Doping, Enhancement, Therapie: Wie lassen sich verschiedene Formen der Leistungssteigerung unterscheiden

 
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Doping, Enhancement, Therapie: Wie lassen sich verschiedene Formen der Leistungssteigerung unterscheiden
Doping, Enhancement, Therapie:
Wie lassen sich verschiedene Formen der Leistungssteigerung unterscheiden
Christoph Asmuth (TU Berlin)?

Zwei Beispiele:                                         leraugen. Denn selbst durch Brillen und Kon-
                                                        taktlinsen lässt sich eine solche Sehschärfe
In den zurückliegenden Jahren haben sich im-            nur kaum erreichen. Selbstverständlich zählt
mer mehr Sportler die Augen lasern lassen.1             eine solche Operation nicht als Therapie.
(DER SPIEGEL, 52/2008) Das hatte nicht in al-           Schwieriger ist die Frage, ob solche Fälle nicht
len Fällen medizinische Gründe. Zahlreiche              als Doping anzusehen sind. Verboten sind sie
Sportler, die sich an den Augen operieren las-          bisher nicht. Hierher zählen auch die Brust-
sen, haben gar keine Sehschwäche. Bekannt               verkleinerungen einiger Tennisspielerinnen,
geworden ist der Fall des Golfspielers Tiger            für die es keine therapeutische Indikation gibt
Woods, der vor den skandalträchtigen Enthül-            und die auch nicht aus ästhetischen Gründen
lungen seines Liebeslebens in den Jahren                vorgenommen werden, sondern einzig des-
2009/10 bereits 1999 außerhalb des Golfplat-            halb, um den Spielerinnen eine bessere Aus-
zes in den Schlagzeilen war, weil er sich näm-          übung ihres Sports zu gestatten. Hier gibt es
lich die Augen hat lasern lassen. Durch die             schwierige Fälle der Abgrenzung ärztlichen
Operation ist eine Verdoppelung der Seh-                Handelns zum Enhancement wie zum Do-
schärfe durchaus im Bereich des Möglichen,              ping.2
was für verschiedene Sportarten von großem
Vorteil ist. Dies ist ein Fall, in dem eine eigent-
lich therapeutische Maßnahme zu einer Leis-
tungssteigerung im Sport führt. Sie ist aber
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nicht als Doping diskriminiert und deshalb               Zu den Beispielen vgl.: Bisol, Benedetta: »Sport Enhan-
nichts anderes als Enhancement. Außerdem                cement Technologies und Doping: Die Debatte um den
                                                        Einsatz (bio)technologischer Leistungssteigerungsmaß-
zeigt dieses Beispiel, dass die Leistungsfähig-         nahmen im Hochleistungssport am Beispiel des soge-
keit eines Organs, hier des Auges, in einen Be-         nannten Techno-Dopings«, in: Grenzen des Machba-
reich verschoben wird, der von der »Natur«              ren: Doping im Schnittfeld zwischen Recht, Moral und
her nicht möglich ist. Tiger Woods hat Ad-              Medien. (Hg.) Asmuth, Christoph – Binkelmann, Chri-
                                                        stoph. ( Brennpunkt Doping. Die Macht des Machba-
1
 Vgl.:       Spiegel          online         52/2008:   ren und der moderne Mensch. Bd. 2) Bielefeld 2011 (in
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,598270,00.html     Vorbereitung)

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1) Warum muss man Doping, Enhancement             gesellschaftliche, keine rechtliche oder morali-
und Therapie überhaupt unterscheiden kön-         sche Notwendigkeit, Enhancement zu definie-
nen?                                              ren. Dementsprechend ist der gesamte Be-
Geht man davon aus, was die Leute so alles        reich, der unter dem Begriff Enhancement dis-
sagen, könnte man auf die Idee kommen, wir        kutiert wird, ausgesprochen groß und bisher
lebten in einer Doping-Gesellschaft. Und, das     wenig strukturiert. Es zeigen sich allerdings ge-
könnte man hinzufügen, das ist auch gut so.       wisse Kernbereiche, über die besonders nach-
Doping wird allen möglichen Phänomenen            drücklich reflektiert wird. Dazu zählt vor allen
zugeschrieben, die eigentlich positiv sind, so    Dingen die Steigerung der Wachheit, der Auf-
etwa, um auf populäre Bereiche hinzuweisen,       merksamkeit, der Kognition sowie des Ge-
›Doping fürs Sparbuch‹ oder ›Doping für die       dächtnisses, verbesserte Emotionen: Neu-
Haare‹. Gemeint ist mit solchen Formulierun-      ro-Enhancement.3 Einen Schub für diese Dis-
gen offensichtlich eine positiv zu bewertende,    kussion gibt es vor allem durch die Entwick-
allerdings künstlich induzierte Leistungsstei-    lung neuer Medikamente. Aber diese Kernbe-
gerung. Man legt sein Geld eben mit einem         reiche beim Enhancement definieren zumin-
Produkt an, das besonders erfolgreich ist. Man    dest im Augenblick nicht das gesamte Feld,
wäscht sich die Haare mit einem Mittel, das       denn es gibt auch Bereiche, in denen ›konven-
den Haarwuchs fördert. Das Normale (Spar-         tionelles‹ Enhancement betrieben wird, das
buch, Haarwuchs) wird durch besondere             gar nicht auf neuartige Medikamente ange-
Maßnahmen gestärkt und unterstützt. Mit ei-       wiesen ist. Ein Beispiel dafür sind die klassi-
nem werbetauglichen, peppigen Ausdruck ist        schen Psychopharmaka, welche die Stimmung
das ›Doping‹. Das betrifft neuerdings auch die    aufhellen oder Nervosität dämpfen können.
