Trauer und Mut - Kardinal König Haus
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Februar – August 2019
Bildungszentrum der Jesuiten und der Caritas
Trauer und Mut
Themenschwerpunkt 8 Spiritualität und Exerzitien
14 Gesellschaft im Dialog
18 Akademie für Sozialmanagement
21 Hospiz, Palliative Care, Demenz
32 Christlich inspirierte Führung und Organisationskultur
33 Ordensentwicklung
37 Ehe, Partnerschaft, Familie
42 Beratung und Begleitungeditorial
Mehr durch Reduktion
Reduktion bedeutet nicht immer sofort Verlust bisherigen Bereiche „Gesellschaftsfragen“ und
und Trauer, ein Weniger im quantitativen Sinn, „Flucht, Migration und gesellschaftlicher
eine Verringerung an Bedeutung, an Einfluss, Zusammenhalt“ werden wir in den beiden neu-
an Macht. Reduktion bedeutet, zum Wesentli- en Bereichen erweitern und vertiefen.
chen zu kommen. Reduktion kann dabei helfen, Ich freue mich, mit Frau Dr.in Katharina Novy
in unserem Denken, Reden und Tun einfacher, eine sehr erfahrene Leiterin für den neuen Bil-
direkter und ehrlicher zu werden. Reduzieren dungsbereich „Gesellschaft im Dialog“ des Kar-
setzt voraus, bestimmte Vorstellungen, Vorur- dinal König Hauses gewonnen zu haben. Zu
teile und fixe Konzepte loslassen zu können, ihren persönlichen Schwerpunkten zählen poli-
wenn sie nicht mehr zielgerecht sind. Das Ziel tische und gesellschaftliche Fragestellungen,
ist mehr Freiheit, Mut zu Neuem und Zufrie- zuletzt etwa Politik mit der Angst, Gefährdun-
denheit – ein qualitatives „Mehr“. Dieses gen der Demokratie oder interkulturelle The-
besondere „Mehr“ ist paradoxerweise eher menfelder. Die Entwicklung, Organisation und
durch eine bewusste Reduktion in persönlichen Durchführung von Bildungsveranstaltungen zu
Lebensbereichen wie auch in Organisations- Themen mit gesellschaftlicher Relevanz werden
strukturen zu erreichen. Dadurch entsteht oft den neuen Bereich prägen. Dazu zählen The-
ein neuer Spielraum für andere, offene Betrach- men wie z.B. gesellschaftlicher Zusammenhalt,
tungsweisen des Lebens und anstehender Fra- soziale Gerechtigkeit, Migration und Flucht,
gen. Dieses Neu-Betrachten bringt Qualitäten freiwilliges Engagement sowie Ökumene und
wie Einsicht und Verständnis für eine Gesamt- interreligiöser Dialog.
situation oder auch Klarheit, was zu tun ist, mit Georg Nuhsbaumer wird im zweiten neu kon-
sich. Es ermutigt zu Veränderungen, sich auf zipierten Bildungsbereich „Christlich inspirierte
neue Themen, die aktuell wichtig sind, einzu- Führung und Organisationskultur“ weiterhin als
lassen. Bereichsleiter tätig sein. Er konzentriert sich in
In den vergangenen Monaten hat es im Team diesem Rahmen verstärkt auf Training, Vernet-
der Bereichsleiter/innen, im Aufsichtsrat und zung und Beratung von Personen und Organi-
mit den Eigentümervertretern einen intensiven sationen sowie auf die Konzeption von Lehr-
Prozess über die inhaltliche und strukturelle gängen und Seminaren für Führungskräfte.
Weiterführung der Bildungsbereiche des Kardi- Wir sind überzeugt, dass die thematische
nal König Hauses gegeben. Insbesondere Ergänzung beider Bereiche und die Zusammen-
waren davon die beiden Bereiche „Flucht, arbeit mit den anderen Bildungsbereichen eine
Migration und gesellschaftlicher Zusammen- qualitative, inhaltliche Weiterentwicklung unse-
halt“ und „Gesellschaftsfragen“ berührt. Das res Bildungszentrums bewirken wird.
Ergebnis der mehrmonatigen internen Beratun-
gen ist die Neukonzeption von zwei Bildungs-
bereichen, nämlich „Gesellschaft im Dialog“ In der Gewissheit,
und „Christlich inspirierte Führung und Orga- dass durch Reduktion mehr wird,
nisationskultur“. Die konkrete Ausgestaltung grüße ich Sie ganz herzlich,
dieser beiden Bildungsbereiche wird seit Ihr P. Friedrich Prassl SJ
November 2018 durchgeführt. Die Themen der Direktor
2© Werner Walker
„Meine Trauer wird dich finden.“
Dipl.-Psych. Roland Kachler im Gespräch mit Christian Metz
Trauernde, ihren Schmerz herauszuschreien.
Trauer & Mut: Was kann / könnte Menschen Dann leite ich Trauernde an, zum Beispiel am
dazu ermutigen, sich mit ihrem Verlust-Erleben Grab oder an der Unfallstelle, die Trauer im
und Trauerschmerz auseinanderzusetzen? Körper zu spüren, dann in die Trauer zu atmen
Es ist die überraschende Erfahrung, dass wir und schließlich im Atmen das Weinen zuzu-
in der Trauer unserem verstorbenen Menschen lassen. Andere Trauernde, insbesondere wir
nahe sein können. Das verleiht uns den Mut, Männer, spüren das Trauern mehr im aktiven
den intensiven Schmerz des Verlustes zuzulas- Tun, wie zum Beispiel beim Joggen. Immer
sen. Es ist auch das Wissen, dass die Trauer geht es darum, die Trauer ins Spüren, ins Flie-
nichts anderes ist als die schmerzende Seite ßen und in die Bewegung zu bringen. Fließende
der Liebe. Im Erleben der Trauer leben wir also und bewegende Trauer führt in das Leben, zu
unsere Liebe zu unserem Angehörigen, in der dem dann eine innere Beziehung zum Verstor-
Trauer zeigen wir unsere Liebe, so schmerzlich benen gehören darf.
sie im Verlust auch sein mag. Es macht Mut
zu wissen, dass im Zulassen die Trauer abflie- (Wie) kann die schmerzlich erlebte Abwesen-
ßen kann und immer mehr die Liebe gelebt heit bzw. der unwiederbringliche Verlust von
werden kann. etwas Liebgewonnenem durch Trauerbeglei-
tung entsprechend gewürdigt und zugleich
Was erscheint Ihnen für den Umgang mit Trau- eine fortdauernde Bindung angeregt werden?
er / Trauergefühlen bedeutsam, damit dadurch Trauernde sollten immer wieder ganz bewusst
(neues) Leben unterstützt und gefördert wird? die Abwesenheit des verstorbenen Menschen
Zunächst geht es darum, den Verlustschmerz spüren, zum Beispiel den leeren Platz am Ess-
zuzulassen. Vor der Trauer kommt eigentlich der tisch wahrnehmen oder das Fehlen des ver-
schreiende Schmerz. Deshalb unterstütze ich storbenen Menschen bei einem Familienfest
3thema
aussprechen. Beim Einlassen auf diese der Bewegung bleibt. Sollte das Fließen der
Abwesenheit entstehen dann auch Erfahrungen Trauer und der Liebe zum Stillstand zum Bei-
der Anwesenheit und Nähe zum nahen Men- spiel in einer Depression kommen, dann ist
schen. Ich spüre ihn in meinem Herzen, professionelle Trauertherapie nötig.
manchmal sehe ich ihn vor mir, ich rede mit
ihm oder ich träume von ihm. Das sind ganz Welchen Beitrag leistet im Besonderen der
normale und wichtige Erfahrungen, in denen hypnosystemische Ansatz in der Trauerarbeit?
nun eine innere Verbundenheit entstehen kann. Dieser von mir aus dem eigenen Verlusterleben
Trauernde können dies unterstützen, indem sie entwickelte Ansatz ist ein beziehungs- und bin-
zum Beispiel alle Erinnerungen aufschreiben dungsorientierter Ansatz. Deshalb ist der
oder dem verstorbenen Menschen Briefe Trauerprozess immer auch ein Beziehungs-
schreiben. prozess, in dem die Trauernden zum Beispiel
einen sicheren Ort für den Verstorbenen fin-
Worauf sollten (ehrenamtlich tätige) Trauerbe- den, damit sie nun dorthin die innere Bezie-
gleiter/innen vor allem achten, um sich selbst hung zu ihm leben können. Oft gibt es in der
nicht zu überfordern? Woran lässt sich ein inneren Beziehung zum Verstorbenen auch
erforderlicher Übergang bzw. eine notwendige noch etwas Offenes oder einen Konflikt zu klä-
Erweiterung von Trauerbegleitung hin zu pro- ren. Dies erfordert Klärungs- und Konfliktarbeit
fessioneller Trauertherapie bemerken? in der inneren Beziehung zum Verstorbenen.
