Wiederaufnahme Präsenzunterricht - Handreichung für Schulleitende und Lehrpersonen - Kanton Zug
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Direktion für Bildung und Kultur
Amt für gemeindliche Schulen
Wiederaufnahme
Präsenzunterricht
Handreichung für Schulleitende und Lehrpersonen
Direktion für Bildung und Kultur
Amt für gemeindliche SchulenSeite 2/45
Herausgeber
Direktion für Bildung und Kultur
Amt für gemeindliche Schulen
Artherstrasse 25, 6300 Zug
Abteilung Schulentwicklung
Martina Krieg, Leiterin Abteilung Schulentwicklung
Katja Weber, Verantwortliche für Unterrichtsfragen
Schulpsychologischer Dienst (SPD)
Stephan Kälin
Isabella Torsello
Bezugsquelle
Per E-Mail beim Amt für gemeindliche Schulen
Gestaltung
Katja Weber
Lektorat
Evelyne Kaiser
Ausgabe
Stand 19.5.2020
Dokumente zum Fernunterricht
Fernunterricht, Wiederaufnahme Präsenzunterricht – Onlinematerialien in Ergänzung zu den
Lehrwerken
Kinder und Jugendliche im Fernunterricht und in den Ferien begleiten – für Eltern und Erzie-
hungsberechtigte
Änderungen zur 19.5.2020 − Kapitel 1: Veloprüfung, S. 7
Version vom − Kapitel 1: HSK, S. 5
7.5.2020
− Kapitel 10: Beurteilen, S. 31Seite 3/45 Inhaltsverzeichnis Einleitung 4 1. Rahmenbedingungen Wiederaufnahme Präsenzunterricht 4 2. Ansteckung von Kindern und durch Kinder 8 3. Tipps rund um den Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht 8 4. Elternarbeit 11 5. Beratung 11 6. Wiederaufnahme Präsenzunterricht 12 6.1. Übergang vom Fernunterricht zum Präsenzunterricht 12 6.2. Emotionale Befindlichkeit von Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern 12 6.2.1. Realität und Alltag 12 6.2.2. Befindlichkeit der Lehrpersonen 13 6.2.3. Diagnose 13 6.2.4. Was tun, wenn weiterführende Probleme auftauchen? 13 6.3. Emotionen des Fernunterrichts im Unterricht thematisieren 14 6.4. Corona und Pandemie als Unterrichtsthema 17 6.5. Verbleibende Unterrichtszeit im Präsenzunterricht nach Fachbereichen 21 6.5.1. Bei der Planung Schwerpunkte im Lehrplan setzen 23 6.5.2. Würdigen der aufgebauten Kompetenzen 23 7. Lernstand erfassen 24 7.1. Fragen zur Orientierung 24 7.2. Instrumente zur Lernstandserfassung 25 8. Aufgabensammlungen 29 8.1. Lernwolke 29 8.2. SRF mySchool 29 8.3. Dybuster 30 8.4. Zebis 30 9. Fernunterricht evaluieren 31 10. Beurteilung 31 11. Lehrmittel 36 12. Kommunikation 40 13. BIZ Zug 41 Anhang 1 43
Seite 4/45
Einleitung
Der Präsenzunterricht vor Ort startet wieder. Nach einer intensiven Phase im Fernunterricht
können Schülerinnen und Schüler ab dem 11. Mai 2020 wieder in ihren Klassen unterrichtet
werden. Die Umstände, unter denen der Unterricht stattfindet, sind im Vergleich zu vorher ver-
ändert. Es ist wie ein Neuanfang nach der Phase des Fernunterrichts, welcher sorgfältig ge-
plant und angegangen werden muss. Die Kinder und Jugendlichen bringen verschiedene Erfah-
rungen mit und neue Verhaltensregeln zum Schutze aller Personen müssen beachtet und um-
gesetzt werden. Die vorliegende Dokumentation bietet Antworten auf verschiedene Fragen und
gibt Hinweise zur Planung und Wiederaufnahme des Unterrichts und zum Umgang miteinander.
1. Rahmenbedingungen Wiederaufnahme Präsenzunterricht
Kantonale Die Vorgaben des Bundesrats im Zusammenhang mit der Öffnung der obliga-
Grundsätze für die torischen Schulen 2 werden in schuleigene Schutzkonzepte übersetzt. Die ge-
gemeindlichen
meindlichen Schulen sowie Zuger Sonder- und Privatschulen orientieren die
Schutzkonzepte 1
Eltern und Erziehungsberechtigten direkt. Musikschulen und die ausserschu-
lische Betreuung öffnen ebenfalls. Für alle Schulen des Kantons Zug gelten
folgende kantonalen Grundsätze für die Erstellung der Schutzkonzepte:
− Erwachsene müssen Abstand halten, Schülerinnen und Schüler unterei-
nander nicht.
− Masken kommen grundsätzlich nur dort zum Einsatz, wo während des
Schultags überraschend Symptome auftreten. Dafür wird den öffentlichen
Schulen, den Privat- und Sonderschulen durch den Kanton ein Grund-
stock an Masken zur Verfügung gestellt. Die Schulen werden durch den
Kanton beliefert.
− Schulareale werden für Eltern und Erziehungsberechtig te grundsätzlich
geschlossen sein.
− Die Kommunikation läuft direkt zwischen den Schulen und den Eltern
bzw. Erziehungsberechtigten.
− Besonders gefährdete Schülerinnen und Schüler: Das Bundesamt für Ge-
sundheit (BAG) sieht diesen Fall nicht. Im Zweifelsfall sind Abklärungen
mit dem Kinderarzt zu treffen (Arztzeugnis).
− Besonders gefährdete Lehrpersonen 3 belegen ihre Situation mittels Arzt-
zeugnis. Für sie sollen gemäss den arbeitsrechtlichen Vorgaben zu CO-
VID-19 Lösungen gefunden werden. Massgeblich sind diesbe züglich die
Vorgaben in Artikel 10c der COVID-19-Verordnung 2.
1
Medienmitteilung der Direktion für Bildung und Kultur, 29.4.2020 «Zuger Schulen erstellen Schutzkonzept»,
https://www.zg.ch/behoerden/direktion-fur-bildung-und-kultur/direktionssekretariat/aktuell/zuger-schulen-erstellen-
schutzkonzepte
2
Grundprinzipien des BAG für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den obligatorischen Schulen
https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/k-und-i/aktuelle-ausbrueche-pandemien/2019-nCoV/covid-19-
schutzkonzept-obligatorische-schulen.pdf.download.pdf/Grundprinzipien%20Schutzkonzept%20obligatori-
sche%20Schulen.pdf
3
«Besonders gefährdete Personen» Anhang 6 der COVID -19-Verordnung 2: https://www.admin.ch/opc/de/classified-
compilation/20200744/index.html#app6ahref0Seite 5/45
− Gesunde Kinder in Familien mit besonders gefährdeten Personen sollen
gemäss BAG grundsätzlich zur Schule gehen können. Im Zweifelsfall sind
Abklärungen mit dem Hausarzt zu treffen (Arztzeugnis).
− «Wer krank ist, bleibt zu Hause » und die Einhaltung der Hygienemass-
nahmen gemäss Bundesamt für Gesundheit sind weiterhin der Schlüssel
zur Verhinderung einer Ausbreitung.
Kantonale Eck- Der Kanton Zug hält sich bei den Schutzkonzepten an die Vorgaben des BAG
werte für das und hat Eckwerte für die Schulen festgelegt.
Schutzkonzept 1. Unter Einhaltung der Hygienemassnahmen findet normaler Unterricht
statt. Wo im Stundenplan nicht anders vorgesehen, ist dies Ganzklassen-
unterricht.
2. Niveauunterricht und Wahlfächer finden statt, indes sollen in der Ober-
stufe die Jahrgänge möglichst getrennt werden.
3. Turnen und Schwimmen finden statt. Das Amt für Sport hat zuhanden der
Schulen einen Leitfaden 4 erlassen, wie dies unter Einhaltung der Hygie-
nemassnahmen geschehen kann.
4. Obligatorische Schülertransporte finden statt. Wo der Abstand zum
Chauffeur nicht eingehalten werden kann, fährt dieser mit Maske.
