Berufliche Bildung in Europa mitgestalten Gesammelte Erfahrungen
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Berufliche Bildung in Europa mitgestalten
Gesammelte Erfahrungen
DIE REGIERUNGSPRÄSIDENTIN
www.brk.nrw.de2 Impressum
Erarbeitet durch
Bezirksregierung Köln
Abteilung 4: Schule
Dezernat 45: EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung
in enger Zusammenarbeit mit allen beteiligten Berufskollegs
Herausgeber
Bezirksregierung Köln
Zeughausstraße 2-10
50667 Köln
Telefon 0221/147-0
Fax 0221/147-3185
eMail poststelle@brk.nrw.de
www.brk.nrw.de
Stand: Juni 2017
Herstellung und Druck
Herstellung: Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der BRK
Druck: Druckerei der BRK
Fotonachweis
Titelfoto: © shutterstock_145396102.eps
S. 3: © Gerd Altmann/pixelio.de
Alle weiteren Fotos wurden mit freundlicher Genehmigung
der beteiligten Berufskollegs zur Verfügung gestellt.
Die Verantwortung für den Inhalt und die Fotos dieser
Veröffentlichung tragen die beteiligten Berufskollegs.
Die EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Köln haftet
nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.
Eine Vervielfältigung – auch auszugsweise – ist nur mit
schriftlicher Genehmigung des Herausgebers gestattet.4
EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung
Die EU-Geschäftsstelle hat die
der Bezirksregierung Köln 10%-Strategie für Mobilitäten in
der beruflichen Bildung initiiert.
Im Mai 2015 wurden die ersten
Berufskollegs geehrt, bei denen
bereits 10% aller Auszubildenden
Europa bleibt unser Thema einen Auslandsaufenthalt
absolviert haben
Die EU-Geschäftsstelle (EU-GES) hat einiges auf den Weg gebracht. Die ini-
tiierte 10%- Strategie hat viel positive Resonanz erfahren und wird jetzt auf
Landesebene weiter entwickelt. Neun Berufskollegs konnten im Jahr 2015 mit
dem 10%-Zertifikat ausgezeichnet werden und es kommen 2017 weitere hin-
zu. Das ist Ihr Erfolg!
Auch die in unserem Mobilitätsantrag MOVE ON beantragten Mobilitäten für
Lehrerinnen und Lehrer sowie Ausbilderinnen und Ausbilder erfreuen sich
großer Nachfrage und damit ist eine Grundlage geschaffen, neue Kontakte im
europäischen Ausland zu knüpfen.
Um von unserer Seite diese Art der Unterstützung weiterhin leichter gewähr-
leisten zu können, haben wir erfolgreich die Mobilitäts-Charta beantragt, die
das Antragsverfahren vereinfacht. Vielleicht ist das auch für Ihre Schule eine
Option – insbesondere wenn Sie bereits zu den 10%-Schulen zählen!
Auch im Rahmen der Vergleichbarkeit und Anerkennung von im Ausland erlern-
ten Kompetenzen haben wir gemeinsam mit unseren europäischen Partnern
erfolgreich Vorarbeit für eine leichtere Durchführung von Mobilitäten geleistet.
In den Projekten THEME und ITBSE wurden für verschiedene Berufe Kompe-
tenzmatrizen (weiter-) entwickelt, mit deren Hilfe die im Praktikum zu leisten-
den Arbeiten zum einen sehr gut beschrieben werden können, zum anderen
aber auch sehr gut messbar werden. Die in THEME ebenfalls entwickelte Daten-
bank erleichtert zusätzlich die Organisation der Praktika (www.theme-eu.net).
Für ihre Arbeit wurde die EU-GES mit dem ECVET-Siegel ausgezeichnet. Wir
sind stolz, dass damit die Qualität unserer gemeinsamen Arbeit unterstrichen
wird. Wir hoffen, dass Sie für Ihre Arbeit viele neue Anregungen in dieser Bro-
schüre finden und wir als EU-GES weiterhin erfolgreich mit Ihnen zusammen-
arbeiten und Sie bei Ihren Plänen unterstützen können.
Wir laden Sie ein, zu blättern und zu studieren, Ideen zu sammeln und Projekte
zu entwickeln.
Ihr
Team der EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung
der Bezirksregierung Köln5
Kontakt
Dr. Folene Nannen-Gethmann
Tel.: 02 21 / 147-2361
folene.nannen@brk.nrw.de
Stefan Homeyer
Tel.: 02 21 / 1 47-3346
stefan.homeyer@brk.nrw.de
Christiane Nehen
Tel.: 02 21 / 1 47-2671
christiane.nehen@brk.nrw.de
Thorsten Noelle
Tel.: 02 21 / 147-2388
thorsten.noelle@brk.nrw.de
Sven Peters
Tel.: 02 21 / 1 47-3769
sven-peters@brk.nrw.de
Till Piontek
Tel.: 02 21 / 1 47-3375
till.piontek@brk.nrw.de
Christa Slooten
Tel.: 02 21 / 147-2516
christa.slooten@brk.nrw.de
Bezirksregierung Köln
Abteilung 4: Schule
Dezernat 45:
EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung
Zeughausstraße 2-10
50667 Köln
Tel.: 02 21 / 1 47-2045
Fax: 02 21 / 147-3370
www.brk.nrw.de/europa6 Inhalt Europa bleibt unser Thema 4 EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung der Bezirksregierung Köln Europaaktivitäten 10 Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung, Aachen, StädteRegion Aachen Europa zu Gast bei Freunden 12 Berufskolleg für Gestaltung und Technik, Aachen, StädteRegion Aachen Ahoj Prag! Bonjour Rouen! 14 Käthe-Kollwitz-Schule, Aachen, StädteRegion Aachen Gruppenpraktika mit Unterstützung des 16 Deutsch-Französischen Sekretariates Mies-van-der-Rohe-Schule, Aachen, StädteRegion Aachen und Berufskolleg für Technik, Düren, Kreis Düren Grenzenloses Lernen 18 Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg, Aachen, StädteRegion Aachen Grenzen überschreiten – Neues wagen – Horizonte erweitern 20 Berufskolleg Alsdorf, Alsdorf, StädteRegion Aachen Von Herzogenrath nach Europa 22 Europaschule Berufskolleg Herzogenrath, Herzogenrath, StädteRegion Aachen Training and travelling! Wir gehen weiter 24 Berufskolleg Simmerath/Stolberg, Simmerath, StädteRegion Aachen
7
Inhalt
Europa – Ein Schwerpunkt unseres Schulprofils 26
Heinrich-Hertz-Europakolleg, Bonn
Mobil in Europa 28
Ludwig-Erhard-Berufskolleg, Bonn
RWB goes Europe 30
Robert-Wetzlar-Berufskolleg, Bonn
Grenzen überschreiten 32
Berufskolleg Jülich, Berufsbildende Schule, Jülich, Kreis Düren
Europe? Yes, Please! 34
¿Europa? ¡Claro que sí!
L´Europe? Mais oui!
