Botschaft Abstimmung Schule Sport Kultur SSK 25. November 2007 - SCHULE SPORT
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I N H A LT S V E R Z E I C H N I S 3
A. Einleitung 4 E. Das Kunststoffrasenfeld im Weiher 40
SSK-Zwischenbericht und Medientexte – Kunststoffrasenfelder sind strapazierfähiger 41
Hinweis auf Internet 5 Immer die gleichen Bedingungen 41
SSK – ein Gesamtprojekt für ein Dorf mit Zukunft 6 Tendenz zu unverfülltem Rasen 41
Kurz und bündig – darum geht’s 7 Günstiger im Unterhalt 41
SSK – drei Buchstaben und drei Fragen 10 Eine vielseitig nutzbare Fläche 41
B. Der Projektwettbewerb 12 Weiher – ein vielfältiges Freizeitgebiet 42
Die Beurteilung 13 Fussball – attraktiv seit jeher 42
Ein solitärer Baukörper 13 Auch in Weggis grosser Zulauf 42
Spezielle Hangsituation umgesetzt 14 Ein Spielfeld und 18 Mannschaften 43
Oben die Schulzimmer, unten die Turnhalle 14 Wochenbelastung von rund 40 Stunden! 43
Ausdruck der Einfachheit 14 WSC – ein Club mit einer guten Philosophie 43
Raumprogramme Oberstufenzentrum und WSC – die ersten neun Jahre ohne Platz 44
Mehrfachhalle 15 Der Ausbau in mehreren Etappen 44
Der Projektwettbewerb 16 Wichtige Fragen zum Kunststoffrasenfeld Weiher 46
Das Beurteilungsgremium 17 Entwässerung und Pfählung wichtig 48
Sieben Planungsteams 17 F. Das Dorfschulhaus 50
Das Ziel des Studienauftrags 17 Sorge tragen zur Bausubstanz 51
C. Das Oberstufenzentrum 18 Ein Lift sowie Fassaden und Dach-Sanierung 51
Das Oberstufenzentrum in Weggis gibt es seit 1981 19 Die Bibliothek wieder im Zentrum … 51
Entwicklung der Schülerzahlen 19 … und die Musikschule als Dauermieter 51
Wie sieht die Sekundarstufe I aus? 19 Ein grosser Dachraum 51
Vier Leistungsbereiche 19 Vielfältige Nutzungen möglich 51
– Niveau A 19 Archivraum für Dorfkultur 52
– Niveau B 19 Fassaden- und Dachsanierung ist notwendig 52
– Niveau C 19 Wichtige Fragen zum Kulturraum 53
– Niveau D 19 Weitere bauliche Anpassungen im Dorf 53
Die Kooperative Sekundarstufe I 20 G. Der Energieverbund Weiher – Dörfli 54
Hoher Raumbedarf für die Niveauklassen in drei Die Abklärungen der Arbeitsgruppe 55
Jahrgangsstufen 21 Holzheizung im Wärmeverbund 55
Räume für Integrative Förderung auf der Korporation Weggis will Fernwärmeverbund realisieren 55
Sekundarstufe I 21 Platz für Holzheizzentrale im Weiher 56
Auf dem Weg zur Matura länger Das Angebot der Korporation 56
«zu Hause» zur Schule 21 Der Zusatznutzen einer Holzheizung 56
Die Schule wächst 21 Jährlich 100‘000 Liter Heizöl einsparen 56
Beurteilung der Raumsituation 21 Wichtige Fragen zur Energie 57
Welche Räume fehlen? 23 Interessante Links 57
Die pädagogische Schulentwicklung 24 H. Die Finanzen 58
In Weggis steigen die Schülerzahlen 24 Dörfli – 17,15 Millionen Franken 59
Übersicht über die Bildungswege im Kanton Luzern 25 Weiher – 2,65 Millionen Franken 59
Wichtige Fragen zur Schule im Dörfli 26 Noch nie ein so grosses Projekt! 59
Die Entwicklung der Volksschule in Weggis vom Ein Generationenprojekt 59
Mittelalter bis heute 28 Die Steuerbelastung sinkt – dank dem Kanton 60
Die neue Raumaufteilung im Dorf 31 Die Investitionen im Detail 60
D. Die Mehrfachhalle 32 Land – vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen 60
Vielfältige Freizeitmöglichkeiten 33 Betriebskosten von rund 1,41 Mio. pro Jahr 60
Viele Sportvereine im Dorf 34 Finanzstruktur mit Führungsinstrumenten 61
Generelle Anforderungen an Halle 34 Die finanzpolitischen Grundsätze ... 61
Das Raumprogramm 34 – Zielsetzung 1: Schuldenabbau/Neuverschuldung 61
Die Einrichtungen 35 – Zielsetzung 2: Investieren in die Infrastruktur 62
Die Daten zur Halle 35 – Zielsetzung 3: Maximalsteuerfuss 1.50 Einheiten 62
Flächen für Vereine im Erdgeschoss 36 – Zielsetzung 4: Max. Pro-Kopf-Verschuldung Fr. 1‘800.– 62
Umgebung und Erschliessung 36 … müssen angepasst werden 63
Raum für Werkhof und Feuerwehr 36 Regionale Beteiligung: Greppen und Vitznau klären ab 65
Umfassendes Entwässerungskonzept 36 Zusammenarbeit festigen und fördern 65
Pro Familia plant Wohnungsbau 36 SSK mit regionaler Ausstrahlung 65
Verhandlung über Tennisplatz-Baurecht 36 Finanziell unterschiedliche Ausgangslagen 65
Das gibt es im «Dörfli» 37 Abklärung über Höhe des Betriebskostenbeitrags 65
Wichtige Fragen zur Mehrfachhalle 38 Antrag des Gemeinderates 66
Interessante Studie zum Thema Sport 39 Informationsveranstaltung Mittwoch, 7. Nov. 07 66
So sehen die Stimmzettel aus 67
Öffnungszeiten des Urnenbüros 67EINLEITUNG 5 SCHULE Die gesamte Weggiser Primarstufe sowie die Oberstufe der drei Seegemeinden Greppen, Vitznau und Weggis befinden sich, aufgeteilt in vier Schulhäusern, im Dorfzentrum Weggis. Ab dem 13. August 2007 besuchen hier 445 Lernende die Schule. Für die Umsetzung der vorhandenen Schulmodelle sowie die veränderten Unterrichtsformen an der Volksschule wird zusätzlicher Schulraum benötigt. Die Schulraumreserven im Dorfzentrum sind ausgeschöpft, so dass ein neues Ober- stufenzentrum auf der Liegenschaft «Dörfli» gebaut werden soll. Die Gemeinde Weggis besitzt im Gebiet «Dörfli» Grundstückflächen von 16’251 m2. Die Grund- stücke liegen in der Zone für öffentliche Zwecke und davon ist eine Fläche von 12‘070 m2 für den Schulraum vorgesehen. SPORT Gleichzeitig sollen die aktuellen und künftigen Bedürfnisse des Schul-, Vereins- und Individualsportes abgedeckt werden. In Ergänzung zu den zwei Turnhallen im Dorfzentrum soll im «Dörfli» eine Mehrfachturnhalle entstehen. Ein weiterer Outdoor-Sportbereich soll im Gebiet in der Sport- und Freizeitzone «Weiher» ent- stehen. Geplant ist hier ein 100 x 64 m grosser Kunstrasenplatz. Aufgrund des weichen Bodens wird der Betondeckel auf Holzpfählen erstellt. Darauf kommt der normale Sportplatzaufbau. KULTUR Die Räume im Dorfschulhaus sollen künftig neu genutzt werden: Für die Biblio- thek, für die Musikschule und weitere vielfältige kulturelle Aktivitäten. SSK ZWISCHENBERICHT UND MEDIENTEXTE Der Zwischenbericht Am 9. November 2006 veröffentlichte der Gemeinderat einen Zwischenbe- richt zum Projekt SSK Schule Sport Kultur. Diesen finden Sie im Internet unter www.gemeinde-weggis.ch unter der Rubrik «Aktuell / Projekt SSK». Die Medientexte An gleicher Stelle finden Sie die Medienberichte des Gemeinderates – alles, was zum Thema SSK nach dem Zwischenbericht vom 09.11.06 veröffentlicht wurde: Q Medienbericht 26.10.2007 Q Medienbericht 17.08.2007 Q Medienbericht 19.10.2007 Q Medienbericht 20.07.2007 Q Medienbericht 12.10.2007 Q Medienbericht 22.06.2007 Q Medienbericht 05.10.2007 Q Medienbericht 01.06.2007 Q Medienbericht 28.09.2007 Q Medienbericht 16.03.2007 Q Medienbericht 21.09.2007 Q Medienbericht 26.01.2007 Q Medienbericht 14.09.2007 Q Medienbericht 22.12.2006 Q Medienbericht 07.09.2007 Q Medienbericht 10.11.2006
