Die gilde - ALTPFADFINDERGILDEN e. V. 2/2020 VERBAND DEUTSCHER - ISGF
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die
gilde
Seite 15
Die Gilde Cosmas und
Damian besuchte das
Parkleuchten im Grugapark
Seite 28: Diskussion -
Vorschlag zur Änderung
unseres Verbandsnamen
VERBAND DEUTSCHER
ALTPFADFINDERGILDEN e. V. 2/2020Die Welt ist
anders geworden
In diesen Tagen und Wochen hat uns die Natur
sehr eindrücklich und nachhaltig gezeigt,
dass nicht wir Menschen sie beherrschen,
sondern dass die Natur uns steuert und
beherrscht. Es ist deshalb an der Zeit, in
Demut und Dankbarkeit uns dessen
bewusst zu werden, was uns die Natur täg-
lich schenkt und was uns in Deutschland
an Sicherheit und Wohlstand beschieden
ist. Wir verfügen über ein hervorragendes
Gesundheitssystem und verantwortungs-
bewusste politische Führungspersönlich-
keiten, für die es äußerst schwierig ist,
maßvolle Einschränkungsentscheidungen
treffen zu müssen.
Ja, wir müssen auf Manches und oft auch auf
Vieles verzichten. Wie lange wird es dau-
ern, bis alles wieder so ist, wie vor der
Corona-Krise? Niemand kann darauf eine
präzise Antwort geben. Die exakte Berech-
enbarkeit stößt hier an ihre Grenzen. Jetzt
ist Kreativität und Solidarität gefragt. Wer
braucht Hilfe, wer kann wie helfen? Es gibt
inzwischen viele Menschen, die sich für
andere engagieren – gute Taten vollbrin-
gen, dem Motto der Pfadfinderbewegung
entsprechend. Kritik hilft in dieser Zeit
wenig weiter, konkrete, konstruktive Taten
sind gefragt, jeder ist jetzt dazu aufgefor-
dert sich einzubringen, dort wo es für ihn
möglich ist. Kleine Taten sind besser als
keine Taten.
Auch in unserem Verband müssen wir in diesem
Jahr auf alle Begegnungsmöglichkeiten auf
regionaler, nationaler und internationaler
2Ebene verzichten. Nutzen wir deshalb die
digitalen Möglichkeiten oder die älteren
Kommunikationsmöglichkeiten – Briefe u.
Karten schreiben, einfach telefonieren –
um Kontakte zu pflegen und uns gegensei-
tig zu stärken.
Besinnen wir uns auf das, was wir haben und nut-
zen wir die gewonnene Zeit für
Kleinigkeiten und Neues, wozu wir bisher
nie gekommen sind. Lasst uns trotz aller
Schwierigkeiten mit Zuversicht und Ver-
trauen in die Zukunft blicken. Uns geht es
besser als Millionen anderer Menschen auf
unserem Planeten. Sind wir dafür dankbar.
„Dass uns ein Sache fehlt,
sollte uns nicht
davon abhalten,
alles andere zu genießen“
VDAPG Vorstand trotzt dem Corona-Virus
Der Vorstand ist trotz fehlender Möglichkeiten zu persön-
lichen Treffen in regelmäßigem Kontakt über E-Mail und
Skype. Inzwischen gab es bereits drei mehrstündige
Skype- und
Google-Hangout-
Konferenzen, die
sicherlich gewöh-
nungsbedürftig
sind, jedoch eine
gute Möglichkeit
bieten, dass der
gesamte Vorstand
gleichzeitig mitein-
ander kommuni-
zieren kann.
Hendrik Knop
3Dr. Norbert Blüm
† Nach Hause gegangen am Georgstag 2020
„Pfadfindertum ist der Weg zwischen neoliberalistischem
Individualismus und absolutem Kollektivismus“
„Dr. Norbert Blüm galt weit über die aktive Politik hinaus als sozial engagierte
Persönlichkeit. Einst als aktiver Streiter für eine ausgeglichene Sozialpolitik in
Regierungsverantwortung hat er sich stets für eine gerechte Gesellschaftsord-
nung eingesetzt. Nur wenig ist bekannt, dass der Politiker, der als Opelhand-
werker seinen Berufsweg begann, über ein geisteswissenschaftliches Studium
und Promotion in die Politik wechselte, von Jugend an aktiv als
Pfadfinderführer lebte.“
Im November 2012 ehrte der
VDAPG Herrn Dr. Norbert Blüm
zusammen mit
Altbundespräsident Dr. Horst
Köhler in Berlin mit der
Verleihung der St. Georgs-
Plakette. Wir zählen Sie zu den
ehemaligen und heutigen
Pfadfinderinnen und Pfadfindern,
erklärte Helmut Reitberger, der
Vorsitzende des VDAPG, die
sich nach den Regeln und
Prinzipien des Pfadfindertums -
aktiv auf die Lebenssituationen
in dieser Welt eingelassen haben
und durch ihr politisches
Engagement sowie die
Weiterentwicklung Ihrer persön-
lichen Fähigkeiten die
Gesellschaft prägend mitgestaltet
haben. Ihr Lebensweg und Ihr
Einsatz für die Gemeinschaft –
war und ist unseres Erachtens
gelebtes Pfadfindertum und
macht Sie zu einem Vorbild -
nicht nur für unsere jungen
Menschen in den aktiven
Pfadfinderverbänden.
4In der Podiumsdiskussion bei der krete Leben. Die Theorie ist notwen-
St.-Georgs Plakettenverleihung im dig, aber die Welt hat keinen
November 2012 äußerte sich Dr. Theoriemangel, die Welt hat einen
Blüm auch zu seiner Pfadfinderver- Praxismangel. Die meisten Probleme,
gangenheit. die die Erde zu lösen hat, sind nicht
„Was mich schon immer sehr durch Wissensdefizite entstanden,
beeindruckt hat, die Natur. Nicht so sondern durch einen Mangel an
als Leseerzeugnis, ein Lagerfeuer in Moral. Das alte Wort Tugenden,
der Nacht, ein Schweigemarsch durch Einübung in Mitmenschlichkeit
den Wald, selbst als Held bekomm`ste lern`ste in einem Zelt, wenn`s kalt
da heute noch Angst. Ein ist.“
Sternenhimmel, Wasser, das nicht aus Was bedeutet für ihn die St.-
der Wasserleitung kommt, sondern Georgs Plakette?
ein Bach. Ja, das sind die „Ich denke, die ist mir deshalb so
Geheimnisse des Pfadfindertums. viel wert, weil sie nicht so eine
Eine andere Geschichte ist, dass ich Establishment Auszeichnung ist,
durch die Pfadfinder erst in die Politik nicht eine, die mit viel Raffinesse aus-
gekommen bin. Ich wäre nie in die gedacht ist, sondern ich betrachte sie
Politik gekommen, es war reiner von Herz zu Herz.“
Zufall, das ist aber eine andere Die Gesellschaft verliert mit Dr.
Geschichte.“ Norbert Blüm einen Menschen der
Dr. Blüms Wunsch an die sich vorbildlich für die Gemeinschaft
Pfadfinderbewegung: engagiert hat. Er scheute keine
„Wichtig sind die Taten, das kon- Auseinandersetzungen und ihm war
es stets ein wichtiges Anliegen, sich
für die Schwächsten und Benachtei-
ligten einzusetzen.
Die Aufforderung Baden Powells,
Gründer der weltweiten Pfadfinder-
bewegung,: „Versuche die Welt ein
bisschen besser zu verlassen, als du
sie vorgefunden hast.“ hat Norbert
Blüm in vorbildlicher Weise in die Tat
umgesetzt.
Autor: Helmut Reitberger
Auf der Homepage www.vdapg.de ist unter dem Link: St.Georgs Plakette, Dr. Horst
Köhler, Dr. Norbert Blüm, Übergabe der Plakette - ein Video zu sehen, in dem sich
Norbert Blüm auch äußert.
