Schuljahresbericht Volksschule Baden 2019/2020 - www.schule.baden.ch
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INHALT
04 13 19
Geschäftsleitung Schulhaus Rütihof Schulhaus Tannegg
Schuljahresbericht 2019/20
23 29 35
Schulhaus Dättwil Schulhaus Meierhof Schulhaus Kappelerhof
41 47 Hier finden Sie Aussagen
zu den Erfahrungen von
Schülerinnen, Schülern
Schulhaus Ländli Sekundarstufe I
und Eltern während der
Zeit der Schulschliessung.Geschäftsleitung Schule
Von links, stehend: Stefan Künzi, Georg Ziffermayer, Jethro Gieringer (Schulleitung Sekundarstufe I),
Christin Hadorn (Schulleiterin Dättwil), Mirjam Obrist (Geschäftsleiterin), Annette Rüetschi
(Schulleiterin Rütihof), Mischa Frank (Schulleiter Kappelerhof), Alexandra Wiegand (Schulleiterin Tannegg),
Oliver Pfister (Schulleiter Tagesschule Ländli)
Sitzend: Lisa Lehner (Schulleiterin Meierhof), Raphael Egli (Schulleiter Tannegg)
Geschäftsleitung | 4EIN SCHULJAHR, DAS IN
DIE GESCHICHTE EINGEHEN WIRD
Das Schuljahr 2019/20 begann an der Volksschule Baden wie viele andere
Schuljahre: die Schule wuchs erneut, die Stellen der Lehrpersonen konnten
in letzter Minute doch noch dank des grossen Engagements der Schulleite-
Mirjam Obrist rinnen und Schulleiter besetzt werden und mit den Teamtagen in der letzten
Geschäftsleiterin Ferienwoche begann die hektische Betriebsamkeit, welche die Schulwochen
auszeichnet. Niemand hätte vermutet, dass das Schuljahr in einer nie geahn-
ten Art und Weise enden würde.
Niemand hätte vermutet,
dass das Schuljahr in einer
nie geahnten Art und Weise Umsetzung der Mehrjahresplanung mit dem neuen Aargauer Lehrplan
enden würde. und der neuen Ressourcierung
Im Schuljahr 2019/20 wurde intensiv an der Umsetzung der sechs Ziele der
Mehrjahresplanung gearbeitet. Innerhalb dieser Mehrjahresplanung nahmen
die beiden grossen kantonalen Projekte, der neue Aargauer Lehrplan und die
neue Ressourcierung, viel Raum ein. An verschiedenen Weiterbildungstagen,
verteilt über das ganze Schuljahr, widmeten sich die Lehrpersonen dem neuen
Lehrplan und Fragen wie beispielsweise:
– Wie werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler mit dem neuen
Lehrplan beurteilt?
– Welche Kompetenzen im Bereich Natur und Technik werden in welchem
Fach und in welchem Schuljahr fokussiert?
– Über welche Kompetenzen sollen die Schülerinnen und Schüler im neuen
Fach Medien und Informatik am Ende jedes Zyklus verfügen?
Die neue Ressourcierung war und ist vor allem für die Schulführung eine
Herausforderung. Die Schulen erhalten neu die Kompetenzen, selbst zu ent-
scheiden, welcher Anteil der zugewiesenen Ressourcen in welche Angebote
investiert werden sollen. Insbesondere an der Kindergarten- und Primarstufe,
wo trotz zunehmender Anzahl Schülerinnen und Schüler weniger Unterrichts-
Es wird interessant sein
lektionen durch den Kanton zugewiesen wurden, war der Prozess der Vertei-
zu beobachten, wie sich der lung auf die sechs Primarschulstandorte anspruchsvoll. Es wird interessant
grössere Gestaltungsraum sein, nach der Einführung der neuen Ressourcierung ab August 2020 zu
der Schulen mittel- und beobachten, wie sich der grössere Gestaltungsraum der Schulen mittel- und
langfristig auswirken wird. langfristig auswirken wird und wie sich die verschiedenen Schulstandorte
entwickeln werden.
Externe Evaluation
Nach 2009 und 2013 wurde die Volksschule Baden im November 2019 zum
dritten Mal von der Fachstelle Externe Schulevaluation überprüft. Ziel der
externen Schulevaluation, welche im Auftrag des Departements Bildung,
Kultur und Sport durchgeführt wird, ist die Überprüfung der Funktionstüch-
tigkeit und des Qualitätsmanagements. Mitte Oktober wurden alle rund 2300
Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sowie alle Lehrpersonen mit einem
Geschäftsleitung | 5Fragebogen zu ihrer Einschätzung der Qualität der Volksschule Baden befragt.
Ende November folgten während zwei Tagen Interviews mit Mitgliedern der
Schulpflege und der Geschäftsleitung, mit Lehrpersonen und weiteren Mit-
arbeitenden sowie mit Schülerinnen und Schülern und Eltern.
Auffälligkeiten der Volksschule Baden
Im Bericht beschreibt das Evaluationsteam, bestehend aus sechs Evalua
tionsfachpersonen, drei Auffälligkeiten der Schule, also solche Merkmale,
welche die Volksschule Baden von anderen Volksschulen im Kanton Aargau
unterscheidet.
Auffälligkeit 1
Die Bewältigung von Die Volksschule Baden ist mit anspruchsvollen Entwicklungs- und Verände-
rungsprozessen konfrontiert. Die Planung und die Umsetzung von Entwick-
alltäglichen herausfordernden
lungsvorhaben erfolgen auf gesamtschulischer Ebene durchdacht und kom-
Situationen bindet viele zeitliche
petent.
Ressourcen und bringt
Führungs- sowie Lehrpersonen Auffälligkeit 2
an ihre Belastungsgrenzen. Den Schulstandorten wird Gestaltungsraum für die eigene Profilierung zuge-
standen. Dies wirkt sich positiv auf die Identifikation mit dem eigenen Schul-
standort aus, löst aber auch Gefühle unterschiedlicher Wertigkeit zwischen
den Schulstandorten aus.
Auffälligkeit 3
Die Bewältigung von alltäglichen herausfordernden Situationen bindet viele
zeitliche Ressourcen und bringt Führungs- sowie Lehrpersonen an ihre Be-
lastungsgrenzen.
Geschäftsleitung | 6Acht Grundanforderungen
Homeschooling und Die Hauptaufgabe der Fachstelle Externe Schulevaluation besteht in der
Homeoffice gehen mit Überprüfung der folgenden sieben Grundanforderungen an die Schule, den
kleinen Kindern nur so genannten Ampelkriterien:
bedingt, bzw. eigentlich
gar nicht.
Eltern, 1. Klasse
Umgang mit
Umgang mit Ergebnissen von
Vielfalt Leistungstests
Schul- und
Schulführung Unterrichtsklima
Arbeitsklima
Qualitäts- für Lehrpersonen
management
Elternkontakte
In den ersten sechs Grundanforderungen erfüllt die Schule die Grundanfor-
derungen, die Funktionsfähigkeit ist gewährleistet. Im letztgenannten Bereich,
dem Qualitätsmanagement, stellte das Evaluationsteam eine Gefährdung der
Funktionsfähigkeit fest.
Anschliessend an die Berichterstattung des Evaluationsteams werteten die
Schulleitungen die Ergebnisse zusammen mit den Lehrpersonen für ihre
Standorte aus. Nachfolgend wurden die festgelegten Massnahmen in die
Entwicklungsplanungen aufgenommen.
