An der Ski-WM in St. Moritz 03/2017 - Schweizerischer ...
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
03/2017
www.samariter.ch
An der Ski-WM in St. Moritz Seite 4
Ein neuer Verein Vereinscoach SSB Wissen
Gründung mit viel Im Kleinen Knie- und Fuss-
Herzblut und Elan Grosses bewegen verletzungen Teil 3
Seite 8 Seite 12 Seite 20PRO-TENT MODUL 4000
IHR MOBILES
SAMARITER-DOMIZIL
Aktions-Preis
s Abbildung
inkl. Bedruckung gemäs
Standgrösse 6,0 x 3,0 Meter
Listenpreis CHF 5´324.–
Samariter-Rabatt 25% CHF 1´331.–
Aktionspreis* CHF 3´993.–
Standgrösse 4,5 x 3,0 Meter Komfortables
Listenpreis CHF 4´721.– Transportkonzept –
Samariter-Rabatt 25% CHF 1´181.– Transporttasche mit
grossen Laufrollen.
Aktionspreis* CHF 3´540.–
* Preise inklusive Bedruckung lt. Abbildung.
Die optionalen Gewichtsplatten und Abschlussleisten
sowie Transport und 8% Mwst. sind in den Aktions-
Preisen nicht enthalten.
Als modulares Samariter-Domizil begeistert Pro-Tent MODUL 4000
mit starken Vorzügen:
> individuelle Raumeinteilung
> Aufbau in Rekordzeit
> wind- und blickdicht, abschliessbar
> 3 Standgrössen, diverse Wandtypen
> hergestellt bei der BSZ-Stiftung**, ISO 9001 zertifiziert
** Werkstatt für Menschen mit einer Behinderung
Profitieren Sie von unserem befristeten Aktions-Angebot –
exklusiv für Samariter. Wir beraten Sie gerne!
PRO-TENT AG · Zelt- und Messebau-Systeme · Neuhofstrasse 10 · 8630 Rüti
Tel.: +41 (0) 55 220 28 00 · info@pro-tent.ch · www.pro-tent.ch ENTFALTE DEIN KÖNNENInhalt
Editorial Reportage
Liebe Leserin, 04 Grosses Samariter-Engagement
lieber Leser Im Hintergrund der diesjährigen Skiweltmeisterschaften in St. Moritz sorgten
eine minutiöse Planung und viele Helferinnen und Helfer für den reibungslosen
Ablauf dieses Grossanlasses. Auch Samariterinnen und Samariter waren als
Begeisterung steckt an. Sie inspiriert. wichtiger Teil des Rettungskonzeptes täglich im Einsatz.
Und ruft Fähigkeiten in uns wach,
deren wir uns zuvor nicht bewusst
waren. Zugegeben: Letzteres ist einer Aktuell
der vielen Kalendersprüche, die sich
zu jedem Stichwort finden lassen. 08 Frischen Wind ins Dorf gebracht
Doch niemand wird absprechen, dass In nur drei Monaten wurde in der Berner Gemeinde Neuenegg ein neuer
in solchen Sprüchen oft viel Wahrheit Samariterverein mit 23 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Die Dynamik an
steckt. der Gründungsversammlung war überwältigend.
Was wahre Begeisterung vermag,
zeigte sich Anfang Februar auf der 10 Tatkräftige Unterstützung
Gründungsveranstaltung des TEXAID ist stets bemüht, ihre Textilsammlungen und die Textilverwertung
Samaritervereins Neuenegg. Rund nach ökologischen, wirtschaftlichen und sozial nachhaltigen Kriterien
5200 Einwohnerinnen und Einwoh- durchzuführen. Vor kurzem überprüfte sie deshalb ihre Sammelsysteme –
ner zählt die Gemeinde im Berner und hat einen sinnvollen Ersatz für die klassische Strassensammlung
Mittelland, 23 von ihnen sind seit gefunden. Dies kommt auch den Samariterinnen und Samaritern zugute.
kurzem Mitglied im neuen Samari-
terverein. In weniger als drei Mona- 12 Gemeinsam Neues wagen
ten ist es der Samariterinstruktorin Vertrauen schaffen, zuhören,
Brigitte Burri aus Neuenegg gelun- Bedürfnisse erkennen und
gen, 23 Menschen zu inspirieren gemeinsam Lösungen finden: Die
und für ein langfristiges Engage- neue Funktion des Vereinscoachs
ment in der Freiwilligenarbeit zu ist ein wichtiges Bindeglied zwischen
begeistern. Doch damit nicht genug: den Samaritervereinen, dem
Andere Samaritervereine sind auf Kantonalverband und der Zentral
Burri und ihre Mitstreiterinnen und organisation.
Mitstreiter zugegangen und haben
den jungen Verein mit nützlichen 24 Neue Kursflyer
Sach- und Geldspenden unterstützt. Im Rahmen der neuen IVRReglemente und Guidelines sowie der Einführung
Mut tut also tatsächlich gut – und des neuen Lehrmittels wurde das Kursangebot neu definiert sowie die
steckt an. Oftmals gelingt dies aber Kursflyer aller Standardkurse neu gestaltet. Diese stehen nun im Printshop
auch schon in kleinen Dingen. Etwa, für die Kursbewerbung zur Verfügung.
wenn jemand gut zuhört, Bedürfnisse
erkennt und sich wahrhaftig um eine
Lösung von Problemen bemüht. Wissen
Genau hierfür wurde die neue
Funktion des Vereinscoachs geschaf- 20 Verletzungen des Knies,
fen (vgl. Seite 12). Der Vereinscoach am Unterschenkel und am Fuss
nimmt eine zentrale Funktion im Im dritten und letzten Teil unserer
Samariterwesen ein und gestaltet mit Serie über Gelenkverletzungen der
seiner Tätigkeit dessen Zukunft aktiv unteren Extremitäten wird den Samari
mit. Die Pilotausbildung für diese terinnen und Samaritern ein Werkzeug
spannende und bereichernde Arbeit auf den Weg gegeben, um Sprung
startet im September 2017. Interes- gelenksverletzungen zu beurteilen und
sierte finden auf dem Extranet des die weiteren Massnahmen einleiten zu
Schweizerischen können.
Samariterbunds
alle notwendigen
Informationen, Menschen
was es braucht,
um andere zu 33 Mit Organisationstalent und Leidenschaft
inspirieren. Vor Verbandspräsidentin Wilma Heini liegen wichtige Aufgaben, denn der
Kantonalverband der Bündner Samaritervereine ist unter anderem auf der Suche
nach einem neuen Finanzierungsmodell.
Sonja Wenger
samariter 03/2017 3Sanitätsdienst an der Ski-Weltmeisterschaft 2017
Grosses Samariter-
Engagement in St. Moritz
Nach 14 Jahren gastierte der Skizirkus wieder einmal in St. Moritz, um in ver-
schiedenen Disziplinen die Skiweltmeisterin und den Skiweltmeister zu krönen.
Im Hintergrund sorgten eine minutiöse Planung und viele Helferinnen und Helfer
für den reibungslosen Ablauf dieses Grossanlasses. Auch Samariterinnen und
Samariter waren als wichtiger Teil des Rettungskonzeptes täglich im Einsatz.
Ein Grossanlass vor sensationeller Kulisse.
