Hier wird für Berlin ein Stück Zukunft gebaut - Richtfest des GHO ...

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Hier wird für Berlin ein Stück Zukunft gebaut - Richtfest des GHO ...
November 2021                                                                              Nr. 1· Schuljahr 2021/2022

Hier wird für Berlin ein Stück Zukunft gebaut
Richtfest des GHO-Neubaus am 01.09.2021
Um kurz nach 10 Uhr erschallte die Ti-       Baukosten belaufen sich derzeit auf nur
telmusik von Rocky in der weiträumigen,      46,25 Millionen Euro. Die Ausschreibun-
lichtdurchfluteten neuen Eingangshalle       gen für den Innenausbau wären jedoch
der GHO. Die Prominenz aus Schul-, Be-       noch nicht abgeschlossen. Ein weiterer
zirks- und Landespolitik versammelte         beeindruckender „Funfact“ ist die Ge-
sich, um das Richtfest für den Neubau        samtkilometerlänge der verbauten Fens-
unserer Schule zu zelebrieren. Unter den     ter, die sich auf stolze 12 Kilometer belie-
prominenten Gästen befanden sich der         fe. Diese sind wesentlicher Bestandteil
Bezirksstadtrat Herr Jörn Oltmann, der       des klimaeffizienten und nachhaltigen
Bezirksstadtrat Herr Oliver Schworck,        Bauens, welches mit der Silbermedaille
die Bezirksbürgermeisterin Frau Angelika     des Programms „Nachhaltiges Bauen für
Schöttler und der Stadtrat für Kultur und    Bundesbauten“ ausgezeichnet werden
Soziales Herr Matthias Steuckardt.           soll. Nach der ausführlichen Würdigung
Die Spannung stieg und die Band ließ das     aller am Bau Beteiligten leitete Herr Olt-
Stück Blue Skies erklingen. Nun warte-       mann zu Frau Stoffers über.
ten alle auf die Staatssekretärin für Bil-
dung Frau Stoffers. „And the band played     Die Staatssekretärin begab sich über die
on!...“                                      Bautreppe zur Empore. Sie zeigte sich
                                             beeindruckt von diesem Prachtstück der
Sobald Frau Stoffers erschienen war, ging    Schulbauoffensive, die vor sechs Jahren
alles ganz schnell: Herr Oltmann enterte     ihren Anfang genommen hat. In diesem
die Empore und stimmte das Publikum          größten Infrastrukturprojekt der letz-
mit einer Führung durch die Zahlen des       ten Legislaturperiode sei unser Neubau
Neubauprojektes auf den Reigen der           eine von sechzig neugeplanten Schulen
Laudatoren ein. Er lobte die schnelle        für Berlin. Sie verwies darauf, dass un-
Bauumsetzung, da der Rohbau binnen ei-       ser Schulbauvorhaben nicht ganz den
nes Jahres hochgezogen worden war. Die       neuesten Ansprüchen der „Compart-

 https://gho.berlin                                                                                                  1
Hier wird für Berlin ein Stück Zukunft gebaut - Richtfest des GHO ...
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ment-Schulen“ entspreche, aber eine
Zwischenentwicklung auf dem Weg dort-
hin darstelle. Dennoch sei dieser Schul-
typ vor zehn Jahren „State-of-the-Art“
gewesen. Sie lobte das Partizipations-
verfahren im Prozess zur Neuerrichtung
unserer eigenverantwortlichen Schule
und hob das Schulkonzept mit der Profil-
bildung hervor. Dieses führe zu einer zeit-
gemäßen Schulentwicklung auf hohem
Niveau, welches sich im positiven Schul-
klima und der hohen Schulzufriedenheit
bei den Schülern, Eltern und Lehrenden
niederschlagen würde. Der Neubau ma-
che mit seiner Fotovoltaik-Anlage und
den begrünten Dächern nachhaltiges
Bauen sichtbar und zeige unseren Beitrag
zum Klimaschutz. Frau Stoffers betonte,
dass die Schulbauoffensive ungeachtet
zukünftiger Koalitionen in Berlin weiter-
geführt würde. Unser Schulneubau sym-
bolisiere das Ziel, die Schülerinnen und
Schüler fit für den Beruf und die Zukunft
zu machen.

Nun betrat der Bezirksstadtrat für Ju-
gend, Gesundheit, Schule und Sport Herr
Oliver Schworck die Empore und begrüß-
te alle „Exzellenzen und Eminenzen“.

Herr Schworck führte aus: Die Reise der
Heinemann habe nun ein Ende; das Ge-
bäude schreie regelrecht nach der Unter-
bringung der Profile. Er habe gelernt, wie
schwierig es sei, in so einen großen Bau
viel Licht zu geben.

Auch Herr Schworck stellte fest, dass der
Neubau ein Entwicklungsschritt auf dem
Weg zur „Compartment-Schule“ sei und          Schulleiter Herrn Carsten Hintze. Er be-     die verschiedenen Abschlussstadien.
gab zu, dass der Entwurf durch die zehn       grüßte und bedankte sich bei allen am
Jahre andauernde Planungsphase veral-         Bau Beteiligten und erläuterte die Ent-      Er zeigte auf, wie die Raumstruktur des
tet sei. Er bat um Geduld für den wahr-       wicklungsgeschichte des Richtfestes, wel-    Neubaus als Gerüst für die Profile und
scheinlich in zwei Jahren anstehenden         ches seit dem Mittelalter fester Bestand-    Jahrgangseinheiten diene und wie diese
Umzug und erklärte, dass dieser auf je-       teil jeder Einweihung eines Neubaus ist.     Struktur durch die Fachräume erweitert
den Fall ein „Event“ würde. Die Laudatio      Die besondere Aufmerksamkeit dieses Ri-      würde. Kernstück der Schule sei auch die
endete mit dem Versprechen, dass wir          tuals galt den Bauschaffenden, „die hier     besondere zweigeschossige Eingangshal-
uns alle zur Eröffnung wiedersehen wür-       vor Ort bei Wind und Wetter am Werk          le, die nicht nur zur Einstimmung in den
den.                                          waren.“ Herr Hintze bezeichnete dieses       Schulalltag diene, sondern auch zukünf-
                                              Richtfest nicht nur als Etappenziel in der   tig als multifunktionaler, Gemeinschaft
Die Band spielte Herbie Hancocks Cha-         Aufrichtung des Gebäudes, sondern auch       stiftender Raum für Musik- und Theater-
meleon als Interludium. Danach folgte         als Metapher für den schulischen Werde-      veranstaltungen nutzbar sei. In diesem
die Rede zum Richtfest durch unseren          gang eines Schülers auf dem Weg durch        Zusammenhang wurden die unterschied-

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lichen Bands und Blasorchester der Schu-
le hervorgehoben. Die Bühne der neuen
Halle biete sogar der Concert Band mit 60
Musikerinnen und Musikern genügend
Platz. Das Thema Nachhaltigkeit in der
Bauweise und die geplante Zertifizierung
unseres Neubaus mit der Silbermedaille
des Programms „Nachhaltiges Bauen für
Bundesbauten“ wurden nochmals be-
tont, bevor Herr Hintze seine Laudatio
mit folgendem Zitat unseres Namensge-
bers Gustav Heinemann beendete:
„Das Geheimnis der großen, umwäl-
zenden Aktionen besteht darin, den […]
Schritt herauszufinden, der weitere Schrit-
te zu einer besseren Wirklichkeit nach sich
zieht.“

Der Reigen der Laudatoren wurde mit
dem Richtspruch des Bauleiters beendet,
der eigens zu diesem Feierakt ein Gedicht
verfasst hatte, in dem der lange und teil-
weise mühsame Prozess des Bauvorha-
bens dargestellt wurde. Trotz des spezi-
ellen Versmaßes war dies ein liebevolles
Bekenntnis zu unserem Schulneubau:

