5 36 Grasshopper Club Zürich
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Ja zum Taktik
Zürich sagt Ja zum neuen
Abseits
Jean-Pierre Rhyner im Gespräch
Stadion! Fussballstadion. über alles andere als Fussball.
5 36
2018
#1 De ze m b e r5 Taktik
53,8 PROZENT SAGEN JA ZUM
ZÜRCHER FUSSBALLSTADION
Das Stadtzürcher Stimmvolk sagt
31 Steilpass
DER KAMPF UM DIE ANGE-
MESSENE BEACHTUNG
Die Nationalliga A der Frauen
endlich ja zum Fussballstadion. im Portrait.
7 WAS FÜR EIN TAG 34 TAG FÜR TAG NÄHER AM
Der 25. November 2018 – GROSSEN ZIEL
Ein historischer Tag für den Krampfen und schwitzen für den
Grasshopper Club Zürich. Erfolg. Ein Tag mit den U16-Junioren.
10 Offensive
HEINZ, MARCO, RAPHAEL:
WIE GUT KENNT IHR EUCH ?
Nicht nur das Heimatland verbindet
36 Abseits
JEAN-PIERRE RHYNER –
EIN WASCHECHTER ZÜRI-BUEB
Der GC-Verteidiger im Gespräch über
die drei Österreicher. alles andere als Fussball.
14
39
HIGHTECH AUF DEM CAMPUS
Der Grasshopper Club Zürich
als Vorreiter der Digitalisierung
im Schweizer Spitzenfussball.
Heimspiel
ZUKUNFTSTAG AUF DEM
18
GC/CAMPUS
Einwurf Ein Blick hinter die Kulissen von GC.
DIGITAL, SCHNELL UND PRÄZIS 40 LAUF GEGEN RASSISMUS
Gemeinsam 54 Kilometer gegen
Yves Kilchenmann, CEO von Nau,
Rassismus.
spricht über seine Ziele mit Nau
42
und GC.
24 ENGAGEMENT FÜR DIE
JUNGKICKER
Rückpass
Cayit Yurtsever, Geschäftsführer von RICHARD NÚÑEZ –
ETACOM im Gespräch über das Enga- WO SIND SIE JETZT?
gement gegenüber dem Nachwuchs. Rückblick auf seine Zeit bei GC und
wie er seinen Ruhestand verbringt.
28 Halbzeit
DER GREENKEEPER
VOM CAMPUS
Ueli Lutz, der verantwortungs-
44 Einsatz
GC MACHT AUF ORGANSPENDE-
REGISTER AUFMERKSAM
bewusste Hüter des GC/Campus, Die Swiss Football League und
erzählt von seiner Arbeit beim Swisstransplant im Rahmen der
Grasshopper Club Zürich. SFL-Themenwoche.
46 Seitenlinie
FRAGEN UND ANTWORTEN
AUS DER COMMUNITY
2 InhaltZ Ü R C H ER
JA ZUM D I O N
S B A L L S TA
F U S
Liebe Hoppers
Was für ein Tag, was für eine tet ein echtes Fussballstadion
grosse Freude. Der 25. No- zudem mehr Spass am Fussball
vember 2018 ist ein denkwür- und am Sport.
diges Datum für den Grass
hopper Club Zürich. Endlich Der erste Schritt ist nun getan.
hat Zürich seine Chance auf Das klare Ja der Züricherinnen
ein echtes Fussballstadion und Zürcher verstehen wir auch
genutzt und unsere Mann- als Auftrag, dass die kommen-
schaft nach einer turbulen- den Planungs- und Realisie-
ten Schlussphase das Heim- rungsschritte zügig an die Hand
spiel gegen St. Gallen mit 2:1 genommen werden müssen. Im
gewonnen. Es passte einfach kommenden Jahr wird der Ge-
alles zusammen an diesem staltungsplan folgen. Es ist mög-
Sonntag. lich, dass es dann noch zu Re-
kursen kommen wird. Hier gilt es, die Entwicklungen
Es war ein langer Weg bis zu diesem Entscheid und ein und allfällige Einsprachen abzuwarten, noch sind einige
bis zuletzt emotional geführter Abstimmungskampf. Hürden zu überwinden, bis wir hoffentlich im Jahr 2023
Umso grösser wiegt die Freude über das deutliche Ja im neuen Fussballstadion einlaufen können.
der Stadtzürcher Stimmbevölkerung. Ich möchte an
dieser Stelle nur den grössten Dank aussprechen, lie- Heute jedoch überwiegt die Freude. Für den Grass
be GC-Freunde, für Ihr grosses Engagement. Der Ein- hopper Club Zürich ist der 25. November 2018 ein sehr
satz, der von den Projektpartnern, dem gesamten Club guter Tag.
und insbesondere auch Ihnen in den letzten Monaten
unermüdlich betrieben wurde, hat sich ausgezahlt. Mit Herzlichen Dank und Hopp GC!
diesem Ja konnte ein weiterer, sehr wichtiger Schritt
auf dem Weg zu einem echten Fussballstadion gemacht
werden. Ein Zwischenschritt wohlgemerkt, der jedoch
beiden Stadtzürcher Fussballclubs wieder Perspektiven
gibt, um in Zürich Spitzenfussball zu betreiben. Für alle Stephan Anliker
fussballbegeisterten Zürcherinnen und Zürcher bedeu- Präsident GFAG
IMPRESSUM
Herausgeber: Grasshopper Fussball AG, 8155 Niederhasli
Verlagsleiterin: Fabienne Wildbolz Kontakt: info@gcz.ch
Redaktion/Text: Fabienne Wildbolz, Nico Krönert Fotos: KEYSTONE
Konzept/Gestaltung: Koch Kommunikation AG, www.koch-k.ch
Anzeigen: Egzon Imeri, egzon.imeri@gcz.ch
Druck: Mattenbach AG, www.mattenbach.ch
Auflage: Expl. 2100
3 EditorialErlebe mit Swisscom TV auf
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2 Inhalt5 Taktik
E N J A Z U M
Z E N T S A G
53,8 P R O T A D I O N
U S S B A L L S
H E R F
ZÜRC cher Bevölkerung», sagt GC-Präsident echten Fussballstadions», sagt Anliker.
Stephan Anliker. Es ist ein sehr guter Tag Der positive Ausgang der heutigen Ab-
für Zürich und den Fussball. stimmung bedeutet für beide
Das Stadtzürcher Stimmvolk Clubs, dass sie und allfäl-
sagt endlich ja zu einem echten Seit über 10 Jahren gibt lige künftige Investo-
es in Zürich kein eigent- ren eine realistische
Fussballstadion. Der Grass liches Fussballstadion «Seit über 10 Jahren Perspektive für Be-
hopper Club Zürich freut sich mehr. 2008 wurde das trieb und Sport er-
sehr über diesen Entscheid alte Hardturm-Stadi- gibt es in Zürich kein halten. «Für die
und dankt der Bevölkerung. on abgerissen, zwei
Jahre zuvor das alte
eigentliches Fussball- fussballbegeister-
ten Zürcherinnen
Letzigrund-Stadion. stadion mehr.» und Zürcher bedeu-
Um 15:29 Uhr ist es klar: Zürich sagt mit Danach sind zwei Stadi- tet es zudem mehr
fast 54 Prozent Ja zum Projekt Ensem- onprojekte aufgrund von Spass am Fussball und
ble und damit Ja zu einem reinen Fuss- Einsprachen und später we- am Sport, weil künftig in
ballstadion. Die Freude beim Grasshop- gen eines sehr knappen Neins einem echten Fussballstadi-
per Club Zürich ist riesig: «Zusammen an der Urne nicht zustande gekommen. on gespielt wird», sagt Anliker.
