RundBlick Gewürze und ihre Wirkung - Stiftung Amalie Widmer
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Ausgabe 13 • Winter 2020
RundBlick
Magazin der Stiftung Amalie Widmer, Horgen
Gewürze und ihre
Hunde Wirkung
im sozialen Einsatz auf die Gesundheit und das Gemüt
5 12Überblick
IMPRESSUM
Herausgeber:
Stiftung Amalie Widmer
Amalie Widmerstrasse 11
8810 Horgen
Standort Widmerheim Redaktion:
Amalie Widmerstrasse 11 Marianne Bruno (mbr)
8810 Horgen Rahel Kupferschmid (rku)
T 043 336 44 44 Renate Wickihalter (rwi)
info@sawh.ch Fotos:
Standort Tödiheim Cornelia Schneider
Tödistrasse 20 Renate Wickihalter
8810 Horgen iStockphoto
T 044 718 11 00 Layout:
toedi@sawh.ch element 79
Standort PWG Strickler Druck:
Einsiedlerstrasse 149 Stutz Medien AG Wädenswil
8810 Horgen
T 044 725 00 03 Auflage:
PWG-Strickler@sawh.ch 800
Redaktionsschluss für die
www.sawh.ch nächste Ausgabe:
06.03.2020
Hinweis:
Artikel, die namentlich
gezeichnet sind, stellen nicht
in jedem Fall die Meinung
Pflege und Betreuung der Redaktion dar. Die
Redaktion behält sich das
• Geriatrie & Langzeitpflege Recht auf Kürzung vor.
• Überbrückungspflege
• Ferienaufenthalte
• Tagesbetreuung
• Alterswohnungen
mit Spitexangebot
• Pflegewohngruppe
• Physiotherapie
• Apotheke
• FusspflegeInhalt
4 EinBlick
4 Begrüssung der Geschäftsleitung
5 Hunde im sozialen Einsatz
5
Zora und Twister
8 Nachgefragt bei Franz Buntschu
Bewohner im Tödiheim
10 RückBlick
10 Tödifest
ein sonniger, bunter Herbsttag
11 Weihnachtsfeiern
an allen 3 Standorten
12 AugenBlick
12 Gewürze und ihre Wirkung
auf die Gesundheit und das Gemüt 10
14 Lektüre – Literatur – Lyrik
Willy’s letztes bisschen Leben
Kapitel 12
18 Auf einen Kaffee mit Helen Gubler
Mitarbeiterin Empfang Widmerheim
20 Augenblick bitte -
für was sind Sie dankbar im 2019
21 Wir gratulieren
22 AusBlick 12
22 Termine, Termine, Termine
ÜberBlick 3Begrüssung der
Geschäftsleitung
Liebe Leserin, lieber Leser
Sie halten die 13. Ausgabe unseres Rundblicks in Händen. Vielleicht geht es
Ihnen wie mir: Die Zeit rauscht scheinbar immer schneller an uns vorüber – so
jedenfalls mein Empfinden. Die 1. Ausgabe unseres Rundblicks ist im Winter
2016/2017 erschienen und mir kommt es vor, als sei das erst kürzlich gewesen.
Die zurückliegenden Jahre waren für die Stiftung Amalie Widmer Jahre
mit grossem Wachstum und tiefgreifenden Veränderungen. Die Stiftung hat
sich in allen Bereichen weiterentwickelt und pflegt und betreut heute Men-
schen an drei Betriebsstandorten. Für mich waren diese Jahre eine faszinie-
rende Zeit, die ich mit grossartigen Mitarbeitenden gestalten durfte. Nach
bald 8 Jahren als Geschäftsleiter der Stiftung Amalie Widmer gilt es für mich
nun aber Adieu zu sagen. Ich möchte nochmals eine neue berufliche Heraus-
forderung annehmen und nebenberuflich ein vor ein paar Jahren begonnenes
Studium wieder aufnehmen und weiterführen.
Mir bleibt nur noch eines zu sagen: Danke! Mein herzlicher Dank gilt allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich mit beeindruckendem Engage-
ment jeden Tag von neuem für unsere Bewohnerinnen und Bewohner einset-
zen und mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass sich die Menschen im Widmer-
heim, im Tödiheim und in der Pflegewohngruppe Strickler wohlfühlen. Mein
herzlicher Dank geht auch an den Stiftungsrat der Stiftung Amalie Widmer,
der alle Weiterentwicklungen immer unterstützt und mitgetragen hat.
Nun aber wünsche ich Ihnen bei der vorliegenden Ausgabe des Rundblicks
eine interessante Lektüre!
Manfred Prassl
Geschäftsleiter
4 EinBlickHunde
im sozialen Einsatz
Mit viel Empathie und Herzblut begleiten die Besitzer ihre Hunde im Einsatz. Hochmotiviert
suchen die Sozialhunde den engen Kontakt zu bedürftigen Menschen, wertfrei und viel Ruhe aus-
strahlend bringen sie Abwechslung und Freude in den Alltag, wo auch immer sie im Einsatz sind.
I
n freiwilliger Arbeit besuchen Hund und Hal- diger Eignungstest statt, welcher anspruchsvolle Prü-
ter, Menschen in Institutionen verschie- fungsaufgaben umfasst, die den Grundgehorsam und
dener Arten. Gesamtschweizerisch gibt es die erwünschten Reaktions- und Verhaltensweisen des
erst wenige Ausbildungsmöglichkeiten der Hundes unter erschwerten Bedingungen auf die Probe
Hunde. Eine davon ist die Stiftung Schweizerische stellen. Die Hunde lernen unter anderem das Gehen
Schule für Blindenführhunde in Allschwil (BL). neben Rollstühlen und auf glatten Böden. Sie müssen
Zu Sozialhunden ausgebildet werden Hunde, bei sich an möglichst viele Situationen, wie zum Beispiel
denen eine Ausbildung zum Blindenführhund, aus wel- fallende Gegenstände oder schreiende, schimpfende
chen Gründen auch immer, nicht in Frage kommt. Sie Patienten gewöhnen. Eine gründliche Untersuchung
werden im Gegensatz zu Blindenführhunden zusam- durch den Tierarzt und die Kontrolle des Impfpro-
men mit ihrem Halter ausgebildet. Voraussetzungen grammes, schliessen dann die praktische Ausbildung ab.
sind, dass die Hunde bei Ausbildungsbeginn mindestens Parallel dazu finden zwei Theoriehalbtage statt, an
zwei Jahre alt sind, ein offenes, fröhliches Wesen mit- denen die Hundehalter alles Wissenswerte erlernen,
bringen und eine gesunde Konstitution. Danach folgt das sie für zukünftige Einsätze benötigen werden. Die-
ein Eintrittstest und ein Gespräch mit dem Hundehal- ses Wissen wird ebenfalls in einer schriftlichen Prü-
ter, um etwas über dessen Motivation und Eignung zu fung abgefragt. Das Sozialhunde-Team ist nun einsatz-
erfahren. Nach erfolgreichem Eintrittstest, folgen sechs bereit und gleichzeitig auch verpflichtet, regelmässige
regelmässig angesetzte praktische Trainingstage, um Einsätze zu leisten, um eine allfällige Erneuerung des
das Sozialhunde-Team auf den angestrebten Ausbil- Einsatzausweises, nach einem Jahr, nicht zu versäu-
dungsstand zu bringen. Danach findet ein mehrstün- men. Ebenfalls unerlässlich zur jährlichen Erneuerung,
EinBlick 5sind Weiterbildungen. Diese dienen zum Schutz, zur rische Schule für Blindenführhunde, werden jedoch auf
Sicherheit aller Beteiligten und zur Qualitätskontrolle. Lebenszeit in den Familien platziert.
