Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung

Die Seite wird erstellt Gunnar Merz
 
WEITER LESEN
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Amtliche Mitteilung | Februar 2020 | www.landeszeitung.at
Österreichische Post AG, RM 04A035550 K, 6020 Innsbruck

                 Landeszeitung

                                                                                                        Regierung
                                                                                                        Maßnahmen zur
                                                                                                        Absicherung des
                                                                                                        Tiroler Wirtschafts-
                                                                                                        und Arbeitsstandortes
                                                                                                        2020/21.
                                                                                                        Seiten 6–7

                                                                                                        Bildung
                                                                                                        Die Schule für Sozial-
                                                                                                        betreuungsberufe
                                                                                                        SOB bietet einen
                                                                                                        gelungenen Mix aus
                                                                                                        Theorie und Praxis.
                                                                                                        Seiten 16–17

                                                                                                        Jugend trifft Landtag
                                                                                                        Politik für und mit
                                                                               Foto: Schlossmarketing

                                                                                                        jungen Menschen
                                                                                     Adobe Stock

                                                                                                        gestalten.
                                                                                                        Seite 19

                  Land Tirol App
                  Top informiert mit der Land Tirol App: Die Serviceangebote
                  werden laufend aktualisiert. In Kürze werden auch Webcams
                  am Felbertauern und historische Karten abrufbar sein.
                  Mehr dazu auf Seite 28.
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Aktuelles

StudentInnen aufgepasst!
Ihr möchtet in Wien studieren, habt
aber noch keine Bleibe? Das Tiroler
Studentenheim bietet für rund 130

                                                                                                                                                                                                                        Foto: Tiroler Studentenheim/Lusser
Studierende aus Nord-, Ost- und Süd-
tirol günstige Wohnmöglichkeiten im
17. Bezirk, am westlichen Stadtrand der
Bundeshauptstadt.

Das Heim zeichnet sich vor allem
durch seine Gemeinschaft und den
Zusammenhalt unter den Studieren-
den aus und das Wichtigste: Univer-
sitäten oder Fachhochschulen sind                                      bar. Bei überaus studentenfreundli-                                                                        Weitere Informationen sowie das
innerhalb von 20 bis 45 Minuten mit                                    chen Preisen beträgt die durchschnitt-                                                                     Aufnahmeansuchen unter
öffentlichen Verkehrsmitteln erreich-                                  liche Miete 235 Euro.                                                                                      www.tirolerheim.com.

                                                                                                                                                                                  Lehrlinge
                                                                                                                                                                                  gesucht!
                                                                                                                                                                                  Du hast Interesse an einer Lehre beim
                                                                                                                                                                                  Land Tirol? Folgende Lehrstellen sind
                                                                                                                                                                                  aktuell ausgeschrieben:

                                                                                                                                                                                    Straßenerhaltungsfachmann/frau (Zirl)
                                                                                                                                                                                  •	
                                                                                                                                                                                    Archiv-, Bibliotheks- und Informations-
                                                                                                                                                                                  •	
                                                                                                                                                                                    assistentIn (Innsbruck)
                                                                                                                                                                                    Bürokaufmann/frau (Innsbruck)
                                                                                                                                                                                  •	
                                                                                                                                                                                    VerwaltungsassistentInnen (Innsbruck,
                                                                                                                                                                                  •	
                                                                                                                                                                                    Schwaz, Landeck, Kufstein, Imst)
                                                                                                                                                                                    Bautechnische(r) ZeichnerIn (Innsbruck)
                                                                                                                                                                                  •	
                                                                                                                                                                                    ChemielabortechnikerIn (Innsbruck)
                                                                                                                                                                                  •	
                                                                                                                                     Sujet: C+M Consulting a(n)d Marketing GmbH

                                                                                                                                                                                  Bewirb dich jetzt online unter www.tirol.
                                                                                                                                                                                  gv.at/lehrlinge. Das Bewerbungsformular
                                                                                                                                                                                  kann auch unter www.tirol.gv.at/buerger-
                                                                                                                                                                                  service/stellenausschreibungen her-
                                                                                                                                                                                  untergeladen und an das Amt der Tiroler
                                                                                                                                                                                  Landesregierung entweder per E-Mail
                                                                                                                                                                                  unter organisation@tirol.gv.at oder auf
                                                                                                                                                                                  dem Postweg an die Abteilung Organisa-
                                                                                                                                                                                  tion und Personal, Eduard-Wallnöfer-Platz
                                                                                                                                                                                  3, 6020 Innsbruck übermittelt werden.

IMPRESSUM Informationsmagazin der Tiroler Landesregierung / Auflage: 369.469 Stück
MEDIENINHABER UND HERAUSGEBER: Land Tirol. CHEFREDAKTION: Rainer Gerzabek, Mag. Alexandra Sidon REDAKTION: Maximilian Brandhuber, BA, Mag. Christa Entstrasser-Müller, Benjamin Graus, BA,
Dr. Christoph Höbenreich, Mag. Elisabeth Huldschiner, Jakob Kathrein, BA, Maximilian Oswald, MA, Thomas Pichler, BA, Mag. Iris Reichkendler, MMag. Clemens Rosner, Patricia Salcher, MA, Bettina Sax, BA MSc,
Mag. Robert Schwarz. KONTAKT: Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Landhaus 1, 6020 Innsbruck, Tel.: 0043-(0)512/508-1902, E-Mail: landeszeitung@tirol.gv.at. GRAFIK UND LAYOUT: Conny Wechselberger,
eco.nova corporate publishing, Innsbruck. DRUCK: Intergraphik GmbH. OFFENLEGUNG GEMÄSS § 25 MEDIENGESETZ: Medieninhaber: Land Tirol. ERKLÄRUNG ÜBER DIE GRUNDLEGENDE RICHTUNG:
Information der BürgerInnen über die Arbeit der Landesregierung, der Landesverwaltung und des Landtags.

2
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Aus dem Inhalt

                                                   Das Land Tirol
                                                   fördert klima-
                                                   freundliche, sozial
                                                   und wirtschaftlich

              Foto: Ingeborg Brandl
                                                   nachhaltige Projekte
                                                   mit bis zu 5.000
                                                   Euro.

                                                                                                                                       Foto: Land Tirol/Berger
                                                       SEITE 9

                                                                          LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER!
                                                   Mit einem
                Sujet: Design Illustration Nusss

                                                   guten Haushalts-
                                                   vorrat für Krisen-     Das neue Jahr hat bereits Fahrt aufgenommen und so auch
                                                   und Katastrophen-      die Arbeit der Tiroler Landesregierung. Bei unserer Klausur
                                                   situationen            Anfang des Jahres wurden die Themenschwerpunkte für die
                                                   gewappnet sein.        kommenden Monate festgelegt: Den Standort Tirol mit seiner
                                                                          starken Wirtschaftsleistung und seinem stabilen Arbeitsmarkt
                                                       SEITE 10           abzusichern – das ist eines unserer wesentlichen Ziele. Davon
                                                                          sollen vor allem Sie, liebe Tirolerinnen und Tiroler, profitieren.
                                                                          Denn auch wenn die kommenden Monate für Tirols Kon-
                                                                          junktur herausfordernd sein könnten, wollen wir bestmöglich
                                                                          vorbereitet sein.
                                                                          Ein starker Wirtschaftsstandort braucht Know-how: Tirol ist
                                                   Pistenskitouren        damit auch Wissensstandort, was wir in vielen Bereichen
                                                   sind beliebter         unter Beweis stellen. Ob ein sauberes Holzkraftwerk aus
              Foto: Land Tirol/Höbenreich

                                                   denn je. Faires und    Schwaz oder ein neues Landesinstitut in Tirol, mit dem die
                                                   respektvolles Ver-     Krebsprävention massiv vorangetrieben wird – diese und
                                                   halten sind ein        weitere Beispiele finden Sie auf den folgenden Seiten. Solche
                                                   Gebot der Stunde.      innovativen und zukunftsweisenden Vorhaben bestmöglich
                                                                          zu unterstützen, ist für mich eine wesentliche Verantwortung
                                                       SEITE 18           gegenüber der Bevölkerung.
                                                                          Und auch die Fachkräfte sind und bleiben auf unserer
                                                                          Agenda. Bereits zum fünften Mal fand heuer der „Tag der
                                                                          Lehre“ statt – eine von vielen Maßnahmen, mit der wir die
                                                                          Bedeutung der Lehre hervorheben und junge Menschen für
                                                                          die duale Ausbildung begeistern wollen. Interessierte darf ich
                                                   Rund ums               außerdem einladen, sich für eine freie Lehrstelle im Landes-
                                                   Wasser dreht sich      dienst zu bewerben.
                                                   der Aufgaben-          Zu diesen und vielen weiteren Themen können Sie sich,
              Foto: Land Tirol/Pichler

                                                   bereich von Landes-    liebe Leserinnen und Leser, in dieser Ausgabe informieren.
                                                   hydrograph             Auch die Land Tirol App, die bereits rund 35.000 Downloads
                                                   Hannes Raunigger.      verzeichnet, möchte ich Ihnen einmal mehr ans Herz legen.
                                                                          Welche Neuerungen es dazu gibt, erfahren Sie ebenfalls auf
                                                       SEITE 30           den folgenden Seiten.