Geschäftsleitung | 7Interne Evaluation am Kindergarten und an der Primarschule
Parallel zur externen Schulevaluation führten die sechs Primarschulstandorte
eine interne Evaluation durch. Ziel dieser Kombination von externer und in-
terner Evaluation war es, nebst der Rechenschaftslegung – Aufgabe der
externen Evaluation – auch die Entwicklungsorientierung gleichwertig zu ge-
wichten. Die interne Evaluation wurde in einem so genannten Peer-Review-
Verfahren durchgeführt. Lehrpersonen des einen Standorts besuchten als
Evaluationsteam einen anderen Standort, befragten Schülerinnen und Schü-
ler sowie Lehrpersonen, beobachteten das Pausengeschehen oder sprachen
mit dem Hauswart. Die Ergebnisse der internen Evaluation dienen den Lehr-
personen und der Schulleitung der eigenen Reflexion und dem Lernen. Auch
diese Erkenntnisse flossen in die Entwicklungsplanungen der Standorte ein.
Mein Kind vermisste
die Schulkinder, die
Lehrerinnen, den Alltag
ZUSAMMEN!!! Das war
das Schwierigste in dieser
Zeit! Aber sie hat das
TOP gemeistert!
Eltern, 3. Klasse
Die Lehrpersonen des Kindergartens und der Primarschule informieren sich
über die Ergebnisse der internen und externen Evaluation
Die Lehrpersonen der Peer-Teams der internen Evaluation werten ihre
Erfahrungen aus
Geschäftsleitung | 8Wechsel in der Schulführung
Ende des ersten Schulsemesters ging Hans Jürg Grunder, Schulleiter des
10 Geschäftsleitungssitzungen, grössten Kindergarten-/Primarschulstandorts Tannegg, nach sechs Jahren
teilweise in Form von Videokon- Tätigkeit an der VSB in Pension. Am 1. Februar 2020 übernahm ein Duo die
ferenzen, wurden dazu genutzt, anspruchsvolle Führungsaufgabe der Schulleitung: Alexandra Wiegand mit
die anstehenden Entscheide zu Erfahrung als Schulleiterin an einer Aargauer Volksschule ist zuständig für den
treffen und die Weiterentwick- Kindergarten und die 1. bis 3. Klassen der Primarschule Tannegg; Raphael
Egli, mit Erfahrung an der VSB als Lehrer der Sekundarstufe I, ist zuständig
lung der VSB zu steuern.
für die Führung der 4. bis 6. Klasse der Primarschule. Die beiden führen zu-
sammen rund 65 Lehrpersonen und sind verantwortlich für ca. 450 Schüle-
rinnen und Schüler.
Auf Ende Schuljahr 2019/20 verliess zudem Mirjam Keller den Schulstandort
Kappelerhof. Während sechs Jahren hat sie «ihren Kappi» geleitet. Neu wird
die Schule Kappelerhof ab Schuljahr 2020/21 von Mischa Frank geleitet. Als
Quereinsteiger bringt er ideale Erfahrungen als Lehrer an der Primarschule
sowie Führungserfahrung aus der Privatwirtschaft mit.
In einem «normalen» Schuljahr trifft sich die Geschäftsleitung im Herbst zu
einer 2-tägigen und im Frühjahr zu einer 1-tägigen Klausur. Beide Anlässe
fanden im Schuljahr 2019/20 nicht statt. Einerseits wegen der zusätzlichen
Belastung durch die Evaluationen, andererseits auch wegen der Schulschlies
sung infolge des Coronavirus. zehn Geschäftsleitungssitzungen über das
ganze Jahr verteilt, teilweise in Form von Videokonferenzen, wurden dazu
genutzt, die anstehenden Entscheide zu treffen und die Weiterentwicklung
der VSB zu steuern.
Digitalisierung und Schulraumprojekte
Es war eine positive Seit Schuljahr 2019/20 wird das Konzept Medien und Informatik 2019 umge-
Erfahrung. Das Kind kann setzt, welches im April 2019 vom Stadtrat verabschiedet worden war. Die
andere Arbeitsweisen Ausstattung der Primarschulstandorte mit Tablets für die Schülerinnen und
lernen. Schüler sowie Notebooks für die Lehrpersonen wurde in Angriff genommen.
Eltern, Sek I Bis Ende Schuljahr konnten die Standorte Tannegg und Meierhof ausgerüstet
werden. Auch konnte eine Gruppe Lehrpersonen für den Pädagogischen
ICT-Support (PICTS) aufgebaut werden. Für eine wirksame Medien- und
Informatikbildung ist diese Gruppe äusserst wichtig. Die PICTS unterstützen
die Lehrpersonen im Unterricht und geben methodische sowie didaktische
Hinweise. Sie organisieren und bieten selbst Weiterbildungen an und sind
eine bedeutende Nahtstelle zwischen Schulleitung, technischem Support und
Lehrpersonen.
Die Schulraumprojekte nehmen nach wie vor viel Aufmerksamkeit und Zeit in
Anspruch. Die Schule Burghalde wächst mit enormer Geschwindigkeit. Viele
Fragen beispielsweise zur Ausstattung kommen damit auf die Schule zu. Das
Projektteam für die Sanierung des Schulhauses Pfaffechappe hat das Vor-
Geschäftsleitung | 9projekt erarbeitet. Planungsaufgaben für die Erweiterung der Schulanlage
Das Schuljahr 2019/20 hat Dättwil in der Husmatt sowie für eine Zwischenlösung im Kappelerhof wegen
die Schule in besonderem Mass nicht ausreichenden Schul- und Betreuungsraums waren aktuell.
gefordert. Allen, die dazu bei
getragen haben, dass diese
Herausforderungen gemeistert Dann kam Corona …
werden konnten, danke ich.
Am 13. März 2019 kommunizierten Bund und Kanton Historisches: Die Schu-
len würden ab 16. März bis zum 10. Mai (wie im Nachhinein klar wurde) ge-
schlossen sein. Die Erfahrungen, welche in diesem Zeitraum seitens der
Schule (und uns allen) gemacht wurden, würden einen eigenen, dicken Bericht
rechtfertigen. Die Erfahrungen werden prägend sein auch für die Zukunft, dies
wird aus den Berichten der einzelnen Schulhäuser (ab Seite 13 ) deutlich.
Es bleiben für mich persönlich einige Aspekte aus dieser Zeit besonders
haften:
– Quasi über Nacht musste Schule in einer noch nie dagewesenen Form
organisiert werden. Die Volksschule Baden hat in dieser aussergewöhnli-
chen Situation gut funktioniert.
– Die verschiedensten Weisungen von Bund und Kanton in sehr kurzer Kadenz
haben die Schulführung bis aufs Äusserste gefordert.
– Die Kommunikation an die Eltern ist sehr anspruchsvoll in solchen Situati-
onen. Die Ansprüche und Erwartungen gehen oft diametral auseinander.
– In der Krise wird vieles möglich (gemacht).
– Ausserordentliches Engagement und Kreativität sind Begleiter von Krisen.
– Die Individualität der Menschen wird noch deutlicher spürbar. Die indivi
duellen Bedürfnisse und die eigene Befindlichkeit werden sehr hoch ge-
wichtet.
– Videokonferenzen sind schön und gut. In der Interaktion geht jedoch viel
verloren an Gestik, Mimik und Unbewusstem. Die Achtsamkeit den Ge-
sprächspartnerinnen und Gesprächspartnern gegenüber wird reduziert. Es
entstehen vermehrt Missverständnisse.
– Mit dem Konzept «Medien und Informatik 2019» hat die VSB notwendige
und sinnvolle Eckpunkte für eine zeitgemässe Schule gesetzt. Diese Eck-
punkte gilt es baldmöglichst zu realisieren.