mit unseren Partnern und den privaten «Mit dem heutigen Ja macht Zürich
Investoren freuen wir uns sehr über die- einen weiteren, sehr wichtigen Schritt Für GC als Stadtzürcher Fussballclub
ses deutliche Bekenntnis der Stadtzür- auf dem Weg zur Realisierung eines ist das Ergebnis von grosser Tragweite.«Mit dem heutigen Ja erhalten alle – ob die Zürcherinnen und Zürcher überzeugt tige Wohnungen erstellt werden. Es sei
Investoren, Partner, Spieler und natür- haben. Das Projektteam, zusammen dies ein ganz wichtiges Vorhaben, sagt
lich der Club selbst – wieder eine echte gesetzt aus den beiden Fussballclubs, die Präsidentin der Allgemeinen Bau-
Perspektive», freut sich Stephan Anliker der Allgemeinen Baugenossenschaft Zü- genossenschaft Zürich (ABZ), Nathanea
und doppelt nach: «Das künftige Stadion rich (ABZ) und den Bauherren HRS und Elte. Damit könne der Anteil an gemein-
bietet uns mit mehreren hundert Mitar- Credit Suisse, hat von Beginn an sehr nützigen Wohnungen im Kreis 5 mar-
beitenden wirtschaftlich neue Möglich- konsequent auf eine äusserst sachliche kant erhöht werden, was dem Willen der
keiten, die für eine nachhaltige unter- und transparente Darstellung der Fakten Bevölkerung und der Stadtregierung
nehmerische Zukunft und damit sowohl gesetzt. Das Votum ist denn auch als Si- entspreche. Für die Credit Suisse, die
für den Spitzen- als auch den Nach- gnal zu verstehen, dass die Bevölkerung über ihre Immobiliengefässe die zwei
wuchssport entscheidend sind.» bei der Quartier- und Stadtentwicklung Wohntürme realisiert, die indirekt das
keine radikalen Lösungen wünscht, son- Stadion finanzieren, leistet das Projekt
Die überparteilich breite und in allen dern fairen und ausgewogenen Kompro- einen wichtigen Beitrag für den Fussball
Bevölkerungsgruppen feststellbare Zu missen den Vorzug gibt. in Zürich. Sie sieht den Entscheid der
stimmung zeigt, dass die private Finan- Zürcher Stimmbevölkerung als Auftrag,
zierung und der ausgewogene Mix aus Mit der Zustimmung können zusammen mit den Projektpartnern auf
Stadion, Genossenschaftssiedlung und auf dem Hardturm-Areal eine möglichst zügige Umsetzung
zwei Wohn- und Gewerbehochhäusern auch 174 kostengüns- hinzuarbeiten.
«Mit dem heutigen Aus der Perspektive der
für die Entwicklung und
Ja erhalten alle Realisierung verantwort-
liche HRS Real Estate AG
wieder eine echte (HRS) schafft das Ja der
Perspektive.» Stadtzürcher Stimmbevöl-
kerung Planungssicherheit,
auch wenn damit erst ein wei-
terer, wenn auch sehr wichtiger,
Zwischenschritt gelungen ist. «Wir
werden zügig weiterarbeiten, im Rah-
men des politisch und baurechtlich de-
finierten Verfahrens. In diesem Prozess
kann es auch Rekurse geben. Wir ap-
pellieren an die Vernunft und Fairness
der Gegner, den klar zum Ausdruck ge-
brachten Volkswillen zu respektieren»,
sagt Martin Kull, CEO und Inhaber der
HRS.
Für den Grasshopper Club Zürich ist
der 25. November ein historischer Tag.
Endlich hat Zürich seine Chance auf ein
echtes Fussballstadion genutzt. «Es war
ein intensiver Abstimmungskampf, um-
so mehr möchten wir uns bei dem
Stadtzürcher Stimmvolk und insbeson-
dere bei unseren Fans für ihre gros-
sartige Unterstützung bedanken», so
Anliker.
Gratulationen nach dem 2:1 Sieg gegen den FC St. Gallen.
6 TaktikR E I N TA G
W AS F Ü
Der 25. November 2018 ble-Projekt ausgesprochen. Mit die- Eine ganz andere Gefühlslage erleb-
geht als historischer Tag in sem klaren Votum ist ein weiterer sehr te der Stadtzürcher Traditionsclub am
wichtiger Meilenstein beim Bau eines 25. November 2018. Knapp 30 Minuten
die 132-jährige Geschichte reinen Fussballstadions für beide Stadt- vor Anpfiff des Heimspiels gegen den
des Grasshopper Club Zürich zürcher Clubs getan. FC St. Gallen brachen bei beinahe allen
ein. Gleich zwei Siege durften Stadionbesuchern sämtliche Dämme.
gefeiert werden – das lang Für den Grasshopper Club Zürich und Um 15:29 Uhr war klar: Zürich sagt Ja
seine Anhängerschaft ist der 25. No- zum neuen Fuss ballstadion auf dem
ersehnte Ja zum Stadion vember ein denkwürdiger Sonntag. Vor Hardturm-Areal. Beflügelt von diesem
und der 2:1-Sieg gegen den etwas mehr als 11 Jahren, am 1. Septem- positiven Momentum zeigte auch das
FC St. Gallen 1879. ber 2007, fand auf dem Hardturm-Areal Fanionteam eine höchst engagierte
das letzte Spiel von GC statt. Es war ein Leistung. Bereits nach drei Minuten er-
tränenreicher Abend. Und dies lag nicht öffnete Julien Ngoy das Skore und nach
Den meisten Fussballfans in und um Zü- nur daran, dass der Grasshopper Club einer Viertelstunde legte Nedim Baj-
rich dürfte am Nachmittag des 25. No- Zürich seine Partie gegen Neuchâtel rami nach. So hiess es bereits nach 15
vembers ein riesiger Stein vom Her- Xamax mit 1:2 verlor. Gegen die Gäs- Minuten 2:0 für GC. Der Anschlusstref-
zen gefallen sein. Endlich sagt Zürich te aus Neuenburg liefen die fer durch Tranquillo Barnetta in
Ja zu einem echten Fussballstadion. Grasshoppers zum letzten der 56. Minute liess die Par-
53,8 Prozent der Zürcher Stimmbe- Mal auf dem heimischen tie bis zum Schluss noch
völkerung haben sich für das Ensem- Hardturm-Rasen ein.
«Im nächsten einmal hektisch werden.
Nach gespielten 95 Mi-
Jahr folgt der nuten jedoch durfte GC
an diesem emotionalen
Gestaltungsplan.» Sonntag gleichwohl so-
gar zwei Siege feiern.
Dank dem Ja erhalten die
beiden Fussballclubs und die
Stadt Zürich jedoch nicht nur endlich
wieder die Chance auf ein Fussballsta-
dion, sondern auch auf ein wegweisen-
des Quartier-Gestaltungsprojekt. Alle
Kreise, bis auf den Kreis 10, haben sich
für die Vorlage ausgesprochen; mit 7 071
Ja- zu 7 846 Nein-Stimmen. Am höchs-
ten lag die Zustimmung in den Kreisen
6, 7 und 8, am tiefsten im Kreis 12. Nur
der Wahlkreis 10, zu dem auch Höngg
gehört, lehnte das Stadionprojekt ab.
Stadtbewohner aus Höngg hatten sich
im Abstimmungskampf gegen das Sta-
dion engagiert, weil sie sich um die Sky-
line der Stadt sorgten: Die zwei hohen
7 TaktikTürme des Projektes passten nicht ins
Stadtbild, sagten sie.
Das ausgesprochen klare Resultat ist
für die Stadt Zürich sehr wichtig. Der
Stadtrat hat das Projekt von Beginn weg
unterstützt und sich zur jetzt angenom-
menen ausgewogenen Lösung bekannt.
Aber auch für einen Entwickler wie die
HRS Real Estate AG (HRS) ist die deutli-
che Zustimmung der Zürcherinnen
und Zürcher eine grosse Freu-
de. Schliesslich ist bei sol-
«In der Saison chen Grossprojekten die
2022/23 könnte der Planungssicherheit abso-
lut entscheidend. Nun ist
erste Ball im neuen der erste Schritt getan.