Diskussion von Arzneimitteln, die der Steige-     Darüber hinaus werden unter dem Titel ›En-
rung kognitiver oder emotionaler Leistungen       hancement‹ auch uns ganz vertraute Phäno-
dient. Hier spricht man von Brain-Doping,
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weil diese Medikamente positiv auf das Ge-         Die Literatur zum Neuro-Enhancement ist unüberseh-
hirn und auf das Nervensystem wirken sollen.      bar. Hier seien nur wenige Titel genannt: Schleim, Ste-
                                                  phan: »Cognitive Enhancement - Sechs Gründe dage-
Jeder weiß, dass Doping im Sport verboten ist.    gen.« In: Fink, Helmut – Rosenzweig, Rainer (Hrsg.):
Wenn etwas verboten wird, muss man zumin-         Künstliche Sinne, gedoptes Gehirn. Paderborn 2010, S.
dest wissen können, was genau verboten ist.       179-207; Schöne-Seifert, Bettina – Talbot, Davinia –
Das ist wichtig, weil wir es dann nicht bei der   Opolka, Uwe – Ach, Johann S. (Hrsg.): Neuro-Enhance-
laxen Redeweise belassen können, nach der         ment – Ethik vor neuen Herausforderungen. Paderborn
                                                  2009; Kramer, Peter D.: Glück auf Rezept. Der unheimli-
Doping die verbotene Leistungssteigerung im       che Erfolg der Glückspille Fluctin. München 1995; Greely,
Sport ist. Welche Form der Leistungssteige-       Henry et al.: »Towards responsible use of cognitive-en-
rung ist im Wettkampfsport verboten? Mit ei-      hancing drugs by the healthy.« In: Nature 456 (2008),
nem Wort: Aus der Ächtung des Dopings im          702-705; Ach, Johann S. – Pollmann, Arnd (Hrsg.): no
Sport folgt die Aufgabe, Doping klar zu defi-     body is perfect. Baumaßnahmen am menschlichen Kör-
                                                  per. Bioethische und ästhetische Aufrisse. Bielefeld 2006;
nieren, denn es folgen daraus Sanktionen für      Hennen, Leonhard – Grünwald, Reinhard – Revermann,
den Athleten bis hin zum Berufsverbot. Ähn-       Christoph – Sauter, Arnold: Einsichten und Eingriffe in
lich im Gesundheitsbereich. Wenn die Kran-        das Gehirn. Die Herausforderung der Gesellschaft durch
kenkassen für Therapien bezahlen sollen,          die Neurowissenschaften. Berlin 2008; Sandel, Michael J.:
müssen Krankheit und Therapie standardi-          Plädoyer gegen die Perfektionierung. Ethik im Zeitalter
                                                  der genetischen Technik. Berlin 2008; Merkel, Reinhard:
siert und definiert sein.                         »Neuartige Eingriffe ins Gehirn. Verbesserung der men-
Beim Enhancement stellt sich die Situation        talen condicio humana und strafrechtliche Grenzen.«
anders dar: Hier besteht im Augenblick keine      In: Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 121
                                                  (2009), H. 4, 919-953.

