IKUMA - Talus Informatik AG
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201 Umfassende IT-Gesamtlösung 4
Funktionen des is-e-Moduls Zeitreihen 8
Lokale Privat-Cloud 10
Erfolgreiches Outsourcing-Projekt 14
Energie Seeland AG 16
Vorteile einer neuen Website 18
Cleveres Vorlagenmanagement mit OneOffixx 20
Neue Möglichkeiten mit Ausweislesern 23
IKUMANachhaltig in die Zukunft Aktuelle Themen
Zugegeben, das Thema oder der Begriff «Nachhaltigkeit» IT-Gesamtlösung
ist in aller Munde. Nicht wenige Unternehmen nutzen Umfassende IT-Betreuung – alles aus einer Hand
diesen Trend, um das eigene Image aufzubessern Seiten 4-7
und sich damit zu profilieren. Wussten Sie, dass sich
die Talus Informatik AG bereits im Kunden-Magazin is-e-Modul Zeitreihen
Nr. 1 vom 3. Januar 1995 zu einer nachhaltigen Welche Funktionen dürfen Sie erwarten?
Geschäftstätigkeit bekannte: Seiten 8-9
«Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten Lokale Privat-Cloud
die Umwelt schonen und mit den begrenzten Modernisierung der Basis-IT-Infrastruktur
Ressourcen sorgfältig umgehen.» der Stadtverwaltung
Kunden-Magazin Nr. 1 – www.ikuma.ch/nr1 Seiten 10-13
Und so liegt das Thema Nachhaltigkeit der Talus seit Erfolgreiches Outsourcing-Projekt
jeher am Herzen. Beispielsweise wird das IKUMA, Auf was kommt es an?
schon seit einiger Zeit, mit FSC zertifiziertem Papier Seiten 14-15
produziert, es werden umweltschonende PURe-Druck-
farben verwendet und verpackt wird das Ganze in Energie Seeland AG
kompostierbarer Bio-Folie. Durch Myclimate leisten wir Erfolgreiche Einführung der Zeit- und
zudem eine CO2-Kompensation. Neu wird das IKUMA Leistungserfassung von Abacus
«nur» noch zweimal jährlich, dafür jedoch umfangreicher Seiten 16-17
gestaltet, versandt. Damit verfolgen wir das Ziel, Streu-
verluste zu reduzieren da, hoffentlich alle Leser, interes- «Wieso eine neue Website,
sante Berichte darin finden. wir haben doch schon eine?»
Wir verstehen unter dem Begriff «Nachhaltigkeit» aber Seiten 18-19
auch langjährige Kundenbeziehungen oder der Ent-
scheid für eine neue IT-Strategie z.B. mittels IT-Out- Cleveres Vorlagenmanagement mit OneOffixx
sourcing, sodass unsere Kunden auch in Zukunft auf Gemeinde- und Stadtverwaltungen vertrauen darauf
eine funktionierende IT-Umgebung setzen können. Seiten 20-22
Nachhaltig bedeutet auch, eigene Prozesse zu optimie-
ren und allenfalls die Effizienz zu steigern, z.B. mit dem Neue Möglichkeiten,
Vorlagenmanagementsystem von OneOffixx oder Dank mit den Ausweislesern und nest
der Zeit- und Leistungserfassung mit Abacus. Seite 23
Wir unterstützen unsere Kunden bei IT-Projekten, um
die Zukunft nachhaltig oder nachhaltiger zu gestalten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine spannende
Lektüre.
PERFOR MANCE
neutral 01-18-441059
Drucksache myclimate.org
Herausgeber/Redaktion: Talus Informatik AG, Stückirain 10, 3266 Wiler bei Seedorf,
Telefon: +41 32 391 90 90, E-Mail: servicedesk@talus.ch, Website: www.talus.ch
Layout: Graphic Design Jean Marmier.
Fotos: Talus Informatik AG.
Daniel Schleiss Auflage/Druck: 1’750 Stück / AST & FISCHER AG, Wabern.
Im Sinne einer besseren Lesbarkeit erwähnen wir jeweils nur die männliche Form von Personenbegriffen.
Marketingverantwortlicher Diese beziehen sich jedoch stets auch auf die weibliche Form.4 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
IT-Gesamtlösung
Umfassende IT-Betreuung – alles aus einer Hand
Die Berner Gemeinde Madiswil liegt im Oberaargau und ist mit 23 km2 die flächenmässig grösste
Gemeinde im Verwaltungskreis. In der jüngsten Geschichte findet man die Fusionen mit an-
grenzenden Ortsteilen zu einer Einheitsgemeinde. Die 3335 Einwohner schätzen das länd-
liche Gebiet genauso wie die Nähe zu Herzogenbuchsee und Langenthal. Die Nähe zu den
Kantonen Aargau und Luzern macht die zentral gelegene Gemeinde äusserst attraktiv.
Ist-Situation und Evaluationsphase sungsspektrum, die Präsentationen und die besuch-
Die politischen Veränderungen hatten schlussendlich ten Referenzen sollten schlussendlich das für die Ge-
auch Einfluss auf die Verwaltung und deren Anspruch meinde Madiswil passendste Angebot darstellen.
an die Gemeinde-IT. Wollte man doch die aktuellen
Herausforderungen genauso gut meistern wie auch für Auf die Plätze, fertig, los!
künftige, komplexe Anforderungen gewappnet sein. Das Ziel war klar, der Weg aber noch weit.
Bislang verfügte die Verwaltung über eine klassische Es galt, die verschiedenen Teilprojekte
Server-Client-Infrastruktur mit der Gemeindefachlö- und Vorhaben gut und konzentriert auf
sung GeSoft sowie Brem für die Gebührenfakturierung. dem engen Zeitplan zu terminieren. Zur Entlastung
Die fehlende Weiterentwicklung der Softwaresuite und des Verwaltungspersonals in der täglichen Behörden-
das mangelnde Fachwissen im Bereich der Service- arbeit, wurde in einem ersten Teilprojekt die CMI-Lö-
leistung, veranlassten die Verwaltung, die Gemeinde- sungsplattform installiert, parametriert und geschult.
fachlösung und den Betrieb neu zu evaluieren. Nebst Die Applikation ist einfach zu bedienen, intuitiv und
den kommerziellen Aspekten sollte auch die Thematik ermöglicht, dass sich der Gemeinderat künftig digital
Support, Betrieb und Referenzen genauer beleuchtet und mobil auf die Sitzung vorbereiten kann. Das Teil-
werden. Im April 2019 konnte das Evaluationsteam, die projekt CMI wurde per 1.1.2020 produktiv in Betrieb
Vergabe zugunsten von Talus aussprechen. Das Lö- genommen.1 | 20 IKUMA 5
«Die CMI-Lösungsplattform erleichtert uns den Arbeitstag, weil alle
Informationen vernetzt sind und so alle Mitarbeitenden und Behörden
darauf Zugriff haben.»
