Regionales Internet-Marketing - Neue Wege der Kundenansprache! - Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen
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Leitfaden
Regionales Internet-Marketing –
Neue Wege der Kundenansprache!
Leitfaden für kleine und mittlere UnternehmenRegionales Internet-Marketing –
Neue Wege der Kundenansprache!
Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen
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2 Layout und Satz
Nina Griebel
Martin Miersch
Fotografien
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in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass solche Bezeichnungen im Sinne
der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und
deshalb von jedermann benutzt werden dürften. Soweit in diesem Werk direkt oder indi-
rekt auf Gesetze, Vorschriften oder Richtlinien (z.B. DIN, VDI) Bezug genommen oder aus
ihnen zitiert worden ist, kann der Verlag keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit
oder Aktualität übernehmen.Re giona les Inter net- Ma r keting
Inhaltsverzeichnis
1. Warum regionales Internet-Marketing?.......................... 4
2. Einfaches Vorgehen im Überblick................................. 6
3. Wer sind Ihre (potenziellen) Kunden?...........................10
4. Werden Sie im Internet präsent!
(Phase 1 – Aufbau Webpräsenz)...................................12
5. Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet!
(Phase 2 – Steigerung der Öffentlichkeitsarbeit)......... 22 3
6. Heben Sie sich weiter vom Wettbewerb ab!
(Phase 3 – Nutzung von innovativen Marketing-
instrumenten)............................................................. 38Warum regionales Kunden nutzen zunehmend das Internet, um sich vor
einem Kauf über Produkteigenschaften und -qualität zu
informieren. Die dabei gefundenen Produktinformationen,
Internet- aber auch Meinungen und Erfahrungen anderer Kunden,
spielen bei der anschließenden Kaufentscheidung eine
wichtige Rolle. Daher ist es auch für kleine und mittlere Un-
Marketing? ternehmen notwendig, das Internet als Informations- und
Kommunikationsweg mit (potenziellen) Kunden zu nutzen.
Als Problem wird dabei oft die weltweite Ausrichtung des
Internets gesehen. Da kleine und mittlere Unternehmen,
wie z.B. Handwerk und Handel, einerseits häufig Kunden
einer bestimmten Region ansprechen und anderseits Kun-
den nach regionalen Angeboten suchen, muss die regio-
nale Kundenansprache auch über das Internet ermöglicht
werden. So muss die Glaserei oder das Friseurgeschäft
anhand der Postleitzahl oder eines Ortsnamens im Internet
gesucht und gefunden werden können. Dass eine regionale
Ansprache über das Internet notwendig ist und umgesetzt
werden kann, ist bei vielen Unternehmen oft nicht bekannt.
Warum ist eine regionale Ausrichtung der eigenen
Marketingaktivitäten im Internet von Bedeutung:
4 •• Um Kunden nicht mit Informationen zu überladen.
•• Um in der Vielzahl von Angeboten im Internet von
(potenziellen) Kunden gefunden zu werden.
•• Um auch im Internet Marketingmaßnahmen wirtschaft-
lich durchführen zu können.
Der vorliegende Leitfaden zum Thema „Regionales
Internet-Marketing“ unterstützt daher vor allem kleine und
mittlere Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von
Marketinginstrumenten im Internet bei folgenden Punkten:
•• Beschreibung relevanter Marketinginstrumente im Inter-
net und deren Einsatzmöglichkeiten,
•• Vorstellung eines Vorgehens zur Planung und Umset-
zung von regional ausgerichteten Internet-Marketing
instrumenten,
•• Empfehlungen zur Optimierung der beschriebenen
Internet-Marketinginstrumente unter Berücksichtigung
regionaler Aspekte.Wa r um r e giona les Inter net- Ma r keting? | 1
Abbildung 1: Auszug aus dem Online-Ratgeber – http://rim.ecc-ratgeber.de 5
Im Rahmen der Aktivitäten des Netzwerks Elektronischer
Geschäftsverkehrs (NEG) wurden für diesen Zweck zwei
Instrumente erarbeitet um kleine und mittlere Unterneh-
men bei der Nutzung des Internets für ihre regionalen
Marketing- und Vertriebsaktivitäten zu unterstützen:
•• Online-Ratgeber (http://rim.ecc-ratgeber.de): Nach
Beantwortung von 12 Fragen zu ihrer aktuellen
Situation im Internet-Marketing, erhalten kleine und
mittlere Unternehmen eine Einschätzung ihrer Stärken
und Schwächen sowie weiterführende Handlungsemp-
fehlungen.
•• Leitfaden: Ergänzend wurde der vorliegende Leitfaden
entwickelt, der ein vereinfachtes Vorgehen bei der
Planung und Umsetzung von Marketinginstrumenten im
Internet bietet, relevante Internet-Marketinginstrumente
beschreibt und Empfehlungen bei der Umsetzung und
Feliks Eyser - Re
Optimierung dieser Marketinginstrumente unter Berück- gioHelden GmbH
sichtigung regionaler Aspekte liefert.Einfaches Welche Internet-Marketinginstrumente für Ihr Unternehmen
interessant sind, hängt von verschiedenen Rahmenbe-
Vorgehen im dingungen ab, wie Branche, Produkte, Dienstleistungen,
Kunden und Wettbewerber etc. Daher gilt es in einem
ersten Schritt zu klären, welche (potenziellen) Kunden Sie
Überblick über das Internet ansprechen und welche Erwartungen und
Anforderungen diese bzgl. Internetnutzung an Sie und Ihre
Wettbewerber stellen.
Um Ihnen den Einstieg in das Thema zu vereinfachen, sind
nachfolgend sieben Schritte in drei Phasen aufgeführt,
anhand derer Sie für Ihr Unternehmen prüfen können, ob
und wie ein Internet-Marketinginstrument für Sie sinnvoll
eingesetzt und regionalisiert werden kann.
Das vereinfachte Vorgehen besteht aus drei Phasen mit
sieben Schritten und ist in Abbildung 2 dargestellt:
•• Wer sind Ihre (potenziellen) Kunden?
(Vorbereitung)
•• Werden Sie im Internet präsent!
(Phase 1: Aufbau Webpräsenz)
6 • S 1.1: Erste Schritte zur Webseite und / oder Blog
• S 1.2: Vermarktung über Online-Shop bzw.
Produktkonfigurator
•• Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet!
(Phase 2: Steigerung der Öffentlichkeitsarbeit)
• S 2.1: Optimieren Sie Ihre Webpräsenz
• S 2.2: Kundengewinnung und -pflege per E-Mail
bzw. SMS
• S 2.3: Vermarktung über Produkt- und
Preissuchmaschinen
•• Heben Sie sich weiter vom Wettbewerb ab!
(Phase 3: Nutzung innovativer Internet-Marketing-
instrumente).
