ERNTEDANK SOMMERFEST IN VALENCIA MARTIN LUTHER KING - SEPTEMBER/OKTOBER 2013 NR. 65
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Nr. 65 september /oktober 2013
GEMEINDEBRIEF DES EV. PFARRAMTs AN DER COSTA BLANCA
ErNTEdaNk
Seite 3
SommErfEST iN ValENcia
Seite 7
marTiN luThEr kiNg
Seite 26INHALT
3 eRntedank
Respekt vor der Schöpfung Gottes
7 ein sommertraum in vaLenCia
Zufriedene Gäste beim dem traditionel-
len Sommerfest
Liebe Leserinnen,
9 tReFFen deR ausLandpFaRReR Liebe Leser
Die deutschsprachige Gemeinde Kreta
lädt ein
Sie haben es bereits gesehen, das Echo erscheint in einem
11 Der neue steLLe siCh vor veränderten Layout. Im Redaktionsteam haben wir all unse-
Andreas Knüpffer wird ab September
Zehn-Monats-Pfarrer ren Mut zusammengenommen, überlegt, was wir verändern
können, um die Lesefreundlichkeit und die Lebendigkeit des
14 Zum absChieD Echos weiterzuentwickeln. Dann haben wir uns mit Hilfe des
Dankeswort von Edith Täuber an
Karin und Andreas Lemmel Grafikers Ricardo Magraner an die Neugestaltung begeben.
Das Ergebnis halten Sie nun in der Hand. Die bewährten
15 gemeinDeveranstaLtungen Rubriken haben wir indes beibehalten, die Struktur unverän-
september
dert gelassen. Wie immer gilt, geben Sie uns Rückmeldung.
16 gottesdienste Wir sind gespannt, wie Ihnen das neue Layout gefällt. Ob
es Ihnen gefällt. Und was wir weiter verbessern können. Der
18 gemeinDeveranstaLtungen Herbst beginnt mit einem kleinen Fehlstart. Die uns angekün-
oktober digte Pfarrerin im Zehnmonatsdienst
ist krankheitsbedingt ausgefallen.
20 Louise Repky sagt adieu
Eine Bilanz der letzten zehn Monate In Vertretung wird ab Mitte September Pfarrer Knüpffer mit
seiner Partnerin kommen, der sich freundlicherweise bereit
22 Der neue erkennungs-Chip Qr erklärt hat, bis Januar einzuspringen. Bis dahin werde ich
Wie die Technik Dementen helfen kann
den Dienst hier allein versehen. Für meine Frau und mich
23 La Xara – heimat Der Zistrosen beginnt nun die fünfte Runde – wir sind bereits vier Jahre bei
Das Zentrum der Steinmetze und Ihnen. In der Zeit bis Weihnachten sind Sie am 6. Oktober
seine Geschichte
zum Erntedank- und Gemeindefest herzlich eingeladen – in
26 iCh habe einen traum dem Gottesdienst werden wir auch Pfarrer Knüpffer und
Zum 50. Jahrestag der Rede Martin seine Partnerin offiziell vorstellen. Dann planen wir schon für
Luther Kings
den 6. Dezember, dass Nikolaus-Fest, und am dritten Advent
29 FReud und Leid sind wir wieder nach Valencia eingeladen.
Ganz kurzfristig hat sich der Jugendbläserchor der Nordkir-
31 so finDen sie uns/impressum che aus Mecklenburg angemeldet. Der Chor war mehrfach
Preisträger bei „Jugend musiziert“ und wird am Sonntag, den
20.10., unter Leitung des Landesposaunenwarts Martin Huss
den Gottesdienst in Montebello musikalisch gestalten.
Ich freue mich auf Sie
Herzliche Grüße
2aus christlicher sicht
Erntedank
Anfang Oktober wird in den christlichen Kirch-
en das Erntedankfest gefeiert. Dahinter steht
die menschliche Urerfahrung quer durch alle
Kulturen, Religionen und Nationen, dass wir
unser tägliches Brot nicht allein unserer Leis-
tung verdanken. Und die Vorstellung, dass,
wenn wir Menschen etwas von der Natur neh-
men, wir der Natur etwas zurückgeben müs-
sen. So hatten die Erntefeste nicht nur einen
sozialen, sondern auch einen Opfercharakter.
Mit Blick auf die Naturreligionen lässt sich da- lischen Kirche erfolgten bereits in der Refor-
her feststellen: Im Erntefest manifestiert sich mationszeit fast überall Danksagungen für die
eine doppelte Hinwendung – der Dank für die eingebrachte Ernte mit Lobgesang. Seit dem
vergangene Ernte und die Bitte um künftige 16. Jahrhundert sind Erntedank-Predigten
Gaben der Natur. auch in ländlichen Gemeinden verbreitet.
1773 wurde in Preußen das Erntedankfest
Als das Volk Israels sesshaft wurde, über- offiziell als kirchlicher Festtag eingeführt und
nahm es derartige Erntefeste von den Ka- auf den ersten Sonntag nach Michaelis (29.
naanäern mit den von der Natur vorgegebenen September) festgesetzt. In Amerika wird seit
Terminen, begründete und interpretierte sie 1777 der Thanksgiving Day als staatlicher
aber theologisch neu: als Satzung Gottes, der Feiertag begangen.
sein Volk aus der Knechtschaft der Ägypter
befreit hat. Die ursprünglich nur bäuerlichen Bis ins 18. Jahrhundert hinein waren die
Feste galten jetzt dem ganzen Volk, das mit agrarisch geprägten Gesellschaften getra-
dem Erntefest nicht mehr nur für die Gaben gen durch eine gemeinsame materielle und
der Natur seinen Schöpfer pries, sondern geistige Grundlage: Landwirtschaft war
vornehmlich seiner wunderbaren Geschichte Hauswirtschaft. Die Erzeugung war im Wes-
mit diesem Gott gedachte. entlichen auf den Verbrauch in der Groß-
familie bzw. der Dorfgemeinschaft angelegt.
Diesen theologischen Gedanken übernah- In einer solchen Gesellschaftsstruktur war
men die christlichen Kirchen, deren ganze jedem der Sinn des Erntedankfests klar, weil
Geschichte mit dem Verhältnis des Men- es seinen festen Platz im Leben und Arbeiten
schen zur Ernte verwoben ist. Im Mittelalter der Menschen hatte. Jede Familie lebte von
etwa waren Erntedankmessen mit Segnun- dem, was Feld und Stall hervorbrachten. Die
gen der Früchte üblich. Und in der evange- Menschen waren Selbstversorger, ihre Ab-
3aus christlicher sicht
ERNTEDANK
hängigkeit von der Ernte für jeden spürbar.
Eine gute Ernte und nicht Hunger leiden zu
müssen waren nicht selbstverständlich und
ohne weiteres machbar. Nicht selten entzog
sich die Nahrung der Verfügbarkeit des Men-
schen. So kann man sagen: Das Erntedank- Die Generation der
fest ist die Anerkennung, dass die gesamte heute 60- bis 80-Jährigen kannte noch den
Schöpfung unter einem Eigentumsvorbehalt Hunger. Sie wusste, fehlen Konsumgüter
Gottes steht. wie Fernseher, Auto oder Computer, ist das
bisweilen unangenehm. Fehlt aber das Brot,
Mit der industriellen Revolution im 19. Jahr- kann es tödlich sein. In unserer heutigen Di-
hundert und dem Entstehen der Industriege- enstleistungsgesellschaft ist diese grundle-
sellschaft verändern technischer Fortschritt, gende Einsicht infrage gestellt. Denn die
sich ausweitende Geldwirtschaft und Arbeits- Agrarwirtschaft ist Teil
teilung den Zusammenhang von Land- der Volkswirtschaft ge- Vor allem
wirtschaft und Hauswirtschaft grundlegend. worden, wird immer geht es um
mehr unter industriellen
Zunächst entwickelte sich eine Schicht, die
Gesichtspunkten gese-
den respekt
neben ihrem eigentlichen Broterwerb noch
hen und geführt. Neue vor der
eine kleine Landwirtschaft betrieb. So hatten
Methoden der Feld- Schöpfung
bis ins 20. Jahrhundert beispielsweise Lehrer
und Pfarrer häufig eine landwirtschaftliche bewirtschaftung, aber gottes.
