Der große Wurf der Verena Preiner - Sportunion Oberösterreich
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Ausgabe 3/2017 Folge 47 www.sportunionooe.at
journal der sportunion oberösterreich
FOTO: ÖLV/ Coen Schilderman
8 Radsport
Martina Ritters Triple
Der große Wurf der
10 Weltcup-Test in Hinzenbach
Skispringen
Österreichische Post AG / Sponsoring
Verena Preiner
Die Oberösterreicherin holte bei der Univer-
siade die erste Goldmedaille einer rot-weiß-
roten Leichtathletin seit 1970
23 Pammer startet bei EM
Schwimm-Talent
GZ 02Z034101S
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2 Ballsport Turnen FitnessLiebe Funktionärinnen
und Funktionäre, liebe
SPORTUNION Mitglieder!
„Die SPORTUNION bewegt OÖ!“
Mit dem neuen Schuljahr hat in Oberö- anstaltungen wo die SPORTUNION und stellt ganz junge Sportler in die
sterreich auch eine neue Zeitrechnung Oberösterreich national und interna- Auslage. Es folgen in den nächsten Wo-
begonnen: Die Tägliche Bewegungs- tional sichtbar wird wie beispielsweise chen die Spitzensportlerwahl der OÖN
und Sporteinheit ist in vielen Pflicht- das Pro-Beach-Battle in Litzlberg, und die Kicker-Wahl der Krone. Danke,
schulen im Land Realität geworden. die Wasserski-EM in Fischlham oder für diese Initiativen.
Damit wurde eine langjährige Forderung der Skisprung-Sommer-Grand-Prix in
des Sports, ganz besonders der Hinzenbach. Ein Dank an alle, die dabei Tempomacher im Sportstättenbau
SPORTUNION OÖ, umgesetzt. 156 ehrenamtlich engagiert sind und viel Wesentliche Weichenstellungen hat es
Schulen mit 674 Klassen haben sich Zeit und Energie in die Organisation und in diesem Jahr auch im Sportstättenbau
für dieses Projekt angemeldet, damit Abwicklung investieren. gegeben. So wurden viele Vereins-
bekommen 13.500 Schülerinnen und sportanlagen auch für die nächsten
Schüler im ganzen Land zusätzliche Vorbilder sind wichtig Generationen zukunftsfähig gemacht.
Bewegungseinheiten. Insgesamt werden Im Mittelpunkt stehen in diesen Tagen Herrausragend ist sicherlich die erste
damit jährlich mehr als 50.000 zusätz- aber auch viele erfolgreiche Athleten. Leichtathletik-Trainingshalle in Öster-
liche Bewegungseinheiten abgehalten. Einige davon stellen wir in dieser Aus- reich die am Standort der SPORTUNION
gabe des „winner“ ins Rampenlicht. Wie OÖ von LH-Stv. Dr. Michael Strugl am 07.
Tägliche Bewegungsstunde etwa Verena Preiner, die bei der Univer- Juli eröffnet wurde und den Athleten
Die SPORTUNION OÖ ist maßgeblich siade in Taipeh sensationell Gold im Sie- 365 Tage im Jahr zu Trainingszwecken
und federführend an der Umsetzung der benkampf geholt hat. Oder Para-Kanute zur Verfügung steht.
der Täglichen Bewegungs- und Sport- Mendy Swoboda, der bei der Kanu-WM
einheit beteiligt. Wir werden ein Drittel zwei Silbermedaillen erobern konnte.
der Institutionen betreuen und haben Oder Martina Ritter, die im Radsport
für die Umsetzung der 237 Bewegungs- drei Staatsmeistertitel erobert hat und
einheiten pro Woche, 19 qualifizierte bei der EM im Einzelzeitfahren den sen- Mit sportlichen Union Grüßen,
Bewegungscoaches angestellt. Unter sationellen fünften Platz erreicht hat.
ihnen befindet sich zum Beispiel der
ehemalige Fußball-Profi und LASK-Kapi- Ganz wichtig, um Spitzensportler wie
tän Mario Hieblinger. diese zu transportieren, sind aber auch
die Medien und deren Sportlerwahlen.
