Is(s) von hier - Landkreis Osnabrück

Die Seite wird erstellt Niko-Veit Wichmann
 
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 Is(s) von hier

        Klimabewusste
        Ernährung                                                                          In Zusammenarbeit mit

     NACHHALTIGE ESSKULTUR             SOLIDARISCHE LANDWIRTSCHAFT         REGIONALER GAUMENSCHMAUS
    Abstimmung mit der Gabel                  Gemeinsam ackern              Gans – ganz festlich regional
 Slow Food e.V.: Interview mit Edgar      Besuch auf dem Elshof der       Winterliches Drei-Gänge-Menü vom
Klinger und Oscar Alvarado-Schnake     Familie Brinkmeyer in Melle-Buer     PFEFFER&MINZE-Küchenteam
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                                                                                                          Fünf auf einen Streich!
                                                                                                          Unsere „Kulinarischen Botschafter“ im Überblick
                                                                                                          1 Jockheck’s Honig Rapsblüte – Heinrich Jockheck E.K.
                                                                                                          2 Mühlenbrot – Bäckerei Brinkhege
                                                                                                          3 Grobe Wilde – Landschlachterei Krischke
                                                                                 2
                                                                                                          4 Karamellcrem – Bäckerei-Konditorei Thomas Meyer
                                                                                                          5 Mühlennussbrot – Bäckerei Brinkhege

                                 1

                                                                                                                                                                                                     5
                                                 3                                           4

       Schmeckt natürlich ausgezeichnet
       Brot und Bratwurst, Karamellcrem und Rapshonig – fünf Lebensmittel
       aus dem Landkreis Osnabrück wurden in den diplomatischen Dienst berufen.
       Als „Kulinarische Botschafter Niedersachsen 2019“.

             ls „Kulinarische Botschafter“ zeichnet        punktete sowohl mit ihrem Mühlenbrot als                                                                        fach ein Aushängeschild für ganz Nieder-
       A     das Land Niedersachsen jährlich Le-
       bensmittel aus dem Bundesland aus, wel-
                                                           auch dem Mühlennussbrot. Die Land-
                                                           schlachterei Krischke aus Venne wurde für
                                                                                                                                                                           sachsen“, freute sich Thomas Serries, Lei-
                                                                                                                                                                           ter des UnternehmensService der Wirt-
       che auf der einen Seite eine hohe und au-           ihre „Grobe Wilde“ geehrt, einer Bratwurst                                                                      schaftsförderungsgesellschaft des Land-
       ßergewöhnliche Geschmacksqualität auf-              mit 100 Prozent Wildfleisch aus regionaler                                                                      kreises Osnabrück bei der Preisübergabe
       weisen, auf der anderen Seite jedoch auch           Jagd.                                                                                                           und gratulierte den Gewinnern.
       meisterliche und verantwortungsvolle Her-           Auch süße Geschmäcker kommen bei den                                                                            Niedersachsen gilt generell als eines der
       stellung, eine interessante Produktidee, ein        „Kulinarischen Botschaftern“ auf ihre Kos-                                                                      Herzen der Lebensmittelproduktion in
       überzeugendes Marketing und eine trans-             ten: So wurde die Bäckerei-Konditorei Tho-                                                                      Deutschland. Mit dem Wettbewerb „Kuli-
       parente Unternehmenshistorie bieten.                mas Meyer aus Bad Laer für ihre „Karamell-                                                                      narische Botschafter Niedersachsen“, der
       In 2019 zeichnete Ministerpräsident Ste-            crem“ mit Bad Laerer Sole sowie Heinrich                                                                        2019 bereits zum zehnten Mal ausgelobt
       phan Weil während einer Prämierungsver-             Jockheck E.K. aus Melle für „Jockheck’s                                                                         wurde, rückt die Marketinggesellschaft der
       anstaltung in Hannover vier Unternehmen             Honig Rapsblüte“ ausgezeichnet.                                                                                 niedersächsischen Land- und Ernährungs-
       mit fünf unterschiedlichen Produkten aus            „Einmal mehr hat sich gezeigt: Lebensmit-                                                                       wirtschaft e.V. im wahrsten Sinne „ausge-
       dem Landkreis Osnabrück aus:                        tel aus dem Osnabrücker Land haben eine                                                                         zeichnete Lebensmittel“ in den Mittelpunkt.
       Die Bäckerei Brinkhege aus Bissendorf               außergewöhnliche Qualität und sind viel-                                                                        Eine Fachjury untersuchte und bewertete
                                                                                                                                                                           insgesamt 146 eingereichte Vorschläge.
                                                                                                                FOTO: MARKETINGGESELLSCHAFT NIEDERSACHSEN/THOMAS BRÄUNIG

                                                                                                                                                                           Ausgewählte „Kulinarische Botschafter“
                                                                                                                                                                           werden auch Teil der Genussbox Nieder-
                                                                                                                                                                           sachsen, die beispielsweise als Unterneh-
                                                                                                                                                                           menspräsent bei der Marketinggesellschaft
                                                                                                                                                                           bestellt werden kann.

                                                                                                                                                                                       Am Schölerberg 1
                                                                                                                                                                                       49082 Osnabrück
      In bester Stimmung (v.l.): Bodo aus dem Moore (Landschlachterei Krischke), Christian Jockheck (Heinrich                                                                          Tel 0541 5014399
      Jockheck E.K.), Wirtschaftsförderer Thomas Serries, Heike Brinkhege (Bäckerei Brinkhege GmbH & Co. KG),                                                                            info@wigos.de
      Heinz Krischke (Landschlachterei Krischke) und Thomas Meyer (Thomas Meyer Bäckerei-Konditorei)                                                                                     www.wigos.de

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Is(s) von hier - Landkreis Osnabrück
is(s) von hier

Liebe Leserinnen und Leser,
E
       rnährung ist ein viel und heiß diskutiertes Thema unserer Zeit. Viele
       Fragen werden dabei aufgeworfen: Wie ernähre ich mich richtig? Was ist
       gesunde Ernährung? Sollte sie vegetarisch oder vegan sein? Wie ernähre
ich mich möglichst umweltfreundlich?
Es gibt zahlreiche Aspekte, die man bei einer bewuss-
ten Ernährung berücksichtigen kann. Einer, den wir
in diesem Special thematisieren, ist die regionale
Ernährung. Wir legen den Fokus auf Produkte, die
in und um Osnabrück angebaut, geerntet oder
verarbeitet werden. Warum ist uns das wichtig?
Weil regionale und saisonale Ernährung auch kli-
mafreundliche Ernährung bedeutet. Die Gurken
müssen nicht aus Spanien mit dem Lkw zu uns gefahren
und das Rindersteak nicht aus Argentinien mit dem Flugzeug
transportiert werden. Egal ob Gemüse oder Fleisch: Viele Produkte gibt es bei
uns in der Region, ohne dass dafür viel CO2 ausgestoßen werden muss.
Auf den folgenden Seiten geben wir einige Anregungen, wie eine regionale
Ernährung im Osnabrücker Land funktionieren kann. So waren wir unter
anderem auf dem Elshof in Melle, wo Carl-Philipp und Therese Brinkmeyer
eine solidarische Landwirtschaft aufbauen. Der Verein Slow Food erklärte uns
im Interview, wie klimabewusste Ernährung aussehen kann und in Bad Essen
besuchten wir den Cittaslow-Landmarkt. Außerdem gibt es ein leckeres Winter-
menü aus regionalen Zutaten.
Unterstützt wurde dieses Special vom Landkreis Osnabrück, der viele Klima-
schutzmaßnahmen initiiert und fördert. Gertrud Heitgerken und Ingo Große-
Kracht vom Referat für Strategische Planung sehen in der Ernährung eine von
mehreren Möglichkeiten, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. 15 Prozent der
schädlichen Klimagas-Emissionen werden nämlich nach wissenschaftlichen
Berechnungen durch die Ernährung verursacht. Hier ließe sich durch
effizientere und regionale Ernährung sicherlich noch CO2 einsparen.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Benjamin Havermann | Redakteur NOW-Medien
Tel. 0541 3343104-65 | benjamin.havermann@now-medien.de