„Lasst uns gemeinsam wünschen heute:
Ein gutes Gelingen dem Bau bis zur
Fertigstellung für alle Leute [...]
Hier wird für Berlin ein Stück Zukunft ge-
baut.
Das kann man so sagen und auch mal
recht laut.“
                                M. Höhne

                    von oben nach unten:
1. Der Bereich der zukünftigen Mensa

2. Hier entstehen fünf Klassenräume.

3. Hinten links entsteht der zukünftige
   Haupteingang.

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Sommer, Sonne und Musik
Lange sorgte das Corona-Virus für im-        ner-Drude als auch Arbeitsgemeinschaf-
mense Frustrationen unter den Musici         ten wie beispielsweise die Concert Band
unserer Schule. Aber mit dem GHO-Mu-         von Herrn Vössing oder die Big Soul Band
siksommer am Freitag, dem 18. Juni, zog      von Herrn Ginzburg vertreten.
der Fachbereich Musik einen fulminan-
ten Schlussstrich unter die Zeit der Ent-    Alle Gruppen hatten offenbar ein un-
behrungen.                                   glaubliches Übepensum hinter sich ge-
Der Titel der Veranstaltung war vielleicht   bracht, denn noch bis Ende Mai durften
nicht ganz korrekt, denn es fehlten ja       nur halbe Klassen im Präsenzunterricht
noch drei Tage bis zum kalendarischen        beschult werden, was eine vernünftige
Sommeranfang, aber das Wetter war            Probenarbeit deutlich erschwerte. Trotz-
schon mehr als sommerlich. Die Sonne         dem konnte man fast fünf Stunden lang
lachte, die Quecksilbersäule kletterte       die Zuhörenden mit einem abwechs-
unaufhörlich aufwärts. So mussten Maß-       lungsreichen Programm aus den ver-
nahmen ergriffen werden, um auf dem          schiedensten Genres unterhalten. Die
Schulgelände erträgliche Temperaturen        8.13 von Herrn Wießner-Drude etwa
zu schaffen. Neben einem Sonnensegel         hatte Musikstücke aus verschiedenen Fil-
über der Bühne und Pavillons für die Zu-     men vorbereitet. Mit „Stand By Me“ und
hörenden entfalteten vor allen Dingen        „99 Luftballons“ hatte Herr Vössing ech-
mehrere Rasensprenger ihre wohltuende        te Evergreens ausgesucht, während Herr
Wirkung. Der Clou war jedoch ein auf-        Ginzburg mit „Blue Skies“ (im Original
blasbares Planschbecken, in dem sich die     von Ella Fitzgerald) einen Ausflug in die
Musizierenden nach dem kräftezehren-         Swing-Ära unternahm. Unter anderem
den Auftritt entspannen konnten.             bei diesem Stück wurde das Klangspek-
                                             trum durch eine Sängerin erweitert. In
Weitere Vorsichtsmaßnahmen galten na-        diesem Fall griff Francesca Tomasco aus
türlich dem Infektionsschutz. Ein Hygiene-   dem 11. Jahrgang sehr überzeugend zum
plan war erstellt worden und an jedem        Mikrofon. Auch Johanna Erbach – eben-
Eingang wurde kontrolliert, ob die Zu-       falls aus dem 11. Jahrgang – bekam viel
schauenden geimpft bzw. getestet waren.      Beifall für ihre Interpretation von Beyon-
                                             cés „Daddy Lessons“.
Für das Wohlbefinden der Gäste war also
gesorgt und in bester Laune lauschte das     Einen weiteren Schwerpunkt des Kon-
Publikum den musikalischen Darbietun-        zerts bildete die Musik der Lucky Chops,
gen von immerhin elf Musikformationen.       einer Brass-Band aus New York, die mit
Dabei waren sowohl unterrichtliche Lern-     ihrer mitreißenden Musik weltweite Be-
gruppen wie die Bläserklassen von Herrn      kanntheit erreichte. Herr Vössing hatte es
Ginzburg, Herrn Vössing und Herrn Wieß-      sich zur Aufgabe gemacht, diese Forma-

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tion bei den Lernenden bekannt zu ma-        te die Begeisterung keine Grenzen mehr.      lange Zeit zusammen, aßen, tranken,
chen. Und tatsächlich hat er viele unserer   Wir drücken dem Kurs beide Daumen für        unterhielten sich und genossen die laue
Lernenden für diese Musiker begeistern       den Wettbewerb! Uns jedenfalls hat das       Sommernacht. Man merkte deutlich,
können, z. B. spielte unsere Schulband       Stück überzeugt.                             wie sehr sich alle nach solchen gemein-
„Ghostplayer“ Coverversionen dieser                                                       samen, schönen Erlebnissen gesehnt
Gruppe zur Einschulung unserer neuen         Die Aufgabe, das Publikum durch das Pro-     hatten, die durch die Corona-Regelungen
Fünft- und Siebtklässler.                    gramm zu führen, hatte Alexander Metze       so lange Zeit nicht möglich gewesen wa-
Ein besonders spannender Beitrag kam         aus der 9.13 übernommen. Seine souve-        ren. So war der GHO-Musiksommer ein
vom Leistungskurs Musik von Herrn Vös-       räne Moderation trug ebenfalls sehr zum      wunderschöner Abschluss eines von Be-
sing. Für den internationalen Song Cont-     Gelingen der Veranstaltung bei.              schränkungen und Verboten geprägten
est „Dein Song für EINE WELT“ hatten die                                                  Schuljahres.
Lernenden ein Stück komponiert, getex-       Nachdem der letzte Ton verklungen war,
tet und einstudiert. Als dann Lucas Weitz    war der Abend jedoch noch lange nicht
ein erstklassiges Rap-Solo hinlegte, kann-   beendet. Viele Mitwirkende saßen noch                               C. Wießner-Drude

Berufsorientierung zum Mitmachen
Der Berufsparcours kehrt zurück - auch unter Pandemiebedingungen
Am 14. Juni 2021 war es endlich soweit:      Dank eines umfassenden Hygienekon-           Herausforderungen und ließen individu-
Das Theaterzentrum, die Mensa und            zepts und unter Einhaltung der offiziellen   elle, bislang ungeahnte Stärken sichtbar
die Mensaterrasse verwandelten sich in       Vorgaben für öffentliche Veranstaltungen     werden. Auch der direkte Kontakt zu den
einen Marktplatz der besonderen Art.         konnten sich die Schüler:innen des 8.        Unternehmensvertreter:innen war für
Nachdem der traditionelle Berufspar-         Jahrgangs an verschiedenen Stationen im      die meisten Schüler:innen anfangs unge-
cours im vergangenen Schuljahr pande-        Speeddating-Format praktisch ausprobie-      wohnt. Nach einer kurzen Aufwärmphase
miebedingt leider ausfallen musste, öff-     ren, den Unternehmensvertreter:innen         meisterten die Jugendlichen jedoch auch
nete die Gustav-Heinemann-Oberschule         im persönlichen Gespräch Fragen stellen      das zunehmend souverän und selbstsi-
kurz vor den Sommerferien nun wieder         und so einen Einblick in unterschiedliche    cher – beste Voraussetzungen also für die
ihre Türen für Vertreter:innen aus insge-    Berufsbilder erlangen.                       Bewerbungsphase des im kommenden
samt 16 Unternehmen unterschiedlicher        Manche Aufgaben stellten die Jugend-         Schuljahr anstehenden Betriebsprakti-
Branchen.                                    lichen dabei durchaus vor unbekannte         kums.

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Unser besonderer Dank gilt den folgen-        der Vergangenheit mehrfach an unserem
den Unternehmen und Partner:innen,            Berufsparcours teil. Nicht selten erga-
die durch ihre Teilnahme die Realisierung     ben sich daraus spätere Praktikums- und
des diesjährigen Berufsparcours über-         Ausbildungsverhältnisse. Es ist immer
haupt erst möglich machten und dafür          ein besonderes Erlebnis für alle Betei-
sorgten, dass dieses Event unter diesen       ligten, wenn ehemalige Schüler:innen
besonderen Bedingungen ein so großer          der Gustav-Heinemann-Oberschule als
Erfolg werden konnte:                         Unternehmesvertreter:innen an ihre
                                              ehemalige Schule zurückkehren, um ihr
Agentur für Arbeit Berlin-Süd, Bär &          Wissen und ihre Erfahrungen mit den
Ollenroth KG Berlin, Berliner Sparkas-        Achtklässler:innen zu teilen.
se, Berufsförderungswerk der Fachge-
meinschaft Bau Berlin und Branden-            Auch der Werkstattleiter der Gustav-Hei-
burg gGmbH, Fachverband Garten-,              nemann-Oberschule, Herr Spiekermann,
Landschafts- und Sportplatzbau Berlin         betreute eine eigene Station und gewähr-
und Brandenburg e. V., Fiberweb Berlin        te den Schüler:innen spannende Einbli-
GmbH, Flemming & Klingbeil GmbH & Co.         cke in die Kraftfahrzeug-Technik, wofür
KG, Klosterfrau Berlin GmbH, LIFE e. V.,      wir uns ebenfalls ganz herzlich bedanken.
Oskar Böttcher GmbH & Co. KG, PIK AG,
PLISCHKA Logistik GmbH, profine GmbH,         Dem nächsten Berufsparcours im kom-
PROMESS Gesellschaft für Montage- und         menden Schuljahr blicken wir schon jetzt
Prüfsysteme GmbH, schwiete anlagen            mit großer Neugier und Vorfreude entge-
Versorgungstechnik GmbH und SKF Lu-           gen!
brication Systems Germany GmbH.                                            J. Tsilimekis

