THEATER DER JUNGEN WELT LEIPZIG SPIELZEIT 20
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EDITORIAL 01
INHALT
Premieren 03
Theaterfest und
TRAUMWEH – EIN musikalisches Ensembleprojekt 25
Fördergesellschaft Theater der Jungen Welt 25
WO IST MEIN HANDY? –
VIERUNDVIERZIG FRAGEN AN Jürgen Zielinski 26
Junge Wildnis –
Theaterpädagogik am Theater der Jungen Welt 31
Repertoire für Kinder 38
Repertoire für Jugendliche & Abendprogramm 46
Altersempfehlungen 52
Ansprechpartner*innen 54
Mitarbeiter*innen & Gäste 55
Gäste auf der Bühne 56
Spielstätten & Öffnungszeiten 58
Eintrittspreise 59
Förderer, Unterstützer, Sponsoren /
Partner, Kooperationspartner 60EDITORIAL Liebe treue, liebe neue Zuschauer*innen, liebe Fans, unser neues Spielzeitthema »Zusammen.Finden« hat auch ein wenig mit Sorge zu tun. Denn wir nehmen wahr, dass Intoleranz zugenommen hat und auch – von der Straße bis zu den Parlamenten – die Sprache verroht. Das veranlasst uns dazu, einen Spielplan zusammenzustellen, der genau dieses zum Thema macht: Das Miteinander, das Zusammen- finden – über alle Unterschiedlichkeiten, Meinungsverschiedenheiten, Weltsichten hinweg. Mit Spielfreude und dem Zusammenkommen lässt sich schließlich im angstfreien Raum ein positives Gemeinschaftsgefühl erzeugen, für das unser Theater mit seinem Team steht. Zu politisch gedacht oder gemeint? Wesentliche Impulse zu notwendigen gesell- schaftlichen Veränderungen werden gegenwärtig von jungen Menschen in Deutschland, europa- und weltweit angestoßen. Das hat verblüfft und das ist gut so. Schließlich geht es doch um unser aller Zukunft – und die wird durch ein tolerantes, menschliches und positives Miteinander bestimmt. Unser Spielplan knüpft daran an! Natürlich und wie immer generations- übergreifend, divers, inklusiv und integrativ! Ein Stück über zwei verfeindete Soldaten, die sich anfreunden; ein Stück über Wut und wie wir diese auch positiv nutzen können; ein Stück über Scheidung, die Kinder Berge versetzen lässt, und ein Sommertheater, das die Brücken unserer Stadt nutzt, um Leipziger Nachbarschafts- und Generationsbegegnungen in den Fokus zu nehmen. Dass diese Spielzeit meine letzte ist am TdJW, spielt dabei so gut wie keine Rolle und: Es ist viel zu früh für eine Rückschau. Trübsal wird nicht eintreten. Im Gegenteil: Theater(-Geschichte) wird gemacht – frei nach dem Song von Fehlfarben: Es geht voran! Ich freue mich, vielen Zuschauerinnen und Zuschauern in meinem letzten Jahr als Intendant begegnen zu können. Viel Spaß beim Stöbern im Heft!
3
Wie sagt man denn in deiner Sprache Insel?
ROBINSON & CRUSOE
VON NINO D’INTRONA UND GIACOMO RAVICCHIO |
AUS DEM ITALIENISCHEN VON HERTA CONRAD
Ein ungastlicher Ort im Nirgendwo, abgetrennt von der Welt – eine ein-
[10 PLUS]
same Insel ist es vielleicht, eine versandete Wüstenoase oder ein eisiger
Berggipfel. Hier treffen sie aufeinander, zwei Pilotinnen, Gestrandete, am
Ende ihrer Kräfte. Misstrauisch begegnen sie einander, spricht doch kei-
ne die Sprache der anderen. Aus dem Nichtverstehen erwachsen schnell
Vorurteile. Sie beginnen, in Feindschaft und Hass einander zu bekämpfen.
Doch ihre Lage ist und bleibt aussichtslos. Allmählich reift eine Erkenntnis:
Um zu überleben, müssen sie sich miteinander arrangieren. Stück für Stück
überwinden die Frauen ihre Abneigungen. Verständigung wird mit Händen
und Füßen möglich. Sie nähern sich einander an und erkennen, dass sie
ihre Eigenheiten bewahren und trotzdem Freundinnen werden können.
Dem Roman »Die Abenteuer des Robinson Crusoe« haben Nino d’Introna
und Giacomo Ravicchio den Moment der Begegnung zweier unterschiedli-
cher Kulturen entlehnt. Entstanden ist daraus eine Parabel über Fremden-
freundlichkeit, die aufzeigt, welche wunderbaren Möglichkeiten im Zusam-
menfinden zweier Menschen liegen können.
Regie: Philipp Oehme | Bühne: Jasna Bošnjak | Kostüme: Laura Nowka
PREMIERE: 14. SEPTEMBER 2019 | KLEINER SAAL
Probegucken: 12.9.2019
Clara Fritsche (3. v. l.)4
Es ist alles möglich, hast du gesagt.
DIE GEISELNAHME
VON BARRIE KEEFFE | AUS DEM ENGLISCHEN VON
WOLFGANG W. STORCH
[15 PLUS]
Letzter Schultag. Lehrmittelraum. Mittag. Ein Schulabgänger überrascht
einen Lehrer und eine Lehrerin in einer verfänglichen Situation. Der Lehrer
verliert die Beherrschung, schlägt und demütigt ihn. Der Schüler sieht rot
und droht, sich und die anderen in die Luft zu sprengen: Ohne dass die
Lehrer auch nur seinen Namen kennen, wurde ihm in seinem Abschluss-
zeugnis Unfähigkeit und Faulheit bescheinigt. Einzig seine soziale Herkunft
scheint seinen schulischen und beruflichen Weg zu bestimmen. Die Situa-
tion eskaliert …
Bildungsverlierer? Bildungsgewinner? Klar, können wir alles werden, was wir
wollen! Wirklich? Spielt soziale Herkunft eine Rolle, wenn es um Bildungs-
gerechtigkeit geht? Ist die Förderung wenig begabter Kinder eine Selbst-
verständlichkeit in unserem Land oder haben wir es mit einem bildungs-
darwinistischen »Survival of the Fittest« zu tun? Eine Geiselnahme wird im
Stück vom englischen Autor Barrie Keeffe zum Sinnbild für Überforderung,
enttäuschte Hoffnung und emotionale Verarmung, die gesellschaftlicher
Leistungsdruck in unseren Schulen bewirken kann.
Regie: Jürgen Zielinski | Bühne & Kostüme: Jasna Bošnjak |
Dramaturgie: Jörn Kalbitz
PREMIERE: 28. SEPTEMBER 2019 | GROSSER SAAL
Probegucken: 26.9.2019
Benjamin Vinnen (Mitte, stehend)7
Können wir ohne Geheimnisse überhaupt werden,
wer wir gerne sein wollen?
PSST!
EINE CHOREOGRAPHISCHE STÜCKENTWICKLUNG FÜR KINDER |
VON LEONIE GRAF | URAUFFÜHRUNG
Sie hat eins, er hat eins, beide teilen ein gemeinsames. Ein Anderer hat
[5 PLUS]
eins, was er einer Anderen auf keinen Fall erzählt. Andere tun so, als ob sie
keins hätten, handeln aber so auffällig, dass man sofort merkt, dass sie eins
haben. Obwohl wir alle eigene haben, möchten wir am liebsten auch noch
die der anderen wissen: Geheimnisse!
In der Identitätsentwicklung von Kindern bilden Geheimnisse den Beginn
der Selbstabgrenzung. Mit ihnen fangen wir an, uns unabhängig von an-
deren zu begreifen. Geheimnisse schaffen ein »Ich« und ein »Du«, ein »Die
Anderen« und ein »Wir«. Sie bieten uns Freiräume, an denen sich die Phan-
tasie entzünden kann. Es sind Momente voller Glück, Angst, Neugier und
Heimlichkeit. Klar ist, alles was mit »geheim« beginnt, ist per se schon mal
spannend. Und kein Geheimnis ist – oder doch? –, dass ein Stück ohne das
winzigste Geheimnis irgendwie auch kein richtiges Stück ist. Daher machen
wir kurzerhand aus einem ganzen Tanzstück ein Geheimnis. Aber psst!
Niemandem weitersagen!