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mene diskutiert. So kann man das Argument                  juristischen Aufarbeitung von Dopingverge-
hören, auch derjenige, der eine Brille benutzt,            hen ist der Wunsch nach einer praktikablen,
betreibe Enhancement, denn er verbessert sei-              das heißt auf konkrete Fälle anwendbaren Do-
ne Leistungsfähigkeit. Lernen ist in diesem all-           pingdefinition durchaus verständlich. Konse-
gemeinen Sinne auch eine Form von Enhance-                 quenterweise müssen dann aus der Doping-
ment, denn wer etwas gelernt hat, hat da-                  definition alle diejenigen Termini eliminiert
durch seine Leistungsfähigkeit gesteigert. Im              werden, die missverständlich, ungenau und
Gegensatz also zu Doping und Therapie ist                  kontextabhängig sind. Es handelt sich dabei
das Feld des Enhancements zurzeit noch we-                 vor allem um Begriffe, die einem ethischen
nig konturiert. Das lässt darauf schließen, dass           Kontext entspringen. Hier zeigt sich eine fol-
es hier noch keine Notwendigkeit für eine De-              genschwere Tendenz: Um die Praktikabilität
finition gibt, das heißt auch keine rechtlich              einer Definition in einem bestimmten Bereich
oder normativ geforderte Regelung für diesen               des Sports, nämlich dem Hochleistungssport,
Bereich unserer gesellschaftlichen Praxis.4                zu erhöhen, werden die an den konkreten Ein-
Ich möchte jetzt im Folgenden die Frage stel-              zelnen gebundenen, kulturell varianten und
len, wie sich verschiedene Formen der Leis-                Werthaltungen widerspiegelnden Normen
tungssteigerung möglicherweise unterschei-                 nach und nach zurückgedrängt, bis eine nor-
den lassen?                                                mativ leere Formulierung übrigbleibt, die zwar
                                                           die gegebenen Sachverhalte und Tatbestände
2) Doping                                                  exakt aufschlüsselt, aber moralisch neutral
                                                           bleibt. Am weitesten geht in diese Richtung
Meinen Ausgangspunkt möchte ich zunächst                   die Dopingdefinition, die sich im World-Anti-
beim Doping nehmen. Intuitiv ist die Sache                 Doping-Code findet.5
klar: Es geht um den sauberen Sport. Sportler              Die Dopingdefinition ergibt sich damit durch
sollen nicht durch den Gebrauch oder Miss-                 eine positive Liste. Diese Liste systematisiert
brauch von Medikamenten zum Sieg kom-                      und klassifiziert die verbotenen Substanzen
men, sondern durch außergewöhnliche Leis-                  und Methoden. Die Folge der Definition, die
tungen, die auf hartem Training beruhen. Das               Folge der Verschiebung in den Bereich des
ist eine von den Sportverbänden resp. von der              Rechts, ist eine Jurifizierung des Sports, bis hin
Welt-Anti-Doping-Agentur als notwendig er-                 zur Forderung, das Dopingverbot in das Straf-
achtete Bedingung des Leistungs- und Hoch-                 recht aufzunehmen, will heißen, Staatsanwalt-
leistungssports.                                           schaft und Polizei in die Sphäre des Sports mit
Die Frage nach der Definition von Doping ist               hineinzuziehen. Wenn schon jetzt Wettkamp-
im vergangenen Jahrzehnt zu Gunsten einer                  fentscheidungen vor dem Richterstuhl ent-
juristisch-pragmatischen Lösung entschieden                schieden werden, wie etwa bei der Tour de
worden. Es ist nicht mehr die Frage, was Do-               France, wäre mit Hilfe von Staatsanwaltschaft
ping im Zusammenhang mit der ethischen                     und Polizei sowie letztlich durch das Straf-
Auffassung des Sports bedeutet, sondern ob                 recht wohl damit zu rechnen, dass zahlreiche
sich eine Formel findet, durch die Doping im               Wettbewerbe erst nach Jahren, gar Jahrzehn-
Zusammenhang anderer Rechtsnormen klas-                    ten und mehreren Instanzen entschieden wä-
sifiziert werden kann. Unter dem Aspekt der
                                                           5
                                                            World Anti-Doping Agency (Hrsg.): The World Anti-
4
 Vgl. Asmuth, Christoph – Bisol, Benedetta – Grüne-        Doping Code. Prohibited List. Montreal 2010 (S. 6.). Zu-
berg, Patrick: „Modelle und Grenzen der Leistungsstei-     griff           unter:              http://www.wada-
gerung im Sport: Enhancement, Doping, Therapie aus         ama.org/Documents/World_Anti-
philosophischer Sicht.“ In: Leipziger Sportwissenschaft-   Doping_Program/WADP-Prohibited-list/WADA_Prohi-
liche Beiträge 51 (2010), H. 2, 8-43.                      bited_List_2010_EN.pdf

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ren: eine Konsequenz, die dem Sport wohl                 Formulierung eine äußerst unscharfe Verwen-
kaum helfen dürfte.                                      dung des Wortes ›normal‹, welche die Defini-
                                                         tion nahezu unbrauchbar macht. Das Allge-
3) Therapie                                              meine Sozialversicherungsgesetz bestimmt
                                                         Krankheit heute ähnlich als »einen regelwidri-
Schauen wir uns nun die Sache von der Seite              gen Körper- oder Geisteszustand, der die
der Therapie aus an. Analog zur Beschreibung             Krankenbehandlung notwendig macht«
des Dopings kann man hier zunächst festhal-              (ASVG §120 Abs 1) und grenzt Krankheit von
ten, dass es sich bei der Therapie um Prakti-            Gebrechen ab (§154 ASVG), worunter das Ge-
ken handelt, die der Heilung, Prävention oder            setz ein nicht zu behebendes Leiden versteht
Linderung von Krankheiten dienen. Tatsäch-               und es für den Therapeuten nicht mehr mög-
lich entspricht dies ganz der Einteilung in              lich ist, Schlimmeres zu verhüten oder ärztlich
symptomatische, kurative, palliative und pro-            zu intervenieren, um den Zustand zu bessern
phylaktische Therapie. Wichtig ist hier zu-              oder zu heilen – eine Trennung, die im Hin-
nächst, dass sich in einer Hinsicht Therapie             blick auf eine alternde Gesellschaft grundsätz-
und Doping prinzipiell unterscheiden: Thera-             lich problematisch ist und in der Zukunft
pie richtet sich immer auf einen negativ auf-            noch viele Probleme machen wird.