5VDAPG & trauern um
Norbert „Nobbi“ Blüm
Von Tony Markmiller - Unser langjähriges Mitglied Norbert "Nobbi" Blüm
ist am 23. April verstorben. Das macht einen betroffen und da er ein guter
Freund war, ist man auch selbst getroffen. In den Zeitungen tauchen jetzt
wieder die Bezeichnungen "Herz-Jesu-Marxist" und "Knappe Kohls" auf.
Das waren damals natürlich abschätzig gemeinte Zuschreibungen.
Norbert stand mit seiner grundle- seine Philosophie und Politik auf die
genden hessischen Fröhlichkeit und Katholische Soziallehre eines
seinem katholischen Selbstvertrauen Wilhelm Emanuel von Ketteler,
immer über diesen Dingen. Von Kohl Adolph Kolping und Oswald von Nell-
hat er sich nach der Spendenaffäre Breuning aufbaute. Diese politischen
distanziert, was ihm Kohl sehr übel und journalistischen Diffamierungen
nahm und die Freundschaft brach. entlarvten sich immer wieder selbst,
Norbert hat das schwer enttäuscht. was jetzt gerade auch an den eupho-
Und was spricht gegen einen "Herz- rischen Nachrufen in der Presse
Jesu-Marxisten", der sein Leben, nachverfolgt werden kann.
Norbert war mit Leib und Seele Georgspfadfinder. Erst als Grup-
penmitglied im Stamm Rüsselsheim, dann als dessen Stammesfeld-
mester und später als Mitglied bei den Freunden und Förderern.
Mehrfach hat er mir von dem großartigen Erlebnis seines Feldmeister-
kurses unter Hans Fischer in Westernohe erzählt. Seine Feldmeister-
arbeit habe ich in den 80er Jahren gelesen, es ging um Lagerbauten.
Ich fürchte, sie ist in den Abgründen des Bundesamtes verschwunden.
Unvergessen 1996 die Be- Ebenfalls unvergessen, die Eröffnung der
gegnung beim Besuch von DPSG Jahresaktion "Avanti Handicappati"
Papst Johannes Paul II. in zur Behindertenarbeit 1989 auf dem
Berlin vor dem Brandenbur- Domplatz in Essen. 4000 Pfadfinderinnen
ger Tor. Wir standen beide und Pfadfinder waren da. Die Essener
im Block A und als Norbert Gastgeber hatten u.a. einen Rollstuhlpar-
mich sah, stürmte er heran, kour aufgebaut, auf dem Nichtrollstuhlfahrer
mitten durch eine Nonnen- herausfinden konnten, welche Hindernisse
gruppe, die dadurch erheb-
einem Rollstuhlfahrer begegnen. Alles lange
lich durcheinander gewir-
vor der Diskussion über die Barrierefreiheit.
belt wurde. Dann der
Handschlag, natürlich mit Norbert schwang sich in den Rollstuhl und
der Linken und der Pfadfin- düste los, ich immer hinterher, er war
dergruß. Auf meine Einwen- schnell. An einem Hindernis scheiterte er
dung, da vorne sei doch der massiv und drohte mit dem Hinterkopf auf-
Papst, kam die Antwort zuschlagen. Den Rollstuhl habe ich gerade
"Mag sein, aber Du bist mein noch erwischt und damit den anschließen-
Bundesfeldmeister!" den Auftritt auf der Bühne gerettet.
6Norbert im Einsatz mit DPSG-
Mitgliedern für MISEREOR. Foto: Kirche und Leben
W as besonders beeindruckt, war sein massiver Einsatz für die
Menschenwürde und die Menschenrechte weltweit. Unerschrocken
hat er den Machthabern gesagt, was es damit zu tun hat, und den
Leidenden Solidarität gezeigt. Hier drei Beispiele:
„Herr Präsident, Sie sind ein Folterknecht“
Chile. Blüm eröffnet das 2016 übernachtet Norbert (im Zelt)
Gespräch mit Pinochet mit dem im Flüchtlingslager Idomeni an der grie-
Satz: "Herr Präsident, Sie sind chisch-mazedonischen Grenze. Er
ein Folterknecht." Der konsternier- bezeichnet die Lage dort so: "Diese Art
te Diktator verweist auf 16 zur von Brutalität ist unwürdig der euro-
Exekution vorgesehene Menschen. päischen Kultur, es ist eine
Wenn Blüm denen Asyl in Kulturschande."
Deutschland gewähren würde,
würde er sie gehen lassen. Der Dik- In Südafrika sagte Norbert dem
tator hatte eine Falle gestellt. Er Ministerpräsidenten Botha, dass das
glaubte nicht, dass Blüm das hin- Apartheitregime menschenunwürdig
kriegen würde. Er hat es hinge- sei und keine Zukunft haben werde.
kriegt, mit Hilfe von Miniterpräsident Norbert war in den Slums, (Town-
Ernst Albrecht aus Niedersachsen, ships genannt) und sah hinter die
dem Vater von Ursula von der Leyen. Kulissen.
D iese Überzeugungen haben Norbert erhebliche Kritik eingetragen. Dabei
ging es Norbert immer um die Menschen, es ging um Solidarität. Das
schreiben sich jetzt im Zeitalter von Corona wieder viele auf den Zettel.
Pfadfinderinnen und Pfadfinder wissen, was das heißt.
Die Altpfadfindergilden (VDAPG) haben Norbert gemeinsam mit
dem F+F Bundesverband im November 2012 in Berlin die St.
Georgs-Plakette überreicht. Ebenfalls ausgezeichnet wurde an
diesem Tag Altbundespräsident Horst Köhler.
Am Georgstag ist Norbert verstorben. Er wurde 84 Jahre alt.
Der Hl. Georg wird ihm ein guter Fürsprecher sein, ist er doch
der Patron der Armen und Schwachen. Und der Pfadfinder.
Gut Pfad, Norbert! Anton - „Tony“ - Markmiller
7Georgstag 2020 der Pfadfinder im Livestream
So oder ähnlich hieß es in diesem Jahr bei vielen Stämmen
Am Donnerstag, den 23. 4.
2020 begehen die Pfadfinder tra-
ditionell ihren Georgstag.
Aufgrund der Corona-Pandemie
können sie sich in diesem Jahr
nicht wie gewohnt unter freiem
Himmel bei Lagerfeuer, Stockbrot
und Lagerfeuerliedern treffen.
Dennoch lassen sie sich nicht
unterkriegen sondern feiern ihren
Georgstag in diesem Jahr “vir-
tuell” mit einem Gottesdienst im
Live-Stream aus Wiesentheid!
Ganz herzlich sind nicht nur
die Pfadfinder, sondern Jugend-
liche und alle Gemeindeglieder
eingeladen, den Gottesdienst
daheim vor den Empfangsge-
räten um 19:00 Uhr mitzufeiern!
Mehr zum ausgefallenem
Georgstag auf Seite 29.
Anmerkung: Gott, Georg, ich
und Du sind Pfadfinder...
Mitarbeiter an diesem Heft:
Redaktionsschluss für 3/2020: 10. 08. 2020
Helmut Reitberger - Die Grafengarser
Ingo Ernst - APG Hamburg
Winfried Wolf - Winnes - APG Burgund
Hendrik Knop - APD Drei Gleichen
Herbert H. Krisam - Staf - St. Georg Gelsenkirchen
Cathrin Stange - APG Hamburg
Ali - APG Alexander Lion
Hans-Peter Schäfer - Happi - APG Hamburg
Helmut Schober - ZentralGilde
Manne Bosse - APG Störtebeker
Angela Ströter - Cosmas und Damian
Dieter Nuhr - “Freier Mitarbeiter”
Harald Rosteck, - P-F Nordbayern
Martin Mucha, Gründer der Pfadfindergilde Wien
Anton - Tony - Markmiller, St. Georgs-Plaketten-Träger
8Deutschlandweite Aktion für Klima- und
Umweltschutz - Die Botschaft: "Von eurer Arbeit
profitieren eure Kinder und Enkelkinder"
or dem Corona-Lockdown hat es
V der Pfadfinderstamm Wildenburg
im Pfadfinderbund Süd, Buchen/
Odenwald noch in die Tat umsetzen Baumpflanz-
Aktion
können, Bäume zu pflanzen.