TrauerbegleiterInnen können es der Trauer und Ziel ist es, dass eine innere und zugleich freie
der Liebe überlassen, damit der Trauernde Beziehung entsteht, die dann Teil eines weiter-
einen Weg durch die Trauer und in der Liebe gehenden Lebens nach einem schweren Ver-
zum verstorbenen Menschen findet. Sie selbst lust sein darf. Im hypnosystemischen Ansatz
müssen nicht trösten oder etwas leichter gibt es viele Methoden und Wege den Trauer-
machen, aber wenn sie die Trauernden unter- und Beziehungsprozess zu fördern. Deshalb
stützen, eine innere Beziehung zum Verstor- ist dieser Ansatz gerade auch bei schweren Ver-
benen zu finden, dann wirkt das tröstlich. Wir lusten wie zum Beispiel durch den Suizid eines
brauchen Trauerbegleitung, damit dieser Trau- Angehörigen sehr hilfreich.
er- und Beziehungsprozess nicht zu einem
Stillstand kommt, sondern im Fließen und in Ich danke Ihnen für das Gespräch!
Christian Metz
Publikationen von Roland Kachler:
Meine Trauer wird dich finden. Ein neuer Ansatz in der Trauerarbeit.
Hypnosystemische Trauerbegleitung. Ein Leitfaden für die Praxis.
Sei dein eigenes Wunschkind. Lerne dein inneres Kind zu lieben.
Nachholende Trauerarbeit Hypnosystemische Beratung und Psychotherapie bei frühen Verlusten.
4© Manuela Holzer-Horny, www.picts.at
Die Kunst, mutig zu sein
Sr. Dr.in Melanie Wolfers SDS, Theologin, Seelsorgerin, Referentin
und Bestsellerautorin, im Gespräch mit P. Josef Maureder SJ
Frau Wolfers, in Ihrem neuen Buch dreht sich Angst bilden eine innere Spannungseinheit.
alles rund ums Thema Mut. Was hat Sie dazu Und sie brauchen einander! Denn nur in ihrem
veranlasst? Zusammenspiel können sie einen schützen
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Ängste einerseits vor Tollkühnheit und unverantwort-
das persönliche und gesellschaftliche Leben lichem Leichtsinn. Und andererseits davor, sich
zunehmend bestimmen. Die Angst, etwas falsch von Angst sklavisch lähmen zu lassen. Auf den
zu machen oder sich Schrammen zu holen, hin- Punkt gebracht: Mut ist, wenn ich trotz und
dert Menschen daran, ihr Leben mit beiden Hän- mit meiner Angst etwas wage, weil ich es als
den zu ergreifen und Neues zu wagen. Etwa: Da richtig erkannt habe. Mut ist, wenn anderes
sagt jemand Ja, obwohl er Nein meint. Da dürs- wichtiger wird als meine Angst.
tet jemand nach Nähe – aber zeigt es nicht aus
Angst, erneut verletzt zu werden. Oder man fühlt Das klingt so, als ob Sie Mut mitten im Alltag
sich mies und elend – und bleibt doch lieber im des Menschen verorten …
vertrauten Unglück hocken als Neues zu wagen. Genau! Unter Mut wird häufig verstanden, sich
Zugleich haben es viele satt, immer nur vorsich- in außergewöhnlichen Situationen heldenhaft zu
tig, quasi unter Vorbehalt zu leben. Sie wollen verhalten. Doch sein eigentliches Revier ist der
mutig leben. Aus vollem und ganzem Herzen. konkrete Alltag! Ich bin überzeugt: Jeder kennt
In meinem Buch beschreibe ich, wie man die das befriedigende Gefühl, mutig gewesen zu
Zuversicht bewahrt, um Spielräume zu entde- sein. Und jede und jeder will mutig sein. Denn
cken. Wie man seinen Lebensmut wiederfindet Mut öffnet die Tür zum Leben.
oder stärkt und Gestaltungsmöglichkeiten nutzt.
Denn dies ist heute wichtiger denn je. Was war für sie die überraschendste Einsicht in
Ihrer Beschäftigung mit dem Thema Mut?
Was verstehen Sie unter Mut? Zunächst ist mir deutlich geworden: Mut bein-
Mut ist die Kraft zum Trotzdem. Die verbreitete haltet immer auch Mut zur Verwundbarkeit. Und
Annahme, dass Mut und Angst sich gegensei- dann die überraschendste Einsicht, die auf mich
tig ausschließen, halte ich für falsch. Mut und gewartet hat: Verletzlichkeit steht auch am
5Ursprung jener Emotionen und Erfahrungen, Durch meine Bücher und Veranstaltungen
nach denen Menschen sich sehnen. Denn ganz möchte ich einen „Raum der Nachdenklichkeit“
gleich, ob man jemanden über alles liebt, man schaffen, in dem Menschen mit sich und dem
sich zu sich selbst bekennt oder für eine Sache Leben in Dialog treten. In dem sie auf wesentli-
leidenschaftlich kämpft – in all diesen Situatio- che Fragen stoßen und ihre Antworten geben.
nen macht man sich berührbar, verwundbar. Und immer wieder deute ich Grunderfahrungen
im Licht der biblischen Spiritualität. Denn deren
Kapitelüberschriften Ihres Buches lauten: große Erzählungen haben uns auch heute viel
„Ichwärts. Oder: Vom Mut zum eigenen zu sagen!
Leben“, „Duwärts: Das schöne Wagnis, jeman-
dem zu vertrauen“, „Weltwärts“ oder „Vor- Sie haben eingangs gesagt, dass Ängste zuneh-
wärts“. Welche Stolpersteine liegen einem mend auch das öffentliche Leben bestimmen.
beherzten Leben im Weg? Behandeln Sie in Ihrem Buch die gesellschaftli-
Ein erster Stolperstein liegt in einem allzu großen che Dimension von Mut und Zivilcourage?
Sicherheitsstreben. Auf gesellschaftlicher Ebene Ja! Ich frage etwa, wie wir in Erziehung und Bil-
führt der Megatrend Sicherheit in manche Sack- dung jungen Menschen Rückenwind geben kön-
gassen und kann unsere Freiheit und Demokra- nen, so dass sie ihr Leben mit beiden Händen
tie gefährden. Auf der individuellen Ebene behin- ergreifen. Und gerade angesichts einer Gesell-
dert er Wachstum und Entfaltung. schaft, in der sich das sogenannte „Recht des
Ein zweiter Stolperstein ist die Annahme, Ver- Stärkeren“ schleichend durchsetzt, zeige ich auf:
wundbarkeit sei eine Schwäche. Doch sie zuzu- Wir müssen den Menschen als verletzliches und
lassen hat vielmehr mit Mut zu tun! Ein weiteres zerbrechliches Wesen in den Mittelpunkt unse-
Hindernis, das sich einem Leben aus „erster res Nachdenkens stellen. Denn nur dann werden
Hand“ entgegenstellt, ist eine allzu starke Anpas- wir eine Kultur der Solidarität und Gerechtigkeit
sung und Außenorientierung. Denn eine solche entwickeln können.
Haltung entfremdet von sich selbst und vom
anderen. Und eine schwer zu nehmende Hürde: Sie sind Ordensfrau. Hilft Ihnen der christliche
die Scham. Scham ist ein fürchterliches Gefühl. Glauben, couragiert zu leben?
Wenn Scham nach einem greift, fühlt man sich Ich erfahre meinen Glauben als einen Resonanz-
wertlos, zu klein geraten oder irgendwie ‚dane- raum, in dem meine Angst zur Sprache kommen
ben‘. Auf diese Weise hält Scham einen davon kann. Und manchmal stellt sich im Beten das
ab, auf der Bildfläche des Lebens zu erscheinen leise Ahnen ein, dass ich mit meiner Angst nicht
und entschlossen zu leben. allein bin. Als ob ich von innen her liebend ange-
schaut würde. Das weckt Vertrauen. Und stärkt
Ihre Bücher drehen sich um sehr menschliche den Mut, mich in die Waagschale zu werfen. Mit
Themen. Dabei sind Sie doch Theologin! Da Corrie ten Boom, einer Widerstandskämpferin
könnte man doch erwarten, dass Sie über Gott im Dritten Reich, gesagt: „Mut ist Angst, die
und Glauben, Gnade und Gebet schreiben?! gebetet hat.“
Spreche ich erst dann über Gott, wenn ich über
fromme Themen schreibe oder kirchliches Voka- Ich danke Ihnen für das Gespräch!
bular verwende - übrigens ein Vokabular, das die P. Josef Maureder SJ
meisten ohnehin nicht mehr verstehen?