Basis. Vielen Menschen blieb deshalb die auch der Tieraufzucht
Bedeutung der Agrarwirtschaft bewusst. und -haltung – hier
Trotz allen Glaubens an den Fortschritt, trotz seien nur Gentechnik und Massentierhaltung
aller Industriekultur war die Agrarkultur in der erwähnt – wollen uns glauben machen, dass
Seele der Menschen verankert, war ihnen auch in der Landwirtschaft alles machbar ist.
der grundlegende Unterschied zu industriel-
ler Produktion bewusst: Nicht die Landwirte Wir stehen daher als Gesellschaft, aber
produzieren, sondern vielmehr die Pflanzen auch als Kirche vor einer neuen grundle-
und Tiere. Eier, Milch und Getreide werden genden Frage: Ziehen wir selbst mit unseren
nicht in einem geschlossenen Produktions- Wertvorstellungen die Grenzen? Oder be-
prozess vergleichbar Autos oder Fernseher grenzen nur technische Möglichkeiten und
hergestellt, sondern von lebenden Tieren und ökonomische Möglichkeiten unser Handeln?
Pflanzen. Und dieses Wissen um den Unter- Das Erntedankfest wäre der Anlass dieser
schied prägte auch die Wertschätzung für die Frage nachzugehen: In welche Richtung soll
Landwirtschaft und das tägliche Brot. sich unsere Landwirtschaft entwickeln?
4aus christlicher sicht
ERNTEDANK
Und eine zweite Frage darf nicht vergessen Bei den Erntedankfesten wird für die Ernte
werden: Was geschieht mit den erzeugten gedankt und in manchen Liturgieentwürfen
Lebensmitteln? Keine Generation vor uns wird dieser Dank auf die Arbeitsernte, also
hat so viel Lebensmittel vernichtet wie die auf alles, was produziert wurde, ausgedehnt.
unsere – weil die Nahrungsmittel nicht einer Es ist gut und wichtig, dass wir danken. Denn
bestimmten Norm entsprachen oder weil sie damit bezeugen wir Wertschätzung – aber
auf dem Weg zwischen Erzeugen und Ver- streng genommen geht es um den Respekt
brauchen verdarben. Un nach wie vor hun- vor der Schöpfung Gottes und davon ab-
gern die Menschen auf dieser Erde. geleitet um den Respekt vor den Nahrungs-
mitteln und der Landwirtschaft. Aber dieser
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass christ- Respekt muss Folgen haben! Ist es unter der
liches Verständnis von Landwirtschaft davon grundsätzlichen Einsicht, dass Lebendigkeit
ausgeht, dass Pflanzen und Tieren lebendig unverfügbar ist, überhaupt denkbar, Pflanzen
sind und alles Lebende dem Odem Gottes zu patentieren? Dürfen wir all das machen,
zu danken ist. Von daher sind wir lediglich was wir können, gerade im Bezug auf die
Verwalter. Es gilt anzuer-kennen, dass Le- Gentechnik? Dürfen wir überhaupt die Land-
ben eine Gabe Gottes ist, etwas, das für uns wirtschaft wie einen Industriebetrieb sehen?
unverfügbar ist, das wir nicht gemacht haben
und machen können. Diese Unverfügbarkeit Ich wünsche mir, dass wir im Respekt vor
ist kein Defizit, das wir einfach nur zu be- Gott und in Anerkennung der Schöpfungs-
seitigen brauchen, sondern in der Schöpfung- ordnung zu einer flächendeckenden schöp-
sordnung Gottes vorgegeben. So betrachtet, fungsbewahrenden Landwirtschaft kommen
ist das Erntedankfest ein Fest, dass über die und dass Landwirte überall auf der Welt von
Agrarpolitik hinausgeht, denn es hat grundle- ihrer Arbeit leben können. Aber auch wir als
gend mit uns zu tun. Verbraucher können umdenken. In unserer
5aus christlicher sicht
ERNTEDANK
globalen Wirtschaft ist die Frage, was wir essen und trinken zu einem machtvollen Instrument
geworden. Wir können es zum Wohle der Schöpfung, der Bäuerinnen und Bauern und auch der
Gesundheit nutzen. Hier geht es nicht in erster Linie um Verzicht, sondern um Nachdenken. Es
gilt, die regionale Landwirtschaft zu stärken, darauf zu achten, wie produziert, wie Tiere gehalten
werden. Es gilt darauf zu achten, dass keine Lebensmittel sinnlos vernichtet werden.
Wenn wir Erntedank so verstehen und auch leben, werden es uns die zukünftigen Generationen
danken.
rudolf delbrück
Einladung
zum
Erntedankfest
6aus dem pfarramt
Ein Sommertraum in Valencia
Im Juni traf sich – wie in jedem Jahr – die und schon war ein Buffet auf der Terrasse
deutschsprachige evangelische Kirchen- vor dem weitläufigen Garten angerichtet,
gemeinde von Valencia zum traditionellen das sich vor keiner Konkurrenz hätte verste-
Sommerfest mit Gottesdienst. Als Ambiente cken müssen. Doch zum Essen später noch
wurde nicht ohne Stolz schon zum 21. Mal einmal – der erste Punkt der Abendordnung
das Anwesen der Familie Hempel mit sei- sei war selbstverständlich der Gottesdienst im
nem großen Garten ausgesucht. Nach den Freien, wie jedes Jahr ein Höhepunkt der
morgendlichen Vorbereitungen, um den besonderen Art. Die Predigt über Zachäus,
späteren, reibungslosen Ablauf zu gewähr-
gewähr den Steuerbeamten, der sein Leben grund-
leisten, erschienen die ersten Gäste gegen sätzlich änderte und dafür seine Sünden er-
18 Uhr. Alle Teilnehmer, rund 37 an der Zahl, lassen bekam, zeigte uns, dass eine Kehrt-
Kehrt
waren reichlich mit Salaten und sonstigen wende im Leben jederzeit möglich erscheint.
Leckerbissen beladen. Wenn wir es nur wollen, steht immer eine
Tür bei Jesus offen. Die Predigt, vom schei
schei-
Nach dem ersten Begrüßen und Bekannt- denden Pfarrer Andreas Lemmel mit Liedern
machen mussten einige ihrem Mitgebrach- eingerahmt und mit dem Abendmahl abge-abge
ten noch den letzten Gourmetschliff geben rundet, ging uns allen sehr nahe.
7aus dem pfarramt
Ein Sommertraum in Valencia
Zeit zum Grübeln blieb aber nicht viel, da „Valencianern“ offiziell verabschiedet und
während des Gottesdienstes bereits fleißige gedankt; Geschenke wurden überreicht.