EINLEITUNG 6 SSK – EIN GE SAMTKONZE PT FÜR EIN DORF MIT ZUKUNFT Liebe Weggiserinnen und Weggiser! Schon seit einigen Jahren befasst sich die Öffentlichkeit mit den drei Buchstaben SSK, mit den drei Begriffen Schule – Sport – Kultur. Nachdem die Stimmberechtigten an zwei Gemeindeversammlungen Kredite zur Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für Schule, Sport und Kultur erteilt haben, nachdem sieben Fachgruppen die Bedürfnisse gesammelt und geordnet haben und nachdem Zonenplanänderungen und Landabtausch-Abstimmungen über die Bühne gegangen sind, kommt es nun am 25. November zum entscheidenden Schritt: Weggis baut Infrastrukturanlagen für ein Dorf, das Zukunft hat. Das Gesamtkonzept ist durchdacht: Man macht nicht einfach irgendwo irgendetwas, sondern man sagt Ja zu den Anla- gen, die unser Dorf braucht. Dabei lassen sich die einzelnen Teile nicht gegeneinander ausspielen. Denn das Ganze ist vernetzt. Es werden nicht Partikulärinteressen verfolgt, sondern das Gesamtwohl des Dorfes liegt im Fokus. Hier geht es um die Weitsicht, gemeinsam etwas zu verwirklichen, das dem Gesamtwohl einer aktiven Bevölkerung dient. Es geht um ein neues Oberstufenzentrum, eine neue Mehrfachhalle, einen neuen Sportplatz und ein umge- bautes Dorfschulhaus. Das ist ein grosser, ein bedeutender Schritt, den die Stimmberechtigten nun im Jahre 2007 tun. Ein Schritt, welcher die Gemeinde auch etwas kostet. Aber er ist verkraftbar. Sorgfältig wurde da die Kür von der Pflicht getrennt. Und es ist ein Schritt für Generationen. Was wir heute in Angriff nehmen, holt einerseits die Rückstände der Vergangenheit und der Gegenwart auf, andererseits macht es unsere Gemeinde aber auch fit für eine prosperierende Zukunft. Was heisst in diesem Zusammenhang Zukunft? Weggis will lebendig bleiben, ein Dorf mit Lebensqualität. Da genügt eine schöne, einmalige Landschaft am See – für die wir im übrigen nichts können – nicht. Zukunft hat ein Dorf dann, wenn es eine aktive, junge und jung denkende Bevölkerung hat, die ihr Dorf mit gestalten will und sich für das Gesamt- wohl einsetzt. Weggis will nicht wuchern, sondern massvoll wachsen – so heisst ein Leitspruch der geltenden Bau- und Zonenord- nung. So kommen neue Menschen, neue Familien in unser Dorf. Die Lage – das wissen wir alle – ist äusserst attraktiv. Wir sind mitten in der Schweiz, haben gute Verkehrswege, und eben – eine schöne Landschaft. In diesem Sinne ist das Gesamtkonzept SSK die Antwort auf die Frage nach der Zukunft von Weggis: Wir wollen eine nachhaltige Lösung für die nötigen Infrastrukturanlagen in einem Dorf mit einer hohen Wohn- und Lebensqualität! Aber: Können wir uns das leisten? Der Gemeinderat sagt Ja! Die Kennzahlen der Mehrjahres-Finanzplanung sind zwar für einige Jahre unter dem kantonalen Durchschnitt. Die Fakten der bisherigen finanziellen Entwicklung und die Aus- sichten sagen, dass wir es wagen müssen. Für Weggis und für unsere Jugend! Gemeinderat Weggis I N F O R M A T I O N S V E R A N S T A LT U N G Wir laden Sie ein zur Informationsveranstaltung vom MITTWOCH, 7. NOVEMBER 2007 UM 20.00 UHR IM KONGRESS-SAAL SIGRISTHOFSTATT Der Gemeinderat orientiert über die Projekte im Dörfli, Dorf und Weiher und beantwortet Ihre Fragen.
7
KURZ UND BÜNDIG: DARUM GEHT’S
Am 25. November 2007 stimmen die Weggiser Stimmberechtigten über das Projekt Schule Sport Kultur SSK ab. Dabei
handelt es sich um das wohl grösste Infrastrukturprojekt in der Geschichte von Weggis. Nachdem die Gemeindever-
sammlungen vom 10. Dezember 2005 (Planungskredit Fr. 125‘000.–) und vom 11. Dezember 2006 (Projektierungskredit
Fr. 250‘000.–) grünes Licht für die Planung des Projektes Schule Sport Kultur SSK gegeben haben, kommt es jetzt zu
zwei Abstimmungsvorlagen:
Zum einen geht es im «Dörfli» um das neue Oberstufenzentrum mit Mehrfachhalle und den Anpassungen und Um-
gestaltungen im Dorf für 17,15 Millionen Franken und zum anderen im Gebiet «Weiher» um den zweiten Sportplatz
(Kunstrasenfeld) für 2,65 Millionen Franken. An diese Investitionskosten sind Beiträge aus dem Sport-Toto-Fonds in
der Grössenordnung von gegen 200‘000 Franken zu erwarten.
Diese Investitionen in Schule (neues Oberstufenzentrum, Anpassungen im Dorf ), Sport (neue Outdoor-Anlagen im
Weiher, Mehrfachhalle im Dörfli) und Kultur (Umnutzung Dorfschulhaus) teilen sich geografisch auf drei Gebiete auf:
Dörfli – Dorf – Weiher.
DÖRFLI: DAS NEUE OBERSTUFENZENTRUM MIT MEHRFACHHALLE
Die gesamte Weggiser Primarstufe sowie die Oberstufe der drei Seegemeinden Greppen, Vitznau und Weggis befinden
sich, aufgeteilt in vier Schulhäusern, im Dorfzentrum Weggis. Für die Umsetzung der bestehenden Schulmodelle sowie
die veränderten Unterrichtsformen an der Volksschule wird zusätzlicher Schulraum benötigt. Die Schulraumreserven
im Dorfzentrum sind ausgeschöpft, so dass ein neues Oberstufenzentrum auf der Liegenschaft «Dörfli» gebaut werden
soll. Die Gemeinde Weggis besitzt hier Grundstückflächen in der Zone für öffentliche Zwecke und davon ist eine Fläche
von 12‘070 m2 für den Schulraum vorgesehen.
Das aus dem Planungswettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt «Schule im Dörfli» der Schärli Architekten AG,
Luzern als eigenständiges, neues Oberstufenzentrum besteht aus
Q zwölf Klassenzimmern, fünf Gruppenräumen, Fach- und Vorbereitungszimmern sowie weiteren Infrastrukturräu-
men,
Q plus eine 44 x 25 Meter grosse Mehrfachhalle für Schule und Sport ausgelegt für sämtliche Hallensportarten,
die in der Region ausgeübt werden.
Q Rund 14,7 Millionen Franken wird allein der Baukörper für das neue Oberstufenzentrum mit der Mehrfachhalle
kosten.
Q Es ist eine durch die Korporation betriebene Holzfernheizung im Weiher vorgesehen.
Im Zusammenhang mit dem Bau des Oberstufenzentrums im Dörfli gibt es weitere Vorhaben für 1,5 Millionen Franken:
Q Dies sind die Erschliessungsstrassen und -wege, die Verkehrsberuhigungsmassnahmen im Bereich der Luzer-
nerstrasse, rund 40 Parkplätze sowie rund 100 Velo- und Motorradplätze und die Aussensportanlagen. Dabei hat
sich im Rahmen der Abklärungen eine sinnvolle Doppelnutzung ergeben: Das 15 x 23 grosse Tartan-Ballspielfeld
ist auf dem Dach einer neuen Lager- und Werkhalle, die vom Werkhof-Areal her erschlossen wird. So können die
knappen Platzverhältnisse im Werkhof und bei der Feuerwehr ideal gelöst werden.
