JUGENDLICHE SCHREIBEN - Stadt Rheinfelden
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Das Kultur- und Stadtmagazin beider Rheinfelden
67 | November/Dezember 2019 | gratis erhältlich
SCHWERPUNKT
JUGENDLICHE SCHREIBEN
KINDER + JUGENDLICHE BERICHTEN ÜBER
EINEN FEUERALARM IM SCHULHAUS
BERUFSSCHNUPPERN
CRIMEFELDEN
UND WAS SONST NOCH SO LIEF
MIT DEN VERANSTALTUNGSTIPPS
IM NOVEMBER UND DEZEMBERAnzeige
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Vorankündigung
Freitag, 8. November um 19.00 & 21.00 Uhr Freitag, 8. November Samstag, 9. November von 18.00 bis 20.00 Uhr
„Wir haben auch Rechte“ THEATERWERKSTATT RHEINFELDEN RHEINFELDER SCHULEN JUGENDRAUM FUCHSBAU
Erzählt und stellt dar aus dem Buch „Kein Kuss für Mutti“ Nähere Infos unter www.schulen-rheinfelden.ch Nähere Infos unter www.schjkk.ch
von Tomi Ungerer (Ort: Obertorkeller 2) (Zentrum Augarten)
Samstag, 9. November 2019 um 15.00 Uhr, Ort: Rotes Haus, Seffelraum, Habich-Dietschy- Strasse 1
ERZÄHLSTUNDE MIT MEHRDAD ZAERI (Familienveranstaltung ab 6 Jahren)
„Aus allem, was dir das Leben hinwirft, kannst du etwas Einzigartiges und Wunderschönes eine scheinbar vollkommene Bildgeschichte. Das Publikum darf mitentscheiden, ob die Ge-
schaffen, wenn du bereit bist, zu akzeptieren, und genau hinzuschauen.“ „Leichtigkeit“ ist schichte gut oder traurig ausgeht, ob es ein Nebendrama gibt, oder ob das Bild gar einen Krimi
das einzige Wort, das übrigbleibt, wenn Mehrdad Zaeris Erzähl- und Zeichenstunde vorbei ist. erzählt. Die Geschichten erzählen vom Leben mit all seinen Facetten, und trotz der Leichtigkeit
Leicht verlässt das Publikum – ob Kleinkind oder Senior – nach der gemeinsam improvisierten und des Humors, der überall mitschwingt, ist die warme Melancholie allzeit zu spüren. Eine
Stunde den Raum und spürt dieses Gefühl, auf Wolken zu schweben, nach. Als Illustrator und Melancholie, die jeder von uns mit sich trägt. So beantwortet der Künstler zuletzt auch immer
Erzählkünstler erzählt Mehrdad Zaeri ganz in persischer Tradition Geschichten, die wahr oder den Schülern oder Erwachsenen ernste Fragen zu Krieg und Frieden, Glaube, Heimat, Politik,
erfunden sind. Aus einem undefinierbaren Gewirr aus Linien und Flecken, das der Künstler mit Terrorismus oder Demokratie.
geschlossenen Augen auf das Papier werfe, entsteht auf Zuruf des Publikums nach und nach Ihr Kommen ist kostenfrei
Samstag, 9. November 2019
ERZÄHLNACHT IM RHEINFELDER STÄDTLI
Restaurant Gambrinus Restaurant Aglio e Olio Stadtbibliothek Restaurant Mundart
19.30 Gido Wiederkehr Wencke Schmid Gabriela Baumgartner Susanne Ammann
Szenen aus dem Herzen Solar Agathe Die verstorbene Gerechtigkeit
20.00 Greta und Svante Thunberg Ian McEwan Ann Cathrine Bomann Ein Märchen aus Österreich
20.15 Claudia Rohrer Gabriela Baumgartner Adrian Kohler Robi Conrad
Kindswohl Agathe Im Meer schwimmen Krokodile Die „Un-Rechtssprechung“
20.45 Ian McEwan Ann Cathrine Bomann Fabio Geda in Mittelalter und Renaissance
21.00 Susanne Ammann Robi Conrad Claudia Rohrer Timothée Wahlen
Die verstorbene Gerechtigkeit Die „Un-Rechtssprechung“ Kindswohl Das Vermächtnis
21.30 Ein Märchen aus Österreich in Mittelalter und Renaissance Ian McEwan Eigene Geschichte
21.45 Timothée Wahlen Doris Bachmann Gido Wiederkehr Adrian Kohler
Das Vermächtnis Der kubanische Käser Szenen aus dem Herzen Im Meer schwimmen Krokodile
22.15 Eigene Geschichte Patrick Tschan Greta und Svante Thunberg Fabio Geda
Erzählnacht
Rheinfelder
Erzählnacht
Rheinfelder
Plakat: Francesca Sanna
Freitag 8. und Freitag
Samstag 8. und Samstag
9. November 2019 9. November 2019
Unterstützt von
2Liebe Leserin, lieber Leser
In dieser Ausgabe haben wir ein Experiment gewagt. Uns hat inte-
ressiert, wie Kinder und Jugendliche in beiden Rheinfelden leben,
was sie beschäftigt und was ihnen wichtig ist. Und da dachten wir
uns, warum nicht den Jugendlichen gleich selber das Wort geben,
wie sie ihre Städte erleben.
Rheinfelden
Lebenswert. Liebenswert.
In Rheinfelden CH schreiben drei Schulklassen für uns, es sind dies
die 1. Bez-Klasse mit Deutschlehrerin Barbara Bitterlin, die 2. Sek-
Klasse von Bernhard Ebenho und das Werkjahr von Marianne
IMPRESSUM Kaiser und Monika Castrogiovanni. Nach einem kleinen Schreib-
workshop mit unserer Journalistin Janine Tschopp haben sich alle
Herausgeber drei Klassen ans Werk gemacht. So berichten uns
Stadt Rheinfelden (Baden), Stadt Rheinfelden (Schweiz) 4 Schüler aus dem Werkjahr über ihre
Erfahrungen bei der Berufswahl. Die
Redaktion Heft 67 Schülerinnen und Schüler der zweiten
Claudius Beck, Martina Schilling, Brigitte Brügger,
Sek-Klasse geben uns Einblicke, was
Michelle Geser, Peter Löwe
sie in der Oberstufe ausserhalb des
Schulunterrichts unternommen und
Fotos Inhalt Autoren, wenn nicht anders vermerkt
erlebt haben und auch ein Mitbestim-
Titelfoto istockphoto/gpointstudio
mungsprojekt, das Schüler-Event
Realisation Peter Löwe, www.Loewe-Werbeagentur.com komitee, kommt zur Sprache. 5 Schü-
Druck Poppen & Ortmann Druckerei und Verlag KG Freiburg lerinnen und Schüler der Bez-Klasse
haben rund um ein reales Ereignis,
Auflage 6.000 Exemplare einen Brandalarm, Kurzgeschichten
ISSN 1664-4778 gesponnen.
Verteilung
Auslage in Gemeindeverwaltungen, Geschäften, Schülerinnen und Schüler aus Rhein-
Bibliotheken, Schulen und Kultureinrichtungen felden (Baden) haben 2017/2018 an-
Bezug im Abo möglich: Infos auf der vorletzten Seite
lässlich eines Schreibwettbewerbes Kurztexte über ihre Heimatstadt
Rheinfelden (Schweiz): Verteilung an Abonnenten
verfasst, die schönsten finden Sie in dieser Ausgabe. Demgegenüber
der Neuen Fricktaler Zeitung
beschreibt eine Jugendliche, wie es aus ihrer Sicht um die, in den
Medien viel thematisierte, Kriminalität auf Rheinfeldens Strassen
Kontakt für Redaktion und Inserate in Rheinfelden/D
Kulturamt der Stadt, Claudius Beck,
bestellt ist. Und, der jüngste Gemeinderat in Rheinfelden Baden ist
Rathaus, Kirchplatz 2, D-79618 Rheinfelden erst 18 Jahre alt, auch darüber berichten wir.
c.beck@rheinfelden-baden.de, Tel.: +49 7623 95-237
Kontakt Kalender Rheinfelden/D: Näherbringen möchten wir Ihnen aber auch in dieser Ausgabe das
s.braun@rheinfelden-baden.de vielfältige Kulturprogramm in beiden Städten in diesen Monaten
mit vielen besinnlichen und vorweihnachtlichen Veranstaltungen.