Hände den Grill befeuerten. So war ein flie-
ßender Übergang zum Barbecue garantiert. Das Sommerfest neigte sich langsam sei-
Das Buffet war eröffnet und man konnte sich nem nicht gewollten, aber unvermeidlichen
stärken, den Durst stillen und in geselliger Ende zu. Allen Teilnehmern anzusehen, wie
Runde über dies und das sprechen. sehr sie den Abend genossen hatten. Ganz
besonderen Dank an Familie Hempel, die
Etwas später löste ein Dessertbuffet die uns das Fest ermöglichte, an die Helfer, die
Gemüsebar ab, und die hereingebrochene Buffetorganisatoren, Herrn Lemmel für den
Dunkelheit erinnerte an die schnell vorüber
vorüber- kirchlichen Beitrag, uns alle für unsere Teil-
gegangene Zeit des Abends. Leider mussten nahme und an Gott, der uns diese Stunden
dann auch schon die ersten Gäste mit weiter geschenkt hatte. Sollten wir uns nicht viel-
Anfahrt den Rückweg antreten, wenn auch leicht schon jetzt auf nächstes Jahr freuen?
nur ungern. Pfarrer Lemmel wurde von den Jörg Nüssle
8aus dem pfarramt
Treffen der „Vom 24. bis 28. Juni versammelten sich
die Auslandspfarrer und Auslandspfarrerin-
Auslandspfarrer nen Südeuropas auf Kreta. Gastgeber war
die deutschsprachige Gemeinde Kretas,
vorbereitet hatten die Tagung Pfarrer René
Lammers aus Athen und Gabriele Schmidt
aus Kreta.
Das Thema, unter dem die Tagung stand,
lautete „Schuld und Schulden, Vergebung
und Erlass“ und ließ sich gut mit der aktuel-
len Situation Griechenlands verbinden. Einer
der Programmpunkte: Der Theologe und So-
zialethiker Ulrich Duchrow stellte sein neues
Buch: „Gieriges Geld“ vor. Durchow gehört
zu den renommierten Kritikern des Neoka-
pitalismus. „Dessen Wirkung“, so der Autor,
„ist auf Menschen und Natur in allen Län-
dern so zerstörerisch, dass niemand mehr
davor die Augen verschließen kann – am
wenigsten die Kirchen, die ja den Menschen
gute Nachricht bringen sollen. In diesem
Prozess fordern nun vor allem die Kirchen
des Südens, dass die weltweite Christenheit
gemeinsam gegen den Neoliberalismus und
für eine Wirtschaft im Dienst des Lebens
Stellung beziehen muss.“
9aus dem pfarramt
Treffen der Auslandspfarrer
Ein zweiter Schwerpunkt was die Begeg- Natürlich durfte bei einem Besuch Kretas
nung mit der griechisch-orthodoxen Kirche. eine Exkursion nach Knossos nicht fehlen.
Im Gotteshaus St. Minas in Heraklion mach- Dessen Palastanlage aus der Zeit der Mino
Mino-
te eine ausführliche Kirchenführung mit der er ist in ihren ältesten Teilen mehr als 4000
orthodoxen Kirche Kretas bekannt. Darauf Jahre alt. Trotz der schweren Beschädigun-
folgte ein Empfang im Haus des Erzbischofs gen durch Erdbeben ist die Anlage auch
von Kreta, der über die derzeitige Situation heute noch beeindruckend und deshalb eine
der Orthodoxen Kirche berichtete. Besichtigung wert.
Zur Regionalkonferenz gehören auch Einzelgespräche, dienstliche Informationen der EKD sowie
der informelle Austausch und die gegenseitige Stärkung, die für die Arbeit eines Pfarrers so
wichtig ist.
rudolf delbrück
Bild oben Empfang beim Erzbischof von Heraklion © R.Delbrück
Bild unten Abendandacht an einer kleinen Wallfahrtskirche - © R.Delbrück
10aus dem pfarramt
sik und – natürlich – dem Radfahren.Arbei-
ten, wo Menschen Urlaub machen – für mich
eine vertraute Situation. Als Urlauberpfarrer
und Kurprediger war ich etwa in der fränki-
schen Schweiz, Pfronten, Bad Kissingen,
Bad Neustadt/Saale und auf den Nordseein-
seln Langeoog und Juist tätig.
Im Jahr 2012 arbeitete ich als Zehn-Mo-
Der Neue stell sich vor nats-Pfarrer auf Teneriffa – daher meine
Hola, Kenntnisse der spanischen Sprache – und
mein Name ist Andreas Knüpffer. Ab Sep- im Juli und August 2013 gemeinsam mit mei-
tember 2013 werde ich als Zehn-Monats- ner Partnerin, Petra Junghähnel, auf Kreta.
Pfarrer meine Stelle an der Costa Blanca Petra ist 55 Jahre alt und hatte eine Privat-
antreten. Mein Familienname ist in Posen praxis in Potsdam. Wir haben uns auf Tene-
und Schweinfurt mit der Begrüßung von riffa kennen und lieben gelernt und werden
neuen Erdenbürgern verbunden. In Posen gemeinsam den Dienst in Ihrer Gemeinde
wurde ich am 8. Oktober 1943 geboren und antreten.
in Schweinfurt wohnte meine Familie nach
der Flucht. Mein Vater war erstaunt, dass Petra ist Diplompsychologin und wird – wie
ich Theologie in Göttingen, Heidelberg und in Potsdam, Berlin, Bochum, Teneriffa und
Erlangen studierte. Um Erfahrungen mit Kreta – Frauengesprächskreise und seel-
Menschen aus besonderen sozialen Schich- sorgerische Lebensberatung anbieten. Sie
ten zu sammeln, entwickelte und realisierte hat neben ihrer Tätigkeit als Psychothera-
ich während meines sozialpädagogischen peutin, Drogenberaterin, Supervisorin u. a.
Zusatzstudiums in Hamburg zum Beispiel Erfahrung im Führen von Gruppen von Men-
Projekte mit Rockern. Diese Erfahrungen schen in besonderen Lebenssituationen,
konnte ich nach dem Vikariat in Nürnberg als wie Depressionen, Essstörungen, Burnout,
Dekanatsjugendpfarrer – der „Radlpfarrer“ – Mobbing, Borderline u.a.
in München gut gebrauchen. In meiner fol-
genden Stellung als Pfarrer der Gnadenkir- Wir freuen uns sehr auf die Gemeinde und
che Dachau war der Aufbau der kirchlichen die Menschen an der Costa Blanca. Aus Be-
Arbeit in der Gedenkstätte ein Ziel meiner richten unserer Vorgänger haben wir schlie-
Tätigkeit. ßen können, dass wir einer sehr interessan-
ten und vielseitigen Arbeit entgegensehen.
Weitere Orte meiner beruflichen Laufbahn Ich hoffe, ich kann Sie in meinem ersten
waren München Heilig-Geist-Kirche und Gottesdienst zum Erntedank am 06.10.2013
Partenkirchen am Fuß der Zugspitze. Dort in Montebello begrüßen.
konnte ich ausführlich meinen Hobbys nach- Ich grüße Sie herzlich
gehen: dem Wandern, Bergsteigen, der Mu- andreas knüpffer Pfr.i.r.