Text und Fotos: Florian Marti führung des Sportereignisses 1931, welches Dabei hat sie unter anderem die Qualifika-
seither alle zwei Jahre stattfindet. Und tionen der Samariterinnen und Samariter
Riesiger Jubel rauscht durch die Menge. Eine wie in früheren Jahren sind auch dies- überprüft, die beim Anlass mitmachen woll-
Guggenmusik heult lautstark auf. Fähnchen mal Samariterinnen und Samariter voll ten, die Einsatzpläne erstellt und in Zusam-
werden geschwenkt, Kuhglocken bimmeln, im Einsatz. Bei einem Einsatz, der auf- menarbeit mit dem Veranstalter die notwen-
und die Stimme des Sprechers überschlägt grund seiner Grösse lange im Voraus orga- digen Unterkünfte für die Helferinnen und
sich beinahe vor Euphorie: Wieder wurde nisiert werden musste. «Es war enorm viel Helfer aus dem Unterland organisiert. Wäh-
eine Bestzeit geknackt. Fahrer um Fahrer Arbeit», erzählt Edith Millar im Gespräch rend der Rennen selbst war Millar zudem die
wird im Zielgelände in Salastrains begeistert mit dem «samariter». Millar ist Sanitäts- Ansprechperson für den Rettungsdienst und
empfangen. Die Rennen um die Ski-Welt- dienstverantwortliche des Samaritervereins den verantwortlichen Rennarzt.
meisterschaftstitel in St. Moritz sind in St-Moritz- Sils-Silvaplana und hat für die
vollem Gange. Vorbereitungen seit vergangenem Sommer Grosses Echo nach Aufruf
Es ist die fünfte Ski-Weltmeisterschaft umgerechnet mehrere Wochen Arbeit Genau genommen begann die Arbeit bereits
in der Oberengadiner Gemeinde seit Ein- investiert. vor einem Jahr, als in St. Moritz das
4 samariter 03/2017Reportage
Die Samariterinnen und Samariter waren hauptsächlich als Patrouillen eingeteilt und entsprechend viel unterwegs.
Weltcup-Finale stattfand. Dieses habe quasi Blutdrucks ergibt keine bedenklichen Werte. satz kehren die beiden Samariterinnen wie-
als Hauptprobe für die Ski-Weltmeister- Und auch der Blutzucker ist gut. Dennoch der zu ihrem Standort zurück und melden:
schaft gedient, erzählt Millar. Beim diesjäh- soll er für eine eingehendere Untersuchung «Einsatzleiter von Patrouille ‹Bühne›: Posten
rigen Anlass, der vom 6. bis zum 19. Februar in den Sanitätsraum gebracht werden, in wieder eingenommen und einsatzbereit!»
dauerte, seien allerdings aufgrund des erwar- dem sich ein Hausarzt aus der Region um
teten Publikumsandrangs wesentlich mehr kranke oder verletzte Personen kümmert. Entlastung der Sanitätsstellen
Samariterinnen und Samariter benötigt wor- Der Patient wird vorsichtig aufgesetzt: kein Die Samariterinnen und Samariter sind dieses
den als im Jahr zuvor. erneutes Unwohlsein. Nach ein paar Jahr hauptsächlich als Patrouillen eingeteilt
Alleine mit den Mitgliedern der regionalen Minuten begleiten ihn die Samariterinnen und haben stets ein Auge auf das Publikum
Vereine sei dies nicht mehr zu bewältigen, ins Sanitätszimmer und übergeben ihn dort im Zielgelände. Auch der Blick von Georg
auch weil in derselben Zeitspanne die jährli- zur weiteren Betreuung. Hächler vom Samariterverein Rupperswil ist
chen internationalen Pferderennen auf dem In den meisten Fällen gibt es schnell Ent- konzentriert auf die vielen Menschen gerich-
gefrorenen See von St. Moritz stattfinden, bei warnung. Dennoch werden in den zwei Wo- tet. Er ist einer der vielen Samariter und
denen ebenfalls traditionell die Samariterver- chen in St. Moritz auch mehrere Patientinnen Samariterinnen, die den Aufruf in der Ver-
eine den Sanitätsdienst übernehmen. und Patienten zur weiteren Abklärung ins bandszeitschrift gelesen und sich darauf hin
Aus diesem Grund nutzte Millar die Gele- Spital gebracht respektive in einigen gravie- beworben haben. «Diesen Anlass wollte ich
genheit, mittels eines Aufrufs im «samariter» renderen Fällen auch auf dem direktesten mir nicht entgehen lassen. Als ich das Inserat
einsatzwillige Samariterinnen und Samariter weg nach Chur ausgeflogen. Nach ihrem Ein- gelesen hatte, habe ich mich sofort gemeldet»,
zu suchen – mit Erfolg. «Nach Erscheinen sagt der passionierte Skifahrer mit Begeiste-
des Aufrufs klingelte das Telefon ununter- rung und schwärmt: «Eine Skiweltmeister-
brochen, die Reaktion war enorm», erzählt schaft in dieser wunderschönen Landschaft,
Millar. In der Folge waren während der zwei das ist etwas Einmaliges.»
Wochen der Ski-WM rund 60 Samariterin- Beruflich arbeitet Hächler als Bademeister
nen und Samariter im Einsatz, die Hälfte da- und ist im Winter mit Revisionsarbeiten
von aus anderen Kantonen. Viele haben eini- beschäftigt. So konnte er sich die Zeit für
ge Ferientage genommen, um den Anlass zu den Einsatz problemlos einrichten. Als
unterstützen. Zusammen wurden in den Bademeister kann er sein Samariterwissen
zwei Wochen rund 1600 Stunden Sanitäts- immer wieder anwenden. Meistens für
dienst geleistet. Kleinigkeiten, aber auch den Defibrillator
hat er bereits erfolgreich eingesetzt sowie ein
Im Patrouilleneinsatz Kind beatmet. In seinem Verein gibt es
Plötzlich knackt es im Funkgerät und mehr eher selten die Gelegenheit, Sanitätsdienste
oder weniger deutlich ertönt: «Patrouille zu leisten. Auch deshalb stellt für ihn die
‹Bühne› von Einsatzleiter Sanität, bitte zur Mitarbeit an der Weltmeisterschaft eine
grossen Leinwand, bewusstlose Person ge- besondere Bereicherung dar.
meldet!» Die beiden leuchtend gelb gekleide- Das Gespräch mit Hächler wird immer
ten Samariterinnen packen ihren Rucksack wieder unterbrochen: Eine Kopfschmerz-
sowie den Defibrillator und machen sich tablette hier, ein Pflaster dort, und natürlich
nach der Bestätigung des Funkspruches so- wird oft auch einfach Auskunft verlangt.
fort auf den Weg. Die Samariterinnen und Samariter können
Dem Mann, den sie betreuen, geht es dabei die meisten medizinischen Probleme
schnell wieder besser, doch er ist noch Georg Hächler ist dem Aufruf im «samariter» direkt vor Ort lösen und die Patientinnen
immer blass im Gesicht. Die Messung des gefolgt und begeistert vom Einsatz. und Patienten unkompliziert behandeln.
samariter 03/2017 5Reportage
Dies bedeutet eine grosse und wichtige kann die verletzte Person schnellstmöglich
Entlastung der Sanitätsstellen, denn mit bis versorgt und die Rennunterbrüche aufgrund
zu 40 000 Besucherinnen und Besuchern von Stürzen sehr kurz gehalten werden.
täglich herrscht ein grosses Gedränge, so- Für die Sportlerinnen und Sportler steht
dass ein Durchkommen der Rettungsdienste jeweils ein Rega-Helikopter im Zielgelände
oft nur mit Mühe möglich wäre. sowie ein weiterer auf der Rega-Basis Same-
dan zur Verfügung. Hinzu kommt ein sta-
Effizienter Transport tionierter Basishubschrauber, der Einsätze
Muss es dann aber doch einmal schnell ge- für verletzte oder erkrankte Zuschauerin-
hen, kommt eine wohldurchdachte Logistik nen und Zuschauer fliegt respektive für die
zum Tragen. So stehen für die Athletinnen regulären Einsätze ausserhalb des grossen
und Athleten, die zu der am gefährdetsten Sportereignisses eingesetzt wird.