Kontakt für Redaktion, Kalender in Rheinfelden/CH Besonders freuen wir uns auf Schweizer Seite auf die Erzählnacht im
Stadtbüro/Kulturbüro, Brigitte Brügger November, die verschiedenen Adventskonzerte und das Klingende
Rathaus, Marktgasse 16, CH-4310 Rheinfelden Lichterfest, bei welchem in diesem Jahr die Stadtparkkapelle festlich
2xrheinfelden@rheinfelden.ch, Tel.: +41 61 835 51 11 beleuchtet werden wird.
Kontakt für Inserate in Rheinfelden/CH
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit dieser Ausgabe! Tauchen
Fricktaler Medien AG, Frau Karin Stocker,
Sie ein in die Welt unserer Jugend und lassen Sie sich vom vorweih-
Baslerstrasse 10, 4310 Rheinfelden
nachtlichen Kulturangebot inspirieren.
karin.stocker@fricktalermedien.ch, Tel. +41 61 835 00 52
Inserate- und Redaktionsschluss für die Ausgabe
Januar/Februar 2020: 30. November 2019 Michelle Geser
Projektleiterin Kulturbüro Rheinfelden/CH
ID-Nr. 1981082
Schwerpunkt: Jugendliche schreiben EDITORIAL 3Ein ominöser FEUERALARM
Am 30. August kam es im Schulhaus Engerfeld zu einem Zwischenfall, welcher die Lehrer-und Schülerschaft kurz-
zeitig in Atem hielt. Um 13 Uhr ging der Feueralarm los und rund 1000 Personen mussten evakuiert werden.
Es handelte sich glücklicherweise um einen Fehlalarm, dessen Ursache aber nicht aufgedeckt werden konnte.
Diesen Zwischenfall haben die SchülerInnen der Klasse 1b anlässlich eines Schreibworkshops mit der Journalistin
Janine Tschopp im Deutschunterricht zu einem kurzen Zeitungsbericht verarbeitet. Eine Woche später lautete der
kreative Schreibauftrag: Was hätte den Alarm auslösen und was hätte alles passieren können? Dazu mussten die
Jugendlichen drei Gegenstände, Bilder oder Zeitungsausschnitte auswählen, die sie in ihre Geschichte einzubau-
en hatten.
Im Folgenden ist eine kleine Auswahl der spannenden Geschichten und Kurzkrimis zu lesen. Viel Vergnügen!
Barbara Bitterlin
4 TITELTHEMADIE PRÜGELEI DER SCHULHAUS- XXL WALDBRAND
HELD
Es war ein friedlicher Donnerstagmorgen Nach dem Feuerwehralarm war wieder al-
in der Oberstufe. Aber nicht in der 1b, da An einem sonnigen Donnerstagnachmittag les normal und ruhig. Auch bei Dustin und
ging es nämlich nicht so ruhig zu. Die 1b sind alle gut gelaunt. Valentin Stocker, ein Lars. Sie hatten danach normal Schule. Bis
hatte gerade Deutsch. Altin brachte immer Fussballspieler von FC Basel, gibt heute in sie eine grosse Rauchwolke sahen, alle wa-
alle zum Lachen, aber Lars fand dies nicht der Sporthalle des Engerfeldschulhauses ein ren sehr aufgeregt. Zur gleichen Zeit bei der
lustig und er wurde wütend. Er rastete aus Interview. Mehrere Fussball- und Sportfans Feuerwehr, der Alarm ging los. Alle Feuer-
und er wollte gerade zu Altin rübergehen sitzen in der Sporthalle und hören gespannt wehrleute kamen zur Zentrale. Sie stiegen
und ihn schlagen, aber der Lehrer kam ge- zu, als plötzlich ein Mops bellend durch die in die Feuerwehrautos und fuhren los.
rade hinein und sah, dass Lars Altin schla- Halle rennt. Valentin Stocker schaut den
gen wollte. Er sagte zu Lars: „Du bekommst Hund misstrauisch an. Der Hund kommt Schon von weitem sahen sie die grosse
einen gelben Zettel.“ ihm bekannt vor, sehr bekannt. Auf einmal Rauchwolke, sie alarmierten noch mehr
Der gelbe Zettel hiess, dass Lars nachsit- sagt er: „Das ist Mopsi, der Hund vom Schul- Einsatzkräfte. Als sie eintrafen, brannte
zen musste. Lars wurde wütend und sagte direktor, er muss irgendetwas haben, aber beim Schulhaus der ganze Wald. Das gan-
zu Altin: „Ich werde dich nach der Schule ich weiss nicht was.“ Valentin Stocker geht ze Schulhaus musste evakuiert werden.
verprügeln.“ Er ging an seinen Platz zu- zum Schuldirektor. Als er da angekommen Es dauerte lange und noch immer waren
rück. nicht alle aus dem Schulgebäude draussen.
Als Altin am Nachmittag die Schule ver-
«Das ist Mopsi, der Hund vom
liess, war Lars schon hinter ihm her. Altin
Schuldirektor, er muss irgendet- Es gingen Feuerwehrleute die letzten Leu-
versteckte sich in dem Busch neben dem
was haben, aber ich weiss nicht te rausholen. Jetzt konnten sie anfangen
Ausgang der Schule. Lars wollte gerade an
was.» zu löschen, doch das Feuer wurde grösser
ihm vorbeigehen, als Altin aus Versehen ist, ist der Direktor nicht dort. Er sagt allen
mit seinem Kopf einen Ast abgebrochen seinen Interviewgästen, dass sie ihm helfen
« Sie stiegen in die Feuerwehr-
hatte. Dieser Ast landete vor dem Eingang. sollen, den Direktor zu suchen. Alle helfen
autos und fuhren los. Schon
mit.
von weitem sahen sie die grosse
«Er rannte aus der Schule, weil er Rauchwolke, sie alarmierten noch
Als Mopsi nochmals an Valentin Stocker
Panik bekommen hatte.» mehr Einsatzkräfte.»
vorbeirennt, packt er ihn und untersucht
Altin rannte sofort zurück in das Unterge- ihn. Er merkt, dass Mopsi eine giftige Raupe – nicht kleiner. Sie forderten mehr Leute
schoss der Schule. Lars, der dies mitbekam, am Fell hat. Sofort drückt Valentin Stocker an, dazu auch Helikopter. Sogar Ueli Mau-
nahm einen Stein und an diesem Stein war dem Alarm, weil er Angst hat, dass noch rer kam, weil der Brand so gross war. Es
ein Blatt, das auf die Treppe ins Unterge- andere Raupen im Schulhaus sind. Panik brannte und brannte. Da kamen sie auf die
schoss herunterfiel. bricht aus. Alle Lehrer und Schüler rennen Idee, dass sie um den Brand einen Graben
Altin versteckte sich in einem abgele- aus dem Schulhaus. Plötzlich merkt Valen- machten, damit das Feuer nicht mehr wei-
genen Gang, wo es sehr dunkel war und tin Stocker, dass der Direktor nicht da ist. ter brennen konnte.
keine Kinder waren. Lars fand Altin nach Er rennt nochmal ins Schulhaus und
einer kurzen Zeit und warf den Stein nach sucht in allen Räumen, aber er findet ihn Das klappte auch, sie bekamen das Feuer
ihm, aber Altin wich aus und rannte raus nicht. Auf einmal hört er Stimmen aus dem unter Kontrolle und die Feuerwehrleute
aus der Schule direkt nach Hause. Keller. Er spurtet schnell dort hin und da löschten das Feuer. Zum Glück passierte
Lars wollte den Stein aufheben, aber er sieht er zwei Männer mit einem schwarzen nicht viel, ausser dass der ganze Wald ab-
stiess mit seinem riesigen Kopf gegen den Tuch vor dem Mund wegrennen. Valentin brannte. Lars und Dustin geht es auch gut;
Feueralarmknopf und der Alarm ging los. Stocker rennt dorthin, wo die Männer ge- sie hatten wieder einmal früher Schule aus.
Lars wollte den Alarm deaktivieren, aber standen sind. Da sieht er den Direktor mit Ueli Maurer ging wieder nach Hause. Der
es funktionierte nicht. Er rannte aus der ganz vielen giftigen Raupen überdeckt, Schaden war noch sehr lange zu sehen.
Schule, weil er Panik bekommen hatte. Die gefesselt sitzen. Valentin Stocker nimmt
Feuerwehr und die Polizei kamen, aber kein ihn mit nach draussen, da sieht er, dass die Lars, 1b
Feuer und kein Mensch, der den Feueralarm zwei Männer im Polizeiauto gefesselt sitzen.
gedrückt hatte, war da. Die Polizei fand ei- Sofort ruft er einen Krankenwagen für den
nen Fingerabdruck am Knopf und ein Blatt, Direktor. Sie untersuchen ihn, und es stellt
das auf der Treppe war und auf diesem Blatt sich heraus, dass es nur Plastikraupen sind.
war ebenso der Fingerabdruck von Lars. Die Alle sind glücklich, ausser die Schüler, die
Polizei gab Lars’ Mutter und Vater dann ei- haben noch Schule. Valentin Stocker ver-
ne Busse von 3000 Franken und Lars wurde schiebt das Interview auf den nächsten
von der Schule suspendiert und er musste in Donnerstag.
eine andere Schule gehen. Ende.