Im nächsten Jahr folgt der
Fussballstadion Gestaltungsplan.
rollen.» Bis zum tatsächlichen Spa-
tenstich gibt es jedoch noch
diverse Hürden zu überwinden. Der
Schattenwurf könnte die Nein-Sager
aus dem Wahlkreis 10 in Höngg veran-
lassen, Rekurs einzulegen. Aktuell geht
man davon aus, dass bei allfälligen Re-
kursen pro Instanz ein halbes Jahr ver-
streichen würde, bis es weitergehen
könnte. Stand heute ist mit einem Bau-
beginn nicht vor Ende 2020 zu rechnen.
Im besten Fall könnte spätestens in der
Saison 2022/23 der erste Ball im neuen
Fussballstadion rollen.
Visualisierung Stadion.
8 TaktikDie beste
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9 Rubrik10 Offensive
Im Gespräch auf dem GC/Campus. v.l.n.r Heinz Lindner, Marco Djuricin und Raphael Holzhauser.
Seit Beginn der aktuellen Saison hat der Der 25-jährige Raphael Holzhauser stiess im Sommer zu
Grasshopper Club Zürich neben Torhüter GC. Der zentrale Mittelfeldspieler kennt nicht nur Chef-
trainer Thorsten Fink aus der gemeinsamen Zeit bei Aus-
Heinz Lindner und Stürmer Marco Djuricin tria Wien, sondern aus früheren Jahren auch die bei-
mit Raphael Holzhauser einen weiteren den österreichischen Spieler, Heinz Lindner und Marco
Spieler aus Österreich verpflichten können. Djuricin. «Lindner und Djuricin sind mehr als nur Team-
Doch nicht nur das Heimatland verbindet kollegen, sie sind echte Freunde», sagt Holzhauser. «Mit
Heinz habe ich bei Austria gespielt, bin mit ihm schon
die drei Fussballprofis. mehrmals in den Ferien gewesen. Mit Marco war ich ge-
meinsam in der U12 von Rapid Wien.» Grund genug, um
herauszufinden, wie gut sich die drei GC-Akteure wirk-
lich kennen.A P H A E L :
M A R C O , R
HEIN Z , R E U C H ?
K E N N T I H
W I E G U T Gab es eine Spielsituation,
in der Heinz sich selbst über-
Welcher Mensch kommt rascht hat?
Heinz in den Sinn, wenn er das Das war mit Sicherheit seine Parade
Wort «erfolgreich» hört? gegen Sion, als der den Fallrückzieher
Manuel Neuer. Er spielt auf einem von Ndoye aus der unteren Torecke
unglaublichen Niveau, macht ganz gekratzt hat.
wenige Fehler.
Welches ist der aktuell
Was würde Heinz selbst unbequemste Gegenspieler
für Geld nicht tun? von Heinz?
Jemandem Schaden zufügen. Da gibt es aktuell zwei: wir beide
(Marco und Raphael) im Training
Welche Kindheitserinnerung (lachen).
hat Heinz besonders geprägt?
Das war wohl sein erster Sommerurlaub
auf Ibiza mit Raphael Holzhauser. MARCO DJURICIN UND
HEINZ LINDNER ÜBER
Welcher Person folgt Heinz
am liebsten auf Instagram? RAPHAEL HOLZHAUSER
Seiner Freundin, Barbora Uhrova.
Glaubt Raphael an Wunder?
Wie motiviert sich Heinz Oh, das ist schwer. Eher nein.
immer wieder aufs Neue?
Natürlich ist es, so wie es zurzeit läuft, Reist Raphael gerne?
nicht leicht. Als Torwart ist er auf eine Wenn ja, wohin?
MARCO DJURICIN UND Art auch Einzelsportler. Aber Heinz ist Raphael fliegt am liebsten nach Hause,
ein Profi durch und durch und war uns nach Wien.
RAPHAEL HOLZHAUSER
auch in dieser Saison schon sehr oft ein
ÜBER HEINZ LINDNER starker Rückhalt im Tor. Kann Raphael über
sich selbst lachen?
Schenkt Heinz gerne? Gibt es etwas, das Heinz Ja, natürlich.
Ja, vor allem, wenn Heinz verliebt ist. während eines Spiels aus dem
Konzept bringt? Wenn Raphael eine Stadt wäre,
Wo hatte Heinz bisher seine Wir hoffen nicht. Als Goalie musst du welche wäre das und warum?
beste Mahlzeit? Und was hat immer sehr konzentriert sein. Du bist Neusiedl am See (Österreichische
er gegessen? die letzte Station. Stadt). Eine wunderschöne Gegend
Wir tippen auf ein Fischgericht in mit vielen netten Leuten.
einem schönen Lokal in Dubai.
11 OffensiveWelchen Film muss man Wie würde Raphael den Welches Getränk bestellt sich
zwingend gesehen haben? Schweizer Fussball in Marco bei einem Bartender?
«Fifty shades of grey» drei Worten beschreiben? Wenn wir gemeinsam etwas zu feiern
(alle drei lachen). Schnell, aggressiv und Spiele auf haben, bestellen wir uns einen
Kunstrasen. Whisky Cola.
Beschreibt Raphael in
drei Worten! Was kann Raphael zu einer Wofür ist Marco dankbar?
Positiv, humorvoll und erfolgreichen Rückrunde beitragen? Für seine Familie und dass alle
selbstbewusst. Er kann der Mannschaft mit seiner gesund sind und bleiben.
Erfahrung helfen und vor allem
Was war der grösste Rück- natürlich mit seinen Toren und Assists. Was kann Marco nur mit viel
schlag in seiner Karriere? Humor ertragen?
Wir hoffen und denken, dass Raphael Schweizerdeutsch (lachen).
in seiner Karriere bisher das meiste
HEINZ LINDNER UND
richtig gemacht hat. Welche Eigenschaft hätte
RAPHAEL HOLZHAUSER Marco gerne von einem der
Welches ist der Lieblingsverein ÜBER MARCO DJURICIN beiden Kollegen?
von Raphael? Von Raphael seine Souveränität
Grasshopper Club Zürich. Wo fühlt sich Marco zu Hause? und von Heinz seine Ruhe auch in
Da, wo seine Kinder und seine hektischen Situationen.
Familie sind.
Welche Musik hört Marco
am liebsten?
Marco mag viele Musikrichtungen,
ausser vielleicht Kirchenradio
oder Jazz.
Was sind Marcos Stärken?
1:1-Situationen und Tore machen.
Wer ist Marcos grösster Fan?
Seine Kinder.
Wie geht Marco mit den gerade
für Offensivspieler frustrierenden
Phasen um, in denen es einfach
nicht laufen will?
Es geht immer darum, weiter an sich zu
glauben, und auf den Moment zu war-
ten. Und in manchen Spielen läuft es ei-
nem Stürmer einfach nicht. Dann muss
man das Spiel als Mannschaft gewinnen
und das Persönliche hinten anstellen.
Was gefällt Marco an Zürich
besonders?
Zürich bietet eine echt hohe
Lebensqualität.
Heinz, Raphael und Marco, wir danken
euch für das Gespräch.
12 OffensiveNedim Bajrami, 11. November 2018. Foto: Laurent Gilliéron. Mehr auf www.keystone-sda.ch UNSER CLUB! ≈
T E C H A U F
HIG H
C A M P U S
DE M
Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Auch
der Profifussball ist davor nicht gefeit. Vor den Toren
des GC/Campus macht der technologische Fortschritt
keinen Halt: Im Gegenteil, der Grasshopper Club Zürich
sieht sich als Vorreiter der Digitalisierung im Schweizer
Spitzenfussball. Seit neuem stehen den Verantwortli-
chen im Profi- wie auch im Nachwuchsbereich nämlich
neue und umfassende Tools zur Verfügung. Wir haben
bei Roman Hangarter, Technischer Leiter und Leiter des
Nachwuchsleistungszentrums, nachgehakt und stellen
zwei der neuen Tools vor.
SAP Sports One
Sports One wurde vom bekannten deutschen Software-
hersteller SAP auf den Markt gebracht. Als Hauptspon-
sor der TSG 1899 Hoffenheim entwickelten sie gemein-
sam mit dem Fussballclub ein umfassendes System mit
genauestens auf den Fussball abgestimmten Funktio-
nen. Bei GC ist Sports One seit der Saison 2017/18 im
Einsatz.