Q Das bedeutet, im Dörfli gibt es den Schulraum für die gesamte Oberstufe der Seegemeinden Greppen, Vitznau
und Weggis.
Q Die Primarstufe bleibt im Dorf, die notwendigen baulichen Anpassungen, z.B. Gruppen- und Fachräume, erfol-
gen über die nächsten Jahre.
Q Im Finanzplan 2008 – 2012 lag die Gesamtsumme bei 13,65 Mio. Es war eine Kostenschätzung. Die höheren
Kosten liegen vor allem im grösseren Angebot und Raumprogramm begründet. Zudem zeigen die Detailkosten-
berechnungen des beauftragten Architekturbüros Schärli Architekten AG, dass die Baukosten gestiegen sind.
Q Das Dörfli-Land ist nicht Bestandteil des vorliegenden Rahmenkredits. Jedoch muss es nach Annahme der Vorla-
ge vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen überführt werden. Dies hat liquiditätsmässig keinen Einfluss, jedoch
steigt die Nettoverschuldung in der Buchhaltung um 4,614 Millionen Franken an. Mit dieser Summe ist das Land
in der Bilanz per 31. Dezember 2006 eingestellt. Das Dörfli-Land ist dann keine Kapitalanlage mehr, sondern
wird benötigt zur Ausübung der öffentlichen Tätigkeit.EINLEITUNG 8
DORF: UMGESTALTUNG DORFSCHULHAUS UND ANPASSUNGEN IN DEN BESTEHENDEN GEBÄUDEN
Q Rund eine Million Franken kosten die Arbeiten im Dorf.
Q Das Dorfschulhaus wird umgestaltet in ein Kulturhaus: Bibliothek, Musikschule und Vereine bekommen neue
Räumlichkeiten.
Q Zum einen ist dies die Umgestaltung des Dorfschulhauses in ein neues Kulturhaus (Lifteinbau, Dachsanierung
und Ausbau des Dachraumes, neue Raumaufteilungen, technische Anpassungen sowie Dach- und Fassadensa-
nierungen).
Q Zum andern sind es die Ergänzungen und Anpassungen in den bestehenden Schulhäusern und in der Mehr-
zweckhalle Sigristhofstatt.
WEIHER: KUNSTRASENPLATZ, FINNENBAHN UND 100-METER-BAHN
Q Im Weiher entsteht auf einer gepfählten Betonplatte ein neues Kunststoffrasen-Spielfeld zur Entlastung des
Rasenplatzes.
Q Dazu gibt es eine 100-Meter-Bahn und eine Finnenbahn.
Q Die Erweiterung im Gebiet Weiher kostet 2,65 Millionen Franken. Rund 1,8 Millionen Franken werden für die
Pfählung, die Betonplatte und den Kunststoffrasen notwendig sein. Zu diesen Hauptposten kommen noch wei-
tere Aufwendungen für die Entwässerung, für Anpassungen und Erweiterungen im Bereich der Strassen sowie
Einrichtungen.
SSK: Ein Projekt mit zwei Abstimmungsfragen
Im Rahmen der Vorbereitung dieses Generationenprojekts hat der Gemeinderat immer vom Gesamtprojekt Schule –
Sport – Kultur gesprochen. So war auch vorgesehen, dass über einen Gesamt-Rahmenkredit abgestimmt wird. Die
rechtlichen Abklärungen ergaben nun aber, dass es zwei Abstimmungen braucht. Erstens geht es um den Kredit für
die Bauten im Dörfli inklusive den damit zusammenhängenden Anpassungen in den bestehenden Schulhäusern Dorf-
schulhaus, Sigristhofstatt, Kirchmatt und Grossmatt. Hier ist die «Einheit der Materie» gegeben. Dies ist beim Kunstra-
senfeld Weiher gemäss Aussage des Amtes für Gemeinden nicht so. Der Rechtsdienst empfiehlt eine separate Abstim-
mung, damit nicht unnötige Verzögerungen durch Abstimmungsbeschwerden provoziert werden.
Entsprechend heissen die Abstimmungsfragen
ABSTIMMUNG 1:
Wollen Sie dem Sonderkredit von 17,15 Millionen Franken für den Bau eines neuen Oberstufenzentrums mit Mehrfach-
halle inklusive Umgebungsarbeiten im Dörfli und Anpassungen in den Schulhäusern im Dorf sowie der Umgestaltung
des Dorfschulhauses in ein Kulturhaus zustimmen?
ABSTIMMUNG 2:
Wollen Sie dem Sonderkredit von 2,65 Millionen Franken für die Sportanlagen-Erweiterung inkl. Bau eines neuen
Kunststoffrasenfeldes im Weiher zustimmen?9
DER GEMEINDERAT EMPFIEHLT EIN JA FÜR DAS GESAMTPROJEKT. DAZU GIBT ES DREI GRÜNDE:
Q Seit über 20 Jahren besteht der Wunsch nach diesen wichtigen Infrastrukturanlagen im Dorf. Der Souverän hat
schon in den Siebzigerjahren das Dörfli-Land als Bauland für öffentliche Anlagen gekauft. Nun ist der Zeitpunkt
gekommen, das Projekt zu realisieren.
Q Das Projekt SSK Schule Sport Kultur ist breit abgestützt. Am Projekt haben über 50 Personen aus der Schule,
den Vereinen und aus dem Dorf in der SSK-Kommission und den sechs Arbeitsgruppen mitgearbeitet. Alle bis-
herigen SSK-Abstimmungen (Umzonung Teilfläche im Dörfli, Planungskredit, Projektkredit und Landabtausch
Weiher – Dörfli) fielen positiv aus.
Q Im Brennpunkt stehen aber auch die Finanzen. Das Projekt ist für unsere Gemeinde finanziell tragbar. Die Fi-
nanzkennzahlen der letzten Jahresrechnungen sowie jene der Finanzplanung der nächsten Jahre zeigen, dass
wir uns zwar verschulden müssen. Jedoch sind die Perspektiven gut. Das Steuersubstrat steigt seit zehn Jahren
ständig. Die relative Steuerkraft (Gemeindesteuern und Quellensteuern im Verhältnis zu einer Steuereinheit pro
Einwohner) stieg von Fr. 1‘039.– (1988) auf nun Fr. 2‘534.– (2006). Und es zeichnet sich keine grundlegende Ver-
änderung ab. Die Kosten für die Massnahmen im Bereich Naturgefahren können aus der Laufenden Rechnung
und der Investitionsrechnung bezahlt werden. Das Finanzpaket von Bund (Finanzreform) und Kanton (Finanz-
ausgleich und Steuersenkungen) sind in der Finanzplanung ebenfalls berücksichtigt. In den Jahren 2006 und
2007 konnten 2,3 Mio. zusätzlich abgeschrieben werden, es entspricht einer Vorfinanzierung für das Projekt
SSK. Für 2007 zeichnet sich zudem ein sehr gutes Jahr mit einem Überschuss von über einer Million Franken ab.