• S 3.1: Persönliche Kundenkommunikation über
Social Media im Internet
• S 3.2: Machen Sie Mobil
Das vereinfachte Vorgehen unterscheidet Schlüsselinstru-
mente des Internet-Marketings und ergänzende Internet-
Marketinginstrumente. Schlüsselinstrumente stellen in
diesem Zusammenhang Internet-Marketinginstrumente
dar, die Sie für Ihr Unternehmen eingehend prüfen und
nutzen sollten. Die ergänzenden Internet-Marketinginstru-
mente unterstützen die Schlüsselinstrumente und können
zusätzlich fallweise angewendet werden. Die Pfeile in der
Abbildung 2 verdeutlichen Ihnen die Zusammenhänge der
Internet-Marketinginstrumente sowie der sieben Schritte
zur Planung und Umsetzung der Instrumente. Die einzel-
nen Schritte sind nummeriert und begleiten Sie nachfol-
gend im Leitfaden.Einfaches Vor gehen im Üb er blick | 2
Phase 1 Phase 2 Phase 3
S 2.3 Produkt-/ Preis-
Online-Shop
suchmaschinen
Soziale
Suchmaschinen- Netzwerke und
S 1.2 S 3.1
Marketing Communities
Portale (Branche/
Zeitung/Region)
Foto- und
Videoplattformen Online-Werbung
(Banner/Microsites)
Podcasts Webseite S 2.1
Affiliate Marketing
Feeds
Verbraucherportale
S 1.1 Suchmaschinen- Mobiles
S 3.2
Empfehlungswebseiten Optimierung Marketing
Blog S 2.2 E-Mail- SMS-
Marketing Marketing
Schlüsselinstrumente Ergänzende Folge der Schritte im Rahmen der 7
des Internet-Marketing Umsetzung (-splanung)
S X.X
Internet-Marketinginstrumente Umsetzung (-splanung)
Abbildung 2: Vorgehen zur Planung und Umsetzung von Internet-Marketinginstrumenten
In den nachfolgenden Abschnitten werden die einzelnen
Schritte, die entsprechenden Internet-Marketinginstrumen-
te und deren Bedeutung für Ihr Unternehmen erklärt. Ihnen
wird aufgezeigt, welche Internet-Marketinginstrumente
bei der Umsetzung eines Schritts unterstützen und was
Sie dabei beachten müssen. Des Weiteren werden die
geschätzten Kosten und Aufwände bei der Umsetzung und
der Nutzung der einzelnen Internet-Marketinginstrumente
aufgeführt. Darüber hinaus erhalten Sie Checklisten mit
Hinweisen, wie Sie die vorgestellten Internet-Marketing
instrumente regionalisieren können.
Die Informationen dienen als Einführung in die Themen-
stellung des regionalen Internet-Marketing. Sollten tiefer-
gehende Fragen zu den einzelnen Instrumenten bzw. zum
Vorgehen auftreten, finden Sie Antworten unter der Rubrik
weiterführende Links und im Gespräch mit den Partnern
des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr.Regionalisierungsmethoden
Für die Regionalisierung existieren drei grundlegende •• die Inhalte, z.B. der Unternehmenswebseite, unter
Methoden, die spezifisch auf jedes einzelne Internet- Berücksichtigung von regionalen Aspekten auf Such
Marketinginstrument angewendet werden: maschinen optimiert und
•• geeignete regional ausgerichtete sowie branchen
•• Verwendung von regionalen Inhalten orientierte Verzeichnisse zur Unternehmens
z.B. zur Suchmaschinen- Optimierung, präsentation genutzt werden.
•• Auswertung von ortsbezogenen Informationen Regionalisierung durch ortsbezogene Informationen
z.B. Analyse von IP-Adressbereichen und Wird ein Computer mit dem Internet verbunden, erhält die-
GPS-Koordinaten (unter Berücksichtigung der ser eine eindeutige Identifikationsnummer, die sogenannte
Datenschutzgesetze), IP-Adresse. Anhand der IP-Adresse kann der Standort des
Computers auf eine bestimmte Region eingegrenzt werden.
•• Nutzung von Benutzerprofilen. Auf diese Weise kann die Herkunft eines Internetnutzers
ausgewertet und herangezogen werden, um regionale
8 Tabelle 1 zeigt welche Regionalisierungsmethoden auf Inhalte anzubieten. Die Darstellung regionaler Inhalte
die jeweiligen Internet-Marketinginstrumente angewendet aufgrund von ortsbezogenen Informationen des Benut-
werden können. zers wird vor allem von Anbietern von Online-Werbung,
Suchmaschinen allgemein sowie Produkt-und Preissuch
maschinen verwendet.
Was steckt hinter den einzelnen grundlegenden
Methoden der Regionalisierung? In Mobilfunknetzen können die aktuellen Koordinaten des
Nutzers mittels GPS oder Identifikation der Funkzelle, an
Verwendung von regionalen Inhalten der gerade ein Teilnehmer registriert ist, ermittelt und für
Über das Internet können Sie (potenziellen) Kunden regio- eine ortsbezogene Auswertung genutzt werden. So können
nale Informationen zur Verfügung stellen. Beispielsweise: dem Nutzer beispielsweise über Mobilfunk nahegelegene
Restaurants angezeigt werden. Alternativ können auch
•• Kontaktdaten inklusive Adressen des Unternehmens weitere Technologien wie Bluetooth verwendet werden, um
und dessen Filialen, entsprechende Informationen eines Geschäfts aus nächster
•• Anfahrtsbeschreibungen, Nähe auf Mobiltelefone zu übermitteln.
ggf. mit elektronischen Karten,
•• Bilder des Unternehmens, Regionalisierung über Benutzerprofile
•• Informationen über regionale Produkte und Filialen, Ein Unternehmen verfügt über Adressdaten von (potenziel-
bei denen aktuell regionale Aktionen stattfinden. len) Kunden. Anhand dieser Daten können Kunden einer
Region ausgewählt werden und gezielt auf regionale An-
Diese Informationen können u.a. über Webseiten, Blogs, gebote angesprochen werden. Dies erfolgt beispielsweise
Online-Werbung mittels Banner und Anzeigen, aber auch beim E-Mail-Marketing.
mittels E-Mail-Marketing veröffentlicht werden.
Wenn (potenzielle) Kunden nach Produkten und Dienstleis-
tungen im Internet suchen, nutzen sie in der Regel Such-
maschinen (z.B. www.google.de und www.bing.de) und
Verzeichnisseiten (z.B. www.gelbeseiten.de und
www.meinestadt.de). Damit Sie ein Unternehmen und
dessen Angebot im Internet finden, müssenEinfaches Vor gehen im Üb er blick | 2
Ortsbezogene
Möglichkeiten der Regionalisierung Regionale Inhalte Benutzerprofile
Informationen
Internet-Marketinginstrumente
Webseite
Blogs
Online-Shop
Podcasts / Feeds
Foto- und Videoplattformen
Suchmaschinen-Marketing 9
Suchmaschinen-Optimierung
Portale (Branche, Zeitung, Region)
Online-Werbung
Affiliate Marketing
Verbraucherportale
Empfehlungswebseiten
E-Mail-Marketing
SMS-Marketing
Produkt- und Preissuchmaschinen
Soziale Netzwerke und Communities
Mobiles Marketing
= geeignet, = nicht geeignet
Tabelle 1: Übersicht Marketing-Instrumente im Internet und deren RegionalisierungWer sind Ihre Bevor Sie mit der Planung und Umsetzung Ihrer regionalen
Internet-Marketinginstrumente beginnen, sollten Sie sich
Ihre Kundenstruktur anschauen und festlegen, welche (po-
(potenziellen) tenziellen) Kunden Sie über das Internet ansprechen und
gewinnen möchten. Die Kundenansprache über das Inter-
net sollte fester Bestandteil Ihres Marketingkonzepts sein.
Kunden? Je mehr Sie über das Verhalten und die Erwartungen dieser
(potenziellen) Kunden wissen, desto einfacher gelingen
Ihnen die nachfolgenden Schritte bei der Planung und Um-
setzung Ihrer regionalen Internet-Marketinginstrumente.