Thomas-Eßer-Berufskolleg, Euskirchen, Kreis Euskirchen
Europäisch und interkulturell 36
Berufskolleg Ehrenfeld, Köln
Auslandspraktika in Hatfield und Rovaniemi 38
Berufskolleg an der Lindenstraße, Köln
Wir sind Europa! 40
Berufskolleg Südstadt, Köln
Ein bunter Strauß an europäischen Begegnungen 42
und Mobilitäten
Erich-Gutenberg-Berufskolleg, Köln
Auf dem Weg nach Europa 44
Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg, Köln8 Inhalt Transnationale Vernetzung der Ausbildung 46 Hans-Böckler-Berufskolleg, Köln Eine der besten Erfahrungen meines Lebens 48 Richard-Riemerschmid-Berufskolleg, Köln Begegnungs- und Bildungsreise nach Polen 50 Richard-Riemerschmid-Berufskolleg und Berufskolleg Ulrepforte, Köln Europa-Austausch: 52 Acht Jahre Lebenslanges Lernen Werner-von-Siemens-Schule, Köln Internationale Schlüsselkompetenzen 54 für Studium und Beruf Adolf-Kolping-Berufskolleg, Kerpen-Horrem, Rhein-Erft-Kreis Mobilität bei der beruflichen Ausbildung 56 Goldenberg-Europakolleg, Hürth, Rhein-Erft-Kreis Einen Arbeitsplatz in Europa finden 58 Karl-Schiller-Berufskolleg, Brühl, Rhein-Erft-Kreis Fit für Europa 60 Nell-Breuning-Berufskolleg, Frechen, Rhein-Erft-Kreis
9
Inhalt
Auf dem Weg zur Internationalisierung – 62
vielseitige Kontakte knüpfen und pflegen
Berufskolleg Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach,
Rheinisch-Bergischer Kreis
Interkulturelle Erfahrung in der beruflichen Bildung 64
Carl-Reuther-Berufskolleg, Hennef, Rhein-Sieg-Kreis
Berufliche Professionalisierung durch europäische Mobilität 66
Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg, Troisdorf,
Rhein-Sieg-Kreis
Europa erleben! 68
Glasfachschule Rheinbach, Rheinbach, Rhein-Sieg-Kreis
Aktuelle Projekte 70
EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung
der Bezirksregierung Köln
Beteiligte Berufskollegs 72
EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung
der Bezirksregierung Köln
. . . wir helfen Ihnen weiter 74
EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung
der Bezirksregierung Köln10
Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung, Aachen,
StädteRegion Aachen
Nicht nur in der Euregio Maas-Rhein
sind Schülerinnen und Schüler
Europaaktivitäten des Berufskollegs Wirtschaft
und Verwaltung zu finden
Die fortschreitende Globalisierung, in der Arbeitsplätze mehr und mehr inter-
national definiert werden, führt zu neuen Qualifikationsanforderungen. Unter-
nehmen benötigen zunehmend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Euro-
paqualifikationen. Diesen Anforderungen versuchen wir in unterschiedlichen
Bildungsgängen gerecht zu werden.
Euregiokompetenz im Bildungsgang Industrie
Als eines der Zentren in der Euregio Maas-Rhein (EMR) ist es uns ein besonde-
res Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler mit dem niederländischen und
belgischen Markt vertraut zu machen. Im Bildungsgang Industrie ist daher seit
Jahren die Zusatzqualifikation Euregiokompetenz im Ausbildungsangebot fest
verankert. Die Auszubildenden haben die Möglichkeit, Fremdsprachen, interkul-
turelle Kompetenzen und branchenbezogene euregionale Fachkenntnisse zu
erwerben. Integraler Bestandteil der Zusatzqualifikation ist ein Auslandsprak-
tikum, das im französischsprachigen Teil Belgiens durchgeführt wird. Prakti-
kumsunternehmen waren in den letzten Jahren vor allem Partnerunternehmen
hiesiger Ausbildungsbetriebe.
International Business im Bildungsgang Industrie
Im Schuljahr 2015 wurde das Fundament einer neuen Kooperation zu gleich
zwei Partnern gelegt: dem Lycée Pierre Bayle in Sedan (FR) und dem Institut
Montserrat Roig in Terrassa (ES) bei Barcelona. Beide Schulen bieten eine inter-
nationale Ausbildung nach dem Abitur an, die einen Auslandsaufenthalt erfor-
dert. Bei einem ersten Besuch im November 2015 lernten unsere französischen
Partner den kompetenzorientierten Unterricht im Bildungsgang Industrie ken-
nen, knüpften Kontakte zu den Auszubildenden und sammelten erste Eindrü-
cke vom alltäglichen Schulleben. Bei unserem Gegenbesuch im Dezember er-
fuhren wir, wie unsere französischen Kolleginnen und Kollegen in der Section
Commerce International vorgehen. Interessant war, dass unser gemeinsamer
spanischer Partner als Gastlehrer unterstützend am Unterricht mitwirkte. In
diesem Schuljahr wird eine gemeinsame mehrtägige Fortbildung in Frankreich
durchgeführt.Unser Ziel ist es jedoch nicht nur die Zusammenarbeit zwischen
den Kolleginnen und Kollegen zu intensivieren sondern Auszubildenden die
Möglichkeit zu geben, Praktikumsplätze in Aachen, Sedan und Terrassa zu fin-
den. Einen Anfang machte ein Schüler des Lycée Pierre Bayle von Mai bis Juli
2016 in einer großen Aachener Spedition. Die ersten französischen Unterneh-
men warten bereits auf unsere Auszubildenden.11
Bildungsgang Einzelhandel
Gerade für unsere angehenden VerkäuferInnen und Einzelhandelskaufleute ist
der Kontakt zu unseren niederländischen und belgischen Nachbarn Alltag. In-
teressant ist für uns nicht nur die Überwindung der Sprachbarrieren und das
Kennenlernen interkultureller Besonderheiten, sondern auch die Arbeitsweise
unserer Nachbarn. Ab diesem Schuljahr werden wir bei unserem neuen Part-
ner, dem Arcus College in Heerlen (NL), kennenlernen, wie die limburgischen
Jugendlichen auf den Verkaufsalltag vorbereitet werden.
Bildungsgang Recht: eTwinning-Qualitätssiegel
Mehr als ein Jahr arbeiteten etwa 80 Berufschülerinnen und -schüler aus Zürich
(CH), Gent (BE) und Aachen (DE) fächerübergreifend an dem eTwinning-Projekt
„Forgive us our debts“ zusammen. Neben den ökonomischen und juristischen
Aspekten der Privatinsolvenz wurden auch religiöse Aspekte berührt. So ergab
sich eine enge Kooperation in den Fächern Religion, Allgemeine Wirtschaftsleh-
re, Rechtskunde, Textverarbeitung und Rechnungswesen. Im April 2015 hatten
unsere angehenden Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten die Möglichkeit,
ihre Partner in Aachen persönlich kennenzulernen und mit ihnen in trinationa-
len Gruppen an ihrem Projekt weiter zu arbeiten. Belohnt wurden unsere Auszu-
bildenden mit dem eTwinning-Qualitätssiegel.
Kontakt
Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung
Lothringerstraße 10
52062 Aachen
Tel.: 02 41 / 4 74 60-0
Fax: 02 41 / 4 74 60-35
eMail: info@bwv-aachen.de
www.bwv-aachen.de
EU-Koordinatorinnen
Andrea Berks & Natascha Wolter (eTwinning-Beauftragte)12
Berufskolleg für Gestaltung und Technik, Aachen,
StädteRegion Aachen
Ausbildungsbetriebe und Auszu-
bildende stehen einem Auslands-
praktikum positiv gegenüber.
So wurde diese Möglichkeit
von Auszubildenden aus verschie-
Europa zu Gast bei Freunden denen Fachbereichen begeistert
angenommen
Das Thema Europa hält das gesamte Berufskolleg für Gestaltung und Technik
(BK GuT) seit einigen Jahren sehr aktiv in Bewegung. Mit großem Erfolg und
immer größer werdender Erfahrung, ist es für eine immer größer werdende An-
zahl an Schülerinnen und Schülern möglich eine gewisse Zeit ihrer Ausbildung
im Ausland zu verbringen. Mit dem schuleigenen Projekt MobiCoach können die
Schülerinnen und Schüler des BK GuT seit 2015 mit eigenen Mitteln bei dem
Aufenthalt im Ausland gefördert werden.