Attraktive Events Mit der 23. Auflage des TopTalents Euer Kons. Franz Schiefermair
Wir freuen uns über viele Sportver- macht das VOLKSBLATT den Anfang Präsident der SPORTUNION OÖ
INHALT
Beachvolleyball in Litzlberg 4 Tägliche Bewegungs- & Sporteinheit20 Sport und Wirtschaft 37
Kanu-WM 5 Sieben Kandidaten beim TopTalent 21 Auf den Punkt gebracht 38
Schnappschuss: Radsport 6-7 Ried hat sich neu aufgestellt 22 Sportveranstaltungen in OÖ 39
Erfolgreiche Saison für Martina Ritter 8 Schwimmtalent Cornelia Pammer 23 Trainingslager-Projekt 40
OÖ ist ein Tennis-Hotspot 9 Fit mit der SPORTUNION 24 Fußball: Union Weißkirchen 41
FIS Sommer Grand Prix Hinzenbach 10 SPORTUNION Akademie 25 - 26 Union Fallschirmspringerclub Linz 42
Eishockey Saisonstart 11 Trendsport in der Schule 27 Alpiner Streckenfluglehrplan 43
Wasserski-Heim-EM 12 Projekte der SPORTUNION 28 - 29 Sport- und Eventsplitter 44 - 47
Gold für Verena Preiner 14 NO LIMITS 30 - 31 Das Team der SPORTUNION OÖ 48
Die neue Leichtathletik-Halle 15 Special Olympics 2018 32 20 Jahre Salzkammerguttrophy 49
Leichtathletik Meetings in OÖ 16 - 17 Im Laufschritt durch den Sommer 33 Abschied 50
Karateka weiter auf Medaillenkurs 18 Trendsportwochen 34 - 35 Terminvorschau 51
Aktivsein im Sportverein 19 SVA Gesundheits-Check Junior 36
IMPRESSUM SPORTUNION „winner“, Zeitschrift der SPORTUNION Oberösterreich; erscheint vierteljährlich, ergeht kostenlos an die
Mitgliedsvereine, Vereinsfunktionäre, Spitzensportler, gemeldete Interessenten, Ärzte, Gemeinden und Friseure in Oberösterreich;
Inhaber / Herausgeber / Redaktion / Anzeigenteil: SPORTUNION Oberösterreich, Wieningerstraße 11, 4020 Linz, Tel. +43 (0)732 / 77 78 54,
winner@sportunionooe.at, www.sportunionooe.at; Mitarbeiter dieser Ausgabe: Kathrin Kastner, Roland Korntner (Chefredakteur), Marisa Leitner, Thomas Winkler;
Hersteller: Friedrich VDV, Zamenhofstraße 43-45, 4020 Linz www.friedrichvdv.com
wiNNer 3Hochklassiger Beachvolleyball-Event
Ende August wurden bei der PRO Beach Battle am Attersee die Staatsmeister ermittelt
Die Traumkulisse im Strandbad schier Unmögliche geschafft: Das Duo im Endspiel gegen Thomas Kunert/Chri-
Litzlberg in Seewalchen am Attersee kämpfte sich zum Staatsmeistertitel. stoph Dressler. Für die Oberösterreicher
machte auch die heurigen Beachvol- Im Halbfinale setzten sich Schwaiger/ Florian Schnetzer/Peter Eglseer endete
leyball Staatsmeisterschaften presen- Strauss gegen das Duo Valerie Teufl/ der Traum von der Titelverteidigung in
ted by De‘Longhi zum einzigartigen Bianca Zass (OÖ/Tirol) mit 22:20 und Runde drei, letztlich mussten sie sich
Event: Bei Kaiserwetter, hochsommer- 21:15 durch, im Finale rangen sie nach mit Rang fünf zufrieden geben.
lichen Temperaturen und einem bis verlorenem ersten Satz Dani Fankhau-
auf den letzten Platz gefüllten Center ser/Kathi Almer mit 18:21, 21:19 und 15:13 Großes Danke an das Publikum, die
Court mit 2000 Zusehern kämpften nieder. Bronze sicherte sich das Duo Sponsoren und freiwilligen Helfer
Österreichs Beachvolleyball-Asse um Teufl/Zass mit einem 2:1-Sieg gegen „Danke an alle, an das Publikum, das
die Medaillen. Am Ende gingen die Plesiutschnig/Rimser. Eva Freiberger/ wirklich immer da ist und für Stimmung
Staatsmeistertitel bei den Damen Lisi Klopf (Beach-Union OÖ) landeten sorgt. An die Sponsoren und die ehren-
an das neuformierte Duo Stefanie auf Platz fünf. amtlichen Mitarbeiter, ohne die es nicht
Schwaiger/Teresa Strauss, bei den ginge. Wir werden für nächstes Jahr
Herren sicherten sich Xandi Huber/ Titelverteidiger gescheitert daran arbeiten, dass es wieder genauso
Julian Hörl die Goldmedaille. Im Vorjahr eroberte Julian Hörl in Litzl- gut ausschaut wie heuer“, bilanzierte
berg mit Ex-Partner Daniel Hupfer die Christoph Berger von PRO Beach Battle
Europameisterin Stefanie Schwaiger Bronzemedaille, in diesem Jahr holte er zufrieden.