Viele dieser Unternehmen und Part-
ner:innen kooperieren schon seit ge-
raumer Zeit mit der Gustav-Heine-
mann-Oberschule und nahmen bereits in

Armut und Hunger                              rum kämpfen sie mit der Armut und um
                                              ihr Überleben. In dem Dorf, wo sie lebt,
                                                                                           Land gibt und diese zwei Stunden von
                                                                                           Jangas Dorf entfernt sind. In Liberia gibt
Einblicke in die Kinderhilfe Ora              herrschen generell Armut und Hunger.         es zudem keine Krankenversicherung und
                                              Liberia hat einen BIP-Wert von 646 $ pro     auch keine soziale Absicherung. Dadurch
Die ehemalige Klasse 8.13 hat am Freitag,     Kopf. Der HDI-Wert ist unter einem Dollar    muss man Arztbesuche selbst bezahlen.
dem 11.06.21, an einem Vortrag über Ar-       pro Kopf.                                    Die Umstände, mit denen die Ärzte arbei-
mut und Hunger von Frau Carmen Schön-                                                      ten müssen, sind sehr schwierig, da sie
graf teilgenommen.                            Durch 14 Jahre Krieg gibt es viele Miss-     keine Computer und kein richtiges Equip-
                                              stände in diesem Land, was u.a. zu Waf-      ment/medizinische Medikamente haben.
Carmen Schöngraf arbeitet bei der Kin-        fen- und Drogenhandel führt. Doch das        Deshalb sind häufige Todesursachen Ma-
derhilfe Ora (www.Ora-Kinderhilfe.de).        interessiert die Politiker gar nicht. Des-   laria oder Cholera. Die Lebenserwartung
Die Kinderhilfe kümmert sich u.a. um          wegen ist Liberia als Entwicklungsland       in Liberia ist sehr niedrig.
Kinder, die aus armen Haushalten in Af-       von reichen Ländern abhängig.
rika kommen. Sie kümmert sich auch um                                                      Das Haus, in dem Janga wohnt, ist sehr
bedürftige Menschen und bringt ihnen          Jeder in diesem Dorf hat nur eine Mahl-      klein. Dieses Haus gehört Jangas Tante,
das Lesen, Schreiben und Rechnen bei,         zeit pro Tag. Diese Mahlzeit wird Fufu       da sich Jangas Mutter kein eigenes leis-
um damit im Berufsleben bessere Chan-         genannt und ist eine Mischung aus Kar-       ten kann. Es gibt keinen Strom und auch
cen zu haben. Außerdem hilft die Organi-      toffelklos und Kartoffelbrei. Dadurch gibt   fließendes Wasser gibt es nicht. Betten
sation dabei, Schulen zu renovieren und       es eine hohe Quote an Unterernährung.        kennen sie erst gar nicht.
Schulessen einzuführen.                       Da sich das Klima in den letzten Jahren      Die Häuser in Liberia sind fast alle un-
                                              deutlich verschlechtert hat, ist die Bo-     dicht. Das stellt vor allem im Winter ein
Uns wurde ein Mädchen namens Janga            denfruchtbarkeit gesunken und Ernteer-       Problem dar, weil so Tiere (Moskitos) ins
vorgestellt. Sie ist fünf Jahre alt und hat   träge haben sich verringert.                 Haus kommen können, welche Krankhei-
drei Geschwister. Sie kommt aus Liberia,                                                   ten übertragen können. Ein Haus kostet
das liegt in Westafrika.                      Durch eine schlechte Bildung wissen die      ca. 200 $, was umgerechnet ca. 150 €
                                              Menschen nicht, was sauberes Trinkwas-       sind.
Ihre Mutter ist eine alleinerziehende         ser ist.                                     Die Schule für Janga ist zwar kostenlos,
Mutter und arbeitet als Grießmehlher-                                                      allerdings kosten die Schulbücher, die
stellerin. Sie haben manchmal ein wenig       Außerdem verhindert die Armut Arztbe-        Schuluniform und die restlichen Materi-
Geld, manchmal aber auch gar nichts. Da-      suche, weil es nur sehr wenige Ärzte im      alien etwas. Außerdem wollen die Lehrer

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Hier wird für Berlin ein Stück Zukunft gebaut - Richtfest des GHO ...
November 2021                                                                                                        Nr. 1· Schuljahr 2021/2022

manchmal ein wenig Trinkgeld haben.                      70 % der Menschen in Liberia können                   Zusammengefasst kann Armut zu wenig
Dadurch kann es sich Jangas Mutter nicht                 nicht lesen, schreiben oder rechnen.                  Essen/Trinken und zu einer geringen Le-
leisten, dass ihre Tochter zur Schule geht.              Die ganzen Trinkgelder sind ein großes                benserwartung führen. Weiterhin ist eine
Die Schule kostet in einem Jahr für jün-                 strukturelles Problem, da sich die Men-               geringe Bildung ein großes Problem.
gere Kinder 8,30 € und für ältere Kinder                 schen aus ärmeren Haushalten das nicht
23,90 €.                                                 leisten können.                                                   Nele Marx (ehemalige Kl. 8.13)

                                                                                                               Herr Wießner-Drude mit seinem Musik-Profilkurs

                                                                                                               Musikalische Begleitung durch die Big Soul Band

Übergabe Preis der Deutschen Physikalische Gesellschaft an Til Lucas Haisler und Tim Hoppe (v.l.n.r.), sowie
(ganz rechts) Moritz Becker. Mitte: die Jahrgangsbeste Annabel Pohl

Die Hochschulreife schwarz auf weiß
Feierliche Abiturzeugnisverleihung am 21. Juni 2021
Am 21. Juni 2021 endete für die Abiturien-               Voraussetzung, um erfolgreich auf verän-
tinnen und Abiturienten der Gustav-Hei-                  derte Anforderungen zu reagieren.
nemann-Oberschule die Schulzeit.                         Danach überreichten die Tutorinnen und                Danksagung an Herrn Pohl sowie Frau und Herrn
                                                                                                               Menzel, Vorsitzende der GEV
Insgesamt 122 Schülerinnen und Schüler                   Tutoren des Jahrgangs Herr Belsan, Herr
befanden sich im Abiturjahrgang, davon                   A. Fischer, Herr Sylvester, Herr Misch-               Unserem Förderverein gilt auch in die-
wurden 119 zu den Abiturprüfungen zu-                    ke und Herr Bader sowie Frau Gorgas in                sem Jahr unser besonderer Dank. Er war
gelassen, die dann von 118 bestanden                     Vertretung für Herrn Böttcher und Frau                uns bei der Planung, Durchführung, Fi-
wurden. 34 Abiturientinnen und Abituri-                  Schläger ihren Abiturienten die Zeugnis-              nanzierung und Ausgestaltung eine große
enten erzielten eine 1 vor dem Komma,                    se und ließen in ihren Reden Erlebnisse               Hilfe. Die fleißigen Helfer:innen unter der
unter ihnen 9 mit Abitur nach 12 Jahren.                 der letzten zwei Jahre Revue passieren.               Leitung von Herrn Schummel boten den
Als Jahrgangsbeste wurden Niklas Bader                   Nach dem Dank der Abiturient:innen an                 ganzen Nachmittag auf der Mensaterrasse
(Abiturdurchschnitt 1,0) und Annabel                     ihre Tutor:innen ehrte der Vorsitzende                im sommerlich-festlichen Ambiente einen
Pohl (Abiturdurchschnitt 1,1) geehrt.                    des Fördervereins unserer Schule, Jürgen              kleinen Imbiss für die einzelnen Tutorien
Der Abiturdurchschnitt beträgt bei allen                 Schummel, alle Fördervereinsmitglieder,               an, so dass die Abiturient:innen mit ihren
Abiturientinnen und Abiturienten der                     deren Kinder in diesem Jahr das Abitur                Angehörigen und den Tutor:innen – mit
Gustav-Heinemann-Oberschule 2,2.                         bestanden haben.                                      Abstand – noch etwas verweilen konnten.
Um unseren diesjährigen Abiturjahrgang                   Musikalisch umrahmt wurde unser Pro-                  Als kleine Überraschung traten Musiker:in-
auch unter Corona-Bedingungen feier-                     gramm durch den Profilkurs Musik unter                nen der Big Soul Band auf und sorgten mit
lich verabschieden zu können, wurde die                  der Leitung von Herrn Wießner-Drude                   tollen Rhythmen für gute Stimmung.
Zeugnisübergabe in sechs Durchgängen                     und die Big Soul Band unter der Lei-                  Danke an alle Unterstützer:innen dieser
organisiert. Unser Schulleiter, Herr Cars-               tung von Herrn Ginzburg, die mit flotten              Abiturzeugnisausgabe 2021, die zwar
ten Hintze, empfing sechsmal die einzel-                 Rhythmen das Publikum begeisterten.                   zum zweiten Mal mit Abstand, aber umso
nen Tutoriengruppen in der feierlich ge-                 Die künstlerische Gestaltung der Mensa                mehr ein unvergesslicher und würdiger
schmückten Mensa, würdigte in seinen                     übernahmen in diesem Jahr Frau Mönch                  Abschied von unseren Abiturient:innen
Ansprachen die Abiturient:innen und ver-                 und Herr Höhne. Für die technische Un-                war.
wies in seiner Rede sehr anschaulich auf                 terstützung danken wir Herrn Fritz, Herrn             C. Gorgas
die Fähigkeit der Flexibilität als wichtige              Spiekermann und Herrn Sadlo.