Andreas Hasler, Gemeindeschreiber Madiswil
IT-Outsourcing in das RZ RIO von Talus zentrum RIO von Talus, wurden die Kommunikations-
Ein paralleles Teilprojekt zur Einführung der CMI-Soft- komponenten ersetzt und die Datenleitung durch UPC
ware bestand darin, die lokal gehosteten Daten in mit garantierter Verfügbarkeit neu erschlossen.
ein professionelles Rechenzentrum (Privat-Cloud) zu Zur Absicherung des Hostings nutzt die Gemeinde
überführen. Da die bestehende Gemeindefachlösung das georedundante Rechenzentrum. Talus betreibt
zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht migriert wurde, am Standort der DV Bern ein zweites Rechenzentrum,
ist vorerst ein hybrider Betrieb konzipiert. Sprich die welches die Applikationen und Daten ihrer Kunden
neuen Applikationen, wie die CMI-Lösungsplattform, 1:1 synchronisiert. Die zwei Rechenzentren sind bei-
aber auch die MS-Office-Palette, werden bereits über de aktiv-aktiv und schalten sich bei Bedarf dynamisch
das Rechenzentrum RZ RIO von Talus zur Verfügung um. Beide Rechenzentren verfügen über identische
gestellt. Die zu ersetzende Gemeindefachlösung wird Hardware und ausreichende Leistungsreserven. Damit
vorerst auf dem bestehenden Server belassen und reagiert Talus auf den stetigen Kundenzuwachs und
nach der Cut-Over-Phase im Jahre 2021 ausser Be- die zunehmenden Bedürfnisse der Applikationen so-
trieb genommen und vollständig zurückgebaut. Die wie die Anforderung der stetigen Verfügbarkeit. Talus
ICT-Anlage wird danach ordentlich recycelt und die investiert fortlaufend in die Zukunft und Technologien,
Datenträger professionell und fachgerecht vernichtet. um auch morgen nachhaltige State-of-the-Art-Infra-
Zur Sicherstellung einer zuverlässigen Kommunikations- struktur anbieten zu können.
anbindung zwischen der Gemeinde und dem Rechen-
«Wir haben uns für die Betriebsstrategie IT-Outsourcing entschieden, weil damit
die Sicherheit unserer Daten optimal gewährleistet ist und wir von den immer
wiederkehrenden technischen Anpassungen befreit sind.»6 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
«Mit der Software nest/Abacus haben wir zukünftig eine Lösung, welche
den stetig wachsenden Anforderungen und Bedürfnissen sehr gerecht werden kann.»
Für die Verwaltung Madiswil war das Sicherstellen des 1. Januar 2021 vor. Künftig sollen die Löhne über eine
IT-Betriebes mit einem zuverlässigen Partner wichtig. Lohn-ELM- ( Einheitliches-Lohn-Meldeverfahren-)
Die Verwaltung sollte dadurch entlastet werden und zertifizierte Software verarbeitet werden. Damit ist auch
kann sich ihren Kernaufgaben widmen. der Grundstein für ein digitales Mitarbeiterdossier oder
eine Zeiterfassung gegeben. Die Software Abacus ist
… und die Zukunft bringt nest/Abacus bereits für den Empfang von QR-Code-Rechnungen
(ab Mitte 2020) vorbereitet. Mittels der integrierten
Belegarchivierung digitalisiert Madiswil mit Abacus zu-
künftig den Kreditorenprozess, sodass zukünftig das
Das dritte und umfassendste Teilprojekt beinhaltet den elektronische Rechnungsdossier als digitale Daten-
Ersatz der bestehenden Finanz-, Einwohner- und Ab- bank verfügbar wird.
rechnungssoftware (Strom und Gebühren) mit nest/ Im Bereich der Gebührenverarbeitung (Strom, Wasser
Abacus. Die Einführung der neuen Gemeindesoftware und Abwasser) nutzte die Verwaltung bislang die Ap-
ist per Rechnungsjahr 2021 terminiert und wird im Ver- plikation der Firma Brem. Künftig sollen die Subjekt-
lauf von diesem Jahr aufgebaut und in den produktiven und Objektinformationen ab der Einwohnerkontrolle
Betrieb überführt. durchgängig und konsistent sein. Aus diesem Grund
Die Mitarbeitenden erfassen das Budget 2021 bereits wird die Gebührenfakturierung von Brem nach nest
mit der neuen Finanzlösung im Abacus und bereiten migriert. Das Gebührenreglement und sämtliche For-
das System optimal für den produktiven Betrieb per mulare müssen hierzu im neuen System neu hinterlegt1 | 20 IKUMA 7 werden. Beim Migrieren einer Gebührenverarbeitung einem digitalen Dossier. Das integrierte Dokumenten- sind die jeweiligen Abrechnungszyklen massgebend. management/Archiv in nest bietet ein integriertes DMS In Madiswil hat man sich entschieden, die Bereiche mit Versionskontrolle und Archivmodus. Die Doku- Einwohnerwesen und Gebührenfakturierung per Juli mente sind mit den Stammdaten verknüpft – so finden 2020 produktiv zu überführen. Dies aus dem Grund, Sie jedes Schriftstück schnell wieder. mit der kommenden Abrechnungsperiode die neuen Möglichkeiten der grafischen Darstellung der Rechnun- Talus dankt der Gemeinde Madiswil für das Vertrau- gen zu nutzen, aber auch hinsichtlich des neuen Zahl- en in unsere Produkte und Dienstleistungen und steht standards (ISO 20022 – QR-Code-Rechnung). Auch dem Verwaltungspersonal künftig und umfassend als im Umfeld von nest profitiert Madiswil zukünftig von zuverlässiger Partner zur Seite. «Die IT-Gesamtlösung von Talus bedeutet für Madiswil, über einen sehr kompetenten Ansprechpartner zu verfügen, der uns in allen IT-Bereichen unterstützt. Dies hilft uns sehr, Ressourcen einsparen zu können.»
8 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
is-e-Modul Zeitreihen
Welche Funktionen dürfen Sie erwarten?
Mit der flächendeckenden Einführung von Smart Meter erhöhen sich die Datenmengen
enorm. Damit Energieversorgungsunternehmen (EVU) den Mehrwert aus diesen Daten
nutzen können, hat innosolv das Modul Zeitreihen entwickelt. is-e wird damit zum zentralen
System für die Verbrauchsdaten und den Austausch mit den Marktpartnern.
Mit dem Modul Zeitreihen, kann jedes EVU die EDM- performante Berechnungsengine zur Verfügung. Die
Funktionalität in Zukunft ohne grossen Aufwand sel- Engine berechnet diese Formeln sehr schnell und bei
ber ausführen. Dadurch erlangen die EVU die Hoheit Bedarf auch auf einem eigenen Rechner. Dadurch stö-
über ihre Daten zurück, sie erhalten die
Möglichkeit, weitere Dienstleistungen
anzubieten und sparen langfristig Geld.
