Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes

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Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes
1 :: 2021

Hand in Hand
                 Das Magazin des Schwesternverbandes

ISSN 1866-198X

schwerpunkt
Teilhabe ermöglichen                                   ID-Nr. 21100526
Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes
Impressum                           Liebe Leser*innen,
            „Hand in Hand“
            Das Magazin
            des Schwesternverbandes                lassen Sie uns optimistisch in das neue Jahr 2021 blicken. Der Zusam-
            ISSN 1866-198X                      menhalt im vergangenen Jahr und der großartige Einsatz aller Mitarbei-
            Nr. 1 | 2021                        ter*innen bestärkt mich darin, dass wir die gegenwärtige Pandemie mit all
            Auflage: 3.850 Exemplare            ihren Auswirkungen gemeinsam im Schwesternverband bewältigen kön-
                                                nen. Die Impfungen sind mittlerweile in fast allen unseren Einrichtungen
            HERAUSGEBER                         durchgeführt und gut angenommen worden, sodass wir hoffnungsvoll
            Schwesternverband                   nach vorne blicken sollten.

                                                                                                                            Biografiearbeit
            Pflege und Assistenz gGmbH
            Der Vorstand                           Bei all den Strapazen in den vergangenen Monaten, im gesamten
            Im Eichenwäldchen 10                vergangenen Jahr, habe ich mich trotzdem immer wieder daran erfreut,

                                                                                                                            in der „Tagespflege Bitburg“
            66564 Ottweiler                     wie herzlich und liebevoll sich der Umgang der Mitarbeiter*innen mit
            www.schwesternverband.de            unseren Bewohner*innen, Gästen und Patient*innen gestaltet. Deshalb
                                                möchten wir in dieser Ausgabe einmal einen Zweig in der Arbeit mit
            Redaktion:                          Senior*innen und Menschen mit Beeinträchtigungen vorstellen, der vor
            Bettina Hönig (V.i.S.d.P.),         Herzlichkeit geradezu blüht: die Soziale Betreuung. Gerade in diesen
            T. 06824 909-105                    Tagen gilt es, in diesem Bereich besonders kreativ zu sein, Lösungen zu     Von der Vergangenheit etwas für die Gegenwart lernen
            marketing@schwesternverband.de      suchen und zu finden, den uns anvertrauten Bewohner*innen das Leben
                                                in unseren Einrichtungen so angenehm wie nur möglich zu gestalten und
            FOTOS: Schwesternverband,           sie von ihren trüben Gedanken abzulenken, Freude zu schenken.
            soweit nicht anders angegeben                                                                                   Die Beschäftigung mit der Lebens-     nen, ihre Identität länger zu be-    ten Gästen der Tagespflege, kann
                                                    Außerdem erfahren Sie in dieser Ausgabe wieder mehr zu unseren          geschichte von Senior*innen, die      wahren. Mit Hilfsquellen wie Foto-   die Betrachtung der Fotos einen
            Druck: reha GmbH, Saarbrücken       neuen Projekten. In Eppelborn wurde zum Beispiel eine weitere Dezentra-     in einer Pflegeeinrichtung leben      alben, Briefen oder Tagebüchern      Impuls geben, um sich an die ver-
                                                lisierungsmaßnahme für Menschen mit Beeinträchtigungen gestartet. An        oder eine Tagespflege besuchen,       werden Erinnerungen hervorge-        gangene Zeit zu erinnern. Davon
                                                mehreren Standorten wurden neue Service-Wohnungen zur Miete frei-           ist Teil der Sozialen Betreuung.      rufen und wieder aufgefrischt.       inspiriert, erstellte die Mitarbei-
                                                gegeben und wir freuen uns etwa über den Baubeginn in Creglingen oder       Gerade bei Demenzerkrankten                                                terin Betty Heideman aus einer
                                                den bevorstehenden Start in Kappel-Grafenhausen.                            ist die Biografiearbeit als Verfah-       In der „Tagespflege Bitburg“     Sammlung von wunderschönen
                                                                                                                            ren der aktivierenden Pflege oft-     überlegte sich das Team rund um      Fotos der Senior*innen eine Lein-

                                                                                                                                                                                                                                             Teilhabe ermöglichen
            Namentlich gekennzeichnete             Bleiben Sie optimistisch und gesund!                                     mals das Mittel der Wahl. Sie ist     Anja Schäfer im Rahmen der Bio-      wand für jeden Gast mit dem „Le-
            Artikel geben nicht unbedingt die                                                                               eine gute Möglichkeit, Bedürfnis-     grafierarbeit etwas Besonderes zu    benslauf“ der jeweiligen Person.
            Ansicht des Herausgebers wieder.      Ihr Thomas Dane                                                           signale der zu betreuenden Per-       Weihnachten für die Gäste. Egal      Das Projekt regte die Senior*innen
                                                  Vorstandsvorsitzender                                                     son besser zu verstehen und ein       ob Bilder aus der Kindheit, Jugend   zu vielen Erzählungen aus ihrer
Editorial

                                                                                                                            Schlüssel zu noch vorhandenen         oder von besonderen Ereignissen –    Vergangenheit an.
                                                                                                                            Fähigkeiten. Außerdem hilft die       sie alle wecken bei uns Erinnerun-      Antoinette Bauch erinnerte
                                                                                                                            Biografiearbeit dementen Perso-       gen. Auch bei den teilweise demen-   sich beispielsweise an ihre Zeit in         3
Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes
Den Bewohner*innen
                       Trier. Dort ist sie geboren und auf-    tur eine Ausbildung zum Bauinge-       tolle Töchter bekommen.
                       gewachsen und machte nach der           nieur absolvierte und danach zur           Mit diesem schönen Geschenk
                       Volksschule eine Ausbildung zur         Bundeswehr nach Daun ging. Nach        haben die Mitarbeiter*innen der

                                                                                                                                          ein schönes Zuhause schaffen
                       Metzgereifachangestellten. Mit          dem Wehrdienst konnte er in Daun       „Tagespflege Bitburg“ ins Schwar-
                       18 Jahren lernte sie ihren Mann         auch eine Anstellung als Bauinge-      ze getroffen und den Gästen nicht
                       durch den gemeinsamen Beruf in          nieur finden. Einige Jahre später      nur viele schöne Erinnerungen be-
                       der Metzgerei kennen und lieben.        hat er seine Frau in Bitburg kennen-   schert, sondern auch große Freude
                       Später machten die beiden sich          gelernt und die beiden haben zwei      bereitet.
                       sogar mit einer eigenen Fleischerei                                                                                Margit Frombach über ihre Tätigkeit
                       selbstständig. Von ihrer Zeit im In-
                                                                                                                                          in der Sozialen Betreuung des „Haus im Glantal“
                       ternat der Ordensschwestern – die
                       „Englischen Schwestern“ in Bin-
                       gen –, erzählte Ursula Thömmes.
                       Dort machte sie zwei Jahre lang                           Leichte Sprache
                       ihre Handelsschule und anschlie-                                                                                   Täglich erreichen uns – die Marketing-Abteilung des     Seit November 2017 arbeitet Margit Frombach aus
                       ßend arbeitete sie in der elterlichen                                                                              Schwesternverbandes – viele schöne Berichte darü-       Obermohr als Leiterin der Sozialen Betreuung im
                       Schmiedemeisterei im Büro. Auf           In der Sozialen Betreuung                                                 ber, was in den Pflegeeinrichtungen im Rahmen der       „Haus im Glantal“ in der Pfalz. Richtig stolz ist sie
                       dem Foto, das auf die Leinwand                                                                                     Sozialen Betreuung so alles passiert. Die neuesten      auf ihr 9-köpfiges Team: „Wie das Team zusammen-
                                                                wird oft über das Leben gesprochen.
                       gedruckt wurde, war sie gerade 19                                                                                  Bastelarbeiten werden vorgestellt, es wird (wenn        gewachsen ist und alles Hand in Hand läuft ist ein-
                       Jahre jung. In dem Alter durfte sie      Wie war es früher?                                                        nicht gerade eine Pandemie herrscht) von Ausflügen      fach super. Jeder hat seine Qualitäten und kann sie
                       mit einer Sondergenehmigung den                                                                                    erzählt oder gemeinsamen Spaziergängen, Bingo-          einbringen.“
                       Führerschein machen, erinnert            Wo ist man geboren und aufgewachsen?                                      stunden und vielem mehr. Besonders engagiert und        In einem sozialen Beruf zu arbeiten, stand schon früh
                       sich die Seniorin. Ebenfalls darauf                                                                                medienaffin zeigt sich hier Margit Frombach aus           auf der Wunschliste der zweifachen Mutter. Nach der
                                                                Wo ist man zur Schule gegangen?
                       zu sehen ist Ursula Thömmes als                                                                                    dem „Haus im Glantal“ in Altenglan. Es gibt wirk-       mittleren Reife, machte sie eine Ausbildung zur Er-
                                                                Das tut den Menschen gut –
Teilhabe ermöglichen