Personengruppe bei diesem Anlass gehören, Für die Samariterinnen und Samariter
am Pistenrand Ärzte oder Rettungssanitäter bedeutet der Einsatz an den Ski-Weltmeister-
mit einem Pistenpatrouilleur bereit. Einige schaften nicht nur unvergessliche Tage im
der Ärzte sind von der Rega, damit sie im Engadin, sondern auch viele neue Erfahrun-
Falle eines notwendigen Transportes einer gen und Kontakte untereinander sowie zu
Rennfahrerin oder eines Rennfahrers die den verschiedenen Rettungsinstitutionen.
verletzte Person sofort für eine Bergung mit Nach zwei intensiven Wochen im Einsatz
der Seilwinde vorbereiten können. Sobald sind die Helferinnen und Helfer zwar müde,
diese dann korrekt im Bergesack gelagert ist, aber zufrieden. Und auch Georg Hächler war
fliegt die Crew des Rega-Helikopters zur begeistert und bestätigt ohne zu zögern: «An
Rennpiste und muss den Patienten nur noch Bis zu 40 000 Personen pro Tag besuchten der nächsten Weltmeisterschaft werde ich
an die Winde hängen und ausfliegen. So die beliebte Veranstaltung. wieder ins Engadin kommen.» •
Gut zu wissen
Ausgeklügeltes Sanitätskonzept
Bei der Planung wurden für die diesjährige Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz bis zu 45 000 Besucherinnen und Besucher
täglich erwartet. Angesichts dieser hohen Zahl sahen die Verantwortlichen ein ausgeklügeltes Sanitätskonzept vor. Die-
ses beinhaltete neben der Betreuung verunfallter Skifahrerinnen und Skifahrer respektive von verletzten oder erkrankten
Personen aus dem Publikum oder unter den vielen Helferinnen und Helfern auch das Szenario nach einem potenziellen
Massenanfall von Verletzten. Entsprechend war das medizinische Dispositiv auch darauf ausgerichtet, den Fall von mehre-
ren Dutzend Schwerverletzten bewältigen zu können, wenn beispielsweise eine Tribüne einstürzen würde.
Ohne Vorbereitungen würde ein solcher Fall das reguläre Gesundheitssystem im Tal bei Weitem überfordern, denn im En-
gadin sind die umliegenden Zentrumsspitäler alle weit entfernt und zusätzliche Ambulanzen können jeweils nur mit grosser
zeitlicher Verzögerung nachrücken. Hinzu kommt, dass der Abtransport einer grossen Zahl von Patientinnen und Patien-
ten mit dem Rettungshubschrauber zeitaufwändig und unter Umständen bei schlechten Wetterbedingungen erst gar nicht
möglich ist. Bei einer grossen Zahl von Verletzten oder Erkrankten ist also eine Versorgung vor Ort notwendig, zumindest
bis der Transport in ein Spital möglich wird.
Konkret sah das Sanitätskonzept in St. Moritz folgende Massnahmen vor: Im Zielgelände Salastrains stand neben dem
Sanitätszimmer auch eine Sanitätshilfseinheit der Armee bereit, um bei der Bewältigung des «Tagesgeschäftes» zu helfen.
Hier könnten im Ernstfall aber auch 20–30 verletzte oder erkrankte Personen aufgenommen werden. Sollte dies nicht aus-
reichen, stand in der Nähe ein Raum zur Verfügung, in dem Liegen für weitere 100 Patientinnen und Patienten nachgerüs-
tet werden konnten. Sollte noch mehr Raum benötigt werden, konnte zudem das Verpflegungszelt für die Helferinnen und
Helfer sowie das VIP-Zelt entsprechend umgenutzt werden.
Des Weiteren stand auch im Raum der Siegerzeremonie im Dorf eine Sanitätshilfsstelle der Armee, die während der Zere-
monien besetzt war und die durch Fusspatrouillen der Samariterinnen und Samariter ergänzt wurde. Im Dorf stellte die
Armee zudem 100 Liegeplätze zur Verfügung, mit einer Option auf weitere 100 Plätze. In einer Turnhalle hätten ausserdem
80 Plätze nachgerüstet werden können.
Das Material für alle diese zusätzlichen Einrichtungen war vor Ort oder im Tal gelagert. Für den Patiententransport
aus dem Zielgelände standen jederzeit zwei Ambulanzen zur Verfügung. Sobald eine besetzt und unterwegs war, wurde
aufgrund des langen Anfahrtsweges jeweils eine neue Ambulanz aus dem Tal hochgeschickt. Für den Abtransport einer
grossen Zahl von Verletzten aus dem Tal standen neben den Ambulanzen und Hubschraubern auch drei Eisenbahnwagen
zur Verfügung, die Platz für etwa 150 Patientinnen und Patienten geboten hätten.
6 samariter 03/2017Berufsbegleitende
Einbau in jede bestehende Badewanne möglich
Badewannentüre Variodoor Comfort Typ 4 Weiterqualifikation
Zeit- und ortsunabhängig studieren an der
Fernfachhochschule Schweiz
l.
f lex ib e e n d .
f s b e g le it Bachelor Ernährung & Diätetik
beru
d ig it a l. h
Master of Advanced Studies
Neuheit
f h s .c
w w w.f
Mit der neuen Badewannentüre von Magicbad Gesundheitsförderung
Schenker GmbH Luzern steigen Sie bequem in
Ihre Wanne. Certificate of Advanced Studies
Gesundheitsförderung & Prävention
Top Qualität und modernes Design.
Start Herbst 2017
Die Türe wird massgenau nach der Badewannenform gemessen
und speziell angefertigt!
Kombination E-Learning
Wir haben 4 verschiedene Modelle und auch sehr preisgünstige & Face-to-Face-Unterricht
Varianten. für grösste zeitliche Flexibilität
Lieferung und Montage in die ganze Schweiz.
Kostenlose Beratung vor Ort!
Magicbad Schenker GmbH
6004 Luzern
Telefon 079 642 86 72 Zürich | Basel | Bern | Brig
www.magicbad-schenker.ch
Grundbotschaft des Monats
Wir Samariterinnen und Samariter helfen den Opfern von
Katastrophen und unterstützen in ausserordentlichen
Lagen die Rettungsdienste und andere Einsatzkräfte.
Wo viele Menschen zusammenkommen,
sorgen wir Samariterinnen und Samariter
für den Sanitätsdienst.
