DIE BESTEN SEITEN VON MARECUM - EIN LEITFADEN FÜR STUDIERENDE GRUNDSTUDIUM WINTERSEMESTER

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DIE BESTEN SEITEN VON MARECUM - EIN LEITFADEN FÜR STUDIERENDE GRUNDSTUDIUM WINTERSEMESTER
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           MaReCuM
   Ein Leitfaden für Studierende
                 Grundstudium

       WINTERSEMESTER
              2020/2021

                          MaReCuM
DIE BESTEN SEITEN VON MARECUM - EIN LEITFADEN FÜR STUDIERENDE GRUNDSTUDIUM WINTERSEMESTER
IMPRESSUM
   Redaktion
   Dr. Harald M. Fritz, Leiter Geschäftsbereich Studium und Lehrentwicklung
   Jutta Becher, Geschäftsbereich Studium und Lehrentwicklung

   Layout, Druck
   FGV-Zentrum, Medizinische Fakultät Mannheim

   Ausgabe Oktober 2020

MaReCuM                      Leitfaden Grundstudium 2020/21
DIE BESTEN SEITEN VON MARECUM - EIN LEITFADEN FÜR STUDIERENDE GRUNDSTUDIUM WINTERSEMESTER
Liebe Studierende,

Studium in der Corona-Situation – wie soll das gehen? Klar ist: Die aktuelle Situation stellt auch den Lehr-
betrieb vor neue Herausforderungen. Wir haben die vergangenen Monate genutzt, Lehrstoff und Lehr-
veranstaltungen so zu organisieren, dass Sie auch in dieser außergewöhnlichen Zeit in Mannheim Ihr
Medizinstudium mit der größtmöglichen Normalität und natürlich bester Unterrichtsqualität beginnen bzw.
fortsetzen können.

Ein Großteil der Seminare und Praktika, die in kleineren Gruppen organisiert sind, wird unter Beachtung der
jeweiligen Auflagen voraussichtlich als Präsenzunterricht durchgeführt. Die Vorlesungen indessen können
nicht vor Ort im Hörsaal stattfinden, hier könnten wir für Abstand und andere Hygienemaßnahmen nicht
ausreichend garantieren. Sie stehen Ihnen deshalb online zur Verfügung. Gleichzeitig prüfen wir, welche
Unterrichtsformate sich ebenfalls für online- oder virtuelle/digitale Konzepte eignen und setzen diese dann
auch um.

Im Mittelpunkt steht bei der digitalen Lehre die Lernplattform Moodle. Hier finden Sie Lerninhalte und Infor-
mationen zur Lehrorganisation ebenso wie interaktive Übungen oder kleinere Selbsttests. Auch Referate
oder Berichte können über Moodle eingereicht und benotet werden. Und: weitere Plattformen und Anwen-
dungen sind hier integriert – etwa die Videoplattform Panopto mit Aufzeichnungen und Lehrvideos sowie
der Bilderserver mit hochauflösenden Abbildungen von beispielsweise Scheibenplastinaten. Seit SoSe20
besteht zudem die Möglichkeit, Seminare oder Praktika über das universitäre Webconferencing-Tool hei-
CONF anzubieten. Dabei nutzen Sie einen entsprechenden Link in Moodle und nehmen live (auf Wunsch
mit Bild und Ton) an der Veranstaltung teil.

Unser besonderes Augenmerk aber gilt in diesem Jahr Ihrem Studienbeginn. Wir wissen, dass gerade
der Anfang eines Studiums von den Begegnungen mit KommilitonInnen und DozentInnen lebt, dass das
gegenseitige Kennenlernen nicht nur für die Freude am Studium, sondern auch für einen erfolgreichen
Studiumsstart immens wichtig ist. Gleichzeitig müssen wir leider auf eine zentrale Begrüßungsveranstal-
tung im großen Hörsaal in diesem Jahr verzichten. Aber natürlich lassen wir Sie nicht ohne Rüstzeug in
Ihr Studium starten. Als besondere Maßnahme haben wir in diesem Jahr das Mentorenprogramm aus-
geweitet. Gemeinsam mit Ihrer Seminargruppe sind Sie in einer Mentorengruppe, der jeweils mit einem
erfahrenenen Mitglied der Fakultät eine Mentorin oder ein Mentor sowie vier Seniormentees zugeordnet
sind. Die Seniormentees, KommilitonInnen aus höheren Semestern, werden gezielt auf Sie zukommen und
Sie in der besonderen Anfangsphase begleiten. Sie sind zudem AnsprechpartnerInnen in allen Fragen rund
um das Studium. Über das Mentorenprogramm werden wir Ihnen auch verschiedene Veranstaltungen und
Begegnungsmöglichkeiten anbieten, bei denen Sie zumindest mal im kleinen Rahmen Ihre neuen Kommili-
tonInnen kennenlernen und sich austauschen können. Bitte nehmen Sie diese Angebote wahr!

Alles Gute für Ihren Studienstart wünscht

Ihre Medizinische Fakultät Mannheim

                                                                                          3    MaReCuM
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MaReCuM   4   Leitfaden Grundstudium 2020/21
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INHALT

WILLKOMMEN 		                                                            6

MARECUM: DER MODELLSTUDIENGANG 		                                        9

DAS GRUNDSTUDIUM: AUFBAU, PLÄNE, ABLÄUFE 		                             12
  Vorbereitungswochen
  Erstes und zweites Studienjahr
  Berufsfelderkundung und Wahlfach

DIE PFLICHTEN: PRÄSENZ, PERFORMANCE, PRÜFUNGEN 		                       30
  Anwesenheiten
  Leistungsnachweise
  Prüfungen

LEHRFORMATE UND LERNZIELE: UNTERRICHTEN UND LERNEN IN MARECUM           32
  Vorlesungen
  Seminare
  Praktika

LERNORTE: EINRICHTUNGEN UND ÖFFNUNGSZEITEN 		                           36
  Thesima
  Bibliothek

STAATSEXAMEN: ERSTER ABSCHNITT DER ÄRZTLICHEN PRÜFUNG 		                38

GUT SEIN, BESSER WERDEN: QUALITÄTSENTWICKLUNG IN DER LEHRE		            39
  Evaluationen
  Gremien

STUDIUM EXTRA I: DIE KOMMILITONINNEN 		                                 41
  Fachschaft
  Initiativen

STUDIUM EXTRA II: STUDIENBEGLEITENDE PROGRAMME 		                       42
  Mentorenprogramm
  Tag der Wissenschaft
  Sport und Kultur

IM NETZ: WWW UND INTRANET		                                             45
  moodle
  LSF
  Internetkalender

RAT UND TAT: ANSPRECHPARTNERINNEN UND WEB-SITES		                       47
  Infodesk
  Lageplan
  QR-Codes

                                                                5   MaReCuM
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GRUSSWORTE

                        Liebe Studierende an der Medizinischen Fakultät Mannheim,
                        ich freue mich, Sie in unserer Stadt begrüßen zu können. Herzlich willkommen!
                        Sie haben mit MaReCuM einen Studiengang an einer der besten Medizinfakultäten
                        Deutschlands ausgewählt.
                        Sie sind mit Ihrem Studienbeginn in unserer Stadt angekommen. Mannheim ist ein
                        renommierter Universitäts-, Hochschul- und Forschungsstandort und eine attraktive
                        Hochschulstadt. Eine Stadt, die von Studierenden laut einer Befragung als leben-
                        dig, vielseitig, weltoffen, tolerant und aktiv wahrgenommen wird. Mit diesen Voraus-
                        setzungen verfügt Mannheim als Gründungs- und Innovationsstadt auch über eine
Gesundheitswirtschaft, in der eine große Startup-Szene, Unternehmen, Klinik und Forschung gemeinsam
an Gesundheitsinnovationen der Zukunft arbeiten.
Wir alle und unsere Stadt sehen uns derzeit zentralen Herausforderungen gegenüber, bei denen insbe-
sondere den medizinischen Berufen eine wichtige Schlüsselfunktion zukommt. Auch die Digitalisierung
wird unseren Alltag und unser berufliches Leben verändern. Themen wie Nachhaltigkeit und Klimawandel
erfordern entscheidende Weichenstellungen für unsere Zukunft. In Mannheim haben wir uns auf den Weg
gemacht, einen Beitrag für die Bewältigung der globalen Ziele als Stadt zu leisten und haben in einem breit
angelegten Beteiligungsprozess das Leitbild „Mannheim 2030“ erarbeitet. Wir würden uns freuen, wenn Sie
sich in unsere dynamische Stadtgesellschaft einbringen.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Studienverlauf, viele positive Erlebnisse bei der Entdeckung unserer
Stadt und schon jetzt alles Gute für Ihre berufliche Zukunft.
Ihr
Dr. Peter Kurz
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim

