GESCHÄFTSBERICHT - GENOSSENSCHAFT EVK

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GESCHÄFTSBERICHT - GENOSSENSCHAFT EVK
2017
  Geschäftsbericht
GESCHÄFTSBERICHT - GENOSSENSCHAFT EVK
v.l.n.r. Daniel Hodel • Ruth Berger, Vizepräsidentin • Peter Baumgartner • Peter Jörg, Präsident • Paul Schmalz • Dieter Baumann •
Ruth Linder • Adrian Steffen, Geschäftsführer

Die Verwaltung                                                    Amtsdauer bis GV

Jörg Peter, Fürsprecher und Notar, Rüfenacht, Präsident                  2021
Berger Ruth, Unternehmerin, Münsingen, Vizepräsidentin                   2021
Baumann Dieter, Fürsprecher und Notar, Sinneringen                       2021
Baumgartner Peter, dipl. Verkaufs-/Marketingleiter, Kiesen               2021
Hodel Daniel, dipl. Masch. Ing. FH, Gemeindepräsident, Konolfingen       2021
Linder Ruth, Betriebsleiterin, Linden                                    2021
Schmalz Paul, dipl. Ing. ETH/SIA, Konolfingen                            2021

Geschäftsstelle

T+R AG, Gümligen, Treuhanddienstleistungen
Adrian Steffen, dipl. Treuhandexperte, Worb, Geschäftsführer

Revisionsstelle

WISTAG Revision AG, Thun                                                 2018
GESCHÄFTSBERICHT - GENOSSENSCHAFT EVK
«Göttikinder» verteilen kann. Dies ist grundsätzlich
                                                          ein schönes Gefühl, umso mehr wir dank der positiven
                                                          Entwicklung an den Finanzmärkten im Berichtsjahr
                                                          eine erfreuliche Gewinnsteigerung ausweisen können.
                                                          Aber Vorsicht ist dennoch angebracht, da jederzeit mit
                                                          Korrekturen an den Finanzmärkten zu rechnen ist und
                                                          die eben noch auf dem Papier bestehenden und nicht
                                                          realisierten Kursgewinne so schnell dahinschmelzen
                                                          können wie der Schnee an der Frühlingssonne. Nichts-
                                                          destotrotz sind wir stolz, dass wir 2017 ohne Subs-
                                                          tanzverlust unseres Gesamtvermögens Beiträge von
                                                          insgesamt über 1.2 Mio. Franken ausschütten konnten.
Liebe Genossenschafterinnen
Liebe Genossenschafter                                    Im Berichtsjahr beschäftigte sich die Verwaltung ein-
                                                          gehend mit der Behandlung der zahlreichen Unter-
Die Schweizer Wirtschaft ist gut aufgestellt und setzt    stützungsanfragen. Dabei bewilligten wir alle Gesu-
ihr Wachstum kräftig fort. Fachlich ausgewiesene          che, welche die Kriterien erfüllten. Die laufenden Un-
Arbeitskräfte sind Mangelware und der Staat baut          terhaltsarbeiten an den Liegenschaften wurden wie
– nicht zuletzt aufgrund der Forderungen der Politik –    geplant ausgeführt. Einen hohen Aufwand leisteten
seine Infrastruktur und seine Leistungen weiter aus.      wir bei der Neugestaltung des Internetportals «Bern-
Wir alle müssen unvermindert hart arbeiten, um die        Ost». Das komplexe Projekt konnte leider noch nicht
bestellten Investitionen in die Infrastruktur, die Kon-   zu einem Ende gebracht werden.
sumausgaben und die Gesundheitskosten schliesslich
auch zu bezahlen. Dabei geht es uns in der Schweiz im     Die Verwaltung arbeitete im Berichtsjahr in unverän-
internationalen Vergleich sehr gut. Und doch reden        derter Besetzung und in enger und guter Zusammen-
alle vom Sparen oder zumindest von weniger rasch          arbeit mit der Geschäftsstelle. Mein Dank geht sowohl
wachsenden Ausgaben. Gleichzeitig ist der gesell-         an meine Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung
schaftliche Wandel in vollem Gang und alles wird zen-     als auch an den Geschäftsführer Adrian Steffen. Dank
tralisiert und digitalisiert.                             ihres erneut starken Engagements für die Anliegen
                                                          unserer Genossenschaft und unserer Region ist es uns
In diesem Umfeld stellt die Genossenschaft EvK ein        gelungen, für unsere ländlich geprägte Region wichti-
Unikum innerhalb der realen Wirtschaftswelt dar, kön-     ge Akzente zu setzen und verschiedenen Projekten zur
nen wir doch statt Geld zu sparen, Geld ausgeben und      Realisierung zu verhelfen.
die statutarisch vorgesehenen Beiträge Jahr für Jahr
ausschütten. So grosszügig wie die Genossenschaft
EvK war keine der sozialen und anderen Institutio-
nen, bei welchen ich im Laufe meines Berufslebens
mitgearbeitet habe. Manchmal fühle ich mich wie
ein «Götti» unserer Region, der wie früher den reich      Peter Jörg
verzierten Lebkuchen mit den Fünflibern an seine          Präsident der Verwaltung

                                                                                                                   1
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Jahresbericht 2017

                                                               war der Auftritt des Ensembles der Sekundarschule
                                                               Wichtrach mit einem Ausschnitt aus dem Musical in
                                                               der «Arena» vorgesehen, gefolgt von der ordentlichen
                                                               Versammlung der Genossenschaft EvK im selben
                                                               Raum. Für den Apéro stand der Raum hinter der Tribü-
                                                               ne in der Halle und für das Nachtessen inklusive Des-
                                                               sert und Kaffee das Restaurant im oberen Teil zur
                                                               Verfügung. Anschliessend erläuterte der Vorsitzende
                                                               kurz den Inhalt des Musicals «2get together» der Se-
                                                               kundarstufe 1 Wichtrach, welches vom Zusammen-
                                                               kommen zweier Gemeinden und rivalisierender Chöre
                                                               handelte. Seine Ausführungen schloss Peter Jörg mit
    Rückblick                                                  den Worten: «Das Musical wird ab kommendem Sams-
                                                               tag sechsmal aufgeführt. Alle Vorstellungen sind aus-
    Am 21. Juni 2017 genehmigten die an der 187. General-      verkauft und uns bietet sich nun die Gelegenheit, im
    versammlung     anwesenden     Genossenschafterinnen       Vorfeld exklusiv einen Ausschnitt daraus zu erleben.»
    und Genossenschafter nebst den statutarischen Ge-          Nach ein paar zusätzlichen Erläuterungen durch einen
    schäften sowohl den Jahresbericht als auch die Jahres-     Verantwortlichen des Musicals begann die Vorstel-
    rechnung für das Geschäftsjahr 2016. Der Präsident der     lung. Die Darbietung war äusserst gelungen, und nach
    Verwaltung, Herr Peter Jörg, freute sich über die erneut   einem herzlichen und langen Applaus der Anwesenden
    hohe Teilnehmerzahl, folgten doch 168 Genossen-            und den Dankesworten des Vorsitzenden leitete dieser
    schafterinnen und Genossenschafter der Einladung.          die traditionelle Begrüssungsrede des Gemeindeprä-
                                                               sidenten der Gastgemeinde ein und übergab das Wort
    Im Berichtsjahr fand die Generalversammlung im             an Herrn Blatti für seine Ansprache.
    Sportzentrum Sagibach in Wichtrach statt. Der Präsi-
    dent hiess in seiner Begrüssungsrede einerseits alle       Der Gemeindepräsident hiess alle Anwesenden in
    Genossenschafter oder Aufnahmekandidaten, die              Wichtrach herzlich willkommen und bedankte sich für
    zum ersten Mal an einer Generalversammlung mit da-         die Einladung an die Generalversammlung verbunden
    bei waren, sowie andererseits alle Gäste, die Medien-      mit der Hoffnung, dass Wichtrach allen Teilnehmenden
    vertreter und den Gemeindepräsidenten der Gastge-          nach Abschluss des Tages etwas ans Herz gewachsen
    meinde, Herrn Hansrudolf Blatti, herzlich willkom-         sein würde. Hansrudolf Blatti nahm die Gelegenheit
    men. Der Vorsitzende wies darauf hin, dass die beson-      gerne wahr, die Anwesenden auf eine kurze Reise durch
    dere Bestuhlung im Sportzentrum, die sich wie in der       «seine» Gemeinde mitzunehmen. Dabei plante er, et-
    Arena eines Theaters präsentierte, nicht auf Antrag        was zur Geschichte von Wichtrach zu erzählen, auf ein
    der Verwaltung erfolgte, sondern weil in der Sagibach-     paar Zahlen und wichtige Pfeiler des Dorflebens einzu-
    halle in den nächsten Tagen ein Musicalprogramm            gehen. Er bat dabei um Verständnis, dass seine Aus-
    aufgeführt würde.                                          wahl an Informationen aus Zeitgründen nicht vollstän-
                                                               dig sein würde. Aus diesem Grund entschuldigte er sich
    Anschliessend erläuterte Peter Jörg den Ablauf und         schon im Voraus dafür, falls sich jemand der anwesen-
    das Programm der Veranstaltung. In einem ersten Teil       den Wichtracher übergangen fühlen sollte.