Das Schuljahr 2019/20 hat die Schule in besonderem Mass gefordert. Allen,
die dazu beigetragen haben, dass diese Herausforderungen gemeistert wer-
den konnten, danke ich. ●
Geschäftsleitung | 101
2
3 4
5
1 Die Schülerinnen und Schüler
des Tanneggs stehen für
Hans Jürg Grunder an seinem
letzten Arbeitstag Spalier
2 Mirjam Keller leitete die
Schule Kappelerhof während
sechs Jahren
3 Sonntag, 29. März 2020,
14.00 Uhr: Die Schulhaus
kreuzung gehört dem Bus
4 Die Arbeitsgruppe zur
Ausgestaltung der
Medienlounge der Schule
Burghalde nimmt einen
Augenschein auf der Baustelle
5 VSB-Party: Am 23. August
2019 konnte noch gefeiert
werdenKindergarten und Primarschule
Rütihof Tannegg
Dättwil Meierhof
Kappelerhof Ländli
Geschäftsleitung | 12GEMEINSAM HERAUSFORDERUNGEN
BEWÄLTIGEN IM SCHULHAUS RÜTIHOF
Dieses Schuljahr war anders
Jedes Schuljahr ist herausfordernd, wollen wir doch unseren Schülerinnen
und Schülern einen guten Unterricht bieten – in einem Schulhaus, in dem ein
positives Schulklima und ein reiches Schulleben dafür sorgen, dass sich
sowohl die Kinder wie auch die Lehrpersonen wohl fühlen. Dafür setzt sich
das Team Rütihof täglich ein. Dieses Schuljahr aber hielt darüber hinaus gleich
Annette Rüetschi
Schulleiterin Rütihof
einen ganzen Stapel zusätzlicher, grosser Herausforderungen bereit.
«Wetten dass … Die Lehrpersonen machten sich fit für den neuen Lehrplan
nicht noch mehr besondere
Bereits in den Sommerferien fand eine erste Weiterbildung für die Lehrper-
Herausforderungen
sonen statt: Es galt, sich in Laufe dieses Schuljahres noch kompetenter zu
in ein Schuljahr passen!»
machen für das Unterrichten nach neuem Lehrplan, welcher ab dem Schuljahr
2020/21 umgesetzt werden muss.
Ein feierliches Begrüssungsritual zum Start
Begonnen haben wir das Schuljahr, wie jedes Jahr, mit einem feierlichen
Begrüssungsritual auf dem Pausenplatz: Es wurde gesungen, eine kleine
Ansprache gehalten, die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler wurden von
ihren Lehrerinnen mit einer Sonnenblume empfangen, Eltern machten Erin-
nerungsfotos des ersten Schultages ihres Kindes und schliesslich bildeten
die älteren Schülerinnen und Schüler mit ihren Armen Türchen, durch welche
die Schulanfängerinnen und Schulanfängern ins Schulhaus gingen. Die Schul-
zimmer belebten sich, der Unterricht begann.
Uns ist nun noch stärker
bewusst, wie unserer Kind
selbständig arbeiten kann.
Eltern, 6. Klasse
Gute Wünsche für die austretenden Sechstklässlerinnen und Sechtklässler
Kindergarten und Primarschule – Rütihof | 13Den Eltern selbst geschriebene
Geschichten vorlesen:
Lesekompetenz vom Feinsten!
Lesenacht der Mittelstufe: Letztes konzentriertes Vorbereiten
vor dem Vorlesen
Wintermonate im Zeichen von Schulevaluation
Grosser Lerneffekt bezüg-
lich Medienkompetenz, Der Winter stand ganz im Zeichen der externen und einer internen Schuleva-
besser als in der Schule luation. Vor allem die interne Evaluation, welche zum Ziel hatte, der Schulkul-
tur auf die Spur zu kommen, war mindestens so arbeitsintensiv wie spannend.
gelernt: learning by doing.
Das Team Rütihof erhielt positive, wertvolle Rückmeldungen, welche uns in
Eltern, Sek I
unserer Arbeit bestärken, jedoch auch Entwicklungsfelder aufzeigen.
Die dramatische «Sparübung»
Der Kanton Aargau hat ein neues Modell für die Zuteilung der Ressourcen,
sprich Lektionen, welche für die Planung des Unterrichts zur Verfügung ste-
hen, entwickelt, was sich leider für die Schule Rütihof äusserst nachteilig
auswirkt: Wir verlieren auf einen Schlag über 30 Lektionen, was in etwa dem
Kindergarten und Primarschule – Rütihof | 14Umfang einer Vollzeitstelle entspricht. Da die Anzahl der Klassen und die
Anzahl der Schülerinnen und Schüler gleich bleiben, war guter Rat teuer: Wo
können die Lektionen eingespart werden, ohne dass die Qualität des Unter-
richts allzu sehr leidet? Kann allen Lehrpersonen das Arbeitspensum ange-
boten werden, welches sie wollen? Ein aufwendiger und schwieriger Prozess
musste gestartet werden. Ein Projektplan wurde ausgearbeitet und während
zahlreicher Sitzungen wurde diskutiert, geplant und schliesslich entschieden
und informiert. Auch wenn der Verlust der Lektionen schmerzt, ist es uns
gelungen, die verbleibenden Lektionen so einzusetzen, dass die Schülerinnen
und Schüler nach wie vor sehr gute Bedingungen für das Lernen haben.
Und dann überfiel uns Corona
Den Freitag, an dem wir ungläubig und konsterniert im Schulhaus zusam-
Fernlernen an der menstanden und langsam realisierten, dass ab Montag tatsächlich alle Schu-
len geschlossen bleiben, wird wohl niemand so schnell vergessen. Was in
Primarschule – geht das?
den Wochen danach geleistet wurde, ist eindrücklich. Während unzähliger
Ja, und wie!
Arbeitsstunden erkundete das Rütihofteam Lernplattformen, lud Material für
die Lernenden hoch, drehte kleine Lehrfilme und stellte diese auf die Platt-
formen, dachte sich Bewegungs- und Gestaltungsaufträge aus, die die Kinder
zu Hause ausführen konnten, lud Wochenpläne auf die Lernplattformen, hielt
Videositzungen ab, kommunizierte mit den Eltern, beriet, plante, erklärte,
ermutigte die Kinder. Auch die Kinder konnten Arbeitsresultate oder Beiträge
auf die Lernplattform stellen und so sehen, was bei ihren Klassenkameraden
entstanden war. Es war schlicht eindrücklich, zu verfolgen, was über die
Lernplattformen alles entstand. Ein grosser Schritt im Bereich digitales Lernen
und Arbeiten wurde innerhalb kürzester Zeit gemacht, und das in sehr guter
Qualität.
Lichterfest der ganzen Schule Rütihof
Kindergarten und Primarschule – Rütihof | 15Die unglaublich schwierige Suche nach einer Klassenlehrperson
Aufgrund einer Pensionierung und einer Mutterschaft waren zwei Klassen-
lehrpersonenstellen neu zu besetzen. Während die Stelle an der Unterstufe
recht schnell besetzt werden konnte, war die Mittelstufenstelle wenige Wo-
chen vor den Sommerferien noch immer offen, beharrlich blieben Bewerbun-
gen aus, was auf die Stimmung im Team drückte. Was, wenn niemand ge-
funden wird und die Klasse aufgeteilt werden muss? Das altersdurchmischte
Lernen verträgt nicht beliebig grosse Klassen. Mitte Juni kam die Erlösung:
Mit unglaublichem Glück fanden wir im letzten Moment eine junge, motivierte
und fähige Lehrerin, welche wegen Corona ihre geplante längere Reise nicht
antreten konnte und sich entschied, ihren Arbeitsstart vorzuziehen.