                                                                          Ihr
                                                                          Günther Platter
Gewinnspiel                                            SEITE 31           Landeshauptmann

                                                                                                                                                                 3
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Lehrausbildung

Mit einer Lehre beim Land Tirol
stehen alle Türen offen
Von Köchin/Koch über Verwaltungs-                      Personalreferent des Landes ist. Es ist                                   Wie wird man Lehrling beim
assistentIn bis hin zu EDV-Technike-                   bereits Tradition, dass sich Tirols Lan-                                  Land Tirol?
rIn oder Chemie-LaborantIn können                      deshauptmann auch Zeit für die Lehr-                                      Gesucht werden junge Menschen ab
junge Menschen im Landesdienst                         linge nimmt: „Ich treffe mich jedes Jahr                                  der neunten Schulstufe, die Interesse
ihre Berufsausbildung absolvieren.                     mit unseren neuen Lehrlingen, um sie                                      für die vielfältigen Aufgaben des Lan-
Als Ausbildungsbetrieb treten neben                    im Landesdienst willkommen zu heißen                                      des, für Politik und Verwaltung haben,
der Landesverwaltung auch die Tirol                    und um mich mit ihnen auszutauschen.                                      darüber hinaus gerne im Team und mit
Kliniken auf.                                          Im Gespräch erhalte ich Einblicke in                                      Menschen arbeiten. Das Gehalt richtet
                                                       ihre Wünsche und Bedürfnisse − dabei                                      sich nach dem Kollektivvertrag des
„Wir gehen als gutes Beispiel voran und                geht es einerseits um die Chancen und                                     jeweiligen Lehrberufs.
wollen mit unseren Lehrlingen Brücken                  Perspektiven im Landesdienst, aber
in die Zukunft bauen. Bereits im Jahr                  andererseits auch um meine Arbeit als                                     Fachkräfte sind gefragter denn je – und
2016 wurde das Angebot an Lehrlings-                   Landeshauptmann. Bei diesem Ken-                                          wer in Tirol eine Lehre absolviert, dem
ausbildungen im Landesdienst verdop-                   nenlernen festigt sich bei mir stets der                                  stehen am Arbeitsmarkt viele Wege
pelt. Nun werden wieder über das Land                  Eindruck, dass wir im Land stolz sein                                     offen: „Junge Menschen, die sich für
verteilt Lehrstellen besetzt“, informiert              können, solch motivierte junge Talente                                    eine duale Ausbildung entscheiden,
LH Günther Platter, der zugleich auch                  bei uns zu haben.“                                                        haben viele Zukunftsperspektiven und
                                                                                                                                 können überaus positiv ihrer Berufs-
                                                                                                                                 laufbahn entgegenblicken. Ich lade alle
                                                                                                                                 Interessierten herzlich ein, sich für eine
                                                                                                                                 Ausbildung in der Tiroler Landesverwal-
                                                                                                                                 tung zu bewerben. Wir freuen uns auf
                                                                                                                                 junge, engagierte Menschen, die den
                                                                                                                                 Landesdienst bereichern“, betont der
                                                                                                                                 Landeshauptmann.

                                                                                                                                 Und das sagen Lehrlinge des Landes:
                                                                                                                                 Svenja Maier (Lehre zur Verwaltungs-
                                                                                                                                 assistentin an der BH Lienz): „Mir ge-
                                                                                                                                 fällt, dass bei Lehrberufen im Landes-
                                                                                                                                 dienst die Ausbildung echt interessant
                                                                                                                                 und abwechslungsreich gestaltet
                                                                                                                                 wird.“

                                                                                                                                 Johannes Tiefenbrunner (Lehre Archiv-,
                                                                                                                                 Bibliotheks- und Informationsassistent
                                                                                                                                 in der Amtsbibliothek): „Ich interessiere
                                                                                                                                 mich für das Informations- und Biblio-
                                                                                                                                 thekswissen und habe schon länger
                                                                                                                                 nach einer Lehrstelle in diesem Bereich
                                                                                                                                 gesucht.“

                                                                                                                                 Vanessa Andreata (Lehre zur Chemie-
                                                                                                      Foto: Land Tirol/Pichler

                                                                                                                                 labortechnikerin, chemisch-technische
                                                                                                                                 Umweltschutzanstalt): „Vor allem die
                                                                                                                                 Naturwissenschaften haben es mir
                                                                                                                                 angetan. Ich bin froh, dass ich nun viel
                                                                                                                                 sehen und Neues lernen kann.“            ■
Zwölf motivierte Lehrlinge – darunter auch Svenja Maier (Mitte), Johannes Tiefenbrunner (4. von li.) und
Vanessa Andreata (1. von li.) – starteten im Herbst des Vorjahres ihre Berufsausbildung beim Land Tirol.                                                       Bettina Sax

4
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Rubrik

                                                                                                                                                            Foto: Land Tirol/Berger
LH Günther Platter (Mitte), LRin Patrizia Zoller-Frischauf (2. von re.) und LRin Beate Palfrader wollen gemeinsam mit den Partnern der Interessensvertretungen
von Wirtschaftskammer Tirol, Industriellenvereinigung Tirol und AMS Tirol junge TirolerInnen für die Lehre begeistern. Mit im Bild Eugen Stark, GF der IV
(3. von li.) und WK-Tirol-Präsident Christoph Walser (hinten, 4. von li.) und der Lehrlingskoordinator des Landes Tirol, Roland Teissl (re.).

Wohin soll die berufliche Reise gehen?
Der „Tag der Lehre“ zeigt Wege auf.
„Tag der Lehre“ ist, wenn sich rund                   die Zahl der Lehrlinge zuletzt wieder                 Ausbildung hervorgehoben und die
7.500 BesucherInnen in der Messe                      leicht anstieg: Im Vergleich zum Jahr                 vielfältige Ausbildungslandschaft auf-
Innsbruck rund um über 30 Stände                      2017 waren es im Jahr 2018 um zwei                    gezeigt werden. „In erster Linie müs-
auf 5.000 Quadratmetern tummeln,                      Prozent mehr BerufseinsteigerInnen,                   sen wir es schaffen, dass die Lehre in
an denen unterschiedliche Lehr-                       die sich für eine Lehre entschieden                   der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt
berufe vorgestellt werden. Bereits                    haben. Vonseiten des Landes Tirol will                wertgeschätzt und entsprechend
zum fünften Mal fand dieser statt                     man am Ball bleiben, um die Lehre                     attraktiv gestaltet wird. Denn an Mög-
und lockte auch heuer wieder viele                    weiter zu stärken und noch attraktiver                lichkeiten mangelt es in Tirol nicht:
Interessierte zu dieser Informations-                 zu machen.                                            Es gibt über 150 Lehrberufe, die in
veranstaltung.                                                                                              rund 3.400 Betrieben darauf warten,
                                                      „Initiativen brauchen Zeit, um ihre                   von jungen motivierten Menschen
Von angehenden KonditorInnen, die mit                 Wirkung zu entfalten. Dass wir zuletzt                ergriffen zu werden“, weiß LH Plat-
viel Fingerspitzengefühl süße Kunstwer-               ein kleines Plus verzeichnen konnten,                 ter. Übrigens lassen sich auch viele
ke kreieren, über künftige FloristInnen,              ist auch Signal dafür, dass die gesetz-               Lehrberufe kombinieren, wie bei-
die in einem duftenden Meer aus Blüten                ten Maßnahmen und Förderungen für                     spielsweise BäckerIn und KonditorIn
ihr handwerkliches Geschick beim                      Lehrlinge fruchten. Doch wir sind noch                oder MaurerIn und Bautechnische/r
Fertigen von Blumensträußen unter                     lange nicht am Ziel, denn in vielen                   ZeichnerIn.
Beweis stellen bis hin zu den Mecha-                  Bereichen wird der Fachkräftemangel
tronikerInnen von morgen, die gekonnt                 auch in Zukunft eine große Heraus-                    Der „Tag der Lehre“ ist eine Initiative der
Roboter bedienen: Insgesamt gibt es                   forderung sein“, betont LH Günther                    Fachkräfteplattform Tirol, der das Land
rund 10.900 Lehrlinge in Tirol – und die              Platter.                                              Tirol bzw. Bildungsdirektion Tirol, die
Chancen am Arbeitsmarkt stehen gut.                                                                         Wirtschaftskammer, die Arbeiterkam-
                                                      150 Lehrberufe in Tirol in                            mer, die Industriellenvereinigung und
Land bleibt am Ball: Lehre                            3.400 Lehrbetrieben                                   das Arbeitsmarktservice angehören. ■
weiter stärken                                        Mit Aktionen wie dem „Tag der Lehre“
Fachkräfte sind gefragt – auch wenn                   sollen die Möglichkeiten einer dualen                                                     Bettina Sax

                                                                                                                                                                5
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Regierungsklausur

Regierungsklausur: 700 Millionen Euro
zur Absicherung des Standorts Tirol

                                                                                                                                                               Fotos (4): Land Tirol/Sedlak
Schnürten ein Konjunkturpaket – im Bild von li.: LR Johannes Tratter, LRin Gabriele Fischer, LHStv Josef Geisler, LHStvin Ingrid Felipe, LH Günther Platter,
LRin Patrizia Zoller-Frischauf, LRin Beate Palfrader und LR Bernhard Tilg.