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Hier wird für Berlin ein Stück Zukunft gebaut - Richtfest des GHO ...
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                            Tutorium Herr Sylvester

                             Tutorium Herr Mischke

                            Tutorium Frau Schläger

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November 2021                                         Nr. 1· Schuljahr 2021/2022

                                              Tutorium Herr Belsan

                                              Tutorium Herr A. Fischer

                       Tutorium Herr Bader

                     Tutorium Herr Böttcher

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                                               Überreichung der Heinemann-Medaille an Sonja Gebert

Der GROSSE Wechsel in Haus B:
Verabschiedung und Einschulung
Auf mindestens wieder vier erfolgreiche Jahre!
Am 09.08.2021 ist er nun gekommen:               es ihnen ergeht. So wird man sich weiter-
Der große Tag! Viele Eltern und Schüler          hin sehen.
haben wochenlang, teils Monate lang              Die Verabschiedung stellte aber auch ei-
gewartet, bis endlich der erlösende Brief        nen Umbruch im Klassenleitungsteam
mit der Schulplatzzusage kam. Die An-            dar. Vier von sieben Klassen mussten und
spannung wich nun einer Ungewissheit,            konnten sehr gut neu besetzt werden.
was einen an der neuen Schule erwarten           Wie bei der Zeugnisübergabe für den
wird. Nach sechs Jahren Grundschule              zehnten Jahrgang mussten pandemiebe-
beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt.           dingt die Einschulungen für alle Klassen
Viele Weichen werden in den kommen-              wieder einzeln durchgeführt werden. Das
den Jahren gestellt.                             Theaterzentrum wurde feierlich herge-
Zuvor bekamen aber am 22. Juni unsere            richtet und ein kleines, jahrgangsüber-
Zehntklässler feierlich ihre Abschluss-          greifendes Ensemble begleitete die sechs
zeugnisse überreicht. Durch die Ein-             Einschulungsveranstaltungen          musika-
schränkungen der Pandemie war die                lisch. Kleiner fun fact: Sie spielten keinen
Veranstaltung aber ganz anders organi-           Song doppelt!
siert als die Einschulung vor vier Jahren.       Nicht nur die Schüler:innen waren auf-
Anstatt halbjahrgangsweise, wurde nun            geregt, sondern auch wir Lehrkräfte.
jede Klasse einzeln verabschiedet. Das           Schließlich verbringen wir in den nächs-
führte natürlich zu einem langen Tag, da         ten vier Jahren viel Zeit miteinander. Auf
die Übergabe siebenmal durchgeführt              dem Weg ins Klassenzimmer lernten die
wurde, aber auch dazu, dass es ein noch          Kinder dann schon ihre neuen Klassen-
viel persönlicherer Moment wurde. Alle           kammerad:innen kennen und die An-
Klassenlehrer:innen richteten nämlich            spannung fiel immer mehr von ihnen ab.
noch ein paar persönliche, teils sehr emo-       Nach ca. 90 Minuten im Klassenzimmer,
tionale Worte an ihre Klasse und ließen          wo überwiegend organisatorische Dinge
die letzten vier Jahre Revue passieren.          geklärt wurden, ging der erste Schultag
Auch wenn die Zeit in der Mittelstufe nun        an der Gustav-Heinemann-Oberschule
vorbei ist, so bleibt ein Großteil der Schü-     schon wieder dem Ende entgegen. Viele               Ich bin gespannt, wo wir uns in vier Jah-
ler:innen ja bei uns und besucht unsere          neue Eindrücke und Informationen sind               ren zur Abschlusszeugnisübergabe wie-
Oberstufe. Viele von den Schüler:innen,          auf die Schüler:innen eingeprasselt. So             dersehen. Dann vielleicht in einem gro-
die uns verlassen, haben aber angekün-           war das, trotz der Kürze, doch ein intensi-         ßen und feierlichen Rahmen in unserem
digt, zu den zahlreichen Schulveranstal-         ver und anstrengender Tag.                          Schulneubau.
tungen zu kommen, um zu berichten, wie                                                                                            G. Wiesner

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                                            10.13

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                                                                                                die Schule ein. Christopher unterstützte
                                                                                                dabei tatkräftig und investierte schon
                                                                                                zu Beginn seiner GHO-Karriere viel Kraft
                                                                                                und Ausdauer, um Giraffe und Co. für alle
                                                                                                sichtbar in die Luft zu strecken.

                                                                                                Somit hatte er seine erste Herausforde-
                                                                                                rung bereits absolviert, als die Musik zum
                                                                                                nächsten Teil überleitete, der in einer
                                                                                                kurzen Vorstellung des Klassenleitungs-
                                                                                                teams und der zuständigen Sozialpäda-
                                                                                                gogin, Frau Oelsner, bestand.

                                                                                                Nachdem die Klassenlehrer:innen, Fr.
                                                                                                Noack und Hr. Wendland, die Schülerin-
Gemeinschaftlich zu neuen Herausforderungen                                                     nen und Schüler aufgerufen hatten, ging
                                                                                                es gemeinschaftlich auf den Schulhof,
Einschulung des neuen 5. Jahrgangs                                                              wo das erste gemeinsame Foto der Klas-
                                                                                                se entstand. Die folgenden 90 Minuten
Die neuen Schülerinnen und Schüler der         Nach einer musikalischen Eröffnung er-           musste noch viel Organisatorisches ge-
5. Klasse betraten gemeinsam mit ihren         griff der Schulleiter, Herr Hintze, das          klärt und das Gelände gezeigt werden,
Eltern das Theaterzentrum, um voller           Wort und begrüßte alle Anwesenden                bevor alle zufrieden und beruhigt wieder
Vorfreude und Aufregung ihren nächsten         und stimmte die Schülerinnen und Schü-           den Heimweg antreten konnten.
Lebensabschnitt zu beginnen.                   ler mit den Grundsätzen der GHO auf                                            F. Wendland

                                Frau Neetzel                                 Frau Stollreiter                                   Herr Mewes

Verabschiedungen und Neuzugänge im Kollegium
Pensionierungen
Frau Sabine Neetzel war insgesamt 39           Frau Neetzel schätzte an der GHO beson-          Jahre an der Gustav-Heinemann-Ober-
Jahre im Schuldienst und unterrichte-          ders die Räumlichkeiten im Schuldorf,            schule die Fächer Musik, Deutsch, Thea-
te die Fächer Sport, Chemie und Kunst.         die Gemeinschaft im Lehrerzimmer Na-             ter, Ethik und Chor. Viele Theaterauffüh-
2009 kam sie an die GHO und hat den            turwissenschaften sowie die kreative Ar-         rungen hat sie auf die Bühne gebracht.
Wahlpflichtkurs Chemie wieder aufleben         beit mit den Schülerinnen und Schülern           Als Beratungslehrerin war sie stets er-
lassen. Viele Jahre wirkte sie auch als        in ihrer Töpfer-AG. Zurückblickend verrät        folgreich im Einsatz für das Wohl der ge-
Klassenleiterin. Im Rahmen ihrer Tätigkeit     sie uns: „Schule war toll!“ Ihre Freude am       samten Schulgemeinschaft. Sie hat Kon-
war sie als Präventionsbeauftragte nicht       Gestalten wirkte sich sehr positiv aus,          zepte für die Inklusion mitentwickelt und
nur für die Themenbereiche Drogen und          sowohl im Unterricht als auch im Fach-           umgesetzt sowie für diesen Bereich auch
Alkohol, sondern ebenso für z. B. Cyber-       bereich Kunst und in ihrer Beratung im           Fortbildungen organisiert. Als Klassenleh-
mobbing, Gewalt und Spielsucht zustän-         Bereich der Prävention.                          rerin oft schwieriger Klassen hat sie sehr
dig. Mit ihrer eigenen Klassen gewann sie                                                       erfolgreich gewirkt. Mit Freude ist sie
den Plakatwettbewerb „Bunt statt Blau“.        Frau Ulrike Stollreiter unterrichtete 29         stets auch in schwache Lerngruppen hi-