Auch das Budget 2008 rechnet mit einem Mehrertrag von gegen einer Million Franken.EINLEITUNG 10 SSK – DREI BUCH STABEN UND DREI FRAGEN 1. WARUM BRAUCHT WEGGIS EINE NEUE SCHULANLAGE? Lange Zeit versuchte man, alle Schulen gemeinsam im Dorfzentrum zu führen. Ausgehend vom Dorfschulhaus vorne am See wurden nach und nach Richtung Norden weitere Gebäude erstellt: Zuerst das Kirchmattschulhaus 1962, dann zwi- schen Schulhaus Dorf und Kirchmatt für die regionale Oberstufe der Seegemeinden das Schulhaus Sigristhofstatt im Jahre 1982. Schliesslich bekam das Schulhaus Kirchmatt 1994 den Anbau «Grossmatt» und 2002 vier weitere Zimmer. Die Landreserven im Dorfzentrum sind erschöpft Nun sind die Landreserven im Dorfzentrum erschöpft. Weggis muss einen weiteren Schritt unternehmen, um gerüstet zu sein für die Gegenwart und die Zukunft. Denn jetzt schon leidet die Schule unter Raumnot. Dies hat die Fachgruppe Schule zuhanden des Zwischenberichtes SSK vom 9. November 2006 klar festgehalten. In Weggis steigen die Schülerzahlen Die aktuellen Schülerzahlen in Weggis steigen jedes Jahr leicht an – dies im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Kanton, die mit sinkenden Schülerzahlen in den Schlagzeilen stehen. Und Weggis wird weiterhin wachsen, die attraktive Lage, die verbesserten Verkehrsanbindungen, neue Wohnzonen auch für Familien, all dies spricht für ein massvolles Wachs- tum der Gemeinde. Das sind die Zeichen der Zeit, das sind Zeichen, dass es unserer Gemeinde weiterhin gut gehen wird, dass Weggis lebendig und lebenswert ist und bleibt. Und dafür braucht es, das wissen wir alle, die notwendigen Infrastrukturanlagen. Eine wichtige solche Anlage: Schulhäuser. Eine solide Volksschule – Grundlage für die Zukunft Darum ist jetzt die Zeit reif, diese Investition in die Gegenwart und in die Zukunft zu tätigen. Immer wieder, und gerade jetzt im Wahljahr, ist zu lesen und zu hören, die Bildung sei unser einziger Bodenschatz, die Bildung sei das Wich- tigste. Nun beweisen wir, dass dies keine blossen Lippenbekenntnisse sind. Mit einer soliden Volksschule, welche die pädagogisch notwendigen Räume zur Verfügung hat, bilden wir die Grundlage für eine gesunde Zukunft unserer Ge- sellschaft. Das sind keine Denkmäler, die da gesetzt werden, das ist nicht Kür, sondern Pflicht. Weil wir an eine Zukunft glauben. 2. WARUM BRAUCHT WEGGIS EINEN ZWEITEN SPORTPLATZ? Die sinnvolle Gestaltung der Freizeit gewinnt für die heutige Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Die einen brau- chen dazu die Wanderwege, die anderen das Lido oder eine Turn- und Sporthalle, und nicht wenige brauchen dazu einen Rasenplatz. Entlastung für das bisher einzige Rasenfeld Fussball ist nicht bloss ein Modetrend, die Fussballbegeisterung hält schon seit Jahrzehnten an. Eine Gemeinde ist für ihre Menschen im Dorf auch dann attraktiv, wenn sie entsprechende Infrastrukturanlagen anzubieten hat. Nun bietet sich hier die Chance, den bisher einzigen Rasenplatz – ein Geschenk von den Thermoplan-Inhabern Esther und Dome- nic Steiner an die Gemeinde – durch einen zweites, strapazierfähiges Kunstrasenfeld zu entlasten. Ein Kunstrasen ist zwar in der Anschaffung teurer, im Unterhalt aber günstiger. Und was dazu kommt: Mann und Frau kann ihn (fast) rund um die Uhr benutzen, ohne dass er Schaden nimmt. Investition für eine aktive Bevölkerung Mittlerweile bietet ein Weggiser Dorfverein für 250 aktive Menschen das Spiel und die Betätigung auf einem Rasenfeld an. Davon sind 70 Prozent im Juniorenalter. 18 Mannschaften trainieren und spielen auf diesem Rasenfeld. Vergleiche mit anderen Gemeinden zeigen, dass bei solchen Verhältnissen ein zweites Spiel- und Trainingsfeld kein Luxus ist: Zwei Rasenplätze für eine prosperierende Gemeinde mit 4000 Einwohnern sind nicht übertrieben. Das sind Investitionen in ein Dorf, das eine aktive Bevölkerung will, das seinen Menschen eine Heimat bieten will, auf die sie stolz sein können.
11 Vielfältiger Weiher Schon jetzt ist das Gebiet im Weiher für viele der Treffpunkt und Ausgangspunkt zu sportlicher Betätigung: Neben den Fussballerinnen und Fussballern treffen sich hier die Nordic-Walker, die jugendlichen Skater auf der Half-Pipe, die Kin- der auf dem Thermoplan-Spielplatz. Mit der Erweiterung bekommen die Weggiserinnen und Weggiser jetzt noch mehr: Auf einer weichen Finnenbahn können Runden gelaufen werden, auf einer traditionellen Hundertmeterbahn können Sportvereine und Schule ihre Sprints durchführen. Und möglich, jetzt aber nicht in der Vorlage inbegriffen, sind noch weitere Leichtathletikeinrichtungen für den Schul- und Vereinssport. 3. WARUM BRAUCHT WEGGIS NEUE RÄUME FÜR KULTUR UND FREIZEIT? In unserem Kultur-Raum ist der Begriff «sieben auf einen Streich» ein Begriff. Ein Begriff aus einem Märchen, wenn mit einem Schlag gleich mehrere Treffer erzielt werden können. Und genau dies ist auch hier der Fall: Zwar sind es nicht sieben, aber immerhin drei Pfeile, die da ins Schwarze treffen. Wenn nämlich die Schule für ihre Oberstufe neue Räume hat, wenn der Sport neue Indoor- und Outdoor-Anlagen bekommt, dann können nun im Dorfschulhaus neue Räume für Kultur und Freizeit realisiert werden. Musikschule leidet unter Platznot Das Dorfschulhaus, dieses lebendige Zeugnis aus dem Jahre 1854, kann einer neuen Bestimmung zugeführt werden. Es wird – im Zentrum des Dorfes – zum kulturellen Treffpunkt. Damit bekommt zum einen die Musikschule, die schon seit Jahren unter Platznot leidet und in verschiedenen Räumen verteilt in verschiedenen Schul- und Privathäusern unterrichtet, eine neue Heimat, ein Zentrum für ihre Lektionen und Vorträge. Es ist bei der Musik wie beim Sport: Der Singsaal ist überbelegt, die wenigen bestehenden Musikzimmer genügen für die hohen Schülerzahl nicht mehr. Die Bibliothek kommt wieder ins Zentrum Auch eine neue Heimat bekommt zum andern die Weggiser Bibliothek. Vom ersten Stock des Schulhauses Sigrist- hofstatt aus musste sie in ein Provisorium in einem Pavillon an der Rigistrasse umziehen. Nun kann sie sich hier im Zentrum an einer prominenten Stelle wieder entfalten. Lesen – das ist die Kultur-Technik schlechthin. Auch die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien kommen nicht ohne das Lesen aus. Durch das Lesen können Men- schen – ob alt oder jung – zu neuen Informationen kommen, sie können sich weiter bilden. Durch Lesen wird auch die Freizeitgestaltung erst sinnvoll: Donna Leon und Cornelia Funke, Karl May und Franz Hohler, sie können unsere freien Zeiten mitgestalten. Vereine bekommen einen neuen, grossen Raum Ein weiterer Pluspunkt bei der Umgestaltung des Dorfschulhauses wird das neue Dachgeschoss sein. Hier, wo einst nach altem Recht der Kirchensigrist mit seiner Familie wohnte, wo ungehorsame Kinder in den so genannten «Karzer» verbannt wurden, wo später dann kleine Fachräume für den Schulbetrieb eingerichtet wurden, da gibt es nun den gros- sen, neuen Dachraum, der, mit einem Lift erschlossen, verschiedenste kulturelle Anlässe im Dorfzentrum ermöglichen wird. So wird das alte Dorfschulhaus zum Zentrum für die einheimischen musikalischen Vereine wie auch für Anlässe des öffentlichen, gesellschaftlichen Lebens. Sorge tragen zur Bausubstanz Das alte Dorfschulhaus wird also ein Begegnungshaus. Damit bleibt das Haus ein lebendiges Dokument, bei dem die Geschichte von Weggis ablesbar ist. Alle sehen, dass da die Einheimischen zu ihrer gewachsenen Bausubstanz Sorge getragen haben, dass sie aber, weil ihr Dorf sich entwickelt hat und gewachsen ist, für ihre Infrastrukturanlagen andere Lösungen finden mussten. So gesehen ergeben sich dann «drei auf einen Streich». Das ist realistisch und soll kein Märchen bleiben: Schule – Sport – Kultur, dafür stellt ein Dorf für seine Menschen die nötigen Anlagen und Räume zur Verfügung, indem sie verantwortungsvoll aus der gewachsenen Struktur heraus Lösungen anbietet, welche die Wohn- und Lebensqualität erhalten.