Zeitreihenwerte können aus verschie-
denen Quellen und diversen Formaten
ins Modul Zeitreihen importiert werden.
Die Messdaten werden vom Smart Me-
ter durch das MDM-System mit seinem
Head-End-System (HES) ausgelesen
und in der is-e-Datenbank gespeichert.
Zur Speicherung der Daten nutzt is-e
eine eigene Datenbank für Big Data.
Die Messwerte werden automatisch
plausibilisiert und Ersatzwerte können
einfach gebildet werden.
Der Messdatenaustausch mit den
Marktpartnern läuft täglich automatisch über SDAT ab. ren die Berechnungen die tägliche Arbeit mit is-e nicht.
Die zur Netzbilanzierung benötigten Formeln sind als Die Funktionen des Dashboards sind für die Auswer-
Standardformeln für den Schweizer Markt hinterlegt. tungen übernommen worden. Auf die grafische Dar-
Kommt ein Zähler dazu, wird er nach dem Installieren stellung und die Möglichkeiten, Zeitreihenwerte überei-
im is-e automatisch in die jeweiligen Berechnungen nanderzulegen, wurde grosser Wert gelegt.
einbezogen. Für die Berechnungen steht eine eigene1 | 20 IKUMA 9
System, welches is-e im Release 2020
auf den Markt bringt. Christoph Grepper,
Projektleiter bei den GWE, hat bestä-
tigt, dass seine Erwartungen punkto
Funktionalität und Einfachheit in der
Bedienung übertroffen wurden. Die
GWE planen, den produktiven, selbst-
ständigen Betrieb des EDM schrittwei-
se ab Mitte 2020 vom heutigen Dienst-
leister zu übernehmen. Aufgrund der
Für die tägliche Prognose schlägt Ihnen is-e die Werte automatisierten EDM-Funktionalitäten mit is-e Zeit-
anhand definierter Parameter vor. Ergänzen Sie die für reihen gehen die GWE von geringerem Aufwand im
Sie wichtigen zusätzlichen Parameter, wie zum Beispiel täglichen Datenaustausch mit den Marktpartnern und
Temperatur. is-e berücksichtigt alle von Ihnen angege- von Potenzial für neue Dienstleistungen aus. Christoph
benen Parameter bei der Fortschreitung der Zeitreihe. Grepper hat sich zudem zum Ziel gesetzt, mithilfe des
Bei Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch (ZEV) Moduls Zeitreihen zukünftig weitere Aufgaben zu auto-
ermittelt is-e pro Partei und Zähler die zeitgleichen An- matisieren und zu standardisieren, welche heute noch
teile des Bezugs aus dem Netz bzw. der Produktions- «von Hand» zusammengetragen bzw. erledigt werden.
anlage.
Eine erste Test-Installation hat letzten September bei Wollen Sie mehr über is-e Zeitreihen und über diesen
den Gemeindewerken Erstfeld (GWE) stattgefunden. Pilotbetrieb erfahren?
Der Parallelbetrieb des Moduls Zeitreihen mit der bis- Wir geben Ihnen gerne Auskunft und freuen uns auf
herigen EDM-Lösung eines Dienstleisters bot erste Er- Ihre Kontaktaufnahme (Tel. 032 391 90 90,
kenntnisse für mögliche Probleme bei der Zusammen- servicedesk@talus.ch, www.talus.ch/kontakt).
führung von zwei Systemen zu einem ganzheitlichen10 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
Lokale Privat-Cloud
Modernisierung der Basis-IT-Infrastruktur der
Stadtverwaltung
Die Stadt Rheinfelden ist eine geschichtsträchtige Kleinstadt und zählt mit ihren 13’600
Einwohnern zur sechstgrössten Stadt im Kanton Aargau. Die geografische Lokalisierung
und die Verbindung zur gleichnamigen deutschen Stadt auf der anderen Rheinseite, prägen
die Stadt schon seit Menschengedenken. Die Nähe zu Basel und das intensive Wachstum der
Bevölkerung, hat die Anzahl Einwohner in den letzten 50 Jahren verdoppelt.
Trotz dem mittelalterlichen Charme und der nostal- se, sichere und wirksame ICT-Lösung zu beschaffen.
gischen, autofreien Altstadt, gehen die Stadt und die Der neue Anbieter sollte zudem den Support im Be-
Verwaltung mit dem Puls der Zeit. Die vielen kleinen reich Second- und Third-Level sicherstellen. Im Einla-
Fachgeschäfte und Restaurants laden einerseits zum dungsverfahren wurden fünf ICT Anbieter aufgefordert,
Flanieren durch die gepflasterten Gassen und Gässchen ihr Lösungskonzept und ihr Angebot zur Ablösung der
ein, anderseits ist die Stadt grösstenteils mit Glasfa- Anlagen aus dem Jahre 2014 einzureichen. Der heuti-
ser- und Breitband-Internet ausgebaut und erfreut sich ge und künftige Stellenwert der IT bei den gegen 150
eines modernen kulturellen Angebots. PC-Arbeitsplätzen der Verwaltung soll sichergestellt
Talus darf die Verwaltung im Bereich Gemeindefach- und mit einem professionellen Anbieter abgesichert
lösung nest/Abacus bereits schon seit mehr als 20 werden. Die neue ICT-Lösung sollte wirtschaftlich sein,
Jahren kontinuierlich bedienen. Im Bereich der Ge- den Grundsätzen von Green IT entsprechen und hin-
schäftsverwaltung und Dokumentenablage ist die CMI- sichtlich Skalierbarkeit der Ausfallsicherheit gerecht
Lösungsplattform seit über 15 Jahren im Einsatz. Für werden. Die neue ICT-Infrastruktur-Anlage sollte für die
den reinen ICT-Betrieb war bislang ein autonomer, ex- nächsten fünf Jahre und einen Zuwachs auf total 180
terner IT-Dienstleister in Pflicht genommen worden. Arbeitsplätze ausgelegt werden.
Im März 2019 hat die Stadtverwaltung in Zusammen- Beim Lösungskonzept hat sich Talus für ein perfor-
arbeit mit einer externen Beratungsfirma das ICT-Be- mantes, selbstheilendes System mit Failover zum
triebskonzept neu evaluiert. Ziel war es, an einer zweiten Standort entschieden. Die verwendeten Ele-
Inhouse-Infrastruktur festzuhalten und eine zeitgemäs- mente entsprechen Industrie-Standards und sind pro1 | 20 IKUMA 11
Standort redundant und baugleich ausgelegt. Die zwei einer einzelnen Komponente (Netzteil oder Switch)
Standorte (Serverraum Stadtverwaltung und geore- kann innerhalb des Standortes unterbruchfrei auf die
dundanter Aussenstandort) sind mit mehreren Daten- baugleiche Komponente umgeschaltet werden. Selbst
verbindungen verbunden und via Virtualisierung-Soft- ein Teilblackout eines ganzen Standortes kann vom
ware in Echtzeit synchronisiert. Bei einem Teilausfall georedundanten Standort aufgefangen werden.