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Wichtrach ist eine junge Gemeinde. Es ist erst 13 Jahre    praktisch alles vertreten. Die Gemeinde unterstützt
her, dass Nieder- und Oberwichtrach mit der Fusion         die Vereine auch massgeblich mit finanziellen Bei­
zu Wichtrach das Zeitalter der Gemeindefusionen            trägen.
im Kanton Bern einläuteten. Schon vor dem Zusam-
menschluss gab es zwar gemeinsame Vereine, eine            Der Gemeindepräsident hob auch die schöne Natur
Schule und eine Feuerwehr, aber eben zwei politische       und Lage von Wichtrach hervor. Dank eines Land-
Gemeinden und zwei Gemeindewappen, die jedoch              schaftsentwicklungsprojekts, verbunden mit Verein-
bereits das gleiche Symbol aufwiesen. Die erste ur-        barungen mit Landwirten und kommunalen Beiträ-
kundliche Erwähnung von Nieder- und Oberwichtrach          gen ist es gelungen, eine naturnahe Landschaft zu
ist allerdings schon etwas länger her. So besteht ein      erhalten. Explizit wies Hansrudolf Blatti dabei auf
Freibrief für je einen Hof aus dem Jahr 1266. Bekannt      das ökologisch wertvolle Gebiet zwischen Wicht-
ist hingegen auch, dass sich die Römer viel früher hier    rach und Münsingen hin und erzählte stolz, dass die
angesiedelt hatten, wie Fundstücke einer schönen           sehr seltenen Dolenkrebse sich in seiner Gemeinde
römischen Villa beweisen, die bisher jedoch noch nicht     ebenfalls sehr wohlfühlten. Wichtrach ist kein Indus-
ausgegraben wurden.                                        trieort und es finden sich keine grösseren Firmen
                                                           auf dem Gemeindegebiet. Entsprechend gibt es viele
Wichtrach umfasst eine Fläche von 1’200 Hektaren           Wegpendler. Gut vertreten ist hingegen das Gewerbe:
und hat 4’280 Einwohner. Der Grenzstein im Huben-          vier Res­taurants, Holzbauer, zwei Bäckereien, Antik­
wald liegt auf 810 und derjenige im Neuhaus auf 524        uhren, Post, Coiffeur, Ärzte/Ärztezentrum, Museum,
Meter über Meer. Der Steuersatz beträgt 1.49 %. Zu         Galerie, Autogaragen, Bahnhof, Metzgerei, Baumat,
den weiteren Pfeilern der Gemeinde zählt für Herrn         Drogerie, Bank, Metallbauer, Hobbyshop, Gemüse­
Blatti auch der heutige Standort der Generalversamm-       laden, Käsereiladen, Elektriker, Sanitär, Geschirrla-
lung der Genossenschaft EvK. Die Sagibachhalle prä-        den, Blumenladen, Landi, Fischereil­
                                                                                              aden, etc. Zum
sentiert sich einzigartig in der Region. Diese wird seit   grossen Erstaunen des Gemeindepräsidenten haben
20 Jahren in Form einer Genossenschaft geführt und         inzwischen auch noch Migros und Coop ihr Interesse
ist selbsttragend. Neben dem Eishockeysport als            angemeldet.
Hauptträger der Halle finden hier praktisch jedes Wo-
chenende Anlässe unterschiedlichster Art statt. Zu-        Zum Schluss seiner Ausführungen wies Herr Blatti auf
dem bestehen Ausbaupläne für eine Mehrzweckhalle,          laufende und teilweise abgeschlossene Projekte hin.
die unter anderem auch für den Hundesport genutzt          Sein Vorgänger leistete viel Planungsarbeiten, was mit
werden könnte. Im Weiteren ging der Gemeindepräsi-         hohen Ausgaben verbunden war und ist. So wurde un-
dent auch auf das Angebot an Schulen (Kindergarten,        ter anderem der Wasserbauplan für rund 10 Mio. Fran-
Primarschulen, Oberstufe und Tagesschulen) ein, wel-       ken umgesetzt, welcher der Bevölkerung einen umfas-
che mit ihrer engagierten und aktiven Lehrerschaft         senden Schutz gewährt. Zudem wurde im Rahmen der
und gelungenen Projekten – wie der Start in den            Schulraumstrategie mit dem Erweiterungsbau Stadel-
Abend zeigte – äusserst wichtig für die Gemeinde           feld ein 6 Mio. Franken-Projekt in Angriff genommen.
sind. Einen sehr hohen Stellenwert geniesst ebenfalls      Ausserdem informierte Herr Blatti über die Umnut-
das vielfältige Vereinsleben mit den Ortsvereinen. In      zung des Schulhauses Kirchstrasse, welches nun den
Wichtrach ist bis auf einen Fussballclub – solche sind     regionalen Sozialdienst beherbergt und in welchem
in den Nachbargemeinden genügend vorhanden –               Räume für Vereine zur Verfügung gestellt werden kön-

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GESCHÄFTSBERICHT - GENOSSENSCHAFT EVK
nen. Last but not least ermöglicht die Überbauung         Beiträge gemäss Zweckbestimmung
    «Sunnrain West» zusätzlichen Wohnraum und wird
    weitere 200–300 Einwohner nach Wichtrach bringen.         Wirtschaftsförderung
    Es ist vorgesehen, dass die Verkaufserlöse aus den        Seit vielen Jahren hat sich das durch die Genossen-
    Land- und Wohneinheiten einen Beitrag an die Reali-       schaft EvK initiierte Internetportal «Bern-Ost» als
    sierung weiterer Grossprojekte leisten werden.            nach­haltiges Projekt im Rahmen der Wirtschafts­för­
                                                              derung in unserer Region etabliert. Wie in den Vorjah-
    Herr Blatti bedankte sich für die Aufmerksamkeit und      ren wurde deshalb das Portal auch im Geschäftsjahr
    die Möglichkeit, seine Gemeinde näher vorzustellen        2017 durch Gelder der Genossenschaft EvK unterstützt.
    und wünschte der Genossenschaft EvK eine erfolgrei-       Die Anzahl Besucher auf der Website bern-ost.ch
    che Versammlung. Seine Ansprache wurde von den            hielt sich nach einem absoluten Rekordwert im Vorjahr
    Anwesenden mit einem kräftigen Applaus quittiert.         auf hohem Niveau. Die Beliebtheit und der damit ver-
                                                              bundene Bekanntheitsgrad von «Bern-Ost» begründet
    Generalversammlung                                        sich in der Nähe der Betreiber zur Bevölkerung und der
    Alle Traktanden wurden ohne weitere Diskussionen im       gezielten Ausrichtung auf deren Bedürfnisse sowie
    Sinne der Verwaltung gutgeheissen. Nebst der Abnah-       derjenigen der Wirtschaft unseres Perimeters. Mit der
    me und Genehmigung des Jahresberichts beziehungs-         Modernisierung des Portals – welche voraussichtlich
    weise der Jahresrechnung erfolgte die Erteilung der       im Juni 2018 mit rund einem Jahr Verspätung abge-
    Decharge an die Verwaltung. Sämtliche Mitglieder der      schlossen werden dürfte – soll sowohl im technischen
    Verwaltung stellten sich für eine weitere Legislaturpe-   als auch im optischen Bereich der Grundstein für die
    riode von vier Jahren zur Verfügung. Sie wurden alle      Weiterführung dieser Erfolgsgeschichte gelegt wer-
    einstimmig wiedergewählt.                                 den.