Viel Schönes, auch in diesem anspruchsvollen Schuljahr
Gelungene Unterrichtssituationen, spannende Momente mit Schülerinnen
und Schülern, Kinderlachen, neue Erkenntnisse, zu beobachtende Fortschritte,
gelöste Probleme, positive Rückmeldungen, ein erfolgreicher Sporttag, das
Winterlager der Mittelstufe, ein wunderbarer Weihnachtsanlass und mehr:
Auch dieses anspruchsvolle Schuljahr bot unglaublich viel Schönes und Ein-
drückliches. Das gibt uns die Kraft, auch künftige Herausforderungen zu
meistern. ●
Danke – und ich hoffe, es
war eine einmalige Sache
mit der Schulschliessung,
die Kinder brauchen
Kinder zum Lernen und
Bewegung und Zeit ohne
Eltern, die ihnen ständig
auf die Finger schauen.
Eltern, 5. Klasse
Am Ende des Schuljahres gibt es Zeugnisse
Kindergarten und Primarschule – Rütihof | 161 2
3
4
5
1 Unterricht in der Aula mit Corona-
konformen Abständen
2 Reparaturauftrag während des
Fernunterrichts: Der Küchenschrank
wird endlich repariert
3 Auftrag während des Fernunterrichts:
zu Hause etwas reparieren
4 Am Ende des Schuljahres werden die
entstandenen Arbeiten nach Hause
getragen
5 Virtuelles Klassenzimmer: Auch nach
dem Fernunterricht wird es genutztAnzahl Schülerinnen Anzahl Schülerinnen
und Schüler und Schüler
nach Geschlecht nach Nationalität
Deutschland (inkl. Österreich und Liechtenstein)
151
1144 1195 1677
Schweiz
247
andere Länder 104
andere EU
113 47
Süd-EU Südost-EU
2339
Anzahl Schülerinnen
und Schüler pro Standort
Schülerinnen und Schüler
Ländli Meierhof Kappelerhof
120 169 213
Anzahl Schülerinnen
und Schüler pro Stufe
Rütihof Dättwil Pfaffechappe
259 278 281
Kindergarten Primarschule
372 1082 Tannegg Provisorium Ländli
415 604
Sekundarstufe I
885KOMPETENZORIENTIERTES LERNEN
IM SCHULHAUS TANNEGG
Auf neuen Wegen
Neue Wege wurden in der Schule Tannegg ab Februar beschritten, als eine
Alexandra Wiegand neue Schulleiterin und ein neuer Schulleiter ihre Tätigkeit an diesem Standort
Schulleiterin Tannegg aufnahmen. Neue Wege beschritten hat die Schule Tannegg mit dem Projekt
«Kompetenzorientiertes Lernen» der Fachhochschule Nordwestschweiz
(FHNW), neue Wege beschreiten musste die Schule Tannegg auch während
der Schulschliessung aufgrund Corona und neue Wege geht die Schule Tan-
negg zudem mit den neu ausgelieferten Tablets für die Schülerinnen und
Schüler.
Das zweite Semester des Schuljahres 19/20 brachte doch einige Änderungen
mit sich. Nur kurz hatten die Lehrpersonen und die Schulleitungen Zeit, sich
einander persönlich kennenzulernen. Wenige Wochen nach der Stellenüber-
nahme wurde die Schule geschlossen. Geplantes musste abgesagt werden,
schnelles Handeln war gefragt, Entscheidungen mussten im Eiltempo getrof-
Raphael Egli
Schulleiter Tannegg
fen werden und eine riesige Portion Flexibilität wurde von allen abverlangt.
Es war ein turbulenter Einstieg, der gezeigt hat, dass die Schule Tannegg ein
tolles, gut zusammenarbeitendes Team hat, welches schwierige Situationen
«Nur kurz hatten die Lehr gemeinsam meistern kann.
personen und die Schulleitungen
Zeit, sich persönlich kennen
zulernen.» Kompetenzorientiertes Lernen
Im ganzen Kanton Aargau wird im August 2020 der neue Aargauer Lehrplan
eingeführt. Seit längerer Zeit bereitet sich die Volksschule Baden und somit
auch der Standort Tannegg auf diese Umstellung vor. Das kompetenzorien-
tierte Lernen rückt in den Fokus, was einige Änderungen und Neuerungen in
der Gestaltung des Unterrichts mit sich bringt. Neben den schulhausüber-
In den Teams wird mit viel
greifenden und schulhausinternen Weiterbildungen, die zu diesem Thema
Engagement und Leistungsbe-
stattgefunden hatten, hat sich ein Team aus vier Klassen, zwei aus der Pri-
reitschaft geplant, erarbeitet, marschule und zwei aus dem Kindergarten, dafür entschieden, am Projekt
Unterrichtsmaterial entwickelt «Kompetenzorientiertes Lernen» der FHNW mitzumachen.
und viel Neues ausprobiert. Das Ziel des Projekts ist es, ein schulinternes Lerncoachingprojekt zu entwi-
ckeln, so dass die Oberflächenstrukturen des Lernens, also das von aussen
sichtbare und beobachtbare Arrangement des Unterrichts mit den Tiefen-
strukturen, dem unsichtbaren Lernen im Kopf der Schülerinnen und Schüler,
verbindet.
Perlen des Schuljahres 19/20
Zum 50. Jubiläum der Mondlandung besuchten zwei Klassen mit vielen stau-
nenden Kinderaugen das Kindermuseum in Baden. Das Highlight für die
Kinder war sicherlich die Rakete, die sie selbst in die Luft steigen lassen
durften. Das Co-Lernteam der Wiesenstrasse führte zu den Themen Motorik,
Kindergarten und Primarschule – Tannegg | 19Sozial- und Sachkompetenz ein gemeinsames 4-wöchiges Lernprojekt durch.
Über 300 Schülerinnen und Die Kinder durften in Niveaugruppen, also ihrem Lernstand entsprechend,
Schüler sorgten für Gänsehaut- zum Thema Planeten viel Spannendes und Lehrreiches erleben. Zur Weih-
stimmung, wobei sie von ihren nachtszeit fand wie jedes Jahr die Weihnachtsfeier der Schule Tannegg in der
Eltern und anderen Besuchern Stadtkirche statt. Das offene Singen, zu welchem alle Eltern herzlich einge-
festlich in ihrem Gesang unter- laden waren, war ein voller Erfolg.
stützt wurden. Rund 90 Kinder aus der 5. Klasse Tannegg, 5. und 6. Klasse Ländli sowie
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen machten am Projekt
«Tanz & Kunst Königsfelden» (t&kk) mit. Bei diesem Projekt wurde mit Profis
getanzt, hatte man sich mit der Geschichte des Minotaurus im Labyrinth
auseinandergesetzt und gestalterisch Vielfältiges erschaffen. Leider mussten
die in Königsfelden geplanten Aufführungen coronabedingt abgesagt werden.
Man liess sich nicht entmutigen und setzte das Projekt online um, bis dann
im Juni auf den Strassen Badens live und mit viel Freude getanzt werden
konnte.
ICT an der Schule Tannegg / Fernlernen
Als erstes Schulhaus der Volksschule Baden wurde in den Sportferien der
Unser Kind konnte sich Standort Tannegg vollständig mit neuen Laptops und iPads ausgestattet. Für
die Aufgaben und Zeiten die Schülerinnen und Schüler wurden insgesamt 200 iPads und 50 Laptops
selber einteilen. Am geliefert, welche im täglichen Unterricht zur Anwendung kommen sollen, um
Wochenende hatte sie frei auch digitale Lernformen zu ermöglichen.
Leider verhinderte Corona die erste geplante Durchführung der Schulung der
und musste nicht auf
Lehrpersonen zum Einsatz der iPads im Unterricht. Dies konnte aber in den
Prüfungen lernen.