                        Liebe Studierende,
                        herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Studienplatz hier an unserer - und jetzt auch Ihrer -
                        Mannheimer Fakultät!
                        Gerade die aktuelle Situation zeigt: Ein fundiertes, qualitativ hochwertiges Medizin-
                        studium ist wichtiger denn je. Mit der Wahl Ihres Studienortes haben Sie eine rich-
                        tige Entscheidung getroffen. Denn an der Medizinischen Fakultät Mannheim werden
                        Sie mit MaReCuM nach einem Konzept ausgebildet, das moderne Lehrmethoden,
                        fächerübergreifenden Unterricht, individuelle Schwerpunktsetzung z.B. in der Allge-
                        meinmedizin und modulare Strukturen vereint.
Umfangreiche digitale und virtuelle Lehrformate ergänzen und bereichern zudem noch mehr als bisher unseren
Präsenzunterricht. In der herausfordernden Situation der letzten Monate haben wir sehr viel dazugelernt und
können Ihnen mit zahlreichen neuen digitalen Formaten zusätzliche Flexibilität beim Erlernen und Erarbeiten
der anspruchsvollen Studieninhalte anbieten. Dass wir auch hier größten Wert auf qualitativ hochwertigen
Unterricht legen, versteht sich von selbst. Denn hinter der Erfolgsgeschichte von MaReCuM steckt jede Menge
Engagement - aus der Lehre, aus der Studiengangsplanung, von Seiten der Studierenden. Daran wollen wir
anknüpfen. Mit neuen Ideen, innovativen Formaten, mit engmaschiger Betreuung, aber auch mit weiterhin
hohen Ansprüchen. Sie und Ihre KommilitonInnen beginnen in Mannheim ein hochwertiges Medizinstudium,
das den trittfesten Grundstein legen wird für Ihre weitere berufliche Laufbahn. Wir hoffen, dass Sie Ihr Studium
mit Freude und Erfolg durchlaufen. Dafür wünschen wir Ihnen alles Gute.
Herzlich Ihr
Prof. Dr. Thomas Wieland
Studiendekan

MaReCuM          6                 Leitfaden Grundstudium 2020/21
DIE BESTEN SEITEN VON MARECUM - EIN LEITFADEN FÜR STUDIERENDE GRUNDSTUDIUM WINTERSEMESTER
HERZLICH WILLKOMMEN ZU IHREM MEDIZINSTUDIUM IN MANNHEIM!

Mit diesem Wintersemester fängt für Sie ein spannender neuer Lebensabschnitt an – dafür wünschen wir
Ihnen alles Gute!
Dieses Heft gibt Ihnen einen Einblick in Konzept und Aufbau Ihres Studienganges, informiert über den
Lehrplan, über Stunden- und Modulpläne, Prüfungen, Anwesenheitspflichten, Rahmenbedingungen und
vieles mehr.
Im Jahre 1964 wurde in den Räumen des Mannheimer Klinikums die erste Vorlesung gehalten – für 70
Studierende, die sich für die neue Fakultät entschieden hatten. Damals konnte lediglich das Hauptstudium
hier absolviert werden. Seit 2006 aber ist „Mannheim“ eine Vollfakultät: Vom ersten Semester an werden
die Studierenden hier im Modellstudiengang MaReCuM ausgebildet.
MaReCuM genießt bundesweit einen exzellenten Ruf. In den Staatsexamina rangieren die MaReCuM-Ab-
solventInnen seit Jahren regelmäßig sehr weit vorn. Darüber freuen wir uns besonders, zeigt es uns doch,
dass das Konzept von MaReCuM für die Studierenden aufgeht. Das sieht übrigens auch der Wissenschafts-
rat so. Wesentliche Anregungen, die er zur Fortentwicklung des humanmedizinischen Studiums ausspricht,
sind in MaReCuM bereits Realität, z.B. ausgeprägte Wissenschaftlichkeit und individuelle Schwerpunktset-
zung, PJ-Quartale statt Tertiale oder die besondere Berücksichtigung der ambulanten Medizin. Sie werden
also hier schon in einem Format studieren, welches anderenorts gerade zur Umsetzung empfohlen wird.
Aber: Qualität ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Deshalb machen wir uns weiterhin viele Gedanken
über Methoden und Struktur des Unterrichts und investieren in die Qualität der Lehre. Wir freuen uns sehr,
wenn Sie uns dabei unterstützen! Kommen Sie gern auf uns zu und engagieren Sie sich in den entspre-
chenden Gremien der Fakultät.
Beim Studium kommt nicht nur inhaltlich viel Neues auf Sie zu. In hohem Maß ist hier jetzt auch Ihre Selbst-
ständigkeit gefragt, Ihre Eigeninitiative und Verantwortung. Das bedeutet zum Beispiel, dass Sie selbst
Ihren Lernstoff, Ihre Anwesenheit am Pflichtunterricht sowie die fristgerechte und korrekte Anmeldung für
Seminare und Prüfungen im Auge behalten müssen. Eigenverantwortung ist Teil Ihres Studiums!
Bei allem gilt: Sie sollen gern hier studieren und sich an unserer Fakultät gut aufgehoben fühlen. Ein Men-
torenprogramm sowie eigens für Sie zusammengestellte Angebote im sportlichen und kulturellen Bereich
gehören fest zu unserem Lehrkonzept. Vielleicht werden Sie Mitglied in unserem Chor, oder Sie rudern mit
den KommilitonInnen über den Neckar.

                                                                       Wir freuen uns, dass Sie sich für
                                                                       den Studienort Mannheim entschie-
                                                                       den haben und wünschen Ihnen
                                                                       viel Erfolg auf Ihrem Weg in den
                                                                       Arztberuf.

                                                                            Ihr Team vom
                                                                            Studiendekanat

                                                                                         7     MaReCuM
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INDIVIDUELL              SCHWERPUNKTSETZUNG
WISSENSCHAFTLICHKEIT                 PATIENTEN     WISSENSCHAFT

ZUKUNFT REFORMIERT TRADITION MODULAR

FÄCHERÜBERGREIFEND            MEDIZIN             NEIGUNGSORIENTIERT

     MODELLSTUDIENGANG
MODERN
MARECUM INTERPROFESSIONALITÄT

   MaReCuM   8   Leitfaden Grundstudium 2020/21
DIE BESTEN SEITEN VON MARECUM - EIN LEITFADEN FÜR STUDIERENDE GRUNDSTUDIUM WINTERSEMESTER
MARECUM: Der Modellstudiengang

Die traditionsreiche Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg beherbergt als einzige Universität Deutschlands
zwei medizinische Fakultäten und bietet zwei unterschiedliche Curricula in der Medizin an: HeiCuMed in
Heidelberg und MaReCuM in Mannheim.

Das Mannheimer Reformierte Curriculum für Medizin und Medizinnahe Berufe (MaReCuM) ist gemäß der
Approbationsordnung (AO) ein Modellstudiengang, der sich in wesentlichen Elementen vom medizinischen
Regelstudiengang unterscheidet.

Statt in klassischen Fachgrenzen ist beispielsweise der Unterricht in MaReCuM in Modulen organisiert, die
sich etwa an Organen oder Funktionsgebieten des menschlichen Körpers orientieren.

Ein weiteres Merkmal des Modellstudienganges ist das reformierte Praktische Jahr. In MaReCuM ist das
PJ in vier Quartale gegliedert (Regelstudiengang: drei Tertiale), hinzugekommen ist das Modellquartal „Am-
bulante Medizin". Dieser Ausbildungsabschnitt trägt u.a. der bundesweiten Entwicklung Rechnung, dass
Krankheiten zunehmend ambulant und nicht länger stationär behandelt werden.

Insgesamt gewinnt die Ambulante Medizin aufgrund neuer gesellschaftlicher Strukturen und Behand-
lungsmodelle an Bedeutung. Ein Schwerpunkt MaReCuMs liegt deshalb in der Allgemeinmedizin, der
ambulanten Disziplin schlechthin. Im Rahmen eines Pilotprojektes haben wir im gesamten Studiumsverlauf
Unterrichtseinheiten platziert, bei denen Sie sich immer wieder mit der Allgemein- bzw. der Ambulanten
Medizin befassen.

Besonderes Augenmerk legen wir in diesem Jahr auf unser Mentorenprogramm. Aufgrund der außerge-
wöhnlichen Situation, die große Präsenzvorlesungen im Hörsaal ebenso verbietet wie etwa eine Stadt-
rallye mit den neuen KommilitonInnen oder ein gemeinsames Begrüßungsfrühstück in unserem Casino,
haben wir das Mentorenprogramm massiv ausgebaut. In kleinen Gruppen werden Sie hier von erfahrenen
Seniormentees intensiv betreut, außerdem werden wir Ihnen über dieses Programm verschiedene Veran-
staltungen anbieten. So lernen Sie zum einen die Fakultät und Ihre KommilitonInnen besser kennen, zum
anderen erhalten Sie hier wichtige Informationen rund um Ihr Studium. Die Berufsfelderkundung, die im
zweiten Studienjahr stattfindet, bleibt weiterhin verpflichtender Bestandteil des Mentorenprogrammes.