Vorausschauendes Handeln im                           beginnt, ist es unter anderem Auf-                     des Doppelbudgets 2020/21 werden
Lichte einer schwächelnden Kon-                       gabe der Politik, hier vorbeugend                      beispielsweise in den Straßenbau,
junktur – unter dieser Prämisse                       gegenzusteuern. Wie? Indem umfas-                      den Ausbau des öffentlichen Ver-
fixierte die Tiroler Landesregierung                  sende Investitionen in den Standort                    kehrs, in die Landwirtschaft sowie
ein Standortprogramm, damit Tirol                     vorgenommen werden, um die Wirt-                       in den Tourismus 425 Millionen Euro
zukunftsfit bleibt: 700 Millionen                     schaftsleistung Tirols anzukurbeln.                    investiert.
Euro werden dafür in den Jahren                       Gleichzeitig werden damit Arbeits-
2020/21 in den Arbeits- und Wirt-                     plätze gesichert.                                      Mehr Förderung für den
schaftsstandort Tirol fließen.                                                                               Arbeitsmarkt
                                                                                                             Hinzu kommen Arbeitsmarktför-
Während das Wirtschaftswachstum                             „Es ist damit zu rechnen,                        derungen, die um 15,4 Prozent auf
im Jahr 2019 in Österreich zwischen                         dass eine schwächelnde                           insgesamt 11,2 Millionen Euro pro
1,6 und 2 Prozent lag, werden für                           Konjunktur auch vor Tirol                        Jahr erhöht werden. Gemeinsam
das Jahr 2020 zwischen 1,2 und 1,3                              nicht Halt macht.                            mit weiteren Förderungen für den
Prozent bzw. in Tirol zwischen 1 und                          Deshalb handeln wir                            Wirtschafts- und Arbeitsstandort sind
1,5 Prozent prognostiziert. Außerdem                                                                         es 700 Millionen Euro, die über das
nahm im Dezember 2019 die Arbeits-
                                                                vorausschauend.”                             Programm „Standort Tirol 2020/21“
losigkeit in vier österreichischen                              LH Günther Platter                           investiert werden.
Bundesländern erstmals wieder zu.
                                                                                                             Im Bundesländervergleich hat Tirol
Wenn die Konjunktur- und Wirt-                        In Tirol passiert genau das in den                     seit Monaten die geringsten Arbeits-
schaftskurve nach unten zu verlaufen                  kommenden zwei Jahren: Auf Basis                       losenzahlen. Im Dezember 2019 lag

6
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Regierungsklausur

die Quote hierzulande bei 4,2 Prozent     Innovationsmöglichkeiten und ver-       schaft. Auch die Infrastruktur für den
– damit waren rund 15.800 Personen        schafft dem Standort Tirol einen        öffentlichen Verkehr soll weiter stark
ohne Erwerbstätigkeit. Um negative        Vorteil im internationalen Vergleich.   ausgebaut werden: 53 Millionen Euro
Entwicklungen bestmöglich abzu-                                                   werden 2020/21 investiert, womit
federn, wird auch weiterhin kräftig                                               auch die Mobilität und damit die Le-
in den Arbeitsmarkt investiert. Das                                               bensqualität in Tirol gestärkt werden.
heißt, dass mithilfe von speziellen              „Die bestehenden
Initiativen beispielsweise Langzeitar-     Wirtschaftskreisläufe müssen           Schriftlich festgehalten wurde all
beitslose wieder in den Arbeitsmarkt         dringend und umgehend                das im Programm „Standort Tirol
integriert und Lehrlingsförderungen          nach Kriterien des Klima-            2020/21“. „Die Tirolerinnen und
weiterhin stark forciert werden sollen.   schutzes und der Nachhaltigkeit         Tiroler können sich darauf verlassen,
                                                                                  dass wir entschieden gegen eine
Nachhaltige Absicherung bringt
                                               ausgerichtet werden.“              nach unten verlaufende Konjunktur-
Innovation für die Zukunft                       LHStvin Ingrid Felipe            kurve ankämpfen werden. Denn ein
Alle oben genannten Maßnahmen                                                     starker, nachhaltiger Wirtschafts-
sollen unter dem Gesichtspunkt                                                    und Arbeitsstandort generiert
des Klimas und der Nachhaltigkeit                                                 Leistung, die für den Wohlstand
erfolgen – dass das ein Gebot der         So können beispielsweise Betriebe       und die Lebensqualität in unserem
Stunde ist, steht für die Tiroler Lan-    beim „KlimaCheck“ ihre ressourcen-      Land ausschlaggebend ist“, sind sich
desregierung außer Frage. Denn ein        schonende Arbeitsweise analysieren      LH Platter und LHStvin Felipe einig. ■
Wirtschaften, das sich an Klima-          lassen – das reicht vom Energie-
gerechtigkeit orientiert, eröffnet        verbrauch bis hin zur Abfallwirt-                                            Bettina Sax

                                                                                     Wissenswert

                                                                                    Investitionen in den Tiroler Wirt-
                                                                                    schaftsstandort: 419,5 Millionen Euro
                                                                                    … dazu zählen eine Bauoffensive sowie
                                                                                    Schutzbauten der Wildbach- und
                                                                                    Lawinenverbauung
                                                                                    Infrastruktur-Investitionen in den
                                                                                    öffentlichen Personennahverkehr:
                                                                                    53 Millionen Euro … dazu zählen Gel-
                                                                                    der für den Ausbau der Regionalbahn
                                                                                    Wirtschaftsförderung und Digitali-
                                                                                    sierung: 136,8 Millionen Euro … dazu
                                                                                    zählen Mittel zum Breitband-Ausbau in
                                                                                    ganz Tirol
                                                                                    Investitionen in die Landwirtschaft:
                                                                                    57,85 Millionen Euro … dazu zählen
                                                                                    Gelder für tierschutzgerechte Nutz-
                                                                                    tierhaltung sowie Investitionen nach
                                                                                    Hofübernahmen
                                                                                    Investitionen in den Tourismus:
                                                                                    11 Millionen Euro … dazu zählen
                                                                                    Förderungen für Tourismusverbände
                                                                                    Arbeitsmarktförderung: 22,5 Mil-
                                                                                    lionen Euro … dazu zählen Mittel für
                                                                                    Projekte, die benachteiligte Gruppen
                                                                                    von Arbeitssuchenden unterstützen

                                                                                       Den Filmbeitrag zum
                                                                                      Artikel finden Sie hier:
                                                                                   www.youtube.com/unserlandtirol

                                                                                                                                   7
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Rubrik
Fotos (2): Land Tirol/Raggl

  Thomas Gebauer (Sprecher von Medico International), Lisa Ringhofer (Evaluierungsexpertin), LHStvin Ingrid Felipe, Belachew Gebrewold (Management Center
  Innsbruck) und Friedbert Ottacher (von li.) diskutierten über erwünschte Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen der Entwicklungszusammenarbeit.

  Entwicklungszusammenarbeit:
  Geben und Nehmen auf Augenhöhe
  Durch die globale Debatte zur Klima-                Augenhöhe. Das kann nur mit Acht-                   arbeit diskutiert. Themen waren dabei
  gerechtigkeit sowie die unterschied-                samkeit und wechselseitigen Respekt                 unter anderem eine globale Grund-
  lichen Bevölkerungsentwicklungen                    erreicht werden“, erklärt die für die Ent-          sicherung, die bessere Verzahnung
  steht die Entwicklungszusammen-                     wicklungszusammenarbeit zuständige                  von Hilfsgeldern mit Projekten für
  arbeit und die internationale Koope-                Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid             die wirtschaftliche Entwicklung oder
  ration vermehrt im Blickpunkt der                   Felipe und bedankt sich bei dieser                  Instrumente zur Wirkungsbeobachtung
  politischen und medialen Aufmerk-                   Gelegenheit für das Engagement der                  von Förderungen. Am Folgetag wur-
  samkeit.                                            TirolerInnen.                                       den im Landhaus drei unterschiedliche
                                                                                                          Workshops angeboten, zu denen die
  Das Land Tirol engagiert sich seit Jahr-            Diskussion und Workshops                            mit Projekten betrauten Tiroler Partner-
  zehnten entwicklungspolitisch und                   zur Zukunft                                         organisationen eingeladen waren.
  unterstützte auch vergangenes Jahr                  In einer mit Fachleuten besetzten
  konkrete Projektvorhaben von Tiroler                Podiumsrunde wurde am Vorabend des                  Entwicklungshilfe auf verschiedenen
  Organisationen mit knapp einer Million              Entwicklungstages angeregt über die                 Ebenen
  Euro. Beim vierten Tiroler Entwick-                 Zukunft der Entwicklungszusammen-                   Dabei wurde klar, dass es unterschied-
  lungstag standen die erwünschten                                                                        lichste Wirkungen von Entwicklungshil-
  Wirkungen und die unerwünschten                                                                         fe auf verschiedenen Ebenen gibt, die
  Nebenwirkungen der Entwicklungszu-                                                                      Situationen, Gesellschaften, Verhaltens-
  sammenarbeit im Zentrum der Debatte.                                                                    weisen und die Umwelt positiv, aber
                                                                                                          auch negativ beeinflussen können. Das
  Wirkungsvoll Projekte unterstützen                                                                      Resümee von LHStvin Felipe nach dem
  Der Entwicklungstag galt auch als                                                                       Entwicklungstag: „Eine Abwägung der
  Auftakt für die Neuausrichtung der                                                                      unterschiedlichen Wirkungen verbes-
  Förderpolitik für internationale Zu-                                                                    sert jedenfalls eine nachhaltige Ent-
  sammenarbeit, die im Laufe des Jahres                                                                   wicklungszusammenarbeit sowie deren
  2020 abgeschlossen werden soll. Ziel                                                                    Programme und hilft, die zur Verfügung
  dabei ist es, die Fördermittel des Lan-                                                                 stehenden finanziellen Mittel bestmög-
  des noch wirkungsvoller in Projekte für                                                                 lich einzusetzen. Diese Erkenntnisse
  den globalen Süden und Osten einzu-                                                                     werden wir bei der Überarbeitung der
  setzen. „Entwicklungszusammenarbeit                                                                     Förderrichtlinien berücksichtigen.“    ■
  bedeutet für mich Kooperation, ein                  In Workshops wurden Zukunftsstrategien für
  gegenseitiges Geben und Nehmen auf                  die Entwicklungszusammenarbeit erarbeitet.                                      Clemens Rosner