Sommerferienarbeitstagen nachgeholt werden. Die Lehrpersonen waren mit
Eltern, Sek I
viel Motivation an den Workshops dabei und haben bereits einiges in ihrem
Unterricht umgesetzt. Dass das Tannegg als erstes Schulhaus mit iPads und
Laptops ausgestattet wurde, hatte sich in der Coronazeit als Glücksfall her-
ausgestellt. Die Lehrpersonen verfügten über eigene Geräte, welche sie zu
Hause im Homeoffice nutzten konnten. So wurden Padlet-Seiten kreiert,
Videokonferenzen geführt und der ganze Schulstoff auf den Geräten aufbe-
reitet. Auch die Schülerinnen und Schüler, welche zu Hause kein funktions-
tüchtiges Gerät hatten, konnten ein Gerät für die Dauer des Fernunterrichts
mitnehmen. Unterstützung hierbei bekamen alle vom pädagogischen ICT-
Support unseres Schulhauses.
Es war ein bewegtes Schuljahr, welches für uns alle viel Neues und Unerwar-
tetes mit sich gebracht hat. Wir bedanken uns herzlich bei allen Lehrpersonen,
den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und allen an der Schule beteilig-
ten Personen für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. ●
Kindergarten und Primarschule – Tannegg | 201
2
3
4
1 Ausflug ins Kindermuseum
2 Tanz & Kunst
3 Offenes Singen
4 Projektwoche Kompetenz-
orientiertes LernenAnzahl Abteilungen
pro Stufe
Kindergarten Primarschule
20 55
Realschule Sekundarschule
7 13
121
Abteilungen aller Stufen
Sekundarstufe I
46 Bezirksschule Sonderformen
22 4
Anzahl Abteilungen
pro Standort
Ländli Meierhof Kappelerhof Rütihof Dättwil
6 10 11 14 14
Pfaffechappe Tannegg Provisorium Ländli
16 20 30IN DÄTTWIL IST NICHT ALLES PLANBAR,
ABER VIELES MACHBAR
Herzlich willkommen, liebe Erstklässlerinnen und Erstklässler
Der Schulanfang gehört den Kindern der künftigen 1. Klassen. Es ist ein
Christin Hadorn wunderbarer Moment, wenn die Mädchen und Knaben oben auf der Aula-
Schulleiterin Dättwil Galerie stehen und beim Aufrufen ihres Namens gespannt, freudig, zögerlich
oder wild nach unten Richtung Mami und Papi winken. Sie wurden von allen
Primarschülerinnen und Primarschülern der 2. bis zur 6. Klasse und von den
«Wer wagt, gewinnt! Kindern im 2. Kindergartenjahr mit dem Lied «Herzlich willkommen – schön,
Oder: Wer Herausforderndes dass du da bist» begrüsst.
als Chance packt, lernt!» Zum Glück ist der Schritt vom Kindergarten ins Schulzimmer gar nicht so
gross: Während vieler Anlässe lernten die Kinder bereits im Kindergarten die
Lehrerinnen und Lehrer und die «grossen» Schülerinnen und Schüler kennen,
zu denen sie nun voller Stolz selbst gehören. Nach der Begrüssung erforsch-
ten sie ihr neues Schulzimmer und bereits in der Pause war alles so wie es
sein soll: Ca. 300 Kinder belebten unsere Schulhausgänge mit ihrem Lachen,
ihrem Schwatzen und Diskutieren.
Bücherolympiade, das Thema am Sporttag
Das Jahresthema «Bücherwelt» begleitete uns auch durch dieses Schuljahr
und so stand der Bücherolympiade nichts mehr im Wege. In altersdurch-
mischten Gruppen balancierten die Kleinen und Grossen mit Büchern auf
dem Kopf über Bänke. Geschichten wurden beim Stafettenlauf zusammen-
gesetzt, Büchertürme gebaut und bei jedem neuen Posten staunten die Schü-
lerinnen und Schüler, wie Bücher beim Sport auf vielfältige Weise eingesetzt
werden können.
Evaluationsbesuch
Die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer und die
Schulleiterin wurden zur Schulatmosphäre, zur internen Zusammenarbeit,
zum Lehren und Lernen, zur Zusammenarbeit mit den Eltern von einem ex-
ternen und einem internen Team (Kolleginnen und Kollegen aus anderen
Schulstandorten der VSB) befragt. Wir konnten uns über sehr viele positive
Rückmeldungen freuen: Es ist beispielweise gut zu wissen, dass sich die
meisten Schülerinnen und Schüler «an dieser Schule wohl fühlen». Es ist auch
eine wichtige Rückmeldung der Eltern, dass sie «alles in allem zufrieden mit
der Schule» sind.
Kindergarten und Primarschule – Dättwil | 23Reflexion zur
Bewährt haben sich «SchulezuHause»
Arbeiten, die drinnen
sitzend erledigt werden
konnten. Tagesaufgaben
gingen besser als
Wochenaufgaben.
Eltern, 5. Klasse
Die vielen positiven Feedbacks ermutigen uns.
Die Schulevaluation hellt aber auch «blinde Flecken» auf und so haben wir
Der Blick von aussen erfahren, wo wir an unseren Stärken weiterarbeiten können und wo im Spe-
erweitert die eigene ziellen Entwicklungsmöglichkeiten liegen. Beides fliesst in unsere Planung
Wahrnehmung. Die vielen mit ein und bestimmt, woran wir im kommenden Schuljahr arbeiten.
Erfahrungen während des
Lockdowns fliessen in
Nicht alles ist planbar …
den Unterricht ein.
Vieles, das geplant war, fiel dem Lockdown zum Opfer: Die Projektwoche,
während der wir in verschiedene Länder reisen wollten und welche die Schü-
lerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zusammen vorberei-
tet hatten. Auch den beliebten Tauschmarkt und den spannenden Vorlesetag
und diverse Elternabende mussten wir leider absagen.
Kindergarten und Primarschule – Dättwil | 24… aber vieles machbar:
Wir stellten auf «SchulezuHause» um. Das Kollegium engagierte sich enorm,
und wir haben die aussergewöhnliche Situation gemeinsam sehr gut gemeis-
tert. Vieles – vor allem in der ersten Zeit des Lockdowns und Distance Lear-
nings – erschien uns vorerst als eine Notlösung. Mit der Zeit und vor allem in
der Rückschau erkannten wir die Lernchancen für unsere Schule.
Erweiterte Sichtweisen eröffnen sich – auch auf das Lernen
und Lehren im «normalen» Unterricht
Von den Lehrerinnen und Lehrern selbst erstellte Lernvideos ermöglichten
Während der «SchulezuHause» Fernunterricht, bieten aber auch im Präsenzunterricht den Schülerinnen und
waren Kreativität und Offenheit Schülern in unterschiedlichem Tempo zu lernen, zurückzuspulen, etwas spä-
für Neues besonders gefragt. ter nochmals anzuschauen. Dies eigentlich in allen Fächern und speziell auch
im Unterricht «Deutsch als Zweitsprache».
Durch die Situation, nicht mehr alles direkt steuern zu können, machten wir
positive Erfahrungen mit offenen Lernaufgaben in einem gemeinsamen The-
menrahmen. Die Offenheit gibt Spielraum für die Schülerinnen und Schüler,
ermöglicht Interessensschwerpunkte und stärkt die Motivation. Dies wollen
wir weiter pflegen und erreichen, dass verschiedene Lernwege der Schüle-
rinnen und Schüler noch besser zusammengeführt und diskutiert werden
können.
Herzlich willkommen, liebe Erstklässlerinnen und Erstklässler
Kindergarten und Primarschule – Dättwil | 25Die bereits in vielen Klassen etablierten Arbeitspläne erfuhren während des
Die vor allem zu Beginn der Lockdowns eine Erweiterung um bisher nicht berücksichtigte Fächer. Da liegen
Schulschliessung erzwungene künftig noch viele Chancen, die Arbeitspläne fachübergreifender zu gestalten.
Improvisation löste bei uns einen Die digitalen Plattformen Padlet oder Schabi erleichterten es uns, die Lern-
Kreativitätsschub aus. aufgaben für die Schülerinnen und Schüler übersichtlich zu strukturieren. Dies
wird nun bereits weiter genutzt, zum Beispiel für die Hausaufgaben.