5. Für den Schulweg sind die Eltern verantwortlich. Dies gilt auch für die
Schutzvorkehrungen, wenn der öffentliche Verkehr freiwillig für den
Schulweg genutzt wird.
6. Öffentliche Schulen, Privat- und Sonderschulen reichen ihre Schutzkon-
zepte beim Kanton ein.
Gemeindliche Lehrpersonen halten sich an das gemeindliche Schutzkonzept.
Schutzkonzepte
Lehrplan 21 Der Lehrplan 21 Kanton Zug ist die Grundlage für die Weiterführung des Prä-
Kanton Zug senzunterrichts. Damit Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet in die nächst
höhere Klasse steigen können, sind, wenn immer möglich, die Grundkompe-
tenzen des Lehrplans 21 als Minimalziel anzustreben.
HSK-Unterricht 5 HSK-Unterricht findet grundsätzlich statt. Klassen-/jahrgangsübergreifende
Gruppen sind möglichst zu vermeiden. Die maximale Gruppengrösse beträgt
vier Schülerinnen, Schüler. Die gemeindlichen Schulen können den HSK-Un-
terricht in ihren Räumlichkeiten aus betrieblichen Gründen untersagen.
Konfessioneller Konfessioneller Religionsunterricht findet statt. Klassen-/jahrgangsübergrei-
Religion 5 fende Gruppen sind möglichst zu vermeiden.
5
Vgl. Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts . Amt für gemeindliche Schulen.
Kanton Zug (ab 8.5.2020 auf Website).Seite 6/45
Musikalische − Instrumentaler und vokaler Einzelunterricht finden unter Einhaltung der
Grundschule und Schutzmassnahmen statt.
Musikunterricht 5 − Musikalische Grundschule findet statt.
− Ensemble-Unterricht findet bis auf weiteres nur mit einer max. Gruppen-
grösse von fünf Personen statt.
Therapien bei Therapien bei Fachpersonen finden statt. Auf Gruppentherapien sollte ver-
Fachpersonen 5 zichtet werden. Finden dennoch Gruppentherapien statt, gilt: Einhaltung der
Schutzkonzepte; maximale Gruppengrösse: 5 Schüler/innen. Die notwendi-
gen Schutzmassnahmen (z. B. Plexiglasscheiben für Logopädie) werden von
der Schule zur Verfügung gestellt.
DaZ-Unterricht 5 DaZ-Unterricht findet integriert in der Klasse statt. Bestehende DaZ-Klassen
nehmen den Unterricht wie andere Schulklassen wieder auf. DaZ -Unterricht
in Klassen, welche aus Schülerinnen und Schülern verschiedener Klassen
zusammen gesetzt sind, finden bis auf weiteres nicht statt.
Textiles und Tech- TTG-Unterricht findet statt unter Einhaltung der BAG -Grundprinzipien (vgl.
nisches Gestalten 5 Fussnote 2) bzw. der gemeindlichen Schutzkonzepte. Sicherheitsrichtlinien der
Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) müssen eingehalten werden können.
Wirtschaft-Arbeit- WAH-Unterricht findet unter Einhaltung der BAG-Grundprinzipien (vgl. Fuss-
Haushalt 5 note 2) bzw. der gemeindlichen Schutzkonzepte statt.
Schulische Heilpä- Die Begleitung durch Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen findet
dagoginnen und - unter Einhaltung der gemeindlichen Schutzkonzepte statt.
Heilpädagogen
Abklärungen beim Ab 11. Mai 2020, nachdem der Schulbetrieb wieder angelaufen ist, bietet der
SPD SPD dringlich notwendige Testabklärungen wieder an. Dazu hat der SPD ein
Schutzkonzept ausgearbeitet. Die Kernelemente:
− Mit dem Ziel Ansteckungen zu verhindern, dringliche Abklärungen in allen
Gemeinden aber trotzdem zeitnah durchzuführen, beschränken der SPD
die Testabklärungen an der Artherstrasse 25 auf das Notwendigste.
− Im Bereich der gemeindlichen Schulen finden diese primär dann statt,
wenn der SPD einen nicht aufschiebbaren Bericht oder Antrag stellen
muss, damit Entscheide über die weitere Beschulung gefällt werden kön-
nen.
Der SPD weist darauf hin, dass in dieser Ausnahmesituation die Mehrheit der
Fälle, auch ohne testpsychologische Abklärungen an der Artherstrasse 25, z.
B. mittels gemeinsamer Gespräche, Schulbesuche oder Abklärungen vor Ort,
bearbeitet werden können.
➢ Informationen für Lehr- und Fachpersonen. Abklärungen am Schulpsy-
chologischen Dienst. «für Lehr- und Fachpersonen»Seite 7/45
Bewegung und Ziel ist es, dass der obligatorische Sportunterricht regulär stattfindet. Dies im-
Sport 6 mer unter Einhaltung der gesundheitlichen/epidemiologischen Vorgaben des
Bundesamtes für Gesundheit (BAG):
− Einhaltung der Hygieneregeln
− Kein Körperkontakt – 10 m2 pro Person
− Der Mindestabstand von 2 Metern zwischen Schulkindern kann und muss
NICHT eingehalten werden
− Die maximale Gruppengrösse von fünf Personen kann und muss im
Schulsport NICHT umgesetzt werden.
− Besonders gefährdete (Lehr-)Personen beachten die spezifischen Vorga-
ben des BAG.
Grundsätze
1. Der Sportunterricht in der Halle und im Freien findet im (Sport -)Klassen-
verband statt.
2. Es werden nur Inhalte OHNE Körperkontakt und mit geringem Unfallrisiko
vermittelt.
3. Die Garderoben und Duschen sind für die Schülerinnen un d Schüler zu-
gänglich.
4. Auf Sporttage und klassenübergreifende Sportanlässe oder -exkursionen
wird verzichtet.
5. Der Schwimmunterricht findet statt, sofern die Anlage von der Gemeinde
geöffnet wird, bzw. das Schutzkonzept des Verbands für Hallen - und Frei-
bäder (VHF) umgesetzt werden kann.
6. Es findet bis zum 5. Juni 2020 KEIN freiwilliger Schulsport statt.
Bevorzugte Sportaktivitäten
− Tanzen
− Leichtathletik (Sprint und Dauerlauf)
− Orientierungslauf
− Training der konditionellen Faktoren und koordinativen Fähi gkeiten (Cir-
cuit, Atelier)
− Kleine Spiele ohne Kontakt und Material (Stafetten)
− Schwimmen (ohne Wasserball)
− Spiele ohne Körperkontakt (Baseball, Tchoukball, Volleyball)
− Rückschlagspiele (Badminton, Tischtennis)
Nicht empfohlene Sportaktivitäten
− Rauf- und Kampfspiele
− Mannschaftsspiele mit Körperkontakt (Basketball, Fussball, Handball,
Unihockey, etc.)
Exkursionen / Bis 8. Juni 2020 werden grössere Veranstaltungen (klassenübergreifende)
Ausflüge / Sport- abgesagt: Lager, Schulreisen, Verlegungen, Sporttage.
tage 5
Veloprüfung 5 Die praktische Veloprüfung ist abgesagt.
6 Covid-19; Exit-Strategie Schulsport im Kanton Zug. Gesundheitsdirektion. Amt für Sport. Kanton Zug.Seite 8/45
Klasseninterne Klasseninterne Projekttage und - Veranstaltungen können durchgeführt wer-
Projekttage 5 den.
Elternbesuchs- Bis 8. Juni 2020 werden Elternbesuchstage abgesagt.
tage 5
2. Ansteckung von Kindern und durch Kinder 7
Die Rolle von Kindern und Jugendlichen bei der Übertragung von COVID-19 bleibt höchst unsi-
cher. Es ist allgemein bekannt, dass COVID-19 unverhältnismässig stark die ältere Bevölke-
rung betrifft und meist milde Auswirkungen auf Kinder (Seite 9/45
Mögliche Fragen Folgende Fragen können wegleitend sein aus Sicht einer Schülerin, eines
von Schülerinnen Schülers:
und Schülern
− Wohin gehe ich, wenn ich von zu Hause in die Schule komme? Direkt ins
Schulzimmer? Bereich auf dem Pausenplatz?...
− Ab wann darf ich ins Schulzimmer, wenn ich am Morgen bzw. am Nach-
mittag in die Schule komme?