                                                                                                                                                                                                                                                           Teilhabe ermöglichen
                       Baby mit einer bezaubernden Fri-                                                                                   lich keine Woche, in der sie uns nicht neues Material   zieherin und das Anerkennungsjahr in einer Reha-
                       sur, die ihre Mutter ihr machte. Der                                                                               zusendet. Gerne beteiligt sie sich auch an den Aktio-   Schule. „Dann war sofort klar, dass ich in dem Bereich
                       gebürtige Bitburger Gustav Schmitt       egal ob es alte Menschen sind                                             nen, zu denen wir aufrufen, egal ob zu Weihnachten      arbeiten möchte. Ich liebe Kinder über alles, aber ich
                       ist auf der Leinwand in verschiede-                                                                                oder Fastnacht – Margit Frombach und ihr Team des       wäre niemand für den Kindergarten gewesen. Ich
                                                                oder Menschen mit Behinderung.
                       nen Stationen seines Lebens zu se-                                                                                 „Haus im Glantal“ sind immer dabei.                     arbeite wahnsinnig gerne mit Erwachsenen“, sagt
                       hen. Das inspirierte ihn davon zu        Das Erinnern tut den Menschen gut.                                                                                                die 54-Jährige. Nach erfolgreichem Ausbildungsab-
     4                 erzählen, wie er nach seinem Abi-                                                                                                                                          schluss fing Margit Frombach in einem Wohnheim                  5
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der Behindertenhilfe an und blieb dort 28 Jahre. Sie       Dinge rein, die mich interessieren.“ Die kreativen
                       hatte dort eine leitende Funktion und zwei Teams, die      Ideen würden ihr allerdings einfach so in den Kopf
                       sie betreute. Doch irgendwann musste frischer Wind         schießen. Und das Tolle sei, dass sie diese dann auch
                       her und sie sehnte sich nach etwas Neuem. Deshalb          genauso in der Einrichtung umsetzen könne.
                       bewarb sie sich bei der damals neu eröffneten Pfle-         Aber nicht nur die Kreativität mache ihren Job aus – sie
                       geeinrichtung in Altenglan. Obwohl sich ihre Arbeit        und ihr Team werden als Vertrauenspersonen und An-
                       hier stark von dem Job in der Behindertenhilfe un-         sprechpartner der Senior*innen gesehen. Diese Wert-
                       terschied, gelang ihr der Einstieg sehr gut. Das lag vor   schätzung sei ein ganz wichtiger Punkt: „Wir haben die
                       allem an dem tollen Team und der Unterstützung der         Chance, unseren Bewohner*innen, ich sage jetzt mal,
                       Einrichtungsleitung, wie sie sich erinnert: „Es ist ganz   die letzte Lebensphase so schön wie möglich gestal-
                       wichtig, dass eine Leitung hinter der Arbeit steht und     ten zu können.“ Ein Teil davon zu sein, der auch dafür                                                                                                Margit Frombach
                       die wertgeschätzt wird.“                                   verantwortlich ist, dass es den Senior*innen in der Ein-                                                                                              —
                       Neben zahlreichen Fort- und Weiterbildungen, die           richtung so gut gefällt, sie sich wohl- und wie zuhause                                                                                               „Ich denke, es ist
                       Margit Frombach bereits absolvierte, ist aber auch ihr     fühlen können, das mache den Job so besonders. Bei                                                                                                    wichtig, dass man
                       privates Interesse für die Themen rund um die Pflege       Margit Frombach merkt man, wie bei vielen anderen                                                                                                     den Leuten nicht
                       und die Soziale Betreuung enorm, wie sie erklärt: „Ich     Mitarbeiter*innen im Schwesternverband auch, dass                                                                                                     immer nur
                       lese da auch ganz viel und arbeite mich in bestimmte       sie sich ihren Beruf zur Berufung gemacht hat.                                                                                                        Negatives
                                                                                                                                                                                                                                        vermittelt,
                                                                                                                                                                                                                                        sondern das
                                                                                                                                                                                                                                        Positive im Blick
                                                                                                                                                                                                                                        hat. Dass wir
                                                                                                                                                                                                                                        geimpft werden
                                                                                                                                                                                                                                        können und dann
                                                                                                                                                                                                                                        geht´s bergauf.“

                                                                                                                                             Soziale Betreuung
                                                                                                                                             in schwierigen Zeiten
                                                                                                                                             Margit Frombach über die Tätigkeit als „Seelentröster“

                                                                                                                                             Die Corona-Pandemie hat nicht nur die Pflege vor          Bei der Gestaltung der Beschäftigungen für die
                                                                                                                                             eine Herausforderung gestellt. Auch der Bereich der    Senior*innen können Margit Frombach und ihr Team
                                                                                                                                             Sozialen Betreuung ist betroffen und ein Umden-         im „Haus im Glantal“ nicht mehr so flexibel agieren
Teilhabe ermöglichen

                                                                                                                                                                                                                                                               Teilhabe ermöglichen
                                                                                                                                             ken ist angesagt. Viele Gruppenaktivitäten müssen      wie vor Corona.“ „Früher musste man nicht über-
                                                                                                                                             ausfallen, Einzelaktivitäten oder Beschäftigungen in   legen, wie nah die Bewohner*innen zueinander sit-
                                                                                                                                             Kleinstgruppen müssen ins Leben gerufen werden.        zen oder ob wir jemanden einladen dürfen, der für
                                                                                                                                             All das natürlich mit entsprechenden Hygiene-Kon-      uns musiziert“, erzählt sie aus dem Arbeitsalltag. Viele
                                                                                                                                             zepten, die alle geltenden Richtlinien und Maßnah-     Angebote mussten komplett abgesagt werden, auch
                             3 Das Team der Sozialen Betreuung                                                                               men einhalten. Keine leichte Aufgabe, weiß auch        das im Haus sehr beliebte Lachyoga. Um den Bewoh-
     6                       im „Haus im Glantal“                                                                                            Margit Frombach.                                       ner*innen dennoch eine schöne Abwechslung bieten                  7
Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes
Diese positive Einstellung hilft ihr
                                                                                                                                            auch privat mit dem Stress umzu-
                                                                                                                                            gehen: „Ich nehme nie Stress mit
                                                                                                                                            nach Hause, außer es ist mein ei-
                                                                                                                                            gener. Ich habe mir das nach den
                                                                                                                                            Jahren angeeignet, Stress anderer
                                                                                                                                            nicht zu meinem Problem werden
                                                                                                                                            zu lassen. Meinen Stress bewälti-
                                                                                                                                            ge ich auf dem Nachhauseweg mit
                                                                                                                                            lauter Musik im Auto.“ Um einen
                                                                                                                                            Ausgleich zu ihrem Arbeitsalltag
                                                                                                                                            zu finden, geht sie in ihrer Freizeit
                                                                                                                                            ihren Hobbies nach. Sei es das Fo-
                                                                                                                                            tografieren, sportliche Tätigkeiten
                                                                                                                                            oder Gesellschaftsspiele – dabei
                                                                                                                                            kann sie runterkommen und ent-
                                                                                                                                            spannen. Vor kurzem ist ein weite-
                                                                                                                                            res Hobby dazu gekommen, näm-
                                                                                                                                            lich ihr Enkelkind, das sie nun in
                                                                                                                                            der Rolle als Oma bespaßen kann.
                                                                                                                                                Was Margit Frombach, ihren
                                                                                                                                            Kolleg*innen und den Bewoh-                     Leichte Sprache
                                                                                                                                            ner*innen während des gesamten
                                                                                                                                            vergangenen Jahres geholfen hat
                                                                                                                                            und immer noch hilft, ist die Soli-     Margit Frombach arbeitet im
                                                                                                                                            darität der Menschen aus Altenglan
                                                                                                                                                                                    Haus im Glantal in Altenglan.
                                                                                                                                            und der Umgebung. So hat es bei-
                                                                                                                                            spielsweise Geldspenden für Aus-        Sie arbeitet in der Sozialen Betreuung.
                                                                                                                                            flüge gegeben, musikalische Auf-
                                                                                                                                            tritte vor dem Haus und auch die        Sie bietet den alten Menschen im Haus
                                                                                                                                            vielen lieben Briefe und Geschen-
                                                                                                                                                                                    verschiedene Beschäftigungen an.
                                                                                                                                            ke: „ Das alles macht Das Team der
                                                                                                                                            Sozialen Betreuung im immer wie-        Sie malt mit den Menschen,
                                                                                                                                            der eine gelungene Abwechslung.“
                                                                                                                                                                                    bastelt, hört zu und redet mit ihnen.
                       zu können und das Betreuungs-          Gespräche, Motivationsübungen,        nen über die aktuelle Lage: „Wir
                                                                                                                                                                                    Margit Frombach tanzt
                       angebot aufrecht zu erhalten, wur-     Videochatten mit der Familie – da-    können nicht sagen wie lange es
                       den Kleinstgruppen gebildet, die       mit wurde den Bewohner*innen          dauert, aber, dass wir das zusam-                                               mit den alten Menschen, trommelt
                       nach den beiden Wohnbereichen          eine Freude gemacht. Emotional        men hinkriegen.“ Das Corona-Vi-
                       aufgeteilt sind. Die Senior*innen      war diese Zeit nicht immer einfach.   rus gehört jetzt einfach zum Alltag                                             und massiert ihnen die Hände.
                       in Altenglan haben sich mit dieser     „Wir haben auch schon mal in den      dazu, aber alle machen das Beste
                                                                                                                                                                                    Sie hat immer neue Ideen,
                       Situation sehr gut arrangiert, sagt    Zimmern zusammen geweint“, ge-        draus, wie Frombach weiter be-
                       Frombach: „Bei jeder Aktion sind       steht die Betreuungskraft: „In der    schreibt: „Ich denke, es ist wichtig,                                           um für Abwechslung zu sorgen.
                       sie hellauf begeistert und machen      Zeit waren wir die Seelentröster.“    dass man da den Leuten nicht im-
                                                                                                                                                                                    Auch in der Corona-Zeit.
Teilhabe ermöglichen