Wofür wird SAP Sports One beim
Grasshopper Club Zürich verwendet?
«Die Anwendungsbereiche sind extrem vielfältig. Im
Zentrum steht die Erfassung und die Speicherung von
Spielerdaten. Da spielen verschiedenste Werte mit. Der
Fitnesszustand, Statistiken, die Vertragssituation oder
die Verfügbarkeit jedes einzelnen Spielers sind Daten,
die im System erfasst sind und den involvierten Per-
sonen barrierefrei zur Verfügung gestellt werden kön-
nen. Auch die Trainer verwenden Sports One. So können
auch Spielergespräche dokumentiert, die Spielnachbe-
reitung vorgenommen oder Trainings geplant werden.
Mithilfe der zusätzlich bereitgestellten Apps dient das
System zudem als Kommunikationsmittel, sodass bei
Terminverschiebungen alle betroffenen Spieler einer
14 OffensiveMannschaft automatisch benachrichtigt werden. Zu-
sätzlich wird Sports One von den Physiotherapeuten
zur Erfassung der Fitnesszustände der jeweiligen Spie-
ler und den Scouts, in Kombination mit der ebenfalls
neuen Scouting-Applikation SciSports, verwendet».
Was sind die Vorteile von SAP Sports One?
«Ein grosser Vorteil ist die sichergestellte Schriftlich-
keit und die geschaffenen Schnittstellen mit anderen
Tools, die wir verwenden. Sports One ist sozusagen die
DNA des Clubs, die zentrale Bibliothek. Wenn es also
irgendwann einmal zu personellen Änderun-
gen kommen sollte, so kann das Wissen re-
«Der grösste
Vorteil liegt in der
Unmittelbarkeit.»
Erfassung der Spielerdaten anhand Sensoren.
lativ verlustfrei übergeben werden. Ein weiterer grosser
Vorteil ist aber die breite Abstützung, die Sports One
bereits besitzt. In der Schweiz sind nach uns auch der
FC Basel und YB dazugekommen. In Deutschland nutzen
bereits über 50 Mannschaften Sports One und auch in
England scheint es sich durchsetzen zu können. Wir sind
also sehr zuversichtlich, hier früh auf einen sehr guten
Zug aufgesprungen zu sein».
Spiideo
Spiideo ist ein junges Technikunternehmen aus Schwe-
den, das sich auf die Aufzeichnung und Verarbeitung
von Bildmaterial im Sportbereich spezialisiert. Neben
der gesamten Allsvenskan (höchste Schwedische Liga)
vertrauen auch europäische Topklubs wie Benfica,
Chelsea oder Inter auf die Dienste von Spiideo. In der
Schweiz ist der Grasshopper Club Zürich seit der Saison
2018/19 Strategic Partner.
Wofür wird Spiideo beim
Grasshopper Club Zürich verwendet?
«Auf vier der fünf Trainingsplätze des GC/Campus, da-
runter auch auf dem Hauptspielplatz, wurden fixe Ka-
Erfassung und Speicherung von Spielerdaten auf dem Spielfeld. meras installiert, die jedes Training wie auch alle Spiele
15 Offensiveaufzeichnen können. Über eine eigene Cloud-Lösung Mit meinem iPad könnte ich oder jeder weitere Adminis-
ist das Bildmaterial in Echtzeit auf dem iPad verfüg- trator problemlos von überall aus die Videoanlage star-
bar. So können Trainer und Assistenten direkt auf ten und das Geschehen aufzeichnen. Dadurch
dem Platz oder in der Halbzeit Änderungen wäre auch Streaming durchaus möglich. Ein
visuell erklären. Dabei gibt es unzählige anderer grosser Vorteil liegt in der Wahl
Möglichkeiten, die Bilder zu bearbeiten. «Es sind unseres Partners. Bei Spiideo handelt es
So lässt sich beispielsweise in Videos sich um ein junges Unternehmen, de-
reinzoomen, Zeitpunkte und Highlights absolute Freaks – ren Mitarbeiter aus der Tech-Branche
lassen sich zeitlich taggen sowie Pfeile kommen. Es sind absolute Freaks – im
zeichnen oder Flächen darstellen und im positiven positiven Sinn. Wenn wir gewisse Fea-
berechnen».
Sinn.» tures verbessert und perfekt auf uns
abgestimmt haben möchten, so sind
Was sind die Vorteile von Spiideo? sie jeweils Feuer und Flamme, auch an ih-
«Der grösste Vorteil liegt in der Unmittelbar- rem Produkt die gewünschten Änderungen
keit. Videomaterial muss nicht erst runtergeladen vorzunehmen».
werden und dann Schritt für Schritt bearbeitet werden.
Es passiert noch während dem Training oder dem Spiel.
Die Applikation «Sports One» als zentrale Bibliothek und DNA des Clubs.
16 OffensiveDer SUV einer neuen Generation.
Wir bringen die Zukunft in Serie.
Der neue Touareg.
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bindet er Fahrerlebnis mit Eleganz. Im Inneren erwarten Sie jede Menge Platz, Komfort sowie viele
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AMAG Schlieren, Brandstrasse 34, 8952 Schlieren, Tel. 044 406 84 84, www.schlieren.amag.ch
AMAG Uster, Ackerstrasse 47, 8610 Uster, Tel. 044 905 57 77, www.uster.amag.ch
AMAG Kloten, Steinackerstrasse 20, 8302 Kloten, Tel. 043 255 54 54, www.kloten.amag.ch
AMAG Utoquai, Utoquai 47/49, 8008 Zürich, www.utoquai.amag.ch18 Einwurf Yves Kilchenmann, CEO von Nau.
, S C H N E L L
DIG I TA L
D P R Ä Z I S
UN
Seit Beginn der Saison 2018/19 ziert das Seit Beginn der Saison 2018/19 engagiert sich Nau als
Logo von Nau den Rücken des GC-Trikots. Exclusive Partner beim Grasshopper Club Zürich: «Mit
GC als starkem Partner möchten wir unsere Bekannt-
Das Schweizer online Nachrichtenportal ist heit auf dem Platz Zürich weiter ausbauen», so Kilchen-
neuer Exclusive Partner von GC. Yves mann, «und GC dank unserer Reichweite mit direkten
Kilchenmann, CEO von Nau, spricht über und exklusiven Inhalten rund um den Club zu noch hö-
seine Ziele mit Nau und GC. herer Medienpräsenz verhelfen». Kilchenmann, selbst
bekennender Fussballfan, fühlt sich eng mit dem Zür-
cher Traditionsverein verbunden. «Auch wenn mich
Es ist kaum ein Jahr her, als mit Nau eine neue online mein Berner Dialekt verrät, hege ich schon seit langem
Newsplattform in der deutschsprachigen Medienland- grosse Sympathien für den Grasshopper Club Zürich».
schaft an den Start ging. Nau produziert ausser für Der Stadtzürcher Verein sei nicht einfach ein Verein:
die eigene Online-Plattform auch Nachrichten für das «Die Marke GC hat eine enorme Ausstrahlung über die
seit einigen Jahren betriebene Fahrgast-Informa- Stadtgrenzen hinaus. GC ist Kult und Innovation zu-
tionssystem passengertv sowie das Zapfsäu- gleich. Das gefällt uns».
len-TV gasstationtv bei Tankstellen. Die
Bildschirme gehören zur Livesystems Viel Ähnlichkeit zwischen den beiden
Holding AG, dem Mutterhaus von Nau. Partnern sieht Kilchenmann denn auch
Der Sitz von Livesystems und die
Zentralredaktion von Nau befinden
«Fussball ist Emotion in der generellen Ausrichtung. Bei Nau
definiere man sich wie eine Fussball-
sich in einem Neubau in der Gewer- pur und einfach mannschaft, in welcher der Teamge-
be- und Industriezone im Berner danke an oberster Stelle stehe und je-
Liebefeld. verständlich.» der seine Position und Aufgabe kenne.
