MUSIK FEST BERLIN 7.9. 2021 - Abendprogramm 7. September

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MUSIK FEST BERLIN 7.9. 2021 - Abendprogramm 7. September
MUSIK
                       # MusikfestBerlin

  FEST                                     In Zusammen­arbeit mit

 BERLIN
7.9.
2021
  London Symphony Orchestra
  Sir Simon Rattle
  Adámek | Beethoven
MUSIK FEST BERLIN 7.9. 2021 - Abendprogramm 7. September
MUSIK
28.8.–

   FEST
20.9.
2021     In Zusammenarbeit mit

  BERLIN
Bitte schalten Sie Ihr Mobiltelefon vor Beginn des Konzerts aus.
         Bitte beachten Sie, dass Bild- und Tonaufnahmen
         aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet sind.

         Das Konzert wird von der Digital Concert Hall am
         7. September 2021 um 20:00 live gestreamt.
         Als Aufzeichnung können Sie das Konzert vom 8. September an
         auf Musikfest Berlin on Demand abrufen.
         Mehr Informationen dazu finden Sie auf berlinerfestspiele.de/musikfest-ondemand.
         Auch der dazu notwendige Festivalpass ist dort erhältlich.

Bildnachweise

S. 11   G
         iovanni Lorenzo Bernini, Die Verzückung der Heiligen Theresa, (1645  –1652),
        Ausschnitt, Coronaro-Kapelle der Kirche Santa Maria della Vittoria, Rom
        Foto: I. Sailko (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bernini_-_Santa_Teresa_em_extase.jpg),
        https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode
S. 12   Caspar David Friedrich, Landschaft auf Rügen mit Regenbogen, (ca. 1810),
        ehemals Kunstsammlungen zu Weimar, Schlossmuseum, 1945 gestohlen. Gemeinfrei
S. 17    Kerzen, aufgenommen auf einer Prozession in Sevilla während der Karwoche.
        Foto: Julia Folsom (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Solemnes_Velas.jpg),
        https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/legalcode
MUSIKFEST BERLIN 2021

                      Dienstag
                      7. September
                      20:00 Uhr

Programm                                                S. 5

Instrumentation                                         S. 6

Martina Seeber
Die Suche nach dem Göttlichen
  jenseits der Religionsgrenzen                         S. 8

Martin Wilkening
Geweitete Zeit                                          S. 12

Text zu Where are you?                                  S. 14

Musikfest Berlin 2021 – Digitale Angebote
Künstler*innenbiografien | Musikfest Berlin on Demand   S. 19

Musikfest Berlin 2021 im Radio und online               S. 20

Musikfest Berlin 2021 Programmübersicht                 S. 22

Impressum                                               S. 24

                  3
4
PROGRAMM

          London Symphony Orchestra

                        Ondřej Adámek ( * 1979)
                        Where are you? ( 2020/ 21 )
                        für Mezzosopran und Orchester

                        I      Slotha – setting a trap for divine
                        II     Where are you?
                        III    Peter sent me back
                        IV     Sharp point
                        V      Saeta
                        VI     Confession
                        VII    Ecstasy
                        VIII   Levitation
                        IX     You are not here
                        X      Gentle whisper
                        XI     Everywhere

                        Kompositionsauftrag der musica viva des Bayerischen Rundfunks
                        und des London Symphony Orchestra,
 Di / Tue, 7.9.         gefördert von der Ernst von Siemens Musikstiftung.
                        Erste deutsche Aufführung vor Live-Publikum

 20:00

	Philharmonie
                        Ludwig van Beethoven ( 1770 – 1827)
                        Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68
 Großer Saal
                        Pastorale ( 1807/ 08 )

                        I 	Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande.
                               Allegro ma non troppo
                        II. 	Szene am Bach. Andante molto moto
                        III. 	Lustiges Zusammensein der Landleute.
                               Allegro (Scherzo) - In tempo d‘Allegro (Trio)
                        IV. 	Gewitter, Sturm. Allegro
                        V. 	Hirtengesang. Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm.
                               Allegretto

                        Magdalena Kožená Mezzosopran

                        London Symphony Orchestra
                        Sir Simon Rattle Leitung

                   Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin.

                          5
INSTRUMENTATION

Ondřej Adámek
Where are you?

Solo Mezzosopran

1. Flöte
2. Flöte (auch Piccoloflöte)
3. Flöte (auch Piccoloflöte)
4. Flöte (auch Bassflöte)
1. Klarinette in B (auch Lotusflöte)
2. Klarinette in B (auch Klarinette in Es, auch Lotusflöte)
3. Klarinette in B (auch Klarinette in Es, auch Lotusflöte)
4. Klarinette in B (auch Kontrabassklarinette, auch Lotusflöte)

4 Hörner in F
2 Trompeten (beide auch Piccolotrompete, optional)
4 Posaunen
Tuba

Schlagzeug
Pauke

Klavier
Harfe

6 Violinen I, 6 Violinen II, 4 Violen, 4 Violoncelli, 3 Kontrabässe

Reduzierte Besetzung, die für die Uraufführung
unter Covid-19-Bedingungen erarbeitet wurde.