                                                                                                                                                                                                                              Teilhabe ermöglichen
                       gerne mit.“                            Schon jetzt freut sie sich darauf,    mer nur Negatives vermittelt, son-
                          Als die Einrichtung in der ersten   irgendwann, wenn das Infektions-      dern das Positive im Blick hat. Dass
                                                                                                                                                                                    Dabei helfen ihr andere Mitarbeiter.
                       Coronawelle für Besucher*innen         geschehen es wieder zulässt, alle     wir geimpft werden können und
                       geschlossen war, fokussierte sich      Bewohner*innen wieder herzlich        dann geht´s bergauf.“ (Mittlerwei-                                              Die alten Menschen fühlen sich
                       die Arbeit der Sozialen Betreuung      drücken zu dürfen. Margit From-       le hatten die Bewohner*innen und
                       weniger auf die Gruppenaktivitä-       bach und ihr Team sprechen auch       Mitarbeiter*innen die Möglichkeit,                                              sehr wohl im Haus im Glantal.
     8                 ten, mehr auf Einzelbetreuung.         jetzt noch viel mit den Senior*in-    sich impfen zu lassen. Anm. Red. )                                                                                             9
Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes
Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen     das Beschäftigungsangebot wird         eingeschlossen. Gerade bei Men-
                                                                                                                                       mit Beeinträchtigungen                 nach deren Fähigkeiten, Vorlieben      schen mit Beeinträchtigungen
                                                                                                                                                                              und Bedürfnissen ausgerichtet.         unterstützen die Mitarbeiter*in-
                                                                                                                                       Für geistig, körperlich oder psy-      Dazu wird auch die Biografie jedes     nen den Aufbau von Selbstwert-
                                                                                                                                       chisch beeinträchtigte Menschen        Einzelnen unter die Lupe genom-        gefühl und fördern ein selbstbe-
                                                                                                                                       ist die Soziale Betreuung ein Mittel   men und darauf eingegangen. Die        stimmtes Leben, geben Anleitung

                       Mit Beschäftigungsangeboten
                                                                                                                                       zur Erwirkung und Wiederherstel-       Hilfe zur Selbsthilfe oder die Hilfe   zum autonomen Handeln. Den
                                                                                                                                       lung der Eingliederung in die Ge-      zum Erhalt und der Wiedererlan-        beeinträchtigten Menschen soll
                                                                                                                                       sellschaft. Die betreuten Menschen     gung von Kompetenzen ist in den        die Teilnahme am Leben in der

                       soziale Teilhabe ermöglichen
                                                                                                                                       stehen immer im Mittelpunkt und        Bereich der Sozialen Betreuung         Gemeinschaft ermöglicht oder

                       Die Soziale Betreuung in den Einrichtungen                                                                                                             Roland Weber, „Laurentiushöhe“:
                       des Schwesternverbandes                                                                                                                                —
                                                                                                                                                                              „Im Bereich der Sozialen Betreuung arbeite ich, weil meine Lebens-
                                                                                                                                                                              erfahrung, meine Ausbildung, mein Wissen und meine Empathie
                                                                                                                                                                              es mir ermöglichen, auf Augenhöhe mit unseren Bewohner*innen
                                                                                                                                                                              zu sein und sorgsam mit ihnen umzugehen. Mit Menschen mit Be-
                       In allen unseren stationären Einrichtungen sowie       Die Soziale Betreuung erfasst alle wesentlichen Be-                                             einträchtigung arbeite ich gerne, um mit diesen Menschen, die in
                       in den teilstationären Tagespflegen arbeiten Mitar-    standteile der Beschäftigung mit Bewohner*innen,                                                vielen Fällen ihr ganzes Leben in einer „Einrichtung“ verbringen, ihre
                                                                                                                                                                              Fertigkeiten bzw. Fähigkeiten zu erhalten und/oder wieder hervorzu-
Teilhabe ermöglichen

                                                                                                                                                                                                                                                        Teilhabe ermöglichen
                       beiter*innen in der sogenannten Sozialen Betreu-       Gästen und Klient*innen zur Ermöglichung einer so-
                       ung. Was genau dahinter steckt und um was es dabei     zialen Teilhabe. Die Art der Beschäftigungen und wie                                            bringen. So dass diese Menschen ein gewisses Maß an Selbstwertge-
                       geht wird in dieser Ausgabe einmal genauer unter die   sich die Soziale Betreuung genau darstellt ist mannig-                                          fühl für sich entwickeln können. Meine Arbeit ist für mich eine Mög-
                       Lupe genommen.                                         faltig und hängt von den Bedürfnissen, Vorlieben und                                            lichkeit Geld zu verdienen, mit einer Tätigkeit die ich gerne ausübe,
                                                                              Ressourcen der Menschen ab. Es ist also ein indivi-                                             auch wenn es an manchen Tagen schwierig sein kann. Denn jeder Tag
                                                                              duelles Angebot an Beschäftigungen für die verschie-                                            ist ein neuer Tag im Leben unserer Bewohner*innen.“
     10                                                                       densten Menschen gefragt.                                                                                                                                                    11
Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes
Beata Nawrot, Haus in den Auen:
                                                                                                                                                                                                   —
                                                                                                                                                                                                   „Das Schöne an einem sozialen Beruf ist für
                                                                                                                                                                                                   mich, dass man viel geben kann, aber auch viel
                                                                                                                                                                                                   zurückbekommt! Ich fühle mich bei meinen Be-
                                                                                                                                       die Koordination verschiedener Bewegungsmöglich-            wohner*innen wie Zuhause. Die gegenseitige
                                                                                                                                       keiten gefördert. Das Erforschen diverser Materialien,      Wertschätzung, die ich täglich erfahre, bestä-
                                                                                                                                       Gegenständen, Farben etc. dient der Wahrnehmungs-           tigt mich immer wieder in meinem Tun. Ich habe
                                                                                                                                       förderung und der Anleitung zur Kreativität. Und            großen Respekt vor unseren Bewohner*innen
                                                                                                                                       auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz.           und freue mich sehr, immer herzlich willkommen
                                                                                                                                       So erfahren die Bewohner*innen und Klient*innen             zu sein.
                                                                                                                                       Geborgenheit und die individuellen Kommunikati-             Mit den Senior*innen arbeiten zu dürfen, ist für
                                                                                                                                       onsfähigkeiten werden gefördert. Zusätzlich pflegen         mich eine Ehre.“
                                                                                                                                       die Einrichtungen einen engen Kontakt zu ortsan-
                                                                                                                                       sässigen Vereinen, Institutionen etc., die den Bewoh-
                       erleichtert werden. Lebenspraktische Fähigkeiten,       sind in diesem Tätigkeitsfeld selbstverständlich. Bei   ner*innen zusätzliche Kontakte ermöglichen und die
                       kommunikative, manuelle und geistige Fertigkeiten       Bedarf wird auch mit externen Kooperationspartnern      Integration in die örtlichen Strukturen ermöglichen.
                       sowie das Sozialverhalten, die Ausdauer und Konzen-     zusammengearbeitet.                                     Dies sind nur einige Beispiele, die an dieser Stelle      Wiedererlangung von Kompetenzen eine Rolle, aber
                       tration werden dazu gefördert. Die Bewohner*innen       Was wird nun konkret angeboten? Um einer Isolation      genannt werden sollen. Lesen Sie aber gerne unsere        nicht in dem Umfang wie bei der Arbeit mit Menschen
                       oder Klient*innen erfahren durch die Soziale Betreu-    der Bewohner*innen und Klient*innen vorzubeugen,        Berichte aus den Einrichtungen und den Teil „impul-       mit Beeinträchtigungen. Laut Gesetz heißt es, dass die
                       ung aber auch eine individuelle sinnstiftende Kom-      werden gerne und oft Gruppenaktivitäten durchge-        se“ am Ende. Hier stellen wir immer wieder vor, was       Altenhilfe dazu beitragen soll, Schwierigkeiten, die
                       ponente. Der Mensch erfährt Unterstützung darin, in     führt. Wobei z.B. bei Bettlägerigkeit oder einer kon-   im Rahmen der Sozialen Betreuung in unseren Ein-          durch das Alter entstehen, zu verhüten, zu überwin-
                       seinem Leben und seiner jetzigen Situation einen Sinn   kreten emotionalen Bedürfnislage natürlich auch         richtungen passiert.                                      den oder zu mildern und alten Menschen die Mög-
                       zu erkennen. Wohlbefinden und eine Erhöhung der         Einzelbetreuung benötigt wird. Arbeitspädagogische                                                                lichkeit zu erhalten, am Leben in der Gemeinschaft
                       Lebensqualität sind das Ziel.                           Bereiche werden ebenso vorgehalten wie freizeitpäd-     Struktur geben in der Altenhilfe                          teilzunehmen. Und genau das geschieht tagtäglich auf
                       Die Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchti-        agogische Angebote, meist an fünf bis sechs Tagen in                                                              so vielfältige und kreative Weise in unseren Einrich-
                       gungen sind sowohl personell als auch räumlich für      der Woche. Die Maßnahmen und Angebote verfolgen         In den Pflegeeinrichtungen für Senior*innen gestaltet     tungen.
Teilhabe ermöglichen

                                                                                                                                                                                                                                                          Teilhabe ermöglichen
                       therapeutische und pädagogische Angebote ausge-         verschiedene Schwerpunkte, etwa die Anregung und        sich die Soziale Betreuung etwas anders. Hier dient       Ein besonderes Beschäftigungsangebot benöti-
                       stattet. Neben dem pflegerischen Personal beschäftigt   Nutzung sowie Ausbildung von Kompetenzen und Fer-       sie eher dazu, den Bewohner*innen (oder den Gästen        gen Menschen mit Demenz. Zusätzliche Betreuung
                       der Schwesternverband in diesem Bereich auch päd-       tigkeiten. Die Selbstständigkeit im lebenspraktischen   der Tagespflege) eine feste Struktur zu geben, den Tag    und Aktivierung ist hier nötig und möglich, das wird
                       agogisches und therapeutisches Personal, das häu-       Bereich wird zum Beispiel durch hauswirtschaftliche     sinnvoll zu gestalten und einen gelingenden Alltag zu     auch vom Gesetzgeber so gesehen. So gibt es spezi-
                       fig über entsprechende Zusatzqualifikation verfügt.     Tätigkeiten unterstützt. Bei verschiedenen Sportange-   erreichen. Natürlich stehen auch hier die individu-       alisierte Mitarbeiter*innen der zusätzlichen Betreu-
                       Ständige Fort- und Weiterbildungen werden zum Teil      boten wie Gymnastik, Tanz oder passives Durchbewe-      ellen Bedürfnisse im Vordergrund. Ebenso spielt die       ung, die nach §43b SGB XI ausgebildet und angestellt
     12                über die verbandseigene „Akademie“ angeboten und        gen wird die Mobilität, die Körperwahrnehmung sowie     Hilfe zur Selbsthilfe oder die Hilfe zum Erhalt und der   werden.                                                   13
Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes
Auf Ängste eingehen
                       Über die Arbeit als Seelsorger in der „Laurentiushöhe“