Aber noch viel mehr sieht er die Paral-
«Wir sehen uns als Gesamtversorger lele in puncto Nachwuchs: «Wir setzen
der seine Leser den ganzen Tag begleitet bei unseren Mitarbeitenden stark auf junge,
und topaktuell über Ereignisse berichtet», er- digitalaffine Personen, die offen und flexibel auf
klärt der CEO von Nau, Yves Kilchenmann. Im Unter- Neues reagieren». Man wolle den Journalismus nicht
schied jedoch zu anderen Medien setzt Nau auf kurze neu erfinden, aber es könne durchaus mal sein, dass die
und präzise Nachrichten. «In der heutigen Zeit wird es Quelle für eine Story ein Instagram-Account sei. Genau
immer schwieriger, den Leser mit langen Texten zu bin- wie wenn GC seine jungen Talente an grössere Fussball-
den. Unser Ziel ist klar: Wir wollen mit möglichst wenig clubs abgibt, habe Nau ebenfalls bereits die eine oder
Bildern, Wörtern und Videos das Wesentliche auf den andere Fachkraft an das Schweizer Fernsehen verlo-
Punkt bringen», so Kilchenmann. Die News auf Nau sol- ren: «Das bedeutet aber wie bei GC, dass wir unseren
len gut zugänglich und leicht verdaulich sein. «Unse- Job gut gemacht haben und den jungen Journalisten
re Geschichten sollen einfach erzählt sein. Das ist die zu einem Karriereschritt haben verhelfen können», so
grösste Herausforderung». Kilchenmann.
19 EinwurfAls Kopf eines digitalen Unternehmens weiss Kilchen- pur und einfach verständlich. Mit diesen zwei Zutaten
mann, was es bedeutet, disruptiv zu denken und zu han- verbreiten wir emotionale Bewegtbilder – sei dies ei-
deln: Es sei noch nicht lange her, da habe man ne coole Spielszene als Appetitanreger für die
zwei, drei Jahre lang an etwas gearbeitet kommende Partie oder ein Kurzclip aus ei-
und es dann veröffentlicht. Dann habe nem GC Kids Camp, den wir als Werbung
man geschaut, wie das Produkt an- schalten für die Anmeldung zu den
komme, Top oder Flop eben. Dies sei «Die Europa- Camps».
nun ganz anders: «Heute gehen wir
mit einem Produkt auf den Markt League-Qualifikation Auf die abschliessende Frage, ob
und erhalten sofort Kundenfeed- man Kilchenmann auch mal im Sta-
back und können das Produkt innert wäre natürlich der dion antreffe, meint er: «Ja, sicher.
kürzester Zeit anpassen». Man tref-
fe keine Entscheidungen mehr aus
Wahnsinn.» Ich bin mindestens drei- oder vier-
mal pro Saison in Zürich und verfolge
dem Bauch heraus, sondern analysiere den Match live. Mit einem neuen Stadi-
und interpretiere die Daten. «Genau wie on dürfte ich jedoch noch öfter anwesend
bei GC die Daten Auskunft über einen aktu- sein. Wenn ich sehe, was der Bau des Stade
ellen oder potentiellen Spieler geben, versuchen wir de Suisse Wankdorf in Bern entfachen konnte, freue
anhand unseres Wissens, dem Leser genau die News zu- ich mich sehr, dass die Stadt nun endlich Ja zu einem
zuspielen, die er lesen will», erklärt Kilchenmann. echten Fussballstadion gesagt hat. Ich bin sicher, dass
dies – wie auch in Bern erlebbar – eine Aufwertung nicht
Nau will nahe an den Leuten sein, sich zusammen mit nur für fussballverrückte Personen sein wird». Sport-
ihnen entwickeln. «Unsere Reporter sind lokal statio- lich wünscht er dem Club, dass sich die Mannschaft
niert. Der Leser aus Wädenswil erhält von uns Video- trotz zäher Vorrunde in der Rückrunde steigern könne:
reportagen, Liveübertragungen und Texte direkt aus «Die Europa-League-Qualifikation wäre natürlich der
Wädenswil», sagt Kilchenmann. Davon profitiert auch Wahnsinn. Ich drücke Thorsten Fink und seinen Jungs
der Grasshopper Club Zürich: «Fussball ist Emotion auf jeden Fall die Daumen».
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21 EinwurfSpieler- und Trainerpatronat
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ER
H E IN Z LI N
DNER
M AT E O M
AT IC LA R S H U N
N RRE RHYN
1 27 36 JE A N -P IE 3
17.07.1990 | AUT 07.01.1996 | SUI / HRV 25.05.1999 | SUI 16.03.1996 | SUI / PER
187 cm | 80 kg 187 cm | 80 kg 180 cm | 73 kg 185 cm | 75 kg
Im Team seit 2017 Im Team seit 2016 Im Team seit 2018 Im Team seit 2015
MITTELFELD
S IG E R JE T I IG O N I TA IP I
C É D R IC ZE 22 A R LI N D A 23 A LL A N A R 34 G JE LB R IM 6
24.06.1998 | SUI 25.09.1993 | SUI / ALB 04.11.1998 | SUI 13.12.1992 | ALB
194 cm | 88 kg 183 cm | 77 kg 184 cm | 77 kg 175 cm | 76 kg
Im Team seit 2016 Im Team seit 2018 Im Team seit 2018 Im Team seit 2018
SER
R O B IN K A
MBER
B U JA R LI
KA UK ACEV H O LZ H A U
17 24 N IC O LA S 25 RAPHAEL 26
15.02.1996 | SUI 11.08.1992 | SUI / KOS 24.02.1998 | SRB 16.02.1993 | AUT
187 cm | 82 kg 177 cm | 77 kg 178 cm | 73 kg 192 cm | 84 kg
Im Team seit 2018 Im Team seit 2018 Im Team seit 2018 Im Team seit 2018
TRAINER
IN G A JU LI E N N G
OY RASHA J N FI N K
A IM E R Y P 19 20 S H A N I TA 21 THORSTE TF
06.01.1998 | COD 02.11.1997 | BEL / COD 07.02.1995 | SUI Cheftrainer | GER
185 cm | 86 kg 185 cm | 64 kg 176 cm | 82 kg 29.10.1967
Im Team seit 2018 Im Team seit 2018 Im Team seit 2018 Im Team seit 2018Saison 2018/19
K O V IC B IA
N AT H A N D A R C V ET VA N C H Y AN DOUM
4 A LE K S A N 5 N U M A LA 14 S O U LE Y M 15
13.05.1995 | BRA 04.06.1995 | SUI / SRB 25.08.1993 | SUI 24.09.1996 | CIV / FRA
188 cm | 78 kg 188 cm | 87 kg 174 cm | 73 kg 177 cm | 73 kg
Im Team seit 2018 Im Team seit 2018 Im Team seit 2016 Im Team seit 2017
SSON A S IC HOUI
IG U R JÓ N 7 M A R KO B N A B IL B A JE FF R É N
RÚNAR S 8 11 16
18.06.1990 | ISL 25.05.1988 | HRV 05.02.1991 | SWE 20.07.1988 | VEN / ESP
178 cm | 83 kg 188 cm | 82 kg P R OCAVA 188 cm | 84 kg 173 cm | 72 kg
Im Team seit 2016 Im Team seit 2015 Im Team seit 2017 Im Team seit 2017
STÜRMER
JR A M I JO R G JE V JU R IC IN
P ETA R P U
S IC
28 N E D IM B A 30 N IK O LA G 35 MARCO D 9
25.01.1999 | SUI / HRV 28.02.1999 | SUI / MKD 22.08.1997 | SUI / MKD 12.12.1992 | AUT
169 cm | 63 kg 179 cm | 68 kg 174 cm | 68 kg 183 cm | 80 kg
Im Team seit 2017 Im Team seit 2017 Im Team seit 2015 Im Team seit 2017
N HAHN H E LM PH BORN ID O V IC
S E B A S T IA SH STEPHAN HE C H R IS T O CB N IK O LA V NV
Assistenztrainer | GER Assistenztrainer | AUT Goalietrainer | SUI Konditionstrainer | HRV
18.12.1975 10.04.1983 23.12.1973 23.11.1964
Im Team seit 2018 Im Team seit 2018 Im Team seit 2011 Im Team seit 2018A G E M E N T
EN G
FÜ R D I E
G K I C K E R
J U N
Der Grasshopper Club Zürich bietet Herzliche Gratulation an dieser Stelle!