Der Stammesführer Thomas Philipp dazu:
…am Samstag konnten wir noch die Baumpflanzaktion
durchführen. Leider ruht jetzt auch die Gruppenarbeit bei
uns. Wir hatten aber viel Freude am Pflanzen. Denn
worum man sich gekümmert hat, das wird einem wichtig.
Und so laufen jetzt bestimmt zwanzig Pfadfinder mit einem
anderen Blick für junge Pflänzchen durch den Wald.
Pfadfinder
pflanzten
125 Bäume Kleine und große Helfer pflanzten mit
Sommer sowie durch den
Bödigheim. Borkenkäfer stark geschädigt wor-
(mb) Die Pfadfinder des Stammes den. Waldbesitzer Erich Kniel, selbst
"Wildenburg" aus Buchen haben am langjähriger Pfadfinder, hatte sich von
Samstag 125 Bäume bei Bödigheim Fachleuten beraten lassen, welche
gepflanzt. Sie beteiligten sich damit Baumarten in Zeiten des Klimawan-
an einer deutschlandweiten Aktion dels auf diesem Boden gut gedeihen
vieler großer Pfadfinderverbände. würden.
Rund 20 Pfadfinder aus Buchen Durch das Waldstück fließt der
zogen am Samstagnachmittag in ein Hechenibach. Der Boden ist sehr
Waldstück entlang des Hechenibachs feucht und teilweise morastig. Er
bei Bödigheim, um Bäume zu pflan- speichert auch in trockenen Zeiten
zen. Das Waldstück war durch die relativ lange noch Wasser. Kniel
vergangenen heißen und trockenen besorgte deshalb 100 Buchen- und
925 Esskastanien-Pflanzen. Die Kin- Mitstreitern den Arbeitskreis
der und Jugendlichen hoben mit dem "Pfadfinderaktion Zeit zum Bäume
Spaten Löcher aus und setzten die pflanzen", kontaktierte die Schutz-
Pflanzen ein. Gruppenführer Thomas gemeinschaft Deutscher Wald, die
Philipp wies die Kinder darauf hin, Deutsche Waldjugend und andere
dass es Jahrzehnte dauern werde, Naturschutzverbände und sicherte
bis aus den Pflanzen große und kräf- sich deren Unterstützung. Dann for-
tige Bäume gewachsen seien. "Von derte er Pfadfinderverbände dazu
unserer Arbeit heute profitieren eure auf, sich mit ihren Gruppen an der
Kinder und Enkelkinder", sagte er. Aktion zu beteiligen. Unter anderem
Der Initiator der Baumpflanz- meldete er sich bei Thomas Philipp
aktion wohnt fast 600 Kilometer ent- vom Pfadfinderbund Süd, der in
fernt von Buchen. Ingo Ernst aus Buchen im Stamm "Wildenburg" eine
Hamburg vom "Verband Deutscher Pfadfindergruppe leitet.
Altpfadfindergilden" kam schon Da man Bäume am besten im
Anfang 2019 auf diese Idee. "Wald Frühjahr pflanzt, schritten die Buche-
reduziert das Kohlendioxid in der ner Pfadfinder umgehend zur Tat. Am
Luft. Deshalb lasst uns Bäume pflan- Samstag waren sie die ersten, die im
zen", appelliert er an die Mitglieder Rahmen dieser deutschlandweiten
der Pfadfinderverbände. Lord Baden- Aktion Bäume pflanzten. Den Kindern
Powell, der die Pfadfinderbewegung bereitete das sehr große Freude.
vor fast 120 Jahren gründete, habe Deshalb beabsichtigt man, auch auf
den Naturschutz zu einer wichtigen anderen Gemarkungen Bäume zu
Aufgabe dieser Jugendorganisation pflanzen und damit etwas Gutes für
erhoben. die Umwelt und nachfolgende
Ingo Ernst gründete mit einigen Generationen zu tun.
Pfadfinder des Stammes „Wildenburg“ pflanzten am Samstag gemeinsam 125
Bäume. Foto: Martin Bernhard
10Eindrücke vom
Autor:
Hans-Peter
43. Hamburger
Schäfer
Happi Singewettstreit
15. Februar 2020 im Audimax der Uni Hamburg
Seit vielen, vielen Jahren war ich boten, dass der Musikant auf ihnen
wieder einmal als Zuhörer beim sitzen konnte.
Hamburger Singewettstreit. Mehr Wer Fahrten-, Wander- oder alt-
zufällig, auch weil Ingo mich dazu hergebrachte Volkslieder erwartet
überredet hatte. Vermutlich war ich hatte, lag hier falsch. Das Liedgut
unter den fast 3000 jungen Sän- war, wie die vermutlich englische
gern und Zuhörern aus den ver- Sprache ahnen ließ, meist angel-
schiedensten Pfadfinderbünden sächsischer oder nordamerikani-
und Bündischen Gruppierungen sche Herkunft. Auffällig die zahlrei-
einer der ältesten Teilnehmer. An chen, von den Gruppen selbst
die ersten zehn oder 15 Veranstal- getexteten und komponierten Lie-
tungen konnte ich mich noch gut er- der, die nicht, wie zu früheren Zei-
innern, nicht zuletzt, weil meine ten, Fahrtenerlebnisse und Land-
Hamburger Altpfadfindergilde die- schaftsimpressionen zum Aus-
sen Wettstreit initiiert und organi- druck brachten, sondern auf gesell-
siert hatte. Nun war er von einer schaftliche und allgemein politische
überbündischen Arbeitsgruppe er- Entwicklungen Bezug nahmen.
folgreich vorbereitet und geleitet Von Selbstbespiegelung und
worden. romantischer Rührseligkeitskultur
Im äußeren Ablauf hatte sich blieben die Zuhörer verschont. Ein
nicht viel verändert. Erst sangen die Lied, das die Situation auf einem
Sippen bzw. Horten, dann die Schlauchboot voller Flüchtlinge bei
Stämme, anschließend freie Sin- aufziehendem Sturm und Nebel auf
gegruppen und last not least als dem Mittelmeer in ihrer ganzen
neuer Programmpunkt einzelne Trost- und Hoffnungslosigkeit ein-
Sänger, zumeist mit Gitarre. zufangen suchte, ließ wohl keinen
Auffallend die im Umfang üppige Zuhörer unberührt. Das war hohe
Instrumentarisierung, die oftmals Kunst und Musikalität. Mir lief es
Orchesterstärke erreicht und das eiskalt über den Rücken.
übliche Ausmaß traditioneller Fahr- Aber es ging auch lustig zu, und
teninstrumente überschritt. Sogar die Zuhörer wurden mitgerissen
eine Trompete und vermutlich von der Freude der Sänger am
selbst gebastelte, würfelförmige Texten und Musizieren. Eine
Trommeln mit Schallloch waren zu Gruppe „aus Mitteldeutschland“ –
hören, wobei letztere den Vorteil diesen Ausdruck kannte ich bisher
11nur in anderen Zusammenhängen stillzusitzen vermögen, die körper-
– präsentierte ein Lied über einen lichen Strapazen mit Anstand und
zur Oma transvertierten Opa. Sehr Haltung ertragen haben.
witzig und mit viel Beifall bedacht. Unglaublich auch, dass eine
Ein für mich neuer und durchaus Veranstaltung mit Dreitausend jun-
bereichernder Programmteil waren gen Menschen über einen so lan-
die zumeist anspruchsvollen oder gen Zeitraum derart diszipliniert
gar lustigen Solo-Beiträge. Für den und ohne Zwischenfälle ablaufen
2. Preisträger war, wie dem konnte. Das sollte ebenso einmal
Publikum schon vor dem Auftritt hervorgehoben werden!
mitgeteilt wurde, die Urkunde Im Übrigen war es eine musika-
bereits ausgefertigt und unter- lisch breit gefächerte Vorstellung.
schrieben auf der Bühne hinterlegt Nicht alles war hohe Sangeskunst,
worden. Da dieser junge Mann aber einzelne Beiträge höchst
offensichtlich hinreichend bekannt bemerkenswert. Vor allem war es
war, nahm er nach seinem bravou- eine interessante Veranstaltung.
rösen Auftritt unter großem Jubel Langeweile kam nicht auf, und die
seine Urkunde gleich mit. Stimmung im Saal war bestens.