      MaReCuM-Highlights
      • Unterricht mit klinischen Bezügen bereits in den ersten Studienjahren
        (integriertes Grundstudium)
      • themen- und organbezogener Unterricht statt klassischer Fachgrenzen
      • Schwerpunkt Ambulante Medizin/Pilotprojekt Allgemeinmedizin in allen Studienabschnitten
      • Vermittlung von ärztlichen Kernkompetenzen
      • Schwerpunkt Wissenschaftlichkeit im Studium mit Forschungsarbeit
        nach dem 3. Studienjahr
      • Einbeziehung studentischen Feedbacks in Unterrichts- und Lehrplanung
      • Projekt Interprofessionelles Lernen mit interprofessionellen Ausbildungseinheiten
        und Ausbildungsstation MIA
      • Schwerpunkt Lehre und Lehrforschung
      • Verzahnung klinischer Wissenschaft mit Grundlagenforschung
      • Gliederung PJ in Quartale mit Quartal Ambulante Medizin
      • Strukturierte Unterstützung der Studierenden vor allem in der Studienanfangsphase
        (Mentorenprogramm)

                                                                                       9     MaReCuM
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Die Ausbildungsziele
Neben den in §1 (1) der Approbationsordnung definierten Zielen der ärztlichen Ausbildung soll die Ausbil-
dung zur Ärztin oder zum Arzt an der Medizinischen Fakultät Mannheim die ärztlichen Kernkompetenzen
im besonderen Maße vermitteln und gleichzeitig die Ausbildung als Grundlage für ein lebenslanges Lernen
fördern.

Ärztliche Kernkompetenzen

• Erkennen und Behandeln von Krankheiten, Befähigung zur Problemlösung
• Kommunizieren mit Patienten, Angehörigen und Kollegen
• Arbeiten im Team zum Wohle des Patienten mit Kollegen, Pflegenden,
  Physiotherapeuten, Sozialarbeitern
• Kenntnisse der Gesundheits- und Krankenversorgung und Berücksichtigung
  gesundheitsökonomischer Auswirkungen ärztlichen Handelns
• Professionelles Handeln, d.h. die eigene Arbeit unter fachlichen und ethischen
  Aspekten kritisch reflektieren
• Einsatz für die Prävention und die gesundheitlichen Belange der Patienten
• Erarbeitung und Analysieren wissenschaftlicher Evidenzen, Fähigkeit zum
  selbstständigen Erforschen sowie die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen

Mit dem Mannheimer Lehr- und Lernkonzept MaReCuM werden Sie zu ÄrztInnen ausgebildet, die für die
künftigen Anforderungen optimal gerüstet sind: Für Praxis und Klinik, für die Forschung, für das Manage-
ment im Gesundheitssektor.
Selbstverständlich stehen die ärztlichen Kernkompetenzen in MaReCuM in Einklang mit dem NKLM, dem
Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin.

      Der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin (NKLM)

      Die Ausbildung von ÄrztInnen steht im Fokus verschiedener Interessen aus Gesellschaft und
      Gesundheitswesen. Das Medizinstudium muss deshalb einer Vielzahl von Anforderungen ge-
      recht werden. Da sind zum einen unabdingbare Kompetenzen wie wissenschaftlich fundiertes
      Erheben und Bewerten von Daten, das Erkennen von komplexen Zusammenhängen und das
      Ableiten einer folgerichtigen Analyse. Zum anderen sind Fertigkeiten in der Anwendung von
      diagnostischen und therapeutischen Verfahren sowie in der Kommunikation, der Interakti-
      on und der Teamarbeit fester Bestandteil der medizinischen Kompetenzen. Hinzu kommen
      Persönlichkeitsmerkmale und Haltungen wie Respekt, Empathie, Unabhängigkeit und Unbe-
      stechlichkeit, die von ÄrztInnen gleichermaßen aus Patienten- und Gesellschaftsperspektive
      erwartet werden.
      Der NKLM fasst verschiedene Aspekte der ärztlichen Ausbildung und des medizinischen Be-
      rufsbildes zusammen und gilt als Empfehlung für die medizinischen Curricula der Fakultäten
      in ganz Deutschland. www.nklm.de
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Lernziele
Lernziele sind die didaktische Grundlage bei der Konzeption von guten Lehrveranstaltungen. Sie leiten
sich aus den Lehrzielen des Lehrkörpers und des Curriculums ab und haben Einfluss auf die Inhalte, die
Methodenwahl, die Entwicklung von Lehrmaterialien und die Prüfungen. Lernziele fördern zudem die Kon-
sensbildung zwischen den DozentInnen und sind ein Element zur Qualitätssicherung in der Lehre.
Dabei gilt der Grundsatz: Lernziele sind an Studierenden orientiert.

MaReCuM              10                          Leitfaden Grundstudium 2020/21
Lernzielkatalog
Für jeden Themenblock pro Modul entwickeln die ThemenkoordinatorInnen zusammen mit den VertreterInnen
der einzelnen Fachgebiete einen Lernzielkatalog. Diese Lernzielkataloge bilden die Grundlage für den
Unterricht, für das strukturierte Selbststudium sowie für die Prüfungen.
Für Sie sind die spezifischen Lernziele eine Orientierung in der Fülle des zu lernenden Stoffs und ein
Werkzeug zur Steuerung Ihrer Lernstrategie. Außerdem dienen sie als wichtige Grundlage für Ihre
Prüfungsvorbereitungen. Die Lernziele geben wieder, was Sie nach Absolvieren eines Moduls erlernt
haben sollten. Das heißt: Auch Lernziele, die nicht im Unterricht behandelt worden sind, bleiben
prüfungsrelevant!

Zum Beispiel: Lernziele aus dem Modul „Atmung“:
Übergeordnete Lernziele
► makroskopische Anatomie der oberen Luftwege
► mikroskopische Anatomie und Funktion der Schleimhäute der oberen Atemwege
		 und des Bronchialsystems
► Embryologie und Terminologie der oberen Atemwege und der Lunge
► Regulation der Atmung
► Grundkenntnisse der Leistungphysiologie
► Grundkenntnisse der künstlichen Beatmung und der die Atmung unterstützender Maßnahmen
Spezifische Lernziele
Kognitiv
Die/der Studierende soll:
► die Makrostruktur (Trachea, Bronchien, Lungenlappen) und die Mikrostruktur (Bronchiolen, Alveolen,
		 alveolokapilläre Membran) und ihre jeweiligen Funktionen beschreiben können
► die Muskulaturgruppen benennen können, die für die Aufbringung der Atemarbeit verantwortlich sind
► die Lungenvolumina und -kapazitäten benennen und ihre Bedeutung für den pulmonalen Gasaustausch
		 beschreiben können
► die dynamischen Veränderungen im Laufe des Atemzyklus grob benennen und beschreiben können
► wissen, was mit der Pulsoxymetrie gemessen wird
Anwendungsbezogen
Die/der Studierende soll:
► eine Inspektion des Nasen-Rachen-Raums am Lebenden vornehmen können
► eine einfache Lungenfunktionsprüfung durchführen können
► eine Blutgasanalyse beurteilen können
► einfache Methoden zum Freihalten der Atemwege anwenden können
Emotional
Die/der Studierende soll:
► in der Lage sein, emotionales Erleben bei simulierten pulmonalen Notfallsituationen wahrzunehmen,
		 zu reflektieren und mitzuteilen
Die Reihenfolge der Lernziele bedeuten keine Gewichtung. Aufzählung hier beispielhaft und nicht vollständig

       Interprofessionelles Lernen
       Die effiziente Kooperation der unterschiedlichen Gesundheitsberufe wird nicht zuletzt durch
       die komplexe Versorgungssituation im Gesundheitswesen immer wichtiger. VertreterInnen der
       Gesundheitsberufe müssen also für die interprofessionelle Zusammenarbeit qualifiziert wer-
       den, um eine bessere und effektive Patientenversorgung und -sicherheit zu gewährleisten.
       Um die zukünftigen Fachkräfte der Gesundheitsberufe auf eine solche Zusammenarbeit gut
       vorzubereiten, soll der interprofessionelle Dialog frühzeitig angestoßen und im Studium konti-
       nuierlich vertieft werden. Über alle Studienjahre hinweg werden in MaReCuM interprofessio-
       nelle Lerneinheiten angeboten, in denen Medizinstudierende und Auszubildende der Physio-
       therapie teilweise auch mit Pflegeauszubildenden mit-, von- und übereinander lernen.
       www.umm.uni-heidelberg.de/studium/lehrprojekte-lehrforschung/interprofessionelles-lernen
          QR-Code zum link finden Sie auf der letzten Seite

                                                                                               11     MaReCuM
DAS GRUNDSTUDIUM: Aufbau, Pläne, Abläufe

Allgemeiner Aufbau
Naturwissenschaftlich orientierte und organbezogene Lehre erwartet Sie im MaReCuM-Grundstudium. Da-
bei geht es zunächst um die Grundlagen der Medizin und um einen ersten Überblick über den menschlichen
Organismus in seiner Gesamtheit. Hier lernen Sie, warum der Mensch laufen kann, wie die Niere funktioniert
und was das Herz am Schlagen hält.
Der Unterricht im MaReCuM-Grundstudium ist in sechswöchige Module aufgeteilt, die jeweils mit einer
Prüfungswoche abschließen. Das Grundstudium schließt mit dem ersten Abschnitt des Staatsexamens ab,
dem M1.