Die in der Krise erlebte Kreativität ist eine schöne Erfahrung. Ebenso die
Erfahrung, dass wir aufeinander zählen können, dass die spontane gegensei-
tige Unterstützung auch in speziell anspruchsvollen Situationen selbstver-
ständlich ist.
Durch den Verlust des täglichen Kontakts mit den Schülerinnen und Schülern
rückten bewusste Einzelgespräche per Telefon oder Zoom in den Vordergrund.
Das schärft in unserem Bewusstsein zusätzlich, wie wichtig Lerngespräche
mit Einzelnen sind.
Diese vielen Erfahrungen fliessen direkt in die Vorbereitung der Umsetzung
Es ist eine Erfahrung, die des neuen Aargauer Lehrplans, der im kommenden Schuljahr eingeführt wird.
ich für mein Leben lang Sie sind eine willkommene Bereicherung für die konkrete Arbeit im Unterricht.
behalten werde, das werde Durch die «SchulezuHause» waren die Eltern viel stärker ins Lernen ihrer
ich auch meinen Kindern Kinder involviert. Deshalb musste die Kommunikation ausgebaut werden,
erzählen. Aber crazy war meist über digitale Medien. Dies können wir in Ergänzung zum Direktkontakt
vermehrt nutzen.
es auch.
Alle – das Kollegium, die Schülerinnen und Schüler und die Eltern – haben sich
Schülerin Sek I
enorm eingesetzt und viel gelernt und Letzteren möchte ich an dieser Stelle
meinen besonderen Dank für die Unterstützung und die vielen positiven Rück-
meldungen ausdrücken. ●
Kindergarten und Primarschule – Dättwil | 262 1 Videokonferenz während des Lockdowns 2 Apéro in Coronazeiten 3 Kerzenziehen 4 Der ausgebildete Schulhund lernt mit 1 3 4
Anzahl
Lehrpersonen nach Geschlecht
236
310
Lehrpersonen 74
Durchschnittliches Alter
der Lehrpersonen nach Stufen
Kindergarten 45,3 Jahre
Primarschule 44,9 Jahre
Realschule 53,3 Jahre
Sekundarschule 49,2 Jahre
Bezirksschule 44,3 JahreDIE SCHULE MEIERHOF FEIERT UND
MEISTERT NEUE HERAUSFORDERUNGEN
Ein Start mit zwei besonderen Anlässen
In den Vorbereitungstagen sowie auch in den folgenden Teamsitzungen wa-
Lisa Lehner ren das Sommerfest des Quartiers mit dem integrierten Wettrennen «die
Schulleiterin Meierhof schnällscht Meierhöflerin oder de schnällscht Meierhöfler» und das Jubilä-
umsfest «50 Jahre Schulhaus Meierhof» die grossen Themen. Das Sommer-
fest wurde vorwiegend vom Quartierverein Meierhof gestaltet und getragen,
«Ich glaube, das vergangene die Schule organisierte den Wettlauf. Hingegen übernahm die Schule die
Schuljahr hat alle an der Organisation der Feierlichkeiten rund um das Geburtstagsfest der Schule. Am
Schule beteiligten Menschen, Jubiläumsanlass durften die Eltern und die Bewohnerinnen und Bewohner
trotz Social distancing, näher des Quartiers Fotos von früheren Zeiten und Filmsequenzen mit ehemaligen
zusammenrücken lassen als Schülerinnen und Schüler bestaunen, Traumschulhäuser bauen und besich-
die Jahre zuvor.» tigen, unser «Guetzli-Schulhaus» verzieren, ein Quiz zum Schulhaus lösen
und vieles mehr. Der offizielle Festakt wurde durch ein eigens komponiertes
Geburtstagslied begleitet und jedes Kind durfte am Schluss des Fests einen
Ballon steigen lassen.
Beide Anlässe konnten wir mit grossem Erfolg durchführen und der Austausch
zwischen der Quartierbevölkerung und den Lehrpersonen wurde rege genutzt.
Die Doppelbelastung als
berufstätige Eltern war
anstrengend. Es war aber
auch sehr schön und
bereichernd, als Familie so
zusammenzuwachsen.
Eltern, 3. Klasse
Die schnällscht Meierhöflerin oder de schnällscht Meierhöfler
Kindergarten und Primarschule – Meierhof | 29Für mich war es schön,
mein Kind bei mir zu Hause
zu haben. Es war für mich
eine tolle Erfahrung zu
sehen, wie selbstständig
mein Kind arbeiten kann.
Eltern, Sek I
Schul- und Quartierfest Meierhof
Zusätzlicher Schulraum
Nach den Feierlichkeiten durften wir noch vor den Herbstferien den Kinder-
garten-Pavillon in den Container zügeln, dadurch sind nun die Raumverhält-
nisse für diesen Kindergarten sehr viel besser geworden. Die 3. Klasse wech-
selte in das frei gewordene Zimmer im Pavillon. Mit dem Container können
wir zusätzliche Räume für die Logopädie, das Deutsch für Fremdsprachige,
die Musikgrundschule und für den Fremdsprachenunterricht nutzen. Bei den
steigenden Kinderzahlen sind wir auf mehr Schulraum angewiesen. Leider
konnten wir unseren Werkraum, welcher zurzeit noch in einem Luftschutzkel-
ler ist, noch nicht ersetzen.
Vorbereitungen für zwei grosse kantonale Veränderungen
Die Auseinandersetzung mit dem neuen Lehrplan hatte schon vor einem Jahr
mit dem Thema «kompetenzorientierte Aufgabenstellungen» begonnen und
wurde in diesem Schuljahr mit dem Folgethema «Beurteilung» weiterbearbei-
tet. In den Unterrichtsteams entwickelten die Lehrpersonen auf allen Stufen
(Kindergarten/Unterstufe und Mittelstufe) verschiedene Kompetenzraster zur
Kindergarten und Primarschule – Meierhof | 30Beurteilung von Fähigkeiten und Fertigkeiten. Bei der Präsentation dieser
Im ganzen Team war man Raster am Ende des Schuljahres wurden interessante Ergebnisse vorgestellt.
sich einig, dass wir in unserem In der Steuergruppe der Schule beschäftigten wir uns vorwiegend mit der
Schulhaus einen Schwerpunkt neuen Ressourcierung. Die Auseinandersetzung mit der Verteilung der Res-
bei der gezielten Förderung sourcen war ein spannender Prozess.
der jüngeren Kindern setzen Natürlich sollten auch die älteren Schülerinnen und Schüler genügend För-
möchten. derstunden erhalten, aber man war sich einig, dass es enorm wichtig ist, die
Schülerinnen und Schüler gleich zu Beginn ihrer Schulzeit möglichst optimal
zu unterstützen.
Mit Eltern wird eine mögliche Zusammenarbeit geplant
An den Elternabenden Anfang Schuljahr, welche die Lehrpersonen jeweils mit
viel Engagement und Motivation gestalten, wurden Eltern gesucht, welche
bereit sind, zusammen mit der Schule Ideen und Möglichkeiten für eine ge-
winnbringende Elternmitwirkung zu diskutieren. Wir haben es sehr geschätzt,
dass sich gleich sieben Personen für diese Arbeit gemeldet haben. Leider
wurde kurz vor dem Entstehen eines Konzepts die Zusammenarbeit wegen
Corona unterbrochen. Wir werden zu Beginn des neuen Schuljahres die Arbeit
mit Schwung wieder aufnehmen.
Jubiläumsfest 50 Jahre
Schule Meierhof
Kindergarten und Primarschule – Meierhof | 31Entwicklungen, die sich wunderbar ergänzen …
Das Projekt «Draussen Unterrichten» wurde weiterentwickelt und umgesetzt.