gefassten Zustand, die Krankheit. Doping be-             Diese gesetzlichen Grundlagen führen natür-
zieht sich auf medizinische und pharmakolo-              lich zu einer unübersehbaren Anzahl von
gische Praktiken bei Gesunden, die Therapie              Konfliktfällen, vor allem zwischen medizini-
auf medizinische und pharmakologische Prak-              schen und juristischen Kategorien, Fälle, in de-
tiken bei Kranken. Das entspricht dem Ver-               nen nicht eindeutig zu bestimmen ist, ob eine
hältnis von Verbot des Dopings auf der einen             Krankheit vorliegt, die therapiert werden
Seite und der Entlohnung für erwünschtes                 muss oder kann. Die Folgen sind gravierend
Handeln bei der Therapie auf der anderen Sei-            sowohl für den Einzelnen, der von Krankhei-
te.                                                      ten betroffen ist, wie auch für die Solidarge-
Damit ist die Auffassung von dem, was zu-                meinschaft, die Krankheitskosten zahlen
nächst und zumeist als Therapie zu gelten hat,           muss. Die Agenten im Gesundheitssystem ta-
unmittelbar mit der Definition von Krankheit             rieren deshalb im Einzelfall und ganz detail-
verknüpft.6 Der deutsche Bundesgerichtshof               liert aus, welche Krankheiten als Krankheiten
versuchte im Jahre 1958 eine juristische Be-             zu gelten haben und mit welchen Therapien
stimmung: »Krankheit ist jede Störung der                sie behandelt werden sollen und mit welchen
normalen Beschaffenheit oder der normalen                Kosten sie einhergehen.
Tätigkeit des Körpers, die geheilt, d. h. besei-         Es lässt sich also festhalten, dass sich Gesund-
tigt oder gelindert werden kann.«7 Interessant           heit und Krankheit grundsätzlich nicht defini-
ist hier, dass ein umgekehrter Weg eingeschla-           torisch konfliktfrei voneinander trennen las-
gen wird. Die Krankheit wird durch die Thera-            sen, aber aus pragmatischen Gründen ge-
pierbarkeit bestimmt. Krank ist, was thera-              trennt werden müssen. Da diese Definitionen
piert werden kann. Damit wird die Frage nach             von erheblicher rechtlicher und finanzieller
der Krankheit auf die Tätigkeit des Therapeu-            Bedeutung sind, kommt der Standardisierung
ten zurückgespiegelt. Außerdem enthält diese             von Krankheitsdefinitionen eine besondere
                                                         Bedeutung zu. Deshalb hat sich eine Standar-
6
  Vgl.: Rothschuh, Karl Eduard (Hrsg.): Was ist Krank-   disierung herauskristallisiert, die heute in ei-
heit? Darmstadt 1975; Sontag, Susan: Krankheit als Me-   nem international gültigen Klassifikationssys-
tapher. Frankfurt 1981.                                  tem zusammengefasst wird, der »Internatio-
7
  Entscheidungen des Bundessozialgerichts, Köln. 35
(1973), S. 10ff.; hier S. 12.                            nalen statistischen Klassifikation der Krank-

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heiten und verwandten Gesundheitsproble-                     stimmungen auszumachen ist, sieht die Situa-
me«, kurz ICD. Hier werden zurzeit über                      tion beim Enhancement grundlegend anders
12.000 Krankheitsklassen geführt, die mit ih-                aus. Zum größten Teil sprechen wir über phar-
ren Diagnoseschlüsseln die Grundlage unseres                 mazeutische Möglichkeiten, deren Wirklichkeit
Abrechnungssystems bilden. Ähnlich wie                       und das heißt vor allem Wirksamkeit zurzeit
beim Doping, nur mit ungleicher Mächtigkeit,                 gar nicht festgestellt werden kann. Die Situati-
bietet die ICD eine Positivliste der Erkrankun-              on ist wissenschaftlich völlig offen. Daraus re-
gen und definiert dadurch das, was eine                      sultiert beim Thema ›Enhancement‹ ein Ab-
Krankheit ist.                                               grenzungsproblem,9 weil eine Definition des
Der wissenschaftliche und technische Fort-                   Enhancements zurzeit weder gesellschaftlich
schritt setzt die Abgrenzung von Gesundheit                  noch rechtlich oder moralisch gefordert ist,
und Krankheit in vielfacher Hinsicht perma-                  ein Abgrenzungsproblem, – das der philoso-
nent unter Druck. Es entstehen zahlreiche                    phischen Zunft Daseinsberechtigung und Brot
Sachverhalte, die sich nicht mehr klar zuord-                verschafft.