Einführungstage
Vor dem Studienbeginn bieten Studierende der höheren Fachsemester den neuen KommilitonInnen eine
Einführung in das Mannheimer Medizinstudium. Hier werden Aspekte des Studienaufbaus erklärt und An-
sprechpartnerInnen vorgestellt, außerdem gibt es Führungen über den Campus und Demonstrationen zu
den verschiedenen elektronischen Plattformen, die für das Studium wichtig sind. Während der Einführungs-
tage werden Sie sich auch unter Anleitung für die Veranstaltungen des ersten Semesters anmelden. Danach
wird die fristgerechte Anmeldung für die zu belegenden Module in Ihrer Verantwortung liegen.

      Aufgrund der aktuellen Situation werden im Wintersemester 2020 die Einführungstage mögli-
      cherweise anders als gewohnt stattfinden. Bitte informieren Sie sich unter
      www.umm.uni-heidelberg.de/studium/modellstudiengang-medizin/grundstudium/erstsemester/
      und
      https://wp.fimm-online.de/ersti-guide/

Vorbereitungswochen/Propädeutik
In der Propädeutik-Phase wird zunächst naturwissenschaftliches Basiswissen unterrichtet: Vom Atom über
das Molekül bis hin zur Zelle lernen Sie die Grundbausteine und Funktionen des menschlichen Körpers
kennen und eignen sich ein Verständnis für die Komplexität des Organismus an. Diese Vorbereitungswo-
chen vermitteln Ihnen sehr komprimiert den Wissensstoff, auf den Sie später in den verschiedenen Modulen
der Medizin immer wieder zurückgreifen werden.

Stundenpläne und Modulabläufe
Alle Module (Ausnahme: Vorbereitungswochen) sind in zwei Themenblöcke unterteilt, in die sich die ver-
schiedenen Fachgebiete einbringen. Hierfür sind eigens ThemenkoordinatorInnen benannt, die für die The-
menblöcke des Grundstudiums verantwortlich sind.

Praxisbezug
Mit dem Seminar „Einführung in die klinische Medizin / EKM“ haben Sie schon zu Beginn der Ausbildung
die ersten PatientInnenkontakte. Auch die Gesundheitsökonomie ist im Grundstudium Thema. In den or-
ganbezogenen Modulen werden zudem die Inhalte von Anatomie, Physiologie und Biochemie thematisch
verzahnt und aufeinander abgestimmt. So bekommen Sie sehr früh einen Einblick in die komplexen Zusam-
menhänge des menschlichen Organismus.

Leistungsfeedback
Der Lernfortschritt innerhalb eines Lernmoduls wird nach drei Wochen mit einer Zwischenprüfung überprüft.
Am Ende jeden Moduls steht eine Prüfungswoche. Hier erhalten Sie auch eine Rückmeldung über Ihren
Leistungsstand in den einzelnen Fächern

Mentorenprogramm
Im Mentorenprogramm werden Sie vor allem in der Anfangsphase Ihres Studiums von erfahrenen Mitglie-
dern der Fakultät und studentischen Seniormentees betreut und unterstützt. Die einzelnen Gruppen setzen
dabei auch unterschiedliche thematische Schwerpunkte. Im Rahmen des Mentorenprogrammes findet im
zweiten Studienjahr auch die Berufsfelderkundung statt.
www.umm.uni-heidelberg.de/studium/modellstudiengang-medizin/grundstudium/mentorenprogramm/

MaReCuM         12               Leitfaden Grundstudium 2020/21
Das erste Studienjahr

Die Vorbereitungswochen / Propädeutik

       Lehre Special Edition
       2020 beginnt aufgrund der aktuellen Situation das Semester mit seinen Modulen ausnahms-
       weise erst im November. Einige Teile der Vorbereitungswochen allerdings werden bereits
       vorab online abgehalten (Chemie), andere wiederum finden erst im Laufe des modularen
       Unterrichts statt. Bitte beachten Sie, dass Änderungen derzeit auch kurzfristig möglich sind
       und informieren Sie sich rechtzeitig online.

Chemie

               Liebe Studierende,
               vielleicht gehören Sie nicht zu denjenigen, deren Lieblingsfach in der Oberstufe die Chemie
               war. Seltsam, aber das geht manchen SchülerInnen so. Für Ihr Studienfach Medizin indes-
               sen sind Kenntnisse in der Chemie eine unabdingbare Voraussetzung. Und sie stellen wich-
               tige Grundlagen für die nachfolgenden Fächer Biochemie, Physiologie und Pharmakologie
               dar. In unseren Vorlesungen, den Seminaren und dem Praktikum machen wir Sie deshalb
               mit den Grundlagen von allgemeiner Chemie und anorganischer sowie organischer Chemie
               vertraut. Übrigens: Für ein umfassendes Verständnis des Vorlesungsstoffs sowie für eine
               optimale Vorbereitung auf die Klausur ist die aktive Teilnahme an Vorlesungen und Tutorien
unabdingbar, und zwar während der gesamten Dauer der Lehrveranstaltung. Eine kurzfristige Klausurvor-
bereitung anhand von Klausuren vergangener Jahre ist nur bedingt ratsam… Aber keine Angst. Auch vor
Ihnen haben Studierende schon die Chemie geschafft!
Ihr Prof. Dr. Milan Kivala

Die Lernziele:
Anorganische Chemie (Prof. Dr. Gerald Linti)
• Naturwissenschaftliche Grundlagen
• Atomaufbau und das Periodensystem der Elemente
• Chemische Bindungen
• Chemische Reaktionen und das chemische Gleichgewicht
• Lösungen, Säuren und Basen
• Redoxreaktionen und Elektrochemie
• Komplexverbindungen der Übergangsmetalle
• Thermodynamik und Kinetik chemischer Reaktionen
Organische Chemie (Prof. Dr. Milan Kivala)
• Einführung in die Organische Chemie
• Kohlenwasserstoffe: Alkane, Cycloalkane, Alkene, Alkine
• Kohlenwasserstoffe: Aromaten
• Funktionelle Gruppen und wichtige Stoffklassen
• Stereochemie
• Aminosäuren und Proteine
• Kohlenhydrate
• Heterocyclische Verbindungen

Leitung:
Prof. Dr. Milan Kivala (Organische Chemie)
milan.kivala@oci.uni-heidelberg.de
Prof. Dr. Gerard Linti (Anorganische Chemie)
gerald.linti@aci.uni-heidelberg.de

                                                                                      13     MaReCuM
Medizinische Terminologie

               Liebe Studierende,
               zu Beginn Ihres Medizinstudiums in Mannheim begrüße ich Sie zum Praktikum der Medi-
               zinischen Terminologie. Sie sollen bei uns die Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die
               Sie befähigen, im Verlauf Ihrer Ausbildung die medizinische Fachsprache selbstständig und
               so zu erlernen, dass Sie diese bei der Ausübung Ihrer späteren ärztlichen Berufstätigkeit
               korrekt, präzise und situationsgemäß anwenden können.
               Ihr Prof. Dr. Axel W. Bauer

Die Lernziele:
Die/der Studierende soll
• den Charakter, die Funktion und die Grundelemente der Fachsprache kennzeichnen und erläutern können
• die zum Verständnis und zum Gebrauch der Fachsprache notwendigen sprachlichen Grundregeln kennen
  und anwenden können
• Grund- und Zentralbegriffe der medizinischen Fachsprache nach ihrer systematischen Stellung, in ihrem
  Kontext, nach ihrer sprachlichen Form und ihrer Bedeutung beschreiben und erklären können
• Grundprobleme der Fachsprache als eines Mediums der Information und Kommunikation in der
  Wissenschaft, unter Kollegen und Mitarbeitern, mit den Patienten und im Umgang mit Behörden und der
  Öffentlichkeit kennen und erläutern können

