"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz

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"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
AUSGABE                       2017

         MITEINANDER IN DER
     KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE
    „ZUM HEILIGEN KREUZ“
           NEU-ISENBURG
"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
Inhaltsverzeichnis
  2
             Auf ein Wort                             3     Kinderzeltlager                        24       Rumänienhilfe                            39
I N H A LT

             Impuls                                  4      Jugendfahrt                            26       Unser neuer Bischof                      40
             Reformation                              6     Katechese                              28       Das Bischofswappen                       41
             Bibelkreis                               9     Jung und erwachsen                     30       Hl. Kreuz hilft!                         42
             Neu-Isenburg                           10      Ehrung                                 31       Schwarze 11                              44
             Was macht eigentlich ... 12                    Gymnastik                              32       Kolping                                  46
             Quiz                                   13      Ausflug                                33       Rätsel                                   48
             Kirchenjahr                            17      Senioren                               34       Sakramente                               49
             Unter der Lupe                         18      Schwestergemeinden                     36       Termine                                  50
             Kindergarten                           20      St. Christoph                          37       Die Rückseite                            56
             Taizé                                  22      St. Josef                              38

             Kreuz(z)ungen 2017                                                    Redaktion
             Katholische Pfarrgemeinde                                             Andrea Finas, Kornelia Möller,
             „Zum Heiligen Kreuz“                                                  Thorsten Möller, Julia Schneider,
             Pappelweg 29                                                          Francis Parakkal CMI, Monika Uhlig.
             63263 Neu-Isenburg                                                    Verantwortlicher im Sinne des
             eMail an die Redaktion:                                               Presserechtes (V.i.S.d.P.)
             Kreuzzungen@hk-ni.de                                                  Pfarrer Francis Parakkal CMI
             Tel.: (06102) 32 64 00                                                Druck
             Fax: (06102) 32 02 73                                                 Gemeindebrief Druckerei Groß Oesingen
             eMail: info@hk-ni.de                                                  Auflage
             Internet: www.hk-ni.de                                                4 200 Exemplare
                                                                                   Redaktionsschluss:
             Die nächste Ausgabe erscheint im Herbst 2018.                         25. September 2017
                Für Anregungen, Kritik, Wünsche und Mitarbeit ist die Redaktion dankbar!
             Haftungsausschluss: Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers oder der Redaktion wieder.

                                                                        Bildquellen:
             S. 1 „Titelbild - Gemeinschaft“ Thorsten Möller; S. 8 „Wartburg“ Simone El in: Pfarrbriefservice.de; S. 12 „Kirchputz“ Franz-
             Josef Stoisiek; S. 17 „Kirchenjahr“ Bild: Bonifatiuswerk, www.bonifatiuswerk.de in: Pfarrbriefservice.de; S. 18 f. „Eltern-Kind-
             Treff“ Doris Adam; S. 20 f „Kindergarten“ Petra Gerecht und Andrea Schulte-Sasse; S. 22 f. „Taizé“ Hannah Schulte-Sasse und
             Jim Wanderscheid in: Pfarrbriefservice.de; S. 25 „Kinderzeltlager“ Alexander Albert; S. 26 „Jugendfahrt“ Thorsten Möller;
             S. 28 f. „Katechese“ Alexander Albert; S. 31 „Ehrung“ Hannah Schulte-Sasse; S. 32 „Gymnastik“ Andrea Jünger; S. 33 „Ausflug“
             Brigitte Köneke; S. 35 „Senioren und Kindergarten“ Alexander Albert; S. 36 „Schwestergemeinden“ Thorsten Möller; S. 40 f.
             „Bischof und Wappen“ Bistum Mainz; S. 42 „Hl. Kreuz hilft“ Alexander Albert; S. 44 f. „Schwarze 11“ Oliver von der Herberg;
             S. 47 „Kolping“ Wolfgang Schulte-Sasse; S. 49 „Kreuz“ Andreas Konrad in: Pfarrbriefservice.de; S. 53 „Erntealtar“ Thorsten Möl-
             ler
                                   Aus Rücksicht vor der Umwelt und Gottes Schöpfung ist diese Ausgabe der
                                      Kreuz(z)ungen auf Umweltpapier gedruckt! Ressourceneinsparung:
                                              21 821 l Wasser | 1 870 kWh Energie | 1 372 kg Holz
                                  Ressourceneinsparung gegenüber Standardpapier. Grundlage der Berechnung: Durchschnittswerte des Umweltbundesamtes.
                                                                Kreuz(z)ungen 2017
"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
Auf ein Wort
                                                Grußwort von Pfarrer Francis Parakkal                         3
Liebe Kinder und Jugendliche,                                       zu erfüllen, dafür sind wir in die-

                                                                                                          AU F E I N WO RT
liebe Schwestern und Brüder,                                        ser Welt. Täglich müssen wir uns
                                                                    daher mit unserem Gott in Ver-
„Miteinander“ ist das Hauptthema                                    bindung setzen, damit wir die
unserer diesjährigen Kreuz(z)-                                      verschiedenen Dimensionen un-
ungen. Es fällt uns leicht, über                                    serer eigenen Berufung herausfin-
das Miteinander zu reden und zu                                     den und in die Tat umsetzen kön-
schreiben. Wesentlich schwerer                                      nen.
tun wir uns dabei, das Miteinan-                                    Mit Unwiederholbarkeit meine
der in die Tat umzusetzen. Wir                                      ich, dass es keine Kopie von uns
Menschen denken und reden zu                                        gibt. Jeder Mensch ist ein Unikat
                                     Francis Parakkal, CMI
oft egozentrisch und können                                         und ein gottgewolltes Kind. Gott
                                         Pfarrer der Gemeinden
dadurch ein Miteinander meis-                                       akzeptiert jeden wie er ist. Wenn
                                       „Zum Heiligen Kreuz“ und
tens selbst nicht erfahren. Ist aber  St. Christoph, Gravenbruch.   Gott mich so akzeptiert wie ich
ein Miteinander nicht vorhanden,                                    bin, dann bin auch ich in der La-
dann reden wir nur übereinander oder gegen-            ge, mich selbst zu akzeptieren.
einander. Dadurch entsteht dann ein Durchei-           Dadurch entsteht eine gewisse innere Freiheit
nander. Um dieses Durcheinander zu vermei-             in mir. Mit dieser inneren Freiheit kann ich
den, brauchen wir in unserer Familie, in der           mich in die Lage meiner Mitmenschen gut hin-
Pfarrgemeinde und in der Gesellschaft unbe-            einversetzen. Das befähigt mich, einen Men-
dingt das Miteinander.                                 schen so zu akzeptieren wie er oder sie ist.
Eine offene Kommunikation und Dialogbereit-            Wenn wir beginnen, Mitmenschen so zu ak-
schaft sind die Voraussetzungen für ein gelin-         zeptieren, dann gelingt uns tatsächlich das Mit-
gendes Miteinander. Wenn wir bereit sind,              einander. Dann erleben wir das Miteinander
jeden Menschen mit seiner Einmaligkeit, sei-           wie ein Wunder unter uns. Mit Gottes Glau-
ner Unersetzbarkeit und seiner Unwiederhol-            ben schaffen wir das Miteinander. Sollten wir
barkeit zu akzeptieren, gelingt uns das Mitei-         Gott aber vergessen, dann entsteht unter uns
nander in unserem Lebensumfeld.                        immer das Durcheinander. Daher ist es abso-
Mit Einmaligkeit meine ich die einmalige Ge-           lut lohnend, sich für das Miteinander einzuset-
burt eines jeden Menschen. Weil jeder                  zen. So können wir die bleibende und lebendi-
Mensch einmalig ist, braucht er sein eigenes           ge Gemeinschaft unter uns erfahren.
Leben mit dem von anderen Menschen nicht               Mit diesen einleitenden Gedanken übergebe
zu vergleichen. Was er wirklich tun sollte, ist        ich die neue Ausgabe der Kreuz(z)ungen den
ständig zu versuchen seine eigenen Möglich-            Leserinnen und Lesern.
keiten und Grenzen herauszufinden. Dann                Ich wünsche einem jeden Menschen dabei viel
weiß er, wo er im Leben stehen soll und was            Freude und Gemeinschaftsgefühl!
er zum Wohl der Gemeinschaft beitragen                 Mit einem herzlichen Gruß des Miteinanders
kann. Mit Unersetzbarkeit meine ich, dass
Gott der Allmächtige jedem von uns eine be-
sondere Aufgabe gegeben hat. Diese Berufung            Pfarrer Francis Parakkal CMI

      Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
Miteinander
 4       Herausforderung und Chance
         Von Andrea Köneke                                        Als Christen sind wir in besonderem Maße
IMPULS

