WIE DIGITAL IST DEUTSCH- LAND? - Initiative D21

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                                                             LAND?
                                                             DIGITAL

                                                             DEUTSCH-

#D21index
Eine Studie der Initiative D21,
durchgeführt von Kantar
WIE DIGITAL IST DEUTSCH- LAND? - Initiative D21
WIE DIGITAL IST DEUTSCH- LAND? - Initiative D21
D21
DIGITAL
INDEX

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  20       [x] #D21index

Jährliches Lagebild zur
Digitalen Gesellschaft
                           Eine Studie der Initiative D21,
                           durchgeführt von Kantar
                           #D21index
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WIE DIGITAL IST DEUTSCH- LAND? - Initiative D21
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INHALT

         Grußwort                                                                     4
         Vorwort                                                                      5
         Methodensteckbrief                                                           6
         Historie und Studienziel                                                     7
         Zentrale Ergebnisse                                                          8

         01 DIGITAL-INDEX                                                            10
         Wie digital ist die deutsche Gesellschaft?
         Zugang                                                                      12
         Nutzungsverhalten                                                           21
         Kompetenz                                                                   26
         Offenheit                                                                   32

         02 DIE DIGITALE GESELLSCHAFT                                                35
         In welche Gruppen und Nutzertypen teilt sich die Bevölkerung auf?
         Zusammensetzung                                                             36
         Nutzertypen                                                                 38
         Digitalisierungsgrad                                                        40

         03 DIGITALE SELBSTBESTIMMTHEIT                                              42
         Wie handhaben die Menschen verschiedene Facetten ihrer digitalen Präsenz?
         Einstellungen zur digitalen Selbstbestimmtheit                              43
         Genutzte und gewünschte Identifikationsverfahren                            44
         Elektronische Patientenakte                                                 46
         Verantwortung und selbstbestimmter Umgang mit persönlichen Daten            47

         04 DIGITALES ARBEITEN                                                       48
         Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Arbeitswelt?
         Digitalkompetenz Berufstätiger                                              48
         Telearbeit, Homeoffice und mobiles Arbeiten                                 50
         Berufliche Herausforderungen der Zukunft                                    52
         Einstellungen zum digitalen Arbeiten                                        54
         Lebenslanges Lernen                                                         56

         Impressum                                                                   59
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4   GRUSSWORT

    GRUSSWORT

                                                                    Die aktuelle Studie unterstreicht, wie sehr der Mobilfunk
                                                                    zur digitalen Transformation unserer Gesellschaft beiträgt.
                                                                    Das mobile Internet gewinnt immer mehr an Bedeutung.
                                                                    Auch deshalb ist eine flächendeckende Versorgung über-
                      PETER ALTMAIER                                fällig. Mit der von der ­Bundesregierung beschlossenen
                      Bundesminister für Wirtschaft                 Mobilfunkstrategie wollen wir den Ausbau zum Wohl
                      und Energie                                   der Bürgerinnen und Bürger weiter voranbringen.
                                                                    Die Beseitigung der noch vorhandenen ­„weißen Flecken“
                                                                    ist ein wichtiger Beitrag für gleichwer­tige Lebensverhält-
                                                                    nisse – in der Stadt wie auf dem Land.

    Sehr geehrte Damen und Herren,                                  Sehr erfreulich ist, dass die Mehrzahl der Menschen in
                                                                    unserem Land die Auswirkungen der Digitalisierung eher
    bereits die letzte Befragung zum D21-Digital-Index hat          positiv wahrnimmt und optimistisch in die Zukunft schaut.
    gezeigt, dass unsere Gesellschaft immer digitaler wird.         Ihrer Meinung nach sollte die Digitalisierung im Studium
    In diesem Jahr hat diese Entwicklung noch einmal                und der beruflichen Ausbildung noch stärker eingesetzt
    ­deutlich an Schubkraft gewonnen. Der Digital-Index             und vermittelt werden. Die Notwendigkeit und Bedeutung
     hat sich weiter verbessert. Vor allem beim Zugang zum          des lebenslangen Lernens findet breite Z   ­ ustimmung.
     ­Internet, beim Nutzungsverhalten und bei der ­digitalen       Fast 70 Prozent der Berufstätigen sehen darin sogar ein
      Kompetenz gab es bedeutsame Fortschritte. Mich                ­Privileg. Wichtig wird es allerdings auch in Zukunft blei-
      ­persönlich freut vor allem, dass die Internetnutzung          ben, denjenigen Menschen Hilfestellungen zu geben, die
       der „Generation 50+“ besonders stark gestiegen ist. Dies      mit der Digitalisierung noch nicht Schritt halten können.
       zeigt: Über alle Generationen hinweg wertschätzen die
       Menschen die sich ihnen durch die Digitalisierung bieten-    Die diesjährigen Ergebnisse der Studie „D21-Digital-­
       den Möglichkeiten. Deutliche Veränderungen hat es            Index 2019 /2020“ unterstreichen eindrucksvoll, wie die
       auch bei den Nutzergruppen gegeben. Der Anteil der           Bürgerinnen und Bürger die Chancen der Digitalisierung
       „Digitalen VorreiterInnen“ ist um sieben Prozentpunkte       bewerten und für sich nutzen. Das ist ein gutes Zeichen
       auf 44 Prozent gewachsen. Er ist damit erstmals              für unser Land und für unsere Wirtschaft.
       größer als die Gruppe derjenigen, die „digital mithalten“.
                                                                    Ihr

                                                                    Peter Altmaier
WIE DIGITAL IST DEUTSCH- LAND? - Initiative D21
VORWORT      5

VORWORT

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Digitale Gesellschaft macht in diesem Jahr einen
­spürbaren Sprung nach vorne! Zu diesem Ergebnis kommt
 der Ihnen vorliegende D21-Digital-Index. Die Studie                                     HANNES SCHWADERER
 belegt in nahezu allen Bereichen eine positive Entwick-                                 Präsident Initiative D21 e. V.
 lung: Die vier Subindizes „Zugang“, „Nutzungsverhalten“,
 „Kompetenz“ und „Offenheit“ steigen spürbar an.
 Besonders erfreulich ist dabei die große Verbesserung
 bei den Kompetenzen. Diese bedeutet, dass immer mehr
 Menschen gut mit den vielfältigen Möglichkeiten und          Daten, bei den Anbietern, beim Staat oder bei sich
 Anforderungen der Digitalisierung umgehen können.            selbst? Wer sich hier unsicher fühlt, den sollten wir als
 Sie sind nicht nur Grundlage für gegenwärtige Anforde-       Gesellschaft nicht allein lassen, sondern notwendiges
 rungen, sondern auch für die Zukunftsfähigkeit unserer       Wissen vermitteln und auf dem Weg in die Digitalisie-
 Bürgerinnen und Bürger in einer noch nicht bekannten         rung unterstützen. Das betrifft am häufigsten die älteren
 digitalen Welt von morgen.                                   ­Generationen, Menschen mit niedriger Bildung und
                                                               Nichtberufstätige.
Auch die Zahl der OnlinerInnen steigt weiterhin an,
86 Prozent der deutschen Bevölkerung sind im Internet.        Insgesamt jedoch lassen uns die Entwicklungen zuver-
Dazu tragen die mobilen Endgeräte einen entscheiden-          sichtlich in die Zukunft blicken und das spiegelt sich auch
den Teil bei, fast vier Fünftel nutzen mittlerweile ein       bei der Einstellung der Bürgerinnen und Bürger wider.
Smartphone. Mit ihm wagen auch Menschen den Schritt           Eine deutliche Mehrheit bewertet die Auswirkungen der
ins Internet, die bislang gar nicht oder nur minimal online   Digitalisierung auf die verschiedenen Bereiche des Lebens
waren. Das betrifft vor allem die älteren Generationen,       positiv – ob im medizinischen Bereich, dem Einkauf von
die zunehmend einen Nutzen im Internet für sich erken-        Waren und Dienstleistungen, dem Bildungswesen oder
nen und mit dem Smartphone nun einen unkomplizierten          der Arbeitswelt. Es gibt also eine messbare Lust auf die
Zugang erleben. Erstmalig sind mehr als die Hälfte der        Digitalisierung! Das ist eine wichtige Erkenntnis für unsere
über 70-Jährigen online, das ist ein Meilenstein! Die         Gesellschaft und eine zukunftsgewandte Einstellung.
älteren Generationen holen also auf und partizipieren
zunehmend am digitalen Leben.                                 Der D21-Digital-Index ist als Lagebild zum aktuellen
                                                              Stand der Digitalen Gesellschaft immer auch eine
Doch online zu sein, heißt noch nicht, sich auch ziel­        richtungsweisende Grundlage für EntscheiderInnen in
gerichtet und vor allem selbstbestimmt in der Online-         Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft.
Welt zu bewegen. In diesem Jahr blicken wir daher             Sie müssen nun die Erkenntnisse dieser Studie in die
schwerpunktmäßig auf den bewussten Umgang mit                 richtigen Weichenstellungen für die Zukunft übersetzen.
eigenen Daten, Identitäten und Zugängen. Hier spielen         Sie sollten den positiven Schwung mitnehmen und
Digitalkompetenzen eine entscheidende Rolle und               weiter bestärken.
nicht allen Gruppen fällt das leicht. Wo sehen die Bürger­
Innen die Verantwortung für den sicheren Umgang mit           Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

                                                              Hannes Schwaderer
6   METHODENSTECKBRIEF

    METHODENSTECKBRIEF

                         GRUNDGESAMTHEIT
                         Deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren in Privathaushalten

                         ERHEBUNGSMETHODE
                         Computergestützte persönlich-mündliche Interviews (CAPI)

                          STICHPROBENZIEHUNG UND GEWICHTUNG
                         Mehrfach geschichtete, bevölkerungsrepräsentative Zufallsstichprobe. Schichtungskriterien
                         sind Bundesländer, Regierungsbezirke, BIK-Gemeindetypen. Daten werden anschließend ­
                          gewichtet nach Antreffbarkeit, Bundesländern, Gemeindetypen, Geschlecht, Alter und
                         ­Berufstätigkeit. Auf die Grundgesamtheit übertragbar (Größe der Grundgesamtheit und damit
                          Basis für eine Hochrechnung sind 63,656 Millionen Personen).