Physik

Vorlesungen
Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über die Zusammenhänge über die verschiedenen Gebiete der
Physik und wie diese in die Medizin hineinwirken. So lernen Sie u.a., Querbezüge zwischen den verschie-
denen Bereichen herzustellen. Damit können Sie physikalische Konzepte in der Praxis anwenden bzw.
beurteilen, ob die Ergebnisse etwa einer Messung oder einer Studie physikalisch sinnvoll sind oder nicht.
Ein Forum sowie Quizzes/Leitfragen dienen dazu, sich auszutauschen bzw. konkret mit einem Thema aus-
einander zu setzen.
Seminare
Das Ziel der Seminare ist es, die wesentlichen Kompetenzen zur Vermittlung von Informationen aus einem
naturwissenschaftlichen Fachgebiet zu demonstrieren. Zusätzlich wird die Kompetenz zur mathematischen
Analyse von Messergebnissen erarbeitet. Die Dozenten sind darauf vorbereitet, intensiv mit Ihnen Themen
zu diskutieren. Auch Sie sollten sich gut vorbereiten einerseits, um mit konkreten Fragen Ihre Wissenslü-
cken zu füllen, andererseits, um Ihr Wissen einzusetzen.
Praktika
In den Praktika lernen Sie, wie man wiederholbare und strukturierte Messung durchführt und später korrekt
auswertet. Damit erhalten Sie die Kompetenz, diese Methodik in anderen Fachgebieten, in diagnostischen
Messtechniken oder klinischen Studien korrekt anzuwenden.
Leitung: Prof. Dr. Jürgen Hesser,
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Medizinische Fakultät Mannheim

MaReCuM         14               Leitfaden Grundstudium 2020/21
Biomathematik

               Sind Biomathematik und Biostatistik unattraktiv? Keineswegs! Erst eine statistische Analyse
               ermöglicht es Ihnen, Daten zu strukturieren, Zusammenhänge aufzudecken, Ergebnisse zu
               interpretieren und die daraus resultierenden Erkenntnisse zum Wohle der Patienten prak-
               tisch umzusetzen. Jede Ärztin, jeder Arzt, der wissenschaftliche Publikationen liest oder
               selbst erstellt, weiß das... Aber warum eilt diesem Fach ein schlechter Ruf voraus? Das
               liegt wahrscheinlich daran, dass statistische Methoden auf mathematischen Formeln basie-
               ren - und die sind für viele Menschen ein Gräuel. Als Anwender muss man diese Formeln
               jedoch nicht herleiten oder gar auswendig lernen (zumal die Berechnungen üblicherweise
von einer Software durchgeführt werden). Man sollte vielmehr verstehen, wie statistische Methoden sinnvoll
angewendet werden und was die Daten zu sagen haben. Wenn Sie diesem Fachgebiet unbefangen begeg-
nen, erschließen sich Ihnen äußerst interessante Anwendungsmöglichkeiten!
Wir freuen uns auf das gemeinsame Lernen mit Ihnen.
Ihre Prof. Dr. Christel Weiß, Diplom-Mathematikerin

Die Lernziele:
• Grundbegriffe
• Analysemethoden aus den Gebieten der medizinischen Statistik
• Epidemiologie und statistische Begriffe

Leitung: Prof. Dr. Christel Weiß

Einführung in die Klinische Medizin

               Liebe Studierende,
               im Rahmen unseres Mannheimer Curriculums MaReCuM wollen wir Ihnen bereits zu Be-
               ginn des Studiums den Bezug des Grundstudiums zu den Kernaufgaben des ärztlichen
               Berufes verdeutlichen. Die 10 geplanten Veranstaltungen mit Dozentinnen und Dozenten
               aus den operativen und nicht-operativen Fächern der klinischen Medizin, der Psychosoma-
               tik und Psychotherapie sowie der Medizinethik verteilen sich auf die Vorbereitungswochen
               sowie auf das Modul 3 im kommenden Sommersemester.

               Ihr Prof. Dr. Axel W. Bauer

Die Themen:
• Klinische Medizin – Was ist das?
• Ärztliche Gesprächsführung und Grundlagen der ärztlichen Kommunikation
• Ärztliche Beziehungsgestaltung
• Grenzerfahrung Tod und Sterben
• Was ist Medizinethik und wozu braucht man sie?
• Medizinethische Probleme an Lebensanfang und -ende
• Klinische Ethikberatung

                                                                                      15     MaReCuM
Beginn der Module im ersten Studienjahr
       Modul I: 02.11.20, Modul II: 11.01.2021, Modul III: 12.04.2021, Modul IV: 31.05.2021
       Alle Angaben ohne Gewähr; Änderungen vorbehalten

Die Module

Modul I, Themenblock Zellbiologie

                 Liebe Studierende,
                 zu den Grundlagen der Medizin gehört das Verständnis wie eine Zelle aufgebaut ist, wie
                 sie ihre Funktionen erfüllt und wie sie mit anderen Zellen interagiert, um die funktionelle Ein-
                 heit des Organismus zu gewährleisten. Störungen normaler zellulärer Funktionen liegen allen
                 Krankheiten zu Grunde. Sie werden mit Hilfe der zellbiologischen Methoden und der Mikro-
                 skopie tiefe Einblicke in das „Innere Leben der Zelle“ erhalten. Somit werden Sie Kenntnisse
                 erwerben, die die Grundlagen der Diagnostik und Therapie von Krankheiten sind.

                 Ihre Prof. Dr. G. Dobreva

Die Lernziele:
• Grundkenntnisse zum Aufbau der Zelle und ihrer wesentlichen Organellen
• Kenntnisse über wesentliche zellbiologische Funktionen (Zellzyklus, Zellteilung, Zelltod, Aufgaben
  des Zytoskeletts, Zell-Zell-/Zell-Matrix-Interaktionen, Migration, Zelldifferenzierung, Vesikeltransport,
  Zellerregung, elektrische Signalübertragung in Zellen)
• Grundlagen der mikroskopischen Anatomie der Gewebearten (Oberflächenepithel, Drüsenepithel,
  Nervengewebe)

Modul I, Themenblock Naturwissenschaftliche Propädeutik

                 Liebe Studierende,
                 nachdem Sie jetzt die Chemie und Physik intensiv gelernt haben, wollen wir das alles an-
                 wenden auf die Biochemie und Physiologie, und damit auf den Menschen. Der bioche-
                 mische Teil von NwP klärt die Frage, wie wir aus Traubenzucker Energie gewinnen, der
                 physiologische handelt vor allem von den Sinnen.

                 Ihr PD Dr. G. Brüning

Die Lernziele:
Die/der Studierende soll
• die wesentlichen experimentellen Grundfertigkeiten beschreiben und beherrschen.
• die Funktionsweise der in den Praktika der Biochemie und Physiologie verwendeten
  Geräte beschreiben können.
• in der Lage sein, Konzentrationen, Molekulargewichte und Verdünnungen zu berechnen.
• die für die biochemischen Reaktionen relevanten Verbindungen und Mechanismen kennen.
• die Stoffwechselwege des Abbaus von Glucose zu CO2 und Wasser und die Verwendung
  der Elektronen zur ATP-Synthese erlernen.
• Intensitäts- und Raumschwellen bestimmen können und die Formeln zur
  Beschreibung des Zusammenhangs von Empfindungsstärke und physikalischer
  Reizstärke verstehen.
• die Kodierung von Sinnesreizen an peripheren Nervenendigungen sowie die
  Signalverarbeitung in den Sinnesbahnen am Beispiel der Somatosensorik begreifen.
• die klinische Prüfung der somatosensorischen Grundfunktionen beherrschen
  und deren Ausfallsmuster bei paradigmatischen Erkrankungen des Nervensystems
  interpretieren können.

MaReCuM           16                Leitfaden Grundstudium 2020/21
Modul II, Themenblock Bewegungsapparat

              Liebe Studierende,
              es gibt wohl kaum einen vorklinischen Themenbereich, in dem Struktur und Funktion so eng
              miteinander verknüpft sind wie dies beim Bewegungsapparat der Fall ist. Hierin liegt die
              besondere Faszination des Bewegungsapparates – und diese Faszination möchte ich Ihnen
              gemeinsam mit meinem engagierten Team aus der Anatomie vermitteln!

              Ihr Prof. Dr. C. Schultz

Die Lernziele:
• Erwerb von grundlegenden Kenntnissen zu Aufbau und Funktion des menschlichen Bewegungsapparates.
• Grundlagen zum Verständnis krankheitsrelevanter Störungen des Bewegungsapparates.
• Gesamte systematische und topographische makroskopische Anatomie des Bewegungsapparates
  (Extremitäten, Wirbelsäule und Becken, Bauch- und Thoraxwand) mit aktiven (Skelettmuskulatur) und
  passiven (z.B. Knochen/Sehnen) Elementen, inkl. der zu versorgenden Leitungsbahnen
  (Arterien, Venen, Nerven).