11aus dem pfarramt
Einladung zum Konfirmandenunterricht
Mit dem Beginn des neuen Schuljahrs la- Schüler ab der siebenten Klasse sind ein-
den wir zum Konfirmandenunterricht ein. Wir geladen zum Konfirmandenkurs, der ein
möchten mit dem Unterricht die Kinder in Jahr dauert. Wir werden uns immer am drit-
das Leben der Gemeinde einbeziehen, wol- ten Samstag im Monat von 10.00 bis 18.00
len dazu beitragen, dass sie die Welt verste- Uhr treffen, zum ersten Mal am 19.10.2013.
hen und vorgegebene Lebensnormen vom
Standpunkt des christlichen Glaubens befra- Bitte melden Sie Ihr Kind an. Unter www.
gen. Gemeinsam mit den Kindern wollen wir ev-kicb.com finden Sie das Formular. Wenn
erarbeiten, was es bedeutet, als Christ zu Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an
leben. Deshalb sind eine regelmäßige Teil- Pfr. Delbrück.
nahme am Unterricht und der Besuch von Herzliche Grüße
Gottesdiensten notwendig. ihr rudolf delbrück
12aus dem pfarramt
Wir bitten um Ihre Hilfe
Nach vielen Jahren treuen Klingens ist die
Johannus-Orgel in Montebello in der letzen
Zeit einige Male ausgefallen. Eine Reparatur
ist nicht vertretbar. Deshalb hatten wir schon
vor zwei Jahren begonnen, für ein neues In-
strument Geld zu sammeln.
Damit Sie wieder Orgelmusik hören kön-
nen, soll eine neue elektronische Sakralor-
gel der Firma Viscount, Modell Vivace 40,
angeschafft werden. Sie hat zwei Manuale
und Pedal, 31 Register, Verstärker und Laut-
sprecher und wird 4300 Euro kosten.
Den Grundstock von 2000 Euro haben Sie
bereits gelegt. Bei Redaktionsschluss war
der Betrag auf 2800 Euro gestiegen. Dafür
vielen Dank. Der größte Teil der erforderli-
chen Summe ist geschafft, und ich würde
mich freuen, wenn wir zum Erntedankfest
die neue Orgel kaufen können. Darum bitten
wir weiter um Spenden.
Weitere informationen können Sie bei
Pfr.. d
Pfr delbrück
elbrück erfragen.
13aus dem pfarramt
Zum Abschied
Edith Täuber zur Verabschiedung des Zehn-
Monats-Pfarrers, Andreas Lemmel und sei-
ner Frau Karin
ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust
deine Hand auf und sättigst alles, was lebt,
nach deinem Wohlgefallen (Pasalm 145). ,Ir-
„Unser lieber und geschätzter Pfarrer Lem-
gendwann im Mai 1945 habe ich diese Verse
mel mit seiner Frau Karin haben Abschied
zum ersten Mal mit Bewusstsein gehört. Die
von uns genommen und sind wieder zurück
deutsche Armee und ihre Hilfstruppen lös-
in ihrer Heimat. Wir werden sie sehr ver-
ten sich mehr und mehr auf. Als blutjunger
missen. Unser Leben hier wurde durch das
Bursche versteckte ich mich mit einem Ka-
beidseitige Wirken verschönt und bereichert.
meraden irgendwo in Schleswig-Holstein vor
Ich kann nur einiges erwähnen: Beglückend
den Engländern. Wir hatten tagelang nichts
und intensiv die Adventszeit in der Kapelle
gegessen, und so verlegten wir uns aufs
mit stimmungsvollem Kerzenlicht, Gebäck
Betteln. Auf einem einsamen Gehöft öffne-
und wundervollen Vorlesungen und Gesang.
te uns eine Frau nach längerem Klopfen die
Dann das Weihnachtsfest mit dem
Haustür. Stotternd bat ich um etwas zu
dahinschmelzenden Gebäck von Ka-
rins Hand. Mein Kuchenpäckchen hat
gottes essen. Brot habe ich keines, sagte die
keine zwei Tage überdauert. Danke Segen Frau, aber ich habe ein paar Kartoffeln
Karin! Ihre Mithilfe bei den Senioren- auf all für die Schweine gekocht, davon kannst
Nachmittagen, und, und, und – so ihren du etwas abhaben. Sprach’s und kam
mit den Kartoffeln wieder, die sie mir
könnte man noch vieles aufzählen. Wegen mangels eines Gefäßes in mein offen
Ein ganz besonderes Geschenk und
gehaltenes Käppi schüttete. Als mein
unvergesslich die beiden wundervol-
Kamerad und ich uns die Kartoffeln teilten,
len Konzertnachmittage im Restaurant. Tau-
sprach er langsam und andächtig diese Ver-
send Dank, Herr Pfarrer! Und ganz glücklich
se aus Psalm 145. Ich werde dieses Tisch-
waren wir, wenn Sie beide fast regelmäßig
gebet nie vergessen.‘
zum Mittagsgebet erschienen, nachdem Sie
Mit Ihnen, lieber Pfarrer Lemmel hätten wir
die Hausglocke geläutet hatten. So man-
jetzt das Lied gesungen ,Du meine Seele
ches schöne Kirchenlied wäre ohne Sie
singe‘...
nicht erklungen.
Für Ihre weiteren Pläne wünschen wir
Für alle möchte ich eine kleine Begebenheit
Ihnen viel Freude, Glück und Gesundheit.
wiedergeben, die wir am 26. Mai beim Mit-
Gottes Segen auf all Ihren Wegen und grü-
tagsgebet im Neukirchner Kalender hörten:
ßen Sie Deutschland! Vielleicht gibt es auch
Aller Augen warten auf dich, und du gibst
noch ein Wiedersehen? So Gott will!“
Edith Täuber
14veranstaltungen
GEMEINDEVERANSTALTUNGEN // SEPTEmBEr 2013
MoRAIRA 24.9.13 15.00 Uhr Kreativkreis
im Pfarrhaus
DENIA 2.9.13 11.00 Uhr Stammtisch
Alegria
LA NUCIA 4.9.13 16.30 Uhr Seniorenkreis
Seniorenresidenz 3.9.13 20.00 Uhr offener Themenabend
Montebello Kapelle 11.9.13 11.00 Uhr Biblischer Gesprächskreis
13.9.13 10.00 Uhr Besuchsdienstkreis
Mo/Freitag. 12.40 Uhr Mittagsgebet
DENIA Montags 17.00 Uhr Singkreis
Las Rotas Ermita
vALENCIA 17.9.13 17.00 Uhr Gemeindekreis
Deutsche Schule
BENIARBEIG 4.9.13 15.30 Uhr wir für Sie
Solvida
ToRREvIEjA ToRETTA II 4.9.13 18.00 Uhr Besuchsdienstkreis Süd
im Los Alemanes
15veranstaltungen
GOTTESDIENSTE // SEPTEmBEr 2013
DÉNIA / LAS RoTAS
08.09.13 10.0Uhr 22.09.13 10.0Uhr
Gottesdienst m.A. Del Gottesdienst Del
anschl.Kirchenkaffee. anschl.Kirchenkaffee.
BENIDoRM / LA NUCÍA / MoNTEBELLo
01.09.13 12.00 Uhr 08.09.13 12.00Uhr 15.09.13 12.00 Uhr
Gottesdienst m.A. Del Gottesdienst Del Gottesdienst Del
anschl.Kirchenkaffee anschl.Kirchenkaffee. anschl.Kirchenkaffee.
22.09.13 12.00 Uhr 29.09.13 12.00 Uhr
Gottesdienst Knü Gottesdienst
anschl.Kirchenkaffee. anschl.Kirchenkaffee.
vALENCIA
17.09.13 20.00 Uhr
Gottesdienst m .A Del
oRIHUELA CoSTA / CENTRo ECUMÉNICo
14.09.13 17.00 Uhr 28.09.13 17.00 Uhr
Gottesdienst m .A Del Gottesdienst Merk
anschl.Kirchenkaffee. anschl.Kirchenkaffee.