nen lassen. Um das zu illustrieren, braucht                  In immer stärkerem Maß wird Enhancement
man nicht einmal auf besonders avancierte                    auch in Deutschland diskutiert.10 Es geht da-
medizintechnische Verfahren zu sprechen zu                   bei vor allem um neue Medikamente, die das
kommen. Bereits die weithin akzeptierte Anti-                Arsenal der bisher bekannten Psychopharma-
babypille stellt die eindimensionale Beziehung               ka um einige potente Mittel ergänzen werden.
von Arzt, Krankheit und Therapie und die                     Diese Pharmaka werden nun von Gesunden
Grenze von Krankheit und Gesundheit massiv                   genutzt in der Hoffnung, sie könnten ihre Ge-
infrage. Ein weiteres Beispiel sind Impfungen.               dächtnisleistungen verbessern und ihre kogni-
Hier ist die Grenze zwischen Krankheit und                   tiven oder emotionalen Leistungen steigern.
Gesundheit nicht klar gezogen. Mit einem                     Völlig außer Diskussion ist der therapeutische
Wort: Die strenge Verknüpfung von ärztli-                    Gebrauch, als ethisch umstritten gilt aller-
chem Handeln und Therapie ist durch die                      dings der Gebrauch zur Steigerung der Leis-
Entwicklung von bereits etablierten Medizin-                 tungsfähigkeit ohne Vorliegen einer Indikati-
techniken aufgelockert worden, die es ermög-                 on.
lichten, Leistungssteigerung bzw. Verbesserun-               Anders als beim Doping wird allerdings hier
gen zu erzielen, ohne dass eine definierte                   die Diskussion offen geführt. Die Frage,
Krankheit vorliegt.8                                         warum man die Einnahme von Medikamen-
                                                             ten verbieten soll, die keine signifikanten Ne-
4) Enhancement                                               benwirkungen haben, aber zu einer Verbesse-
                                                             rung der Leistungsfähigkeit und des Wohlbe-
Im Folgenden möchte ich ein paar Worte zum                   findens führen, wird keineswegs mehrheitlich
Thema ›Enhancement‹ beitragen. Im Gegen-                     verneint. Befürworter einer Liberalisierung
satz zu Therapie und Doping, bei denen ein                   stellen das Enhancement in eine Reihe mit
mehr oder minder harter Kern juristisch be-                  technischen Entwicklungen, die ebenfalls un-
ziehungsweise semi-juristisch festgelegter Be-
8
  Dazu bereits: Derbolowsky, U.: »Zur drohenden Auf-
                                                             9
weichung der Grenze zwischen ärztlicher und nicht-            Lenk, Christian: Therapie und Enhancement: Ziele und
ärztlicher Tätigkeit.« In: Spektrum 2 (1973), 160-161.       Grenzen der modernen Medizin. Münster 2002.
                                                             10
Ferner: Anderson, L.: Writing a new code of ethics for          DAK: Gesundheitsreport 2009. Analyse der Arbeitsun-
sports physicians: principles and challenges. Br. J Sports   fähigkeitsdaten. Schwerpunktthema Doping am Arbeits-
Med 43 (2009), 1079-1082; Asmuth, Christoph – Bisol,         platz. Hamburg 2009. Online abrufbar unter:
Benedetta – Grüneberg, Patrick: „Modelle und Grenzen         http://www.dak.de/content/filesopen/Gesundheitsre-
der Leistungssteigerung im Sport, S. 28ff.                   port_2009.pdf

                                                                                                                 5
ser Leben erleichtern.11 Warum soll man sein               ger durchhalten kann. Die Leistung des Medi-
Gehirn nicht verbessern?                                   kaments ist dieselbe, die gesellschaftliche Be-
                                                           wertung hingegen ganz unterschiedlich. Eine
5) Wie lassen sich verschiedene Formen der                 Verbesserung der Leistungsfähigkeit ist per se
Leistungssteigerung unterscheiden?                         nicht gut oder schlecht. Es kommt darauf an,
                                                           zu welchem Zweck ich mein Gehirn optimie-
Zunächst lässt sich das Problem vereinfachen.              re. Besser ist weniger als gut: Der Komparativ
Da das Enhancement als Begriff zurzeit keiner-             ist ›schlechter‹ als der Positiv.