  8
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Nachhaltigkeit

Die nachhaltige Entwicklung in Tirol gemeinsam
gestalten
„Zahlreiche Privatpersonen, Initiati-        Welche Rolle spielt dabei unser Gar-             Wie es gelingt, selbst einen Bei-
ven, Vereine und Bildungseinrichtun-         ten? Einen Einblick in das Thema des             trag zur Abfallvermeidung und zum
gen engagieren sich für eine klima-          biologischen Gärtnerns ermöglichte               ressourcenschonenden Umgang
freundliche, sozial und wirtschaftlich       der Verein „Wir im Garten Wipptal“               mit Wertstoffen zu leisten, zeigten
nachhaltige Zukunft unseres Landes.          im Rahmen einer selbst konzipierten              SchülerInnen und Lehrpersonen der
Sie leisten damit einen wertvollen           Veranstaltungsreihe im Gemein-                   Handelsakademie und Handelsschu-
Beitrag, um die hohe Lebensqualität          schaftsgarten. So konnten sich die               le Innsbruck. Eigenständig richteten
und ein verantwortungsvolles Zu-             Teilnehmenden im Zuge eines Vor-                 sie eine Dauerreparatur-Station für
sammenleben langfristig zu sichern“,         trages beispielsweise Wissen über alte           Textilien und Fahrräder an der Schule
sagt Nachhaltigkeitsreferentin               Pflanzensorten und gesunden Boden-               ein, die freiwillig gemeinsam von den
LHStvin Ingrid Felipe und verweist           anbau aneignen und die gewonnenen                SchülerInnen betreut wird.            ■
in diesem Zusammenhang auf das               Erkenntnisse praxisnah in drei Work-
Nachhaltigkeits-Förderprogramm des           shops anwenden.                                                             Patricia Salcher
Landes.

Dieses Programm richtet sich an öf-
fentliche und private AkteurInnen und
fördert innovative und richtungswei-
sende Ideen aus dem Nachhaltigkeits-
bereich mit bis zu 5.000 Euro. Dabei
werden primär Vorhaben unterstützt,
bei denen ehrenamtliches Engagement
und Eigeninitiative im Fokus stehen.
Ziel ist es, die Tiroler Bevölkerung zu
einem verantwortungsvollen und akti-
ven Handeln im Sinne der Nachhaltig-
keit anzuregen.

Projektbeispiele

                                                                                                                                         Foto. Ingeborg Brandl
Eines der geförderten Projekte im Jahr
2019 war das „Tiroler Radlkino“, das den
BesucherInnen in sechs Tiroler Gemein-
den unter dem Motto „Strom durch
Strampeln“ ein besonderes Filmerlebnis
bot. Die Energie für Beamer und Tonan-       Ehrenamtlich flicken SchülerInnen der Handelsakademie und Handelsschule Innsbruck kaputte
lage wurde durch pure Muskelkraft mit        Jeans, die wiederverwendet werden.
fahrradbetriebenen Stromgeneratoren
erzeugt. Elf Jugendliche aus sechs euro-        Weitere Infos
päischen Ländern waren am Projekt be-
                                               Wer kann eine Förderung bean-                 Wie wird der Antrag gestellt? Der
teiligt. Durch ihr freiwilliges Engagement
                                               tragen? Natürliche Personen, Per-             Förderantrag wird online mithilfe eines
bei der Veranstaltungsorganisation und                                                       Antragsformulars bei der Abteilung
                                               sonenvereinigungen (z.B. Gruppen,
weiteren nachhaltigen Aktionen wie der                                                       Landesentwicklung eingebracht.
                                               Initiativen), Vereine, Schulen, Bildungs-
Zubereitung von Snacks aus unverkäuf-
                                               einrichtungen und öffentliche Büche-          Kontakt
lichen, aber noch genießbaren Lebens-          reien.
mitteln, leisteten sie einen wertvollen                                                      Abteilung Landesentwicklung
                                               Was wird gefördert? Sach-, Material-          Fachbereich Nachhaltigkeits- und
Beitrag und vertieften ihr Bewusstsein
                                               und Reisekosten sowie Honorare.               Klimakoordination
für eine zukunftsfähige Entwicklung.                                                         Tel.: +43 512 508 3601
                                               Wie hoch ist die Förderung?                   zukunft@tirol.gv.at,
Wie hängen regionale Ernährung                 Maximal 5.000 Euro.                           www.tirol.gv.at/nachhaltigkeitsförderung
und ökologische Vielfalt zusammen?

                                                                                                                                                            9
Landeszeitung - Tiroler Landeszeitung
Haushaltsbevorratung

Vorrat. Zur Sicherheit!
Wozu eine gut gefüllte Speisekam-               bestes Trinkwasser herauskommt?                                         50 Tiroler Gemeinden und 45.000
mer, wenn man jeden Tag im Super-               Weshalb eine alternative Heiz- und                                      Haushalte waren in Folge massiver
markt alles kaufen kann? Wozu ein               Kochmöglichkeit vorhalten, wenn                                         Schneefälle im Jänner des vergan-
Getränkevorrat, wenn man nur den                Heizung und Herd nur eingeschaltet                                      genen Jahres von Unterbrechungen
Wasserhahn aufdrehen muss und                   werden müssen?                                                          in der Stromversorgung betroffen,
                                                                                                                        zahlreiche Gemeinden und Weiler we-
                                                                                                                        gen Lawinengefahr nicht erreichbar.
                                                                                                                        Eine ähnliche Situation herrschte im
                                                                                                                        November 2019 in Osttirol: Auch hier
                                                                                                                        hat ein massiver Wintereinbruch zu
                                                                                                                        zahlreichen Straßensperren geführt.
                                                                                                                        Manche Talschaften waren über meh-
                                                                                                                        rere Tage von der Außenwelt abge-
                                                                                                                        schnitten und 26.000 NetzkundInnen
                                                                                                                        wiederholt und zum Teil auch länger
                                                                                                                        ohne Strom, weil ganze Gebiete für
                                                                                                                        die Störtrupps wegen Lawinengefahr
                                                                                                                        nicht erreichbar waren.

                                                                                                                                                             Foto: Land Tirol/Berger
                                                                                          Foto: Brunner Images

                                                                                                                              „Wir sind verwundbar.
                                                                                                                             Vorrat gibt in jedem Fall
                                                                                                                                    Sicherheit.“
                                                                                                                                LHStv Josef Geisler

                                                                                                                        Vorbereitet sein
                                                                                                                        „Auf Krisen- und Katastrophensituatio-
                                                                                                                        nen kann und muss man sich vorbe-
                                                                                                                        reiten. Wie die vergangenen extremen
                                                                                                                        Wetterereignisse gezeigt haben, ist das
                                                                                                                        Land Tirol im Katastrophenschutz und
                                                                                          Foto: TINETZ/Brunner Images

                                                                                                                        bei den Einsatzorganisationen sehr gut
                                                                                                                        aufgestellt. Die Bevölkerung kann aber
                                                                                                                        auch selbst viel beitragen und so letzt-
                                                                                                                        lich auch die Einsatzorganisationen
                                                                                                                        entlasten“, betont Sicherheitsreferent
                                                                                                                        LHStv Josef Geisler die Bedeutung von
Tausende Haushalte in Osttirol waren durch umgeknickte Strommasten ohne Strom. Auch wenn die                            Eigenvorsorge. Auch wenn die Erreich-
Störtrupps auf Hochdruck arbeiten, bis die Versorgung wieder hergestellt ist, kann es dauern.                           barkeit und die Stromversorgung im

10
Haushaltsbevorratung

Normalfall rasch wiederhergestellt
werden können, ist es wichtig vorbe-
reitet zu sein.

Eine optimale Haushaltsbevorratung
sichert die Nahrungs- und Energie-
versorgung einer Person für 14 Tage.
Zum Vorrat gehören Getränke und
Lebensmittel ebenso wie eine gut
ausgestattete Hausapotheke. Ohne
Essen können wir relativ lange überle-
ben, ohne Flüssigkeit nur wenige Tage.
Wichtigster Teil eines Vorrats sind
daher Wasser und andere Getränke.
                                                                                     Vorrat.