und Teresa Strauss hatten vor dem sich mit Olympiateilnehmer Xandi Hu- Detaillierte Informationen zur Veran-
Turnier nur ein einziges gemeinsames ber Gold. Einem 2:0 im Halbfinale gegen staltung findet ihr unter:
Training und haben trotzdem das Robin Seidl/Tobias Winter folgte ein 2:1 www.beach-battle.at
Der Verein „Brücken bauen im Rahmen der Bewerbungstour für die Die Medaillengewinner der Staatsmeisterschaften. Fotos: Beach Battle
Special Olympics Sommerspiele 2018“ zu Gast beim Beach Battle Litzlberg (2 x)
Litzlberg. Foto: Stritzinger
4 wiNNerKanute Mendy Swoboda versilberte
sich bei der WM in Tschechien
Duo Viktoria Schwarz/Ana Roxana Lehaci war mit Rang sechs nicht ganz zufrieden
Schwarz/Lehaci waren mit Rang sechs nicht zufrieden. Foto: OKV Yvonne Schuring musste die WM auslassen Foto: GEPA
Mit zwei Silbermedaillen im Gepäck ne WM-Medaillen acht und neun ab. Im einem Ausleger und wie im Canadier mit
kehrte Mendy Swoboda von der WM in KL2-Bewerb hatte er letztlich 0,750 Se- einem Stechpaddel gefahren wird, ist die
Racice heim. Der oberösterreichische kunden Rückstand auf McGrath. Damit insgesamt neunte WM-Medaille für den
Kanute musste sich sowohl im para- war er aus zwei Gründen zufrieden: „Das Oberösterreicher. „Ich bin mit meiner
lympischen KL2-200m-Bewerb als Finale lief richtig gut. Ich freue mich, Saison sehr zufrieden. Ich habe in die-
auch in der VL2-Klasse jeweils nur dass der Abstand nur halb so groß wie in sem Jahr bei Großereignissen und Welt-
dem Australier Curtis McGrath ge- Rio war“, erklärte der 37-Jährige. Zudem cups insgesamt sieben Medaillen geholt,
schlagen geben. Das Duo Viktoria war er zumindest in der zweiten Renn- fünf davon in Gold“, freute sich der
Schwarz und Ana Roxana Lehaci er- hälfte schneller als sein australischer Para-Kanute auf eine sportliche Auszeit,
reichte im K2 über 200 Meter Rang Konkurrent. „Das war es, was ich mir für bevor im Oktober die Vorbereitungen
sechs, über 500 Meter wurden sie Elf- diese Saison vorgenommen habe.“ auf die neue Saison beginnen.
te. Pech hatte Yvonne Schuring (alle
UKRV Schnecke Linz), die ihren Start Neunte WM-Medaille Mögliche Medaille verpasst
aus gesundheitlichen Gründen absa- In der VL2-Klasse über 200 m hatte Schwarz/ Lehaci zeigten sich nach Rang
gen musste. Swoboda 1,684 Sekunden Rückstand sechs über 200 Meter nicht ganz zufrie-
auf McGrath: „Ich bin ein wirklich gutes den: „Es ist extrem schade, weil wir glau-
Swoboda staubte in Tschechien sei- Rennen gefahren. Vom Start weg hat ei- ben, dass eine Medaille durchaus drin-
gentlich alles nen gewesen wäre. Die Engländerinnen,
geklappt und die Dritte geworden sind, haben wir im
ich konnte mit Weltcup heuer schon geschlagen“, laute-
dem hohen te das Resümee.
Streckentem-
po von Curtis Im Gegensatz zu Swoboda starteten sie
gut mithal- unmittelbar nach der WM die Vorberei-
ten“, mein- tungen auf die nächste Saison. „Da wir
te Swoboda heuer erst gegen Saisonmitte wieder
nach dem begonnen haben, gemeinsam zu trai-
Rennen zu- nieren, verzichten wir auf eine längere
frieden. Pause. Wir treten jetzt zwei Wochen ein
bisschen kürzer und beschränken uns
Die Silberme- auf längere Ausdauereinheiten mit dem
daille in der Rad. Dann beginnen wir sofort wieder
VL2-Boots- mit dem direkten Aufbau für die nächste
klasse, die mit Saison“, so die Oberösterreicherinnen.
Der zweifache WM-Silberne Mendy Swoboda Foto: Martin Pröll
wiNNer 5Titel-Triple für Martina Ritter
Österreichs Parade-Radsportlerin Martina Ritter schaffte heuer ein seltenes Tri-
ple. Die Oberösterreicherin triumphierte bei den Staatsmeisterschaften sowohl
im Straßenrennen, im Einzelzeitfahren und im Bergfahren. Darüber hinaus radel-
te Ritter bei der Europameisterschaft in Dänemark auch noch auf den sensatio-
nellen fünften Rang im Einzelzeitfahren. Mehr dazu auf Seite 8.