Regie & Choreographie: Leonie Graf | Bühne & Kostüme: Nicole Frei |
Musik & Komposition: Tobias Vethake | Dramaturgie: Winnie Karnofka
PREMIERE: 3. OK TOBER 2019 | KLEINER SAAL
Probegucken: 2.10.2019
Stephan Fiedler (Mitte, auf Barhocker sitzend)8
WIE ER GLITZERT.
DER GRO
SSE
BERGKRISTALL –
WEIHNACHTS
KNALLER -
ZWISCHEN DEN FELSEN
VON THEO FRANSZ NACH ADALBERT STIFTER |
AUS DEM NIEDERLÄNDISCHEN VON ANDREA KLUITMANN |
URAUFFÜHRUNG
Die Geschwister Sanna und Konrad sind hin- und hergerissen: Im Dorf
[6 PLUS]
auf der einen Seite des Berges wohnen sie mit ihren Eltern, sind aber nicht
wirklich dort zuhause, denn alle lassen sie spüren, dass ihre Mutter aus der
Fremde kommt, von der anderen Seite des Berges. Dort leben die Groß-
eltern, doch auch hier gehören sie nicht wirklich dazu. Die Kinder wollen
beide Welten. Sie nehmen immer wieder den Weg durchs Tal in Angriff und
pendeln um den Berg herum.
So auch am Heiligen Abend. Plötzlich kippt mitten auf dem Heimweg das
Wetter. Ein gewaltiger Schneefall setzt ein – allen Voraussagen zum Trotz.
Es schneit und schneit und schon nach kurzer Zeit kann man die eigene
Hand vor Augen nicht mehr sehen. Konrad ist gefordert und muss sich
etwas einfallen lassen, das Vertrauen der kleinen Schwester nicht zu ver-
lieren und sie sicher nach Hause zu bringen. Aber nichts ist mehr, wie die
beiden es kennen. Sie verlieren jede Orientierung. Sie finden Zuflucht in
einer Höhle. Ihnen eröffnen sich neue Welten. Sanna glaubt an die Rettung
durch die Kraft eines magischen Bergkristalls, ein Geheimnis, von dem ihr
die Großmutter erzählte …
Adalbert Stifters sagenhafte Erzählung »Bergkristall« aus dem 19. Jahrhun-
dert hat für das TdJW der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete, nieder-
ländische Autor Theo Fransz für die Bühne bearbeitet.
Regie: Jürgen Zielinski | Bühne: Martina Schulle |
Dramaturgie: Petra Fischer
PREMIERE: 16. NOVEMBER 2019 | GROSSER SAAL
Sven Reese (Mitte, sitzend)
Probegucken: 14.11. 201911
Wenn man einen Freund hat,
braucht man sich vor nichts zu fürchten!
DER KLEINE
OH, WIE SCHÖN
WEIHNACHTS
KNALLER -
IST PANAMA
PUPPENTHEATER VON JANOSCH |
IN EINER BEARBEITUNG VON ALEXANDER KRATZER
Wer kennt sie nicht – Janoschs bekannteste Geschichte, die mit feinem
[4 PLUS]
Humor die Reise vom kleinen Bär und Tiger zu dem Land ihrer Sehnsucht
erzählt. Der kleine Bär und der kleine Tiger sind beste Freunde und leben
in ihrem gemütlichen Haus am Fluss. Eines Tages angelt der kleine Bär
eine Kiste, die wundervoll nach Bananen, seiner Lieblingsspeise, duftet –
mit der Aufschrift: PANAMA. Das Wasser läuft den beiden Freunden im
Mund zusammen und sie beschließen dorthin zu ziehen. Aber wo liegt bloß
Panama? Die beiden machen sich abenteuerlustig auf die Reise, treffen
unterwegs viele andere Tiere, die ihnen bei der Suche nach dem unbe-
kannten Ort helfen. Und tatsächlich – die beiden entdecken das Land ihrer
Träume …
Vor genau 10 Jahren war am Theater der Jungen Welt Janoschs »Weih-
nachten bei Tiger und Bär« zu sehen. Nun verzaubert wieder ein Janosch-
Weihnachtsstück!
Regie: Marion Firlus | Bühne & Kostüme: Carsten Schmidt |
Puppenbau: Anja Mikolajetz | Dramaturgie: Jörn Kalbitz
PREMIERE: 22. NOVEMBER 2019 | KLEINER SAAL
Probegucken: 21.11.2019
Sonia Abril Romero (Mitte, stehend)12
Auf meiner Reise hier allein muss ich mir deine Stimme
selbst hinzudenken.
LIEBE GRÜSSE …
ODER WOHIN DAS
LEBEN FÄLLT
VON THEO FRANSZ | AUS DEM NIEDERLÄNDISCHEN VON
ANDREA KLUITMANN | DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG
Moritz ist ein ganz normaler Junge. Ja, er mag seinen alleinerziehenden
[8 PLUS]
Vater. Doch die pseudocoolen Sprüche und die nicht enden wollenden Ich-
hab-dich-so-lieb-Beteuerungen nerven auch ganz schön. Oma Mathilde
dagegen wird immer wunderlicher. In letzter Zeit verwechselt sie den Jun-
gen ständig mit seinem Großvater. Doch den hat Moritz nie kennengelernt.
Er spürt, in der Vergangenheit sind Dinge passiert, von denen er nichts
weiß, die sein Leben heute aber prägen. Eine Zeitreise bringt Moritz der
Wahrheit auf die Spur. Plötzlich steht ihm sein eigener Vater als gleich-
altriger Junge gegenüber.
»Liebe Grüße …« führt mitten hinein in den Alltag einer Durchschnittsklein-
familie. Die Verbindungen zwischen den Generationen scheinen brüchig,
Unausgesprochenes reißt Gräben auf. Aber sind nicht hier die Menschen,
die man am meisten liebt? Autor Theo Fransz gibt seinen Protagonisten den
Schlüssel in die Hand – der liegt im Reden über Generationserfahrungen
und in einer lebendigen Familiengeschichte, die keine Geheimnisse kennt.
Regie: Theo Fransz | Dramaturgie: Petra Fischer
PREMIERE: 11. JANUAR 2020 | KLEINER SAAL
Probegucken: 9.1.2020
Philipp Zemmrich (Mitte, sitzend)15
Eines Tages war die ganze Wut verschwunden.
Es war im Sommer.
MAN WIRD DOCH
WOHL MAL WÜTEND
WERDEN DÜRFEN
PUPPENTHEATER NACH DEM KINDERBUCH VON TOON TELLEGEN
UND MARC BOUTAVANT
Die Tiere im Wald sind wütend. Der Elefant ist wütend auf sich selbst, weil
[5 PLUS]
er ständig von Bäumen fällt. Der Klippschliefer ist wütend auf die Sonne,
weil sie jeden Abend untergeht. Der Regenwurm ist mies drauf, weil der
Käfer noch wütender ist als er selbst. Und die Spitzmaus ist so unglaublich
wütend und frustriert, weil gar nichts das Eichhörnchen dazu bringt, end-
lich mal böse und schlecht gelaunt zu werden. Es ist zum gepflegten Aus-
der-Haut-Fahren im Wald – bis zu jenem denkwürdigen Sommertag, an
dem zum Entsetzen der Tiere die ganze Wut auf einmal verschwunden ist.
Aber keine Angst! Auf die Wut ist Verlass. Die kommt sicherlich wieder.
Wie kann etwas gleichzeitig so famos und verrufen sein wie Wut? Und das
zu Unrecht! Es gibt doch verdammt nochmal nun wirklich genügend Grün-
de auf der Welt, um rasend, zornig und fuchsteufelswild zu sein! Egal, ob
man nun ein kleiner oder großer Wüterich ist. Die schillernde Tierwelt des
mystischen Wut-Waldes feiert in diesem neuen Puppentheaterstück poe-
tisch, witzig und leise wehmütig ein völlig berechtigtes Gefühl.
Regie: Julia Sontag | Bühne & Kostüme: Carsten Schmidt |
Puppenbau: Peter Lutz | Dramaturgie: Birgit Lindermayr
PREMIERE: 23. FEBRUAR 2020 | ETAGE EINS
Probegucken: 21.2.2020
Philipp Oehme (Mitte, sitzend)16
DIESER MENSCH MUSS WEG.