                                                                                                                                                                    Sujet: Design Illustration Nusss
Es ist nicht notwendig, einen speziel-                                               Zur Sicherheit!
                                                                                     ...Vermeidung, Vorsorge und Bewältigung von Katastrophen und Notfällen...

len Vorrat für den Notfall anzulegen.                                                Zivilschutz Tirol
Besser ist es, genügend Lebensmittel

                                                                                                                                                                           USSS.COM
                                                                                           www.tirol.gv.at/zivilschutz

                                                                                                                                                                    N
vorrätig zu haben und diese regelmä-

                                                                                                                                                                           DESIGN ILLUSTRATION
ßig aufzubrauchen und nachzukaufen.
Damit verhindert man ein Überschrei-
ten der Haltbarkeitsfristen.
                                             Checkliste Bevorratung (Auszug)                      Checkliste Energieausfall
Nahrung und Energie
Vorkehrungen sollten auch für einen         •	
                                              2,5 Liter Wasser und andere                      •	Kerzen, Zündhölzer
Stromausfall getroffen werden. Ne-            Getränke pro Person/Tag
                                                                                               •	Taschenlampe, Petroleum-
ben einem batteriebetriebenen Radio
                                            •	
                                              Lange haltbare Lebensmittel mit                     oder Gaslampe
sollten auch eine Notbeleuchtung              wichtigen Nährstoffen
und alternative Heizmöglichkeiten so-                                                          •	Batterieradio und Reserve-
wie ausreichend Heizmaterial vorhan-        •	
                                              Grundnahrungsmittel entsprechend                    batterien
den sein. Steht kein batteriebetrie-          dem persönlichen Geschmack
                                                                                               •	Camping-, Spirituskocher mit
benes Radio zur Verfügung, können           •	
                                              Babynahrung, spezielle Diätnahrung                  Brennmaterial
aktuelle Nachrichten auch über das            und Futter für Haustiere bei Bedarf
                                                                                               •	Heizgelegenheit und
Autoradio empfangen werden. Zum             •	
                                              Gut ausgestattete Hausapotheke                      Brennstoffe
Kochen eignen sich ein Gaskocher
oder auch der Griller. Griffbereit oder     •	
                                              Vom Arzt verordnete Medikamente
zumindest in einer Cloud gespeichert        •	
                                              Hygieneartikel
sollten auch die wichtigsten Doku-
mente sein. „Wir sind verwundbar.
Wie sehr, hängt zu einem guten Teil
von uns selbst ab“, setzt LHStv Geisler   Anlaufstellen Feuerwehr und Polizei            satzorganisationen und den Behörden
auf Eigenvorsorge.                        Infolge eines Stromausfalls ist oft auch       somit sichergestellt.
                                          mit dem Ausfall der Festnetztelefonie
Es sind aber nicht nur Naturkatastro-     und der Mobilfunknetze zu rechnen.             Zivilschutz-App
phen, die zu einer eingeschränkten        Somit können auch keine Notrufe                Alle Informationen rund um das Thema
Versorgung mit Energie und Lebens-        mehr getätigt werden. In einem sol-            Zivilschutz bietet auch die Notfall App
mitteln führen können. Cyberatta-         chen Fall kann sich die Bevölkerung            des Landes. Was zu tun ist, wenn der
cken auf wichtige Infrastrukturein-       mit allen Notfällen an die Feuerwehr           Strom ausfällt, der Heizkörper kalt bleibt
richtungen sind ebenso denkbar wie        beim nächstgelegenen Feuerwehrhaus             und der Tages- oder Wocheneinkauf we-
radioaktive Verstrahlung, bei der man     oder an die nächstgelegene Polizei-            gen gesperrter Straßen oder Lawinen-
Gebäude nicht verlassen sollte. Auch      dienststelle wenden. „Die meisten              gefahr nicht möglich ist, wird ebenso
eine Erkrankung oder ein Gebrechen        Gerätehäuser der 358 Tiroler Feuer-            aufgelistet wie Checklisten zur Bevorra-
kann dazu führen, dass man das Haus       wehren verfügen über ein Notstrom-             tung von Lebensmitten und Getränken,
oder die Wohnung ein paar Tage            aggregat. Das Funknetz ist mit Akkus           Medikamenten und Hygieneartikeln.
nicht verlassen kann. „Vorrat gibt        gegen einen mehrtägigen Stromausfall           www.tirol.gv.at/zivilschutz              ■
in jedem Fall Sicherheit“, so LHStv       abgesichert und die Verbindung mit
Geisler.                                  der Leitstelle Tirol, den anderen Ein-                                            Christa Entstrasser-Müller

                                                                                                                                                                                       11
Betreutes Wohnen

„Mein Leben war ein Auf und Ab“
                                                                                                           ich an das DOWAS für Frauen vermittelt.
                                                                                                           Ich konnte in eine vom Verein gemietete
                                                                                                           Wohnung einziehen und werde seither
                                                                                                           dort betreut.

                                                                                                           Wie kann man sich Ihr Leben im
                                                                                                           Betreuten Wohnen vorstellen?
                                                                                                           Ich lebe ein eigenständiges Leben in
                                                                                                           meinen vier Wänden. Einmal in der Wo-
                                                                                                           che treffe ich meine Betreuerinnen vom
                                                                                                           DOWAS für Frauen – entweder kommen
                                                                                                           sie bei mir in der Wohnung vorbei oder
                                                                                                           ich komme in das DOWAS-Büro.

                                                                                                           Wie hilft Ihnen die Unterstützung
                                                                                                           durch das Betreute Wohnen?
                                                                                                           Die Betreuung gibt mir Halt. Es ist gut
                                                                                                           zu wissen, dass da jemand ist, der mich
                                                                                                           unterstützt – psychisch, aber auch bei
                                                                                                           Behördengängen. Ich kann mich darauf
                                                                                                           verlassen, dass ich anrufen kann, wenn
                                                                                                           etwas ist. Gleichzeitig weiß ich, da ist
                                                                                                           jemand, der überprüft, ob ich zum Bei-
                                                                                                           spiel meine Termine eingehalten habe.
                                                                                                           Ich empfinde das nicht als Zwang oder
                                                                                                           Kontrolle, sondern als Ansporn.

                                                                                                           Wie sind Ihre Pläne für die Zeit
                                                                                                           nach dem Betreuten Wohnen?
                                                                                                           Ich möchte im Herbst den Schritt in
                                                                                  Foto: Land Tirol/Sidon

                                                                                                           die Unabhängigkeit wagen und mir
                                                                                                           eine eigene Wohnung suchen. Sie sollte
                                                                                                           etwas größer sein als die Garçonnière, in
                                                                                                           der ich jetzt lebe, damit mein Jüngster,
                                                                                                           der am Wochenende immer bei mir ist,
                                                                                                           seinen Rückzugsraum hat. Aber es ist
                                                                                                           schwierig, eine leistbare Wohnung zu
Missbrauch, Gewalt, Depression, Sucht         beziehung verbunden hat – in ein                             finden. Im Moment starte ich bei der
– Barbara (Name geändert) hatte es            Frauenhaus geflüchtet. Die vier Kinder                       Talentebörse des Psychosozialen Pflege-
schwer in ihrem Leben. Durch das              wurden in Einrichtungen der Kinder- und                      dienstes – einer Arbeitsinitiative, um
Betreute Wohnen erfuhr sie Halt und           Jugendhilfe untergebracht, ich stand                         meinen Alltag zu strukturieren.
Unterstützung.                                aber immer in engen Kontakt mit ihnen.
                                              Ich habe einige Versuche unternommen,                        Haben Sie einen Rat an Betroffene, die in
Barbara, was ist Ihre Vorgeschichte, wie      allein zu wohnen und ein eigenständiges                      einer ähnlichen Situation sind wie Sie?
kamen Sie in eine Situation, in der Sie das   Leben zu führen. Das scheiterte aber an                      Sie sollten auf jeden Fall Hilfe annehmen,
Angebot des Betreuten Wohnens in An-          meinen Depressionen. Hinzu kam noch                          das ist keine Schande – egal, weshalb
spruch nehmen mussten?                        eine Alkoholsucht, die ich mittlerweile                      man in eine Notlage kommt. Ich dachte
Nach einigen Suizidversuchen bin ich          durch einen Entzug in den Griff bekom-                       anfangs auch, ich brauche keine Hilfe,
mit meinen Kindern vor meinem Ehe-            men habe. Nach stationären Aufent-                           das schaffe ich alleine. Aber das ging
mann – der vormals mein Stiefvater war        halten und einer intensiven Betreuung                        einfach nicht.                            ■
und mit dem mich schon seit meiner            durch eine Einrichtung für Menschen
Kindheit eine Gewalt- und Missbrauchs-        mit psychischen Erkrankungen wurde                                          Interview: Iris Reichkendler

12
Betreutes Wohnen

Das sagen …

                                        … Gabriele Fischer, Landesrätin für Soziales

                                        Laut Weltgesundheitsorganisation leidet jeder vierte Mensch an einer psychischen
                                        Krankheit. Schätzungen gehen davon aus, dass der Anteil unter wohnungslosen Men-
                                        schen um Einiges höher ist. Aufgrund von Scham, aber auch wegen des fehlenden
                                        sozialen Umfeldes, wird Hilfe nicht oder nur sehr spät in Anspruch genommen. Eine
                                        wichtige Form der Unterstützung für die Betroffenen stellt das Betreute Wohnen dar.
              Foto: Land Tirol/Berger

                                        Sie erhalten individuell abgestimmte Betreuung und gleichzeitig bleibt ihr Bedürfnis
                                        nach Privatsphäre, Rückzugsmöglichkeit und Selbstbestimmung gewährleistet. Insge-
                                        samt stehen heuer tirolweit 71 Wohnungen für das Betreute Wohnen zur Verfügung.
                                        Eine Ausweitung ist bereits für dieses Jahr in Planung. Das Land Tirol stellt 2020 für
                                        die Betreuung und die Wohnstartmittel rund 708.000 Euro bereit.