                         ANZAHL INTERVIEWS UND BEFRAGUNGSZEITRAUM

                         A Strukturbefragung zur Ermittlung der Internetnutzung:
                         Durchführung von 20.322 Interviews in Deutschland
                         Befragungszeitraum: August 2018 bis Juli 2019

                         B Vertiefungsbefragung zur Ermittlung des „Digital-Index“ und
                         der Typologie „Digitale Gesellschaft“: ­
                         Durchführung von 2.019 Interviews in Deutschland
                         Befragungszeitraum: Juni / Juli 2019

                         DARSTELLUNGSHINWEISE

                         Darstellung Prozentwerte: Die Summe einzelner Prozentwerte kann aufgrund von Rundungen
                         oder der nicht ausgewiesenen Antwortkategorie „Keine Angabe“ von 100 Prozent abweichen.

                         Abweichungen: Abweichungen werden in Prozentpunkten dargestellt
                         (mit Ausnahme des Digital-Index).

                         Sprechblase an Grafik: Ergebnisse für einzelne sozio-demografische Untergruppen werden
                         in Sprechblasen ausgewiesen. Lesebeispiel: „14–29 Jahre: 56 %; Frauen: 65 %“ bedeutet,
                         dass in der Altersgruppe der 14–29-Jährigen 56 Prozent einer Aussage zustimmen sowie
                         bei den Frauen der Anteil der Zustimmung bei 65 Prozent liegt.

                         Definition Bildungsniveaus 2019: Auf Basis der Schulbildung (höchster Schulabschluss):
                         Niedrige Bildung = Kein Schulabschluss / Volks-/ Hauptschule
                         Mittlere Bildung = Mittlere Reife
                         Hohe Bildung = (Fach-)Abitur
HISTORIE UND STUDIENZIEL             7

HISTORIE UND STUDIENZIEL
Wie adaptiert die deutsche Bevölkerung den digitalen Wandel?

Seit dem Jahr 2013 liefert die Studie „D21-Digital-Index“     sozialen Netzen, politische Willensbildung und Bewegungen).
ein umfassendes jährliches Lagebild zur Digitalen             Der vorliegende D21-Digital-Index 2019 / 2020 visualisiert
­Gesellschaft in Deutschland. Sie zeigt auf empirischer       die verschiedenen Nutzertypen, um diese nachvoll­
 Grundlage auf, wie die Gesellschaft die Veränderungen        ziehbarer zu gestalten. Die Studie berücksichtigt die
 durch die Digitalisierung adaptiert. Die Studie dient        stark gewachsene Bedeutung von Smartphones als
 als Basis für aktuelle und zukünftige Entscheidungen         mittler­weile am meisten verbreitetes Gerät und erweitert
 durch politische, wirtschaftliche, zivilgesellschaftliche    den Sub­index Kompetenz um zentrale Smartphone-
 und wissenschaftliche AkteurInnen. Hervorgegangen            Kenntnisse. Sie schlüsselt erstmals die Nutzungshäufigkeit
 aus den Studien (N)ONLINER Atlas und Digitale                einzelner Dienste messbar auf und ermöglicht damit
 Gesellschaft erfasst der „D21-Digital-Index“ in einer        einen genaueren Blick auf Dienste, die eine regelmäßige,
 integrierten Untersuchung sowohl Onliner- als auch           aber nicht hochfrequentierte Nutzung aufweisen (z. B.
 OfflinerInnen und bildet damit die gesamte deutsche          das Buchen von Reisen). Das neue Schwerpunkt-Kapitel
 Wohnbevölkerung ab 14 Jahren ab.                             „Digitale Selbstbestimmtheit“ erfasst die Haltung der
                                                              deutschen Bevölkerung zum Umgang mit Daten, dem
Der namensgebende „Digital-Index“ erfasst den Digitali­       Verhalten in sozialen Medien oder auch Identifikations-
sierungsgrad der Gesellschaft auf einer Skala von 0 bis       möglichkeiten. Das Kapitel „Digitales Arbeiten“ zeigt neben
100 Punkten und integriert die Subindizes Zugang,             persönlichen Herausforderungen und Einstellungen
Nutzungsverhalten, Kompetenz und Offenheit in einer           zur Arbeit auch die Bewertung gesamtgesellschaftlicher
einzigen Kennzahl. Der Fragebogen der Studie unterliegt       Aufgaben und den Einfluss der Digitalisierung darauf.
jährlichen Anpassungen an aktuelle Entwicklungen des
digitalen Wandels sowie neuen Anforderungen für               Der D21-Digital-Index 2019 / 2020 bestätigt die bereits
die Gesellschaft und entsteht jährlich in einem multi­        in den letzten Jahren erkennbare Entwicklung, dass
disziplinären Kreis der Studien-PartnerInnen. Hierbei         die deutsche Gesellschaft zunehmend digitaler wird.
fließen neuere Geräte (wie Wearables oder E-Book-­            Er verdeutlicht allerdings auch den größer werdenden
Reader) genauso ein wie genutzte Dienste (z. B. Streaming-    ­Graben zwischen den Teilen der Gesellschaft, die an
oder Sharing-Angebote, TikTok) oder gesellschafts­             der zunehmenden Digitalisierung in irgendeiner Form
relevante kommunikative Entwicklungen (z. B. Umgang in         teilhaben und jenen, die im digitalen Abseits stehen.

     2013                2014                2015            2016           2017 / 2018        2018 / 2019         2019 / 2020
8          ZENTRALE ERGEBNISSE

           ZENTRALE ERGEBNISSE
           im Überblick

    INTERNETNUTZUNG MIT LEICHTEM ANSTIEG, ABER NIEDRIGE                   STÄRKSTER ZUWACHS IM DIGITALAFFINSTEN SEGMENT
    BILDUNGSSCHICHT HINKT HINTERHER (SEITE 12 / 13).                      DER DIGITALEN VORREITER:INNEN, SIE BILDEN MITTLER-
                                                                          WEILE DIE GRÖSSTE GRUPPE (SEITE 36 / 37).
                                                                                                                       44 %

                                                                                                                37 %
                                                 +2
                                      %
                                                                           Digitale VorreiterInnen   34 %

       Internetnutzung

                           %
                                86                                            Digital Mithaltende    41 %       42 %
                                                                                                                        38 %

                      64                                                                             25 %
                                                                          Digital Abseitsstehende
                                                                                                                21 %
                                                 Formal niedrig                                                         18 %
                                                 Gebildete
                                                                                                     2017       2018    2019

    DIGITAL-INDEX STEIGT WIEDERUM AN, ALLE SUBINDIZES LEGEN ZU (SEITE 11).

                +4                          +4                     +3                      +1                          +3

                                                                                                               58
         Zugang                Nutzungsverhalten              Kompetenz             Offenheit               Digital-Index

                                                                          NUR EINE MINDERHEIT FINDET, DASS SCHULEN

                                                  %
                                            36
                                                                          AUSREICHEND DIE NOTWENDIGEN
                                                                          DIGITALISIERUNGSFÄHIGKEITEN VERMITTELN,
                                                                          GERADE IM HINBLICK AUF INTERNATIONALE
                                                                          KONKURRENZFÄHIGKEIT (SEITE 34).

               Deutsche Schulen vermitteln
               benötigte Digitalisierungsfähigkeiten.

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ZENTRALE ERGEBNISSE                 9

EIN GUTES VIERTEL DER BÜRGER:INNEN IST BEI
                                                                               28 %           Ich habe schon
                                                                                              einmal erlebt, dass
BESTIMMTEN DIENSTEN BEREITS AN DIE ANALOGEN                                    ich einen bestimmten Dienst nur
GRENZEN GESTOSSEN (Z. B. ARZTTERMIN VEREIN-                                    per Internet / App nutzen konnte.
BAREN, CHECK-IN ETC.) (SEITE 27).

BESTIMMTE ANWENDUNGEN STELLEN INZWISCHEN EIN                 DATENSOUVERÄNITÄT IST AUS SICHT DER MEHRHEIT
GESELLSCHAFTLICHES ODER BERUFLICHES „MUSS“ DAR               NICHT GEGEBEN (SEITE 42).
(SEITE 42).

                                                                     %
                                                                 62
              36 %         Bei manchen
                           sozialen Medien
              muss man heutzutage ver-
              treten sein.
                             Digitale VorreiterInnen: 49 %                      Sobald ich meine persönlichen Daten
                                                                                einem Anbieter übertrage, verliere ich
                                                                                die Kontrolle darüber.

WEITERE TRENDS

                      Smartphonekompetenzen sind am                               Berufstätige sind durchweg
                      stärksten verbreitet, Computerkom-                          digital kompetenter als die
                      petenzen am wenigsten. Niedrig                              Gesamtbevölkerung (Seite 49).
                      Gebildete sind in vielen Kompetenz-
                      bereichen abgehängt (Seite 29).