Entstehungszeit: 2020
Uraufführung: 6. März 2021 in der Philharmonie im
Gasteig München im Rahmen der musica viva-Konzertreihe des
Bayerischen Rundfunks durch Magdalena Kožená, Mezzosopran,
und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
unter der Leitung von Sir Simon Rattle.
Die Uraufführung fand Corona bedingt ohne Live-Publikum statt
und wurde als Stream live übertragen.
Auftraggeber: Kompositionsauftrag der musica viva
des Bayerischen Rundfunks und des London Symphony Orchestra
mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung.
Widmung: „Magdalena, Simon und Iris“

                6
INSTRUMENTATION

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68

1 Piccoloflöte
2 Flöten
2 Oboen
2 Klarinetten in B
2 Fagotte

2 Hörner in F und B
2 Trompeten in C und Es
2 Posaunen

Pauken

Violinen I, Violinen II, Violen, Violoncelli, Kontrabässe

Entstehungszeit: 1807/08
Uraufführung: Die 6. Symphonie wurde am 22. Dezember 1808
im Theater an der Wien unter der Leitung des Komponisten
uraufgeführt, zusammen mit der 5. Symphonie, dem 4. Klavierkonzert,
der Messe in C-Dur und der Chorfantasie.
Widmung: Dem Fürsten Franz Joseph Maximilian von Lobkowitz
und dem russischen Grafen Rasumowski gewidmet.

                     7
ESSAY

           Die Suche nach dem Göttlichen
           jenseits der Religionsgrenzen
           Ondřej Adámeks Where are you?

E   s gibt solche und solche Texte. Es gibt Texte,
    die schon nach ein paar Wochen überaltert,
überholt und kraftlos sind, und solche, die selbst
                                                       Es sind sinnliche Sätze. Wer sie liest, spürt nicht
                                                       nur die Hitze des Feuers auf der Haut und den
                                                       Wind in den Haaren, sondern hört den Sturm in
nach Jahrtausenden nichts von ihrer Energie            den Bäumen, den ohrenbetäubenden Krach, mit
eingebüßt haben.                                       dem Felsen zerspringen, das Geräusch von
Die Bibelstelle aus dem Alten Testament, die           abrutschenden Gesteinsmassen, bebender Erde,
Ondřej Adámek ins Zentrum dieses Werks stellt,         fauchenden Flammen und in der Glut knackendem
gehört zu den letzteren. Sie beschwört existentielle   Holz. Diese biblische Szene, die Ondřej Adámek
Bilder, sinnliche Empfindungen und elementare          zum ersten Mal im Gottesdienst in einer kleinen
Gefühle, es geht um Furcht und Entsetzen,              mährischen Dorfkirche hörte, begleitet ein
Ver­wunderung, Schmerz, Sehnsucht bis hin zur          imaginärer Soundtrack. Das Hören, auch das
Erlösung.                                              imaginäre, ist unser differenziertester Sinn und
                                                       zugleich ein überlebenswichtiger, weil er uns – wie
                                                       das Riechen – auch in der Dunkelheit vor Gefahren
„Der Herr sprach: Geh heraus                           oder auch anderen Ereignissen warnt.
und tritt hin auf den Berg vor den
                                                       Ondřej Adámek ist ein Komponist, der Musik als
Herrn! Und siehe, der Herr wird                        ganzheitliche Erfahrung versteht. Worte haben
vorübergehen. Und ein großer,                          für ihn nicht nur eine Bedeutung, sie haben
starker Wind, der die Berge zer­                       Klänge, sie berühren den Körper, bewegen ihn und
                                                       initiieren Gefühle. In seinem 2018 gegründeten
riss und die Felsen zerbrach, kam                      Vokal­ensemble N.E.S.E.V.E.N. experimentiert er
vor dem Herrn her; der Herr aber                       auf allen Ebenen mit dem Potential von Sprache
war nicht im Winde. Nach dem                           und vor allem unterschiedlichen Sprachen, von
                                                       der Semantik über den Klang bis zur physischen
Wind aber kam ein Erdbeben; aber                       Präsenz der Vokalist*innen, einschließlich des
der Herr war nicht im Erdbeben.                        Dirigenten, der Teil des Gesamtkunstwerks wird.
Und nach dem Erdbeben kam ein                          Im Mittelpunkt von Where are you? steht aber
                                                       auch die Frage nach der spirituellen Dimension
Feuer; aber der Herr war nicht im                      ge­sprochener und gesungener Worte, ob in
Feuer. Und nach dem Feuer kam                          christ­lichen Gebeten wie dem Vater unser oder
ein stilles, sanftes Sausen. Als das                   in bud­dhistischen Mantren.
                                                            Die elf Teile dieses Zyklus, der sich weit
Elija hörte, verhüllte er sein Ant­                    mehr an Gustav Mahlers Lied von der Erde, als am
litz mit seinem Mantel und ging                        romantischen Liederzyklus orientiert, beschreiben
hinaus und trat in den Eingang                         die Suche nach der rituellen Dimension eines
                                                       musikalisch-sprachlichen Erlebnisses.
der Höhle.“

