Universität Potsdam - Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Tätigkeitsbericht 2018 2019 - Universität Potsdam

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Universität Potsdam - Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Tätigkeitsbericht 2018 2019 - Universität Potsdam
Universität Potsdam

Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung

Tätigkeitsbericht 2018 - 2019
Universität Potsdam - Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Tätigkeitsbericht 2018 2019 - Universität Potsdam
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Universität Potsdam - Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Tätigkeitsbericht 2018 2019 - Universität Potsdam
Inhalt

5    VORWORT                                              33 Entwicklung, Erlass und Prüfung von Studien- und
                                                             Prüfungsordnungen
7    ZENTRALE AUFGABEN UND STRUKTUR                       39 Weiterführung des Zeitfenster-Modells
7    Die Aufgaben                                         40 Analyse der Fachdidaktiken
9    ZeLB-Versammlung                                     40 Studienplatzerweiterungsprogramm (Überlastmittel)
10   Kooperationsrat                                      41 Verwaltung von Funktionsstellen
                                                          42 Verwaltung von Übergangsstellen
11   ORIENTIERUNG GEBEN - INFORMIEREN - BERATEN           42 Ausbau Lehramt
11   Praktikumsbüro Bachelor                              43 Qualitative Maßnahmen
13   Praktikumsbüro Master
14   Online-Plattform für die Praktikumsvergabe           47 BILDUNGSFORSCHUNG UND INTERNATIONALISIE-
15   Pflichtberatung für Auslandspraktika                    RUNG
15   Masterstudium für externe Bachelor-Absolventlinnen   47 Interdisziplinäre Bildungsforschung
17   Online Self Assessment - Teilprojekt im Unikolleg    47 PSI-Potsdam
                                                          49 Domain Data Protokolle für die empirische Bildungs-
19   LEHRAMT ENTWICKELN - PROFESSIONALITÄT STÄRKEN           forschung
19   AG „Berufung“ (temporäre AG)                         50 Internationalisierung der Lehrerbildung
19   AG „Internationalisierung“                           51 Digitalisierung
20   AG „Lehre“
20   AG „Medienbildung“                                   53 SCHULE MITGESTALTEN - ENGAGEMENT FÖRDERN
21   AG „Praxisstudien“                                   53 Lehramtsbezogene Weiterbildung
24   AG „Qualitätsentwicklung“                            54 Refugee Teachers Program „Ein Qualifizierungs- und
26   AG „Weiterbildung“                                      Beratungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte“
26   Sprecherziehung im Lehramtsstudium                   58 Das Projekt „Campusschulen“
27   Innovationsstudiengang Mathematik/Physik
                                                          59 AUSBLICK
31 QUALITÄTSMANAGEMENT IN DER POTSDAMER
   LEHRERBILDUNG                                          61 ANHANG
31 Akkreditierung                                         61 Übersicht zu ausgewählten Veranstaltungen
32 Mitwirkung in Berufungsverfahren

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IM BERICHT VERWENDETE ABKÜRZUNGEN:

    BAMALA-O   Neufassung der allgemeinen Studien- und
               Prüfungsordnung für die lehramtsbezogenen Bachelor-
               und Masterstudiengänge an der Universität Potsdam
    BAMALA-SPS Neufassung der Ordnung für schulpraktische
               Studien im lehramtsbezogenen Bachelor- und
               Masterstudium an der Universität Potsdam
    BbgHG      Brandenburgisches Hochschulgesetz
    BbgLeBiG   Brandenburgisches Lehrerbildungsgesetz
    BEV        (Brandenburgische) Befähigungserwerbsverordnung
    D1         Dezernat für Planung, Statistik und Forschungs-
                angelegenheiten
    D2          Dezernat für Studienangelegenheiten
    D3          Dezernat für Personal- und Rechtsangelegenheiten
    DaF/DaZ     Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache
    DDP         Domain-Data-Protokolle
    DFG         Deutsche Forschungsgemeinschaft
    DIPF        Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
    HSL         Hochschullehrer|in
    HuWiFak     Humanwissenschaftliche Fakultät
    JProf       Juniorprofessor|in
    JuraFak     Juristische Fakultät
    KMK         Kultusministerkonferenz
    KoUP        Kooperationsförderung der Universität Potsdam
    LIS         Landesinstitut für Schule (Bremen)
    LISUM       Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
    LVS         Lehrveranstaltungsstunden
    MathNatFak  Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
    MBJS        Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
                des Landes Brandenburg
    MINT        Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik
    MTV         Mitarbeiter|innen in Technik und Verwaltung
    MWFK        Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
                des Landes Brandenburg
    NeLe        Netzwerk der strukturierten Promotionsprogramme innerhalb
                der Qualitätsoffensive Lehrerbildung
    OSA         Online Self Assessment
    PhilFak     Philosophische Fakultät
    PSI-Potsdam Professionalisierung - Schulpraktische Studien - Inklusion:
                Potsdamer Modell der Lehrerbildung
    RTP         Refugee Teachers Program
    StPrO       Studien- und Prüfungsordnung
    VPL         Vizepräsident für Lehre und Studium
    WiB e. V.   Institut zur Weiterqualifizierung im Bildungsbereich e.V.
    WiSoFak     Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
    Zessko      Zentrum für Sprachen und Schlüsselkompetenzen
    ZfL         Zentrum für Lehrerbildung
    ZfQ         Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium
    ZIM          Zentrum für Informationstechnologie und Medienmanagement

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Universität Potsdam - Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Tätigkeitsbericht 2018 2019 - Universität Potsdam
Vorwort

Fast täglich erreichen uns Informationen und korrigierte Zah-        von ca. 650 auf rund 1.000 pro Jahr erhöht wird. Hinzu kommen
len zum Lehrkräftemangel in Deutschland. Bis 2025 fehlen             sogenannten „qualitative Maßnahmen“, die das ZeLB angeregt
bundesweit gut 200.000 Lehrer|innen – so steht es im August          hat. Sie sollen die Absolventenquote auf ca. 75% steigern, so dass
2019 in einem Artikel der ZEIT. Auch in Brandenburg fehlen           zukünftig etwa 750 Masterabsolvent|innen pro Jahr den Vorbe-
qualifizierte Lehrer|innen.                                          reitungsdienst aufnehmen könnten. Ermöglicht wird dies u. a.
Zum Schuljahr 2019/2020 hat das Land 1516 Pädagog|innen              durch einen Zuwachs von rund 20 Professuren und 100 weiteren
eingestellt – so viele wie nie zuvor. Von ihnen waren – eben-        Mitarbeiterstellen – viele davon unbefristete Funktionsstellen.
falls ein Rekordwert – knapp 33% Seiteneinsteiger|innen ohne         Das ZeLB lieferte mit seinen Berechnungen zur Ausstattung der
Lehramtsstudium.                                                     Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften sowie der Studie-
Die Universität Potsdam als einzige lehrerbildende Universität       rendenzahlen wichtige Grundlagen für die Verteilung dieser Mit-
des Landes Brandenburg sieht sich vor diesem Hintergrund in          tel und Studienplätze, ist durch Stellungnahmen, die Beteiligung
der Pflicht für die erste Phase der Lehrerbildung und stellte 2018   des Direktors und die Wahl von Kommissionsmitglieder an den
gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport          Berufungsverfahren beteiligt und achtet bei der Besetzung der
und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur           Funktionsstellen auf die Wahrung der spezifischen Interessen der
sowie dem Vizepräsidenten für Lehre und Studium der Univer-          Lehrerbildung. Mit der ZeLB-Versammlung steht zudem ein Fo-
sität Potsdam die Weichen für ein bedarfsorientiertes und fach-      rum zur Verfügung, das vor Gründung des ZeLB in dieser Form
lich-qualitativ verbreitertes und verbessertes Lehramtsstudium.      nicht existierte. Dort werden die anstehenden Fragen und Proble-
Dies hat die Arbeit der letzten beiden Jahre entscheidend geprägt.   me fakultäts- und statusgruppenübergreifend besprochen sowie
Für den Ausbau des Lehramtsstudiums unter qualitativen und           Entscheidungen legitimiert.
quantitativen Aspekten bedarf es der gegenseitigen Unterstüt-        Wurden 2018 die Weichen gestellt, so lässt sich Ende 2019 sagen,
zung und Kooperation innerhalb der Universität und aller an der      dass die Züge auf den richtigen Gleisen in Richtung Ziel fahren:
brandenburgischen Lehrerbildung beteiligten Akteure. Das ZeLB        Die Studien- und Prüfungsordnungen sind in der Prüfschleife
hat in diesem Prozess sowohl die Rolle des Vordenkers und Im-        und stehen kurz vor der Beschlussfassung, die Berufungsverfah-
pulsgebers als auch des Vermittlers und Koordinators übernom-        ren in den Fakultäten laufen, und ein Großteil der neuen Mitarbei-
men. Nach der Reform des Lehramtsstudiums 2012/2013 war              terstellen ist ausgeschrieben oder sogar schon besetzt.
dies die erste große Bewährungsprobe für die im Dezember 2014        An dieser Stelle deshalb nochmals herzlichen Dank an alle Ak-
mit der ZeLB-Gründung etablierte neue Struktur. Erschwerend          teure für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit bei der
kam hinzu, dass mit der Reakkreditierung der Lehramtsstudien-        Gestaltung der Lehrerbildung in Potsdam. Auch wenn gemein-
gänge sowie der Systemreakkreditierung der Universität – beide       same Sitzungen und Überlegungen, Diskussionen zu den un-
2019 erfolgreich abgeschlossen – zeitgleich weitere umfangrei-       terschiedlichsten Themen und Bereichen an der einen oder
che Prozesse liefen, an denen das ZeLB ebenfalls beteiligt war.      anderen Stelle intensiv waren, so führten genau diese kon-
Vor diesem Hintergrund haben die letzten beiden Jahre gezeigt,       struktiv-kritischen Auseinandersetzungen zu dem, was wir heute
dass sich die Erwartungen, die mit der Einrichtung des ZeLB und      erreicht haben.
den ihm durch die Satzung übertragenen Aufgaben verbunden            Der vorliegende Bericht ist eine Einladung, mit uns ins Gespräch
waren, grundsätzlich erfüllt haben. Es konnte und kann sowohl        zu kommen und das „Potsdamer Modell der Lehrerbildung“ un-
zu qualitativen, als auch quantitativen Aspekten des Ausbaus         ter den aktuellen Bedingungen von Schule und Lehrerbildung
seine Expertise einbringen, so dass gemeinsam mit den übrigen        weiterzuentwickeln. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und die
Akteuren, insbesondere den lehrerbildenden Fakultäten, die Vor-      weitere Zusammenarbeit.
aussetzungen geschaffen wurden, dass ab dem Wintersemester
2020/2021 neue Studiengänge für das Lehramt für Förderpäda-
gogik und der Innovationsstudiengang mit den Fächern Mathe-
matik und Physik im Verbund angeboten werden, das Fach Kunst         Prof. Dr. Andreas Borowski             Dr. Roswitha Lohwaßer
wieder studiert werden kann und die Zahl der Studienanfänger         Direktor des ZeLB                      Geschäfsführerin des ZeLB