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                               Herr Nowarra                                   Frau Engelke                                    Herr Holler

neingegangen. Sie hatte stets ein offenes     Abiturjahrgänge von der 11. Klasse bis         Engagement mitgestaltet und wesentlich
Ohr für die Anliegen der Schülerschaft        zum Abitur im Leistungskurs Politikwis-        geprägt haben. Für ihren Ruhestand wün-
und des Kollegiums und agierte dabei          senschaft unterrichtet. Von 2006 bis 2018      schen wir ihnen alles Gute und bleiben
sehr warmherzig, freundlich und hilfs-        war er auch als Jahrgangsleiter tätig. Den     mit ihnen verbunden.
bereit. Somit hat sie vielen Menschen         Lernmittelfonds hat er über viele Jahre
geholfen, Krisen durchzustehen und sie        betreut. Gerne erinnert er sich an die vie-    Neuzugänge
begleitet. Auch nach ihrer offiziellen Pen-   len Schulklassengespräche, spannende           Als neue Kolleginnen und Kollegen begrü-
sionierung wird sie der GHO mit einem         Podiumsdiskussionen mit unterschiedli-         ßen wir an der GHO:
kleinen Stundenkontingent weiter für Be-      chen Politiker:innenn, die er mit organi-      - Viktoria Engelke
ratungen zur Verfügung stehen.                siert hat. Am Ende seiner Dienstzeit lässt     - (Japanisch, Latein, Deutsch)
                                              er uns wissen: „Am meisten wird mir die        - Lasse Holler (Englisch)
Herr Jörg Mewes unterrichtete seit 2005       Zusammenarbeit mit den Schülerinnen            - Erik Nowarra (Sozialpädagoge)
an der GHO die Fächer Sport, Geografie,       und Schülern fehlen.“
Politik und Geschichte. Jahrelang hat er                                                     Alle neuen Kolleginnen und Kollegen hei-
den Chinaaustausch organisiert. Fast je-      Wir danken allen Kolleginnen und Kolle-        ßen wir sehr herzlich willkommen und
des Jahr in seiner Dienstzeit hat er Abi-     gen, die sich nun im Ruhestand befinden,       freuen uns auf eine gute und erfolgreiche
turprüfungen abgenommen und fünf              dass sie die GHO durch ihr besonderes          Zusammenarbeit.                   C. Hintze

                                                                                             mit dem Schullogo. Nicht lange nachge-
                                                                                             dacht; T-Shirt für mich gekauft und sofort
                                                                                             übergezogen. Jetzt bin ich nicht nur da-
                                                                                             bei, jetzt gehöre ich dazu!

                                                                                             Da man mir nach der Einschulung ein An-
                                                                                             tragsformular für die Mitgliedschaft in die
                                                                                             Hand drückte, habe ich dieses gleich aus-
                                                                                             gefüllt und am T-Shirt-Stand abgegeben,
                                                                                             wo man mich freudig willkommen hieß
                                                                                             und mir im Gegenzug die Mitgliedsnum-
                                                                                             mer 666 zuwies; ein Schelm wer dabei
                                                                                             Böses denkt.

                                                                                             Dass Schule einen Förderverein braucht,
                                                                                             weiß jeder, der sich mal mit dem Thema
                                                                                             auseinandergesetzt hat. Hier an der GHO
Impressionen eines „Neulings“                                                                habe ich aber von Anfang an das Gefühl,
                                                                                             auch selbst viel vom Verein zurückzube-
Kolumne aus den Reihen des Fördervereins der GHO                                             kommen.
9. August, 9:15 Uhr: Für meine große          Einschulung. Direkt neben der Schlange
Tochter startet die Schullaufbahn an der      verkauft jemand (wie sich herausstellen        Die monatlichen Inforunden sind ein ex-
GHO, wir warten mit ihr am Einlass zur        sollte: Leute vom Förderverein) Kleidung       zellenter Weg, immer im Bilde zu sein

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über das, was in der Schule gerade pas-       bei eher überschaubar, zumal ich ja noch      Abschließend würde ich vermuten, dass
siert ist und was die nahe Zukunft noch       keinerlei regelmäßige Pflichten für die       der Verein auch für die Engagierteren
so bringt. Ich habe auch gerne Gebrauch       Zukunft übernommen habe. Aber eine            keine allzu große Last darstellt, weil es
gemacht von der Möglichkeit, sich dort        Stunde Infoabend im Monat kann man            genügend Schultern gibt, auf die sich al-
vor Ort die besten Plätze in den Helferlis-   eigentlich immer in den Terminkalender        les verteilt. Damit das so bleibt, würde
ten für Schulveranstaltungen zu sichern.      einbauen. Zudem liest sich die Tagesord-      ich mich auch in der Zukunft nicht weg-
Die sechs Stunden am Grill beim Bläser-       nung mit „Beschluss über Antrag XY“,          ducken, wenn jemand mit Arbeit um sich
fest hätte ich nicht missen wollen, wie im    „Bericht der Schulleitung“ und Co. sehr       wirft und hoffe, dass es genügend Leute
Übrigen das Bläserfest an sich, zu dem ich    viel trockener, als das gemütliche Mitei-     mit frischen Schultern gibt, die das ähn-
mir nur in der Rolle als Helfer Zugang ver-   nander vor Ort dann tatsächlich ist (Ge-      lich handhaben.
schaffen konnte.                              heimtipp: der inoffizielle, zweite Teil des                                   Holger Döbler
Der Zeitaufwand für das Ganze bleibt da-      Infoabends).                                                (neues Mitglied im Förderverein)

Willkommen in der Gemeinschaft
Kennlerngrillfest am 20.08.2021 in gewohnt familiärer Manier
Wer von der Grundschule an die                des Grillfestes ein Konzert für die Neuan-
Gustav-Heinemann-Oberschule kommt,            kömmlinge spielen werden.
startet vor allem mit vielen Fragen in
den Schulalltag: Wer sind eigentlich mei-     Das Konzert endete dann fetzig mit „Wes-
ne Lehrkräfte? Wie schließe ich neue          terland“ von den Ärzten und ließ das Pu-
Freundschaften? Welche Arbeitsgemein-         blikum ausgelassen zurück.
schaften sind etwas für mich? Und wie
finde ich mich auf dem riesigen Campus        Doch auch für das leibliche Wohl war
überhaupt zurecht? Da diese anfängliche       gesorgt und die Damen und Herren vom
Irritation aber Kinder und Eltern gleicher-   Förderverein warteten den Gästen mit
maßen betrifft, gibt es schon seit Jahren     süßen Crêpes, Wurst und Fleisch vom
die bewährte Tradition eines Grillfestes      Grill, Bier vom Fass und sogar selbstge-
zu Schuljahresbeginn, zu dem die Fami-        mixten, alkoholfreien Cocktails auf, die
lien der neuen fünften und siebten Jahr-      es für günstiges Geld zu erwerben gab,
gänge eingeladen sind. So auch im Schul-      wobei der Erlös natürlich vollständig der     Mitglieder der Lebensretter-AG sehen,
jahr 2021/22.                                 Schulgemeinschaft zugutekommt. „Das           die in Warnweste und mit Rettungskoffer
                                              Essen war lecker“, so die einhellige Mei-     nicht nur für Neueinsteiger warben, son-
Am 20.08.2021 war es daher soweit und         nung unter den Kindern und Jugendli-          dern sich natürlich auch für medizinische
der Hof der GHO lud die Neulinge und          chen.                                         Notfälle bereithielten.
ihre Familien von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr
zum geselligen Beisammensein ein.             Zudem konnte auch wieder die beliebte         Es gab anregende Gespräche an den Ti-
                                              Bekleidung mit Schullogo eingekauft wer-      schen der einzelnen Klassen und bis spät
Untermalt wurde die besondere, freund-        den und so gingen dutzende Sweatshirts        in den Abend hinein hatten Eltern die
liche Atmosphäre unter anderem durch          und Jacken über den Ladentisch. Über          Möglichkeit, die neuen Lehrkräfte ihrer
die Klänge von „Skyfall“ (im Original von     den Abend präsentierten sich immer            Kinder auch mal in einer ganz zwanglo-
Adele) von der Bläserklasse unter der         mehr junge Menschen in ihren neuen            sen und lustigen Atmosphäre kennen zu
Leitung von Herrn Wießner-Drude. Der          Outfits und zeigten stolz ihre neue Schul-    lernen. „Wenn es bisher offiziell bis 19:00
besondere Anspruch und die Komplexität        zugehörigkeit.                                Uhr ging, waren die meisten Eltern oft
dieses konkreten Stückes stellte für die                                                    schon gegen 18:00 Uhr gegangen“, erin-
Jungen und Mädchen an den Instrumen-          Aber auch abseits von den Verkaufs-           nert sich der Jahrgangsleiter Herr Wies-
ten aber kaum eine Herausforderung dar        ständen ließ sich auf dem Campus viel         ner an vergangene Jahre. Dieses Mal
und besonders die Tuba spielte dabei ein      entdecken. Diverse Arbeitsgemeinschaf-        aber dachte kaum einer ans Gehen, bis
herausragend gutes Konzert. Doch auch         ten zeigten sich den Neuen und boten          es irgendwann dunkel und kälter wurde.
das Saxophon muss lobend herausgeho-          Schnupperangebote an, die Nachwuchs           Herr Wiesner ist erfreut: „Das Fest kann
ben werden, da verletzungsbedingt alle        anlocken sollen.                              als voller Erfolg betrachtet werden“, und
bis auf eines ausgefallen waren; dieses                                                     auch die Klassenlehrerin Frau Zimmer-
spielte dafür aber umso virtuoser.            Hier und da waren immer wieder Jugend-        mann meint: „Die Kinder fanden es toll.
                                              liche beim Skilanglaufen zu beobachten;       Am Ende war man traurig, dass man ge-
Die Mitglieder der neuen siebten Blä-         wackelig zunächst auf ihren Rollski, doch     hen musste“.
serklasse (7.13) wagten hier schon den        nach kurzer Zeit immer sicherer.                                                  T. Kühne
einen oder anderen neugierigen Blick          Auch die Modellbahn öffnete wieder ihre
in die Zukunft, denn in spätestens zwei       Werkstatt und erklärte Neugierigen ihre
Jahren werden sie es sein, die aus Anlass     Schätze und allerorten konnte man die