− Holt mich meine Lehrperson auf dem Pausenplatz ab?
− Durch welchen Eingang betrete ich das Schulhaus?
− Durch welchen Ausgang verlasse ich das Schulhaus?
− Was muss ich beachten, wenn ich ins Schulzimmer komme?
− Was muss ich beachten, wenn ich vor, während oder nach dem Unterric ht
auf die Toilette muss?
− Mit wem darf ich spielen?
− Mit wem darf ich die Pause verbringen?
− Wo darf ich mich auf dem Pausenplatz aufhalten?
− Wann muss ich mir die Hände waschen? (Betreten des Schulzimmers,
vor- und nach dem Znüniessen, ….)
− Wo kann ich mein Mami, Papi nach dem Unterricht treffen (v. a. 1. Zyk-
lus)?
− Was muss ich machen, wenn ich mich während des Unterrichts plötzlich
krank fühle?
− Wie nahe darf ich der Lehrperson kommen?
− Was mache ich, wenn ich auf dem Gang anderen Lehrpersonen be-
gegne?
− Was muss ich auf dem Schulweg beachten?
− Wie muss ich mich verhalten, wenn eine besonders gefährdete Person in
meiner Klasse ist bzw. meine Klasse unterrichtet?
Die Schutzmassenahmen sollen für alle verständlich und gut sichtbar aufge-
hängt sein. Für Kinder mit wenigen bis keinen Deutschkenntnissen sowie Kin-
der des Zyklus 1 ist eine eindeutige Bildsprache zentral.
Schutzmassnah- Besonders unter den Lehrpersonen, Fachpersonen und Hausdienstmitarbei-
men unter tenden ist es wichtig, die Distanz untereinander einzuhalten. Die Übertragung
Lehrpersonen
ist bei erwachsenen Personen signifikant höher. Zudem haben Lehrpersonen
bezüglich Hygiene- und Verhaltensregeln eine Vorbildfunktion. Es ist ein be-
sonderes Augenmerk in den folgenden Situationen auf Hygiene- und Verhal-
tensregeln, insbesondere Abstandsregeln und Händewaschen zu achten:
− Lehrpersonenzimmer
− Vorbereitungszimmer
− Beim Kopierer
− Bei Vorbereitungsgesprächen
− Ganggesprächen
− In der Pausenaufsicht
− Teamteaching
− Teamsitzungen
− Toiletten
− Znüni, MittagessenSeite 10/45
− Geteilten Arbeitsplätzen im Schulzimmer, wo keine persönlichen Laptops
zur Verfügung stehen
Handhygiene 8 Gründliches Händewaschen spielt eine entscheidende Rolle bei der Hygiene.
Regelmässiges Händewaschen mit Seife bietet Schutz. Schülerinnen und
Schüler aber auch alle an der Schule tätigen erwachsenen Personen sollen
die Hände so oft als möglich waschen, aber besonders:
− Bevor man Essen zubereitet
− Vor dem Essen
− Bevor man Kindern zu essen gibt
− Nach dem Schnäuzen, Niesen oder Husten
− Nach dem nach Hause kommen
− Nachdem man im ÖV war
− Nach dem Gang zur Toilette
− Nachdem man etwas im Abfall entsorgt hat
− Wenn man schmutzige Hände hat
Der Film auf Youtube des BAG zum gründlichen Händewaschen kann auch
zur Instruktion der Schülerinnen und Schüler verwendet werden :
https://youtu.be/FRi2FTEuY9g
Lüften In allen Räumlichkeiten sollte regelmässig und ausgiebig gelü ftet werden, in
den Unterrichtsräumen nach jeder Schulstunde. 9 Das richtige Lüftungsverhal-
ten ist in Schulzimmern äusserst wichtig, da sich gute Luft positiv auf die
Konzentrationsfähigkeit, die Leistung sowie die Gesundheit auswirkt. 10
Tipps zum Lüften
− Vor den ersten Lektionen am Vormittag und Nachmittag den Unterrichts-
raum vollständig durchlüften.
− Während der grossen Pause lüften.
− Im weiteren Tagesverlauf nach jeder Lektion lüften.
− Die Schulzimmer beim Lüften grundsätzlich schliessen, damit abgestan-
dene Gangluft nicht in den Unterrichtsraum gesogen wird.
− Zum Lüften mit Durchzug soll die Schulzimmertür offen sein. Die Gang-
fenster müssen dafür vollständig geöffnet sein.
− Alle Fenster immer vollständig öffnen.
− Bei der Benutzung der Unterrichtsräume durch mehrer e Lehrpersonen
soll das Lüftungsverhalten koordiniert werden.
− Raumluft erneuert sich schneller, wenn niemand im Schulzimmer ist.
− Gegenstände auf dem Fenstersims können unkomplizier tes und vollstän-
diges Lüften verhindern. 11
8
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche -epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epi-
demien/novel-cov/so-schuetzen-wir-uns.html#1332235105 (Stand 5.5.2020).
9
https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/k -und-i/aktuelle-ausbrueche-pandemien/2019-nCoV/covid-19-
schutzkonzept-obligatorische-schulen.pdf.download.pdf/Grundprinzipien%20Schutzkonzept%20obligatori-
sche%20Schulen.pdf Kapitel 4.4, S. 3 (Stand 6.5.2020).
10
https://simaria.ch/de/schulen-lehrpersonen (Stand 6.5.2020).
11
https://simaria.ch/de/schulen-lehrpersonen/tipps-fr-eine-gute-luftqualitt (Stand 6.5.2020).Seite 11/45
4. Elternarbeit
Information über Die Schulen haben bis am 5. Mai 2020 die Eltern und Erziehungsberechtigten
Schutzmassnah- über das gemeindliche Schutzkonzept informiert.
men
Gespräche Elterngespräche können unter Einhaltung der Schutzmassnahmen stattfin-
den. Elterngespräche vor Ort sind nur mit vorgängiger Terminvereinbarung
abzuhalten. Spontangespräche können lediglich telefonisch oder über Video-
konferenz geführt werden.
Round table
Sind Gespräche mit Eltern, Erziehungsberechtigten und verschiedenen Fach-
personen notwendig und mehr als fünf Personen daran beteiligt, sollen Fach-
personen, die das Gespräch nicht leiten, per Videokanal zugeschaltet wer-
den.
5. Beratung
Die Zeit des Fernunterrichts war für Familien herausfordernd. Sowohl Kinder und Jugendliche
als auch die Eltern und Erziehungsberechtigten sind in dieser Zeit eventuell an Grenzen ges-
tossen. Auch für Lehrpersonen war es eine anspruchsvolle Zeit. Die folgen de Zusammenstel-
lung gibt Hinweise, wohin sich ratsuchende Personen wenden können.
Schulsozialarbeit Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrpersonen können sich für Beratung an die
gemeindliche Schulsozialarbeit wenden.
SPD Schulpsychologischer Dienst (SPD) Tel. 041 723 68 40
Der SPD steht für Beratung sowohl der Lehr- und Fachpersonen als auch direkt
für Eltern zur Verfügung.
Beratung für Bil- Bildungsfachleute sind immer gefordert. Die PH Zug bietet Beratung für Bil-
dungsfachleute dungsfachleute an:
Tel. 041 710 66 66, beratung@phzg.ch
Kostenlose Punkto Zug: kostenlose Kinder- und Jugend- & Elternberatung: 041 728 34 40,
Elternberatung mail@punkto-zug.ch. In Notsituationen und ausserhalb der Bürozeiten sind
Sie nicht allein. Unter der Telefonnummer 0848 35 34 55 gibt es sofort Hilfe o-
der: Elternnotruf Zug, Tel. 0848 35 45 55 (Festnetz Ortstarif) wählen.
Der Schulpsychologische Dienst bietet Beratung rund um Erziehung, das Ler-
nen und Leisten an. Die Beratung ist kostenlos. Tel. 041 723 68 40.
Pro Juventute bietet eine Elternberatung rund um die Uhr . Eltern werden rasch
und unkompliziert durch Fachpersonen in Fragen zu Erziehung, Entwicklung, Be-
treuung und Familienorganisation beraten: Tel. 058 261 61 61 oder Online-Bera-
tung.Seite 12/45
Kostenloses Die Universität Zürich stellt Paaren kostenlos ein Online-Training sowie ein On-
Paar-Coaching line-Coaching zur Pflege ihrer Partnerschaft zur Verf ügung. Ziel ist es, Paar-
beziehungen in Zeiten von Stress und die gegenseitige Unterstützung zu stär-
ken.