                                  8
ESSAY

Der Anfang „Slotha – setting a trap for divine” er­   verzichtet aber bald auf Worte und die Stimme,
innert in der beschwörenden Wiederholung von          nutzt sie aber als Sprungbrett, um in Orchester-
Worten und Silben, die den Fokus von der Bedeu-       klängen zu versinken. In der Wahl des Textes, der
tung auf den Klang verschiebt, an ein Mantra. Der     abwechselnd im mährischen Dialekt und auf
Kern jedoch ist das Vater unser, dessen zwei erste    Tschechisch gesungen wird, erinnert dieses Lied
Worte auf aramäisch, der alten Sprache der Juden,     aber auch an das mährische Dorf, in dessen Kirche
gesungen und dann ins Tschechische, in Ondřej         Ondřej Adámek den Bibeltext aus dem Buch der
Adámeks Muttersprache übersetzt werden, was           Könige zum ersten Mal hörte.
einer Deutung gleichkommt. Die Solistin ist auf­
gefordert, „das Ritual für sich selbst, einfach und   In allen Stationen dieser Komposition zeichnet
konzentriert“, in einem „wachen Zustand völliger      sich eine allgemeingültige spirituelle Suche ab,
Sensibilität und Aufmerksamkeit“ zu vollziehen.       die zugleich eine sehr persönliche ist. Mit allen
Nur langsam, fast behutsam fächert sich das groß      Irrwegen, Enttäuschungen, aber auch der Erkennt-
besetzte Orchester auf. Die Worte der Sängerin        nis, dass es weder eine Antwort, noch ein Ziel
finden ein Echo, breiten sich aus, verwandeln         geben kann: „Jede Episode im Text geht auf eine
sich, werden illustriert. Schon hier kündigt sich     persönliche Erfahrung zurück“, gesteht der Kom­
in zischenden Geräuschen und im leise vibrieren-      ponist. Seine spirituelle Suche beginnt im Juden-
den Donnerrohr die elementare Klangwelt der           tum, da er aus einer jüdischen Familie stammt. Als
Bibelstelle jenseits der sprachlichen Kommuni­        Jugendlicher wendet er sich dem Christentum zu.
kation an.                                            Später wecken Buddhismus, Hinduismus und
     Der Übergang von Sprache in konkrete             Sufismus sein Interesse, aus religiösen, aber auch
Geräusche und Geräuschmusik wird den gesam­           musikalischen Gründen. Zu dieser Suche gehören
ten Zyklus prägen und verbinden. Das Schlagwerk       auch Enttäuschungen, in diesem konkreten Fall
imitiert den Donner, die sich im Glissando aus­       über falsche Gurus, die die Sehnsüchte ihrer
einander bewegenden Streicher zeichnen das            Anhänger*innen missbrauchten. Eingeschrieben
Klangbild eines Sturms. Für den Schneesturm           haben sich die Verletzungen in „Sharp point”, wo
werden die Hörner herangezogen, während Flöten,       einzelne Worte nicht mehr gebetsmühlenartig
später auch Streicher die alles erfassende Bewe-      wiederholt werden, sondern wie gemeißelt über
gung eines Erdrutsches simulieren. Magdalena          dem Orchesterklang aufscheinen, bis ins kleinste
Kožená singt dazu in ihrer tschechischen Mutter-      Detail ausgeformt, hoch verdichtet und an den
sprache von der Suche nach Gott, sei es in den        Rändern scharf konturiert.
scheinbar nebensächlichen Geräuschen der                   Die anschließende Gruppe von Liedern führt
Umwelt, sei es in Ehrfurcht gebietenden Natur­        nach Südspanien, wo Ondřej Adámek 2009
phänomenen.                                           während eines langen Studienaufenthalts die
                                                      Karwoche mit ihren Gesängen und Prozessionen
Im Gegensatz zu den Texten in unterschiedlichen       erlebte: „Der Ausdruck, die Energie und Devotion
Sprachen setzt Ondřej Adámek beim illustrieren-       der Saeta-Sänger*innen ist unglaublich stark und
den Orchesterklang auf unmittelbare Verständlich-     in Europa außergewöhnlich“. In seiner eigenen,
keit. Die Gottsuche wird wie ein Drama inszeniert:    auf spanisch gesungenen „Saeta“ verlagert sich ein
„Diese Situation, in der jemand Gott in Wind,         Ostergesang aus Sevilla langsam von der Stimme
Feuer und Sturm sucht, ihn aber nicht findet, ent­    ins Orchester, bis sich die maurischen Melismen
täuscht ist und dann immer schneller, nervöser –      in der Ferne verlieren.
wie in einem Klangkatalog – zu suchen beginnt,             Auch die folgenden Stationen bleiben in
wollte ich fast grotesk erscheinen lassen“.           Spanien. Jedoch steht nicht mehr die kollektive
     Ins Groteske schwenkt auch die Anverwand-        Frömmigkeit im Zentrum, sondern die individuelle
lung eines mährischen Volkslieds, in dem ein          Gotteserfahrung der Heiligen Theresa von Avila.
paar musikbegeisterte Trinker von Engeln in den       Im folgenden Lied schildert der Mezzosopran die
Himmel geleitet werden, wo sie Petrus jedoch          Beichte der hörbar bewegten und auch musika-
abweist. „Peter sent me back“ vertritt im Zyklus      lisch aus dem Gleichgewicht gebrachten Heiligen
die Funktion des Scherzos, beginnt wie ein Lied,      Theresa, die dem nüchtern deklamierenden