Der Aussenraum der Schule wird viel genutzt und mit den Lernaufgaben,
welche die Schülerinnen und Schüler draussen in Angriff nehmen, wird das
kompetenzorientierte Lernen rege geübt.
Eine wunderbare Unterstützung für dieses Projekt wurde uns durch das Stadt-
forstamt geschenkt: Aus dem Benefiz-Weihnachtsbaumverkauf 2020 erhielten
wir über zweitausend Franken. Damit konnten wir eine Kiste mit Materialen
für den Draussen-Unterricht anschaffen. Wir sind ausserordentlich dankbar
für dieses wertvolle Geschenk!
Fast zur gleichen Zeit wurde unsere Schule mit den neuen IT-Geräten ausge-
rüstet. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, welches viel Verständnis und
Geduld von den Lehrpersonen forderte, aber für sie eine grosse Bereicherung
in ihrer Arbeit ist.
… und dann muss plötzlich Unterricht aus der Ferne erteilt werden
Das Corona-Virus legte den Präsenzunterricht ab dem 16. März bis zum
Einen riesigen Einsatz leisteten 11. Mai fast vollständig lahm. Es gab aber an der Schule Meierhof doch einige
die Lehrerinnen und Lehrer beim Kinder, die regelmässig betreut werden mussten. Es war hilfreich in dieser
Vorbereiten und Durchführen Situation, dass sich alle Lehrpersonen für die Betreuung engagierten.
In einem multikulturellen Schulhaus, mit sehr vielen fremdsprachigen Schü-
des Fernunterrichts.
lerinnen und Schülern, waren die Herausforderungen vielfältig, da einerseits
viele IT-Geräte zur Verfügung gestellt werden mussten und andererseits viele
Eltern kein Deutsch verstehen. Dank der grossen Mithilfe von allen an der
Förderung der Kinder beteiligten Personen konnten die Schülerinnen und
Schüler auch in dieser Zeit einiges lernen! Die Rückmeldungen der Eltern
waren auffällig positiv und auch die Kinder berichteten über viel Neues und
Interessantes aus der Schulzeit zu Hause. Allerdings waren die meisten happy,
dass sie am 11. Mai endlich ihre Lehrer*innen wieder live sehen konnten –
wenn auch mit Abstand!
Ein spannendes, intensives und besonderes Schuljahr fand den Abschluss
bei der Verabschiedung der Sechstklässlerinnen und Sechstklässler. Ich
danke allen Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrpersonen, den Assis-
tenzpersonen, dem Hauswart, den Eltern und den vielen Menschen, welche
unsere Schule tatkräftig unterstützen. ●
Kindergarten und Primarschule – Meierhof | 321
2
3 4
5
1 Begrüssung am ersten Schultag
2 Sternwanderung mit
Übernachtung im Wald
3 Jubiläumsfest 50 Jahre
Schule Meierhof
4 Fasnacht Meierhof
5 Lichterfest mit RäbeliechtliDurchschnittlicher Beschäftigungsgrad
der Lehrpersonen nach Stufen
Kindergarten 55,4 %
Primarschule 55,1 %
Realschule 30,1 %
Sekundarschule 44,4 %
Bezirksschule 51,9 %
Anteil der Anstellungsverhältnisse
pro Stufe
Kindergarten 16 %
Primarschule 47 %
Sekundarschule I 37 %VIEL ENGAGEMENT UND TURBULENZ IM
SCHULHAUS KAPPELERHOF
Schulstart und Anlässe
Das Schuljahr 2019/20 begann im gewohnten Rahmen: Wir konnten 24 neue
Mirjam Keller Erstklässlerinnen und Erstklässler begrüssen und 27 Kindergartenkinder. Das
Schulleiterin Kappelerhof Kollegium war weitgehend unverändert geblieben, was mit ein Grund dafür
war, weshalb der Schulstart und die ersten Wochen relativ ruhig verliefen. Im
vorangegangenen Schuljahr hatten wir alle unsere Schulanlässe intern eva-
«Der Schulstart verlief luiert und teilweise neu organisiert. Auf dieser überarbeiteten Basis fanden
relativ ruhig.» im Schuljahr 2019/20 diverse Anlässe statt, wobei wir immer darauf achteten,
wenn möglich alle Stufen und die Eltern einzubeziehen. Bis zum Lockdown
im März 2020 durften wir so schöne Anlässe wie den Sporttag, das Lichterfest,
das Seniorensingen und die Weihnachtsfeier erleben.
Externe und Interne Evaluation
Wir freuten uns sehr über die positive Gesamtbeurteilung durch die Schüle-
Wir waren gespannt auf rinnen, Schüler und Eltern im Rahmen der Fragebogen-Rückmeldungen. Aber
die Resultate der externen und auch die Resultate der internen Befragung waren für uns aufschlussreich und
internen Evaluation für zeigten, in welchen Gebieten das Schulhaus Kappelerhof in den kommenden
unser Schulhaus. Jahren weiterarbeiten kann. Yvonne Randazzo, Jeannette Schneider und
Flavia Pegolo, welche die interne Evaluation vorbereiteten und durchführten,
sei an dieser Stelle herzlich gedankt für ihre grosse Arbeit.
Die zweite Klasse verabschiedet die Sechstklässlerinnen und Sechtklässler
vom Balkon aus
Kindergarten und Primarschule – Kappelerhof | 35Neuer Aargauer Lehrplan Volksschule und Projekt «Neue
Die Kommunikation unter Ressourcierung Volksschule»
den Schülerinnen und
Schülern hat sehr gut Diese beiden Grossprojekte mussten auf den Schulstart 2020/21 vorbereitet
funktioniert. Die Hilfsbe- werden. Das hiess für die Lehrpersonen, sich in Weiterbildungen auf den
neuen Lehrplan vorbereiten. Für das Schulhaus Kappelerhof hatte die Ein-
reitschaft untereinander
führung der neuen Ressourcierung grosse Auswirkungen: Bis anhin wurden
war sehr hoch.
vom Kanton die einzelnen Klassen mit Lektionen ausgestattet und für den
Eltern, Sek I
Bereich der speziellen Förderung kamen zusätzliche Lektionen dazu. Mit der
neuen Form wird die Ressourcierung pro Kind ausgesprochen, das heisst,
ein Schulhaus bekommt eine gewisse Anzahl an Lektionen und muss sich
damit organisieren. Da wir viele Kinder haben, die zusätzliche Förderung
benötigen, mussten wir uns deshalb intensiv mit diesem Thema beschäftigen.
Nach einem langen, intensiven Prozess stand fest, dass wir aufgrund der
Schülerzahlen und aufgrund der neuen Ressourcierung jahrgangsgemischte
Klassen bilden müssen. Das bedeutete einen radikalen, zum Teil schmerzli-
chen Schritt für alle Lehrpersonen, Schülerinnen, Schüler und Eltern.
Die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler werden mit Glückskäfern
verabschiedet
Corona-Pandemie
Erste Anzeichen der Corona-Pandemie machten sich ab Februar bemerkbar,
trotzdem überraschte uns der Lockdown, der am 13. März beschlossen wurde.
Sämtliche Anlässe – auch die wichtigen Elternabende, die es für die Ankün-
digung der jahrgangsgemischten Klassen gebraucht hätte – mussten abge-
sagt werden. Das Kollegium Kappelerhof engagierte sich enorm in dieser
Phase: Innerhalb kürzester Zeit wurden Aufgaben erarbeitet, welche die Kin-
der in der Zeit bis zu den Frühlingsferien zuhause lösen konnten. Auch für die
nächste Phase, die als obligatorischer Unterricht online zu erfolgen hatte,
Kindergarten und Primarschule – Kappelerhof | 36Handpuppen aus dem Werkunterricht
arbeitete das Team vorbildlich und engagiert. Gemeinsam wurden Online-
Plattformen genutzt und Aufgaben erstellt. Auch wurde viel Aufwand betrie-
ben, damit alle Kinder mit Tablets oder Laptops ausgerüstet werden konnten.