Schauen Sie auch, wie Ihre Wettbewerber oder vergleichba-
re Unternehmen im Internet (potenzielle) Kunden anspre-
chen, und finden Sie heraus, wie diese Unternehmen mit
ihren Aktivitäten im Internet ankommen. In diesem Zusam-
menhang ist das ein oder andere persönliche Gespräch
mit Kunden über ihre Gewohnheiten bzgl. Internetnutzung
bzw. ihre Erwartungen hilfreich.
10Wer sind Ihre (p otenziellen) Kunden? | 3
Folgende Fragen sollten Sie vor der Planung und Um-
setzung Ihrer regionalen Internet-Marketinginstrumente
beantworten:
Wer sind (potenzielle) Kunden für Ihre Produkte, die Sie
über das Internet ansprechen und gewinnen möchten?
Wie suchen diese (potenziellen) Kunden nach Ihren Pro-
dukten?
Welche Webseiten besuchen diese (potenzielle) Kunden,
um sich über Ihre Produkte oder die Ihrer Wettbewerber
zu informieren?
Welche Erwartungen stellen (potenzielle) Kunden an Ihr
Internetangebot?
Wie sprechen Wettbewerber diese (potenziellen) Kunden
im Internet an?
11
Torsten Preisler
- absatzkraft Gm
bHWerden Sie im Erstellen Sie eine zentrale Anlaufstelle im Internet, auf der
sich Kunden über Ihr Unternehmen und Ihre Produkte infor-
mieren können.
Internet präsent! Erste Schritte zur Webseite
Phase 1 – Aufbau Webpräsenz und / oder Blog (S 1.1)
S 1.1
Zum Aufbau einer Webpräsenz stehen Ihnen zwei grundle-
gende Möglichkeiten zur Verfügung: Sie können eine Web-
seite aufbauen, welche Informationen zu Ihrem Unterneh-
men darstellt oder einen Blog erstellen, der stets aktuelle
Informationen zu Ihrem Unternehmen aufgreift, die für
potenzielle Kunden interessant sein könnten.
12
Der Vorteil eines Blogs besteht in seiner Aktualität und
somit einem besseren Ranking (Position) in Suchmaschi-
nen. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass Sie nicht auch
beide Instrumente gleichzeitig nutzen können. Beachten
Sie dabei, dass Sie nicht die gleichen Inhalte im Blog und
auf der Webseite verwenden. Eine Verlinkung der Instru-
mente aufeinander ist in der Regel für die Suchmaschinen-
Optimierung von Vorteil.
Feeds, Podcasts sowie Foto- und Videoplattformen können
die Webseite bzw. Blog mit weiteren Inhalten in anspre-
chenden Darstellungsformen bereichern. Diese Internet-
Marketinginstrumente können ergänzend zu einer Webseite
und einem Blog genutzt werden und sind beim Aufbau
einer Webpräsenz nicht erforderlich. Die Inhalte dieser
Instrumente werden oft auf eigens dafür vorgesehenen
Plattformen bereitgestellt und mit der Webseite bzw. Blog
vernetzt. Je vielfältiger Ihre Webpräsenz mit weiteren
Inhalten im Internet verknüpft ist, desto größer wird deren
Bedeutung in Suchmaschinen eingeschätzt, und desto eher
werden Sie von potenziellen Kunden gefunden.Werden Sie im Internet präsent! | 4
Handlungsempfehlungen zur Regionalisierung
Internet-Marketinginstrumente
Stellen Sie den Unternehmensstandort auf Ihrer Schlüsselinstrumente
Webseite dar! Webseite S. 14
Blog S. 16
Angabe von Adress- und Kontaktdaten;
Ergänzende Instrumente
Hinterlegen der Anfahrtsbeschreibung;
Podcasts und Feeds S. 17
bei mehreren Filialen, eine Filialsuche zur Verfügung Foto- und Videoplattformen S. 18
stellen;
Tabelle 2: Internet-Marketinginstrumente für Schritt S 1.1
Einbinden von frei im Internet verfügbaren Routenpla-
nertools zur Standortbestimmung.
Verwenden Sie regelmäßig regionale Informationen in
Texten Ihrer Webseite / Blog!
Nennung der wichtigsten Postleitzahlen, Regionen und
Ortsnamen in Texten auf den Webseiten und im
Quellcode (Metatags);
nicht mehr als fünf Standorte verwenden;
13
Hinterlegen der nächst größeren Stadt oder des
Landkreises;
Veröffentlichung von aktuellen, regionalen Nachrichten
Ihres Unternehmens oder aus der Branche neben Text
auch als Audio und Video.
Locken Sie Kunden aus der Umgebung in Ihr Geschäft bzw.
Ihre Filialen!
Anbieten von lokalen Servicedienstleistungen oder
Aktionen auf der Webpräsenz;
Unternehmensdarstellung durch Einbinden von Bildern
Ihres Geschäfts und Ihrer Mitarbeiter anreichern;
Anfragen zügig – innerhalb eines Tages – beantworten.4 | Werden Sie im Internet präsent!
Beispiele:
Imageseiten:
www.pankel.com
Themenseite:
detektor.fm
Abbildung 3: Imageseite der Fa. Pankel – Gewinner NEG Website Award 2010, 2. Platz (www.pankel.de)
14
Webseite
Ziele einer Webseite sind u.a. die Organisations- und kenntnisse leicht eingeben und pflegen. Es ist wichtig, den
Unternehmensdarstellung, aber auch die Produkt- und gesamten Internetauftritt schlank zu halten und die wich-
Dienstleistungsvermarktung, z.B. über einen Online-Shop, tigen Inhalte so zu präsentieren, dass diese direkt über die
Auktions- und Versandhäuser. Startseite erreichbar sind. Die Menütitel der Navigations-
leiste sollten leicht identifizierbar sein, z.B. mit Bezeich-
Weiterführende Quellen nungen wie: »Über uns«, »Unser Angebot«, etc. Kann der
Ratgeber Webseiten-Gestaltung ratgeber.website-award.net Nutzer mit den Titeln nichts anfangen, fällt die Navigation
Dieser dient Ihnen als Informations- und Beratungsseite zur schwer und die Seite wird schnell wieder verlassen.
Gestaltung von Webseiten. Dabei wird insbesondere auf
gestalterisch-inhaltliche, technische, organisatorische und Darstellung
juristische Kriterien eingegangen. Das Allerwichtigste einer guten Webseite ist der Inhalt. Die
Texte und Bilder sollten immer den Kundennutzen in den
Definition Vordergrund stellen, nicht Ihre Produkte oder Leistungen.
Eine Webseite bezeichnet eine komplette, zusammengehö- Zudem sollten Inhalte kurz und prägnant dargestellt wer-
rige Webpräsenz. Sie besteht aus einzelnen Internetseiten den. Spielen Sie mit Zwischenüberschriften und untermalen
und der eigentlichen Homepage, der Startseite. Über die Sie Inhalte mit einem passenden Bild. Bei Bildern beachten
Homepage werden mehrere Internetseiten eines Anbieters Sie, dass keine Abbildungen von fremden Webseiten, aus
mittels Navigationsleiste (Menü) zusammengefasst und Büchern oder sonstigen im Internet einfach zu findenden
veröffentlicht. Quellen verwendet werden. Denn ohne das Einverständnis
des Urhebers kann die Nutzung fremder Inhalte rechtliche
Aufbau Konsequenzen nach sich ziehen und damit hohe Kosten
Eine professionell anmutende, nutzer- und suchmaschinen- verursachen. Über Bilderdatenbanken wie www.fotolia.de,
freundliche Webseite bildet die Basis jedes Online-Marke- www.aboutpixel.de oder www.istockphoto.com können
tings. Der Aufbau einer Webseite kann durch den Einsatz Bilder legal gekauft und Abmahnungen vermieden werden.
eines Content Management System (CMS) recht einfach Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Impressum rechts-
und preiswert erfolgen. Ein CMS ist ein System zur gemein- sicher ist. Dafür lohnt es sich, einen Experten zu Rate zu
schaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Organisation von ziehen.