                                                                                  In den Bereichen Konsum, Medizin,
                                                                                  Produktion, Bildung und Mobilität
                      Lebenslanges Lernen ist für die                             erwartet die deutsche Bevölkerung
                      Mehrheit der Berufstätigen                                  künftig starke Veränderungen
                      unabdingbar, aber eher Privileg                             durch die Digitalisierung. Diese
                      als Belastung. Die Notwendigkeit                            werden großteils positiv bewertet
                      dazu steigt durch die Digitalisie-                          (Seite 32 / 33).
                      rung (Seite 56).

                                                                                  Die deutsche Bevölkerung erwartet
                      Verantwortlich für einen verant-                            einen positiven Einfluss der Digitali-
                      wortungsvollen Umgang mit                                   sierung auf viele Herausforderungen
                      Daten sind alle Beteiligten:                                an die Berufswelt, insbesondere beim
                      die NutzerInnen selbst, aber auch                           Ausbildungssystem und lebenslangem
                      Firmen und als Voraussetzung                                Lernen. Die größten Herausforde-
                      dafür die Politik (Seite 47).                               rungen werden aber durch die Digitali-
                                                                                  sierung eher verschärft (Seite 52 / 53).
10   DIGITAL-INDEX

     01
     DIGITAL-
     INDEX

     WIE DIGITAL IST DIE BEVÖLKERUNG                               Der Digital-Index verdichtet die vier Subindizes Zugang,
     IN DEUTSCHLAND?                                               Nutzungsverhalten, Kompetenz und Offenheit zu
                                                                   einer einzigen Kennzahl (zwischen 0 und 100) und stellt
     Im siebten Jahr in Folge erfasst die vorliegende Studie mit   den Digitalisierungsgrad der deutschen Gesellschaft dar.
     dem Digital-Index den Digitalisierungsgrad der deutschen      Dabei fließen die Subindizes mit unterschiedlicher Ge-
     Gesellschaft in einer einzigen Kennzahl. Sie enthält die      wichtung in die Berechnung des Digital-Index ein. Zugang
     Kernfragen im Umgang mit der Digitalisierung: Wie ist es      und Kompetenz dienen als wesentliche Elemente mit den
     um die Internetnutzung insgesamt, aber auch mobil,            größten Gewichtungsfaktoren, da eine technische Infra-
     bestellt und welche Geräte nutzen die BürgerInnen hier-       struktur und Ausstattung sowie persönliche Fertigkeiten
     für (Zugang)? Welche digitalen Anwendungen und sozialen       das Fundament für einen hohen Digitalisierungsgrad
     Medien nutzen sie und wie oft (Nutzungsverhalten)?            bilden. Die Einstellungen der Menschen gegenüber digi-
     Wie viel Expertise haben die BürgerInnen bei digitalen        talen Trends fließen hingegen mit geringerem Gewicht
     Themen (Kompetenz)? Sind sie bereit, sich selbst neues        über den Subindex Offenheit ein, das aktuelle Nutzungs-
     digitales Know-how anzueignen, und welche Rolle sollten       verhalten bei digitalen Anwendungen wird als geringster
     beispielsweise Schulen bei der Wissensaneignung spielen       Einflussfaktor erfasst.
     (Offenheit)? Die Indexkomponenten kommen dabei
     jährlich auf den Prüfstand und werden entsprechend den        Die Digitalisierung in Deutschland gewinnt an Geschwindig-
     aktuellen Gegebenheiten angepasst. 2019 wurden Fähig-         keit. Nach Steigerungsraten in den vergangenen zwei
     keiten im Umgang mit Smartphones als neues Kompetenz-         Jahren zeichnet sich mit einem erneuten Zuwachs von
     feld aufgenommen, die Abfrage beim Nutzungsverhalten          drei Punkten ein noch stärkerer Aufwärtstrend ab.
     modifiziert sowie die Einschätzung beruflicher und            Der Digitalisierungsgrad in Deutschland liegt nun bei
     privater Perspektiven ohne Digitalisierungs-Fähigkeiten       58 Punkten. Die aktuelle Indexsteigerung beruht auf
     im Rahmen der Offenheit erfasst. Damit stellt der             einer Zunahme aller vier Subindizes, langfristig be-
     Digital-Index einen Gradmesser dafür dar, wie die Bevölke-    trachtet bleibt jedoch hauptsächlich das Thema Zugang
     rung insgesamt mit Ausmaß und Tempo der Entwicklungen         Treiber für vergangene Indexsteigerungen.
     in einer digitalisierten Welt Schritt halten kann.
DIGITAL-INDEX                11

                ZUGANG                    NUTZUNGSVERHALTEN                          Digitale                    OFFENHEIT
            zur Digitalisierung             in der digitalen Welt                  KOMPETENZ                gegenüber Digitalisierung

        _ Internetnutzung                 _ Digitale Anwendungen,            _ Wissen zu digitalen          _ Einstellungen zur
          (beruflich / privat,              die BürgerInnen nutzen             Themen (z. B. Begriffe wie     Nutzung des Internets
          allgemein / mobil)              _ Durchschnittliche                  Cloud, Algorithmus etc.)       und digitaler Geräte
        _ Geräteausstattung                 Nutzungsdauer Internet           _ Technische, digitale und       sowie zu Veränderungen
                                                                               Smartphone-Kompetenz           in der digitalen Welt

                  76                                 43                                52                            53
                           +4                                 +4                                +3                             +1
Gewichtung beim
Digital-Index
                   30 %                               10 %                              40 %                           20 %

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                                                                   58
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                                                                                        Digital-Index
                                                                                  +3

                                                                                                                                        58
                                                                                               53                 55
  51                      51                    52                     51

 2013                  2014                    2015                   2016                     2017              2018                   2019

        Zugang             Nutzungsverhalten             Kompetenz             Offenheit

   Basis: Personen ab 14 Jahren (2019 n = 2.019); Angaben und Abweichungen in Index-Punkten

   Das kontinuierliche Anpassen des Fragebogens                         Nutzungsverhalten, Kompetenz und Offenheit ist
   an aktuelle Themen und Begebenheiten – z. B. durch                   daher keine Stagnation, sondern drückt aus, dass die
   die Aufnahme neuer Geräte oder neuer Fähigkeiten                     deutsche Gesellschaft mit den Entwicklungen der
   und Einstellungen – bildet die Dynamik des digitalen                 digitalisierten Welt mithält und neuen Technologien
   Wandels ab. Die langfristige Konstanz der Subindizes                 mit gewisser Offenheit und Kompetenz begegnet.
12               DIGITAL-INDEX ZUGANG

                 ZUGANG
                 Internetnutzung im Zeitverlauf

                 DIE INTERNETNUTZUNG IN DEUTSCHLAND                                  zu 97 Prozent das Internet nutzen und damit eine ähnlich
                 STEIGT WEITER AN, 86 PROZENT DER BEVÖLKE-                           hohe Nutzungsrate haben. Zu Beginn der Messreihe lag
                 RUNG SIND NUN ONLINE.                                               die Gruppe der mittleren Bildungsschicht bei der Inter-
                                                                                     netnutzung noch deutlich hinter den höheren Bildungs-
                 Dieser Trend beruht vor allem auf den seit Jahren hohen             schichten. Im Lauf der Jahre hat sich dieser Abstand
                 Zuwachsraten beim mobilen Internet. Nachdem Bürger­                 kontinuierlich verringert, mittlerweile sind auch hier
                 Innen bis 49 Jahre nahezu vollständig online sind,                  über 90 Prozent online. Ein anderes Bild zeigt sich in der
                 entdecken nun die älteren Generationen das Internet für             Gruppe mit formal niedriger Bildung: Auch hier herrschte
                 sich. SchülerInnen waren von jeher die im Netz aktivste             von Beginn an ein großer Abstand, gerade zu den hohen
                 Gruppe und sind es bis heute geblieben. Mit 99 Prozent              Bildungsschichten. 2002 waren lediglich 24 Prozent der
                 sind sie nahezu alle online. Betrachtet man die einzelnen           gering Gebildeten online, auch aktuell ist noch immer
                 Bildungsgruppen, zeigt sich, dass die höher Gebildeten              ein Drittel offline. Damit ist der Anschluss dieser Gruppe

          NUTZEN SIE PERSÖNLICH ZUMINDEST AB UND ZU DAS INTERNET?

            Internetnutzung gesamt              Mobile Internetnutzung
            Nutzungsplaner

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                                                                                                                               +2            86
                                                                                                  +1       0    +1     +1             84
                                                                                  +3       +1                                  81
                                                                                                                78      79           +6
                                                                           +3              76      77      77
                                                                   +4             75                                               74
                                                                           72                                                   +4
                                                           +5      69                                                       +5 68
                                                   +2      65                                                           +5 64
                                           +3
                                    +2             60                                                                  59
                             +3            58
                     +8             55                                                                          54
                             53
                     50
            +5
            42
     37

     10
             8        7      7      6       6       6       5       4       4      3       3       3       3     2      2       1      1      1
     2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011                              2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

      Basis: Personen ab 14 Jahren (2019 n = 20.322); Angaben in Prozent; Abweichungen in Prozentpunkten
DIGITAL-INDEX ZUGANG          13

 bezüglich Digitalisierung an die restliche Bevölkerung bis
 dato noch nicht gelungen. Teilweise begründet sich diese
 digitale Spaltung jedoch in der Struktur der niedrigsten
 Bildungsgruppe: Gut die Hälfte der Personen in dieser
 Gruppe ist älter als 60 Jahre und weiblich – beides Gruppen
 mit einer unterdurchschnittlichen Internetnutzung.

 Der Anteil der OfflinerInnen sinkt weiter auf 14 Prozent,
 aktuell sind rund 9 Millionen Menschen in Deutschland
 ohne Zugang zum Internet.