M – EINE STADT
SUCHT EINEN MÖRDER
NACH DEM GLEICHNAMIGEN FILM VON FRITZ LANG |
IN EINER BEARBEITUNG VON WINNIE KARNOFKA
Eine Stadt in Angst. Seit Wochen schon. Auf den Straßen treibt ein Mör-
[15 PLUS]
der sein Unwesen, der es ausgerechnet auf Kinder abgesehen hat! Aber
keine Spur weit und breit, die zu dem Monster führen würde. Die Polizei ist
ratlos, die Politik hysterisch und die Medien überbieten sich in sensations-
heischender Berichterstattung. Wüste Verdächtigungen, die jedermann
treffen können, ziehen immer weitere Kreise. Kaum traut einer noch dem
anderen. Doch wo Justiz versagt, da nimmt der aufrechte Bürger diese
selbst in die Hand. Eine gnadenlose Jagd beginnt, in der Polizeiapparat,
Bürgerwehren und Verbrecherkartelle einen verhängnisvollen Schulter-
schluss vollziehen.
»M – Eine Stadt sucht einen Mörder« spiegelte 1931 die aufgeheizte Stim-
mung in Deutschland am Vorabend der Machtergreifung durch die Natio-
nalsozialisten. Bis heute hat der Krimi von Filmregisseur Fritz Lang nichts
an Brisanz verloren, wenn er aufzeigt, wie schnell eine Gesellschaft durch
Fakenews, Hysterie und Selbstjustiz in kollektive Paranoia verfallen und ihre
Leitplanken verlieren kann.
Regie: Jürgen Zielinski | Bühne & Kostüme: Martina Schulle
PREMIERE: 23. APRIL 2020 | GROSSER UND
KLEINER SAAL
Probegucken: 21.4.2020 Anna-Lena Zühlke (2. v. l., stehend)19
Bekannte Orte in neuem Licht.
AUF SIEBEN BRÜCKEN
OPEN-AIR-SOMMERTHEATER IM LEIPZIGER WESTEN
Brücken verbinden und führen zusammen. Im Alltag werden auf ihnen
[ABEND]
Flüsse und Kanäle meist achtlos überquert. Und doch sind Brücken uner-
schöpflich reich an kleinen und großen Geschichten – ob als Treffpunkt für
Liebespaare oder als schönster Platz zum Entenfüttern.
In Leipzig gibt es mehr Brücken als in Venedig, weit über 400. So auch
im Westen der Stadt. Einst von Industrie geprägt ist das lebhafte Viertel
heute kulturelles Zentrum. Zum wiederholten Mal wird es nun zum Spielort
des TdJW-Sommertheaters. 2008, 2011 und 2015 war es der Karl-Heine-
Kanal, den die Zuschauer*innen auf Booten sitzend in theatralen und mu-
sikalischen Collagen neu erleben konnten. Im Sommer 2020 werden es
sieben Brücken in Plagwitz und Lindenau sein, auf denen historische Ereig-
nisse und fiktionale Geschichten zu einem Karneval der Kulturen werden.
»Auf sieben Brücken« ist ein offizieller Beitrag im Programm der Stadt
Leipzig zum Jahr der Industriekultur 2020. Neben dem TdJW-Ensemble
werden auch Akteur*innen der Stadtgesellschaft und nachbarschaftlicher
Initiativen an diesem Open-Air-Sommertheater beteiligt sein.
Projektpartner: Wasser-Stadt Leipzig e.V., Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Leipzig
Leitung: Jürgen Zielinski | Dramaturgie: Jörn Kalbitz, Josepha Maschke
PREMIERE: 6. JUNI 2020 | LEIPZIGER WESTEN
Weiterer Termin: 7.6.2020
Emilie Haus (2. v. l., stehend)20
Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort.
Dort treffen wir uns.
DIE UNMÖGLICHE
BEGEGNUNG
TALK, MUSIK, (ZUSAMMEN)SPIEL
Gegensätze ziehen sich an: Plus und Minus, Yin und Yang, schwarz und
[ABEND]
weiß und so weiter. Zumindest wird das behauptet. Was aber passiert, wenn
wir uns tatsächlich aus unserer Filterblase trauen? Wenn wir uns mit Men-
schen außerhalb unserer Komfortzone auseinandersetzen?
Zwei Gäste, die sonst vermutlich nie einen Abend miteinander verbringen
würden, treffen im TdJW aufeinander. Zwei Menschen, die gegensätzlicher
kaum sein könnten. Workaholic trifft auf Müßiggänger, Hausbesetzer auf
Immobilienhändlerin, Polyamore auf Nonne usw. Sie diskutieren, lernen
sich kennen. Nähern sie sich an? Geraten sie in Streit? Finden sie (etwas)
zusammen – und wenn ja, was?
Gemeinsam mit dem Publikum begeben wir uns auf eine spielerische
Suche nach Verbindung – trotz allem, was trennt. Und fühlen dabei unserer
eigenen Empathie-Fähigkeit auf den Zahn.
Jeder der fünf Abende beschäftigt sich mit einem kontroversen Thema,
Live-Musik und Überraschungen inklusive. Wie er ausgeht, ist unvorherseh-
bar. Nach »Amor & Psyche« und »Glückstag« ist »Die unmögliche Begeg-
nung« unsere neue interaktive Spielzeitreihe.
Konzept & Moderation: Josepha Maschke |
Dramaturgie: Birgit Lindermayr
PREMIERE: 18. OKTOBER 2019, 20 UHR
Nora-Lee Sanwald (Mitte, stehend)
Weitere Termine: 29.11.2019, 31.1.2020, 3.4.2020,
8.5.2020, jeweils 20 UhrJulia Sontag (Mitte, stehend)
Moritz Ceste (Mitte, stehend)
25
THEATERFEST Was ist schöner, als zusammen zu finden und gemeinsam zu feiern? Macht euch
daher bereit für unser legendäres Theaterfest! Mit Glanz, Glitzer, Zuckerwatte und
Konfettikanone bewaffnet stürmen wir alle unsere Bühnen. Das gesamte Ensemble
ist auf den Beinen und in allen Ecken etwas los.
19. JANUAR 2020, AB 14 UHR
TRAUMWEH Wenn ich in der echten Welt nicht verstanden werde, dann baue ich mir einfach
meine eigene. Dort bin ich nicht allein und alles wird spannender, bunter und
[14 plus] sicherer sein?! Da kann ich sein, wer ich will: Astronaut oder Amazonenkriegerin,
EIN MUSIKALISCHES Superheldin oder Detektiv. Niemand kann mir dort mehr weh tun. Warum sollte ich
ENSEMBLEPROJEKT jemals wieder woanders hinwollen?
Die musikalische Erkundung »Traumweh« entsteht in Eigenproduktion von Ensemble-
mitgliedern des TdJW.
Leitung: Benjamin Vinnen & Friedrich Packmohr | Musik: Benjamin Vinnen
PREMIERE: FRÜHJAHR 2020 | ETAGE EINS
FÖRDER- Begeisterte, Freunde, Kulturenthusiasten, Liebhaber und Zuschauer des ältesten
Stadttheaters für Kinder und Jugendliche – das alles sind wir! Seit mehr als zwanzig
GESELLSCHAFT Jahren engagiert sich die Fördergesellschaft für das Theater der Jungen Welt und
TDJW für eine lebendige Kultur in Leipzig. Im November 2018 wurden mit Annelie Richter,
Andrea Reuter, Maren Jütz, Andreas Schlüter und Martin Sachse neue Vorstands-
mitglieder gewählt, die es sich zur Aufgabe machen, das Theater in seiner Diversität
zu unterstützen und Kultur aktiv zu fördern, barrierefreie Zugänge voranzubringen
sowie Kindern, Jugendlichen und Familien aus finanzschwachen und sozial benach-
teiligten Verhältnissen Theaterbesuche zu ermöglichen.
Besonders auch für junge Menschen möchten wir die Fördergesellschaft öffnen, um
innovativer – mit neuen Impulsen – gemeinsam Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
Martin Klemm (Mitte, sitzend)
Andreas Schlüter, Maren Jütz, Annelie Richter, Andrea Reuter (v. l. n. r.)
WE WANT YOU: Teilen Sie mit uns die Begeisterung für eine lebendige,
aussergewöhnliche Kultur und werden Sie Mitglied!WO IST MEIN HANDY ?
VIERUNDVIERZIG FRAGEN AN JÜRGEN ZIELINSKI
Seit 2002 lenkt Jürgen Zielinski die
Geschicke des TdJW. Diese Spielzeit
wird nun seine letzte als Intendant sein
– wie tickt Jürgen Zielinski? Heute
wollen wir es genau wissen! Es ist
10 Uhr morgens. Also kurz nach dem
Aufstehen für einen Theatermenschen.