Nach fünf Stunden auf hartem Weiter so, auf dass der gelegentlich
Gestühl konnte ich nicht mehr sit- totgesagte Hamburger Singewett-
zen. Erstaunlich, dass die doch so streit noch eine lange Zukunft hat.
viel jüngeren Zuhörer, die erfah-
rungsgemäß in der Schule nach
erheblich kürzerer Zeit nicht mehr
Ar
ch
ivf
oto
12Ehemalige Bielefelder Pfadfinder
zu Besuch im koptischen Kloster
Autor:
Hartmut Schober-
ZentralGilde -
Aus einer Ruine liebevoll instand gesetzt
Seine Exzellenz Bischof Anba Deutschlands die Bielefelder Altpfad-
Damian hatte die Gruppe der findergruppe durch die sanierten
Bielefelder Altpfadfinder in das groß- Räume, einschließlich Bibelmuseum
zügig wiederhergestellte koptisch und Taufkapelle mit großem Marmor-
orthodoxe Kloster in Höxter- becken, in dem die Täuflinge ganz
Brenkhausen eingeladen, das 1993 untergetaucht werden, sowie durch
zum symbolischen Preis von 1,-- DM die riesige Ausstellung von lebens-
von der Landesregierung an die großen sakralen Holzschnitzarbei-
Kopten verkauft wurde. ten.
Das Kloster war z. Zt. der Bischof Anba Damian ließ es sich
Übergabe eine Ruine, die von der darüber hinaus nicht nehmen, die
koptischen Gemeinde in liebevoller Bielefelder Gäste, persönlich im
Arbeit nach Vorgaben der Denkmal- Speisesaal zu bedienen, so konnte
Schutzbehörde wieder instand ganz ohne jeglichen Missionsan-
gesetzt wurde. sprachen ägyptische Gastfreund-
Voller Stolz führte der oberste schaft erfahren werden.
Repräsentant der Koptischen Kirche Einmal Pfadfinder, immer Pfadfin-
13der. Unter der Devise haben sich die Pfadfinderidee im Sinne des Gründers
ehemaligen Bielefelder Pfadfinder vor Baden Powell zu leben. Der kulturelle
20 Jahren zu einer neuen Gemein- Gedankenaustausch mit dem Bischof
schaft zusammen gefunden, -Treffen Anba Damian war somit eine beson-
im monatlichen Rhythmus-, um die dere Aktion in diesem Jahr.
„Störtebeker“ mit neuer Führung
Am 7. Februar hatte die Gilde ihre nach Salzburg fahren.
Mitgliederversammlung mit Neuwah- Die Vertreter des aktiven Stammes
len. Der bisherige Vorstand stellte sich berichteten von ihrer Jahresplanung.
noch einmal zur Wahl. Einstimmig Die Mitglieder der Gilde zollten großes
wurden unter der Wahlleitung von Lob für die Aktivitäten und den
Werner Raake als Gildensprecher Einsatz. Im Anschluss berichtete
Manne Bosse, als Stellvertreter Niklas über die Hasenheide, die jetzt
Wolfgang Splinter, als Schatzmeister in jüngere Hände übergegangen ist.
Theo Metzing und als Schriftführerin Mit einer Spende von 15.000 € konn-
Petra Kollmann gewählt. Als Kassen- ten die Waschräume für den Zeltplatz
prüfer wurde neben Christa Nalazek erneuert werden, außerdem die
Peter Oldenburg hinzu gewählt. Heizung für die beiden Sippenräume,
Als Gäste konnte der Gildenspre- die dem Stamm zur Verfügung ste-
cher die Stammesführung des Stam- hen. Eine Firme spendete eine neue
mes „Amelungen“ mit Laura Burmei- Gasheizung für die drei Gebäude.
ster und Felix Bockelmann sowie den Das bisherige Büro wird wieder
Geschäftsführer der Hasenheide Aufenthaltsraum für die Amelungen,
G.m.b.H, Niklas Diering, begrüßen. wenn sie die Unterkunft nutzen. Da
Vor den Wahlen hatte der Gilden- die Anlage inzwischen 25 Jahre alt ist
sprecher über die vergangenen drei seit der Übernahme durch den
Jahre berichtet, hatte der Schatzmei- Freundeskreis Verdener Pfadfinder
ster seinen Kassenbericht erstattet, e.V., sind doch allerlei Erneuerungs-
hatten die Kassenprüfer den Prüf- arbeiten notwendig, die in der
bericht gegeben und auf deren Vergangenheit liegen geblieben sind.
Vorschlag hatte die Gilde dem Vor- Die Belegung ist gut, könnte aber
stand die Entlastung ausgesprochen. noch verbessert werden, so Niklas.
Die Gilde beriet dann ihre Zum Abschluss wurde ein sehr gut
Jahresplanung. Herausragend sind gemachtes Video des Stammes
aus dieser Planung die Gildenfahrt gezeigt mit den Aktivitäten des ver-
nach Stolberg in den Ostharz im März, gangenen Jahres.
die Teilnahme am 6. Begegnungstref- Wie immer bei
fen der Subregion Zentraleuropa in Neuwahlen tischte der
Puck (Polen) im Juni sowie das 28. Gildensprecher frisches
Twinningtreffen mit den Partnergilden Griebenschmalz mit
in Dänemark im September. Schwarzbrot und Gurken
Im Dezember wird die Gilde zur auf.
Aussendung des Frie-denslichtes Autor: Manne Bosse -
14Die Pfadfindergilde Cosmas und
Damian grüßt aus dem Essener
GRUGA Park. Dort haben wir das
diesjährige Parkleuchten besucht.
Echt sehenswert.
Autorin; Angela Ströter
Gilde Cosmas
und Damian
Licht kann viel mehr
als einfach leuchten
Licht kann viel mehr, als einfach zu leuchten. Das
beweist das Parkleuchten ab 1. Februar auf vielfache
Art und Weise. Es kommen Scheinwerfer, LEDs,
leuchtende Stripes, fluoreszierende Materialien,
leuchtende und beleuchtete Objekte und Video-
Projektionen zum Einsatz. Jeden Tag bei
Dämmerlicht heißt es fünf Wochen lang: „Licht an“
Rund 30 verschiedene Lichtszenarien hat die
Crew von world of lights in die Parklandschaft gebaut.
Dabei bestehen einige Installationen aus mehreren
Objekten. Zum Beispiel tummeln sich bei der
Pinguinparade gleich 80 der possierlichen Leucht-
tierchen auf der Kranichwiese. Auch die Palmen,
deren Wedel aus roten Abluftschläuchen gefertigt
sind, bilden am Staudenhang in der Nähe des
15Lindenrondells einen
leuchtenden expressio-
nistisch anmutenden
Hain.
Es ist bereits die 11.
Auflage der Veranstal-
tung und wieder bekom-
men die Besucher eine
völlig neue Licht-
Inszenierung zu sehen.
Die Lichtobjekte haben
nahezu allesamt ihren
ersten Auftritt vor dem
Essener Publikum – bis
auf zwei bis drei der
beliebtesten „Klassiker“
Winkende Baumallee (zum Beispiel die
Phosphor- und Bunte-
Schatten-Wand). Die
Liste der neukreierten
Lichtobjekte ist lang:
lustige Pusteblumen-
Regenschirme (Grillgär-
ten), nostalgische XXL-
Glühbirnen (Nähe
Haupteingang), span-
nende Edges (Eingang
Orangerie), das magi-
sche Quadrat (Dahlien-
Tanzende Gießkannen arena), psychodelische
Spiralen (Waldsee), flü-
gelschwingende Riesen-
vögel (Nähe Alpinium),
verwirrende 3D-Positiv-
Negativ-Gesichter, eine
anmutige Delphin-
Silhouette (Rosengar-
ten), mystische Baum-
scheinringe (Nähe
Rosenzimmer), eindruk-
ksvolle zehn Meter
lange Weidengeflecht-
Kristall-Installation (Grill-
gärten), die bereits
Suchende Krakenarme
16genannten Pinguine und
Palmen und viele weite-
re Glanzlichter geben
der winterlichen Land-
schaft phantasievolle
Akzente.