Hauptstandort Nebenstandort
Glasfaser
Server 1 Switch 1 Switch 3 Server 3
Glasfaser
Switch 1 Switch 3
SAN 1 SAN 2
Glasfaser
Switch 2 Switch 4
Switch 2 Glasfaser Switch 4
Server 2 Server 4
Schematische Darstellung der neuen Host-
Systeme und Netzwerk-Komponenten12 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
Die Kommunikationskomponenten und Speichersys- jektablage und konsequentem Controlling, konnte das
teme wurden hinsichtlich Performance und Stabilität Projekt mittlerweile an die Auftraggeberin produktiv
optimal ausgelegt. So soll das neue Host-System hin- übergeben werden. Jetzt sollte sich bewahrheiten, wa-
sichtlich der täglichen Arbeit auf der Stadtverwaltung rum es clever war, den Fachsupport und die ICT-Sys-
auch in Zukunft stabil und reaktionsfreudig sein. Zu- temleistungen von einem Anbieter zu beziehen.
dem soll es ermöglicht werden, bei einem drohenden
Hochwasser den Hauptstandort zu evakuieren und Fünf Fragen an Herrn
stromlos zu schalten. Patrick Antonetty,
Der Terminplan und die zugehörigen Ressourcen wur- Leiter Informatik
den seitens Talus bei der Angebotsabgabe proviso- der Stadt Rheinfelden
risch fixiert, hatte doch die Auftraggeberin eine klare
Vorstellung bezüglich Realisierung und Umsetzung.
Anlässlich des Kick-offs Anfang Juli 2019 konnten vor
Ort die Feinheiten für die neue Lösung geplant und
finalisiert werden. Einerseits sollte der Parallelbetrieb
des bestehenden Systems und die Lizenz-Situation Was sprach aus Sicht der Stadt Rheinfelden für
bereinigt werden. Eine weitere Herausforderung, stell- den On-Premises-Betrieb der IT-Infrastruktur?
te das Update auf die neuste Version von nest/Abacus, Für den On-Premises-Betrieb sprachen gleich mehrere
welches die Auftraggeberin parallel mit dem neuen Gründe.
Host- System realisieren wollte. Einerseits existierten bereits zwei Serverräume an un-
Die Projektleitung seitens Talus hatte also nebst den terschiedlichen, aber miteinander verbundenen Stand-
Arbeitspaketen aus den verschiedenen Bereichen auch orten. Sie konnten ohne nennenswerte Investitionen
noch die Herausforderung zu berücksichtigen, dass für den Betrieb der neuen Anlage genutzt werden.
das Stadtbüro teilweise auch am Samstag geöffnet hat. Andererseits sollte die Anlage eine Plattform für sehr
Üblicherweise besteht die Möglichkeit, die Verwaltung unterschiedliche Anspruchsgruppen zur Verfügung
während der Realisierung in ihrer Wirksamkeit zu redu- stellen. Die Stadtverwaltung hatte dabei nicht diesel-
zieren oder teilweise zu schliessen. Dies war im besag- ben Anforderungen wie beispielsweise die Schulen,
ten Fall nicht möglich. das Museum oder das Tourismus-Büro. Der On-Pre-
Dank einer professionellen Projektorganisation, klaren mises-Betrieb konnte die dafür notwendige Flexibilität
Kommunikationsstrukturen, einer einheitlicheren Pro- bieten.1 | 20 IKUMA 13
Wie haben Sie die Mitarbeitenden von Talus im zur Realisierung musste das Vorhaben in einem Jahr
Projektalltag erlebt? umgesetzt werden. Die vielleicht noch grössere Her-
Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden von Talus, ausforderung war aber, die Umstellung für unsere An-
habe ich als ausgesprochen angenehm erlebt. Der wender so reibungslos wie möglich und dabei ohne
Berner Dialekt, der auf mich einfach sympathisch nennenswerte Unterbrüche zu gestalten. Da das
wirkt, hat sicherlich das Seine dazu beigetragen. Aber Stadtbüro sowie die Bibliothek samstags geöffnet sind,
es war nicht in erster Linie der Dialekt, der mich be- das Museum auch sonntags, Homeoffice, Parking-
geisterte. Es waren das Engagement und die Selbst- Schrankenanlagen oder die Regionalpolizei in der Re-
ständigkeit der Mitarbeitenden. Sie nahmen sich aktiv gel während 24 Stunden, waren die Zeitfenster jeweils
den geplanten Arbeiten an, ohne dass wir nachfragen kurz, während deren wir das System «für uns» hatten.
mussten. Sie waren für uns jederzeit erreichbar. Sei es
nach 22.00 Uhr oder auch am Sonntagmorgen. Welche positiven Erfahrungen haben Sie im All-
Lassen Sie mich eine kurze Anekdote aus dem Projek- tag mit der neu konzipierten ICT-Anlage erlebt?
talltag anfügen: Beispielsweise sollten wir einen alten Die neue Anlage läuft seit der Inbetriebnahme stabil
physikalischen Schulserver aus dem Schulnetz mit al- und ist im täglichen Betrieb einfach und komfortabel in
len Anwendungen und Dateien auf der neuen VMwa- der Handhabung. Sie ist leistungsfähiger, kleiner, spar-
re-Umgebung der Stadtverwaltung virtualisieren. Auf samer und leiser als die bisherige.
meine Anfrage, ob dies denn möglich sei und wie man
dabei vorgehen müsste, erhielt ich vom Spezialisten Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit mit
die kurze Antwort: «Geben Sie mir IP und Passwort, Talus im Service-Bereich nach der Projekt-
ich erledige das.» und tatsächlich, ein paar Tage später implementierung?
war die Migration erfolgt. Ich hatte noch nicht einmal Auch nach der Implementierung empfinde ich die Zu-
etwas gemerkt davon. Und so erging es auch den über sammenarbeit mit Talus als angenehm. Die Erreich-
100 Lehrpersonen, die tagtäglich mit dem System ar- barkeit und das Know-how der Spezialisten sind wei-
beiten. Es war für sie fast, als wäre nichts geschehen. terhin hervorragend.
Das hat mich beeindruckt.
Talus dankt an dieser Stelle nochmals der Auftrag-
Wo gab es spezifische Herausforderungen im geberin, der Stadt Rheinfelden, für den mutigen und
Projekt zu lösen? weisen Entscheid, «alles aus einem Haus» zu bezie-
Eine Herausforderung war der etwas sportliche Zeit- hen, und freut sich auf die weitere partnerschaftliche
rahmen, den wir uns gesetzt hatten. Von der Aus- Zusammenarbeit.
schreibung über die Konzeption und Planung bis hin14 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
Erfolgreiches Outsourcing-Projekt
Auf was kommt es an?