  IMPRESSUM
  Herausgeber
  Verlag Neue Osnabrücker Zeitung
                                                Anzeigen-/Werbeverkauf
                                                MSO Medien-Service GmbH & Co. KG
                                                                                                    
  GmbH & Co. KG                                 Große Straße 17–19, 49074 Osnabrück        $!$  #!
                                                                                              !  #
  Breiter Gang 10–16, 49074 Osnabrück           Geschäftsführer: Sven Balzer              %  &&   "&
                                                                                                              
  Telefon 0541 310-0                            E-Mail: anzeigen@mso-medien.de
                                                                                                  
                                                                                        %  &&  
  Redaktion                                     Gestaltung und Produktion                                    && 
                                                                                             
                                                                                                    
  Ralf Geisenhanslüke (v. i. S. d. P.) / Neue   bvw werbeagentur + verlag GmbH
  Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG,            Möserstraße 22, 49074 Osnabrück           Z
                                                                                          ZZ K
                                                                                              RIJRHV
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                                                                                                      J G
                                                                                                         H
  NOW-Medien GmbH & Co. KG                                                                  6 E
                                                                                               H UZ
                                                                                                  HJ
                                                Technische Herstellung/Druck              
                                                                                             2 VQDEUF
                                                                                                       N
  Große Straße 17-19, 49074 Osnabrück
  in Zusammenarbeit mit                         Meinders & Elstermannn GmbH & Co. KG
  Landkreis Osnabrück                           Weberstraße 7, 49191 Belm
  Referat für Strategische Planung              Telefon 05406 808-0
  Gertrud Heitgerken und Ingo Große-Kracht      Titelfoto: Vicuschka/istockphoto.com
  Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück

                                                                                                                      |3
Is(s) von hier - Landkreis Osnabrück
is(s) von hier_LANDWIRTSCHAFT

 Solawi-Bauern Carl-Philipp
 und Therese Brinkmeyer:
 Wöchentlich kann man einen
 Korb voller frischer Bio-Gemüse
 abholen.

       Gemeinsam ackern
     Solidarität ist Grundlage ihres Geschäftsmodells: Denn Carl-Philipp und Therese Brinkmeyer
     bewirtschaften den Elshof in Melle nach dem Prinzip SOLIDARISCHER LANDWIRTSCHAFT.
      Damit können sie ihren Traum einer ehrlichen, regionalen Lebensmittelvielfalt verwirklichen.
                                   VON CLAUDIA SARRAZIN | FOTOS PHILIPP HÜLSMANN

                                              D
                                                                 ieses Jahr feierten    haltigkeit und kann dabei sein, wenn
                                                                 Carl-Philipp und       etwas Neues entsteht.“ Krey-Gerve ge-
                                                                 Therese Brinkmeyer     fällt es, Teil einer Gemeinschaft zu
                                                                 ein besonderes Ern-    sein und beispielsweise auch mittels
                                                                 tedankfest. Denn sie   eines Newsletters am bäuerlichen All-
                                                                 starteten im Früh-     tagsleben teilzunehmen.
                                              jahr das Projekt Solidarische Land-       Dieser Bezug zur Arbeit auf dem Hof
                                              wirtschaft (Solawi) auf dem Elshof in     und der Kontakt zwischen den Mit-
                                              Melle-Buer. Solawi bedeutet in die-       gliedern der Solawi und dem Hofteam
                                              sem Fall: Verbraucher zahlen monat-       begeistert auch Therese Brinkmeyer:
                                              lich 110 Euro für einen Anteil an der     „Jeder Abholtag ist ein Event. Es ist
                                              landwirtschaftlichen Produktion auf       Teil des Konzeptes, dass die Leute
                                              Brinkmeyers Hof. Im Gegenzug kön-         auch miternten.“ Wer mitmachen
                                              nen sie wöchentlich einen Korb voller     wolle, gehe mit aufs Feld.
                                              frischer Bio-Gemüse am Hustädter          „Wir haben hier auch einen Bildungs-
                                              Heegweg abholen. Insgesamt konnten        auftrag“, ergänzt Gärtner Moritz Sig-
                                              die jungen Landwirte und ihr Gärtner      loch. „Viele Kinder können mit ihren
                                              Moritz Sigloch bislang 70 Anteile an      Eltern selbst etwas ausbuddeln.“ Carl-
                                              junge Familien, Singles und ältere        Philipp Brinkmeyer betont: „Für die
                                              Paare vergeben.                           Leute ist das nett, aber für die Land-
                                              Einer von ihnen ist Torsten Krey-Ger-     wirtschaft ist es unheimlich wichtig.“
                                              ve: „Ich hatte die Nase voll von Dis-     Denn mit der Zeit hätten viele Men-
                                              countern. Hier unterstütze ich Nach-      schen den Bezug zu ihr verloren. Auf