lei Druck ausgesetzt ist, unbedingt und in je-             Dies führte zu einer weiteren Überlegung, die
dem Fall klar definiert werden zu müssen, und              für die Bewertung und Abgrenzung einzelner
verschiedene Forschungsansätze darunter                    Praktiken und medizinischer Interventionen
durchaus Verschiedenes begreifen, dürfte es                von großer Bedeutung ist. Offenkundig ver-
zunächst keinerlei Schwierigkeiten machen,                 drängt die Konzentration auf Techniken und
den Begriff des Enhancements als eine Art                  Medikamente sowie deren Wirkmechanismen
Oberbegriff zu verwenden. Unter diesem                     die Vorstellung vom gesellschaftlichen Zweck
Oberbegriff lassen sich nun verschiedene For-              dieser Mittel. Man sollte vielleicht darauf ver-
men von Enhancement subsumieren, dazu                      weisen, dass die Steigerung der Leistungsfähig-
zählen neben dem Doping und der Therapie                   keit niemals nur Selbstzweck sein kann. Sich
auch die erlaubten Formen der Leistungsstei-               gut konzentrieren zu können, ist an sich pri-
gerung im Sport, sei dies nun das Training, das            ma, aber man möchte doch auch wissen, auf
durch Trainingstechniken optimiert wird, sei-              was? Eine Diskussion über die Zwecke der
en es die Nahrungsergänzungsmittel, die in                 Leistungssteigerung kann insgesamt hilfreich
Ausdauersportarten durchaus auch intrave-                  sein, um eine sinnvolle Abgrenzung einzelner
nös gegeben werden, seien es operative Ein-                Formen der Leistungssteigerung zu plausibili-
griffe, die zur Leistungsoptimierung im Sport              sieren. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Am-
durchgeführt werden. Dazu zählen anderer-                  phetamine.12 Die Synthese von Amphetami-
seits auch ärztliche Maßnahmen, die nicht                  nen gelang erstmals 1887 an der Berliner Uni-
therapeutisch indiziert sind, etwa Schönheits-             versität. Ende der 1920er Jahre wird die aktive
operationen oder kompensative Maßnahmen.                   Wirkung des Stoffes entdeckt, und es beginnt
Allerdings müsste die Abgrenzung des Enhan-                seine Karriere als Medikament gegen Depres-
cements zu geächteten Praktiken, etwa dem                  sionen, Parkinson, Schlafkrankheit, Impotenz,
Doping, aufgegeben werden. Dies macht aber                 aber auch gegen Heuschnupfen und Erkäl-
auch Sinn. Denn die gesellschaftliche Bewer-               tung. Aus den dreißiger Jahren ist bekannt,
tung einer Praktik hängt nicht vom Begriff der             dass Medizinstudenten der Universität Min-
Leistungssteigerung ab. Aus dem Begriff einer              nesota Amphetamine nutzten, um viele
Verbesserung kann man nicht folgern, dass sie              Nächte hindurch lernen zu können. Im Zwei-
gut oder schlecht ist. Ein Pilot kann ein Auf-             ten Weltkrieg wurden Amphetamine einge-
putschmittel nehmen, damit er in einer                     setzt, um die Soldaten kampfbereit, wach und
schwierigen Situation länger konzentriert sein             aggressiv zu machen. Amphetamine werden
kann, ein Gewaltverbrecher kann dasselbe                   im Sport benutzt und als Doping verboten.
Mittel nehmen, damit er bei einer Straftat län-            Schließlich ist Amphetamin eine weltweit ver-
                                                           breitete Partydroge und wird als Speed konsu-
11
 Galert, Thorsten u. a.: »Das optimierte Gehirn. Ein       miert. Bis heute gibt es diese Formen der Nut-
Memorandum zu Chancen und Risiken des Neuroen-             zung: als Medikament, als Droge, zum Enhan-
hancements.« In: Gehirn & Geist 11 (2009), 40-48. (Onli-
                                                           12
ne     verfügbar    unter:    http://www.gehirn-und-        Dany, Hans-Christian: Speed. Eine Gesellschaft auf Dro-
geist.de/memorandum).                                      ge. Hamburg 2008.