Notrufnummer Notrufnummer Pro Juventute 147
Pro Juventute Die Notrufnummer der Pro Juventute steht Kindern und Jugendlichen offen.
6. Wiederaufnahme Präsenzunterricht
6.1. Übergang vom Fernunterricht zum Präsenzunterricht
Der Übergang vom Fernunterricht in den Präsenzunterricht muss die Schule und die Lehrper-
son mit ihrer Klasse gestalten. Obwohl die Lehrpersonen mit den Schülerinnen und Schülern im
Fernunterricht in Kontakt waren, fühlt sich der Wiedereinstieg in den Präse nzunterricht als eine
Art Neuanfang an. Die Unterrichtssituation im Schulzimmer ist wegen des veränderten Um-
gangs untereinander und den anderen Verhaltensregeln aufgrund der verschiedenen Schutz-
massnahmen neu und ungewohnt. Die Schülerinnen und Schüler müssen zuerst in die neuen
Gegebenheiten eingeführt und dafür sensibilisier t werden. Der physische Kontakt untereinan-
der ist im Vergleich zu vorher stark verändert und wird für alle herausfordernd sein. Es gelten
neue Regeln im Zusammensein innerhalb der Klasse und über die gesamte Schulgemeinschaft
im Schulhaus. Es muss sich eine neue Routine einspielen.
Schülerinnen und Schüler haben die Fernunterrichtszeit unterschiedlich erlebt. Durch die Ein-
schränkungen der vergangenen Wochen intensivierte sich das Leben zu Hause. Es gab ver-
schiedene Aufgaben innerhalb der Familie zu bewältigen, die im Normalfall auf verschiedene
Schultern verteilt sind. Allenfalls waren Angehörige, Freunde, Bekannte der Kinder und Ju-
gendlichen erkrankt oder starben. Idealerweise waren Kinder und Jugendliche gut betreut und
unterstützt, vielleicht erlebten sie aber Einsamkeit und waren auf sich gestellt, weil Eltern nicht
die nötigen Kapazitäten aufbringen konnten.
6.2. Emotionale Befindlichkeit von Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern 12
6.2.1. Realität und Alltag
Grundsätzlich muss uns klar sein, dass die Kinder nicht in den gewohnten Schulalltag zurück-
kehren. Gravierender noch, es ist innerhalb von kurzer Zeit die dritte Realität, die sie kennen-
lernen werden. Nachdem, was sie für richtig und selbstverständlich hielten, kam die Phase des
Homeschoolings, also eine zweite und neue Realität. Die Rückkehr in die Schule stellt nun er-
neut eine andere Realität dar, die vorher nicht existierte und die es nun gemeinsam zu struktu-
rieren gilt. Der Alltag nach der Krise wird nicht mehr gleich wie der Alltag vor der Krise sein. Es
folgt (im Sinne von Jean Piaget) eine Phase der Akkomodation. Die Welt ist nicht mehr, wie sie
war, und was passiert ist, lässt sich schlecht ins bisherige Weltbild einpassen. Es bra ucht quasi
eine neue Strukturierung des Weltbilds.
12
Kapitel 6.2. wurde von Stephan Kälin und Isabella Torsello des SPD Kanton Zug verfasst.Seite 13/45 6.2.2. Befindlichkeit der Lehrpersonen Die Zeiten, die wir gerade durchleben, lösen in vielen Menschen massive Verunsicherung aus. Das ist normal und diese Verunsicherung zeigt sich bei jedem anders und in eine m unter- schiedlichen Ausmass. Für Kinder stellt dies aber einen weitaus grösseren Einschnitt in ihr Le- ben dar, gerade weil sie diese Krise schlecht einordnen können. Sie sind also auf sehr viel Un- terstützung, Struktur, Beziehung und Zuversicht angewiesen. D as können Lehrpersonen jedoch nur bieten, wenn sie zuvor ihre eigenen Ängste und ihre Befindlichkeit reflektiert haben. Kinder orientieren sich an den Erwachsenen. Spüren sie Verunsicherung, löst das in ihnen ebenfalls Verunsicherung aus. Damit das nicht passiert ist es lohnenswert, sich als Lehrperson genau zu überlegen, wie man den Übergang in den neuen Alltag gestalten will. Scheuen Sie sich nicht, dabei Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Das Unterrichtsteam, die Schulleitenden, die Schulsozialarbeit, der SPD, alle können dazu einen Beitrag leisten. Lehrpersonen sollen für sich klären, was sie brauchen, damit Ihnen im Unterricht wohl ist. Sie sollen sich überlegen, wie sie unter den Vorgaben der Behörden trotzdem in Beziehung mit den Kindern leben können. Beziehung ist nicht nur für das Lernen, sondern auch für den Halt und die Sicherheit der wichtigste Faktor. Beziehung zeichnet sich nicht allein durch räumliche Nähe aus. Es gibt andere Möglichkeiten, Beziehung zu leben und zu pflegen. Durch Worte, dur ch Gesten, durch gemeinsame Tätigkeiten, durch Anteilnahme, durch Teilhabe, … Was während der Krise galt, gilt auch weiterhin: Menschlichkeit vor Stoffvermittlung. 6.2.3. Diagnose Uns muss bewusst sein, einfach starten, wird nicht funktionieren. Der Alltag ist etwas, was sich zuerst wieder etablieren muss. Es folgt eine Phase der Diagnose (vgl. Kapitel 7). Sicherlich auch in Bezug auf den erlernten Stoff (vgl. Kapitel 7). Aber vor allem hinsichtlich der Befindlich- keit der Schülerinnen und Schüler. Wir wissen nicht, was die Kinder in den letzten Wochen zu Hause erlebt haben. Wir wissen nicht, wie strukturiert das Zuhause während dieser Zeit war. Wir wissen nicht, welche Ängste Eltern in dieser Zeit entwickelt haben. Aber wir müssen es herausfinden, damit wieder unterrichtet werden kann. Probleme, die vor der Krise bestanden haben, können sich in dieser Zeit akzentuiert haben. Kindern aus belasteten Familien gilt ein besonderes Augenmerk. Hilfreich wäre in diesem Zusammenhang zum Beispiel ein Fragebogen (vgl. Kapitel 6.3), der die konkreten Ängste und Sorgen der Schülerinnen und Schüler und deren Eltern erfasst. Denn haben Eltern Ängste, ihre Kinder wieder in die Schule zu schicken, wird sich das unweigerlich auf die emotionale Befindlichkeit und die Leistungsfähigkeit der Kinder auswirken. Das Erfas- sen der Befindlichkeit aller Beteiligten erachten wir als eines der primären Ziele der ersten Tage des Präsenzunterrichtes. 6.2.4. Was tun, wenn weiterführende Probleme auftauchen? Je nachdem, was die Kinder erlebt haben (einschränkende Isolation, Streit oder Gewalt in der Familie, Ängste zu sterben, Erkrankung oder Tod eines Angehörigen), kann die Belastung ein- zelner Schülerinnen und Schüler gross sein. Dann gilt es, sich schnell zu vernetzen und zu überlegen, was die nächsten Schritte sein könnten. Sei es ein Buch zu diesem Thema, der Bei- zug der Schulsozialarbeit oder des SPD. Lehrpersonen sollten nicht das Gefühl haben, alles alleine bewältigen zu müssen (Beratungsmöglichkeiten Kapitel 5).
Seite 14/45
6.3. Emotionen des Fernunterrichts im Unterricht thematisieren
Um das Gemeinschaftsgefühl und die Sicherheit der Kinder zu stärken, ist es hilfreich, wenn
sie merken, dass sie nicht alleine sind mit ihren Ängsten, Sorgen und Gedanken. 13 Lehrperso-
nen können mit geeigneten Fragen (Tabelle 1) und Methoden (Tabelle 2) den Austausch über
Gefühle und Bedürfnisse anregen. Sie können z. B. eine Drei-Schritt-Methode dafür nutzen.