für Kinder verschiedene Möglichkeiten, Bei GC engagieren Sie sich ebenfalls bei den
ganz Kleinen. Was hat Sie dazu bewegt?
ihre blauweisse Liebe zu erleben. Wie bereits bei der Entscheidung zum Trainerjob beim
Das Elektrounternehmen ETACOM FC Windisch spielte auch hier mein Sohn eine grosse
engagiert sich als Main Partner bei der Rolle. Vor drei Jahren nahm er am GC Kids Camp in Nie-
GC Football School und als Exclusive derlenz teil. Seine grosse Begeisterung und der Spass
bei diesem Fussballcamp war jeden Tag spürbar. Aber
Partner bei den GC Kids Camps. Die nicht nur seine Freude, sondern auch mit welcher Pro-
Gründe für die Partnerschaft erläutert fessionalität und mit welchem Engagement die GC-Trai-
der Geschäftsführer Cayit Yurtsever ner am Werk sind, imponierte mir. Nachdem mein Sohn
sogar ein zweites Mal an einem GC Kids Camp teilnahm,
im Interview.
habe ich mich für ein Engagement als Exclusive
Partner entschieden.
Herr Yurtsever, welchen Bezug
haben Sie zu Fussball? Und bei diesem Engagement blieb
Fussball hat einen grossen Bestandteil
in meinem Leben. Ich war selber akti-
«Fussball hat es nicht?
Nein, neben den GC Kids Camps bin
ver Fussballer und musste aber wegen einen grossen ich seit vergangenem Frühling auch
schweren Verletzungen schon früh auf- Main Partner bei der GC Football
hören. Seit jungen Jahren bin ich Fuss- Bestandteil in School. Diese richtet sich an fuss-
ballfan und durfte in den Achtzigern und
Neunzigern die erfolgreichen Zeiten des
meinem Leben.» ballbegeisterte Kinder aus der Stadt
Zürich und Umgebung, die individu-
Grasshopper Club Zürich miterleben. Vor ell gefördert und professionell betreut
rund fünf Jahren hat sich mein Bezug noch- werden möchten. Eine tolle Sache, da die
mals intensiviert und ich bin Assistenztrainer beim Jungkicker neben fussballerischen Grundlagen
FC Windisch geworden. Zwei Jahre später habe ich auch in wichtigen Werten wie Disziplin und Fairness ge-
schliesslich den Cheftrainerposten der U10 übernom- schult werden.
men. Seither trainiere ich mit viel Freude und Erfolg
die U10, U11, D- und C-Junioren des FC Windisch. Ich Welche Erwartungen haben Sie an
lege hohen Stellenwert auf die Ausbildung und Förde- Ihre Partnerschaft mit GC?
rung der Jugend. Viele regionale Titel im Hallenfussball In erster Linie wünsche ich mir als Partner, dass die bei-
konnten errungen werden. So konnten wir unlängst den den Angebote für die Kinder interessant sind und blei-
Schweizermeister Titel in unserer Alterskategorie der ben. Die GC Kids Camps sind eine Erfolgsgeschichte, die
D-Junioren feiern.
24 EinwurfCayit Yurtsever, Geschäftsführer von ETACOM.
25 Einwurfsich mit knapp 1 000 Teilnehmern in den vergangenen ten damals mit acht Mitarbeitenden. Mittlerweile zählen
Camps auch im Jahr 2018 fortsetzte. Auch die GC Foot- wir 24 Angestellte und weitere acht Unterakkordanten.
ball School darf sich nach ihrem Start im letzten Früh- Als KMU sind wir in allen Bereichen der elektronischen
ling bereits einer grossen Beliebtheit bei den Kids er- Anlagen tätig; sei dies für Privathaushalte oder auch in
freuen. Im Vordergrund sollen dabei immer der Spass der Gebäudeautomation, sprich für das Gewerbe oder
und die Freude sein. die Industrie.
Und welche Ziele verfolgen Sie für Ihr Ich könnte mir vorstellen, dass Ihnen
Unternehmen ETACOM? da nicht allzu viel Freizeit übrigbleibt?
Je mehr Personen sich für die GC Kids Camps oder die Verfolgen Sie die Spiele dennoch auch
GC Football School anmelden, desto mehr Bekannt- mal live im Stadion?
heit erreichen wir. Als Unternehmen mit Hauptsitz in Selbstverständlich versuche ich wann immer ich die
Baden können wir mit diesem Engagement unsere Prä- Gelegenheit habe, die Spiele im Stadion mitzuerleben.
senz auch in der Stadt und im Kanton Zürich stärken. Anfang November war ich am Spiel gegen YB dabei.
Daneben verfügt GC gerade auch für kleinere KMU wie Hier spürte ich einmal mehr, dass die Emotionen nie-
wir über ein sehr gutes Netzwerk und bietet uns Mög- mals so erlebt werden können, wie in einem richtigen
lichkeiten, sich bei diversen Zielgruppen positiv zu Fussballstadion.
positionieren.
Haben Sie die Stadionabstimmung verfolgt?
Erzählen Sie uns etwas mehr über ETACOM? Leider bin ich kein Stadtzürcher.
Die ETACOM Elektro AG ist ein Elektro-
installationsbetrieb mit Hauptsitz in Haben Sie einen aktuellen
Baden. Wir haben das Unterneh- Lieblingsspieler bei GC?
men 2010 gegründet und starte- «Ich lege hohen Nedim Bajrami. Ich verfolge seinen Weg
Stellenwert schon, seit er als 9-Jähriger beim Gras-
shopper Club Zürich angefangen hat. Sei-
auf die Ausbildung ne Leistung widerspiegelt die super Arbeit,
die im Nachwuchsbereich bei GC geleistet
und Förderung wird.
der Jugend.» Eine abschliessende Frage:
Was wünschen Sie dem
Grasshopper Club Zürich?
GC hat die derzeit jüngste Mannschaft in der Super
League wie ein Nedim Bajrami. Das darf man nicht ver-
gessen. Trotzdem bin ich als engagierter Partner und
Fan natürlich auch nicht glücklich mit der aktuellen
Tabellensituation. Ich wünsche der 1. Mannschaft und
dem gesamten Verein weiterhin die nötige Ruhe und
Zuversicht. Dann kommen sicherlich auch die Punkte.
Und natürlich würde ich in der Saison 2019/20 gerne ein
Europa-League-Spiel von GC miterleben.
26 EinwurfMITMACHEN UND
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Dein Ziel ist unser Ziel.28 Halbzeit
Er ist der grüne Daumen, die gute Seele Förrlibuck und im Hardturm, seit dessen Schliessung
und der verantwortungsbewusste Hüter nun auf dem GC/Campus.
des GC/Campus. Seit mehr als 10 Jahren Wie bist du zum Grasshopper Club Zürich
pflegt Ueli Lutz tagein, tagaus die Rasen- gekommen?
plätze auf dem Trainingsgelände in Nieder Ich bin ein klassischer Quereinsteiger. Vor meinem En-
hasli. Dem GC Inside erzählt er von seiner gagement bei GC war ich aber bereits einige Jahre im
Espenmoos tätig, obwohl ich eigentlich keine Ahnung
Arbeit beim Grasshopper Club Zürich. von Rasen hatte. Seit 2006/07 bin ich Betriebslei-
ter der GC/Campus AG. Das war schon eine 300-pro-
Danke für deine Zeit und die Bereitschaft, zentige Steigerung. Im Espenmoos war es lediglich der
mit uns dieses Interview zu führen. Wie lange Spielbetrieb, während wir hier jeden Tag auch noch
bist du schon bei GC engagiert? Trainingsbetrieb haben. Im nächsten Jahr steht dann
Sehr gern. Ich bin nun schon seit der Saison 2006/07 noch die offizielle Ausbildung zum Greenkeeper an, das
bei GC – also über zehn Jahre. Bei mir im Team arbeitet wird den Nachwuchsleistungszentren vom Verband so
aber mit Sven Herzog ein noch erfahrenerer Mann. Er ist vorgeschrieben.
schon seit 23 Jahren bei GC. Zuerst auf der Sportanlage
E N K E E P E R
DER G R E
C A M P U S
V O MWie sieht dein Team aus? gemäht. Ausserhalb dieser Zeit sind es zwei bis drei-
Wir sind insgesamt zu viert. Sven Herzog, Rashid Morad, mal die Woche. Wenn aber Spiele sind, dann wird so-
Bardil Sadiki und ich. Wir kümmern uns sieben Tage die wieso vorher gemäht. Bei uns gilt «vor einem Spiel wird
Woche um die Infrastruktur auf dem GC/Campus. Der der Rasen geschnitten». Mit dem Aufsitzmäher ist das
Betrieb dauert jeweils von 7 Uhr früh bis 10 Uhr abends. dann jeweils eine Sache von einer bis maximal einein-
Das teilen wir uns in eine Früh- und eine Spätschicht halb Stunden.
ein. Dazu kommen Wochenenddienste bei Spielbetrieb.