                                      9
ESSAY

Beichtvater von ihrer Begegnung mit Gott erzählt.     Göttlichen jenseits der Religionsgrenzen – mit
Für das eigentliche Erweckungserlebnis steht          einem Loblied, das Ondřej Adámek an der strengen
das folgende Lied „Ecstasy“, in dem sich weite,       und einfachen Stimmführung des indischen
farbenreiche Orchesterräume öffnen, von vielfach      Dhrupad-Gesangs orientiert. Der Text zu diesem
geteilten Streichern in immer neues Licht getaucht.   Hymnus stammt aus dem hinduistischen Bhaga­
Fast ohne Text, aber nicht ohne die Stimme            vadgita, gesungen jedoch auf Englisch, bis die
vollzieht sich die an­schließende „Levitation“. Aus   letzten Worte wieder ins Aramäische wechseln.
dem flächigen Instrumentalklang erhebt sich die       „Unterschiedliche Sprachen“, kommentiert der
Stimme, lang­sam und schwankend, aber stetig.         Komponist, „interessieren mich immer, auch als
War die Heilige Theresa eine Verrückte oder           Musikmaterial“. Jede Sprache besitzt eine eigene
tatsächlich erleuchtet? Mit dem folgenden Lied        Musikalität. Nicht nur das Tschechische, aus
stellt Ondřej Adámek die Gewissheiten in Frage.       dem schon Leoš Janáček seine Musiksprache
                                                      erneuerte. Auch Englisch, Spanisch, Aramäisch,
„You are not there“ (Du bist nicht da) heißt es,      Sanskrit: Jeder Sprache wohnen eigene Rhythmen,
wiederum angelehnt an den Bibeltext aus dem           Tempi, Klangfarben, Register und eigene Aus-
Buch der Könige, womit der Bogen zurück zum           druckswelten inne. Für Ondřej Adámek, der von
Anfang des Zyklus geschlagen ist. In der Partitur     Tschechien zuerst nach Frankreich, dann nach
vermerkt der Komponist „Disillusion. Inner            Deutschland ging, ist auch die Erfahrung des
emptiness“. Die darauffolgende Musik ist zerklüf-     Eintauchens in immer neue Sprachen, Mentali­
tet, von scharfen Akzenten zerrissen.                 täten und Kulturen eine persönliche.
Die finale Wende vollzieht sich im anschließenden,
zehnten Lied „Gentle whisper”. Auch dieser Titel         Martina Seeber
bezieht sich auf die Beschreibung der göttlichen
Erscheinung im Windhauch. Wie nah der Hauch
und damit die Manifestation des Göttlichen der
Musik steht, verrät das Verhältnis zwischen der
Sprache und der Musik. „Bist du in den geschwun-
genen Linien des Rauchs?“ fragt die Sängerin,
während der nunmehr englische Text die Verbin-
dung zwischen den Rauchkringeln und Sinus­
wellen herstellt. „Du bist überall“ – in diese Er­
kenntnis mündet schließlich die Suche nach dem

                                                      Der Essay von Martina Seeber ist zuerst im
                                                      Programmheft zur Uraufführung von Where are
                                                      you? im Rahmen der musica viva-Konzertreihe
                                                      des Bayerischen Rundfunks am 6. März 2021
                                                      erschienen. Der Abdruck hier erfolgte mit
                                                      freundlicher Genehmigung von musica viva
                                                      und der Autorin.

                          Martina Seeber, Stuttgart, ist Musikwissenschaftlerin
                          und Journalistin. Sie arbeitet als Moderatorin für
                          Radiosendungen, Gespräche und Live-Konzerte.
                          Als freischaffende Autorin schreibt sie für Zeitschriften
                          und Konzertveranstaltungen.