    Unter dem Traktandum «Wahlen» wurden – neben den          Wie bereits in den vergangenen vier Jahren erhielt die
    üblichen Mutationen unter den Gemeindevertreterin-        Verwaltung auch im Berichtsjahr keine Gesuchseinga-
    nen und Gemeindevertretern – ein neuer freier Genos-      ben für Leistungen aus dem Gefäss Wirtschaftsförde-
    senschafter aufgenommen.                                  rung, welche den gestellten Vorgaben entsprachen.

      Bereich                                                 Beiträge 2017		             Beiträge 2016

      1. Wirtschaftsförderung                                CHF    202’676              CHF    407’203
      2. Freizeit, Sport und Kultur                           CHF    338’768              CHF    280’425
      3. Auszahlungen an die Garantiegemeinden
        zur Ausrichtung von Beiträgen im lokalen Bereich
        innerhalb unserer Zweckbestimmungen                   CHF    596’000              CHF    596’000
      4. Vergabungen an sozial tätige Institutionen           CHF     85’000              CHF     85’000

      Total Beiträge                                          CHF 1’222’444               CHF 1’368’628

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GESCHÄFTSBERICHT - GENOSSENSCHAFT EVK
Die Geschäftsstelle musste bereits einige Voranfra-          Sozial tätige Institutionen
gen zurückweisen, da diese die grundsätzlichen Vor-          Im Berichtsjahr kamen – gemäss Artikel 2 der Statu-
aussetzungen nicht erfüllen konnten. Die Verwaltung          ten – erneut sozial tätige Institutionen in den Genuss
wird sich nach dem Abschluss der Erneuerung des In-          von Ausschüttungen. Die Beiträge beliefen sich wie im
ternetportals «Bern-Ost» mit der Frage zu Möglichkei-        Vorjahr auf 85’000 Franken.
ten zur Steigerung der Attraktivität für Leistungen aus
dem Gefäss der «Wirtschaftsförderung» und damit              Wie sinnbringend diese Gelder eingesetzt und wie
einhergehenden Anpassungen der Richtlinien ausein-           hoch die Unterstützungen geschätzt werden, er­
                                                                                                          -
andersetzen.                                                 fährt die Verwaltung jeweils durch persönliche Rück-
                                                             meldungen und Dankesbriefe der Organisationen. Es
Im Rahmen der Wirtschaftsförderung gewährte die              zeigt sich dabei, dass die Verantwortlichen Anlässe
Genossenschaft EvK im Berichtsjahr vertraglich fest-         und Projekte für ihre Betreuten aufgrund der be­
gelegte Unterstützungsbeiträge in Höhe von rund              grenzten finanziellen Mittel im Rahmen der normalen
174’000 Franken an das Internetportal «Bern-Ost».            Budgets und Subventionen ohne die Unterstützung
Zudem wurden die Aufwände für die Modernisierung             durch die Genossenschaft EvK oft nicht realisieren
des Portals konsequenterweise ebenfalls über dieses          könnten.
Gefäss verbucht.

Freizeit, Sport und Kultur
Unter der Rubrik «Freizeit, Sport und Kultur» gingen
bei der Genossenschaft EvK im Berichtsjahr 22 Gesu-
che ein, von denen 19 mit einem Beitrag bewilligt wer-
den konnten. Von den Defizitgarantien für grössere
Anlässe von insgesamt 24’500 Franken werden erfah-
rungsgemäss nur wenige beansprucht.

  Jahr          Wirtschaftsförderung    Freizeit, Sport, Kultur   Soziale Institutionen    Beiträge an Gemeinden

  1997–2011          6’319’495                5’869’728                 1’089’000                8’655’400
  2012                 192’417                  370’660                   93’000                  596’000
  2013                 250’051                  331’184                   93’000                  596’000
  2014                 159’237                  281’930                   93’000                  596’000
  2015                 173’347                  286’175                   93’000                  596’000
  2016                 152’417                  280’425                   85’000                  596’000
  2017                 174’312                  338’768                   85’000                  596’000
  Total CHF           7’421’276               7’758’870                 1’631’000               12’231’400

                                                                                                                      5
GESCHÄFTSBERICHT - GENOSSENSCHAFT EVK
Gemeinden                                                Leistungen der Genossenschaft EvK seit 1997
    Wie bereits seit vielen Jahen erhielten die früheren
    Garantiegemeinden der Bank EvK auch 2017 wieder-         Unter Berücksichtigung der Ausschüttungen im Be-
    um Beiträge in Höhe von insgesamt 596’000 Franken.       richtsjahr konnte die Verwaltung in den letzten 20
    Dabei blieb auch der «Auszahlungsmechanismus» un-        Jahren im Bereich Freizeit, Sport und Kultur 410 Gesu-
    verändert, indem jede Gemeinde jeweils einen soge-       che sowie im Bereich Wirtschaftsförderung 94 Gesu-
    nannten Sockelbetrag von 4’000 Franken erhält. Die       che bewilligen. Zusammen mit den direkten Beiträgen
    restliche aus dem Gesamtbetrag zur Verfügung ste-        an die Gemeinden und die sozial tätigen Institutionen
    hende Summe wird ausschliesslich nach der Anzahl         war es der Genossenschaft EvK möglich, im Durch-
    Einwohner berechnet. Damit hat die Genossenschaft        schnitt jährlich knapp 1.4 Mio. Franken auszuschüt-
    EvK auch für allfällig weitere Gemeindefusionen eine     ten.
    transparente Berechnungsgrundlage geschaffen.
                                                             Von der nachhaltigen Wirkung dieser Mittel, welche in
    Ebenfalls gilt nach wie vor – basierend auf einer mit    der Schweiz in dieser Form einzigartig sein dürften,
    der Steuerbehörde abgeschlossenen Regelung –, dass       sind wir nach wie vor überzeugt. Um sicherzustellen,
    die Gemeinden verpflichtet sind, jährlich eine Erklä-    dass die finanziellen Beiträge korrekt und nachhaltig
    rung abgeben, in der sie die Verwendung der Mittel       verwendet werden, prüft die Verwaltung die eingehen-
    gemäss unseren Statuten bestätigen. Die Gemeinden        den Gesuche auf die Konformität mit den Statuten und
    werden deshalb auch weiterhin dazu angehalten, die       Richtlinien. Die Geschäftsstelle überwacht in der Fol-
    Verwaltung der Genossenschaft EvK im Detail über die     ge die richtige Abwicklung und die korrekte Verwen-
    eingesetzten Gelder zu informieren. Ausserdem er-        dung der Mittel.
    möglichen die Rückmeldungen der Verwaltung, sich
    einen umfassenden Überblick über die breite und viel-
    seitige Wirkung der Unterstützungsbeiträge zu ver-
    schaffen. Im Berichtsjahr leisteten wir insgesamt Bei-
    träge von 1’194’080 Franken (Vorjahr 1’113’842 Fran-
    ken).

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GESCHÄFTSBERICHT - GENOSSENSCHAFT EVK
Aktivitäten und Ereignisse                              erhöhte sich von 24.8 auf 31.8 Prozent. 16.1 Prozent
                                                        der Besucher nutzten «Bern-Ost» via Tablet. Bei die-
bern-ost.ch                                             sen Usern wurde übrigens die längste Nutzungsdauer
Das Internetportal «Bern-Ost» ist eines der wichtigs-   verzeichnet, blieben sie doch im Durchschnitt wäh-
ten Aushängeschilder der Genossenschaft EvK. Dem-       rend 3 Minuten und 54 Sekunden auf dem Portal. Die-
entsprechend erhielt das Portal auch im Berichtsjahr    se Veränderungen verdeutlichen, wie wichtig die Opti-
Unterstützungsgelder aus dem Fonds «Wirtschafts-        mierung der Plattform und die gezielte Ausrichtung
förderung».                                             auf ein responsives Webdesign sind, so dass gezielt
                                                        auf die Eigenschaften des jeweils benutzten End­
Besucherzahlen des Portals                              geräts reagiert werden kann. Wir gehen deshalb davon
2017 gingen die Besucherzahlen auf bern-ost.ch im       aus, dass mit der künftigen, smartphone-freundlichen
Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Während die Zahl   Version der Plattform die mobile Nutzung nochmals
der Besuche von 6.3 Mio. auf rund 5.8 Mio. sank, be-    deutlich zunehmen wird.
wegte sich die Anzahl der aufgerufenen Seiten mit
rund 25.0 Mio. auf Vorjahresniveau. Durchschnittlich    News, Inserate und Kommentare auf Vorjahresniveau
verblieben Besucher während 2 Minuten und 54 Se-        Im Berichtsjahr schaltete die Redaktion von «Bern-
kunden auf «Bern-Ost», was einer Steigerung der Ver-    Ost» 1’986 News-Einträge (Vorjahr 2’029 Beiträge) und
weildauer um 2 Sekunden entspricht. In dieser Zeit      erstellte 253 Bildergalerien (Vorjahr 249). Die Nutzer
schauten sie sich durchschnittlich 4.4 Seiten an.       verfassten rund 2’700 Kommentare und schalteten
                                                        rund 9’200 Inserate, wovon über 10 Prozent auf die
Verlagerung aufs Smartphone                             Rubrik «Immobilien» entfielen. Damit bewegten sich
Dem allgemeinen Trend entsprechend verlagern sich       die Zahlen ungefähr auf Vorjahresniveau. In der Rubrik
auch die Zugriffe der Benutzer von «Bern-Ost» zuneh-    «Gewerbe» waren zum Jahresende 576 Einträge (Vor-
mend auf mobile Geräte. Die Anzahl Besuche via Desk-    jahr 585) aufgeschaltet. Ende 2017 zählte das Portal
top-Computer und Laptops ging um 21.4 Prozent zu-       rund 16’900 registrierte Benutzer. Im Berichtsjahr
rück, machte aber immer noch 52 Prozent der Gesamt-     konnten etwa 1’700 Neuanmeldungen verzeichnet
besuche aus. Der Anteil der Besuche via Smartphone      werden.