Variante 1 für Drei-Schritt-Methode:
− Wie ging es mir? (bewerten)
− Wie wäre es gewesen, wenn es optimal verlaufen wäre? (Ziel formulieren)
− Was hätte es gebraucht, dass es optimal verlaufen wäre? (Handlungsoptimierung benen-
nen)
Variante 2 für Drei-Schritt-Methode:
− Wie ging es mir? (bewerten)
− Was oder wer ist daran schuld, dass es so war? (Fremdanteil)
− Was habe ich selber dazu beigetragen, dass es so war? (Eigenanteil, hier beginnt die Re-
flexion)
Tabelle 1: Leitfragen für den Rückblick auf die Erfahrungen des Fernunterrichts
Leitfragen
Wie war deine Stimmung an den meisten Tagen?
Wie war die Stimmung unter den Geschwistern?
Wie war die Stimmung deiner Eltern?
Wie erging es mir mit Aufgaben aus der Schule aus dem Kindergarten?
Konnte ich konzentriert arbeiten?
Was hat mich abgelenkt beim Lernen?
Wie war mein Arbeitsplatz?
Wie erging es mir mit dem Kontakt mit Freunden?
Wie erging es mir mit dem Kontakt zu den Grosseltern?
Wie erging es mir mit meinen Hobbies (Sport, Musik, …)?
War mir langweilig?
Was hat mich gefreut zu Hause?
Was hat mich geärgert zu Hause?
13
Hinweis des SPD Kanton Zug.Seite 15/45 Tabelle 2: Methoden, um Reflexion anzuregen Methode mit Beschreibung Zyklus Zielscheibe 1 2 3 Lehrperson stellt Fragen und Kinder platzieren Platzhalter (Klötzli, Spieltöggeli, Mini - Gegenstand) auf einer Zielscheibe (im KG z. B. mit Seil auslegen), so entsteht ein Bild der Klasse, wie die Situation erlebt wurde. Im Zyklus 1 können Smilies die Ge- fühlslage anzeigen, im Zyklus 2 kurze Aussagen. Welche Seiten hat die Medaille? 1 2 3 Schülerinnen und Schüler tauschen sich bei einer Frage aus und erzählen einander, wofür sie ein Medaille verdient hätten. Als symbolische Medaille können sie z. B. ei- nen Punkt aufkleben. Jeder Gewinn einer Medaille hat viel Übung und Engagement erfordert. Schülerinnen und Schüler tauschen sich bei einer Frage aus und erzählen einander, was der Grund ist, dass sie die Medaille nicht verdienen? Sportbilder 2 3 Welcher Sport zeigt am besten die Situation? Mit dem Körper Bewertung zeigen 1 2 Lehrperson stellt Fragen und Kinder können durch Körper zeigen, wie sie es erlebt haben: − Mit hoch gestreckten Armen stehen = mir ging das immer gut − Stehen, Arme unten = mir ging das meistens gut − Kauern = mir ging das nicht immer so gut − Liegen = das hat mich platt gemacht = ging gar nicht gut Mit Zahlkarten bewerten 2 3 Lehrperson stellt Fragen und Schülerinnen und Schüler können aufhalten von Zahl- karten zeigen, wie sie es erlebt haben: − 1 = mir ging das immer gut − 2 = mir ging das meistens gut − 3 = mir ging das nicht immer so gut − 4 = ging gar nicht gut Rollenspiel 1 2 3 Eine Situation aus dem Fernunterrichtsalltag darstellen, Rollenspiel machen. Situationen gestalterisch oder musisch ausdrücken 1 2 3 Situationen aus dem Fernunterrichtsalltag zeichnerisch, gestalterisch oder musisch darstellen.
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Methode mit Beschreibung Zyklus
Gefühlskarten 1 2 3
Mit Gefühlskarten auf Fragen der Lehrperson reagieren. Lehrperson kann nachfragen
oder Kinder mit ähnlichen Gefühlen austauschen lassen.
Skalierungsfragen 1 2 3
Auf einer Skala von 0 bis 10 bedeutet 0, dass gar nichts gelungen ist und 10 be deu-
tet, dass alles perfekt verlaufen ist. Wo stehst du? Was hätte geschehen müssen,
dass du um 3 Punkte auf der Skala gestiegen wärest?
Wetterlage 2 3
Bilder von versch. Wetterlagen: Schülerinnen und Schüler zeigen damit ihre Stim-
mung
Verkehrszeichen 2 3
Ein Arbeitsblatt voller Verkehrszeichen. Welche zeigt eine Situation für diese Frage?
Mindmap schreiben 2 3
Kugellager14 2 3
Mit der Kugellager-Methode findet effektiv ein Mei-
nungsaustausch innerhalb der ganzen Gruppe statt.
Die Schülerinnen und Schüler kommen mit verschie-
denen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch, je-
doch immer nur mit je einer Person. Eine wichtige
Voraussetzung bei der Durchführung der Kugella-
ger-Methode ist eine gerade Anzahl Teilnehmende.
Zu Beginn werden zwei Sitz- oder Stehkreise gebil-
det, ein Innen- und ein Aussenkreis, so dass alle je-
mand gegenüber haben. Mit einem akustischen Sig-
Bild: https://www.finken.de/me- nal wird das Partnergespräch freigegeben. Die
dia/pdf/7b/69/9f/1630_Lese- Schülerinnen und Schüler tauschen sich mit ihrem
probe.pdf
Gegenüber zur gestellten Frage aus. Nach einigen
Minuten gibt die Lehrperson erneut ein akustisches
Signal, die Schülerinnen und Schüler des Innenkreises rutschen daraufhin zwei
Plätze im Uhrzeigersinn weiter. Mit dem neuen Partner, der neuen Partnerin kann
dann die gleiche Frage oder eine neue Frage diskutiert werden.
14
Methodenkartei: https://www.methodenkartei.uni-oldenburg.de/uni_methode/kugellager/ (Stand 5.5.2020).Seite 17/45
6.4. Corona und Pandemie als Unterrichtsthema 15
Corona bzw. das Thema «Pandemie» soll im Unterricht aufgegriffen werden, damit Schülerin-
nen und Schüler ein tieferes Verständnis für die veränderte Situation und die Schutzmassnah-
men entwickeln können. Tabelle 3 enthält Ideen und Links zu Unterrichtsmaterialien, Videos
und Bilderbüchern.
Tabelle 3: Unterstützendes Unterrichtsmaterial zur Thematisierung von Corona
Art des
Produkt mit Beschreibung Zyklus Link Quelle
Inhalts
Erklärvideos 1 2 Videos https://www.lernentrotz- PH Schwyz,
In verschiedenen Kurzvideos corona.ch/Lernentrotz- www.lernentrotz-
corona.ch
wird das Coronavirus erklärt. corona/ErklaerVideosZu-
Corona
Die Maus – Erklärvideos 1 2 Videos https://www.wdrmaus.de/e WDR «Die Maus»
Diese Videos gehen Fragen Web- xtras/mausthe-
rund um Ansteckung, Schutz, seite men/corona/index.php5
Eigenschaften des Virus nach:
− Was ist Quarantäne?
− Wie steckt man sich mit den Viren
an?
− Was macht das Virus im Körper?
− Warum hilft Händewaschen?
− Etc.
Gemeinsam Lesen: Infopaket 1 2 3 Unter- https://www.gemeinsamle- Österreichisches
zum Coronavirus richts- sen.at/corona Rotes Kreuz und
Österreichischer
Auf der Webseite stehen Unter- material
Buchklub der Ju-
richtsmaterialien und Videos Videos gend
zum Coronavirus und der An-
steckung damit zur Verfügung.
Sie vermittelt sachliche und
fundierte Hinweise zum
Coronavirus, zu Verhaltensre-
geln altersgerecht aufbereitet.
Das Coronavirus und die An- 2 Text und https://www.zebis.ch/un- zebis.ch
steckungskurve Grafik terrichtsmaterial/das-
Das Coronavirus hat den Alltag Video coronavirus-und-die-anste-
verändert, damit die «Anste- ckungskurve
ckungskurve» abflacht. Was
dies bedeutet erklärt der Film
von SRF mySchool.