Zur Mitte des christlichen Glaubens gehört die
Überzeugung: Wo Menschen in einen wahren
Dialog treten – mit sich, mit anderen, mit der
Natur, der Kunst, dem Leben – da ereignet sich
Gott. Mitten im Menschlichen ereignet sich Gött- Klavier-Wort-Dialog:
liches. Oder wie Martin Buber sagt: Alles wahre Do., 28. Februar 2019 19.00 bis 21.00 Uhr
Leben ist Begegnung. Trau dich, es ist dein Leben! Siehe Seite 12
6Mut, der weiterwirkt
Erinnerungen zum 10. Todestag an Sr. Hildegard Teuschl CS
Kennengelernt habe ich Sr. Hildegard als Direk- zur Erleichterung der Arbeit, war der Gebrauch Kurzsymposium:
torin der „Lehranstalt für Alten- und Behinder- des Computers für sie selbstverständlich. Mo., 18. Februar 2019
tenarbeit“ 1982. Ich hatte mich auf eine Aus- 17.00 bis 19.00 Uhr
schreibung für Pädagogik für die damals sog. Besonders beeindruckte mich ihre wertschätzen- Zuhause leben bis
„Behindertenbetreuer“ beworben und Sr. Hilde- de Haltung uns allen gegenüber, sie lebte und zuletzt?! Möglichkeiten
gard beeindruckte mich sogleich mit ihrer Aus- arbeitete mit uns auf Augenhöhe. Sie vergaß kei- und Grenzen für ein
sage, dass das Team der Lehrenden in diesem nen Geburtstag. Wichtige Lebensereignisse ihrer Sterben daheim
Lehrgang über meine Aufnahme entscheiden Mitarbeitenden feierte sie mit uns allen. Siehe Seite 22
werde. Bis dahin habe ich eine derart teamori-
entierte Haltung von niemandem zuvor in Es war sehr mutig von ihr, Neues zu beginnen,
einem Bewerbungsgespräch gehört. Sr. Hilde- von dem sie oft nicht wusste, ob es „erlaubt“
gard hatte einen guten Blick für die Einsatzmög- war und gut gehen wird. Bildung lag ihr so sehr
lichkeiten aller ihrer Mitarbeitenden. Bald unter- am Herzen, dass sie unermüdlich Schulungs-
richtete ich Familienhelfer/innen oder Altenpfle- angebote entwickelte, sobald sie einen Sinn
ger/innen, zum Teil auch Klassen mit indischen darin sah.
SchülerInnen. Sr. Hildegard packte an, wo sie Dr. Elli Biehal-Heimburger
einen Bedarf wahrnahm. Wie ihr Vorbild Sr. Hil- Unternehmensberaterin, Trainerin an der
degard Burian wusste sie, wie der Not zu begeg- Akademie für Sozialmanagement 1985–2014
nen war. Bildung erkannte sie als das Entschei-
dende: sie gründete Schulen, entwickelte Lehr-
gänge, so auch den Leiterlehrgang für Sozial-
manager/innen.
Sie war die Pionierin der Hospizbewegung in
Österreich, gründete den Dachverband und rief
die ersten Palliativ-Lehrgänge ins Leben.
Gemeinsam mit ihrem Team entwickelte sie den
Universitätslehrgang Palliative Care. Ohne sie
wären die Masterlehrgänge für Palliative Care an
der PMU Salzburg wohl nicht so schnell ent-
standen, denn sie erkannte die Notwendigkeit
eines weiterführenden Weiterbildungsangebots. • geboren 1937 in Wien
• Lehramtsstudium für Französisch und Lebenswirtschaftskunde. Zusatz-
Unermüdlich suchte und fand sie engagierte qualifikationen in Sozialarbeit, Erwachsenenbildung, Psychotherapie
Menschen, die sie mit ihren umsetzungsorien- • seit 1962 Mitglied der Schwesterngemeinschaft CARITAS SOCIALIS
tierten Ideen inspirierte. Sr. Hildegard war nicht • 1966–1998 Direktorin des Caritas-Ausbildungszentrums für Sozial-
nur in ihren Zielen und Projekten sehr fort- berufe/Wien Seegasse
schrittlich, sondern auch mit ihren Methoden. • ab 1975 ständige Mitarbeiterin in der kirchlichen Erwachsenenbildung
Didaktisch war sie eine Quelle kreativer Ideen • 1987 Begegnung mit der Hospizidee u. a. in England
kombiniert mit einem sparsamen Umgang von • 1989 Mitbegründerin des 1. Mobilen Hospizteams in Wien
Mitteln: sie hatte eine Kiste mit selbst gemach- • 1993–2008 Gründerin und Vorsitzende Dachverband HOSPIZ ÖSTERREICH
ten Materialien für Bewegungsübungen. Ihr • 1998 Mitbegründerin des Interdisziplinären Palliativlehrgangs in Österreich
berühmtes Farbleitsystem half Kurs-Teilnehmen- • 1999 Gründerin und Vorsitzende der KARDINAL KÖNIG AKADEMIE
den zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. • Hildegard Teuschl CS stirbt am 18.2.2009 auf der Palliativstation CS
Interessiert an allen technischen Entwicklungen Hospiz Rennweg
7programm
Spiritualität und Exerzitien
Stille in Wien
n Ein Ort – bewusst mitten in der Stadt – um sich zurückzuziehen, zu sammeln und
sich neu zu orientieren. Sie haben die Möglichkeit, das Angebot für sich allein oder
unter Anleitung und Begleitung wahrzunehmen. Anmeldung: www.stille-in-wien.at
Lehrgänge
n Lehrgang Exerzitienleitung: 2017 – 2020
Der laufende Lehrgang ist eine Kooperation mit RUACH (www.orden.de/ruach).
Leitung P. Franz Meures SJ, Sr. Johanna Schulenburg CJ
n Lehrgang Geistliche Begleitung: 2019 – 2021
Geistliche Begleitung ist ein Dienst in der Kirche, dem Einzelnen zu helfen, sein Leben
mit Gott ins Gespräch zu bringen und es zunehmend aus der Beziehung mit ihm zu
gestalten. Die Ausbildung soll dazu befähigen, den Lebens- und Glaubensweg Einzel-
ner zu begleiten. Sie vermittelt nicht vorrangig Methoden oder Techniken, sondern
hilft vor allem Grundhaltungen für die Geistliche Begleitung einzuüben.
Beginn 11. bis 13.10.2019
Dauer Oktober 2019 bis September 2021, Termine im Spezialprospekt
Anmeldung Die Bewerbung für die Teilnahme ist bis 28.2.2019 möglich,
Spezialprospekt anfordern
Leitung P. Josef Maureder SJ, Sr. Christa Huber CJ
Exerzitien
Fr. 01.02.2019 n Ignatianische Einzelexerzitien Wochenkurs 21313
18.00 Uhr Exerzitien sind ein geistlicher Übungsweg, der Menschen unterstützt auf der Suche
nach Erfüllung ihres Lebens, auf der Suche nach sich selber, nach Gott und nach
einem menschenfreundlichen Leben. Geistliche Übungen im Sinne von Ignatius von
Loyola stellen Herausforderungen: • es muss geübt werden • es geht um Leben aus
Glaube, Hoffnung und Liebe • um geistliches Leben und • um das Gestalten des
eigenen Lebens aus der Berührung mit dem Liebeswillen Gottes heraus. Dabei spielt
der Raum des äußeren Schweigens und der inneren Stille eine wesentliche Rolle,
um innerlich freier zu werden und um hören und sich Gott annähern zu können.
Leitung Sr. Petra Hiemetzberger CJ, P. Willi Lambert SJ
Teilnahmebeitrag € 58,– pro Tag für Unterkunft und Verpflegung zzgl. 10,00 Euro pro Tag für Organi-
sation und Begleitung. Für Studierende und Nichtverdienende ist auf Anfrage
Ermäßigung möglich.