16veranstaltungen
GOTTESDIENSTE // okToBEr 2013
DÉNIA / LAS RoTAS
13.10.13 10.00Uhr 27.10.13 10.00 Uhr
Gottesdienst m.A. Del Gottesdienst Del
anschl.Kirchenkaffee. anschl.Kirchenkaffee.
BENIDoRM / LA NUCÍA / MoNTEBELLo
6.10.13 12.00Uhr 13.10.13 12.00Uhr 20.10.13 12.00Uhr
Gottesdienst zum Gottesdienst Knü Gottesdienst Del
Erntedankfest Beauf- anschl.Kirchenkaffee. anschl.Kirchenkaffee.
tragung Pfr. Knüffer
anschl. Gemeindefest 27.10.13 12.00 Uhr
Gottesdienst Knü
anschl.Kirchenkaffee.
vALENCIA
15.10.13 18.00 Uhr
Gottesdienst m.A. Del
oRIHUELA CoSTA / CENTRo ECUMÉNICo
12.10.13 17.00Uhr 26.10.13 17.00 Uhr
Gottesdienst m.A. Knü Gottesdienst Merk
anschl.Kirchenkaffee. anschl.Kirchenkaffee.
SIE SIND HERzLICH EINGELADEN, BITTE BEACHTEN SIE DIE ANSAGEN IM GoTTESDIENST.
m.A.= Gottesdienst mit Abendmahl. Das Abendmahl wird mit Saft gefeiert.
Del.= R.Delbrück (Pfarrer) // Merk.= Wilhem Merk Pfr.i.R.
Knü.= Andreas Knüpffer (Pfarrer)
17veranstaltungen
GEMEINDEVERANSTALTUNGEN // okToBEr 2013
MoRAIRA 5.10.13 15.00 Uhr Kindergottesdienst
im Pfarrhaus 19.10.13 10.00 Uhr Konfirmandenunterricht
29.10.13 15.00 Uhr Kreativkreis
DENIA 7.10.13 11.00 Uhr Stammtisch
Alegria
DENIA Dienstags 18.00 Uhr Bläserchor
LA NUCIA 1.10.13 20.00 Uhr offener Themenabend:
Seniorenresidenz 2.10.13 16.30 Uhr Seniorenkreis
Montebello Kapelle 9.10.13 11.00 Uhr Biblischer Gesprächskreis
11.10.13 10.00 Uhr Besuchsdienstkrei
Mo/Freitag. 12.40 Uhr Mittagsgebet
DENIA Montags 17.00 Uhr Singkreis
Las Rotas Ermita
vALENCIA 16.10.13 17.00 Uhr Gemeindekreis
Deutsche Schule
BENIARBEIG 4.10.13 15.30 Uhr wir für Sie
Solvida 30.10.13 15.30 Uhr wir für Sie
CENTRo ECUMÉNICo 16.10.13 10.30 Uhr Bibelgesprächskreis
La zenia
ToRREvIEjA ToRETTA II 2.10.13 18.00 Uhr Besuchsdienstkreis Süd
im Los Alemanes
18veranstaltungen
Orihuela -La Zenia
Zufahrt von Torrevieja, Kreisverkehr La Zenia auf N-332, km 50:
Abfahren in Richtung Autobahn, beim nächsten Kreisverkehr
Im Bereich Süd die mittlere Fahrspur wählen, zuerst der Beschilderung zur Autobahn
sind die Gottesdienste in: folgen (nicht die linke Spur hinab Richtung Villamartin, auch nicht die
ganz rechte Fahrspur zum Einkaufszentrum).
Orihuela Costa Die 6. Ausfahrt (nach den Auffahrten Autobahn) rechts abfahren,
La Zenia, Beschilderung „Centro Ecomenico“ (Straße zum „Bassus“),
im Centrum Ecumenico 800 m folgen, bis zur Kirche auf der linken Straßenseite.
Calle Talco; Zufahrt über den Kreisverkehr Cabo Roig auf N-332, km 48,6:
(im Navi eingeben: Ausfahrt mit Beschilderung „Urbanisacion“, nach 10 m rechts abbiegen.
Am nächsten Kreisverkehr geradeaus fahren bis zum Stoppschild
N 37.92011 W 0.74050)
an der Calle Talco, dort rechts abbiegen.
Etwa 50 m rechts ist die Kirche.
Die Gottesdienste sind wie gewohnt am 2. und 4. Samstag im Monat um 17.00 Uhr
Bläser
m
Gäste aus de
n
hohen Norde
ndbläserchor
rg ot te sd ie ns t mit dem Juge he
Bläse r Nordkirc
Mecklenburg de tes Martin Huss. am 20.10.2013
en w ar
s Landesposaun llo 12.00 Uhr
unter Leitung de in Montebe
19diakonie
Luise Repky sagt adieu
Nach einsatzreichen zehn Monaten als Freiwillige in
der Seniorenresidenz Montebello kehrt Luise Repky zu
ihrer Familie nach Deutschland zurück. Lange hatte sie
überlegt, ob sie in ihrem Alter noch das Abenteuer wa-
gen sollte, in ein mehr für junge Menschen konzipiertes
Erfahrungsmodell einzusteigen. Sie fand sich in ihrer
ungewohnten neuen Umgebung zurecht, sicher, erfah-
rungswillig und aufnahmebereit.
Was veranlasst eine frau mit vier kindern im alter
von 60, allein zehn monate als freiwillige dienst in
der Seniorenresidenz montebello zu leisten?
Mein Mann ließ sich als Pfarrer von Augsburg auf eine
Landpfarrstelle nach Franken versetzen. Ich musste treuung einzubringen wären. Das Thema Betreuung
wegen des Umzugs meine Stelle als Case Managerin* blieb zunächst unbeachtet. Die Zeit für die Beschäfti-
in einem renommierten Krankenhaus aufgeben. Die gung mit den an Demenz erkrankten Menschen muss-
vier Kinder blieben teils zum Studium in Augsburg oder te ich mir erkämpfen. Die reine Pflege hatte Vorrang.
waren anderswo in der Ausbildung. Ein Loch war ent- Erst als ich Zeit für Betreuung einsetzen konnte, wurde
standen. Ich brauchte eine Neuorientierung, Zeit zum wahrgenommen, wieviel entspannter die Patienten an-
Freischaufeln und etwas Abstand, eben ein Sabbatjahr. schließend waren.
Was hat Sie denn ausgerechnet in eine Seniorenre- Betreuung von und Beschäftigung mit dementen,
sidenz nach Spanien verschlagen? wie machen Sie das?
Ich habe schon oft von einem Leben im Ausland, beson- Ich versuche zunächst herauszufinden, welche Po-
ders in Spanien, geträumt. Das Land gehört irgendwie tenziale bei jedem vorhanden sind. Mit dem einen
zu meinem Leben. So erschien mir das Angebot Mon- unternehme ich einen Gang durch den Garten. Der
tebello wie die Erfüllung eines lang gehegten Traums. Sinn für Blumen ist noch vorhanden. Die Freude am
Außerdem reizte mich die Kombination aus Pflege und Farbenreichtum. Ein anderer versteht noch etwas beim
Betreuung von Menschen mit Demenz und Arbeit in der Vorlesen und spricht einfache Sätze zuende. Andere
deutschssprachigen evangelischen Gemeinde. Beides können an einfachen Spielen am Tisch teilnehmen.
entsprach meiner Ausbildung und meinen Fähigkeiten. Körperbewegung, etwa mit Ballspielen, machte eben-
Wie gestaltete sich nun die Zeit als freiwillige auf falls viel Freude.
der krankenstation? Sie verlassen die menschen in montebello. Wie
Hätte ich anfänglich gewusst, was ich am Ende weiß, könnte man ihre Betreuungsarbeit fortsetzen?
hätte ich sicher vieles anders gemacht. Aber zunächst In Deutschland ist es für die Demenzbetreuung im Heim
wurde ich bei der Pflege eingesetzt, besonders bei der Voraussetzung, eine geronto-psychatrische Kraft zu ha-
Körperpflege. Sie ist für Menschen mit Demenzerschei- ben, um eine Subvention zu erhalten. Hier gibt es das
nungen sehr wichtig. Ich brauchte Zeit, um Strukturen nicht. Ich stelle mir vor, dass der Besuchsdienst ein-
zu erkennen und herauszufinden, wo meine Fähigkei- springt. Dass der eine vorliest, ein anderer spielt und
ten als Krankenschwester mit Akzent auf Demenzbe-
20diakonie
Luise Repky sagt adieu
wieder ein anderer geht spazieren mit den Patienten. Wie bewerten Sie ihren aufenthalt nun nach zehn
Die Tage der zu Betreuenden sind lang. Jede kleine monaten?