Jürgen Zielinski sitzt wie immer
am Kopfende des Tisches. Ein Berg
von Zeitschriften, Papieren, Büchern
vor ihm. In der Hand eine Kaffee-
tasse mit der Aufschrift »Ich
bin in fünf Minuten wieder
ansprechbar«.
So viel Zeit haben wir nicht.
Also los!
1 Siehst ein bisschen müde aus. HÖ
Ich bin dauerhaft müde. Theater macht müde.
2 Wie viel Kaffee trinkst du am Tag?
Ich trinke nur bis mittags Kaffee. Sonst kann ich nachts nicht schlafen.
3 Erst die Arbeit und dann das Vergnügen?
Arbeiten muss Vergnügen sein, sonst kann man nicht beim Theater
arbeiten. – Was aber nicht immer Vergnügen macht.
4 Theaterpremiere oder BVB-Spiel? (Lange Pause. Ein Schluck Kaffee.)
Das hängt vom Gegner ab. Also, sowohl im Theater als auch beim BVB.
(Nun gut, spielen wir den ersten Steilpass.)
5 Kann Theater die Welt verändern?
Es kann ein kleines Mosaiksteinchen sein, das andere ergänzt und
ein bisschen Hoffnung – zumindest im Moment – auslöst. Und ich glaube,
dass emotionale Momente ganz prägend sind für etwas, das mit
Veränderung zu tun hat.
6 Hast du selbst etwas erreicht mit Theater?
Normalerweise faselt man als Theatermensch dann: Das müssen
andere entscheiden oder sowas. Aber ich bin der festen Überzeugung,
dass ich mit den Teams, wenn die wirklich gut zusammenarbeiten,
tatsächlich etwas auszulösen vermag. Und sei es wenigstens eine inten-
sive Diskussion. Und das gehört ja eigentlich zur Zielstellung des
Theaters, dass man über ein Theatererlebnis, eine emotionale Bewe-
gung nachdenklich wird und ins Gespräch kommt. Das Gespräch
ist Basis dessen, was vielleicht Veränderung bewirkt.27
7 Dein erster Gedanke nach der Zusage für die 10 Hast du einen Lieblingswitz? (Stille.)
Intendanz in Leipzig? Kommen zwei Regenwürmer aus der Erde. Die treffen sich
Wer sich bewirbt, muss es dann auch machen. und da sagt der eine: »Frag mich mal, wie’s mir geht.« Und
8 Hilft es dir, über den sprichwörtlichen Ruhrpotthumor sie verschwinden wieder. Und dann kommen die nochmal.
zu verfügen in Sachsen? Er sagt wieder: »Frag mich mal, wie’s mir geht.« Und dann
Der Ruhrpotthumor hilft überall, weil wenn man die Men- sagt der andere: »Frag mich nicht.« – Ich find den wahn-
schen mit einem kräftigen »HÖMMA!« konfrontiert, löst sinnig komisch, den Witz. (Wir finden es komisch, dass er
man meist Schmunzeln oder Irritation aus und in Proben ist diesen Witz komisch findet.)
es auch ’ne Methode, wenn der Schauspieler nicht weiter 11 Wann ist dir das letzte Mal das Lachen im Hals
weiß: »So, jetzt sach mal ›Hömma!‹« und dann läuft der steckengeblieben?
Text wie von selbst. Wir machen ja einige Stücke zur Erinnerungskultur und die
9 Dein Lieblingsort in Leipzig? inszeniere ich gern und häufig selbst. Und immer wieder
Das Wasser. Also jeglicher Flusslauf – und wenn dann noch gehen da so Gedanken auf oder auch Emotionen, die mich
etwas nicht zugebaut ist und noch einige Bäume und Wie- erreichen, wenn der Schauspieler entsprechend einsteigt.
sen zu sehen sind in Leipzig, aber das ist ja gegenwärtig Und da bleibt mir häufig das Lachen im Hals stecken. Hat
ein Modell, was abgeschafft wird. (Das Grünflächenthema aber auch damit zu tun, – so kalt das klingt – dass das viel-
scheint ihn zu bewegen. Das Handy wird nachdrücklich leicht Methode ist, sich mit dem Grauen des National-
rhythmisch auf die Tischplatte geklopft.) sozialismus und des Holocaust auseinanderzusetzen. Auch
wie schon Tabori gesagt hat: »Darf man über den Holo-
caust lachen? – Ja, man darf, wenn einem anschließend
das Lachen im Halse steckenbleibt.«
12 Der größte Unterschied zwischen Theater für junge
und für erwachsene Menschen?
ÖMMA! Gibt’s keinen. (Ultraschnelle Antwort! Respekt.)
13 Deine Vision für das Kinder- und Jugendtheater der
Zukunft in drei Worten.
Sich mehr an der realen Situation seines Zuschauers ori-
entieren. Und Menschen davon überzeugen, dass es kein
Theater dritter Klasse ist, sondern eine der spannendsten
Formen, wenn wir politisch über Zukunftsfragen reden ...
endlich mal zu kapieren, dass Schule auch noch eine Ergän-
zung in einem engagierten Theater erfährt, was teilweise
vielmehr bewirken kann als Schulunterricht. Gar nicht im Sin-
ne des Lernens, sondern im Sinne des sozialen Lernens, des
zielorientierten Fragens und des friedlichen Miteinanders.
14 Ich würde nie … (Natürlich wie aus der Pistole geschossen.)
… zu Bayern München gehen.
15 Hast du ein Lebensmotto?
Ja, ich glaub’ schon. Da ist eine alte Pariser Maiparole von
68 … »Seid realistisch, fordert das Unmögliche« oder »Die
Utopie ist der Anfang der Erfindung.« Das sind meine beiden
Lebensprinzipien. Käme vielleicht noch ein jüdisches dazu,
aber das sage ich jetzt nicht. (Genau das hätten wir jetzt gern
gewusst ... Versuchen wir ein anderes Geheimnis zu lüften.)
16 Dein Lieblings-Emoji?
Mein Problem ist, dass ich immer nicht weiß, was die be-
deuten. Und ich habe nie die Zeit, dem irgendwie auf die
Spur zu gehen. Im Moment ist es das Glückskleeblatt.17 Der Vorteil eines eigenständigen Kinder- 20 Der beste Moment in deiner beruflichen Laufbahn?
und Jugendtheaters? Ich kann diese Fragen, diese Antithetik – Gut- oder
Ergebnis: TdJW. Schlecht-Fragen kann ich unheimlich schlecht beantworten.
18 Was macht dich stolz? Vielleicht war das schon die Antwort. (Lacht.)
(Pause. Zurücklehnen. Hände vor die Brust.) (Die kleine Schwester der Antithetik-Frage ist die Entweder-
Ich habe Schwierigkeiten angesichts der deutschen Ge- Oder-Frage. Ärgern wir ihn ein wenig damit …)
schichte, mit dem Begriff Stolz zu operieren. Da ich ja als 21 Dusche oder Badewanne?
Theatermensch gefragt werde, würde ich sagen … dass Sonntags Badewanne. Mit einer Zeitschrift,
am Ende der Actori-Untersuchung herauskam, dass sie für die ich jetzt keine Werbung mache. Möglichst lange,
noch nie ein Theater untersucht haben, das so modern bis die Haut schrumpelt. Ansonsten warm
aufgestellt ist. Dass wir der am effizientesten arbeitende duschen und anschließend ordentlich kalt.
Theaterbetrieb sind hier in Leipzig. Das hat mich schon 22 Rügen oder Sylt? … also auf jeden
Fall NICHT kariert
stolz gemacht. Keins von beidem. Ich hab’ meine Insel in
19 Eine Person, mit der du gern mal einen Ouzo Griechenland. Auf Sylt war ich einmal in mei-
trinken würdest? nem Leben, da will ich nie wieder hin. Diese
Es gibt einen Dimitri am Hafen von Chania auf Kreta. Das Insel ist grauenhaft. Vielleicht wird sie ja
ist ein Grieche, der in Düsseldorf aufgewachsen ist. Der hat weggespült (Fiese Ruhrpott-
in seinem Leben so ziemlich alles gemacht. Der ist super. – Raucher-Lache). Also, da ist
Mit dem würde ich gern einen Ouzo trinken. Rügen mir lieber.
(Ja, mit dem würden wir auch gern was trinken.) 23 Eine Reise, die dir besonders
in Erinnerung geblieben ist?
Meine erste Reise nach
I do not think Jerusalem hat mich sehr
I’m too extreme* überwältigt.