Anmeldung Anmeldung und Wohnen im Kardinal König Haus erforderlich
Dauer Fr., 1.2., 18.00 Uhr bis Fr., 8.2., 13.00 Uhr
weitere Termine 13. bis 21.4.2019, P. Josef Maureder SJ, P. Anton Aigner SJ, Sr. Christa Huber CJ –
VA 21318
19. bis 25.5.2019, P. Anton Aigner SJ, Sr. Johanna Schulenburg CJ – VA 21323
29.5. bis 7.6.2019, P. Josef Maureder SJ, Sr. Christa Huber CJ – VA 21324
21. bis 27.7.2019, P. Thomas Neulinger SJ, Sr. Johanna Schulenburg CJ – VA 21325
11. bis 17.8.2019, P. Friedrich Prassl SJ, Sr. Christa Huber CJ – VA 21326
Sa. 23.02.2019 n Kontemplative Exerzitien Wochenkurs 21306
18.00 Uhr Für Menschen, die Erfahrung haben mit längeren Schweigezeiten und die psychisch
belastbar sind. Hinführung und vertiefte Einübung des schweigenden und aufmerk-
samen Daseins in der Gegenwart Gottes und im Jesusgebet, gemäß der ignatiani-
schen Spiritualität und den Wegschritten von P. Franz Jalics SJ. Elemente: • durchge-
8programm
hendes Schweigen • mehrere Stunden gemeinsame stille Meditation • Leib-, Wahr-
nehmungsübungen • tägliches Begleitgespräch • tägliche Eucharistiefeier mit Impuls
Leitung Sr. Christa Huber CJ, P. Michael Meßner SJ
Teilnahmebeitrag € 58,– pro Tag für Unterkunft und Verpflegung zzgl. 10,00 Euro pro Tag für Organi-
sation und Begleitung. Für Studierende und Nichtverdienende ist auf Anfrage Ermä-
ßigung möglich.
Anmeldung Anmeldung und Wohnen im Kardinal König Haus erforderlich
Dauer Sa., 23.2., 18.00 Uhr bis Fr., 1.3., 10.00 Uhr
weitere Termine 13. bis 21.4.2019, Sr. Johanna Schulenburg CJ, P. Thomas Lemp SAC – VA 21307
16. bis 22.6.2019, Sr. Johanna Schulenburg CJ, P. Markus Franz SJ – VA 21308
2. bis 9.9.2019, Sr. Johanna Schulenburg CJ, P. Thomas Lemp SAC – VA 21310
Fr. 08.03.2019 n Kurzexerzitien im Schweigen Wochenendkurs 21331
18.00 Uhr „… Gerechtigkeit und Heil erlangen …“
Die Exerzitien am Wochenende möchten den Teilnehmenden Raum bieten, um in
die Stille einzutreten. Sie wollen dazu einladen, das eigene Leben und Beten wieder
neu auf Gott hin auszurichten in einer Zeit der Stille und des Atemholens und im
Wahrnehmen dessen, was unser Herz weitet.
Leitung P. Anton Aigner SJ, P. Josef Maureder SJ, Sr. Johanna Schulenburg CJ
Teilnahmebeitrag € 58,– pro Tag für Unterkunft und Verpflegung. Für Studierende und Nichtverdienende
ist auf Anfrage Ermäßigung möglich.
Anmeldung Anmeldung und Wohnen im Kardinal König Haus erforderlich
Dauer Fr., 8.3., 18.00 Uhr bis So., 10.3., 17.00 Uhr
Fr. 29.03.2019 n Kurzexerzitien für junge Erwachsene Wochenendkurs 21332
18.00 Uhr Ich befahl, mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich
ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine
Trompete blasen … Beim Tore hielt der Diener mich auf und fragte: „Wohin reitet der
Herr?“ „… Weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen.“ „Du kennst also dein
Ziel“, fragte er. „Ja“, antwortete ich ... „Du hast keinen Essvorrat mit“, sagte er. „Ich
brauche keinen“, sagte ich, „die Reise ist so lang, dass ich verhungern muss, wenn ich
auf dem Weg nichts bekomme. Kein Essvorrat kann mich retten. Es ist ja zum Glück
eine wahrhaft ungeheure Reise.“ In Franz Kafkas Geschichte „Der Aufbruch“ scheint
das Geheimnis eines Lebens aus vollem Herzen auf: der ferne Ruf – vielleicht ein
Bild für das je eigene Lebensgeheimnis, das uns immer noch vorausliegt. Wie diesen
Ruf hören? Wie ihm nachgehen? Manchmal brauchen wir Orte, Zeiten und Men-
schen, die uns dabei helfen. Kurz-Exerzitien – das sind drei Tage um in Stille, Gebet
und Einzelgesprächen meinem Lebensruf nachzugehen. Dabei stehen wir Jesuiten,
gemeinsam mit Ordensfrauen, als Begleiter zur Verfügung. Wir wenden uns beson-
ders an Frauen und Männer bis 30, die sich eine intensivere Nachfolge Jesu überle-
gen. Fühlen Sie sich eingeladen und kommen Sie! Sie werden es nicht bereuen.
Wenn Sie Provinzial P. Bernhard Bürgler SJ schreiben möchten, so erreichen Sie ihn
unter: bernhard.buergler@jesuiten.org
Elemente: • Schweigen • Impulse in der Gruppe • Zeit für Stille und Gebet • Persönli-
ches Begleitgespräch • Gemeinsamer Tagesbeginn und -abschluss • Eucharistiefeier.
Leitung P. Josef Maureder SJ, Sr. Christa Huber CJ
Teilnahmebeitrag € 120,– für Unterkunft, Verpflegung und Begleitung für das gesamte Wochenende
Anmeldung Anmeldung und Wohnen im Kardinal König Haus erforderlich
Dauer Fr., 29.3., 18.00 Uhr bis So., 31.3., 13.00 Uhr
weitere Termine 15. bis 17. November 2019, P. Josef Maureder SJ, Sr. Melanie Wolfers SDS – VA 21333
Mo. 13.05.2019 n 30-tägige Ignatianische Exerzitien Monatskurs 26253
18.00 Uhr 30-tägige Exerzitien sind gedacht für Menschen,
• die eine grundlegende Standortbestimmung für ihr Leben vornehmen wollen, • die
vor einer wichtigen Entscheidung stehen oder einen größeren Lebensabschnitt
betend auswerten und abschließen wollen • und/oder ihren Glauben und ihre Spiri-
tualität vertiefen möchten.
Diejenige/derjenige, die/der die Exerzitien macht, soll selbst herausfinden, welchen
Weg Gott mit ihr oder ihm gehen will. Es geht darum, die Einmaligkeit der je eigenen
Berufung zu entdecken und in einem konkreten Lebensentwurf umzusetzen.
Leitung Sr. Christa Huber CJ
Teilnahmebeitrag € 58,– pro Tag für Unterkunft und Verpflegung zzgl. 300,– Euro für die Begleitung.
Für Studierende und Nichtverdienende ist auf Anfrage Ermäßigung möglich.
Anmeldung Anmeldung und Wohnen im Kardinal König Haus erforderlich
Dauer Mo., 13.5., 18.00 Uhr bis Mi., 12.6., 13.00 Uhr
9programm
Mo. 01.07.2019 n Ignatianische Einzelexerzitien für Jesuiten Wochenkurs 25385
18.00 Uhr Ablauf: täglich ein Impuls zum Thema; Eucharistiefeier; Begleitgespräch; kurzer
Austausch in der Gruppe.
Leitung P. MMag. Gerwin Komma SJ
Teilnahmebeitrag € 590,- für Unterkunft, Verpflegung, Begleitung
Anmeldung Anmeldung und Wohnen im Kardinal König Haus erforderlich
Dauer Mo., 1.7., 18.00 Uhr bis Di., 9.7., 9.00 Uhr
Do. 01.08.2019 n Exerzitienmonat der Jesuiten Wochenkurs 26171
18.00 Uhr Ignatianische Einzelexerzitien
schweigen – hören – üben – ordnen.
Exerzitien sind ein angeleiteter geistlicher Weg. Als ignatianische Exerzitien gehen
sie zurück auf Ignatius von Loyola, den Gründer des Jesuitenordens. Zum Tagesablauf
der Exerzitien gehören durchgängiges Schweigen, drei bis vier persönliche Gebets-
zeiten, gemeinsame Eucharistiefeier, Gespräch mit dem Begleiter.
Veranstaltungsort Exerzitienhaus der Kreuzschwestern, Bruckergasse 24, 6060 Hall in Tirol
Leitung P. Anton Witwer SJ
Teilnahmebeitrag € 52,– pro Tag (für Zimmer mit WC/DU, Vollpension). € 44,– pro Tag (für Zimmer,
WC/DU am Gang, Vollpension) und Kursbeitrag von € 15,– pro Tag. In Absprache ist
eine Ermäßigung möglich.