SCHULE SPORT KULTUR SSK B Der Projektwettbewerb Abstimmungsbotschaft
DER PROJEKTWETTBEWERB 13
Das Projekt, das am 25. November 2007 an die Urne kommt, heisst «Schule im Dörfli» und stammt aus den Büros der
Schärli Architekten AG, Luzern. Ihr Ziel: «Die gewählten Raumkonzepte und Materialien sollen einen Ausdruck der
Einfachheit widerspiegeln, welche jedoch bei näherem Hinschauen mehrschichtiges Erleben und Inspiration ermög-
lichen.»
Der Eingangsbereich des Oberstufenzentrums.
Die Beurteilung
Nachdem sich gut dreissig Planungsteams für den Planungswettbewerb (Generalplanerleistung) beworben hatten,
konnten nachfolgend der Prä-Qualifikation schliesslich sieben Büros ein entsprechendes Projekt einreichen. Grund-
lage bildeten die beiden Raumprogramme für das neue Oberstufenzentrum und die neue Mehrfachhalle. Das Beurtei-
lungsgremium hat am 12./13. Juni diese eingereichten Arbeiten juriert, die gemäss Wettbewerbsbedingungen ohne
Namensangaben versehen waren.
Folgende Kriterien waren zu erfüllen:
Q Architektonische und konstruktive angemessene zweckmässige Lösung;
Q Bestmögliche Ausnutzung der Pausenhalle/Aula;
Q Erweiterungsmöglichkeiten von 540 Quadratmetern für Sport- und Schullagerräume aufzeigen;
Q Harmonische Integration in die Umgebung;
Q Modulare Erweiterungsmöglichkeiten um sechs Klassenzimmer aufzeigen;
Q Optimale Raumordnung und kurze Verbindungswege;
Q Optimaler Betrieb;
Q Tiefe Investitions- und Unterhaltskosten
Ein solitärer Baukörper
Das Architekturbüro Schärli Architekten AG, Luzern, beschreibt ihr Projekt «Schule im Dörfli» so: «Das neue Oberstu-
fenzentrum mit Mehrfachturnhalle steht an der Peripherie von Weggis und grenzt Richtung Nordwesten an die Um-
fahrungsstrasse. Das Quartier ist geprägt durch unterschiedlich hohe und einzeln stehende Bauvolumen in Form von
Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie einigen Gewerbebauten. Das Projekt reagiert auf die Situation mit einem soli-
tären Baukörper, welcher zu den umliegenden Gewerbe- und Wohnbauten bewusst keinen, zur Topografie jedoch einen
präzisen Bezug nimmt. Das Dach bekommt eine extensive Begrünung, die natürlich strukturierte Kunststeinfassade
gibt dem Gebäude einen präsenten, in die Umgebung eingebetteten Ausdruck. Im Gegensatz zum steinigen und kraft-
vollen Ausdruck der Fassade, ist das Innere der Räume durch glatte helle und zum Teil farbig gestaltete Oberflächen
geprägt.»DER PROJEKTWETTBEWERB 14
Spezielle Hangsituation umgesetzt
Die Innenräume werden nicht nur durch Fenster, sondern auch über mehrere Lichthöfe und Oberlichter mit Licht durch-
flutet. Die klar umrissene Grundform der Schulanlage steht in Kontrast zu den differenzierten inneren Raumgruppen,
welche vielschichtige Raumerlebnisse und multifunktionale Nutzungen zulassen. Die spezielle Hangsituation wurde
im Projekt umgesetzt: Die Räume mit öffentlichem Charakter sind über den Pausenplatz erschlossen und liegen im
Erdgeschoss (Besucher, Aula, Lehrer, Mediothek, Küche).
Oben die Schulzimmer, unten die Turnhalle
Die Turnhalle mit allen Nebenräumen liegt im Untergeschoss. Sämtliche Schulzimmer, die Fachzimmer als eigene Ein-
heit, liegen im Obergeschoss. Die Belichtung der Nordzimmer und der zentral gelegenen Gruppenräume, ist dank prä-
zis gesetzter Lichthöfe und Oberlichter auch im Innern des Bauvolumens angenehm. Die dynamische Anordnung der
Schulzimmer führt zu Gangzonen mit klaren Bezügen zur Aussenwelt.
Ausdruck der Einfachheit
Die gewählte Statik von Schulhaus und Turnhalle ist gemäss Projektbeschrieb eine Massiv-Skelettstruktur. Die über
der Turnhalle liegenden Schulzimmer bilden mit Betonscheiben, Boden und Decke einen statischen Verbund und eine
ökonomische Tragstruktur für die Turnhallendecke. Der tragenden inneren Fassadenschicht ist die hinterlüftete Kunst-
steinfassade vorgehängt. Die gewählten Raumkonzepte, Materialien, Oberflächen und Texturen sollen einen Ausdruck
der Einfachheit widerspiegeln, welche jedoch bei näherem Hinschauen mehrschichtiges Erleben und Inspiration er-
möglichen.
Landi
Werkhof15
RAUMPROGRAMME OBERSTUFENZENTRUM UND MEHRFACHHALLE
Oberstufenzentrum
Q 12 Klassenzimmer (70 m2) inkl. EDV-Raum
Q 5 Gruppenräume (25 m2)
Q Fachraum für Integrierte Förderung (40 m2)
Q Lehrerzimmer
Q Schulleitung
Q Sitzungszimmer
Q Mediothek
Q Fachzimmer und Vorbereitungs-, Material- und Sammlungsräume, Maschinen-, Nass- und Lagerräume für:
– Naturlehre
– Technisches Gestalten Holz
– Technisches Gestalten Metall
– Technisches Gestalten Textil
– Hauswirtschaft
Q Schulmaterial-, Archivraum
Q Putz-, Büro-, Lagerraum Hauswart
Q Technikräume
Q Korridore, Garderobe (pro Schulzimmer 20 m2)
Q WC-Anlagen
Q Personenlift
Q Umgebung, Raum für Aussenanlagen (ca. 1000 m2)
Girstein
Riedmatt
Die Situation des Siegerprojektes
«Schule im Dörfli».DER PROJEKTWETTBEWERB 16
Mehrfachturnhalle:
Q Sporthalle (1034 m2), 44 x 25 Meter, unterteilbar, Nutzung durch Schulsport und Vereinssport, namentlich Ball-
sportarten wie Unihockey, Volleyball, Fussball, Badminton, Faustball, Tennis, Basketball, Handball
Q Zuschauerraum für ca. 200 Personen
Q 4 Umkleideräume mit Duschen
Q Lehrer-, Schiedsrichterraum
Q WC-Anlagen
Q Theorie-, Aufenthaltsraum mit Kleinküche (60 m2)
Q Geräte-, Putz, Hauswart-, Mobiliar-, Lager-, Technikräume
Q Aula, Pausenhalle (130 m2), unterteilbar, zugänglich von Schulhaus und Mehrfachturnhalle, Nutzung für Musik-
unterricht
Der Projektwettbewerb
Das angewendete Planungsverfahren für das Projekt war zweistufig. Teilnahmeberechtigt waren Planerteams inkl.
Fachplaner, welche auf Grund Ihrer Erfahrung diese Aufgabe nachgewiesenermassen lösen können. Das heisst, die
Teilnehmer mussten das vollständige Planungsteam (Architekt, Bauingenieur, Elektro, HLK-, Sanitärplaner und Bau-
physiker) angeben.