                       Ein Teilaspekt der Sozialen Betreuung umfasst auch    Benedikt Heselhaus hat im Laufe seiner Jahre als
                       die Beschäftigung mit religiösen Themen. Das Erleb-   Psychologe in der Wohn-, Förder- und Pflegeeinrich-
                       barmachen religiöser Feste und bei Bedarf auch das    tung für Menschen mit Beeinträchtigung auch Aufga-
                       seelsorgerische Gespräch zum Beispiel. Deshalb ar-    ben der Seelsorge übernommen. Das erlaubt ihm nicht
                       beiten viele Einrichtungen des Schwesternverbandes    nur sein Diplom in Katholischer Theologie, sondern
                       mit Gemeindepfarrern zusammen, um den Bewoh-          auch die Leitungsebene, die seine Kompetenzen in die-
                       ner*innen hier entsprechende Möglichkeiten anzu-      sem Bereich gerne genutzt. Und auch die zuständigen
                       bieten. Die „Laurentiushöhe“ in Merzig-Schwemlin-     Gemeindepfarrer in Schwemlingen begrüßten diese
                       gen nimmt hier eine Sonderstellung ein.               Entwicklung, wie er erzählt. „Heute führe ich vielfach
                                                                             seelsorgerische Gespräche, halte Wortgottesdienste,
                                                                             spende auf Wunsch die Krankenkommunion, bin zum
                                                                             Teil in die Sterbebegleitung mit eingebunden und ich
                                                                             beerdige alle katholischen Bewohner*innen, sofern
                                                                             sie nicht in Heimatgräber überführt werden.“ Zusam-
                                                                             men mit Heike Bulle, die als Pastoralreferentin im
                                                                             Arbeitsfeld Inklusion des Bistums Trier tätig ist, hält
                                                                                                                                       3 Corona-Herzen in der Eingangshalle der „Laurentiushöhe“

                                                                                                                                       er auch Gesprächskreise zu Lebens-Sinnfragen, was           in der Hauskapelle nie gesehen hätte. „Das freut mich
                                                                                                                                       derzeit aufgrund der Corona-Regeln aber nicht mög-          natürlich sehr, dass ich so viele Menschen erreiche“,
                                                                                                                                       lich ist. Die Corona-Pandemie erschwere die Arbeit als      lächelt der Theologe.
                                                                                                                                       Seelsorger, aber Benedikt Heselhaus hat sich Alternati-     Insgesamt merke man deutlich, dass die Angst vor
                                                                                                                                       ven überlegt und mit der Leitung Konzepte erarbeitet,       dem Virus die Bewohner*innen sehr in Beschlag
                                                                                                                                       wie dem begegnet werden kann.                               nimmt. So versuche er auch in den Kurzpredigten in
                                                                                                                                                                                                   den Gottesdiensten auf die Ängste einzugehen und
                                                                                                                                       Seelsorge in Krisenzeiten                                   den Bewohner*innen Mut zu machen. „Ich versu-
                                                                                                                                                                                                   che den spürbaren Ängsten einfach mit den mir zur
                                                                                                                                       Verschiedene Events, wie die wöchentlichen Gottes-          Verfügung stehenden Mitteln entgegenzuwirken“,
                                                                                                                                       dienste in der Hauskapelle oder der sonst monatlich         sagt Heselhaus. Im Sommer konnten dazu auch
                                                                                                                                       stattfindende Gesprächskreis zu religiösen Fragen,          verschiedene Aktionen, wie ein großer Open-Air-
                                                                                                                                       können leider seit geraumer Zeit nicht mehr stattfin-       Gottesdienst stattfinden oder eine Kunst-Aktion, bei
                                                                                                                                       den. „Stattdessen sind latente oder auch ganz aktuelle      der die Bewohner*innen Papier-Herzen mit ihren Her-
                                                                                                                                       Ängste vor dem unsichtbaren und auch unheimlichen           zens-Wünschen in der Corona-Krise gestaltet haben.
                                                                                                                                       Virus an der Tagesordnung“, beschreibt Benedikt He-         Natürlich belaste ihn seine Arbeit hin und wieder, ge-
                                                                                                                                       selhaus. Deshalb biete er momentan verstärkt per-           rade in diesen Zeiten, aber er habe gelernt, die Arbeit
Teilhabe ermöglichen

                                                                                                                                                                                                                                                              Teilhabe ermöglichen
                                                                                                                                       sönliche Einzelgespräche an, die immer wieder gerne         in der Einrichtung zu lassen. Seinen Ausgleich findet
                                                                                                                                       angenommen würden. Es sei ein Glück, dass er au-            er in der Natur, beim Wandern mit seinen beiden
                                                                                                                                       ßerdem – ausgestattet mit FFP2-Maske – wöchentlich          Hunden oder auch wenn ihm die Luft während des
                                                                                                                                       auf allen Pflege-Wohnbereichen Wortgottesdienste            Motorrad- oder Cabriofahrens um die Nase weht. Au-
                                                                                                                                       abhalten könne. Diese würden sehr gerne an- und             ßerdem sei er ein positiv eingestellter Mensch: „Ich bin
                                                                                                                                       wahrgenommen. Auf den Wohnbereichen kämen nun               Wissenschaftler und gleichzeitig ein gläubiger Mensch
     14                3 Benedikt Heselhaus bei der Nikolausaktion 2020                                                                auch Bewohner*innen zum Gottesdienst, die er sonst          und beide Aspekte sagen mir: alles wird gut.“                15
Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes
Das Leuchten in den Augen                                verantwortbaren Kompromiss finden. So wurden der
                                                                                Nikolaus und ich im Vorfeld auf Corona schnellgetes-     „Mein Beruf ist meine Berufung“ –
                                                                                                                                         seit über 25 Jahren
                       Viele Erlebnisse sind ihm im Rahmen seiner Arbeit        tet (negativ) und mit Gesichtsmasken ausgestattet.
                       aber auch in Erinnerung geblieben. Zum Glück auch        Aus Gründen der Vorsicht konnten wir leider nicht
                       viele positive Ereignisse. Gerade eine Aktion in der     wie sonst in die Zimmer der vor allem bettlägerigen
                       Corona-Pandemie habe ihn stark bewegt: der letzt-        Bewohner*innen gehen, aber wir durften den jeweili-
                       jährige Nikolaus-Besuch. Er erzählt: „Normalerweise      gen Tagesraum der Wohnbereiche besuchen. Und was
                       gibt es (zu Nicht-Corona-Zeiten) immer rund um den       ich nicht vergessen werde, das ist das Leuchten in den   Benedikt Heselhaus liebt das Ganzheitliche seiner Arbeit
                       Nikolaustag eine kleine Nikolausfeier in der Eingangs-   Augen der Bewohner*innen, als sie uns sahen. Das
                       halle, woran im Anschluss der Nikolaus (ein verklei-     heißt: trotz Corona – oder besser gesagt: Corona zum
                       deter Mitarbeiter der Einrichtung) zusammen mit mir      Trotz – haben wir eine unvergessliche Freude bereiten
                       als Knecht Ruprecht die Wohnbereiche besucht. Auf-       können. Und es wurde für mich das Sprichwort wahr:                    Benedikt Heselhaus ist Wahl-Saar-         Personalisierung eines ‚Fachdienstes‘ plante. Diese
                       grund der geltenden Corona-Einschränkungen wurde         ‚Denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigene Herz                 länder und kommt gebürtig aus            Berufsperspektive fand ich spannend. Und so habe ich
                       das Fest natürlich abgesagt, aber wir konnten einen      zurück‘.“                                                               dem Münsterland, wo er auch sei-        mich nicht weiter um andere Stellen bemüht, sondern
                                                                                                                                                        ne Kindheit und Jugend verbracht        mich umgehend beim Schwesternverband um die
                                                                                                                                                        hat. Nach dem Abitur studierte er       Fachdienst-Stelle beworben. Schon nach kurzer Zeit
                                                                                                                                                           in Trier und nahm seine erste        kam die Zusage, sodass ich dann im Juli 1995 meine
                                                                                                                                                              Stelle in einem Alten- und        Arbeit aufnehmen konnte. Ach ja, und die Vermiss-
                                                                                                                                                                Pflegeheim in Merzig-           tensuche hat übrigens ein gutes Ende genommen. Die
                                                                                                                                                                  Schwemlingen an.              Bewohnerin hatte zwischenzeitlich wieder ins Alten-
                                                                                                                                                                    Dort wurde er quasi         heim zurückgefunden. Ein gutes Omen also.“
                                                                                                                                                                      mit Saar-Wasser ge-
                                                                                                                                                                       tauft, wie er selbst     Freiheiten bei der Arbeitsgestaltung
                                        Leichte Sprache                                                                                                                 scherzend sagt. Der
                                                                                                                                                                       59-Jährige ist sowohl    Benedikt Heselhaus gehört in der „Laurentiushöhe“
                                                                                                                                         Diplom-Psychologe als auch katholischer Diplom-        zum Team des Case-Managements und ist unter an-
                          Benedikt Heselhaus arbeitet
                                                                                                                                         Theologe und arbeitet seit 1995 beim Schwestern-       derem für das Schreiben der Entwicklungsberich-
                          in der Laurentiushöhe in Schwemlingen.                                                                         verband.                                               te zuständig. Mit der Zeit hätten sich aber immer
                                                                                                                                                                                                weitere Schwerpunktsetzungen ergeben, denen er
                          Er arbeitet dort schon seit 25 Jahren.                                                                             Wie er auf den Träger aufmerksam wurde, ist eine nachgeht. So koordiniert und organisiert er etwa die
                                                                                                                                         schöne Geschichte, die er uns                                            Soziale Betreuung/Alltagsbe-
                          Die Bewohner können immer gerne mit ihm reden.
                                                                                                                                         selbst erzählt:                                                          gleitung und die hausinternen
                          Er nimmt sich Zeit für die Gespräche                                                                           „Im Altenheim in Schwemlingen,       Benedikt Heselhaus                  Kreativ- und Service-Gruppen (die
                                                                                                                                         in dem ich gearbeitet habe, war      —                                   ehemalige Arbeitstherapie). Au-
                          mit den Bewohnern.                                                                                             eine Bewohnerin von einem Spa-       Was ihm am meisten an               ßerdem liegt ihm die Kunst und die
                                                                                                                                         ziergang nicht zurückgekehrt und     seiner Arbeit gefällt?              Kultur am Herzen. So versucht er
                          Das ist Teil seiner Arbeit.
                                                                                                                                         ich war mit anderen auf die Suche                                        diese den Bewohner*innen nahe-
                          Gerade in dieser schwierigen Zeit.                                                                             nach ihr gegangen. Ein Tipp, den     „Es ist nicht ein spezieller        zubringen und ermöglicht es ih-
                                                                                                                                         ich bekam, war, doch mal in der      Bereich – es ist das Ganze –        nen, an Festen und Feiern teilzu-
                          Wegen Corona haben viele Bewohner Angst                                                                        ‚Laurentiushöhe‘ nachzufragen.       besser gesagt: das Ganzheit-        nehmen oder organisiert Ausflüge.
                                                                                                                                         Vielleicht ist sie ja dort fälschli- liche, das durch meine und in       also: Ausflüge, z. B. eine jährlich
                          und wollen darüber sprechen.
                                                                                                                                         cherweise hingelaufen. Dort war      meiner Arbeit als Psychologe        stattfindende Wallfahrt. „Außer-
                          Sie können mit Benedikt Heselhaus                                                                              sie zwar nicht, aber die nette Be-   und Seelsorger zum Tragen           dem vertrete ich die Interessen der
                                                                                                                                         triebsratsvorsitzende, der ich als   kommt. Dass erfüllt mich            Einrichtung (und damit der Be-
                          über Corona sprechen.                                                                                                                               immer wieder mit Freude und
Teilhabe ermöglichen