Anmeldung Anmeldung erforderlich, Anmeldeschluss: 30.6.2019
Dauer Do., 1.8., 18.00 Uhr bis Fr., 9.8., 9.00 Uhr
weitere Termine 11.8. bis 20.8.2019, P. Josef Maureder SJ – VA 26190
11.8. bis 19.8.2019, P. Josef Thorer SJ – VA 26191
23.8. bis 31.8.2019, P. Albert Holzknecht SJ – VA 26192
23.8. bis 31.8.2019, P. Anton Aigner SJ – VA 26193
Do. 22.08.2019 n 30-tägige Ignatianische Exerzitien Wochenkurs 21309
18.00 Uhr in drei Teilen (2019 – 2020)
30-tägige Exerzitien sind gedacht für Menschen, • die eine grundlegende Standort-
bestimmung für ihr Leben vornehmen wollen, • die vor einer wichtigen Entscheidung
stehen oder einen größeren Lebensabschnitt betend auswerten und abschließen
wollen, • und/oder ihren Glauben und ihre Spiritualität vertiefen möchten.
Diejenige/derjenige, die/der die Exerzitien macht, soll selbst herausfinden, welchen
Weg Gott mit ihr oder ihm gehen will. Es geht darum, die Einmaligkeit der je eigenen
Berufung zu entdecken und in einem konkreten Lebensentwurf umzusetzen.
Leitung P. Josef Maureder SJ, Sr. Christa Huber CJ
Teilnahmebeitrag € 58,– pro Tag für Unterkunft und Verpflegung zzgl. 10,00 Euro pro Tag für Organi-
sation und Begleitung. Für Studierende und Nichtverdienende ist auf Anfrage
Ermäßigung möglich.
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer Do., 22.8., 18.00 Uhr bis So., 1.9., 13.00 Uhr
weitere Termine Teil 2: 27.12.2019, 18.00 Uhr bis 6.1.2020, 13.00 Uhr
Teil 3: 21.8.2020, 18.00 Uhr bis 31.8.2020, 9.00 Uhr
Sa. 09.02.2019 n Vertiefungstag Exerzitien Meditationstag 26478
14.00 Uhr Für Menschen auf dem Exerzitienweg
Viele, die schon an Exerzitienkursen teilgenommen haben, spüren den Wunsch,
diese besonderen Tage im alltäglichen Leben fruchtbar werden zu lassen. Die Vertie-
fungstage bieten die Möglichkeit, sich mitten im Alltag eine Auszeit zu nehmen, um
inne zu halten und sich wieder neu auf Gott hin auszurichten. Ein Meditationstag
mit biblischem Impuls und stillen Gebetszeiten. Elemente: • Impuls zu Bibel und
Exerzitienweg • Zeit für persönliche und gemeinsame stille Meditationszeiten • Kör-
perübungen und -gebet • Nachklingen lassen in der Natur. Dieses neue Angebot
richtet sich an Teilnehmer/innen von ignatianischen oder kontemplativen Exerzitien.
Leitung Sr. Christa Huber CJ
Teilnahmebeitrag € 20,– Teilnahmebeitrag
Anmeldung Anmeldung erforderlich bis 3.2.2019, Spezialprospekt anfordern
Dauer 14.00 bis 18.00 Uhr
weitere Termine 4.5.2019 (Anmeldung erforderlich bis 28.4.2019) – VA 26479
10programm
Seminare
Sa. 09.02.2019 n Biblische Spiritualität NT Seminar 25932
9.00 Uhr „Herr, lehre uns beten!“ (Lk 11,1) – Jesu Frohbotschaft von Gott und
das neue Beten zu Gott
Jesus lebt in einem Volk mit reicher Gebetstradition und Gebetspraxis. Die Evangelien
bezeugen uns auf verschiedene Weise, dass das Beten ein Grundmerkmal des Lebens
und Wirkens Jesu ist. Zu seiner Lehrtätigkeit zählt auch Gebetsunterweisung. Das
einzigartige neue Gottesverständnis, das uns durch Jesus vermittelt wird, führt auch
zu einer neuen Art und Weise des Betens. Durch Impulsreferate und gemeinsames
Gespräch möchte das Seminar zur Vertiefung in ausgewählte biblische Texte helfen,
besonders zu einem tieferen Verständnis des „Vaterunser“.
Leitung P. Martin Hasitschka SJ, Prof. em. am Institut für Bibelwissenschaften und Histori-
sche Theologie an der Universität Innsbruck
Teilnahmebeitrag € 50,– inkl. Mittagessen
Anmeldung Anmeldung erforderlich, Spezialprospekt anfordern
Dauer 9.00 bis 16.00 Uhr
weitere Termine 23.11.2019 – VA 25933
Mo. 11.02.2019 n Hatha-Yoga Vormittagsreihe 25675
8.30 Uhr Der Hatha-Yoga (Yoga der Willenskraft) setzt bei der leiblichen Selbsterfahrung an.
Durch Körper- und Atemübungen werden Konzentration und Willenskraft geschult;
Körper und Geist werden wach und harmonisch. B. K. S. Iyengar, einer der bedeu-
tendsten Repräsentanten des Yoga im 20. Jh., entwickelte einen neuartigen Zugang
zur Praxis des traditionellen Hatha-Yoga.
Leitung Hannes Hochmeister, Yoga-Lehrer
Teilnahmebeitrag € 225,– pro Semester, unabhängig von der Anzahl der besuchten Einheiten
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer Montags, wahlweise 8.30 bis 10.30 Uhr oder 10.45 bis 12.45 Uhr
weitere Termine 18.2., 25.2., 4.3., 11.3., 18.3., 25.3., 1.4., 8.4., 6.5., 13.5., 20.5., 27.5., 3.6., 17.6.2019
Di. 12.02.2019 n Beten mit der Bibel Abendreihe 26158
19.00 Uhr Den Schatz im Acker finden
Bei der Meditation eines biblischen Textes kommt es vor allem darauf an, etwas zu
entdecken, das mich ganzheitlich anspricht: ein Wort, das mich stärkt, eine Einsicht,
die mich heilsam berührt, herausfordert, befreit … Es ist die Suche nach dem verbor-
genen Schatz im Acker, der zum „Verkosten“ von innen her führt.
Die Teilnahme an allen 4 Abenden und die Bereitschaft, sich auf die Übungen und
den Erfahrungsaustausch in der Gruppe einzulassen, sowie täglich eine halbe Stunde
Gebetszeit während des Alltags bilden den Rahmen. Abendreihe mit 4 Abenden.
Leitung Sr. Christa Huber CJ
Teilnahmebeitrag € 40,– für alle 4 Abende
Anmeldung Anmeldung erforderlich, Spezialprospekt anfordern
Dauer 19.00 bis 21.00 Uhr
weitere Termine 19.2., 5.3., 12.3.2019
Do. 14.02.2019 n Zen-Meditation Offene Abende 26696
19.00 Uhr Die Zen-Abende sind ein offenes Angebot an alle Teilnehmer/innen eines Einfüh-
rungsseminars in die Zen-Meditation und an alle, die bereits Erfahrung mit Zazen
haben. Ablauf: 3 mal 20 Minuten Sitzmeditation (Zazen) mit Gehen (Kinhin) und
Kurzvortrag.
Leitung Ermin Joseph Döll, Leiter von Zazen-Meditationen, Ausbildung bei Enomiya-Lassalle SJ
Teilnahmebeitrag € 12,– pro Abend
Dauer 19.00 bis 21.00 Uhr
weitere Termine 21.2., 28.2., 7.3., 14.3., 21.3., 28.3., 4.4., 11.4., 25.4., 2.5., 9.5., 16.5., 23.5., 6.6., 13.6.,
27.6.2019
11programm
Do. 28.02.2019 n Trau dich, es ist dein Leben! Buchpräsentation 27080
19.00 Uhr Klavier-Wort-Dialog
Mutig leben will jede und jeder! Und viele haben es satt, immer nur vorsichtig und
quasi unter Vorbehalt zu leben. An dem Abend treten Melanie Wolfers und ein Klavier
in einen Dialog. Es geht um die Kunst, mutig zu sein; um die Angst, die einen
zurückscheuen lässt, und um Wege hin zu einem beherzten Leben. Melanie Wolfers
schöpft an diesem reinen Improvisationsabend aus ihrem Buch „Trau dich, es ist
dein Leben. Die Kunst, mutig zu sein.“ Milly Groz antwortet mit ihrem Instrument.
Mit der nicht-gegenständlichen Sprache der Musik ergänzt, kommentiert und fragt
sie und schafft Zwischenräume des Nach- und vielleicht auch Vordenkens.
Leitung Sr. Dr.in Melanie Wolfers SDS, Philosophin und Theologin und eine der bekanntesten
christlichen Autorinnen im deutschsprachigen Bereich. Die Ordensfrau arbeitet als
Seelsorgerin, ist gefragte Referentin und Bestsellerautorin.