Inhalten. Damit lassen sich Inhalte ohne Programmier-Werden Sie im Internet präsent! | 4
Abbildung 4: Themenwebseite von detektor.fm – Gewinner NEG Website Award 2010, 1. Platz (detektor.fm)
15
Kosten/Aufwand
Einfache Lösungen: Diese können Sie, oft schon ab einem
Preis von 5 Euro im Monat, günstig über unterschiedliche
Provider beziehen. Dabei handelt es sich um Standard
lösungen ohne Inhalt. Um die Webseite mit Inhalt zu füllen,
sollten Sie ca. zwei Tage einplanen und anschließend für
die Pflege im Normalfall je nach Branche einen Tag pro
Monat.
Typische Lösungen: Höherwertige Webseiten werden in der
Regel von Agenturen erstellt. Deren Einrichtungspreise
liegen etwa zwischen 2.000 und 10.000 Euro je nach
Entwicklungsaufwand und Inhalt. Dabei handelt es sich um
eine Startseite mit mehreren verknüpften Unterseiten. Die
Providergebühren für die Domain und den Server beginnen
derzeit etwa bei zwölf Euro pro Monat. Beim Pflegeauf-
wand ist wie bereits bei der einfachen Lösung etwa ein Tag
pro Monat anzusetzen.4 | Werden Sie im Internet präsent!
Beispiele:
www.blogger.de
www.wordpress-deutsch-
land.org
Abbildung 5: Beispiel für einen kostenloser Webloganbieter - Blogger.de (www.blogger.de)
16
Blogs
Ein Blog ermöglicht dem Betreiber, sich als Experte zu Blog kostenlos einrichten können, wie beispielsweise
einem Thema im Internet zu positionieren. Blogger.com, einer der ältesten Bloganbieter im Internet.
Definition Jedem Beitrag auf einem Blog sollte im Idealfall eine
Der Vorteil erfolgreicher Blogs liegt in einer höheren Aktu- eindeutige Internetadresse zugewiesen werden, über die
alität der Inhalte im Vergleich zu normalen Webseiten. Der jeder einzelne Blogbeitrag zu einem späteren Zeitpunkt
Grund dafür ist die einfache Strukturierung der Inhalte und noch abgerufen werden kann. Damit können Verweise
Kommentare, für die kein komplexes Content-Management- von einem Blogbeitrag auf einen anderen einfach erstellt
System benötigt wird. In einem derartigen System werden werden. Moderne Blogsysteme erzeugen diese eindeutigen
Inhalt und Layout immer voneinander getrennt, so dass Internetadressen automatisch. Ihr Format kann dabei sehr
sich der Betreiber nur auf die Bereitstellung von Inhalten unterschiedlich sein. Häufig enthalten sie in der Adresse
(Texten) konzentrieren muss. den Titel des Artikels oder nutzen den Zeitstempel zu dem
der Artikel ins Internet gestellt worden ist
Bei falscher Anwendung kann ein Blog auch schnell zu
Nachteilen führen. Denn ein Blog stellt die elektronische Kosten/Aufwand
Visitenkarte des Betreibers dar. Wenn jeder Mitarbeiter Bloggen ist in der Regel kostenfrei, Sie benötigen lediglich
eines Unternehmens ohne Vorgaben bloggen darf und Zeit. Damit ein Blog Sinn macht, sollten Sie mindestens
falsche Informationen einstellt bzw. Informationen schlecht zwei Beiträge im Monat erstellen, was einen Aufwand von
präsentiert, kann dies auch schnell Konsequenzen auf den etwa einem Tag entspricht.
Ruf des Unternehmens nach sich ziehen.
Einrichtung
Bei der Umsetzung eines Blogs stehen Ihnen zwei Möglich-
keiten zur Verfügung. Entweder Sie besitzen einen eige-
nen Server, dann können Sie eine der frei und kostenlos
verfügbaren Blog-Softwareprogramme, wie z.B. WordPress
oder P-Machine, installieren, das Layout anpassen und los
geht’s. Oder Sie suchen sich einen Provider, bei dem Sie einWerden Sie im Internet präsent! | 4
Abbildung 6: EC-M Podcast aus dem Beratungszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr Mittelhessen
(www.ec-m.de/service/podcast) 17
Podcasts / Feeds
Ziel ist es, Interessenten Audio- und Video-Inhalte über das Kosten/Aufwand
Internet zur Verfügung zu stellen. Die Information über Die Bereitstellung von Speicherplatz für das Hosting von
neue Inhalte werden Interessenten aktiv über Feeds Audio- und Video-Inhalten reicht von kostenlos (geringer
zugesendet (Push). Speicherplatz und ggf. Abspielen von Werbung) bis hin zu
ca. 20 Euro pro Monat (großer Speicherplatz ohne Abspie-
Definition len von Werbung). Für die Erstellung der Podcasts müssen
Podcasts bezeichnen Audio- und Video-Inhalte, die von Sie entsprechend Zeit vorsehen. Sie können die Erstellung
(potenziellen) Kunden im Internet abgerufen werden selbst übernehmen oder eine Agentur damit beauftragen,
können. Inhalte hierfür können Produktvorstellungen, die dies für Sie durchführt.
Kundenerfahrungen und -meinungen sowie Diskussionen
über interessante Themen mit Bezug zu Ihrem
Unternehmen und dessen Produkten sein.
Damit (potenzielle) Kunden erfahren, dass neue Audio- und
Video-Inhalte im Internet zur Verfügung stehen, können sie
als Feeds abonniert werden. Feeds sind Text-Nachrichten,
die Abonnenten zugesendet werden und sie u.a. über neue
Audio- und Video-Inhalte und deren Download-Links infor-
mieren. Darüber hinaus können Feeds auch auf beliebige
andere Inhalte im Internet verlinken.
Mittels Feeds können Sie (potenzielle) Kunden, ähnlich wie
beim Newsletter aktiv informieren. Allerdings sind Ihnen
hier die Abonnenten nicht bekannt.
Möchten Sie bei der Erstellung Ihres eigenen Podcasts
Musik verwenden, beachten Sie bitte die Urheberrechte.4 | Werden Sie im Internet präsent!
Beispiele:
www.Flickr.de
www.YouTube.de
www.MyVideo.de
Abbildung 7: Video bei YouTube zum NEG Website Award 2010 (www.youtube.de)
18
Foto- und Videoplattformen
Derartige Portale bieten zahlreiche Interaktionsmöglich-
keiten wie Einladen von Freunden, Bewerben von Bildern,
Vergeben von Auszeichnungen, wodurch sich Benutzer
miteinander vernetzen können.
Videos werden zunehmend von Unternehmen als Marke-
tinginstrument erkannt, über das insbesondere Produkte
und Dienstleistungen (potenziellen) Kunden auf unkon-
ventionelle Art und Weise vorgestellt werden können. So
stellen beispielsweise Friseure ihren neusten Haarschnitt
vor, aufgenommen mit herkömmlichen Kameras und ggf.
mit einem Werbevorspann versehen. Diese Videos können
darüber hinaus auch in die eigene Webseite eingebunden
werden.