  Übersicht Besucherzahlen Bern-Ost
  6'000'000

  5'000'000

  4'000'000

  3'000'000

  2'000'000

  1'000'000

         0
                  2013   2014   2015   2016   2017

                                                                                                                 7
GESCHÄFTSBERICHT - GENOSSENSCHAFT EVK
Rege Aktivität auf Facebook                              Das bewegte 2017 die Region Bern-Ost
    «Bern-Ost» war auch im Berichtsjahr auf Facebook
    aktiv. Die Likes auf dem «Gefällt-mir-Button» stiegen    Res Reinhard vom Portal Bern-Ost wirft einen Blick
    von knapp 6’000 auf rund 6’700. Die Bern-Ost-Beiträge    zurück auf das Jahr 2017. An dieser Stelle veröffentli-
    auf Facebook hatten eine durchschnittliche Reichwei-     chen wir eine Auswahl der im Berichtsjahr auf «Bern-
    te von rund 6’700 Personen und lösten im Durchschnitt    Ost» meist gelesenen Artikel und Beiträge.
    380 Interaktionen aus. Rund 59 Prozent der Leser ge-
    langten im vergangenen Jahr direkt auf «Bern-Ost»,       Ein Dorf bangt um verschwundene Sarina
    nachdem im Vorjahr noch 71 Prozent diesen Weg ge-        Mitte September verschwand in Utzigen die 14-jährige
    wählt hatten. Hingegen erhöhte sich der Einstieg via     Sarina. Helikopter, Polizei, Armee, Zivilschutz waren
    Suchmaschine von 21.7 auf 32.6 Prozent, während sich     im Sucheinsatz. Der Artikel auf «Bern-Ost» stiess auf
    derjenige via Link oder Social Media unverändert bei     ein riesiges nationales Interesse. Vier Tage später
    rund 2.5 respektive 5 Prozent präsentierte. Dabei ge-    wurde Sarina glücklicherweise im Osten von Frank-
    langten, ähnlich wie im Vorjahr, rund 314’000 Benutzer   reich wohlbehalten gefunden – und die ganze Region
    über Facebook auf das Portal.                            atmete auf.

                                                             Zufallsergebnis zur Entlastungsstrasse in Münsingen
                                                             Das politische Ereignis des Jahres war die Ausein-
                                                             andersetzung über die Entlastungsstrasse Nord in
                                                             Münsingen. Am 24. September 2017 lautete das Er-
                                                             gebnis – bei einer Stimmbeteiligung von 64 Prozent –
                                                             2831 Ja gegen 2818 Nein. Im Vorfeld hatte «Bern-Ost»
                                                             zum ersten Mal in seiner Geschichte ein Podiumsge-
                                                             spräch zum Thema geleitet. Der Anlass im Schloss-
                                                             gutsaal Münsingen konnte via Facebook auch direkt
                                                             von zuhause aus mitverfolgt werden. Dabei wurden die
                                                             Fragen von Facebook-Usern direkt an die Podiumsteil-
                                                             nehmer weitergegeben.

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Der Grosshöchstetter Luca Aerni ist Ski-Weltmeister       Der überraschende Abgang im Rüttihubelbad
«Als Erster startete er in den Slalom und zeigte ei-      Wenn «Bern-Ost» über Veränderungen in der Gastro-
nen Wahnsinnslauf. Fahrer um Fahrer klassierte sich       szene der Region schreibt, ist das Interesse regelmäs-
hinter dem Grosshöchstetter. Auch Favoriten wie           sig so gross, wie wenn es Gratisbier für alle gäbe. In
Marcel Hirscher scheiterten knapp an der von Aerni        besonderem Masse war dies 2017 der Fall, als bekannt
aufgestellten Zeit von 2 Minuten 26 Sekunden und          wurde, dass Max Gugelmann, Chef des Restaurants
33 Hundertsteln.» Diesen Beitrag schrieb «Bern-Ost»       Rüttihubelbad, den «Alpenblick» Ferenberg überneh-
am 13. Februar über den Goldmedaillengewinner in          men und zwei leitende Angestellte gleich mitnehmen
St. Moritz in der Alpinen Kombination, Luca Aerni aus     würde. «Es wird uns gelingen, auch bei schlechtem
Grosshöchstetten. Der Sieg löste auf unserem Inter-       Wetter gut zu sein», sagte Gugelmann über die beson-
netportal und in der ganzen Region grosse Begeiste-       dere Herausforderung im Aussichtsrestaurant Alpen-
rung aus. «Bern-Ost» übertrug den Empfang von Aerni       blick Ferenberg.
in Grosshöchstetten live ins Internet.
                                                          Kommentare auf «Bern-Ost»
Der Schleichweg zwischen Worb SBB und Richigen            Viel zu diskutieren geben auf dem Portal «Bern-Ost»
Berichtet Worb über Tempolimits, Lärm oder Schleich-      auch immer wieder die Leser-Kommentare selbst.
wege, lässt es mit den Reaktionen der Leserinnen und      Sollte man diese, wie einzelne Leser fordern, ganz
Leser nicht lange auf sich warten. Ein solches Beispiel   weglassen? Die Redaktion von «Bern-Ost» ist der Auf-
war im vergangenen Jahr das viel genutzte und             fassung, dass Leserkommentare zu einem lebendigen
schlecht unterhaltene Strässchen zwischen Worb            und publikumsnahen Internetportal gehören. Sie be-
SBB und Richigen. Der Bericht auf «Bern-Ost» und die      hält sich jedoch vor, Beiträge, die nicht den Richtlinien
vielen kontroversen Kommentare führten dazu, dass         entsprechen, anzupassen oder nicht zu publizieren.
sich die Gemeinde Worb veranlasst sah, Verkehrszäh-
lungen durchzuführen und Massnahmen zur Verbes-
serung der Situation zu prüfen.