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Is(s) von hier - Landkreis Osnabrück
auf einem Demeter-Hof gearbeitet,          fiel in diesem Jahr beispielsweise
                                               auf dem wir 40 bis 50 Prozent der          sehr gut aus: „Da mussten wir den
                                               Möhren wegwerfen mussten, obwohl           Leuten schon sagen, ihr müsst die
                                               sie essbar waren“, berichtet Moritz        jetzt mitnehmen. Im Winter gibt es
                                               Sigloch. Carl-Philipp Brinkmeyer           sie nicht, da muss man schon weiter-
                                               ergänzt: „Ist die Gurke zu krumm           denken“, so Carl-Philipp Brinkmeyer.
                                               oder der Salat zu groß, bleiben wir        Einfrieren oder Einmachen sei des-
                                               normalerweise da-                                                halb angesagt.
                                               rauf sitzen.“                                                    Das hat auch
                                               Das sei bei der So-       „Viele Kinder können Torsten Krey-
                                               lawi anders. „Wir        mit ihren Eltern selbst Gerve festgestellt,
                                               müssen nicht mehr                                                der sich gerade
                                               darauf achten, was
                                                                          etwas ausbuddeln.“                    sehr viel mit dem
                                               am meisten Geld                   Moritz Sigloch                 Thema Einmachen
                                               bringt“, so Therese                                              beschäftigt: „Das
                                               Brinkmeyer, die                                                  ist total interessant,
                                               wie ihr Mann ökologische Landwirt-         ich probiere viele Rezepte aus und
                                               schaft studiert hat. Außerdem fallen       der Keller füllt sich.“
                                               Zwischenhändler weg, was nicht nur         Nach dem Erfolg in diesem Jahr
      dem Elshof ginge es darum, die Men-      Kosten und Verpackung spart. Die           möchte das Elshof-Team 2020 auf
      schen gut zu ernähren. Ziel sei es je-   Produkte landen auch besonders             jeden Fall sein Sortiment erweitern.
      doch auch, diejenigen Leute sichtbar     frisch im Einkaufskorb der Anteilseig-     „Und wir haben noch viele Ideen und
      zu machen, die hinter den landwirt-      ner. Apropos Frische: Torsten Krey-        die Möglichkeit, einiges auszuprobie-
      schaftlichen Produkten stehen.           Gerve ist überzeugt, so leckere Toma-      ren“, so Therese Brinkmeyer. So möch-
      „Letztendlich ist jeder Kassenbon        ten wie die vom Hof hier noch nie          te sie gerne eine Küche einrichten, in
      auch ein Wahlzettel“, so der Landwirt,   gegessen zu haben.                         der das Hofteam und die Anteilseig-
      der ebenso wie der Hofgärtner die Er-    Gleichzeitig ist die saisonale Ernte       ner gemeinsam kochen können.
      fahrung machte, dass Produzenten         etwas, das ein gewisses Umdenken er-       Auch eine Erweiterung des Kühl-
      stark unter Druck stünden. „Ich habe     fordert: Die Bohnenernte des Elshofs       raums ist angedacht.                      n

                                                               

        
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is(s) von hier_ERNÄHRUNG

                   Abstimmung
                   mit der Gabel
             „Gut – sauber – fair“ bringt die Philosophie von SLOW FOOD auf den Punkt.
          Edgar Klinger und Oscar Alvarado-Schnake leiten das Convivium Osnabrücker Land.
            Die Klimainitiative des Landkreises Osnabrück im Gespräch mit Slowfood über
                       klimafreundliche Ernährung und was jeder dafür tun kann.
                INTERVIEW: INGO GROSSE-KRACHT UND GERTRUD HEITGERKEN | FOTOS: PHILIPP HÜLSMANN

                                                                         S
                                                                                        low Food ist eine welt-
                                                                                        weite Initiative. Sie
                                                                                        sind Vorsitzender der
                                                                                        lokalen Slow Food-
                                                                                        Gruppe in Osnabrück.
                                                                                        Was bedeutet Slow
                                                                         Food? Soll ich beim Essen darauf
                                                                         achten, dass ich besonders langsam
                                                                         esse?
                                                                         OSCAR ALVARADO-SCHNAKE: Mit dieser
                                                                         schönen Mär sollten wir schnell auf-
                                                                         räumen. Das bedeutet es überhaupt
                                                                         nicht. Es geht um die gesamte Herstel-
                                                                         lung unserer Lebensmittel – die soll
                                                                         „slow“ erfolgen unter Beachtung vieler
                                                                         Elemente, die mit der Natur zusam-
                                                                         menhängen.
                                                                         EDGAR KLINGER : Der Name Slow Food
                                                                         ist auch daraus entstanden, dass die
     WIR WOLLEN DIE REGIONALITÄT                                         Gründer seinerzeit ein Gegenpro-
                                                                         gramm zum Erfolg der Fast Food-Ket-
      UND SAISONALITÄT SICHERN.                                          ten-Idee entwickeln wollten. Sie woll-
             EDGAR KLINGER                                               ten „Fast“ Food etwas entgegenstellen
                                                                         und da ist dann „Slow“ Food heraus-
                                                                         gekommen.
                                                                         Und Slow Food wirkt weltweit?
                                                                         OSCAR ALVARADO-SCHNAKE: Absolut.
                                                                         Slow Food ist in 170 Ländern tätig. Der
                                                                         Verein wurde 1986 von Carlo Petrini in
                                                                         Italien gegründet. Deutschland ist
                                                                         1992 dazugekommen. Heute gibt es
                                                                         etwa 13.200 Mitglieder in Deutsch-
                                                                         land. Wir hier in Osnabrück haben
                                                                         ungefähr 170 Mitglieder.
                                                                         Was ist die Philosophie von
                                                                         Slow Food?
                                                                         OSCAR ALVARADO-SCHNAKE: Unsere Phi-
                                                                         losophie kann man am besten mit
                                                                         dem Ausdruck „Gut – sauber – fair“
                                                                         beschreiben.
                                                                         EDGAR KLINGER : „Gut“ heißt, Lebens-
                                                                         mittel sollen geschmacklich über-

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Is(s) von hier - Landkreis Osnabrück
zeugen. „Sauber“ heißt, Lebensmittel          man sie aus vernünftigen Bedingun-                         brauchen, dem Körper zuzuführen.
sollen unter bestmöglicher Ausnut-            gen aus dem Ausland bekommt. Aber                          Schade ist, dass die Art- und Sorten-
zung unserer Ressourcen hergestellt           das ist machbar. Wir versuchen, das                        vielfalt stark eingeschränkt wurde. Es
werden und dabei möglichst scho-              traditionelle Lebensmittelhandwerk                         werden Tiere und Pflanzen mit be-
nend für Umwelt und Tier. Und „fair“          zu fördern. Und letztlich wollen wir                       stimmten Eigenschaften gezüchtet,
heißt, dass wir Fairness verlangen, ge-       gutes und schmackhaftes Essen, mög-                        die in einer Massenproduktion die
genüber den Tieren und der Natur,             lichst ohne Geschmacksverstärker, oh-                      Erträge steigern. Alte Regionalsorten
aber auch gegenüber den Menschen.             ne genveränderte Bestandteile und                          haben da kaum eine Chance. Das
Also dass Menschen nicht unter un-            ohne Reste von Pestiziden auf den Tel-                     führt dann leider dazu, dass der
würdigen Zuständen beschäftigt wer-           ler bekommen.                                              Brokkoli nicht mehr ganz so gesund
den und ein auskömmliches Einkom-             Wo liegen aus Ihrer Sicht die größ-                        ist wie früher, dafür aber einen siche-
men erhalten.                                 ten Herausforderungen in der Art                           reren Ernteertrag erzielt.
Welche Ziele verfolgen Sie mit die-           wie wir uns ernähren?                                      Sie sprachen das Thema Bodenbe-
ser Philosophie?                              EDGAR KLINGER : Wir essen einfach zu                       lastung an.
OSCAR ALVARADO-SCHNAKE: Wichtig ist           viel Fleisch. Menschen haben sich bis                      EDGAR KLINGER : Böden werden mehr
uns der Erhalt der bäuerlichen Land-          in die 80er Jahre hinein sehr viel weni-                   und mehr ausgelaugt. Eine Boden-
wirtschaft und die Wiederherstellung          ger fleischlastig ernährt. Ich will den                    pflege in guter Art und Weise lässt sich
der Sortenvielfalt und der Bodenquali-        Landwirten gerne gönnen, dass hier                         kaum mehr realisieren. Immer mehr
tät. Wir haben eine Überdüngung der           der Fleischabsatz brummt, aber auf                         Landwirte der konventionellen Land-
Böden mit gleichzeitiger Vernichtung          der anderen Seite müssen wir gucken,                       wirtschaft merken, dass hier in der
der Grundwasserqualität – beides              was bedeutet das für unsere Gesund-                        Vergangenheit Fehler gemacht wor-
hängt stark mit der industriellen Land-       heit und für unsere Umwelt? Mit Blick                      den sind und versuchen, neue For-
wirtschaft zusammen. Wir wollen               auf die Ressourcenschonung macht                           men der Bodenpflege einzuführen.
auch die Regionalität und Saisonalität        ein hoher Fleischkonsum keinen Sinn.                       Wie kann regionale Ernährung hel-
sichern in der Versorgung von Lebens-         Der Wasserverbrauch ist sehr hoch                          fen, diese Belastungen für das Klima
mitteln aller Art. Sicherlich gibt es eini-   und wir müssen ja erstmal den Orga-                        und die Umwelt gering zu halten?
ge Lebensmittel, wie Zitrusfrüchte            nismus durchfüttern, der uns das                           EDGAR KLINGER : Durch die Reduzierung
z.B., die hier in der Region nicht wach-      Fleisch liefert. Da gibt’s effizientere                    von Transportwegen. Alles ,was in der
sen. Da muss man dann schauen, wie            Möglichkeiten, die Bausteine, die wir                      Region wächst und verarbeitet wird,      F