Modul II, Themenblock Blut

              Liebe Studierende,
              Blut ist nicht nur bekanntlich ein besonderer Saft; Blut ist auch das Sinnbild unseres Lebens.
              Alle Stoffwechselfunktionen bilden sich in unserem Blutstrom ab, und über das Blut werden
              alle unsere Organe und Lebensfunktionen versorgt. Die Entwicklung der Blutzellen und des
              Blutkreislaufes ist dabei schon früh in der Evolution entstanden. In diesem Modul lernen
              Sie die Bestandteile des Blutes, ihre Bildung und ihre Funktionen kennen, und wir zeigen
              Ihnen, wie man an diese medizinisch-diagnostisch und therapeutisch wertvolle Quelle durch
              sachgerechte Punktion gelangt.

              Ihr Prof. Dr. H. Klüter

Die Lernziele:
• Gliederung und Anatomie des Blutkreislaufsystems
• Zusammensetzung und Eigenschaften des Blutes
• Aufbau des Knochenmarks und Bildung der Blutzellen
• Eisenstoffwechsel und Transport; Hämsynthese und Abbau
• Grundlagen des Gastransports
• Grundlagen der Blutgerinnung

                                                                                        17    MaReCuM
Modul III Themenblock Herz

               Liebe Studierende,
               im Modul III Themenblock Herz wird Ihnen die Topographie, Anatomie, Histologie und
               Physiologie des Herzens und dessen Bedeutung als zentrales Organ des menschlichen
               Körpers im klinischen Kontext vermittelt.
               Herz-Kreislauferkrankungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen,
               weshalb profunde Kenntnisse über seine Funktionsweise unumgänglich ist. Wir freuen uns
               sehr über die bisherige positive Resonanz zu unserem interdisziplinären und praxisnahen
               Themenblock und hoffen, Sie als Studierende auch in Zukunft weiter für das Herz begeistern
               zu können.
               Ihr Prof. Dr. M. Borggrefe

Die Lernziele:
Die Studierenden sollen Kenntnisse erlangen über
Anatomie:
• den makroskopischen und mikroskopischen Aufbau des Herzens, der Herzkranzgefäße und des Herzbeutels.
• klinisch relevante topographische Beziehungen des Herzens, Herzbeutels und der großen, herznahen
  Gefäße zu anderen anatomischen Strukturen und Organen im Brustkorb.
Biochemie:
• die Synthese, den Transport und den Abbau der Lipide (Fettsäuren, Glycerolipide, Cholesterin).
• die Synthese und die Wirkungsweise der für Herz und Gefäße relevanten Signalmoleküle.
Kardiologie:
• die Fertigkeit der Herzauskultation in Zusammenschau mit den anatomischen und physiologischen Grundlagen.
• die Basisbefundung eines normalen Elektrokardiogramms unter Berücksichtigung der Grundlagen der
  Erregungsausbreitung und -rückbildung am Herzen.
Physiologie:
• die elektrophysiologische und mechanische Funktionsweise des Herzens und seiner Regulationsmechanismen
  sowie die pathophysiologischen Zusammenhänge bei Herzinsuffizienz im Rahmen eines ersten Überblicks.
• die Kreislaufphysiologie, dabei insbesondere das arterielle und venöse System, die glatte Muskulatur,
  übergeordnete Regulationsmechanismen und pathophysiologische Aspekte arterieller Hypertonie.

Modul III, Themenblock Arzt und Patient

               Liebe Studierende,
               in dem Themenblock „Arzt und Patient“ befassen wir uns u.a. mit der Einbettung der Tätigkeit
               des Arztes in soziale, institutionelle und gesellschaftliche Strukturen, mit dem diagnostischen
               Prozess, ärztlicher Urteilsbildung, mit Urteilsfehlern, Entscheidungskonflik­ten, dem medizi-
               nischen Versorgungssystem, Patientenkarrieren im Versorgungssystem, der Selbstwahrneh-
               mung der Patienten, mit Fragen der Qualitätssicherung und des Qua­litätsmanagements und
               mit der Erstellung von Versuchsplänen und Methoden der Date­nerhebung und -auswertung.
               Nicht nur theoretisch: relevante kommunikative Fertigkeiten werden auch ganz praktisch ein-
               geübt.
               Ihr Dr. Seth Levine

Die Lernziele:
• Methodische Grundlagen empirischer Forschung
• Theoretische und praktische Grundlagen ärztlichen Handelns
• Arzt-Patientbeziehung: Anamnese und diagnostische Urteilsbildung
• Soziokulturelle Modelle von Krankheit und ärztlichem Handeln
• Gesundheitssystem und Interventionsmethoden
• Förderung und Erhaltung von Gesundheit

MaReCuM         18               Leitfaden Grundstudium 2020/21
Modul IV, Themenblock Atmung

              Liebe Studierende,
              der Themenblock Atmung vermittelt konzept-basierend das Verständnis von fundamentalen
              Mechanismen des Gasaustausches bis zu ihrer klinischen Anwendung. Dabei sehe ich ein
              fundiertes Wissen der physikalischen Prinzipien und ihr Auswirken auf die respiratorische
              Physiologie als unentbehrliche Grundlage für das Verständnis medizinischer Fälle und
              deren Behandlung.

              Ihr PD Dr. R. Carr

Die Lernziele:
• Kenntnisse der gesamten systematischen und topographischen makroskopischen Anatomie der
  oberen Luftwege und des Halses, sowie der Grundlagen und Bedeutung pathologischer mechanischer
  Veränderungen der oberen Atemwege, z.B. einer Verlegung derselben
• Kenntnisse der wesentlichen mikroskopischen Anatomie und Funktion der Schleimhäute der
  oberen Atemwege und des Bronchialsystems sowie Kenntnisse der mikroskopischen Anatomie des
  Alveolarsystems
• Kenntnisse der zum Verständnis notwendigen Embryologie und Terminologie der oberen Atemwege und
  der Lunge
• Kenntnisse der Makrophysiologie der Lungenatmung und des pulmonalen Gasaustauschs (Funktionelle
  anatomische Grundlagen der Atembewegungen, Atemmechanik, Atemkräfte, Lungenvolumina/
  Kapazitäten)
• Kenntnisse der Mikrophysiologie des Gasaustauschs an der alveokapillären Membran einschließlich der
  Aufnahme des Sauerstoffs ins Blut und des Atemgastransports im Blut
• Kenntnisse der Regulation der Atmung
• Kenntnisse der Anatomie am Lebenden inkl. Funktion der äußeren Atemwege
• Grundkenntnisse zu den Umweltgegebenheiten des pulmonalen Gasaustauschs (Zusammensetzung der
  Atemluft, Atmung unter besonderen Verhältnissen)
• Grundkenntnisse der Leistungsphysiologie
• Grundkenntnisse der künstlichen Beatmung und der die Atmung unterstützenden Maßnahmen

Modul IV, Themenblock Erreger und Abwehr

              Liebe Studierende,
              mir ist die Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen zu Infektionserregern und den
              Mechanismen der immunologischen Erregerabwehr ein wichtiges Anliegen. Dieses Wissen
              ist von entscheidender Bedeutung für Ihre weitere Ausbildung im Bereich der Diagnostik und
              Therapie von Infektionserkrankungen, denen Sie in allen Fachbereichen später begegnen
              werden.