                                                                                                                      9
Die Bern-Ost-Köpfe des Jahres 2017                          Trial Biken und gewann an den UCI Urban-Cycling-
                                                                 Weltmeisterschaften in China mit dem Schweizer
     Von Aerni bis Vogt                                          Team Bronze.
     Zwei Ski-Weltmeister, fitte Sportlerinnen, fleissige
     Köche, eine tüchtige Jugendmusik und ausdauernde            Die Synchronschwimmerin Maria Piffaretti wurde
     Politiker. Sie sorgten im Berichtsjahr für die Highlights   Schweizermeisterin, fuhr an die Europa- und Welt-
     in der Region Bern-Ost und boten Gelegenheit zum            meisterschaften und wurde dafür mit dem Sport-Preis
     Mitfiebern und Mitfeiern.                                   Stettlen 2017 geehrt. Das Curlingteam Baden Regio
                                                                 mit Nadine Lehmann aus Richigen und Nicole Schwägli
     Auf der sportlichen Seite machte 2017 Luca Aerni vor,       aus Rubigen gewann an den Schweizermeisterschaf-
     wie man es macht. Der Grosshöchstetter sicherte             ten die Goldmedaille. Und Severin Lüthi aus Stettlen,
     sich in der Alpinen Kombination am 13. Februar mit          dem Coach von Roger Federer, wurde der Credit Suisse
     einem hervorragenden Slalomlauf die Gold-Medaille           Sport Award als Trainer des Jahres verliehen.
     in St. Moritz und wurde Weltmeister. Das Dorf feierte
     seinen Helden mit einem grossen Empfang. Und der            Im Oktober fieberte ein Grossteil der Region mit, als
     Berner Regierungsrat ehrte Aerni als Sportler des Jah-      der FC Münsingen auf Sandreutenen im Cupachtelfinal
     res. Ein zweiter Ski-Weltmeister in der Region findet       gegen die Young Boys spielte. Fiona Hutmacher ver-
     sich in Rüfenacht. Philipp Steiner gewann an der WM         knüpft in ihrem Leben Abenteuer und Solidarität. Sie
     der Gehörlosen zum Karriereabschluss drei Goldme-           fuhr mit dem Velo von Gysenstein 2’000 Kilometer
     daillen.                                                    nach Griechenland und sammelte Geld für eine Flücht-
                                                                 lingsorganisation.
     Medaillen, der Cup-Knaller und 2000 Kilometer
     auf dem Fahrrad
     Auf nationaler Ebene glänzten 2017 zahlreiche Sport-
     lerinnen und Sportler aus der Region Bern-Ost. Die
     Triathletin Lisa Berger aus Grosshöchstetten holte
     sich ihren ersten Schweizermeistertitel bei der Elite.
     Der Worber Tom Blaser wurde Schweizermeister im

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Der Gault-Millau-Aufsteiger                              In mehreren Bern-Ost-Gemeinden übergaben Gemein-
Im kulturellen Bereich wurde der in Biglen aufge­        depräsidentinnen   und   Gemeindepräsidenten     die
wachsene DJ Deetron mit dem Berner Musikpreis aus-       Schlüssel ihrer Büros an ihre Nachfolger. So trat in
gezeichnet. Das Worber Jugendblasorchester erspiel-      Oberdiessbach Hans Rudolf Vogt nach sechzehn Jah-
te sich am Welt Jugendmusik Festival in Zürich die       ren und 358 Gemeinderatssitzungen per Ende Jahr
Goldmedaille in der Kategorie Oberstufe. Noémi           zurück. Als Nachfolger wählten die Oberdiessbache-
Rentsch aus Arni wurde Vorlesemeisterin der Region       rinnen und Oberdiessbacher im zweiten Wahlgang
Bern-Ost.                                                Niklaus Hadorn zum neuen Gemeindepräsidenten. In
                                                         Kiesen übernahm Ernst Waber das Gemeindepräsidi-
Auf der kulinarischen Seite kochte sich in der Sendung   um von Elsa Meyer. In Grosshöchstetten übernahm
«Landfrauen­küche» von SRF Brigitte Wegmüller aus        Christine Hofer das Amt des zurückgetretenen Hans-
Bigenthal auf den 3. Rang. Eisblume-Koch David Wälti     peter Heierli. In Zäziwil beerbte Walter Flühmann die
gewann den Titel im renommierten Wettbewerb S.Pel-       abtretende Gemeindepräsidentin Elsa Nyffenegger.
legrino Young Chef, während Simon Apothéloz – auch
er Koch in der Eisblume Worb – vom Gastroführer          Und das Wetter?
Gault-Millau zum Aufsteiger des Jahres gekürt wurde.     Das Wetter schlug 2017 so einige Kapriolen. So be-
                                                         scherte es der Region beispielsweise einen perfekten
Aus Wirtschaft und Politik                               Regenbogen, spielte bei der partiellen Mondfinsternis
Stefan Läderach und seine Läderach Worb AG gewan-        Anfangs August mit und präsentierte sich auch bei so
nen den Worber Wirtschaftspreis 2017. Ein anderer        manchem Anlass gutmütig.
legendärer Worber tritt kürzer. Martin Christen über-
gab Ende 2017 die Redaktionsleitung der Worber Post
nach 28 Jahren an die neue Chefredaktorin Cornelia
Krämer. Fernand Repond, hoch geschätzter Chefarzt
für Innere Medizin im Spital Münsingen, ging Ende Ja-
nuar 2017 – ebenfalls nach 28 Jahren Tätigkeit – in
Pension.

                                                                                                                 11
Das Anlagegeschäft der Genossenschaft EvK

     Immobilien

     Seit Jahren kann an dieser Stelle die gleiche Lobes-    Nach erfolgter Abschreibung von 500’000 Franken
     hymne auf die Immobilien angestimmt werden. Die         stehen die Liegenschaften per 31. Dezember 2017 mit
     Genossenschaft EvK konnte im Berichtsjahr einmal        einem Buchwert von rund 15.0 Mio. Franken in den
     mehr auf konstante Einnahmen aus den Immobilien         Büchern, was nach wie vor einem Anteil von rund 30 %
     zählen. Auch wenn die Rendite auf den Liegenschaften    der Bilanzsumme entspricht.
     in Anbetracht des 2017 sehr positiv verlaufenden Bör-
     senjahrs nicht mit denjenigen an den Kapitalmärkten     Auf Basis des 2016 durch die Verwaltung verabschie-
     mithalten konnte, wurde im Berichtsjahr wiederum ein    deten Investitionsplans führte die Genossenschaft
     schöner Gewinn auf den investierten Mitteln erzielt.    EvK im Berichtsjahr einerseits Unterhalts- und Erneu-
                                                             erungsarbeiten im Sinne der Werterhaltung und einer
     Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Liegenschaftser-    guten Vermietung durch. Andererseits konnten auf-
     träge um rund 8’600 Franken tiefer aus. Gleichzeitig    grund des positiven Ergebnisses zusätzliche Rück-
     stieg der Liegenschaftsaufwand um 203’000 Franken       stellungen für anstehende Grossreparaturen in Höhe
     an. Insbesondere aufgrund der Fenster- und Fassa-       von 500’000 Franken gebildet werden. Dank der at-
     densanierung der Liegenschaft in Rubigen resultierte    traktiven Mietzinse und der interessanten Lagen der
     somit ein um 213’000 Franken tieferes Nettoergebnis.    Liegenschaften verzeichnen wir weiterhin ausseror-
                                                             dentlich tiefe Leerstände.

                      Liegenschaftsrechnung		                            2017		                     2016

                      Liegenschaftsertrag                    CHF      824’396             CHF   833’048
                      Hypothekar- und Baurechtszinsen        CHF            –             CHF   –33’260
                      Liegenschaftsunterhalt und Kosten      CHF    –465’043              CHF   –261’749

                      Nettoertrag                            CHF     359’353              CHF    538’039

12
Wertschriften

Für die Kapitalmärkte war 2017 ein Rekordjahr. Dabei     Im Berichtsjahr verlief die Aufwärtsentwicklung welt-
konnten sich die Anleger insbesondere auch über die      weit parallel, wobei sich insbesondere die USA einmal
gute Performance von Schweizer Aktien freuen. Die        mehr als Wachstumslokomotive erwiesen. Die Anfang
Kurse tendierten praktisch über das ganze Jahr nach      Dezember vom US-Senat beschlossene Steuerreform
oben und schlossen per Ende Jahr mit einem Plus von      könnte das Wachstum sogar noch weiter beschleuni-
rund 17 %. Lediglich in den Monaten Juni und August      gen. In diesem Klima wiegt die Hoffnung der Investo-
entwickelte sich der Swiss Market Index (SMI) leicht     ren auf weitere Gewinnsteigerungen der Unternehmen
negativ. Wie im Vorjahr schnitten Aktien aus dem         offensichtlich stärker als die Furcht vor weiteren Leit-
breiten Markt insgesamt besser ab als Blue Chips.        zinserhöhungen, welche die Konjunktur irgendwann
Zum fünften Mal in den letzten zehn Jahren beendete      auch wieder bremsen dürften. Während die US-Noten-
der Leitindex SMI das Jahr mit Gewinn. Der breitere      bank Fed die Normalisierung der Zinsen bereits in An-
Swiss Performance Index (SPI) fuhr mit einem Plus von    griff genommen hat, dürfte dieser Schritt in Europa
20 Prozent ebenfalls den grössten Jahresgewinn seit      noch länger auf sich warten lassen. Die Europäische
2013 ein. Nochmals zehn Prozent höher schnitt das        Zentralbank (EZB) hält nach wie vor an ihrer expansi-
Segment der klein- und mittelkapitalisierten Unter-      ven Geldpolitik fest. Dies gilt in deren Schlepptau auch
nehmen ab. Anders als vielerorts prognostiziert setzte   für die Schweizerische Nationalbank (SNB). Die meis-
sich der Boom bei den sogenannten Small und Mid          ten Experten erwarten erste Zinserhöhungen durch
Cap-Aktien weiter fort. Die herausragend gute Per-       die EZB erst gegen Mitte 2019. Börsenbeobachter
formance dieser Aktien war allerdings kein spezifisch    warnen jedoch schon seit geraumer Zeit, dass die Li-
schweizerisches Phänomen. Auch mit europäischen          quiditätshausse auch abrupt zu Ende gehen könnte,
oder japanischen Nebenwerten hätte ein in Franken        sollte sich die Notenbank zu einem raschen Kurs-
rechnender Investor im Berichtsjahr gegen 30 Prozent     wechsel gezwungen sehen. Zurzeit ist allerdings von
verdienen können. In den USA konnte der gleiche Ef-      einer Inflationsentwicklung, die eine solche Korrektur
fekt schon im Vorjahr beobachtet werden.                 bewirken könnte, nichts zu erkennen. Seit dem Sieg