                                 10
ESSAY

    11
ESSAY

Geweitete Zeit
 Zu Beethovens 6. Symphonie

              12
ESSAY

I
    n den Jahren 1807 und 1808 arbeitete Beethoven      wart, aufgehoben in Dimensionen der Natur,
    gleichzeitig an zwei neuen Symphonien, seiner       die die menschen­gemachte Zeit übersteigt. Die
    Fünften und Sechsten, die auch im Dezember          Dimension der Zeit vermittelt hier vor allem
1808 gemeinsam uraufgeführt wurden – in einem           unterschiedliche Per­spektiven der Wahrnehmung,
vom Komponisten selbst veranstalteten Konzert           der Nähe und Ferne, der Beleuchtung. Beide
im Theater an der Wien, dass den Zuhörern einiges       Symphonien zielen in dramatischer Form auf ihr
abverlangte: „Da haben wir denn auch in der             Finale. Aber wo die Fünfte nach dem Gesetz
bittersten Kälte von halb sieben bis halb elf aus­      des Handelns einen Sieg feiert, den Durchbruch
gehalten“ schreibt der Berliner Komponist und           zum Licht, wirkt der Schlusssatz in der Pastorale
Beethoven-Verehrer Johann Friedrich Reichardt als       wie die fröhlich-festliche Resonanz einer inneren
Korrespondent in seine Heimatstadt, „und diese          Empfindung, die schon den Ausgangspunkt
eine Pastoralsymphonie dauerte schon länger, als        bildete; das „Erwachen heiterer Empfindungen“
ein ganzes Hofkonzert bei uns dauern darf“. Dabei       wird durch „Frohe und dankbare Gefühle“ be­
ist Beethovens Pastorale mit ungefähr 40 Minuten        stätigt.
Aufführungsdauer keineswegs die längste seiner               Die deutschen Satztitel, die Beethoven selbst
reinen Instrumentalsymphonien. Zwar hat die             wie Kapitelüberschriften nur in dieser Symphonie
Symphonie fünf Sätze statt der üblichen vier, aber      den üblichen italienischen Satzbezeichnungen
der dritte Satz ist als Scherzo von nur etwa drei       vorangestellt hat, sind keine nachträglich er­
Minuten Dauer ungewöhnlich kurz. Diesem                 dachten Verständnishilfen. Sie erscheinen
humorvollen Charakterstück, das das Spiel einer         angedeutet schon in den ersten Skizzen zu der
ländlichen Kapelle inklusive fehlerhaften Ein­          Symphonie. Ähnlich wie bei Beethovens Ver­
sätzen parodiert, folgt als düsteres Gegenbild noch     merken zu einzelnen Vogelstimmen in der Partitur
ein zweites Charakterstück, der Gewitter-Satz,          liegt ihr eigentlicher Sinn aber nicht darin, zu
aus dem das friedvolle Finale herauswächst. Zeit        einem sozusagen anekdotischen Verständnis
nimmt sich diese Musik aber in der inneren              dieser Musik aufzufordern, eher im Gegenteil.
Weitung der musikalischen Gedanken und ihrer            Indem das Anekdotische gekennzeichnet wird,
Entwicklung, vor allem in den ausgedehnten              wird das Wunder, dass daraus Musik wird, umso
flächenhaften harmonischen Feldern des ersten           größer. Und das kann man sogar auf den illus­
Satzes.                                                 trativsten Satz dieser Symphonie beziehen, das
      Es ist gerade diese Idee einer geweiteten Zeit,   Gewitter. „Mehr Ausdruck der Empfindungen
die die Vorstellungswelt der Pastorale von der­         als Malerei“, lautet eine berühmte Beethoven-
jenigen der 5. Symphonie trennt, ihrer Ereignis-        Notiz aus den Quellen zur Pastorale. Empfin­
dichte, ihrer vorantreibenden Anstrengung.              dungen aber entstehen in der Entwicklung von
Während die 5. Symphonie mit ihrem inneren              Resonanzen zwischen innerer und äußerer Welt.
Sog die Hörer*innen in die Zeit eines historischen      Solche Resonanzen zuzulassen, sind auch die
Prozesses hineinzieht, in das Ringen um zukünf­         Hörer*innen dieser Musik aufgerufen.
tiges Glück, in die Haltung des Heroischen, so
ver­mittelt die Pastorale das Glück reiner Gegen-           Martin Wilkening

                                       Martin Wilkening, geboren 1959 in Hannover, studierte
                                       Musik- und Literaturwissenschaften in Berlin.
                                       Er schreibt Musikkritiken und Konzerteinführungen und
                                       arbeitet für das Goethe-Institut.

                                       13
TEXTE

               Ondřej Adámek
              Where are You?

I. Das Göttliche einfangen             II. Wo bist du?
                                       (nach 1. Könige, 19, 11)
unser Liebster, du bist überall
                                       Wo bist du?
… näher …                              Ich suche dich im Sturmwind,
… am nächsten …                        doch da bist du nicht!
Du unser Nächster                      Wo also bist du?
unser Liebster                         Ich suche dich im Feuer, doch da bist du nicht!
unser Treuster                         Wo also bist du?
unser Vertrautester                    Ich suche dich im Zucken der Blitze,
unser Hervorbringer                    im Donner, im Hagelsturm,
unser Einhaucher                       doch auch dort bist du nicht.
unser Schöpfer                         Du bist nicht im Erdbeben.
unser Lebensspender                    Im Schneegestöber, im Schneesturm, in der Lawine?
unser Universum                        Im Gesang? Im Tanz?
unser Vater                            Im Wein!
unsere Mutter
Kraft unseres Lebens
unser Atem
unser Geist

                                  14
TEXTE

III. P
      etrus schickte mich wieder fort
(mährisches Volkslied, Slovácký rok, Kyjov 2019)
Wer Wein trinkt
und Musiker bezahlt,
der kommt in den Himmel,                                VI. Beichte
heilige Engel, alle mit Hörnern, bringen ihn dorthin.   (aus dem „Leben“ der Heligen Teresa von Avila)

(aus dem „Leben“ der Heiligen Teresa von Avila)         – Vater, Jesus steht neben mir.
Wonne … Süße …                                          – Wie siehst du Ihn?
                                                        – Wie ich Ihn sehe? Vater, ich sehe Ihn gar nicht.
(mährisches Volkslied)                                  – Woher weißt du, dass Er es ist?
Ich trank gern Wein                                     – Woher ich weiß, dass Er es ist?
und bezahlte Musiker,                                     Vater, ich weiß nicht, woher ich es weiß.
doch als ich zum Himmel kam,                              Aber ich weiß, dass Er es ist!
schickte mich Petrus wieder fort.                       – Wer sagt dir, dass Er es ist?
                                                        – Er selbst hat es mir gesagt. Aber ich wusste
(aus dem „Leben“ der Heiligen Teresa von Avila)            schon, dass Er es ist, bevor Er es mir sagte.
Wonne … Süße …
… Köstlichkeit …                                        – Gib Acht!! Bleib misstrauisch!!! Rette dich!!!!
helles Weiß … Schmerz …