Flynn, 1b
Tobias, 1b
TITELTHEMA 5DER FREUND-
SCHAFTSALARM
Hallo, ich bin Leonie Milena und erzähle dir
jetzt eine Geschichte vom Feueralarm im
Engerfeld.
Es war Donnerstagnachmittag, ich und
meine Freundinnen Isabelle, Nici und
Kimia wollten gerade zurück in die Schu-
le gehen, als alle Schüler, die schon eine
Stunde hatten, uns entgegen kamen. Wir
fragten sie, was los war, aber sie wussten
es auch nicht. Nach fünfzehn anstrengen-
den und lauten Minuten war klar, dass es
einen Feueralarm gab. Wegen der ganzen
Aufregung haben wir den Nachmittag
frei bekommen. Wie immer wollte ich zu
meinem Fahrrad in die Fahrradhalle ge-
Die Jugendlichen mussten drei Gegenstände, Bilder oder Zeitungsausschnitte auswählen, die sie in ihre Geschichte hen. Auf dem Weg kamen wir am Feuer-
einzubauen hatten.
melder vorbei. Als ich genau unter dem
Feueralarm stand, sah ich am Boden ein
ANSPRÜCHE AN auf meinem Kreuz war ein süsser Bär mit kleines, weisses Stoffeinhorn. Ich bückte
EIN ELFJÄHRIGES Sternchen. Ich wusste, wer der Mörder war,
aber ich konnte es ja nicht mehr sagen.
mich zum Boden und hob es auf. Da sag-
ten Kimia, Nici und Isabelle, sie würden
MÄDCHEN Herr Landmann musste ins Verhör, aber er
sagte immer wieder das Gleiche: Dass er «So kamen wir ins Gespräch und
“Nein!“ Ich sprang auf, was war das? Mein etwas Neues zu trinken geholt habe und ich erfuhr, dass sie Fiona heisst,
Lehrer öffnete die Schulzimmertüre. Eine als er zurückkam, habe er mich gefunden. dass sie auf einem Hof wohnt und
Gestalt warf ein Blick in unser Schulzimmer. Meine Eltern glaubten das jedoch nicht. dass sie Pferde hat.»
Herr Landmann schloss die Türe wieder. Ein Mitschüler von mir hatte eine Aussage
Ich bin Lena Charlotte Kelch, ich bin elf machen müssen. Er sagte, dass die Gestalt, vorgehen. Als ich wieder hoch sah, rem-
Jahre alt und bin in der 7. Klasse. Plötzlich Jungs aus der 8. Klasse waren. Aber wer ist pelte ich aus Versehen ein Mädchen an,
ging der Feueralarm los. Keiner wusste, der Mörder? Herr Landmann wurde zum welches bei dem Stoss auch so ein Einhorn
was wir machen sollten und ich muss zu- zweiten Verhör geholt. Er verplapperte verloren hatte. Ich fragte sie, ob ihr das Ein-
geben, ich hatte Angst. Herr Landmann sich:“Wir waren im Park und irgendwie horn vielleicht gehöre. Sie sagte: „Ja, danke,
hatte uns auf den Sportplatz Schiffacker ich habe es schon gesucht.“ So kamen wir
gebracht. Es kamen Feuerwehr, Polizei und
«Aber wer ist der Mörder? Herr ins Gespräch und ich erfuhr, dass sie Fiona
Krankenwagen. Ich sah viele Kinder, Lehrer
Landmann wurde zum zweiten heisst, dass sie auf einem Hof wohnt und
und Lehrerinnen, aber keine Gestalt. Wir
Verhör geholt. Er verplapperte dass sie Pferde hat.
durften nach Hause gehen, weil die Men-
sich…»
sa brannte und dadurch konnten wir nicht hatte ich das Gefühl, dass sie mich nicht So, jetzt habe ich dir die Geschichte erzählt.
ins Schulhaus Engerfeld. Ich konnte aber mochte. Also hatte ich sie… “, “Was haben Fiona und ich sind jetzt gute Freundinnen
noch nicht nach Hause gehen, weil meine sie?“ fragten die Polizisten. “Nichts.“ sagte und reiten beide sehr gerne. Als wir einmal
Mutter mich abholen wollte. Leider hätten er. Aber die Polizisten liessen nicht locker. reiten waren, hat das Pferd namens Sapier,
wir noch eine Stunde bei Herr Landmann Zeitungsartikel: Der Lehrer von Lena Char- das jetzt übrigens mein Pferd ist, ein Huf-
gehabt. Herr Landmann fragte mich, ob ich lotte Kelch hatte Gefühle für das junge eisen verloren. Dieses Hufeisen hängt jetzt
mit ihm im Schulpark etwas trinken wolle, Mädchen entwickelt, das junge Mädchen als mein Glücksbringer an der Wand über
ich habe mit “Ja“ geantwortet. hatte sich aber gewehrt und er hatte sie tot meinem Bett. Das hat mir gezeigt, dass der
Eine Totmeldung: Ein elfjähriges Mäd- geschlagen. Der Mann wird bis zu 20 Jahre dümmste Zufall ein tolles Ende bringen
chen namens “Lena Charlotte Kelch“ tot Haft absitzen. Die Jungs aus der 8. Klasse kann. Wer den Feueralarm ausgelöst hat,
im Schulpark gefunden. Meine Eltern sind für den Feueralarm zuständig und weiss man bis heute noch nicht!
waren ausser sich. Ich bekam ein schö- werden 2000 Franken bezahlen müssen.
nes Grab mit Rosen, Stiefmütterchen und Dass die Mensa brannte, war jedoch nur Leonie, 1b
ein Gerücht.
Seraina, 1b
6 TITELTHEMARheinfelden =
CRIMEFELDEN
heinfelden, wie der Doch jede Stadt besteht aus mehr als seiner sich diese Geschichten zu erzählen. Sie
Name bereits sagt, Fassade. Sie besteht aus ihren Leuten. Wer verbreiten sich schneller als ein Lauffeuer.
liegt am Rhein und in dieser Stadt aufwächst, hat sicher von Ich würde behaupten, fast jeder hätte das
hat einige der schönsten Uferstellen, dar- seinen Eltern eine Lektion über das St. An- ein oder andere über das „Mörderhaus“ zu
unter auch das Inseli. Rheinfelden be- na Loch bekommen, an irgendeinem son- berichten. Doch wieso versuchen wir un-
zeichne ich gerne als selbstversorgend, da nigen Sonntag bei einem Spaziergang am seren Ruf zu verteidigen. Ehrlich gesagt
wir eigentlich alles besitzen, was man Rhein. „Hier darfst du niemals ins Wasser. keine Ahnung. Vielleicht um nicht mehr
braucht: Supermärkte, Schulen, Einkaufs- Verstanden?“ ganz diese unauffällige, in Vergessenheit
läden, Bäckereien, eine Bücherei, Friseure, geratene Stadt neben Schweizer Rheinfel-
Fahrschulen, Bänke, Apotheken und wahr- den zu sein, denn selbst das Inseli gehört
»Habe ich mich deshalb
scheinlich viel zu viele Döner-Buden so- technisch gesehen zur Schweizer Seite.
jemals in Rheinfelden bedroht
wie Nagelstudios. Die Brückensensatio- Aus diesem Grund ist die Antwort auf die
gefühlt? Nein!«
nen und das Trottoirfest sind schöne Frage, woher ich komme? Aus Crimefel-
Veranstaltungen, um nur zwei zu nennen. den, einer Stadt wo wir zusammenhalten,
Jeden Dienstag gibt es am Morgen einen sich Neuigkeiten ausbreiten, bevor sie ge-
Markt. Das Bistro ist so ziemlich jeden In Rheinfelden wird asozial oftmals groß- schehen und Offenheit zu Mitmenschen,
Abend voll gefüllt. Das Rockfood stellt geschrieben und es scheint so, als ob un-
meiner Meinung nach die besten Burger sere Umgangssprache keine Artikel mehr »Eine Stadt, die ständig
im Landkreis her und wir besitzen nicht besitzt. Einbrüche, Drogenrazzias, Brand- im Wandel und in Bewegung
nur Deutschlands größten Toom, sondern stiftung, Messerstechereien, die ein oder ist. Es sei denn, die Lichter
auch den größten Turbinenkreisverkehr andere Schlägerei mit einem Aschenbecher gehen aus …«
Europas. Am stolzesten ist Rheinfelden oder einem Nudelholz und andere absurde
wahrscheinlich auf sein Wasserkraftwerk Geschichten sind uns nicht fremd. Doch trotz allem was passiert, kein Problem ist.