Die Lehrpersonen aller Stufen engagierten sich mit Herzblut, um ihre Schü-
lerinnen und Schüler durch diese anspruchsvolle Phase zu begleiten und zu
unterrichten.
Seit Beginn des Lockdowns bestand ein Betreuungsangebot für Kinder. Lehr-
Diese grosse Solidarität und personen und Assistenzen meldeten sich immer zahlreich, sodass wir die
Akzeptanz der Eltern war eine gemeldeten Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen bei uns betreuen
enorme Unterstützung in dieser konnten.
An dieser Stelle möchte ich den Eltern danken für ihr Engagement, ihre
anspruchsvollen Zeit.
Zuverlässigkeit und ihre Unterstützung in jener Phase: Trotz zum Teil grosser
sprachlicher Hürden wurden die beschlossenen Massnahmen von den Eltern
akzeptiert, die Lehrpersonen unterstützt und die Kinder bestmöglich begleitet.
Schulleitung
Nach den Frühlingsferien wurde die Schulleiterin in ihren Aufgaben unterstützt
durch Herrn Peter Buser. Einen Monat lang führten die beiden die Schule
Kappelerhof ausschliesslich online oder über Videochats. Diese Zusammen-
arbeit machte es möglich, alle ordentlichen Aufgaben termingerecht abzu-
schliessen und zusätzlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die
Kindergarten und Primarschule – Kappelerhof | 37Eine Präsenz der Lehrer
ist unverzichtbar, wenn
auch nur digital. Ich als
Mutter werde nicht als
Lehrerin wahrgenommen.
Eltern, Kindergarten
Gut gelaunte
Zweitklässerinnen
und Zweitklässler
Umstellung auf jahrgangsgemischte Klassen zu bewältigen. Herrn Busers
grosser Einsatz und seine menschliche Art wurde von allen Beteiligten aus
serordentlich geschätzt. Eine Schule zu leiten ist anspruchsvoll und verlangt
von den Führungspersonen viel ab. Man kann diesen Beruf nur ausüben, wenn
man robust und gesundheitlich fit ist. Aus diesem Grund entschied sich
Mirjam Keller, die Stelle an ihren Nachfolger Herrn Mischa Frank abzugeben.
Dieser Schritt fiel ihr schwer, denn Schulleiterin im Kappelerhof zu sein war
für sie mehr als ein Job, es war eine Herzensangelegenheit.
Das Schuljahr 2019/20 war geprägt durch viele Veränderungen und grosse
zusätzliche Belastungen durch die Corona-Pandemie. Dank des unglaublich
engagierten Kollegiums und der Unterstützung der Eltern konnte dieses an-
spruchsvolle Jahr gemeistert werden. Dafür gebührt allen Beteiligten grosser
Dank und Respekt. ●
Kindergarten und Primarschule – Kappelerhof | 382
1
4
3
5
1 Rekordbauten mit Kappla!
2 Bauarbeiten Pausenplatz:
Eine neue Heizung fürs
ganze Quartier entsteht
3 Kindergarten: Znünipause
4 Im Kindergarten Kappi 3
5 Zeugnisbesprechung in
CoronazeitenAnteil der Anstellungverhältnisse
pro Standort (mehrere Standorte pro Lehrperson möglich)
Ländli 6% Dättwil 11 %
Meierhof 7% Tannegg 17 %
Kappelerhof 8% Pfaffechappe 19%
Rütihof 10 % Provisorium 22 %
Ländli
Anteil der Anstellungverhältnisse
pro Funktion (mehrere Funktionen pro Lehrperson möglich)
2% Logopädinnen und Logopäden
6 % Assistenzpersonen
8% Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
8% Lehrpersonen für Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
76 % LehrpersonenBEI-, DURCH-, FÜR- UND MITEINANDER –
IM SCHULHAUS LÄNDLI
Anlässe und Absagen
Mit einer verregneten Begrüssung der neuen Kinder startete die Tagesschule
Oliver Pfister ohne böse Vorahnung ins Schuljahr 19/20. Viele kleinere und grössere Pro-
Leiter Tagesschule jekte und Anlässe waren geplant. Leider konnten das Frühlingsfest und der
Zeugnisanlass zum Schuljahresende nicht stattfinden.
So konnten wir zu Beginn des Jahres sorgenfrei den Waldsporttag und im
«Wenn Kinder verschiedener Dezember das traditionelle Adventssingen wie geplant durchführen. Wieder
Altersgruppen miteinander und für viel positives Aufsehen sorgten die jährlich gestalteten Adventsfenster.
durcheinander Lehren und Als im Dezember die Kickoff-Veranstaltung zu Tanz & Kunst Königsfelden
Lernen, werden wir Erwachsene (t&kk) stattfand, herrschte grosse Vorfreude bei Schülerinnen und Schülern
zu staunenden Beobachtern.» sowie bei Lehr- und Betreuungspersonen der beiden 5. und 6. Klassen. Die
Tagesschule war angefragt worden, bei diesem grossartigen Kunst- und Tanz-
projekt mitzumachen. Zustande gekommen ist eine Kooperation mit zwei
Klassen aus den Schulhaus Tannegg. Nach intensiven Tanztrainings und
kreativen Workshops mussten bedauerlicherweise alle ausverkauften Vorstel-
lungen abgesagt werden. Auf digitalem Weg über eine gemeinsame Plattform
konnte das Projekt dennoch weitergeführt und anders als geplant mit einer
kleinen gemeinsamen Veranstaltung abgeschlossen werden.
Regnerischer Empfang für die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler
sowie die Sechtklässlerinnen und Sechstklässler
Kindergarten und Primarschule – Ländli | 41120 Kinder und 3 Berufslernende
120 Schülerinnen und Schüler besuchten auch in diesem Jahr die Tagesschule.
Auch in diesem Jahr bedeutete Wiederum musste das Los über eine Aufnahme entscheiden, weil zu viele
der Start der Tagesschule auch Anmeldungen eingegangen waren. Nicht nur jeweils 20 Kinder der 1. Klasse
starten mit dem Schulanfang in einen neuen Lebensabschnitt. Seit Jahren ist
den Beginn der Lehre für die
die Tagesschule auch Lehrbetrieb für den Beruf der Fachfrau oder des Fach-
neuen Berufslernenden.
mannes Betreuung in der Fachrichtung Kinderbetreuung. Drei Lehrstellen, eine
für jedes Lehrjahr dieser dreijährigen Berufslehre, bietet die Tagesschule an.
Lernende auszubilden bringt viel Verantwortung mit sich. Unsere Verantwort-
lichen für die Berufsbildung leisten hier vorbildliche Arbeit bei der Begleitung,
aber auch bei der Auswahl der Lernenden. Bereits im November konnten wir
aus den vielen Bewerbenden die Lehrstelle für das Schuljahr 2020/21 besetzen.
Bei-, durch, für- und miteinander
Dieses Jahresmotto wurde kreativ und vielseitig umgesetzt. Die Teams der
verschiedenen Betreuungsgruppen fanden unterschiedlichste Zugänge zum
Thema. So entstand für die jüngste Altersgruppe eine Wunschliste für Aktivi-
täten, die miteinander durchgeführt wurden. Für die 3./4. Klasse entwickelte
sich der Hortrat als gemeinschaftlicher Ort, an dem Partizipation und Mitspra-
che gelernt und gelebt wird. Für die 5./6. Klasse wurde im sogenannten Labor
Auf Buchstabenreise mit Frau Braun
Kindergarten und Primarschule – Ländli | 42Sie können auch lesen