*Frank Zappa 24 Was liebst du an
diesem Land (Israel)?
Das Laute und das Leise. Das Über-
bordende und das Beschauliche. Das
Nachinnengehenkönnen und Nach-
außenkehren. Und vor allem das, was
hier häufig so denunziert wird als
Multikulti. Das hat einen Perfektions-
grad an Toleranz erreicht, den ich
nirgendwo – außer vielleicht mal in
Kanada – erlebt habe.
25 Bist du ein Herzensbrecher?
Ja. (Lautes Lachen !!!)
26 Welcher Musiker hat dich geprägt?
Frank Zappa und Captain Beefheart.
27 Was macht dir Angst?
Tja, akut das, was uns, denke ich, allen Angst macht …
Dass in unserem Land eine Intoleranz Platz greift und eine
Rechtsentwicklung, wo einige andere schon an Auswande-
rung denken. Das macht mir Angst.
28 Gute Ideen kommen einem am besten, wenn …
Wenn man nicht damit rechnet. – Gibt’s kein Gesetz. Aber,
bei mir müssen die oft auch unter Druck entstehen.
(Da können wir liefern!)29
29 Warum Kinder- und Jugendtheater? 40 Das hässlichste Teil im Kleiderschrank?
Weil … es ein Theater der Ehrlichkeit ist, weil es natürlich Ich habe eine orangene Jacke aus meiner orangenen Pha-
eine Kunstform ist, weil man damit was zu bewirken ver- se. Die hab’ ich in Berlin gekauft und die ist schon ziemlich
mag, was im Abendspielplan – und den hab’ ich ja auch hässlich. Als mal ein Stau war auf der Autobahn irgendwo
gemacht – schwerlich möglich ist. in Norddeutschland, da bin ich ausgestiegen aus dem
30 Welche Publikumsreaktion hat dich am meisten gerührt? Auto. Und dann hat mich jemand gefragt: »Sagen Sie mal,
Das … ist gar nicht so lange her, dass wir bei »Juller« ein dauert das noch lange.« (Apropos … Lieblingsthema …)
Theaterpublikum hatten, was noch nie im Theater war. Und 41 Theaterkritiker und Kinder- und Jugendtheater?
dass diese Menschen teilweise Tränen in den Augen hatten oder Erstmal gibt es mehr Premierenberichterstatter als Theater-
auch aufgestanden sind beim Applaus und sich bedankt haben. kritiker. Das ist ein Feld, über das ja jetzt gegenwärtig viel
31 Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie bewertest du deine debattiert wird. – Ja, ist ’ne große Lücke. Wir wünschen uns
Qualitäten als Regisseur? immer, dass wir genauso ernstgenommen werden wie der
Ja, ich bin noch ein Jahr hier. 9. Danach 10. Abendspielplan. Das findet aber nicht immer statt und das
32 … als Koch? ist ein großes Problem. (Wo er Recht hat …)
Als Koch muss ich noch vieles lernen. 42 Warum sollte man dich unbedingt zum Freund haben?
7,5. (Lautes Lachen und Panik in den Augen!)
33 … als Dramaturg, als Punk? Ich will überhaupt nicht so viele Freunde haben!
7,5 und 8,5. 43 Die Zukunft ist …
(Was hat er nur mit der KommaFünf?! … offen.
Angst sich festzulegen???) 44 Eine Vorstellung davon, wie der Moment aussehen
34 … als Kulturpolitiker? soll, bevor du die Bürotür zum letzten Mal schließt?
10 (Geht doch!) Stellt sich die Frage. Laut oder leise. Wahrscheinlich leise,
35 Jemals darüber nachgedacht, was anderes beruflich weil ich will ja hier keine Abschiedsfeier haben oder sowas.
zu machen? Da stehen die Leute immer rum und sagen: »Scheiße, jetzt
Ja, zweimal im Jahr (Lacht, die Hände hinter dem Kopf musste ich auch noch hier hin.« – Ich werd‘ die gar nicht
verschränkt). Tauchschule. Jacques Cousteau war ein schließen, ich werd’ die offen lassen. Das ist ‘ne gute Idee!
großes Vorbild. Oder ein Unternehmen auf eine andere, Und weg bin ich.
bessere Spur bringen.
36 Wie viele Schuhe hast du im Schrank – geschätzt? Danke für das Interview sagen: Josepha Maschke,
(Man sieht ihn innerlich zählen.) Ich hab’ … im Keller sind Winnie Karnofka und Jörn Kalbitz
ja auch noch welche. … 100?
(Wow … Mode ist offensichtlich ein Thema …)
37 Deine Lieblingsfarbe?
Wenn man älter wird, ändert sich das Farbempfinden.
Früher war’s Orange und heute ist es ein Meeresblau bis
Na, Holz
Marineblau.
gehackt?
38 Wann bist du das letzte Mal sprachlos gewesen?
Hab’ ich doch neulich erst was erzählt … (Da ist sie, die typi-
sche ruckartig sich nach hinten lehnende Zielinski-Bewegung.)
Da muss ich nochmal überlegen … Nächste Frage …
39 Was für ein Muster hat das perfekte Hemd?
Also, auf jeden Fall nicht kariert. Kariert ist das
Schrecklichste, was man überhaupt anziehen
kann. Es sei denn, man hackt Holz. Das
mache ich nicht so oft. – Keine Palme, kein
Hawaii-Hemd. Aber … wie heißt dieses
Muster noch, in den 70ern. Paisley …
Ja, das ist das Schönste überhaupt.Anzeige
THEATERPÄDAGOGIK AM
THEATER DER JUNGEN WELT
ZUSAMMEN SIND WIR WILDER.
Wir gestalten Räume für Begegnungen und
Theaterprojekte jeder Art. Jetzt ist es Zeit
zusammen kreativ zu werden. Los geht`s
gleich hier. Mit Phantasie, deiner Federmappe,
mit Stiften, Würfel und deinem Smartphone
werden diese Seiten zu unserer gemeinsamen
Wildnis.
EUER TEAM DER
JUNGEN WILDNIS
1.
lade die kostenfreie App »Artivive«
in deinem Play- oder Appstore herunter
2.
bewege das Smartphone
über die folgenden Seiten
3.
entdecke das Verborgene32 FOLLOW THE RABBIT EINE THEATRALE STADTVERFOLGUNGSJAGD Wir machen die Stadt zum Wunderland und du bist mittendrin. Aber was ist das? Ein Kanin- chen? Hinterher! Ab durch den Bau – hinein in eine Welt, in der Unmögliches möglich wird. Das gewitzte Nagetier zeigt dir Orte, die geheim, gruselig und zugleich faszinierend sind. So er- kundet ihr gemeinsam den Leipziger Westen. Auf der Suche nach Phantastischem und Absur- dem entwickeln wir unser Stadtverfolgungsthe- ater und (ent)führen das Publikum in eine Welt, die es so noch nicht gesehen hat. 32
ZUSAMMEN AG
33
THEATER GOES STARTUP IM
WINTERFERIENPROJEKT
Freshe Unternehmen, total authentische
YouTube-Stars und durchgesponserte Insta-
Sternchen: Das können wir auch. Aber bitte
mit etwas mehr #realness und weniger #fake.
Wie das geht, finden wir gemeinsam raus und
gründen unser eigenes Startup! Innerhalb
einer Woche entwickeln wir DAS Erfolgsrezept
für unser Unternehmen. Wir coworken, wir
connecten, wir cooperaten. Theater, Tanz und
Performance gehören natürlich zu unserem
(Show)Business dazu.
3334
GET.TOGETHER
JUWI-FESTIVAL
Fünf Jahre Interaktionen, Theater-Spielen, Neugier
und Wild-Sein: Fünf Jahre Junge Wildnis! Na, wenn
das kein Grund zum Feiern ist! Wir legen unsere
beliebten Theaterfestivals – den Grundschulbüh-
nentag, die Leipziger Schultheatertage und die
Clubwoche – zu einer großen Sause zusammen und
bringen Theaterclubs und vielfältigste Leipziger
Schultheatergruppen gemeinsam auf die Bühnen
des TdJW. Im Mittelpunkt des JuWi-Festivals stehen
natürlich: Begegnungen & ganz viel Theater.
3435
RUDELN
DAS FAMILIENPROJEKT
Sie streifen durch ihre Reviere. Sie suchen nach
Nahrung, sie dösen, sie spielen. Rangfolgen wer-
den verhandelt, Machtkämpfe ausgefochten.