Auslandserfahrungen sammeln
Im Februar 2016 waren zwei Medientechnologen mit Schwerpunkt Druck in Is-
land. Dort konnten sie sehr tolle betriebliche und kulturelle Erfahrungen sam-
meln. Im April 2016 waren fünf Schülerinnen und Schüler der Gestaltungstech-
nischen Assistentinnen und Assistenten in Mailand (IT). Dort haben sie einen
food-guide entwickelt und gestaltet. Dieser soll es zukünftigen Schülergruppen
ermöglichen in Mailand gut und kostengünstig Essen zu gehen. Im Mai 2016 wa-
ren 18 Schülerinnen und Schüler der Informationstechnischen Assistentinnen
und Assistenten in Aalborg (DK) bei unserem dänischen Partner, wo sie einen
dreiwöchigen Mikrocontroller-Kurs absolvierten. In Aalborg waren sie in einem
Schulwohnheim untergebracht und erhielten durch unseren Partner auch ein
reichhaltiges kulturelles Freizeitprogramm.
Erfahrungen teilen – Partnerschaften bilden
Ein solcher Austausch bringt allen Beteiligten neue Einsichten: die Möglich-
keiten des kulturellen Austauschs und das Kennenlernen anderer Arbeitswei-
sen und Methoden stehen dabei sicherlich im Vordergrund – aber auch das
Sightseeing-Programm und das Kennenlernen von anderen Auszubildenden
sind dabei wichtige Aspekte. Um schon erste Eindrücke zu gewinnen, wie so
ein Austausch verlaufen kann, zeigten sich in den letzten Jahren auch immer
mehr in der StädteRegion Aachen ansässige Ausbildungsbetriebe bereit, eige-
ne Auszubildende zu entsenden und auch Schülerinnen und Schüler aus dem
europäischen Ausland aufzunehmen. Das BK GuT steht hier als Partner zur
Verfügung. Es versucht Plätze zu vermitteln und die Schülerinnen und Schü-
ler zu begleiten. Im April 2016 besuchte uns jeweils eine Gruppe Lehrerinnen
und Lehrer aus Italien und Dänemark, der Türkei und Island. Die italienische
Gruppe kam nach Aachen (DE) im Rahmen des italienischen Projektes ICT-
Challenges. Schwerpunkt des Treffens war der Einsatz digitaler Medien im Un-
terricht. Im April 2016 bekamen wir Besuch von unseren dänischen Partnern
aus Aalborg. Die Kolleginnen und Kollegen aus Dänemark sind ausschließlich
für die Umsetzung europäischer und internationaler Austausche zuständig. Sie13
brachten einen sehr großen Erfahrungsschatz mit in die gemeinsame Koopera-
tion. Die Vorstellungen der eigenen Erfahrungen und die weiteren Besuche bei
Aachener Berufskollegs und Betrieben boten hierbei jeweils ein interessantes
und abwechslungsreiches Programm. Der Austausch mit den Partnern und das
persönliche Kennenlernen stellt sich immer wieder als das Fundament für die
weitere Zusammenarbeit heraus.
Das Projekt eMovA, an dem wir in Zusammenarbeit mit der EU-GES der Be-
zirksregierung Köln beteiligt sind, fördert die virtuelle Mobilität von Schülerin-
nen und Schülern, die nicht die Möglichkeit haben, ins Ausland zu gehen. Sie
können so mit Schülerinnen und Schülern aus dem Ausland über virtuelle Platt-
formen im Rahmen des Unterrichts kommuniziern und so ihre interkulturellen
und sprachlichen Kompetenzen stärken. Außerdem unterstützt das Projekt die
Vorbereitung und Durchführung von Auslandsaufenthalten, sowie die Vorstel-
lung der eigenen Institution z.B. durch die Produktion eines Image-Videos. Die
Projektpartner kommen aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Slowenien und
Portugal. Sie bringen wertvolle Erfahrungswerte und Sichtweisen in das Projekt
ein. Das Lernen in Europa sehen wir als Lernen für die Zukunft – sowohl für die
Schülerinnen und Schüler als auch für die Kolleginnen und Kollegen.
Kontakt
Berufskolleg für Gestaltung und Technik
Neuköllner Straße 15
52068 Aachen
Tel.: 02 41 / 9 58 81-0
Fax: 02 41 / 96 22 33
eMail: infogut@berufskolleg-aachen.de
www.berufskolleg-aachen.de/bkgut
EU-Koordinatoren
Christiane Nehen, Christiane Schweres & Timo Vasta14
Käthe-Kollwitz-Schule, Aachen,
StädteRegion Aachen
Kochen verbindet angehende
französische und deutsche Köche
Ahoj Prag! Bonjour Rouen!
Sagenhafter Schüleraustausch – ein Projekt Erasmus+
Unter diesem Motto arbeiteten im Laufe des Schuljahres 2015/16 Schülerin-
nen und Schüler des Bildungsgangs Kinderpflege der Käthe-Kollwitz-Schule
(KKS)und der Partnerschule, einem Lyzeum für Pädagogik in Prag (CZ), mit Wer hat schon einmal den Teufel ge-
den Sagen beider Städte. Das Projekt sieht verschiedene Phasen der Wahr- sehen? Wie sieht er denn aus? Worauf
nehmung der Sagen Prags und Aachens, aber auch der pädagogischen Arbeit wartet der Teufel im Aachener Dom?
mit diesen vor. In der ersten Projektphase verglichen die Schülerinnen und Und, worauf wartet der Teufel auf der
Schüler die Sagenkulturen beider Städte. Wie der Titel des Projekts schon ver- Prager Karlsbrücke? Die Antwort ist
rät, durchforsteten die Klassen beider Städte ihren eigenen Sagenschatz und einfach, finde all dies heraus mit …
trafen schließlich eine Auswahl von geeigneten Sagen für das Projekt. Dabei
standen die Sagen im Vordergrund, die an typischen Orten und in historischen
Bauwerken der Städte Prag und Aachen spielen. Die Schülerinnen und Schü-
lern adaptieren die Sagentexte für Vorschul- und Grundschulkinder. So ent-
standen neue, moderne Sagentexte jeweils in Deutsch und Tschechisch sowie
eine kurze Zusammenfassung in Englisch. In einer daran sich anschließenden
Arbeitsphase erstellten die Schülerinnen und Schüler didaktische Arbeitsma-
terialien, um mit den Sagen im Kindergarten und in Grundschulklassen der Kdoužněkdyvidělnějakéhočerta?
Partnerstadt arbeiten zu können. Alle Arbeitsmaterialien wurden per Mailkon- Jakasitakovýčertvypadá? Na co
takt ausgetauscht, bewertet und schließlich in einem Handbuch gesammelt. čeká v Cášskémchrámu? A na co v
Im Verlaufe des Projektes kam dabei auch die Idee auf, all diese Materialien auf Prazena Karlověmostě? Odpověď
einer Projekthomepage (www.praach.de) zugängig zu machen. Erste Ergebnis- je jednoduchá, najdiji v …
se sind darauf zu sehen. Die Homepage soll nun im zweiten Projektjahr noch
wachsen. Zu den Sagen wurden Audios in Deutsch, Tschechisch und Englisch
aufgenommen, einzelne Sagen wurden auch in weiteren Sprachen, die durch
die Nationalitäten der Schülerinnen und Schüler vertreten waren, aufgenom-
men, insbesondere in Türkisch, aber auch in Schwedisch. Bei den Projekttref-
fen vom 3.4. bis zum 9.4.2016 in Prag und vom 9.4.2016 bis zum 15.4.2016 in
Aachen bildeten sich interkulturelle Arbeitsgruppen bzw. Arbeitstandems, die Who has ever seen the devil? And,
die Kindergärten in beiden Städten besuchten, um die Sagen ihrer Stadt und how does the devil look like? What
die didaktischen Arbeitsmaterialien mit Hilfe des muttersprachlichen Part- is the devil waiting for in the Aa-
ners vorzustellen, auszuprobieren, schließlich gemeinsam zu bewerten und chen Cathedral? And, what is he
zu verbessern. Gerade das Kindergartenpraktikum war für beide Seiten eine waiting for on the Prague Charles
besondere Erfahrung, denn die Systeme sind so unterschiedlich in ihren päd- Bridge? The answer is easy, find
agogischen Ansätzen, dass die Schülerinnen und Schüler genügend Stoff für out about all that with . . .