                                                                                                                                                                                                                                                         Teilhabe ermöglichen
                                                                                                                                         erste dort begegnete, lud mich                                           wohner*innen) in verschiedenen
                                                                                                                                         direkt in ihr Auto ein und half mir  Genugtuung. Zu sehen, dass          externen Gremien wie etwa dem
                          Benedikt Heselhaus macht auch Gottesdienste.
                                                                                                                                         suchen. Dabei kamen wir ins Ge-      ich Menschen durch meine            ‚Forum für Menschen mit Handi-
                          Die Bewohner besuchen die Gottesdienste                                                                        spräch und ich erfuhr, dass man in   diversen Tätigkeitsaspekte          cap‘ im Landkreis Merzig-Wadern
                                                                                                                                         der ‚Laurentiushöhe‘ im Rahmen       ein wenig froher und glück-         oder im ‚Familienbündnis Merzig‘,
                          sehr gerne und oft.                                                                                            einer neuen Schwerpunktsetzung       licher machen kann.“                in dessen Vorstand ich bin“, erzählt
     16                                                                                                                                  als Therapeutische Einrichtung die                                       Heselhaus weiter. Mit einer festen       17
Hand in Hand - Teilhabe ermöglichen - Das Magazin des Schwesternverbandes
Stundenzahl ist er ebenso als Leh-
                       rer an der Pflegeschule in Bitburg
                       tätig. (Beachten Sie hierzu auch
                       den Text über „einen etwas ande-
                       ren Religionsunterricht“ auf Seite
                       20.) Einen großen Teil seiner Arbeit
                       nimmt aber auch die Seelsorge in
                       der „Laurentiushöhe“ ein. Dies
                       habe sich über die Jahre so ergeben.
                       Die Verantwortlichen hätten ihm
                       immer schon viele Freiheiten bei
                       der Gestaltung seiner Arbeit ge-
                       geben, wofür er dankbar sei „Ich
                       konnte viele Ideen umsetzen, was
                       meinen Beruf auch irgendwie für
                       mich zur Berufung gemacht hat“,
                       beschreibt er. Die „Laurentiushö-
                       he“ sei eine große Familie und er
                       wolle etwas für die Bewohner*in-
                       nen bewirken. Was ihm am meisten
                       an seiner Arbeit gefällt? „Es ist nicht
                       ein spezieller Bereich – es ist das
                       Ganze – besser gesagt: das Ganz-
                       heitliche, das durch meine und in
                       meiner Arbeit als Psychologe und          3 Auch Büroarbeit steht Tag für Tag auf dem Programm
                       Seelsorger zum Tragen kommt.
                       Dass erfüllt mich immer wieder mit
                       Freude und Genugtuung. Zu sehen,
                       dass ich Menschen durch meine
                       diversen Tätigkeitsaspekte ein we-
                       nig froher und glücklicher machen
                       kann.“ Dass dies so ist erfährt er
                       direkt von den Bewohner*innen.
                       An Weihnachten habe er zum Bei-
                       spiel Grußkarten von den Bewoh-                                                                  3 Oben: „Service-Center Schwalbach“
                       ner*innen erhalten, die ihm dar-                                                                    Unten: „Laurentiushöhe“

                       in für seine Arbeit dankten. „Das
                       war für mich eines meiner schöns-

                                                                                                                        Neue Azubis
                       ten Weihnachtsgeschenke“, sagt
                       Heselhaus gerührt.

                                                                                                                                                                                                                                 Ausbildung beim Schwesternverband
                                                                                                                        willkommen geheißen
                                     Benedikt Heselhaus
Teilhabe ermöglichen

                                                      —
                                 „Ich konnte viele Ideen                                                                Ende des Jahres 2020 haben noch einige neue Schüler*innen ihre Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/-frau
                            umsetzen, was meinen Beruf                                                                  begonnen. Im „Service-Center Schwalbach“ freute man sich über zwei Neulinge und in der „Laurentius­
                             auch irgendwie für mich zur                                                                höhe“ waren es sogar 17 Schüler*innen. Zur Begrüßung neuer Azubis gibt´s vom Schwesternverband immer
                                Berufung gemacht hat.“                                                                  ein tolles Paket aus Schwesternverband-Hoodie, Tasche und vielen weiteren Dingen, die man immer mal
     18                                                                                                                 braucht. Wir wünschen allen eine gute Zeit und viel Erfolg!                                              19
Trainee-Programm startet
                                    Pflege- und Hauswirtschaftskräfte können sich bewerben

                                    Das Trainee-Programm ermöglicht es Mitarbei-                Das ganze Jahr über steht den Trainees jeweils ein
                                    ter*innen aus den Bereichen Pflege und Hauswirt-         fester Ansprechpartner zur Verfügung (Mentoring-
                                    schaft, in eine Leitungsfunktion schrittweise hin-      programm). Das Programm beinhaltet unter ande-
                                    einzuwachsen. Ein umfassender Einblick in alle          rem das Kennenlernen des Aufgabenbereichs und
                                    Tätigkeitsfelder einer Führungskraft werden da-         den Einblick in alle Bereiche einer Einrichtung und
                                    bei innerhalb von 12 Monaten, die das Programm          ist verbunden mit vertiefenden Praxiseinsätzen und
                                    dauert, ermöglicht. Dabei werden auch die eige-         der sukzessiven Übernahme von Verantwortung für
                                    nen Führungskompetenzen entwickelt.                     künftige Aufgaben.