und die Fischtreppe, die sie dafür errichtet wie die Badische Zeitung schreibt: Ein Ra- Eine Stadt, die ständig im Wandel und
haben. Nahegelegen an Basel, hat Rhein- serproblem sieht man in Rheinfelden nicht. in Bewegung ist. Es sei denn, die Lichter
felden eine schöne Infrastruktur. Im Da haben wir ja gerade noch Glück gehabt. gehen aus und der Ort wird kurzfristig zu
Schweizer Rheinfelden findet man eine einer Geisterstadt. Ein Ort, an dem man
wunderschöne Altstadt, nicht zu verglei- Habe ich mich deshalb jemals in Rhein- alles findet von Natur bis hin zu Einkaufs-
chen mit Rheinfelden, welches man mit felden bedroht gefühlt? Nein! Überall möglichkeiten. Eine Stadt, die niemand
einigen Blumenkästen zu verschönern passieren täglich schlimme Dinge. Der versteht ohne hinter die Kulissen zu
versucht. Unterschied ist, die Rheinfelder lieben es, schauen. Eine Stadt, die mein Zuhause ist.
Pascale Felber
TITELTHEMA 750 Wochen
Oberstufe
oder: Was sonst noch so alles lief.
Die Autoren der Texte: Schüler*innen der Klasse Sek. 2b mit Klassenlehrperson Bernhard Ebenho
Der 13. August 2018 war unser erster Schultag an der Sekundarschule im Engerfeld-Schulhaus. Wir waren
jetzt Oberstufenschüler*innen, und darauf waren wir mächtig stolz. Sechs von neun Schuljahren gehörten
bereits der Vergangenheit an, und in nicht allzu ferner Zukunft wären wir mit der Schule fertig, befänden
uns in einer Lehre und näherten uns mit Riesenschritten dem Erwachsensein. Dachten und hofften wir.
Dass es vielleicht doch nicht ganz so schnell und einfach geht, merkten wir recht schnell.
Zugegeben, diese Aussage hat es so nie gegeben, aber ich würde nicht ausschliessen, dass der eine oder
die andere Jugendliche Ähnliches zumindest gedacht hat. In einem Alter, in dem sich sehr viele Dinge plötzlich verändern, spielt
Schule oft eine ‘spezielle’, manchmal sogar nebensächliche Rolle im Leben. Leider. Denn genauso wenig, wie man eines Morgens
plötzlich an einem Traumstrand in der Südsee aufwacht, ohne die Reisestationen wie Bahnhof, Flughafen, Fährterminal sorgfältig
geplant und pünktlich erreicht zu haben, genauso wenig hat man plötzlich einen tollen Job mit einem Traumgehalt.
Und abgesehen davon, dass man jeden Tag dieser drei Jahre Oberstufe also braucht, um sich durch die Aneignung von neuem Wis-
sen und zusätzlichen Kompetenzen für die Berufswelt fit zu machen, wäre es ja auch schade, irgendwie, wenn die Oberstufenzeit
zu schnell verginge. Denn ausser Ortho- und Geografie, Algebra und Allemand, historischen Rück- und hysterischen Augenblicken
(wenn beispielsweise ein Test vergessen ging), gibt es ja noch so viel mehr in diesen mehrwöchigen Pausen zwischen den Schulfe-
rien, den Lehrpersonen für gewöhnlich Unterricht nennen. Und auch wenn das Verständnis dafür, dass sehr viel von dem, was in
der Schule gelehrt wird, doch irgendwie wichtig für das spätere (Berufs-) Leben ist, so werden es ganz sicher eher die Aktivitäten
ausserhalb des eigentlichen Unterrichts sein, an die man sich später einmal erinnern wird, und die die Erinnerung an die Schulzeit
prägen werden. Nun denn, schauen wir mal, was seit August 2018 so alles lief …
8 TITELTHEMABerufsmesse in Basel und Gewerbeausstel- Besuch des Basler Bücherschiffs
lung «EXPO 2019» in Rheinfelden Am 5. Februar 2019 hat unsere Klasse das
An einem Freitag im Oktober war es so- Bücherschiff in Basel besucht, um dort
weit, dass wir uns mit unserer Berufswahl neue Bücher für unsere Schulbibliothek
konfrontiert sahen. Alle fünf Sekundar- auszusuchen. Eine spannende Sache, die
klassen, insgesamt rund 100 Schüler, be-
suchten die Berufsmesse in Basel, die auf
dem Messegelände stattfand. Es war wie
die Reise in eine bunte Welt, mit einer
grandiosen Auswahl an Berufen – von A
wie Automatiker bis Z wie Zimmermann
–, sodass wir gar nicht wussten, wo wir
anfangen sollten. An vielen faszinieren-
den Ständen durfte man auch etwas selbst
machen und ausprobieren, und junge Be-
rufsleute beantworteten geduldig unsere uns persönlich sehr gut gefallen hat, nicht
Fragen auf den Fragebögen aus, die auszu- nur, aber auch wegen des anschliessenden,
füllen wir als Auftrag bekommen hatten. kurzen Besuchs im McDonald’s am Bahn-
Ergänzt wurde das Ganze durch den Be- hof SBB, und die wir unbedingt weiteremp-
such unserer Klasse an der Rheinfelder Ge- fehlen würden. L. & L., 14 Jahre alt
werbeausstellung «EXPO 2019» am 10.Mai
2019, ebenfalls eine sehr informative Ver- «Seussical»
anstaltung. F., 13 Jahre alt Zwei Mädchen aus unserer Klasse wirkten
am Musical «Seussical» mit, weshalb wir
am 6. Februar 2019 mit der ganzen Klas-
Foto: Stephan Hefti
se in den Bahnhofssaal gingen, um uns
die aufwändige Bühnenproduktion an-
zuschauen. Ein tolles Erlebnis, auch wenn
diese Art von Musik sonst nicht so unser
Ding ist. Mehrere Jugendliche
Kuchenverkauf
Fotostory der bfu, Beratungsstelle für Im März veranstaltete unser Klasse im
Unfallverhütung (s. S. 13) Unihockey-Neujahrsturnier Liebrüti-Zentrum in Kaiseraugst einen Ku-
Im September hat unser Klassenlehrer Am Vormittag des 9. Januar 2019 fand das chenverkauf. An unserem schön dekorier-
unsere Klasse für einen Fotostory-Wett- gemeinsame Unihockeyturnier der Se- ten Stand boten wir eine grosse Auswahl
bewerb zum Thema ‘Gefahren im Stras- kundar- und der Realschule Engerfeld in an leckeren Kuchen und Torten an. Neben
senverkehr’ angemeldet. Wir, als eines von der Turnhalle statt. Gespielt wurde in zwei
insgesamt vier Teams, sind auf die Strasse Gruppen A und B, wobei am Ende die bes-
vor dem Schulhaus gegangen und haben ten Teams jeder Gruppe am Ende den Sie-
viele Fotos geschossen. Damit die Fotos ger unter sich ausmachen mussten. Einige
echt wirkten, haben wir so gut es ging ge- Teams hatten sich ganz kuriose Namen
schauspielert. Schlussendlich haben wir gegeben, wie beispielsweise «FC Sucuk»,
drei der vier Fotostorys eingereicht, leider «Team Snickers», «Team Mars» und «Team
aber nicht gewonnen. Spass hat es uns Bounty». Das Siegerteam, in diesem Jahr
trotzdem gemacht! M. & S., 14 Jahre alt eine Real-Klasse, bekam einen Stiefel mit
Nüsschen und Schokolade. Das Turnier war Spass haben, wollten wir vor allem auch
von den Lehrpersonen sehr gut vorbereitet Geld für unsere Klassenkasse verdienen.
worden, unser Schulleiter Herr Angelini Da die Zusammenarbeit in den verschie-
sagte immer die Matchs an und Herr Eben- denen Schichten sehr gut funktioniert hat
ho, unser Klassenlehrer, machte Fotos für und wir einen stattlichen Betrag erwirt-
die Schulhomepage. A. & M., 14 Jahre alt schafteten, erhielten wir ein grosses Lob
von unserem Klassenlehrer. Wir glauben,
dass der Kuchen jedem geschmeckt hat,
uns auf jeden Fall! I. & M., 13 Jahre alt
TITELTHEMA 9ProWo 2019 und Frühlingswanderung
auf den Sonnenberg
Die Abkürzung «ProWo» steht für Projekt-
woche, die in diesem Jahr am 27. und 28.