Ihr Buch zum Thema: Trau dich, es ist dein Leben. Die Kunst, mutig zu sein,
bene! Verlag 2018. www.melaniewolfers.at; Milly Groz, Pianistin im Bereich Jazz und
frei improvisierte Musik. Sie ist Lehrbeauftragte für Improvisation an der Universität
für Musik und darstellende Kunst Wien und unterrichtet dazu privat Klavier und
Rhythmik. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit widmet sie sich unterschiedlichen Band-
projekten und interdisziplinären Kooperationen. www.millygroz.com
Veranstalter Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Kardinal-König-Haus, „Der Sonntag“ und
Buchhandlung Herder, Zach-Buch GmbH
Teilnahmebeitrag € 12,–
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer 19.00 bis 21.00 Uhr
Fr. 01.03.2019 n Umgang mit Macht in der Begleitung Fortbildung 25384
15.00 Uhr Fortbildung für Geistliche Begleiter/innen und
Exerzitienbegleiter/innen
In der Beziehung zwischen der Person, die geistlich begleitet, und jener, die begleitet
wird, gibt es ein Gefälle an Autorität und an Führung, ja auch an Macht. Es kann zu
intensiven Prozessen in der Beziehung, zu emotionaler Spannung, ja auch zu Abhän-
gigkeit kommen. Darin liegt zum einen die Chance, jemanden zu Wachstum und zu
Reife zu helfen, zum anderen das Risiko, dass Macht falsch eingesetzt wird und schädigt.
In bestimmten Fällen kann es zu geistlichem Machtmissbrauch kommen.
Wie kann ich als begleitende Person mit Macht umgehen? Wo liegen für mich die Chan-
cen und wo die Risiken? Wie kann ich Gefahren frühzeitig bei mir und bei anderen
erkennen und ihnen gegensteuern? In diesem Seminar werden wir uns mit Impulsen,
persönlicher Zeit, Gruppenarbeit und Rollenspielen diesem schwierigen Thema anzu-
nähern versuchen. Arbeitszeit: Fr. und Sa. bis 18.30 Uhr, keine Abendeinheiten
Leitung P. Stefan Kiechle SJ, geb. 1960, Dr. theol., war Novizenmeister und Provinzial. Delegat
des Ordens für ignatianische Spiritualität. Chefredakteur der Kulturzeitschrift „Stim-
men der Zeit“. Veröffentlichung zum Thema des Seminars: „Macht ausüben“ (Reihe
„Ignatianische Impulse“, Echter Verlag, Würzburg).
Teilnahmebeitrag € 225,– inkl. Mittagessen am Samstag und Sonntag
Anmeldung Anmeldung erforderlich, begrenzte Teilnehmer/innenzahl
Dauer Fr., 1.3., 15.00 Uhr bis So., 3.3.2019, 13.00 Uhr
Fr. 15.03.2019 n Einführung in Kontemplation Wochenendkurs 26236
18.00 Uhr „Sich der Gegenwart Gottes öffnen“
Die Kontemplationstage, die ganz im Schweigen stattfinden, wollen uns für die
Gegenwart Gottes öffnen und bereiten. Dazu hilft uns die schlichte Übung der Wahr-
nehmung: über die Wahrnehmung der Natur und des Atems, des Leibes und der
Hände finden wir mehr und mehr zu einem Gegenwärtigsein in der Gegenwart Got-
tes. Vom Beten mit Gedanken und Bildern stellen wir uns um auf die aufmerksame
Wahrnehmung des Augenblicks. Verbunden mit dem Atem beten wir im Herzen mit
dem Namen Jesu. Das Angebot ist sowohl für Einsteiger/innen geeignet wie auch
für jene, die wieder neu anknüpfen oder den Weg weiter vertiefen möchten.
Leitung Sr. Christa Huber CJ
Teilnahmebeitrag € 58,– pro Tag (für Unterkunft und Verpflegung) und € 30,– Kursbeitrag für das
gesamte Wochenende
Anmeldung Anmeldung und Wohnen im Kardinal König Haus erforderlich
Dauer Fr., 15.3., 18.00 Uhr bis So., 17.3., 13.00 Uhr
12programm
Fr. 17.05.2019 n Ikonenmalen Workshop 25552
18.00 Uhr Die altkirchliche Tradition des Ikonenmalens verstand sich nie als bloße Handfertig-
keit, sie war immer spirituelles Wirken in Form und Farbe. Erlernt wird der Ausdruck
der Barmherzigkeit und der inneren Freude, wodurch erst ein Bild zur Ikone wird,
zum Bild des Gebetes. Dazu ist jede/r eingeladen, unabhängig von künstlerischer
Vorbildung und Befähigung, der/die ein paar Tage in die Stille gehen möchte.
Leitung P. Iwan Sokolowsky SJ, Renate Grasberger, Sr. Pauline Anthony
Teilnahmebeitrag € 50,– (ohne Arbeitsmaterial)
Anmeldung Anmeldung erforderlich, Spezialprospekt anfordern
Dauer Fr., 17.5., 18.00 Uhr bis So., 19.5., 17.00 Uhr
Weitere Termine 13. bis 15.9.2019, 13. bis 15.12.2019
Vorschau
Fr. 08.11.2019 n Indifferenz als Thema der Fortbildung 25947
18.00 Uhr geistlichen Begleitung
Indifferenz ist nicht nur ein „frei sein von ungeordneten Anhänglichkeiten“ – sie
kann auch positiv beschrieben werden als eine affektive Stille, die ein bedingungslo-
ses Hören ermöglicht. Indifferenz entfaltet ihre Bedeutung im Kontext von Entschei-
dungssituationen. Es geht darum, sich vor einer (bedeutsamen) Entscheidung „ins
Gleichgewicht der Waage“ zu bringen, um aus dieser inneren Balance heraus besser
erspüren zu können, was „mehr“ hilft, sein Leben im Sinne der biblischen Schöp-
fungsvision vom Menschen zu ordnen. Als Thema in der Geistlichen Begleitung
wird sie daher zweifach bedeutsam: zum einen geht es darum, der begleiteten Person
Hilfen zu geben, eine Haltung der Indifferenz zu finden. Und zum anderen stellt sie
Anforderungen an die Indifferenz des/der geistlichen Begleiters/in.
Leitung Sr. Johanna Schulenburg CJ
Teilnahmebeitrag € 50,– (ohne Arbeitsmaterial)
Anmeldung Anmeldung erforderlich, Spezialprospekt anfordern
Dauer Fr., 8.11., 15.00 Uhr bis Sa., 9.11., 17.00 Uhr
Zu Gast im Kardinal König Haus
Unsere Gästezimmer sind der ideale Rückzugsort mit Blick ins Grüne.
Vier der Zimmer sind barrierefrei eingerichtet.
Unser Park macht das Kardinal König Haus zu einem Ort der Ruhe und
Erholung. Die Kapelle lädt ein zu Stille und Besinnung.
Gerade für Studienreisen nach Wien und für Bildungsveranstaltungen
bietet sich das Kardinal König Haus als idealer Wohn- und Tagungsort an.
Wir freuen uns über Ihre Anfragen an Mag.a Katrin Hopfgartner:
Tel.: +43/1/804 75 93-662, Fax: +43/1/803 85 78-21,
hopfgartner@kardinal-koenig-haus.at
Besuchen Sie unsere Homepage unter www.kardinal-koenig-haus.at
13programm
Gesellschaft im Dialog
Der Programmbereich „Gesellschaft im Dialog“ wurde als Bildungsbereich Ende 2018 neu geschaffen.
Er führt Veranstaltungen aus dem bisherigen Bereich „Flucht, Migration und gesellschaftlicher Zusam-
menhalt“ weiter und greift Themen zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen auf. Zudem haben kreative
und meditative Weisen der Auseinandersetzung mit der Welt hier ihren Ort. Da der Bereich im Aufbau
ist, bitten wir bezüglich weiterer aktueller Veranstaltungen unsere Website zu besuchen:
www.kardinal-koenig-haus.at
Di. 29.01.2019 n Achtsamkeitstraining 8-Wochenkurs 26377
18.00 Uhr Stressbewältigung durch Achtsamkeit – MBSR
Achtsamkeit üben ist eine Einladung zum Guten Leben. Wer achtsam ist, kann sich
und die Welt offen, akzeptierend, liebevoll und ohne Vor-Urteile wahrnehmen. Span-
nungen können sich lösen, eingefahrene Verhaltensmuster sichtbar und dadurch
veränderbar werden. Achtsamkeit wird so zu einer Quelle der Lebensfreude. Dieser
traditionelle MBSR-Kurs (Stressreduktion durch Achtsamkeit) lädt mit geführten
Meditationen, einfachen Körperübungen aus dem Yoga und anderen einfachen Übun-
gen zu einer Vertiefung der Lebensqualität ein. MBSR ist eine von Prof. Jon Kabat-
Zinn u.a. entwickelte, klinisch evaluierte Methode, die Menschen bei der Bewältigung
von Stress, Schmerzen und anderen psycho-physischen Belastungen unterstützt.