Ablenkung ist willkommen und notwendig! Wenn die Ich habe mich verändert. Früher war es mehr die Qua-
geistig Gesunden verstehen, dass Demenzerkrankte lität der Arbeit. Heute habe ich neue Perspektiven für
oder auch Behinderte die gleichen Bedürfnisse haben, mein Leben gefunden. Eine anspruchsvolle Tätigkeit
gehen sie wahrscheinlich unbefangener mit diesen steht nicht mehr an erster Stelle. Eher möchte ich den
Menschen um. Schwerpunkt auf meinen Lebensinhalt legen, mir mehr
und wie wurden Sie für die gemeinde tätig? Zeit widmen. Dazu gehört auch, dass ich weiter Spa-
Mit Frau Staatsmann bereitete ich sonntags den Got- nisch lernen werde, so als Gehirntraining.
tesdienst vor. Ich holte die Rollsltuhlfahrer zum Gottes- und welche Eindrücke nehmen Sie mit nach hause?
dienst ab. Ich half bei kirchlichen Veranstaltungen, etwa Zunächst einmal, wie unerlässlich es ist, genaue Ins-
Seniorennachmittag, Nikolaustag, Himmelfahrt etc. truktionen zu erhalten, bzw. selbst zu geben, um die
Wegen des intensiven Einsatzes in der Pflegeabteilung Einarbeitung zu erleichtern und zu verkürzen. Auch
kam meine Mitarbeit auf diesem Gebiet manchmal zu habe ich gelernt, welch wichtige Rolle interne Kommu-
kurz. nikation spielt. So viel zu meiner Arbeit. Darüber hinaus
Sie klingen so engagiert in ihrer Tätigkeit, gab es habe ich hochinteressante Menschen kennengelernt.
auch freizeit? Ich habe erlebt, wie Menschen ihren Ruhestand in ei-
Ja, die gab es, trotz einiger Überstunden. Ich inves- nem fremden Land gestalten. Sie haben Altersprojekte!
tierte so manche freie Stunde in die Vorbereitung der Bisher habe ich gedacht: Der Abbau beginnt mit dem
Beschäftigung mit den Patienten. Ich brauchte Zeit, um Ruhestand. Der Zusammenhalt der Menschen unter-
zu regenerieren. Ich versuchte, Spanisch zu lernen, einander ist enger. Auf Grund der Tatsache, dass die
aber mit 60 ist das nicht mehr so einfach. Ich war mit Bewohner an diesem Ort weniger Ausweichmöglichkei-
eigenem Auto aus Deutschland gekommen und konnte ten haben, werden sie toleranter. Und dann noch die
somit Fahrten in die Umgebung unternehmen und auch faszinierende Vielfalt der verschiedenen Nationalitäten.
wandern. Absoluter Höhepunkt in meiner Freizeit war Diese Erfahrungen haben mich geformt.
das Erlebnis der Oper Carmen im Theater in Teulada, hätten Sie noch ein Wort zum abschied?
ein spanisches Thema in Spanien erleben! Einfach toll! Oh ja. Dies Jahr war für meine neuen Perspektiven
Gut! Hervorragend! Mein Mann hat seinen Urlaub hier ungeheuer wichtig. Ich danke allen für das in mich ge-
verbracht. Wir hatten Abstand voneinander bekommen setzte Vertrauen und würde mich freuen, wenn mein
und bemerkten, wie viel mehr wir uns wieder schätzten. Einsatz in der Betreuung eine Weiterführung erfährt.
Übrigens: So einen Abstand würde ich Paaren empfeh-
len, bevor sie sich trennen. Alle vier Kinder besuchten Edith fuetterer u. helmtrud de roo-von hagen
mich. Zum ersten Mal hatte ich jeden allein bei mir. Eine
*case manager, dt. fallmanager, und bilden für
ganz neue Erfahrung! Kranke die Schnittstelle zwischen Ärzten, Pflgekräf-
ten, Therapeuten und den Sozialdiensten, und stim-
men die nachfolgende ambulante Behandlung ab.
Sie begleiten einen kranken während der gesamten
krankheitszeit.
21diakonie
Der neue Erkennungs-Chip QR
Als Anstecknadel, mit der Aufschrift SOS Mit dem Erkennungs-Chip kann Menschen
auf grünem Grund und kleinen Quadraten in einem Notfall schnell geholfen werden,
in drei Ecken wurde der Erkennungs-Chip besonders wenn es sich um an Demenz
QR (auf englisch Quick Response) auf den Erkrankte handelt. Denn trotz aller Acht-
Markt gebracht. Der Chip enthält alle wichti- samkeit im Umgang mit ihnen können sie
gen Daten zur Identifizierung einer Person, plötzlich verloren gehen. Der Chip kann für
unter anderem eventuelle Krankheiten, die Einzelpersonen angefertigt oder auch durch
Blutgruppe, Allergien sowie die Rufnummer einen Verein (z. B. die Alzheimergesellschaft
einer oder mehrerer Kontaktpersonen. Die in Benidorm) sehr kostengünstig vergeben
Polizei erkennt den Träger einer solchen werden.
SOS-Brosche im Notfall sofort und weiß, wie
sie den im Chip enthaltenen Code umge- Unter Aufruf der website www.mundoqr.es
hend entschlüsseln kann. registriert man sich als Einzelperson oder
Verein. Oder man meldet sich direkt bei der
Nicht nur die offiziellen Notfallstellen kön- Firma Mundo QR, Calle Aspe 47, 3º, 03201
nen den QR-Code lesen. Wer ein iPhone, ei- Elche (Alicante), mobil 636 999 127; E-mail:
nen BlackBerry oder ein Windows Phone mit info@mundoqr.es.
operativem System bei sich trägt, scanned
den QR-Code, lädt dann die website und helmtrud de roo-von hagen
kann unmittelbar die Identifizierungsdaten
lesen und entsprechend handeln.
22Hier in Spanien
LA XARA:
Heimat der Zistrosen
Ein Frühlingstag im Jahr 1794: Leise
rauscht der Wind durch die verfallenen Ge-
mäuer. Wenig regt sich, einzig Ziegen streu-
nen durch die karge Landschaft.
Da naht eine kleine Karawane, Menschen –
Alt und Jung – mit schwer beladenen Eseln,
einigen Schafen und Ziegen, kommen von
Jesus Pobre müden Schritts den Bach ent-
lang. Sie sind erschöpft, seit dem frühen
Morgen unterwegs. Doch werden schneller,
sehen sie sich doch fast am Ziel. Vor ihnen
am Hügel winkt ein weißes Gebäude, die
Casa Blanca. Es wird auch Zeit, die Sonne
senkt sich hinter den Hügeln von La Sella.