Foto: Herwig Füreder
wiNNer 7Martina Ritter radelte zum nationalen
Triple und holte bei der EM Rang fünf
ihren bisher größten Erfolg brachten
allerdings Anfang August die Europa-
meisterschaften in Bilund (Dänemark).
Bei widrigsten Bedingungen mit strö-
mendem Regen und starkem Wind holte
sie den fünften Platz im Einzelzeitfahren
und ließ dabei sogar die Olympiazwei-
te hinter sich. „Wenn Träume wahr
werden. Ich hätte niemals einen fünften
Platz bei der EM erwartet“, strahlte
Ritter danach. Ihr Erfolgsrezept? „Ohne
Druck fahren und die Zeit auf dem Rad
genießen.“ Das ist der oberösterreichi-
schen Athletin eindrucksvoll gelungen.
Im flachen Straßenrennen ließ sie dann
noch Platz 21 folgen. „Für mich als
Martina Ritter jubelt über drei Staatsmeistertitel anno 2017. Foto: Werner Kapfenberger Nicht-Sprinterin ein akzeptables Ergeb-
nis“, bilanzierte Ritter.
Eigentlich wollte Martina Ritter nach eroberte sie ihren bereits fünften WM-Start Ende September
den Olympischen Spielen 2016 in Rio Zeitfahrtitel in Folge, was zuvor keiner Auch wenn die Saison noch nicht vorbei
de Janeiro ihre Radkarriere beenden, Österreicherin gelang. Mit dem Sieg ist, kann Martina Ritter mit diesen Er-
doch zu Saisonende öffneten sich bei den Österreichischen Bergmeister- gebnissen schon jetzt auf ihre erfolg-
ihr neue Türen und Ziele, welche die schaften auf den Gaisberg, wo sie sich reichste Saison zurückblicken. „Alles,
Oberösterreicherin dazu bewegten, ein spannendes Duell mit Andrea Mayr, was jetzt noch kommt, ist nur noch eine
ihre Radkarriere doch fortzusetzen. der mehrfachen Europa- und Weltmei- Draufgabe. Ich habe mehr erreicht, was
Eine komplette Änderung ihres Um- sterin im Berglauf, lieferte, machte sie ich mir je erhofft hatte“, so Ritter.
feldes mit dem Wechsel als Controlle- das Triple perfekt. Den Titel am Berg
rin von der Raiffeisenlandesbank zur hatte Ritter davor letztmals anno 2012 Sie wird Ende September noch bei den
SPORTUNION OÖ, wo sie seit Jah- erobert, 2013 musste sie sich knapp Weltmeisterschaften in Norwegen am
resbeginn die Geschäftsführung inne Andrea Mayr geschlagen geben und in Start stehen. Den Abschluss bilden dann
hat, und ein neues Radteam brachten den Jahren danach konnte sie aufgrund die Österreichischen Kriteriumsmei-
die Liebe zum Radsport wieder zum von diversen Auslandsstarts nicht sterschaften in Klein Engersdorf (30.
Glühen. teilnehmen. September). Die einzige Disziplin, in der
ihr die Goldene noch fehlt. Das große
Fest an ihrer Seite blieb allerdings Ein Traum wurde wahr Ziel für 2018 ist dann die Heim-Welt-
Trainer Jung Otto, mit dem sie seit acht Das persönliche Saisonhighlight und meisterschaft in Innsbruck.
Jahren ein eingespieltes Team bildet.
Einem guten Start in die Frühjahrsklas-
siker mit einem 18. Platz bei Liege-Ba-
stogne-Liege, folgten ein Etappensieg
und ein dritter Etappenplatz bei der
Gracia Orlova Rundfahrt und kurz
darauf mit Platz neun bei der Tour of
California ihr erstes Top-10 Ergebnis in
der Women World Tour, der höchsten
Kategorie im Frauenradsport.
Fünfter Zeitfahrtitel in Folge
In Österreich ließ sie ihrer heimischen
Konkurrenz keine Chance und holte
bei den in Oberösterreich ausgetragen
Staatsmeisterschaften im Einzelzeitfah-
ren (in Grünau) und im Straßenrennen
(in Grein) überlegen den Sieg. Damit
Foto: Werner Kapfenberger
8 wiNNerOberösterreich ist mit Davis Cup und
Damen-Turnier ein Tennis-Hotspot
Oberösterreich ist im September und
Oktober ein echter Tennis-Hotspot.
Erst bestreitet Österreichs Herren-
Team um Dominic Thiem das Davis-
Cup-Match gegen Rumänien in Wels
(15. bis 17. September), dann steigt
die bereits 27. Auflage des traditio-
nellen Damen-Weltklasseturniers (7.
bis 15. Oktober), das heuer unter dem
neuen Namen „Upper Austria Ladies
Linz“ firmiert.