Blick aufs Dörfli-Land, das vor über 30 Jahren gekauft wurde für öffentliche Infrastrukturbauten.17 Das Beurteilungsgremium Zur Vorbereitung und Durchführung des Planungsverfahrens hat der Gemeinderat am 13. Dezember 2006 folgendes Beurteilungsgremium eingesetzt: – Josef Odermatt, Gemeindeammann (Vorsitz) Mitglieder: – Madlen Büeler, Gemeinderätin – Bruno Felder, Architekt, Weggis – Roger Gort, Büro für Bauökonomie, Baukostenplaner, Luzern – Kaspar Gügler, Sozialvorsteher – Roland Hürzeler, dipl. Architekt HTL, Holzbauunternehmer, Magden – Christoph Linder, dipl. Architekt HTL, Weggis – Ernst Mattmann, dipl. Architekt ETH, Leiter Bauverwaltung Weggis – Urs Michel, Präsident Schulpflege – Dani Zurmühle, Gemeinderat – Kaspar Widmer, Gemeindepräsident (Ersatzmitglied) – Paul Zimmermann, dipl. Architekt FH STV, Vitznau (Ersatzmitglied) – André Duner, Schulleiter Primarstufe (Beratendes Mitglied) – Beat Furrer, Schulleiter Administrativ und Sekundarstufe (Beratendes Mitglied) Sieben Planungsteams Aus den eingegangenen Bewerbungen, der so genannten Präqualifikation, hat das Beurteilungsgremium am 9. März 2007 sieben Planungsteams bestimmt. Bei der Wahl wurden folgende Auswahlkriterien der entsprechenden Präquali- fikationsunterlagen mit prozentualer Gewichtung angewendet. – Fachkompetenz Architekt, Referenzobjekte Schulbauten – Fachkompetenz Spezialisten, Referenzobjekte Schulbauten – Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Architekten – Fachliche Eignung des Projektleiters, Referenzobjekt / Verfügbarkeit – Fachliche Eignung der Bauleitung und Verfügbarkeit auf der Baustelle – Ausbildungsplätze Aufgrund der eingereichten Bewerbungen wurden die sieben Generalplaner mit der höchsten Punktzahl ausgewählt zur Teilnahme am Studienauftrag. Zusätzlich sind die an Punkten acht- und neuntplatzierten Bewerber als Ersatz, bei einem allfälligen Rücktritt, ausgewählt. Folgende sieben Planer (in alphabetischer Reihenfolge) erhalten den Studienauftrag: – Bauzeit Architekten GmbH, Biel – Bühlmann Architekten AG; Meggen – Degelo Architekten mit Lischer Partner Architekten AG; Basel – Jäger, Jäger, Egli AG, Architekten ETH/SIA, Emmenbrücke – Rigert + Bisang Architekten AG; Luzern – Sabarchitekten AG; Basel – Schärli Architekten AG, Luzern Das Ziel des Studienauftrags Es soll ein qualitativ hochstehendes, wirtschaftliches Projekt in konventioneller oder Systembauweise hervorgehen, welches den Anforderungen des Schul- und Sportbetriebes vollumfänglich Rechnung trägt und bis zum 1. Januar 2010 realisierbar ist. Festgelegt wurde ein Kostenziel von zehn Millionen Franken. Gemäss Baukostenplan (BKP) umfasst diese Summe die Bereiche Vorbereitungsarbeiten, Gebäude, Betriebseinrichtungen, Umgebung sowie Baunebenkos- ten. Folgende Kriterien (in alphabetischer Reihenfolge) sind zu erfüllen: – Architektonische und konstruktive angemessene zweckmässige Lösung; – Bestmögliche Ausnutzung der Pausenhalle/Aula; – Erweiterungsmöglichkeiten von 540 Quadratmetern für Sport- und Schullagerräume aufzeigen; – Harmonische Integration in die Umgebung; – Modulare Erweiterungsmöglichkeiten um sechs Klassenzimmer aufzeigen; – Optimale Raumordnung und kurze Verbindungswege; – Optimaler Betrieb; – Tiefe Investitions- und Unterhaltskosten.
SCHULE SPORT KULTUR SSK C Das Oberstufenzentrum Abstimmungsbotschaft
DAS OBERSTUFENZENTRUM IM DÖRFLI 19
In den vergangenen 26 Jahren – seit Bestehen der für Greppen, Vitznau und Weggis regional geführten Oberstufe in
Weggis – haben sich die Schulmodelle grundlegend geändert: Waren es anfänglich getrennte Klassen in der soge-
nannten Real- und Sekundarschule, so sind es heute so genannt kooperativ geführte Niveauklassen der Sekundar-
stufe I.
Das Oberstufenzentrum in Weggis gibt es seit 1981
Bis zum Sommer 1981 führten Vitznau und Weggis je ihre eigenen Oberstufe, Greppen schloss sich für den Besuch der
Oberstufe der schwyzerischen Gemeinde Küssnacht an. Vor 25 Jahren dann wurde mit dem Schulhaus Sigristhofstatt
das erste regionale Oberstufenzentrum für die Seegemeinden in Betrieb genommen.
Entwicklung der Schülerzahlen
Von insgesamt 322 Lernenden waren in diesem ersten gemeinsamen Schuljahr 125 in der Oberstufe, damals noch Real-
und Sekundarschule genannt. Schon ein Jahr nach der Eröffnung des Oberstufenzentrums Sigristhofstatt entwickelten
sich die Schülerzahlen rückläufig. Im Schuljahr 1988/89 waren von insgesamt 257 Lernenden noch 97 in der Oberstufe
in 5 Klassen. Dann stiegen die Zahlen wieder stetig an bis auf den aktuellen Höchststand von total 442 Lernenden,
davon 160 in 9 Klassen in der Oberstufe, heute Sekundarstufe I genannt.
Wie sieht die Sekundarstufe I aus?
Die Sekundarstufe I ist – nach dem Kindergarten und der Primarschule – der dritte Teil der obligatorischen Schulzeit.
Sie umfasst das 7. bis 9. Schuljahr. Sie setzt den Bildungsauftrag der Primarschule fort, erweitert die Allgemeinbildung
im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Berufswahl oder
Wahl einer weiterführenden Schule. Sie trägt dabei der besonderen Lebenssituation der Jugendlichen Rechnung und
fördert – an der Schwelle zum Erwachsenenleben – ihre selbständige, eigenverantwortliche Denk- und Handlungsfä-
higkeit.
Vier Leistungsbereiche
Die Sekundarstufe I ist eingeteilt in die vier Leistungs- bzw. Angebotsbereiche A, B, C, D, welche mit dem siebten Schul-
jahr beginnen und für die Zuteilung im Rahmen des Übertrittsverfahrens am Ende der Primarschule erfolgt.
Niveau A:
Erweiterte Anforderungen (Förderung besonders begabter Lernender)
Vertiefte Allgemeinbildung mit der Ausrichtung auf weiterführende Schulen
Q Berufslehre mit Berufsmatura
Q Fachmittelschule
Q Wirtschaftsmittelschule
Q Kurzzeitgymnasium (nach der 2. oder 3. Sek. Niveau A)
Niveau B:
Höhere Anforderungen
Umfassende Bildung mit der Ausrichtung auf anspruchsvolle Berufslehre und weiterführende Schule
Q Berufslehre mit Fähigkeitszeugnis
Q Berufslehre mit Berufsmatura
Q Wirtschaftsmittelschule
Niveau C:
Mittlere Anforderungen
Alltags- und erfahrungsorientierte Vermittlung erweiterter Lerninhalte der Primarschule mit Ausrichtung auf Berufs-
lehre
Q Berufslehre mit Fähigkeitszeugnis
Niveau D:
Grundlegende Anforderungen (Förderung lernbehinderter Lernender)
Alltags- und praxisorientierte Vermittlung von Grundfertigkeiten mit Ausrichtung auf berufspraktische Ausbildungen.
Q Berufliche Grundausbildung mit AttestDAS OBERSTUFENZENTRUM IM DÖRFLI 20
Die Kooperative Sekundarstufe I
Für die Organisation der Sekundarstufe I stehen im Kanton Luzern aufgrund der Schülerzahlen in den einzelnen Schul-
zentren drei Grundmodelle zur Verfügung. Für das Oberstufenzentrum der Seegemeinden ist dies gemäss den kanto-
nalen Vorschriften die Form der so genannten Kooperativen Sekundarstufe I:
Die Lernenden werden in Stammklassen aufgeteilt und besuchen je nach Leistung in maximal vier Fächern Niveaukurse
(Mathematik, Deutsch, Französisch und Englisch).
Mathematik Mathematik Mathematik Mathematik
Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch
Französisch Französisch Französisch Französisch
Englisch Englisch Englisch Englisch
Sekundarschule Sekundarschule
Niveau A/B Niveau C/D
Weitere Modelle in anderen Zentren mit anderen Schülerzahlen sind:
1. Getrennte Sekundarstufe I
Die Niveaus A, B, C und D werden je in eigenen Klassen geführt.
A B C D
Sekundarschule Sekundarschule
2. Integrierte Sekundarstufe I
Die Lernenden werden einer gemeinsamen Stammklasse zugeteilt und besuchen je nach Leistung in fünf Fächern Ni-
veaukurse (Mathematik, Deutsch, Französisch, Englisch und Naturlehre).