Wie erfahrt ihr Anerkennung
Was tut ihr den ganzen Tag? für eure Arbeit?
(lacht) Den grössten Teil unserer Arbeitszeit wenden wir Wir arbeiten eigentlich dafür, dass der Trainer vor oder
für die Rasenpflege auf. Das sind geschätzt 90 bis 95 % nach dem Training zu uns kommt und sagt: «Heute war
der Zeit. Hinzu kommt die Reinigung der Kunstrasen- der Platz wieder super». Aber es zeigt sich auch ander-
plätze, die sind zum Glück viel pflegeleichter als die Ra- weitig, dass wir unsere Arbeit wohl ganz gut erledigen.
senplätze, und kleine Hausmeisterarbeiten wie Lampen Diese Saison kam die Schweizer Nati für Trainings auf
wechseln oder Türen reparieren. Besuch. Da müssen dann zwangsläufig beste Bedingun-
gen herrschen. Und die können wir offenbar bieten.
Wie oft werden die Rasenplätze gemäht?
Während der Hauptwachszeit, das ist ungefähr von Ende Wie ist der Kontakt zur
April bis Mitte/Ende Oktober, werden die Plätze täglich ersten Mannschaft?
Der Kontakt ist logischerweise sehr eng, man sieht sich
ja täglich. Mit Kim Källström beispielsweise teilte ich die
Passion für American Football. Wir konnten uns dann
jeweils stundenlang über die NFL unterhalten. Es ist
aber nicht so, dass es einem ständig bewusst wäre, dass
man es hier tagtäglich mit Stars zu tun hat. Ich war ein-
mal zusammen mit dem Göttibub einer Bekannten an
einem Spiel im Letzi. Nach dem Spiel, wir sassen gleich
neben dem Spielertunnel, kamen die Spieler einzeln bei
mir vorbei und wir klatschten ab. Dem Jungen fielen
beinahe die Augen aus dem Kopf. Für mich sind es
eher Arbeitskollegen.
«Während der
Was war dein schönstes Erlebnis bei GC?
Hauptwachszeit, Der Cupsieg 2013! Ganz klar. Aber auch die
werden die Plätze Meistertitel unserer U18, die sie bei uns auf
dem Campus feierten. Der sportliche Erfolg
täglich gemäht.» ist schlussendlich auch das, wofür wir arbei-
ten. Wir geben tagtäglich unser Bestes, um den
Mannschaften ideale Bedingungen bereitzustel-
len. Und klar: Wenn die 1. Mannschaft Erfolg hat, ist
die Stimmung im ganzen Verein besser. Das merkt man
dann auch bei uns.
Greenkeeper Ueli Lutz im Einsatz
auf dem GC/Campus.
29 Halbzeit31 Steilpass
A M P F U M
DER K S S E N E
M E
DIE ANGE
C H T U N G
BEA SK AMPF IN
DER Z WEIKL A SSEN-LIG
A
ABST IEG
Berner Young Boys das Innenband und erhielt zu allem
Unglück auch noch die rote Karte gezeigt.
Die Nationalliga A der Frauen ist jeweils früh
entschieden. Die Frauen des Stadtrivalen «Mittlerweile haben wir den Turnaround aber hoffent-
lich geschafft», so Bettina Brülhart, Mittelfeldspielerin
sind seit Jahren – von einer Ausnahme 2017 – bei den GC-Frauen. Bereits bei der Heimniederlage
die Macht im Schweizer Frauenfussball. Für gegen den FC Luzern waren die Hoppers besser, konn-
die Hoppers lautet das Saisonziel, besser ten allerdings noch nicht reüssieren. Erst eine Woche
abzuschliessen als in der Vorsaison. später folgte dann im Heimspiel gegen Servet-
te-Genf der zweite Sieg im achten Meis-
Da die GC-Frauen ihr Team wei-
testgehend zusammenhalten «Wenn wir so terschaftsspiel. Man habe die wenigen
personellen Änderungen wohl unter-
konnten, präsentierten sich weiterarbeiten, schätzt, meint Brülhart. Denn obwohl
das Team praktisch vollzählig blieb,
die Startbedingungen am An-
dann können gab es einen bedeutenden Wech-
fang der Saison gut. sel jenseits des Spielfeldes: Mit Gui-
wir jeden Gegner do Kalle übernahm nämlich ein neuer
Durchzogener Start
Doch so ist es mit Erwartungen und der
schlagen.» Trainer das Team.
Realität: Meistens kommt es anders. Nach Trotz durchzogenem Start sollen die vor
vier Punkten aus den ersten beiden Spielen folg- Saisonbeginn gesetzten Ziele vorerst nicht an-
ten fünf Spiele, in denen kein einziges Tor erzielt werden gepasst werden. «Wenn wir so weiterarbeiten und un-
konnte. Und zu allem Unglück plagten die GC-Frauen sere Leistungen auf den Platz bringen, dann können wir
neben dem sportlichen Misserfolg bald auch noch Ver- jeden Gegner schlagen. Und im Cup, unserem zweiten
letzungsprobleme. Torhüterin Hanna de Hann beispiels- Saisonziel, sind wir ja weiterhin im Rennen» stellt Brül-
weise riss sich bei einer Notbremse im Spiel gegen die hart klar.Der schwere Stand des Frauenfussballs sche Krise. Umso empfänglicher war die niederländische
Wegen der Doppelbelastung mit dem Cup, aber auch Bevölkerung für die überaus erfolgreichen Frauen.
aufgrund des gedrängten Spielplans bedingt durch die
Frauen-Weltmeisterschaft im Sommer 2019, stehen den Bettina Brülhart kämpft schon lange für die Anerken-
GC-Frauen noch strenge Wochen bevor, bis sie bezüg- nung des Frauenfussballs. Als Journalistin versucht sie
lich ihrer Saisonziele Bilanz ziehen können. auch im Beruf, den Frauenfussball auf die Agenda zu
bringen. «Es muss die Aufgabe jeder fussballspielen-
Am meisten an die Substanz gehen den GC-Spielerinnen den Frau sein, ihr Umfeld und andere Menschen für den
die sogenannte englischen Wochen mit Auswärtsspie- Frauenfussball zu begeistern», meint Brülhart. «Ich bin
len unter der Woche, zum Beispiel mittwochs in Genf. mir aber ziemlich sicher, dass wir in 5–10 Jahren eine
Denn hier liegt der wohl grösste Unterschied zwischen grössere Bedeutung haben werden.»