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Is(s) von hier - Landkreis Osnabrück
is(s) von hier_ERNÄHRUNG

                                                                                               ren Stimmzettel abgeben, geben wir
                                                                                               mit dem Geld, das wir für Produkte
                                                                                               ausgeben, unsere Stimme ab für eine
                                                                                               bestimmte Art der Lebensmittelher-
                                                                                               stellung. Damit sind wir natürlich
                                                                                               politisch. „Die Abstimmung mit der
                                                                                               Gabel“ wie unsere Jugendorganisati-
                                                                                               on Slow Food Youth sagt. Das Problem
                                                                                               ist, dass die Lebensmittelproduktion
                                                                                               so weit weg ist aus den Lebensbildern
                                                                                               des Durchschnittskonsumenten, dass
                                                                                               er oft gar nicht erkennen kann, welche
                                                                                               Produktionsprozesse eigentlich ab-
                                                                                               laufen. All unsere Aktivitäten zielen
                                                                                               darauf ab, Konsumenten und Produ-
                                                                                               zenten wieder in Kontakt miteinander
                                                                                               zu bringen. Wir möchten das Wissen
                                                                                               um Lebensmittelproduktion verbes-
        FRISCHE LEBENSMITTEL                                                                   sern und dazu beitragen, dass sich
     VERMEIDEN ENERGIEAUFWAND.                                                                 Konsumenten bewusster entscheiden.
        OSCAR ALVARADO-SCHNAKE                                                                 Haben Sie noch Tipps für meinen
                                                                                               Alltag? Was kann ich im Alltag tun,
                                                                                               um die Klimabilanz meiner Ernäh-
                                                                                               rung zu verbessern?
                                                                                               EDGAR KLINGER : Regionale Produkte
                                                                                               einkaufen. Es gibt eine zunehmende
                                                                                               Anzahl guter Beispiele für Networ-
                                                                                               king: der Fleischer in Osnabrück, der
                                                                                               zusätzlich den Käse der Hunteburger
                                                                                               Landkäserei verkauft. Es gibt zu-
                                                                                               nehmend Produzenten, die von
                                                                                               befreundeten Betrieben Produkte
                                                                                               einkaufen und dazu beitragen, dass
                                                                                               es auch im regionalen Bereich eine
                                                                                               Entwicklung zum One-Stop-Shopping
        reduziert den logistischen Aufwand,         Preisen angeboten werden.                  gibt. Zweiter Punkt: Kaufen Sie nur
        um die Produkte zum Konsumenten             OSCAR ALVARADO-SCHNAKE: In diesem          das, was Ihre Großmutter schon als
        zu bringen. Hinzu kommt, dass bei           Kontext sehe ich große Schwierigkei-       Lebensmittel einwandfrei identifiziert
        vielen Produkten der Aufwand, der           ten: das Bohren von dicken Brettern,       hat. Nur so kann man sich vor Zusatz-
        getrieben wird, um die Lebensmittel         bei der Bevölkerung, damit sie ihr         stoffen schützen, die man eigentlich
        zu produzieren, enorm ist. In den           Konsumverhalten ändert. Die Bereit-        gar nicht so gerne möchte. Und:
        Gewächshäusern muss ein bestimm-            schaft, ein paar Cent mehr auszuge-        Investieren Sie in Kochbücher,
        tes Kleinklima herrschen, Plastik-          ben für ein regionales Produkt, ist lei-   browsen Sie durch Rezeptseiten im
        abdeckungen müssen produziert               der oft nicht da.                          Internet und nehmen Sie sich ein
        und entsorgt werden. All das kostet         EDGAR KLINGER : Das Unglück ist, dass      bisschen Zeit, um frische Lebens-
        Energie und der CO2-Fußabdruck,             wir in Deutschland oft die Situation       mittel selbst zuzubereiten.
        der dadurch entsteht, ist unange-           haben, dass das Motoröl gar nicht gut      OSCAR ALVARADO-SCHNAKE: Ergänzend
        messen groß. Was ebenfalls wichtig          genug sein kann, während man für           kann ich empfehlen: Besuchen Sie die
        ist, ist sicherlich Saisonalität. Frische   das Olivenöl versucht, den günstigs-       Wochenmärkte und die Märkte, die
        Lebensmittel vermeiden Energieauf-          ten Preis zu bekommen.                     wir unterstützen wie den „Genuss im
        wand. Frische schlägt Tiefkühlung.          Slow Food sagt, Essen ist unmittel-        Nordwesten“ oder den „Cittaslow
        Wir sollten uns darauf besinnen,            bar mit Politik verknüpft. Ist Essen       Landmarkt in Bad Essen“ oder im
        welche Lebensmittel zu welchen Zei-         politisch?                                 Herbst den „Markt der Genüsse“ in
        ten im Jahr frisch zu bekommen sind.        EDGAR KLINGER : Jede Produktwahl-          Geeste – die Märkte geben einem die
        Beim Spargel wissen es viele Konsu-         entscheidung bedeutet doch, ich gebe       Möglichkeit, sich zu informieren und
        menten noch. Aber bei vielen anderen        mein Geld dafür aus und bin offen-         man lernt dort neue Produzenten
        Produkten nicht. Man sollte nicht           sichtlich auch einverstanden mit der       kennen, die ökologisch und ökono-
        unbedingt zu Erdbeeren greifen,             Art und Weise, wie dieses Produkt          misch vernünftig arbeiten.            n
        wenn diese im Dezember beim                 hergestellt wird. Wir wählen. Genauso
        Discounter zu unfassbar niedrigen           wie wir bei politischen Wahlen unse-       www.slowfood.de

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Is(s) von hier - Landkreis Osnabrück
is(s) von hier_KLIMASCHUTZ IN ZAHLEN

                                      Ernährung und Klimaschutz
                                             Unser Ernährungsverhalten hat einen Einfluss auf unsere persönliche Klimabilanz.