Sämtliche Grundbotschaften finden Sie unter www.samariter.ch > Extranet > Information > Werbe- und PR-Texte >
GrundbotschaftenWiedergründung Samariterverein Neuenegg (BE) Frischen Wind ins Dorf gebracht In nur drei Monaten wurde in der Berner Gemeinde Neuenegg ein neuer Samariterverein mit 23 Mitgliedern aus der Taufe gehoben. Die Dynamik an der Gründungsversammlung war überwältigend. Und ein Paradebeispiel für die grosse Solidarität, die innerhalb der Samariterbewegung herrscht. Es ist vollbracht: Ein Teil der 23 neuen Mitglieder des Samaritervereins Neuenegg. Eine Anekdote wird die Gründung des Samaritervereins Neuenegg wehr, bei der ihr Mann schnell unterkam, doch keinen Samariter im Kanton Bern wohl noch lange begleiten: Als die Meldung Ende verein. Seit über zwei Jahrzehnten mussten all jene, die sich für einen 2016 beim Zentralsekretariat in Olten eintraf, freute man sich nicht Kurs in Erster Hilfe oder für eine Vereinsmitgliedschaft interessier nur riesig über die gute Nachricht. Für einen Moment stockte auch ten, in eine der Nachbargemeinden ausweichen. die Arbeit, da man erst herausfinden musste, wie ein neuer Verein im aktuellen System denn erfasst werden kann. Rund acht Jahre sind Von 0 auf 23 seit der letzten Vereinsgründung in der Welt des Schweizerischen Im November 2016 entschied sie dann: «Neuenegg braucht einen Samariterbunds vergangen. Eine lange Zeit, nicht nur für administ eigenen Verein.» Und sagte sich, ganz eine Frau der Tat: «Mal sehen, rative Systeme. wie viele Leute ich dafür begeistern kann.» Sie erstellte ein Plakat Aussergewöhnlich ist an der Vereinsgründung respektive der «Wir suchen dich» mit einem animierenden Beschrieb der Samariter Wiedergründung – bis vor rund 20 Jahren waren die Samariterinnen tätigkeit im Verein. Ihr Mann Andreas erstellte in kürzester Zeit eine und Samariter in der Gemeinde Neuenegg lange Zeit aktiv gewesen – Website inklusive ErsteHilfeQuiz und BlutspendeApp sowie eine aber nicht nur der administrative Auftakt. Auch die Entstehungs Seite bei Facebook. Im Gemeindeblatt durfte sie ein Inserat schalten. geschichte lässt Gutes ahnen. Denn als sich die Samariterlehrerin und Bei der Feuerwehr Neuenegg fand sie tatkräftige Unterstützung in Kursleiterin Brigitte Burri vor einigen Jahren mit ihrer Familie in Form der Zusage für ein Vereinslokal. Und bei der nächsten Neuenegg niederliess, gab es zwar eine hochaktive freiwillige Feuer öffentlichen Feuerwehrübung am Ende desselben Monats warb sie 8 samariter 03/2017
Aktuell
an einem eigenen Stand mit Plakat, Phantom und Defibrillator
für neue Mitglieder.
Von da an ging es mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts: Bereits bei
der ersten Übung im Januar 2016 mussten zusätzliche Stühle
gebracht werden, da nicht genug Sitzgelegenheiten für die 16
Vereinsmitglieder vorhanden waren. Die Mundpropaganda tat das
Ihre und anlässlich der offiziellen Gründungsveranstaltung am
10. Februar im Schulhaus in Neuenegg durfte Brigitte Burri dann die
Mitgliedschaftsurkunde an 23 Personen überreichen.
Spenden und viel Solidarität
Doch dem nicht genug. Es ist eine alte Weisheit: Wer sich mit ganzem
Herzen für eine Sache entscheidet, erhält plötzlich Hilfe, und dies
oft von überraschender Seite. Im Falle des SV Neuenegg kam die
Unterstützung in Form einer Aufforderung über Facebook, dem
Samariterverein Wetzikon-Seegräben doch einen Besuch abzustat-
ten. Der Samariterverein im Kanton Zürich durfte auf ein finanziell
erfolgreiches Jahr zurückblicken und entschied sich, Neuenegg zur
Gründung 25 Samariterjacken zu schenken und eine Anschubfinan-
zierung in Höhe von 1000 Franken zukommen zu lassen.
Auf der Gründungsversammlung ging es im selben Takt weiter.
Der Berner Samariterverein Schönbühl Urtenen überreichte eine
Spende von 2500 Franken. Hinzu kam überraschend ein Beitrag des
ursprünglichen Samaritervereins Neuenegg von 2000 Franken, der
vor 20 Jahren für eine mögliche Wiederbelebung des Vereins zur
Seite gelegt worden war. Und auch Zentralsekretärin Regina Gorza
überreichte Burri im Namen des Schweizerischen Samariterbunds ei-
nen Check über 1500 Franken.
Grussworte und viele positive Wünsche für ein gutes Gelingen
kamen zudem von den Nachbarvereinen, dem Regionalverband Bern
Mittelland, dem Kantonalverband Bernischer Samaritervereine, der
Stadtvereinigung Bern und Umgebung, dem Gemeinderat von Neuen-
egg und natürlich von der Feuerwehr.
Ambitiöses Jahresprogramm
Die Gründungsveranstaltung speditiv zu nennen, wäre eine Unter-
treibung: Dank minutiöser Vorbereitung waren in weniger als einein-
halb Stunden sämtliche Mitglieder aufgenommen, ohne Ausnahme
alle Ämter besetzt, alle Statuten angenommen, die Finanzen darge-
legt, die Verdankungen und Grussworte ausgerichtet sowie das am-
bitiöse Jahresprogramm abgesegnet. Dieses zielt darauf ab, dass die
neuen Mitglieder – mehrheitlich neu in der Welt der Ersten Hilfe –
nun so schnell wie möglich und so ausführlich wie machbar geschult
werden, damit sie die gängigen Dienstleistungen eines Samariter-
vereins wie etwa Sanitätsdienste anbieten können.
Eine kleine Umfrage bei den Neumitgliedern zeigte, dass ihre Mo-
tivation beinahe einhellig daraus besteht, der «Gemeinschaft etwas
zurückgeben» und in ihrer Freizeit eine sinnvolle, spannende Tätig-
keit ausüben zu wollen. Bei einem Durchschnittsalter von 38 Jahren
dürfte somit die Erste Hilfe in Neuenegg noch lange gewährleistet sein.
Nach der obligaten Fotorunde durften sich die Geladenen dann
beim grosszügigen Apéro noch stärken und austauschen, wobei die
Euphorie so manchen glühende Wangen ins Gesicht zauberte. Mitten
drin Brigitte Burri und der Materialwart Yannick Vyaahpooree, die
beide vom Ausmass der Solidarität und Dynamik überwältigt waren.
Nun gilt es, nach vorne zu schauen: «Mein Ziel sind 50 Mitglieder»,
sagt Vyaahpooree lachend und voller Elan. Und man zweifelt keine
Sekunde, dass auch zur ersten Geburtstagsfeier im Februar 2018
wieder zusätzliche Stühle herbeigeholt werden müssen. Impressionen von der Gründungsversammlung: Die Veranstaltung
war speditiv, dominiert von lachenden Gesichtern und einer
Text und Bilder: Sonja Wenger • überwältigenden Solidarität.
samariter 03/2017 9Nachgefragt: Philipp Stoller, Geschäftsführer TEXAID
Tatkräftige Unterstützung
TEXAID ist stets bemüht, ihre Textilsammlungen und die Textilverwertung nach ökologischen,
wirtschaftlichen und sozial nachhaltigen Kriterien durchzuführen. Vor kurzem überprüfte
sie deshalb ihre Sammelsysteme – und hat einen sinnvollen Ersatz für die klassische
Strassensammlung gefunden. Dies kommt auch den Samariterinnen und Samaritern zugute.
1. Seit über drei Jahrzehnten sind TEXAID und die Samariter- diesen Ansprüchen nicht mehr entspricht. Die Auswertungen haben
vereine der Schweiz ein erfolgreiches Gespann. Welche Bilanz ergeben, dass speziell in ländlichen und stadtnahen Gebieten die ge-
ziehen Sie aus der bisherigen Zusammenarbeit und was ist für fahrenen Kilometer pro gesammelter Altkleidermenge via Strassen-
Sie dabei das wichtigste Element? sammlung dreimal höher sind als bei der Sammlung über das
In den Anfangsjahren hat TEXAID ausgediente Kleider und Schuhe Containernetz. Deshalb hat TEXAID entschieden, die klassische Art
hauptsächlich durch Strassensammlungen erfasst. Beim Einsammeln der Strassensammlung in den meisten Regionen der Schweiz einzu-
der Textilien konnten wir oft auf die tatkräftige Unterstützung stellen und einen sinnvollen Ersatz für ländliche und stadtnahe
der Samariterinnen und Samariter zählen. Die Vereine erhielten Gebiete wie auch für kleinere Städte zu suchen.