                                        … Peter Grüner, Sozialarbeiter DOWAS und Mitglied ARGE BEWO

                                        Die ARGE BEWO ist ein Zusammenschluss von Aids-Hilfe Tirol, DOWAS, DOWAS für
                                        Frauen, Frauenhaus Tirol und dem Verein für Obdachlose. Das Projekt wird vom
                                        Land Tirol und der Stadt Innsbruck finanziell unterstützt. Es richtet sich an Men-
                                        schen, die wohnungslos sind, in unzumutbaren Wohnverhältnissen leben oder von
                                        Wohnungslosigkeit bedroht sind. Ihr Zugang zum Wohnungsmarkt ist eingeschränkt
                                        durch Arbeitslosigkeit, fehlende Existenzmittel, Verschuldung und gesundheit-
                                        liche Beeinträchtigungen. Ziel ist die langfristige und dauerhafte Stabilisierung der
                                        Lebensverhältnisse durch sozialarbeiterische und psychosoziale Unterstützung.
                                        Die Mietwohnungen der ARGE sind im Stadtgebiet dezentral angesiedelt, um eine
                                        „Ghettoisierung“ zu vermeiden und die Integration in das Wohnumfeld zu erleichtern.
              Foto: DOWAS

                                        Für die Miete kommen die BewohnerInnen selbst auf. 2019 umfasste das Angebot der
                                        ARGE 120 Wohnplätze in 60 Wohnungen, davon 25 für Kinder bzw. Jugendliche und
                                        30 für Frauen.

                                        … Susanne Schwärzler, psychosoziale Mitarbeiterin im DOWAS für Frauen

                                        Im DOWAS für Frauen wurden im vergangenen Jahr 278 Frauen mit 80 Kindern do-
                                        kumentiert. Insgesamt wurden 820 Frauen beraten und begleitet. 151 Frauen mit 94
                                        Kindern haben um einen Platz in einem unserer Wohnprojekte angefragt. Wohnungs-
                                        losigkeit von Frauen tritt häufig als „verdeckte Wohnungslosigkeit“ auf: Frauen (und
                                        ihre Kinder) leben bei Verwandten, Freundinnen und Freunden, Bekannten und in
                                        Zweckpartnerschaften. Ungleiche Machtverhältnisse sind wiederum oftmals geprägt
                                        von physischer sowie psychischer Gewalt. Frauen sind in Österreich einem ver-
              Foto: Steinlechner

                                        gleichsweise höheren Armutsrisiko ausgesetzt als Männer. Geringe Einkommen von
                                        Frauen, Erwerbsunterbrechungen und unbezahlte Haus- und Familienarbeit, Tren-
                                        nungen und Scheidungen, persönliche Krisen uvm. sind Faktoren, die zu weiblicher
                                        Wohnungslosigkeit führen können.

                                                                                                                                 13
Wirtschaftsförderung

                                                                                                                                                         Foto: Land Tirol/Kahtrein
Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf bei der Firma SynCraft in Schwaz mit GF Marcel Huber (1. von li.) und den Mitarbeitern Andreas Marksteiner
(2. von li.) und Manuel Lechner (1. von re.).

Tiroler Know-how für den Klimaschutz
Die heimische Wirtschaft hat in                      können. Die Holzkraftwerke von                        Nach Kraftwerksbauten in Innsbruck,
Sachen erneuerbare und ressour-                      SynCraft arbeiten ganzjährig und                      Vorarlberg und Südtirol wurde im
censchonende Technologien viel                       vollkommen unabhängig von Jahres-                     Vorjahr auch ein millionenschweres
Kompetenz vorzuweisen – das                          zeit und Wetterlage. Beim Betrieb                     Projekt in Japan realisiert. Seit 2009
kommt weltweit gut an.                               entstehen keine Emissionen, es wer-                   hat das Land Tirol die Entwicklung
                                                     den im Gegenteil sogar Emissionen                     von SynCraft mit 318.000 Euro ge-
Von Solarthermie, Photovoltaik, Bio-                 in Form von Holzkohle gebunden.                       fördert.
masse und (Klein)-Wasserkraft bis hin
zu Energieeffizienz und energieeffizi-
entem Bauen – in diesen Bereichen                        Wussten Sie, dass …
gibt es heimische Unternehmen, die
mit ihren Innovationen, Produkten                       ... die Wirtschaftsförderung des Landes            ten Investitionen der Betriebe belaufen
                                                        eine gezielte finanzielle Unterstützung            sich auf mehr als 17 Millionen Euro.
und Konzepten führend sind. Dieses
                                                        in der Höhe von 566.000 Euro (Stand
Know-how ist auch im Ausland ge-                        2018) für den betrieblichen Umwelt-                … diese Förderungen insbesondere
fragt und eröffnet den Tiroler Betrie-                  schutz beinhaltet?                                 kleinen und mittleren Betrieben zugute
ben viele Chancen im Exportbereich.                                                                        kommen? Von den 314 geförderten
                                                        … dieses Geld unter anderem in solar-              Projekten stammen 306 Einreichun-
Saubere Holzkraftwerke aus Tirol                        und stromproduzierende Anlagen, die                gen von Kleinbetrieben und mittleren
                                                        thermische Gebäudesanierung und die                Unternehmen.
Ein Beispiel für Tiroler Innovations-
                                                        Nutzung von Wärmepumpen sowie
kraft ist die Firma SynCraft aus                        den Ausbau der betrieblichen Elektro-              … durch diesen Bereich der Tiroler
Schwaz. Sie konzipiert hocheffiziente                   mobilität investiert wird? Die damit               Wirtschaftsförderung insgesamt 3.155
Holzkraftwerke, mit denen bis zu                        zusätzlich ausgelösten umweltrelevan-              Tonnen an CO2 reduziert wurden?
4.000 Haushalte versorgt werden

14
Wirtschaftsförderung

                                                   ckelt beispielsweise die Stocker GmbH                                    Wissenswert
    „Der Bereich der umwelt-
  schonenden Technologien ist                      in Elbigenalb weltweit einzigartige
                                                   Lösungen für Kleinwasserkraftanla-
 ein weltweit wachsender Markt                     gen und verkauft ihre technischen
   und bietet den heimischen                       Produkte bis nach Asien und Nord-
     Unternehmen zahlreiche                        amerika. Das Land Tirol hat der Firma
      Chancen im Export.“                          im Rahmen des Programms „Innova-
                                                   tionsassistentIn“ die Beschäftigung
  LRin Patrizia Zoller-Frischauf                   eines eigenen Mitarbeiters ermöglicht,
                                                   der wissenschaftliche Feldversuche
                                                   und Experimente durchführt, um die
Lechtaler Know-how für die Welt                    Entwicklung von neuen Produkten

                                                                                                                                                                Foto: Standortagentur Tirol
Ein weiteres Beispiel führt ins Tiroler            voranzutreiben.                       ■
Lechtal, wo einige innovative Unter-
nehmen beheimatet sind. So entwi-                                                 Jakob Kathrein

                                                                                                                           Cluster „Erneuerbare Energien“
                                                                                                                           der Standortagentur des Landes
                                                                                                                           Tirol
                                                                                                                           Angesichts der weltweiten Heraus-
                                                                                                                           forderungen aufgrund von Klima-
                                                                                                                           wandel, Ressourcenknappheit, Mo-
                                                                                                                           bilität und Co werden erneuerbare
                                                                                                                           Energien zukünftig immer wichtiger.
                                                                                                                           Tiroler Betriebe und Forschungsein-
                                                                                                                           richtungen arbeiten bereits erfolg-
                                                                                               Foto: Stocker GmbH

                                                                                                                           reich an der Entwicklung neuer
                                                                                                                           Technologien zur Gewinnung und
                                                                                                                           zum effizienten Einsatz von Energie.
                                                                                                                           Im von der Standortagentur Tirol
                                                                                                                           betreuten Cluster „Erneuerbare Ener-
Das erste Trinkwasserkraftwerk der Präfektur Tokio in Japan wurde von der Stocker GmbH geplant,                            gien“ vernetzen sich 85 innovations-
gefertigt, montiert und in Betrieb genommen.                                                                               starke Unternehmen, Institutionen
                                                                                                                           und Hochschulen mit über 8.000
                                                                                                                           MitarbeiterInnen und einem Jahres-
                                                                                                                           umsatz von rund 3,9 Milliarden Euro.
                                                                                                                           Die Schwerpunkte dieses Clusters
                                                                                                                           liegen beispielsweise auf den Berei-
                                                                                                                           chen Smart City, Smart Energy und
                                                                                                                           Smart Building: Auf Initiative von LRin
                                                                                                                           Zoller-Frischauf wurde das EU-Pro-
                                                                                                                           jekt „Sinfonia“ 2014 in Innsbruck
                                                                                                                           gestartet. Mittels Gebäudesanie-
                                                                                                                           rung und dem Aufbau intelligenter
                                                                                                                           Strom- und Wärmenetze werden
                                                                                                                           dabei der Energiebedarf sowie der
                                                                                               Foto: Land Tirol/Kathrein

                                                                                                                           CO2-Ausstoß gesenkt. Im Gegenzug
                                                                                                                           erhöhen sich der Anteil erneuerbarer
                                                                                                                           Energie und die Lebensqualität. Für
                                                                                                                           das Projekt „Sinfonia“ konnten bei
                                                                                                                           der EU bis zu 27,5 Millionen Euro an
                                                                                                                           Förderungen eingeworben werden.
Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf zu Besuch bei der Firma Stocker mit dem früheren                          Weitere Infos unter
Innovationsassistenten und jetzigen Entwicklungsingenieur Serafin Knitel (Mitte) und Geschäftsfüh-                         www.standort-tirol.at/ee
rer Peter Stocker (re.) in Elbigenalb im Lechtal.