  Gliederung nach Anlagegruppen                            Gliederung nach Währungen
                                                                          AUD      GBP
          Obligationen
                                                                         2.2  %   5.3  %
            33.3  %
                                                                 JPY
                                                                1.4  %                             Andere
                                                                                                    0.6  %
                                        Aktien
                                        45.2  %

                                                           USD
                                                          22.9  %
Anlagefonds
 Rohstoffe                              Liquidität
   1.1  %                                                                                               CHF
                                          10.2  %
                                                                                                       53.1  %

  Edelmetalle                      Aktivhypotheken            EUR
     5.8  %                             4.4  %               14.5  %

                                                                                                                    13
von Emmanuel Macron bei den französischen Präsi-                     Die Mitglieder der Verwaltung haben entschieden,
     dentschaftswahlen sind die Zuversicht in Europa und                  auch für das Geschäftsjahr 2018 an der eingeschlage-
     der Glaube an den Euro spürbar gestiegen. Vor diesem                 nen Strategie für die Vermögensverwaltung der Wert-
     Hintergrund kann Europa mit einer fortgesetzten Be-                  schriften und für die Bewirtschaftung der Rendite­
     schleunigung des Wirtschaftswachstums rechnen.                       liegenschaften festzuhalten. Diese zielt auch weiter-
     Davon haben die Aktienmärkte allerdings schon ein                    hin in erster Linie auf Nachhaltigkeit und Risikobe-
     gutes Stück vorweggenommen, wie sich dies in der                     grenzung ab. Ausserdem sollen sich die jeweiligen
     Kursentwicklung der vergangenen Wochen unter an-                     Jahresergebnisse nicht auf die Ausschüttungen aus-
     derem auch an der Schweizer Börse zeigte.                            wirken, da unsere Reserven als Ausgleichsbecken die-
                                                                          nen.
     Im Berichtsjahr konnte die Genossenschaft EvK von
     der ausserordentlich positiven Entwicklung an den                    Den Mitgliedern der Verwaltung ist es jedoch ein An-
     Finanzmärkten profitieren und dabei für das Ge-                      liegen festzuhalten, dass es in Zeiten mit fehlen-
     schäftsjahr 2017 eine Anlagerendite von knapp 8.0 %                  den Möglichkeiten durch risikolose Anlagen positive
     auf dem Wertschriftenportefeuille erzielen. Die Aus-                 Renditen zu erzielen und zudem vorherrschenden
     sage der Vorjahre, wonach sich die Vermögensverwal-                  Negativzinsen alles andere als selbstverständlich ist
     tungen in Zukunft weiterhin mit einem äusserst kom-                  – und weiterhin sein wird – die in den letzten Jahren
     plexen und unberechenbaren Umfeld auseinanderzu-                     jeweils gewährten Leistungen in demselben Umfang
     setzen haben, gilt nach wie vor. Dies zeigte sich insbe-             aufrechtzuerhalten.
     sondere in der Entwicklung in den ersten Monaten des
     laufenden Jahres.

       Vermögenssituation 31. Dezember 2017                                Entwicklung Eigenkapital der letzten 5 Jahre

                   Anlagevermögen          Aktive                          60 Mio.
                    Sachanlagen     Rechnungsabgrenzung
                       29.0  %             0.1  %         Debitoren        50 Mio.
                                                            0.1  %

            Darlehen                                                       40 Mio.
            an Dritte
             0.2  %                                                        30 Mio.
                                                          Wertschriften
                                                            60.3  %
                                                                           20 Mio.

     Banken und Post                                                       10 Mio.
         7.2  %

            Aktivhypotheken                                                 0 Mio.
                 3.1  %                                                                    2013   2014   2015   2016   2017

14
Einhaltung der Vorgaben gemäss Leistungsreglement

Zum zweiten Mal in Folge wird an dieser Stelle über die                                                                      Die erste Legislatur wurde per 31. Dezember 2015 ab-
Einhaltung der Vorgaben des Leistungsreglements –                                                                            geschlossen. Wie die nachstehende Grafik unten links
welches sich die Verwaltung der Genossenschaft EvK                                                                           zeigt, konnten in dieser Periode die Vorgaben nicht nur
selber auferlegt hat – Rechenschaft abgelegt.                                                                                eingehalten, sondern mit einer Zunahme des Eigenka-
                                                                                                                             pitals in der vierjährigen Beobachtungsperiode um
Art. 5 des auf den 1. Januar 2012 durch die Verwaltung                                                                       insgesamt rund 3 Mio. Franken übertroffen werden.
der Genossenschaft EvK eingeführten Leistungsregle-
ments besagt, dass die Genossenschaft gemäss Art. 2                                                                          Die zweite Leistungsperiode startete im Vorjahr und
der Statuten der Genossenschaft EvK Beiträge aus                                                                             erstreckt sich über den Zeitraum von 2016 bis 2019.
dem Vermögensertrag ausrichten kann. In Ausführung                                                                           Nach Abschluss der ersten zwei Jahre – s. auch Grafik
dieses Grundsatzes bestimmt die Verwaltung Leis-                                                                             unten rechts – konnte das Eigenkapital in diesem Zeit-
tungsperioden von je vier aufeinanderfolgenden Rech-                                                                         raum bereits um 268’000 Franken erhöht werden.
nungsjahren. Die Genossenschaft weist über den Zeit-
raum einer solchen Leistungsperiode ein mindestens
ausgeglichenes Rechnungsergebnis aus. Dies bedeu-
tet, dass das Eigenkapital der Genossenschaft am
Ende einer Leistungsperiode mindestens dem teue-
rungsbereinigten Eigenkapital der Genossenschaft
per 31. Dezember 2011 entsprechen muss.

  Leistungsperiode 2012–2015                                                                                                   Leistungsperiode 2016–2019 – Basis 1. Säule EK 31.12.2011

  60 Mio.                                                                                                                      60 Mio.

  50 Mio.                                                                                                                      50 Mio.
                                                                                                                      Soll                                                                                               Soll
  40 Mio.                                                                                                                      40 Mio.
                 Basis Eigenkapital

                                                                                                                                              Basis Eigenkapital
                                                                                                  CHF 49’889’304.84
                                      CHF 48’363’853.00

                                                                                                                                                                                       CHF 50’157’774.40
                                                                                                                                                                   CHF 49’917’276.57
                 CHF 46’864’757.56

                                                                                                                                              CHF 46’864’757.56
                                                          CHF 49’588’119.00

                                                                              CHF 51’089’916.00

  30 Mio.                                                                                                                      30 Mio.

  20 Mio.                                                                                                                      20 Mio.

  10 Mio.                                                                                                                      10 Mio.

   0 Mio.                                                                                                                       0 Mio.
                  2011                2012                2013                2014                2015                                         2011                2016                2017                2018   2019

                                                                                                                                                                                                                                15
Jahresrechnung 2017

     Die Jahresrechnung mit Bilanz, Erfolgsrechnung und       Abrechnungskonti, welche durch die Immobilienver-
     Anhang findet sich auf den Seiten 19 bis 23.             waltung der Genossenschaft EvK geführt werden.