                                      CO2-BILANZ DES BUNDESBÜRGERS                                                                    BIO FÜR DEN KLIMASCHUTZ
                                                                                                                                      Treibhausgasemissionen ökologisch und konventionell
                                                                                                                                      erzeugter Produkte im Vergleich

                                         15% Ernährung                                                                                                            Bio-Weizen   Bio-Kartoffeln Bio-Feldgemüse

                                                                                                                   25% Konsum

                                              26% Wohnen

                                                                                                             23% Verkehr
                                                                                                                                                                  Weizen       Kartoffeln    Feldgemüse

                                            11% Allgemein

                                                                                                                                      CO2-Äquivalente in kg je kg Produkt
                                      Quelle: Ifeu, die CO2-Bilanz des Bürgers, Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamtes,
                                      Juni 2007                                                                                       Quelle: Ökoinstitut, 2014

                                      FLEISCHKONSUM
                                      So viele Tiere isst ein Mensch in Deutschland
                                      durchschnittlich im Laufe seines Lebens:

                                                                                                   4 Rinder

                                                                            4 Schafe

                                                                                                     12 Gänse

                                                                  37 Enten
FOTOS: PASSAKORN_14/ISTOCKPHOTO.COM

                                                                                            46 Schweine

                                                                                                                  46 Puten
                                      Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung/BUND/Le Monde Diplomatique (Fleischatlas 2013), VEBU                                                               945 Hühner

                                                                                                                                                                                                               |9
Is(s) von hier - Landkreis Osnabrück
is(s) von hier_HEIMATKUNDE

                              Wissen wo’s
                              herkommt
                 HEIMAT UND REGIONALITÄT – die Deutschen legen immer mehr Wert
                 auf Lebensmittel und Waren aus ihrer Umgebung. Händler und Hersteller
                reagieren darauf und nutzen den Wunsch nach Transparenz für den Verkauf
                       ihrer Produkte. Bewusst (b)esser – ist regional das neue Bio?
                                                            VON JENS LINTEL

        W
                               ir befinden uns    auch im Supermarkt entscheiden im-       oder verzichten ganz darauf, greifen
                               im Jahr 2019       mer mehr Verbraucher, keine Äpfel        zu Biolebensmitteln, ernähren sich
                               nach Christus.     aus Neuseeland, Walnüsse aus den         vegetarisch oder vegan.
                               Ganz Deutsch-      USA oder mitten im Winter Erdbeeren      Auch bei Kleidung, Spielzeug, Elektro-
                               land ist fest in   aus Israel zu kaufen. Mittlerweile es-   nik und anderen Produkten wird auf
                               der Hand des       sen viele Menschen weniger Fleisch       „saubere“ Materialien und Herstel-
        24/7-Konsums. Ganz Deutschland?                                                    lungsverfahren geachtet – Qualität
        Nein. Immer mehr Menschen wenden           Wo bekommt man regionale                und Lebensdauer bestimmen die
        sich ab von Online-Händlern, die Re-       Lebensmittel und Produkte?              Kaufentscheidung und nicht mehr
        touren lieber vernichten als umzutau-      • (manchmal) in Supermärkten            nur der Preis.
        schen, erteilen Internet-Schnäppchen       • auf Bauern- und Wochenmärkten         So ist ein neuer Markt für Handge-
        und Billigprodukten eine Absage und        • in Bioläden und                       machtes und Einzelstücke entstanden.
        verzichten bewusst auf Lebensmittel          Bio-Supermärkten                      Mehr und mehr Verbraucher finden es
        vom anderen Ende der Welt – und            • in Hofläden                           wichtig, dass Transportwege kurz sind
        längst nicht mehr nur einige Unbeug-       • in Gemüsekisten                       und Arbeitsplätze in der Region er-
        same.                                                                              halten bleiben. Auch im Handel haben
                                                   • durch Solidarische
        Mit Fleisch aus Argentinien oder Ja-         Landwirtschaft (SoLaWi/CSA)           sich neue Perspektiven für regionale
        pan können Restaurants längst nicht        • im Eigenanbau                         Erzeugnisse ergeben. Es weht ein
        mehr bei ihren Gästen punkten – und                                                frischer Wind in der Gründerszene.

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FOTO: CHRISTA BECHTEL
                                                                                           
                                                                                           
                                                                                                         
                                                                                                                  
                                                                                                                                       
                                                                                                                                          
                                                                                                                                      :LU IUHXHQ XQV DXI ,KUHQ %HVXFK

                                                                                                                                             :
                                                                                                                                             XVVWH
                                                                                                                                                 Q6LHVFK
                                                                                                                                                       RQ"

                                                                                                                            :
                                                                                                                            LUOLH
                                                                                                                                IHUQDXFK%
                                                                                                                                        X ΍
                                                                                                                                          HWVDX¡
                                                                                                                                               H U+DXV
                                                                                                                            6S UHFKHQ6
                                                                                                                                     LHXQVJHUQ
                                                                                                                                             HGDUDXID
                                                                                                                                                    Q 

                                                                                             
                                                                                                                   
                                                                                           0
                                                                                           ˜&+7
                                                                                              (16Ζ((
                                                                                                   Ζ1(
                                                                                                     1 7
                                                                                                       Ζ6&+5(
                                                                                                            6(59
                                                                                                               Ζ(5(
                                                                                                                  1 "

Ein Who’s who der regionalen Erzeugerszene:                                                7
                                                                                           (/(
                                                                                             )21
                                                                                               
                                                                                                 
                                                                                                     
Cittaslow-Landmarkt Bad Essen
                                                                                           *HQLH‰HQ 6LH IHVWOLFKH 0RPHQWH XQG EHVRQGHUH $QOlVVH 
                                                                                           XQG ODVVHQ 6LH VLFK YRQ XQVHUHP 7HDP LP 5HVWDXUDQW
Besonders gut sichtbar wird die Entwicklung bei Lebens-                                    $WKHQ DXI EHVWH JULHFKLVFKH $UW YHUZ|KQHQ
mitteln: Während es Kaffee von „heimischen“ Röstern und                                    ,P 6RPPHU LP NKOHQ 6FKDWWHQ
                                                                                           GHU 5RWEXFKH GHV %LHUJDUWHQV
viele weitere Erzeugnisse aus der Region längst in jedem
                                                                                           8
                                                                                           16(
                                                                                             5 (˜
                                                                                                ))18
                                                                                                   1*6
                                                                                                     = (
                                                                                                       Ζ7(
                                                                                                         1
Supermarkt gibt, sind bereits neue Qualitätsmarken ent-                                    $
                                                                                           P  9 RUP LWWDJ 
standen – etwa mit Bentheimer Schweinefleisch oder                                         0 R
                                                                                             QWD JYRUP LWWD JJHVFKORVVH
                                                                                                                      Q
Spirituosen aus der Region Osnabrück.                                                      'LHQVWDJ6 RQ Q WDJ
                                                                                                              8 KU
                                                                                                                         