85 Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Kirchgemeinden, Energieversorgungsunternehmen aus
6 Kantonen, arbeiten aktuell auf dem RZ RIO (Rechenzentrum – Integration – Organisation) der
Talus Informatik AG in Wiler bei Seedorf. Wir zeigen Ihnen am Beispiel der Umstellung bei der
Einwohnergemeinde Urtenen-Schönbühl auf, wie wir vorgegangen sind und auf was es nach
unserer Erfahrung ankommt.
Kurzbeschrieb Outsourcing-Projekt Zeitlicher Ablauf des Projektes
Urtenen-Schönbühl
• 31 RZ-RIO-Benutzer (Zugriff auf MS Office 2019 • Februar 2019 – internes Projekt-Kick-off (Teams:
inkl. Outlook und aller Fachapplikationen nest, nest, Abacus, CMI, Technik vor Ort, RZ RIO,
Abacus, CMI, Tutoris, GemDat, Sesam Wahlen) Projektleitung)
• 1 «Service-Server» vor Ort • März bis Juni 2019 – Vorbereitungsarbeiten RZ,
• 24 Clients (Fujitsu Mini-Tower) inkl. 28 Monitoren Vorinstallation der Geräte, Planung und Organisation
• 3 Notebooks (Fujitsu Lifebooks) • Di, 14.05.2019 – Personalinformation in
• 12 HP-Laserdrucker Pro Urtenen-Schönbühl (Vorgehen, Termine, was ist zu
• 2 neue HP-Switches für die lokale Vernetzung beachten, Vorbereitungsarbeiten)
• Datenleitung UPC (50 MB VPN-Kommunikation RZ • Do, 13., bis So, 16.6.2019 – produktive Übernahme
RIO / 50 MB Internetzugang, inkl. Mobile Backup) aller Daten des lokalen Systems ins RZ RIO
• Zusammen mit der Auslagerung wurden alle Fach- • Mo, 17.6.2019 – Produktionsaufnahme, erster Tag
applikationen auf die neuen Programmversionen online mit allen Anwendungen im RZ RIO inkl. der
aktualisiert aktualisierten Programme. Bereinigungs- und Opti-
mierungsphase bis Freitag, 21.6.20191 | 20 IKUMA 15
Rückmeldung des Finanzverwalters und IT-Ver- die Lieferfristen für Datenleitungen und Hardware
antwortlichen, Herrn Daniel Grossenbacher: besonders zu berücksichtigen. Am Tag des Produk-
Die Umstellung ist wesentlich einfacher verlaufen, als tivstarts ist es empfehlenswert, möglichst alle Mitarbei-
ich mir vorgestellt habe. Am ersten Tag liefen bereits tenden an den Arbeitsplätzen zu haben.
alle zentralen Programme. Man merkt nicht, dass die
Programme und Daten jetzt in Wiler bei Seedorf ‹lie- Personal-Information
gen›, das Drucken jedenfalls geht jetzt sogar schneller Wir haben äusserst gute Erfahrungen gemacht, wenn
als bei der bisherigen Inhouse-Lösung. vor der produktiven Umstellung eine Personal-Infor-
mation mit der ganzen Verwaltung durchgeführt wird.
Auf was kommt es an? Die Mitarbeitenden werden über den zeitlichen Ablauf,
Aufgrund der grossen Anzahl realisierter Projekte, kön- die notwendigen Vorbereitungsarbeiten, was wird an-
nen wir die folgenden Erfolgsfaktoren, welche für jedes ders sein, informiert. Die Möglichkeit, direkt Fragen
Outsourcing-Projekt dieser Art Gültigkeit haben, wei- stellen zu können und Informationen aus erster Hand
tergeben. zu erhalten, gibt den Mitarbeitenden Sicherheit und
baut das Verständnis für die bevorstehende Verände-
Auftragsumfang / Partner rung auf.
Es ist ideal und erleichtert die professionelle und ef-
fiziente Projektrealisierung, wenn möglichst wenige Umstellung
Partner involviert werden müssen. Im Fall von Urtenen- Wenn die Geräte vor Ort ausgetauscht werden müs-
Schönbühl, waren wir für alle zentralen Bereiche (d.h. sen, empfiehlt sich eine Schliessung der Verwaltung
Systemtechnik und Hardware vor Ort, die Fachappli- von 1 bis 2 Tagen oder eine Umstellung am Wochen-
kationen nest/Abacus, die Organisation der Datenlei- ende. Entscheidend sind nach unserer Erfahrung früh-
tung mit einem bewährten Partner, die Koordination zeitige Tests der Zugriffe und der Datenleitung.
und Installation der Zusatzanwendungen) zuständig.
Die zusätzlichen Softwarelösungen wie Tutoris, Gem- Produktivstart
Dat, SESAM, funktionieren bereits auf dem RZ RIO. Am ersten Tag, wo sich alle Mitarbeitenden das erste
Die RZ-RIO-Techniker, hatten Erfahrung mit dem Be- Mal auf der Private Cloud einloggen, empfehlen wir,
trieb dieser Anwendungen. Schlussfolgerung: Je we- je nach Grösse mehrere Betreuungspersonen des
niger involvierte Unternehmen, umso einfacher sind Outsourcing-Partners vor Ort zu haben. So können
die Koordination und die Planung. Voraussetzung ist auftretende Fragen und Probleme umgehend bear-
natürlich, dass dieser Partner genug Erfahrung und beitet und gelöst werden. Das hilft den Mitarbeitenden
Ressourcen anbieten kann. und schafft Vertrauen. Im Fall von Urtenen-Schönbühl
waren 4 Betreuungspersonen vor Ort, was sich sehr
Projektleitung bewährt hat.
Es ist absolut empfehlenswert, dass ein erfahrener
Projektleiter der Outsourcing-Firma und der Projekt- Nachbearbeitung
leiter des Kunden sehr eng und direkt miteinander Es ist fast wie bei einem Umzug in eine neue Wohnung
arbeiten. Wir stellen dem Kunden eine gemeinsame oder ein neues Haus. Vorher sollte man «ausmisten»,
Dokumentenablage (ShareFile) zur Verfügung, wo alle nach dem Umzug sollten wieder alle Möbel im neuen
Projektunterlagen zentral verfügbar sind. Wohnraum stehen, aber dann beginnt die Feinarbeit
– das Einrichten. Im übertragenen Sinn ist es wichtig,
Vorbereitung und Planung dass in der ersten Woche der Umstellung alle Feinar-
Bei Projekten dieser Grössenordnung ist es empfeh- beiten wahrgenommen werden (wie z.B. Druckerein-
lenswert, einen Projektvorlauf von 3 bis 6 Monaten ein- stellungen, Favoriten, Vorlagen, optimale Positionie-
zuplanen. Je besser jeder Schritt geplant, gegenseitig rung der Monitore usw.). Erst dann sind die Benutzer
abgesprochen und genehmigt wurde, umso besser zu 100% glücklich mit der neuen Arbeitsumgebung.
läuft die produktive Umstellung. Bei der Planung sind16 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
Energie Seeland AG
Erfolgreiche Einführung der Zeit- und
Leistungserfassung von Abacus
Energie Seeland AG (ESAG) hat auf Anfang Jahr
erfolgreich die Zeit- und Leistungserfassung
mit Abacus eingeführt. Bei der Besprechung
der Prozesse wurde klar, dass im Personal-
bereich die Neugewinnung und die Verwaltung
der Mitarbeitenden vor, während und nach
dem Anstellungsverhältnis digitalisiert werden
können.