 INTERNETNUTZUNG – BILDUNGSGRUPPEN IM ZEITVERLAUF

                                                                      SchülerInnen: 99 %
                                                                      Hohe Bildung: 97 %
                                                                      Mittlere Bildung: 92 %

SchülerInnen: 74 %
Hohe Bildung: 72 %

                                                                      Niedrige Bildung: 64 %

Mittlere Bildung: 49 %

Niedrige Bildung: 24 %

                         2002                                  2019
14             DIGITAL-INDEX ZUGANG

               (Mobile) Internetnutzung im Detail

       NUTZEN SIE PERSÖNLICH ZUMINDEST AB UND ZU DAS INTERNET BZW.
       DAS INTERNET AUCH ÜBER DAS MOBILFUNKNETZ EINES MOBILFUNKANBIETERS?

            86               Internetnutzung gesamt
                                                                     74             Mobile Internetnutzung

                  ALTER

              +4                                  +3                  +3                 +8
          98 93             99 95             99 93               97 88           92                       +9
                                                                                       80            81               +7
                                                                                                          64                     +8
                                                                                                                         52
                                                                                                                              32

          14–19             20–29             30–39               40–49            50–59             60–69                70+
          Jahre              Jahre             Jahre               Jahre            Jahre             Jahre              Jahre

                GESCHLECHT                                 BILDUNG                                                   BESCHÄFTIGUNG

                                                                   +3                      +4                      +5
                  +7              +5                                         +5                                                +3
                            90                  +4        +10        92                97 86                   96 88                     +6
          82 71                  78                                        79                                                      71
                                                  64 53                                                                                 55

                                                 Niedrige           Mittlere            Hohe                                     Nicht-
          Frauen            Männer                                                                        Berufstätige
                                                 Bildung            Bildung            Bildung                                berufstätige

                  EINWOHNERZAHL                                                               HAUSHALTSGRÖSSE

                                                                     +4                               +3                          +4                +3
                  +7              +6                 +5                             +3                          +8
                                              86 77              90 80                        +6                              96 87             97 89
          84                85                                                                            83
               72                73                                                    70 59                   68

                            Kleine         Mittelgroße                                                                                        4 Personen
           Land                                                 Großstädte           1 Person         2 Personen           3 Personen
                            Städte           Städte                                                                                            und mehr

         < 20.000          20.000 bis       100.000 bis         ab 500.000
            EW            100.000 EW        500.000 EW              EW

                                                                                                                         Grafik herunterladen
     Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 20.332); Angaben in Prozent; Abweichungen in Prozentpunkten                       Hier klicken und downloaden
DIGITAL-INDEX ZUGANG                 15

Da ein Großteil der deutschen Bevölkerung (vor allem
die Generationen unter 50 Jahren) nahezu vollständig
online ist, steigt die Internetnutzung am stärksten
bei den Gruppen mit der bisher geringsten Nutzung.
Dennoch bleiben große Unterschiede zwischen einzelnen          INGOBERT VEITH
Bevölkerungsgruppen bestehen. Tendenziell nutzen               Director Public Policy, Huawei
ältere Generationen sowie Frauen und Personen mit             ­Technologies Deutschland GmbH
niedriger Bildung das Internet noch immer deutlich
­seltener. Auch Berufstätigkeit hat weiterhin einen
 ent­scheidenden Einfluss. Zudem gilt: Je urbaner           „Legt man die Internetnutzung insgesamt
 die Um­gebung ist oder je mehr Personen im Haushalt        neben die mobile, manifestiert sich ein-
 leben, desto eher wird das Internet genutzt.               drucksvoll der Trend zur mobilen Nutzung
                                                            als bevorzugtem Netzzugang. Betrachtet
Bei einigen Gruppen bestehen noch große Unterschiede        man gleichzeitig das Potenzial von 5G
zwischen genereller Internetnutzung und Nutzung             hinsichtlich Geschwindigkeit und Verläss-
über das Mobilfunknetz. Daher sind die Zunahmen bei         lichkeit, so kann die Prognose einer fast
Älteren (ab 50 Jahren), Nichtberufstätigen, Frauen oder     vollständigen mobilen Internetnutzung
Menschen mit einer niedrigeren Bildung besonders            für die Zukunft gewagt werden. Die damit
groß. Bei diesen Gruppen besteht auch weiterhin noch        gewachsenen Chancen gesellschaftlicher
großes Wachstumspotenzial, denn im Ergebnis sind            Teilhabe lassen sich allerdings nur dann voll
einige davon gerade einmal gut zur Hälfte mobil online.     nutzen, wenn auch die Gruppen erreicht
                                                            werden, die aktuell noch gar nicht oder nur
                                                            sehr begrenzt mobiles Internet nutzen –
#D21 HANDLUNGSEMPFEHLUNG                                    wie z. B. BürgerInnen über 70 Jahre.“

Investitionen in mobile Netze wurden in Deutschland
im Vergleich zu vielen anderen Ländern bisher zu
wenig vorangetrieben. Die digitale Infrastruktur ist eine
wesentliche Grundvoraussetzung, damit Menschen
in Deutschland Zugang zu digitalen Innovationen wie
Kommunikationsdiensten, Telemedizin oder Streaming
erhalten und davon profitieren können. Zudem bieten
5G-Kommunikationsnetze eine hohe Ausfall- und
­Datensicherheit, die besonders im Gesundheitswesen
und beim Katastrophenschutz wichtig ist. Die Bereit­
 stellung einer modernen Infrastruktur sollte daher
 ein hohes strategisches Ziel für die Zukunftsfähigkeit
 des Landes sein.
16            DIGITAL-INDEX ZUGANG

              Internetnutzung in den einzelnen Bundesländern

              DIE 90-PROZENT-MARKE WURDE ERREICHT.                                   I­nternetnutzung fast flächendeckend. Schlusslichter
                                                                                      bleiben die östlichen Flächen-Bundesländer, allerdings
              Erstmals erreicht mit Hamburg ein Bundesland die                        mit großteils starken Zuwächsen. Brandenburg und
              90-Prozent-Hürde, die nächsten drei Länder Nieder­                      Sachsen überschreiten zudem die 80-Prozent-Marke,
              sachsen, Schleswig-Holstein und Berlin folgen                           auch die übrigen östlichen Bundesländer sind davon
              dichtauf mit jeweils 88 Prozent. Erneut steigt die                      nur noch geringfügig entfernt.

       NUTZEN SIE PERSÖNLICH ZUMINDEST AB UND ZU DAS INTERNET?

        Top 3 Bundesländer             85 Prozent oder mehr             Unter 85 Prozent
                                                                                                          90       +3 HAMBURG

                                          88 %                                                            88       +2 NIEDERSACHSEN
                                         Schleswig-
                                                                    79 %
                                                                                                          88
                                          Holstein                                                                       SCHLESWIG-
                                                               Mecklenburg-                                        +1 HOLSTEIN
                                                               Vorpommern

                        86 %
                                         90 %                                                              88 +2 Berlin
                        Bremen
                                         Hamburg                        88 %
                                                                         Berlin

                                          88 %                                                             87     0 Baden-Württemberg
                                       Niedersachsen
                                                                                  81 %                     87 +1 Rheinland-Pfalz
                                                          78 %                Brandenburg
                                                       Sachsen-Anhalt
                   86 %                                                                                    87 +2 Hessen
               Nordrhein-
               Westfalen
                                                                                                           86 +1 Bremen
                                                                            80 %
                                                      77 %                 Sachsen
                                  87 %             Thüringen                                               86 +2 Nordrhein-Westfalen
                                  Hessen

                                                                                                           86 +2 Bayern
               87 %
           Rheinland-Pfalz
                                                                                                           85 +2 Saarland

         85 %                                             86 %                                              81 +3 Brandenburg
        Saarland                                           Bayern
                                 87 %                                                                      80 +2 Sachsen
                                Baden-
                              Württemberg
                                                                                                            79    0 Mecklenburg-Vorpommern

                                                                                                           78 +2 Sachsen-Anhalt

                                                                                                            77 +4 Thüringen
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     Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 20.322)                                             Angaben in Prozent; Abweichungen in Prozentpunkten
DIGITAL-INDEX ZUGANG                  17

Mobile Internetnutzung in den einzelnen Bundesländern

AUCH BEI DER MOBILEN INTERNETNUTZUNG                                       im Vergleich zu 2018. Teilweise ­ebenfalls hohe ­Zunahmen
BELEGT DER NORDEN DIE DREI SPITZENRÄNGE.                                   zeigen sich wiederum in den östlichen B    ­ undesländern
                                                                           sowie im Saarland. Dennoch erreicht mit Ausnahme
Neben den Stadtstaaten Hamburg und Bremen kann                             von Mecklenburg-­Vorpommern keines die 70-Prozent-­
sich auch bei der mobilen Internetnutzung Niedersachsen                    Grenze. Nach einer hohen ­Steigerung im vergangenen
unter den Top 3 platzieren. Am stärksten holt Rheinland-­                  Jahr ­stagniert in Berlin die mobile Internetnutzung aktuell.
Pfalz auf, mit einem Zuwachs von elf ­Prozentpunkten

  NUTZEN SIE PERSÖNLICH DAS INTERNET AUCH ÜBER DAS
  MOBILFUNKNETZ EINES MOBILFUNKANBIETERS?