                                                                  aufgefordert, uns dieser Herausforderung zu
         Wir Menschen sind in die verschiedensten Gemein-         stellen, denn es gibt kein Christentum ohne
         schaften eingebunden: Familie, Gesellschaft, Kir-        Gemeinschaft. Jesus hat Jünger um sich ver-
         chengemeinde, Vereine. Dies bereichert unser Leben,      sammelt, hat diese stets zu zweien ausgesandt,
         denn als soziales Wesen ist der Mensch nicht zum         ist in die Häuser der Menschen gegangen und
         Alleinsein geschaffen. Auf der anderen Seite stellt es   hat der Mahlgemeinschaft einen hohen Stellen-
         eine Herausforderung dar, unterschiedliche Persön-       wert zugesprochen. Dabei hat Jesus die unter-
         lichkeiten zu einem harmonischen Ganzen zu ver-          schiedlichsten Menschen zusammengebracht
         binden. So bleibt die Frage: Wie kann Miteinander        und eine Gemeinschaft begründet, die weit
         gelingen?                                                über das hinausging, was die Menschen aus
                                                                  ihrem gesellschaftlichen Umfeld kannten: die
         Betrachtet man das Wort „mit-ein-ander“ so               Gemeinschaft von Juden und Heiden, Män-
         wird deutlich, worum es geht: mit dem ande-              nern und Frauen, Reichen und Armen, Herren
         ren eins werden – und zwar ohne dass das An-             und Sklaven; eine Gemeinschaft, in der jedem
         ders-Sein zugunsten des Eins-Seins aufgegeben            die gleiche Würde zugesprochen wird, unab-
         wird. Innerhalb der Einheit dürfen die Einzel-           hängig von seiner gesellschaftlichen Stellung.
         nen verschieden sein und bleiben.                        Für die ersten Christen bedeutete diese Ge-
         „Miteinander“ ist gelebte Einheit in Vielfalt.           meinschaft den Anbruch des Reiches Gottes.
         Hier liegt die Herausforderung. Ein solches              Es war eine neue Form des Miteinanders, so-
         Miteinander erfordert ein hohes Maß an                   wohl im Umgang untereinander als auch in der
                                                                  Beziehung zu Gott, denn gemäß dem Wort
             Respekt vor dem Fremden,                           Jesu „Wo zwei oder drei in meinem Namen
             Toleranz, d.h. einen eigenen Standpunkt            versammelt sind, da bin ich mitten unter
               zu haben und zugleich zu akzeptieren,              ihnen“ ist die Gemeinschaft Ort der Gotteser-
               dass dies nicht der einzig mögliche                fahrung. Dies bedingt zugleich, dass die Ein-
               Standpunkt ist.,                                   heit zum zentralen Charakteristikum der Ge-
             Achtsamkeit gegenüber einer Gefühls-               meinschaft wurde, wie es im Johannesevange-
               und Gedankenwelt, die nicht die eigene             lium heißt: „Alle sollen eins sein: Wie du, Va-
               ist,                                               ter, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch
             Bereitschaft, sich sowohl einzubringen             sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du
               als auch zurückzunehmen.                           mich gesandt hast.“ (Joh 17, 21)

         Das ist ein Prozess, der täglich neu gelebt und          Zugleich zeigen die eindringlichen Aufrufe so-
         gestaltet werden will, indem die Einzelnen               wohl von Jesus als auch in der Apostelge-
         aufeinander zugehen, aneinander wachsen,                 schichte und den neutestamentlichen Briefen,
         voneinander lernen, umeinander wissen, fürei-            dass diese Einheit von Beginn an gefährdet
         nander da sind, zueinander stehen und auch in            war. Im Alltag ist es nicht immer leicht, Ver-
         schwierigen Situationen nicht aufgeben, son-             schiedenartigkeit auszuhalten. Es gibt Emp-
         dern beieinander bleiben.                                findlichkeiten, Konkurrenzdenken, Rechtha-

                                                  Kreuz(z)ungen 2017
"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
berei und Angst. Es kommt zu Konflikten und       dem anderen mit Respekt und Achtsamkeit zu
Verletzungen, die Kommunikation verhin-
dern. Die Erfahrung, dass die christliche Ge-
                                                  begegnen, sein Anders-sein als Chance und
                                                  Bereicherung zu begreifen. Voraussetzung
                                                                                                      5

                                                                                                     IMPULS
meinschaft oft weit von dem Ideal entfernt ist,   hierfür ist, dass man mit sich selbst versöhnt
das Jesus vorgelebt hat, lässt Menschen ent-      ist. Es gilt, Frieden zu schließen mit den eige-
täuscht zurück. All dies kann zum offenen         nen Grenzen, geplatzten Träumen, verfehlten
Bruch führen, so wie in der Reformation vor       Plänen. Es gilt, sich selbst anzunehmen, ob-
500 Jahren. Je breiter der Graben wird, umso      wohl man so wenig dem eigenen Idealbild ent-
mehr wird er zum scheinbar unüberwindlichen       spricht. Nur wer sich mit sich selbst aussöhnt,
Hindernis. Sicherheit und Stabilität werden in    kann die Grenzen und Unzulänglichkeiten an-
der Abgrenzung gesucht, das Andere und            derer annehmen. Nur wer damit Frieden ge-
Fremde wird verurteilt und verboten.              schlossen hat, nicht dem eigenen Idealbild zu
                                                  entsprechen, wird nicht enttäuscht sein, wenn
In den vergangenen Jahrzehnten sind die           andere und die Gemeinschaft nicht ideal sind.
christlichen Kirchen wieder verstärkt aufei-      Denn wer versöhnt lebt, wird die Erfüllung
nander zugegangen, indem sie sich auf ihren       seiner Sehnsucht nach Liebe, Angenom-
Ursprung besonnen haben. Die Einheit der          mensein und gelingendem Leben nicht in ei-
Christen gründet in Gott, der jeden Einzelnen     nem Menschen oder einer Gemeinschaft su-
so annimmt wie er ist, alle zu sich einlädt und   chen, sondern bei Gott, der uns die Versöh-
uns untereinander verbindet. Es ist der Geist     nung geschenkt hat. Jeder Schritt in diese
Gottes, der das christliche Miteinander prägt     Richtung bringt uns einem gelingenden Mitei-
und aus dem heraus wir das Miteinander leben      nander näher, das nicht nur Kirche, sondern
und gestalten sollen:                             die Gesellschaft prägen wird.

    der Geist der Liebe, der jeden so an-
      nimmt, wie er ist
    der Geist der Gerechtigkeit, der jedem
      Menschen die gleiche Würde zuspricht
    der Geist der Barmherzigkeit, der sich
      verschenkt ohne eine Vorleistung zu er-
      warten
    der Geist der Vergebung, der nicht ver-
      urteilt, sondern zu verstehen versucht
      und Wege in die Zukunft eröffnet.

Dort, wo dem Geist Gottes Raum gegeben
wird, werden Brücken gebaut, um Gräben zu                    Ansprechpartnerin
überwinden. Echtes Mit-ein-ander ist gelebte
Versöhnung. Versöhnung bedeutet nicht,                            Andrea Köneke
                                                                  Pastoralreferentin
Konflikte zu vermeiden und das eigene Har-
moniebedürfnis auszuleben. Versöhnung be-                         St. Nikolaus Rodgau
deutet, Mit-ein-ander ernst zu nehmen, einen                      eMail:
eigenen Standpunkt zu vertreten und zugleich                      andrea.koeneke@t-online.de

      Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
Ein neues Miteinander wagen
     6                 Ein Interview mit Pater Anselm Grün und dem ehemaligen EKD-
                       Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider zum Stand der Ökumene
R E F O R M AT I O N

                       Interview: Margret Nußbaum                       Christen sich nicht trauen. Aber wenn ich sie
                                                                        einlade, kommen sie gern. Dass der katholi-
                       Gibt es im Jahr des Reformationsjubiläums        sche Pfarrer die Eucharistie etwas anders feiert
                       vielleicht doch mehr Gemeinsamkeiten beider      als der evangelische, entspricht der Vorstel-
                       Kirchen, als gemeinhin gedacht wird? Pater       lung der jeweiligen Konfession. Wichtig ist
                       Anselm Grün von der Benediktinerabtei            der Glaube, dass Jesus in der Hostie präsent
                       Münsterschwarzach und der ehemalige Rats-        ist. Dazu gehören die Einsetzungsworte „Das
                       vorsitzende der Evangelischen Kirche in          ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“. Ist dies
                       Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, ha-       gegeben, spricht nichts gegen ein gemeinsames
                       ben sich in ihrem Buch „Luther gemeinsam         Abendmahl.
                       betrachtet“ gründlich mit dieser Thematik aus-
                       einandergesetzt. Katholisch.de sprach mit den    Nikolaus Schneider: Nach unserem Ver-
                       beiden Autoren.                                  ständnis sind alle getauften Christen, die das
                                                                        Bedürfnis haben, zum Abendmahl zu gehen,
                       Wie stehen Sie zum gemeinsamen                   eingeladen. Wir machen das nicht an den
                       Abendmahl?                                       Grenzen der Konfession fest. Wir Protestan-
                                                                        ten haben unterschiedliche Auffassungen dar-
                       Anselm Grün: Wenn ich im Gästehaus unse-         über, wie die Präsenz Christi beim Abendmahl
                       rer Abtei in Münsterschwarzach Kurse gebe,       zu verstehen ist. Doch selbst diejenigen im
                       lade ich immer alle ausdrücklich ein, zur Kom-   evangelischen Bereich, die Brot und Wein rein
                       munion zu gehen, weil manche evangelische        symbolisch verstehen, sagen und glauben:
                                                                        "Christus ist gegenwärtig". Es gibt bei uns al-
                                                                        lerdings zuweilen immer noch eine liturgische
                                                                        Lässigkeit, die eine Missachtung der Glaubens-
                                                                        inhalte signalisiert. Doch hier haben wir Evan-
                                                                        gelischen in den letzten Jahren nachgelernt –
                                                                        nicht zuletzt durch unsere Abendmahlgemein-
                                                                        schaft mit den Altkatholiken.