Bei veröffentlichten Aufnahmen behalten sich die Foto- und
Videoplattformen im Allgemeinen das Recht vor, das per
Upload veröffentlichte Material zu lizenzieren und kommer-
ziell verwerten zu können. Deshalb achten Sie bitte darauf,
was Sie auf diesen Plattformen veröffentlichen.
Kosten/Aufwand
Foto- und Videoplattformen sind kostenlos, Sie müssen le-
diglich Zeit in die Erstellung der Fotos und Videos investie-
ren. Sie können die Erstellung selbst übernehmen oder eine
Agentur damit beauftragen, die dies für Sie durchführt.Werden Sie im Internet präsent! | 4
ermarktung über Online-Shops /
V Handlungsempfehlungen zur Regionalisierung
Produktkonfigurator (S 1.2)
Locken Sie Kunden aus der Umgebung in Ihr Geschäft bzw.
Ihre Filialen!
Anbieten von Selbstabholung und Umtausch vor Ort für
S 1.2
Produkte, die über das Internet bestellt wurden;
Aufzeigen der verfügbaren Produkte im Geschäft bzw.
in Filialen;
Anfragen zügig – innerhalb eines Tages – beantworten.
Um Produkte über das Internet zu verkaufen, sollten Sie
bei Standardprodukten über einen Online-Shop bzw. Werten Sie das Kaufverhalten Ihrer Kunden nach regionalen
bei komplexen, konfigurierbaren Produkten über einen Aspekten aus!
Produktkonfigurator (webbasierte Lösung zum Zusammen-
stellen mehrerer Komponenten zu einem Produkt, wie z.B. Nutzung der Postleitzahlen von Kunden zur Ausrich-
Computer) nachdenken. tung regionaler Aktionen und Dienstleistungen.
Feeds, Podcasts sowie Foto- und Videoplattformen können
herangezogen werden, um die Informationen im Online- Verwenden Sie regelmäßig regionale Informationen in Ihrem
Shop bzw. Produktkonfigurator zu ergänzen (wie bereits Online-Shop!
bei S 1.1 erläutert). Einige der Handlungsempfehlungen zur 19
Regionalisierung für den Aufbau der Webpräsenz gelten Nennung des Ansprechpartners für Fragen zu den
auch für den Online-Shop bzw. Produktkonfigurator. jeweiligen Produkten mit Anzeige der Kontaktinformati-
onen (unter Abwägung von Vor- und Nachteilen);
Verlinkung von aktuellen, regionalen Nachrichten Ihres
Unternehmens oder aus der Branche neben Text auch
als Audio und Video mit geeigneten Produkten Ihres
Online-Shops.
Internet-Marketinginstrumente
Schlüsselinstrumente
Online-Shop S. 20
Ergänzende Instrumente
Podcasts und Feeds S. 17
Foto- und Videoplattformen S. 18
Tabelle 3: Internet-Marketinginstrumente für Schritt S 1.24 | Werden Sie im Internet präsent!
Beispiele:
www.schornsteinmarkt.de
www.mykona.de
Abbildung 8: Online-Shop der Fa. Schornsteinmarkt – Gewinner Website Award 2010, 3. Platz
20 (www.schornsteinmarkt.de)
Online-Shop
Ziel ist es, dass sich Kunden online über Produkte informie- Wichtige Kriterien
ren und diese online erwerben können. Für einen guten Online-Shop sind eine schnelle Produktsu-
che und eine klare Navigation sowie aktuelle und nützliche
Weiterführende Quellen Inhalte von großer Bedeutung. Der Bestellvorgang und
E-Commerce Leitfaden – erfolgreicher im elektronischen Warenkorb sollte übersichtlich gestaltet sein. Das heißt, es
Handel www.ecommerce-leitfaden.de. Er liefert Ihnen in sollte möglich sein, Änderungen im Warenkorb vorzuneh-
Experteninterviews, Checklisten sowie an einem Fallbei- men und frühzeitig im Einkaufsprozess über die Gesamt-
spiel Informationen zu Themen wie Shop-Software, recht- kosten zu informieren. Außerdem ist es wichtig, die Ver-
liche Pflichten, E-Payment, Risikomanagement, Inkasso, fügbarkeit und Lieferzeit der Produkte als Kunde schnell
Forderungsmanagement, Adressprüfung, Bonitätsprüfung, erfassen zu können. Achten Sie auch darauf, aus Gründen
Web-Controlling, Logistik, Verkauf ins Ausland und vieles des Datenschutzes nur verkaufsrelevante Daten abzufra-
mehr. gen. Um das Vertrauen der Kunden zu steigern, sind der
Einsatz mehrerer Zahlungssysteme sowie die Angabe von
Ergebnisse der Händlerbefragung „Total global? Die Bedeu- Sicherheitssiegeln relevant.
tung regionaler Kunden für Online-Händler“ (Juni 2010):
www.ecommerce-leitfaden.de/download/toglo/Ergebnis- Aufbau und Darstellung
se_Total_Global.pdf. Siehe oben – Informationen zur Webseite
Definition Bei komplexen Produkten sollten Sie sich überlegen, ob die
Ein Online-Shop ist eine Handelsplattform, die Waren und Verwendung eines Produktkonfigurators sinnvoll ist.
digitale Produkte im Internet zum Verkauf bereitstellt. Laut
Definition gehört der Handel über einen Online-Shop zum Bedeutung heute
Versandhandel. Gegenüber dem klassischen Versandhandel Laut einer Analyse des Bundesverbandes des Deutschen
verwendet der Online-Shop keinen papierbasierten Katalog Versandhandels www.versandhandel.org hat der Online-
zum Anpreisen der Produkte, sondern das Shop-System mit handel über Online-Shops im Jahr 2009 seine Online-Um-
Warenkorbfunktion im Internet. sätze um 19,8 Prozent auf rund 4,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,7
Mrd. Euro) gesteigert – mit steigender Tendenz.Werden Sie im Internet präsent! | 4 Abbildung 9: Online-Shop der Fa. Mykona – Gewinner Website Award 2010 Berlin-Brandenburg, 1. Platz (www.mykona.de) 21 Kosten/Aufwand Einfache Lösungen: Handeln Sie über Marktplätze wie Ama- zon oder eBay. Dort können Sie sich für wenig Geld etwa ab zehn Euro im Monat einen Online-Shop erstellen. Der Pflegeaufwand dieser Lösung liegt in etwa bei ein bis zwei Tagen pro Monat. Typische Lösungen: Sie können über Agenturen bezogen werden. Deren Einrichtungspreise liegen etwa zwischen 5.000 und 20.000 Euro je nach Entwicklungsaufwand und Inhalt. Die Softwarelizenz ist in der Regel auf Open Source Basis und wird entsprechend Ihren Wünschen angepasst. Zum Teil ist das Einpflegen der Produkte im Preis mit ent- halten. Die Providergebühren für die Domain und den Ser- ver beginnen etwa bei zwölf Euro im Monat. Für Pflegeauf- wand ist wie bereits bei der einfachen Lösung mit circa ein bis zwei Tagen pro Monat zu rechnen.
Erhöhen Sie Ihre Etablieren Sie Ihre zentrale Webpräsenz, indem Sie mög-
lichst viele (potenzielle) Kunden der Zielgruppe darauf
aufmerksam machen.
Sichtbarkeit im Optimieren Sie Ihre Webpräsenz (S 2.1)
Internet!