Twister hat eine sehr sensible Persönlichkeit und ist
Zora und Twister im Widmerheim ganz fixiert auf seine Halterin. Die Lifttüre öffnet sich
im 1. Stock und wir stehen bereits mitten im Gesche-
Regelmässig bei uns im Einsatz sind Zora, eine etwas hen. Twister wedelt immerzu mit seinem Schwanz, er
ältere Golden Retriever-Dame und Twister, ein 4-jäh- wirkt aufgestellt und erfreut. Wie immer herrscht reger
riger, schwarzer Labrador. Betrieb und Twister geniesst sofort die volle Aufmerk-
Zora ist eine erfahrene Hundedame. Ihre Einsätze samkeit. Die meisten Bewohnenden sind neugierig und
werden je nach Tagesform ganz nach ihr gerichtet, freuen sich über den Besuch, andere schenken ihm
denn sie hat ihr Pensionsalter von 9-10 Jahren eigent- kaum Beachtung. Eine Bewohnerin bleibt neben mir
lich bereits erreicht. stehen und beobachtet Twister ganz genau. „Ist das
Heute ist Twister bei uns im Haus; wie immer ein lieber Hund, beisst er nicht?“, fragt sie mich immer
auf der Demenzabteilung im 1. Stock. Twister kommt wieder. Ich kann ihr mit gutem Gewissen versichern,
ebenfalls von der Stiftung Schweizerische Schule für dass er das nicht tun wird. Twister bahnt sich den Weg
Blindenführhunde in Allschwil. Anfänglich war er für zu Frau B. Sie freut sich, ihn wiederzusehen. „Früher
die Ausbildung zum Blindenhund vorgesehen, seine hatte ich auch zwei Hunde, die waren aber nicht so
Physionomie und seine charakterlichen Eigenschaften gross“, erzählt sie und wirft Twister den Ball zu. Dieser
waren jedoch so perfekt, dass man sich entschloss ihn holt ihn sich und bringt ihn sofort wieder zurück, vor
als Zuchtrüde einzusetzen. Danach folgte die Ausbil- ihre Füsse. Frau B. bückt sich ganz selbstverständ-
dung zum Sozialhund. Er kam, wie das in Allschwil lich danach und wirft den Ball erneut. Es sind auf
gebräuchlich ist, in einer Patenschaft zu der Familie den ersten Blick keine spektakulären Dinge, die hier
Türler, in Langnau am Albis. Hunde in einer Paten- geschehen, vielmehr scheinbar alltägliche Sachen, wie
schaft verbleiben Eigentum der Stiftung Schweize- Bücken, Aufstehen oder ein paar Schritte gehen, die
6 EinBlickjedoch plötzlich und ohne Aufforderung möglich sind. werden während ihren Besuchen oft mit belastenden
Situationen oder Stimmungen konfrontiert. Deshalb
Twister hat keinerlei Erwartungen und unternehme sie nach jedem Einsatz ausgiebige Spa-
wertet kein Verhalten. ziergänge, auf denen Twister ausgelassen spielen kann,
um zu vergessen. Denn obwohl ein Hund in der Regel
Eine Pflegende erzählt mir, dass gerade Frau B. immer gerne arbeitet und lernt, sind gewisse Umstände nicht
wieder beteuere, sie könne sich nicht ohne Hilfe bücken zu unterschätzen.
oder aufstehen. Ein Phänomen, das sich vielleicht Nach gut einer Stunde ist der Einsatz beendet.
dadurch erklären lässt, dass Twister, oder Tiere im Frau B. verabschiedet sich von Twister und auch
Allgemeinen, keine leistungsorientierte Erwartung an die anderen Bewohnenden winken ihm zu. Mich hat
den Menschen haben und diese auch nicht werten. diese Stunde fasziniert. Es waren wirklich die klei-
Die Bewohnenden fühlen sich also in dieser kurzen nen Dinge, die Grosses bewirken. Ein Grund dafür
Zeit frei in ihrer Entscheidung, mit Twister zu spie- ist sicherlich, dass Hunde weder Äusserlichkeiten,
len und ihm Beachtung zu schenken oder auch nicht. noch Tätigkeiten in irgendeiner Form bewerten und
Der Hund seinerseits passt sich den Bedürfnissen an. keinerlei Erwartungen hegen. Und vielleicht auch
Seine Besitzerin, Monika Türler, beobachtet das die Tatsache, dass ihre nonverbale Kommunikati-
Geschehen genau. Sie kennt Twister und erkennt daher on, in der heutigen, doch eher eloquenten Gesell-
rasch, ob eine Konfliktsituation entstehen könnte. Auf schaft, einen idealen Gegenpol schaffen kann.
die Frage, wie oder aufgrund welcher Anhaltspunkte
sie dies bemerkt, antwortet sie mir sehr ausführlich. Ein herzliches Dankschön an unsere
„Es gibt viele kleine Anzeichen für Stress, die ich beiden Sozialhunde, Zora und Twister
auch dank meiner Ausbildung zusammen mit Twi- und ihre Besitzerinnen.
ster gelernt habe, richtig zu interpretieren“. Wichtig
sei auch die Erholung nach einem Einsatz. Hunde TEXT: mbr
EinBlick 7Nachgefragt
bei Franz Buntschu
Am 13. August 2019 sind Sie bereits ein Jahr im Tödi- Ich weiss sogar noch, wie meine Lehrer von damals
heim. Wie gefällt es Ihnen bei uns? hiessen; das waren die Lehrer Perlen, Birbaum und
Es gefällt mir ganz gut hier. Ich gehe gerne spazieren Frau Vonthen.
und unterhalte mich mit den Leuten, aber ich kann Ich erinnere mich daran, dass es im August immer
mich auch alleine in meinem Zimmer beschäftigen. Oft einen Schülerumzug gab, an dem wir uns schön ange-
sitze ich auf dem Balkon und beobachte, was draussen zogen haben und durch Fribourg gelaufen sind, und
so läuft. auch daran, dass meine Mutter uns Kindern immer
einen „Znüni“ mitgegeben hat. Meistens ein Brot mit
Sehen Sie von Ihrem Zimmer aus den Zürichsee? Butter und Honig. Das war nicht selbstverständlich,
Ja, man sieht zwar nicht den ganzen See, aber den obe- denn viele andere Kinder hatten nichts zu essen dabei.
ren Teil. Ausserdem habe ich einen guten Blick auf den Ich zupfte dann etwas von meinem Brot ab und teilte
Parkplatz, sodass ich sehen kann, wer so kommt und es mit ihnen.
geht. Morgens früh zähle ich dann die Autos, die dort
parkieren. Neulich waren es 11 Stück… da muss wohl Welchen Beruf haben Sie erlernt?
ganz schön etwas los gewesen sein (lacht) Ich bin gelernter Sanitär und habe lange Zeit in Fri-
bourg gearbeitet. Später kam ich dann nach Hor-
Sind sie in Horgen aufgewachsen, Herr Buntschu? gen, in die Firma Grob, wo ich bis zu meiner Pen-
Nein, ich bin ein Welscher. Aufgewachsen bin ich in sionierung blieb. Verdient habe ich nicht viel.
Fribourg, Bellevue. Das befindet sich ein wenig ober- Wir hatten damals noch einen Wochenlohn.
halb der Stadt.
Waren das damals Zahltagstüten?
Wie war Ihre Schulzeit? Ja, genau! Aber in meiner war kaum Geld drin (lacht
Ich habe meine ganze Schulzeit in Fribourg verbracht, herzhaft). Mein Wochenlohn betrug damals 60 Fran-
von der 1. Klasse bis zur 3. Sekundarschule. Die Schule ken und davon musste ich 40 Franken zu Hause bei der
war damals getrennt zwischen Mädchen und Knaben. Mutter abgeben, für Lebensmittel und sonstige Dinge.
Ich war ein guter Schüler, der jeweils gute bis sehr gute Die 20 Franken, die mir blieben, durfte ich für mich
Noten nach Hause brachte und die Lehrer mochten selbst behalten.
mich, weil ich immer für ein Spässchen zu haben war.
8 EinBlickWie viele Geschwister haben Sie?
Wir waren insgesamt acht Stück. Drei Mädchen (Hed-
wig, Jacqueline, Theres) und fünf Knaben (Louis,
Alfons, Albert, Eduard und Franz). Mittlerweile sind
alle ausser mir und meiner Schwester Hedwig gestor-
ben. Sie hat vorgestern angerufen und wenn sie das tut,
dann fragt sie immer „es-tu encore en vie?“ (lebst du
noch?) oder aber „quel âge as-tu encore?“ (wie alt bist
du jetzt?) und ich habe ihr diesmal geantwortet quatre-
vingt-cinq ans (85 Jahre). Ich rufe sie selbst auch oft an.