Diskussionen hatten. Ängste, von den Kindergartenkindern nicht verstanden
zu werden, da man ja die Landessprache nicht sprechen konnte, lösten sich
schnell in Luft auf. Die Kindergartenkinder gingen sehr offen auf die Schüle-
rinnen und Schüler zu, nahmen die Arbeitsmaterialien begeistert an, Verstän-
digungsprobleme konnten schnell mit Mimik und Gestik gelöst werden. In der
zweiten Projektphase im Schuljahr 2016/17 wählen die Schülergruppen der
Partnerstädte jeweils eine Prager und Aachener Sage aus, um daraus ein ge-
meinsames Theaterstück für Vorschul- und Grundschulkinder zu entwickeln.15
Austausch-Programm für Azubis in Frankreich
Den Satz „Darf ich mal kurz auf die Toilette?“ haben Lehrerinnen und Lehrer
schon tausendmal gehört. Fragen Sie Ihre Lehrer doch einfach mal folgendes:
„Darf ich mal kurz nach Frankreich?“ Nach Frankreich? Ja, ganz richtig, Frank-
reich. Aber nicht mal kurz, sondern gut geplant und für ein paar Wochen. In Zu-
sammenarbeit mit der Aachener IHK und dem beruflichen Bildungsinstitut Insti-
tut des Formations en Alternance (IFA) Marcel Sauvage im französischen Rouen
organisiert die Käthe-Kollwitz-Schule ein Austauschprogramm für angehende
Köchinnen und Köche, Restaurant- und Hotelfachleute. Dabei arbeiten Sie rund
zwei Wochen in einem französischen Gastbetrieb und lernen die IFA in Rouen mit
ihrem theoretischen und praktischen Angebot kennen. Voraussetzung für dieses
Projekt ist, dass Sie im zweiten oder dritten Lehrjahr sind, Ihr Heimat-Betrieb sein
Einverständnis gibt und die schulischen Noten entsprechend sind. „Um Lernauf-
enthalte im Ausland anbieten zu können, bedarf es eines guten und zuverlässigen
Partners, den wir nun mit dem IFA gefunden haben“, wirbt Monika Büth-Niehr,
Schulleiterin der KKS, für das Austauschprogramm. In den kommenden Wochen
werden auch wieder Azubis aus Rouen an die KKS kommen. Dass alle Azubis in
Frankreich bestens aufgehoben sind, davon haben sich Lehrerinnen und Lehrer,
Aachener Ausbilderinnen und Ausbilder, und Vertreterinnen und -Vertreter der
Industrie- und Handelskammer (IHK) persönlich überzeugt. Mit typischen Spe-
zialitäten wie Öcher Sauerbraten, in Cidre gebrühter Karlswurst und Hömmel än
Eäd im Gepäck konnten Monika Büth-Niehr, Anne Schneider, Gabi Heinrichs und
Carlo Kleiber auf der Fête du Ventre, dem alljährlich stattfindenden kulinarischen
Höhepunkt in Rouen, kräftig punkten. „Es war ein echter Genuss“, fasste Gabi
Heinrichs treffend zusammen. Also, liebe Azubis der Gastronomieabteilung, Sie
wissen jetzt, was Sie fragen müssen. Ihre Fachlehrer stehen Ihnen für weitere In-
formationen gerne zur Verfügung.
Kontakt
Käthe-Kollwitz-Schule, Berufskolleg der StädteRegion Aachen
Bayernallee 6
52066 Aachen
Telefon: +49-241-609450
Telefax: +49-241-604548
eMail: info@kks-aachen.de
www.kks-aachen.de
EU-Koordinatorin
Birgit Werner16
Mies-van-der-Rohe-Schule, Aachen,
StädteRegion Aachen und
Berufskolleg für Technik, Düren, Kreis Düren
Von der Eifel zum Eiffelturm –
Berufsausbildung im Schatten des
Eiffelturms und die Krönung der
Gruppenpraktika mit Unterstützung des Ausbildung – Praktika in den
Deutsch-Französischen Sekretariates historischen Krönungsstätten
Aachen und Reims
Das Berufskolleg für Technik Düren (BKT) und die Mies-van-der-Rohe-Schule Aa-
chen (MvdR) ermöglichen Auszubildenden in den Bildungsgängen Elektroniker/-in
für Betriebstechnik, Systemelektroniker/-in (Berufskolleg für Technik/BKT) sowie
KFZ-Mechatroniker/-in und Produktdesigner/-in (Mies-van-der-Rohe-Schule/
MvdR) ab dem Kalenderjahr 2017 interessante Einblicke in die größtenteils schu-
lisch organisierte Berufsausbildung an ihren neuen Partnerschulen in Paris (FR)
dem Lycée Professionel Louis Armand und in Reims (FR), dem Lycée Saint-Jean-
Baptiste de la Salle.
Im Frühjahr 2017 kommen zunächst je acht Auszubildende aus Paris bzw. Reims
nach Aachen und Düren. Nach einem einwöchigen Tandem-Sprachkurs mit ei-
nem/einer deutschen Auszubildenden sowie der Erkundung der Region begleitet
der/die französische Auszubildende anschließend den deutschen Partner zwei
Wochen lang an dessen/deren Arbeitsplatz im Ausbildungsbetrieb und absolviert
dort ein Praktikum.
Im Herbst 2017 werden schließlich die deutschen Azubis für drei Wochen nach
Frankreich fahren und sehen dabei ihre Tandempartner in Paris bzw. Reims wie-
der. Auch dort werden alle in der ersten Woche wieder ihre Sprachkenntnisse er-
weitern bevor sie anschließend den Ausbildungsalltag der französischen Schüle-
rinnen und Schüler während ihres beruflichen Praktikums kennenlernen.
Die Auszubildenden werden während des Austausches in einer Jugendherberge
untergebracht und über den gesamten Zeitraum von Lehrerinnen und Lehrern
oder Ausbilderinnen und Ausbildern begleitet.
Finanziert und sprachlich begleitet wird der Austausch über das Deutsch-Franzö-
sische Sekretariat, das die Fahrtkosten, die Kosten für den Sprachkurs und Un-
terbringung vor Ort übernimmt.
Für die Auszubildenden wird der Austausch eine Herausforderung, insbesondere
auf sprachlicher Ebene, aber mit Sicherheit eine große Bereicherung sein, denn
+ sie erweitern Ihren Horizont, lernen ein neues Land, neue Menschen und
deren Tradition und Arbeitswelt kennen,
+ sie haben den Schritt ins Ausland gewagt und bringen den Blick über den
Tellerrand mit und
+ sie lernen, sich in einer neuen Situation behaupten zu können.
Wir freuen uns gemeinsam mit unseren Auszubildenden und deren Betrieben auf
diese neuen Erfahrungen!17
Kontakt
Berufskolleg für Technik Düren
Nideggener Str. 43
52349 Düren
Telefon: +49 (0)2421 9540-0
Telefax: +49 (0)2421 58139
eMail: bk-technik-dn@t-online.de
www.bkt-dueren.de
EU-Koordinator
Stephan Nießen
Kontakt
Mies-van-der-Rohe-Schule,
Berufskolleg für Technik in der StädteRegion Aachen
Neuköllner Str. 17
52068 Aachen
Tel.: 02 41 / 16 08-0
Fax: 02 41 / 16 08-222
eMail: sekretariat@mies-van-der-rohe-schule.de
www.mies-van-der-rohe-schule.de
EU-Koordinator
Martin Weins18
Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg, Aachen,
StädteRegion Aachen
Das Paul-Julius-Reuter-Berufs-
kolleg beteiligt sich an zahlreichen
europäischen Projekten. Auch Mi-
Grenzenloses Lernen nisterin Löhrmann fand den
Weg nach Aachen zu einer
Projektpräsentation
Das Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg (PJR BK) befindet sich im Herzen Aachens
direkt am Dreiländereck mit Belgien und den Niederlanden in der Euregio Maas-
Rhein (EMR). Aachen ist die Stadt, die man mit dem Internationalen Karlspreis
für die Einheit Europas verbindet. So ist es unser Ziel, junge Menschen für die
Herausforderungen des euregionalen und internationalen Lebens- und Arbeits-
raums auszustatten.