              Ihr Prof. Dr. T. Miethke

Die Lernziele:
• Aufbau und Replikation von Infektionserregern
• Übertragung von Infektionserregern
• Stellenwert von Hygiene und Impfung für Prävention und Abwehr von Infektionserkrankungen
• Strukturen und Funktion von Elementen des Immunsystems einschließlich der Effektormechanismen
  von unspezifischen und spezifischen Abwehrreaktionen
• Anatomie und Histologie der lymphatischen Organe
• Pathologische Reaktionen des Immunsystems

                                                                                    19     MaReCuM
1. Studienjahr 2020/21 Jahrgang 15
    KW 41            42              43         44                45                 46           47                  48         49      50            51           52
                  Vorbereitungswochen                                                                           Modul I
    Physik                Chemie              Chemie                                      Naturwissenschaftliche Propädeutik                                        frei
                                                                                                                                                    Prüfung
     EKM         Biomathe     Terminologie   Praktikum                                                 Zellbiologie

    KW 1             2               3           4                 5                 6             7                  8           9      10            11           12
     frei                                                       Modul II
                                               Bewegungsapparat                                                                  frei    Krankenpflegepraktikum Teil I
                                                                                                                Prüfung
                                                         Blut

    KW 13            14              15         16                17                 18           19                  20         21      22           23            24
                                                                                  Modul III                                                        Modul IV
  Krankenpflegepraktikum
                                                                           Herz                                                                    Atmung
          Teil I                                                                                                               Prüfung
                                                                 ÄrztIn und PatientIn                                                         Erreger u. Abwehr

    KW 25            26              27         28                29                 30           31                  32         33      34           35            36
                          Modul IV
                  Atmung                                                                                                                             frei
                                              Prüfung                                Krankenpflegepraktikum Teil II
             Erreger u. Abwehr
Angaben ohne Gewähr, Änderungen möglich

              Bitte beachten Sie
              In diesem Jahr läuft die Studieneingangsphase anders als in dem hier dargestellten klassischen Schema.
      !       Beginn des Präsenzunterrichts ist am 2. November, der Chemie-Unterricht findet vorab online statt.
MODULPLAN 1. Studienjahr

        Modul                       Titel                                    Inhalt                                      Themenkoordination

                                                                                                        Prof. Dr. Jürgen Hesser
                                                                                                        Leiter experimentelle Strahlentherapie
                                 Propädeutik                   Grundlagen Physik und Chemie
                                                                                                        Prof. Dr. Milan Kivala, Prof. Dr. Franziska Thomas
                                                                                                        Organisch-Chemisches Institut Heidelberg

                                                            Grundlagen der medizinischen Fach-          Prof. Dr. Axel W. Bauer
                                Terminologie
                                                              sprache, Ethik, Medical English           Fachgebiet Geschichte, Theorie und Ethik in der Medizin

                                                                                                        Prof. Dr. Axel W. Bauer
                                                             Allgemeine Krankheitslehre, Anam-          Fachgebiet Geschichte, Theorie und Ethik in der Medizin
                         Einführung Klinische Medizin       nese, Gesprächsführung, körperliche         Prof. Dr. Martin Bohus
  Einführungs-                      (EKM)                   Untersuchung, Patientenvorstellung,         Wissenschaftlicher Direktor, Klinik für Psychosomatik und
    wochen                                                     Klinische Anwendungsbeispiele            Psychotherapeutische Medizin am Zentralinstitut
                                                                                                        für Seelische Gesundheit

                                                            Einführung in die Bibliothek, Literatur-    Jutta Matrisciano, Dipl.-Bibl. (FH)
                                                                                                        Bibliothek
                            Bibliothek/E-Learning                         recherche
                                                                                                        Barbara Braun, M.A.
                                                                    E-Learning-Angebote                 eLearning-Team

                                                            Grundbegriffe, Analysemethoden aus
                                                            den Gebieten der medizinischen Sta-         Prof. Dr. Christel Weiß
                               Biomathematik                                                            Leiterin Abteilung für Medizinische Statistik,
                                                            tistik, Epidemiologie und statistische      Biomathematik und Informatik
                                                                           Begriffe

                                                                                                        Prof. Dr. Dr. Georg Stoecklin
                         Naturwissenschaftliche Pro-          Grundlagen der Physiologie und            Direktor Biochemie
                              pädeutik (NwP)                           Biochemie                        PD Dr. Gerold Brüning
          I                                                                                             Biochemie

                                                            Grundlagen der Zellbiologie, Histolo-       Prof. Dr. Gergana Dobreva
                                 Zellbiologie
                                                                       gie, Biologie                    Direktorin Anatomie und Entwicklungsbiologie

                                                            Osteologie, Haut, Muskel, periphere
                                                            Nerven, topographische Anatomie,            Prof. Dr. Christian Schultz
                             Bewegungsapparat
                                                            Untersuchung, Anatomie am Leben-            Direktor Neuroanatomie
                                                                           den
          II
                                                            Blutbestandteile, Blutbildung, Blutge-      Prof. Dr. Harald Klüter
                                     Blut
                                                                  fäße (Aufbau), Histologie             Direktor Institut für Transfusionsmedizin und Immunologie

                                                                                                        Prof. Dr. Martin Borggrefe
                                                            Herz, Kreislaufsystem, Hämodynamik,         Direktor I. Med. Klinik
                                    Herz
                                                                   vegetative Physiologie               PD Dr. Michael Behnes
                                                                                                        I. Med. Klinik

                                                                                                        Prof. Dr. Dr. h.c. Herta Flor
         III                                                                                            Direktorin Institut für Neuropsychologie und Klinische Psy-
                                                            Kommunikation, Grundlagen Neurobi-
                               Arzt und Patient                                                         chologie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
                                                              ologie, Psychologie, Prävention
                                                                                                        Dr. Seth Levine
                                                                                                        Zentralinstitut für Seelische Gesundheit

                                                                                                        Prof. Dr. Manfred Thiel
                                                              Obere Atemwege, Thoraxorgane              Direktor Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
                                   Atmung                   (ohne Herz), Atmung, Atmungskette,
                                                              Sport- und Leistungsphysiologie           PD Dr. Richard Carr
                                                                                                        Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
         IV                                                 Immunologie (angeborene Immunität),
                                                                                                        Prof. Dr. Thomas Miethke
                             Erreger und Abwehr               Allgemeine Mikrobiologie und Hy-
                                                                                                        Direktor Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
                                                                          giene.

Beispiel für eine Unterrichtswoche einer Seminargruppe im ersten Studienjahr
               Montag         Dienstag                       Mittwoch                                   Donnerstag                                  Freitag

  8-9
                             blockbezogene
                                Vorlesung
                                                        blockbezogene Vorlesung                     blockbezogene Vorlesung                          Seminar
 9-10          Seminar

 10-11                       blockbezogene
                                Vorlesung               blockbezogene Vorlesung              Seminar             Praxiseinheit                       Seminar
 11-12

 12-13
           blockbezogene
              Vorlesung
 13-14
                               Seminar
 14-15                                                       Praxiseinheit        Seminar                  Praxiseinheit Seminar
           blockbezogene
              Vorlesung                         Praktikum                                   Praktikum                                      Praxiseinheit      Seminar
 15-16
                               Seminar
 16-17                                                       Praxiseinheit        Seminar

         ▀ Dunkelblau: Pflichtveranstaltung der Gruppe                                  ▀ Hellblau: Vorlesungen
         ▀ Farblos: andere Gruppen

                                                                                                                                         21          MaReCuM
Das zweite Studienjahr

Nach den ersten vier Modulen in Ihrem ersten Studienjahr können Sie nun mit dem zweiten Studienjahr
beginnen. Viele der Abläufe an der Medizinischen Fakultät Mannheim sind Ihnen jetzt bereits vertraut und
Sie kennen sich auch in Ihrer neuen Stadt schon ein wenig aus.
Bevor Sie mit dem 5. Modul beginnen, steht am Anfang des zweiten Studienjahres ein zweiwöchiges Wahl-
fach. In Ihrem zweiten Jahr absolvieren Sie außerdem die Berufsfelderkundung. Dadurch bekommen Sie
eine Einsicht in die ärztliche Arbeit in verschiedenen Berufsfeldern und in die Vielfalt der Berufsmög-
lichkeiten, die sich Ihnen mit einem Medizinstudium eröffnen. In MaReCuM findet diese Erkundung ver-
pflichtend im Rahmen des Mentorenprogrammes statt. In Ihrer Mentorengruppe erhalten Sie rechtzeitig die
nötigen Informationen.

Wahlfach im Grundstudium
Das Wahlfach setzt sich aus Vorlesungen und Seminaren zusammen. Die Vorlesungen finden für alle Stu-
dierenden gemeinsam statt. Die Seminare besuchen Sie dann nur für das Fach, das Sie im Rahmen dieses
Angebotes weiter vertiefen möchten. Das WF schließt mit einer benoteten Klausur ab. Folgende Fächer
stehen für Sie zur Auswahl:
    ► Medical Skills:
    Notfallmedizin inklusive Erste Hilfe / Erste-Hilfe-Schein, Befunderhebung, Medizinische Informatik
    ► Gesundheitsökonomie:
    Health Care Management, Health Economics
    ► Medical Physics:
    Anwendung moderner Verfahren der Physik in Diagnostik und Therapie
    ► Klinische Forschung:
    Zusammenspiel Klinik/Forschung, Triple-B-Lectures, Medical Journals
    ► Allgemeinmedizin:
    Einblicke in die hausärztliche Versorgung, Patientenkontakt,
    Hospitationen in hausärztlichen Praxen