   Top 3 Bundesländer              70 Prozent oder mehr             Unter 70 Prozent
                                                                                                         81      +8 HAMBURG

                                     73 %                                                               80       +9 NIEDERSACHSEN
                                   Schleswig-
                                    Holstein                   70 %
                                                            Mecklenburg-
                                                            Vorpommern
                                                                                                         79      +6 BREMEN

                                   81 %
              79 %                 Hamburg                          75 %
                                                                                                          77 +11 Rheinland-Pfalz
               Bremen                                               Berlin

                                   80 %                                                                   76 +4 Nordrhein-Westfalen
                                Niedersachsen
                                                                              69 %                        75     0 Berlin
                                                       66 %                Brandenburg
                                                   Sachsen-Anhalt
             76 %                                                                                         75 +7 Baden-Württemberg
          Nordrhein-
          Westfalen                                                                                       74 +9 Hessen
                                                                       67 %
                                                 63 %                 Sachsen
                          74 %                  Thüringen                                                 74 +5 Bayern
                          Hessen

                                                                                                          73 +4 Schleswig-Holstein
         77 %
    Rheinland-Pfalz
                                                                                                          70 +2 Mecklenburg-Vorpommern

   69 %                                               74 %                                                69 +8 Brandenburg
  Saarland                                            Bayern
                          75 %                                                                            69 +7 Saarland
                         Baden-
                       Württemberg
                                                                                                          67 +6 Sachsen

                                                                                                          66 +3 Sachsen-Anhalt

                                                                                                          63 +1 Thüringen
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Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 20.322)                                                Angaben in Prozent; Abweichungen in Prozentpunkten
18            DIGITAL-INDEX ZUGANG

              Gründe, das Internet nicht zu nutzen

       WELCHE DER FOLGENDEN GRÜNDE SIND AUSSCHLAGGEBEND DAFÜR, DASS SIE DAS INTERNET NICHT NUTZEN?

                              Habe generell kein Interesse
                           am Internet / an diesem Medium                                                                         78 −4

                                                                                                                             Männer: 81 %
                                      Ist mir zu kompliziert                                    33                           Frauen: 76 %
                                                                                                     −4                      50–59 Jahre: 83 %

               Sehe für mich keinen Nutzen / Vorteil darin                                     30 −4

      Meine Kinder / Freunde / Bekannte sind im Internet
        und erledigen das für mich mit, was ich brauche
                                                                                            28 +7

         „Klassische“ Medien (Print, Hörfunk, Fernsehen)
                                       sind ausreichend
                                                                                          25

                                Habe Sicherheitsbedenken                        12

                                                                                          Westliche Bundesländer (ohne Berlin): 5 %
                     Im Internet fühle ich mich überwacht                   10 +4         Östliche Bundesländer (mit Berlin): 21 %

                              Habe Angst vor dem Internet
                                       (allgemeine Angst)
                                                                            9

                                   Ist mir zu zeitaufwändig                 8
                                                                                                     [x] Fehlendes
                                                                                                     Interesse, zu hohe
                  Ich kann es mir nicht leisten (allgemein)             4                            Komplexität und
                                                                                                     mangelnder Nutzen
                                                                                                     sind nach wie vor
                        Die Geschwindigkeit des Internets         0,3
                                        ist hier zu gering

                                                                                                     die Hauptgründe,
                                                                                                     das Internet nicht
                                                                                                     zu nutzen.
                                                                                                                         14 %
                                                                                                                   SIND OFFLINER:INNEN.
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     Basis: OfflinerInnen (n = 403); Angaben in Prozent; Abweichungen in Prozentpunkten
DIGITAL-INDEX ZUGANG                 19

14 PROZENT DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG                                WER SIND DIE OFFLINER:INNEN?*
SIND NOCH OFFLINE, TENDENZ SINKEND.

                                                                          71 Jahre
Gut drei Viertel der OfflinerInnen nennen mangelndes
Interesse als Grund für ihre Internet-Abstinenz, rund ein
Drittel findet das Internet hingegen zu kompliziert, kann                 Durchschnittsalter

                                                                          71 %
keinen Nutzen erkennen oder verlässt sich auf die Mit­hilfe
von Freunden und Familie. Klassische Medien werden
von einem Viertel als ausreichend empfunden. Angst,                       Haupt-/
                                                                          Volksschul­abschuss
zu hoher Zeitaufwand oder infrastrukturelle Themen
spielen für die Nicht-Nutzung nur eine untergeordnete
Rolle. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nicht-Nutzung des                  67%
                                                                          Frauen
Internets vor allem von persönlichen Faktoren abhängt
und weniger von äußeren Gegebenheiten. Allerdings
haben etwas mehr OfflinerInnen als im Vorjahr Angst vor
Überwachung im Internet. Diese Angst ist stärker in den
                                                                                                         Grafik herunterladen
östlichen Bundesländern vertreten und bei ­Männern mehr
                                                                                                         Hier klicken und downloaden
als bei Frauen. Stärkere Aufklärung kann einen verantwor-     Basis: OfflinerInnen (n = 403);
                                                              * Ausführliche Persona-Beschreibung bei den Nutzertypen Seite 38
tungsvollen und sicheren Umgang im Netz ermöglichen.

  UNTER WELCHER BEDINGUNG WÜRDEN SIE                          Ein Viertel der OfflinerInnen würde die Nutzung des
  KÜNFTIG DAS INTERNET NUTZEN?
                                                              Internets in Erwägung ziehen, wenn dies für sie einen
                                                              klaren Mehrwert hätte. Auch Hilfe bei der Anwendung,
TOP 5 MOTIVATOREN FÜR NUTZUNG                                 eine leichtere Nutzung und Verständlichkeit sind
                                                              starke Motivatoren. Für die mittlere Bildungsgruppe
        +6                                                    ­spielen zusätzlich vor allem Sicherheitsaspekte eine
  25         Wenn ich einen klaren Nutzen
             für mich erkennen würde
                                                               ­zentrale Rolle. Es bieten sich also durchaus Ansatz-
                                                                punkte, wie OfflinerInnen ein Einstieg in die digitale
        +5                                                      Welt gelingen kann, nämlich durch Aufklärung sowie

  17         Wenn mir jemand zeigen würde,
             wie es funktioniert
                                                                konkrete Projekte zur gezielten Förderung von digitalen
                                                                Fähigkeiten und Know-how.

        +6
  17         Wenn die Nutzung einfacher wäre                  #D21 HANDLUNGSEMPFEHLUNG

                                                              Der Großteil der OfflinerInnen ist im Rentenalter und

   7         Wenn ich die Fachbegriffe und ­Funktionen
             besser verstehen würde
                                                              kam bislang auch ohne Internet aus, teilweise erledigen
                                                              jedoch Familie oder Bekannte online Dinge für sie. Sie
                                                              brauchen Unterstützung bei der Bedienung, vor allem
                                                              aber Beispiele aus ihrem Alltag, wo die Nutzung des
   7         Wenn ich im Netz weitestgehend
             anonym bleiben könnte                            Internets einen konkreten Mehrwert für sie darstellt –
                                                              von Informationsangeboten bis zur Kommunikation mit
                                Grafik herunterladen          den jüngeren Generationen. Um zu mehr Teilhabe in der
                                Hier klicken und downloaden   zunehmend digitalen Welt beizutragen, müssen Online-
Basis: OfflinerInnen (n = 403);                               angebote, die auch für ältere Menschen relevant sind
Angaben in Prozent; Abweichungen in Prozentpunkten
                                                              (bspw. das Buchen von Fahrkarten und Behördendienst-
                                                              leistungen), intuitiv und niedrigschwellig gestaltet sein.
20            DIGITAL-INDEX ZUGANG

              Gerätenutzung

              DIE VERBREITUNG DES SMARTPHONES SETZT                                   dieser Geräte und lässt weiterhin hohe Zuwachsraten
              SICH WEITER FORT: VIER VON FÜNF BÜRGER:INNEN                            in diesem Segment erwarten. Trotz hoher medialer
              NUTZEN ES MITTLERWEILE, EIN KLASSISCHES                                 Aufmerksamkeit kommen Geräte wie sprachgesteuerte
              HANDY HAT DAGEGEN NUR NOCH JEDE/R FÜNFTE.                               Assistenten (Smart Speaker) oder Wearables (vor allem
                                                                                      Fitnessarmbänder und Smartwatches) derzeit nicht
              Wenig Dynamik zeigt sich bei stationären PCs, sie                       aus ihrem Nischendasein heraus. Bis dato verzeichnen
              ­scheinen sich auf einem Nutzungs-Niveau von etwas                      sie über die letzten drei Jahre hinweg nur sehr geringe
               weniger als 50 Prozent eingependelt zu haben.                          Zuwachsraten und sind noch deutlich im einstelligen
               Gleiches gilt für die Nutzung von Laptops bei etwa                     Nutzungsbereich. Noch seltener sind VR-Brillen, etwas
               zwei Drittel sowie von Tablets bei einem guten Drittel.                weiter verbreitet sind dagegen Spielkonsolen und
               Stark im Aufwärtstrend sind dagegen Smart-TVs,                         E-Book-Reader mit 16 bzw. zwölf Prozent.
               also internetfähige Fernseher. Hier ist der Anteil inner­
               halb von zwei Jahren um zehn Prozentpunkte auf
                                                                                                                           6%    Sprachassistent
               28 Prozent gestiegen. Die Zunahme zeigt sich in allen
               Altersgruppen bis 65 Jahre. Zum einen gehört Internet­                     12 % E-Book-Reader*
               fähigkeit inzwischen oftmals zur Grundausstattung
                                                                                                                                          Spiel-
               neuer TV-Geräte, zum anderen erklärt auch die zuneh-                                                                              16 %
                                                                                                                                        konsole
               mend non-lineare Videonutzung über On-Demand-
               und Livestreaming-Dienste die starke Wachstumskurve

                                                                                    Virtual-
                                                                                    Reality-    2%
       BITTE SAGEN SIE UNS, WELCHE DER FOLGENDEN                                   Headset*
       GERÄTE SIE PRIVAT ODER BERUFLICH NUTZEN?