„Wir werden die Rumänen sicher nicht
unterschätzen, aber mit Dominic Thiem
sind wir die Favoriten. Gerald Melzer
freut sich schon, dass er endlich daheim
auf Sand spielen darf. Sebastian Ofner
ist in einer super Form. Auch Oliver
Marach spielt eine unglaubliche Saison“,
freut sich Davis-Cup-Kapitän Stefan
Koubek über gute Leistungen seiner
Schützlinge.
Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem schlägt beim Davis Cup in Wels auf. Foto: GEPA
Fernziel ist Aufstieg in die Weltgruppe
Der Kärntner hat ein klares Ziel vor echten Heimvorteil sorgen. verantwortlichen Politiker in Kooperati-
Augen. „Ein Match gewinnen in der on mit dem Veranstalter entschlossen,
Weltgruppe, denn das habe ich als Linz genießt tollen Ruf dem WTA-Turnier ein neues Logo und
Aktiver nicht geschafft. Mit Dominic ist Das WTA-Turnier in der Landeshaupt- einen neuen Namen zu verleihen: „Up-
das möglich, denn er macht den Un- stadt hat sich dank seiner speziellen, per Austria Ladies Linz“.
terschied aus“, weiß Koubek. Zunächst familiären Atmosphäre einen außerge-
geht es gegen Rumänien aber einmal wöhnlichen Stellenwert im Turnierkalen- Weltweite Werbung
um den Verbleib in der Europa/Afri- der gesichert und genießt international „Der Tennissport boomt und das
ka-Zone 1, doch ÖTV-Präsident Robert einen tollen Ruf. Turnierdirektorin Sportland OÖ ist heuer Hotspot zahl-
Groß denkt ebenfalls schon weiter: „Es Sandra Reichel ist es ein Anliegen, reicher nationaler und internationaler
muss möglich sein, den Aufstieg in die Österreichs größte Frauensportveran- Tennis-Großsportveranstaltungen. Das
Weltgruppe zu schaffen. Belgien hat das staltung in Linz zu behalten. Um die Damentennis-Turnier macht mit dem
ja auch geschafft“, so der Oberösterrei- Verbundenheit mit dem Land Oberö- neuen Namen ,Upper Austria Ladies
cher. Er hofft, dass auf der Anlage des sterreich und der Stadt Linz noch inten- Linz‘ weltweit Werbung für Oberöster-
UTC Wels pro Tag 3500 Zuschauer für siver zu dokumentieren, haben sich die reich“, erklärte LH-Stv. Michael Strugl.
Peter Michael (l.) und Sandra Reichel (3.v.l.) veranstalten heuer nicht nur das Linzer Damenturnier, sondern auch den Davis Cup in Wels. Im Bild
mit (v.l.): Peter-Michael Reichel, ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda, Sandra Reichel, Sportreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl, Bürgermeister
Dr. Andreas Rabl, ÖTV-Präsident Robert Groß und Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek. Foto: Land OÖ / Sandra Schauer
wiNNer 9FIS Sommer Grand Prix in Hinzenbach:
Eine Generalprobe für den Weltcup
Zuversichtlich in die Saison
„Die Leistungen unserer Landeska-
der-Springer waren für die frühe Phase
des Aufbautrainings wirklich sehr gut
und ich sehe zuversichtlich der Saison
entgegen. Die adaptierte Schanze ist
super zu springen und eine Bereiche-
rung für unseren Nachwuchs. Wir haben
schon dreimal auf der neuen Anlage
trainieren können. Der Schanzenrekord
liegt aktuell bei 45 Metern“, freute sich
Landestrainer Walter Cogoli mit seinen
Schützlingen.
Vergleich ist wichtig
„Es ist enorm wichtig, die Nachwuch-
sadler so früh wie möglich zu fördern
Oberösterreichs Jungadler durften bei der Kinder Vierschanzentournee in Hinzenbach den und auch schon in jungen Jahren inter-
Sieg im Teambewerb bejubeln. Foto: UVB Hinzenbach nationale Vergleiche zu haben. Es wird
zunehmend schwerer, Kinder für diese
Der nächste Winter kommt bestimmt. rundflüge, einem Frühschoppen und der Sportart zu gewinnen. Die Kinder-Vier-
Für alle, die es trotzdem nicht mehr coolen Grand-Prix-Party mit Live-Band schanzentournee gibt es inzwischen seit
erwarten können, bietet sich in der und DJ im Festzelt. 19 Jahren und wir haben nach wie vor
Zwischenzeit aber ein hochkarätiges regen Zulauf. Ob an diesem Wochenende
Skisprung-Event an - auf Rasen! Der Kinder-Vierschanzentournee bereits der eine oder andere Weltcupas-
FIS Sommer Grand Prix der Herren ist Auch über den Sommer hat sich auf pirant dabei war, ist naturgemäß schwer
auch heuer wieder in Hinzenbach zu den Sprungschanzen einiges getan. So zu beurteilen. Neben dem Talent der
Gast, nämlich am 30. September und war Hinzenbach auch heuer wieder ein Kinder gibt es ja noch einige Faktoren,
1. Oktober. Schauplatz der Kinder-Vierschanzen- die den Weg zum Leistungssport sowohl
tournee (für Talente im Alter zwischen positiv als auch negativ beeinflussen
In der Energie AG Arena in Hinzenbach sieben und elf Jahren). Das Team können“, erklärte Initiator und UVB-Prä-
nutzt die Skisprung-Weltelite der Herren Hinzenbach konnte dabei den Heimvor- sident Bernhard Zauner.