                                                                        Hatte die Reformation und damit die
                                                                        Spaltung der Kirche vor 500 Jahren ihre
                                                                        Berechtigung?

                                                                        Grün: Päpste und Bischöfe waren damals un-
                                                                        beweglich und versteckten sich hinter ihrer
                                                                        Macht, so dass sie sich für theologische The-
                                                                        men nicht interessierten. Wo Kirche aber zu
                                                                        sehr nach Macht strebt, ist keine Diskussion
                                                                        mehr möglich. Sicher ist es ein Auftrag der
                                                          Kreuz(z)ungen 2017
"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
Reformation an die katholische Kirche, sich         griffe völlig überflüssig. Damit tue ich mich
nicht zu sehr hinter der Macht zu verstecken.
In Rom gibt es nämlich immer noch konserva-
                                                    schwer. Darüber hinaus bekomme ich ein
                                                    Problem, wenn zu Maria gebetet wird.
                                                                                                           7

                                                                                                      R E F O R M AT I O N
tives Denken – allerdings nicht beim jetzigen
Papst. Die katholische Kirche tut manchmal          Grün: Es gab in der Mariologie Tendenzen,
so, als ob sie Moral und Verhalten festschrei-      die übertrieben waren. Rein logisch würde ich
ben könnte. Luther hatte Recht, als er dagegen      sagen: Lasst das weg! Aber nun ist es einfach
rebellierte.                                        geschehen, und die Frage bleibt, wie wir es
                                                    interpretieren können, damit es stimmig wird.
Schneider: Glücklicherweise hat sich die ka-        Zum anderen: Wir Katholiken beten nicht zu
tholische Kirche durch die Reformation deut-        Maria, sondern bitten sie, für uns zu beten.
lich verändert. Doch ein gewisser Machtan-          Die Gottesmutter wird also nicht angebetet.
spruch ist immer noch vorhanden. Nur wenn           Ich muss allerdings zugeben, dass es in der ka-
Rom es erlaubt, darf sich in der Kirche Grund-      tholischen Kirche Formen aggressiver Marien-
legendes ändern. Das ist ein Punkt, den ich bis     verehrung gibt, die unangenehm und oft sehr
heute kritisch sehe. Da bin ich Luther ganz nah     konservativ und infantil sind.
und sage: Nein, so nicht! Bitte offene Kommu-
nikationsprozesse, Kollegial- und Synodalent-       Was gefällt Ihnen an der jeweils ande-
scheidungen!                                        ren Konfession?

Ein Streitpunkt zwischen Katholiken                 Schneider: In der katholischen Spiritualität
und Protestanten ist auch heute noch                und der Fähigkeit, Volksfrömmigkeit mit Leib
das Dogma über die unbefleckte Emp-                 und Seele, mit Kopf und Herz zu leben, sehe
fängnis und die leibliche Aufnahme                  ich eine bleibende Herausforderung an uns
Mariens in den Himmel. Wie denken                   evangelische Christen. Mich spricht die Ver-
Sie darüber?                                        bindlichkeit an, in der die römisch-katholische
                                                    Kirche als eine Weltkirche zusammenlebt. Der
Grün: Maria ist Typus des erlösten Menschen.        innerevangelische Ökumene-Begriff geht nicht
Und was von ihr gesagt wird, gilt auch für uns.     von einer, sondern von verschiedenen Kirchen
Die unbefleckte Empfängnis ist nichts anderes       aus, die sich gegenseitig anerkennen und mit-
als das, was im ersten Kapitel des Epheserbrie-     einander verbunden sind. Aber es bleiben un-
fes und auch in der Liturgie gesagt wird: Wir       terschiedliche Kirchen. Die Betonung des An-
alle sind von Anbeginn der Welt in Christus         dersseins und der Fremdheit scheint mir im
auserwählt, heilig und makellos zu sein. Es         evangelischen Lager größer als in der katholi-
heißt also nicht, dass Maria etwas Besonderes       schen Weltkirche. Ich sehe es als große Her-
ist und wir die armen Sünder. So wird es lei-       ausforderung für uns Evangelische, unsere re-
der oft interpretiert. Aber das ist nicht die ka-   formatorische Freiheit mit einer Verbindlich-
tholische Dogmatik.                                 keit zu allen protestantischen Kirchen so zu
                                                    leben, dass wir ein größeres Maß an Einheit
Schneider: Da stimme ich mit Ihnen überein.         konkret erfahren.
Aber wenn es so ist und wenn das im Grunde
für uns alle gilt, warum brauche ich dann noch
ein Dogma über Maria? Das ist für meine Be-                                           Bitte wenden!

      Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
Grün: Das eine ist: In der katholischen Kirche        Wie erleben Sie die Situation der Öku-
     8                 müssen aus finanziellen Gründen die Kirchen-          mene im 21. Jahrhundert?
                       musiker immer mehr reduziert werden. Das
                                                                             Schneider: Mit der Aufbruchstimmung nach
R E F O R M AT I O N

                       ist ein Weg in die falsche Richtung. Musik ist
                                                                             dem Zweiten Vatikanischen Konzil haben wir
                       jedoch ein ganz wichtiger Weg der Katechese.
                                                                             ökumenisch unglaublich viel erreicht. Wenn
                       Da sollten wir uns von der evangelischen Kir-
                                                                             man daran denkt, wie das Miteinander der
                       che herausfordern lassen. Das andere ist der
                                                                             Kirchen noch bis kurz nach dem Zweiten
                       Aspekt der Vielfalt. Wichtig ist, diese zu ak-
                                                                             Weltkrieg aussah und was in der Zeit danach
                       zeptieren, aber sich trotzdem gegebenenfalls
                                                                             alles gewachsen und entstanden ist, kann man
                       korrigieren zu lassen. Sichtbar werden kann
                                                                             nur dankbar sein und sich freuen. Durch die
                       die Einheit in der Vielfalt, in gegenseitiger
                                                                             Art, wie Papst Franziskus sein Amt führt, ver-
                       Gastfreundschaft und in gemeinsamen theolo-
                                                                             mittelt er eine Menge ökumenischer Anstöße.
                       gischen Kommissionen. Die sollten allerdings
                       nicht darum ringen, was katholisch und was
                                                                             Grün: Das Reformationsjubiläum hat eine ge-
                       evangelisch ist. Es geht darum, eine gemeinsa-
                                                                             wisse Dynamik und stellt uns alle vor die Her-
                       me Form zu finden, damit nicht alles auseinan-
                                                                             ausforderung, über Ökumene nachzudenken.
                       derdriftet.
                                                                             Vom Klima her, gerade jetzt mit Papst Fran-
                                                                             ziskus, der nicht so dogmatisch ist und alles
                                                                             genau regeln will, sehe ich die Chance, ein
                                                                             neues Miteinander zu wagen.
                       Quelle: www.katholisch.de, In: Pfarrbriefservice.de

                                                                                                         Buchtipp
                                                                                                        Anselm Grün
                                                                                                     Nikolaus Schneider:
                                                                                                   Luther gemeinsam
                                                                                                       betrachtet.
                                                                                                    Reformatorische
                                                                                                   Impulse für heute.
                                                                                                   Herausgegeben von Klaus
                                                                                                    Hofmeister und Lothar
                                                                                                   Bauerochse. 207 Seiten,
                                                                                                gebunden mit Schutzumschlag,
                                                      Die Wartburg
                                                                                                  18,99 Euro, Vier-Türme-
                                                                                                 Verlag, Münsterschwarzach.