                                                        VII. Ekstase
IV. Scharfe Spitze                                      (aus dem „Leben“ der Heligen Teresa von Avila)

Speer – scharfe Spitze – Feuer                          Ein Engel
sticht – sticht ein – sticht hindurch                   An meiner linken Seite
rammt – reißt – reißt heraus                            Nicht groß
                                                        Unbeschreiblich schön
                                                        Einen langen goldenen Speer in der Hand
                                                        An der Spitze des Speeres züngeln Flammen
V. Saeta                                                Er durchbohrt meine Eingeweide
(traditioneller Gesang für die Osterwoche, Sevilla)     Der Engel zieht den Speer heraus
                                                        Er zieht meine Eingeweide heraus
Stets brennen Kerzen für dich                           Ich bleibe brennend zurück
Schenke meinen Schmerzen dein Licht                     Brennend vor Gottesliebe
Denn ich lebe in der Sehnsucht,                         Süßer Schmerz
die Muttergottes zu sehen                               Köstlicher Schmerz
                                                        Herrlicher Schmerz

                                                        VIII. Levitation
                                                        (instrumental)

                                        15
TEXTE

IX. Du bist nicht hier
(nach 1. Könige, 19,11)

Wo bist du?
Ich habe dich gesucht.
Du warst nicht dort.
Ich habe dich im Taifun gesucht. Du warst nicht dort!
Ich habe dich im Erdbeben gesucht. Du warst nicht dort!
Ich habe dich im Feuer gesucht. Du warst nicht dort!
Ich habe dich im Sturm gesucht. Du warst nicht dort!
Bist du dort___?
Bist du dort___?
Bist du im___?
Bist du im___?

X. Leises Flüstern
(nach 1. Könige, 19,12)

Bist du in der gewundenen Rauchsäule?
Bist du im Flug einer Schneeflocke?
In allem Licht
In allen Klängen
In allen Namen
In allen Wörtern?

überall
überall

XI. Überall
(aus der „Bhagavadgita”, 6,30)

Wer mich überall erblickt
und alles auch in mir erblickt,
dem werde ich niemals verloren gehen
und der wird auch mir niemals verloren gehen.

                             16
LIBRETTO

    17
Philharmonie

Endddlichhh
Endddlichhh
Endddlichhh
    raschelt wieder
    jemand mit dem

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Musikfest Berlin 2021 –
Digitale Angebote

            Künstler*innenbiografien
            Ausführliche Biografien der am Musikfest Berlin 2021
            beteiligten Interpret*innen, Orchester und Ensembles
            sowie der Komponist*innen haben wir für Sie auf
            unserer Website zusammengestellt. Sie finden sie unter:
            und berlinerfestspiele.de/musikfest-bios

   Musikfest Berlin on Demand
   Musikfest Berlin Digital
   Gemeinsam mit der Digital Concert Hall der Berliner Philhamoniker präsentiert
   das Musikfest Berlin der Berliner Festspiele ausgewählte Konzerte online.
   Livestreams der Veranstaltungen sind in der Digital Concert Hall verfügbar.
   Falls Sie noch kein*e Abonnent*in der Digital Concert Hall sind, haben Sie die
   Möglichkeit, für 30 Tage ein Schnupperabo für 14,90 Euro abzuschließen.
   Details unter digitalconcerthall.com
   Aufzeichnungen können Sie auf der Website der Berliner Festspiele ansehen.
   Mit unserem Festivalpass erhalten Sie ab 5 Euro Zugang zu allen Konzert­
   aufzeichnungen. Diese werden, wenn nicht anders angegeben, am Folgetag des
   Live-Konzerts um 16:00 Uhr veröffentlicht und sind dann bis zu 10 Tage abrufbar.
   Die genauen Verfügbarkeits­zeiträume und Details finden Sie unter
   berlinerfestspiele.de/musikfest-digital

   All Eyes on …
   In der Gesprächsreihe geben Künstler*innen des Musikfest Berlin 2021 Einblicke
   in ihre Arbeit. In kurzen Interviews erzählen zum Beispiel Cathy Milliken oder
   Michael Schiefel von ihren Projekten beim Festival, ihrer ersten Begegnung mit der
   Musik von Igor Strawinsky und wie Berlin in ihren Ohren klingt.
   Alle Interviews finden Sie unter berlinerfestspiele.de/all-eyes-on

     Journal und Digital Guide
   Zum Festival ist ein Journal erschienen, in dem Sie Texte und Interviews mit
   Winrich Hopp, Heiner Goebbels und Cathy Milliken finden.
   Das Heft liegt in der Philharmonie Berlin aus und steht als pdf auf
   berlinerfestspiele.de/musikfest-publikationen zum Download bereit.
   Außerdem können Sie in unserem digitalen Guide durch zusätzliche Texte,
   Bilder und Videos mehr über die programmatischen Schwerpunkte
   und die Künstler*innen der diesjährigen Festivalausgabe erfahren:
   berlinerfestspiele.de/musikfest-digital-guide