im Herbst noch einmal die Gelegenheit teil optimal nutzen und holte mit den
einer vorletzten Standortbestimmung Landeskaderathleten Simon Pinsker, Mi-
vor der anstehenden Weltcupsaison. chael Hofer, Loris Aschauer und Aaron
Zwei Tage später steigt noch das Kugler den Sieg im Mannschaftsbewerb.
Sommer-Finale in Klingenthal (D), bevor
Mitte November dann die Olympia-Sai- Starke Hinzenbacher Talente
son in Wisla (POL) beginnt. Im Einzel gingen dann 100 „Jungadler“
aus fünf Nationen an den Start und
Neben den internationalen Stars aus zeigten ausgezeichnete Leistungen.
Deutschland, Polen oder Norwegen sind In der Klasse Mädchen I (K10) holte
es natürlich die Österreicher, denen das Katharina Allerstorfer (UVB Hinzen-
Publikum die Daumen drücken wird. bach) den Sieg. In der Klasse Mädchen
Wie etwa Stefan Kraft, der Überflieger II (K20) lieferte Elisa Deubler (NST
der letzten Saison, oder den beiden Salzkammergut) eine starke Leistung
Lokalmatadoren Michael Hayböck und ab und wurde Dritte. Bei den Burschen
Markus Schiffner. wurde in der Klasse K7 Jonas Panzirsch
(UVB Hinzenbach) Zweiter und Alexan-
Attraktives Rahmenprogramm der Achleitner (UVB Hinzenbach) in der
Die Besucher erwartet an diesem Wo- Klasse K9 Fünfter. In der Klasse K10
chenende neben einem Trainings- und sprang Julian Auinger (UVB Hinzen-
Qualifikationstag bei freiem Eintritt ein bach) auf den sechsten Rang und in der
Nach den Talenten bei der Kinder Vierschan-
spannender Wettkampf am Sonntag Kategorie K11 holte sich Tobias Bachleit- zentournee ist am 1. Oktober wieder die
samt attraktivem Rahmenprogramm ner (SC Höhnhart) vor Jakob Peer (NTS Skisprung-Weltelite zu Gast in Hinzenbach.
mit der Möglichkeit für Hubschrauber- Salzkammergut) den zehnten Rang. Foto: UVB Hinzenbach
10 wiNNerBlack Wings gehen als Jäger in Saison
Neo-Trainer Troy Ward fordert ein wenig Geduld, Halbfinale ist das traditionelle Ziel
Mit Troy Ward hat der EHC Liwest Team ist überall zu spüren, das Mini-
Black Wings einen neuen Coach malziel ist das Erreichen der Play-offs,
hinter der Bande stehen, der sich von Manager Christian Perthaler spricht wie
der Stadt und seinem Team schwer immer vom Halbfinale: Wir wissen, dass
begeistert zeigte „Ich bin geehrt dass das heuer sehr schwer wird, aber ich bin
ich hier sitzen darf, ein Teil dieses überzeugt, wir haben das Team dazu. In
Teams und in der Stadt bin“, so der unserer Liga sind immer Salzburg und
neue Trainer. Es sei aber zu erwarten, KAC die finanzstärksten Mannschaften,
dass man heuer ein wenig Geduld die haben einen kleinen Vorteil. Wir
mitbringen müsse. lauern dahinter und sind eher die Jäger,
das finde ich gut so und kann mit dieser
„Es wird ein wenig dauern und hängt Rolle leben. Wir arbeiten gut, wir haben
von zwei Dingen ab“, sagt Ward. eine sehr tolle Truppe, es muss aber
„Einerseits ist da mein Zugang zu alles zusammenpassen.“
den Spielern, wie ich sie erreiche und
meine Philosophie an sie weitergeben Hallen-Ausbaupläne
kann. Andererseits liegt es auch an Auch im Umfeld der Black Wings tut
den Führungsspielern im Team. Erst Troy Ward, der neue Trainer der Black Wings. sich einiges. Im Oktober wird es eine
wenn diese Führungsgruppe feststeht, Foto: Black Wings brandneue Black-Wings-FanApp geben,
kann diese helfen, den Rest des Teams mit der die Anhänger noch näher an das
auf ein Level zu bringen. Ich sehe Lebler: „Wir lernen sehr viel!“. Das Team heranrücken können. Auch die In-
aber, dass wir hier schon einige dieser bestätigt auch Philipp Lukas: „Es gibt frastruktur in der Keine Sorgen EisAre-