                                                                                 Wir Menschen können nur bestehen,
                       Es heißt nicht eine römische, noch nürnbergi-             wenn wir einander die Hände reichen.
                        sche oder wittenbergische Kirche, sondern                        Papst Johannes XXIII.
                          eine christliche Kirche, wohin denn alle
                             gehören, die an Christus glauben.               Der Weg zur Einheit zwischen verschiedenen
                                         Martin Luther                       christlichen Bekenntnissen ist Liebe, die leider
                                                                                 auf beiden Seiten so wenig geübt wird.
                                                                                           Papst Johannes XXIII.
                                                                Kreuz(z)ungen 2017
"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
Die Einheit der Christen ist zugleich Zeichen              Katholiken die sichtbare Einheit der
und Werkzeug für die Einheit der Menschheit.
  Aus: Dekret „Unitatis Redintegratio" über den
                                                                Kirche verwundet haben.
                                                      Aus: Gemeinsame Erklärung anlässlich des gemein-
                                                                                                                      9
     Ökumenismus von Papst Paul VI. 1964              samen katholisch-lutherischen Reformationsgeden-

                                                                                                          R E F O R M AT I O N / B I B E L K R E I S
                                                      kens, am 31. Oktober 2016 unterzeichnet u.a. von
 Die katholische Theologie des 20. Jahrhun-                           Papst Franziskus
derts sieht Luther nicht mehr als Ketzer oder
  kirchlichen Revolutionär, sondern als den              Lutheraner und Katholiken erfreuen sich
   Gottsucher, der in den Wirren der Zeit             heute eines wachsenden Verständnisses fürei-
versuchte, den Menschen Gott näher zu brin-              nander, intensiverer Zusammenarbeit und
gen. Luther ist, das hat auch der theologische         größeren gegenseitigen Respekts. Sie sind zu
   Dialog in den letzten 50 Jahren gezeigt,           der Erkenntnis gelangt, dass es mehr gibt, das
    ein wirkmächtiger Zeuge Jesu Christi.               sie eint, als das sie trennt: Über allem steht
Wolfgang Thönissen, katholischer Professor für öku-     der gemeinsame Glaube an den dreieinigen
 menische Theologie und Leiter des Johann-Adam-       Gott und seine Offenbarung in Jesus Christus
   Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn         wie auch die Anerkennung der Grundwahrhei-
                                                                ten der Rechtfertigungslehre.
Während wir eine tiefe Dankbarkeit empfin-            Aus: Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames
  den für die geistlichen und theologischen             lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im
   Gaben, die wir durch die Reformation                   Jahr 2017. Bericht der Lutherisch / Römisch-
empfangen haben, bekennen und beklagen wir               katholischen Kommission für die Einheit, 2013
 vor Christus zugleich, dass Lutheraner und

                                   Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht
                                    … dann kann ich weiter gehen! Gott sei Dank!
          Von Kristrun Gehrling                               Du deckst mir den Tisch
                                                             mitten in der Bedrängnis.
 „Du, Herr, bist für mich wie ein guter                         Du tröstest mich und
     Hirte. Du gibst acht auf mich.                            schenkst mir voll ein.
  Du lässt mich rasten auf grüner Aue,                Deine freundliche Aufmerksamkeit be-
   am frischen Wasser, Du lässt mich                   gleitet mich mein Leben lang. Bei Dir
   aufatmen. Du lenkst meinen Weg                     darf ich wohnen, heute und alle Zeit.“
          treu deinem Namen.
Und muss ich in finsterer Schlucht ge-                Mit diesen Worten will uns Psalm 23 neues
 hen, ich fürchte mich nicht, denn ich                      Licht schenken. Gott sei Dank!
weiß, Du bist bei mir und schützt mich.                          Schlag die Bibel auf
                                                               und hol Dir dieses Licht!

                                                                 Ansprechpartnerin

                                                                      Kristrun Gehrling
                                                                      Bibelkreis
                                                                      Tel.: (06102) 38 92 9
                                                                      eMail: k.gehrling@hk-ni.de

      Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
"ZUM HEILIGEN KREUZ" KATHOLISCHEN PFARRGEMEINDE - NEU-ISENBURG - Bistum Mainz
Miteinander in Neu-Isenburg
 10
               Von Herbet Hunkel                                Senioren die Möglichkeit, so lange wie mög-
NEU-ISENBURG

                                                                lich ein sozial integriertes Leben in der eige-
               Liebe Gemeindemitglieder von Heilig Kreuz,       nen Wohnung zu führen.
               liebe Freundinnen und Freunde!
                                                                Wenn das stimmt, sind die wichtigsten Vo-
               Gerne komme ich der Bitte des Redaktions-        raussetzungen für ein gutes Miteinander gege-
               teams nach, für den Gemeindebrief 2017 ei-       ben. Dazu ein sozialer Frieden, bei dem nie-
               nen Beitrag zu schreiben zum Thema               mand außen vor bleibt.
               „Miteinander“.
                                                                Dafür hat sich auch die rührige und sehr
               Beginnen möchte ich meinen Beitrag mit einer     menschliche Gemeinde Heilig Kreuz 2015, als
               Begebenheit aus dem vergangenen Jahr. Der        wir 700 Flüchtlinge im „Camp“, dem Gebäude
               Stadtfotograf 2016, Herr Thomas Blankenhorn      der ehemaligen Frankfurter Rundschau, auf-
               besuchte mich im Rathaus und legte mir einen     nahmen, sehr vorbildlich und beispielgebend
               Zettel auf den Tisch.                            eingesetzt. Typisch Heilig Kreuz! Dafür noch-
                                                                mals ganz herzlichen Dank! Das hat sehr ge-
               Auf diesem Zettel stand: „Ich trage Verant-      holfen!
               wortung für …“
               Herr Blankenhorn bat mich, die fehlenden         Dieses typische und besonders herzliche Mitei-
               Worte zu ergänzen.                               nander erlebt man bei vielen Gelegenheiten:
               Tja, wofür trage ich Verantwortung? Für eine     bei den Gottesdiensten und den kirchlichen
               gerechte und gute Arbeit des Rathauses, eine     Festen, aber auch im Alltag, in der Adventszeit
               bürgernahe Verwaltung, einen sparsamen Um-       mit dem besonderen, heimeligen Weihnachts-
               gang mit den Ressourcen, und, und, und ...       markt, bei städtischen Aktionen oder den Fast-
                                                                nachtern der Schwarzen Elf ,die Jahr für Jahr
               Schnell entschied ich mich. Ich trage Verant-    Spitzenleistungen bringen.
               wortung für ein gutes Miteinander in der
               Stadt!                                           Auch im Zusammenhang mit den Neubauge-
                                                                bieten im Birkengewann und im Stadtquartier
               Das scheint mir das Allerwichtigste! Ein gutes   Süd zeigt Heilig Kreuz großes Interesse an ei-
               Miteinander in der Stadt! Das setzt voraus,      nem guten Miteinander: so besuchte mich
               dass die Rahmenbedingungen in unserer Kom-       schon im vorigen Jahr eine Delegation mit Pa-
               mune stimmen – für alle! Dafür trage ich Ver-    ter Francis an der Spitze, um sich über die
               antwortung: genügend Kitaplätze für unsere       Kindergartenversorgung für die beiden Neu-
               Kleinsten, gute Schulen mit freizeitpädagogi-    baugebiete zu informieren! Nicht nur, um ein-
               scher Nachmittagsbetreuung, qualifizierte        fach darüber zu reden, sondern auch, um die
               Ausbildungsstellen für alle Schulabgänger, be-   Mitwirkung anzubieten!
               zahlbarer und barrierefreier Wohnraum, gut
               bezahlte Arbeitsplätze vor Ort, Sport- Kultur-
               und soziale Angebote für alle. Und für unsere

                                                  Kreuz(z)ungen 2017
Ich habe mich darüber sehr gefreut und bin        schlossen werden können. Dann werden wir
sicher, wir werden auch hier für unsere
Kleinsten eine ebenso vorbildliche Lösung fin-
                                                  auch den Standort einer Kindertagesstätte in
                                                  diesem neuen Wohngebiet entscheiden. Ich
                                                                                                    11

                                                                                                   NEU-ISENBURG
den wie es schon in vielen anderen Fällen ge-     könnte mir gut vorstellen, dass wir nach der
lungen ist.                                       hervorragenden Einrichtung im Pappelweg
                                                  auch hier mit der Katholischen Kirchenge-
Für das Neubaugebiet Birkengewann gibt es         meinde Zum Heiligen Kreuz eine gemeinsame
bereits eine Regelung seitens der Stadt, die      Lösung realisieren! Warten wir es ab.
mehreren hilft: der städtische Kindergarten in
der Friedrich-List-Straße (3 Gruppen) zieht in    Zum Abschluss dieses Beitrags möchte ich ger-
die neue Kindertagesstätte im Birkengewann        ne drei Damen meine große Hochachtung aus-
in der Anny-Schlemm-Straße ein. Dort ent-         sprechen:
steht Platz für 6 Gruppen, sodass für die neu
aus dem Birkengewann hinzu kommenden              Frau Anna-Maria Hollerbach, Frau Ursula
Kinder genügend Platz und auch schon eine         Hölzer und Frau Annemarie Ploch!
gewachsene Struktur vorhanden ist.
                                                  Diese drei Damen haben aus eigenem Antrieb
In die frei werdende Kindertagesstätte Fried-     14 Jahre Woche für Woche Pakete für Men-
rich-List-Straße wird danach die Kinderein-       schen in Not in Rumänien gepackt und auf die
richtung (2 Kleinkindergruppen und eine Kin-      Reise gebracht. Die wertvollen Inhalte für die
dergartengruppe) des Elternvereins „Känguruh      Pakete haben sie aus Spenden und mit viel Ei-
e.V.“ aus der Straße Am Erlenbach (das Ge-        geninitiative gesammelt. Am Ende waren es
bäude gehört der evangelisch-reformierten         knapp 3.000 Pakete!
Gemeinde Am Marktplatz) umziehen.
                                                  Unsere stillen Helfer im Lande!
Ich hoffe, dass die neue Kindereinrichtung im
Birkengewann Anfang 2019 ihren Betrieb auf-       14 Jahre! Ohne großes Aufsehen. Einfach
nehmen kann, damit die „Känguruhs“ bald-          großartig! Chapeau!
möglichst in ihr neues „Kinderparadies“ einzie-
hen können und nach 20 Jahren endlich eine        Herzlichst
ausreichende Bleibe auf Dauer gefunden ha-        Ihr Herbert Hunkel
ben.