Bestens gerüstet
Hierzu bieten wir neben dem obligatorischen Englischunterricht noch weiteren
Fremdsprachenunterricht in Niederländisch, Spanisch, Türkisch und bei Bedarf
auch Russisch an, der von Muttersprachlern erteilt wird. Darüber hinaus ver-
suchen wir Schülerinnen und Schüler von den Vorteilen zu überzeugen, die ein
Aufenthalt im (EU-)Ausland mit sich bringt. Durch das Erasmus+-Förderpro-
gramm kann die Mobilität der Lernenden in Form eines zwei- bis achtwöchigen
Praktikums auch finanziell gestemmt werden. In den vergangenen Jahren wa-
ren Schülerinnen und Schüler in Portugal, Spanien, Malta, Türkei, Rumänien,
Frankreich, Großbritannien, Finnland,…
Die meisten leisten ihr Praktikum allerdings in der Euregio Maas-Rhein ab und
werden hierfür belohnt, indem ihnen ein Euregiokompetenz-Zertifikat ausge-
stellt wird. Weitere Zertifizierungen an unserem Berufskolleg erfolgen in Form
des Kultusministerkonferenz (KMK)-Fremdsprachenzertifikats zur Zertifizie-
rung von Fremdsprachkenntnissen in der beruflichen Bildung. Das KMK-Zertifi-
kat wird auf verschiedenen Niveaustufen in Englisch, Französisch, Spanisch und
Niederländisch sowohl in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung als auch für
Tourismuskaufleute und für Medizinische und Zahnmedizinische Fachange-
stellte angeboten (letztere nur in Englisch).
Austausch und Projekte grenzenlos
Seit Dezember 2013 sind wir Europaschule. Eine Auszeichnung, die mit der Ge-
nehmigung eines Antrags unserer Schule für ein zweijähriges multilaterales
Comenius-Projekt mit dem Arbeitstitel Europa erleben – Interkulturelle Kompe-
tenz als Potential in verschiedenen Bildungssystemen zustande kam. Schulen
aus Polen, Finnland und der Türkei beteiligten sich.
Es verbinden uns darüber hinaus Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen
in Hasselt, Genk, Overpelt, Oostende und Lüttich (BE), in Kouvola und Luksia19
(FI), in Maastricht, Kerkrade, Hoensbroek und Amersfoort (NL), in Sibiu (RO),
in Istanbul (TR) und in Metz (FR). Zusammen mit einigen dieser Einrichtungen
nahmen wir an grenzüberschreitenden Wettbewerben teil. So empfingen wir
den Helmut-A.-Crous-Geschichtspreis der Region Aachen für einen Dokumen-
tarfilm. Anlässlich des 100 Jahre zurückliegenden Ausbruchs des Ersten Welt-
krieges hat das PJR BK einen Film zusammen mit der Partnerschule aus Has-
selt an Schauplätzen des Ersten Weltkrieges in Belgien, den Niederlanden und
Deutschland gedreht. In der Europawoche präsentierten wir unseren neunten
euregionalen Film „Weg aus der Hölle“, der die Erinnerungskultur (Erinnerung
an den Ersten Weltkrieg) mit Willkommenskultur zu verknüpfen versucht. An
der Premierenfeier konnten wir Frau Ministerin Löhrmann begrüßen. Für die
Teilnahme an der Europawoche 2016, bei der u.a. das Europäische Jugendpar-
lament (EYP) tagte, wurden wir prämiert. Eine Fotoaktion wurde organisiert, bei
der einzelne Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen ver-
suchten, den Satz „Sagen Sie jetzt nichts“ bildlich „einzufangen“.
Detaillierte Informationen zu den aktuellsten Aktivitäten können auf der Inter-
netseite unseres Berufskollegs eingesehen werden: www..pjr-bk.de
Kontakt
Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung
der StädteRegion Aachen
Beeckstraße 23 - 25
52062 Aachen
Tel:. 02 41 / 47 46 20
Fax: 02 41 / 4 08 06
eMail: kontakt@pjr-bk.de
www.pjr-bk.de
EU-Koordinatorin
Griet Cordemans20
Berufskolleg Alsdorf, Alsdorf,
StädteRegion Aachen
Grenzen überschreiten — Neues wagen —
Horizonte erweitern
Die Delegation des Berufskollegs
Alsdorf bei Turkish Airlines
am Atatürk Flughafen in Istanbul
Grenzüberschreitende Erfahrungen erweitern individuelle Horizonte. Insbeson- Schüler des Berufskollegs Alsdorf
dere in einem anderen Land, den beruflichen und außerberuflichen Alltag mit bei Wartungsarbeiten
allen Anforderungen zu bewältigen, fördert die Entwicklung neuer Handlungs-
möglichkeiten und stärkt das Selbstbewusstsein. Um dies jungen Menschen
in ihrer Ausbildung zu ermöglichen, nimmt das Berufskolleg Alsdorf seit 2014
am Programm Erasmus+ der Europäischen Union (EU) teil. Mit Partnern aus
Finnland, Spanien und der Türkei erfahren wir immer wieder, welche horizonter-
weiternden Impulse Auszubildende innerhalb vierwöchiger Berufspraktika im
Ausland für ihre Entwicklung erhalten können.
Spanien
Zwei unserer Partnerschulen befinden sich auf Gran Canaria und Teneriffa. Sie
haben unseren Schülerinnen und Schülern Praktika in verschiedenen berufli-
chen Fachbereichen vermittelt und vor Ort mit großem Engagement betreut.
Fünf Schüler aus dem IT-Bereich arbeiteten in unterschiedlichen öffentlichen
Institutionen und privaten Firmen. Zwei Schülerinnen aus dem Gesundheits-
wesen erhielten fachliche Einblicke in einem internationalen Krankenhaus. Zur
Überwindung sprachlicher Schwierigkeiten wurden Tandem-Aktivitäten initi-
iert, in denen Deutsch lernende Spanierinnen und Spanier und unsere Schüle-
rinnen und Schüler zusammengeführt wurden, um sich gegenseitig erfolgreich
beim Sprachelernen zu unterstützen.
Finnland
Drei Auszubildende aus dem IT-Bereich absolvierten Praktika in Firmen in Hel-
sinki, während insgesamt sieben Schülerinnen und Schüler aus den Bereichen
Gesundheitswesen und Umwelttechnik in Firmen nach Kouvola vermittelt wur-
den. Ebenfalls in Kouvola konnten unsere Partner, sieben unserer Schülerinnen
und Schüler aus dem Bereich Fluggerätetechnik Einblicke in die Helikopter-
technik bieten.
Türkei
Am Kemal-Atatürk-Airport in Istanbul konnten vier unserer Schülerinnen und
Schüler aus dem Bereich der Luftfahrttechnik ein Praktikum bei Turkish Technic
in der Wartung großer Verkehrsflugmaschinen von Turkish Airlines ableisten. Mit
Hilfe eines neuen Partners in Manisa konnten zwei Schüler ihr Praktikum in einem
Hotel absolvieren.21
Erfahrungen und Ausblick
Der erfolgreiche Ablauf eines Berufspraktikums im Ausland fordert von allen
Beteiligten großes Engagement. Jedoch zeigen die Erfahrungen, dass sich die-
ser Aufwand in vielerlei Hinsicht auszahlt. Die Praktika sind fachlich sehr positiv
zu bewerten, und wir freuen uns über die positiven Rückmeldungen der Part-
ner, dass unsere Schülerinnen und Schüler über sehr gute Kenntnisse verfügen;
eine wichtige Voraussetzung, um sich auch über die Grenzen hinweg beruflich
bewegen zu können. Alle Teilnehmenden berichten durchweg positiv, dass sie
insbesondere auch die sozialen und sprachlichen Herausforderungen der Prak-
tika als besonders gewinnbringend für ihre persönliche Entwicklung betrachten.