                                                              Aktive Rechnungsabgrenzungen
     Bilanz per 31. Dezember 2017                             Diese Position beinhaltet wie im Vorjahr fast aus-
                                                              schliesslich Marchzinsen auf den in den Depots der
     Die Bilanzsumme der Jahresrechnung 2017 erhöhte          Vermögensverwalter gehaltenen Obligationen.
     sich gegenüber dem Vorjahr um rund 710‘000 Franken.
     Die Zunahme ist hauptsächlich auf die äusserst erfreu-   Finanzanlagen / Darlehen an Dritte
     liche Rendite auf den Finanzanlagen zurückzuführen,      Wie bereits in den beiden Vorjahren wurden die Darle-
     während die getätigten Abschreibungen und Rückstel-      hen an Dritte basierend auf den Vorgaben des Rech-
     lungen auf den Immobilien zu einer Minderung führten.    nungslegungsrechts direkt in den Aktiven wertberich-
                                                              tigt. Die im Rahmen der Wirtschaftsförderung ausbe-
     Aktiven                                                  zahlten Gelder – es handelt sich dabei aus Sicht der
                                                              Verwaltung um Risikokapital – werden bei der Auszah-
     Flüssige Mittel / Wertschriften                          lung gleichzeitig wertberichtigt. Mit der ordentlichen
     Anlässlich der jährlichen Revision prüfte die Revisi-    Rückzahlung der Darlehen können somit die Wertbe-
     onsstelle, ob die vorgegebenen Anlagevorschriften        richtigungen verringert werden. In der Rechnungsperi-
     durch die Vermögensverwalter eingehalten wurden.         ode konnten wir aufgrund von Darlehens-Rückzahlun-
     Die Revisoren stellten fest, dass diese korrekt ange-    gen 30’000 Franken auflösen (Vorjahr 60’200 Franken).
     wandt und wie üblich einem angemessenen Bestand          Im Berichtsjahr erfolgte eine neue Darlehenszahlung
     an liquiden Mitteln Rechnung getragen wurde. Die         in der Höhe von CHF 30’000.
     Bewertung der Wertschriften erfolgte zum aktuellen
     Börsenkurs des Bilanzstichtages.                         Immobile Sachanlagen / Liegenschaften
                                                              Die Bruttorendite der Anlageimmobilien erhöhte sich
     Übrige kurzfristige Forderungen                          gegenüber dem Vorjahr von 5.39 % auf 5.52 % und
     Diese Position enthält das Verrechnungssteuergut­        weist damit nach wie vor einen sehr hohen Wert auf.
     haben sowie das Guthaben auf den Liegenschafts-          Die Einnahmen der Immobilien verlaufen über die Jah-

                      		                                                  2017		                      2016

                      Nicht realisierte Kursgewinne           CHF    2’943’321          CHF      1’300’673
                      Nicht realisierte Kursverluste          CHF    –613’374           CHF      –940’501
                      Nicht realisierte Kurserfolge netto     CHF    2’329’947          CHF         360’172

                      Realisierte Kursgewinne                 CHF      652’120          CHF        480’708
                      Realisierte Kursverluste                CHF    –256’596           CHF        –315’957
                      Realisierte Kurserfolge netto           CHF      395’524          CHF         164’751

16
re gesehen ziemlich konstant. Die Steigerung der         Erfolgsrechnung 2017
Bruttorendite ist vor allem auf den tieferen Buchwert
zurückzuführen, der durch zusätzliche Abschreibun-       Wertschriftenerfolg
gen in der Höhe von CHF 500’000 entstand. Der Netto-     Wie bereits erwähnt, wurden die Wertschriftenbe-
ertrag betrug rund 359’000 Franken und fiel damit um     stände auf den Bilanzstichtag per 31. Dezember 2017
rund 180’000 Franken tiefer aus als im Vorjahr. Im       zu Kurswerten bilanziert. Dabei ergaben sich nicht
Verhältnis zum buchmässigen, auf die Liegenschaften      realisierte Kursgewinne und -verluste. Für die Details
entfallenden Eigenkapital resultierte eine Rendite von   zur Entwicklung sowie die Zusammensetzung der Bi-
2.4 % (Vorjahr 3.48 %). Der Rückgang begründete sich     lanzposition «Wertschriften» verweisen wir auf die
hauptsächlich in den an der Liegenschaft Rubigen         Seiten 13 und 14.
ausgeführten Unterhaltsarbeiten, welche vollumfäng-
lich der Erfolgsrechnung belastet wurden.                Inserate im Internetportal
                                                         Der Ertrag aus Inseraten des Internetportals «Bern-
                                                         Ost» für die ersten drei Quartale des Berichtsjahres
Passiven                                                 belief sich auf rund 140’000 Franken. Gemäss Redak-
                                                         tionsdienstleistungsvertrag, welcher bis zum 30. Sep-
Passive Rechnungsabgrenzungen                            tember 2017 seine Gültigkeit hatte, verblieb die Hälfte
Die Passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten – ge-       dieser Einnahmen der Genossenschaft EvK. Im Rah-
mäss Ruling mit der Steuerverwaltung – unter ande-       men der Modernisierung des Internetportals wurden
rem die gesprochenen, aber noch nicht ausbezahlten       die Vertragswerke mit dem Portalbetreiber erneuert.
Beiträge aus den Gefässen Wirtschaftsförderung so-       Neu entrichtet dieser seit dem 1. Oktober 2017 einen
wie Freizeit, Sport und Kultur. Zudem beinhaltet diese   jährlichen Fixbetrag für die Miete des Internetportals
Position Rückstellungen für die noch anstehenden         an die Genossenschaft EvK.
Kosten im Zusammenhang mit der Erneuerung des In-
ternetportals «Bern-Ost» sowie sachlich und zeitlich     Personal- und übriger Betriebsaufwand
begründete Abgrenzungen.                                 Die Position «Personalaufwand» enthält Honorare, Sit-
                                                         zungsgelder und Spesenvergütungen an die Mitglieder
Rückstellungen für Grossreparaturen Liegenschaften       der Verwaltung. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich
Basierend auf dem 2016 durch die Verwaltung verab-       der Aufwand um rund 2’000 Franken. Hingegen gingen
schiedeten Investitionsplan für die nachhaltige Sanie-   die Kosten des übrigen Betriebsaufwands im Vorjah-
rung der Liegenschaften sowie aufgrund der erfreuli-     resvergleich um rund 5’500 Franken zurück. Damit
chen Performance der Finanzanlagen wurde im Be-          konnte die seit Jahren anhaltende Entwicklung von
richtsjahr die Rückstellung für Grossreparaturen auf     sinkenden Verwaltungskosten fortgeführt werden.
Liegenschaften um 500’000 Franken auf 1 Mio. Fran-
ken erhöht. Diese Bilanzposition kann in den nächsten    Zweckbestimmte Beiträge
Jahren aufgelöst und die anfallenden Aufwendungen        Die zweckbestimmten Beiträge gingen um rund 94’600
buchhalterisch alsdann neutralisiert werden. Aus         Franken zurück. Wie in den Vorjahren nahm die Genos-
steuerlichen Gründen muss der Vollzug dieser Mass-       senschaft EvK eine Ausschüttung von insgesamt
nahme zwingend in den kommenden sechs bis acht           596’000 Franken an die Gemeinden und von 85’000
Jahren erfolgen.                                         Franken an die sozialen Institutionen vor.