Ein Schwerpunkt in
diesem Jahr sind Video-
Installationen. Davon
setzt Art Director Wolf-
gang Flammersfeld
gleich fünf Stück ein.
Das Spannende hierbei:
Es wird auf unterschied-
liche Hintergründe proji-
ziert: auf Wasser (das Zwei schwebende Herzen
bekannte Hydroschild im
Margarethensee), auf
Stoffringe und auf
Dachlatten. Ein beson-
derer Hingucker wird
allerdings die Premiere
der Videoprojektion auf
der kompletten Halb-
rundinnenseite des
Musikpavillons sein.
„Hier schöpfen wir alle
Mittel der modernen
Video-Projektion aus“,
sagt Wolfgang Flam-
mersfeld. Bäume tanzen Hula Hup
...und dann kam das Licht von oben!
17Lasst die Welt ein bisschen besser zurück, als ihr sie vorgefunden habt
World Thinking Day -
Badge 2020
World Thinking Day 2020 in der Johanneskirche Neudietendorf
Diversity in our Movement
...was (frei) übersetzt werden kann mit „Lebendiges Miteinander
in unserer Gesellschaft“ (bzw. wörtlich übersetz:) „Vielfalt in
unserer Bewegung“, war das Thema des diesjährigen, weltwei-
ten „Thinking Days“, der am 22. Februar anlässlich der
Geburtstage von Olave Baden-Powell (22.02.1889 - † 25. Juni
1977) und Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powell Lord of Autor Hendrik
Gilwell (22.02.1857 in London - † 8. Januar 1941), den Knop - APG
Gründern der Pfadfinderbewegung, gefeiert wird. Drei Gleichen
Die Nesse-Apfel- gefunden habt.”
städter Pfadfinder/in- In einer ausdrucks-
nen feierten diesen Tag vollen Predigt erläuter-
zusammen mit den te uns Herr Göring,
Kirchgemeinden der was hiermit gemeint
Region im Rahmen sein könnte und wie
eines Gottesdienstes, man es vollbringen
wovon Florian Othzen sollte.
(Foto links) berichtet: Der Gottesdienst
Am 23. Februar 2020 feierten wir, war auch von Liedern durchzogen
die Pfadfinderinnen und Pfadfinder welche zum Teil christliche und zum
des Verband Christlicher Pfadfin- anderen pfadfinderische Lieder
derinnen und Pfadfinder e.V. Stamm waren.
Drei Gleichen und der Verband Deut- Am Ende des Gottesdienstes wur-
scher Altpfadfindergilden e.V. Gilde den alle noch zu Kaffee und Kuchen
Drei Gleichen zusammen mit den eingeladen, während nebenbei eine
Kirchgemeinden in der Johanniskir- Diashow mit Bildern der letzten
che den Thinking-Day. Ereignisse aus Stamm und Gilde zu
Wie jedes Jahr hatten wir auch in sehen waren.
diesem Jahr wieder die Unterstützung Bedanken möchten sich die
vom Pfarrer und Altpfadfinder Michael Pfadfinder*innen bei der österreichischen
Göring, der uns durch den Sicherheitsfirma EVVA, die für das
Gottesdienst führte. Schlüsselsystem im Pfadfinder-zentrum
Dieses Jahr wurde der Gottes- Drei Gleichen erneut ein Jahresguthaben
dienst von den Worten Baden-Po- für die Anfertigung der Zugänge im Wert
wells begleitet: “Lasst die Welt ein bis- von 200 Euro anlässlich des
schen besser zurück, als ihr sie vor- Pfadfinderfeiertages gespendet hat.
18EIS
HINW
Das Pfadfinderzentrum Drei Gleichen ist bis auf weiteres geschlos-
sen und Gruppenstunden und Treffen des VCP - Stamm Drei Gleichen sowie der
Gilde Drei Gleichen sind zum Schutz vor dem CORONA-Virus ausgesetzt!
ISGF
Entwicklungsfond
Im Jahr 2019 hatte ISGF für jede Region
€ 2500,00 für die Förderung von
Projekten bereitgestellt. In Europa
bewarben sich sechs Länder, dar-
unter auch Deutschland mit
seinem Projekt HEK um die-
ses Fördergeld. Da alle
Together with the
Anträge bewilligt werden soll-
Spanish host committee
of the ISGF 29th World
ten, hat das Europakomitee
Conference, World den von ISGF bereitgestellten Betrag
Committee and the erhöht, sodass jedes Land € 500,00
Secretary General had erhalten wird.
an online meeting on
Saturday 4th April 2020
and decided to postpone
Wir freuen uns über das Geld
the event till 2021. für unser Projekt HEK
NEUER TERMIN im Jahr 2021 für Tydal
Aus organisatorischen Gründen wird das
deutsch-dänische Treffen in Tydal (Schleswig-
Holstein) auf 2021 verschoben. Der neue Termin
für das Grenztreff / Grænsetræf: 10. - 12.
September 2021. Weitere Informationen folgen
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n der Tageszeitung "Der Standard" (Ausgabe 11.
März) ist die heilige Corona "Kopf des Tages". Einleitend heißt es
dort: "Zufälle gibt es bekanntlich nicht - schon gar
nicht mag man von einem solchen sprechen, wenn
das Ökumenische Heiligenlexikon justament die
Heilige Corona als Schutzpatronin vor Seuchengefahr ausweist."
Patronin gegen Seuchen
„Heilige Corona, bitte für uns"
Sie war erst 16 Jahre alt, als die Internationalität gemeinsam. Sie gilt
Märtyrerin in der Spätantike grausam laut Ökumenischem Heiligenlexikon
hingerichtet wurde, und Legenden als Schutzpatronin gegen Seuchen.
ranken sich in Asien, Afrika und Doch vieles an ihrer Existenz bleibt
Europa sie: Die heilige Corona hat ebenso wie beim Erreger der tücki-
mit dem gleichnamigen Virus, das schen Epidemie im Dunkeln.
derzeit die Welt in Atem hält, nicht Das Heiligenlexikon erzählt über
nur diese grenzüberschreitende Corona (lateinisch "die Gekrönte"
20und damit ein Hinweis auf den allge- am Schöpfl bei Altenmarkt (NÖ)
meinen Begriff "Märtyrerin") nur sowie in Wien sei die Verehrung ver-
Vages: Sie sei im Jahr 161 oder aber breitet. Dass die österreichische
287 geboren - wo, ist unbekannt. Münzeinheit bis 1924 nach der
Noch als Teenager wurde sie die Heiligen "Krone" hieß, ist wohl dem
Ehegattin des Soldaten Victor, der Umstand zuzuschreiben, dass Coro-
sich während der Christenverfolgung na nicht nur Schutzpatronin gegen
weigerte, seinen christlichen Glauben Seuchen ist, sondern auch in Geld-
zu widerrufen und deshalb hingerich- angelegenheiten, bei der Schatz-
tet wurde. Die junge Witwe sei unter suche und sogar in der Lotterie um
den Römer-Kaisern Antoninus Pius Hilfe angerufen wird.
oder Diokletian ebenfalls den In der Tageszeitung "Der Stan-
Martertod gestorben, und das laut dard" (Ausgabe 11. März) ist die heili-
dem Lexikon auf ausgesucht brutale ge Corona "Kopf des Tages". Einlei-
Weise: nämlich indem sie gebunden tend heißt es dort: "Zufälle gibt es
an zwei gebeugte Palmen bei deren bekanntlich nicht - schon gar nicht
Emporschnellen zerrissen wurde. mag man von einem solchen spre-
Die griechische Legende von chen, wenn das Ökumenische Hei-
Victor und Corona siedelt deren ligenlexikon justament die Heilige
Martyrium in Damaskus an, sie war Corona als Schutzpatronin vor Seu-
aber darüber hinaus in vielen chengefahr ausweist."