Bald kommt sie mich besuchen. Leider kann sie
nicht mehr mit dem Auto fahren, aber sie wird mit
ihrem Kollegen Roland vorbeikommen.
Wo haben Sie in Horgen gelebt?
Was haben Sie für Hobbys? Im Oberdorf an der Stockerstrasse. Ich hatte dort einen
Musik war schon immer mein Traum. Sobald ich Musik Garten, mit wunderschönen Blumen, an denen alle
höre, beginnen meine Beine zu zappeln. In Fribourg grosse Freude hatten. Ich bin gut mit den Menschen
gab es jeden Samstagabend verschiedene Musik- und dort ausgekommen und hatte nie Probleme mit der
Tanzveranstaltungen und dafür habe ich meistens Polizei, aber einmal kam es vor, dass diese plötzlich vor
etwas von meinen 20 Franken gespart. Meine Schwe- der Tür stand. Sie fragten mich dann, ob ich der Herr
ster und ich gingen oft zusammen tanzen und dann Buntschu sei und ich sagte „Ja, warum? Habe ich etwas
bestellten wir uns eine Flasche Rotwein (strahlt über verbrochen?“. Aber wie es sich herausstellte, wollten
das ganze Gesicht). Ja, das vergesse ich bestimmt sie nur fragen, ob sie meinen Blumengarten anschauen
nicht! Um Mitternacht war jeweils Schluss und wir dürften. Dass sogar die Polizei meinen Blumengarten
gingen nach Hause, wo unsere Mutter immer auf uns bewunderte, machte mich natürlich sehr stolz!
gewartet hat. Einige Jahre nachdem meine liebe Frau gestorben
Ich habe übrigens auch an Tanzwettbewerben war – sie war eine wunderbare Frau! –, wurde mir die
(Tanzringen) teilgenommen und dabei viele Auszeich- Wohnung dann zu gross und ich zog ins Tannenbach
nungen gewonnen. Aber ich musste auch viel dafür Quartier. Dort habe ich die nächsten 13 Jahre gewohnt,
üben. bis ich eines Tages gestürzt bin und ins Spital einge-
liefert wurde. Leider konnte ich dann nicht mehr nach
Hatten Ihre Eltern einen Bauernhof? Hause und kam ins Tödiheim.
Nein, nein. Meine Eltern hatten ein Haus mit einem
grossen Garten, um den sich meine Mutter kümmerte. Wie schätzen Sie sich als Mensch ein?
Alles Mögliche war dort angepflanzt und wir hatten Ich bin ein fröhlicher und aufgestellter Mensch, der
auch viele Bäume. Kirschbäume, mit schönen, grossen mit jedem gut auskommt. Manchmal mach ich auch
Kirschen, Apfel- und Quittenbäume. Ausserdem hatten den „Lööli“, denn ich bin für so gut wie alles zu haben.
wir Tiere. Mein Vater war ein „Chüngelimann“ und er Ich bin sehr gesellig und nehme deshalb gerne an den
gewann sogar einmal an einer Ausstellung, mit einem Aktivitäten im Tödiheim teil.
grossen, wunderbaren Kaninchen den ersten Preis. An
solche Ereignisse denke ich gerne zurück. Lieber Herr Buntschu, dann scheint mir das hier der
Am Samstag fand früher in Fribourg auch immer richtige Zeitpunkt, um das Gespräch zu beenden, denn
ein grosser Blumen- und Gemüsemarkt statt. Ich weiss ich möchte nicht, dass Sie den Aktivierungstermin von
nicht, ob es den heute noch gibt, aber meine Mutter heute Nachmittag verpassen! Herzlichen Dank für das
ging mit uns Kindern oft zum Einkaufen dort hin. Ja, interessante und unterhaltsame Gespräch!
schön war das damals.
Gespräch geführt von: Claudia Bühler, Sachbearbeiterin Tödiheim / rku
EinBlick 9Tödifest
Am 26. Oktober 2019 verwandelte sich das Tödiheim in einen Schauplatz mit Marktcharakter.
Buntes Treiben spielte sich auf dem ganzen Areal ab. Selbst gestrickte Socken, eingemachte Zwetsch-
gen, Konfitüren und vieles mehr wurde angeboten. Auch das Restaurant verwöhnte mit einem gros-
sen Angebot an selbstgebackenem Kuchen. Zahlreich erschienen die Angehörigen, Freunde, Bekann-
te und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller 3 Standorte. Bei strahlendem Sonnenschein genossen
alle Anwesenden einen bunten, abwechslungsreichen Herbsttag am alljährlichen Tödifest. mbr
10 RückBlickWeihnachtsfeiern
Unsere traditionellen Feiern durften wir dieses Jahr erstmals auch im Tödiheim und in der Pflege-
wohngruppe Strickler gestalten. Dank den einfühlsamen Worten und stimmungsvollen Darbietungen
seitens der katholischen oder reformierten Kirchgemeinden und den verschiedenen musikalischen
Interpreten, war für eine festliche Atmosphäre gesorgt. Die wunderbar dekorierten Tische sowie das
Festtagsmenu, verliehen den Abenden festlichen Glanz. Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten für
diese schönen Weihnachtsfeiern.
RückBlick 11Gewürze und ihre Wirkung
Kräuter und Gewürze verwenden wir primär für den Geschmack. Je nach Absicht kann man mit
Gewürzen einer Speise ein komplett anderes Aroma geben, den ureigenen Geschmack hervorheben, ergänzen
oder verstärken. Da die in den Gewürzen enthaltenen ätherischen Öle auch eine physiologische Wirkung entfal-
ten können, werden sie seit Menschengedenken ebenfalls für gesundheitliche Zwecke eingesetzt.
S
eit Jahrhunderten handeln die Menschen Medikamente. Phytopharmaka eignen sich deshalb gut
mit Gewürzen. Bereits in der Steinzeit war für einfache Beschwerden und können aufgrund des
zum Beispiel der wilde Kümel ein begehrter eher geringen Interaktionspotentials auch bei älteren
Geschmacksverstärker. Exotische Gewürze Menschen mit Mehrfachverordnungen gut eingesetzt
waren teure Luxusartikel. Heute kann man Gewürze werden.
aus der ganzen Welt im Supermarktregal kaufen. Im Zusammenhang mit der Zubereitung von Spei-
Ebenfalls uralt ist das Wissen um die Heilkraft sen tragen Gewürze vorallem zum Wohlgeschmack,
der Gewürze. Bis ins 19. Jahrhundert waren sie oft einer schönen Farbe oder auch zur Konservierung bei.
die einzige wirksame Arznei, die den Menschen zur Aromen und Geschmäcker wahrzunehmen ist nicht
Verfügung stand. Auch heute noch zählen wir bis zu immer identisch, je nach Stimmungslage kann eine
einem gewissen Grad auf ihre wohltuende Wirkung. Essenz verändert schmecken. Ist man zum Beispiel
Gewürze geben nicht nur einen guten Geschmack verärgert, können Speisen oder Getränke durchaus
oder eine schöne Farbe, sie enthalten auch viele Vita- herber schmecken. Auch umgekehrt können sich Düfte
mine und Mineralien, wie zum Beispiel Vitamin C, das oder Farben auf unseren Gemütszustand positiv oder
die Eisenaufnahme unterstützt, Kalium, Magnesium negativ auswirken.
und Kalzium. Zahlreiche Gewürzpflanzen bilden die
Ausgangsbasis für sogenannte Phytopharmaka, wie Auch die einzelnen Gewürze haben
der Fachbegriff für pflanzliche Medikamente lautet. ihren eigenen Charakter.