Mai stattfand2019. Es gab verschiedene
Gruppen, wie zum Beispiel Fussball, Zeich-
nen, einen Werbefilm drehen und vieles
mehr. Wir Schüler hatten unsere Wünsche
äussern dürfen, und die Lehrer hatten so
gut es ging versucht, alle Jugendlichen in
ihre Wunschgruppe einzuteilen: So bin ich
in der Fussballgruppe gelandet.
Am Montagmorgen haben wir uns für ein
Fussballquiz im Klassenzimmer getroffen,
am Nachmittag und am Dienstag gingen
Vor dem Münster in Mulhouse wir auf den Schiffacker-Sportplatz, wo wir
Ein Tag in Mulhouse Klassenlager in La Punt GR
Weil unser Schulhaus umgebaut wurde Mitte Mai, gingen wir, die Sek. 1b, mit der
und wir nicht in die Klassenzimmer durf- Parallelklasse, der Sek. 1c, nach La Punt im
ten, hat die ganze Sekundarschule am 1. Oberengadin ins Klassenlager. Am Diens-
April 2019 einen Ausflug nach Mulhouse tag haben wir einen Ausflug zum Morte-
im Elsass gemacht. Dort haben wir in Grup- ratsch-Gletscher gemacht, wo es noch sehr
pen verschiedene Aufgaben gelöst, wofür viel Schnee hatte, am Mittwoch sind wir
wir zum Teil sogar Französisch reden muss- von Pontresina aus entlang des Stazersees
ten. So auch, als wir in der Mittagspause nach St. Moritz gewandert. Am Donners-
den McDonald’s gesucht haben. Auch den tag schliesslich waren wir in einem Erleb-
Auftrag, Fotos zu schiessen, die wir später nisbad in Pontresina. Nachmittags haben
präsentieren sollten, haben wir über Mit- wir Fussball gespielt und gekocht. Nach Fussball gespielt haben. Trotz des schlech-
tag erledigt. Wir fanden den Tag richtig dem gemeinsamen Abendessen gab es ten Wetters haben alle Spieler gut mitge-
cool. Es hat Spass gemacht, dass alle fünf Disco oder einen Filmabend. Müde sind macht. Am Mittwoch, 29. Mai, sind alle
Klassen dabei waren. M. & S., 14 Jahre alt wir am Freitag nach Rheinfelden zurück- Sek.-Schüler*innen von der Schulanlage
gereist. Uns haben die fünf Tage gefallen. Engerfeld aus auf den Sonnenberg ober-
L. & T., 14 Jahre alt
Beim Klassenlager in La Punt GR (oben und rechts)
10 TITELTHEMAhalb von Magden gewandert. Oben ange-
kommen haben wir das von Frau Steigmei-
er mit dem Auto herbei geschaffte Essen
und Trinken genossen. Und während eini-
ge nur chillten oder mit Aisha, dem Hund
von Herrn Hueber, spielten, übten andere
den Salto rückwärts von der Schaukel. Ins-
gesamt waren die drei Tage sehr cool. Wir
freuen uns auf die Wiederholung im kom-
menden Schuljahr.
J., K. & M., 13 und 14 Jahre alt
Jugendfest
Am 22. Juni 2019 fand das diesjährige Ju-
gendfest statt. Zunächst gab es einen Um-
zug der Primarklassen in der Altstadt von
Rheinfelden. Nach dem Umzug haben die «My Talents – Berufswahlparcours» bei Roche in Kaiseraugst
N
sechsten und die Oberstufenklassen ein
paar Spiele für die zumeist jugendlichen zu Experio Roche in Kaiseraugst und konn- un, um ehrlich zu sein, war das nur
Besucher*innen vorbereitet. Unsere Klasse ten an drei Stationen, Labor, Werkstatt und eine kleine Auswahl dessen, was
hatte ein Quiz mit zehn Fragen, ein Gleich- Allgemeines, viele spannende Sachen und bei uns in der Klasse in den letzten
gewichtsspiel und ein Reaktionsspiel vor- Experimente machen. Mir persönlich ge- Monaten gelaufen ist. Weitere Aktivitä-
bereitet. Auch die anderen Klassen boten fielen die Laborarbeiten am besten, da wir ten, wie die Klassenwoche, den OL im
tolle und lustige Spiele wie Dosenwerfen, in einem echten Labor arbeiteten, und es Wald, den Besuch der ICT-Scouts, die diver-
Fussball-Torwandschiessen, Früchteraten einem so vorkam, als ob man gerade wirk- sen Spezialkurse und, und, und auch noch
und vieles mehr an. Es gab auch einen Lu- lich am Forschen ist. L., 13 Jahre alt zu erwähnen, würde den Rahmen dieser
Publikation definitiv sprengen. Und klar
Sporttag der Sekundarschule ist auch, dass wir nur eine von vielen Klas-
Am 30. August 2019 fand auf dem Sport- sen sind, die täglich im und ums Schul-
platz Schiffacker der Sporttag der Sekun- haus Engerfeld herum arbeiten.
darschule Engerfeld statt, zum ersten Mal
seit vielen Jahren mit über 200 Schülerin- Es ist und bleibt spannend, denn bereits
nen und Schülern, die im Verlauf des Tages im Mai/ Juni 2020 steht uns ein weiteres
alle klassenweise die fünf Disziplinen Ball- Grossprojekt bevor: Eine Ausstellung in der
weitwurf, Sprint, Weitsprung, Hochsprung Mediothek zum Thema «Südafrika» und
und 1km Lauf absolvieren mussten. Diese passend dazu einen Afrikanischen Abend,
Disziplinen hatten wir zuvor im Unterricht an dem wir für Eltern und andere Gäste ko-
geübt. Nachdem wir mit unseren Diszipli- chen werden. Abgerundet wird das Ganze
nen durch waren, haben wir in der Klasse durch einen Besuch des bekannten Jugend-
eine Wasserschlacht gemacht. Einige Tage buch-Schriftstellers Lutz van Dijk, dessen
bekanntestes Werk «Themba» mittlerweile
in dreizehn Sprachen übersetzt und auch
erfolgreich verfilmt wurde, und der an un-
serer Schule aus seinen neueren Werken le-
napark, wo es viele Gewinnspiele und At- sen wird. Nähere
traktionen gab. Für mich war der ‘Burner’ Infos hierzu fol-
die beste Attraktion! A., 13 Jahre alt gen im Frühjahr.
«My Talents – Berufswahlparcours»
bei Roche in Kaiseraugst
Nachdem wir schon im Februar am MINT*- später, am 4. September, fand dann die
Tag in der Schule teilgenommen hatten, Preisverleihung statt, bei der die besten
stand am 22. August ein weiteres High- Sportler*innen ausser einer guten Sport- Bernhard Ebenho,
Klassenlehrperson 2b
light aus dem MINT*-Bereich (*= alles, was note auch eine kleine Urkunde erhielten.
mit Mathe, Informatik, Naturwissenschaf- Ich finde den Sporttag cool, weil wir dann
ten und Technik zu tun hat) auf dem Pro- einen ganzen Tag lang keinen Unterricht
gramm. Wir gingen einen ganzen Tag lang haben. J., 14 Jahre alt
TITELTHEMA 11seksek oder: Wie Jugendliche Mitbestimmung und Übernahme von Verantwortung lernen «seksek», wie die Gruppe von allen nur gerne bereit, für gewisse Dinge im Schul- gelöst hat, und laden alle Besucher*innen vertraut genannt wird, ist das Schüler- alltag Verantwortung zu übernehmen, der Mediothek ein, gerne Platz zu neh- Eventkomitee der Sekundarschule, al- auch wenn sie dafür sogar ihre ansonsten men und einen Moment lang zu relaxen. so praktisch eine Schülervertretung kostbare Freizeit opfern müssen. Kleine Ausstellungsstücke in den beiden aller zehn Sekundarklassen. Je zwei Regalen dürfen gerne angeschaut werden Schüler*innen aus jeder Klasse, mit mir So fuhren Ende Juni drei seksek-Vertreter und in Kürze werden Mini-Ausstellungen als Leiter also 21 Personen, besprechen re- gemeinsam mit der Mediothekarin Barba- verschiedener Sekundarklassen das Pro- gelmässig gewisse Dinge und helfen auch ra Bitterlin und mir an einem Mittwoch- jekt abrunden. Herzlich willkommen! bei der Planung und Durchführung von nachmittag zum Möbel- und Dekoartikel- gewissen Events mit. Gerne erinnert man Einkauf zu IKEA nach Pratteln. Kurz nach sich in Schüler- wie in Lehrerkreisen an den Sommerferien und wiederum ausser- den traditionellen Anlass jeweils am letz- halb der Unterrichtszeit wurden die gelie- ten Morgen vor den Weihnachtsferien, bei ferten Möbel in der Mediothek aufgebaut. dem es früher immer ein gemeinsames Seitdem verfügt unsere Schulmediothek Frühstück und im Jahr 2018 – aufgrund über eine neue, gemütliche Sitzecke, die von Platzproblemen wegen der Umbauar- selbstverständlich auch allen anderen, beiten – einen Klassen-Videowettbewerb das heisst Nicht-Sek.-Schüler*innen, zur gab. Meiner langjährigen Erfahrung nach Verfügung steht. Zwischenzeitlich freu- schätzen Jugendliche diese Möglichkeit en sich seksek und ich über das positive der Mitbestimmung, und sind auch sehr Echo, das unsere Aktion rundherum aus- 12 TITELTHEMA
Boah! Schau dir
Für dieses neue
Musica.ly an.
ein
Like WOW!!!
unters Komm, das
machen wir auch.