15
Dort wo in der Spalte «Quelle» «Kanton Freiburg» steht, basiert die Zusammenstellung der Unterrichtsmaterialien
auf den Ausführungen zum Thema «Corona und Pandemie als Unterrichtsthema» in der Broschüre «Wiederaufnahme
des Präsenzunterrichts an den obligatorischen Schulen Deutschfreiburgs (1H -11H). Pädagogische Orientierungs-
und Planungshilfe» Direktion für Erziehung, Kultur und Sport EKSD. Amt für deutschsprachigen obligatorischen Un-
terricht DOA. Staat Freiburg. Kapitel 2.1.3, S. 4 (Ausgabe 29.4.2020).Seite 18/45
Art des
Produkt mit Beschreibung Zyklus Link Quelle
Inhalts
Was ist ein Virus? 2 3 Text und https://www.zebis.ch/un- zebis.ch
Das Coronavirus ist von Auge Grafik terrichtsmaterial/was-ist-
nicht zu sehen und doch legt Video ein-virus
es die Welt lahm. Was stellen
Viren in unserem Körper an?
Wie werden sie übertragen?
Wie wehrt sich der Körper? Die
Filme von SRF mySchool ge-
hen den Fragen auf den Grund.
Das Coronavirus und die 2 3 Text und https://www.zebis.ch/un- zebis.ch
Kurzarbeit Video terrichtsmaterial/das-
Bei der Kurzarbeit arbeiten An- coronavirus-und-die-kurz-
gestellte entweder nur noch arbeit
Teilzeit oder gar nicht mehr.
Sie erhalten aber dennoch ih-
ren Lohn. Weshalb gibt es
Kurzarbeit? SRF mySchool gibt
Antworten.
Alles Fake oder was? 3 Didakti- https://www.zebis.ch/un- zebis.ch; Stapfer-
Was bedeutet der Begriff sches terrichtsmaterial/alles- haus Lenzburg
«Fake News»? Material fake-oder-was-unterrichts-
Schülerinnen und Schüler be- einheit-zur-coronakrise
gutachten drei Nachrichten zu
COVID-19 an. Welchen Nach-
richten glauben sie und wes-
halb?
Vertrauen – Unterrichtsein- 3 Didakti- https://www.zebis.ch/un- zebis.ch; Stapfer-
heit zur Coronakrise sches terrichtsmaterial/vertrauen- haus Lenzburg
Was ist wahr und was ist Material unterrichtseinheit-zur-
falsch? Dies müssen Personen coronakrise
und Gremien wie Bundesrat,
Bundesamt für Gesundheit,
Journalisten und Wissenschaft-
lerinnen zuverlässig unter-
scheiden können. Wie wird
Vertrauen geschaffen und wo
spielt es eine wichtige Rolle im
Alltag?Seite 19/45
Art des
Produkt mit Beschreibung Zyklus Link Quelle
Inhalts
Wie verändert das Coronavi- 3 Didakti- https://www.zebis.ch/un- zebis.ch; entde-
rus den Alltag? sches terrichtsmaterial/wie-vera- cke.lu.ch
Die Unterrichtseinheit ermög- Material endert-das-coronavirus-
licht Schülerinnen und Schü- den-alltag-im-kanton-lu-
lern, sich mit den Themen zern
Coronavirus und Pandemie
auseinanderzusetzen. Im Zent-
rum stehen Anliegen von «Bil-
dung in Nachhaltiger Entwick-
lung» (BNE) mit Fokus auf poli-
tische, ökonomische, soziale
und kulturelle Bereiche.
«Für immer mein Opa». Wie er- 1 Bilder- ISBN 978-3-551-55337-9 Kanton Freiburg
klärt man einem Kind, wie das ist, wenn buch
man gestorben ist, mit dem Körper, dem
Geist und der Seele?
«Ein Himmel für den kleinen 1 Bilder- ISBN 978-3-446-20294-8 Kanton Freiburg
Bären». Opa Bär ist gestorben. Mama buch
Bär sagt, er sei jetzt im Bärenhimmel.
Und weil alle Bären dort glücklich sind,
will der kleine Bär jetzt auch dorthin.
«Adieu, Herr Muffin» zum Thema 1 Bilder- ISBN 978-3-407-76047-0 Kanton Freiburg
Krankheit, Trauer, Abschied buch
«Hat Opa einen Anzug an?» 1 Bilder- ISBN 978-3-446-19076-4 Kanton Freiburg
über Tod und Trauerphasen buch
«Muträuber» Kinder lernen spiele- 1 Bilder- ISBN 978-3-86739-188-7 Kanton Freiburg
risch, sich ihren Angstmomenten zu stel- buch
len und sie zu bestehen
«Kim, Tim-Tiger und das ge- 1 Bilder- ISBN 978-3-525-40515-4 Kanton Freiburg
fährliche Etwas» Kinder setzen sich buch
mit einer schwierigen Erfahrung eines
traumatisierenden Geschehens auseinan-
der.
«Alles anders bei Familie Bi- 1 Bilder- ISBN 978-3-456-86019-0 Kanton Freiburg
ber» Unterstützt Kinder, deren Eltern buch
von Arbeitslosigkeit betroffen sind dabei,
ihre Situation besser zu verstehen und zu
meistern.Seite 20/45
Art des
Produkt mit Beschreibung Zyklus Link Quelle
Inhalts
Lehrmittel «Philo-Kinder» bietet 1 https://philo-kinder.ch/dos- Kanton Freiburg
Lehrpersonen ein didaktisches Werkzeug sier/die-philo-kinder.pdf
für Zyklus 1, um sich mit ihrer Klasse in
Gesprächsrunden an einige der „grossen
Fragen“ heranzutasten.Seite 21/45
6.5. Verbleibende Unterrichtszeit im Präsenzunterricht nach Fachbereichen
In den Tabellen 4 und 5 ist die verbleibende Unterrichtszeit bis zu den Sommerferien nach
Fachbereich aufgeführt. Die Berechnung erfolgte ohne Abzug der Feiertage, d. h. es stehen
eher weniger Lektionen zur Verfügung.
Tabelle 4: Primarstufe: Max. verbleibende Lektionen bis zu den Sommerferien pro Fachbereich
Fachbereich,
1. Kl. 2. Kl. 3. Kl. 4. Kl. 5. Kl. 6. Kl.
ergänzende Unterrichtsformate
Deutsch 48 48 40 40 40 40
Englisch 24 24 16 16
Französisch 24 24
Mathematik 40 40 40 40 40 40
Natur, Mensch, Gesellschaft 48 48 48 48 40 40
Bildnerisches Gestalten 16 16 16 16 16 16
Textiles und Technisches Gestalten 16 16 24 24 24 24
Musik 8 8 8 8 8 8
Bewegung und Sport 24 24 24 24 24 24
8 + 8+
inte- inte- inte- inte-
Medien und Informatik inte- inte-
griert griert griert griert
griert griert
Individuelle Förderung 8 8 8 8 8 8
Konfessioneller Religionsunterricht 8-16 8-16 8-16 8-16 8-16
Legende Tabelle 4
Pflichtlektionen 1. Zyklus
Pflichtlektionen 2. Zyklus
Integriert Integriert in andere Fachbereiche unterrichtet
Kl. KlasseSeite 22/45
Tabelle 5: Sekundarstufe I: Max. verbleibende Lektionen bis zu den Sommerferien pro Fachbereich
Fachbereich, 2. Kl. 3. Kl.
1. Kl. 2. Kl. 3. Kl.
ergänzende Unterrichtsformate WF WF
Deutsch 32 40 O 40
Englisch 24 24 24
Französisch 24 24 24
Mathematik 48 48 40
Natur und Technik 16 32 24
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt 16 16 8
Räume, Zeiten, Gesellschaften 24 24 24
Ethik, Religionen, Gemeinschaft 8 8 8
Bildnerisches Gestalten 16 O X
Textiles und Technisches Gestalten 16 O X
Musik 16 O X
Bewegung und Sport 24 24 24
8+ 8+
Medien und Informatik integriert integriert integriert
Berufliche Orientierung integriert 8 integriert
Projektunterricht 16
Begleitetes Studium 8
Begleitetes Studium Mathematik X
Begleitetes Studium Deutsch X
Geometrisches Zeichnen X
Hauswirtschaft X
Informatik O X
Wahlfächer 24 48
Konfessioneller Religionsunterricht 8 8 8
Legende Tabelle 5
Pflichtlektionen 3. Zyklus
integriert integriert in andere Fachbereiche unterrichtet
Kl. Klasse
WF Wahlfach
O Drei Lektionen müssen aus dem kantonalen Wahlfachangebot gewählt werden .