Grundsätzlich bestehen bei den Phytopharmaka die-
selben Risiken wie bei allen Arzneimitteln – es gibt ein Richtig kombiniert und angewendet werden Erin-
Potential für unerwünschte Wirkungen, es existieren nerungen wach und Fantasien angeregt. Speisen oder
Kontraindikationen und es sind Wechselwirkungen auch Getränke haben demzufolge oft Namen von son-
möglich. Sie haben im Allgemeinen aber eine gute nigen Ortschaften. Sofort werden Ferienerinnerungen
Verträglichkeit und eine grosse therapeutische Breite. hervorgerufen und die Stimmung erheitert. Das Gemüt
Oft sind sie risikoärmer als chemisch-synthetische und das Auge essen eben immer mit. mbr
12 AugenBlickSafran
Herkunft: den Ursprung
des Safrans vermutet
man in Kleinasien. Er
Muskatnuss ist jedoch von vielen
Herkunft: von ihrer Urhei- Legenden umgeben.
mat, den Molukken oder Pfeffer Heute wird Safran aus
Gewürzinseln, kam die Herkunft: der Anbau von Frankreich, den Mittel-
Fenchel Muskatnuss im 9. Jahr- Pfeffer beschränkt sich meerländern, Iran, Paki-
Herkunft: die Heimat des hundert nach Europa. meist auf tropische Län- stan, China und Japan
Fenchels ist der Mittel- Wichtigster Muskatnuss der mit feuchtwarmerm importiert. Hauptan-
meerraum. Heute ist er und Muskatblüten- Klima - wie Indien, bauland und Lieferant
in beinahe allen ge- Produzent ist Indonesien. Vietnam, Indonesien, der besten Safran-
mässigten Klimazonen Plantagen findet man Malaysia , Sri Lanka, Qualität ist Spanien.
der Welt verbreitet. aber auch in Indien, Süd- Madagaskar und Brasi- Arten/Qualität: Safran
Verwendung: Back- und ostasien, Westindien und lien. Sorten: Heute sind gehört zur Familie der
Brotwaren verleiht er ein Südamerika. weit mehr als 20 Pfef- Krokusse. Die orange-
harmonisches Aroma, Verwendung: Die Mus- fersorten bekannt. Die gelben Blütennarben
dasselbe gilt auch in der katnuss ist vielseitig bekanntesten sind der werden im Herbst von
Fleisch-, Geflügel und einsetzbar wie in Weih- Schwarze, der Weisse Hand gepflückt und
Fischküche. Das Aroma des nachtsgebäck, Teigwa- sowie der grüne Pfef- anschliessend getrock-
Fenchels unterstützt Ein- ren, Suppen, Saucen, fer. Erstaunlich ist, dass net. 150'000 Blüten
töpfe und Gemüse. Unab- Geflügel, Fisch, sowie ein Pfefferstrauch die ergeben ca. 1kg. Sie war
kömmlich ist er auch in der Wurstwaren. Es genü- ganze Vielfalt an Sorten und ist die teuerste,
asiatischen Küche. Im Fen- gen winzige Mengen um tragen kann. Qualität: geschmacksgebende
chelbranntwein, im fran- Gerichte zu verzaubern. Die verschiedenen Qua- Blüte der Welt, etwa
zösischen Pernod und im Gesundheit: Muskat regt litätsklassen definie- hundertmal teurer als
griechischen Mastika ist er die Verdauung an und ren sich durch Aroma, Pfeffer. Durch die Eth-
geschmackgebendes Ele- hebt die Stimmung. Aber Schärfe, Grösse, Farbe no-Küche erlebt Safran
ment. Gesundheit: Fenchel Achtung Muskatnuss ent- und Gewicht. Qualitativ gerade seine «zweite
hilft bei diversen Arten von hält Myristicin in hohen hochwertige Pfeffer- Blütezeit». Gesundheit:
Koliken. Er gilt schleimlö- Dosen. Ein Wirkstoff der körner besitzen eine Wohldosiert, in geringen
send und entkrampfend. in grösseren Mengen gleichmässige Grösse Mengen, kann Safran
Fencheltee wird gerne genossen (1-4 Nüsse) und Farbe. Ebenfalls ein positiv bei Appetitman-
bei Magen- und Darmbe- drogenähnliche Rausch- Qualitätskriterium ist gel, Magenträgheit und
schwerden sowie Husten zustände bzw. den Tod das Gewicht, gemessen Verdauungsbeschwer-
getrunken. herbeiführen kann. in Gramm pro Liter (g/l). den wirken.
Aus der Gewürz-Fibel der Firma Wiberg, die bei uns im Widmerheim am 4. und 29. November
2019 eine Gewürzeschulung für interessiertes Pflege- und Betreuungspersonal sowie Mitarbei-
tende der Gastronomie organisierte. Weitere interessante Informationen zum Thema finden Sie
unter www.wiberg.eu
AugenBlick 13Lektüre – Literatur – Lyrik
Willy’s letztes
bisschen Leben
KAPITEL 13
Ich gehe noch zur Toilette und bin beeindruckt vom Zug der Spülung. Ich unterlasse es aber lieber,
ein zweites Mal zu spülen. Ich wasche mir die Hände und betrachte dabei mein Gesicht im Spiegel.
Irgendetwas hat sich verändert
Die Verena ist in ihr Buch vertieft und Fahrt aufgenommen wie es scheint. Das Schiff prescht
ich weiss nicht recht was ich mit mir anfangen soll in geradezu durch das nachtschwarze Wasser. Ich über-
diesem Raum. Also setzte ich mich ans Fussende des lege mir wie es wäre wenn ich hier ins Wasser fallen
Bettes und tue einfach gar nichts. «Willst du dich nicht würde. Bestimmt würde es Ewigkeiten dauern, bis
hinlegen Willy?» Ich wusste, dass sie das früher oder das Schiff gebremst hätte und dann müsste man ein
später fragen würde. «Ich weiss nicht, ich bin noch Rettungsboot ins Wasser lassen um mich zu bergen
nicht wirklich müde.» «Das wundert mich nicht, du wenn mich dann nicht schon ein Hai gefressen hätte.
hast ja fast den ganzen Tag verschlafen, dein Buch habe Hier im Golf von Mexiko, wo wir jetzt sein müssten, ist
ich dir in die Nachttischschublade gelegt.» Ich wusste das Wasser eigentlich zu warm für Haie. Ich schiele zu
nicht, dass ich ein Buch habe. Plötzlich überkommt Verena hinüber, der Vorhang ist nur halb geschlossen.
mich wieder dieses Gefühl, nichts zu wissen, alles ver- Sie hat das Buch auf den Nachttisch gelegt und sich zur
gessen zu haben. Ein Buch ist das letzte was ich jetzt Seite gedreht. Lange werde ich es nicht mehr aushalten
brauche. «Ich setzte mich lieber noch ein Weilchen hier im Wind, meine Lippen schmecken schon ganz
auf den Balkon.» «Auch gut, frische Seeluft macht ja salzig. Ich öffne leise die Balkontüre und gehe zurück
bekanntlich müde.» Ich habe keine Ahnung. Ich öffne in die wohlklimatisierte Kabine. Nachdem ich die Bal-
die Balkontüre und setze mich in einen der Korbsessel. kontüre geschlossen habe herrscht Stille. Weder die
Ich sehe kein Land, nur die stille See. Wir haben volle Motoren des Schiffes, noch der Wind, noch feiernde
14 AugenBlickPassagiere sind zu hören. Ich lege mich ins Bett und fallen. «Zuerst ein Bisschen frische Luft.» Ich schiebe
lausche dem vertrauten Geräusch des Atems meiner die Balkontüre auf und eine sengende, feuchte Hitze
Frau. Ich kann nicht einschlafen und entscheide mich schlägt mir entgegen. Als ich auf den Balkon hinaus
doch, nach dem erwähnten Buch zu schauen. Es liegt trete, sehe ich nur Wasser. Ich unterdrücke einen
tatsächlich ein Buch in meinem Nachttisch. Ich schaue Schrei und setzte mich, völlig irritiert, zuerst einmal
es lange an und versuche zu verstehen, warum ich in den Korbsessel. Wo um Himmels Willen bin ich. Ich
es nicht erkenne. Ich lese den Klappentext und den kann nicht die Verena fragen. «Willy ich will jetzt wirk-
Buchrückentext und habe das wage Gefühl, etwas lich etwas essen!» Schon gut, ich komme, auch wenn
darüber zu wissen. Aufschlagen mag ich es nicht, lie- ich keine Ahnung habe wo wir sind. Ich gehe wieder in
ber versuche ich doch zu schlafen. Mit der Ruhe, der den gekühlten, schönen Raum hinein und spüre, dass
Dunkelheit und der Schlaflosigkeit kommen wieder die ich dringend zur Toilette müsste. Wenn ich nur wüsste
Fragen. Was ist nur in der letzten Zeit los mit mir? Ich wo ich könnte. Der Raum ist klein und sieht aus wie
kann es nicht begreifen aber auch nicht mehr leugnen. ein Hotelzimmer, also wird er eine Toilette haben. Ich
Es sind schon Menschen in meinem Umfeld an Alzhei- versuche eine Türe zu öffnen doch sie ist verschlossen.