Vielen Dank allen Beteiligten!

Anders sieht es im Neubaugebiet
„Stadtquartier Süd“, dem ehemaligen DuPont-                   Ansprechpartner
Gelände und dem Bundesmonopol-Areal aus.                         Herbert Hunkel
Hier bemühen wir uns um den Erwerb des                           Bürgermeister
Bundesmonopolgeländes durch die Gemein-                          Tel.: (06102) 241 - 700
nützige Wohnungsbaugesellschaft mbG                              eMail:
(GeWoBau). Wir hoffen, dass die Verhandlun-                      Herbert.Hunkel@stadt-neu-
gen noch in diesem Jahr erfolgreich abge-                        isenburg.de
      Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
… der Kirchputz
   12                                     Kirchenreinigung ist in „Zum Heiligen Kreuz“ Ehrensache
                                          Von Franz-Josef Stoisiek                         der Ständer für die Opferkerzen und die Apos-
WA S M AC H T E I G E N T L I C H . . .

                                                                                           telleuchter sind zu reinigen. Dabei werden die
                                          An Dreckschuhen und Staubflusen ist nichts       Kerzen und die Kerzenständer gereinigt und
                                          heilig. Deshalb muss eben auch ein Gotteshaus    von den Wachsresten befreit.
                                          regelmäßig geputzt werden. Einmal im Monat,      Die Steinböden werden gekehrt und anschlie-
                                          immer am ersten Dienstag, um 8:00 Uhr, be-       ßend feucht gewischt. Dazu müssen die Knie-
                                          ginnt für unsere Kirchenmäuse das große Zit-     bänke aus der Verankerung herausgehoben,
                                          tern. Fleißige Frauen und Männer reinigen        verschoben und nach der Bodenreinigung wie-
                                          dann ehrenamtlich unsere Kirche.                 der an ihren Platz gebracht werden. Die Tep-
                                                                                                            pichböden werden gesaugt.
                                                                                                            Wenn möglichst viele der zur-
                                                                                                            zeit 6 bis 8 Frauen und 2 Män-
                                                                                                            ner des Kirchputzteams kom-
                                                                                                            men, ist die Arbeit in einer
                                                                                                            guten Stunde erledigt. Manche
                                                                                                            engagieren sich schon sehr lan-
                                                                                                            ge Zeit, andere wiederum sind
                                                                                                            erst seit kurzem dabei. Der
                                                                                                            Kirchengemeinde werden so
                                                                                                            erhebliche Kosten Jahr für Jahr
                                                             Reinigung des Altarbereichs
                                                                                                            erspart!
                                                                                                            Leider scheiden aus Alters-
                                                                                                            oder Gesundheitsgründen im-
                                          Zum Kirchputz gehört das Reinigen des kom-       mer wieder Helferinnen und Helfer aus. Das
                                          pletten Kirchenraumes einschließlich der Em-     Team freut sich deshalb über jede Verstär-
                                          pore und der Sakristei. Sitzbänke, Fensterbän-   kung. Im Besonderen werden Männer benö-
                                          ke, Geländer, Ambo usw. müssen abgewischt        tigt, die bei den Kirchenbänken behilflich sind.
                                          werden. Auch die Glastüren müssen gesäu-         Kommt einfach, wenn es wieder im Pfarrblatt
                                          bert werden.                                     und bei der Vermeldung heißt: „am Dienstag
                                          Eine aufwendige Aufgabe ist das Reinigen der     um 8:00 Uhr Kirchputz“.
                                          Kerzenständer. Hier sind es nicht nur die Ker-
                                          zen auf dem Altar, hinter dem Altar, der sie-
                                          benarmige Leuchter und die Osterkerze, auch
                                                       Ansprechpartner

                                                           Franz-Josef Stoisiek
                                                           Leiter Liturgiekreis
                                                           Tel.: (06102) 22 67 7
                                                           eMail: fj.stoisiek@hk-ni.de            Reinigung des Kerzenständers

                                                                             Kreuz(z)ungen 2017
Hätten Sie es gewusst?
                                                                             Familienquiz                  13
    Sie finden hier einige Fragen, die uns gestellt wurden. Versuchen Sie diese für sich zu beantworten.

                                                                                                           QU I Z
                 Sprechen Sie miteinander. Antworten finden Sie auf den nächsten Seiten!

 1. Warum haben wir meistens weiße                            9. Welche Hochfeste gibt es und wann
 und manchmal honigfarbene Kerzen                                     werden sie gefeiert?
   auf dem Altar und im Altarraum?

                                                              10. Wann benutzen wir welche Fahnen
   2. Welche Bedeutung haben die                               auf dem Kirchengelände und welche
        liturgischen Farben?                                       Bedeutung haben die Farben?

  3. Welche Farbe wird zu welchem                               11. Warum wird der Corpus Jesu in
         Anlass verwendet?                                       unserer Kirche in den Wochen vor
                                                                         Ostern verdeckt?

 4. Warum werden zur Wandlung die
  Glöckchen von den Ministranten                               12. Warum stehen, sitzen, knien wir?
            geläutet?

   5. Wann und warum werden die                                  13.Warum gibt es nicht in jedem
    Glöckchen nicht geläutet und                                  katholischen Gottesdienst den
   stattdessen auf Holz geschlagen?                                Friedensgruß mit der Hand?

 6. Welche Voraussetzungen muss ich
     mitbringen, um Ministrant /                               14. Warum haben wir Weihwasser am
      Ministrantin zu werden?                                        Eingang unserer Kirche?

7. Muss ich viel lernen oder gibt es am
                                                                  15. Wie ist der Ablauf der Messe
Anfang erst mal kleinere Aufgaben als
                                                                            strukturiert?
     Ministrant / Ministrantin?

8. Warum und wann werden von den
 Ministranten nicht die „normalen“
Kerzen, sondern die großen Leuchter
         (Flambo) benutzt?

    Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
Familienquiz
14       Lösungen
         1.   In der österlichen und der adventlichen Bußzeit werden die honigfarbenen Kerzen
QU I Z

              verwendet, um diese Zeit bewusst zu machen.
         2.   Welche Bedeutung haben die liturgischen Farben?
              Weiß:         Festfarbe, die Farbe des Lichtes, der Freude und der Festlichkeit.
              Rot:          symbolisiert das Blut Christi und das seiner Märtyrer, steht für die
                            Feuerzungen bei der Herabkunft des Heiligen Geistes am Pfingstfest.
              Grün:         Farbe des organischen Wachstums in der Natur und somit Zeichen des
                            Lebens und der Hoffnung.
              Violett:      will uns zur Besinnung rufen, damit wir über unser eigenes Leben
                            nachdenken.
              Schwarz:      Farbe als Symbol der Trauer und des Todes.
              Rosa:         Sonderfall. Rosenfarbene Messgewänder können am dritten Adventssonntag
                            („Gaudete“ = „Freuet euch“) und am vierten Fastensonntag („Laetare“ =
                            „Freue dich“) verwendet werden. Diese liturgische Farbe soll Violett, welche
                            in diesen Zeiten vorherrschend ist, durchbrechen und uns einen Lichtblick
                            auf Weihnachten bzw. Ostern geben.
         3.   Siehe S. 17
         4.   Dies stammt aus der Zeit, als die Messe noch auf Latein gehalten wurde. Da die Gläubigen
              die lateinische Sprache nicht verstanden haben, wurden die Glöckchen geläutet, um ihre Auf-
              merksamkeit zu erhalten mit der Intention: „Achtung aufpassen, jetzt passiert etwas Besonde-
              res.“ Außerdem gehört es zu den morgenländlichen Riten zur Ankündigung des Erscheinen
              des Herrschers, mit Glöckchen zu läuten. In der Wandlung erscheint Christus (der Herr-
              scher) leibhaftig in Brot und Wein. Mit dem Klingeln/Leuten der Glöckchen wird hier das
              Erscheinen des Herrn signalisiert. In diesem Sinne ist auch das Läuten bei der Fronleichnams-
              prozession und beim Gloria an Weihnachten und in der Osternacht zu verstehen.
         5.   Der Überlieferung zufolge schweigen die Glocken bzw. deren Zungen, die Klöppel,
              von Gründonnerstag nach dem Gloria der Messe vom letzten Abendmahl den gesam-
              ten Karfreitag und Karsamstag bis vor dem Gloria in der Osternacht, da sie alle „nach Rom
              geflogen“ seien. Da die Kirchenglocken zumeist eine festliche Stimmung ausdrücken, ist de-
              ren Geläute in der Zeit der Grabesruhe Jesu nicht angebracht. Daher werden auch innerhalb
              der Liturgie die Ratschen bzw. Klappern anstelle der Altarglocken verwendet.
         6.   Die Erstkommunion, sowie die Freude am Dienst und der Gemeinschaft.
         7.   Zunächst übernehmen neue Ministranten kleinere Aufgaben (z.B. Leuchter, Flambo, Gaben-
              bereitung), später folgen weitere Aufgaben (Prozessionskreuz tragen, Weihrauch). Zu Beginn
              werden neue Ministranten von den Älteren unterstützt und vorbereitet.
         8.   Die größeren Leuchter (vom franz. Flambeaux) werden an Hochfesten eingesetzt, um dem
              Gottesdienst einen besonders festlichen Rahmen zu geben.