X Von den 6 Lektionen müssen min. 4 Lektionen aus dem kantonalen Wahlfachangebot
gewählt werden, max. 2 Lektionen können aus dem gemeindlichen Wahlfachangebot gewählt werden.Seite 23/45
6.5.1. Bei der Planung Schwerpunkte im Lehrplan setzen
Lehrplan 21 Der Lehrplan 21 Kanton Zug ist die Grundlage für die Weiterführung des Prä-
Kanton Zug senzunterrichts. Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler in der nächst höhe-
ren Klasse gut weiterlernen können. Wenn immer möglich, sollen die Grund-
kompetenzen des Lehrplans 21 als Minimalziel angestrebt werden.
Planungshilfen Im Dokument «Fernunterricht, Wiederaufnahme Präsenzunterricht. Onlinema-
terialien in Ergänzung zu den Lehrwerken für Lehrpersonen» finden sich in
Kapitel 12, S. 42, Links zu den Planungshilfen des Kantons Luzern. Für den
verbleibenden Präsenzunterricht bis zu den Sommerferien für einzelne Fach-
bereiche. Sie stützen sich auf auch im Kanton Zug eingesetzte Lehrwerke ab,
umfassen aber nur eine Auswahl an Fachbereichen. Aufgrund der unter-
schiedlichen Gegebenheiten in Sachen eingesetzter Lehr werke sowie Einfüh-
rungsstand des Lehrplans 21 sind nicht alle Zyklen gleichermassen bedient
damit.
Hausaufgaben Hausaufgaben sollen wie gewohnt, gemäss geltender rechtlicher Grundlagen,
erteilt werden. Hausaufgaben werden nicht zum Aufholen des verpassten
Stoffes, zum Schliessen von Lücken eingesetzt.
6.5.2. Würdigen der aufgebauten Kompetenzen
Fernunterricht hat von Schülerinnen und Schülern Kompetenzen verlangt, die situationsbedingt
zwingend notwendig wurden. Praktisch jede personale Kompetenz (vgl. Anhang 1, Frageraster
kann z.B. für Sek I als Grundlage zum Gespräch genutzt werden) wurde gefordert. Verschie-
dene Kompetenzen des Modullehrplans Medien und Informatik wurden aufgebaut. Bei der Wie-
deraufnahme des Präsenzunterrichts sollen Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen ge-
führt werden, zu
− fachlichen Kompetenzen
− überfachliche Kompetenzen
− zu bevorstehenden Schwerpunkten in den Fachbereichen
− zur Beurteilung.
Wichtig ist auch die Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Kinder und Jugendliche sollen prä-
sentieren können, was sie geleistet haben und sie sollen dafür Feedback erhalten.
− Ausstellungen
− Präsentation von Arbeiten
− Gewonnene Erkenntnisse
− Kinder und Jugendliche holen Feedback zu einer Arbeit ihrer Wahl ein
− Etc.Seite 24/45
7. Lernstand erfassen
Kinder und Jugendliche arbeiten unterschiedlich effizient oder pflichtbewusst, wenn sie eigen-
verantwortlich lernen. Ebenfalls variierte die Unterstützung seitens Eltern erheblich während
des Fernunterrichts.
Daher ist es empfohlen, mit Kindern und Jugendlichen, bei denen nun Lücken in Fachberei-
chen vermutet werden, eine Lernstandserfassung durchzuführen. Die Lehrperson verschafft
sich einen Überblick der individuellen Voraussetzungen der Lernenden. Eine Lernstandserfas-
sung erfolgt ohne Bewertung für Lernende. Die Leh rperson deklariert den Zweck der Lern-
standserfassung gegenüber ihrer Klasse oder einzelnen Schülerinnen und Schülern. Die Er-
kenntnisse der Lernstandserfassung geben einen Überblick zu vorhandenem Wissen, vorhan-
denen Fertigkeiten und Fähigkeiten. 16 Die Fragen in Kapitel 7.1 können als Leitfragen für das
Erfassen des Lernstandes dienen.
7.1. Fragen zur Orientierung
Kompetenz- − Zu welchen Kompetenzen haben die Schülerinnen und Schüler während
erreichung der Fernunterrichtszeit Aufgaben erhalten?
− Was haben die Schülerinnen und Schüler in der Fernunterrichtszeit davon
bearbeitet?
− Was wurde an Fertigkeiten automatisiert und wo sind Fertigkeiten nur an-
satzweise vorhanden?
− Welches Wissen ist vorhanden?
− Welches Wissen zeigt sich noch nicht in Kompetenz?
− Wo soll angeknüpft werden?
Ermittlung des − Wie ermittle ich den Lernstand?
Lernstandes ▪ Beobachtung
▪ Konfrontationsaufgabe
▪ schriftlicher, mündlicher oder praktischer Test (formativ)
▪ Instrument zur Lernstandserfassung, vgl. Kapitel 7.2
▪ …
Differenzierung − Welche Schwerpunkte setze ich aufgrund des ermittelten Lernstands der
Schülerinnen und Schüler, damit sie mindestens die Grundkompetenzen
erreichen?
− Welche Differenzierungsgruppen bilde ich?
− Welche Anforderungen richte ich an die verschiedenen Differenzier ungs-
gruppen?
Organisation, − Welche Gruppen für differenzierende Lernangebot bilde ich?
Unterstützung − Welche Personen ziehe ich für unterstützende Massnahmen bei Schüle-
rinnen und Schülern mit erheblichen Lücken bei (Fach-Lehrperson, SHP,
DaZ-Lehrperson etc.)?
16
Vgl. Broschüre «Beurteilen und Fördern B&F für kompetenzorientier ten Unterricht», S. 24. Zug: Direktion für Bil-
dung und Kultur.Seite 25/45
7.2. Instrumente zur Lernstandserfassung
Die Lernvoraussetzungen verbunden mit der Begleitung der Schülerinnen und Schüler fiel im Fernunterricht unterschiedlich aus. Damit die
Schülerinnen und Schüler auf ihrem weiteren Lernweg gut unterstützt und begleitet werden können, helfen die Tools in Tabelle 6, die Lernvor-
aussetzungen zu erfassen.
Tabelle 6: Tools für Lernstandserfassung
Tool Fachbereich Beschreibung Zyklus
Tools, die mehrere Fachbereiche abdecken
De Mindsteps bietet in den Fächern Deutsch, Mathematik, Französisch und Englisch eine Standortbestim- 2 3
Ma mung für Schülerinnen und Schüler von der 3. Klasse der Primarschule bis zur 3. Klasse der Sekundar-
Fr schule. Die Grundlagen sind die Kompetenzraster des Lehrplan s 21. Das Lösen der Aufgaben am Com-
Kostenlos bis zu den En puter ermöglicht ein adaptives Lernen. Adaptives Lernen bedeutet, dass den Schülerinnen und Schülern
Sommerferien 2020 Aufgaben vorgelegt werden, die ihrem Lernstand entsprechen. Aufgabenserien können für die ganze
Klasse zusammengestellt oder für einzelne Schülerinnen und Schüler personalisiert werden. Es kann auf-
gezeigt werden auf welcher Kompetenzstufe sich eine Schülerin oder ein Schüler befindet und was als
Nächstes kommt.
Verschiedene Arten von Standortbestimmungen sind möglich. Zum Beispiel ermöglichen Aufgabenserien
zu einer Kompetenz eine zufällige Aufgabenauswahl zu maximal drei Kompetenzstufen des Lehrplans 21.
Sie führen zu einer kompetenzorientierten Standortbestimmung und werden in einem Kompetenzprofil
festgehalten.
Schülerinnen und Schüler können mit einem eigenen Zugang auch selbstständig Aufgabenserien lösen.
Mittels kurzen Erklärvideos auf der Plattform https://www.mindsteps.ch/anleitung/ werden alle Schritte und
Möglichkeiten von Mindsteps einfach präsentiert.