mer erkrankt aber die wussten dann einfach gar nichts Die zweite Türe ist ein Schrank voller schicker Kleider.
mehr. Ich habe eher Lücken, grosse Lücken die ich oft Jetzt muss ich wirklich. Ich drehe mich um und da sehe
nicht mehr selbst füllen kann. Seit wir auf dem Schiff ich die dritte Türe, gegenüber vom Schrank. Ich öffne
sind, geht es mir etwas besser. Ich frage mich woran sie und schlüpfe hinein. Die Pyjamahose konnte ich
das liegt. Was ist anders als zu Hause? Es wird nicht gerad noch so herunterreissen. Verdammt, ich hätte
besonders viel von mir erwartet und es ist normal sich beinahe die Toilette nicht mehr gefunden. Die Verena
nicht aus zu kennen. Es fällt keinem auf wenn man in hat mir meine Klamotten aufs Bett gelegt, scheinbar hat
die falsche Richtung geht oder wenn man am Tisch sie es wirklich eilig. Ich ziehe mich schnell an und folge
einen Namen nicht mehr weiss. Wie hiessen nochmal ihr dann aus der Tür hinaus in einen langen schmalen
die Krankenschwester und der Banker, oder war der Flur. Sie reicht mir die Hand und zieht mich in die Rich-
Lehrer der Mann von der Krankenschwester? Es will tung, die die Richtige zu sein scheint. Plötzlich stehen
mir nicht einfallen. Ich beisse mir auf die Unterlip- wir in einem wunderschönen, auf Hochglanz polierten
pe vor Anstrengung. Es will mir nicht einfallen. Ich Treppenhaus. Drei Aufzüge mit goldenen Türen und
setzte mich wieder an den Bettrand um besser denken zwei breite Treppen, lassen die Grösse des Schiffes
zu können aber es hilft alles nichts, es will mir nicht erahnen. Schiff, des Schiffes, die Grösse des Schiffes,
einfallen. Ich muss aufgeben. Ich lege mich wieder ins ja endlich, wir sind auf der Kreuzfahrt. Die Kreuzfahrt
Bett. Das Schiff bewegt sich ganz ruhig, es ist spürbar in der Karibik. Es ist November und die Katrin, nein,
aber es könnte einem nicht am Schlafen hindern. Ich die Erika hat gerade noch ein Kind bekommen. Ich
schaue auf die Uhr, es ist zwei Uhr morgens. jauchze innerlich, es ist mir durchaus klar, dass ich
mich nicht sichtbar freuen darf. Die Verena würde
«Willy, wach auf, ich habe jetzt wirklich Hunger mich sonst fragen warum ich plötzlich so fröhlich sei.
und es gibt nicht mehr lange Frühstück.» Das Licht ist Darauf zu antworten wäre dann wieder anstrengend.
grell und das Zimmer ist auch ein anderes, wo bin ich Wir betreten den Aufzug und fahren nach oben. Er
nur. Ich setze mich in diesem fremden aber durchaus ist spiegelblank poliert, kein einziger Fingerabdruck
bequemen Bett auf und sehe mich im Spiegel. Meine auf der Chromstahlfläche. Als der Aufzug sich wieder
kurzen Haare sind an der rechten Seite meines Kopfes öffnet stehen wir in einem grossen Raum mit viel zu
platt gedrückt. Ich muss mich erst einmal umsehen. Ich vielen Menschen und viel zu vielen Tischen. Eine rie-
steige aus dem Bett und drücke meiner Frau, die sich sige Fensterfront, poliert wie der Fahrstuhl, zieht mich
hier aus zu kennen scheint, einen Kuss auf die Wange. sofort an. Es sind keine Tische frei am Fenster und ich
Der Balkon, da kann ich sehen wo wir sind, ohne auf zu bin enttäuscht. Am liebsten möchte ich jemanden weg
AugenBlick 15schicken. Ich entdecke am Buffet eine Frau die mir jetzt endgültig, was ich essen will? Ich schaue mich um bekannt vorkommt. «Verena, siehst du die Frau da? Ich und nehme das Buffet wahr. «Lass uns gehen Verena, habe das Gefühl, dass ich sie schon mal gesehen habe, hier sind die Leute so komisch.» «Der einzige, der sich dass wäre ein echter Zufall, wenn wir hier jemanden hier komisch benimmt bist du. Langsam reicht es mir, von Zuhause treffen würden.» Die Verena schaut zum ich weiss nicht was du daran lustig findest, die Men- Buffet und betrachtet die Frau eine Weile, sie wirkt irri- schen zu behandeln als würdest du sie nicht kennen.» tiert. Ich hatte also recht, wir kennen die Frau. «Willy Aus dem Augenwinkel sehe ich die Frau die ich von zu sag mal was ist mit dir? Das ist Anina, sie sitzt hier auf Hause irgendwie kenne mit dem Mann der mich ange- dem Schiff an unserem Tisch.» Ich spüre wie mein sprochen hat. Sie stehen beieinander, flüstern etwas Gesicht warm wird. Jetzt werde ich auch noch rot. Das und schauen mich mitleidig an. Ich will hier weg. Weil hat gerade noch gefehlt. Ich antworte nicht. Das tue meine Frau mir auch nicht helfen will, gehe ich alleine ich immer wenn ich wirklich nicht mehr weiss was ich zum Ausgang. Nirgends kann es verwirrender sein als sagen soll. Am liebsten möchte ich jetzt weinen. Das hier. Beinahe im Laufschritt verlasse ich diese Halle wollte ich schon oft, immer wenn ich mir wie ein Idiot mit den Tischen und den vielen Menschen die mir vorkomme. «Willy sag schon warum fragst du mich so scheinbar nichts Gutes wollen. etwas?» Die Verena ist heute hartnäckig. Ich nehme sie am Ellenbogen und ziehe sie zum Buffet. «Lass mal Es ist ganz ruhig hier, keine Menschenmenge ich meinte nicht diese Frau, die Anina, das wusste ich und keine Tische. Am Boden hat es einen Teppich den schon, ich habe die andere gemeint, die Grosse dahin- ich sehr hässlich finde, grün und blau dominieren. Er ten.» «Lüg nicht Willy, das sieht dir nicht ähnlich, du gefällt mir nicht. Ich überlege einen Moment ob ich hast ganz klar auf Anina gedeutet.» «Wenn du meinst.» mich einfach hinsetzten soll aber dieser Boden ist so Ich nehme mir einen Teller, während meine Frau weiter hässlich, dass ich lieber schreien möchte als mich hin hin vor mir steht wie eine Primarlehrerin. Das Buffet zu setzen. Die Wände sind besser, sie sind mit Holz bietet eine riesige Auswahl. Leider ist mir der Appetit getäfert. Das mag ich, es wirkt gemütlich und das Holz vergangen und ich weiss nicht was ich mir auf den riecht nach der Politur, die auch die Verena zu Hause Teller legen soll. Langsam gehe ich den Tresen entlang. zum Polieren der Möbel verwendet. Ich stütze mich Verena folgt mir auf den Fuss. Auch wenn ich sie nicht mit dem Kopf und der Schulter seitlich an der Wand ansehe, spüre ich doch, dass sie noch nicht über die ab. Sie ist warm und duftet, es ist wie zu Hause. Nur Sache weg gesehen hat. Welche Sache, was hab ich nur einen Moment die Augen schliessen und schon wird wieder getan? Das ist immer so schrecklich ich weiss, alles wieder in Ordnung sein. Einige Menschen gehen dass ich etwas falsch gemacht habe. Anfangs weiss ich an mir vorbei und schauen mich verwundert an. Ich auch immer genau was es ist, dann vergehen einige kenne sie alle nicht. Ich bleibe einfach so stehen und Minuten und ich weiss es nicht mehr. Die anderen öffne die Augen nur dann wenn es nötig ist. Jemand wissen es aber scheinbar noch denn sie benehmen sich berührt mich ganz sanft an der Schulter, ich öffne die weiterhin komisch. Ein Mann rempelt mich an und sagt Augen und sehe in ein fremdartiges Gesicht. Der Mann dann komischerweise: «Guten Morgen Willy, na gut trägt eine Uniform. «Are you ok?» «Yes I am ok, I just geschlafen? Anina und ich konnten kaum schlafen, wir need to go outside for a moment.» Der Mann in Uni- müssen uns noch an die See gewöhnen.» Ich habe keine form nimmt mich am Arm und führt mich zu einer Art Ahnung wer er ist und worüber er spricht. «Guten Gangway die ins Freie führt. Mein Englisch ist noch Morgen, kennen wir uns?» «Haha Willy du bist witzig, flüssig. Das freut mich, ich bin also doch noch ganz der benimmst dich wie Inspektor Columbo.» Ich stehe vor Alte. «Boardcard please», sagt eine Frau die ebenfalls einem Scherbenhaufen. Der Mann scheint mich wirk- sehr fremdartig aussieht und eine Uniform trägt. Ich lich zu kennen. Wo bin ich hier? Wo ist meine Frau? ziehe meine Brieftasche aus der Jacke und suche nach «Was willst du essen Willy?» Was, das überfordert mich einer Karte die eine Boardcard sein könnte. Eine sehr 16 AugenBlick
schöne silbern und weiss gemusterte Karte fällt mir konnte ich meine Kenntnisse nur selten einsetzten,
auf. Ich übergebe Sie der Dame, sie inspiziert sie und aber auf unseren Reisen hat es mir immer sehr gedient.