Vergütungen aus den Sammlungen, die jeweils ein willkommener
Zustupf in die Vereinskasse waren. Mit dem wachsenden Bedürfnis 3. TEXAID hat eine sehr positive ökologische Bilanz aus dem
der Bevölkerung, Altkleider zu einem beliebigen Zeitpunkt zu Pilotprojekt gezogen und wird die Altkleidersammlung mit der
entsorgen, hat TEXAID Container aufgestellt und die Strassen- Post als Logistikdienstleister fortführen. Wird sich dies langfristig
sammlungen kontinuierlich reduziert. auf die Menge der Altkleider auswirken, die von den Samariter-
Inzwischen wird der Grossteil via Container gesammelt. Viele vereinen gesammelt werden?
Samaritervereine haben uns bei der Stellplatzsuche für Container Bei den Sammlungen in Zusammenarbeit mit der Post handelt es sich
unterstützt und engagieren sich auch heute aktiv dafür. Mittlerweile nicht um eine neue Sammelmethode, sondern um einen sinnvollen
sammeln zahlreiche TEXAID-Container in der ganzen Schweiz zu Ersatz für die klassische Strassensammlung in bestimmten Gebieten.
Gunsten von regionalen Samaritervereinen und sind entsprechend Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Gewichte der Strassen-
mit dem Samariter-Logo beschriftet. Da die Container jederzeit für sammlung unverändert bleiben und keine Gewichtsverluste in den
die Entsorgung bereitstehen, sind die Beiträge in der Regel um einiges Containern zu erwarten sind. Dort, wo Samaritervereine weiterhin
höher als die Ausschüttungen für Strassensammlungen. Strassensammlungen für TEXAID durchführen, wird keine Samm-
lung mit der Post stattfinden.
2. Vergangenes Jahr hat TEXAID ihre verschiedenen Sammel-
systeme nach ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien 4. TEXAID hat angekündigt, dass sie einen Teil des Erlöses aus
überprüft. In der Folge haben Sie im Kanton Luzern ein Pilot- der Sammlung mit der Post den kantonalen Samariterverbänden
projekt mit der Schweizerischen Post durchgeführt, bei der die vergüten wird. Für diese grosszügige Geste möchten wir uns an
Abholung der Altkleider mit der Zustellung der Post kombiniert dieser Stelle herzlich bedanken.
wurde. Was genau hat es damit auf sich? Wir freuen uns, mit den zusätzlichen Vergütungen aus den Strassen-
TEXAID ist bei der Analyse der verschiedenen Sammelsysteme sammlungen die Samariterinnen und Samariter auf allen Ebenen zu
zum Ergebnis gekommen, dass insbesondere die Strassensammlung unterstützen: den Samariterverband als Sponsoring-Partner, die
Kantonalverbände mit Vergütungen aus den Strassensammlungen
und die einzelnen aktiven Samaritervereine mit den Vergütungen aus
den Containersammlungen mit Samariter-Logo.
5. Ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit
sind Kernthemen von TEXAID. Wo sehen Sie hier in den
nächsten Jahren die grössten Herausforderungen?
TEXAID ist bestrebt, die ökologische und soziale Nachhaltigkeit der
Textilsammlung und -verwertung kontinuierlich zu verbessern und
gleichzeitig die karitativen Aspekte der Tätigkeit im Fokus zu behal-
ten. Die Vergabe zur Sammlung von Alttextilien unterliegt den Ge-
meinden. Es ist deshalb möglich, dass diese die Vergütungen aus den
Alttextilsammlungen, welche bisher die Samaritervereine erhielten,
für sich beanspruchen. Damit die Samaritervereine weiterhin von den
Zahlungen profitieren können, ist es wichtig, dass sie ihren Nutzen in
der Gemeinde aufzeigen. So können die Vereine erreichen, dass die
Philipp Stoller freut sich besonders darüber, dass TEXAID mit Vergütungen von TEXAID weiterhin ihrer wertvollen gemeinnützi-
den zusätzlichen Vergütungen aus den Strassensammlungen die gen Arbeit zugutekommen. Der Samariterverein Wollerau konnte dies
Samariterinnen und Samariter auf allen Ebenen unterstützen kann. beispielhaft in seiner Gemeinde erreichen (vgl. Beitrag Seite 29).
10 samariter 03/2017Aktuell
Weltrotkreuztag Die Zentralsekretärin
Weltweit tätig Mut steckt an
Dem Entscheid, etwas Neues zu
wagen, geht oftmals ein Zögern oder
Am 8. Mai findet der Weltrotkreuztag statt, mit dem auf das
ein Zweifeln voraus: Schafft man
Engagement der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond- das; schlägt man den richtigen Weg
bewegung sowie auf das ihrer Partnerorganisationen ein; können Hürden aus dem Weg
aufmerksam gemacht wird. geräumt werden; findet das Vorhaben
Anklang, erhält es Zustimmung?
Der deutsche Dichter Johann
Würde Henry Dunant, der Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond- Wolfgang von Goethe hat gesagt:
bewegung heute noch leben, würde er sich «in den Kriegsgebieten und den Drittweltländern «Was immer du tun kannst: Beginne
dafür einsetzen, dass Kriegsopfer und Arme eine gewährleistete Erstversorgung haben und damit. Dann werden alle möglichen
wenigstens die Grundbedürfnisse abgedeckt werden». Dies sagte das damalige Help-Mitglied Dinge, die sonst nie geschehen
Regula Stalder 2009 im «ready for red cross», dem Jugendmagazin des Schweizerischen wären, geschehen, um einem zu
Roten Kreuzes. helfen.» Neues wird also möglich
Anlass war eine Sonderausgabe des «ready» zum sogenannten Weltrotkreuztag. Dieser durch Menschen, die sich einer
inoffizielle internationale Gedenk- und Feiertag wird jährlich an Dunants Geburtstag am Aufgabe annehmen, ein Wagnis
8. Mai gefeiert. Mit verschiedenen Aktivitäten machen dabei die nationalen Rotkreuzorgani- eingehen, Chancen erkennen.
sationen die Öffentlichkeit auf ihre Arbeit aufmerksam, für die heute ein genauso grosser In unserer Samariterbewegung gibt
Bedarf besteht wie vor über 150 Jahren, als Dunant die Hilfsorganisation gegründet hat. es viele solche Menschen, die mit ihrem
Der Weltrotkreuztag ist entsprechend all jenen Bemühungen gewidmet, mit denen weltweit Mut andere anstecken und für ihre
menschliches Leiden gelindert, die Würde des Menschen aufrechterhalten und Hilfe geleistet Vorhaben die richtigen Leute anspre-
wird – sei es für die Opfer von kriegerischen Auseinandersetzungen oder von Katastrophen chen. Es sind jene, die etwa Aufträge
wie Epidemien oder schweren Naturereignissen. für komplexe Sanitätsdienste an
Wie wichtig die Arbeit der Rotkreuzorganisationen ist, zeigt allein ein Blick auf die Land ziehen, dafür Unterstützung
Situation der über 50 Millionen Menschen, die derzeit weltweit auf der Flucht sind, auf die weit über ihre Vereins- oder Verbands-
aktuelle Situation im Kriegsgebiet von Syrien oder auf die akute Hungersnot in vier grenzen hinaus benötigen – aber auch
afrikanischen Ländern, von der schätzungsweise 20 Millionen Personen betroffen sind. erhalten; solche, die eine Zusam-
Solche Krisen brauchen globale Solidarität und ein verstärktes humanitäres Engagement menarbeit mit einem Rotkreuzkanto-
auf allen Ebenen, das ohne Unterlass eingefordert wird. Nicht ohne Grund schrieb Fabian nalverband eingegangen sind, sich in
Lengwiler, 2009 Mitglied bei der Jugendorganisation des Roten Kreuzes, in derselben den Projekten Schulsamariter und
Sonderausgabe: «Henry Dunants Überzeugung, dass notleidende Menschen unabhängig Diverso engagieren oder gar einen
von Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Religion oder Nationalität das Recht auf medizinische neuen Samariterverein gründen.