                                                                                                                                          5
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Die Mitarbeiter|innen                                      •   Johanna Goral | Bildungsforschung
                                                                   johanna.goral@uni-potsdam.de
    (Stand. Jan. 2020)
                                                               •   Sandra Woehlecke | Qualitative Maßnahmen im Lehr-
                                                                   amtsstudium
    LEITUNG:                                                       sandra.woehlecke@uni-potsdam.de
    • Prof. Dr. Andreas Borowski | Direktor                    •   Viola Grellmann | Praktikumsbüro Bachelor
        andreas.borowski@uni-potsdam.de                            viola.grellmann@uni-potsdam.de
    • Prof. Dr. Martin Leubner | Stellvertretender Direktor    •   Anne Strobel | Praktikumsbüro Master
        martin.leubner@uni-potsdam.de                              anne.strobel@uni-potsdam.de
    • Dr. Roswitha Lohwaßer | Geschäftsführerin                •   Katharina Paulke | Sprecherziehung
        roswitha.lohwasser@uni-potsdam.de                          katharina.paulke@uni-potsdam.de
                                                               •   Katharina Halibrand | Sprecherziehung
    MITARBEITER|INNEN & VERANTWORTUNGSBEREICHE                     katharina.halibrand@uni-potsdam.de
    • Juliane Jaensch | Assistenz der Geschäftsführung         •   Laura Enste | Sprecherziehung
       juliane.jaensch@uni-potsdam.de                              laura.enste@uni-potsdam.de
    • Peggy Simon | Ressourcensteuerung/Verwaltung von         •   Friederike Wallner-Zimmer | Orientierungspraktikum/
       Sondermitteln                                               Projekt „Refugee Teachers Program“
       peggy.simon@uni-potsdam.de                                  friederike.wallner-zimmer@uni-potsdam.de
    • Martina Rode | Geschäftsstelle der Versammlung/          •   Dr. Jolanda Hermanns | Qualitätsoffensive Lehrerbildung
       Veranstaltungsmanagement                                    jolanda.hermanns@uni-potsdam.de
       martina.rode@uni-potsdam.de                             •   Hilke Schulz | Finanzverwaltung Qualitätsoffensive
    • Ass. iur. Daniel Burchard | Studienangelegenheiten/          Lehrerbildung
       Wahlbeauftragter des ZeLB im Auftrag des Direktors          hilke.schulz@uni-potsdam.de
       daniel.burchard@uni-potsdam.de                          •   Dr. Ilka Goetz | Medienbildung und Digitalisierung
    • Dipl.-Psych. Mirko Wendland | Qualitätssicherung/            ilka.goetz@uni-potsdam.de
       Akkreditierung                                          •   Dr. Julia Jennek | Projekt „Campusschulen“
       mirko.wendland@uni-potsdam.de                               julia.jennek@uni-potsdam.de
    • Dr. Stefanie Lieske | Reakkreditierung der lehramtsbe-   •   Dr. Anna Aleksandra Wojciechowicz | Projekt „Refu-
       zogenen Studiengänge                                        gee Teachers Program“
       stefanie.lieske@uni-potsdam.de                              anna.wojciechowicz@uni-potsdam.de
    • Steffen Kludt | Theorie- und Praxisbeziehungen/          •   Diana Gonzalez Olivo | Projekt „Refugee Teachers
       Schulnetzwerk (bis 08/2019)                                 Program“
    • Dr. Claudia Schlaak | Schulpraktische Studien/Schul-         diana.gonzalez.olivo@uni-potsdam.de
       netzwerk                                                •   Marie Rüdiger | Projekt „Refugee Teachers Program“
       claudia.schlaak@uni-potsdam.de                              marie.ruediger@uni-potsdam.de
    • Dr. Manuela Hackel | Internationalisierung der Leh-
       rerbildung
       manuela.hackel@uni-potsdam.de

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Zentrale Aufgaben und Struktur

Das im Jahr 2014 gegründete ZeLB ist eine gemeinsame          •   Durchführung von Maßnahmen der Evaluation und der
dezentrale Organisationseinheit der lehrerbildenden Fa-           Qualitätssicherung sowie Mitwirkung bei der Akkredi-
kultäten mit Entscheidungs-, Steuerungs- und Ressour-             tierung und Reakkreditierung von Lehramtsstudien-
cenkompetenz und trägt mit den lehrerbildenden Fakultä-           gängen,
ten die Gesamtverantwortung für die Lehrerbildung und         •   Beratung von Lehramtsstudierenden und Lehrenden
Bildungsforschung an der Universität Potsdam. Bis heute           in Angelegenheiten der Lehrerbildung,
versteht sich das ZeLB als zentrales Kommunikations- und      •   Wahrnehmung fächerübergreifender Lehr- und Ausbil-
Kompetenzzentrum für alle Fragen der Lehrerbildung, in            dungsaufgaben.
dem es ein universitätsübergreifendes Verständnis für die
Lehrerbildung innehat und entwickelt, fakultätsübergreifen-   FORSCHUNG UND RESSOURCENSTEUERUNG
de lehramtsspezifische Interessen bündelt sowie die Quali-    • Mitwirkung bei Berufungsverfahren von Hochschulleh-
tät der Lehrerbildung sichert und optimiert. Die Arbeit des      rer|innen, die in den Fachdidaktiken, Bildungswissen-
ZeLB spiegelt sich in der Struktur durch die Arbeitsgrup-        schaften und in der Inklusionspädagogik tätig sind,
pen, die ZeLB-Versammlung, den Kooperationsrat sowie          • Mitentscheidung über die Bewährung von Juniorpro-
die Praktikumsbüros wieder. Im Spannungsfeld zwischen            fessor|innen, soweit das ZeLB im Berufungsverfahren
pädagogischer Praxis, universitärer Lehre und Forschung          mitgewirkt hat,
sowie politischen Rahmenbedingungen tritt das ZeLB als        • Koordination und Förderung der Schwerpunktfor-
Akteur für die Lehrerbildung an der Universität Potsdam          schung im Bereich der Bildungsforschung sowie der
auf (vgl. hierzu auch die Abbildung auf Seite 8).                Schul- und Unterrichtsforschung,
                                                              • Abstimmung fachübergreifender Ressourcenbedarfs-
                                                                 planung im Bereich der Lehrerbildung,
                                                              • Steuerung von dem ZeLB zugewiesenen Ressourcen
Die Aufgaben                                                     für den Bereich der Lehrerbildung.