sie öffnet eine Schranke um mich auf die Gangway zu Während meiner Lehre in der Verwaltung eines Kauf-
lassen. Kaum habe ich festen Boden unter den Füssen hauses konnte ich oft Englisch sprechen. Ich mag die
fühle ich mich viel besser. Einige Taxis stehen direkt an Sprache und freue mich sie zu hören und zu sprechen,
der Gangway auf der anderen Seite. Die Fahrer gesti- wenn auch in einem eigenartigen Dialekt. Der Fahrer
kulieren und rufen. Ich entscheide mich für einen ganz fragt wo ich her komme und ob ich verheiratet sei.
schwarzen Fahrer mit weissen Haaren. Er gefällt mir Plötzlich wundere ich mich, dass die Verena nicht hier
weil er so weise wirkt. ist. Unvermittelt sage ich dem Fahrer, ich hätte Sie ver-
gessen. Er bremst sofort scharf und fährt links heran.
«Sir, Queen's Staircase, Pompey Museum, Fort Meine Hände zittern vor Aufregung, ich bin einfach
Montagu I can show you all in a couple of hours.» Ich abgehauen. Wo bin ich eigentlich? Der Fahrer fragt
habe keine Ahnung wovon er spricht. Eigentlich wollte mich, wie ich das gemeint habe, dass ich meine Frau
ich ja nur einen kurzen Moment an die frische Luft. vergessen hätte. Ich antworte ihm wahrheitsgemäss,
Er schiebt mich an der Schulter ins Taxi, bevor ich dass ich das Schiff verlassen hätte ohne ihr Bescheid zu
überhaupt etwas sagen kann. Die Rückbank ist aus geben und sie sich nun bestimmt Sorgen mache, weil
dunkelrotem Leder, ich habe das erst einmal gesehen, ich mich in letzter Zeit immer sehr komisch verhalten
als wir in Amerika waren, vor vielen Jahren, ich glau- hätte. Das alles geht mir in flüssigem Englisch, mühe-
be auch in einem Taxi. Es riecht muffig in dem Taxi. los von den Lippen. Der Fahrer lächelt nachsichtig und
Der Schweiss des Fahrers, Tabak und altes Leder. Ich meint auch er werde mit den Jahren immer nutzloser
sage noch immer nichts, trotzdem fährt der Fahrer führ seine Frau. Leider kann ich seine Verwunderung
los. Seichte Reggae Musik trällert aus der Fahrerkabi- trotzdem spüren. Je länger ich darüber nachdenke
ne. Kaum bewegt sich der Wagen, muss ich gegen das umso beängstigender wird das alles. Ich frage ihn
Bedürfnis ankämpfen, ein zu schlafen. Glücklicher- wann das Schiff ablegen wird. Er meint ich müsse mir
weise beginnt der Fahrer ein Geplänkel mit mir. Er keine Sorgen machen, er würde mich jetzt zurück brin-
spricht ein komisches Englisch aber ich bin mich das gen und ich werde das Schiff erreichen. Ich kann nicht
schon von anderen Reisen her gewohnt. Ich verstehe glauben was ich getan habe. Nicht einmal im grössten
ihn gut. Englisch habe ich gelernt als ich 18 oder 19 war, Streit hätte ich der Verena so etwas jemals absichtlich
so genau weiss ich es nicht mehr. Meine Eltern hatten angetan. Was ist nur in mich gefahren?
mir einen Gutschein für einen Englischkurs geschenkt. Die Handlung und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche
Was ich am KV gelernt hatte konnte ich so vertiefen Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen wäre rein zufällig.
und als ich etwas Geld beiseite hatte machte ich einen TEXT: Melissa Schärer,
Vertiefungskurs. Bei der Arbeit auf der Gemeinde Pflegefachfrau und Stationsleitung SAW
AugenBlick 17Das etwas andere Mitarbeiter-Interview
Auf einen Kaffee
mit Helen Gubler
Mitarbeiterin Empfang, Widmerheim
Ich freue mich, das Interview mit mich auch, dass die Lernenden
jemandem vom Empfang durch- zu uns an den Empfang kommen,
führen zu dürfen! Du bist nun auch denn früher hatte ich auch immer
schon ein Weilchen hier im Haus, Lernende, als ich noch bei einem
nicht? Zahnarzt gearbeitet habe. Das
Seit dem September sind es drei gefällt mir ebenfalls gut.
Jahre. Ich arbeite 60% und teile könnte dir wohl selbst eine ganze
mir die Arbeit am Empfang mit Liste erstellen, mit den Aufgaben, Was hat dich hierher geführt?
Irene Sigrist. Sie ist jeweils am die so anfallen, vom Kassensturz Ich habe die Stelle in einem Inse-
Montag und am Donnerstag hier bis zur Büromaterialbestellung. rat entdeckt und sie hat mir sehr
und ich übernehme die restlichen Irene und ich führen ein Arbeits- zugesagt. Ich dachte halt einfach
Wochentage. journal, damit wir den Überblick „vor 50 musst du noch einmal
behalten, was am Tag zuvor erle- einen neuen Job haben“ (lacht).
Wie muss ich mir die Arbeit am digt wurde. Die Arbeit ist wirklich Hier hat es mir dann sehr gefallen,
Empfang vorstellen? vielschichtig und abwechslungs- vor allem auch, weil bei der Aus-
Es sind viele kleine Aufgaben, die reich, was ich sehr schätze. wahl der Mitarbeitenden darauf
zusammenkommen. Wir verteilen geachtet wird, dass man ins Team
morgens die Post, halten verschie- Gibt es etwas, das du besonders passt. Das trägt meiner Meinung
dene Listen aktuell, an denen man gerne machst? nach viel zum Arbeitsklima bei
sich orientieren kann und orga- Am liebsten habe ich den Kontakt und ich bin dankbar, dass ich hier
nisieren z.B Blumensträusse, für mit den Leuten, denn das hat mir arbeiten kann.
Jubiläen der Mitarbeiter oder wenn an meiner alten Arbeitsstelle sehr
jemand im Spital ist. Daneben gefehlt. Ich habe bei einer Abrech- Wenn du nicht gerade arbeitest,
bedienen wir natürlich das Telefon nungskasse für Ärzte gearbeitet was tust du dann, um dich zu ent-
und sind der erste Ansprechpart- und dort war ich zwar oft am spannen und abzuschalten?
ner für Gäste, die die Stiftung Telefon, aber den persönlichen Ich höre gerne Musik oder schaue
Amalie Widmer betreten. Ich Kontakt hatte ich nicht. Ich freue einen Film.