                                                                                                                           8K
                                                                                                                             U
Bad Essen ist mit der Zertifizierung als Cittaslow-Gemeinde                                $
                                                                                           P $EHQG
                                                                                           0RQ
                                                                                             WDJ6
                                                                                                 R QQ
                                                                                                    WDJ
                                                                                                      
                                                                                                        8
                                                                                                           KU
                                                                                                              
                                                                                                                8K
                                                                                                                  U
noch ein paar Schritte weiter gegangen: Bei dieser 1999 in
Italien entstandenen Bewegung ist der Ansatz noch um-
fassender. Es geht darum, möglichst alle regionalen Beson-
derheiten, von Kulturen über Stadtstrukturen bis hin zu
traditioneller Lebensmittelherstellung und ihrer direkten                                  5
                                                                                           HVWDXUDQW$ WK
                                                                                                       HQ    /LQ
                                                                                                               G HQVWUD
                                                                                                                      ¡ H    
                                                                                                                                 %D
                                                                                                                                     G( VVH
                                                                                                                                          Q
Vermarktung zu erhalten. Mit dem Ziel, unsere Lebens-                                      %H
                                                                                            VXFK H
                                                                                                 Q6 LHXQVD
                                                                                                         X FKLP ΖQ
                                                                                                                 WH UQHW Z
                                                                                                                          Z ZD
                                                                                                                              WKH
                                                                                                                                Q E
                                                                                                                                   DGHV
                                                                                                                                      VHQGH
qualität zu verbessern.
Der Gemeinde am Wiehengebirge ist dem Städtenetzwerk
2016 als erster niedersächsischer Ort beigetreten. Es gibt
weltweit 262 Mitgliedsstädte davon 21 in Deutschland. Wie
Annette Ludzay, die Leiterin der Tourist-Info Bad Essen,
erklärt, nutzt die Gemeinde die Cittaslow-
Ziele als Entwicklungskonzept, um ihre
Stärken gegenüber Gästen zu betonen.
Bewegt vom Cittaslow-Gedanken sind in-
zwischen viele kleine und große Vorhaben
in Gang gekommen: von frei zugänglichen
Obstbaumwiesen und „essbaren Gärten“
bis hin zur Aufstellung neuer Refill-Statio-
nen zum kostenlosen Wasserzapfen, um die Einweg-Plas-
tikflaschenflut einzudämmen. Es gibt „sanfte“ Tourismus-
angebote, wie das Bad Essener Urmeersalz und viele Köst-
lichkeiten aus Holunder.
Um auf nachhaltig produzierte Lebensmittel und Waren
aus der Region aufmerksam zu machen, stellt der Kurort
seit drei Jahren den Cittaslow-Landmarkt im Herbst auf die
Beine. Ein Who's who der regionalen Erzeugerszene: vom
Schloss Ippenburg-Imker über den Bärlauchbauern bis hin
zum Metzger mit Bentheimer Schweinefleisch. „Iss’ von
hier“ schmeckt einfach besser.
Der Cittaslow-Landmarkt in Bad Essen wurde vom Land-                                            %LR DXV GHU 5HJLRQ QDFK +DXVH JHOLHIHUW
kreis initiiert und drei Jahre lang gefördert. Das Referat für
Strategische Planung des Landkreises fördert auch weitere
regionale Landmärkte z. B. in Bramsche und Hagen a. T. W.,
um die Bürger für eine regionale klimafreundliche Ernäh-
rung zu sensibilisieren und die Erzeuger und ihre Produkte
                                                                                            ZZZJHP¾VHJ¦UWQHUGHVFKQXSSHUQ
bekannt zu machen.                                             n

                                                                                                                                                                         | 11
is(s) von hier_REZEPTTIPPS

                                                                                                                    Zum
                                                                                                                Nachkochen!
                                    GEWÜRZE:
                             von Gewürze Fuchs
                                      in Dissen

                                                                                                               GANZE GANS :
                                                                                                               vom Hof Trentmann
                                                                                                               in Heidland-Strang

        Gans – ganz festlich
             regional

                                            G
                                                                ans ist das klassische    PFEFFER&MINZE auf den Tisch. Das Kü-
       Zu den Feiertagen soll es was                            Weihnachtsessen über-     chenteam wechselt alle paar Wochen die
        Feines auf dem Teller geben,                            haupt. Doch viele Gänse   Speisekarte und passt sie an die saisonal
                                                                hatten kein glückliches   und regional verfügbaren Lebensmittel
        lecker muss es sein und von                             Leben. Die tiefgefrore-   an. „Sehr viele Produkte beziehen wir
               ordentlicher Qualität.                           nen Billig-Gänse kom-     direkt aus der Nachbarschaft“, sagt Ste-
                                            men meistens aus Polen und Ungarn, wo         phens. Das gilt auch für die Vor- und
          Das Team vom Restaurant           Intensivmast betrieben wird. Das heißt,       Nachspeise dieses winterlichen Menüs.
              PFEFFER&MINZE hat             die Tiere werden meist auf engem Raum
                                            gehalten, mit billigem Getreide gefüttert,
               ein WINTERLICHES             nach neun bis zwölf Wochen geschlachtet
          DREI-GÄNGE-MENÜ mit               und zum Teil sogar lebend gerupft.
                                            Bei Ryan Stephens, Inhaber vom Restau-
             Zutaten aus der Region         rant PFEFFER&MINZE, kommen solche
                 zusammengestellt.          Gänse nicht auf den Tisch. Er bezieht sei-
                                            ne Gänse von Christoph Trentmann. Auf
                                            seinem Hof in Bad Rothenfelde betreibt
                                            Trentmann eine Baumschule und hält
                                            Gänse, die im Freiland aufwachsen. Etwa
       REZEPTE: PFEFFER&MINZE, BAD IBURG    800 Tiere hält er, die vor allem an Gastro-
         REDAKTION: BENJAMIN HAVERMANN      nomen und Händler verkauft werden.            Koch und Rezeptgeber Waldemar Bünemann (r.),
                 FOTOS: PHILIPP HÜLSMANN    Auch sonst kommt viel Regionales bei          Restaurant-Inhaber Ryan Stephens

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WALNÜSSE:
                                     von der Oma
                                       des Kochs