Sie kennen sich gut und manchmal bleiben
sie sehr lange zusammen. Tierische Rudel und
Familien von heute haben einiges gemeinsam.
Mehr dazu wollen wir in einem interaktiven und
gemeinschaftlichen Forschungsprojekt heraus-
finden. Familien in Bewegung – Wir wecken den
Wolf in euch!
35VERMITTLUNG MITMACHEN
THEATERPÄDAGOGIK FÜR GRUPPEN THEATERCLUBS
treffen sich wöchentlich, um zusammen zu spielen, zu
PREMIERENKLASSEN
suchen und zu finden. In unseren zehn verschiedenen
können den Entstehungsprozess einer Theateraufführung
Clubs ist Platz für alle Menschen von 6 bis 80 Jahren,
intensiv kennenlernen – inklusive Besuch einer Theater-
egal ob mit oder ohne Handicap. Die Theaterclubs sind
probe und der Premiere.
kostenfrei. Beim JuWi-Festival im Juni 2020 zeigen die
VOR ODER NACH EINER THEATERAUFFÜHRUNG Clubs ihre Abschlusspräsentationen öffentlich. Alle
bieten wir praktische Theaterworkshops oder Gesprächs- Theaterclubs starten im Herbst und wenn du mit dabei
formate an, um Thema und Inszenierungskonzept vor- sein willst, komm zum jeweiligen
bzw. nachzubereiten.
· Clubauftakt I (für alle bis 18 Jahre)
THEATERSTARTER am 31.8.2019, 15.00 Uhr
ist ein mehrjähriges Kooperationsprogramm und führt
· Clubauftakt II (für alle ab 18 Jahren)
Leipziger Grundschulklassen nachhaltig an Theater, seine
am 18.10.2019, 18.30 Uhr
Formen, Berufe und Prozesse, heran.
JUWI-FESTIVAL ZUSAMMEN AG 1
ruft zum Zusammenkommen von Theaterclubs und Leip- ist ein Winterferienprojekt für alle von 10 bis 16 Jahren
ziger Schultheatergruppen beim Jubiläumsfestival im Juni und findet vom 10. bis 15. Februar 2020 statt. Anmeldung
2020 auf. bis 15. Januar 2020.
RUDELN
THEATERPÄDAGOGIK FÜR PÄDAGOG*INNEN ist unser Familienprojekt und wir suchen hierfür
EXTRABLATT kunterbunte Familien (Kinder ab 5 Jahren) zur gemein-
enthält alle Termine und Angebote für Pädagog*innen samen Recherchephase an vier Workshopwochenenden
halbjährlich im Printformat zum Einstecken. zwischen Oktober und Dezember 2019. Anmeldung bis
20. September 2019. Ab Januar 2020 sind, als zweiter
KONTAKT-NETZWERK
Schritt, interaktive Aufführungen für Familien geplant.
bietet Austausch, Vergünstigungen und regelmäßige
Informationen. Die Anmeldung ist kostenfrei. FOLLOW THE RABBIT 1
ist eine Stadtverfolgungsjagd, findet von Februar bis
PROBEGUCKEN
Juni 2020 in Kooperation mit Tüpfelhausen – Das
geben schon vor der Premiere einen Einblick in unsere
Familienportal e.V. statt und richtet sich an Kinder von
Neuinszenierungen. Die Termine sind online und auf der
8 bis 13 Jahren aus den Stadtteilen Lindenau und Leutzsch.
jeweiligen Stückseite im vorderen Teil des Heftes zu
Anmeldung bis 15. Januar 2020.
finden. Anmeldung erforderlich.
1
Projekte in Planung
FORTBILDUNGEN
bieten wir ganztägig für Erzieher*innen, Lehrer*innen und
Multiplikator*innen in Kooperation mit dem Landesamt
für Schule und Bildung an. ALLE INFOS, TERMINE,
THEATER-KITA NEWSLETTER UND
möchte der FRÖBEL-Kindergarten am Kulkwitzer See
werden. Wir unterstützen das Team im Förderprogramm ANMELDUNG UNTER:
»Kultur-Kollaborateure« der Stadt Leipzig bei der Entwick-
www.tdjw.de/junge-wildnis
lung eines starken Theaterprofils.
0341. 486 60 71
www.facebook.com/theaterpadagogik.leipzig
DAS TEAM
CAROLINE MÄHRLEIN: c.maehrlein@tdjw.de
KATHERINA WINKLER: k.winkler@tdjw.de
VERONIQUE NIVELLE: v.nivelle@tdjw.de
ROLAND BEDRICH: r.bedrich@tdjw.desmow GmbH Telefon: 0341 / 1248 330
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04109 Leipzig E-Mail: leipzig@smow.de38
FISCHE & SÜSSER BREI [2 plus]
Theater für die Allerkleinsten | Von Ines Müller-Braunschweig | Mit Live-Musik | Uraufführung |
Etage Eins | 30 min
Ein musikalisches Gemälde: Steine, Wasser und Lehm erschaffen magische Landschaften,
in denen sich Welten entdecken lassen. Ein unwiderstehliches theatrales Ereignis für die
Allerkleinsten – Live-Musiker inklusive.
Müller-Braunschweig, Dohrn-van Rossum, Schlosser – Bramm; Bodensiek
Festivaleinladung zum Kijimuna Festival (Okinawa, Japan) 2010 und zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen 2016
GESCHICHTEN VOM KLEINEN KÖNIG [3 plus]
SPLIKIFANT
Puppentheater von Ines Müller-Braunschweig nach Hedwig Munck | Uraufführung |
Kleiner Saal, Etage Eins | 40 min
So ein königlicher Tag ist eine aufregende Sache. Der kleine König erlebt Dinge, die man nie für
möglich gehalten hätte: Schokoeier ausbrüten, mit dem Wind fliegen oder sich mit Pferd Grete
das Bett teilen.
Müller-Braunschweig, Schicktanz – Reach
SPLIKIFANT [3 plus]
Ein deutsch-georgisches Theaterstück für Kinder | Eine Koproduktion mit dem Nodar Dumbadze
Professional State Youth Theatre Tiflis | Uraufführung | Etage Eins | 35 min
Wenn zwei nicht schlafen können, wird eins, zwei, drei die Spielzeugkiste zum Tor in eine ferne
Welt. Ein deutsch-georgisches Stück über das neugierige Entdecken des Fremden und die Lust
am Miteinandersein.
Kracht, Schmidt, Chitaishvili – Sanwald; Vinnen
Gefördert vom Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts
DER BÄR, DER NICHT DA WAR [4 plus]
Nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Oren Lavie | Übersetzung von Harry Rowohlt |
Bühnenfassung von Winnie Karnofka | Mit Live-Musik | Uraufführung | Kleiner Saal | 55 min
Ein Bär auf Abenteuerreise durch den Wald – und zu sich selbst. Stellt er die richtigen Fragen
des Lebens, egal ob groß oder klein? Auf jeden Fall kann er bis »schön« zählen! So geht
Philosophie für Kinder.
Wesemüller, Bošnjak, Lucaciu R. – Krompholz, Zühlke; Klemm, Lucaciu R. / Punkt, VinnenFISCHE & SÜSSER BREI DER BÄR, DER NICHT DA WAR
DIE GROSSE WÖRTERFABRIK RINNZEKETE
REPERTOIRE FÜR KINDER 41
DER VOGEL ANDERSWO [4 plus]
Von Stephan Wolf-Schönburg | Puppentheater in Deutsch und Arabisch | Uraufführung |
Etage Eins & mobil | 45 min
Im fernen Damaskus, bei Nunu und seiner Familie, lebt ein kleiner Vogel namens »Anderswo«.
Eines Tages aber ist es nicht er, der anderswo ist, sondern die Familie. Denn es ist Krieg. Wird er
seinen Freund Nunu wiedersehen?
Wolf-Schönburg, Kuhn, Schmidt – Shami
Ausgezeichnet mit dem 2. Platz des Marburger Kinder- und Jugendtheaterpreises 2019
Festivaleinladung zu Made in Germany, Stuttgart 2019 und Offene Welten, Ludwigshafen 2019
GINPUIN. AUF DER SUCHE NACH DEM GROSSEN GLÜCK [4 plus]
Von Winnie Karnofka | Frei nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Barbara van den Speulhof
und Henrike Wilson | Mit Live-Musik | Uraufführung | Kleiner Saal | 55 min
Ein Pinguin mit Sprachfehler erkundet die Welt und bringt nicht nur Buchstaben, sondern auch
die Herzen aller gehörig durcheinander.