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                                                                                           interessanten Fragen und Antworten, so-
                                                                                           dass die Zeit nicht einmal für alle Fragen
                                                                                           ausreichte.
                                                                                           Später gab es auch noch die Möglichkeit,
                                                                                           das Thema mit Hilfe des zur Verfügung
                                                                                           gestellten Nachbereitungsmaterials in
                                                                                           den Klassenstunden weiter zu bespre-
                                                                                           chen.

Eukitea-Theaterstück „I Like You!“                                                         Wir hoffen, dass auch diese Veranstal-
                                                                                           tung die Schüler:innen für einen ver-
Prävention von Cybermobbing für den 8. Jahrgang                                            antwortungsvollen Umgang mit dem In-
Am 20.08.2021 kam das mobile Theater-        ten Tag in der Schule wissen alle Bescheid.   ternet weiter sensibilisiert hat und Mut
team von „Eukitea“ zu uns und führte für     Plötzlich steht Luke alleine da...“           macht, sich für Toleranz und gegenseiti-
den gesamten 8. Jahrgang das Theater-                                                      gen Respekt einzusetzen. Aufgrund der
stück „I Like You“ in der Sporthalle auf:    Die drei Schauspieler:innen stellten in       anschließenden Klassenfahrten kam es
„Die 15-jährige Sami und ihre Freunde sur-   rund einer Stunde diese Geschichte an-        leider nicht mehr zu schriftlichen Schü-
fen, chatten, posten, spielen und shoppen.   hand von sechs Charakteren mit ihren Fra-     ler:innen-Feedbacks, die wir hier auch
Sicher und spielerisch bewegen sie sich      gen, Wünschen, Ängsten und Sehnsüch-          gerne veröffentlicht hätten.
im World Wide Web und sind dank ihrer        ten auf Augenhöhe mit den Schüler:innen
Smartphones und Computer ständig ver-        sehr berührend und mitfühlend dar.            Wir danken dem Eukitea-Theaterteam für
netzt, bis Sami eines Tages aus Wut und                                                    diese tolle Aufführung, der Senatsverwal-
Enttäuschung ein demütigendes Foto von       Die rund 130 Schüler:innen waren sehr         tung für den Förderungszuschuss und den
Luke veröffentlicht. Das Bild wird weiter-   konzentriert mit dabei und nutzten auch       Schüler:innen für ihr großes Interesse.
geleitet und kommentiert und verbreitet      die anschließende 30-minütige Fragerun-
sich rasend schnell im Internet. Am nächs-   de an die Schauspieler:innen mit vielen                                      E. Nowarra

Wochenend und Blasmusik
Das 2. Musikfest nach dem Lockdown auf dem Hof der GHO
Lange Zeit konnten und mussten die An-       zenden Stimmung keinen Abbruch. Et-
wohnenden unserer Schule die Proben          liche Konzertbesuchende saßen an den
unserer Blasmusik-Ensembles Ton für Ton      Biertischen oder wandelten über den
verfolgen, da wegen der Corona-Maß-          Hof, bejubelten die Musizierenden und
nahmen der Unterricht mit Blasinstru-        ließen sich die vom Förderverein angebo-
menten nur im Freien stattfinden durfte.     tenen Leckereien schmecken. Den größ-
Damals hörte man die Stücke noch in sta-     ten Zulauf hatte dabei der Crêpes-Stand.
tu nascendi, aber am Samstag, dem 11.        Die 20 Liter Teig, die vorbereitet worden
September, durfte man sich dann auch         waren, wurden restlos verbraucht.
an den wohlklingenden Ergebnissen der
Probenarbeit erfreuen. Sechs Stunden         Um so viel Programm auf die Beine zu
lang gaben zwölf verschiedene Formatio-      stellen, nahm man noch die Hilfe der Er-
nen auf dem Schulhof ein mitreißendes        wachsenen-Bläserklassen in Anspruch.
Konzert mit einem bunten Programm.           „Die Atemlosen“ - wie sie sich nennen –
Dass die Sonne im Laufe des Nachmit-         bestehen aus etwa 50 Personen im Alter
tags auch manchmal hinter Wolken ver-        zwischen 18 und 78 Jahren, die meistens       Orchester gefunden haben. Nun dürfen
schwand und zwischendurch sogar ein          als Verwandte von Lernenden unserer           sie sich wieder zweimal wöchentlich in
paar Regentropfen fielen, tat der glän-      Schule zu einem Instrument und in das         unserer Schule zum gemeinsamen Musi-

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zieren treffen, nachdem sie ein Jahr lang
hauptsächlich durch Online-Videokonfe-
renzen Kontakt halten konnten. Aber die
Formation stand die Corona-Zeit durch
und präsentierte sich unter der Leitung
von Herrn Voigt mit sieben äußerst ab-
wechslungsreichen Stücken. Nachdrück-
lich in Erinnerung bleibt das Medley von
Klezmer-Melodien, bei dem die Lebens-
freude dieser jüdischen Musik ganz fühl-
bar auf das Publikum übersprang. Die Er-
wachsenen-Bläserklassen präsentierten
auch das älteste Stück des Nachmittags
mit ihrer Bearbeitung der 1872 entstan-
denen L‘Arlésienne-Suite von Georges Bi-
zet, dessen Oper „Carmen“ weltbekannt
ist. Bei diesem Stück fühlt man sich zu-
nächst in die Winterzeit versetzt, denn
es beginnt mit dem französischen Weih-
nachtslied „Marsch der Könige“.