                                            Kreuz(z)ungen 2017
9.   Hochfeste des Herrn: Geburt des Herrn (Weihnachten) (25. Dezember); Erscheinung des
     Herrn (Hl. Drei Könige) (6. Januar); Verkündigung des Herrn (25. März); Ostern
     (beweglicher Festtermin); Christi Himmelfahrt (40. Tag nach Ostern); Pfingsten (50. Tag
                                                                                                     15

                                                                                                     QU I Z
     nach Ostern); Dreifaltigkeitsfest (Sonntag nach Pfingsten); Fronleichnam (Donnerstag der 2.
     Woche nach Pfingsten); Herz-Jesu-Fest (Freitag der dritten Woche nach Pfingsten); Christ-
     königsfest (letzter Sonntag im Jahreskreis)
     Hochfeste der Gottesmutter: Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und
     Gottesmutter Maria (8. Dezember); Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar); Hochfest
     der Aufnahme Mariens in den Himmel (15. August)
     Hochfeste der Heiligen: Hochfest des hl. Josef (19. März); Geburt des hl. Johannes des
     Täufers (24. Juni); Hochfest der hl. Apostel Petrus und Paulus (29. Juni); Allerheiligen (1.
     November); Allerseelen (2. November) nimmt eine besondere Stellung ein: Es ist im Kalen-
     der zwar nicht als Hochfest ausgewiesen, wird aber in der liturgischen Rangordnung in Kate-
     gorie I.3 mit den Hochfesten des Herrn, der Jungfrau Maria und jener Heiligen, die im Gene-
     ralkalender verzeichnet sind, auf eine Stufe gestellt.
     Eigenhochfeste: Patrozinium und Kirchweihe (14. September: Kreuzerhöhung)
10. Zu den Hochfesten werden die Fahnen aufgezogen. Gelb-weiß (katholische Kirche) und rot-
    weiß (u.a. für die Region)
11. Die Tradition der Kreuzverhüllung besteht seit dem frühen Mittelalter. Im Messbuch
    von 1570 wurde der Brauch offiziell: „Vor der ersten Vesper des Passionssonntages werden
    die Kreuze und Bilder verhüllt.“ Mit den Bildern sind alle bildlichen Darstellungen wie Heili-
    genfiguren und Darstellungen von Kreuzen gemeint. Sie werden ab dem fünften Fastensonn-
    tag mit violetten Tüchern verhüllt. Violett ist die Farbe der Fastenzeit.
    In der fünften Station des Kreuzweges findet sich eine Antwort: „Wir Menschen fürchten das
    Kreuz. Selbst Petrus, der Jünger Jesu, schreckte davor zurück. Und doch ist in keinem ande-
    ren Zeichen Heil außer im Kreuz.” Das Kreuz ist seit dem dritten Jahrhundert für die Chris-
    ten das Zeichen der Auferstehung — und nicht das Zeichen des Todes. Es geht also nicht da-
    rum, die Kreuzigung „zu verhüllen”. Durch das Verhüllen des Kreuzes wird auf die Leidens-
    zeit Jesu aufmerksam gemacht.
12. Wenn wir stehen, dann bringen wir damit unsere Ehrfurcht vor Gott zum Ausdruck
    (zum Beispiel während des Evangeliums). Wir demonstrieren Aufmerksamkeit und die Be-
    reitschaft, zuzuhören.
    Durch das Sitzen fällt es uns leichter, aufmerksam und konzentriert zuzuhören, ruhig zu
    werden und uns zu sammeln und zu besinnen (Lesungen, Predigt, …).
    Wir knien immer dann, wenn wir allein beten oder Gott anbeten, oder wenn wir besonders
    unsere Demut zum Ausdruck bringen wollen. Wir machen uns klein, wenn wir zeigen
    möchten, dass wir die Größe Gottes anerkennen.
    Wann auch immer wir gehen, bewegen wir uns auf ein Ziel hin (beim Gottesdienst: Kom-
    munion), sind wir unterwegs zu Gott (besonders deutlich wird das natürlich bei allen Pro-
    zessionen).
    Durch Verneigung und Kniebeuge zeigen wir besondere Ehrfurcht und Respekt.

      Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
16       13. Der Friedensgruß kann vom Priester mit der Formel: „Der Friede des Herrn sei allezeit mit
             euch.“ zum Ausdruck gebracht werden. Die Gemeinde antwortet: „Und mit deinem Geiste.“
QU I Z

             Der Priester oder Diakon kann zum Friedensgruß auffordern: „Gebt einander ein Zeichen des
             Friedens.“ (Offerte vobis pacem.) Daraufhin geben sich die Gläubigen ein Zeichen, so wie es
             ihrer lokalen Sitte entspricht, gemäß den Regelungen durch die zuständige Bischofskonferenz,
             in Mitteleuropa in der Regel in Form eines Handschlags.
             Man kann dazu sagen: „Der Friede des Herrn sei immer mit dir.“ (Pax Domini sit semper
             tecum.), worauf mit „Amen.“ geantwortet wird, oder „Der Friede sei mit dir.“ (Pax
             tecum.) mit der Antwort „Und auch mit dir.“ (Et cum spiritu tuo.). Es ist angebracht, „dass
             jeder in schlichter Weise nur seinen Nachbarn den Friedensgruß gibt“.
         14. Das Weihwasser soll uns an unsere eigene Taufe erinnern.
         15. Eröffnung:              Einzugsprozession mit Eingangslied
                                     Begrüßung
                                     Schuldbekenntnis
                                     Kyrie
                                     Gloria
                                     Tagesgebet
              Wortgottesdienst:      Lesung
                                     Zwischengesang
                                     Evangelium
                                     Predigt
                                     Glaubensbekenntnis
                                     Fürbitten
              Eucharistiefeier       Gabenbereitung
                                     Hochgebet
                                     Vater unser
                                     Friedensgebet mit Friedensgruß
                                     Kommunion
              Entlassung:            Verlautbarungen
                                     Schlusssegen
                                     Schlusslied und Auszug

                                            Kreuz(z)ungen 2017
17

                                                              KIRCHENJAHR

Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
Unter der Lupe: Der Familienkreis
 18              Miteinander ... die Kinderzeit genießen
                 Von Doris Adam                                    Irgendwer wird schon eine Schaufel dabei ha-
UNTER DER LUPE

                                                                   ben …“, beruhigt sie sich selbst.
                 Es ist Freitagmittag, eine Mutter läuft durch     Nach kurzer Zeit erreicht die Familie den
                 die Wohnung mit einer Windel in der Hand.         Spielplatz. Der angestaute Stress ist wie weg-
                 „Feuchttücher, Sandspielzeug, Trinkfla-           geblasen, denn dort springen schon einige Kin-
                 sche...“, sagt sie sich im Geiste. „Maamaaa“      der zwischen 1 ½ und 3 Jahren herum. Eine
                 ruft es aus der Küche, „esse wollen!“ Ein Kind    Einjährige übt sich in ihren ersten Schritten
                 hat Hunger. „Uahhh, wäh, wäh,“ fängt es           und zwei Babys liegen im Kinderwagen.
                 gleichzeitig aus dem Wohnzimmer an zu             Heute sind auch noch einige ältere Geschwis-
                 schreien.                                         terkinder dabei. Sie spielen Verstecken. Und
                                                                   die eben noch quengeligen Kinder sind zufrie-
                 Die Mutter legt die Windel auf den Tisch und      den und gut gelaunt mittendrin.
                 kümmert sich um die
                 beiden Nachkömmlin-
                 ge. Als beide zufrieden
                 wirken, holt sie den
                 Rucksack und beginnt
                 zu packen. „Wo war
                 jetzt noch mal die
                 Windel – egal, eine
                 neue, Feuchttücher,
                 Kekse, Trink“ - „Uah,
                                                                   Auf dem Spielplatz
                 wa-wa-wa“, brüllt es
                 da erneut. Das ältere
                 Kind steht betreten
                 neben dem Baby …

                 Mit einem Blick auf die Uhr schnappt die Mut-     Die Eltern sitzen am Tisch und packen ihr Mit-
                 ter schweißgebadet das Baby und nimmt es in       gebrachtes aus. So entsteht ein buntes „Snack-
                 die Babytrage. Das ältere Kind klammert sich      Buffet“, bei dem alle zugreifen können. Das
                 an ihr Bein. „Auch tragen“, jammert es.           lassen sich die Kinder natürlich nicht zweimal
                                                                   sagen. Alle sitzen am Tisch und lassen es sich
                 „Mist, schon wieder so spät“, schimpft die        schmecken — doch dann geht es weiter: rut-
                 Frau. Schnell füllt sie die Trinkflasche zu En-              Ansprechpartnerin
                 de, immer noch das jammernde Kind am Bein,
                 um dann umständlich alle abmarschbereit an-
                                                                                  Doris Adam
                 zuziehen. Haustüre zu, los geht’s. Auf halbem
                                                                                  Eltern-Kind-Treff
                 Weg fällt ihr ein, dass sie eigentlich noch
                                                                                  Tel.: (06102) 81 66 18 8
                 Sandspielzeug mitnehmen wollte. „Egal, viel-
                                                                                  eMail: d.adam@hk-ni.de
                 leicht ging es bei den anderen heute besser.