Frau und Mann im Fussball: Anders als bei den Männern
kann keine Frau ihr Leben mit dem Fussball finanzieren – Es geht was
selbst dann nicht, wenn sie in der Nationalliga A spielt. Dass es mit der Professionalisierung im Frauenfussball
So müssen alle Spielerinnen Beruf oder Ausbildung mit vorangeht, zeigen auch die aktuellsten Entwicklungen.
vier Trainings pro Woche und den Spielen unter einen Ein erstes erfreuliches Ergebnis ist der zweite Cham-
Hut bringen. pions-League-Startplatz für die Schweiz. Zwar gibt es
«Es ist schon ein wenig frech, wie der Frauenfussball in
der Schweiz entlohnt wird. Ich denke, der Aufwand, den
wir betreiben, und die Zeit, die wir opfern, ist nicht viel
geringer als bei unseren männlichen Kollegen» meint
Brülhart. Es sei ihr aber auch bewusst, dass das haupt-
sächlich mit dem viel geringeren Interesse am Schwei-
zer Frauenfussball zu tun hat, stellt sie klar, und schaut
etwas neidisch nach Holland. Bei den Holländerinnen,
Bezwingerinnen der Schweizer Frauennationalmann-
schaft in den WM-Playoffs und amtierende Europameis-
terinnen, ist eine regelrechte Euphorie für den Frauen-
fussball ausgebrochen. Zum Hinspiel in Utrecht kamen
25 000 Zuschauer. Das sind Zahlen, von denen die Frau-
en in der Schweiz nur träumen können. Die Ursache für
diesen gewaltigen Unterschied findet sich interessan-
terweise im holländischen Männerfussball. Während die
Schweizer Männer-Nationalmannschaft über die letzten
Jahre an allen grossen Turnieren vertreten war, durch-
lebt der niederländische Männerfussball eine histori-
Die Nationalliga A der Frauen
im Training auf dem GC/Campus.
32 Steilpassimmer noch Schiedsrichter, die nicht wissen, dass es Bettina Brülhart geniesst es aber auch so, wie es jetzt
im Cup auch bei den Frauen vor einem allfälligen Pe- ist. Statt des Geldes wegen kämen so nämlich alle Spie-
naltyschiessen noch in die Verlängerung geht. Doch der lerinnen einzig und alleine aus Freude am Fussball zu
Verband tut viel, um die Entwicklung des Frauen- den Trainings. Dadurch hätten sie eine motivierte
fussballs voranzutreiben. So findet beispiels- Truppe beisammen, die sich auch unterein-
weise mindestens ein Spiel pro Saison ander gut versteht. In sportlich weniger
in einem der Stadien, in denen auch
die Männer gegeneinander antreten,
«Es ist schon ein erfolgreichen Situationen benötige
es zwar manchmal eine Extrapor-
statt. Auch hier schlagen indes nicht wenig frech, wie tion Überwindung – Erfolge würden
alle Massnahmen an. Ronny Frei, Me- dementsprechend aber auch viel
dienverantwortlicher der GC Frauen, der Frauenfussball ausgiebiger gefeiert.
erzählt, dass Klubs pro Spiel mit mehr
als 300 Zuschauern einen finanziellen
in der Schweiz Und wenn eines feststeht, dann dass
Bonus erhielten. Dass kurz nach Ein- entlohnt wird.» es davon im gesamten Frauenfussball
führung dieser Regelung die Zuschauer- noch so einige geben soll – in dieser Sai-
zahlen plötzlich anstiegen, muss allerdings son und auch künftig.
mit Vorsicht genossen werden.
33 SteilpassA G N Ä H E R
TAG FÜ R T
S S E N Z I E L
AM GR O
den Platz. Neben dem Cheftrainer stehen der Physio-
therapeut, bei dem die Junioren gleich zu Beginn des
Trainings eine Kraft- und Präventionssession absolvie-
Das Ziel jedes GC-Juniors ist es, dereinst ren, der Assistenztrainer und der Goalietrainer auf dem
im Trikot der Grossen auflaufen zu dürfen. Platz: volles Programm und engste Betreuung für die
jungen Nachwuchsspieler.
Es ist ein steiniger Weg, den nicht alle
bis zum Ende gehen werden. Doch dafür Ein erstes Mal Profiluft schnuppern
krampfen und schwitzen tun sie alle: Gegen die Berner Oberländer geht es darum, den Ab-
Ein Tag mit den U16-Junioren. stand auf den Strich auszubauen. Die ersten acht Mann-
schaften kämpfen in einer Finalrunde um den Schweizer
Meistertitel. Besonders gross ist die Motivation bei den
Noch sind die U16-Junioren des Grasshopper Club Zü- Spielern, die den Titel im Vorjahr nur knapp verpassten.
rich weit entfernt von ihrem Traum: Dem Traum, sich Dafür konnten sie im Gegenzug den Cup nach Zürich
dereinst das GC-Trikot der Grossen überzuziehen und holen – ein grosser Tag für die GC-Junioren. Dank idea-
für die 1. Mannschaft auflaufen zu dürfen. Und dennoch len Rahmenbedingungen durften die U16-Junioren er-
sind die 19 Jungs mit Jahrgang 2003 genau diesem Ziel leben, wie es sich als «Grosser» anfühlen könnte. «Wir
schon viel näher als die meisten ihrer gleichaltrigen Kol- reisten bereits einen Tag früher an und verbrachten die
legen. Für ihren Traum schnüren sich die jungen Hop- Nacht über im Hotel. Die Jungs konnten sich ein erstes
pers vier- bis sechsmal die Woche die Nockenschuhe. Mal wie die Profis fühlen – das war fantastisch für sie»,
erzählt Sascha Müller.
So auch an diesem Freitag – es ist Abschlusstraining vor
dem Auswärtsspiel in Thun. Die Jungs von Trainer Sa- Trotz des Erfolgs im Vorjahr und guten Leistungen in der
scha Müller kommen direkt aus dem Theorieraum auf laufenden Spielzeit geht es nicht für alle Spieler weiter
34 Steilpassnach oben. Spätestens im Sommer Auf seine schulischen Leistungen an-
kommt es zu einem grösseren Cut. gesprochen meint Verteidiger Marko
In der U18 spielen, im Gegensatz zur «Wir wollen «Klar, ich habe nicht eine ganze Woche
U16, zwei Jahrgänge zusammen. Für
fast die Hälfte der Spieler also droht
unbedingt Zeit, um mich auf Prüfungen vorzube-
reiten wie meine Klassenkameraden.
ein erster Rückschritt in der noch Meister werden!» Ich lerne halt einfach am Tag vor der
jungen Karriere. Davon beirren las- Prüfung. Das reicht eigentlich immer –
sen sich die Spieler jedoch nicht. Sie al- und solange es reicht, bin ich zufrieden.»
le glauben daran, den Sprung zu schaffen.
Doch auch Sascha Müller weiss: «Im Schnitt Auch an den Wochenenden bleibt wenig Zeit, um
schafft es einer von tausend in den Profifussball – wer sich mit dem Schulstoff zu befassen. Am nächsten Tag
es bis in die U16 geschafft hat, gehört vielleicht schon treffen sich die U16-Junioren bereits am Morgen wie-
zu den verbleibenden 500. Auch von da bleibt es aber der auf dem Campus, um die Reise ins Berner Oberland
noch ein langer Weg. » anzutreten. Christian weiss: «Wir müssen dann einfach
am Sonntag noch lernen. Aber logischerweise ist die
Konflikt zwischen Ausbildung und Fussball Motivation da nicht immer riesig.»
Aus diesem Grund wird beim Grasshopper Club Zürich
viel Wert auf die übliche Ausbildung gelegt. «Nur auf An diesem Samstag reichte es wegen eines Last-Minute-
die Karte Fussball zu setzen, geht bei uns nicht. Hier Treffers der Hausherren nicht zum Sieg. Dennoch ste-
besuchen alle entweder eine Schule oder absolvieren hen die Chancen gut, dass sich das Team von Sascha
eine Berufslehre», sagt Sascha Müller. «Alessandro bei- Müller und Goran Petrovic auch in diesem Jahr für die
spielsweise absolviert eine Lehre auf dem Bau. Nach Finalrunde qualifiziert. Für Luca, Marko, Christian und
einem langen Tag auf der Baustelle und dem anschlies- Alessandro und den Rest der jungen Truppe steht aber
senden Training ist er dann schon mal so richtig platt.» sowieso fest «Wir wollen unbedingt Meister werden!»
Trainingssituation der Junioren auf dem GC/Campus.
35 SteilpassSie können auch lesen