Es ist Mateu mit seinen Eltern und Ge-
schwistern. Fleißige Handwerker aus Senija,
einem Dorf mit gut 500 Einwohnern – mehr
als im Jahr 1970 – die Menschen lebten
dort von Landwirtschaft und Produkten aus
Espartogras. Mateu, der Älteste, hat Stein-
metz gelernt und überzeugte seinen Eltern:
Kommt, wir finden einen Ort, an dem wir
besser leben können als im armen Senija.
Er ist gerade 21 Jahre alt geworden, in Se-
nija konnte er nie genug Geld verdienen, um
eine eigene Familie zu gründen.
Jetzt ist La Xara ihr Ziel. Zur Zeit von Al
Andaluz im Jahr 1399 gehörte dieses Land
zu einer maurischen Alqueria, Benibaquia
genannt. Ein Großgrundbesitz mit der Casa
Blanca als Haupthaus.
Das Land in der Senke davor, Richtung
Denia, ist seit der Maurenvertreibung unbe-
wohnt. Es ist kein guter Boden für die Land-
wirtschaft, zu Recht nennt man es La Xara,
23Hier in Spanien
LA XARA: Heimat der Zistrosen
die Zistrose. Aber Mateu hat eine Idee, hat Getreide oder Öl, für Keller zur Lagerung
schon bei seinem ersten Besuch entdeckt, von Wein oder für Kreuze und Grenzsteine.
dass es hier besonders gute Steine gibt. Sie Die Handwerker aus La Xara werden überall
siedeln in La Xara; Mateu findet eine fleißige hingerufen.
Frau aus Pedreguer, Maria Vaquer. Sie hei-
raten und haben gemeinsam zehn Kinder, 1876: der Ort ist so groß geworden, eine
der Älteste, ebenfalls Mateu genannt, heira- Kiche muss her. Bei so vielen Steinmetzen
tet Margarida Sancho, und Roc, der nächs- kein Problem. Jede Famile ist engagiert,
te, findet seine Frau Josepa in Ondara. Aus einige leisten Arbeit, anderer zahlen dazu.
den beiden Verbinddungen stammen 13 Das 19. Jahrhundert bedeutet für die Region
Kinder. Schon nach wenigen Jahren siedelt um Denia die goldene Epoche der Trauben.
hier nicht mehr nur eine Familie, jetzt sind es Der Export blüht und gedeiht. In Denia er-
neun. Mateus Nachkommen sind gesuchte reichten alle reichen Kaufleute besonders
Handwerker, vom Vater auf den Sohn ver- schöne Häuser aus Stein, gebaut von den
erbt sich die Freude am Steimetzhandwerk. geschickten Handwerkern aus La Xara.
Es entsteht das Rathaus, rasch folgen die
Sie haben Glück in der erste Krise 1802, Herrenhäuser in der Calle Mayor sowie die
dem Unabhängigkeitskrieg. Die Landwirt- großen englischen Lagerhallen, in denen bis
schaft erholt sich mühsam, doch jeder vor kurzem noch das Finanzamt unterge-
braucht Steinmetze, ob für Häuser, für bracht war. Auch der Paseig de l’Explanada
Brunnen, für Viehtränken, Mühlsteine für in Alicante wurde von den Steimetzen in La
Die Casa
Cum solutablanca im Morgenlicht.
nobis est eligendi optio Die
CumCasa
soluta
Abadia
nobis est eligendi optio
24Hier in Spanien
LA XARA: Heimat der Zistrosen
Xara erbaut. Oder die Stierkampfarena in Doch noch immer ist sie ein beeindrucken-
Ondara. des, verlassenes Gebäude, an das sich heu-
te eine große, neuere Finca schmiegt.
Die Steinmetze in La Xara sind beschäftigt. Auch der Name La Xara weist auf die Mau-
Und verdienen gutes Geld. ren hin, denn la Xara bedeutet: das zivile
Der Ort wächst und zeigt seinen Wohl- Recht der Mauren (im Gegensatz zum kirch-
stand: Anfangs sind die Häuser klein und lichen Recht). In der Sprache der Valencia-
eingeschossig, doch bald werden auch ner hat La Xara zwei Bedeutungen, einmal
mehrstöckige Häuser gebaut. Die Fenster die spezielle Zistrosenart, die hier wächst,
und Türöffnungen werden immer größer, der und dann der Krug, der Hinweis auf die tüch-
Wohlstand sichtbar. tigen Steinmetze hier.
Eines der schönsten kleinen Stadthäuser Gehen Sie auf Entdeckungsreise! Schlen-
in La Xara ist die Casa Abadia, in der gleich- dern Sie durch die hübschen kleinen Stra-
namigen Straße, gebaut 1902. Die Häuser ßen, verweilen Sie bei den guten Bäckerei-
des Viertels um die Kirche sind Schmuckstü- en, genießen Sie eine Tasse Kaffee. Oder
cke gediegener Steinmetzkunst. Ein Besuch suchen Sie etwas Besonderes? Die beiden
dieses Ortes lohnt sich. Deutlich erkennt Secondhand-Shops von Help und von Mabs
man, wie nach und nach Reichtum einkehrt. sind in La Xara, und bieten tolle Abendklei-
Wieder tritt eine Krise ein: Die Reblaus ver- der, Hüte oder witzige T Shirts. La Xara ist
nichtet die Weinstöcke in der gesamten Ma- einen Bummel wert.
ilse kübler
rina Alta. Und der erste Weltkrieg bricht aus.
Selbst für die gesuchten Handwerker aus
La Xara wird es eng. So lesen wir von der
Lehrerin, die
über zwei die guten Steine
Jahre auf sichern
ihr Gehalt
wartete und
den Wohlstand
zuletzt nach Argentinien auswanderte. Ja.
Argentinien und USA, das waren – neben
Frankreich – die Länder in die die Menschen
in ihrer Not auswanderten. Jeder Zehnte die-
ses Orts fand dort eine neue Heimat.
Noch heute krönt die alte maurische Casa
Blanca en Hügel vor La Xara. Sie wurde Gemälde von La Xara.
1861 restauriert, verfiel dann aber wieder.
25GEDANKENSPLITTER
ich habe einen Traum
Zum 50. Jahrestag der Rede Martin Luther Kings
Es ist noch gar nicht lange her, da soll sich Noch in den 50er-Jahren herrschte in den
in der Maschine einer bekannten Fluggesell- Vereinigten Staaten – und nicht nur dort –
schaft folgende Szene abgespielt haben: eine strikte Trennung zwischen Schwarz
Eine etwa 50-jährige weiße Frau stellt fest, und Weiß. So musste ein Farbiger im Bus
dass der Passagier neben ihr ein Farbiger aufstehen, wenn sich ein Weißer auf seinen
ist. Wütend wendet sie sich an die Flugbe- Platz setzen wollte. Farbigen Kindern war es
gleiterin: „Ich habe einen Sitz neben einem nicht erlaubt, in dieselben Schulen wie wei-
Schwarzen bekommen. ße zu gehen. Schwarzen wurden im Kino die
schlechtesten Plätze zugewiesen usw. usw.