Auch manche neue Kontakte werden bis heute gepflegt. Wir sehen uns daher
darin bestärkt und ermutigt, unsere Aktivitäten zur Internationalisierung der
beruflichen Bildung am Berufskolleg Alsdorf weiter auszubauen. Wir wollen un-
sere Schülerinnen und Schüler darin gerne unterstützen.
Kontakt
Berufskolleg Alsdorf
der StädteRegion Aachen
Heidweg
52477 Alsdorf
Tel.: 0 24 04 / 5 79-10
Fax: 0 24 06 / 5 79-155
eMail: info@bk-alsdorf.de
www. bk-alsdorf.de
EU-Koordinator
Detlef Hansmann22
Europaschule Berufskolleg Herzogenrath,
Herzogenrath, StädteRegion Aachen
Von Herzogenrath nach Europa
Auszubildende beim Praktikum in
Schon die Lage des Berufskollegs Herzogenrath (BKHG) direkt an der nieder- Lüttich (BE). Hier werden vor allem
ländischen Grenze und mitten in der Euregio Maas-Rhein bedingt langjährige die Menschen und das Arbeits-
enge Kontakte mit den euregionalen Nachbarn und bringt Europa nicht nur ins umfeld auf der anderen Seite der
Schulprofil sondern auch ins Schulleben. Mit unseren Partnerschulen in den Grenzen kennengelernt
Niederlanden und Belgien – dem Arcus College in Heerlen (NL), dem ROC Lee-
uwenborgh in Maastricht (NL) und dem ZAWM in Eupen (BL) arbeiten wir in
den Bildungsgängen der Berufsschule eng zusammen. Hier gibt es regelmäßig
Projekte, in denen die Auszubildenden gemeinsam an bestimmten Themen ar-
beiten. So wird z. B. ein Kurs für Dekoration in Eupen angeboten, an dem auch
interessierte Auszubildende aus dem Einzelhandel teilnehmen. Das Berufskol-
leg Herzogenrath ist zudem schon seit vielen Jahren im Rahmen von verschie-
denen Projekten mit dem Ziel der Angleichung der Bildungssysteme in der Eu-
regio aktiv beteiligt.
Aber wir sind nicht nur in der Euregio aktiv! Wir bereiten unsere Schülerinnen
und Schüler auf den europäischen Arbeitsmarkt vor. Dazu bieten wir verschie-
dene Zertifikate und Zusatzqualifikationen an:
+ Euregiokompetenz-Zertifikat
+ ECDL-Führerschein
+ TÖMER-Sprachzertifikat
+ KMK-Sprachzertifikat für Englisch, Französisch, Niederländisch und
Spanisch auf verschiedenen Niveaustufen
Praktische Erfahrungen im Berufsalltag europäischer Länder machen jährlich
ca. 40 Schülerinnen und Schüler aus der Höheren Berufsfachschule im Rah-
men der Euregiokompetenz Praktika in den Niederlanden und Belgien. Vor-
nehmlich aus den Bildungsgängen der Berufsschule absolvieren interessierte
Auszubildende Praktika in Irland und Großbritannien.
Mit unseren Partnerschulen in Paris (FR), Srem (PL), Antwerpen (BL) und Mag-
deburg (DE) finden regelmäßig Austausche statt, bei denen gemeinsam an ver-
schiedenen Themen gearbeitet wird. So ist beispielsweise bei der Partnerschaft
mit der Berufsschule in Srem (PL) das Thema „Gegen das Vergessen“. Hier wird
die gemeinsame Geschichte von Deutschland und Polen u.a. bei einem Besuch
in Auschwitz (PL) aufgearbeitet. Mit all diesen Aktivitäten wollen wir erreichen,
dass unsere Schülerinnen und Schüler zu toleranten Europa-Bürgern werden.23
Europa in Herzogenrath:
Aber Europa kann man nicht nur erarbeiten!
Jährlich findet an unserem Berufskolleg ein Fußballturnier unter Beteiligung
von Mannschaften unserer Partnerschulen statt. Hier kommt uns unsere zen-
trale Lage sehr entgegen, da die Anfahrt nicht zu weit ist. Für die Schülerinnen
und Schüler ist diese Turnier immer sehr bereichernd. In einer sportlichen Um-
gebung kann man sehr schnell Kontakt untereinander schließen und sich so
ungezwungen kennen lernen. Die gastgebenden Schüler des BK Herzogenrath
organisieren das Turnier und sorgen mit internationalen Leckereien für das leib-
liche Wohl der Spieler und der Zuschauer.
Schön, wenn Europa mal zu Besuch kommt!
Kontakt
Berufskolleg Herzogenrath der StädteRegion Aachen
Wirtschaft und Verwaltung
Bardenberger Straße 72
52134 Herzogenrath
Tel.: 0 24 06 / 9 99-10
Fax: 0 24 06 / 9 99-110
eMail: berufskolleg@bk-herzogenrath.de
www.bk-herzogenrath.de
EU-Koordinatorin
Christa Slooten24
Berufskolleg Simmerath/Stolberg, Simmerath,
StädteRegion Aachen
Sowohl die Mobilität von
Lernenden, als auch von Lehrenden
wird durch europäische
Training and travelling! Wir gehen weiter… Programme im Berufskolleg Sim-
merath/Stolberg stark gefördert
Das Berufskolleg Simmerath/Stolberg der StädteRegion Aachen in der Euregio
Maas-Rhein ist eine kaufmännische, gewerblich-technische, naturwissenschaftli-
che und sozialpädagogische Bündelschule mit 2500 Schülerinnen und Schülern
und Studierenden. Seit Mai 2012 ist es als Europaschule in NRW zertifiziert. Als
Europaschule fördern wir interkulturelle Lernprozesse, die es ermöglichen, in der
Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen Verständnis und Toleranz zu ent-
wickeln. Daher können Schülerinnen und Schüler und Studierende verschiedene
Bildungsgänge mit europäischer bzw. internationaler Dimension absolvieren, z.B.
+ in der Europaklasse der Fachschule für Sozialpädagogik,
+ in der Profilklasse International Business der zweijährigen höheren
Handelsschule mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung,
+ in der Berufsschule der Tischlerinnen und Tischler, Zimmerinnen und
Zimmerer mit der Zusatzqualifikation Europaassistenz im Handwerk,
+ in der höheren Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen,
+ im beruflichen Gymnasium für Gesundheit,
+ in der Fachschule für Wirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing und
Logistik,
+ in den Bildungsgängen der Kfz-Mechatronikerinnen und Mechatroniker,
Berufskraftfahrerinnen und -fahrer,
+ in internationalen Förderklassen für Flüchtlinge und junge Menschen
aus Kriegs- und Krisengebieten in aller Welt.