                                      VORAUSSETZUNGEN FÜR EINEN                             REGIONEN, IN DENEN TRAINEES
                                      START IM TRAINEEPROGRAMM SIND:                        GESUCHT WERDEN:

                                         » Pflege:
                                         » eine abgeschlossene Ausbildung in der Alten-
                                           oder Krankenpflege mit mehrjähriger Berufs-
                                                                                               » Pflege:
                                                                                               » Saarland (Haus Friedrich Ludwig Jahn,
                                                                                                 Haus St. Barbara, Laurentiushöhe
                                                                                                                                                     Vom Tischler zum Pflegefachmann
                                           erfahrung                                             und Einrichtungen des
                                         » ein Studienabschluss im Bereich Pflegemanage-         Verbundes Mittlere Blies)                           Kevin Lorang hat seinen Berufswechsel nicht bereut – im Gegenteil
                                           ment oder ein vergleichbarer Schwerpunkt oder       » Region Südbaden
                                           eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung          » Region Main-Tauber
                                                                                               » Region Eifel
                                         » Hauswirtschaft:
                                         » eine abgeschlossene Weiterbildung in Hauswirt-      » Hauswirtschaft:                                     Kevin Lorang, 33 Jahre alt, ist Vater von zwei Kindern   Beim Bewerbungsverfahren wurde er von seinem
                                           schaft (ggf. Meister) oder eine abgeschlossene      » Region Eifel                                        und wohnt gemeinsam mit ihnen, seiner Frau, ein          künftigen Arbeitgeber, dem Schwesternverband, in
                                           Weiterbildung in der Gastronomie/ im Hotel mit      » Region Main-Tauber                                  paar Meerschweinchen und einem Hund in Merzig.           Person von Sophie Kiefer, Referentin der Personalge-
                                           drei Jahren Branchenerfahrung in der Pflege-        » Region Saar-Pfalz                                   Nach einem Arbeitsunfall als Dachdecker dachte er        winnung, und dem Pflegedienstleiter der „Laurentius-
                                           oder Gesundheitsbranche                                                                                   zum ersten Mal darüber nach, den Job zu wechseln.        höhe“, Stephan Brachtendorf, unterstützt. Am 01. Ok-
                                         » fachliche Kenntnisse in arbeitsrelevanten Be-                                                             Doch erst sieben Jahre später traf er die Entschei-      tober 2020 startete Kevin Lorang mit seiner Ausbildung
                                           reichen: Kenntnisse von HACCP sowie Kennt-                                                                dung und befindet sich jetzt in der Ausbildung zum       zum Pflegefachmann in der „Laurentiushöhe“. Für die
Ausbildung beim Schwesternverband

                                                                                                                                                                                                                                                                         Ausbildung beim Schwesternverband
                                           nisse in Hauswirtschaft, Lebensmittelhygiene,                                                             Pflegefachmann.                                          Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen in
                                           Wäscheverwaltung, Einkauf, Beschaffung                                                                                                                              Merzig-Schwemlingen entschied er sich, weil mehrere
                                                                                                                                                     Nach einem Arbeitsunfall als Dachdecker arbeitete        Bekannte dort arbeiten und er viel Gutes gehört hatte.
                                                                                                                                                     Kevin Lorang sieben Jahre lang in der Industrie. Die     Finanzieren konnte er die zweite Ausbildung über einen
                                      Mehr informationen erhalten Sie von:                                                                           zweite Ausbildung musste warten, weil das zweite         Bildungsgutschein der Arbeitsagentur. Dass er nun et-
                                                                                                                                                     Kind in den Startlöchern stand. Das Arbeiten dort be-    was älter ist als andere Auszubildende in seiner Schule,
                                      Katharina Sander von der Personalentwicklung:                                                                  schreibt der gelernte Tischler als „einfach verdientes   die direkt nach dem Abschluss den Weg in die Pflege
                                      Tel.: 06824 909 194, katharina.sander@schwesternverband.de                                                     Geld, auf Kosten der Gesundheit“.                        eingeschlagen haben, sieht Kevin Lorang positiv: „Man
                                      Die Bewerbungen richten Sie bitte direkt an die jeweilige Regionalleitung (Bereich Pflege)                     Als die beiden Kinder aus dem Gröbsten raus waren,       merkt, dass für den Beruf ein Reifeprozess gar nicht
                                      bzw. Serviceleitung (Hauswirtschaft).                                                                          wollte er sich verändern. Der gewünschten Ausbil-        verkehrt ist. Um sich in Situationen hineinzuversetzen
        20                                                                                                                                           dung in der Pflege stand nichts mehr im Wege.            oder beim Umgang mit den Leuten hilft das schon.“            21
Bildungsgutschein der Arbeitsagentur

                                                                                                                                                                              Die Finanzierung Ihrer Weiterbildung oder Umschulung kann von der
                                                                                                                                                                              Arbeitsagentur oder dem Jobcenter unterstützt werden. Allerdings
                                                                                                                                                                              haben Sie auf den sogenannten Bildungsgutschein keinen Rechtsanspruch;
                                                                                                                                                                              es handelt sich um eine Ermessensleistung. Mit dem Bildungsgutschein
                                                                                                                                                                              können bestimmte Kosten übernommen werden, die durch Lehrgänge
                                                                                                                                                                              und Kurse anfallen. Die genauen Leistungen werden vor Beginn festgelegt.
                                                                                                                                                                              Jeder Bildungsgutschein ist nur für eine begrenzte Zeit gültig und gilt auch
                                                                                                                                                                              nur für Angebote bei zugelassenen Bildungsanbietern.
                                                                                                                                                                              Bildungsgutscheine können sowohl arbeitslose wie auch berufstätige
                                                                                                                                                                              Menschen erhalten. Wichtig ist, dass die Weiterbildung oder Umschulung
                                                                                                                                                                              notwendig ist. Zum Beispiel, wenn dadurch die Arbeitslosigkeit beendet
                                                                                                                                                                              wird, eine drohende Arbeitslosigkeit vermieden oder ein Berufsabschluss
                                                                                                                                                                              nachgeholt wird.

                                                                                                                                                                              Mehr Infos erhalten Sie auf:
                                                                                                                                                                              www.arbeitsagentur.de/karriere-und-weiterbildung/bildungsgutschein

                                                                                                                                                          „Die Leute da abholen, wo sie sind.“                      Lebenswelt einzulassen und dementsprechend zu
                                                                                                                                                                                                                    reagieren. „Man muss die Leute da abholen, wo sie
                                    Die neue generalistische             Lorangs erster Eindruck ist, dass        und Pflegehelfer.“ Wenn es speziell     Eine besondere Herausforderung sei der Ausbil-            sind“, zitiert Lorang eine seiner Dozentinnen. Mit die-
                                    Ausbildung                           viel Wert auf eine gute Dokumen-         um schulische Fragen geht, gibt es      dungsstart in Zeiten von Corona gewesen. Auch             ser Einstellung kommt er auch in der „Laurentiushö-
                                                                         tation der Tätigkeiten gelegt wird.      in der „Laurentiushöhe“ zusätzlich      wenn er von seiner Tätigkeit bei der Feuerwehr das        he“ gut zurecht. Hier leben zwar keine Menschen mit
                                    Kevin Lorang ist nun Teil der ers-   Er lernte in seinen ersten Wo-           den Auszubildendenkoordinator           Training mit Atemschutzgerät gewohnt ist, sei es          Demenz, aber auch hier konnte er innerhalb kürzester
                                    ten Generation der neuen gene-       chen etwa wie man Pflegeberichte         und Praxisanleiter Christian Reis.      für ihn anstrengend mit einer FFP2-Maske zu ar-           Zeit, bei seiner Arbeit einen Draht zu einer Bewohnerin
                                    ralistischen Pflegeausbildung.       schreibt und liest, oder Wochen-         Er veranstaltet sogenannte „Schü-       beiten: „Jemanden zu duschen, dann noch in die            aufbauen, die sonst eher schwer zugänglich ist, wie er
                                    Als angehender Pflegefachmann        berichte, die zum Reflektieren an-       ler-Mittwoch“ – Veranstaltungen,        Hocke zu gehen und danach Socken anzuziehen –             erzählt. Auch wenn er erst wenige Monate in der Pflege
                                    durchläuft er in seiner Ausbildung   regen. Dabei müsse er sich auch          in denen die Azubis alle ihre Fra-      mit Maske, in einem feuchten Raum – das ist schon eine    arbeitet, war das ein ganz besonderes Highlight für ihn.
                                    mehrere Teilgebiete der Pflege.      mit seinen Gedanken, Gefühlen,           gezeichen im Kopf loswerden kön-        Belastung. Es ist ebenfalls schwieriger durch die Maske   Er sei schon immer ein sehr sozialer Mensch gewe-
                                    „Man ist nicht wie früher auf ein    Stärken und Schwächen auseinan-          nen. „Das merk ich bei anderen aus      mit den Bewohner*innen zu kommunizieren. Gerade           sen, sei es bei der örtlichen Feuerwehr oder beim
Ausbildung beim Schwesternverband

                                                                                                                                                                                                                                                                               Ausbildung beim Schwesternverband
                                    Haus fixiert, sondern geht die       dersetzen. Da auch die mentale Ge-       meiner Klasse, dass die den Luxus       mit dementen oder geistig eingeschränkten Personen,       ersten Kontakt zur Pflege, den er durch seine Uro-
                                    ganze Palette durch. Damit man       sundheit der Mitarbeiter*innen zur       bei ihrem Träger nicht haben. Da        da sie nicht immer nachvollziehen können, was es mit      ma erfahren hatte. Menschen zu helfen, machte ihm
                                    sich überall bewerben kann, ohne     generellen Zufriedenheit beiträgt,       bin ich ganz froh, dass ich hier mei-   der Maske auf sich hat“, erzählt er. Dazu komme noch      schon immer sehr viel Spaß. Die Reaktion auf sein
                                    dass man Nachteile hat“, berichtet   sei es wichtig, sich mit negativen       ne Ausbildung mache“, lobt Lorang       das Home-Schooling, das als Vater von zwei Kindern,       Vorhaben, das Berufsfeld zu wechseln, war bei den
                                    der Auszubildende. Neben einem       Erlebnissen auseinanderzusetzen          den Schwesternverband.                  von denen eins ebenfalls zu Hause unterrichtet wird,      meisten seiner Freunde und Bekannte eher auf Un-
                                    Einsatz in der stationären Pfle-     und darüber zu sprechen. Diese           Auch, dass er schon zu Beginn der       auch kein Zuckerschlecken ist. Trotzdem kann er sich      verständnis gestoßen: „Die Leute haben den Kopf
                                    ge wird Kevin Lorang so auch die     Möglichkeit nimmt der 33-Jährige         Ausbildung Verantwortung über-          an der Ausbildung erfreuen und hat auch schon kon-        geschüttelt und gemeint ich sei verrückt. Aber ich
                                    ambulante Pflege, die Arbeit im      gerne an: „Man fühlt sich nicht allei-   nehmen kann, findet er gut: „Ich        krete Zukunftspläne: „Mein Steckenpferd ist das The-      bin jemand, der will Spaß bei der Arbeit haben. Sonst
                                    Krankenhaus oder auch den psy-       ne gelassen. Es gibt auf meiner Sta-     darf schon sehr viel machen und         ma Demenz. In dem Bereich würde ich später auch           gehe ich ein.“ So bereut er seinen Schritt keineswegs.
                                    chiatrischen und pädiatrischen       tion zwei Praxisanleiter, die ich fra-   finde es auch schön, dass einem         gerne arbeiten.“ Im Umgang mit Demenzerkrankten           Ganz im Gegenteil: „Jeden Morgen, wenn ich aufstehe,
        22                          Bereich kennenlernen. Kevin          gen kann oder auch die Fachkräfte        da etwas zugetraut wird.“               sei für ihn besonders wichtig, sich immer auf deren       freue ich mich auf die Arbeit zu gehen.“                   23
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                                                                                                                                                     Sophie Kiefer unter T. 06824 909 148 oder per E-Mail: personal@schwesternverband.de