Das gibt richtig
Bike? viele Likes.
OK
Das Licht ist hier nicht Eyyy Chinder,
gut, gehen wir auf die gönt wäg, ich
andere Strassenseite! chan nüm
brämse !!!
Ach scho passiert,
dänn post ich es halt
uf Insta…
Gefällt 0 Mal
Fotostory der bfu, Beratungsstelle für Unfallverhütung (Bericht Seite 9)
TITELTHEMA 13Mit 18 Jahren in den Gemeinderat gewählt
„Mir ist es nur wichtig,
dass man AKTIV wird.“
auf der anderen Seite“,
beschreibt Rogge das
ungewohnte Gefühl
in einem der ledernen
Sessel im Sitzungs-
saal Platz zu nehmen.
„Es macht mir extrem
Spaß. Man diskutiert
nicht, um des Disku-
tierens willen, son-
dern weil sich dann
wirklich etwas verän-
dert.“ Damit der Jung-
gemeinderat nicht als
Fraktionsloser unter-
geht, hat die Fraktion
der Grünen ihn einge-
laden, sich der Grünen-
Fraktion anzuschlie-
ßen. Das hat Rogge in
Rücksprache mit seiner
Liste auch getan.
G
erade rechtzei-
tig vor seiner
D
Wahl feierte
der junge Rheinfelder
Felix Rogge wurde im Mai diesen Jahres in den Rheinfelder Gemeinderat gewählt. seinen 18. Geburtstag.
Aufgewachsen ist Rog-
ge in Nollingen. Seine
Stimmen gelang der Einzug als einziger Mutter ist Bankkauffrau, sein Vater ist Lei-
Kandidat der Liste. Auf Kreisebene hatte ter des Qualitätsmanagements bei einem
Rogge für die Partei Die Linke kandidiert, ortsansässigen Chemieunternehmen.
Rogge besucht die zwölfte Klasse der Mat-
hilde-Plank-Schule in Lörrach, um zu-
»Besonders wichtig ist mir, dass nächst ein Fachabitur auf dem sozialwis-
alte Menschen nach lebenslanger senschaftlichen Gymnasium (SG) zu
Arbeit eine vernünftige Rente für machen. Die 13. Klasse mit Abschluss All-
ihre Lebensleistung bekommen.« gemeine Hochschulreife möchte Rogge
noch dranhängen. Genau festgelegt hat er
Durchaus überrascht war der 18jährige Fe- allerdings reichten die auf ihn abgegebe- sich noch nicht, aber er möchte später in
lix Rogge, dass er bei der Kommunalwahl nen 900 Stimmen nicht für einen Einzug Freiburg ein Fach aus dem Bereich Wirt-
im Mai als Kandidat für das Wahlbündnis in das Gremium. „Als ich jünger war, bin schaftswissenschaft studieren. „Das ist
Soziales Rheinfelden in den Rheinfelder ich mit meinem Vater manchmal in den komisch, weil ich auf das SG gehe, aber ich
Gemeinderat gewählt wurde. Mit 1.800 Gemeinderat gegangen, und jetzt bin ich finde Wirtschaft sehr interessant.“ Rogge
14 TITELTHEMA»Man diskutiert nicht, um des Diskutierens willen,
sondern weil sich dann wirklich etwas verändert.«
ist aktiv im Freundeskreis Asyl und ist wie im Bürgerheimausschuss. „Ich bin nige aktive Jugendliche gibt“, meint er
Mitglied im Bogenschießverein Minseln, froh, dass ich es in den Gemeinderat ge- kritisch. Als symptomatisch dafür erach-
hat da aber schon länger nicht mehr rein- schafft habe. Einerseits ist es ein Verant- tet er die Auflösung des Jugendparla-
geschaut. An der Schule bringt er sich in wortungszuwachs, weil ich den Leuten ments, für das er sich auch aufstellen ließ,
einer Arbeitsgemeinschaft für Demokra- etwas versprochen habe und wenigstens bis es dann hieß, dass die Wahl ausfalle,
tie ein, die derzeit eine Ausstellung gegen versuchen will, es einzuhalten. Anderer- da nicht genügend Kandidaten zusam-
Rechtsextremismus plant. Außerdem seits ist es auch eine große Erleichterung, men kämen. „In der Folge bewegt sich
spielt Rogge seit kurzem auch Gitarre in dass ich als politischer Newcomer diese nichts mehr, und das führt dazu, dass sich
einer Band an der Musikschule Rheinfel- Chance bekommen habe. Die Wahrschein- noch weniger engagieren. Da gerät man
den. lichkeit, gewählt zu werden, war ja nicht in so eine Abwärtsspirale.“ Er setzt darauf,
D
sehr hoch.“ Ihm gefällt es, sich aktiv ein- dass das Jugendreferat durch das neue
as Interesse an Politik und Gesell- Konzept des Achterrats wieder neue Ju-
schaft reifte schon früh in dem gendliche animieren kann.
D
jungen Mann, der schon als Kind »Mein Traumberuf wäre es,
alle Was-ist-was-Bücher und -CDs ver- irgendwann Berufspolitiker zu as Jugendhaus findet Rogge ganz
schlungen hat, vor allem die mit histori- werden. Ob das klappt, steht gut. Mit Freunden trifft er sich
schen Themen. „Damit ist auch immer das natürlich in den Sternen, aber auch in einer Bar in der Innenstadt.
Politische verbunden. Richtig politisch das fühlt sich nach einem ersten Insgesamt fehlt es aber an Alternativen
aktiv wurde ich dann, als ich bemerkt Schritt in die richtige Richtung an.« zum Ausgehen in Rheinfelden. „Was für
habe, dass es nach meiner Meinung sehr die Jugend sehr wichtig ist, wäre ein Aus-
viel Ungerechtigkeit in unserer Gesell- bau von öffentlichem WLAN. Da gibt es
schaft gibt.“ Besonders wichtig ist ihm, zubringen und zu gestalten, auch wenn es ein großes Bedürfnis, dass man an Schu-
dass alte Menschen nach lebenslanger Ar- nur um eine Stellplatzverordnung oder die len und öffentlichen Plätzen WLAN hat.“
beit eine vernünftige Rente für ihre Le- Wahl der Ortsvorsteher geht. „Mein Ein großes Thema unter den Jugendlichen
bensleistung bekommen. Er beschäftigte Traumberuf wäre es irgendwann Berufs- sind auch die maroden Schulen. Innerhalb
sich mit den Parteien und ihren Program- politiker zu werden. Ob das klappt, steht seiner Gemeinderatsarbeit versucht Rog-
men. Dabei begeisterten ihn Politiker wie natürlich in den Sternen, aber das fühlt ge sich in die Perspektive zu versetzen,
Gregor Gysi, Sahra Wagenknecht und sich nach einem ersten Schritt in die rich- was am Besten für die Jugendlichen wäre.