Im Rahmen dieser Bildungsgänge können sie verschiedene international aner-
kannte Sprachzertifikate erwerben, z. B. Zusatzqualifikation Englisch für kauf-
männische Auszubildende, Diplôme d‘études de langue française (DELF scolaire
und DELF option professionnelle). Bilingualer Unterricht, interkulturelles Trai-
ning, spezifische Länderkunde zur Vorbereitung auf Lernaufenthalte im Aus-
land, Austausch zwischen Schülergruppen und gegenseitige Besuche unter den
Lehrenden zum Kennenlernen anderer (Aus-)Bildungsstrukturen in Europa sind
feste Bestandteile unseres internationalen Schulprofils. Außerdem haben Schü-
lerinnen und Schüler, Studierende und Lehrende schon seit 2005 die Möglich-
keit, über den Tellerrand zu schauen und an europäischen Förderprogrammen
teilzunehmen. Zum Beispiel können sie im Rahmen des Programms Erasmus+
ein Auslandspraktikum absolvieren. Während unseres aktuell durchgeführten
Projekts „Training in Motion“ erkunden unsere Auszubildenden, Schülerinnen,
Schüler und Studierende ebenso wie Lehrerinnen und Lehrer unseres Berufs-
kollegs den Lernraum Europa. Ziel unserer europäischen und internationalen
Projektarbeit ist es, die Mobilität von Lernenden und Lehrenden zu fördern und
die Qualität von Ausbildung durch Erweiterung unseres Lernraums zu steigern.25
Im Jahre 2015 wurde unser Berufskolleg im Rahmen der von der Bezirksregie-
rung Köln durchgeführten Aktion 10%-Strategie als eine der ersten Schulen mit
den meisten Mobilitäten im Regierungsbezirk Köln ausgezeichnet. Als Anerken-
nung für unsere langjährige Organisation und Durchführung von Lernaufenthal-
ten in Europa erhielten wir im September 2016 von der Nationalen Agentur für
Europa die Mobilitätscharta für die Berufsbildung. Diese Auszeichnung ist für
uns ein Ansporn zur Weiterentwicklung unserer Internationalisierung.
Da die Schule Partnerschaften mit Berufskollegs in Großbritannien, Frankreich,
Spanien, Italien, Österreich, den Niederlanden und anderen Ländern unterhält,
besteht ein reger Austausch zwischen Schülergruppen und Lehrerkollegien der je-
weiligen Partnerschule. Im letzten Schuljahr haben wir Schülerinnen und Schüler
sowie Lehrende und Schulleiterinnen und Schulleiter von unseren Partnerschu-
len in Spanien, Frankreich, der Türkei und Großbritannien empfangen und ihnen
Einblick in unsere regionalen (Aus-)Bildungsstrukturen gegeben. Bei Gegenbesu-
chen mit unseren Schülerinnen, Schülern und Lehrenden haben wir Lebensalltag,
Formen beruflicher Bildung und Praktikumsmöglichkeiten im Partnerland erkun-
det sowie weitere Formen der Zusammenarbeit geplant. Regelmäßig betreuen
wir Auszubildende aus dem Bereich Holzbau von unseren französischen Partner-
schulen, dem Lycée Mansart in La Varenne bei Paris (FR) und dem Lycée Yser in
Reims (FR), während ihres Praktikums im Aachener Raum. Unsere Europaschule
hat sich zum Ziel gesetzt, alle am Schulleben Beteiligten zu ermutigen, offen und
neugierig Grenzen zu überschreiten, andere Strukturen kennenzulernen, einmal
den gewohnten Standpunkt und Lernort zu wechseln und durch mehr Mobilität
Kompetenzen zu erwerben, die einen befähigen, sich in einer schnell wandelnden
Umgebung besser zurecht zu finden. Verständnis, Wertschätzung und Toleranz
schaffen wir aber nicht, indem wir in der Schule darüber reden, sondern durch
Begegnungen und Austausch. Die am Berufskolleg Simmerath/Stolberg vorge-
fundene gelebte Internationalität wird daher als Chance gesehen, auf das Leben
in einer multikulturellen und globalisierten Gesellschaft vorzubereiten.
Kurz: Beim Lernen und Lehren immer offen für das Andere zu bleiben und Europa
zu leben.
Kontakt
Berufskolleg Simmerath/Stolberg
der StädteRegion Aachen
Am Obersteinfeld 8
52222 Stolberg
Tel.: 0 24 02 / 95 12-0
Fax: 0 24 02 / 95 12-95
eMail: bk-simmerath@bk-simmerath-stolberg.de
www.bksimmerathstolberg.de
EU-Koordinatoren
Birgitta Hillemacher & Rolf Oebel26
Heinrich-Hertz-Europakolleg,
Bonn
Deutsch-Französische Freund-
schaft auf dem Wagen des
Europa – Heinrich-Hertz-Europakollegs beim
Ein Schwerpunkt unseres Schulprofils Rosenmontagszug in Bonn
Mit Einsatz einer professionellen
Filmkamera dokumentieren
deutsche Schüler die Eröffnung
des CLICK-Gebäudes, eines
Als Europaschule ist uns die Arbeit mit europäischen Partnern ein wichtiges internationalen Innovations- und
Anliegen. Die Vertiefung europäischer Inhalte und Offenheit für andere Länder, Businesscenters, im Zentrum von
Sprachen und Kulturen werden durch verschiedene Angebote am Heinrich- King‘s Lynn, Norfolk
Hertz-Europakolleg (HHEK) gefördert. So bereiten wir unsere Schülerinnen
und Schüler auf das Leben im vereinten Europa vor. Dieses Engagement zeigt
sich in Leitzielen, deren Umsetzung zum festen Bestandteil des Schullebens
geworden ist:
+ Auszubildende erhalten durch Auslandspraktika einen Einblick in die
Arbeits- und Lebenswelt im europäischen Ausland.
+ Der direkte Kontakt und die Zusammenarbeit mit anderen Schulen
in Europa wird durch gemeinsame Projekte von Lernenden und Lehrenden
der beteiligten Schulen nachhaltig verfolgt.
+ Die Förderung des europäischen Gedankens wird durch den regelmäßigen
Einsatz von Fremdsprachenassistenten und die Vertiefung europäischer
Inhalte im Unterricht in die tägliche Arbeit aufgenommen.
+ Die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler wird durch bilingualen
Unterricht, zusätzliche Sprachzertifikate und ein erweitertes Fremdspra-
chenangebot gefördert.
+ Die Zusatzqualifikation Europaassistenz im Handwerk zeigt Auszubil-
denden berufliche Perspektiven im Ausland auf.
Typisch britisch? Typisch deutsch? –
Europäische Identitäten in einem Filmprojekt
Seit 2008 besteht eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserer britischen
Partnerschule, dem College of West Anglia in King’s Lynn (UK). Auch im Schul-
jahr 2016/17 arbeiten Schülerinnen und Schüler aus den Abteilungen Gestal-
tung wieder in einem Projekt zusammen. Diesmal erforschen sie mit filmischen
Mitteln eigene und fremde Europäische Identitäten. Eine Gruppe von 14 ge-
staltungstechnischen Assistentinnen und Assistenten macht sich auf die Rei-
se nach King‘s Lynn, wo sie mit den englischen Schülerinnen und Schülern an
Drehbuch, filmischer Umsetzung und professioneller Fertigstellung arbeiten.
Ihre in Bonn (DE) bleibenden Mitschülerinnen und Mitschüler sind ebenfalls in
alle Projektphasen involviert. Am Ende der interkulturellen Zusammenarbeit
wird ein aktueller Kurzfilm zu sehen sein, der vielfältige Perspektiven junger
Menschen in Europa auf die Leinwand bringt.27
Kabel und Kamelle
Nicht schlecht gestaunt haben die zwölf Elektroniker-Auszubildenden aus Paris
(FR) bei ihrem ersten Besuch im Rheinland. Bevor das Praktikum in den Ausbil-
dungsbetrieben ihrer Tandempartner vom Heinrich-Hertz-Europakolleg begann,
stand erstmal Karneval auf dem Programm. Zusammen mit ihren deutschen
Gastgebern feierten die französischen Gäste und lernten den Straßenkarneval
in allen Facetten kennen – bis hin zur Teilnahme am Rosenmontagszug in Bonn.
Vom Wagen des HHEK wurden fröhlich Kamelle geworfen – ein unvergessliches
Erlebnis für alle. Ab Veilchendienstag stand dann das Arbeiten im Betrieb im Vor-
dergrund. Interessiert und motiviert lernten die angehenden Elektronikerinnen
und Elektroniker die Abläufe und die Berufsausbildung in Deutschland kennen
und genossen die freundliche Aufnahme unserer Ausbildungsbetriebe.