VORSPEISE                                                                                      Küchengarn so zusammenbinden, dass sie
Carpaccio von                                                                                  am Gänsebraten anliegen. Keulen ebenso zu-
der geräucherten                                                                               sammenbinden und verknoten. Backofen für
Entenbrust                                                                                     den Gänsebraten vorheizen (E-Herd: 175 °C/
mit Preiselbeeren                                                                              Umluft: 150 °C/Gas: Stufe 2). Die Gans muss
Vinaigrette, jungem                                                                            je nach Größe 3-4 Stunden garen.
Feldsalat, karamelli-                                                                          Fettfreien Fond in einen Topf gießen und auf-
sierten Walnüssen                                                                              kochen. 1-2 TL Speisestärke mit 4 EL Wasser
und gebratener                                                                                 glatt rühren, in die Soße rühren und 2-3 Mi-
Gänseleber                                                                                     nuten köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschme-
                                                                                               cken.
Zutaten (für 6 Personen)
2 geräucherte Entenbrüste (à 150g)                                                             APFELROTKOHL
100 ml Leinöl                                                                                  Zutaten (für 6 Personen)
40 ml Walnussessig                                                                             1 Rotkohlkopf (ca. 1 kg)
50 g Preiselbeeren                                                                             2 Zwiebeln
2 Schalotten                                                                                   2 El Butterschmalz
150 g junger Feldsalat                  ENTENBRUST:                                            1 Lorbeerblatt
60 g Walnüsse                       von der Fleischerei                                        1 Zimtstange
20 g Butter                       Beermann, Bad Laer                                           200 ml Rotwein
30 g Zucker                                                                                    6 El Apfelessig
120 g Gänseleber                                                                               3 El Zucker
Salz, Pfeffer, Majoran                           Die Bauchöffnung des Gänsebratens mit den     2 Äpfel
Zubereitung                                      Fingern zusammendrücken und mit Spießen       4 El Apfelmus
Für die Vinaigrette Essig und Öl vermengen       zustecken. Spieße von oben nach unten mit     Zubereitung
und mit Preiselbeeren, Schalotten mixen und      Garn umwinden, dabei das Garn nach jedem      Kohl waschen, vierteln und den Strunk he-
nach Geschmack mit Salz und Pfeffer ab-          Spieß kreuzen und festziehen. Unten verkno-   rausschneiden. Kohl in feine Streifen hobeln
schmecken. Walnüsse in einer Pfanne mit          ten. Den Rest Halshaut auf dem Rücken des     oder schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren
Butter und Zucker leicht rösten und karamel-     Gänsebratens feststecken. Beide Flügel mit    und in feine Streifen schneiden.
lisieren. Entenbrust in ganz feine Scheiben
schneiden und rund auf einem Teller fächern.
Feldsalat gründlich waschen und mit Vinai-
grette marinieren und anrichten. Gänseleber
zum Schluss braten und mit Salz, Pfeffer und
Majoran abschmecken und anrichten.

HAUPTGANG
Ganze Gans
mit Apfelrotkohl
und Serviettenklößen
Zutaten (für 4 Personen)
1 bratfertige Gans (4–4,5 kg)
Salz, Pfeffer
3 säuerliche Äpfel
frischer Majoran
1 Orange
2 Gemüsezwiebeln
Zubereitung
Für den Gänsebraten den Hals der Gans ab-
schneiden. Die Fettdrüse aus dem Sterz he-
rausschneiden. Das gelbe Fett aus der
Bauchhöhle entfernen. Gänsebraten von in-
nen und außen waschen und trocken tupfen.
Anschließend von innen und außen mit Salz
und Pfeffer einreiben. Die drei Äpfel und die
Orange für die Gänsebraten-Füllung wa-
schen, vierteln und entkernen. Etwas Majoran
waschen und hacken. Mit den Äpfeln mischen
und in die Bauchhöhle geben.

                                                                                                                                               | 13
is(s) von hier_REZEPTTIPPS
   SERVIETTEN
         KLÖSSE :
    altes Brot von                                              Händen zu einer dicken Rolle formen, dabei       Schüssel zusammen. Füllen Sie die Mischung
     Feinbäckerei                                               jeweils an den Tuchenden ca. 10 cm freilassen.   in den Apfel und belegen ihn mit den Butter-
 GroßeRechtien,
                                                                Anschließend die Masse ins Tuch einwickeln.      flöckchen. Der Apfel muss im vorgeheizten
        Bad Iburg,
  Dorfmilch vom                                                 Doch nur locker einwickeln, weil sich die Mas-   Backofen bei 175 Grad ca. 20-30 Minuten
 Hof Speckmann                                                  se beim Garen noch ausdehnt. Zum Schluss         backen (je nach Größe des Apfels).
   in Brockhagen                                                die Tuchenden mit Küchengarn fest zusam-
                                                                menbinden.                                       AMARETTINI-EIS
                                                                In einem passend großen Topf oder Bräter         Zutaten (für 6 Personen)
                                                                reichlich Salzwasser aufkochen. Knödelrolle      3 Eigelb
                                                                hineinlegen (sie sollte mit Wasser bedeckt       150 g Zucker
                                                                sein) und bei schwacher Hitze ca. 30 Minuten     300 ml Sahne
                                                                gar ziehen lassen. Knödelrolle herausheben       370 ml Milch
                                                                und auswickeln.                                  220 g Amarettini-Kekse
                                                                Serviettenknödel-Rolle mit einem Messer          1 El Vanillezucker
                                                                oder mithilfe eines Bindfadens in Scheiben       Zubereitung
                                                                schneiden. Dafür den Faden um die Rolle          Eigelb und Zucker schaumig rühren, Milch
                                                                legen und über Kreuz zuziehen. Fertig zum        dazurühren. Amarettini fein mahlen und unter
   APFELROTKOHL:                                                Anrichten!                                       die Masse rühren. In die Eismaschine füllen
      Äpfel vom Hof,                                                                                             und 20 Minuten rühren lassen. Jetzt erst die
Rotkohl von Schwien-                                            DESSERT                                          Sahne dazugeben und nochmal 10 Minuten
  heer in Sassenberg
                                                                Bratapfel, gefüllt mit                           rühren lassen. Eis in gewünschte Behälter ab-
                                                                Marzipan, Mandeln und                            füllen bei minus 12 Grad lagern und innerhalb
               Schmalz in einem großen Topf erhitzen. Zwie-     eingelegten Rum-Rosinen,                         weniger Tage verbrauchen.
               beln darin andünsten. Kohl und Gewürze un-       dazu Amarettini-Eis
               terrühren. Wein, Essig, Zucker und ca. 1 TL      & Vanillesoße                                    VANILLESOSSE
               Salz unterrühren. Aufkochen und zugedeckt                                                         Zutaten (für 6 Personen)
               ca. 1 Stunde schmoren. Ab und zu umrühren.       Zutaten (für 6 Personen)                         600 ml Milch
               Eventuell etwas Wasser angießen, damit           6 Äpfel                                          4 EL Zucker
               nichts anbrennt.                                 120 g Marzipan                                   2 Vanilleschoten
               Äpfel schälen, vierteln, entkernen, klein wür-   120 g Mandeln                                    3 Eier
               feln und nach ca. 15 Minuten unter den Rot-      6 TL Rum                                         300 ml Sahne
               kohl heben. Apfelmus einrühren. Kohl mit Es-     60 g Rosinen                                     1,5 TL Speisestärke
               sig und Zucker abschmecken                       30 g Butter                                      Zubereitung
                                                                Zubereitung                                      Milch, Zucker und das Mark der Vanilleschote
               SERVIETTENKLÖSSE                                 Waschen Sie den Apfel und entfernen Sie den      aufkochen. Zwischenzeitlich die Eier mit dem
               Zutaten (für 4 Personen)                         Stiel. Anschließend entfernen Sie die Blüte      Handrührgerät kurz aufschlagen. Speisestär-
               300 ml Milch                                     und höhlen Sie den Apfel mit einem Teelöffel     ke und Sahne zugeben und noch mal kurz
               6 Brötchen (vom Vortag)                          aus. Schneiden Sie das Marzipan in feine         durchschlagen. Die Sahne-Eiermischung mit
               1 Zwiebel                                        Würfel und hacken Sie die Nüsse sehr fein.       dem Schneebesen in die kochende Milch ein-
               1 El Butter                                      Anschließend fügen Sie alle Zutaten              rühren und kurz aufkochen lassen. Die Soße
               Bund Petersilie                                  (Marzipan, Nüsse, Rum & Rosinen) in einer        kann man warm oder kalt verwenden.          n
               3 Eier (Gr. M)
               Salz, Pfeffer
                                                                                                                               BRATAPFEL:
               Küchengarn
                                                                                                                               Äpfel von eigenen
               Zubereitung                                                                                                     Obstbäumen im
               Milch lauwarm erwärmen. Vom Vortag Bröt-                                                                        Hof-Garten
               chen klein würfeln und in eine große Schüssel
               geben. Milch darüber gießen, ca. 30 Minuten
               einweichen. Zwiebel schälen und fein würfeln.
               Dann in heißer Butter glasig dünsten.
               Petersilie für das Serviettenknödel-Rezept
               waschen und hacken. Mit Eiern und Zwiebeln
               zu den Brötchen geben. Knödelmasse mit ca.
               1 TL Salz und 1/2 TL Pfeffer würzen, mit der
               Hand durchkneten. 30–40 Minuten ruhen
               lassen.
               Tipp: Die Masse sollte für das Servietten-
               knödel-Rezept weich, aber nicht flüssig sein!
               Knödelmasse in die Mitte eines feuchten
               Geschirrtuches geben. Mit angefeuchteten