                                                                                                                 6
cement, im Militär und als Dopingmittel im         immer eine heikle Angelegenheit. »Doping«
Sport. Und diese Einteilung geschieht nach         sind sie nicht, es sei denn, sie werden verbote-
den Zwecken, die Konsumenten oder Institu-         nerweise im Verbandssport eingesetzt.
tionen mit der Einnahme verbinden. Die Zwe-        Grundsätzlich gilt hier die liberale Ausrich-
cke sind auch entscheidend für Verbot und          tung unseres Rechtssystems. Daraus folgt na-
Erlaubnis einer Nutzung. Eine Klassifizierung      türlich nicht, dass nun alle Bürger Medika-
des Konsums von Amphetaminen lässt sich            mente nehmen sollen, um wacher und auf-
weder durch die Wirkung (z. B. Gesundheit)         merksamer zu sein. Im Gegenteil: Es folgt dar-
noch durch Konsumentengruppen, weder               aus das Verbot, Menschen gegen ihren Willen
durch die Wirkungsweise noch durch die Sub-        zu medikalisieren. Natürlich setzt ein liberales
stanzklasse erreichen. Eine Abgrenzung ge-         Rechtssystem aufgeklärte, autonome und
lingt nur, wenn man die gesellschaftliche Be-      emanzipierte Bürger voraus. Dort, wo Medi-
wertung hinzuzieht, die letztlich vom Zweck        kamente den autonomen Bürger zerstören
der Einnahme abhängt. Erst von hierher lässt       könnten, wird deren Verwendung durch den
sich überhaupt diskutieren, ob sich ethische       Gesetzgeber mittels des Arzneimittelgesetzes
Konflikte bei der Einnahme von Medikamen-          beschränkt werden. Aber es steht auch nicht
ten ergeben. Und diese Diskussion wird sich        zu erwarten, dass sich alle Bürger wie verrückt
auf den verschiedenen Ebenen individueller         auf Pillen stürzen, selbst dann, wenn sie weit-
und institutioneller, in jedem Fall aber sozial,   gehend nebenwirkungsfrei sein sollten – was
milieu- und gruppenspezifisch differenzierter      angesichts der zwar segensreichen, aber den-
Präferenzsetzungen bewegen müssen. Das             noch bescheidenen Künste der Pharmazeuten
heißt: Sie ist extrem komplex!                     noch lange – und vielleicht auch immer – auf
Die normative Sicht auf Verbesserungen der         sich warten lassen dürfte.
Leistungsfähigkeit wird offenkundig durch die      Aber auch der aufgeklärte Bürger wird abwä-
Frage nach ihrem Zweck regiert. Dabei ist von      gen müssen, und er wird nicht immer das tun,
vornherein klar, dass der Zweck nicht alle Mit-    was wir denken, dass er tun und vor allem las-
tel heiligt, aber auch, dass die Relation von      sen sollte. Wir wissen, dass zahlreiche Body-
Mittel und Zweck keineswegs durch die Dis-         builder in den Studios anabole Steroide ein-
kussion der Mittel, sondern nur durch die Dis-     nehmen, die mehr als das 8fache der thera-
kussion der Zwecke bewertet werden kann.           peutischen Dosis ausmachen. Wir wissen
Diese Überlegung konterkariert die Bestre-         auch, dass diese Athleten um die gravieren-
bungen, eine objektive oder objektivierbare        den Nebenwirkungen wissen, die diese Phar-
Klassifikation zu erreichen. Eine solche Klassi-   maka auslösen. Sie nehmen nämlich weitere
fikation erscheint gegenüber den hochkom-          Medikamente, um die Nebenwirkungen zu
plexen Bewertungsmechanismen ausdifferen-          unterdrücken, oder setzen die anabolen Ste-
zierter Gesellschaften naiv. Der Schutz und        roide rechtzeitig ab. Auch das sind mündige
der Erhalt der Gesundheit ist sicher eine wich-    Bürger, die sich nach einer Abwägung des Für
tige gesellschaftliche Präferenz. Aber sie konf-   und Wider für die Veränderung ihres Körpers
ligiert mit dem Selbstbestimmungsrecht des         durch Medikamente entschieden haben und
Einzelnen.                                         die teils gravierende Nebenwirkungen in Kauf
Prinzipiell dürfte es damit so viele Formen der    nehmen.13 Die Herstellung und der nicht au-
Leistungssteigerung geben, wie es Zwecke           torisierte Handel mit diesen Arzneimitteln
gibt, die das Ziel der Leistungssteigerung bil-    sind verboten, deren Einnahme nicht.
den. Da machen die neuen Enhancementmit-           13
tel keine Ausnahme. Medikamentöse Inter-            Zum ›Doping‹ in Fitnessstudios: Kläber, Mischa: Do-
                                                   ping im Fitness-Studio. Die Sucht nach dem perfekten
ventionen in das Nervensystem sind sicher          Körper. Bielefeld 2010.

                                                                                                     7
Das mögen drastische Fälle sein. Aber es ist                 Greely, Henry et al.: »Towards responsible use of cogni-
wohl zu erwarten, dass auch die weniger dras-                  tive-enhancing drugs by the healthy.« In: Nature 456
                                                               (2008), 702-705
tischen Fälle etwa beim Neuro-Enhancement                    Galert, Thorsten u. a.: »Das optimierte Gehirn. Ein Me-
zunehmen werden. Seien die Substanzen er-                      morandum zu Chancen und Risiken des Neuroen-
laubt oder verboten, gefährlich oder neben-                    hancements.« In: Gehirn & Geist 11 (2009), 40-48.
wirkungsfrei – letztlich muss der Einzelne sich                (Online verfügbar unter: http://www.gehirn-und-
dazu positionieren. Er muss deshalb die Zwe-                   geist.de/memorandum).