                                                                                                                                                                                              15
Foto: Land Tirol/Berger

   LRin Beate Palfrader: „Sozialberufe in der Alten- oder Behindertenarbeit haben Zukunft.“

   „Wenn ich groß bin, werde ich Sozialbetreuerin!“
   Von der Alten- und Behinderten-                     rufsbegleitende Ausbildung erhalte ich        wird später in ihrem Beruf Familien in
   arbeit bis hin zur Behinderten-                     viel Input an Theorie, was ich gleich         schwierigen Lebenssituationen beglei-
   begleitung und Familienarbeit: Die                  in die Praxis umsetzen kann“, erzählt         ten und betreuen. „Durch die Pflege-
   SOB Tirol – Schule für Sozialbetreu-                Lukas, 23 Jahre alt. Seine Studienkol-        assistenz-Ausbildung können wir auch
   ungsberufe bietet eine große Band-                  legin Claudia, 40 Jahre, pflichtet ihm        kranke Menschen unterstützen und
   breite an Ausbildungen mit starkem                  bei. „Auch wer wie ich schon lange in         pflegen. Darüber hinaus helfen wir bei
   Praxisbezug.                                        diesem Bereich tätig ist, erhält durch        der Kinderbetreuung sowie im Haus-
                                                       die Ausbildung fundiertes Know-how,           halt und sind für Menschen in Krisen-
   „Nachdem ich den Zivildienst bei der                vor allem aber profitiert man vom             situationen da.“
   Lebenshilfe geleistet hatte, wusste ich,            Austausch mit den Mitstudierenden.“
   dass ich auch weiterhin im Sozialbe-                                                              „Die Sozialbetreuungsberufe nehmen
   reich tätig sein möchte. Nun absol-                 Julia, 31 Jahre alt, lässt sich zur Diplom-   einen hohen Stellenwert in unserer
   viere ich die Ausbildung in der Be-                 sozialbetreuerin in der Familienarbeit        Gesellschaft ein – umso wichtiger
   hindertenbegleitung an der SOB und                  ausbilden. In ihrem Lehrplan – wie            ist es, eine adäquate und hochquali-
   arbeite gleichzeitig bei MoHi-Tirol, wo             auch in jenem für die Alten- und Be-          fizierte Ausbildung in diesem Be-
   ich Menschen mit Beeinträchtigungen                 hindertenarbeit – ist die Ausbildung          reich anzubieten“, ist Bildungs- und
   in ihrem Alltag begleite. Durch die be-             zur Pflegeassistenz inbegriffen. Julia        Arbeitslandesrätin Beate Palfrader

   16
SOB – Schule für Sozialberufe

                                                                                                                                      Fotos (4): SOB/Einkemmer
                                          Der Lehrplan an der SOB beinhaltet neben Pflege und Methoden der Sozialbetreuung auch
                                          zahlreiche kreative Fächer.

überzeugt. „Zudem bietet die SOB          auch schon von umliegenden Betreu-              26. Februar findet um 18 Uhr ein Infor-
durch die Einbindung der Pflegeassis-     ungseinrichtungen großes Interesse.“            mationsabend in der SOB Tirol statt.
tenzausbildung in den drei Fachrich-                                                      Interessierte sind herzlich willkommen. ■
tungen Alten-, Familien- und Behin-       Mit dem Vorbereitungslehrgang
dertenarbeit eine solide Basis für die    gelingt der Einstieg                                                Elisabeth Huldschiner
Zukunft.“                                 Das Mindestalter ist 17 Jahre, wer sich
                                          für eine berufsbegleitende Ausbil-
                                                                                               Infobox
Standorte in Innsbruck und                dung entscheidet, muss 19 Jahre alt
Kitzbühel                                 sein. „Wir haben aber auch zahlreiche              SOB TIROL - Schule für
Derzeit besuchen rund 400 Studie-         Studierende, welche die verschie-                  Sozialbetreuungsberufe
rende die SOB Tirol, die ihren Sitz in    denen Fachrichtungen im zweiten                    Maximilianstraße 41-43, Innsbruck
Innsbruck hat. Seit 2019 gibt es auch     Bildungsweg absolvieren und teilweise              Tel.: 0512 582856
in Kitzbühel einen Standort mit einer     schon über 50 Jahre alt sind“, berichtet           www.sob-tirol.tsn.at
dislozierten Klasse im Altenwohnheim      Direktorin Birgit Zauchner. Wer die                Fachausbildung: 4 Semester
Kitzbühel. „Damit begegnen wir dem        Voraussetzungen für die Aufnahme                   Diplomausbildung: 6 Semester
Fachkräftemangel im Pflegebereich         (noch) nicht erfüllt, hat die Möglich-             Kosten: 190 Euro/Semester
und ermöglichen eine Ausbildung vor       keit, einen einjährigen Vorbereitungs-             Zahlreiche Fördermöglichkeiten
Ort im Unterland“, erklärt LRin Palfra-   lehrgang zu besuchen.                              Anmeldung und Information:
der. „Darüber hinaus ist geplant, einen                                                      Tel.: 0512 582856-45
berufsbegleitenden Lehrgang für Pfle-     Anmeldungen für die Schule sind lau-               sob.koordination@tsn.at
gekräfte anzubieten – hier besteht        fend bis 2. März 2020 möglich. Am

                                                                                                                                                17
Land Tirol App
Pistentouren

Fairplay auf den Skipisten
Das Pistentourengehen hat sich vom         oder nebeneinander aufzusteigen und              Viele Skigebietsbetreiber ermöglichen es
Boom zum Trend im modernen Skisport        Hunde auf Pisten mitzunehmen trägt zu            PistentourengeherInnen, ihre Sportart auf
entwickelt. Immer mehr Einheimische        Konflikten bei. Zudem stellt die moderne         sicheren und gut präparierten Pisten aus-
nützen Tirols Skigebiete für Pisten-       Pistenpräparierung mit kaum zu er-               zuüben. An dieser Stelle ein Dankeschön
touren – untertags und auch abends.        kennenden Seilwinden auch eine große             dafür. Vorfälle wie jenen am Rangger
Und dies nicht ohne Grund, denn diese      Gefahr nicht zuletzt für die Sicherheit          Köpfl, wo ein uneinsichtiger Tourenge-
Sportart tut Leib und Seele gut, fördert   der PistentourengeherInnen selbst dar.           her den Pistenraupenfahrer sogar noch
die Gesundheit und steigert die Fitness.   Um den Pistentourensport konfliktfrei            angegriffen hat, verurteilt Sportlandesrat
Manche haben aber auch einfach nicht       und gefahrlos ausüben zu können, hat             LHStv Josef Geisler auf das Schärfste: „Wir
das Können, die Erfahrung oder die Zeit,   die Abteilung Sport im Konsens mit den           setzen in Tirol auf attraktive Angebote
im freien Gelände unterwegs zu sein.       Interessenvertretern das „Tiroler Pisten-        für PistentourengeherInnen, auf gezielte
Sie bevorzugen den gesicherten Ski-        tourenmodell Sicher & Fair“ ausgearbei-          Lenkungsmaßnahmen sowie auf Infor-
raum und präparierte Pisten. Die große     tet. Dieses Modell beruht auf folgenden          mation und Bewusstseinsbildung. Wir
Zahl der Aktiven kann aber mitunter zu     drei Säulen:                                     wollen das Pistentourengehen, das vor
Konflikten führen – beispielsweise dann,                                                    allem von der heimischen Bevölkerung
wenn in der Pistenmitte aufgestiegen       1. Einhaltung der zehn Pistentourenregeln       ausgeübt wird, verstärkt als Chance und
wird, abfahrende Ski- und Snowbo-              des Österreichischen Kuratoriums für         Teil der Lebensqualität in Tirol sehen.
ardfahrerInnen behindert werden oder           Alpine Sicherheit                            Dazu müssen sich aber alle an die Spiel-
Spuren in die mit hohem Aufwand            2. A ngebote für Abendpistentouren (ins-        regeln dieses Sports halten!“            ■
präparierten Pisten nach Betriebsschluss       besondere im Großraum Innsbruck)
gezogen werden. Auch Sperrzeiten nicht     3. Einheitlich markierte Aufstiegsrouten                           Christoph Höbenreich
einzuhalten, nicht am Rande der Pisten         entlang der Pisten                              Sportsachverständiger des Landes Tirol

                                            Mit 10 Pistentourenregeln sicher und fair unterwegs

                                           Um Unfälle und Konflikte zu vermeiden,              bereich befahren. Über Nacht festgefro-
                                           sind neben den FIS-Verhaltensregeln auch            rene Spuren können die Pistenqualität
                                           folgende Pistentourenregeln zu beachten:            stark beeinträchtigen.
                                           1.	Warnhinweise sowie lokale Regelungen        6.	Bis 22:30 Uhr oder einer anderen vom
                                               beachten.                                       Seilbahnunternehmen festgelegten Uhr-
                                           2.	Der Sperre einer Piste oder eines Pisten-       zeit die Pisten verlassen.
                                               teils Folge leisten. Beim Einsatz von       7.	Sichtbar machen. Bei Dunkelheit oder
                                               Pistengeräten – insbesondere mit Seil-          schlechter Sicht Stirnlampe, reflektieren-
                                               winden – oder bei Lawinensprengungen            de Kleidung etc. tragen.
                                               etc. kann es zu lebensgefährlichen Situ-    8.	Bei besonders für Pistentouren gewid-
                                               ationen kommen. Pisten können daher             meten Aufstiegsrouten/Pisten aus-
                                               aus Sicherheitsgründen für die Dauer            schließlich diese benützen.
                                               der Arbeiten gesperrt sein.
                                                                                           9. Hunde nicht auf Pisten mitnehmen.
                                           3.	Nur am Pistenrand und hintereinander
                                                                                           10.	Ausgewiesene Parkplätze benützen und
                                                                                                                                            Foto: Land Tirol/Höbenreich

                                               aufsteigen.
                                                                                                allfällige Parkgebühren entrichten.
                                           4.	Die Piste nur an übersichtlichen Stellen
                                                                                           Weitere Informationen wie Zeiten der
                                               und mit genügend Abstand zueinander
                                                                                           Abendpistentouren oder das Tiroler Pisten-
                                               queren.
                                                                                           touren-Leitsystem unter: www.tirol.gv.at/
                                           5.	Frisch präparierte Pisten nur im Rand-      sport/richtlinien-initiativen/pistentouren/
18
Landtag

Jugend trifft Landtag
Nicht nur Politik für, sondern zusam-
men mit Jugendlichen zu gestalten
– das ist dem Tiroler Landtag ein
großes Anliegen. Durch unterschied-
liche Formate soll es jungen Bürger-
Innen ermöglicht werden, einerseits
Einblicke in die parlamentarische
Arbeit zu bekommen, andererseits
auch Fragen an die Abgeordneten

                                                                                                                                                               Foto: Landtagsdirektion Tirol/Oswald
zu stellen und eigene Ideen einzu-
bringen.