Varianten verbreitet. Deshalb wird Quelle: kathpress
neben der syrischen Hauptstadt als
Todesort auch Antiochia in der heuti-
gen Türkei, Alexandria in Ägypten,
Sizilien oder in Marseille angegeben.
Verehrungstraditionen gibt es in der
griechischen, der lateinischen und
der äthiopischen Kirche; in Nord- und
Mittelitalien galt Corona schon im 6.
Jahrhundert als Vorbild an Glau-
benstreue. Reliquien von ihr und
Victor finden sich in Castelfidardo bei
Osimo an der Adriaküste bei Ancona,
wo es schon früh eine dem Paar
geweihte Kirche gab. Durch die Kai-
ser Otto III. und Karl IV. gelangten
Reliquien auch nach Aachen bzw.
Prag.
Corona-Wallfahrten gibt es in
Niederösterreich in St. Corona am
Wechsel, seitdem 1504 dort in einer
hohlen Linde eine Corona-Statue
gefunden und daraufhin eine Kapelle Heilige Corona - Schutzpatronin -
errichtet wurde, wie das Heiligenlexi- auch - gegen Seuchen
kon weiter mitteilt. Auch in St. Corona Foto: Syrio / CC BY 4.0
21A ufgrund der Corona-Krise finden zur Zeit keine Gruppenstunden statt.
Unsere Leiter haben beschlossen, so gut es geht zu Hause zu bleiben.
Dabei geht es nicht um die Minimierung des eigenen Ansteckungsrisikos,
sondern um die Eindämmung der Verbreitung des Virus!‼
Dass trotz der Isolation noch einiges möglich ist, beweist dieses Projekt,
das wir binnen weniger Stunden auf die Beine gestellt haben.�
Nehmt aufeinander Rücksicht und macht trotzdem jeden Tag eine gute
Tat, denn wir sind nicht nur in unseren Gruppenstunden Pfadfinder!
22Je länger die Pandemie dauert, desto wilder werden
die Theorien: Irgendeinen Sinn muss die Corona-
Krise doch haben. Dieter Nuhr sagt: Nein, muss sie nicht.
Wo ist der Sinn
von Corona? gesendet am 16. 04. 2020 im WDR2
Um mich herum reden alle dann steht da ein Vulkan. Aber
nur noch über Corona. Kein auch der Vulkan ist kein sach-
anderes Thema. Und die Leute dienlicher Hinweis von Mutter
reden einen Krempel daher, dass Erde durch den sie uns mitteilen
man meint, das Virus, das geht wollte, keine Tiere mehr zu essen
auch ins Gehirn. oder nur noch zu Fuß zu gehen
Wenn Leute so Sachen oder dass mit der Wurzel unser
sagen wie unser Bundestrainer: Shakra blockiert werde, der Erde
Der Jogi meinte ja: Vielleicht ist das völlig Wurscht was wir tun.
stemmt sich die Erde gegen Sie besitzt keinen Willen im
uns. Nein! Die Erde kann sich Sinne eines freudianischen
gar nicht gegen uns stemmen. Überichs. Sie hat nicht mal einen
Sie ist eine Kugel, und selbst Zentralganglion oder eine
zum Rollen fehlt ihr jede Zirbeldrüse – sie ist lediglich ein
Unterlage. Sie hängt am Faden Klops in einem Sonnensystem
der Gravitation in der Kälte des am Rand einer völlig überschätz-
Alls und hat besseres zu tun, als ten Galaxie am Arsch des
uns mit Seuchen zu ärgern. Sie Universums.
hat bereits den Verlust der Sie will nix und sie tut nichts –
Dinosaurier damals ohne größe- und sie spricht nicht, schon gar
re Stellungnahme hingenommen. nicht durch Seuchen,
Auf mich wirkt sie fast ein wenig Seuchen haben dementspre-
lethargisch. chend keinen Sinn. Sie kommen
Bei dm an der Kasse habe lediglich relativ regelmäßig
ich gehört, wie jemand sagte: immer mal wieder vor. Und sie
Vielleicht hat diese Pandemie sind meist nicht nur lästig, son-
ja einen Sinn. Vielleicht will dern von grenzenloser Humor-
uns die Erde etwas sagen. Nein losigkeit.
will sie nicht! Die Erde hält jetzt Sollte die Erde allerdings
seit Milliarden Jahren die Klappe, schon einmal zu Ihnen gespro-
sie macht nicht viele Worte und chen haben, dann schreiben Sie
wenn sie etwas sagen wollen bitte jetzt eine E-Mail an
würde, würde sie wahrscheinlich Einen@anderWaffel.de
nicht durch Seuchen zu uns spre- Vielleicht antwortet Ihnen ja
chen, eher durch Vulkanismus gleich jemand, vielleicht aber
wahrscheinlich, denn ab und zu auch nicht – man weiß es nicht.
rülpst ja die Erde und dann Aber sollte Ihnen jemand antwor-
spuckt sie ein wenig, es qualmt ten — die Erde wird es nicht
und dann macht es Blupp und gewesen sein.
23Autor: Winnes,
Gilde Burgund
(C. ww 02.19 v.2)
Aus der Urzeit
der Pfadfinder
Zeitzeugenberichte aus den ganz sich lieber in Wald und Flur herum-
frühen Anfängen der Pfadfinder- trieben als seinen Gottesdienst zu
bewegung in Deutschland vor dem besuchen. Wer das damalige harte
ersten Weltkrieg sind recht selten. Erziehungssystem mit diktatorischen
Bekanntlich war im Oktober 1913 auf Lehrern und brutalen Körperstrafen
dem Hohen Meissner in Nordhessen kennt, wird für den Freiheitsdrang der
das grosse Treffen von Mitgliedern Jugendlichen volles Verständnis auf-
der Freideutschen Jugend. Pfadfin- bringen. Doch bald hatte das sonn-
dergruppen waren damals noch nicht tägliche Lotterleben ein Ende: „Unter
dabei, aber vereinzelt Beobachter der dem schlagkräftigen Widerstand von
Szenerie aus den Kreisen der frühen Geistlichkeit und Lehrerschaft brach
Pfadfinder. Baden Powells
„Scouting for Boys“ war schon
1909 von Alexander Lion und
Maximilian Bayer ins Deutsche
übertragen und als „Pfadfinder-
buch“ an die hiesigen gesell-
schaftlichen Verhältnisse mode-
rat angepasst worden. Es fand
alsbald rege Verbreitung unter
lebensreformerisch eingestellten
Junglehrern und Schülern weiter-
führender Schulen im Deutschen
Reich. Das Buch traf exakt die
Gemütslage, Neugierde und
Abenteuerlust der Jugendlichen.
Auf die ersten Zeugnisse
lokaler pfadfinderischer Aktivität
stieß ich im hiesigen Gemein-
dearchiv mit einem Protokoll der
Schulkommission vom April
1913. Der katholische Pfarrer
beschwerte sich darüber, dass
Mitglieder des „Pfadfinderkorps
Jung-Plankstadt“ des Sonntags
24unser hoffnungsvolles Korps
(Stärke 120 „Mann“) schon am
Ende des Jahres 1913 zusam-
men“ schrieb der Lehrer,
Heimatforscher und frühe
Pfadfinder Ernst Brauch (1902-
1976), ein Freund meines
Großvaters, in seinen Lebens-
erinnerungen.