Versorgung haben, ist eine Vision, an deren Umsetzung wir bis heute arbeiten.» Letzteres ist kürzlich erfolgt in
Vergangenes Jahr stand der Weltrotkreuztag unter dem Motto «Überall für alle». Zum Neuenegg im Kanton Bern. In nur
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war das Thema für die diesjährigen Aktivitäten noch nicht wenigen Wochen kamen hier über
bekannt. 23 hoch motivierte Gleichgesinnte
Information zu früheren Aktivitäten anlässlich des Weltrotkreuztages finden Sie auf zusammen, gaben sich klare Struktu-
www.redcross.ch mit dem Suchbegriff «Weltrotkreuztag». ren und teilten die vielfältigen Auf-
gaben der Vereinsarbeit unter sich
Quellen: Schweizerisches Rotes Kreuz, Internationale Föderation der auf. Sie können dabei auf die Zusam-
Rotkreuz- und Rothalbmondbewegungen. • menarbeit mit der Feuerwehr zählen
und deren Infrastruktur nutzen.
Samariterinnen und Samariter sind
gefragt und sie wagen Neues in
verschiedensten Tätigkeitsfeldern.
Das ist ein wichtiges Fundament für
die Entwicklung
unserer Samari-
terbewegung –
und der richtige
Schritt in
die richtige
Hilfe, überall und Richtung.
für alle nach den
sieben Rotkreuz-
grundsätzen.
(Bild: zVg) Regina Gorza
samariter 03/2017 11Neue Funktion Vereinscoach Gemeinsam Neues wagen Vertrauen schaffen, zuhören, Bedürfnisse erkennen und gemeinsam Lösungen finden: Im Samariterwesen nimmt der Vereinscoach eine zentrale Funktion ein. Er oder sie agiert als wichtiges Bindeglied zwischen den Samaritervereinen, dem Kantonalverband und der Zentralorganisation und fördert durch den regelmässigen Austausch deren Zusammenarbeit. Die Situation im Samariterverein Muster ist eingefahren. Eigentlich bringen. Thomas macht einige Vorschläge für das weitere Vorgehen, die möchte die Samariterlehrerin und Kursleiterin Sylvia* (*Name fiktiv) auf Zustimmung stossen. Und beim zweiten Treffen hat man sich im schon seit längerem kürzertreten. Es gäbe gar ein Mitglied, das sich Verein bereits auf eine gute Nachfolgeregelung für Sylvia einigen können. für ihre Ausbildung interessiert. Andrea* ist begeisterungsfähig und aktiv im Verein mit dabei. Doch in den Augen von Vereinspräsident Wahrgenommen werden Hans*, einem altgedienten Samariter, ist die 20-jährige Andrea zu Nicht immer sind Probleme im Verein so einfach zu lösen. Doch das unerfahren, muss sich erst noch die Sporen abverdienen, und was Musterbeispiel zeigt anschaulich, dass eine gute, kompetent gelenkte würden denn die Leute im Dorf über so eine junge Kursleiterin sagen. Kommunikation, die auf Wertschätzung und Vertrauen aufgebaut ist, Ein Wort ergibt das andere, so lange bis niemand mehr miteinander viel bewirken kann. Nur mit Kommunikation können Missverständ- spricht. Eine Lösung für ihre Probleme scheint in weiter Ferne. nisse ausgeräumt werden. Dann aber oft erstaunlich schnell. Viele Glücklicherweise erinnert sich Sylvia daran, dass sie bei einem der re- Beispiele aus der Praxis belegen, dass der Mensch in erster Linie mit gelmässigen Erfahrungstreffen auf Kantonsebene den Vereinscoach ihres seinen Bedürfnissen und Gedanken wahrgenommen werden möchte. Kantonalverbands kennengelernt hatte. Sie bittet Thomas*, ein gemein- Wem es gelingt, sich mit anderen auf Augenhöhe austauschen zu kön- sames Treffen zu organisieren. Thomas ist dank seiner Ausbildung als nen, der erhält dafür eine Vielfalt neuer Ideen und Inspiration. Vereinscoach in der Lage, auch in schwierigen Situation zu vermitteln Diesen Austausch zu fördern und bei Problemfällen zu begleiten, und gemeinsam mit allen Beteiligten eine für alle Seiten tragbare Lösung war auf Kantonsebene bisher Aufgabe der Instruktoren Organisa- zu erarbeiten. Im Verein Muster ist dies einfacher als gedacht: In einem tionsentwicklung. Nun wurde die Ausbildung jedoch einer grundle- Gespräch können die Betroffenen in einer ruhigen und respektvollen genden Prüfung unterzogen, überarbeitet und moderner und griffiger Umgebung erstmals alle ihre Wünsche und Bedenken zum Ausdruck in Vereinscoach umbenannt. Damit werden auch in der Bezeichnung 12 samariter 03/2017
Aktuell
die richtigen Prioritäten gesetzt, denn heutzutage wird der Begriff Anforderungsprofil
Coaching automatisch mit dem Gespräch in Verbindung gebracht. Der Vereinscoach: Elementare
Im Kleinen Grosses bewegen Funktion für den Verein
Eine der wichtigsten Aufgaben des Vereinscoachs ist es in Zukunft,
die sogenannten Erfa-Treffen auf Kantonsebene regelmässig zu orga- Die Ausbildung zum Vereinscoach ist spannend, vielseitig
nisieren und neu auch zu moderieren. Das Konzept und die Metho- und praxisorientiert. Zentrales Lernziel ist es, die Teil-
dik für diesen Erfahrungsaustausch existiert bereits seit vielen Jah- nehmenden zu befähigen, sich aktiv ins Geschehen der
ren. Ziel ist dabei stets, dass die Teilnehmenden eigene Probleme zur Samaritervereine einzubringen und die Organisation wei-
Sprache bringen können und konkrete Anregungen erhalten, um ein terzuentwickeln. Das Anforderungsprofil umfasst folgende
Problem besser zu verstehen. Dies soll es ihnen zudem ermöglichen, Punkte. Ein Vereinscoach SSB ...
Lösungsansätze einfacher zu entwickeln und in der Praxis umzuset- ... identifiziert sich mit der Samariterarbeit.
zen. Indem das Organisieren und Durchführen solcher Erfa-Treffen ... verfügt über ein sicheres Auftreten und eine integrie-
neu zum Pflichtenheft eines Vereinscoachs gehört, wird sichergestellt, rende, Vertrauen schaffende Persönlichkeit.
dass diese Form des Austausches auch regelmässig stattfindet und so ... geht offen auf Menschen zu, hat eine wertschätzende,
Bedürfnisse der Vereine schneller erfasst werden können. konstruktive Haltung und ist empathisch.
Eine weitere Neuerung besteht in der Öffnung der Erfa-Treffen. ... kann sein Handeln reflektieren und erkennt seine
Zukünftig können alle Samariterinnen und jeder Samariter, die sich Grenzen (fachlich und menschlich).
dafür interessieren, gleichberechtigt daran teilnehmen. Sie erhalten ... ist neutral, unparteiisch und verschwiegen.
so nicht nur eine Stimme und werden «mit ins Boot» geholt. Sie kön- ... arbeitet selbstverantwortlich und selbstständig, kann
nen dadurch auch auf allen Ebenen die Vision und die Strategie des sich gut organisieren und beherrscht die Grundlagen
Schweizerischen Samariterbunds mittragen, können die Organisa- der Kommunikation (aktives Zuhören, Ich-Botschaften).
tion und das Geschehen mit beeinflussen und so etwas bewegen. ... ist mindestens 20 Jahre alt und verfügt über grundle-
gende IT-Kenntnisse (Office-Programme wie Word,
Ausbildung geöffnet Excel und PowerPoint).