MBSR-Kurse eignen sich für Menschen, die • mit Stress, Belastungen und Schmerz
konstruktiv umgehen wollen, • aktiv an einer Verbesserung ihrer Lebensqualität arbei-
ten wollen, • neue Möglichkeiten zum Erhalten oder Wiedergewinnen ihrer Gesund-
heit erlernen möchten, • eine sinnvolle Ergänzung zum schulmedizinischen oder
psychotherapeutischen Angebot suchen, • positive neurophysiologische Verände-
rungen ohne den Einsatz von Medikamenten anstreben, • Zugänge zu mehr Lebens-
freude finden wollen und bewusster leben möchten MBSR ist keine Psychotherapie
und keine medizinische Behandlung, kann diese jedoch sinnvoll ergänzen. Storno-
bedingungen: Wir bitten um Verständnis, dass eine stornofreie Abmeldung nur bis 1
Monat vor Seminarbeginn möglich ist. Bei einer Abmeldung bis zwei Wochen vor
Seminarbeginn verrechnen wir 50 % Stornokosten, danach 100 %, außer Sie vermit-
teln eine/n Ersatzteilnehmer/in.
Leitung Dr.in Ursula Baatz, Lehrbeauftragte an der Universität Wien (Philosophie), Wissen-
schafts- und Religionsjournalistin, langjährige Zen-Praxis, Qi Gong Lehrerin, MBSR-
Ausbildung beim „Center for Mindfulness“, Somatic Experience Practitioner®
Teilnahmebeitrag € 380,– inkl. Mittagessen am Sonntag
Anmeldung Anmeldung erforderlich, Spezialprospekt anfordern, begrenzte Teilnehmer/innenzahl
Dauer 18.00 bis 21.00 Uhr
weitere Termine Di. 29.1., 5.2., 12.2., 19.2., 26.2., 5.3., 12.3., 19.3., 2019, 18.00 bis 21.00 Uhr, sowie
So., 10.3.2019 9.00 bis 17.00 Uhr
Di. 29.01.2019 n Asylrechts-Werkstatt Jour-fixe 27627
17.30 Uhr Im Betreuungs- und Beratungsalltag mit geflüchteten Menschen zeigt sich das
österreichische Asylgesetz als sehr komplex und starken Veränderungen ausge-
setzt. Der Asylrechts-Jour-fixe bietet einen neuen Rahmen, sich über Neuerungen
im Asylrecht zu informieren und eigene Fälle zu besprechen. Die Teilnehmer/innen
sind eingeladen, aktuelle Fragestellungen aus ihrem Arbeitskontext mitzubringen
und diese mit der Referentin zu besprechen.
Ziel des Seminars: Durch die Komplexität der Fälle lernen die Teilnehmer/innen
unterschiedliche rechtliche Situationen und Asylverfahren kennen und diese richtig
einzuordnen.
Leitung Mag.a Katrin Hulla
Teilnahmebeitrag € 25,– pro Termin
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer 17.30 bis 19.30 Uhr
weitere Termine 26.2., 9.4., 7.5., 4.6.2019, jeweils von 18.00 bis 20.00 Uhr
14programm
Mi. 30.01.2019 n Intervisionsgruppe Angebot für Freiwillige 27631
17.30 Uhr In der Begleitung von geflüchteten Menschen
Viele Freiwillige sind seit langem in der Arbeit mit Geflüchteten engagiert. Das bringt
einerseits Freude und Anregung mit sich. Aber es gibt auch belastende Situationen
in der Begegnung, speziell dann, wenn die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
härter werden.
Diese Intervisionsgruppe gibt Raum sich auszutauschen, um schwierige Erfahrungen
zu teilen, Handlungsspielräume zu sehen, Kraft zu tanken und den Mut nicht zu
verlieren. Die Gruppe wird von einem erfahrenen Coach und Trainer begleitet. Die
Teilnahme ist kostenlos, der Einstieg jederzeit möglich.
Referierender Mag. Robert Gerstbach-Muck
Teilnahme kostenlos
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer 17.30 bis 19.30 Uhr
weitere Termine 21.3., 24.4., 22.5. und 27.6.2019, jeweils von 18.00 bis 20.00 Uhr
Mi. 13.02.2019 n Religionskompetenz in der Lehrgang 24585
Migrationsgesellschaft
9.00 Uhr Unsere Gesellschaft ist geprägt durch eine soziale, kulturelle, ökonomische und
auch eine religiöse Vielfalt. Im öffentlichen Leben treffen unterschiedliche religiöse
Gruppen aufeinander. Dies wirft Fragen nach religiösen Praktiken, damit verbundenen
Weltanschauungen und Lebensweisen auf, die durch Migrations- und Fluchtbewe-
gungen nicht nur politisch wirkmächtig und medial vertreten sind, sondern auch
Menschen unmittelbar im Umgang mit Differenzen und Religion als soziale Realität
konfrontieren. Warum Religionskompetenz? Zunehmende Komplexität durch Migra-
tion bringt Fragen nach einem Umgang mit religiöser Vielfalt mit sich. Religion ist
für viele Menschen mit Migrationshintergrund ein wichtiger Teil ihrer Identität. Im
beruflichen Kontext sind Fachkräfte nicht nur mit religiöser Diversität konfrontiert,
sondern auch mit dem eigenen Nähe- oder Distanzverhältnis zu Religion. Dies führt
zu einem Spannungsfeld, welches gleichermaßen Wissen und Reflexion über Religi-
on/en erfordert. Religionskompetenz setzt sich zusammen aus • Wissen über Religi-
on als identitätsstiftende und kulturelle Zugehörigkeit und dem eigenen Umgang
mit religiöser Vielfalt. Religionskompetenz vereint Religionssensibilität mit Hand-
lungsorientierung in plural-religiösen Situationen. • Wissenskompetenz zwischen
kultur- und religionswissenschaftlichem und alltäglichem Religionsverständnis •
Selbstkompetenz als reflexiver Moment der eigenen religiösen Nähe oder Distanz
und der damit verbundene Umgang in einer pluralen Gesellschaft • Interventions-
kompetenz im Sinne von Handlungsfähigkeit in inter- und intrareligiösen Konflikten
und religiösen Geltungs- und Wahrheitsansprüchen.
Ziele: Die Teilnehmer/innen • erwerben Basiswissen über Religionen, religiöse Prak-
tiken, Weltanschauungen und Lebensweisen und wissen um die Diversität religiöser
Überzeugungen, deren Gemeinschafts- und Praxisformen in verschiedenen sozio-
kulturellen Kontexten • kennen rechtliche Voraussetzungen und wissen um das Ver-
hältnis von Religion und Staat • lernen mit religiösen Geltungs- und Wahrheitsan-
sprüchen umzugehen und lernen Interventionen religionssensibel anzuwenden
• reflektieren ihre eigene Nähe und Distanz zu Religion, entwickeln eine professionelle
Haltung in ihrem Arbeitskontext und wirken als Multiplikator/innen in religiösen
Fragen • erweitern ihre Kommunikations- und Konfliktfähigkeit.
Zielgruppe: Der Lehrgang richtet sich an Personen, die in ihrem Arbeitskontext mit
religiöser Vielfalt zu tun haben.
Referierende Mag. Georg Nuhsbaumer; Univ.-Prof.in MMag.a Dr.in Regina Polak;
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Reiss; Mag.a Kathrin Ruth Lauppert-Scholz;
Prof.in Dr.in Anne Koch; Mag.a Sabine Exner-Krikorian; Mag.a Dr.in Irene Klissenbauer;
Mag. Dr. Thomas Schmidinger; MMag.a DDr.in Elisabeth Hofstätter
Teilnahmebeitrag € 1.390,– inkl. Mittagessen, Pausengetränke und Skripten
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
weitere Termine 14 Lehrgangstage mit zusätzlichen Exkursionen und Reflexions- und Praxiseinheiten
im Zeitraum Februar 2019 bis Februar 2020
15programm
Fr. 15.02.2019 n Kunstbetrachtung als Meditation Exkursion 27510
16.00 Uhr Ausgewählte Werke der Barmherzigen Schwestern
Ein Bild in einer Stunde. Gute Kunst wird nie langweilig – im Gegenteil: Sie erschließt
sich umso tiefer, je länger man sie betrachtet. Die Barmherzigen Schwestern in Wien-
Gumpendorf haben durch Schenkungen Kunstwerke erworben, die auch im Kunst-
historischen Museum hängen könnten. Wir sind an drei Freitagnachmittagen einge-
laden, das Kloster zu besuchen und eine Weise des fragenden und meditativen
Schauens gemeinsam einzuüben. Die Auswahl der Themen orientiert sich diesmal
am Kirchenjahr. Hintergrundinformationen zur jeweiligen Gattung, den Künstlern
sowie den Bildinhalten ergänzen das persönliche Sehen und Erkennen. Dabei ist die
Summe der Beobachtungen in der Gruppe immer mehr als ihre Teile vermuten las-
sen. Die Führungen können einzeln oder gemeinsam gebucht werden.