Zu den Beweggründen und den Erwartungen an die direkt im Abacus erfassten. Die Rapporte mussten
neuen Anwendungen konnten wir die beiden Projekt- anschliessend ausgedruckt werden. Diese wurden
verantwortlichen Claudio Sutter und René Dubach be- vom Vorgesetzten visiert und an unsere Abteilung «Fi-
fragen. nanzen & Personal» zur Verarbeitung weitergeleitet.
Die Wochenrapporte werden im Abacus erfasst, rap-
portierte Absenzen – wie Ferien, Krankheit und Unfälle
– werden zusätzlich in diversen Excel-Tabellen erfasst.
Wir suchten deshalb nach einer Lösung, wodurch der
Papierkonsum reduziert werden kann, aber auch ein
Tool, in welchem sämtliche Arbeitszeiten, Absenzen
und Leistungen einfach erfasst und ausgewertet wer-
den können.
Warum haben Sie sich für die Lösung der Talus
Informatik AG entschieden?
Was war der Auslöser für den Ersatz der Aufgrund dessen, dass wir unsere Applikationen bereits
bestehenden Lösung? durch die Talus Informatik AG betreiben lassen, lag es
Bisher erfolgte die Zeit- und Leistungserfassung auf nahe, auf eine Lösung von Talus zurückzugreifen. Zu-
Papier. Unsere Betriebsmonteure beispielsweise er- dem hat uns das Produkt «MyAbacus» als benutzer-
fassten ihre Arbeitszeit und ihre Leistungen von Hand freundliche Lösung überzeugt. Mit dem Einrichten der
auf den dafür vorgesehenen Formularen – dem Mo- Dossiers können sämtliche Dokumente – wie Lohnab-
natsrapport für die Zeiterfassung und dem Wochen- rechnungen, Arbeitsverträge oder Reglemente – der
rapport für die Leistungserfassung. Diejenigen Mit- Mitarbeiter digital abgelegt und durch diese eingesehen
arbeiter mit Zugang zu einer Arbeitsstation erfassten werden. Die herkömmlichen Personaldossiers in Pa-
ihre Arbeitszeit und ihre Leistung in einem Excel-Do- pierform werden somit hinfällig.
kument, wobei einzelne Mitarbeiter ihre Leistungen1 | 20 IKUMA 17
Wir sind das Adernetz der Region. Unsere cleveren Lösungen decken die vitalen
Bedürfnisse unserer Kunden mit höchster Verlässlichkeit ab.
Mit über 60 Mitarbeitenden sind wir für die Verteilung von Elektrizität, Wasser,
Telekommunikation (Internet, TV, Telefonie) und Wärme im Versorgungsgebiet zuständig
und erbringen sämtliche dazugehörenden Dienstleistungen.
Was waren die Reaktionen der Mitarbeiter auf Beurteilung von Bewerbungen erfolgen elektronisch.
die Einführung der Zeit- und Leistungs- Korrespondenz mit den Kandidaten (Einladungen Vor-
erfassung? stellungsgespräch, Absagen etc.) muss elektronisch
Einige waren begeistert, einige eher skeptisch. Für erfolgen (Standardbrief). Bei einer Festanstellung sol-
einige Mitarbeiter, welche bisher noch nie auf irgend- len die persönlichen Daten des Kandidaten direkt in
welche Projekte rapportiert haben, war es Neuland. den Lohnstamm übernommen werden.
Bei unseren Betriebsmonteuren haben wir auf ihrem
Smartphone zwar die Applikation «AbaClik» installiert, Welche weiteren Prozesse sollen in Zukunft
jedoch wird von den meisten die Erfassung im MyA- elektronisch abgebildet werden?
bacus via PC bevorzugt. Nach knapp einem Monat im Als Nächstes ist vorgesehen, die Lieferantenrech-
Einsatz sind auch die letzten Bedenken der Mitarbeiter nungen zu digitalisieren. Dadurch könnten sämtliche
verflogen. Rechnungen eingescannt, elektronisch visiert und di-
gital archiviert werden. Eine weitere Massnahme zum
Als nächster Schritt steht die Digitalisierung des möglichen papierlosen Büro.
Bewerberprozesses an. Was erwartet die ESAG
von Abacus? Kann sich die ESAG vorstellen, auch die Mitar-
Ablösung der im Excel geführten Bewerberkontrol- beitergespräche im Abacus HR zu führen?
le. Optimierung Ablauf Bewerberprozess. Kein Aus- Das ist durchaus eine Möglichkeit, welche zu einem
druck der Bewerbungen auf Papier. Einhalten des späteren Zeitpunkt geprüft wird.
Datenschutzes. Der Empfang der Bewerbung in
elektronischer Form, entweder direkt via Homepage
oder Übernahme von erhaltenen Bewerbungen, per
E-Mail. Auf dem Postweg erhaltene Bewerbungen
müssen problemlos ins Abacus-Tool eingescannt wer-
den können. Die Bewerbungen müssen intern an die
involvierten Personen weitergeleitet werden können.18 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
«Wieso eine neue Website,
wir haben doch schon eine?»
www.lyss.ch www.moosseedorf.ch
Diese Frage stellt sich der eine oder andere Gemeinderat oder Webverantwortliche.
Ja, natürlich hat heute jede Stadt und jede Gemeinde einen Webauftritt. Was sind aber
die heutigen Anforderungen, welche an eine moderne Website gestellt werden? Welche
E-Government-Prozesse sind heute gefordert und möglich? Was sind Gründe für eine
Zusammenarbeit mit dem Web-Team von Talus? Diese Fragen möchten wir Ihnen mit
diesem Bericht, basierend auf praktischen Beispielen, beantworten.
Anforderungen
Die wesentlichen Anforderungen an eine neue Web- • Design und Layout
site, welche einen Auszug aus verschiedenen Aus- • Responsiv – wirklich auf allen mobilen Geräten
schreibungen darstellen (nicht abschliessend): eine perfekte Anzeige und Nutzung.
• Technische Anforderungen • Flexible und übersichtliche Navigationsstruktur.
• Release/Updates CMS – das CMS muss laufend • Funktionalität
weiterentwickelt werden. • Medienbruchfreie Daten-Integration/-Kommunikation
• Nationale und internationale Standards müssen (z.B. zu GEVER-, Einwohner-, ERP-Lösung).
eingehalten werden. • Umfassender Online-Schalter, welcher alle Bürger-
• Gesetzliche Anforderungen von Bund, Kanton und prozesse nach eCH-Standard (wenn vorhanden)
Gemeinde müssen erfüllt sein. zur Verfügung stellt.