Dietmar Bartsch. Schon mit 14 Jahren tige Richtung an.“ Derzeit arbeitet Rogge „Politiker, die versuchen ein ganz breites
spielte er mit dem Gedanken, in die Linke seinen ersten Antrag zum Thema Jugend- Spektrum zu erfassen, haben wir genug.“
einzutreten. Mit 16 Jahren hat Rogge die- beteiligung aus, um diesen in der Fraktion Seinen Alterskameraden will er zeigen,
sen Schritt vollzogen. abzustimmen und dann in den Gemein- dass man sich als Jugendlicher oder jun-
F
derat einzubringen. ger Erwachsener einbringen und etwas
D
ür die Fraktion der Grünen sitzt Rog- verändern kann. „Dabei ist es mir auch
ge auch im Sozialausschuss und ist em jungen Gemeinderat ist natür- egal, welchem Spektrum jemand ange-
stellvertretendes Mitglied im Aus- lich die Jugendbeteiligung ein hört. Ich finde es ebenso spannend mit
schuss für die Städtepartnerschaften so- wichtiges Anliegen und mit sei- Jugendlichen oder jungen Erwachsenen
nem Antrag hofft er, die Arbeit des Ju- von SPD oder FDP zu reden. Mir ist es nur
gendreferats zu unterstützen. Er meint, wichtig, dass man aktiv wird.“
»Für die Jugend wäre ein Ausbau dass es auch wichtig wäre , wenn die Poli-
von öffentlichem WLAN sehr tik ein echtes Interesse an den Jugendli- Horatio Gollin
wichtig.« chen zeigen würde, nicht nur vor den
Wahlen. „Das Problem der Rheinfelder
Jugend ist auch die Jugend ein Stück weit
selbst. Das Problem ist, dass es relativ we-
TITELTHEMA 15Engerfeldschulhaus in Rheinfelden Schweiz BERUFSFINDUNG im Werkjahr, 9. Klasse Für alle Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen stehen im ersten Semester des letzten Schuljahres die Berufsfindung und die Suche nach einer Lehrstelle im Zentrum. Eine entscheidende Rolle kommt den Schlüssel kompetenzen zu. Das sind Sozial- und Selbstkompetenzen wie zum Beispiel: Freundlichkeit und Pünktlich- keit, Team- und Kritikfähigkeit. Oft sind die Fähigkeiten in diesen Kompetenzen und die Beurteilungen der Schnupperwoche ebenso wichtig wie die Noten in einzelnen Schulfächern, um eine Lehrstelle zu bekommen. In der Schnupperwoche können die Jugendlichen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. ANBEI EIN KLEINER EINBLICK IN DIE SCHNUPPERWOCHE VON VIER SCHÜLERN. 16 TITELTHEMA
ICH HABE ALS
HEIZUNGS-
INSTALLATEUR
GESCHNUPPERT.
ICH HABE
Ich musste früh aufstehen und um 7 Uhr
mussten wir im Geschäft sein. Zuerst ha-
ALS GÄRTNER ben wir die Werkzeuge in den Firmenwa-
GESCHNUPPERT.
gen geladen und fuhren dann zur Baustelle
in Wallbach. Nachdem wir angekommen
sind, trug ich die Werkzeugkiste in die Ga-
Ich musste um 5 Uhr aufstehen und um rage des Hauses.
6.30 Uhr musste ich im Geschäft sein und Dort schnitten wir die alten Heizungs-
mit Arbeiten beginnen. An einem Tag sind rohre heraus und montierten die neuen
wir, ein Mitarbeiter und ich, mit dem Auto Rohre. Danach schlossen wir die Pumpe an SCHNUPPERWOCHE
ALS MAURER
gefahren. Am Arbeitsplatz, einem Einfa- und pumpten das Wasser in die Rohre. Zu-
milienhaus, musste ich jäten dem mussten wir in diesem Haus auch den
und mit dem Besen putzen, Boiler ersetzen.
sodass alles schön aussah. Die Arbeit als Heizungsinstallateur ist Ich musste früh aufstehen und
An einem anderen Tag sehr spannend und schon als kleiner Junge um 6.45 Uhr arbeitsbereit auf
sind wir nach Wegenstetten interessierte ich mich für Heizungen und der Baustelle sein. Ich durfte
gefahren. Nachdem wir die fragte mich, wie diese funktioniert. Mit mitarbeiten und habe auch vie-
Werkzeuge ausgeladen ha- dem Erlernen dieses Berufes würde sich le neue Sachen kennengelernt.
ben, mussten wir eine Pflanze ein Bubentraum erfüllen. Zum Beispiel, wie man Treppen
aus einem Topf nehmen. Die betoniert.
Pflanze war gross und schwer. Riad, 15 Jahre Zuerst musste die Treppe mit
Die Pflanze setzten wir in die Schaltafeln vorgefertigt wer-
Erde und leerten Erde aus ei- den. Danach wurde mit dem
nem Sack dazu. Danach musste die Pflanze Betonsilo Beton in die Treppen-
mit viel Wasser begossen werden.
Dieser Beruf ist zwar anstrengend aber
ICH HABE ALS form gefüllt.
Es ist keine leichte Arbeit aber es ist in-
sehr abwechslungsreich. LOGISTIKER GE- teressant. Trotzdem werde ich eine zweite
Yohannes, 17 Jahre
SCHNUPPERT. Schnupperwoche als Reifenpraktiker absol-
vieren, damit ich in der Berufswahl sicher
bin.
Ich musste jeden Tag um 6 Uhr
aufstehen, um mit der Arbeit Miran, 16 Jahre
um 8.30 Uhr zu beginnen. Ich
musste die Waren scannen und
etikettieren. Später musste ich
einen Lastwagen entladen und
die Waren in einen anderen
Lastwagen einladen. Es ist ei-
ne einfache Arbeit. Jedoch er-
fordert sie Zuverlässigkeit und
Verantwortungsbewusstsein.
Dieser Beruf gefällt mir und es ist mein
Wunsch, diesen Beruf zu erlernen.
Ensar, 15 Jahre
TITELTHEMA 17Schülerblick auf Rheinfelden
GANZ IM SÜDWESTEN
Zur Feier der 50jährigen Partnerschaft von Rheinfelden und Vale of Glamorgan hatte die walisische Partnerstadt
im vergangenen Jahr einen Schreibwettbewerb für Schüler ausgerufen, der in der Herausgabe des zweisprachigen
Booklets „My Town, My Story – Tales to celebrate“ mit Texten von Schülern aus den beiden Ländern mündete. In
maximal 300 Wörtern konnten Kinder und Jugendliche ihre Geschichte über ihre Heimatstadt schreiben. An dem
Schreibwettbewerb beteiligten sich in Rheinfelden zehn Schüler der Scheffelschule Herten, der Gemeinschaftsschule
Rheinfelden und dem Georg-Büchner-Gymnasium. Hier präsentieren wir ihnen eine Auswahl der schönsten Beiträge
aus Rheinfelden. Lernen Sie die Stadt aus dem Blickwinkel der Schüler kennen.
Unsere Stadt Rheinfelden Die Schillerschule Rheinfelden
Wenn es Sommer ist, gehe ich ger- Mir gefällt die Schule. Man kann viel ler- Rheinfelden ist eine sehr tolle und auf-
ne in die Stadt, um ein Eis zu nen und auch viel spielen. Im Campus hat merksame Stadt. In dieser Stadt kann man
essen oder ich treffe mich es einen Chillraum, einen Bewegungsraum viele tolle Erlebnisse erleben. In dieser
mit Freunden im Schwimm- und einen Spieleraum. Es hat ein großes Stadt kann man fast jedes Hobby machen.
bad. Ganz egal, ich will nur Gelände, wo man Fußball spielen kann. Man kann seiner Fantasie freien Lauf las-
das Wetter genießen, denn Man kann sogar klettern. Es gibt auch ei- sen. Es gibt viele Veranstaltungen, bei
in Rheinfelden ist das Wetter am nen Malraum. In der Schule lernt man tol- denen man kostenfrei mit machen kann.
schönsten. Aber auch im Winter gibt es le Sachen und das Beste ist, man hat keine Natürlich kosten ein paar Veranstaltun-
viel zu tun. Schneeballschlachten oder Hausaufgaben. Im Pausenhof gibt es einen gen ein klein wenig Geld, aber wenn man
Schlittenfahren in einem der Dörfer am Kiosk, wo man jeden Tag etwas kaufen etwas zahlt, kann man sich auf die Veran-
Dinkelberg. Egal zu welcher Jahreszeit, es kann. Mit meinen Freundinnen spiele ich staltungen freuen. In Rheinfelden gibt es
gibt immer was zu tun in unserer Stadt jeden Tag. Sie heißen Nina und Rayan. Falls tolle Erlebnisse für Jung und Alt. Für die
Rheinfelden. ihr das für wenig haltet, dann gibt es einen Kleinen gibt es eine Menge an Spielplätzen
Spruch: Lieber wenige Freunde, dafür gute und natürlich auch Kindergärten. Für die
Anstelle eines Bildes hat Kerim seinen Auf- Freunde. Teenager gibt es das Jugendhaus und viele
satz mit bunten Mustern, Eistüten und andere spannende Erlebnisse. Die Erwach-
Schneemännern verziert. Sophias Bild zeigt ihr Elternhaus. senen haben auch viele schöne Erlebnisse.