Referierende Sr. Mag.a Ruth Pucher MC, Kunsthistorikerin, katholische Ordensfrau bei den
Missionarinnen Christi
Teilnahmebeitrag € 10,–
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer 16.00 bis 17.00 Uhr
weitere Termine 5.4.2019 und 31.5.2019 jeweils 16.00 bis 17.00 Uhr
Do. 14.03.2019 n Armenien, das älteste christliche Land Gesprächsabend 26593
19.00 Uhr der Welt
Die Kaukasusrepublik Armenien liegt zwar geographisch in Vorderasien, kulturell
gehört sie jedoch zu Europa. Über die Hälfte des Landes ist von schroffen, dennoch
faszinierenden Hochgebirgen bedeckt, so dass Berge und Steine ebenso charakte-
ristisch sind wie eine blühende, vor allem christliche Hochkultur, die sich in den
fruchtbaren Ebenen und Tälern entwickeln konnte.
Armenien: das bedeutet 6.000 Jahre Geschichte – ein „Museum unter freiem Him-
mel“ – vom urartäischen Erbe Armeniens (9.Jh. v. C.) bis hin zu frühchristlicher Archi-
tektur und zu mittelalterlichen Klöstern – mit dem Christentum als Staatsreligion als
erster Staat weltweit ab 301 n. C. – verborgen in hohen Bergen und Wäldern – mit
ausgeprägter Religiosität nach 70 Jahren Kommunismus – mit Problemen beim Über-
gang in die Demokratie durch die „sanfte Revolution“.
Die kleinste Republik des Südkaukasus, mit vielen Künstlern und uralter Geschichte,
mit bezauberndsten Landschaften und süßen Früchten. Ein schönes Land mit gast-
freundlichen und stolzen Menschen, die sich ihrer alten Geschichte bewusst sind
und versuchen Zug um Zug ihre Zukunft nach westlichen demokratischen Prinzipien
aufzubauen.
Referierender Dr. Hrayr Baghramyan
Teilnahmebeitrag € 10,–
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer 19.00 bis 20.30 Uhr
Do. 11.04.2019 n Lehrgang Freiwilligenkoordination 2019 Lehrgang 26784
9.00 Uhr Freiwilliges Engagement ist im Wandel begriffen, die Bedeutung von freiwilliger Arbeit
nimmt enorm zu und ist für viele Organisationen unverzichtbar. Führungskräfte und
Freiwilligenkoordinator/innen in verschiedensten Organisationen sind für die Imple-
mentierung und Umsetzung von Freiwilligenengagements in verantwortlicher Position.
Sie schaffen Voraussetzungen für Rahmenbedingungen, für die Motivation der Frei-
willigen und für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen freiwilligen und hauptbe-
ruflichen Mitarbeiter/innen. Sie sind Sinnstifter, indem sie die Leistung von Freiwilligen
fruchtbar machen für die Ziele ihrer Organisation. Der Lehrgang Freiwilligenkoordina-
tion bietet als berufsbegleitende Ausbildung und Qualifizierung: • Die eigene Koordi-
nationsaufgabe wahrnehmen, reflektieren und weiterentwickeln • Das Verhältnis und
Zusammenspiel von Freiwilligen und Hauptamtlichen gestalten • Sicherheit in der
Beratung, Begleitung und Führung von Freiwilligen auch bei Konflikten gewinnen •
Bedarf, Funktion und Effizienz der Freiwilligenarbeit in der Organisation reflektieren •
Grundlagen für die Entwicklung der Freiwilligenarbeit im Hinblick auf strategische
Einbettung im Sinne der Organisation kennenlernen • Raum zum Austausch von
Erfahrungen und Best-Practice-Beispielen • Praktisches Weiterdenken und Umsetzen
in einem begleitenden Praxisprojekt für den eigenen Arbeitsalltag. Dieser Lehrgang
richtet sich an Personen, die hauptberuflich oder auch auf Basis einer freiwilligen Mit-
arbeit mit der Begleitung und Koordination von Freiwilligen in ihrer Organisation
betraut sind (Freiwilligen-Koordinator/innen,Freiwilligen-Begleiter/innen, Ansprech-
16programm
partner/innen, Führungskräfte, Schnittstellenmanager/innen). Der Erwerb von Praxis-
kompetenz bildet einen speziellen Schwerpunkt des Lehrgangs.
Referierende Mag. Martin Oberbauer, MBA, MSc, Dipl. FW Detlef Scholz MBA, MSc
Teilnahmebeitrag* € 950,–
Anmeldung Anmeldung erforderlich, Spezialprospekt anfordern
Dauer April bis November 2019
weitere Termine jeweils Donnerstag und Freitag, 9.00 bis 18.00 Uhr
Modul 1: 11. bis 12. April 2019
Modul 2: 6. bis 7. Juni 2019 im Wiener Hilfswerk (1070)
Modul 3: 12. bis 13. September 2019 in der Caritas Wien (1040)
Modul 4: 7. bis 8. November 2019 im Kardinal König Haus
Mi. 22.05.2019 n Shalom – Salam – Grüß Gott Workshop 26207
9.00 Uhr Chancen des interreligiösen Dialogs in einer
pluralistischen Gesellschaft
Der Workshop bietet die Begegnung mit den drei großen monotheistischen Weltreli-
gionen Judentum, Christentum und Islam. Unterschiede und Gemeinsamkeiten wer-
den erkundet, Verbindungen zwischen den Religionen wahrgenommen. Damit wird
auch ein Beitrag zu Prävention von Rassismus, Antisemitismus und Islamophobie
geleistet. Zudem werden mögliche Konsequenzen von unterschiedlichen kulturell-
religiösen Zugängen auf die Gesellschaft und je spezifische Arbeitsfelder thematisiert.
Methodisch geht das Seminar praxisnah vor: über Betrachten, Begreifen und Schme-
cken nähern sich die Teilnehmer/innen den kulturell-religiösen Erfahrungen; die
Konzeption eines interreligiösen Events wird angedacht.
Zielgruppe: Fachkräfte und Interessierte, die sich in ihrem (beruflichen) Alltag mit
dem Thema praxisnah auseinandersetzen möchten.
Referierende Mag.a Kathrin Ruth Lauppert-Scholz, Soziologin und zertifizierte Kulturvermittlerin,
Masterstudium zu Interreligiösem Dialog
Teilnahmebeitrag € 150,– inkl. Mittagessen, Pausengetränke und Skripten
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer 9.00 bis 17.00 Uhr
Sa. 15.06.2019 n 58. Biennale Venedig 2019 Exkursion 27513
Seit 1895 findet alle zwei Jahre in Venedig eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst
statt. Hauptschauplatz sind die „Giardini“, ein charmanter Park, wo sich 28 Nationen
– darunter Österreich – mit je einem Pavillon präsentieren, der jedes Mal von einem
anderen Duo bespielt wird. 2019 wird die Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein Werke
der Künstlerin Renate Bertlmann zur Ausstellung bringen. Darüber hinaus gibt es
Themenausstellungen, zB im „Arsenale“, den aufgelassenen Schiffswerften. Über
die Stadt verstreut zeigen weitere Länder nationale Positionen, sei es in Museen
oder temporär angemieteten Palazzi. Bei der Fülle an Möglichkeiten kann eine Vor-
auswahl helfen, den Einstieg in die Begegnung mit neuer Kunst zu finden. Gemein-
sam werden einzelne Werke erkundet und besprochen. Das Vermittlungsprogramm
sieht einen Wechsel aus Zeiten in der Gruppe und Zeiten zur freien Verfügung vor.
Anreise und Quartier sind individuell zu organisieren. Eine preisgünstige Unterkunft
in Bungalows auf dem Festland kann vermittelt werden.
Nähere Informationen: Sr. Mag.a Ruth Pucher MC
Referierende Sr. Mag.a Ruth Pucher MC, Kunsthistorikerin, katholische Ordensfrau bei den
Missionarinnen Christi
Teilnahmebeitrag € 100,–
Anmeldung Anmeldung erforderlich
Dauer Sa., 15.6. bis So., 16.6.2019
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