18 AugenBlickmanchmal, mich auf die Palme zu bekommt man keinen Platz
bringen, aber nicht einmal meine mehr.
Kinder können mich so schnell
verärgern. Welches Land würdest du irgend-
wann gerne besuchen und was
Welche Musik und Filme treffen dei- Wie viele Kinder hast du? zieht dich dort hin?
nen Geschmack? Ich habe zwei erwachsene Kinder, Ich würde gerne noch einmal
Ich mag Entspannungsmusik und mein Sohn wird nächstes Jahr 20 nach Irland reisen. Die Hälfte
ansonsten meistens das, was gera- und meine Tochter 22. der Insel habe ich bereits gese-
de so aktuell ist. Bei den Filmen hen und ich möchte noch einmal
halte ich mich eher an Dokumen- Hast du Vorsätze fürs neue Jahr dort hin, denn die Küsten und
tationen und auch Gesundheits- 2020? die Natur sind einfach fantas-
sendungen finde ich spannend. Nein, ich habe keine Vorsätze. Für tisch. In die Berge zieht es mich
Ausserdem gefällt mir die Serie mich stimmt alles so wie es ist, ebenfalls, besonders im Südtirol
„Grey’s Anatomy“. daher benötige ich eigentlich gar und auch Städtereisen gefallen
keine Vorsätze. Ich denke ohnehin, mir gut.
Was sind deine Hobbies? dass viele Menschen sich etwas für
Ich gehe ins Pilates, mache Kraft- das neue Jahr vornehmen und es Wenn du etwas auf der Welt
training und gehe gerne Wandern. dann trotzdem nicht so machen. ändern könntest, was wäre das?
Manchmal geniesse ich auch ein- Ich bin zufrieden damit, wie es ist Ich würde die Kriege abschaffen
fach einen Spaziergang mit Freun- und möchte nichts ändern. und auch den Streit zwischen
den und besonders gerne gehe ich den Menschen schlichten, damit
ins Wellness. Dazu fahren wir aber Wenn du auf das vergangene Jahr ein friedliches Zusammenleben
jeweils nach Österreich. zurückschaust, gibt es etwas, wofür aller Kulturen möglich wäre.
du besonders dankbar bist? Ausserdem liegt mir unsere
Wie geht es dir dieses Jahr mit dem Ich bin dankbar dafür, dass es Natur am Herzen und ich würde
Winterblues? meiner Familie gut geht, besonders auf jeden Fall etwas gegen die
Dieses Jahr spüre ich ehrlich auch meinen Kindern und natür- Umweltverschmutzung unter-
gesagt kaum etwas davon. In ande- lich auch für meinen Arbeitgeber, nehmen.
ren Jahren schon, aber im Moment denn die Arbeit macht einen gros-
geht es mir überhaupt nicht so. sen Teil des Lebens aus. Ich fühle Wie würdest du dich selbst
mich hier wohl und das ist mir beschreiben?
Hast du eine liebste Jahreszeit? wichtig. Wenn ich mich selbst beschrei-
Frühling und Sommer sind meine ben müsste, dann würde ich
liebsten Jahreszeiten. Im Frühling Hast du bereits Reisepläne? wohl sagen, dass ich ein offener
fängt wieder alles frisch an zu blü- Ich bin normalerweise ein sehr Mensch bin. Ich schätze Harmo-
hen, was ich extrem schön finde spontaner Mensch, was das Reisen nie, bin ein ruhiger Mensch und
und auch die Menschen kommen angeht und plane solche Dinge komme gerne gut mit anderen
wieder aus den Häusern. Ich habe auch kurzfristig. Eine Sache ist aus.
das Gefühl, dass dann wieder alle allerdings geplant… und zwar
etwas zufriedener sind. gehen wir in diesem Jahr für 4-5
Tage nach Österreich, ins Well- Liebe Helen, vielen Dank für
Womit kann man dich so richtig auf ness. Wir waren schon ein paar den spannenden Einblick in dein
die Palme bringen? Mal in dem Hotel, das wir reser- Leben. Es hat mich sehr gefreut,
Das braucht relativ viel bei mir viert haben und wenn man sich ein wenig mit dir plaudern zu
(lacht). Mein Mann schafft es dort nicht früh genug anmeldet, dürfen! rku
AugenBlick 19Augenblick bitte -
für was sind Sie dankbar im 2019
«Ich fühle mich wohl
«Dankbar bin ich vor
hier und bin froh, «Ich freue mich, dass
allem für meine Gesundheit
dass ich hier arbeiten Samuel nach seinem
und für das Team des 1.
kann.» Unfall wieder da ist»
Stocks im Widmerheim. Es
Nathalie Streit, ist ein tolles Team und ich Hans Stehrenberger,
Pflegefehilfe 2. Stock Technischer Dienst
Todiheim
bin dankbar, dass ich mit
Widmerheimi
ihnen arbeiten darf!»
Jana Kluckova,
Pflegefachfrau 1. Stock
Widmerheim
«Ich bin dankbar, an
festen Tagen arbeiten
zu dürfen und dass man
«Ich freue mich ausserordentlich «Froh bin ich, dass ich
mir mit den Arbeits-
darüber, dass ich weiterhin zu den Herzinfarkt über-
zeiten entgegen ge-
100% hier arbeiten darf, obwohl lebt habe und noch
kommen ist, da ich ein
ich eigentlich bereits in Rente hier bin.»
Kind habe. Das schätze
wäre. Ich möchte der Stiftung Annemarie Gurt, ich sehr!»
Amalie Widmer gegenüber Mitarbeiterin Hotellerie
Widmerheim Tamara Baumann,
meinen herzlichsten Pflegeassistentin 3. Stock
Dank aussprechen!» Widmerheim
Elfriede Pauker,
Pflegefachfrau 3. Stock
Tödiheim
«Ich bin dankbar,
dass ich so ein super- «Es macht mir grosse «Ich bin dankbar,
tolles Team habe.» Freude hier arbeiten zu dass ich nach meinem
dürfen und wenn die Skiunfall im Januar,
Mitarbeiterin wieder voll Arbeiten
Hausdienst Tödi Gäste sich jeweils freu-
en, dass ich wieder da kann.»
bin, dann tut das gut, Astrid Grande,
bis in die Zehen runter!» Mitarbeiterin Cafeteria
Rita Zumstein,
Poolmitarbeiterin
Tödiheim
«Ich freue mich sehr, dass ich-
«Ich bin dankbar, dass
meine Ausbildung zur Fachper-
ich mit meinem Mami «Ich bin dankbar, dass
son Aktivierung und Alltagsge-
den 90. Geburtstag es meinem Vater noch
staltung abschliessen konnte.
feiern durfte.» so gut geht, obwohl er
Ich danke der Leitung/ Stiftung
Amalie Widmer und dem Team Mitarbeiterin Pflege, fast 90 Jahre ist und
vom 4. Stock sowie dem Aktivie- PWG Strickler auch für das tolle Pfle-
rungsteam für die aufgestellte «Ich bin froh, dass ich gekaderessen!»
Zusammenarbeit!» im 2019 nie ernsthaft Claudia Künzler,
krank war.» Pflegeexpertin
Cornelia Schneider,
Fachfrau Gerda Sunitsch,
Aktivierung & Alltagsgestaltung BZP 2. Stock
4. Stock Widmerheim Widmerheim
«Wir sind dankbar für das «Sport und Arbeit unter einen
feine und abwechslungs- Hut zu bringen ist nicht immer
reiche Essen am Buffet einfach. An dieser Stelle möch-
«Ich bin froh, dass ich te ich mein herzliches Danke-
gute Noten erzielt (Wochenhit ist top), für den
tollen Personalausflug nach schön ans Widmerheim und
und die VA nun fertig meine Familie richten, denn
gestellt habe. Ich freue Rust und die vielfältige
Alltagsgestaltung mit den ohne deren Unterstützung
mich, dass alles so gut ginge es gar nicht!»
verlaufen ist!» Bewohnenden!»