Phase 2 – Steigerung
der Öffentlichkeitsarbeit S 2.1
Die Webpräsenz müssen Sie neben den traditionellen
Medien auch im Internet vermarkten. Ziel dabei ist die Stei-
gerung der Nutzerzahl und damit die Ansprache weiterer
(potenzieller) Kunden der relevanten Zielgruppe. Daher ist
es notwendig, das Ranking der Webpräsenz in Suchmaschi-
nen zu verbessern. Dies erfolgt mittels Suchmaschinen-
Marketing (z.B. durch Mieten von Suchbegriffen, so dass
22 eine Anzeige mit Verlinkung auf die eigene Webpräsenz bei
der Eingabe eines festgelegten Suchbegriffs in der Such-
maschine angezeigt wird) oder mittels Suchmaschinen-
Optimierung (Optimierung der Inhalte der Webpräsenz,
um ein besseres Ranking in Suchmaschinen zu erreichen).
Alternativ können auch kostenlose Einträge in Portalen
erfolgen, mit denen meist eine Verbesserung des Ranking
in Suchmaschinen einhergeht.
Darüber hinaus können Sie Online-Werbung und Anzeigen
in Portalen (Branchen, Zeitung, Region) schalten sowie
Affiliate-Marketingangebote für sich nutzen. Beachten Sie
jedoch, dass diese Dienste teilweise kostenpflichtig sind.
Liegt Ihnen ein kostenpflichtiges Angebot vor, prüfen Sie
erst, ob es wirklich die von Ihnen gewünschten Ergebnisse
erzielt. Oft erreichen Sie ähnliche Ergebnisse auch mit kos-
tenfreien Angeboten. Eine Marketingunterstützung können
auch Verbraucherportale bzw. Empfehlungswebseiten
darstellen. Hierbei ist zu beachten, dass Sie keinen direk-
ten Einfluss auf die Bewertungen nehmen können, außer
Ihr Angebot gemäß der Anforderungen und Erwartungen
Ihrer Kunden zu verbessern. Vor einer Manipulation der
Kundenbewertungen durch selbstgesteuerte Eintragungen
wird abgeraten.Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet! | 5
Handlungsempfehlungen zur Regionalisierung
Wählen Sie die richtigen Begrifflichkeiten für Ihr Such- Nutzen Sie Ihre Kunden zur Bewertung Ihrer Produkte und
maschinen-Marketing! Dienstleistungen!
Suchbegriffskombinationen aus Region, Produkten, Prüfung von Kundenbewertungen auf regional relevan-
Branche und/oder Berufsbezeichnung verwenden; ten Empfehlungswebseiten;
Angabe der Region in Ihren Anzeigen der Hinweis an Kunden zur Bewertung Ihrer Produkte auf
Suchmaschine; regional relevanten Empfehlungswebseiten.
offensichtliche Darstellung der Region auf der
Landing-Page (eine Webseite, auf die von der Suchma-
schine aus verlinkt wird).
Optimieren Sie ihre Webseite richtig!
Verwendung von Postleitzahlen und regionalen Begriffs-
kombinationen im Quelltext (Metatags) der Webseiten,
wie beispielsweise: Friseur Stuttgart West
(siehe S 1.1/S 1.2);
regelmäßige Nennung von Regionen und Ortsnamen in
Texten auf der Webseite (siehe S 1.1/S 1.2). 23
Tragen Sie sich in Portale ein!
Kontaktdaten kostenlos in Branchenportale eintragen;
Nutzen von Regionalportalen, beispielsweise von IHK
und Handwerkskammer;
Veröffentlichung von Unternehmensnachrichten in
regionalen Internetzeitungen. Internet-Marketinginstrumente
Schlüsselinstrumente
Suchmaschinen-Marketing S. 24
Schalten Sie Online-Werbung nur regionalspezifisch!
Suchmaschinen-Optimierung S. 26
Bannertausch mit komplementären Unternehmen der
Ergänzende Instrumente
Region im Internet;
Online-Werbung (Banner – Standardformate
S. 27
regionale Online-Werbung bei komplementären Unter- vs. Rich Media, Microsites)
nehmen im Internet (zur Kostenminimierung Anzeige Portale (Branche, Zeitung, Region) S. 28
nur bei Internetnutzern der Region schalten lassen);
Verbraucherportale S. 29
regionale Online-Werbung auf Webseiten von Vereinen Empfehlungswebseiten S. 30
und öffentlichen Einrichtungen (zur Kostenminimierung
Affiliate Marketing S. 31
Anzeige nur bei Internetnutzern der Region schalten
lassen). Tabelle 4: Internet-Marketinginstrumente für Schritt S 2.15 | Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet!
Abbildung 10: Generierung von Keyword-Ideen für die Suchwortkombination »Friseur Stuttgart«
24 in Google AdWords (adwords.google.de/select/KeywordToolExternal)
Suchmaschinen-Marketing
Ziel des Suchmaschinen-Marketing ist es, die Sichtbarkeit Für jeden Suchbegriff haben die Suchmaschinenanbieter
innerhalb der Ergebnislisten in Suchmaschinen durch ge- einen Mindestpreis pro Klick festgelegt. Um eine möglichst
kaufte Anzeigen zu verbessern. hohe Platzierung zu erreichen, können Sie – sofern es meh-
rere Buchungen für das gleiche Suchwort gibt – das Gebot
Weiterführende Quellen für diesen Begriff erhöhen (dieses Auktionsverfahren wird
Weiterführende Quellen: Grundlegende Instrumente und zumindest bei Yahoo Search Marketing und Miva einge-
Funktionen der Suchmaschinen www.ecc-handel.de/grund- setzt – bei Google AdWords entscheiden auch noch andere
legende_instrumente_und_funktionen_der.php Kennziffern über die Platzierung, z.B. die Click-Through-
Rate, also wie häufig auf eine Textanzeige geklickt wird).
Definition
Es umfasst alle Maßnahmen zur Gewinnung qualifizierter Um herauszufinden, welche Suchbegriffe für Ihre angebo-
Besucher über Suchmaschinen in Form von bezahlten Ein- tenen Produkte am sinnvollsten sind, gibt es sogenannte
trägen. Dazu verkaufen oder versteigern die Suchmaschi- Keyword-Ideenfinder im Internet. Dort geben Sie dasjenige
nenanbieter Positionen oberhalb oder neben der regulären Suchwort ein, von dem Sie glauben, dass es Ihr Produkt
Trefferliste (dem organischen Ergebnis), sogenannte ge- am besten beschreibt. Daraufhin erhalten Sie eine Über-
sponserte Links. Die bezahlten Einträge sind farblich bzw. sicht weiterer Suchbegriffe wie z.B. in Abbildung 10 (dem
durch einen Hinweis als Werbung in den Suchmaschinen Keyword-Ideenfinder von Google AdWords) dargestellt.
gekennzeichnet (im Gegensatz zu den regulären Treffern Diese zeigen an, wie oft nach den angegebenen Begriffen
aus dem Index). Je nachdem welches Keyword (Suchwort) gesucht wurde und wie hoch die Nutzung im Wettbewerb
vom Benutzer eingegeben wird, erfolgt die Einblendung ist. Mit diesen Informationen können Sie dann eine Ent-
eines werblichen Links (siehe Abbildung 11). Die Textanzei- scheidung treffen, welche Suchbegriffe für Ihr Unterneh-
ge (auch als Ad Text bezeichnet) wird von Ihnen bzw. einer men am wirtschaftlichsten sind. Um Kosten zu sparen ist es
Agentur formuliert. Diese sollte alle wichtigen Begrifflich- sinnvoll Wortkombinationen anstatt einzelne Suchbegriffe
keiten enthalten, die dem (potenziellen) Kunden sofort ver- zu verwenden.
mittelt, was ihn beim Klick auf die Anzeige erwartet. Klickt
der Kunde auf die Anzeige, sollte er auf eine Landing-Page
(Landeseite) kommen, die den Erwartungen des Kunden
aus den Suchbegriffen bzw. dem Werbetext entspricht.Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet! | 5
Abbildung 11: Beispiel für Suchergebnisse anorganisch (orange) / organisch (grün) (www.google.de)
25
Kosten/Aufwand
Bei dieser Lösung können Sie für die Einrichtung etwa
einen halben Tag einplanen. Für die monatliche Pflege
wird in der Regel ebenfalls ein halber Tag benötigt. Starten
sollten Sie zunächst mit einem geringeren Budget von etwa
100 bis 150 Euro im Monat, sprich mit etwa fünf Euro am
Tag. Wie teuer ein Klick ist, richtet sich jeweils nach der
Begehrtheit der verwendeten Begriffe und kann sehr unter-
schiedlich ausfallen. Wenn Sie merken Ihre
verwendeten Begriffe bzw. Begriffskombinationen sind
erfolgreich, können Sie Ihr Budget erhöhen.