• Sicherer Zugang (SSL-Verschlüsselung). • Barrierefreiheit (z.B. Einhaltung der W3C-,
• Hohe Verfügbarkeit der Website (mindestens WCAG-1.0-Richtlinien).
99,9%). • Umfassende Suchfunktionen in allen Daten und
• Professioneller Hosting-Partner (private Cloud in Dokumenten.
der Schweiz / georedundant / ISO-27001- • Integrierter Web-Ortsplan mit verschiedenen
zertifiziert). Ebenen (z.B. amtliche Vermessung, Zonenplan,
• Einfache Bewirtschaftung/Bearbeitung der Orthofoto, Google Maps).
Website-Inhalte und -Daten.1 | 20 IKUMA 19
www.muensingen.ch www.steffisburg.ch
E-Government-Plattform
Die Entwicklung, wo eine Website eine reine Informati- • Anzeige aller in der zentralen Gemeindesoftware
onsplattform darstellt, ist Geschichte. Dienstleistungen vorhandenen Daten auf der Website (z.B. Mitarbeiter
und Online-Services sollen dem Bürger die Kommuni- der Verwaltung aus der Lohn-Software, Vereine
kation erleichtern und die Verwaltung gleichzeitig ent- und Unternehmen aus der zentralen Adress- und
lasten. Entscheidend ist, dass solche Prozesse ohne Kontaktverwaltung, Behördenmitglieder aus der
Medienbruch, wo immer möglich, voll automatisiert Behördenadministration).
und prozessgesteuert realisiert werden. Keine doppel- • Online-Raumbewirtschaftungs- und -Reservations-
te Datenhaltung ist ebenfalls ein Muss. system mit medienbruchfreier Fakturierung über
das zentrale Fakturierungssystem.
Praktische Beispiele/Prozesse hierzu sind: • Online-Zahlung bei allen kostenpflichtigen Services
• Elektronische Adressauskunft für einmalige Abfra- von allen gängigen Anbietern.
gen oder wiederkehrende Nutzer (online, direkte
Datenanbindung Einwohnerdaten, direkte Ausgabe Besuchen Sie diese Internet-Präsenzen, welche alle
der Auskunft und Archivierung in der Einwohner- innovative E-Government-Prozesse bereits umgesetzt
kontrolle). haben, z.T. inkl. Gemeinde-App:
• Elektronische Bescheinigungen (online, direkte Da- www.lyss.ch
tenanbindung Einwohnerdaten inkl. Online-Down- www.moosseedorf.ch
loads der gewünschten Dokumente wie Hand- www.muensingen.ch
lungsfähigkeitszeugnis, Wohnsitzbescheinigung, www.steffisburg.ch
automatische Archivierung in der Einwohner-
kontrolle).
• Anzeige der relevanten und gewünschten Doku-
mente aus der Geschäftsverwaltungssoftware auf
der Website (z.B. parlamentarische Vorstösse,
öffentliche Protokolle).20 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
Cleveres Vorlagenmanagement mit OneOffixx
Gemeinde- und Stadtverwaltungen vertrauen darauf
OneOffixx ist die branchenführende Vorlagensoftware für Gemeinde- und
Stadtverwaltungen und unterstützt Sie bei der täglichen Arbeit mit Microsoft Office.
Zentrale Vorlagenverwaltung Personalisierte und einheitliche Dokumente
OneOffixx dient dem Nutzer als zentrale Applikation OneOffixx sorgt dafür, dass Office-Dokumente auf
für sämtliche Vorlagen. Eine übersichtliche Gliederung Grundlage der internen Vorgaben für Formatierungen
und das intuitive Design ermöglichen ein rasches Auf- und Inhalte korrekt erstellt werden. Individuelle Benut-
finden der gewünschten Inhalte. Vorlagen werden den zerprofile sorgen dafür, dass Dokumente beim Öffnen
entsprechenden Abteilungen und Standorten mittels einer Vorlage personalisiert werden. Textbausteine er-
bestehender Windows-Berechtigungen zugewiesen. leichtern das Verfassen von wiederkehrenden Textinhal-
Eine verwaltungsweite Synchronisation aller Vorlagen ist ten. Es steht eine Unterschriftenregelung zur Verfügung.
durch OneOffixx sichergestellt.
Die praktische Eingabemaske führt den Nutzer durch
alle Prozesse, die bei der Erstellung der Office-Doku-
mente notwendig sind. Dafür benötigte Dokument-Pa-
rameter lassen sich massgeschneidert auf die jeweili-
gen Bedürfnisse anpassen. OneOffixx ist ausserdem
unabhängig von der Office-Version, 64-Bit-fähig und als
eigene Registerkarte nahtlos in Office integriert.
Die OneOffixx-Registerkarte in
Word mit geöffnetem Textbau-
stein-Bereich
Der OneOffixx-Client mit geöffneter Eingabemaske1 | 20 IKUMA 21
E-Mail-Signaturen und -Kampagnen in Outlook Integration Ihrer Fachapplikationen
Mit OneOffixx erhalten Benutzer zudem eine zentrale Ihre bewährten Fachapplikationen, wie z.B. CMI, nest
Applikation für die Steuerung von E-Mail-Signaturen oder KLIBnet, lassen sich mit OneOffixx integrieren.
und -Kampagnen. Die Signatur wird einmalig in den Der Benutzer kann Daten, wie z.B. Adressen, über den
benötigten Sprachen erstellt. OneOffixx verteilt und OneOffixx-Empfängerdialog direkt von der Fachap-
personalisiert diese automatisch. Auch E-Mail-Kam- plikation beziehen und in das Dokument einfügen. Es
pagnen lassen sich einfach erstellen, priorisieren und ist auch möglich, dass die Fachapplikation OneOffixx
zeitgesteuert aufschalten. Textbausteine stehen eben- selbstständig aufruft und anweist, ein Dokument mit-
falls zur Verfügung. hilfe der übermittelten Daten zu erzeugen.
Wirtschaftlichkeit drei Monate nach
Einführung
Studien belegen, dass bereits drei Monate
nach Einführung einer Vorlagensoftware
Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Dies wird
durch Erhöhung der Produktivität, Qualität
und Zeitersparnis erreicht, was wiederum
in einer erhöhten Mitarbeiterzufriedenheit
resultiert.
Die Gemeinde Biberist vertraut auf
OneOffixx
Biberist ist eine urbane Gemeinde in der Aglo-
meration zu Solothurn und zählt momentan
Die OneOffixx-Registerkarte in gegen 9'000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Outlook mit geöffnetem Text- Die Gemeindeverwaltung zeigt sich sehr offen und inno-
baustein-Bereich vativ gegenüber neuen IT-Anwendungen und hat schon
bei verschiedenen neuen Applikationen oder Apps eine
Vorreiterrolle im Kanton Solothurn übernommen.22 IKUMA das Kundenmagazin der Talus Informatik AG
oder für Sitzungen vorziehen mussten. Dadurch kam
es verschiedentlich zu verzögerten Lieferergebnissen
aus den Abteilungen. Auch waren teilweise die Schnitt-
stellen zu den Umsystemen in den Dokumenten schwie-
rig zu implementieren. Dabei konnten wir jedoch voll auf
die Unterstützung unseres Partners Talus zählen.