Erst vor drei Monaten veröffentlicht und
damit als jüngstes Stück der Veranstal-
tung spielte die Bläserklasse 9.13 unter
der Leitung von Herrn Wießner-Drude         aus dem Jahr 2016, mit dem die Concert    außerhalb ihrer Orchesterklasse Aus-
seine Bearbeitung des Stückes „Frau         Band unter dem Dirigat von Herrn Vös-     druck zu verleihen. Jeden Montag proben
Hund“ der Berliner Punkrock-Band „Kal-      sing einen besonderen Akzent setzte.      sie gemeinsam mit Herrn Ginzburg und
le“ und machte so gleich ein bisschen                                                 Herrn Vössing zwei Stunden lang und nun
Werbung für diese Gruppe.                   Den größten Applaus bekamen jedoch die    präsentierten sie sich auf dem Konzert
                                            Musizierenden der Mini Concert Band,      mit einem unglaublichen Engagement.
Ungemein beeindruckend war das toll ar-     die erst seit Beginn dieses Schuljahres
rangierte, technisch anspruchsvolle und     existiert und den jüngeren Musizieren-    Den fulminanten Schlusspunkt der Veran-
gekonnt vorgetragene Potpourri von Me-      den unserer Schule ermöglichen soll,      staltung setzte dann Lucas Weitz, der sich
lodien aus dem Musical-Film „La La Land“    ihrer Begeisterung für die Musik auch     schon beim letzten Sommerkonzert als

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begabter Rapper erwiesen hatte, als er         Wonder, ist aber mit dem neuen Text des      Bühne, der Sitzgelegenheiten und der
„Gangsta‘s Paradise“ interpretierte. Be-       Hip-Hopers Coolio weitaus bekannter ge-      Pavillons und danach begab man sich mit
gleitet wurde er dabei von der Maxi Brass      worden.                                      dem Kopf voll der schönen Melodien des
Band von Herrn Ginzburg. Das Stück heißt                                                    Nachmittags nach Hause.
in der Originalversion „Pastime Paradise“      Viele helfende Hände sorgten anschlie-
und stammt aus der Feder von Stevie            ßend für einen schnellen Abbau der                                     C. Wießner-Drude

Internationale Zusammenarbeit
eTwinning-Qualitätssiegel für die GHO
Im September 2021 wurde die                    (3) miteinander kommunizieren. Dabei         geplant in Präsenz zusammen mit den
Gustav-Heinemann-Oberschule mit dem            erarbeiteten immer ein italienisches mit     italienischen Partnerteams auf dem Som-
eTwinning-Qualitätssiegel (2021) der           einem deutschen Schülerzweierteam ein-       merfest der GHO vorgestellt werden, da
KMK, pädagogischer Austauschdienst (1),        zelne Umweltthemen, indem sie Explaini-      es wegen der Coronapandemie abgesagt
für das deutsch-italienische Austausch-        ty-Videos mit Musik, Text und Bildern ge-    werden musste.
projekt „MISSION“ für ihre innovative          staltet haben. Dazu mussten beide Teams
und europäische Ausprägung ausgezeich-         italienische bzw. deutsche Lösungsmög-       Jedoch kam die italienische Nachfolge-
net. In besonderer Weise haben sich die        lichkeiten recherchieren und sich gegen-     gruppe am 20.09.2021 nach Berlin zu
Schülerinnen und Schüler Sarah L., Emma        seitig vorstellen, um die Ergebnisse eben-   Besuch an die GHO, so dass sich die Schü-
S., Paul Z., Luke H, Sina H., Emma S., Ju-     falls ins Video einfließen zu lassen.        lerinnen und Schüler das erste Mal real
lia Z., Melda K., Jonas G., Jasper G., Lilly                                                begegnen konnten.
F., Pauline F., Lenard G., Lama A., Luke       Die Videos wurden dann zusammen in           Auf weitere Austausche und Treffen freu-
H., Lucas W., Julia K. und die Lehrkräfte      der Schule ausgewertet. Leider konnten       en sich alle Beteiligten bereits jetzt!
Hr. Fischer und Hr. Poremski bei der Zu-       die Ergebnisse nicht wie ursprünglich
sammenarbeit mit der Partnerschule IISS
E.Majorana in Brindisi, Italien (2), enga-                                                                     F. Fischer und S. Poremski
giert.

Die Zusammenarbeit der Schülerinnen
und Schüler fand zwischen Januar und
Mai 2020 statt und die verschiedenen
binationalen Schülergruppen konnten
zusammen über die eTwinning-Plattform

(1) https://www.kmk-pad.org/programme/etwinning/auszeichnungen/etwinning-qualitaetssiegel.html
(2) https://www.majoranabrindisi.edu.it/
(3) https://twinspace.etwinning.net/about

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Über eine grüne
Zukunft
Besuch von Jörn Oltmann
Nach Kevin Kühnert (SPD) und Dr.
Jan-Marco Luczak (CDU) besuchte Jörn
Oltmann die GHO und stellte sich den
Fragen der Schülerinnen und Schüler be-
züglich des Programms der Grünen.             Das SKG mit Herrn Oltmann von links nach rechts: Nils Kostein (13 Tut. Felstead), Marlene Willer (12 Tut.
                                          Mischke), Milica Beserovac (12 Tut. Kühne), Natalie Zaremba -(12 Tut. Kühne), Ilias Shelghem (12 Tut. Kühne),
Der Profilkurs PW und der LK PW 12 ha-                                                                         Jörn Oltmann ( Bündnis 90/Die Grünen)
ben die Veranstaltung inhaltlich vorbe-   dass die Bewohner und Bewohnerinnen                     lerinnen und Schülern in eine teilweise
reitet und wurden von Anna und Nils aus   kein eigenes Auto mehr brauchen, son-                   kontroverse Diskussion.
dem 13. Jahrgang unterstützt.             dern carsharing nutzen und die meisten
                                          Erledigungen des Alltags in Wohnortnähe                 Jörn Oltmann übernimmt die Aufgabe
Ein Leben ohne Auto ist bei Herrn Olt-    verrichten können.                                      des Bezirksbürgermeisters in Tempel-
mann noch nicht möglich, doch versucht                                                            hof-Schöneberg.
er als grüner Stadtrat für Stadtplanung   Zum Mietendeckel und der Berliner Woh-
die neuen Wohnquartiere so zu planen,     nungspolitik kam er auch mit den Schü-                                                          C. Clemens

                                                                                                                 Impressum
                                                                                                                 verantwortlich:
                                                                                                             Herr Hintze (Schulleiter)

                                                                                                       Redaktionsschluss: Oktober 2021

                                                                                                                  Redaktion:
                                                                                                    Herr Hintze, Frau Kösker, Herr Kühne,
                                                                                                        Frau Netthöfel, Herr Nowicki

                                                                                                              Texte: siehe Verfasser

                                                                                                                 DTP: Frau Kösker

                                                                                                      Fotos: Schule, Eltern, Schüler u. a.

                                                                                                               Layout und Druck:
                                                                                                            Frau Netthöfel, Herr Fritz