Die Aufgabe, geeignete Begriffe zu identifizieren, können
Sie auch an eine Agentur vergeben, diese verlangen für
ihre Verwaltungstätigkeiten in der Regel zwischen zehn bis
zwanzig Prozent Provision.5 | Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet!
Abbildung 12: Website-Check bei seitwert am Beispiel der Domain www.ecc-stuttgart.de – Internetauftritt
26 des Kompetenzzentrum ECC Stuttgart-Heilbronn (www.seitwert.de)
Suchmaschinen-Optimierung
Ziel der Suchmaschinen-Optimierung ist es, die Sichtbarkeit Google und Yahoo sowie Hinweise darauf, wie viele Links
innerhalb der Ergebnislisten (organischen Suche) in Such- auf Ihre Webseite führen. Aber auch Informationen zu den
maschinen zu verbessern. technischen Details Ihrer Webseite werden bei derartigen
Website-Checks angezeigt. Oft erhalten Sie auf diesen
Weiterführende Quellen Seiten auch ausführliche Informationen, was bei Ihrer
Eine kostenlose Einschätzung Ihrer Webseite ist beispiels- Webpräsenz sehr gut umgesetzt wurde und was noch
weise mit den folgenden Tools möglich unter: verbesserungswürdig ist.
www.seitwert.de, de.linkvendor.com, www.urltrends.com.
Kosten/Aufwand
Definition Sie können Suchmaschinen-Optimierung auch kostenlos
Darunter wird die inhaltliche Gestaltung einer Webseite selbst durchführen. Dafür benötigten Sie lediglich etwas
unter Berücksichtigung der Funktionsweisen von Such- Zeit um sich in das Thema einzuarbeiten. Die Hauptauf-
maschinen verstanden. Dabei werden Worthäufigkeiten, gabe dabei besteht in der Suche nach guten Begrifflich-
die maximale Anzahl an Wortwiederholungen und andere keiten. Damit jedoch auf Seite eins der Suchmaschinen zu
Parameter exakt an die Eigenschaften der Suchmaschine gelangen ist eher unwahrscheinlich, außer Sie bewerben
angepasst. Dies führt dazu, dass Suchmaschinen optimier- ein Nischenprodukt. Möchten Sie weit vorne in der Suchma-
te Webseiten als besonders wertvoll beurteilen und in der schine angezeigt werden, ist es ratsam, sich professionelle
Trefferliste weit oben platzieren. Hilfe zu suchen. Achten Sie aber bei der Auswahl darauf,
dass der Dienstleister seriös und vertrauenswürdig ist. Die
Generell gilt jedoch, häufige Wiederholungen Ihrer Such- Kosten für eine professionelle Suchmaschinen-Optimierung
begriffe bei der Formulierung Ihrer Texte zu vermeiden. beginnen etwa bei 500 Euro pro Monat.
Schreiben Sie abwechslungsreich und für den Leser inter-
essant.
Auf zahlreichen Webseiten im Internet erhalten Sie die
Möglichkeit Ihre Webpräsenz kostenfrei zu testen und mit
dem Wettbewerb zu vergleichen. Dort erhalten Sie Infor-
mationen zum Ranking in den größten Suchmaschinen wieErhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet! | 5
Beispiel:
Microsite:
Fruchtgetränk »Seezüngle«
www.seezuengle.de
Abbildung 13: Brauerei Clemens Härle KG – Bewerber des Baden-Württembergischen Website Award 2010
(www.seezuengle.de) 27
Online-Werbung
(Banner – Standardformate vs.
Rich Media, Microsites)
Ziele des Online Marketings sind Umsatzsteigerung, Er- Firefox. Um diesen Filter zu umgehen, werden Rich Media-
höhung der Marktanteile bzw. des Bekanntheitsgrads und Elemente verwendet, die noch nicht automatisch ausge-
ggf. auch die Verbesserung des eigenen Images. blendet werden und aufgrund ihrer wesentlich dezenteren
Darstellung und kleinen Videos Benutzer zum Anklicken
Definition animieren. Der Betrachter wird beispielsweise mit einer
Banner sind interaktive Werbeelemente, die auf fremden Sprudelflasche gelockt, die plötzlich aufgeht und ein Ge-
Webseiten eingebunden sind und durch einen entsprechen- räusch ertönt. Mit einer Microsite hingegen, können Sie ein
den Link auf die Homepage des Werbenden führen. Rich spezielles Produkt Ihrer Firma bewerben, um es beispiels-
Media bezeichnet Inhalte, die optisch und akustisch weise im Markt einzuführen.
z.B. durch Video, Audio und Animation angereichert
werden. Microsites sind schlanke Webseiten mit wenigen Kosten/Aufwand
Unterseiten und geringer Navigationstiefe innerhalb einer Diese Art des Marketings ist oft sehr teuer und sollte erst
größeren Webpräsenz. Sie sind optisch von dem eigentli- dann eingesetzt werden, wenn alle kostenlosen und güns-
chen Internetauftritt unabhängig und bilden thematisch tigen Möglichkeiten des Internet-Marketing (siehe oben)
und gestalterisch eine eigenständige kleine Webpräsenz. ausgeschöpft wurden. Sie sollten frühesten damit begin-
nen, wenn Ihre Webseite erfolgreich optimiert wurde und
Bedeutung heute die angebotenen Leistungen derartiger Anbieter sorgfältig
Die Online-Werbung wird immer beliebter, auch wenn sich prüfen bevor Sie einen Vertrag abschließen.
deren Darstellung in den letzten Jahren deutlich verän-
dert hat: Weg von den Bannern und hin zu Rich Media-
Elementen sowie Microsites. Nutzer ignorieren heutzutage
Werbeflächen oder Einblendungen, die nach typischen
Werbebotschaften aussehen. Zudem gibt es mittlerweile
Browser-Plug-Ins (kleine Zusatzprogramme für Browser),
die Werbung ausblenden, wie z.B. der AdBlocker von5 | Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet!
Beispiele:
www.idealo.de,
www.billiger.de,
www.geizkragen.de,
www.gelbeseiten.de,
www.branchen-info.net,
www.handwerkernet.de
Abbildung 14: Branchenbuch für Deutschland am Beispielsuchwort: »Schreinerei« (www.branchen-info.net)
28
Portale (Branche, Zeitung, Region)
Ziel von Portalen ist es, eine große Anzahl an Angeboten Ein Standardeintrag ist bei den meisten jedoch kosten-
und Informationen übersichtlich auf einer Eingangsweb frei erhältlich. Dieser beinhaltet in den meisten Fällen die
seite für den Besucher darzustellen. Adresse und eine Telefonnummer. Alles Weitere muss dann
kostenpflichtig hinzu gebucht werden.