Die anstrengende Arbeit ist für manche
Kerim Zurba, Sophia Bianchi, junge Erwachsene kein Spaß, dafür ist es
Klasse 3b Klasse 5b (Schuljahr 2017/2018), nach der Arbeit umso schöner, wenn man
(Schuljahr 2017/2018), Gemeinschaftsschule Rheinfelden nach Hause kommt und seinen Aktivitä-
Scheffelschule ten freien Lauf lassen kann, zum Beispiel
kann man einen Yoga-Kurs machen, ins Fit-
nessstudio gehen oder, wenn man joggen
möchte, gibt es zwei oder drei Laufstrecken.
Wenn man Wandern gehen möchte, gibt es
am Rhein einen wunderschönen Wander-
weg. Für die Älteren gibt es Konzerte, auch
Orgelkonzerte in der Kirche.
Max‘ Bild zeigt wie die Sonne am Rhein auf-
geht. Im Hintergrund liegt der Dinkelberg mit
einem grün eingezeichneten Wanderweg.
Max Schlachter,
Klasse 7b (Schuljahr 2017/2018),
Gemeinschaftsschule Rheinfelden
18 TITELTHEMADas schöne Rheinfelden
Ich wohne in Rheinfelden seit vier Jahren.
Mir war auch sehr wichtig, dass es hier
viele Freizeitangebote gibt, zum Beispiel
Schwimmbad, Schwimmhalle sowie auch
das Jugendzentrum. Im Sommer fand ich
es immer schön an den Rhein zu gehen,
Ein Gedicht über meine dort zu schwimmen, zu grillen oder ein- In Rheinfelden bin ich groß
Heimatstadt fach nur zu entspannen. Mein Lieblingsort geworden.
ist die Innenstadt, weil es dort sehr viele
Läden gibt und man hier alles bekommt. Diese Stadt liegt mir sehr am Herzen. Sie
Mein tollstes Erlebnis war, als es geschneit ist zwar klein, aber hat wunderschöne
hat in Rheinfelden und ich mit meiner Fa- Orte und tolle Menschen. Unser Bonus an
milie auf einen Hügel bei uns gegangen der Stadt ist, dass wir so nah am Rhein
bin. Das war sogar an meinem Geburts- wohnen. Es gibt viel Natur hier. Man geht
tag, deswegen war es ein tolles Erlebnis, raus und der Weg in den Wald dauert nicht
Zeit mit meiner Familie zu verbringen. In mehr lang. Die Menschen hier sind zuvor-
der Schule, also die Gemeinschaftsschule kommend und nett. Hier gibt es ganz viele
Ganz im Süden, Rheinfelden, habe ich sehr viele Freunde. Kickplätze, wo man mal abschalten kann
auch im Westen, Da wird der oft langweilige Unterricht, und Fußball spielen geht. Ob man mit
nicht auf Rügen trotzdem sehr lustig. Am meisten wegen Freunden geht oder allein, entspannen
und nicht in Hessen, meiner allerbesten Freundin Alina. Wir kann man sich auf jeden Fall. Im Sommer
da ist die Stadt, in der ich wohne. unternehmen auch oft was. Wir erzählen kann man ins Schwimmbad gehen oder
Dort gibt es Ruinen, Künstler und Höhlen. uns alles. Sie ist mein Lieblingsmensch. als günstigere Alternative an den Rhein.
An Fasching ist es nicht öde. Manchmal machen wir auch Blödsinn in Nachdem man schwimmen war, geht man
Es gibt einen großen Umzug mit vielen der Schule, weil es mit ihr einfach am Bes- zu Frau Kaiser und holt sich ein Eis für 60
verschiedenen Cliquen ten ist. Ich habe sie so lieb. Ich kenne kei- Cent. Frau Kaisers Bäckerei ist die älteste
und zum Beispiel das Aufstellen vom nen besseren Menschen als sie. Was auch Bäckerei hier, wie sie sagt. Wenn es wieder
Narrenbaum. sehr toll ist, dass alle Lehrer so nett sind. kälter wird, kann man ins Jugendzentrum
Im Advent gibt es einen Weihnachtsmarkt Das gibt mir auch die Motivation, jeden gehen und sich dort mit seinen Freunden
mit Glühwein, Tee und Punsch, Tag zu kommen. Auf dem Bild sieht man treffen. Obwohl unsere Stadt so klein ist,
viel Gebäck und Weihnachtsdinge. meine zwei Lieblingsläden, den Müller hat sie viel zu bieten. Ich kann nur einla-
Einen Rummel gibt es auch, und den H&M. Da gibt es immer so tolle den hierher zu kommen.
mit Karussell und Riesenrad, Sachen. Aber mein absoluter Lieblingsla-
das jeder mag. den ist der DM. Dilaras Bild zeigt mit Blick über die Mous-
Mein Weg durch die Stadt ist sicher, cron-Allee die Hochhäuser am Fécamprinvg,
wegen vielen Wegen und Lichtern. Wiktorias Bild zeigt ihre Lieblingsläden. wo Dilara wohnt.
Wenig Verkehr sorgt für Ruhe,
so dass wir draußen spielen können. Wiktoria Kucias, Dilara Maier,
Das ist die Stadt Rheinfelden, Klasse 8a (Schuljahr 2017/2018), Klasse 8b
in der ich wohne, Gemeinschaftsschule Rheinfelden Rheinfelden
ganz im Südwesten.
Sophies Bild zeigt die alte Rheinbrücke zwi-
schen den beiden Rheinfelden.
Sophie Schneider,
Klasse 6b (Schuljahr 2017/2018),
Georg-Büchner-Gymnasium
TITELTHEMA 19VERANSTALTUNGEN Programm | November/Dezember 2019
Rheinfelden/CH Rheinfelden (Baden)
Russische Zu hören bekommen wir eines der glanz- Arkadi Feldmann, der schon oft in deutschen
vollsten Konzerte der gesamten Ära der Ro- Konzerthäusern dirigierte. Am Flügel ist Da-
Nationalphilharmonie
mantik, von Frederic Chopin im Alter von ria Kochetkowa aus St. Petersburg.
der Wolga Saratow gerade einmal 19 Jahren komponiert und im Veranstalter: Südwestdeutsche Mozart
Haus der Eltern uraufgeführt. Romantisch Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem
So, 17. November, 18 Uhr im Bürgersaal
geht es weiter mit Musik aus dem märchen- Kulturamt.
Kategorie I: 31 3, ermäßigt: 28 3
haften Ballett Schwanensee, mit dem Peter
Kategorie II: 28 3, ermäßigt: 25 3
Iljitsch Tschaikowski diese Art von Tanzmu-
VVK für nummerierte Plätze:
sik einst auf eine ganz neue künstlerische
Nur Tourist-Info und
Ebene gehoben hat. Das erstmalige Gast-
www.rheinfelden.reservix.de
spiel der Russischen Nationalphilharmonie
der Wolga aus Saratow wird geleitet von
Barocke Reiselust –
Maurice Steger & CHAARTS Chamber Artist
Di, 12. November, 19.30 Uhr,
Kurbrunnen Rheinfelden
Vorverkauf: www.chaarts.ch
Maurice Steger hat durch seine lebendige Art die Blockflöte völlig
neu positioniert. Mit ihm an der vordersten Bühnenkante der welt-
weit besten Konzertsäle, setzt Steger in puncto Ausdrucksstärke und
Virtuosität allem bisher Bekannten die Krone auf: Fetzige Koloratu-
ren, herausgeschleuderte Spitzennoten, lyrische Klang-Honigströme
und federleichte Tanzpassagen wirft er stets mit bedingungsloser
Hingabe dem Publikum entgegen. Für das Programm «Barocke Rei-
selust» unternehmen er und CHAARTS eine Reise quer durch das
europäische Virtuosentum des 18. Jahrhunderts.
Es spielen: Maurice Steger (Blockflöte) und das CHAARTS Chamber
Artists geleitet von Konzertmeister Francesco Sica.
Programm: Antonio Vivaldi Concerto C Dur; Arcangelo Corelli Con-
certo A Dur; Georg Friedrich Händel Passacaglia
Antonio Vivaldi Concerto “La Notte”; Antonio Vivaldi Concerto d-
Moll; Godfrey Finger A Ground; Giuseppe Antonio Brescianello Cha-
conne A-Dur; William Babell Concerto D-Dur
20 KONZERTESie können auch lesen