     80
                                                                                                               +4
                                                                                                                           79 Smartphone

              66                                                                                                           65 Laptop
              62
     60
              58

                                                                                                                           46 Desktop-PC
     40       41
                                                                                                                           36 Tablet
                                                                                                               +5
                                                                                                                           28 Smart-TV

     20                                                                                                                    21 Einfaches Handy
                                                                              18                               –4
              13
                                                                                                                           7 Wearable
                                                                5
      0
                   2013          2014            2015               2016           2017          2018               2019

                                                                                                                             Grafik herunterladen
     Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 20.322); * (n = 2.019); Angaben in Prozent; Abweichungen in Prozentpunkten            Hier klicken und downloaden
DIGITAL-INDEX NUTZUNGSVERHALTEN          21

NUTZUNGSVERHALTEN

ONLINE-RECHERCHEN, ONLINE-SHOPPING                         der Bevölkerung nutzen. Schlusslicht bilden Smart-Home-­
 UND INSTANT MESSAGING SIND DIE DERZEIT                    Anwendungen, die mit einer Nutzung von 15 Prozent
AM W­ EITESTEN VERBREITETEN DIGITALEN                      (vier Prozent wöchentlich) bis dato noch Nischen­
­TÄTIGKEITEN. ETWA 70 BIS 80 PROZENT                       anwendungen darstellen.
DER DEUTSCHEN BEVÖLKERUNG NUTZEN DAS
INTERNET FÜR DIESE DIENSTE.                                Bei allen genutzten Diensten zeigen sich große Unter-
                                                           schiede im Nutzungsverhalten sowie in der -häufigkeit
Die Internetnutzung in der Gesellschaft nimmt weiter zu.   abhängig vom Alter. So ist die junge Generation zwischen
Der Subindex Nutzungsverhalten untersucht, wie sich        14 und 29 Jahren bei allen Anwendungen aktiver als
die BürgerInnen in Deutschland im Internet verhalten,      der Durchschnitt, die über 65-Jährigen sind hingegen
d. h. welche Dienste und sozialen Medien sie in welchem    unterdurchschnittlich aktiv. Dieses Muster gilt ­besonders
Ausmaß nutzen. Erstmalig schlüsselt die Studie dabei die   für die Entertainment-Themen Computerspiele und
Häufigkeit der Nutzung einzelner Dienste auf und erfasst   ­Streaming-Dienste sowie Sprachassistenten. Zudem
damit genauer diejenigen Dienste, die zwar regelmäßig,      lässt sich bei Personen mit niedriger Bildung bei allen
aber nicht in einer wöchentlichen Frequenz genutzt wer-     ­Aspekten eine geringere Nutzung sowie Nutzungs­
den, wie beispielsweise das Buchen von Dienstleistungen      häufigkeit erkennen.
oder Online-Shopping. Dadurch sind Ergebnisvergleiche
zum Vorjahr nur eingeschränkt möglich.

Internet-Recherchen (z. B. über Google) und Instant-­
Messaging-Dienste (z. B. WhatsApp) nutzt die Mehrheit
der BürgerInnen in Deutschland mindestens einmal pro
Woche, sie gehören damit fest zum Alltag. Einkäufe im
Internet finden dagegen seltener statt, schwerpunkt­
mäßig ein oder mehrmals pro Monat. Fast zwei Drittel
der Befragten nutzen Office-Programme, gut die Hälfte
bezahlt online (jedoch kaum über das Smartphone)
oder ordert Dienstleistungen im Netz. Hierbei ist die
Nutzungsfrequenz schon deutlich niedriger, insbeson-
dere bei Online-Dienstleistungen. Knapp die Hälfte der
Bevölkerung spielt am Computer (zum Teil online) oder
streamt ­Musik, Filme oder Serien über das Internet
(43 bzw. 44 Prozent). Fast ebenso viele haben bereits
Erfah­rungen mit Kollaborationstools, allerdings eher
sporadisch. Gleiches gilt für E-Learning, Fitnessanwen­
dungen oder Sprachassistenten, die maximal ein Drittel
22            DIGITAL-INDEX NUTZUNGSVERHALTEN

              Nutzungshäufigkeit einzelner Dienste und Anwendungen

       BITTE GEBEN SIE AN, OB BZW. WIE HÄUFIG SIE DIE FOLGENDEN ANWENDUNGEN NUTZEN.

        Ein oder mehrmals pro Woche                                                                                               6 5
                                                                                                                                      4             Sprachsteuerung oder
        Ein oder mehrmals pro Monat                                                                                                        7        Sprach­assistenten
        Ein oder mehrmals pro Halbjahr                                                                                       22 %                   wie z. B. Apple Siri, Amazon
                                                                                                                                                    Alexa, Google Assistant,
        Seltener                                                                                     9             78                               Microsoft Cortana
        Nie / Keine Angabe
                                           14–29 Jahre: 38 %
                                                                            29
                                           30–49 Jahre: 21 %                                                                           5                   Mobiles Bezahlen
                                           50–64 Jahre: 8 %                               71 %                                                 10
                                                                                     Online-Shopping,                                                      über das Smartphone
                                           65+ Jahre: 3 %                                                          33
                                                                                       d. h. Waren im                                               8      wie z. B. mit Apple Pay
                                                                                                                                                           oder Google Pay
                                                                                      Internet kaufen                             29 %               6
                                                          16
                                                 44 %                       11                                          71
                                             On-­Demand-
                                                                                                                                                                  11
                                           oder Streaming-­     12                         18
                              56           Dienste wie z. B.                  18
                                            Spotify, Netflix,                                                                                              55 %
                                                                7                                                                      45         Online ­Bezahlen           23
                                            Amazon Prime                3
                                                                        2                    82 %                                                wie z. B. per ­PayPal,
                                                           9
                                                                                        In Suchmaschinen                                         paydirekt, ­Bitcoins
                                                                                         nach Inhalten und
                                                                                     ­Informationen suchen
                                                                                                                        55                                             12
                    8                  Gesundheits- oder
                         5                                                   22                                                                             9
                             7         Fitnessanwen­dungen
                                       nutzen wie z. B. Schritte
               27 %           7        zählen oder Blutzucker-
      73                               werte messen
                                                                                                                                                         Frauen: 15 %
                                                                                                                                       21                Hohe Bildung: 43 %
                                           17                                                            40             60 %
                                                                30                                              Office-Programme,                                 4
                              43 %                                                                             also Textverarbeitung,
                        ­Computerspiele
                                                     10                           70 %                        Tabellenkalkulation oder
                                                                                                                                                                            15
                                                                                                                                                 16          58 %
               57          spielen oder                                Instant-Messaging-­                      auch Präsentationen
                           Spiele-­Apps              5              Dienste wie z. B. WhatsApp,                                                      Dienstleistungen
                                                                        Threema, Telegram                                                          online bestellen oder
                                                11              3                                                                      8          buchen wie z. B. Reisen,
                                                                                                                        15                        Lieferservice für Essen,
                                                                    4                                                                                                            19
                                                                                                                                                     Carsharing, Hand-
                                                                        7                       56                                             42         werker
                                                                                                                   4 6
                         7
                                                                                                                              9                                   20
                                  12
                                              Zusammenarbeit
                                              mit ­anderen über             Frauen: 2 %                        36 %
                                       7                                                        64                                17   Lernangebote übers ­
     59          41 %                        ­Anwendungen wie               Männer: 7 %
                                                                                                                                       Internet wie z. B. ­Online-­Kurse,
                                              z. B. Google Docs,
                                                                                                                                       Webinare, ­Lern­videos
                                   15        ­Microsoft OneDrive                  434
                                                                                     4
                                                                              15 %
                                                                                            Smart-Home-­Anwendungen
                                                                        85                  wie z. B. Licht- oder Heizungs-
                                                                                            steuerung per App
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     Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 2.019); Angaben in Prozent
DIGITAL-INDEX NUTZUNGSVERHALTEN                     23

Genutzte Online-Dienstleistungen

Das Thema Reise steht weiterhin an erster Stelle bei                    Car­sharing und Fahrdienste über das Internet in Anspruch
Online-Dienstleistungen. Die Hälfte der Befragten hat                   genommen, was sicherlich mit einer höheren Verfügbar­
bereits Bahn-, Bus-, Flugtickets oder Hotels im Internet                keit dieser Dienstleistungen in Ballungsgebieten zu­
gebucht. Auch mit der Online-Buchung von Privatunter-                   sammenhängt. Insgesamt gilt: Menschen in Groß­städten
künften (z. B. über Airbnb) hat mittlerweile ein Drittel                nutzen mehr Online-Dienste als Menschen auf dem
Erfahrung, 2017 war es noch ein Viertel. Den größten                    Land. Zudem zeigt sich, je gebildeter die Befragten, umso
­Zuwachs innerhalb von zwei Jahren verzeichnen Online-­                 mehr Dienstleistungen nehmen sie über das Internet in
 Lieferdienste, ihre Nutzung ist auf ebenfalls ein Drittel              Anspruch. Das gilt zum einen für Dienstleistungen, die
 gestiegen. Besonders bei den unter 30-Jährigen ist das                 höhere Ausgaben erfordern (und von höheren Bildungs-
 Online-Bestellen von Lebensmitteln mit 61 Prozent weit                 schichten tendenziell öfter in Anspruch genommen
 verbreitet. Die übrigen Online-Dienstleistungen nutzt                  werden), wie z. B. Reisen. Aber auch Online-Petitionen
 bislang maximal ein Zehntel der B  ­ undesbürgerInnen.                 oder Online-­Beratungen zu Gesundheit, Recht oder sozia-
 Falls überhaupt werden in Großstädten Lieferdienste,                   len Themen nehmen vor allem höher Gebildete wahr.