                                                              ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KOMMUNIKATION
STUDIUM UND LEHRE                                             • Herausgabe eines Journals zur Lehrerbildung (Kentron),
• Koordination der curricularen Entwicklungen der Leh-        • Mitwirkung an Veröffentlichungen zu Schule und Lehrer-
   rerbildung als Gesamtaufgabe,                                 bildung im Land Brandenburg,
• Organisation der universitären Praxisstudien durch          • Schaffung von Diskussionsplattformen für alle an der
   die Praktikumsbüros (Bachelor und Master) im Zu-              Lehrerbildung Beteiligten und Interessierten,
   sammenwirken mit externen Einrichtungen,                   • regionaler und bundesweiter Austausch mit anderen
• Mitwirkung bei der Entwicklung und dem Erlass von              Zentren für Lehrerbildung und vergleichbaren Einrich-
   Studien- und Prüfungsordnungen für das lehramtsbe-            tungen,
   zogene Bachelor- und Masterstudium,                        • Politik- und Bildungsberatung sowie Ausrichtung von
• Erlass von studienbereichsübergreifenden Ordnungen             und Teilnahme an Tagungen und öffentlichen Veran-
   zur Regelung der schulpraktischen Studien und der             staltungen im regionalen, nationalen und internatio-
   Studien- und Prüfungsordnungen für das Zertifikats-           nalen Rahmen.
   studium im Sinne der BEV und sonstiger Ordnungen
   der lehramtsbezogenen Weiterbildung,
• Einrichtung von lehramtsbezogenen Studienkommis-
   sionen auf Vorschlag der Fakultäten,
• universitäre Fort- und Weiterbildung für Lehrer|innen
   (teils in Kooperation mit dem WiB e.V.),

                                                                                                                         7
Universität Potsdam - Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Tätigkeitsbericht 2018 2019 - Universität Potsdam
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Universität Potsdam - Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Tätigkeitsbericht 2018 2019 - Universität Potsdam
Foto: fotolia.com-auremar

                            ZeLB-Versammlung                                                 Gruppe der Studierenden (4 Sitze):
                                                                                             • Alexander Lipp, Stellvertreterin: Andrea Roy(WiSoFak),
                                                                                             • Mareike Klimmek, Stellvertreter: Martin Urban (PhilFak),
                            Im Rahmen der allgemeinen Gremienwahlen im Juni                  • Leonie Lisa Lange, Stellvertreter: Raimo Graf (MathNatFak),
                            2018 wurden auch die Vertreter aller Statusgruppen in            • Sonja Zielke, Stellvertreter: Johannes Eifler (HuWiFak).
                            der ZeLB-Versammlung neu gewählt. Damit endete zum
                            30. September 2018 gleichzeitig die Sonderregelung an-           Gruppe der Mitarbeiter|innen aus Technik und Verwaltung
                            lässlich der ZeLB-Gründung mit der besonderen Amtszeit           (1 Sitz):
                            von drei Jahren für die nichtstudentischen Vertreter. Künf-      • Juliane Jaensch (ZeLB), Stellvertreter/in: N.N.
                            tig können alle Mitglieder der ZeLB-Versammlung in dem-
                            selben Turnus wie die übrigen Gremien (Senat, Fakultäts-         Außerdem nimmt eine bzw. eine vom Fakultätsrat der Ju-
                            räte) gewählt werden. Leider gab es bei den Vertretern der       ristischen Fakultät benannte Vertreter|in an den Sitzungen
                            Hochschullehrer aus der Philosophischen Fakultät sowie           der Versammlung teil (beratende Stimme):
                            der Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung jeweils nur so        • Prof. Dr. Wolfgang Mitsch, Stellvertreter/in: N.N.
                            viele Kandidaten wie Plätze (2 bzw. 1), so dass insoweit
                            keine wirkliche Auswahl möglich war.                             Da der bisherige Vorsitzende, Prof. Dr. Erin Gerlach (Sport-
                            Die Amtszeit der im Juni 2018 gewählten Mitglieder be-           didaktik, HuWiFak) seit der Wahl vom Juni 2018 nur noch
                            gann am 1. Oktober 2018 und dauert ein bzw. zwei Jahre           stellvertretendes Versammlungsmitglied ist, wurde Prof.
                            (Studierende bzw. HSL, Akad. MA und MTV). Die konsti-            Dr. Dirk Richter (Erziehungswissenschaftliche Bildungsfor-
                            tuierende Sitzung der neu zusammengesetzten Versamm-             schung, HuWiFak) am 24. Oktober 2018 einstimmig zum
                            lung fand am 24. Oktober 2018 statt. Gewählt wurden:             neuen Vorsitzenden der Versammlung gewählt.

                            Gruppe der Hochschullehrer|innen (7 Sitze):                      Turnusgemäß wurden im Juni 2019 die vier Vertreter der
                            • Prof. Dr. Helmut Prechtl, Prof. Dr. Bernd                      Studierenden für ein Jahr neu gewählt. Leider gab es in der
                               Schmidt, Stellvertreter/in: Prof. Dr. Nina Brendel,           HuWiFak keine Kandidat|innen, so dass eine Mehrheits-
                               Prof. Dr. Ulrich Kortenkamp (MathNatFak),                     wahl durchgeführt werden musste.
                            • Prof. Dr. Britta Freitag-Hild, Prof. Dr. Martin Leubner;       Die erste Sitzung der neu zusammengesetzten Versamm-
                               Stellvertreter/in: N. N. (PhilFak),                           lung fand am 23. Oktober 2019 statt. Gewählt wurden:
                            • Prof. Dr. Ingo Juchler, Stellvertreterin: Prof. Dr. Vera       • Erik Zander (WiSoFak, ohne Stellvertretung),
                               Kirchner (WiSoFak),                                           • Mareike Klimmek, Stellvertreterin: Anja Henke (PhilFak),
                            • Prof. Dr. Antje Ehlert, Prof. Dr. Dirk Richter, Stellvertre-   • Philipp Börstler, Stellvertreterin: Leonie Lisa Lange
                               ter: Prof. Dr. Erin Gerlach, Prof. Dr. Sebastian Kempert      • (MathNatFak),
                               (HuWiFak).                                                    • Sonja Zielke, Stellvertreter: Gordon Weske (HuWiFak).

                            Gruppe der akademischen Mitarbeiter|innen (1 Sitz):              Für den Sitz der Gruppe der akademischen Mitarbeiter|in-
                            • Dr. Roswitha Lohwaßer, Stellvertreterin: Johanna               nen gibt es seit August 2019 keine Stellvertretung mehr,
                               Goral (ZeLB).                                                 da Frau Goral zum 1. Juni 2019 die Statusgruppe gewech-
                                                                                             selt und Herr Kludt die Universität Potsdam am 14. August
                                                                                             2019 verlassen hat.

                                                                                                                                                             9
Universität Potsdam - Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Tätigkeitsbericht 2018 2019 - Universität Potsdam
Kooperationsrat

     Im Berichtszeitraum 2018/2019 wurden im Kooperati-
     onsrat die Änderungen im Gesetz über die Ausbildung
     und Prüfung für Lehrämter und die Fort- und Weiterbil-
     dung von Lehrer|innen im Land Brandenburg (BbgLeBiG)
     vorgestellt und schwerpunktmäßig Fragen des „Ausbau
     Lehramt“, der Weiterbildung bzw. des Umgangs mit Quer-
     und Seiteneinsteigern sowie das RTP besprochen. Weitere
     Themen waren u. a. Probleme beim Zugang zum Vorberei-
     tungsdienst in Berlin und die Einführung einer Latinum-
     prüfung an der Universität Potsdam.
     Der Kooperationsrat fördert die Zusammenarbeit zwi-
     schen der Universität Potsdam und den im Land Branden-
     burg für die Lehrerbildung zuständigen Behörden durch
     eine regelmäßige Abstimmung. In diesem Kontext wer-
     den unterschiedliche Herausforderungen, die sich im Be-
     reich der Lehrerbildung ergeben, zwischen dem ZeLB, der
     Hochschulleitung und den zuständigen Ministerien im
     Land Brandenburg, besprochen. In den Jahren 2018 und
     2019 ergaben sich vor allem hinsichtlich des Zugangs zum
     Berliner Vorbereitungsdienst Probleme, die in der Zukunft
     weitreichende Konsequenzen beinhalten könnten.