                                    Neue Ausbildung
                                    beim Schwesternverband
                                                                                                                                                     Ein Berufsfeld mit                    wohnlichen Ambientes, aber auch      Teilnehmer*innen als Service-
                                    Ausbildung zur Hauswirtschaftskraft ab August 2021                                                               vielen Möglichkeiten                  die Versorgung mit frischer Klei-    leitung für Standorte in einer be-
                                                                                                                                                                                           dung und die Pflege der Räume.       stimmten Region zu übernehmen.
                                                                                                                                                     Der Beruf der/des Hauswirt-           Hauswirtschafter*innen können        Lesen Sie mehr dazu auf Seite 20.
                                                                                                                                                     schafters*in kombiniert vielfältige   überall dort arbeiten, wo xMen-      Voraussetzungen für den Start
                                    Der Schwesternverband bietet dieses Jahr erstmals       schaftliche Arbeitsprozesse zu planen und durchzufüh-    Aufgabenbereiche und erfordert        schen versorgt und betreut werden.   der Ausbildung sind mindestens
Ausbildung beim Schwesternverband

                                                                                                                                                                                                                                                                     Ausbildung beim Schwesternverband
                                    die Ausbildung zur Hauswirtschaftskraft an. Interes-    ren sowie hauswirtschaftliche Produkte und Dienstleis-   Kenntnisse in Ernährung-, Ge-         Nach erfolgreichem Abschluss der     ein erfolgreich abgeschlossener
                                    sierte haben an den Standorten Ottweiler und Eppel-     tungen zu kalkulieren, zu erstellen und zu vermarkten.   sundheits- sowie Umweltfragen         Ausbildung steht den Hauswirt-       Hauptschulabschluss, Interesse
                                    born die Möglichkeit, die 3-jährige Berufsausbildung    Das ABC einer gesunden Ernährung samt Warenein-          ebenso wie Organisationstalent        schaftern*innen die Möglichkeit      an Ernährungs-, Gesundheits-
                                    anzutreten.                                             kauf und der richtigen Lagerung von Lebensmitteln        und Einfühlungsvermögen. Haus-        offen, sich zur/zum Meister*in       und Umweltfragen sowie Freude
                                                                                            steht ebenfalls auf dem Lehrplan. Die Ausbilderinnen     wirtschaftskräfte sind nicht nur      der Hauswirtschaft weiterzubil-      im Umgang an Menschen. Ein-
                                    Der Schwesternverband wird die praktische Ausbildung    des Schwesternverbandes Corinna Altmeyer und Lisa        für die Planung und Sicherstel-       den oder sogar ein Studium der       fühlungsvermögen, Teamfähigkeit
                                    in seinen Pflegeeinrichtungen für Senior*innen, dem     Druschke lehren die Auszubildenden außerdem wie          lung einer gesunden Verpflegung       Ernährungs- und Haushaltswis-        und Belastbarkeit sind weitere Ei-
                                    „Haus am Mühlenweg“ und dem „Haus Bliesaue“, so-        Hygienemaßnahmen unter Berücksichtigung des Ge-          zuständig, sondern auch wichtige      senschaften anzuschließen. Intern    genschaften, die die Bewerber*in-
                                    wie in der Einrichtung für Menschen mit Beeinträchti-   sundheits- und Umweltschutzes durchgeführt werden,       Garanten für das Wohlbefinden der     bietet der Schwesternverband auch    nen mitbringen sollten.
                                    gungen „Haus Hubwald“ durchführen. Die künftigen        wie mit Ressourcen richtig gehaushaltet wird und die     Bewohner*innen. Zu ihren Aufga-       die Teilnahme an einem Trainee-
        24                          Auszubildenden lernen hier unter anderem, hauswirt-     Qualität dabei erhalten bleibt.                          ben gehört die Gestaltung eines       programm an, mit dem Ziel, die                                            25
Andrea Henkel (32) aus dem „Haus Friedrich Ludwig Jahn“:
                                                                                                                                                            —
                                                                                                                                                            „Ich bin examinierte Altenpflegerin und zudem Mutter einer Tochter im Grundschulalter und kann
                                                                                                                                                            aufgrund der Schul-/ Betreuungszeiten nicht zu den regulären Schichten arbeiten. Mein vorheriger
                                                                                                                                                            (langjähriger) Arbeitgeber war unflexibel, sodass mir nur die Dauernachtwache übrigblieb, welche u. a.
                                                                                                                                                                                             auch gesundheitliche Folgen mit sich brachte. Ich war nicht glücklich
                                                                                                                                                                                             mit der Situation.Dann habe ich erfahren, dass der Schwesternver-
                                                                                                                                                                                             band mit dem „audit berufundfamilie“ zertifiziert ist.
                                                                                                                                                                                             Seit einem Jahr arbeite ich jetzt im ‚Haus Friedrich Ludwig Jahn‘ in
                                                                                                                                                                                             Dudweiler. Ich wurde herzlich von einem tollen Team empfangen
                                                                                                                                                                                             und bekomme tatsächlich Sonderarbeitszeiten, damit die Kinderbe-
                                                                                                                                                                                             treuung gesichert ist und ich auch mit Freude meinem Beruf nach-
                                                                                                                                                                                             gehen kann. Auch jetzt in dieser besonderen Zeit wurde mir Rück-
                                                                                                                                                                                             sicht, sowohl vom Arbeitgeber als auch von anderen Kolleg*innen,
                                                                                                                                                                                             entgegengebracht und eine passende Arbeitszeit ermöglicht. Ich

                                    Wenn Theorie erlebbar wird                                                                                                                               habe wieder mehr Spaß an der Arbeit und bin stolz, in einem klasse
                                                                                                                                                                                             Team wirklich Hand in Hand zu arbeiten.“

                                    Ein etwas anderer Religionsunterricht

                                    Die Altenpflegeschüler*innen, die in der Pflege-           freien Texten, z.B. einer Geschichte, Liedern mit ei-
                                                                                                                                                        Wiederholt zertifiziert
                                    schule in Bitburg ihre theoretische Ausbildung ab-         gener Instrumentalbegleitung und/oder einem Rol-
                                    solvieren, können im Rahmen des Stundenplans               lenspiel nicht nur den Sinn des Festes für sich selbst   Schwesternverband wird erneut mit dem
                                    einen etwas anderen Religionsunterricht erleben.           erarbeitet, sondern freudebringend für die Bewoh-
                                                                                                                                                        „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet
                                    Und erleben, das ist wörtlich gemeint. Möglich             ner*innen ‚feierbar‘ gemacht.“ Die Freude aller beim
                                    macht das Benedikt Heselhaus, der nicht nur in der         Erleben dieses sozusagen Gestalt gewordenen Unter-
                                    „Laurentiushöhe“ in Merzig als Psychologe ange-            richtsinhaltes sei dann der Lerngewinn für die Schü-
                                    stellt ist, sondern mit seinem Diplom in katholischer      ler*innen gewesen.                                       Für die strategische Gestaltung seiner familien- und          katslaufzeit bedarfsgerecht zu realisieren. Die prakti-
                                    Theologie gerne auch in die Lehrerrolle schlüpft.          Bei einem jüngsten Projekt konnten die Schüler*in-       lebensphasenbewussten Personalpolitik erhielt der             sche Umsetzung wird von der berufundfamilie Service
                                                                                               nen sogar mit modernen Medien arbeiten. „Da ich          Schwesternverband mit mehreren seiner Unterneh-               GmbH jährlich überprüft.
                                    Mit den Jahren hat Benedikt Heselhaus gemerkt, dass        wusste, dass viele der Schüler*innen sehr technik-       men jetzt zum zweiten Mal das Zertifikat zum „audit               73 Arbeitgeber belegten zum Jahresende 2020 mit
                                    die Schüler*innen immer weniger Bezug zur Religion,        affin sind, haben wir gemeinsam überlegt, wie wir den      berufundfamilie“.                                             ihrer (wiederholten) Zertifizierung nach dem „audit
                                    insbesondere zu herkömmlichen religiösen Inhalten          Weihnachtsgedanken mit Hilfe dieser Medien auf mo-                                                                     berufundfamilie“ bzw. „audit familiengerechte hoch-
                                    und Praktiken, haben. Um sie dennoch für das Fach zu       derne Art und Weise aufgreifen und ihn dann den Be-         Das drei Jahre gültige Zertifikat, das als Qualitätssie-   schule“, dass eine familien- und lebensphasenbewuss-
                                    begeistern musste er sich also etwas einfallen lassen.     wohner*innen in den verschiedenen Einrichtungen,         gel für eine betriebliche Vereinbarkeitspolitik gilt, wird    te Personalpolitik gerade auch in Krisenzeiten einen
                                    So sei er vom traditionellen Unterrichtsstil, in dem oft   in denen die Schüler*innen arbeiten, nahebringen         vom Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH               hohen Stellenwert bei strategisch ausgerichteten Or-
Ausbildung beim Schwesternverband