  WELCHE DIESER DIENSTLEISTUNGEN HABEN SIE BEREITS ONLINE GENUTZT? *

     2017            2019

                                                                                                                        Frauen: 45 %
                     Reisen buchen (z. B. Bahnfahrten,
                        Busfahrten, Flüge oder Hotels)                                             43     51 +8         Männer: 57 %
                                                                                                                        Hohe Bildung: 74 %
                          Private Unterkünfte buchen
                                         (z. B. Airbnb)                                26   34 +8
                                                                                                          14–29 Jahre: 61 %
               Lieferdienste (z. B. Pizza, Lebensmittel
                         bestellen und liefern lassen)                            21        33 +12        30–49 Jahre: 42 %
                                                                                                          50+ Jahre: 18 %
                                            Fahrdienste
                          (z. B. Uber, myTaxi, BlaBlaCar)              7 11       20–29 Jahre: 24 %

                                        Online-Petition
                     (z. B. Change.org, openpetition.de)
                                                                        10 Neu

                         Online Beratungsangebote
      (zu gesundheitlichen, juristischen oder sozialen                  9 Neu
             Themen z. B. netdoktor.de, juraforum.de)
                  Carsharing (z. B. car2go, DriveNow),                        20–29 Jahre: 11 %
              Bike- oder Mofasharing (z. B. Call a Bike)
                                                                  34          Großstadt (ab 500.000 EW): 8 %

                         Putzdienste und Handwerker
                           (z. B. helpling, My-Hammer)
                                                                  34
                                                                                                                    Grafik herunterladen
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Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 2.019); Angaben in Prozent; Abweichungen in Prozentpunkten; * Modifizierte Abfrage in 2019
24            DIGITAL-INDEX NUTZUNGSVERHALTEN

              Nutzung sozialer Medien

              SOZIALE MEDIEN SIND IN DEUTSCHLAND ALL­                                     Die Verwendung von WhatsApp ist in allen Altersgruppen
              GEGENWÄRTIG. FAST ALLE JÜNGEREN UNTER                                      angestiegen. Nach wie vor finden sich die meisten
              30 JAHREN NUTZEN SOZIALE NETZWERKE,                                        Nutzen­den unter den 14- bis 29-Jährigen (87 Prozent).
              ­SCHÜLER:INNEN NUTZEN ALLE MEDIEN AM                                       Mit zunehmendem Alter sinkt die Nutzung bis auf
              INTENSIVSTEN (AUSNAHMEN: LINKEDIN, XING UND                                29 Prozent in der Altersgruppe der über 65-Jährigen. Die
              FACEBOOK). MIT ZUNEHMENDEM ALTER NIMMT                                     Nutzung von Facebook stagniert, bei der Altersgruppe
              DIE NUTZUNG AB. EBENFALLS STARK VERTRETEN                                  von 14 bis 19 Jahren ist sie sogar leicht rückläufig. YouTube
              SIND SOZIALE MEDIEN BEI BERUFSTÄTIGEN UND                                  verwenden etwas mehr Menschen als im vergangenen
              BEI PERSONEN MIT HOHEM BILDUNGSGRAD.                                       Jahr und nach wie vor mehr Männer als Frauen, trotz
                                                                                         etwas geringerem Abstand. Auch Twitter und die
              Sieben von zehn BürgerInnen in Deutschland nutzen                          berufl­ichen Netzwerke LinkedIn und XING nutzen mehr
              soziale Medien, das ist ein Anstieg um fünf Prozentpunkte                  Männer als Frauen. TikTok hingegen erreicht tenden­
              im Vergleich zum Vorjahr. Bei den unter 30-Jährigen                        ziell mehr Frauen, ebenso wie Pinterest. Beide werden
              sind es mit 95 Prozent nahezu alle. Sie nutzen mit durch-                  aber nur von einer Minderheit genutzt, ebenso wie
              schnittlich 3,7 verschiedenen Plattformen auch deutlich                    verschlüs­selte Messenger-Dienste. Spätestens ab einem
              mehr Dienste als die Allgemeinheit. Am weitesten ver-                      Alter von 50 Jahren nimmt die Nutzung der meisten
              breitet ist mit großem Abstand WhatsApp (64 Prozent),                      ­sozialen Medien spürbar ab. TikTok beispielsweise ist
              gefolgt von Facebook und YouTube, die jeweils von rund                      ein Medium der Jugend und bei den über 30-Jährigen so
              40 Prozent genutzt werden.                                                  gut wie ­überhaupt nicht im Einsatz.

       WELCHE DER FOLGENDEN SOZIALEN MEDIEN NUTZEN SIE – EGAL OB SIE AKTIV ETWAS POSTEN
       BZW. HOCHLADEN ODER NUR INHALTE / VIDEOS ANSEHEN?

                                         SchülerInnen: 56 %
                                         Hohe Bildung: 20 %
                                                                                                                             Frauen: 37 %
                                                                +3                                                           Männer: 44 %
                                                          16 %                                                               14–19 Jahre: 70 %
                            6 % Neu
                        Pinterest*
                                                         Instagram
                                                                                                     40   %
                                                                                                     YouTube
                                                                                                            +5               65+ Jahre: 12 %
                                                                                                                             Niedrige Bildung: 26 %

                                     9%                                                                    14–29 Jahre: 87 %
                                  Twitter                                                                  30–49 Jahre: 81 %

                                                                          64 %
                                                                                                           50–64 Jahre: 64 %
                                                                                        +8                 65+ Jahre: 29 %

          71 %
                                                   42 %
                                                                            WhatsApp
           NUTZEN
           SOZIALE                                 Facebook                                                                        3%
           MEDIEN                                                                                                6%                       Neu
                                                                                                                 XING        Verschlüsselte
                                                                                         2 % Neu
                                                                                                                           Messenger-Dienste
                                                                                                                           wie Threema, Signal

         2,7
              Ø                                                                       TikTok**
                                                                                                                               oder Wire**
                                                                       6%
                                                                     Snapchat
                               Durchschnittliche Anzahl                                                  4%
                              genutzter sozialer Medien                                                LinkedIn

                                                                                                                        Grafik herunterladen
     Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 20.322); Abweichungen in Prozentpunkten; * (n = 12.216); ** (n = 2.019)          Hier klicken und downloaden
DIGITAL-INDEX NUTZUNGSVERHALTEN                       25

ANFEINDUNGEN IN SOZIALEN NETZWERKEN                                  SIND SIE SCHON EINMAL IN EINEM SOZIALEN
                                                                     ­N ETZWERK BELEIDIGT ODER ANGEGRIFFEN WORDEN?

In der digitalisierten Welt geht es zumeist friedlich zu,
dennoch haben acht Prozent der Bevölkerung bei ihren                                                     Ich kann bei der Nutzung
                                                                     14–19 Jahre: 20 %                   ­sozialer Netzwerke mit Unhöf-
Social-Media-Aktivitäten Beleidigungen oder verbale
                                                                                                          lichkeiten oder Anfeindungen
Angriffe erlebt. Insgesamt kann der Großteil der Betrof­                                                  gut umgehen: 6 %
fenen diese Anfeindungen gut verarbeiten. Die Alters-                                     8%      Ja
gruppe unter 20 Jahren ist die mit Abstand aktivste                                                      Mich verletzen Anfeindungen
in sozialen Medien, hier erlebte bereits eine von fünf                                                   oder Unhöflichkeiten in sozialen
Personen Anfeindungen oder Beleidigungen im Netz.                                                        Netzwerken sehr: 2 %
Laut eigenen Angaben können die Jugendlichen aber
besonders gut damit umgehen. Obwohl Frauen tenden­                 Nein 92 %
ziell seltener Anfeindungen in sozialen Medien ausge-
                                                                                                              Grafik herunterladen
setzt sind, haben sie größere Schwierigkeiten bei der
                                                                                                              Hier klicken und downloaden
Verarbeitung dieser Angriffe und fühlen sich dadurch
                                                                   Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 2.019)
eher verletzt als Männer. Aufgrund der geringen Fall­
zahlen sind diese Zusammenhänge jedoch nur als
Tendenzaussagen zu betrachten.