Definition
Als Portale werden Webanwendungen bezeichnet, die je Kosten/Aufwand
nach Anbieter die technische Infrastruktur manchmal aber In der Regel kostenfrei, falls es etwas kosten sollte, prüfen
auch ergänzende Dienstleistungen und Services für den Sie sorgfältig, ob es für Sie auch relevant ist. Ansonsten gilt
Austausch und die Zusammenarbeit zwischen mehreren es, dass Sie zur Suchmaschinen-Optimierung in möglichst
Nutzern anbieten. vielen kostenlosen Portalen vertreten sind.
Beispiele für ausgewählte Portalanwendungen sind
Preisvergleichsseiten, wie www.billiger.de, vergleichen
Preise von Produkten registrierter (Partner-)Shops und
verlinken auf einzelne Produkte dieser Online-Shops. Viele
Nutzer informieren sich besonders bei hochpreisigen
Produkten vor dem Kauf auch über Preisvergleichsseiten.
Daher kann Werbung oder auch das Einstellen eigener
Produkte sinnvoll sein.
E-Business-Portale (z.B. www.xing.de), Marktplätze (z.B.
www. amazon.de), Handelsplattformen (z.B. www.ebay.de)
und Branchen-Verzeichnisse (z.B. www.gelbeseiten.de)
sind Verzeichnisse, in die sich Unternehmen (meist gegen
Gebühr) eintragen lassen können. Mittlerweile gibt es eine
Vielzahl derartiger Anwendungen sowohl für einzelne Bran-
chen und Städte als auch in allgemeiner Form.Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet! | 5
Beispiele:
www.ciao.de,
www.test.de
Abbilldung 15: Community gesteuertes Verbraucherportal am Beispiel von ciao! (www.ciao.de)
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Verbraucherportale
Ziel ist es, dem potenziellen Kunden Informationen und
Bewertungen zu Produkten und Dienstleistungen zur Ver-
fügung zu stellen.
In Verbraucherportalen werden zum einen Tests über
Produkte von (unabhängigen) Institutionen veröffentlicht,
zum anderen können aber auch Verbraucher Produkte tes-
ten, bewerten und ihre Erfahrungen publizieren.
Bei unabhängigen Verbraucherportalen werden die
Waren anonym gekauft bzw. Dienstleistungen verdeckt
in Anspruch genommen. Anschließend werden diese auf
Grundlage von wissenschaftlichen Methoden in unab-
hängigen Instituten getestet und auf der Basis der Unter
suchungsergebnisse bewertet und veröffentlicht.
Eine andere Art stellen die Verbraucherportale durch Com-
munities dar. Diese besitzen eine sehr große Anzahl von
Mitgliedern, die zum Nutzen anderer Verbraucher Millionen
von Produkten und Dienstleistungen testen und kritisch
bewerten. Gleichzeitig dienen sie als Einkaufsberater im
Internet, da alle Artikel und Dienstleistungen mit aktuellen
Preisinformationen hunderter Online-Shops verbunden
sind.5 | Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet!
Beispiele:
www.qype.com
Abbilldung 16: Empfehlungswebseite am Beispiel einer Bäckerei in QYPE (www.qype.com)
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Empfehlungswebseiten
Jeder kann auf Empfehlungswebseiten, Dienstleister, Beispiel
Geschäfte und sonstige öffentliche Orte bzw. Anbieter Fünf Nutzer empfehlen es fünf Freunden und diese je-
vorstellen und bewerten. weils wieder fünf weiteren Freunden. Dann haben Sie
anschließend bereits 125 potenzielle neue Konsumenten
Über dieses Medium kann der Benutzer Produkte, Ge- gewonnen. Der Vorteil dabei ist, dass diese Personen die
schäfte und Dienstleistungen bewerten, beschreiben und Empfehlungen anderer Nutzer nicht als Werbebotschaft
kommentieren. Ziel ist es, sich vor dem Kauf näher über betrachten, sondern als wichtige und vertrauenswürdige
ein Produkt zu informieren. Informationen, die sie bei der Kaufentscheidung
unterstützen.
Bedeutung
Angesichts der hohen Werbedichte und Flut an neuen Pro-
dukten, die tagtäglich auf den Konsumenten einströmen,
nimmt die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen
für das Marketing zu, z.B. in Form von Mundpropaganda.
Denn die Empfehlung eines guten Freundes wird weit
höher geschätzt als hunderte von Anzeigen.
Nutzen
Diese Art der Werbung ist sehr effizient, wenn Nutzer Ihre
Produkte als gut einschätzen und dies entsprechend über
diese Seiten bewerten und kommunizieren.Erhöhen Sie Ihre Sichtbarkeit im Internet! | 5
Beispiele:
www.zanox.com/de
www.affili.net
Abbilldung 17: Partnernetzwerk am Beispiel von zanox (www.zanox.com/de)
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Affiliate Marketing
Ziel des Affiliate Marketing ist es klickstarke Besucher zu Sie als Affiliate stellen Werbefläche zur Verfügung, welche
gewinnen und dadurch die eigenen Einnahmen und gleich- Ihnen anschließend vergütet wird. Beachten Sie jedoch,
zeitig die des werbenden Unternehmens zu steigern. dass die beworbenen Produkte bzw. Dienstleistungen zu
den übrigen Inhalten Ihrer Webseite passen sollten.
Definition
Es bezeichnet die Platzierung von Werbung eines Unter- Bei der klassischen Vergütung wird beispielsweise die
nehmens auf etablierten privaten und kommerziellen Abrechnung pro Klick (Pay-per-Click), pro Interessent oder
Webseiten. Für die Platzierung erhält der Betreiber (Affi- Empfehlung (Pay-per-Lead) oder pro Verkauf (Pay-per-Sale)
liate) der etablierten Webseite nur dann eine Entlohnung, getätigt, wobei auch Mischformen möglich sind. Eine wei-
wenn ein Kunde eine Transaktion tätigt, beispielsweise den tere aber noch nicht so verbreitete Form stellt die Lifetime-
Kauf einer Ware. Es stellt somit eine rein erfolgsorientierte Provision dar, die den Affiliate auch an späteren Umsätzen
Vertriebsform dar, die eine Verknüpfung zwischen dem beteiligt. Die Höhe der Vergütung kann zwischen wenigen
werbenden Unternehmen und dem Affiliate herstellt. Cent pro Klick und mehreren Euro (teilweise bis in den
dreistelligen Bereich) pro Verkauf liegen.
Affiliate-Systeme arbeiten auf Basis einer Vermittlungs
provision, dabei erfolgt die Identifikation über spezielle Kosten/Aufwand
Link-Codes, die der Affiliate vom System erhält und in Diese Art des Internet-Marketings ist anfangs nicht
seine Webseite einfügt. Die Höhe der Vergütung variiert je empfehlenswert, da sie recht teuer ist.
nach Netzwerk- und werbenden Unternehmen.
Den Kern dieses Marketinginstruments bilden Partnernetz-
werke, welche werbende Unternehmen und Affiliates die
Möglichkeit gibt, entsprechend ihrer Branchen bzw. Inte-
ressen, Partner für eine geschäftliche Kooperation zu fin-
den. Es gibt zwei Möglichkeiten: Zum einen können Sie als
werbendes Unternehmen Produkte und Dienstleistungen
dem Affiliate zur Verfügung stellen und dieser wird diese
dann entsprechend auf seiner Webseite platzieren. OderSie können auch lesen