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                                               Es summt und brummt: Bienenstöcke mit eigener Imkerei auf dem Gelände der Baumschule Boymann in Glandorf

  Von Bienenhonig auf Firmengeländen
  Landkreis und Stadt Osnabrück loben in diesem Jahr erneut den Naturschutzpreis
  aus. Bärbel Echelmeyer, stellvertretende Geschäftsführerin der Naturschutzstiftung
  des Landkreises Osnabrück, über die motivierten Bewerber.

  Frau Echelmeyer, seit einigen Jahren lo-             den Preis beworben. Die dabei präsentier-        Umweltämter und der Wirtschaftsförderun-
  ben Landkreis und Stadt Osnabrück ge-                ten Projekte reichen von Begrünungen von         gen werden eine erste Auswahl von Pro-
  meinsam einen Naturschutzpreis aus.                  Fassaden und Dächern, über allgemeine            jekte treffen. Diese werden dann vor Ort
  Was ist der Hintergrund?                             Begrünungsmaßnahmen bis hin zu Blüh-             von der Jury besichtigt worauf ein Verga-
  Wir versuchen die breite Öffentlichkeit für          flächen und Obstbaumwiesen. Einer der            bevorschlag an das Kuratorium der Natur-
  Umweltthemen zu sensibilisieren und Bei-             Bewerber hat diese dann gleich um Bie-           schutzstiftung erfolgt. Die Preisverleihung
  spiele für einen posi-                                                       nenstöcke und eine       ist für den 25. November 2019 vorgesehen.
                                                                           FOTO: ECKHARD WIEBROCK

  tiven Umgang mit der                                                         Imkerei ergänzt und      Frau Echelmeyer, haben sie schon einen
  Ressource Natur zu                                                           produziert so sei-       persönlichen Favoriten?
  honorieren und zu                                                            nen eigenen Honig.       Bei der Vielzahl der guten Bewerbungen ist
  präsentieren.                                                                Gerade das Thema         es schwierig, ein spezielles Projekt auszu-
  Der jährlich ausge-                                                          Lebensraum        für    wählen. Ich beneide die Kolleginnen und
  lobte Preis be-                                                              Bienen, Wespen,          Kollegen der Jury nicht um ihre Entschei-
  leuchtet immer wie-                                                          Hummeln und Hor-         dung, bin aber sicher, dass sie einen wür-
  der andere The-                                                              nissen ist aktuell ja    digen Preisträger auswählen.
  men. Worum geht                                                              in aller Munde.          Vielen Dank für das Gespräch.
  es in diesem Jahr?                                                           Was können die
  In diesem Jahr geht                                                          Unternehmen
  es um ökologische                                                            denn gewinnen?
  Projekte auf Firmen-            Bärbel Echelmeyer, Naturschutzstiftung:     Insgesamt werden
  geländen. Auf diesen            „Wir wollen einen positiven Umgang mit      7.500 Euro Preis-
  lassen sich vielfältige            der Ressource Natur honorieren“          geld       ausgelobt.
  Maßnahmen realisie-                                                         Hiervon stellt die
  ren. So kann auch die Wirtschaft dazu bei-           Naturschutzstiftung des Landkreises 5.000                   Naturschutzstiftung
  tragen, die Natur für zukünftige Generatio-          Euro sowie die Stadt Osnabrück 2.500                    des Landkreises Osnabrück
  nen in ihrer Vielfalt zu erhalten.                   Euro, finanziell unterstützt von der Haar-                   Am Schölerberg 1
  Ökologische Projekte auf Firmengelän-                mann-Stiftung.                                               49082 Osnabrück
                                                                                                                   Tel. 0541 5014215
  den, was muss man sich darunter vor-                 Sie sagten, elf Unternehmen haben sich
                                                                                                             www.landkreis-osnabrueck.de/
  stellen?                                             beworben. Wie ist der weitere Ablauf ge-                  der-landkreis/stiftungen/
  Dies können vielfältige Maßnahmen sein.              plant?                                              naturschutzstiftung-des-landkreises-
  Insgesamt haben sich elf Unternehmen für             Eine Fachjury aus Vertretern der jeweiligen                     osnabrueck

                                                                                                                                                          | 15
BAD ESSEN 2020
                                   EIN JAHR VOLLER
                                   GUTER ERLEBNISSE.

                                                                                       19. bis 21. Juni: CULINARIA
                                                                                   Freitags warm up mit Deep house,
                                                                                      Sa + So CULINARIA klassisch

                11. – 14.Juni Ippenburger Sommerfestival

                                                                                   25. + 26. Juli: Bad Essener Hafenfest
3. – 26.Juli: SchafstallRegionale 2020   10 – 12. Juli: Bad Essener Yogafestival         mit Drachenbootrennen

                                                 25. – 27. September:                          3. Oktober:
                                         Herbstfestival auf Schloss Ippenburg          Bad Essener Kulturkanapees

          21. – 23. August:                4. Oktober: Himmel und Erde –             13. – 15. November: 2. Brocante
         Historischer Markt                    den Herbst genießen!                   Festival auf Schloss Ippenburg

                                         ... und Waldspaziergänge mit Achtsamkeitsübungen, Garten-Sonntage
                                         auf Schloss Ippenburg, tief durchatmen in der SoleArena, Cittaslow– und
                                         Fairtrade-Erlebnisse, Lichterfest, Sommerfeste bei Kunstschule und
                                         Kubikus ...
       28. + 29. November:
Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz       Alles unter www.badessen.info und direkt bei der Tourist-Info Bad Essen
                                         Lindenstraße 25 • 49152 Bad Essen • Tel. 05472/94920
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