Mathematik Mathematik Mathematik Mathematik
Deutsch Deutsch Deutsch Deutsch
Französisch Französisch Französisch Französisch
Englisch Englisch Englisch Englisch
Naturlehre Naturlehre Naturlehre Naturlehre
Sekundarschule Sekundarschule
Niveau A/B/C/D Niveau A/B/C/D21
Hoher Raumbedarf für die Niveauklassen in drei Jahrgangsstufen
Im Oberstufenzentrum der Seegemeinden gibt es pro Jahrgangsabteilung je drei Klassen:
KL. 1 A/B KL. 1 B KL. 1 C/D
KL. 2 A/B KL. 2 B KL. 2 C/D
KL. 3 A/B KL. 3 B KL. 3 C/D
Das Modell der Kooperativen Sekundarstufe I ist geprägt von einer hohen Durchlässigkeit und Durchmischung der
Niveaus. Die Schülerinnen und Schüler besuchen den Unterricht in verschiedenen Niveauklassen (in Deutsch, Ma-
thematik, Englisch und Französisch). Dadurch ergeben sich in den so genannten Fünf-Minuten-Pausen sowie in den
grossen Pausen sehr viele Ortswechsel von Zimmer zu Zimmer, die bis anhin in zwei verschiedenen Schulhäusern un-
tergebracht sind. Auch musste bereits vor einem Jahr die im Schulhaus Sigristhofstatt beheimatete Bibliothek einem
zusätzlichen Klassenzimmer weichen.
Räume für Integrative Förderung auf der Sekundarstufe I
Integration statt Separation: Die so genannte Integrative Förderung IF (Begleitung von Lernenden mit Teilleistungs-
schwächen einzeln oder in Kleingruppen), wie sie in der Primarschule seit der Aufhebung der einstigen Kleinklassen
praktiziert wird, setzt sich auch in der Sekundarstufe I fort. Das heisst, der Einbezug einer IF-Lehrperson mit einer
heilpädagogischen Ausbildung geht weiter. Für diese speziellen Arbeitsformen auch ausserhalb des Klassenzimmers
müssen geeignete Räume zur Verfügung gestellt werden.
Auf dem Weg zur Matura länger «zu Hause» zur Schule
Das im Oberstufenzentrum nun in allen Jahrgangsklassen seit 2005 eingeführte neue Niveau A bereitet die Schüle-
rinnen und Schüler auch auf das Kurzzeitgymnasium vor. Damit besteht die Möglichkeit – neben den bisherigen Wegen
über das Langzeitgymnasium in Luzern (öffentliche Schule) und verschiedenen privaten Schulen wie z. B. Gymnasium
Immensee – über die Sekundarschule zur gymnasialen Matura zu gelangen. So können die Lernenden zwei oder drei
Jahre in Weggis die Sekundarschule im Niveau A besuchen und dann ins vierjährige Kurzzeitgymnasium übertreten.
Die Schule wächst
Lange Zeit versuchte man, alle Schulen gemeinsam im Dorfzentrum zu führen. Ausgehend vom Dorfschulhaus (Eröff-
nung 1854) vorne am See wurden nach und nach Richtung Norden weitere Gebäude erstellt: Zuerst das Kirchmattschul-
haus mit der Turnhalle 1962, dann zwischen Schulhaus Dorf und Kirchmatt das Schulhaus Sigristhofstatt im Jahre 1981.
Bereits im Jahre 1992 wurde ein zusätzlicher Raumbedarf für die Weggiser Schule ausgewiesen. Ein Anbau an das
Schulhaus Kirchmatt wurde dann als neues Schulhaus Grossmatt realisiert mit sechs Klassenzimmern und einem Sing-
saal, die nötigen Gruppenräume wurden nicht erstellt. Schliesslich entstanden 2002 zwei weitere Klassenzimmer, ein
IF-Zimmer sowie ein ICT-Raum im Zuge der werterhaltenden Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Kirchmatt.
Beurteilung der Raumsituation
Der Bericht der Arbeitsgruppe Schulraumplanung, welcher 2005 verfasst wurde, diente der vom Gemeinderat einge-
setzten Fachgruppe Schule als Grundlage für ihre Analyse. Die Definition des Raumprogramms der Schule Weggis
gemäss den kantonalen Richtlinien zeigt auf, wo und wie viel zusätzlicher Schulraum nötig ist. Hier der Vergleich des
aktuellen Schulraums gegenüber den kantonalen Richtlinien:
aktuell Bedarf gemäss kant. Richtlinien nach Realisierung Projekt SSK
2 2
Kindergarten 200.00 m 200.00 m 200.00 m2
Primarschule 1‘340.00 m2 1‘700.00 m2 1‘960.00 m2
Sekundarschule 1‘417.00 m2 1‘889.00 m2 1‘870.00 m2
Schuldienste 54.00 m2 80.00 m2 125.00 m2
Schule allg. 167.00 m2 260.00 m2 307.00 m2
Hauswarte 51.00 m2 272.00 m2 235.00 m2
Turnhallen 500.00 m2 500.00 m2 1‘534.00 m2
Musikschule 120.00 m2 295.00 m2 256.00 m2
3‘849.00 m2 5‘196.00 m2 6‘487.00 m2DAS OBERSTUFENZENTRUM IM DÖRFLI 22
Geräteraum U.22
160 m2
Lüftung
Techn. U.21
103 m2
Elektro
Schulmaterial. U.20
57 m2
Halle 1 Halle 2
1034 m2
Sanitär
Techn. U.19
14 m2
WC U.17 WC U.18
Lift
10 m2 7 m2
Gard. Treppenhaus U.16
Korridor U.3 / 152 m2
2xArbeitsplatz
Lehrer U.7 Sani U.9 Gard.U.10 Gard.U.12 Gard.U.13 Gard.U.15 Putz
Elektro 24 m2 15 m2 27 m2 Trockenb. 27 m2 27 m2 Trockenb. 27 m2
Eingangsbereich U.2
60 m2 Unausgebauter
Hausw. U.15
Gard Gard 41 m2 Reserveraum
Techn. U.4 (ca. 400 m2)
Du U.11 Du U.14
60 m2 40 m2 40 m2
Ged. Vorplatz U.1
59 m2
Lüftung
Dispo. U.8 Trockenb. Lager
Trockenb.
19 m2
Eingang
Das Untergeschoss mit dem Eingang in die Mehrfachhalle.
Kü optional
Theorieraum. 0.8 Lager Aula 0.7
55 m2 75 m2
Kü
Lager
Theorieraum. 0.9
20 m2
Aula 0.3 (75P offen 150P)
WC 0.11 / 18 m2 70 m2
0.11 Beh. alle Trennwände optional
Luftraum Halle 1 Luftraum Halle 2
0.12 Beh.
WC 0.12 / 18 m2
Pausenhalle 0.5 (150P)
70 m2
Lift
Putz 0.13
8 m2
Eingangshalle / Haupttreppenhaus 0.4
Zuschauer 200 Sitz- und Stehplätze 0.14 103 m2
248 m2
Küche Ablage Sitzen
Mediothek 0.14 Vorraum. 0.16 / 44 m2 Vereinkü 0.22 L Kü. 0.23 Schulküche, Essen, 0.24 Gard. Schulküche, 0.25 / 12 m2
25 m2 Copie / Fax 12 m2 20 m2 82 m2 Luftfang 0.2 Garderobe 0.3 für
Copie / Fax 0.21 31 m2 Aula und Zuschauer
42 m2
Theorie Schulküche, 0.26
50 m2
Lehrerzimmer 0.15
45 m2
Büro Hw. 0.17 Sitzung 0.19 Schulleitung 0.20
20 m2 33 m2 33 m2
Ged. Vorplatz 0.1
Eingang 80 m2
Das Erdgeschoss mit dem Eingang zum Oberstufenzentrum, der Aula sowie zu weiteren Infrastrukturräumen und zur Tribüne der
Mehrfachhalle.23
Lager 1.17 Lager 1.16 Schulzimmer 1.13
15 m2 15 m2 72 m2
Vorber. 1.21
26 m2
Mat. 1.22 Textil 1.20 Nassr. 1.19 Holz 1.18 Maschienen 1.15 Metall 1.14
Naturlehre 1.23 19 m2 Server 80 m2 50 m2 80 m2 40 m2 80 m2
100 m2 Schulzimmer 1.12
70 m2
Schulzimmer 1.1
EDV 21 Personen
70 m2
WC 1.36 / 18 m2
Gruppe 1.26 Gruppe 1.29
26 m2 26 m2 Sanitärsteigzone Schulzimmer 1.11
Gruppe 1.32 70 m2
Hof 1.24 Hof 1.28 Hof 1.31 52 m2
51 m2 51 m2 51 m2
Gruppe 1.27 Gruppe 1.30
26 m2 26 m2 WC 1.35 / 18 m2
Schulzimmer 1.2
70 m2
Putz 1.37
Lift
8 m2
Garderobe für 180 Schüler
Schulzimmer 1.3
70 m2
Förderung 1.4 Schulzimmer 1.5 Schulzimmer 1.6 Schulzimmer 1.7 Schulzimmer 1.8 Schulzimmer 1.9 Schulzimmer 1.10
35 m2 70 m2 70 m2 70 m2 70 m2 70 m2 70m2
Das Oberstufenzentrum mit zwölf Schulzimmern und den notwendigen Fach- und Gruppenräumen.