Der Jugendbuchautor
Ernst Heimeran (1902-1955),
Zeitgenosse des eben erwähn-
ten Ernst Brauch, war
Gymnasiast in Oberfran-
ken/Bayern. Er schreibt in sei-
nem Buch „Schüler, die wir
waren“: „Im Oktober des
Jahres Vierzehn traten acht
Schüler von der 3a bei der
Wehrkraft ein. (Anm.: Diese
Organisation war der staatlich
verordnete Nachfolger der frü-
hen Pfadfinderkorps). Wir ver-
sprachen uns viel davon für
unsere Lust zum freien umherstrei- Verein eintragen zu lassen. Die
fen, für unseren Hang zu Abenteuer Tracht wurde abgeschafft, an Stelle
und Heldentum. Es gab da ein Buch, der Südwester trat die Mütze, für die
das lenkte unsere Begeisterung zur leichten Khakianzüge kam das grüne
Wehrkraft hin. In unserer Stadt war Loden mit hochgeschlossenem Kra-
das Pfadfinder-Buch Baden-Powells gen und bedeckten Knien. Eine
zuerst im Realgymnasium lebendig Neuauflage des Pfadfinderbuches
geworden, es bildeten sich drei wurde unter anderem Titel herausge-
Pfadfinderzüge. Aus England kamen geben. An Stelle der Unterweisungen
die breitrandigen Hüte, die kniefreien „Wie ein indischer Zigeuner die
Khakihosen, die flanellenen Hemden Schakale anlockt“ waren Regeln der
mit buntem Halstuch. Die ganze Disziplin getreten. Zum Schluss strich
Tracht atmete Südwest (Anm.: deut- man das Wort „Pfadfinder“ und taufte
sche Kolonie in Afrika, heute es um in „Wehrkraft“. Alle Samstage,
Namibia), ließ an Steppe und Busch bisweilen auch die Sonntage, gingen
denken. Wer Pfadfinder wurde, leiste- wir nun zur Übung. Wir hatten
te den Eid, sich des Alkohols und des Brotbeutel und Spaten, Seile,
Nikotins zu enthalten und jeden Tag Pfeifchen, Zelte und Geländekarten.
eine Gute Tat zu tun. Wir krochen auf dem Übungsgelände
Bald fiel es unseren Erziehungs- unbekümmert durch Laub und
behörden ein, die bayerischen Äcker… Wenn uns zur Wehrkraft
Pfadfinder aus der Bewegung her- auch nur die freie Lust jugendlicher,
auszulösen und das Ganze als selbstgewählter Gemeinschaft zog:
25Sie erzog uns doch auch. Es war gut Menschliches und viel Praktisches
zu wissen, wie man es warm bekam erfuhren wir, ohne dass dies ein
im Heulager, wie das Feuer gelang im Lehrplan vorgesehen hätte.
Regensturm, wie man sich verträglich
hielt mit den Kameraden, wie sich „Ja, aus dem Unvorhergese-
etwas dennoch durchsetzen ließ; Viel henen erst wurden wir selbständig.“
Der erste „Pfadfinder“ in Deutschland
Interview mit William F. Cody (Buffalo)
Ein Reporter des
„Mainzer Tagesblatt“
hatte die Gelegenheit
zum Gespräch.
„Nun, Herr Oberst, wie
gefällt es Ihnen in
unserm Vaterlande?“
„Ausgezeichnet, ganz
ausgezeichnet; überall
finde ich das größte
Entgegenkommen, be-
sonders auch auf
Seiten der Militärbe-
hörden. Sehen Sie, ich
könnte doch unmöglich
all diese Arbeiter aus
Amerika herüberschlep-
pen, 50-60 Soldaten
helfen mir aus der Not.
Und auch diesen wird
damit gedient - sie
erhielten 35 Pf pro
Stunde und Kost.“ zu nahe treten zu wol- 25
Das brachte uns auf len, über diese Zahlen Büffel -
das Thema „Kosten- empfinden, gab ich habe ungeheure Reise-
punkt“. „Well“, sagte er unverhohlen Ausdruck. und Transportkosten,
schmunzelnd, „da „Das ist ja ungeheuer- ein sehr kostspieliges
schreiben Sie 10 000 M lich!“ rief ich. Leitungspersonal; auf
Auslagen durchschnitt- „All right, yes, Sir - aber der andern Seite Plätze
lich pro Tag und 20 000 betrachten Sie das für 10.000 Menschen,
Mark Einnahmen.“ ganze Unternehmen Unsere Tour ist eine
Dem Erstaunen, das und - rechnen Sie. kulturhistorische Mis-
auch Sie, verehrter Täglich ernähre ich sion. Doch geben Sie
Leser, ohne Ihrem etwa 300-350 acht, daß Sie nicht
Schätzungsvermögen Menschen, 160 Pferde, getreten werden!'"
26Pfadfinder-Förderkreis Nordbayern e. V.
für den Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)
Autor: Harald Rosteck, P-F Nordbayern
Die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Pflastersteine“ des
PFN ist erschienen. Inhalte sind:
- Aktivitäten der Stämme seit Anfang des Jahres.
- Pfadfinden in Zeiten von Corona.
- Lieblingsladen, Kneipen und KünstlerInnen helfen
- Ausstellung „Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns
selbst verdanken."
- Kommentar - Kindheitserinnerungen
Einzusehen unter: www.pfadfinden-foerdern.de
Homepage: www.pfadfinden-foerdern.de
Facebook: Pfadfinderförderkreis
Nordbayern für den BdP
Von Schließung bedroht
Die Schließung aller
Beherbergungsstätten in Folge der
Corona-Pandemie hat auch die für
Pfadfinder, Bündische und
Wandervögel bedeutende
Jugendburg Ludwigstein in ihrer
Existenz getroffen.
Da die staatlichen
Unterstützungsprogramme nur unzu-
reichend für gemeinnützige Träger
zugeschnitten sind und auch Kredite
keine nachhaltige Lösung sind, wäre
ein Rettungsschirm für
Jugendherbergen nötig.
Da es diesen bisher noch nicht gibt,
Für Spenden steht folgendes
unterstützt der Verband Deutscher
Konto der Vereinigung Jugendburg
Ludwigstein e.V. bereit: Altpfadfindergilden e.V. die Burg mit
einer kleinen Spende in Höhe von
Kontoinhaber: VJL e.V. EUR 250,- und würde sich darüber
IBAN: DE74 5225 0030 0050 freuen, wenn es zahlreiche
0329 78 Nachahmer gibt, um die Wiege der
Verwendungszweck: Spende Deutschen Jugendbewegung auch in
zum Erhalt der Jugendburg Zukunft noch besuchen zu können.
27Vom VDAPG zum VDPG?
Vorschlag zur Verkürzung unseres Verbandsnamens
Solang unser Verband besteht, wir mit diesem Namen nicht vorgeben,
existiert auch die Diskussion um den wie sich die einzelnen Gilden selbst
Verbandsnamen: „Verband Deutscher definieren. Seien es die Altpfadfinder-
Altpfadfindergilden e.V.“ Sei es die in- gilde Hamburg, die Friesengilde, die
nere Uhr, die Zusammenarbeit mit Gilde Bayern, die Bündische Gilde
den Jugendverbänden oder die Ver- oder die Zentralgilde, jede Gilde findet
körperung in der Öffentlichkeit – das sich hier wieder und kann selbst defi-
Wort „Alt“ stört, meinen die einen. nieren, wie wichtig das „Alt“ im jeweili-
Die Abgrenzung von der Jugend, gen Gildenleben ist.
bewusst gelebte Erinnerungen an frü- Vorbilder bei denen die Begriffe
here Aktivitäten oder die Identifikation „Pfadfindergilde“ oder „Gilde“ im Fo-
mit dem Begriff „Altpfadfinder“ - das cus des Verbandsnamens stehen, las-
Wort „Alt“ ist wichtig, meinen die sen sich auch bei einigen unserer
anderen. europäischen Partner finden, wie z.B.:
Insbesondere der Versuch, den die „Pfadfinder-Gilde Österreichs“, die
Begriff „Alt“ durch „Erwachsene“ oder „Pfadfindergilde Liechtenstein“, die
Ähnliches zu ersetzen, gab in den bis- „Sct. Georgs Gilderne i Danmark“, die
herigen Debatten den Ausschlag für „Hungarian Scout Guild“ oder die „St.
die Beibehaltung des Namens, da Georgs Gildene i Norge“.