                       19
Das Musikfest Berlin 2021
             im Radio und online

            Deutschlandfunk Kultur – Die Sendetermine

   1.9.     Mi 20:03    Gründungskonzert Bundesjugendchor       Aufzeichnung vom 28.8.

   2.9.     Do 20:03    Mahler Chamber Orchestra                Live-Übertragung

   5.9.     So 20:03    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin       Aufzeichnung vom 4.9.
                        Orchestre des Champs-Élysées
   6.9.     Mo 20:03    Collegium Vocale Gent                   Live-Übertragung
                                                                Live - zeitversetzt
   8.9.     Mi 20:03    Collegium Vocale Gent                   Aufzeichnung vom Konzert um 17:00

  14.9.     Di 20:03    Les Siècles                             Aufzeichnung vom 13.9.
                        Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
  19.9.     So 20:03    Rundfunkchor Berlin                     Live-Übertragung
                        Berliner Philharmoniker
  21.9.     Di 20:03    Kirill Petrenko                         Aufzeichnung vom 17.9.

            Folgende Konzerte werden aufgezeichnet und im Oktober gesendet.
            Die Sendedaten stehen noch nicht fest und sind den
            Programminformationen des Senders zu entnehmen.

            Concertgebouworkest Amsterdam                       Aufzeichnung vom 31.8.

            Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)      Aufzeichnung vom 9.9.
            RIAS Kammerchor Berlin
            Kammerakademie Potsdam                              Aufzeichnung vom 15.9.

Deutschlandfunk Kultur ist in Berlin über 89,6 MHz, Kabel 97,50, bundesweit über Satellit,
DAB+ und über Livestream auf deutschlandfunkkultur.de zu empfangen.

            Kulturradio vom rbb – Die Sendetermine

                        Berliner Philharmoniker
  2.10.     Sa 20:03    Jakob Hrůša                             Aufzeichnung vom 11.9. / 12.9.

Kulturradio vom rbb ist in Berlin über 92,4 MHz, Kabel 95,35, digital und über Livestream auf
kulturradio.de zu empfangen.

                                 20
Konzerte in der Digital Concert Hall
              und auf Musikfest Berlin on Demand

 Digital Concert Hall
 Live-Übertragung

 30.8.        Mo 20:00   Heiner Goebbels A House of Call

   1.9.       Mi 20:00   Concertgebouworkest Amsterdam

  2.9.        Do 20:00   Mahler Chamber Orchestra

  3.9.        Fr 20:00   English Baroque Soloists / Monteverdi Choir

  4.9.        Sa 19:00   Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
                         Orchestre des Champs-Élysées
   6.9.       Mo 20:00   Collegium Vocale Gent

   7.9.       Di 20:00   London Symphony Orchestra

   8.9.       Mi 20:00   Collegium Vocale Gent

   9.9.       Do 20:00   Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)

  12.9.       So 11:00   Ensemble Mini
                         Les Siècles
  13.9.       Mo 20:00   Rundfunkchor Berlin
                         RIAS Kammerchor Berlin
  15.9.       Mi 21:00   Kammerakademie Potsdam
                         Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
  19.9.       So 20:00   Rundfunkchor Berlin
                         Karajan-Akademie der
 20.9.        Mo 20:00   Berliner Philharmoniker

digitalconcerthall.com und berlinerfestspiele.de/musikfest-ondemand

              Die meisten Konzerte stehen nach dem Livestream am Folgetag ab 16:00 Uhr
              auf Musikfest Berlin on Demand zur Verfügung.
              Nähere Informationen unter berlinerfestspiele.de/musikfest-ondemand

                           21
Programmübersicht

Sa   28.8.    Philharmonie
              17:00
                                   Gründungskonzert Bundesjugendchor
                                   Anne Kohler

                                   Eröffnungskonzert

Mo   30.8.    Philharmonie
              20:00
                                   Heiner Goebbels: A House of Call UA
                                   Ensemble Modern Orchestra

Di    31.8.   Philharmonie
              20:00
                                   Concertgebouworkest Amsterdam
                                   Daniel Harding

                                   Ensemble Modern

Mi    1.9.    Philharmonie
              20:00
                                   Neuer Kammerchor Berlin
                                   Cathy Milliken: Night Shift – The Rehearsal UA

Do    2.9.    Philharmonie
              20:00
                                   Mahler Chamber Orchestra
                                   Sir George Benjamin

                                   English Baroque Soloists

Fr    3.9.    Philharmonie
              20:00
                                   Monteverdi Choir
                                   John Eliot Gardiner

Sa    4.9.    Philharmonie
              19:00
                                   Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
                                   Vladimir Jurowski

              Kammermusiksaal      ENDOR
              21:00                Anna Prohaska, Nicolas Altstaedt, Francesco Corti

So    5.9.    Philharmonie
              11:30
                                   Ensemble Musikfabrik I
                                   Porträt Ann Cleare

              Philharmonie         Ensemble Musikfabrik II
              15:00                Enno Poppe: Prozession

              rbb Sendesaal        Heiner Goebbels: Liberté d’action
              17:00 & 21:00        David Bennent, Hermann Kretzschmar, Ueli Wiget

                                   Konzerthausorchester Berlin
              Konzerthaus Berlin   Max Neufeld | Johannes Kalitzke
              18:00 & 21:00        Hoffmanns Erzählungen