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Orientierung geben - Informieren - Beraten

Praktikumsbüro Bachelor                                  •
                                                         •
                                                             Registratur und Dokumentation der Praktikumsplätze,
                                                             Pflege der Praktikumsbörse,
                                                         •   Akquise von Praktikumspartnern,
u       Viola Grellmann                                  •   Beratung der Studierenden zu Praktikumsmöglichkeiten
        viola.grellmann@uni-potsdam.de                   •   Vermittlung von Praktikumsplätzen,
                                                         •   Prüfung der Einsatzzeiträume sowie des Nachweises
DAS ORIENTIERUNGSPRAKTIKUM FÜR STUDIERENDE                   über die Absolvierung.
DES LEHRAMTS FÜR DIE SEKUNDARSTUFE I UND II (OP)
Folgende Serviceleistungen werden vom Praktikumsbüro     Im Wintersemester 2017/2018 nahmen 271 Studierende
Bachelor für das Orientierungspraktikum erbracht:        am PppH teil, im Sommersemester 2018 waren es 256. Im
• Bereitstellung von Praktikumsplätzen an Schulen der    WiSe 2018/2019 lagen die Zahlen bei 216 und im Sommer-
    Gruppenpraktika für etwa 50 % der Studierenden,      semester 2019 bei 251.
• Bearbeitung der Anträge für selbstgewählte Schulbe-    Für Studierende nach Studienordnung WiSe 2011/2012 wur-
    suche, Beratung und Entscheidung über Anträge bei    de das PppH mit einer mündlichen Präsentation abgeschlos-
    Praktikumsaufenthalten außerhalb des Landes Bran-    sen. Hier waren die Aufgaben des Praktikumsbüros die
    denburg.                                             • Zusammenstellung der Studierendengruppen,
                                                         • Information und Zulassung der Studierenden sowie
Im Wintersemester 2017/2018 führten 201 Studierende      • Information der Dozent|innen und Verbuchung der
das Orientierungspraktikum durch, im Sommersemester           Leistungen.
2018 waren es 238. Im WiSe 2018/2019 lagen die Zahlen
bei 198 und im SoSe 2019 bei 265.                        Diese Form der Praktikumsabsolvierung ist im Sommerse-
                                                         mester 2019 ausgelaufen. Im Wintersemester 2017/2018
DAS INTEGRIERTE EINGANGSPRAKTIKUM FÜR STUDIE-            nahmen 14 Studierende an der Präsentation teil, im Som-
RENDE DES LEHRAMTS FÜR DIE PRIMARSTUFE (IEP)             mersemester 2018 waren es noch 8.
Aufgaben des Praktikumsbüros sind die
• Schulakquise und rechtzeitige Bereitstellung ausrei-   SERVICELEISTUNG FÜR DAS REFUGEE TEACHERS PRO-
    chender Praktikumsplätze,                            GRAM
• Registrierung der Platzvergabe und Information der     • Schulakquise und Bereitstellung von Praktikumsplät-
    Schulen über die Praktikumsteilnehmer,                   zen für die geflüchteten Lehrer|innen.
sowie neu ab Sommersemester 2018 die                     Im Wintersemester 2017/2018 galt das für 27 Teilneh-
• Nutzung der Online-Plattform und Zuweisung der         mer|innen, im Sommersemester 2018 für 20.
    Studierenden an die Schulen.                         Danach wurde das Programm ausgesetzt.

Im Wintersemester 2017/2018 nahmen 118 Studierende       ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
am IEP teil, im Sommersemester 2018 waren es 83. Die     Insgesamt ist festzustellen, dass die Bereitstellung von
Zahlen für das WiSe 2018/2019 und das SoSe 2019 lagen    Praktikumsplätzen schwieriger wird. Die Schulen stöhnen
bei 108 und 82.                                          unter der Last zu vieler Referendare, Quereinsteiger und
                                                         Praktikanten. Die Situation wird sich im Hinblick auf den
DAS PRAKTIKUM IN PÄDAGOGISCH-PSYCHOLOGI-                 Zuwachs von Lehramtsstudierenden weiter verschärfen.
SCHEN HANDLUNGSFELDERN (PPPH)                            Daher müssen unbedingt bestehende Kontakte gepflegt,
Durch das Praktikumsbüro Bachelor werden folgende Auf-   neue Kooperationen ausgebaut und auch innovative Ideen
gaben realisiert:                                        zur Generierung von Praktikumsplätzen entwickelt werden.

                                                                                                                     11
Kompetenzaufbau
     in den schulpraktischen Studien
     während des Lehramtstudiums
     an der Universität Potsdam                             FTP
                                                        Planen und Ge-
                                                     stalten von (erstem)
                                                   Unterricht: Kompetenzen
        Schulpraktikum                            aus Fach, Fachdidaktik und
                                                   Bildungswissenschaften.
        Synthese der
        Kompetenzfelder
                                                        Kompetenzfeld:               PDP
                                                         Unterricht als            Beobachten,
        auf dem Weg zur
        Profession:                    OP/IEP             Profession                Befragen,
                                                                                Gespräche führen
        • Unterrichten               Beobachten und
                                                                                 Kompetenzfeld:
        • Erziehen                    Interpretieren
                                                                                    Anwenden
        • Beraten               pädagogischer Situationen
                                                                               psychodiagnostischer
        • Beurteilen                 Kompetenzfeld:
                                                                                    Methoden
        • Innovieren             Perspektivenwechsel zur
                                    Persönlichkeit der
                                       Lehrperson                   PppH
                                                              Eigenverantwortliches
                                                                    Gestalten
        FTP: fachdidaktisches
                                                             pädagogischer Prozesse
        Tagespraktikum
                                                                 Kompetenzfeld:
        PDP: Psychodiagnostisches
                                                               Selbstwahrnehmen
        Praktikum
                                                                 und -reflektieren
        PppH: Praktikum in pädagogisch-
        psychologischen Handlungsfeldern
        OP/IEP: Orientierungspraktikum/
        Integriertes Eingangspraktikum

12
Foto: ZeLB

             Praktikumsbüro Master                                         kognitiven, motivationalen und sozialen Bereich im Mittel-
                                                                           punkt. Während des Schulpraktikums stehen hierfür zwei
                                                                           Studientage zur Verfügung. Die Termine werden vom Prak-
             u       Anne Strobel                                          tikumsbüro Master zusammen mit den fachdidaktischen
                     anne.strobel@uni-potsdam.de                           und bildungswissenschaftlichen Begleitveranstaltungen
                                                                           koordiniert.
             DAS SCHULPRAKTIKUM UND DAS                                    Bei der Vermittlung der Plätze werden verschiedene Kom-
             PSYCHODIAGNOSTISCHE PRAKTIKUM                                 ponenten berücksichtigt. So wurden auch 2018 und 2019
             Als eine der ersten Lehrerbildungseinrichtungen in            spezifische Absprachen bei einigen Fällen getroffen, da
             Deutschland hat die Universität Potsdam im Jahr 2008          Studierende mit besonderen Herausforderungen zu ver-
             das Schulpraktikum als Praxissemester im Masterstudium        mitteln waren. An dieser Stelle wurden die Anforderungen
             eingeführt. Das Praktikumsbüro erbringt folgende Service-     des Schulpraktikums und die Herausforderungen der Stu-
             leistungen:                                                   dierenden (z. B. familiäre Verpflichtungen) betrachtet und
             • Beratung und Betreuung der Studierenden hinsicht-           je versucht, eine Lösung zu finden, um den beiden Ansprü-
                  lich des Schulpraktikums und des Psychodiagnosti-        chen gerecht zu werden. Eine besondere Herausforderung
                  schen Praktikums,                                        erwächst in den letzten Jahren daraus, dass Studierende
             • Zusammenarbeit mit den Ausbildungsteams, Erarbei-           zunehmend langfristig als Aushilfslehrkräfte eingesetzt
                  tung von Ablaufplänen und die Seminarorganisation,       werden und sich eine Anrechnung ihrer Tätigkeit auf das
             • Organisation der Praktikumsplätze,                          Praxissemester erbitten. Dies ist jedoch rechtlich gesehen
             • Zuweisung der Studierenden an die Schulen,                  nicht möglich und widerspricht den Zielen des Schulprak-
             • Durchführung/Organisation von Infoveranstaltungen           tikums, da u. a. der Unterricht nur unter Anleitung erfol-
                  (Schulpraktikum, mit dem MBJS und dem D2 zum             gen soll, um auch Feedback zu erhalten. Dennoch stellen
                  Bachelor-Master-Übergang und zu den Einstellungs-        zahlreiche Studierende entsprechende Anträge, die in der
                  möglichkeiten in Brandenburg),                           Regel abschlägig beschieden werden. Zukünftig wird es
             • Zuweisung der Schulen an die Studierenden.                  jedoch mit wachsender Zahl der Studierenden schwieri-
                                                                           ger, ausreichend Schulen in der Nähe zu gewinnen. Hier-
             Die 14-wöchige Praxisphase wird in der Regel an Schulen im    für müssen langfristige Lösungen, auch unter Einbezug
             Land Brandenburg, in Ausnahmen in anderen Bundeslän-          der Schulträger, gefunden werden. Zur Vorbereitung des
             dern oder an deutschen Schulen im Ausland absolviert. Je      Schulpraktikums im Sommersemester 2020 erhielten die
             Fach begleitet ein Ausbildungsteam die Studierenden in Se-    Studierenden zentrale Informationen zur Organisation
             minaren an der Universität und bei Unterrichtsbesuchen an     und zu Inhalten des Praktikums. In der „Infoveranstaltung
             der Ausbildungsschule. Dem Team gehören i. d. R. Lehrende     zum Praxissemester“ hatten sie darüber hinaus die Mög-
             der Fachdidaktiken, Fachvertreter|innen des Vorbereitungs-    lichkeit, ihre zahlreichen Fragen rund um das Praktikum
             dienstes und die Ausbildungslehrer|innen der Schule an. Vor   loszuwerden. Diese drehten sich um organisatorische
             der Praxisphase organisiert das Praktikumsbüro verpflich-     Fragen zur Schulwahl, um die Anwesenheitspflichten und
             tende Einführungsveranstaltungen für die Studierenden.        Empfehlungen zur Koordination beruflicher und privater
             Seit 2017 wird das Psychodiagnostische Praktikum paral-       Verpflichtungen. Es wurde 2018/2019 wieder deutlich, dass
             lel zum Schulpraktikum an derselben Ausbildungsschu-          die Infoveranstaltung vor der Einschreibung ins Praxis-
             le durchgeführt. In den Begleitveranstaltungen steht das      semester sinnvoll ist, um bestimmten organisatorischen
             Üben psychodiagnostischer Methoden am Beispiel der            Schwierigkeiten zuvorzukommen. Das Format wird daher
             Analyse ausgewählter Merkmale des Schülerverhaltens im        auch in der Zukunft fortgeführt werden.