„Verband Deutscher Erwachsenen Verband Deutscher Pfadfindergil-
Pfadfindergilden“ auch nicht sonder- den e.V. (VDPG e.V.): Ein Name der
lich einladend wirkte. gleichermaßen unsere Traditionen
Ein Vorschlag, wie es gelingen beibehält, für die Vielfalt unserer Gil-
könnte, beide Linien zu einen, wäre den steht und attraktiv für neue Mit-
die Verkürzung auf den Namen: glieder ist! Was denkt Ihr?
„Verband Deutscher Pfadfindergilden“ Über eine lebhafte Diskussion im
Da wir eine Dachorganisation von gesamten Verband würde ich mich
einzelnen Gilden sind, die Ehemalige, freuen. So können wir auf unserer
Erwachsene und Ältere Pfadfinder/ Generalversammlung im nächsten
innen miteinander vereinen, würden Jahr gemeinsam darüber beraten.
Wenn Du jetzt schon Deine Meinung dazu loswerden willst:
Schreib uns mit der gelben oder an den stellvertr. Vorsitzenden
Post oder als eMail an die Hendrik Knop
Redaktion Ali Brinkmann Gasthofsweg 1
Allensteiner Str. 21 99192 Nesse-Apfelstädt
45897 Gelsenkirchen eM@il: hendrik.knop@vdapg.de
Hendrik
Knop
28Musisches Treffen 2020
Auf unserer letzten Vorstandssit- Herzens entschieden, das
G T
zung haben wir das Für und
Wider erörtert und uns schweren
Musische Treffen abzusagen.
2. Mai 2020 -Der Vorstand E SA
G
AB
Der Georgstag fiel in diesem Jahr der Corona zum Opfer
ABGESAGT!
Kannst du dem heiligen Georg
helfen und das Böse besiegen?
Liebe Eltern, liebe Pfadfinder,
wir hoffen, dass es Ihnen und euch gut geht!
Wir möchten die Pläne der Bundes- und Heiliger-Georg in der
Landesregierung zur weiteren Eindämmung des Nothelferkapelle in
Corona-Virus unterstützen. Daher finden vorerst Remblinghausen
bis zum 04.05.2020 keine Veranstaltungen und
Gruppenstunden statt. Ab dem 4. Mai soll der Herforder Pfadfinder
Schulbetrieb schrittweise wieder aufgenommen 23.04.2020 Leiterrunde
werden... Wir wünschen Ihnen bis dahin alles (Video-Leiterrunde)
Gute – bleiben Sie gesund! 24.04.2020 Georgstag
Viele Grüße und Gut Pfad, Aktion (Video-Truppstunde)
Der Stammesvorstand
DER PFADFINDER IST STETS GUTER
LAUNE - AUCH IN SCHWIERIGKEITEN
29Robert Crause Baden-Powell
3rd Baron Baden-Powell
Robert Crause Baden-Powell, 3. vertretender Lagerleiter für zwei
Baron Baden-Powell, geboren in kanadische Nationaljamborees
Johannesburg, der Enkel unseres (1979 und 1983) und auch für das
Gründers Robert Baden-Powell, 1. Weltpfadfindertreffen / Jamboree
Baron Baden-Powell of Gilwell und 1983 in Calgary/Kanada.
Olave Baden-Powell, ist leider in Sein Vater, Peter, war 1953 der
den frühen Morgenstunden des erste stellvertretende Vorsitzende
Samstags, 28. Dezember 2019, der IFOFSAG (heute ISGF).
nach einem langen Kampf mit dem Der Titel von Robert Crause geht
Krebs im Alter von 83 Jahren fried- nun auf seinen Bruder David
lich in seinem Haus gestorben. Michael Baden-Powell über, der
Der verstorbene Lord Baden jetzt 4. Lord (Baron) Baden-Powell
Powell diente der (britischen) of Gilwell ist. Er und seine Frau sind
Pfadfindervereinigung in einer aktive Pfadfinder in Australien und
Reihe von lokalen, nationalen und Mitglied der Australian Scout and
internationalen Funktionen und war Guide Fellowship.
seit 1985 Vizepräsident. Von 1965
bis 1982 war er leitender
Pfadfinderkommissar. Robert führte
das britische Kontingent zum 14.
Autor: Martin Mucha,
Weltpfadfindertreffen 1975 in
Gründer der Pfadfinder/-
Lillehammer, Norwegen, war stell- innen-Gilde Wien
30Arthur Robert Peter Baden-Powell, der 2. Baron Baden-Powell,
FRSA, bekannt als Peter, war der Sohn von Generalleutnant
Robert Baden-Powell, dem 1. Baron Baden-Powell, dem Grün-
der der Pfadfinderschaft, und Olave St. Clair Soames.
(Wikipedia)
Peter, war 1953 der erste stellvertretende Vorsitzende der
† IFOFSAG
Robert Crause Baden-Powell, der 3. Baron Baden-Powell,
war ein britischer Peer und Politiker. Er war der älteste Sohn
von Peter Baden-Powell, dem 2. Baron Baden-Powell und
dessen Gattin Carine Crause-Boardman.
Er wurde an der Bryanston School in Blandford,
Dorset ausgebildet.
†
David Michael Baden-Powell,
4. Baron Baden-Powell ist ein ehemaliger Buchhalter und
Versicherungsvertreter. Er ist der zweite Sohn von Peter
Baden-Powell, dem 2. Baron Baden-Powell und Carine
Boardman. Er ist der Bruder von Robert Crause Baden-Powell,
dem 3. Baron Baden-Powell. Er ist der Enkel von Robert
Baden-Powell, dem 1. Baron (Wikipedia)
Bevor sie die Königin von
England war, war Elizabeth
eine Pfadfinderin Queen
Elizabeth II
Geboren
Die Girl Guides begannen 1909 in England, als, 21. April
laut The Guardian, eine Gruppe entschlossener 1926
junger Mädchen 1909 zu einer Pfadfinder-Kundge- Heute:
bung stürmte und den Gründer der Gruppe, Robert 94
Baden-Powell, aufforderte „Gründe eine Schwester- Jahre
organisation. " Baden-Powell übertrug die Aufgabe
seiner jüngeren Schwester Agnes, und 1910
wurde die Girl Guide Association gegründet.
Die Girl Guides hatten einen großen Einfluss
auf Elizabeth und wie viele andere Mädchen in
anderen Pfadfindertruppen fand sie lebenslange
Freunde. Als sie 1947 heiratete, waren zwei ihrer
Brautjungfern ehemalige Guides.
3191 Jahre Tim & Struppi
91 Jahre alt wird in diesem Jahr eine Comic-Figur: Der
legendäre TINTIN des Belgier Hergé (George Remi). Er
hatte seinen ersten Auftritt am 10. Januar 1929.
Neugierig, einfallsreich, komisch, lustig, selbstlos... Tintin
ist ein junger Reporter, der die Welt bereist und einen
Pfadfinderprototyp repräsentiert. Und ein Pfadfinder war
auch sein Autor, der viele Jahre in der Gruppe von San
Bonifacio mitmachte. Sein Totem war “neugieriger Fuchs”.
Man sagt, er sei sehr leidenschaftlich und in Techniken zu
Hause gewesen, dass er "ein natürlicher Führer”
mit großem Sinn für Humor war, der junge
Pfadfinder inspirieren
konnte.
Im Scoutismus be-
gann seine Karriere. Er
zeichnete zuerst für die
Zeitung der Gruppe
und dann für das natio-
nale Pfadfinderma-
gazin, wo er die Aben-
teuer von TOR, einem
jungen Vorarbeiter, der
immer von einem Hund
begleitet wurde, erzähl-
te. Die Vorläufer von
den unzertrennlichen
Tintin und Milou.
Tintin's Aben-
teuer kamen in
vierundzwanzig George Remi,
Alben (veröf- 1907-1983 - Ein
Foto von 1927
fentlicht in 60
32Sie können auch lesen