                                                     Kreuz(z)ungen 2017
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                                                                                   UNTER DER LUPE
schen, schaukeln, wippen, im Sand buddeln,
einfach spielen …

Und die Eltern genießen das Miteinander im
Austausch, bei Kaffee und Keksen und mit den
Kindern. Und nach zwei Stunden treten alle
entspannt, zufrieden und müde den Heimweg
an.

Und alle sind sich einig, das war ein schöner
Nachmittag! Und: Sandspielzeug war auch für
alle genügend da. ;-)

Haben Sie auch Kinder im Alter
von bis 6 Jahren?

Der Eltern-Kind-Treff findet jeden Freitag      Familienfreizeit im Februar 2017
von 15:30 – 17:30 Uhr im Alfred-Delp-Haus
statt.

Bei schönem Wetter sind wir auf dem
Spielplatz „Eichenweg“ direkt gegenüber
der Kirche. Kommen Sie gerne einfach da-
zu.
Wir freuen uns auf Sie.

Miteinander unterwegs waren wir Familien bei
der Familienfreizeit im Februar … und das war
so schön – das machen wir wieder!

Bild rechts: Das Kreuzerchen zum Ausmalen!
             Ansprechpartnerin

                  Katharina Stoisiek
                  Eltern-Kind-Treff
                  Tel.: (06102) 93 46 51 9
                  eMail: k.stoisiek@hk-ni.de

      Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
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                         Unser Team „Kita Zum Heiligen Kreuz“
K I N D E R G A RT E N

                         Stadtradeln 2017
                         Von Petra Gerecht

                         Bewegung ist wichtig – das wis-
                         sen wir alle. Doch immer häufi-
                         ger werden unsere Kinder mit
                         dem Auto bis vor die Kindergar-
                         tentür gefahren, werden auch
                         kurze Wege mit dem Auto zu-
                         rückgelegt.                                          Pause im Wald

                         Wir wollten ein Zeichen setzten
                         für mehr Bewegung im Alltag und haben im      meln für mehr Klimaschutz und Radverkehrs-
                         Rahmen des Neu-Isenburger Stadtradelns ein    förderung in unserer Stadt.
                         Radteam gebildet. Zuerst haben sich einige
                         Mitarbeiter / -innen angemeldet, dann Fami-   Insgesamt 32 Mitglieder haben sich in unse-
                         lien und schließlich Gemeindemitglieder und   rem Team zusammengeschlossen und
                         Bekannte, um miteinander Kilometer zu sam-    4570,00 km gesammelt. So sind wir am Ende
                                                                               auf dem 6. Platz in der Gesamt-
                                                                               wertung (Gesamtleistung) gelandet.
                                                                               Ein tolles Ergebnis, auf das wir alle
                                                                               ganz schön stolz sein können!

                                                                                Besonders viel Spaß hatten wir bei
                                                                                einer gemeinsamen Radtour am
                                                                                Samstag, den 27.5.2017. Unser
                                                                                Ausgangspunkt war der Kindergar-
                                                                                ten. Hier ging es um 14:00 Uhr los
                                        Mit den Rädern unterwegs                zur Flitterseehütte im Isenburger
                                                                                Forst. Dort wurde ein gemütliches
                                                                                Picknick gemacht und die Kinder hat-
                                                                       ten am nahen Teich viel Spaß mit Wasserexpe-
                                    Ansprechpartnerin
                                                                       rimenten.
                                                                       Wir werden im nächsten Jahr bestimmt wie-
                                        Petra Gerecht
                                                                       der beim Stadtradeln mitmachen und uns wei-
                                        Leiterin des Kindergartens
                                                                       ter für mehr Bewegungsförderung im Alltag
                                        Tel.: (06102) 32 66 45
                                                                       einsetzen.
                                        eMail: p.gerecht@hk-ni.de

                                                           Kreuz(z)ungen 2017
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                                                 Miteinander unterwegs

                                                                                                     K I N D E R G A RT E N
                                Übernachtung der Vorschulkinder im Kindergarten
Von Andrea Schulte-Sasse                          mit Gummistie-
                                                  feln ging es in
Auch in diesem Jahr haben wir mit unseren         den Bach. Wir
Vorschulkindern überlegt, wie wir das große       haben Bachfloh-
Erlebnis „Wir schlafen im Kindergarten“ ge-       krebse, Wasser-
stalten können. Schnell war klar: Ein schöner     läufer und ande-
Ausflug, ein Lagerfeuer, vielleicht eine Nacht-   re Bachbewoh-
wanderung, eine Schatzsuche und viel Zeit         ner gefunden.          Im Bach unterwegs
zum Spielen musste dabei sein.                    Wieder im Kin-
                                                  dergarten ange-
                                                  kommen, gab es ein leckeres Büffet, das mit
                                                  viel Liebe zubereitet war. Kuchen, Sandwiches
                                                  und Obst gab es zur Stärkung.
                                                  Danach war es Zeit zum „Bettenbauen“ und
                                                  zum Spielen, und wer immer noch Kraft hatte,
                                                  ging zusammen mit zwei Erzieherinnen in den
                                                  Wald, um Holz zu sammeln für das Lagerfeu-
                 Kleine Pause                     er. Nach dem gemeinsamen Abendessen, dem
                                                  Lagerfeuer und dem Grüffelo-Film waren alle
                                                  müde und gingen in ihre Betten. Getuschelt
Gemeinsam mit den Kindern haben wir einen         wurde noch lange, aber irgendwann schliefen
Speiseplan erstellt und überlegt, wer mit wem     auch die letzten Kinder ein.
in welcher Gruppe schläft und was eigentlich      Am nächsten Morgen nach dem Frühstück gab
zum Übernachten im Kindergarten gebraucht         es noch weitere Überraschungen für die Kin-
wird.                                             der. Jedes Kind bekam ein T-Shirt mit einem
Am 18.5.2017 war es dann endlich soweit.          Bild aller Vorschulkinder. Das durften sie
Bepackt mit Rucksack, Schlafsack und Decken       noch nach Herzenslust bemalen und gestalten.
kamen alle im Kindergarten an. Viel Zeit blieb    Auch die Schatzsuche durfte nicht fehlen. 21
nicht, um sich gemütlich einzurichten, denn es    kleine Piraten sausten ohne Schiff durch den
ging mit den öffentlichen Verkehrsmitteln         Buchenbusch, um alle Aufgaben zu lösen. Am
nach Darmstadt-Eberstadt. Hier wurden wir         Ende der Aufgaben wartete ein großer Schatz
von Frau Müller, einer Mitarbeiterin der                                     auf die kleinen Pira-
Freunde der Streuobstwiesen, empfangen. Mit                                  ten.
ihr gemeinsam haben wir uns auf den Weg zu                                   Es war eine tolle
einer besonderen Bachstelle gemacht. Hier                                    Übernachtung mit
haben wir die geheimen Lebewesen des Baches                                  unseren großen
erkundet. Mit Eimern, Sieben, barfuß oder                Lagerfeuer          Vorschulkindern.

      Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
Und plötzlich wurde es still
22         Taizé
           Von Hannah Schulte-Sasse                               unserer Ankunft wurden wir in der riesigen
TA I Z É

                                                                  Kirche, die überhaupt nicht aussah wie eine
           Taizé ist ein kleiner Ort auf einem Hügel in Frank-    Kirche bei uns, eingewiesen: Uns wurden ein
           reich. Dort treffen sich jedes Jahr zu verschiedenen   paar grundsätzliche Regeln erklärt, wann es
           Zeiten tausende von Jugendlichen, um zu beten, sich    Essen gibt, Toiletten, unser Schlafplatz etc.
           auszutauschen und um sich zu treffen. Vom              Der Boden war aus Teppich und es gab keiner-
           2.4.2017 bis zum 9.4.2017 war eine kleine Grup-        lei Bänke. Kurze Zeit später bezogen wir unse-
           pe aus unserer Gemeinde in Taizé, um dort Erfah-       re Baracke. Wir waren zu fünft in einer Bara-
           rungen zu sammeln. Ich will Ihnen von meinen Ein-      cke untergebracht. In Taizé wird alles auf das
           drücken erzählen und Ihnen Taizé ein wenig näher       Nötigste beschränkt, daher hatte jeder von uns
           bringen.                                               ein kleines Bett und unsere Klamotten ließen
                                                                  wir in den Taschen.