Zielinski, Bošnjak, Bodensiek – Stoppa; Bodensiek, Fiedler, Lopatta, Reimann
Festivaleinladung zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen 2016
Nominiert für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2015, Kategorie: Regie Kinder- und Jugendtheater
RINNZEKETE [4 plus]
Ein lautpoetisches Stück für Kinder nach Kurt Schwitters »Sonate in Urlauten« | Uraufführung |
Etage Eins | 35 min
Fümms bö wö tää zää Uu! Ritsch Ritsch Ratsch! Kurt Schwitters DADA-Klassiker »Die Ursonate«
prallt auf eine handelsübliche Rolle Wellpappe. Eindeutig das Rezept für Poesie und Phantasie.
Müller-Braunschweig, Schmidt, Knothe – Sanwald; Vinnen
Gastspieleinladung vom Nodar Dumbadze Professional State Youth Theatre Tiflis, Georgien
Die groSSe Wörterfabrik [5 plus]
Puppentheater nach dem Bilderbuch von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo |
Mit Live-Musik | Etage Eins | 50 min
Paul möchte Marie seine Liebe gestehen. Doch kosten Worte in seiner Welt Geld. Kein Grund,
sprachlos zu sein! Und wenn Worte fehlen, hilft auch schon einmal ein Live-Musiker.
Firlus, Schmidt, Mikolajetz, De Haunt – Sanwald; Baum, De Haunt
Gold! [5 plus]
Musiktheater von Leonard Evers und Flora Verbrugge nach dem Märchen »Vom Fischer und
seiner Frau« der Gebrüder Grimm | Kleiner Saal | 50 min
Jacob findet einen Fisch, der alle Wünsche erfüllt und alle seine Träume scheinen plötzlich für
ihn und seine Familie wahr zu werden. Doch schnell wird klar, dass es gar nicht so leicht ist mit
dem Wünschen. Vielleicht hilft das: Simplify your life!
Link, Rucha, Köhler, König / Köhler – Hempel; Wagner
GINPUIN …42 REPERTOIRE FÜR KINDER
PETER PAN
Pinocchio [5 plus]
Puppentheater von Tatjana Rese nach Carlo Collodi | Uraufführung | Kleiner Saal | 55 min
Kinder machen nicht immer das, was ihre Eltern sagen. Kaum zum Leben erwacht, zieht
Pinocchio mit großem Tatendrang in die Welt hinaus. – Wir erleben Abenteuer mit der
berühmtesten Holzpuppe der Welt.
Thieme, von Büren / Thieme, Knothe, Schneeweiss – Audersch; Baum, Fiedler
Peter und der Wolf [5 plus]
Puppentheater von Thomas Hänsel nach Sergej Prokofjev | Großer Saal, Kleiner Saal, Etage Eins | 45 min
Seit 20 Jahren und über 600 Vorstellungen tanzt Wilfried Reach den Wolf. Schräg, energetisch
und bezaubernd-poetisch erweckt er den Puppentheaterklassiker zum Leben und erntet nicht
nur von den kleinen Zuschauern manch entzückt-gruseligen Aufschrei.
Hänsel, Schicktanz – Reach
Nicobobinus oder
Die verwegene Reise ins ferne Land der Drachen [6 plus]
Von Katrin Lange nach Terry Jones | Mit Live-Musik | Uraufführung | Großer Saal | 1h 50 min
Was ist das Wichtigste überhaupt auf der Welt? Eine gute Freundin! Und da hat Nicobobinus
wirklich Glück, denn mit Rosi hat er die beste BFF, die sich nur denken lässt. Gemeinsam
erleben sie unglaubliche Abenteuer.
von Poser, Herzfeld, Ellrich – Abril Romero, Haus / Löser; Klemm, Körber, Leistner, Oehme, Reese, Zemmrich
Das Wintermärchen [6 plus]
Von Franz Fühmann nach William Shakespeare | Für die Bühne bearbeitet von Winnie Karnofka |
Uraufführung | Großer Saal | 1h 45 min
Zwei Könige. Zwei Königreiche. Eine unerschütterliche Freundschaft. Unerschütterlich? Wirklich?
Die Hauptsache ist doch: Zitroneneis für alle.
Zielinski, Rümmler, Lucaciu A., Iwanow, König / Rümmler – Bramm, Haus, Zühlke; Klemm,
Lucaciu A., Oehme, Schoßböck, Vinnen, Zemmrich
Peter Pan [7 plus]
Frei nach James M. Barrie | In einer Bearbeitung von Ulrich Zaum | Großer Saal | 1h 55 min
Ein Mädchen, zwischen Kindheit und Pubertät. Ein Junge, der nicht erwachsen werden will. Ein Land,
in dem nur die eigene Phantasie Grenzen setzt. Ein zeitloses Abenteuer für Kinder jeden Alters!
Zielinski, Rodach, Schulle, Winkler – Abril Romero, Sontag, Zühlke; Klemm, Reese, Vinnen
Geschichten vom Weggehen und Ankommen [7 plus]
Mobile Produktion im Theaterbus | Stückentwicklung der Jungen Wildnis | Uraufführung |
Idee und Konzept: Antje Klahn | Theaterbus & mobil | 45 min
Wie viel Heimat passt in einen Rucksack? Und welche Buslinie bringt mich nach Hause? Steigt ein
in einen Bus der unzähligen Möglichkeiten und erlebt Geschichten über das Auf-dem-Weg-Sein.
Klahn, Schmidt / Wilke – Nivelle; ZemmrichNICOBOBINUS …
PINOCCHIODIE SEILTÄNZERIN DIE EISBÄRIN
REPERTOIRE FÜR KINDER 45
Die Seiltänzerin [7 plus]
Von Mike Kenny | Puppentheater mit Musik | Etage Eins | 55 min
Ein Sommer ohne Oma Queenie? Sie ist als Seiltänzerin zum Zirkus gegangen? Esme kann das
nicht so ganz glauben – ein Besuch im Zirkus soll Klarheit verschaffen …
Sontag, Lattke, Schmidt, Lutz – Fritsche / Sanwald; Ceste
Festivaleinladung zum 1. Internationalen Puppentheaterfestival Wahnsinn!, Zwickau 2019
Über Bethlehem ein Stern [7 plus]
Puppentheater von Dietmar Müller | Etage Eins | 45 min
Die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Jesus Christus für die ganze Familie. Ein Krippenspiel,
alles andere als gewöhnlich.
Reach / Kempe, Kepper, Tischmeister – Baum, Reach
WAS DAS NASHORN SAH …
Emil und die Detektive [8 plus]
Von Marion Firlus und Ensemble nach Erich Kästner | Mit Live-Musik | Uraufführung |
Großer Saal | 1h 10 min
Emil Tischbein will den dreisten Dieb Grundeis stellen. Schnell bekommt er dabei aus allen
Ecken viel Hilfe.
Firlus, Schletter, Schneider – Lopatta, Lucaciu A. / Ring / Schneider, Reese, Reimann
Die Eisbärin [10 plus]
Theater im Klassenzimmer | Von Eva Rottmann | Deutsche Erstaufführung | mobil | 45 min
Mona ist YouTube-Star. Ihre Videos mit Eisbärenmaske sind Kult. Eine Story aus dem alten
Klassenzimmer soll ihre Follower begeistern und führt zurück in eine Zeit, als Mona zwischen
Selbstdarstellungsdruck, Gruppenzwang und Mobbing ihre eigene Persönlichkeit finden musste.
Zielinski, Nowka – Haus
Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite
des Zauns schaute [10 plus]
Von Jens Raschke | Kleiner Saal | 1h 10 min
Neu im ZOO stellt der Bär viele Fragen. Dem Leitaffen Papa Pavian passt das gar nicht. Seine
Devise: Bloß nicht zu neugierig sein. Das gilt vor allem für die Zweibeiner, die nebenan wohnen –
abgemagert und gestreift sind die und werden von Artgenossen in Stiefeln bewacht.
Zielinski, Bošnjak – Sontag, Zühlke; Litschko, Oehme, Vinnen
Patricks Trick [11 plus]
Von Kristo Šagor | Uraufführung | Kleiner Saal | 1h 10 min
Schön, dass wir verschieden sind: Patricks Bruder wird behindert sein und nicht sprechen
können. Er wird ihm das Sprechen beibringen! Aber wie? Patrick geht auf Erkundungstour und
schnell wird klar, dass es zu »normal« viele Alternativen gibt.