Leadertypen haben und sich da schon viele neue Informationen, unser Coach na wird sich demnächst verbessern. Um
etwas herauskristallisiert. Je schneller ist ein guter Lehrer, am Eis wird hart 3,5 Millionen Euro wird der Kabinentrakt
dann diese beiden Aspekte zueinander gearbeitet, dass wir zu unserem Spiel nach der Saison 2017/18 umgebaut und
finden, umso schneller werden wir auch finden. Er geht auf die Spieler ein und damit an moderne Ansprüche ange-
zu unserem Spiel finden.“ sieht die Spieler nicht nur als Athleten, passt. Langfristig (fünf bis zehn Jahre)
sondern auch als Menschen. Das ist ein soll bei der geplanten Erneuerung des
Viel zu lernen sehr wichtiger Schwerpunkt für ihn.“ Daches dieses angehoben und damit die
Seine Cracks sind von der neuen Füh- Kapazität deutlich erhöht werden. Diese
rung angetan. „Jeder Tag ist irgendwie „Wir sind die Jäger“ Pläne sind mit Stadt und Land schon
wie Schule“, lächelt Stürmer Brian Die positive Stimmung in und um das akkordiert.
Ablinger bei der WM Fünfter
„Nächstes Jahr gibt es wieder eine Chance auf eine Medaille“
Am 2. September wurde bei der konnten sich mit einem Zwischensprint fen für den Parasportler aber nicht ganz
Paracycling-Weltmeisterschaft in und einer weiteren Tempoverschärfung nach Wunsch, die im Training erlittene
Südafrika das Rundstreckenrennen von ihren Kontrahenten absetzen und 4x5 Zentimeter große Brandblase am
ausgetragen. Insgesamt hatten die machten den Weltmeistertitel im Ziel- linken Handballen machte sich leider
Handbiker in Pietermaritzburg 10 sprint unter sich aus. Mit einer tollen noch bemerkbar.
Runden zu je 6,07 Kilometer zu absol- Gesamtzeit von 1:42:19
vieren. Stunden sicherte sich Da-
vid Franek den Weltmei-
Walter Ablinger konnte sich mit einigen stertitel.
Fahrern bereits kurz nach dem Start Ablinger kämpfte mit
vom Hauptfeld absetzen. Insgesamt vollstem Einsatz und
sechs Fahrer, darunter alle Favoriten konnte nach Rang sechs
fuhren mit einem sehr hohen Tempo beim Einzelzeitfahren nun
lange an der Spitze. In der 8. Runde den guten fünften Platz
dann die Vorentscheidung: David Franek belegen.
aus Frankreich sowie der Italiener Paolo
Cecchetto und der Schweizer Heinz Frei Die beiden Rennen verlie-
Im Bild Walter Ablinger. Foto: Wier PR
wiNNer 11Gut gerüstet in die
Wasserski-Heim-EM
Oberösterreicher sammelten Selbstvertrauen
auf dem Salmsee forderten Weichhart
(62,90 Meter) und Dobringer (61,20)
den weißrussischen Favoriten Aleksandr
Isayeu (64,30) und kamen mit ihren
beachtlichen Weiten dem Vize-Europa-
meister ziemlich nahe. Den Sieg im Sl-
alom holte sich Robert Pugstaller (MYC
Nibelungen Linz), dahinter reihten sich
Martin Bauer (Union Fischlham), Isayeu
und Peter Gerhofer (Union Fischlham)
ein.
Starke Talente
Auch um den Nachwuchs braucht einem
bei WLU Fischlham nicht bange zu sein:
Beim zweiten Stopp des Austrian Youth
Cups gab es gleich 23 Medaillen für die
Im Bild Daniel Dobringer. Foto: Doris Schwarz
Talente, zwölf davon in Gold, sieben in
Die Athleten des Wasserski Evergreen war mit der Saisonbestlei- Silber und vier in Bronze:
Leistungszentrums Union Fischlham stung von 62,30 Metern aber ebenfalls In der U12 holte Noah Maier aus Stein-
(WLUF) gehen gut gerüstet in die zufrieden und staubte Gold in der Kom- haus 3x Bronze im Slalom, Trick und
Europameisterschaft auf heimischem bination ab. In dieser setzte er sich vor Kombination. Bruder Samuel errang in
Terrain: Andreas Weichhart, Daniel Swoboda durch, der dafür im Trickbe- der U17 Gold in Jump und Kombination,
Dobringer oder Mathias Swoboda werb Dobringer auf Rang zwei verwies. Silber in Slalom und Trick.