                                                                                                                                        13
Foto: AdobeStock-fizkes
     ENTWICKLUNG EINER NEUEN KONZEPTION ZUM                          Masterarbeit. Die Resonanz der Studierenden war positiv
     SCHULPRAKTIKUM IM MASTERSTUDIUM                                 und es wurde eine Fortführung im kommenden Studien-
     Mit der Verkürzung des Vorbereitungsdienstes auf 12             jahr verabredet.
     Monate und der beschlossenen Modularisierung der Be-
     gleitung empfanden einige Mitarbeiter|innen des Ausbil-
     dungsteams die Notwendigkeit, auch die Begleitung des
     Schulpraktikums zu überdenken. Aus diesem Anlass traf
     sich ab März 2018 im etwa monatlichen Rhythmus die              Online-Plattform für
     Initiativgruppe Schulpraktikum, um neue Ideen für eine
     angemessene Begleitung zu entwickeln. Nach Analyse
                                                                     die Praktikumsplatzvergabe
     der Rückmeldungen der Studierenden aus vergangenen
     Semestern erschien auch den Mitarbeiter|innen der Ini-          u       Viola Grellmann
     tiativgruppe eine stärker modularisierte Begleitung mit                 viola.grellmann@uni-potsdam.de
     individuellen Wahlmöglichkeiten als eine geeignete Form         u       Anne Strobel
     der Begleitung des Schulpraktikums von Seiten der Univer-               anne.strobel@uni-potsdam.de
     sität Potsdam. Insbesondere sollten auch Studierende, die
     besondere Schwierigkeiten im Praktikum haben, die Mög-          Im Rahmen der steigenden Studierendenzahlen im Lehr-
     lichkeit erhalten, individuelle Betreuungsmöglichkeiten in      amt und der zunehmenden Schwierigkeiten bei der Ak-
     Form von Coaching in Anspruch zu nehmen – auch, um              quise der Praktikumsplätze ist eine Lösung nur durch
     die Seminare zu entlasten. Nach intensiven Diskussionen         eine zusätzliche Personalaufstockung im Praktikumsbüro
     einigte sich die Initiativgruppe (besetzt aus Mitarbeiter|in-   oder durch eine technische Lösung möglich. Daher wur-
     nen der Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken) auf          de der Vertrag mit der Firma Matorix zur Unterstützung
     ein Konzept (vgl. zum Konzept siehe S. 22/23).                  der Vergabe der Praktikumsplätze im Schulpraktikum im
                                                                     Herbst 2018 um weitere vier Jahre bis Februar 2023 ver-
     PRÄSENTATION LEHRAMTSSTUDIUM INNERHALB DER                      längert. Zudem wurde vereinbart, die Plattform auch für
     UNIVERSITÄT POTSDAM                                             die Vergabe der Plätze für das PppH zu nutzen.
     Nicht nur nach außen, sondern auch innerhalb der Uni-           Durch dieses neue transparente Vergabeverfahren haben
     versität Potsdam präsentiert das ZeLB das Lehramtsstu-          auch Schulen in der Peripherie des Landes Brandenburg
     dium. Beispielsweise gestaltet die Philosophische Fakultät      die Möglichkeit, ihre Praktikumsplätze öffentlich anzubie-
     ein Bachelor-Master-Forum für ihre Studierenden. Im Jahr        ten. Da die Studierenden für dieses Praktikum keine Ver-
     2019 war hier auch das ZeLB vertreten. Die Studierenden         gütung erhalten und der Wohnort der Studierenden meist
     konnten sich in einem offenen Format direkt informieren         in der Nähe des Studienortes liegt, können freie Prakti-
     und stellten zahlreiche Fragen zu Studienorganisation,          kumsplätze an vielen Schulen des Landes Brandenburg
     Praktika und möglichen Auslandssemestern. Zur Sprache           derzeit nicht vom ZeLB als Ausbildungsschulen genutzt
     kamen hier Themen wie die Organisation des Schulprakti-         werden. Ohne einen finanziellen Anreiz für die Studieren-
     kums, die Möglichkeit, das Schulpraktikum im Ausland zu         den wird dies leider auch mit der neuen Matching-Platt-
     absolvieren und Tipps und Hinweise für die abschließende        form der Fall sein.

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Foto: ZeLB

             Pflichtberatung                                              Masterstudium für externe
             für Auslandspraktika                                         Bachelor-Absolvent|innen
             u       Dr. Manuela Hackel                                   u       Daniel Burchard
                     manuela.hackel@uni-potsdam.de                                daniel.burchard@uni-potsdam.de

             Aufgrund der Komplexität des Vergabeverfahrens für das       1. ZUGANGSVERFAHREN FÜR EXTERNE
             Schulpraktikum im Ausland, der Notwendigkeit der konse-      ABSOLVENT|INNENEN
             quenten Einhaltung von Antragsfristen und der Qualitäts-     Das Masterstudium für die neuen Lehrämter wird entspre-
             sicherung des Schulpraktikums wurde zu Beginn des Win-       chend der Gesamtkonzeption aus dem Jahr 2012 seit dem
             tersemesters 2016/2017 eine Pflichtberatung (ein Jahr vor    Wintersemester 2016/2017 angeboten. Das mit dem D2
             dem geplanten Auslandsaufenthalt) eingeführt. Ziel ist es,   vereinbarte Verfahren hat sich bewährt und wurde bis heute
             über die rechtzeitige Beratung im Vorfeld des Praktikums     beibehalten. Seit dem Sommersemester 2018 erfolgt die Prü-
             auch die koordinierte Zusammenarbeit mit den Kooperati-      fung der Zugangsvoraussetzungen auf der Grundlage der im
             onsschulen der Universität Potsdam zu verbessern. Die Ver-   Dezember 2017 geänderten „Ordnung über den Zugang zu
             mittlung der Praktikumsplätze an den Kooperationsschulen     den lehramtsbezogenen Masterstudiengängen für das Lehr-
             erfolgt über das ZeLB, an weiteren deutschen Auslandschu-    amt für die Primarstufe und das Lehramt für die Sekundar-
             len müssen sich die Studierenden eigenständig bewerben.      stufen I und II (allgemeinbildende Fächer) an der Universi-
             Die Referentin für Internationalisierung berät               tät Potsdam (Lehramts-Zugangsordnung Master)“. Da das
             • zu Fragen der Bewerbung,                                   Masterstudium für das neue Lehramt für Förderpädagogik,
             • zur Vertragsgestaltung,                                    das in der Lehramts-Zugangsordnung Master noch nicht be-
             • zur Beurlaubung,                                           rücksichtigt ist, voraussichtlich nicht vor dem Wintersemes-
             • zu Versicherungen,                                         ter 2022/2023 beginnen wird, wurden insofern noch keine
             • zum Auslands-Bafög und                                     Anpassungen auf den Weg gebracht. Dies stellt eine Aufgabe
             • zu Stipendien.                                             in den nächsten Jahren dar.

             Darüber hinaus werden nötige Anpassungen bei den Vor-
             und Nachbereitungsseminaren vorgenommen und in Ab-
             sprache mit den Fachdidaktiken alternative Durchführungs-
             formen für die Begleitseminare ermöglicht.

                                                                                                                                         15
2. PRÜFUNG DER ZUGANGSVORAUSSETZUNGEN FÜR EXTERNE ZUM SOSE 2019 UND WISE 2019/2020
     Für den Berichtszeitraum 2018 und 2019 gingen beim ZeLB Anträge von insgesamt 76 externen Masterinteressent|innen ein.