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                                                                                          in diesen Kerker blicken. Wir möchten
                                                                                          niemals dort unten eingesperrt werden!
                                                                                          Dann mussten wir eine enge Wendeltrep-
                                                                                          pe hinaufgehen. Oben sahen wir noch-
                                                                                          mals ganz Salzburg.
                                                                                          Als wir dann wieder in unser Hostel ka-
                                                                                          men, sollten wir einkaufen gehen. In
                                                                                          unserem Hostel gab es Frühstück und
                                                                                          Abendessen, aber kein Mittagessen.
                                                                                          Im Bahnhof von Salzburg gab es einen
                                                                                          Spar-Supermarkt. Dort kauften wir uns
                                                                                          Lunchpakete für den nächsten Tag. Da-
                                                                                          für gab uns unser Klassenlehrer 10 €. Wir
                                                                                          durften dort eigenständig einkaufen, da-
                                                                                          durch haben wir gelernt, für uns selbst zu
                                                                                          sorgen. Wir fanden es großartig, dass wir
                                                                                          eigenständig einkaufen und das kaufen
                                                                                          durften, was wir mochten.
                                                                                          Am zweiten Tag unserer Klassenfahrt ha-
                                                                                          ben wir mittags ein Sushi-Restaurant be-
Die Kleinen auf großer Fahrt                                                              sucht. Es lag in einem kleinen Innenhof.
Klassenfahrt nach Salzburg                                                                Kurz vorher gab uns Herr Kartava 10 € für
                                                                                          das Sushi. Im Restaurant hatten wir groß-
Zu Beginn des Schuljahrs fuhren wir, die      lange Gasse, die Getreidegasse. Dort gibt   artige Sitzplätze, genau an der Küche, so
Klasse 6.1, mit unserem Klassenlehrer         es einen Laden, in dem es Ostereier mit     konnten wir sehen, wie das Sushi zube-
Herrn Kartava und mit der Sozialpäda-         Weihnachtsmotiven gibt. Es gibt dort        reitet wird. Viele bestellten Gurkensushi
gogin Frau Oelsner nach Salzburg. Die         noch sehr viele andere Läden. Etwa ein      oder Lachssushi, zwei haben auch das
österreichische Stadt liegt im nördlichen     Sechstel der Läden sind aber Souvenirlä-    Tagesgericht bestellt. Es gab sogar ech-
Teil des Landes. Von diesem sehr schönen      den. In der Getreidegasse steht auch Mo-    ten japanischen Tee. Eine Besonderheit
Erlebnis möchten wir hier berichten.          zarts Geburtshaus und am anderen Ende       des Restaurants war, dass die Bedienung
Wir waren vom 30.08. bis zum 03.09.2021       der Gasse liegt der Mozartplatz. In der     gekleidet war wie in einem Manga. Für
in Salzburg. Auf der Hinfahrt sind wir vom    Altstadt gibt es auch einen Dom, in dem     viele war das Sushi das Highlight der Salz-
Südkreuz um 6:00 Uhr losgefahren und          es eine Kunstausstellung gab.               burgreise.
sind in München nach vier Stunden an-
gekommen. Dann musste es schnell wei-         Am zweiten Tag unserer Klassenfahrt ha-     Am nächsten Morgen versammelten wir
tergehen, da wir nur wenig Zeit hatten,       ben wir, nach einer kleinen Altstadttour,   uns in der Frühstückshalle und frühstück-
um umzusteigen. Als wir dann nach drei        die Burg von Salzburg besucht. Wir sind     ten. Anschließend machten wir uns auf
Stunden in Salzburg ankamen, durften          mit einer kleinen elektrischen Bahn ca.     den Weg zu den Eisriesenwelten. Um in
wir erst einmal unsere Koffer in unserem      50 Sekunden nach oben gefahren. Von         die Eiswelten zu kommen, mussten wir
Hotel abstellen.                              der Bergstation aus sind wir über einen     einen Anstieg von 1600 Metern auf den
                                              holprigen Weg zur Burg gelaufen. Auf ei-    Berg unternehmen. Allerdings sind wir
Unser Hostel hieß A&O. Es lag in der          ner Aussichtsplattform hatten wir einen     dort auch ein Stückchen mit der Seilbahn
Nähe vom Hauptbahnhof. In der Ein-            guten Überblick über Salzburg. Es war       gefahren. Als wir dann alle oben waren,
gangshalle standen ein Kicker- und ein        sehr schön. Danach sind wir eine Me-        genossen wir erst einmal die atembe-
Billardtisch. Wir hatten eigene Zimmer im     talltreppe nach oben gestiegen. Durch       raubende Aussicht. Unsere Lehrkräfte
ersten Stockwerk. Die Mädchen waren           einen Nebeneingang betraten wir dort        organisierten währenddessen eine Füh-
in 4-er Gruppen auf die Zimmer verteilt       den Burghof. Um uns waren hohe Mau-         rung durch die Eiswelten. Anschließend
und die Jungs waren in einer 5-er Gruppe.     ern mit kleinen Fenstern. In diesen Mau-    sollten wir uns zu zweit aufstellen und
Jede Gruppe bekam eine eigene Zimmer-         ern versteckten sich die Räume der Burg.    dem Führer in die Höhle folgen. Es gab
karte für ihr Zimmer. Versuchte man mit       Heute werden sie als Museen genutzt.        dort einen kleinen Vorraum, in dem alte
einer Karte von einem anderen Zimmer          Unsere Klasse besuchte zwei Museen. In      Öllaternen, von denen sich immer jedes
aufzuschließen, piepte es nur und die Tür     diesen konnte man von der Geschichte        dritte bis vierte Kind eine nehmen sollte,
ging nicht auf. Es gab einen Fernseher in     der Burg und der Stadt Salzburg vieles      standen. Dann gingen wir in die Höhle,
jedem Zimmer und für jeden ein Bett.          erfahren. Von den Anfängen Salzburgs bis    uns empfing ein sehr eisiger Windzug, als
Nachdem wir uns eingerichtet hatten,          zum Ende der Nutzung der Burg. Die Burg     wir uns durch die Tür schlängelten. Die
wollten wir schon mal ein wenig die Stadt     heißt Festung Hohensalzburg und wurde       Führung war sehr interessant, aber auch
erkunden, deshalb machten wir uns auf         gebaut, um den Herrscher der Stadt Salz-    sehr kalt. Als wir dann wieder draußen
den Weg Richtung Altstadt.                    burg zu schützen. In der Burg gab es auch   waren, durften wir unser Mittagessen,
                                              ein finsteres Kellergefängnis. Durch ein    was wir am Vortag gekauft hatten, essen.
Die Altstadt von Salzburg ist nur eine sehr   Gitter im Boden konnte man weit hinab       Das war großartig. Als wir wieder im Hos-

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November 2021                                                                                   Nr. 1· Schuljahr 2021/2022

tel waren, durften wir uns wieder Essen      staubt und sind mit einer Bahn in den        Shop gab es Steine, Salz, Schmuck und
kaufen. Am nächsten Tag machten wir          Berg hineingefahren. Dort sind wir ein       noch viele andere Sachen und damit war
uns auf den Weg zum Salzbergwerk.            Stück gelaufen und waren dann in einer       unsere Tour des Salzbergwerks beendet.
Dort besuchten wir zunächst das Kelten-      von vier Ausstellungskammern. In den         Als wir dann alle aus dem Shop rauska-
dorf. Es gab dort viele verschiedene Häu-    Kammern haben wir jeweils einen Film         men, verzehrten wir unser Mittagessen,
ser mit verschiedenen Geschichten über       gesehen. Unser Führer hat uns erklärt,       welches wir am Vortag gekauft hatten.
das Leben der Kelten. Diese Geschichten      dass die Salzstollen im Jahr ein bis zwei    Als wir gerade aßen, verkündeten unse-
handeln zum Beispiel von den Scheunen,       Zentimeter kleiner werden. Wir sind zwei     re Lehrkräfte, dass sie noch eine Überra-
der Grabkammer, dem Schmied und vie-         Rutschen runtergerutscht. Die erste war      schung für uns hatten.
len weiteren Aspekten des Keltenlebens.      21 Meter lang, dort wurde unsere Ge-         Wir fuhren mit dem Bus zur längsten
Außerdem haben sie uns gezeigt, dass         schwindigkeit gemessen. Die zweite war       Sommerrodelbahn Österreichs!
die Kelten sehr vieles allein herstellen     42 Meter lang, das war cool. Wir durf-       Um dort hinzukommen, mussten wir mit
mussten, wie zum Bespiel ihre Betten         ten aus einem Salzbrunnen trinken. Da-       einer Liftschaukel fahren. Sie fuhr im-
und Stühle und vieles mehr. Auch Waf-        nach sind wir mit einem Boot über einen      mer höher und höher und es wurde im-
fen haben die Kelten selbst angefertigt.     Salzsee gefahren, dabei haben wir einen      mer steiler. Als wir endlich oben waren,
Ihre Berufe waren Schmied, Tischler, Flei-   Lichtfilm gesehen. Dann standen wir vor      mussten wir den Weg zum Eingang der
scher, Jäger und Bauer. Sie mussten sich     der Grenze zu Deutschland, wir haben sie     Rodelbahn suchen. Schließlich sind wir
auch ein Ackerfeld selbst anlegen, damit     für 20 Minuten überquert. Es gibt einen      die lange Rodelbahn gefahren. Das war
sie überhaupt etwas zu essen hatten.         Vertrag, der regelt, dass die Österreicher   aufregend, weil sie sehr lang und schnell
Um sich mit Wasser zu versorgen, lebten      von den Deutschen Salz abbauen dürfen        war. Am Ende der Fahrt wurde noch von
sie in der Nähe eines Wasserfalls. Schön     und umgekehrt. Ein paar Minuten später       jedem ein Foto geschossen. Das war ein
war, dass wir verschiedene Dinge selbst      kamen wir noch einmal in eine Kammer,        sehr schöner und lustiger Ausflug!
ausprobieren konnten, wie zum Beispiel       wo vor langer Zeit Menschen verschüttet      Am Freitag ging es dann wieder nach
ein Türschloss von damals zu öffnen. Wir     wurden, aber durch das Salz sind sie er-     Hause. Auf dem Rückweg sind wir acht
haben viel gelernt und hatten viel Spaß!     halten geblieben. Am Ende der Führung        Stunden gefahren. Als erstes sind wir
Nach dem Keltendorf haben wir einen          haben wir Salz bekommen und sind mit         zwei Stunden nach München und da-
Film gesehen, der uns zeigte, dass die       einer Rolltreppe aus dem Berg hinausge-      nach noch eine Stunde nach Nürnberg. In
Salzstollen schon vor hunderten von          fahren. Der Führer hat uns erklärt, dass     Nürnberg mussten wir dann eine Stunde
Jahren gebaut wurden. Anschließend           wir 1000 Meter im Berg drin waren. Als       warten und sind dann noch vier Stunden
haben wir eine Uniform bekommen,             wir am Ende der Rolltreppe angekom-          bis nach Berlin gefahren.
damit unsere Alltagskleidung nicht voll-     men waren, war dort ein Shop. In dem                                          Klasse 6.1

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