                                                             Hennen, Leonhard – Grünwald, Reinhard – Revermann,
cke seines Handelns kritisch reflektieren kön-                 Christoph – Sauter, Arnold: Einsichten und Eingriffe in
nen. Dazu ist die Diskussion über die Zwecke                   das Gehirn. Die Herausforderung der Gesellschaft
wichtig – und dazu gehört letztlich auch eine                  durch die Neurowissenschaften. Berlin 2008
gehörige Portion gesunder Menschenver-                       Kramer, Peter D.: Glück auf Rezept. Der unheimliche Er-
stand.                                                         folg der Glückspille Fluctin. München 1995Sontag, Su-
                                                               san: Krankheit als Metapher. Frankfurt 1981.
                                                             Lenk, Christian: Therapie und Enhancement: Ziele und
Literatur:                                                     Grenzen der modernen Medizin. Münster 2002
                                                             Merkel, Reinhard: »Neuartige Eingriffe ins Gehirn.Ver-
Ach, Johann S. – Pollmann, Arnd (Hrsg.): no body is            besserung der mentalen condicio humana und straf-
  perfect. Baumaßnahmen am menschlichen Körper.                rechtliche Grenzen.« In: Zeitschrift für die gesamte
  Bioethische und ästhetische Aufrisse. Bielefeld 2006         Strafrechtswissenschaft 121 (2009), H. 4, 919-953
Asmuth, Christoph – Bisol, Benedetta – Grüneberg, Pa-        Rothschuh, Karl Eduard (Hrsg.): Was ist Krankheit?
  trick: „Modelle und Grenzen der Leistungssteigerung          Darmstadt 1975
  im Sport: Enhancement, Doping, Therapie aus philo-         Sandel, Michael J.: Plädoyer gegen die Perfektionierung.
  sophischer Sicht.“ In: Leipziger Sportwissenschaftliche      Ethik im Zeitalter der genetischen Technik. Berlin 2008
  Beiträge 51 (2010), H. 2, 8-43                             Schleim, Stephan: »Cognitive Enhancement - Sechs
Anderson, L.: Writing a new code of ethics for sports          Gründe dagegen.« In: Fink, Helmut – Rosenzweig,
  physicians: principles and challenges. Br. J Sports Med      Rainer (Hrsg.): Künstliche Sinne, gedoptes Gehirn. Pa-
  43 (2009), 107DAK: Gesundheitsreport 2009. Analyse           derborn 2010, S. 179-207
  der Arbeitsunfähigkeitsdaten. Schwerpunktthema Do-         Schöne-Seifert, Bettina – Talbot, Davinia – Opolka,
  ping am Arbeitsplatz. Hamburg 2009.                          Uwe – Ach, Johann S. (Hrsg.): Neuro-Enhancement –
  Online                     abrufbar               unter:     Ethik vor neuen Herausforderungen. Paderborn 2009
  http://www.dak.de/content/filesopen/Gesundheitsr           Spiegel online 52/2008:
  eport_2009.pdf                                               http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,598270,00.html
Bisol, Benedetta: »Sport Enhancement Technologies und        World Anti-Doping Agency (Hrsg.): The World Anti-Do-
  Doping: Die Debatte um den Einsatz (bio)technolo-            ping Code. Prohibited List. Montreal 2010 (S. 6.).
  gischer Leistungssteigerungsmaßnahmen im Hoch-               Zugriff             unter:           http://www.wada-
  leistungssport am Beispiel des sogenannten Techno-           ama.org/Documents/World_Anti-
  Dopings«, in: Grenzen des Machbaren: Doping im               Doping_Program/WADP-Prohibited-
  Schnittfeld zwischen Recht, Moral und Medien. (Hg.)          list/WADA_Prohibited_List_2010_EN.pdf
  Asmuth, Christoph – Binkelmann, Christoph. (Brenn-
  punkt Doping. Die Macht des Machbaren und der
  moderne Mensch. Bd. 2) Bielefeld 2011 (in Vorberei-        Weiterführende Informationen
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Dany, Hans-Christian: Speed. Eine Gesellschaft auf Droge.    www.translating-doping.de
  Hamburg 2008.Kläber, Mischa: Doping im Fitness-Stu-
  dio. Die Sucht nach dem perfekten Körper. Bielefeld
  2010.9-1082
Derbolowsky, U.: »Zur drohenden Aufweichung der
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  tigkeit.« In: Spektrum 2 (1973), 160-161
Entscheidungen des Bundessozialgerichts, Köln. 35
  (1973), S. 10ff.; hier S. 12

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