     Ergebnisse der Zugangsprüfung und Immatrikulation:

                                                   SoSe 2018                WiSe 2018/2019                  SoSe 2019                 WiSe 2019/2020

                                                                      23 (davon für Inklusi-          4 (davon für Inklu-         35 (davon für Inklusion:
                                                                      on: 1, übrige Primar-           sion: 1, für die üb-        2, übrige Primarstufe:
                                            14 (davon für Primar-
                                                                      stufe: 4, Sek. I: 7, da-        rige Primarstufe:           15, davon 1 auch für In-
             Anträge insgesamt              stufe: 2 und Sek. II: 12)
                                                                      von 1 auch für Sek. II,         2, davon auch 1 für         klusion, Sek. I: 3, davon
                                                                      und Sek. II: 11, davon          Inklusion, und für          1 auch für Primarstufe,
                                                                        1 auch für Sek. I).                Sek. II: 2)                 und Sek. II: 17)

                                            8, davon (mutmaß- 9, davon (mutmaß- 4, davon (mutmaß-
                                                                                                    25, davon im Winter-
                                            lich im Sommerse- lich im Winterse- lich im Sommer-
             Zugang bestätigt                                                                       semester 2019/2020
                                            mester 2018) imma- mester 2017/2018) semester 2019) im-
                                                                                                       immatrikuliert: 5
                                                 trikuliert : 7  immatrikuliert: 3 matrikuliert1: 3

            Anträge unvollständig
         (abgelehnt bzw. Verfahren
         Ende 2018 noch offen), zu-                      2                            3                           0                            0
         rückgenommen oder dop-
                 pelt gestellt
         Abgelehnt wegen fehlender
                                                         2                            5                           0                             7
           Fach-Gleichwertigkeit
                                            kein    Lehramtsab-
                 Abgelehnt                  schluss bzw. falscher                     6                           0                            0
                                               Lehramtstyp: 2

     1
      Die Immatrikulationen wurden erst am 21. November 2019 abgefragt.
     2
       Nach § 4 Abs. 1 LAZugOM ist die Prüfung der Gleichwertigkeit beim Abschluss B. Ed. nur bei Unterschieden der Fachbezeichnung und sonstigen Zweifelsfäl-
     len erforderlich, so dass die Prüfungsausschüsse der Fächer in der Regel nicht einbezogen werden müssen.

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osa.uni-potsdam.de
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                    3. PHONIATRISCHES UND LOGOPÄDISCHES GUTACHTEN              Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projektes „Uni-
                    Das Phoniatrische Gutachten gemäß § 4 S. 2 Nr. 2 (Bran-    kolleg“ weitere Ideen verfolgt, wie Studieninteressierte
                    denburgische) Lehramtsstudienverordnung ist aus Studie-    vor Beginn des Studiums noch besser auf ein Studium
                    rendensicht insofern unbefriedigend, als dass es einfach   hin orientiert werden können. Ein Teil dieser Maßnah-
                    nur bei der Immatrikulation für das Masterstudium vorge-   men sind Online Self Assessments für verschiedenen
                    legt werden muss, ohne dass der Inhalt irgendeinen Ein-    Studiengänge. Das Teilprojekt OSA erhält in erster Linie
                    fluss hat. Im Mai 2019 wurde daher dem D2 vorgeschlagen,   Unterstützung durch 1,5-Stellen, die mit Diplom-Psy-
                    die Vorlage des Gutachtens als Prüfungsnebenleistung zur   chologen besetzt sind, am ZfQ und durch die fachliche
                    Veranstaltung „Sprecherziehung“ für das Lehramt für die    Begleitung des ZeLB. In der Projektgruppe OSA ar-
                    Sek. I und II einzuführen. Diese gehört zum ersten Mo-     beiten darüber hinaus noch Informatiker an der tech-
                    dul des Bachelorstudiums, so dass die Dozentinnen auf      nischen Realisierung sowie Verantwortliche des ZIM
                    Wunsch der Studierenden ggf. auf das Gutachten hätten      mit, die die Integration in die bestehende Infrastruktur
                    eingehen sowie bestehende Probleme möglichst früh er-      ermöglichen.
                    kannt werden können. Das D2 lehnte den Vorschlag aus       Das OSA soll eine informierte Studienwahl ermöglichen.
                    prüfungsrechtlichen Gründen ab, so dass dieser bisher      Hierzu wurden seit dem Winter- und Sommersemes-
                    nicht weiterverfolgt wurde.                                ter 2016/2017 qualitative und quantitative Erhebungen
                                                                               unter Studierenden und Dozierenden durch das ZeLB
                                                                               durchgeführt, die mit einer Erhebung unter Lehrer|in-
                                                                               nen ergänzt wurden. Daraus sollten wichtige Parameter
                                                                               zur Studienwahl und zum Studienort Potsdam heraus-
                    Online Self Assessment                                     gearbeitet und im Online Self Verfahren integriert wer-
                    – Teilprojekt im Unikolleg                                 den. Videosequenzen zum Studium und zur Universität
                                                                               Potsdam sollen eine Onlineumgebung schaffen, in der
                                                                               Studieninteressierte wichtige Informationen erhalten
                    u       Prof. Dr. Ulrich Kortenkamp                        und eine Orientierung ermöglichen.
                            ulrich.kortenkamp@uni-potsdam.de                   Koordiniert wird das Gesamtprojekt des Unikollegs
                    u       Sandra Woehlecke                                   am ZfQ. Eine erste Version des OSA-Lehramts wurde
                            sandra.woehlecke@uni-potsdam.de                    der ZeLB-Versammlung im April 2019 zur Diskussion
                                                                               vorgestellt. Die ZeLB-Versammlung hatte noch einige
                    In der Lehrerbildung ist die „Eignung für den Lehrerbe-    kritische Punkte, die vor Veröffentlichung des OSA zu be-
                    ruf“ ein aktuelles Thema. Gemäß der Lehramtsstudien-       arbeiten waren; sie regte an, hierzu eine Arbeitsgruppe
                    verordnung für das Land Brandenburg müssen alle            einzuberufen. Im August 2019 beschloss die ZeLB-Ver-
                    Lehramtsstudierenden der „neuen“ Lehrämter (Lehr-          sammlung den Einsatz einer AG „OSA-Lehramt“. Die
                    amt für die Primarstufe, Lehramt für die Sekundarstufen    AG besteht aus Vertreter|innen des ZeLB und des ZfQ
                    I und II) an Maßnahmen zur Überprüfung der Eignung         sowie Studienfachberater|innen der Bildungswissen-
                    für den Lehrerberuf teilnehmen. Eine solche Maßnahme       schaften, der Inklusions- und Förderpädagogik sowie
                    wurde bereits in die Studienordnungen der Bildungs-        dem Koordinator für den zukünftigen Innovationsstu-
                    wissenschaften im Rahmen des ersten Praktikums in-         diengang Mathematik in Verbund mit Physik. Weitere
                    tegriert, wo der Career Counselling for Teachers genutzt   Mitglieder der AG sind Dozierende aus verschiedenen
                    werden soll.                                               Fachbereichen und eine studentische Vertreterin.

                                                                                                                                           17
Die AG wurde beauftragt, auf Grundlage der bisheri-
     gen Arbeiten und der Anforderungen der ZeLB-Ver-             ZUSAMMENSETZUNG DER AG „OSA-LEHRAMT“
     sammlung vom April 2019 den bis dato entstandenen            • Leitung: Prof. Dr. Ulrich Kortenkamp (MathNatFak)
     OSA-Lehramt weiterzuentwickeln. Ziel war es, eine Ver-       • Koordination: Sandra Woehlecke (ZeLB)
     sion zum Dezember 2019 zu veröffentlichen.                   • Dr. Andreas Seidel* (HuWiFak)
     Die Arbeitsgruppe „OSA-Lehramt“ begutachtete in ei-          • Dr. Stefanie Bosse* (HuWiFak)
     nem ersten Schritt die vorhandene OSA-Umgebung und           • Pawel Roman Kulawiak* (HuWiFak)
     legte Ziele und Aufgaben zur Weiterentwicklung fest.         • Heiko Etzold* (MathNatFak)
     Daraufhin erarbeiteten in weiteren Schritten alle Mitglie-   • Dr. Julia Jennek (ZeLB)
     der der AG „OSA-Lehramt“ diverse Textbausteine und           • Dr. Katharina Küsel** (HuWiFak)
     graphische Elemente, deren technische Umsetzung in           • Dr. Jolanda Hermanns** (ZeLB)
     der Folge durch Mitarbeiter|innen des ZfQ erfolgte.          • Mirko Wendland (ZeLB )
     Eine erste Version des OSA-Lehramts wurde zum Jah-           • Dr. Anna Wollny (ZfQ)
     resende 2019 fertiggestellt und online frei zugäng-          • Dorothea Körner – Studentin (Master Lehramt Biolo-
     lich geschaltet, nachdem in der letzten Sitzung der              gie/Mathematik)
     ZeLB-Versammlung am 18. Dezember 2019 die vorhan-            *Studienfachberater|innen bzw. Koordinator|innen
     dene Umgebung bestätigt worden war.                          **ausgebildete Lehrerinnen