      Interesse an der Ambulanten Medizin? Hier haben wir ein Angebot:
      Die ambulante Medizin gewinnt aufgrund neuer gesellschaftlicher Strukturen und Behand-
      lungsmodelle immer mehr an Bedeutung. Als ambulante Disziplin „par excellence“ stellt die
      Allgemeinmedizin zudem einen zentralen Ansatzpunkt in der Lehre dar. Um die Ausbildung
      im Fachgebiet Allgemeinmedizin zu stärken, hat die Medizinische Fakultät ein Programm auf-
      gelegt, das die Studierenden bereits im Grundstudium für dieses Fachgebiet begeistern will.
      Ziel ist es, einen exklusiven Einblick in die praktische Hausarzttätigkeit im hausärztlichen Kon-
      text zu ermöglichen und ein Interesse für die ambulante hausärztliche Versorgung zu wecken.
      So stehen Hospitationen in Hausarztpraxen und ein besonders auf Allgemeinmedizin ausge-
      richtetes Lehrangebot bereits im vorklinischen Wahlfach auf dem Programm. Im Rahmen des
      MaReCuM-Mentorenprogramms wird es zudem zwei eigene Gruppen mit dem Schwerpunkt
      „Allgemeinmedizin“ geben. Informationen dazu erhalten Sie im Verlauf des ersten Semesters
      von Ihrer Mentorin/Ihrem Mentor.
      Die frühe Heranführung an die Spezifika der ambulanten Versorgung soll die Studierenden
      bereits zu Beginn des Studiums anregen und zur weiteren Vertiefung dieser Neigungen und
      Interessen im klinischen Abschnitt motivieren. Die ambulante Medizin erhält im Rahmen die-
      ses Pilotprojektes der Medizinischen Fakultät Mannheim so im Studium den Stellenwert, den
      sie in der Versorgung einnimmt.
      www.umm.uni-heidelberg.de/studium/modellstudiengang-medizin/grundstudium/#c65782
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       Informationen zum Wahlfach finden Sie auch beim Landesprüfungsamt:
       https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Bildung/Ausbildung/Ausbildung-Arzt/Seiten/
       Abschnitt_01.aspx
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MaReCuM              22                          Leitfaden Grundstudium 2020/21
Zum Beispiel: Stundenplan Wahlfach
                                                                            Woche 1
                                                                                                     Gruppe                      Gruppe
                   Gruppe 1            Gruppe 3       Gruppe 4       Gruppe 5           Gruppe 6                  Gruppe 8                  Gruppe 10        Gruppe 11
                                                                                                        7                           9
                                                                             Montag
   08-09
                                                                            Vorlesung Notfallmedizin
   09-10
   10-11
   11-12
                                                                    Vorlesung Einführung Gesundheitswesen
   12-13
   13-14      Klinische Forschung   Medical Physics
                                                                                        Notfall-                Medical Infor-
   14-15                                              Ökonomie
                                                                                        medizin                   matics
   15-16                                                           Notfallmedizin
   16-17
   17-18
   18-19
                                                                            Dienstag
   08-09
   09-10      Klinische Forschung   Medical Physics                Notfallmedizin
                                                                                                                                                          Allgemeinmedizin
   10-11                                              Ökonomie
   11-12
   12-13
                                                                    Vorlesung Einführung Gesundheitswesen
   13-14
   14-15
                                                                   Notfallmedizin
   15-16                                                                                             Notfall-                                Notfall-
                                                                                                                                                          Allgemeinmedizin
   16-17                                                                                Notfall-     medizin                                 medizin
                                                                   Notfallmedizin
   17-18                                                                                medizin
                                                                            Mittwoch
   08-09
                                                                   Notfallmedizin
   09-10      Klinische Forschung   Medical Physics                                                  Notfall-                                Notfall-
   10-11                                                                                             medizin                                 medizin
   11-12
   12-13
                                                                         Vorlesung Klinische Forschung
   13-14
   14-15                                                                                             Notfall-
   15-16                                              Ökonomie                                       medizin
                                                                                                                                 Notfall-
   16-17                                                                                                        Notfallmedizin               Notfall-
                                                                                                                                 medizin
                                                                                                                                             medizin
   17-18
                                                                           Donnerstag
   08-09      Klinische Forschung   Medical Physics                                     Notfall-                                             Notfall-
                                                                   Notfallmedizin
   09-10                                                                                medizin                                              medizin
                                                                                                                                 Notfall-
   10-11                                                                                                        Notfallmedizin               Notfall-
                                                                                                                                 medizin                  Allgemeinmedizin
                                                                                                                                             medizin
   11-12
   12-13
   13-14
   14-15                                                                                                                                     Notfall-     Allgemeinmedizin
   15-16                                                         Medical Informatics                                                         medizin
   16-17                                              Ökonomie
   17-18
 10/11/2019
   08-09
                                                                                                     Notfall-
                                                                   Notfallmedizin
   09-10                                                                                             medizin
                                                                                         Medical
   10-11                                                                               Informatics
                                                                   Notfallmedizin
   11-12      Klinische Forschung
                                                      Ökonomie
   12-13                                                                                                                         Notfall-
                                    Medical Physics                Notfallmedizin
   13-14                                                                                                                         medizin
   14-15
                                                                   Notfallmedizin                               Notfallmedizin                Medical     Allgemeinmedizin
   15-16
                                                                                                                                            Informatics
   16-17
                                                                                                                Notfallmedizin
   17-18

  Auszug beispielhaft, Angaben ohne Gewähr

                                                                                                                                            23          MaReCuM
Modul V, Themenblock Verdauung

               Liebe Studierende,
               die Verdauung von Nahrung ist essentiell für ein gesundes Leben und besteht aus einem
               hoch komplexen Zusammenspiel verschiedener Organsysteme. Die Erforschung dieses
               Systems ist faszinierend, und wir sind erst am Anfang, die Ursachen von Erkrankungen des
               Verdauungssystems zu verstehen.

               Ihr Prof. Dr. M. Ebert

Die Lernziele:
Verdauung: Die Studierenden sollen mit dem Teilthema Schmerz die in Modul 1 begonnene Beschäftigung
mit der Sensorik fortführen, hier nun mit einem klinisch sehr wichtigen Thema. Mit dem Teilthema „Vegeta-
tives Nervensystem" sollen die Studierenden eine gesamtheitliche Sichtweise auf den Organismus vermit-
telt bekommen, indem Inhalte anderer Module (z.B. 3 und 4) mit dem laufenden Modul integrativ behandelt
werden. Die Studierenden sollen weiterhin die Funktion und Arbeitsweise des Verdauungstrakts kennen
lernen. Dies soll die Studierenden in die Lage versetzen, die Grundzüge der klinischen und technischen
Untersuchungsverfahren zur Differenzialdiagnose von Erkrankungen des Verdauungstrakts zu verstehen.

Physiologie: Basierend auf den makroskopischen und histologischen Strukturkenntnissen des vegetativen
Nervensystems und der Organe des Verdauungstrakts sollen die Studierenden die Funktionen dieser Sys-
teme auf zellulärer Ebene, auf Organebene und auf systemischer Ebene verstehen. Auf zellulärer und Or-
ganebene gehören hierzu die Mechanismen von Sekretion, Resorption und Motilität der glatten Muskulatur.
Auf Systemebene wird die Innervation des Verdauungstrakts in die efferenten Funktionen des vegetativen
Nervensystems und die afferenten Funktionen von Viszerozeption und Nozizeption eingeordnet. Die Stu-
dierenden sollen die pathophysiologische Basis von Erkrankungen des Verdauungstrakts verstehen.

Modul V, Themenblock Medizinische Psychologie und Soziologie

               Liebe Studierende,
               jeder Mensch hat eine einzigartige Entwicklungs- und Sozialisationsgeschichte, die sein
               Denken, seine Gefühlswelt und sein Verhalten prägt – also das, was wir Persönlichkeit
               nennen. In den Vorlesungen und Seminaren des Moduls werden wir uns mit den Grund-
               prinzipien der Wahrnehmung, der Kognition, des Lernens, der Emotion und der Motivation
               beschäftigen und sowohl theoretisch als auch praktisch die Bedeutung dieser individuellen
               Merkmale für den Arztberuf erarbeiten.

               Ihr Dr. Seth Levine
Die Lernziele:
• Biologische Grundlagen zur Medizinischen Psychologie und Soziologie
• Theoretische und empirische Grundlagen von Lernen und Kognition
• Theoretische und empirische Grundlagen von Emotion und Motivation
• Theoretische und empirische Grundlagen zum Thema Persönlichkeit und Verhalten
• Theoretische und empirische Grundlagen zum Themenkomplex Entwicklung und primäre
  Sozialisation im Lebenslauf
• Theoretische und empirische Grundlagen soziodemographischer und sozialstruktureller
  Determinanten des Lebenslaufs

      Beginn der Module im zweiten Studienjahr
      Modul V: 19.10.2020, Modul VI: 07.12.2020, Modul VII: 22.03.2021, Modul VIII: 24.05.2021
      Alle Angaben ohne Gewähr; Änderungen vorbehalten

MaReCuM          24                Leitfaden Grundstudium 2020/21
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