„Wir kommen nun zur Abstimmung“
Zwei- bis dreimal pro Jahr nehmen
Mitglieder der Tiroler SchülerInnenver-
tretung im Plenarsaal des Landtages
Platz, um über ihre selbst erarbeiteten
Anträge zu debattieren und schließlich                             Lebhafte Debatten, spannende Abstimmungen, greifbare Ergebnisse – das Tiroler SchülerInnenpar-
auch darüber abzustimmen. Der Fokus                                lament.
liegt dabei auf bildungspolitischen
Themen. Ziel ist es, eine gemeinsame
Linie zu finden, aber auch, den eigenen                            werden sich die Räumlichkeiten des               Beim Landtag live dabei
Anliegen mehr Gehör zu verschaffen.                                Landtages mit bis zu 400 SchülerIn-              Eine Möglichkeit für Jugendliche, den
In dieser Funktion soll das Schüler-                               nen aus ganz Tirol füllen. Bei insge-            Tiroler Parlamentarismus unmittelbar
Innenparlament künftig gestärkt wer-                               samt 14 Workshops setzen sich die                zu erleben, bieten die Schulbesuche
den: Angenommene Anträge werden in                                 Zehn- bis 18-Jährigen mit Themen                 während der Landtagssitzungen. Dazu
Zukunft am Schreibtisch von LTPin Sonja                            rund um Landes- und Bundespolitik,               gehört auch ein Treffen mit Abge-
Ledl-Rossmann landen und von dort an                               die EU oder auch Kinder- und Jugend-             ordneten, bei dem nicht nur Fragen
die relevanten Stellen – vom Landtags-                             rechte auseinander. Die Inhalte wer-             rund um das parlamentarische System
ausschuss bis hin zur Bildungsdirektion                            den dabei von ExpertInnen der Uni-               gestellt, sondern auch eigene Anregun-
– weitergeleitet. So wird sichergestellt,                          versität Innsbruck, des Jugendportals            gen eingebracht werden können. Die
dass die Anliegen der Jugendlichen bei                             „InfoEck“, von Abteilungen des Landes            PolitikerInnen kommen so direkt mit
den richtigen AdressatInnen ankom-                                 sowie der Kinder- und Jugendanwältin             den Anliegen der Jugendlichen in Kon-
men.                                                               für Tirol aufbereitet und vermittelt.            takt und können diese in ihre Agenda
                                                                   Lebendige Debatten mit Abgeordne-                einfließen lassen.                    ■
Die Demokratielandschaft                                           ten aller Landtagsfraktionen runden
Kurz vor Beginn der Sommerferien                                   die Seminartage ab.                                                      Maximilian Oswald

                                                    Der Diskurs „Jugend und Politik“ wird leider immer wieder von Floskeln bestimmt. Da wird etwa
                                                    von Desinteresse oder Verdrossenheit gesprochen. Doch gerade im Rahmen der aktuellen Kli-
                                                    madebatte wird einmal mehr deutlich, dass sich Jugendliche sehr wohl umfassend informieren,
                                                    eine Meinung bilden und diese auch mit Nachdruck vertreten. „Fridays For Future“ zeigt ein-
                                                    drucksvoll, wie leidenschaftlich junge Menschen für ihre Überzeugungen eintreten. Dabei sollen
                     Foto: Tiroler Landtag/Berger

                                                    sich Jugendliche nicht nur über Demonstrationen und Social Media politisch äußern, sondern
                                                    auch am parlamentarischen System partizipieren können. Schon seit geraumer Zeit geht der
                                                    Landtag dabei aktiv auf junge Tirolerinnen und Tiroler zu und lädt sie zur Teilhabe ein. Davon
                                                    profitieren alle – und nicht zuletzt die Politik. Mit der geplanten Aufwertung des SchülerInnen-
                                                    parlaments möchten wir diesen Weg fortführen.

                                                    Ihre Sonja Ledl-Rossmann, Landtagspräsidentin

                                                                                                                                                                          19
Tiroler Landtag

Tiroler VP                                                             GRÜNE                                                           SPÖ

                                        Foto: Tiroler Landtag/Berger

                                                                                                                                                                                Foto: Tiroler Landtag/Berger
                                                                                                             Foto: Die Grünen/Müller
LA Sophia Kircher                                                      LT-Vizepräsidentin Stephanie Jicha                              LA Elisabeth Fleischanderl

TIROLER JUGEND: MITTENDRIN,                                            WER EINBINDET, VERBINDET!                                       POLITISCHE TEILHABEMÖGLICHKEITEN
STATT NUR DABEI!                                                                                                                       FÜR JUGENDLICHE STÄRKEN
                                                                       Wie in anderen Lebensbereichen ist es
Tirol ist ein Land voller Möglichkeiten für                            unerlässlich, dass junge Menschen in der                        Mitreden, Mitgestalten und Mitbestim-
junge Menschen - und das muss es auch                                  Politik aktiv mitreden, mitbestimmen                            men. Im Tiroler Landtag bekommen Ju-
weiterhin bleiben. Die politischen Ent-                                und mitgestalten können.                                        gendliche durch Projekte wie der „Demo-
scheidungen von heute betreffen Kinder                                                                                                 kratielandschaft Tirol“ die Möglichkeit, die
und Jugendliche oft erst im späteren                                   Einer meiner persönlichen politischen                           Landespolitik hautnah mitzuerleben. Für
Leben. Daher muss die Politik die Be-                                  Höhepunkte sind daher zwei Anträge,                             uns Abgeordnete bietet sich die Chance,
dürfnisse junger Menschen kennen und                                   die überparteilich gemeinsam mit den                            auf die Wünsche und Ideen der Schüler-
berücksichtigen.                                                       Jugendlichen von Fridays for Future                             Innen einzugehen, denn ihre Positionen
                                                                       ausgearbeitet wurden. In mehreren                               bereichern Politik und Gesellschaft. Für
Mein Anspruch: ein stetiger Austausch                                  Treffen wurden die Anträge gemeinsam                            die positive Gestaltung der Zukunft ist es
zwischen der jungen Generation und                                     formuliert, wobei die Forderungen der                           wichtig, dass junge Menschen die Gesell-
den Verantwortungsträgern. Nur so ge-                                  Jugendlichen in den Antragstext einge-                          schaft mitgestalten und sich in Entschei-
stalten wir das politische Handeln des                                 flossen sind. Die Jugendlichen sind dann                        dungsprozesse einbringen. Die „Fridays
Tiroler Landtages gemeinsam mit der                                    auch persönlich in die Landtagssitzung                          for Future“ – Bewegung hat eindrück-
Jugend. Dafür wird in Tirol das Schüler-                               gekommen und haben die Debatte                                  lich mit dem Mythos aufgeräumt, dass
parlament gesetzlich verankert. Zudem                                  zum Antrag mitverfolgt. Das ist gelebte                         Jugendliche politisch desinteressiert sind.
sind ganze Schulklassen regelmäßig bei                                 Jugendpartizipation und davon wünsche                           Das Gegenteil ist der Fall. Hunderttau-
uns im Landtag zu Gast. Die Diskussion                                 ich mir mehr.                                                   sende Kinder und Jugendliche haben sich
und der Austausch mit den Abgeordne-                                                                                                   der globalen Bewegung angeschlossen,
ten darf dabei natürlich nicht fehlen.                                 Ein wichtiger nächster Schritt wird die                         um ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Für
                                                                       gesetzliche Verankerung des SchülerIn-                          mich als jüngste Abgeordnete des Tiroler
Für mich ist klar: die Mitbestimmung der                               nenparlaments sein. Ein entsprechender                          Landtages ist es besonders wichtig,
Jugend muss gestärkt, die Demokratie                                   Landtagsantrag ist gerade in Vorberei-                          junge Menschen für Politik zu begeistern.
hautnah erlebbar sein. Nur dann ist                                    tung. Ich freue mich bereits sehr auf die                       Letztendlich ist Jugendpartizipation der
die Tiroler Jugend mittendrin, statt nur                               Zusammenarbeit mit den engagierten                              Schlüssel für ein gelungenes Miteinander
dabei!                                                                 SchülerInnen.                                                   der Generationen.

                  www.tiroler-vp.at                                                 www.tirol.gruene.at                                          www.dieneuespoe-tirol.at

20
Sie können auch lesen