Zugang
Mindsteps ist bis zu den Sommerferien kostenlos. Sämtliche Informationen sind über die Webseite
http://mindsteps.ch verfügbar. Interessierte Schulen, am besten der oder die Zuständige für Lernpro-
gramme, können sich direkt mit dem Anbieter in Verbindung setzen , um die Zugänge für Lehrpersonen zu
erhalten (mindsteps@ibe.uzh.ch).Seite 26/45
Tool Fachbereich Beschreibung Zyklus
Ma Auf der Grundlage des Lehrplans 21 stehen für Mathematik, Deutsch, Englisch und Französisch verschie- 3
De dene Tools zur Verfügung, die in ausgewählten Kompetenzbereichen den Lehr - und Lernprozess im 3.
En Zyklus dokumentieren. Das Lösen der Aufgaben am Computer ermöglicht ein adaptives Lernen. Adapti-
Kostenlos bis zu den Fr ves Lernen bedeutet, dass den Schülerinnen und Schülern Aufgaben vorgelegt werden, die ihrem Lern-
Sommerferien 2020 stand entsprechen. Mit der Funktion Fördern durch Lehrperson können Aufgabensets auf der Basis des
Lehrplans 21 zusammengestellt werden. Ein Filter nach Kompetenzen und Aufgaben auf fünf Anforde-
rungsniveaus erlauben auf die Klasse, Gruppe oder auf einzelne Schülerinnen und Schüler ausgerichtete
Aufgabensets zu generieren. Mit der Funktion Lernjournal können die Schülerinnen und Schüler individu-
ell planen und ihre Arbeit reflektieren. In ihrem Arbeitsbereich nutzen sie dafür die Kacheln Planen und
Nachdenken. Im Lernjournal planen die Lernenden ihre Arbeit in der vorgegebenen Zeiteinheit. Sie
schreiben Schritt für Schritt auf woran sie arbeiten.
Orientierungstests
Orientierungstests können auf Grund der aktuellen Situation zu Hause bearbeitet werden. Vor Testbeginn
wird eine Meldung aufgeschaltet. Die Schülerinnen und Schüler müssen bestätigen, dass sie den Test
ohne zusätzliche Hilfe bearbeiten. Mit dieser Lösung wird die Ausrichtung des Lernfördersystems zum
eigenverantwortlichen Lernen bewusst unterstützt. Die Schülerinnen und Schüler werden deshalb vor
Teststart aufgefordert, ohne irgendwelche Hilfe die Aufgabe n zu bearbeiten. So wird ihr korrekter Lern-
stand ermittelt. Anschliessend werden automatisch Übungen zusammengestellt, die diesem Stand ent-
sprechen. Die Orientierungstests sind adaptiv, was dazu führt, dass der Test je nach Stand der Lernen-
den mehr oder weniger zeitaufwändig ist. Der Verlag ist sich des grossen Zeitaufwands bewusst und prüft
mit Fachpersonen, ob bereits nach weniger gelösten Aufgaben eine verlässliche Zuteilung zum jeweiligen
Kompetenzniveau gemacht werden kann, um ggf. den zeitlichen Aufwand zu reduzieren. Neu kann mittels
eines Knopfs eine weiter Übungsphase vor dem Test ausgelöst werden.
Zugang
Gleiches Anmeldeverfahren wie bei Stellwerk (Anmeldung der Schule und Auslösung des Logins) , man
wählt die Webseite lernpassplus.ch. Über das Login Schulleitung/Admin kann sich die Schule anmelden.Seite 27/45
Tool Fachbereich Beschreibung Zyklus
Orientierungs- diverse Um die Einführung des Lehrplans 21 zu unterstützen, legt die BKZ ihre zwischen 2001 und 2013 veröf- 2 3
aufgaben fentlichten Orientierungsarbeiten neu in digitaler Form auf – unter dem Namen Orientierungsaufgaben.
Insgesamt wurden 464 Orientierungsaufgaben den Kompetenzstufen im Lehrplan 21 zugeordnet.
www.zebis.ch/orientierungsaufgaben
Die BKZ Geschäftsstelle gibt die Orientierungsarbeiten bis Ende Mai 2020 kostenlos ab. Einzig Porto und
Versandkosten werden in Rechnung gestellt. Link zum Online-Shop: https://www.bildung-z.ch/volks-
schule/produkte-und-downloads/shop. Jedem Versand wird die entsprechende Übersicht mit der Zuord-
nung zum Lehrplan 21 beigelegt (vgl. https://www.zebis.ch/dossier/orientierungsarbeiten-und-lehrplan-
21).
Eine Übersicht zu den Orientierungsarbeiten und den Zugang zu den einzelnen Beschrieben findet sich
hier.
Tools, die einzelne Fachbereiche abdecken 17
Ab 5. Kl.
Fr Instrumente zur Evaluation von Fremdsprachenkompetenzen:
Lingua Level En 5. bis 9. Schuljahr
Französisch und Englisch
Ma Screening zum Erfassen von Schülerinnen und Schülern mit schwachen Mathematikleistungen
Nur 3. Kl.
Besmath
http://www.lerntip De Lernstandserfassung Sprachen
ps.ch/lernstand- Fr
serfassung-diag- En
nostik/sprache/
http://www.lerntip Ma Lernstandserfassung Mathematik
ps.ch/lernstand-
serfassung-diag-
nostik/mathema-
tik/
17
Hinweise zu den Tools, die einzelne Fachbereiche abdecken, stammen aus einer Liste der BKZ-Geschäftsstelle im Rahmen der sprachregionalen Zusammenarbeit .Seite 28/45
Tool Fachbereich Beschreibung Zyklus
Bis 4. Kl.
BAKO 1-4 De Dies ist ein Instrument für die Lese- und Rechtschreibleistungen (einsetzbar ab der 1. - 4. Klasse).
Nur 1. Kl.
DRT 1 De Dies ist ein Rechtschreibtest für die 1. Klasse
ELFE 1-6 De Dies ist ein Instrument zur Erfassung des Leseverständnisses (einsetzbar ab 1. Klasse - 6. Klasse)
Bis 3. Kl.
TEDIMATH Ma Dies ist ein Instrument zu Erfassung der numerisch-rechnerischen Fähigkeiten (KIGA - 3. Klasse)
Ab KGSeite 29/45
8. Aufgabensammlungen
Mindsteps und Lernpass plus (Kapitel 7.2), Lernwolke und Dybuster haben sich aufgrund der
ausserordentlichen Situation entschieden, ihre Tools weiterhin kostenlos allen Schulen zur Ver-
fügung zu stellen. Die Angebote gelten bis zu den Sommerferien und können auch im Prä-
senzunterricht weiter eingesetzt werden. Die Nutzung dieser Angebote wird vom Amt für ge-
meindliche Schulen ausgewertet werden. Wenn sich der Einsatz bewährt, wird die Lehrmittel-
kommission darüber entscheiden, ob die Angebote weiter im Einsatz bleiben sollen.
8.1. Lernwolke
Kostenlos bis zu den Sommerferien 2020
Lernwolke: Zyklus 1
Zyklus 2
Kurzbeschrieb Mit Lernwolke kann Grammatik und Rechtschreibung nach Lehrplan 21 indivi-
duell gelernt und begleitet werden.
Informationen Lernwolke ist bis zu den Sommerferien kostenlos: www.lernwolke.ch
Einrichten Der LehrerOffice-Administrator, die LehrerOffice-Administratorin meldet sich
bei Lernwolke: m.uhmeier@lernwolke.ch
Für die Erstellung der Lizenz erhalten diese eine Excel-Liste, in der sie alle
Klassenlehrpersonen und Teammitglieder erfassen, die mit der Lernwolke ar-
beiten wollen. Nach dem Erfassen der Excel-Liste im Lizenzsystem erhalten
alle Lehrpersonen eine Aufforderung zur Registration.
8.2. SRF mySchool
Zyklus 1
SRF mySchool Zyklus 2
Zyklus 3
Kurzinformation SRF mySchool hat eine Vielzahl hervorragender Beiträge zu allen Stufen on-
line bereitgestellt. Die Videos orientieren sich am Lehrplan 21. Für Schülerin-
nen und Schüler der Primarstufe und der Sekundarstufe I stehen zudem aus-
gewählte Videos mit Unterrichtsmaterial aus allen Theme nbereichen zur Ver-
fügung. Diese können von den Lehrpersonen in den jeweiligen Klassen einge-
setzt und zum Beispiel per Link in die Online-Lernumgebung gestellt werden.
Informationen https://www.srf.ch/sendungen/myschoolSie können auch lesen