18
Lehramt entwickeln - Professionalität stärken

AG „Berufung“ (temporäre AG)                                 AG „Internationalisierung der
                                                             Lehrerbildung“
u        Prof. Dr. Andreas Borowski
         andreas.borowski@uni-potsdam.de                     u        Dr. Manuela Hackel
u        Daniel Burchard                                              manuela.hackel@uni-potsdam.de
         daniel.burchard@uni-potsdam.de
                                                             Im Rahmen des Re-Audit-Verfahrens der Hochschulrek-
Die Stellungnahmen des ZeLB im Vorfeld des jeweiligen        torenkonferenz zur Internationalisierung der Hochschu-
Strategiegesprächs zu den Berufungsverfahren erfahren        len (2017-2019) initiierte das ZeLB mit Bestätigung der
bisher nicht immer die notwendige Beachtung durch die        ZeLB-Versammlung Ende 2017 die Einführung einer AG
anderen Beteiligten, wie sich nicht zuletzt im Zuge der      zur Steuerung der grundlegenden strategischen Ziele und
Einrichtung der neuen Professuren für den „Ausbau Lehr-      Maßnahmen im Bereich Internationalisierung der Lehrer-
amt“ gezeigt hat. Seit Herbst 2019 ist daher eine AG unter   bildung. Die AG setzte für die Jahre 2020/2021 für ihre
Leitung des Direktors dabei, sowohl allgemeine inhaltliche   Arbeit folgende Schwerpunkte: Koordination der Projekt-
Kriterien für die Stellungnahmen als auch Verfahrenswege     anträge im Bereich Lehrerbildung für die Ausschreibung
für die frühzeitige Einbindung des ZeLB zu entwickeln.       KoUP mit Blick auf den geplanten gemeinsamen, fächer-
                                                             übergreifenden Projektantrag im Rahmen der DAAD-Aus-
                                                             schreibung Lehramt.International; Vorbereitung der ZeLB-
                                                             Summer-School für 2021.
    ZUSAMMENSTETZUNG DER AG „BERUFUNG“:
    (Stand: Jan. 2020)
    • Leitung: Prof. Dr. Andreas Borowski (ZeLB, Math-           ZUSAMMENSTETZUNG DER AG „INTERNATIONA-
        NatFak)                                                  LISIERUNG“:
    • Prof. Dr. Dirk Richter (HuWiFak)                           (Stand: Jan. 2020)
    • Prof. Dr. Erin Gerlach (HuWiFak)                           • Leitung: Prof. Dr. Andreas Borowski (ZeLB,
    • Dr. Roswitha Lohwaßer (ZeLB)                                   MathNatFak)
    • Ass.iur. Daniel Burchard (ZeLB)                            • Dr. Manuela Hackel (ZeLB)
                                                                 • Dr. Torsten Andreas (PhilFak)
                                                                 • Prof. Dr. Amitabh Banerji (MathNatFak)
                                                                 • Prof. Dr. Britta Freitag-Hild (PhilFak)
                                                                 • Claudia-Susanne Günther (MathNatFak)
                                                                 • Prof. Dr. Linda Juang (HuWiFak)
                                                                 • Prof. Dr. Kathleen Plötner (PhilFak)
                                                                 • Dr. Miriam Schwarzenthal (HuWiFak)

                                                                                                                        19
Foto: Thomas Roese
     AG „Lehre“                                                       AG „Medienbildung“

     u          Steffen Kludt (bis August 2019)                       u        Dr. Ilka Goetz
                                                                               ilka.goetz@uni-potsdam.de
     Die AG dient der konzeptionellen Weiterentwicklung der Leh-
     re im Bereich des Lehramtsstudiums. In den Jahren 2018 und       Als ein Ergebnis des Symposiums zur Medienbildung im
     2019 wurde schwerpunktmäßig das Forschende Lehren und            Februar 2017 wurde durch die ZeLB-Versammlung die AG
     Lernen diskutiert. Hierbei wurde verstärkt eruiert, wie die      „Medienbildung“ eingesetzt und um einen Vorschlag zur
     Lehramtsstudierenden in den Forschungsprozess stärker ein-       systematischen Entwicklung der digitalisierungsbezogenen
     gebunden werden können. Ziel ist es, dass die angehenden         Kompetenzen bei künftigen Lehrkräften im Rahmen der
     Lehrkräfte eigene Fragen und Hypothesen entwickeln, die Aus-     universitären Lehrerbildung gebeten. Hierfür wurden ab
     wahl, Ausführung und Prüfung von Methoden vornehmen und          Sommer 2017 regelmäßige Beratungen der AG unter Lei-
     schließlich die Ergebnisse sachgerecht präsentieren. Vor dem     tung von Prof. Kortenkamp durchgeführt. Der erarbeitete
     Hintergrund der didaktischen Ausbildung der Studierenden,        Vorschlag auf Basis empirischer Forschungsergebnisse zur
     eines praxisorientierten Ansatzes (etwa durch die zahlreichen    medienpädagogischen Kompetenz und Veröffentlichungen
     Praktika im Studium an der Universität Potsdam), der Vorberei-   (u. a. Herzig, Tulodziecki, Blömeke) wurde im Dezember
     tung der Lehrkräfte auf den konkreten Schulalltag müssen Rah-    2018 von der ZeLB-Versammlung abschließend bestätigt.
     menbedingungen geschaffen werden, damit auch Lehramts-           Die Potsdamer Matrix zur Medienbildung in der Lehrerbil-
     studierende sich der fachdidaktischen Forschung widmen.          dung (PoMMeL) gehört nunmehr zu den in der Weiterent-
                                                                      wicklung von Studien- und Prüfungsordnungen zu berück-
         ZUSAMMENSETZUNG DER AG „LEHRE“:                              sichtigenden Konzeptionen. Das Konzept wurde u. a. auf der
         (Stand: Jan. 2020)                                           Arbeitskonferenz der AG „Medienbildung“ „Digitalisierung
         • Leitung: Prof. Dr. Britta Freitag-Hild (PhilFak)           (in) der Lehrerbildung“ im Juni 2019 vorgestellt und disku-
         • Prof. Dr. Martin Leubner (PhilFak)                         tiert, u. a. mit einem Kommentar von G. Tulodziecki. An der
         • Prof. Dr. Erin Gerlach (HuWiFak)                           Konferenz nahmen Akteure der unterschiedlichen Phasen
         • Prof. Dr. Rebecca Lazarides (HuWiFak)                      der Lehrerbildung teil, auch aus anderen Bundesländern
         • Prof. Dr. Ana Kuzle (MathNatFak)                           (z. B. Technische Universität Dresden, Technische Univer-
         • Dr. Jolanda Hermanns (ZeLB)                                sität Kaiserslautern, LIS Bremen). In der konkreten Umset-
         • Dr. Ekatarina Karganova (HuWiFak)                          zung erfolgten verschiedene Veröffentlichungen (u. a. in der
         • Dr. Angelika Möller (HuWiFak)                              Zeitschrift Kentron) sowie diverse Präsentationen (u. a. auf
         • Dennis Pauly (HuWiFak)                                     dem Kongress der Zentren für Lehrerbildung (2018, Flens-
         • Dr. Karl-Heinz Siehr (PhilFak)                             burg), der Fachveranstaltung zum digitalen Lehren und Ler-
         • Dr. Dr. Antonella Ippolito (PhilFak)                       nen in Kaiserslautern (2018) und dem Jahreskongress der
         • apl. Prof. Marie-Luise Raters (PhilFak)                    Qualitätsoffensive Lehrerbildung (2018, Berlin).
         • Dr. Ingrid Glowinski (MathNatFak)
         • Dr. Andrea Westphal (HuWiFak)                                  ZUSAMMENSETZUNG DER AG „MEDIENBILDUNG“:
         • Susanne Gnädig (PhilFak)                                       (Stand: Jan. 2020)
         • Maik Wienecke (MathNatFak)                                     • Leitung: Prof. Dr. Ulrich Kortenkamp (MathNatFak)
         • Pola Serwene (MathNatFak)                                      • Dr. Benjamin Apelojg (WiSoFak)
         • Johanna Goral (ZeLB)                                           • Dr. Ilka Goetz (ZeLB)
         • Alexander Lipp (Student)                                       • Marlen Schumann (ZfQ)
         • Erik Zander (Student)                                          • Stefanie Urban (PhilFak)
         • Martin Urban (Student)                                         • Dr. Sebastian Wachs (HuWiFak)
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Foto: ZeLB

             AG „Praxisstudien“                                               den mit den „Schulpraktischen Studien“ verbundenen
                                                                              Kompetenzaufbau.