Mattia Cazzato, Team der Physiotherapie, Michelle Schätti,
Lernender AGS Widmerheim Fachfrau Gesundheit 4. Stock,
Tödiheim Widmerheim
20 AugenBlickWir gratulieren
Hohe oder runde Dienstjubiläen
Geburtstage von Januar bis März 2020
unserer Bewohnenden
75 Jahre: 5 Jahre:
Andreas Schelker (Alterswohnung) Dana Hovancova
Debora Huwyler
80 Jahre: Nivetha Krishnar
Robert Anderegg (Widmerheim) Elsa Dos Santos De Sousa
Renate Weber (Widmerheim) Carmela Lanter
Aida Loku Gramisci
85 Jahre: Irene Sigrist
Margrith Brebeck (Widmerheim)
Silvia Bodmer (Widmerheim) 10 Jahre:
Irma Biedermann (Widmerheim) Werner Burkhalter
Gerti Keller
über 95 Jahre:
Josef Fellmann (96; Widmerheim) 15 Jahre:
Marguerite Etter (97; Widmerheim) Lissy Manikulam
Melanie Zürcher (97; Tödiheim)
Marie-Denise Schmid (98; Alterswohnung)
Hedwig Lattmann (99; Tödiheim)
AugenBlick 21Januar Februar
öffentlich Widmerheim öffentlich Widmerheim
Mitarbeitende
Freitag, 3. Januar 2020 Montag, 3. Februar-
Katholischer Gottesdienst Donnerstag, 21. Januar 2020 Freitag, 7. Februar 2020
um 10.00 Uhr im Andachtsraum Personalinfo Asiatische Woche
um 14.30 Uhr Festsaal um 11.30 Uhr im Restaurant
Dienstag, 7. Januar 2020
Reformierter Gottesdienst Freitag, 31. Januar 2020 Dienstag, 4. Februar 2020
um 10.00 Uhr im Andachtsraum Personalanlass Reformierter Gottesdienst
um 18.30 Uhr Papiersaal, Sihlcity um 10.00 Uhr im Andachtsraum
Donnerstag, 9. Januar 2020
Katholischer Gottesdienst Mittwoch, 5. Februar 2020
um 10.00 Uhr im Andachtsraum öffentlich Tödiheim Hinwiler Kinderzirkus
um 14.30 Uhr im Festsaal
Donnerstag, 9. Januar 2020 Freitag, 3. Januar 2020
Trio Oergelischpatze Sternsinger Donnerstag, 6. Februar 2020
um 14.30 Uhr im Restaurant um 14.30 Uhr in der Cafeteria Katholischer Gottesdienst
Eucharistiefeier
Dienstag, 14. Januar 2020 Freitag, 10. Januar 2020 um 10.00 Uhr im Andachtsraum
Bild-Vortrag «Usbekistan» Reformierter Gottesdienst
von Viviane Schwizer um 10.30 Uhr in der Dachstube Donnerstag, 13. Februar 2020
um 14.30 Uhr im Festsaal Katholischer Gottesdienst
Freitag, 17. Januar 2020 um 10.00 Uhr im Andachtsraum
Donnerstag, 16. Januar 2020 Trio Örgelischpatze
Katholischer Gottesdienst um 14.30 Uhr in der Cafeteria Donnerstag, 20. Februar 2020
um 10.00 Uhr im Andachtsraum Katholischer Gottesdienst
Freitag, 24. Januar 2020 um 10.00 Uhr im Andachtsraum
Donnerstag, 23. Januar 2020 Katholischer Gottesdienst
Katholischer Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Dachstube Donnerstag, 27. Februar 2020
um 10.00 Uhr im Andachtsraum Katholischer Gottesdienst
um 10.00 Uhr im Andachtsraum
Donnerstag, 30. Januar 2020 Bewohnende Tödiheim
Katholischer Gottesdienst Freitag, 28. Februar 2020
um 10.00 Uhr im Andachtsraum Freitag, 10. Januar 2020 Schöneggler Schnitzelbank
Kino - um 17.00 Uhr im Festsaal
Donnerstag, 30. Januar 2020 Die Kinder des Monsieur Mathieu
Kolping-Chörli Thalwil um 14.30 Uhr in der Dachstube
um 14.30 Uhr im Restaurant Bewohnende Widmerheim
Freitag, 24. Januar 2020 Mittwoch, 19. Februar 2020
Kino - Das Leben der Pinguine Rhythmik
Bewohnende Widmerheim um 14.30 Uhr in der Dachstube um 14.15 Uhr im Festsaal
Mittwoch, 29. Januar 2020 Freitag, 31. Januar 2020 Mittwoch, 26. Februar 2020
Offenes Singen für Alle Clowns zu Besuch Offenes Singen für Alle
um 14.30 Uhr im Festsaal um 14.30 Uhr in der Dachstube um 14.30 Uhr im Festsaal
22 AusBlickrm ine
Te
rmine
Te ine öffentlich Tödiheim
Term
Freitag, 13. März 2020
Plausch Örgeler vom Hüttnersee
um 14.30 Uhr in der Cafeteria
Freitag, 13. März 2020
Reformierter Gottesdienst
Dienstag, 10. März 2020 um 10.30 Uhr in der Dachstube
öffentlich Tödiheim Reformierter Gottesdienst
um 10.00 Uhr im Andachtsraum Freitag, 20. März 2020
Freitag, 7. Februar 2020 Katholischer Gottesdienst
Reformierter Gottesdienst Dienstag, 10. März 2020 & um 10.30 Uhr in der Dachstube
um 10.30 Uhr in der Dachstube Donnerstag, 12. März 2020
Pizza Tag Freitag, 27. März 2020
Freitag, 21. Februar 2020 um 11.30 Uhr im Restaurant Volktümliches Singen mit dem
Katholischer Gottesdienst Jodelduo Susanna Bürgler und
um 10.30 Uhr in der Dachstube Donnerstag, 12. März 2020 Marlene Schmid,
Katholischer Gottesdienst Barbara Grimm am Klavier
Sonntag, 23. Februar 2020 mit Krankensalbung um 14.30 Uhr in der Cafeteria
Schöneggler Schnitzelbank um 10.00 Uhr im Andachtsraum
um 16.00 Uhr in der Dachstube
Donnerstag, 19. März 2020 Bewohnende Tödiheim
Katholischer Gottesdienst
Bewohnende Tödiheim um 10.00 Uhr im Andachtsraum Freitag, 6. März 2020
Kino - Bettgeflüster
Donnerstag, 27. Februar 2020 Donnerstag, 19. März 2020 um 14.30 Uhr in der Dachstube
Fondueessen mit Hans Arnold Musik von Hansruedi Vordermann
um 11.45 Uhr im Speisesaal um 14.30 Uhr im Restaurant Freitag, 20. März 2020
Kino - Wildes Italien
Donnerstag, 26. März 2020 um 14.30 Uhr in der Dachstube
Katholischer Gottesdienst
um 10.00 Uhr im Andachtsraum
März Mitarbeitende
Montag, 30. März -
öffentlich Widmerheim Freitag, 3. April 2020 Mittwoch, 4. März 2020
Amerikanische Woche Brandmeldeinstruktion
Sonntag, 1. März 2020 um 11.30 Uhr im Restaurant im Widmerheim
Konzert zum Tag der Kranken um 10.00 Uhr in der Eingangshalle
um 14.30 Uhr im Restaurant
Bewohnende Widmerheim Donnerstag, 5. März 2020
Montag, 2. März 2020 Brandmeldeinstruktion
Änderungen bleiben vorbehalten.
Fasnachtsball mit Musik von Mittwoch, 18. März 2020 im Widmerheim
Martin Nauer Rhythmik um 15.00 Uhr in der Eingangshalle
um 14.30 Uhr im Restaurant um 14.15 Uhr im Festsaal
Freitag, 27. März 2020
Donnerstag, 5. März 2020 Mittwoch, 25. März 2020 Brandmeldeinstruktion
Katholischer Gottesdienst Offenes Singen für Alle im Widmerheim
um 10.00 Uhr im Andachtsraum um 14.30 Uhr im Festsaal um 10.00 Uhr in der Eingangshalle
AusBlick 23«Es ist schön, den Augen dessen zu begegnen, dem man soeben etwas geschenkt hat.» Jean de la Bruyère
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