Bitte geben sie mir einen anderen Platz!“ – eine endlose Liste der Unterdrückung und
Die Stewardess versucht, zu beschwichti- Demütigung. Immer mehr erhoben ihre Stim-
gen, und weist darauf hin, dass alle Sitze me gegen die Diskriminierung; allen voran
belegt sind. Nach weiteren Protesten wen- der farbige Baptisten-Pfarrer Martin Luther
det sie sich an den Kapitän. Und der schickt King setzte sich für die Gleichberechtigung
sie in der Tat mit einer Lösung zur erbosten aller Menschen ein, unabhängig von Haut-
Passagierin zurück. „Madam, wie ich Ihnen farbe und Religion.
sagte, gibt es keinen freien Platz mehr in der
Economy Class, aber durchaus in der ersten
Klasse! Angesichts der Umstände denkt der
Kapitän, dass es eine Zumutung wäre, wäh-
rend des gesamten Flugs neben solch einer
unangenehmen Person sitzen zu müssen.“
Spricht’s und wendet sich an den Farbigen:
„Sir, wären Sie so nett, Ihr Handgepäck zu
nehmen, wir haben Ihnen einen Platz in der
ersten Klasse reserviert.“
Am 28. August1963, also vor ziemlich ge- 1964, ein Jahr nach dem Protestmarsch
nau 50 Jahren, hielt Martin Luther King wäh- Kings, wurde unter US-Präsidenten Lyndon
rend eines Protestmarsches zum US-Regie- B. Johnson die Rassentrennung per Gesetz
rungssitz nach Washington seine berühmte aufgehoben. Im selben Jahr wurde King als
Rede, die mit den Worten begann: „I have a Wortführer der gewaltlosen Rassenintegrati-
dream“ – ich habe einen Traum. Der Protest on der Friedensnobelpreis verliehen.
richtete sich gegen Rassendiskriminierung
und gegen die Zweiklassengesellschaft in Doch durch Gesetz und Ehrungen lässt sich
den USA. keine Gesellschaft von jetzt auf gleich verän-
26GEDANKENSPLITTER
ich habe einen Traum
Zum 50. Jahrestag der Rede Martin Luther Kings
dern. Am 4. April 1968 wurde Martin Luther Und was passiert im realen Leben? Im
King in Memphis/Tennessee erschossen. Miteinander zwischen Nachbarn, auf der
Viel hat die Bürgerrechtsbewegung seitdem Straße, beim Einkaufen? Ist die Toleranz
erreicht, auch außerhalb der USA. Die ha- gegenüber Andersdenkenden, Andersaus-
ben seit fünf Jahren mit Barak Obama einen sehenden wirklich bei allen Menschen an-
farbigen Präsidenten. Immer mehr Nichtwei- gekommen? Leider nicht. Und solange kein
ße übernehmen in Politik und Gesellschaft Verständnis diesen Anderen, diesen Frem-
verantwortliche Positionen. den gegenüber aufgebracht werden kann,
sollten die Worte Martin Luther Kings nicht
Doch noch immer und überall auf der Welt nur in der Erinnerung weiterleben, sondern
ist rassistisches Gedankengut ebenso wie aktiv zur Verbesserung des Miteinanders
religiöser Fanatismus Auslöser für Gewalt- beitragen.
akte gegen das Anderssein. Vor einigen Mo-
naten etwa wurde in den USA ein farbiger Auch die Kirchen leisten ihren Beitrag. So
Jugendlicher von einem Weißen erschos- findet in vielen deutschen Städten vom 22.
sen. Im Juli sprach ein ausschließlich aus bis 28. September 2013 eine interkulturelle
weißen Geschworenen bestehendes Gericht Woche unter dem Motto: „Wer offen ist, kann
den Täter frei. Wen wundert es, wenn ein mehr erleben“ statt. Sie wird organisiert
großer Teil der Bevölkerung sowohl hinter von der Deutschen Bischofskonferenz, der
der Tat wie dem Urteil rassistische Motive Evangelischen Kirche Deutschlands und der
vermutet? Griechisch-Orthodoxen Metropolie.
27GEDANKENSPLITTER
ich habe einen Traum
Zum 50. Jahrestag der Rede Martin Luther Kings
Der Schwerpunkt liegt in der Bekämpfung von Rassismus und Vorurteilen. So heißt es im ge-
meinsamen Wort der drei Trägerkirchen: „Rassistische Haltungen sind weit verbreitet. Die Macht
von Vorurteilen und Ressentiments reicht bis weit in die sogenannte Mitte unserer Gesellschaft
– und damit leider auch in unsere christlichen Gemeinden hinein“. Und weiter: „Wir müssen daher
in unserer Haltung umso klarer sein und unmissverständlich dafür einstehen: Rechtsextremes
oder rassistisches Denken und Handeln sind mit dem christlichen Glauben unvereinbar! Wer
die Würde und die Rechte von Menschen missachtet, wer andere Menschen mit Hass verfolgt,
verletzt oder gar ermordet, handelt gegen den Willen Gottes. Als Christinnen und Christen sind
wir überzeugt: Rassismus ist Sünde!“
christiane hammelberg
28freud und leid
29freud und leid
Philipp Hertlein und 25.5.13
Susanne Steigerwald MURCIA
Dr. Thomas Kühn und 8.6.13
Katja, Kühn geb Brauer JAVEA
Falk Freiherr von Biedermann und Stefanie 7.7.13
Freifrau von Biedermann geb. Heisig VILALJOYOSA
Geheiratet haben Andreas Clemens Wolfgang Axhausen und
Ilona Claudia Axhausen geb. Llisterri Glück
27.7.13
VILLAMARChAnt
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn;
und schuf sie als Mann und Frau. 1.Mose1,27
Ludwig Weissbecker 21.6.13 tIBI 74
Hans Amrein 28.6.13 CALPE 72
Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt,
der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der
wird nimmermehr sterben Joh. 11,25.26
Wir trauern um
30so finden sie uns Impressum
DEUTSCHE SCHULE VALENCIA herausgeber: Deuchschprachiges evangelisches
C/ Jaime Roig 14-16, zwischen Pfarramt an der Costa Blanca.
Pfr. Rudolf Delbrück
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redaktionsschluss der ausgabe 66
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Richtung Calpe vor dem letzten Kreisel
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MONTEBELLO-LA NUCIA s. 9(autor:el mostrito),
s.10(autor: Didierb77)
La Nucía: C/ Serra Bernia, 34 von Beni- s.26,s.27,s.28 (wikipedia Commons)
dorm N-332 die gut ausgebaute Straße s.9 (autor:elisa atene)s.32 (autor: p. Carrascosa)
in Richtung La Nucía 7 Kreisel fahren, s. 22 (123rf photosotCk)
s. 8, 15 (supergrafikstudio 2013)
wenn eine grüne Tankstelle am Krei-
sel kommt, wieder zurückfahren. Dort
stehen Hinweisschilder Johanneswerk und
dann nach den Hinweisschildern fahren.
CENTRUM ECOMÉNICO
in Orihuela Costa – La Zenia,
in der Calle Talco
(im Navi eingeben: N 37.92011 W0.74050)
V ADRESSENÄNDERUNGEN
Viele haben den Erfassungsbogen ausgefüllt und
damit ihre Verbundenheit mit dem Pfarramt aus-
gedrückt. Bitten teilen Sie uns mit, wenn sich Ihre
Adresse oder Telefonnummer oder E-Mail ändert.
w ADRESSEN
VALENCIA:
Dr. Sigrid Hempel // Tel.963 630 911
DENIA:
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LA NUCIA:
Pfr. i.R. Andreas Knüpffer (ab Ende September)
Tel. 966 877 073, Mob. 699 412 568
E-Mail: a.knuepffer@t-online.de
31Sommerfest
Sommerfest inin Valencia
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Sommerfest inin Valencia
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Traditionellen Sommerfest mit Gottesdienst.
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