Öffnung ist auch das Stichwort im Bereich der neuen Ausbildung ... achtet die Verbandsvorgaben, ist im Samariterverein
zum Vereinscoach SSB. So ist diese Tätigkeit nicht länger an eine oder im Kantonalverband gut integriert und hat
bestehende Funktion gebunden und steht all jenen offen, die dem Rückhalt im Verband.
Anforderungsprofil entsprechen (vgl. «Der Vereinscoach: Das ... kennt die Dienstleistungen und Angebote der Samari-
Schweizer Sackmesser für den Verein»). Wer sich dafür begeistert, tervereine.
innerhalb des Samariterwesens aktiv ein eigenes Kontaktnetz ... wird vom Kantonalverband für die Ausbildung
aufzubauen, wer Menschen inspirieren und sich gut mit ihnen zum Vereinscoach empfohlen und hat mit ihm eine
austauschen kann und wer bereit ist, sich in Konfliktmanagement Zusammenarbeitsvereinbarung abgeschlossen.
und Organisationsentwicklung aus- und weiterzubilden, findet als ... verfügt über die Fähigkeit zur Analyse und sich auf
Vereinscoach eine sinnvolle und befriedigende Tätigkeit. dem Laufenden zu halten.
Bis Anfang April werden 48 Instruktorinnen und Instruktoren ... hält sich an den Verhaltenskodex des Schweizerischen
Organisationsentwicklung aus der Deutschschweiz und der Roman- Samariterbunds.
die in die neue Funktion Vereinscoach SSB überführt sein. Um eine ... kennt die Kaderfunktionen, Ausbildungsmöglichkeiten
weitreichende Betreuung aller Samaritervereine sicherzustellen, und Passerellen der Ausbildungslehrgänge des SSB.
braucht es jedoch mehr als doppelt so viele, wie Projektleiter Roger ... tauscht sich regelmässig mit dem Zentralsekretariat aus.
Hayoz im Gespräch mit dem «Samariter» betont. Für den Pilot-
lehrgang im September 2017 sind noch Plätze frei. Text: SSB
Weiterführende Informationen zu der Tätigkeit, dem Pflichtenheft
und dem Ausbildungsgang finden Sie auf dem Extranet des
Schweizerischen Samariterbunds unter Bildung und Kurswesen >
Ausbildungswege > Vereinscoach SSB. Die Bilder dieser Doppelseite stammen aus der Veranstaltung
Bei Fragen steht Ihnen der Bereich Jugend und Freiwilligenarbeit Überführung Vereinscoach SSB Ende Februar in Nottwil.
(vereinsarbeit@samariter.ch) oder die Administration (Tel.:
062 286 02 00) gerne zur Verfügung. Text und Bilder: Sonja Wenger •
samariter 03/2017 13Näherin von Beruf – Samariterin aus Berufung Tamara Röthlin, Samariterverein Bülach Danke für Ihre Spende und Unterstützung. Mit Ihrer Unterstützung stellen Sie sicher, dass Ihr lokaler Samariterverein weiterhin einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten kann: wie etwa Kurse in Erster Hilfe, Sanitäts- und Betreuungsdienste, Blutspende- aktionen, Altkleidersammlungen oder Ersteinsätze bei Katastrophenfällen. www.samariter.ch
Samaritersammlung vom 21. August bis 2. September 2017
Sammlung
2017
Samariterinnen und Samariter leisten mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag für unsere
Gesellschaft – es sind Menschen wie du und ich, die hinter der wichtigen Arbeit der
Samariterbewegung stehen. Aus diesem Grund stehen die Samariterinnen und Samariter
auch dieses Jahr wieder im Fokus der Sammlung. Nur mit der Unterstützung der Bevöl-
kerung kann das unermüdliche Engagement der Samaritervereine, von der jede Person
in der Schweiz profitieren kann, weitergeführt werden.
Bewusst führen wir die Kampagne illustrieren, wie vielfältig das Umfeld zu den Menschen, denen sie helfen.
von letztem Jahr weiter. Doch was sind ist, in dem sie arbeiten. Es ist ein bunter Deshalb sind Samariterinnen und Sa-
die Gründe, warum nicht ein «neues» Mix von Menschen aus allen Berufen, mariter schnell zur Stelle, wenn es sie
Thema Aufmacher für die Samariter- sozialen Schichten und Regionen, die braucht – und leisten kompetent Erste
sammlung ist? sich in Samaritervereinen treffen. Sie Hilfe. Denn Allen gemeinsam ist die
haben unterschiedlichste Kenntnis- Berufung Erste Hilfe zu leisten.
Kontinuität und Fokussierung se und Fähigkeiten. Das stellt sicher,
Unser Alltag ist geprägt von Werbe- dass die Vereine eine breite Palette
einflüssen. Gut erzählte Geschichten,
aufmerksamkeitserregende Inserate, «Samariterinnen und Samariter leisten mit ihrer Arbeit
witzige Werbespots – eine Wiederho- einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Nur mit der
lung von Kommunikationsbotschaften Unterstützung der Bevölkerung kann das unermüdliche
wird daher oft als «unkreativ» aufge- Engagement der Samaritervereine, von der jede Person in
fasst; es wird unterbewusst suggeriert, der Schweiz profitieren kann, weitergeführt werden.»
die Empfänger seien mit Folgege-
schichten zu unterhalten, damit sie sich an Dienstleistungen anbieten können
nicht langweilen. Entsprechend häufig und die Samariterinnen und Samariter
tauscht man Themen und Sujets aus auch dort vielfältige Tätigkeiten und
und verbreitet neue Botschaften. Na- Funktionen ausüben können. Sie tun
türlich sieht man sich als Absender am dies in unmittelbarer Nachbarschaft
schnellsten an seiner «kreativen» Arbeit
satt. Die Betrachterin und der Betrach-
ter jedoch beginnen erst nach einer Infos und Hilfsmittel
gewissen Anzahl an Wiederholungen, Die Sammlungsunterlagen sind einheitlich gestaltet und erleichtern den Einstieg in
unsere Botschaften überhaupt bewusst ein Gespräch mit potenziellen Spendern. Die Sammlungszeitung mit dem Gruss-
wahrzunehmen und zu verstehen. Aus wort von Bundespräsidentin Doris Leuthard informiert über die Samariterarbeit und
diesem Grund muss unsere starke Bot- zeigt den Spenderinnen und Spendern auf, wem und für was ihre Spenden zu Gute
schaft über einen längeren Zeitraum kommen. Sie stärkt das Image der Samariterinnen und Samariter nachhaltig. Abge-
hinweg wirken. Nur so erreichen wir, geben werden kann auch ein Wissen-und-Tipps-Postkartenset mit wertvollen Infor-
dass die Botschaft aufgenommen und mationen. Nützliche Give-Aways, die auf sympathische Weise eine Brücke zum Sa-
verstanden wird. mariterwesen schlagen, sind die Pflastersets und Traubenzucker. Sie stehen Ihnen
ebenfalls gratis zur Verfügung. Daneben finden Sie Plakate, Füllerinserate, Presseun-
Unsere Botschaft terlagen sowie eine Briefvorlage für die Kontosammlung. Alle Hilfsmittel sind be-
Wiederum steht die Kernbotschaft stellbar mit dem Bestellformular, das sie im Extranet finden. Bitte beachten Sie
«Näherin von Beruf – Samariterin aus den Bestelltermin für Give-Aways. Diese müssen bis Ende März bestellt werden.