                                                                   BEEINFLUSSUNG VON WAHLEN DURCH
                                                                   SOZIALE MEDIEN

                                                                   Vier von fünf Befragten können sich vorstellen, dass
                                                                   politische Wahlen durch soziale Medien beeinflusst
                                                                   werden. Die Mehrheit geht hier vor allem von einer
                                                                   negativen Beeinflussung durch Falschmeldungen aus.
                                                                   Gleichzeitig können sich knapp 40 Prozent auch einen
  JOHANNES BALDAUF                                                 positiven Einfluss durch besseren Informationszugang
  Public Policy Manager Gesellschafts-                             vorstellen. Dieser Eindruck nimmt mit zunehmendem
  politik, Facebook Germany GmbH                                   Alter ab. Höhere Bildungsschichten sehen sowohl die
                                                                   Gefahren als auch die Chancen im Zusammenhang mit
                                                                   der Beeinflussung von Wahlen durch soziale Netzwerke
  „Wir arbeiten hart daran, unzulässige                            deutlich stärker als Menschen mit geringer formaler
  Inhalte so schnell wie möglich zu ent­                           Bildung. Von diesen kann sich ein Drittel keine Beein-
  fernen. Bei Hassrede ist Löschen allein                          flussung vorstellen bzw. ist sich über die Rolle sozialer
  keine Lösung, denn es handelt sich                               Medien in diesem Zusammenhang nicht im Klaren.
  hierbei um ein gesamtgesellschaftliches
  Problem. Daher ist es uns sehr wichtig,
  die Zivilgesellschaft im digitalen Raum                            KÖNNEN SIE SICH VORSTELLEN, DASS WAHLEN
  zu stärken. Zum Beispiel unterstützen                              DURCH SOZIALE MEDIEN BEEINFLUSST WERDEN
                                                                     UND WENN JA, IN WELCHER FORM?
  wir Gegenrede-Initiativen und helfen
  Betroffenen beim Umgang mit Hassrede.“
                                                                                                Niedrige Bildung: 67 %

                                                            Nein                             Ja
                                                                   21 %                79 %            12 %           26 %           41 %

                                                                                                  Rein positive     Sowohl      Rein negative
                                                                                                  Beeinflussung     als auch    Beeinflussung

                                                                                                                  Grafik herunterladen
                                                                   Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 2.019)       Hier klicken und downloaden
26            DIGITAL-INDEX KOMPETENZ

              KOMPETENZ
              Wissensaneignung rund um Themen der Digitalisierung

              „AUSPROBIEREN“ HEISST DAS MOTTO FÜR MEHR                              andere Hilfeseiten im Internet, von den unter 30-Jährigen
              ALS DIE HÄLFTE DER DEUTSCHEN, WENN ES DARUM                           bildet sich sogar jede/r zweite auf diese Art fort. Im
              GEHT, NEUES WISSEN IM UMGANG MIT COMPUTERN,                           ­Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit bauen 19 Prozent der
              INTERNET UND DIGITALEN THEMEN ZU ERWERBEN.                             Befragten ihre Digitalkompetenz aus.

              Die digitale Kompetenz in Deutschland nimmt langsam                   Ein Viertel der Gesamtbevölkerung hat Erfahrung mit
              zu, aktuell steigt der Subindex um drei Indexpunkte.                  einer systematischen Weiterbildung zum Thema Digitali-
              Um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Bereich Digitali-               sierung in Form von kostenlosen bzw. finanzierten
              sierung und Computer auszubauen, helfen sich die Be-                  (selbst oder vom Arbeitgeber) Weiterbildungsangeboten.
              fragten weiterhin eher selbst, als formale Weiterbildung              Jede/r vierte Berufstätige bekommt Schulungen in
              in Anspruch zu nehmen. Unverändert stellt „Learning                   ­diesem Kontext bezahlt, von den Berufstätigen mit Büro-
              by Doing“ die häufigste Form der Wissensaneignung dar.                 job immerhin jede/r dritte. Dabei ist zu beachten, dass
              Das persönliche Umfeld hingegen verliert leicht an                     Teile der formalen Weiterbildung (wie z. B. bezahlte
              Bedeutung, nur noch ein gutes Drittel der Befragten                    Schulungen), aber auch informelle Kanäle über Kolleg­
              erlangt zusätzliches Wissen im Digitalisierungsumfeld                  Innen, hauptsächlich den Berufstätigen offenstehen
              über Freunde oder Familie. In der Altersgruppe zwischen                und damit grundsätzlich weniger Menschen erreichen
              50 und 64 Jahren und bei Frauen ist die informelle Hilfe               können als private Kanäle zur Wissensaneignung. Den-
              durch andere jedoch nach wie vor überdurchschnittlich                  noch kann von einer systematischen und flächendecken-
              wichtig. Der Wissenstransfer unter KollegInnen macht                   den Form der Kompetenzsteigerung in diesen Themen­
              etwa ein Viertel aus. Etwa ein Drittel nutzt Foren oder                feldern bis dato keine Rede sein.

       WIE EIGNEN SIE SICH NEUES WISSEN IM BEREICH COMPUTER, INTERNET UND DIGITALE THEMEN AN?

         76           Informelles Lernen
                                                                                        22              Formales Lernen

                                                                                                    Schulungen und Weiterbildungsangebote,
            58    Bringe ich mir selbst durch Ausprobieren bei                             16       die ich bezahlt bekomme (z. B. vom Arbeitgeber)

       −3 39      Hilfe und Tipps von Freunden und Bekannten                                               14–29 Jahre: 16 %
                                                                                                                                 Berufstätige: 26 %
                                                                                                           30–49 Jahre: 27 %
                                                                                                                                 Bürojob: 33 %
                                                                                                           50+ Jahre: 10 %
       −3 34      Hilfe und Tipps von der Familie

                  Bringe ich mir selbst bei mit Hilfe aus dem Internet                              Kostenlose Schulungen und
            31    (z. B. Foren, YouTube-Videos)
                                                                                      −3 8          Weiterbildungsangebote im Internet

            26    Hilfe und Tipps von KollegInnen
                                                    Frauen: 15 %
                  Durch Lernen „on the Job“,                                                        Schulungen und Weiterbildungsangebote,
     Neu 19       d. h. durch die tägliche Arbeit
                                                    Niedrige Bildung: 5 %                   5       die ich selbst finanziere
                                                    Hohe Bildung: 33 %

                                                                                                                         Grafik herunterladen
     Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 2.019); Angaben in Prozent; Abweichungen in Prozentpunkten                        Hier klicken und downloaden
DIGITAL-INDEX KOMPETENZ       27

Kompetenz bei digitalen Anwendungen

Ein gutes Viertel der BürgerInnen hat bereits erlebt, dass
ein bestimmter Dienst (z. B. Arzttermin vereinbaren,
Check-in etc.) nur per Internet erledigt werden kann.
                                                                           28 %             Ich habe schon
                                                                                            einmal erlebt,
­Personen über 70 Jahren oder mit einer niedrigen formalen                  dass ich einen bestimm-
 Bildung sowie OfflinerInnen haben diese Erfahrung zwar                     ten Dienst (z. B. Check-In,
 seltener gemacht, dennoch ist hier aktuell bereits ein                     ­Vereinbarung Arzttermin
 Teil der Bevölkerung vom Zugang zu bestimmten Abläufen                      etc.) nur per Internet / App
abgeschnitten. Perspektivisch ist zu vermuten, dass
                                                                             nutzen konnte.
diese Erfahrungen weiter zunehmen werden.
                                                                                                       70+ Jahre: 13 %
                                                                                                       Niedrige Bildung: 16 %
Eine umfängliche Teilhabe an der digitalisierten Welt                                                  OfflinerInnen: 4 %
erfordert daher sowohl Fähigkeiten im Umgang mit
                                                                      Grafik herunterladen
­Computern und Programmen, als auch ein reflektiertes
                                                                      Hier klicken und downloaden
und sicheres Verhalten im Internet. Darüber hinaus
                                                                Basis: Personen ab 14 Jahren (n = 2.019)
gewinnt ein kompetenter, sicherer Umgang mit mobilen
 Geräten und Apps zunehmend an Bedeutung. Vor
 diesem Hintergrund erfasst die Studie 2019 erstmals
 Fähigkeiten in der Handhabung von Smartphones
 als Teilbereich der digitalen Kompetenz.                       Ausbaufähig sind die Aspekte Sicherheit und Souveränität.
                                                                Zwar stellen zwei Drittel nur wenige persönliche Daten
Smartphone-Kompetenzen sind in der Bevölkerung                  ins Netz, aber nur die Hälfte traut sich zu, seriöse von
­vergleichsweise stark ausgeprägt. Der Großteil der             unseriösen Nachrichten sicher zu unterscheiden. Zudem
 ­Bevölkerung geht vertraut und sicher mit dem Smart­           verwendet weiterhin fast die Hälfte der BürgerInnen nur
  phone um. Drei Viertel können Nachrichten verfassen           ein einziges Passwort.
  oder Fotos machen und beides versenden. Zwei Drittel
  können Apps installieren sowie Updates durchführen,           Die Kompetenz im Umgang mit Computern ist am
  Menschen mit einer formal niedrigen Bildung jedoch            geringsten ausgeprägt. Klassische Computeranwendungen
  deutlich weniger (42 Prozent). Mobile Payment be­             werden noch am ehesten beherrscht: Fast Zwei Drittel
  herrscht hingegen nur ein Drittel. Die 14- bis 29-Jährigen    können Dateien von einem Gerät auf das andere über­
  beherrschen viele Smartphone-Anwendungen zu fast              tragen. Mit Office-Anwendungen kann nur rund die Hälfte
  90 Prozent. Allerdings ist ihre Kompetenz im Bereich Daten­   umgehen. Anderen bei Computerangelegenheiten zu
  schutz und -sicherheit zum Teil niedriger ausgeprägt.         helfen oder spezifische Fähigkeiten, wie Programmieren,
                                                                besitzen nur wenige in der Bevölkerung. Insgesamt liegt
Die Kompetenzniveaus bei Internetanwendungen sind               die Computerkompetenz bei den Berufstätigen deutlich
sehr unterschiedlich. Das Internet bietet ein sehr breites      höher, insbesondere bei Personen, die im Rahmen
Spektrum an Anwendungen. Dementsprechend hetero-                einer Bürotätigkeit zwangsläufig Berührungspunkte
gen fallen die Kompetenzen der deutschen Bevölkerung            mit Computern haben.
in diesem Teilbereich aus. Drei Viertel der Befragten
finden benötigte Informationen im Internet und nutzen
dabei mehrheitlich auch unterschiedliche Quellen. Eben-
so vielen ist auch die Tatsache bewusst, dass (vermeint-
lich kostenlose) Dienste die hinterlegten Daten nutzen
und an Dritte weitergeben. Eine aktive Gestaltung in
Form von eigenen Posts beherrscht etwa die Hälfte der
Bevölkerung.
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