Wesemüller, Bošnjak – Fiedler, Körber
Festivaleinladung zu KinderStücke 2015 bei den Mülheimer Theatertagen NRW und zu Wildwechsel, Weimar 201546
Das Herz eines Boxers [12 plus]
Von Lutz Hübner | Großer Saal, Kleiner Saal, Etage Eins | 1h
Jojo ist zu Arbeitsstunden im Altersheim verknackt. Dort bringt ein Ex-Profiboxer sein
Weltbild ins Wanken.
Kuhn, Dohrn-van Rossum – Klemm, Reimann
ROSE ROSE ROSE
Erste Stunde [13 plus]
Theater im Klassenzimmer | Von Jörg Menke-Peitzmeyer | mobil | 45 min
Der neue Schüler Jürgen macht seinen Schulkameraden ein ungewöhnliches Angebot:
Fünf Minuten lang dürfen sie alles mit ihm machen, danach sollen sie ihn in Ruhe lassen.
Ein Auftritt zum Thema Mobbing, der es in sich hat.
Kuhn / Zielinski, Dohrn-van Rossum – Vinnen
Rose Rose Rose [13 plus]
Ein dreisprachiges Theaterstück von Malin Axelsson, Karin Serres und Marianne Ségol |
Deutschsprachige Erstaufführung | Etage Eins | 1h 30 min
Rasantes Pubertätsdrama um das Mädchen Rose. Gespielt von drei Schauspielern in
Deutsch, Englisch und Französisch. Gefühlsachterbahn ist garantiert – auf der Bühne und
im Zuschauerraum!
Wesemüller, Bošnjak – Fiedler, Vinnen, Zemmrich
Festivaleinladung zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen 2016
Realisiert aus Mitteln des THEATERPREIS DES BUNDES 2015
Regarding the Bird [13 plus]
Von Nitzan Cohen | Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler |
Deutschsprachige Erstaufführung | Kleiner Saal & mobil | 1h
Ob jemand lacht oder weint, kann Hannah nur mithilfe einer Handy-App erkennen. Bei ihr
wurde das Asperger-Syndrom diagnostiziert. Ihre Mitschüler finden sie wunderlich und ent-
scheiden, dass sie die Klasse verlassen muss. Doch Hannah hat einen Plan!
REGARDING THE BIRD
Zielinski, Köhler – Stoppa
Festivaleinladung zu Wildwechsel, Parchim 2019DAS HERZ EINES BOXERS
MÄDCHENMONSTERMUSIK
REPERTOIRE FÜR JUGENDLICHE & ABENDPROGRAMM 49
Teenage Widerstand [14 plus]
Eine Jugendclubinszenierung über das Phänomen jugendlicher Protestbewegungen |
Konzept: Caroline Mährlein, Cornelia Friederike Müller, Lukas Steltner, Joy Alpuerto Ritter |
Großer Saal | 1h 15 min
»Teenage Widerstand« ist die erste Jugendclub-Inszenierung für den regulären TdJW-Spielplan!
Die Leipziger Spieler*innen zwischen 13 und 18 Jahren befragen die historischen »Leipziger
Meuten« und moderne Teen-Helden und testen deren Widerstands-Credibility für die Gegenwart.
Mährlein, Köhler, Müller, Steltner, Ritter – Bach, Clabaugh, Diecke, Glorius, Hefter, Martinetz,
Mensing, Schlabes, Schüller, Seifert, Vogler, Wend; Frohberg, Hothas, Preißler
Mafia Kids [15 plus]
Ein Thriller für Jugendliche und Erwachsene | Bühnenfassung: Dirk Baum | Etage Eins |
1h 15 min
Eine Jugendgang erfüllt sich den Traum von Reichtum, Respekt und Macht. Doch ihr skrupel-
loses Handeln hinterlässt Spuren. Und bald ist ein Menschenleben weniger wert als verletzter
Stolz und beleidigte Ehre.
Baum, Schmidt, Nowka, Ceste, Sanwald, Leyderman – Sanwald; Ceste
norway .today [14 plus]
Von Igor Bauersima | Kleiner Saal | 1h 15 min
Zwei Teenager verabreden sich am Rand der Welt – in Norwegen, wo die Klippen hoch und die
JULLER
Fjorde tief sind. Allein miteinander finden sie sich selbst, zueinander und vor allem das Leben.
Oehme, Köhler – Haus; Neuwirth, Zemmrich
Mädchenmonstermusik [15 plus & Abend]
Clara Schumann Wunderkind: Ein Theaterstück mit Musik | Text: Winnie Karnofka |
Komposition: Tom Smith & Moritz Eggert | Uraufführung | Großer Saal | 1h 45 min
Wunderkind, Popstar, Powerfrau, Teenie in Love und Papatochter. Eine Showbühne, ein Flügel
und fünf Claras. Das Lebens-Universum der jungen Clara Schumann-Wieck.
Dicu, Eggert, Smith, Koppenhöfer, Angius – Hempel, Schläfke, Sontag; Smith, Zemmrich
Im Rahmen des Festjahres CLARA19
Juller [15 plus & Abend]
Von Jörg Menke-Peitzmeyer | Auftragswerk des Theaters der Jungen Welt | Mit Live-Musik |
Uraufführung | Großer Saal | 1h 35 min
Gefeiert, verfolgt, ermordet: Das Leben des deutsch-jüdischen Fußballnationalspielers Julius
Hirsch, der ab 1933 verfolgt und im Holocaust ermordet wurde, sensibilisiert für das Eintreten
gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung.
TEENAGE WIDERSTAND
Zielinski, Wieser, Schmidt, Winkler – Abril Romero, Hempel; Klemm, Oehme, Reese
Unter der Schirmherrschaft von Claudia Roth, MdB, Vize-Präsidentin des 19. Deutschen Bundestages
Gefördert durch die DFB-Kulturstiftung, die Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« und die Beauftragte der
Bundesregierung für Kultur und Medien50 REPERTOIRE FÜR JUGENDLICHE & ABENDPROGRAMM
KABALE UND LIEBE
Kabale und Liebe [15 plus & Abend]
Von Friedrich Schiller | Regie: Jürgen Zielinski | Großer Saal | 2 h 15 min
Selbst nach 234 Jahren bietet Schillers Trauerspiel voll stürmender Liebe, drängender Eifersucht
und eiskalter Intrigen Stoff genug für ganze Serien-Junkie-Abende. Stürmt und drängt ins
Theater der Jungen Welt!
Zielinski, Landes, Winkler – Abril Romero, Hempel, Sontag; Fiedler, Klemm, Oehme, Reese,Vinnen
Nathan der Weise [15 plus & Abend]
Von Gotthold Ephraim Lessing | Großer Saal | 2 h 20 min
Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge – ein explosives Pulverfass, in dem die Religionen aufeinander
prallen. Gegen die Intoleranz der Fanatiker stellt der Jude Nathan seine Menschenfreundlichkeit.
Zielinski, Roch, Rühle, Rodach – Abril Romero, Bramm, Zühlke; Klemm, Oehme, Reese,
Reimann, Schoßböck, Vitzthum
Die Grönholm-Methode [15 plus & Abend]
Von Jordi Galceran | Kleiner Saal | 1h 30 min
Eine Satire auf den modernen Arbeitsmarkt: Ein Spitzenposten und vier Bewerber.
Auf sich allein gestellt, entbrennt zwischen den Konkurrenten ein Psychokrieg, der alle
Rücksichten hinter sich lässt.
Zielinski, Gold – Fues; Klemm, Reese, Zemmrich
Ensemble Deluxe – Sprechen Sie Vinnisch? [Abend]
Eine musikalische Weltreise mit Benjamin Vinnen | PAN – das Theater-Lokal | 1h 5 min
Lassen Sie sich von Benjamin Vinnen zu einer ganz persönlichen musikalischen Weltreise
einladen, in der sich Kindheitserinnerungen, Sehnsüchte und Alltagsmomente chansonesk
verbinden.
Vinnen, Köhler – Vinnen
Die Stunde der Glücklichen [für Pädagog*innen]
Theater im Lehrerzimmer | mobil | 1h 30 min
Glückliche Lehrer*innen = glückliche Schüler*innen = bessere Schüler*innen. Das ist die
Formel, die den Change in deutschen Schulen einläuten soll. Dafür gibt das interaktive Stück
gut gelaunte Nachhilfe in Sachen Glück. Und zwar vor Ort: im Lehrerzimmer.
Bedrich, Winkler, Köhler, Hirche – Winkler; BedrichSie können auch lesen