                                   Orchestre des Champs-Élysées

Mo    6.9.    Philharmonie
              20:00
                                   Collegium Vocale Gent
                                   Philippe Herreweghe

Di    7.9.    Philharmonie
              20:00
                                   London Symphony Orchestra
                                   Sir Simon Rattle

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Mi    8.9.    Kammermusiksaal
              17:00 & 21:00
                                Collegium Vocale Gent
                                Philippe Herreweghe

                                Staatskapelle Berlin
              Philharmonie      Martha Argerich
              20:00             Daniel Barenboim

Do    9.9.    Philharmonie
              20:00
                                Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)
                                Ilan Volkov

Fr   10.9.    Philharmonie
              20:00
                                Orchester und Chor der Deutschen Oper Berlin
                                Donald Runnicles

Sa    11.9.   Kammermusiksaal
              17:00
                                Pierre-Laurent Aimard
                                Sweelinck | Kurtág | Andre

              Philharmonie      Berliner Philharmoniker
              19:00             Jakub Hrůša

              Kammermusiksaal   Pierre-Laurent Aimard | Frank Reinecke
              21:00             Mark Andre

So   12.9.    Philharmonie
              11:00
                                Ensemble Mini
                                Joolz Gale

              Philharmonie      Berliner Philharmoniker
              20:00             Jakub Hrůša

                                Les Siècles

Mo   13.9.    Philharmonie
              20:00
                                Rundfunkchor Berlin
                                François-Xavier Roth

                                RIAS Kammerchor Berlin

Mi   15.9.    Philharmonie
              21:00
                                Kammerakademie Potsdam
                                Justin Doyle

Do   16.9.    Kammermusiksaal
              17:00 & 21:00
                                Faust | Horwitz & Friends
                                Igor Strawinsky: L‘Histoire du Soldat

              Philharmonie      Berliner Philharmoniker
              20:00             Kirill Petrenko

Fr    17.9.   Philharmonie
              20:00
                                Berliner Philharmoniker
                                Kirill Petrenko

Sa   18.9.    Philharmonie
              19:00
                                Berliner Philharmoniker
                                Kirill Petrenko

So    19.9.   Philharmonie
              20:00
                                Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
                                Robin Ticciati

Mo   20.9.    Philharmonie
              20:00
                                Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker
                                Matthias Pintscher

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IMPRESSUM

Musikfest Berlin                         Berliner Festspiele

Künstlerischer Leiter                    Ein Geschäftsbereich der             Projektmanagerin Digitalprojekte
Dr. Winrich Hopp                         Kulturveranstaltungen des            Isabell Rauscher
                                         Bundes in Berlin GmbH
Organisation                                                                  Redaktion
Anke Buckentin (Leitung),                Intendant                            Andrea Berger (Leitung),
Juliane Spence, Ina Steffan,             Dr. Thomas Oberender                 Dr. Barbara Barthelmes,
Ivana-Elena Wirtz                                                             Julian Dittrich, Anne Phillips-Krug,
                                         Kaufmännische Geschäftsführung       Lucien Strauch
                                         Charlotte Sieben
Abendprogramm                            Leitung Kommunikation
                                                                              Social Media
                                                                              Anna Neubauer. Dilan Çapan
                                         Claudia Nola                         (Studentische Mitarbeiterin)
Redaktion
                                         Assistenz Kommunikation              Ticket Office
Dr. Barbara Barthelmes,                                                       Ingo Franke (Leitung),
                                         Nina Kraus
Julian Dittrich (Assistenz)                                                   Simone Erlein (Stellvertretende Leitung),
                                         Grafik                               Peter Decker, Frano Ivić,
Lektorat
                                         Christine Berkenhoff, Nafi Mirzaii   Uwe Krey, Karsten Neßler,
Anke Buckentin, Juliane Spence,                                               Maren Roos, Torsten Sommer,
Ivana-Elena Wirtz                                                             Sibylle Steffen, Alexa Stümpke
                                         Internetredaktion
                                         Frank Giesker (Leitung),
Gestaltung
                                         Anne Müller. Benedikt Schwank        Guest Accomodation
Christine Berkenhoff                                                          Marc Völz (Leitung),
                                         (Studentischer Mitarbeiter)
nach einem Entwurf von Eps51                                                  Frauke Nissen
                                         Marketing
Herstellung
                                         Gerlind Fichte,                      Protokoll und Partnerschaften
Print Media Group GmbH, Leimen                                                Jeruna Tiemann
                                         Jan Heberlein, Susanne Held.
                                         Amadé Victor Hölzinger &
Stand: 11. August 2021
                                         Isabel Rojas                         Danke an alle Mitarbeiter*innen
Programm- und Besetzungs-
änderungen vorbehalten                   (Studentische*r Mitarbeiter*in)      der Berliner Festspiele.

                                         Presse
                                                                              Adresse
                                         Sara Franke, Anna-Lina Hinz,
                                         Patricia Hofmann.                    Berliner Festspiele
                                                                              Schaperstraße 24, 10719 Berlin
                                         Helena Bschaden
                                         (Studentische Mitarbeiterin)
                                                                              + 49 30 254 89 0
                                                                              info@berlinerfestspiele.de
                                                                              berlinerfestspiele.de

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