                                                                                                                   17
Während sich die Zuwendungen für das Gefäss Frei-        sionsstelle die Einhaltung der Richtlinien für die Verga-
     zeit, Sport und Kultur um knapp CHF 60’000 erhöhten,     be der Gesuche in den Bereichen Wirtschaftsförderung
     fielen die Ausgaben für das Gefäss Wirtschaftsförde-     und Freizeit, Sport und Kultur sowie die korrekte Ab-
     rung um rund CHF 150’000 tiefer aus. Der Rückgang        wicklung und Vollständigkeit der Dossiers. Die Ord-
     resultierte hauptsächlich aufgrund der im Vorjahr an-    nungsmässigkeit und Vollständigkeit diesbezüglich
     gefallenen Kosten im Zusammenhang mit der Moderni-       wurden wiederum ohne Einschränkungen bestätigt.
     sierung des Internetportals «Bern-Ost».
                                                              Schlussbetrachtung und Ergebnis
     Ausserordentlicher Erfolg                                Das Jahresergebnis 2017 fiel mit einem Gewinn von
     In dieser Position werden die periodenfremden und        rund 240’400 Franken erfreulich aus, umso mehr dieses
     ausserordentlichen Erträge und Aufwendungen aufge-       bereits Abschreibungen und die Bildung von Rückstel-
     führt. Durch die Rückzahlung von Wirtschaftsförde-       lungen in der Höhe von jeweils CHF 500’000 beinhaltet.
     rungsdarlehen konnten die entsprechenden, jeweils bei    Die Entwicklung in den letzten Jahren – ein ausgegli-
     der Darlehensgewährung gebildeten Delkredereposi­        chenes Ergebnis 2016, ein grosser Verlust 2015, wel-
     tionen aufgelöst werden. Im Berichtsjahr erfolgte eine   cher auf drei äusserst erfolgreiche Jahre folgte, zeigt
     Auflösung von 30’000 Franken (Vorjahr 60’200 Franken).   eindrücklich auf, wie unberechenbar die Ergebnisse
                                                              für die Genossenschaft ausfallen können. Diese sind
     Steuern                                                  und bleiben trotz guter und eher konservativer Anla-
     Bei den Steuern wurden lediglich die Kapitalsteuern      gerichtlinien stark von der Entwicklung an den Finanz-
     erfasst, da aufgrund der bestehenden steuerlichen        märkten abhängig. Die Reserven und damit das Eigen-
     Verlustvorträge davon ausgegangen werden kann,           kapital erhöhten sich auf 50’157’714 Franken. Wir hal-
     dass keine Gewinnsteuern anfallen werden.                ten an unserer Aussage vom Vorjahr fest, dass viele
                                                              Konstanten aus der Vergangenheit, sei dies im Finanz-
     Anhang                                                   sektor, in der Wirtschaft und der Politik, aber auch
     Der Anhang enthält die gesetzlich geforderten An­        allgemein in der Gesellschaft keine Gültigkeit mehr zu
     gaben. Diese beinhalten nebst den Informationen zu       haben scheinen. Unberechenbare politische Führer,
     den in der Jahresrechnung angewandten Grundsätzen        welche ausschliesslich die Interessen ihrer Länder
     auch Angaben zur Anzahl Mitarbeitenden, zu wesent-       verteidigen, und die zunehmende Verknappung der
     lichen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag und wei-      natürlichen Ressourcen dürften strategische und so-
     teren ausweispflichtigen Tatbeständen.                   gar protektionistische Massnahmen nach sich ziehen
                                                              und ein nachhaltiges positives Wirtschaftswachstum
     Revision                                                 in nächster Zeit erheblich erschweren.
     Die Revisionsstelle schloss am 26. März 2018 die Jah-
     resrevision ab. Sie stellte keine Änderungsanträge zur   Verwendung des Bilanzergebnisses
     vorliegenden Jahresrechnung. Der Revisionsbericht ist    Die Verwaltung beantragt der Generalversammlung,
     nach dem Standardwortlaut formuliert. Nebst der Prü-     den Jahresgewinn von 240’497.83 Franken den Reser-
     fung der Jahresrechnung per 31. Dezember 2017 – hin-     ven gutzuschreiben.
     sichtlich Bestand und Bewertung der Aktiven, Vollstän-
     digkeit der Passiven sowie analytische und Detailprü-    Die Verwaltung der Genossenschaft EvK
     fungen in der Erfolgsrechnung – untersuchte die Revi-    Grosshöchstetten, 25. April 2018

18
Bilanz per 31. Dezember 2017

                                                2017            2016
                                               in CHF          in CHF

Aktiven

Umlaufvermögen
Flüssige Mittel                          3’706’402.36    2’083’084.38
Wertschriften                           32’673’083.94   33’073’516.47

Total flüssige Mittel und kurzfristig
gehaltene Aktiven mit Börsenkurs        36’379’486.30   35’156’600.85

Übrige kurzfristige Forderungen           141’682.65      119’921.28
Aktive Rechnungsabgrenzungen               52’715.00        89’467.99

Total Umlaufvermögen                    36’573’883.95   35’365’990.12

Anlagevermögen

Finanzanlagen
Darlehen an Dritte                         80’000.00      120’000.00
Wertberichtigung Finanzanlagen            –80’000.00     –120’000.00

Immobile Sachanlagen
Liegenschaften                          14’946’000.00   15’446’000.00

Total Anlagevermögen                    14’946’000.00   15’446’000.00

Total Aktiven                           51’519’883.95   50’811’990.12

                                                                        19
2017            2016
                                                                 in CHF          in CHF

     Passiven

     Fremdkapital
     Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten                  183’501.60      178’757.60
     Passive Rechnungsabgrenzungen                          178’607.95      215’955.95

     Total kurzfristiges Fremdkapital                       362’109.55      394’713.55

     Rückstellungen
     Rückstellungen für Grossreparaturen Liegenschaften    1’000’000.00     500’000.00

     Total langfristiges Fremdkapital                      1’000’000.00     500’000.00

     Total Fremdkapital                                    1’362’109.55     894’713.55

     Eigenkapital

     Statutarische und beschlussmässige Gewinnreserven    49’917’276.57   49’889’304.84

     Jahresgewinn                                           240’497.83       27’971.73

     Bilanzgewinn                                           240’497.83       27’971.73

     Total Eigenkapital                                   50’157’774.40   49’917’276.57

     Total Passiven                                       51’519’883.95   50’811’990.12

20
Erfolgsrechnung 2017

                                                      2017           2016
                                                    in CHF         in CHF

Betriebsertrag
Finanzertrag                                   4’449’914.09   3’331’791.83
Liegenschaftsertrag                             824’396.20     833’048.70
Inserate Internet-Portal                         81’322.30      89’741.10

Total Betriebsertrag                           5’355’632.59   4’254’581.63

Betriebsaufwand
Finanzaufwand                                  1’966’216.16   2’224’059.25
Liegenschaftsaufwand                            465’043.20     261’749.35
Personalaufwand                                  74’334.15      72’212.10
Übriger Betriebsaufwand                         262’807.20     268’357.15
Beiträge für Zweckbestimmung                   1’304’642.40   1’399’268.60

Total Betriebsaufwand                          4’073’043.11   4’225’646.45

Betriebsgewinn                                 1’282’589.48     28’935.18

Ausserordentliches

Ausserordentlicher Ertrag
Auflösung Delkredere/Rückzahlung Darlehen WF     30’000.00      60’200.00
Auflösung Rückstellungen Löschung Imbag               0.00       7’230.80

Ausserordentlicher Aufwand
Bildung Rückstellung Grossreparaturen          –500’000.00           0.00
Wertanpassung Liegenschaften                   –500’000.00           0.00

Total ausserordentlicher Erfolg                –970’000.00       67’430.80

Steuern                                         –72’091.65     –68’394.25

Jahresgewinn                                    240’497.83      27’971.73

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Anhang zur Jahresrechnung

     Angaben über die in der Jahresrechnung                  Kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs
     angewandten Grundsätze                                  Die kurzfristig gehaltenen Wertschriften werden zum
                                                             Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
     Die vorliegende Jahresrechnung der Genossenschaft
     EvK, Grosshöchstetten, wurde gemäss den Vorschrif-      Finanzanlagen
     ten des Schweizerischen Gesetzes, insbesondere der      Die Finanzanlagen am Bilanzstichtag sind zum Nomi-
     Artikel über die kaufmännische Buchführung und          nalwert bewertet. Es wird eine Wertberichtigung von
     Rechnungs­legung des Obligationenrechts (Art. 957 bis   100 % gebildet.
     962) erstellt.
     					                                                   Sachanlagen und immaterielle Anlagen
     In der Jahresrechnung wurden die nachfolgenden          Die Sachanlagen werden indirekt abgeschrieben. Die
     Grundsätze angewendet:                                  Abschreibungen    erfolgen   nach   der   degressiven
                                                             Methode. Allfällige Wertberichtigungen werden nach
     Die Rechnungslegung erfordert von der Verwaltung        Ermessen der Verwaltung vorgenommen.
     Schätzungen und Beurteilungen, welche die Höhe der
     ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlich­
     keiten sowie Eventualverbindlichkeiten im Zeitpunkt
     der Bilanzierung, aber auch Aufwendungen und Er­
     träge der Berichtsperiode beeinflussen könnten. Die
     Verwaltung entscheidet dabei jeweils im eigenen
     Ermessen über die Ausnutzung der bestehenden
     gesetz­lichen Bewertungs- und Bilanzierungsspielräu-
     me. Zum Wohle der Gesellschaft können dabei im
     Rahmen des Vorsichtsprinzips Abschreibungen, Wert-
     berichtigungen und Rückstellungen über das betriebs-
     wirtschaftlich benötigte Ausmass hinaus gebildet
     werden.

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