- und Integrations-        Bürgerverein Wilhelmsburg e.V.                        21, B
                                                                                                         21  Beratung nach Vereinbarung,  61 43 81;
kursen: di, 10-14 h; do, 13-17 h; Anwesenheit      c/o Dr. Herlind Gundelach, Senatorin a.D.,            Selbsthilfegruppe: mi 18.30 h;
                                                                                                             Wilhelmsburger InselRundblick 5/2017     15
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