Berufung» oder «Maler von Beruf –
Samariter aus Berufung» im Zentrum Wie jedes Jahr können die Vereine Listen-, Strassen- oder Kontosammlungen durchfüh-
der diesjährigen Sammlung vom 21. ren. Der Bereich Marketing/Kommunikation des Samariterbundes berät die Samariter-
August bis 2. September. Die porträ- vereine gerne über Vor- und Nachteile der verschiedenen Sammlungsarten.
tierten Samariterinnen und SamariterSamaritersammlung vom 21. August bis 2. September 2017
Über 27’000 Personen sind es schweiz- Kontosammlung Empfohlene Hilfsmittel
weit, die in 1000 Samaritervereinen Die Sammlung mit Brief und Einzah- Fahnen, Plakate, Sammlungszeitung,
aktiv sind. Sie geben Kurse in Erster lungsschein eignet sich für Vereine Quittungsblöcke, Pressemitteilung, Wis-
Hilfe, leisten bei kulturellen, sportli- mit wenigen Mitgliedern, für grösse- sen-und-Tipps-Postkartenset, Pflaster-
chen und gewerblichen Anlässen Sa- re Städte und Gemeinden sowie Ort- set oder Traubenzucker als Bhaltis.
nitätsdienste, führen Blutspendeakti- schaften ohne Verein. Sie ermöglicht
onen durch und unterstützen die ins- in kurzer Zeit viele Kontakte und eine Listensammlung
titutionalisierten Rettungsdienste bei breite Streuung. Wer von Tür zu Tür geht, kann in
Katastrophenfällen. Mit einer Spende der Regel mehr Geld pro Spenderin
kann man mithelfen, dass sie diesen Empfohlene Hilfsmittel und Spender zusammentragen. Der
wertvollen Beitrag für unsere Gesell- Plakate, Sammlungszeitung, Samm- persönliche Kontakt senkt die Hemm-
schaft weiterhin leisten können. lungsbrief, Wissen-und-Tipps-Post- schwelle, einen Beitrag zu spenden.
kartenset, Pflasterset oder Traubenzu- Häufig kennt man sich, und eine ange-
cker als Bhaltis. sprochene Person kann vielleicht auch
Die unterschiedlichen für eine Mitgliedschaft oder für einen
Sammlungsarten Strassensammlung Kursbesuch gewonnen werden.
Die Sammlung verfolgt nicht nur das Auch hier zählt der persönliche Kon-
Ziel der Mittelbeschaffung, sondern ist takt. Mit einer Veranstaltung auf der Empfohlene Hilfsmittel
auch eine gute Gelegenheit, Werbung Strasse oder auf einem öffentlichen Sammlungszeitung, Sammelliste, Quit-
in eigener Sache zu machen. Nutzen Platz verfügen Sie über viele Mög- tungsblöcke, Pressemitteilung, Wis-
Sie die Chance und machen Sie die lichkeiten, auf die Arbeit der Samari- sen-und-Tipps-Postkartenset, Pflaster-
Spenderinnen und Spender auf ihre terinnen und Samariter aufmerksam set oder Traubenzucker als Bhaltis.
Dienstleistungen aufmerksam oder zu machen. Sei es mit einem Stand vor
legen Sie bei der Kontosammlung ne- dem Einkaufszentrum, auf dem Dorf-
ben der Sammlungzeitung, den Wis- platz oder beim Dorfladen – Ihr Ver-
sen-und-Tipps-Postkarten und einem ein kann hier mit Aktionen sein Erste
Give-Away auch gerade ihr Jahrespro- Hilfe-Wissen präsentieren, Passanten
gramm oder ihren Kursflyer bei. Wer für eine Mitgliedschaft begeistern, für
weiss? Vielleicht kann so auch ein neu- Kurse werben und zudem Geld für
es Vereinsmitglied gewonnen werden. die gute Sache sammeln! Die Spen-
der bleiben bei dieser Sammlungsart
anonym. Wichtig ist dabei, dass die
notwendigen Bewilligungen erteilt
sind und genügend Vereinsmitglieder
mitmachen.
Was Wo Wann 2017
• Bestellformular und Sammlungsleitfaden sind zu finden auf dem Extranet.
• Die Briefvorlage für die Kontosammlung sowie zur Ansicht die Sammlungszeitung,
das Wissen-und-Tipps-Postkartenset und die Give-Aways Traubenzucker und
Pflasterset stehen ab 13. März auf dem Extranet bereit.
• Der Bestellschluss ist der 31. März. Bitte beachten Sie, dass nach dem
31. März keine Give-Aways mehr bestellt werden können.
• Die erste Auslieferung der bestellten Sammlungsunterlagen findet in Wo26 statt.
• Die Presseunterlagen sowie Füllerinserate sind ab Wo27 auf dem Extranet.
• Die zweite Auslieferung der bestellten Sammlungsunterlagen findet in Wo32 statt.
• Sammlungszeitraum vom 21. August bis 2. September
• Die Abrechnungsformulare, die Sie nach der Sammlung erhalten werden, müssen
bis am 30. September (für die Kontosammlung 27. Oktober) an das Zentralsekre-
tariat retourniert werden.
www.samariter.ch > Extranet > Marketing > SammlungEntlastung Promostand
bei der Samariter- für jeden Einsatz
sammlung Umfrage Promoset
Machen Sie auf sich aufmerksam! Mit dem neuen Promoti-
Umfrage Lettershop (siehe Beispiel-Abbildung) onsset bietet das Zentralsekretariat den Samaritervereinen
Bereits in der Planungsbroschüre 2017 haben wir Sie über und Kantonalverbänden ein kompaktes und einfaches Sys-
die Möglichkeit informiert die Arbeitsschritte bei der Kon- tem an, das sich zum Beispiel bei der Strassensammlung
tosammlung extern bei einem Lettershop zu bündeln und optimal einsetzen lässt. Das Set besteht aus einem Zelt
so die Vereine zu entlasten. Danke an alle, die die Umfrage 3 × 3 Meter, zwei Beachfahnen, einem Prospektständer, ei-
im Extranet ausgefüllt haben. Die Rückmeldungen zeigen, ner Ausstellungswand sowie einer Theke mit Einlegeboden
dass wir die Möglichkeiten weiterverfolgen werden. Gerne und kostet zwischen CHF 2600 und CHF 3000. Der Preis
möchten wir nochmals dazu aufrufen, die Umfrage aus- ist abhängig von der Bestellmenge und reduziert sich zu-
zufüllen. Wir werden danach alle Interessierten kontak- nehmend, je höher die Bestellmenge ist, die wir in Auftrag
tieren und Ihnen ein Angebot unterbreiten. Sie finden die geben können. Sollten Sie Interesse am Promoset haben,
Kurzumfrage im Extranet unter Marketing > Vereinsmarke- bitten wir Sie bis Ende März 2017 die Kurzumfrage im Ex-
ting > Lettershop tranet auszufüllen. Wir werden danach allen Interessierten
den definitiven Preis mitteilen. Kurzumfrage im Extranet
unter Marketing > Vereinsmarketing > Promoset
Umfang/Inhalt des Spendenbriefs
Lieferung fixfertig gedruckt und in Kuverts versandbereit verpackt in gewünschter Auflage bzw. nach Adressliste
Beilage 1:
z.B. Sammlungszeitung
Kuvert mit Samariter-Logo
Beilage 2:
z.B. Give-Away
Beilage 3:
z.B. individuelle Beilage
z.B. Jahresprogramm***
Personalisierter* oder neutraler Brief mit individuellem Absender
(Logozusatz sowie Adresse und Absender inkl. Unterschrift)
inkl. Einzahlungsschein mit entsprechenden Vereins-Kontoangaben
Kosten** bei Total 250‘000 Auflage von xy Vereinen: bei Total 750‘000 Auflage von xy Vereinen:
24 Rappen pro Spendenbrief 18 Rappen pro Spendenbrief
* bedingt z.B. eine Excellliste mit Namen und Adressen | ** die Kosten für Papier, Personal und Abnützung der Druckmaschine, die dadurch beim SSB
nicht mehr entstehen, sind berücksichtigt und eingerechnet | *** ergibt Zusatzkosten von CHF 0.015 bis CHF 0.025 pro SpendenbriefSie können auch lesen