Wo sehen Sie die zentralen Vorteile der Lösung
OneOffixx?
Die Suche nach den aktuellen Vorlagen entfällt und
jede Anpassung kann zentral vorgenommen werden
und ist nach der Synchronisierung für alle Benutzer
sofort verfügbar. Dadurch können wir auch ein einheit-
liches Auftreten der Gemeinde nach aussen sicher-
Andreas Schöffler, IT-Verantwortlicher der stellen, durch ein CI/CD, welches wir mit OneOffixx
Gemeinde Biberist, stand der Talus Informatik AG managen können.
für einige Fragen zur Verfügung.
Wie haben Sie Talus als Integrationspartner
Warum hat sich die Gemeinde Biberist entschieden, in der Zusammenarbeit erlebt?
eine Software für das Vorlagenmanagement Wie in den anderen Projekten auch, als zuverlässigen
einzuführen? und kompetenten Partner, der uns in den nötigen Ent-
Die Verwendung von Vorlagen erfolgte individuell, d.h. scheidungen mit dem notwendigen Fachwissen unter-
viele User haben sich die benötigten Vorlagen zusam- stützte.
mengesucht und in ihrem persönlichen Laufwerk ge-
speichert. Andere wiederum haben bestehende Do- Welche Ausbaupläne stehen in Biberist im
kumente überschrieben und dies führte dazu, dass Bereich Vorlagenmanagement an?
nicht mehr alle Dokumente, bei der Suche nach Infor- Aufgrund einer Nutzungsvereinbarung, die mit anderen
mationen, aufgefunden werden konnten. Dazu kam, Sozialregionen gekoppelt ist, konnte die Schnittstelle
dass nicht jedes Dokument den CI/CD-Vorgaben der von OneOffixx zu einer Applikation im Bereich Soziale
Gemeinde entsprochen hat und z.B. Briefköpfe oder Dienste noch nicht realisiert werden. Dies möchten wir
auch das Layout der Absenderadressen unterschied- sobald wie möglich nachholen, sodass schlussendlich
lich verwendet wurden. sämtliche Vorlagen bei uns in OneOffixx aufgesetzt
sind. Zudem gibt es immer wieder Rückmeldungen
Mit welchen Herausforderungen haben Sie sich aus den Fachbereichen, welche noch ein paar Feinjus-
während dem Projekt intern auseinanderge- tierungen bedingen.
setzt?
Der Einsatz von internen Ressourcen wurde von An-
fang an entsprechend vorgesehen und in der Ge-
schäftsleitung kommuniziert. Trotzdem kam es immer
wieder vor, dass wir Aufgaben aus dem Tagesgeschäft1 | 20 IKUMA 23
Neue Möglichkeiten,
mit den Ausweislesern und nest
Im Zusammenhang mit der Ausschreibung für die neue Einwohnerkontrollsoftware
der Stadt Bern wurden neue Anforderungen an die Lösung nest gestellt.
Der innovative Softwarehersteller von nest, die innosolv AG und die Talus Informatik AG
haben das neue Bedürfnis aufgenommen und eine Lösung realisiert.
Es stehen zwei Geräte zur Verfügung
Die Anforderung
Die zentralen Fragen lauten in diesem Zusammenhang: SwissReader
Wie kann möglichst zuverlässig verhindert werden, dass Mehrzeilen-OCR-Leser für Pässe, Identitätskarten
Personen mit gefälschten Ausweisen den Eintritt in die und Führerausweise (ohne Echtheitsprüfung)
Einwohnerkontrolle bzw. den Zugang zur Schweizer Preis: CHF 690.00 exkl. MWST
Migrationspolitik erschleichen? Wie kann der Prozess
zur Ausweiskontrolle beschleunigt werden? Wie können DESKO Penta Scanner
Ausweise automatisiert gescannt und beim Einwohner Vollbildscanner für
hinterlegt werden? Ist eine Person mit einem gefälschten Ausweisdokumente
Ausweis einmal im Einwohnerkontrollsystem aufgenom- inkl. Ausweis-Analyse
men, wird es schwierig, diese nachträglich zu eruieren. (inkl. Echtheitsprüfung)
Preis: CHF 1580.00
Die Lösung exkl. MWST
Die Einwohnerkontrollsoftware nest wurde erweitert
mit einer intelligenten Schnittstelle zu einem Ausweis- Vorteile dieses Gerätes
lesegerät. Bei beiden Varianten von Geräten wird der • Schnelle, einfache Überprüfung von Ausweis-
Ausweis gescannt. Die Daten werden gelesen und die dokumenten
Scan-Software sucht im nest den entsprechenden • Zuverlässiger Ausweisleser für nationale und
Datensatz. Wird ein entsprechender Datensatz ge- internationale Dokumente
funden, wird dieser aufgerufen und angezeigt. Der ge- • Automatisches Erkennen der MLZ von Reise-
scannte Ausweis kann bei der entsprechenden Person pässen und Ausweisen nach ICAO 9303
im nest-System hinterlegt werden. • Intuitive und benutzerfreundliche Handhabung
Wird kein Datensatz gefunden, so startet automatisch • Leichte Bedienbarkeit und übersichtliche
der Prozess eines Zuzugs. Die gescannten Daten wer- Darstellung der Ergebnisse
den automatisch vorbelegt. • Speicherung der Ergebnisse für eine etwaige
Der Ausweisleser wird ganz einfach über die Tasta- Weiterverarbeitung möglich
tur-Schnittstelle angeschlossen. • Kostengünstige Anschaffung
• Keine Wartungs- oder Instandhaltungskosten
• Robustes Design – solides Gehäuse, PERLUCOR®-
Keramik für Scanfläche verwendet (Standard)
• Einfacher Installationsprozess
• Wird auch beim Flughafen Zürich zur Kontrolle der
Ausweise benötigt und eingesetzt
Installation/Voraussetzungen
Es wird mindestens der nest-Release 2019 vorausge-
setzt. Die neue nest-Schnittstelle wird ohne Zusatz-
kosten zur Verfügung gestellt.IT-Gesamtlösungen aus einem Haus Die IT-Landschaft wird immer komplexer, nicht zuletzt auf- grund der Vielfalt an verschiedenen Lösungen. Hard- und Software-Lösungen sollen schnell, zuverlässig und sicher funktionieren damit neue Anforderungen flexibel erweitert bzw. angepasst werden können. Wir unterstützen Sie gerne dabei und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme (Tel. 032 391 90 90, servicedesk@talus.ch, www.talus.ch/kontakt).
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