                                    die bloße Theorie gelehrt wird, abgewichen und habe        können“, erklärt der Lehrer. Schnell fiel die Wahl des   erteilt. Nach der ersten Zertifizierung im Jahr 2017          ganisationen hat. So tragen insbesondere die Maßnah-

                                                                                                                                                                                                                                                                                Arbeiten beim Schwesternverband
                                    „einen etwas anderen Religionsunterricht“ angefan-         geeigneten Mediums auf das Video. In der Zeit, Ende      stellten sich die Unternehmen des Schwesternverban-           men zur Flexibilisierung von Arbeitszeit, -ort und auch
                                    gen zu praktizieren. Und der kam gut an!                   des letzten Jahres, in der Präsenzunterricht noch er-    des 2020 erfolgreich dem Re-Auditierungsprozess, in           -organisation dazu bei, den coronabedingten Heraus-
                                    Wie funktioniert das? Benedikt Heselhaus erzählt von       laubt war, wurde der Unterrichtsraum zum Film-Set.       dem der Status quo der bereits vorhandenen familien-          forderungen wie Arbeit auf Distanz gerecht zu werden.
                                    vergangenen Projekten. Die Schüler*innen hatten im         Benedikt Heselhaus stellte ein Nikolauskostüm zur        und lebensphasenbewussten Maßnahmen überprüft                     Zu den zertifizierten Unternehmen des Schwes-
                                    Unterricht etwa die Möglichkeit, eine eigene Andacht       Verfügung, die Schüler*innen schlüpften in verschie-     wurde und eine Vertiefung der Institutionalisierung           ternverbandes gehören erneut der Saarländischer
                                    zu gestalten. Dazu suchten sie sich ein religiöses Fest    dene Rollen – es gab auch noch Engel und einen Er-       der Vereinbarkeitspolitik und Kultur stattfand. Im Rah-       Schwesternverband e. V., Schwesternverband Pflege
                                    aus, wie Ostern oder St. Martin, und erstellten dazu in    zähler – und es entstand ein tolles Weihnachtsvideo.     men der Re-Auditierung wurden nicht nur strategische          und Assistenz gGmbH, Saarl. Schwesternverband Be-
                                    Projektarbeit die Inhalte der Andacht. In den Einrich-     „Allen Beteiligten hat das sehr viel Spaß gemacht und    Ziele, sondern auch konkrete Maßnahmen definiert,             triebsges. gGmbH, Schwesternverband ambulante
                                    tungen wurde die Andacht dann mit Bewohner*in-             die Weihnachtsbotschaft konnte, glaube ich, von allen    die in einer Zielvereinbarung festgehalten sind.              Pflege gGmbH, SPZO gGmbH und die Diakonissen-
        26                          nen vollzogen. Heselhaus erinnert sich: „Sie haben mit     multimedial erfahren werden“, freut sich der Theologe.      Diese gilt es nun während der dreijährigen Zertifi-        haus Nonnenweier Pflege und Ausbildung gGmbH.             27
Jubilare im
                                  „Service-Center Oberkirch“
                                  Beim Pflegedienst in Oberkirch kann man gut arbeiten. Der Beweis sind vier Mitarbeiterinnen, die im Jahr       Von Pflegedienstleiter Karl-Heinz Haupt erhielten
                                  2020 ihr langjähriges Dienstjubiläum feierten. Da die Weihnachtsfeier, bei der die Ehrung normalerweise    sie jeweils ein Blumensträußchen mit Karte und Gut-
                                  erfolgt, coronabedingt ausfallen musste, fehlte zwar der offizielle Rahmen, die Wertschätzung der Arbeit     schein und natürlich ein großes Dankeschön, für den
                                  der vier Mitarbeiter*innen kam dennoch nicht zu kurz.                                                      unermüdlichen, langjährigen Einsatz.
                                                                                                                                                 Auch wir gratulieren Regina Schmälzle zum 20-jäh-
                                                                                                                                             rigen Dienstjubiläum, Patrizia Becker zum 15-jährigen
                                                                                                                                             und Christel Bischoff sowie Ingrid Witt zum 25-jähri-
                                                                                                                                             gen Dienstjubiläum! Obwohl Ingrid Witt bereits im
                                                                                                                                             Ruhestand ist, arbeitet sie noch weiterhin in einer ge-
                                                                                                                                             ringfügigen Beschäftigung beim Schwesternverband
                                                                                                                                             und bereichert das Team in Oberkirch mit ihrem Er-
                                                                                                                                             fahrungsschatz. Schön, wenn man dem Team so treu
                                                                                                                                             bleibt.
Arbeiten beim Schwesternverband

                                                                                                                                                                                                                                                                     Arbeiten beim Schwesternverband
                                  3 Karl-Heinz Haupt dankte                                             3 Auch Ingrid Witt ist schon         3 Patrizia Becker wurde für ihren 15-jährigen Einsatz beim   3 Christel Bischoff arbeitet bereits seit 25 Jahren beim
        28                        Regina Schmälzle für 20 Jahre                                         seit 25 Jahren dabei                 Pflegedienst gedankt                                          Pflegedienst in Oberkirch                                   29
„Freunde zu Kollegen machen“
Die ersten Prämien des Mitarbeiterempfehlungsprogramms
werden ausgezahlt

                                                          in Teilzeit oder Vollzeit; egal ob examinierte Pflege-
                                                          fachkraft, Heilerziehungspfleger*in, Erzieher*in,
                                                          Sozialarbeiter*in oder Sozialpädagoge*in. Es können
                                                          Freund*innen, Bekannte, Verwandte oder auch ehe-
                                                          malige Kolleg*innen geworben werden. (Wer bereits
                                                          bei einer Einrichtung des Schwesternverbandes arbei-
                                                          tet, kann aber nicht für eine andere Einrichtung oder
                                                          einen anderen Dienst angeworben werden.) Voraus-
                                                          setzung ist der persönliche Kontakt des/r werbenden
                                                          Mitarbeiters/in zur/m potentiellen Angestellten. Eine
                                                          Aktion von der beide Seiten profitieren, denn welche
                                                          Referenzen sind schon vertrauenswürdiger als die ei-
                                                          nes/r zuverlässigen Mitarbeiters*in? Und wer kann
                                                          besser beurteilen, ob eine Arbeitsstelle das Passende
                                                          ist, als ein Freund?
                                                              Im Fall von Jennifer Blug war es Partner Lukas Juli,
                                                          der vom Schwesternverband überzeugt werden konn-
                                                          te. Für das Paar kam die Aktion gerade passend, denn
                                                          die beiden hatten seit längeren geplant, zusammen
                                                          zu ziehen. Lukas Juli hat nach einer Arbeit im Saar-
Manchmal werden Arbeitskolleg*innen zu                    land gesucht, um das möglich zu machen. Für Jennifer
Freund*innen und manchmal ist es genau anders             Blug war schnell klar, dass ihrem Freund die Arbeit in
herum: ein*e Freund*in wird zum/r neuen Kolle-            der modernen Einrichtung in Dudweiler ebenso ge-
gen*in. Oder aber man teilt sich mit dem/der Part-        fallen würde wie ihr: „Ich arbeite seit Dezember 2019
ner*in zukünftig den Arbeitsweg, wie das jetzt bei        hier und mir gefällt die Arbeit im „Haus Friedrich
Jennifer Blug und Lukas Juli aus dem „Haus Friedrich      Ludwig Jahn“ wirklich gut.“ Die Aktion findet sie toll
Ludwig Jahn“ der Fall ist.                                und die Prämie ist ein willkommener Bonus. Im April
                                                          wird diese ausgezahlt. Dann ist Lukas Juli 12 Monate
   Im Rahmen des neuaufgelegten Mitarbeiteremp-           beim Schwesternverband angestellt.
fehlungsprogramms „Freunde zu Kollegen machen“                Denn eine Tätigkeit des neuen Mitarbeiters/der
können überzeugte Arbeitnehmer*innen des Schwes-          neuen Mitarbeiterin für mindestens ein Jahr ist Vor-
ternverbandes ihren Arbeitgeber weiterempfehlen           aussetzung für den Erhalt der Prämie. Auch darf der/

                                                                                                                      Arbeiten beim Schwesternverband
und erhalten bei erfolgreicher Neuanstellung eine         die werbenden Mitarbeiter*in in dieser Zeit nicht den
Prämie. In der Pflegeeinrichtung in Saarbrücken-          Arbeitsplatz wechseln. Bei Einhaltung der Bedingun-
Dudweiler arbeitet Pflegefachkraft Jennifer Blug, die     gen werden dann 1.500 Euro (netto) und bei einer
ihren Freund vom Schwesternverband überzeugen             Pflegehilfskraft 1.000 Euro (netto) fällig. Jennifer Blug
konnte. Jetzt freut sie sich auf die bevorstehende Aus-   will mit dem Geld zusammen mit Lukas Juli in Urlaub
zahlung der Prämie im April und einen gemeinsamen         fahren – sobald es wieder unbeschwert möglich ist.
Urlaub.
   Mitmachen kann grundsätzlich jede*r Mitarbei-          Mehr Infos zum Programm erhalten Sie bei
ter*in des Schwesternverbandes. Gesucht werden alle       Sophie Kiefer, Tel. 06824 909 148 oder
vakanten Stellen als Fachkraft oder Pflegehilfskraft,     per E-Mail: personal@schwesternverband.de                      31
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