Welche Räume fehlen?
Die Detailanalyse ergibt, dass Gruppenräume, Fachlehrerzimmer, Räume für spezielle Förderung, Hauswarträume so-
wie Räume für die Musikschule den Grossteil des Raumbedarfs ausmachen.
Aktuell ist in der gesamten Schule ein einziger Gruppenraum vorhanden. Gemäss den kantonalen Richtlinien soll je-
doch pro zwei Klassen ein Gruppenraum vorhanden sein.
Gruppenräume
Um die Umsetzung von erweiterten Lernformen in ruhiger Umgebung (nicht im Gang – Lärm, schlechtes Licht, am Bo-
den arbeiten …) zu ermöglichen, sind Gruppenräume notwendig.
Das Schulfach «Projektunterricht» in der Sekundarstufe bedingt Gruppenräume, damit die Projektteams vernünftig
arbeiten zu können.
Fachlehrerzimmer
Der Fachunterricht in der Sekundarstufe (Englisch, Französisch, Deutsch, Mathematik) findet einerseits im Klassenzim-
mer, andererseits aufgrund von verschiedenen Leistungsniveaus (A/B/C/D) zusätzlich in verschiedenen Fachlehrzim-
mern statt. Diese Räume sind heute in ungenügendem Mass vorhanden.
Bereits musste die Bibliothek aus dem Schulhaus ausquartiert werden, um hier ein Klassenzimmer zu schaffen. Der
Fachunterricht findet zurzeit jedoch weiter in verschiedenen fachfremden Räumen statt (Aktuell: Englisch im Theorie-
raum Hauswirtschaft).
Räume für spezielle Förderung
Integrative Förderung, Begabtenförderung, Deutsch als Zweitsprache – alle diese Pflichtangebote der Schule benöti-
gen die entsprechenden Räume. Heute muss dieser Unterricht teilweise in den Korridoren, mit Lärm und bei schlech-
tem Licht, im Lehrerzimmer oder an anderen Plätzen abgehalten werden.
In der Integrativen Förderung IF werden Lernende mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten
und / oder Teilleistungsschwächen unterstützt. Nach Möglichkeit wird integrativ im Unterricht in der Klasse gefördert.
In diesem Bereich arbeiten in der Schule Weggis fünf Lehrpersonen in allen Stufen, vom Kindergarten bis zur Sekun-
darschule.DAS OBERSTUFENZENTRUM IM DÖRFLI 24 Hauswarträume Die den Hauswarten zur Verfügung stehenden Räume sind sehr knapp. Das aktuelle Büro von 2 x 4,5 m bietet den zwei vollamtlichen Hauswarten, einem Betriebspraktikanten sowie zwei Reinigungsfrauen keinen Platz. Es steht keine Werkstatt zur Verfügung, um Reparaturarbeiten zu erledigen. Die Hauswarte sind aktuell darauf angewiesen, Repara- turen in den Werkräumen der Schule, sofern diese einmal nicht belegt sind, auszuführen. Die Lagerräume im Unterge- schoss sind von Vereinen belegt. Es sind auch zu wenig und zu kleine Putzräume vorhanden. Musikschulräume Die Musikschule verfügt nur über wenige Räumlichkeiten im Dorfschulhaus. Sie nutzt diese Räumlichkeiten jeweils zusammen mit der Schule und den Vereinen. Mit gegen 300 Musikschülern ist der Raumbedarf der Musikschule nach- vollziehbar. Es sind auch keine Räume für die Musikschulleitung, für Sitzungen oder Lehrer vorhanden. Räume für Ein- zelunterricht und Gruppenunterricht sind für die Musikschule dringend nötig, damit sie ihren Auftrag auch in Zukunft erfüllen kann. Die pädagogische Schulentwicklung Verschiedene neue Entwicklungen in der Volksschule, z.B. Änderungen in der Art des Unterrichts, wie Individualisie- rung und integrierte Förderung machen zusätzliche Gruppenräume und Spezialzimmer sowie Fachräume notwendig. Die neu eingeführten Blockzeiten bedingen, dass die Lernenden innerhalb der Blockzeiten von der Schule betreut wer- den müssen. Nicht immer kann diese Betreuung innerhalb der vorhandenen Klassenzimmer stattfinden. Zusätzliche Räume sind deshalb notwendig. Dies könnte z.B. bei Zwischenlektionen der Fall sein. Die Räume für die Schuldienste (Schulpsychologischer Dienst, Logopädie) sind zu knapp bemessen, es sind grössere Räume notwendig. Im Rahmen der Gesetzesrevision der Volksschulbildung wird gegenwärtig auch die familienergänzende Betreuung diskutiert. Konsequenzen daraus (z. B. entsprechender Raumbedarf ) sind zurzeit nicht abschätzbar. Weiter könnte die Einführung der so genannten Schulsozialarbeit mittelfristig auch in Weggis raumrelevant werden. Diesbezügliche Raumbedürfnisse wurden in der aktuellen Planung nicht berücksichtigt. In Weggis steigen die Schülerzahlen Die aktuellen Schülerzahlen in Weggis stiegen jedes Jahr stetig leicht an – dies im Gegensatz zu vielen Gemeinden im Kanton, die mit sinkenden Schülerzahlen in den Schlagzeilen stehen. Im laufenden Schuljahr haben wir in Weggis aktuell 442 Schülerinnen und Schüler. Dies sind gegenüber dem Beginn des Schuljahres 2006/07 11 Lernende mehr, gegenüber zwei Jahren gar 20 mehr. Betreut werden die Lernenden in Weggis von insgesamt 45 Lehrpersonen in ver- schiedenen Pensen im Fach- und Klassenunterricht. Die durchschnittlichen Klassengrössen in Weggis betragen heute in der Primarschule ca. 20 Lernende in der Sekun- darschule ca. 18 Lernende. Die Schülerzahlen auf der Sekundarschule werden in den nächsten fünf Jahren noch leicht steigen, da die grösseren Jahrgänge der Primarstufe übertreten werden.
25
ÜBERSICHT ÜBER DIE BILDUNGSW EGE IM K ANTON LUZERN
Primarstufe Sekundarstufe I Sekundarstufe II Tertiärstufe
Anlehre
(auslaufend bis 2008)
Werkschule
Kleinklasse B Berufliche Grundausbildung
Niveau D
mit Attest
> eidg. Berufsattest
Berufliche Grundausbildung
Realschule mit Fähigkeitszeugnis
Höhere Fachschule
Niveau C > Eidgenössisches
Fähigkeitszeugnis
Berufliche Grundausbildung
2
mit Berufsmatura
(lehrbegleitend oder nach der
1 3
Lehre)
> Berufsmatura
Primarschule Fachmittelschule
Sekundarschule
> Fachmatura
Niveau B Universität
1 Wirtschaftsmittelschule 3+4
Niveau A Hochschule
> Berufsmatura
Fachhochschule
Päd. Hochschule
Kurzzeitgymnasium
(Voraussetzung Niveau A)
1 > gymnasiale Matura
Langzeitgymnasium
> gymnasiale Matura
1 Aufnahmeprüfung erforderlich (Ausnahmen siehe Ordner „Der Übertritt ins Kurzzeitgymnasium“
2 Mit nachträglicher Berufsmatura möglich
3 BM: Mit Ergänzungsprüfung (Passerelle)
4 FM: Kein direkter Zugang zu Universität/HochschuleSie können auch lesen