             u       apl. Prof. Dr. Frank Tosch (seit 01.11.2019)         ZIEL
                     frank.tosch@uni-potsdam.de                           Ein wichtiges Ziel war es, die „Schulpraktische Studien“
                                                                          zu einem studienleitenden Element im Lehramtsstudium
             In der ZeLB-Versammlung vom 28. September 2016 wur-          weiterzuentwickeln. Die Rechenschaftslegung 09/2016 bis
             den als Ziele und Selbstverständnis der AG benannt und       10/2019 erfolgt entlang zentraler Schwerpunkte:
             bestätigt:
             • Strategisch und operativ wirkende AG am ZeLB mit           Laufende Beratung und Unterstützung der Praktikumsbü-
                 Aufgabenzuschnitt „Schulpraktische Studien“,             ros Bachelor und Master
             • Konzeptionelle Beratung des ZeLB in allen Fragen der       Die beiden Praktikumsbüros Bachelor und Master kommu-
                 Planung, Durchführung und Evaluation der fünf bil-       nizieren regelmäßig in den Sitzungen der AG „Praxisstu-
                 dungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Prakti-     dien“ (2-3 Mal im Semester) ihre Herausforderungen zur
                 ka einschließlich der praktisch-organisatorischen Aus-   Absicherung der Praktika (jeweils gleichbleibender Tages-
                 formung und Gestaltung von Lehrformaten,                 ordnungspunkte aller AG-Sitzungen). Schwerpunkte waren
             • Inhaltliche und organisatorische Beratung und Un-          2018 und 2019:
                 terstützung des Praktikumsbüros Bachelor und des         • Sicherung einer ausreichenden Zahl von Schulen für
                 Praktikumsbüros Master sowie des Referenten für               das BA-Orientierungs-(Hospitations-)praktikum und
                 Theorie-Praxisbeziehungen am ZeLB in allen Fragen             IEP semesterweise, Absicherung der begleitenden LV
                 der inhaltlichen und formalen Standardsetzung der             zum OP während und nach der Hospitationsphase;
                 einzelnen Praktika,                                           Fragen der Belegung der LV (VL und Seminar gemäß
             • Erarbeitung von Vorlagen für rahmensichernde Per-               StPrO); Betreuung der Dozent|innen an den Prakti-
                 spektive: Inhaltliche Vorschläge zur Verankerung der          kumsschulen vor Ort; insbesondere an denen Gruppen
                 „Schulpraktischen Studien“ in Modulen und fachspe-            von Studierenden das OP als gemeinsame Variante an
                 zifischen Studienordnung,                                     Praktikumsschulen realisieren, die vom Praktikums-
             • Vorlagen für allgemeine „Ordnung für die Schulprak-             büro Bachelor gebunden werden; ferner Fragen der Ab-
                 tische Studien“ sowie für die „Ordnung für das Schul-         sicherung der Refugees-Praktikumsakquise,
                 praktikum im Masterstudium“,                             • Bestreben der AG um eine stärkere Vereinheitlichung
             • Entwicklung eines Qualitätsrahmens zur Vorberei-                der Fachdidaktischen Tagespraktika (Unterschiede in
                 tung, Durchführung und Auswertung der 5 Praktika              der seminaristischen Begleitung; unterschiedliche Be-
                 (Definition inhaltlicher Anforderungen, Zugangsbe-            treuungsmodi in einzelnen Fachdidaktiken: Spanne
                 dingungen und Leistungsnachweise bei > 20 lehrer-             von Lehraufträgen an Lehrkräften an Schulen bis allei-
                 bildenden Fächern): Standardsetzung mit weicher               nige Absicherung durch Dozent|innen der Fachdidakti-
                 Normierung über unterschiedliche Fachkulturen so-             ken; Bemühen um Erhöhung des Anrechnungsfaktors
                 wie für Auslandspraktika,                                     für das Lehrdeputat im Tagespraktikum),
             • Vernetzung der Universität mit Ausbildungsschulen          • Bindung ausreichender Praktikumsplätze für die
                 und den Kooperationspartnern (Campusschulen) so-              MA-Studierende im Schulpraktikum/Praxissemester;
                 wie der II. und III. Phase,                                   Rückmeldungen über die Ausbildungslehrkräftefort-
             • Forschende Begleitung, Beratung sowie Implementie-              bildungen, Portfoliofragen; Konsequenzen für die bei-
                 rung des Konzepts des Spiralcurriculums mit Blick auf         den Praktikumsbüros und der AG „Praxisstudien“ bei

                                                                                                                                        21
einem Lehramtsaufwuchs auf 1000 Studierendenan-           der Maßnahmen diskutiert. Jüngste Entwicklung ist die
         fänger pro Studienjahr,                                   Diskussion um die Verortung des Modells des Spiralcur-
     •   Beratung bei der organisatorischen Integration des        riculums aus Sicht des Qualitätssicherungsmanagements
         Psychodiagnostischen Praktikums (PDP) in das Schul-       in die Ordnung BAMALA-SPS (§ 2 Abs. 4) und damit als
         praktikum (SP) – bei Wahrung als eigenständiges           Richtschnur auch für fachspezifische Umsetzungen.
         Praktikum – ab SoSe 2017; Ordnungsänderung Modul
         S 3 zum WiSe 2017/2018; Begleitveranstaltungen zum        Weiterentwicklung des Schulpraktikums – Praxissemester
         PDP im Bereich der Grundschulpädagogik und Inklusi-       Die AG „Praxisstudien“ fasste im September 2016 erstma-
         onspädagogik ab SoSe 2017. Im Bereich der Lehrämter       lig den Beschluss zur Einsetzung einer temporären AG zur
         der Sekundarstufen wurden große Unterschiede in der       Erarbeitung einer Konzeption für die Qualifizierung des
         Umsetzung der Modulvorgaben festgestellt bei gleich-      Schulpraktikums im Masterstudium. Das daraufhin von
         zeitiger Anpassung an die neuen Praktikumsbedingun-       der „Initiativgruppe Schulpraktikum“ (von der AG „Pra-
         gen (PDP parallel zum Schulpraktikum); Integration        xisstudien“ am 01. November 2017 eingesetzt, seit März
         des PDP in den Bereich der Bildungswissenschaften         2018 agierend) zwischenzeitlich erarbeitete Konzept wurde
         ab WiSe 2019/20,                                          in der AG „Praxisstudien“ in der Sitzung am 2. Mai 2018,
     •   Beratung der Praktikumsbüros in Einzelfällen, insbe-      erneut 10. Oktober 2018 als Zwischenbericht und am 11.
         sondere in Anerkennungsfragen von Studienleistungen,      März 2019 als Konzept „Schulpraktikum 3.0“ vorgestellt
     •   Informationen über geplante Gesetzesänderungen            auf der Basis identifizierter Kritikfelder: v. a. zu viele inhalt-
         (z. B. Perspektive Lehramtsmaster für Fachbachelor-       liche Überschneidungen; Bedürfnis nach stärkerer Studie-
         absolventen, die Anerkennung für 2 Unterrichtsfächer      rendenorientierung. Nach zehn Jahren Praxissemester um-
         bekommen können).                                         fasst die Diskussion u. a. folgende Punkte: Überarbeitung
                                                                   der Vorbereitungswoche; zentrale Einführungs- und Ab-
     Forschende Begleitung, Beratung sowie Implementierung         schlussveranstaltungen; Differenzierung der Begleitsemi-
     des Konzepts des Spiralcurriculums mit Blick auf den mit      narstruktur in Basis- und Wahlpflichtangebote; Einrichtung
     den „Schulpraktischen Studien“ verbundenen Kompeten-          von Wahlpflicht-Begleitseminaren (Auswahl über Moodle)
     zaufbau                                                       zur inhaltlichen Differenzierung und Individualisierung ein-
     Die AG „Praxisstudien“ ist von Anbeginn mit der „Qua-         schließlich möglicher unterschiedlicher Formate wie z. B.
     litätsoffensive Lehrerbildung“ (Phase I und II) personell     Ausbildungscoaching sowie Nutzung von Synergien durch
     und inhaltlich u. a. mit dem Projekt: „Kompetenzerwerb        Förderung der Zusammenarbeit (z. B. Ermöglichen von
     in Schulpraktischen Studien – Spiralcurriculum“ ver-          neuen, freiwilligen Kooperationen im Feldf ächerverbinden-
     netzt. Das von einer temporären AG innerhalb der AG           den Lernens der Fachdidaktiken und der Kooperation mit
     „Praxisstudien“ entwickelte „Konzept zu Standards und         der 2. Phase der Lehrerbildung); Sicherung eines Zeitrah-
     Kompetenzen in den Schulpraktischen Studien“ (ZfL, AG         mens für das Psychodiagnostische Praktikum, Flexibili-
     „Praxisstudien“ 2013) wird in einer längsschnittlichen Per-   sierung der zeitlichen Umfänge und Gruppengrößen und
     spektive (Kompetenzaufbau der Studierenden über alle 5        Veranstaltungsformate. Es besteht in der AG „Praxisstudi-
     Schulpraktischen Studien) seit Studienjahr 2015/2016 und      en“ Konsens, dass Reflexions- und Handlungskompetenz
     in einer querschnittlichen Perspektive (Identifizierung des   die Schwerpunkte der Modellentwicklung im Schulprakti-
     mit jedem Praktikum verbundenen spezifischen Kompe-           kum bilden; das Prinzip „Forschendes Lernen“ als Idee des
     tenzerwerb)s evaluiert. Die vom Projekt publizierten Be-      spiralcurricularen Kompetenzerwerbs Studierender weiter
     funde werden in der AG für die Ableitung qualitätssichern-    über alle fünf Schulpraktischen Studien auszugestalten ist.

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