Beim Gegenbesuch in Paris konnten auch die deutschen Azubis Arbeit und Kul-
tur verbinden und wertvolle Erfahrungen sammeln. Der Kontakt mit dem Lycée
Louis Armand soll mit Hilfe der Unterstützung vom Deutsch-Französischen Se-
kretariat auch in den nächsten Jahren weitergeführt werden.
Kontakt
Heinrich-Hertz-Europakolleg der Bundesstadt Bonn
Berufskolleg mit beruflichem Gymnasium
Herseler Straße 1
53117 Bonn
Tel.: 02 28 / 77 - 70 00
Fax: 02 28 / 77 - 70 10
eMail: verwaltung@hhek.bonn.de
www.hhek.bonn.de
EU-Koordinatorinnen
Nicola Becker & Stefanie Haarkamp28
Ludwig-Erhard-Berufskolleg,
Bonn
Mobil in Europa Unterwegs in Europa:
Schülerinnen auf den Spuren
des Sherryweines in Jerez de
la Frontera und bei ihren
Praktika in Antalya
Durch die Projekte Mobilities A und B aus der Antragsrunde 2012 hat das Lud-
wig-Erhard-Berufskolleg (LEB) wertvolle Erfahrungen im Bereich Auslandsmo-
bilitäten gemacht. Durch die durchweg positiven Rückmeldungen unserer Aus-
zubildenden war es deshalb für uns keine Frage, auch im Rahmen des neuen
Programms Erasmus+ einen neuen Antrag für die Antragsrunde 2015/17 zu
stellen. Das Projekt soll Auszubildenden von vier unserer sieben Ausbildungs-
bereiche die Chance geben, ihre internationalen Kompetenzen zu erweitern. Die
mit vierzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmern größte Auszubildendengruppe
soll wieder drei Wochen zu einem türkischen Partner geschickt werden, der sich
in den vergangenen Projekten bewährt hat. Es handelt sich um medzinische bzw.
zahnmedizinische Fachangestellte, die an ein großes Krankenhaus in Antalya
(TR) gehen. Die besondere Herausforderung liegt hier darin, sich in einem völlig
anderen Gesundheitssystem und unter besonderen sprachlichen Bedingungen
zu bewähren.
Aus den Ausbildungsbereichen Kaufmann/frau für Büromanagement und Ver-
waltungsfachangestellte schicken wir jeweils fünf ausgewählte Auszubildende
nach Brighton (UK), um dort in regionalen Unternehmen eingesetzt zu werden.
Wir erwarten, dass sie sich dort einem neuen kulturellen Umfeld anpassen und
ihre Sprachkenntnisse erweitern.
Darüber hinaus fördern wir durch unser Projekt EU-Mobilitäten im Bildungs-
gang kaufmännische Assistenten (m/w) für Fremdsprachen. In diesem zwei-
jährigen schulischen Ausbildungsgang für Abiturientinnen und Abiturienten
ist ein zweimonatiges kaufmännisches Betriebspraktikum ein obligatorischer
Bestandteil der qualifizierten Ausbildung nach Landesrecht. Seit 2011 leisten
die Auszubildenden dieses Bildungsganges das Praktikum im Rahmen der EU-
Projekte Leonardo-da-Vinci und Erasmus+.
Sie vertiefen ihre allgemeinen und fachsprachlichen Fremdsprachenkenntnisse
in international ausgerichteten Betrieben unterschiedlicher Branchen. Bei ihrer
selbstständigen Bewerbung können die Auszubildenden auf einen Pool von Part-
nereinrichtungen zurückgreifen, der sich in den letzten Jahren sowohl bezüglich
der Zielländer als auch der vertretenen Branchen kontinuierlich erweitert hat.
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Frankreich, Belgien, Spanien, Malta,
Irland und Großbritannien. Als zuverlässiger Partner hat sich z.B. das Unterneh-
men Caballeros in Jerez de la Frontera (ES) erwiesen. Dort führen die Prakti-
kantinnen und Praktikanten in- und ausländische Besuchergruppen durch die
Bodega LUSTAU, erklären in drei Sprachen die Firmengeschichte und den Pro-
duktionsprozess des Sherryweines.29
Kontakt
Ludwig-Erhard-Berufskolleg Bonn
Kaufmännische Schule der Stadt Bonn
Kölnstr. 235
53117 Bonn
Tel: 02 28 7 77-050
Fax: 02 28 7 77-054
eMail: leb.bonn@schulen-bonn.de
www.leb-bonn.de
EU-Koordinatorinnen
Antje Schulze Wischeler-Heep & Iris Grewe-Falke30
Robert-Wetzlar-Berufskolleg,
Bonn
Euro-Catering:
RWB goes Europe Ergebnisse zum Ansehen,
Anfassen und Schmecken
Das Robert-Wetzlar-Berufskolleg (RWB) der Stadt Bonn nimmt seit 2003 aktiv
an unterschiedlichen Austauschaktivitäten innerhalb Europas teil. Wir befür-
worten und unterstützen engagiert die aktuelle Initiative des Bundestages und
der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Köln, bis 2020 mindestens 10%
der Auszubildenden einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Seit 2010 konn-
ten wir die Zahl der Auslandsmobilitäten an unserer Schule bereits verdoppeln.
Leonardo-Mobilitätsprogramm für Erzieherinnen und Erzieher
mit allgemeiner Hochschulreife
Die Schülerinnen arbeiten in einer englischen Kita mit und informieren sich über
die dortigen Arbeitsbedingungen. Es erfolgt ein Besuch der Fachlehrerin vor Ort,
bei dem ein Angebot für eine Kindergruppe ausgearbeitet und praktisch umge-
setzt wird. Der Verlaufsplan wird in Englisch in Absprache mit der dortigen Pra-
xisanleiterin erstellt. Nach dem Angebot erfolgt eine schriftliche Reflexion. Die
Praxisstellen wurden vorab über die gewünschten Lerninhalte des Praktikums in-
formiert. Die Praktikanten/-innen fertigen eine ausführliche Praxismappe an, die
Grundlage für die Benotung des Praktikums ist. Die Anerkennung dieser Leistung
erfolgt gleichwertig zu dem in Deutschland absolvierten Praktikum. Seit 2012
können erstmals Erzieherinnen und Erzieher einen Teil ihres Anerkennungsjahres
(sechs Monate) im europäischen Ausland absolvieren. Fast alle Teilnehmerinnen
und Teilnehmer waren von ihren Erfahrungen im Ausland begeistert. Neben per-
sönlichen Erfahrungen standen auch die beruflichen Erfolgserlebnisse und der
Austausch mit den Kollegen zu fachlichen Inhalten im Vordergrund. Die Ausland-
serfahrungen bieten wichtige Impulse für den weiteren Praxiseinsatz in Deutsch-
land.
Auszubildende im Hotel- und Gaststättengewerbe
Seit 2006 absolvieren Azubis im Hotel- und Gaststättengewerbe Praktika und
Besuche im europäischen Ausland. Sie werden durch unterschiedliche Pro-
gramme gefördert: Erasmus+, Deutsch-Französisches Sekretariat (DFS), Saar-
brücken, und das Deutsch-Französische Jugendwerk (OFAJ/DFJW), Berlin. Sie
arbeiten als Praktikantinnen und Praktikanten z. B. drei Wochen an unserem
Partnercollege in Bournemouth (UK) im Restaurant Escoffier oder den diver-
sen Küchen mit und nehmen auch am dortigen Fachunterricht teil.
Mit Unterstützung und finanzieller Förderung des DFS planen wir derzeit den
siebten Tandemaustausch mit unserer französischen Partnerschule, dem Lycée
International Hôtelier Lille (L.I.H.L). Jeweils zwölf Azubis aus Deutschland undSie können auch lesen