                                                                  Am Abend gab es den berühmten Nudelsalat,
                                                                  vor dem uns alle schon gewarnt hatten. Die
                                                                  Portionen waren, wie schon erwartet, sehr
                                                                  klein und von einem Nachschlag war nur zu
                                                                  träumen. Allerdings hatten wir vorgesorgt,
                                                                  und so gab es zum Nachtisch noch einen Müs-
                          Gemeinsames Gebet
                                                                  liriegel.

           Und plötzlich wurde es still. Wir schauten uns
           um und entdeckten hunderte von jungen Men-
           schen, die zur Ruhe kamen und beteten. Von
           nun an sollten wir ihnen eine Woche lang
           dreimal am Tag nachtun. Am Anfang war es
           schwer, zehn Minuten einfach still zu sitzen,
           aber wir gewöhnten uns an das Gefühl und
                                                                                  Abendessen
           genossen die Stille. Stille ist neben Gemein-
           schaft erleben ein großer Baustein von Taizé.
           Im Gebet ist es still, unten an der Quelle und         Die erste Nacht ging ziemlich schnell vorbei,
           abends, wenn die Gespräche in der Nacht ver-           denn um noch duschen zu können und dabei
           schwimmen.                                             noch etwas warmes Wasser zu ergattern,
                                                                  mussten wir um 7:30 Uhr raus. Erfrischt von
           Am 2.4.2017 kamen wir mit einer kleinen                der Dusche ging es zum Morgengebet. Noch
           Gruppe der KJZ (Katholischen Jugendzentra-             etwas mitgenommen von der Nacht saßen wir
           le) in Taizé an. Der erste Eindruck war etwas          in der Kirche, auf dem Boden, ohne Schuhe ...
           fremd. Wir sahen ein riesiges Gelände mit vie-         Es war schön und beeindruckend, da auch ein
           len verschiedenen Gebäuden, auf dem wir uns            kleiner Duft Weihrauch in der Luft lag. Das
           erstmals zurecht finden mussten. Kurz nach             Frühstück fiel wieder spartanisch aus. Ein

                                                   Kreuz(z)ungen 2017
Brötchen, zwei Stücke Schokolade und eine          lände in Taizé ist sehr groß, so kann man sich
Tasse Tee oder Kakao.                              zurückziehen oder mit anderen ins Gespräch
                                                   kommen. Wir waren den ganzen Tag draußen
                                                                                                     23

                                                                                                     TA I Z É
                                                   und haben es genossen.

                                                   Ob ich nochmal nach Taizé fahren würde?

                                                   Als ich noch in Taizé war, dachte ich: Ja, ganz
                                                   nett, aber ich muss nicht unbedingt nochmal
                                                   hin. Als ich jedoch nach Hause kam und wie-
             Blick auf das Gelände
                                                   der meinen normalen Tagesablauf hatte und
                                                   einen normalen Gottesdienst besuchte, änder-
Nach dem Frühstück begann unser erster rich-       te sich meine Meinung zu: Ja, da besteht Wie-
tiger Tag in Taizé. Alle Jugendlichen bis 16       derholungsbedarf.
Jahren trafen sich in einem Zelt, um dort die
Gesprächsgruppen für die kommende Woche            Ich kann Taizé nur empfehlen. Nicht nur für
einzuteilen. In dieser Gruppe trafen wir uns       junge Menschen, sondern auch für ältere, da
jeden Tag zweimal: morgens, um über das Ta-        auch für sie ein Programm bereitsteht. In Tai-
gesthema zu reden und nachmittags, um zu           zé kann man zur Ruhe kommen und der kleine
                                                   Ort bildet einen starken Kontrast zu dem nor-
putzen, oder für andere Aktivitäten.
                                                   malen Alltag. Allein um ein Taizé Gebet noch-
                                                   mal zu erleben. In der Kirche herrscht eine
Mit unserer Gesprächsgruppe hatten wir viel        ganz andere Atmosphäre und, wenn alle bei
Spaß. Wir mussten alle Englisch reden, da wir      den Taizé Liedern mitsingen macht es richtig
Deutsche und Franzosen waren. Aber wir ver-        Spaß. Wir wollten gar nicht mehr weg.
standen uns und konnten einige Themen be-
sprechen und uns näher kennen lernen. Mit
den anderen aus der Gruppe halten wir bis
heute noch Kontakt über soziale Medien.

                                     Die Tage
                                     in Taizé
                                     gingen
                                     schnell
                                     vorüber.
                                                             Neu-Isenburger Gruppe
                                     Wir hatten
                                     immer
                                     etwas zu                 Ansprechpartnerin
                                     tun, ob-
                                     wohl man                      Hannah Schulte-Sasse
                                     gleichzei-                    Oberministrantin
                                     tig so viel                   Tel.: (06074) 72 89 10 3
     Versöhnungskirche der
     Communauté de Taizé             Zeit hatte.                   eMail:
                                     Das Ge-                       h.schulte-sasse@hk-ni.de

      Katholische Pfarrgemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ Neu-Isenburg
Ritter und Drachen—wir lassen‘s krachen
  24                          Kinderzeltlager 2017
                              Von Rebecca und Florian Beermann                    liche Kostüme trugen, wie z.B. das eines Kö-
K I N D E R Z E LT L AG E R

                                                                                  nigs, Harlekins, Ritters usw.
                              Das diesjährige Zeltlager mit dem Motto             Eines unserer persönlichen Highlights war die
                              „Ritter und Drachen – wir lassen‘s krachen“         Survival-Tour. Die „Surviveler“ wurden dieses
                              war ein großer Erfolg! Vom Zeltplatz aus hatte      Jahr nämlich in Frankreich ausgesetzt, da der
                              man eine tolle Aussicht auf die Stadt Dahn (in      Zeltplatz nicht sehr weit von der französischen
                              der Pfalz) und man war umgeben von Wald             Grenze entfernt war. Der Gruppenname war
                              und Felsen.                                         „Team Takeshi´s Castle“ (nach einer Fernseh-
                              Die Gruleis hatten täglich ein tolles Programm      sendung). Wir „Surviveler“ kehrten – nach
                              vorbereitet und abends gab es immer ein La-         einem 25-km-Marsch — noch in der Nacht
                              gerfeuer mit Gesang.                                zurück und übernachteten heimlich im Zelt-
                              Gleich am ersten Tag gab es schon ein paar          heiligtum, um die anderen am nächsten Tag zu
                              besondere Aufgaben, um die Stadt kennen zu          überraschen.
                              lernen. Als erstes sollten wir eine gute Tat        Ein weiteres Highlight war unser Rittermarkt,
                              vollbringen, was von allen Gruppen anders           der auf dem Zeltplatz stattgefunden hat. Es
                              umgesetzt wurde. Die zweite war, ein rohes          gab viele verschiedene Stände, u.a. einen
                              Ei, das man vorher bekommen hatte, gekocht          Stand mit Bier und Wein (Malzbier und Trau-
                              zurückzubringen. Manche fragten dafür in ei-        bensaft), mehrere Essensstände (z.B. mit
                              ner Bäckerei oder einem Restaurant nach. Die        Flammkuchen) und Glücks- und Geschicklich-
                              letzte Aufgabe war, einen Teebeutel weiter zu       keitsspiele. Außerdem gab es noch eine Show,
                              tauschen und zwar so oft es ging und in etwas       für die wir in Gruppen vorbereitet hatten, z.B.
                              mit höherem Wert. Manche Gruppen hatten             eine Comedyshow, eine mittelalterliche Ge-
                              am Ende eine sehr große Sache, wie z.B. einen       richtsverhandlung und eine Gruppe, die Leute
                              Werkzeugkasten, moderne Kunst oder sogar            imitierte.
                              acht Autoreifen hatten.                             Während des Zeltlagers wollten nicht nur die
                              Besonders beeindruckend war ein Gelände-            ehemaligen Gruppenleiter unser Banner klau-
                              spiel, das in einer alten Burgruine stattgefun-     en, auch die einheimische Dorfjugend zeigte
                              den hat.                                            Interesse. Doch — im Gegensatz zu den Ehe-
                              Es hat viel Spaß gemacht, die verschiedenen         maligen — versagte diese bei jedem Versuch,
                              Räume und Gänge zu entdecken und die Plät-          was teilweise auch der Nachtwache zu verdan-
                              ze zu suchen, an denen sich die Gruppenleiter       ken war.
                              versteckt hatten, die natürlich alle mittelalter-
                                                                                  Alles in allem hatten wir eine tolle Zeit, die
                                            Ansprechpartner                        viel zu schnell vorbei ging. Unsere Grup-
                                                                                  penleiter sind die besten und einen riesigen
                                                Alexander Albert                            Dank auch an die Küche!
                                                Gemeindereferent
                                                Tel.: (06102) 59 76 50
                                                eMail: a.albert@hk-ni.de

                                                                    Kreuz(z)ungen 2017
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