sammelten im Laufe der Saison viel Josefa Krug aus Fischlham holte in
Selbstvertrauen für die Titelkämp- Bei den Staatsmeisterschaften in der U14 dreimal Gold in Trick, Jump
fe, die von 20. bis 23. September in Lendorf sammelten die Sportler aus und Kombination. David Schmidberger
Fischlham über die Bühne gehen. Fischlham ebenfalls einige Medaillen: aus Zauset eroberte Bronze im Trick,
So musste sich Daniel Dobringer im Schwester Teresa U17-Gold in Jump und
Bei der Generalprobe in Fischlham, Springen nur Claudio Köstenberger Kombination sowie Silber in Slalom und
den Landesmeisterschaften, gelang geschlagen geben, Dritter wurde mit Trick. Elena Ahammer (U17) nahm Gold
Weichhart mit 64,10 Meter persönliche Andreas Weichhart ebenfalls ein Athlet im Slalom und Trick, Silber in Jump und
Bestweite und damit sein erster Titel. des WLUF. Klubkollege Frank Schulte Kombination, Bruder Vincent (U12) Gold
Er verwies dabei seinen Klubkollegen wiederum eroberte Bronze im Slalom. in Trick, Jump und Kombination sowie
Daniel Dobringer auf Platz zwei, der Damit nicht genug: Bei der Linz-Trophy Silber im Slalom mit nach Hause.
Im Bild (v.l.): Robert Pugstaller, Daniel Dobringer, OÖ-Präsident Leo Jindrak, Andreas Weichhart, Teamchef Franz Oberleitner Foto: Daxner
12 wiNNerAm liebsten zuhause betreut
85 Prozent der Oberöster- Plötzlich betreuungsbedürftig erte es nur zehn Tage. Seither sind Petra und
Ein Angebot, das auch die 77-jährige Frie- Elena fester Bestandteil von BRUNNERS All-
reicherInnen würden ihren da BRUNNER aus Wels seit Anfang August tag. „Seit dem Tod meines Vaters war meine
Lebensabend am liebs- nutzt. Noch bis vor wenigen Monaten war die Mutter zu oft allein. Die beiden Betreuerinnen
Witwe trotz ihres fortgeschrittenen Alters bei helfen ihr nicht nur im Haushalt, sie leisten
ten zuhause verbringen. guter Gesundheit, nach einem Sturz auf der auch Gesellschaft“, erzählt WAGNER. „Die
Durch die selbstständigen Eingangstreppe ihres Hauses änderte sich Damen unterstützen meine Mutter zudem bei
PersonenbetreuerInnen der ihr Leben jedoch schlagartig. „Seit meinem
Unfall bin ich nur mehr eingeschränkt bewe-
der Körperhygiene und alltäglichen Verrich-
tungen wie dem An- und Auskleiden.“
WKOÖ geht dieser Wunsch gungsfähig. Die Röntgenaufnahme, die kurz
in Erfüllung. nach dem Unglück im Spital erstellt wurde, Lebensfreude neu erwacht
hat gezeigt, dass meine Hüfte gebrochen ist. Auch BRUNNER zeigt sich zufrieden: „Schon
79
Jahre bei den Männern, 84 Jahre Bis ich vollständig genesen bin, werden noch beim Frühstück schmieden wir gemeinsame
bei den Frauen: Soviel beträgt viele Monate vergehen.“ Renate WAGNER, Pläne für den Tag. Kürzere Strecken kann ich
mittlerweile die durchschnittliche BRUNNERS einzige Tochter, versuchte zu- nun dank konsequenter Bewegungstherapie
Lebenserwartung der ÖsterreicherInnen. nächst, sich zusätzlich zu ihrem Vollzeitjob und schon wieder zu Fuß zurücklegen, sodass wir
Noch 1950 lag diese bei 62 Jahren bei den der eigenen Familie auch noch um ihre Mut- regelmäßig das Grab meines Mannes bei mir
Männern und 67 Jahren bei den Frauen. ter zu kümmern. „Meine zwei Mädchen im in der Nähe besuchen. Oder wir spielen ein
Dementsprechend ist auch die Nachfrage Vorschulalter und meine berufliche Tätigkeit paar Partien Tarock, bei dem mich so schnell
nach Betreuungsformen, die zuhause stattfin- als Projektmanagerin nehmen mich ziemlich keiner schlägt.“ „Die anfänglichen Unsicher-
den, gestiegen. „Wir merken, dass der Bedarf in Beschlag. Auf Dauer war die Dreifachbelas- heiten waren schnell verflogen“, resümiert
nach 24-Stunden-PersonenbetreuerInnen tung nicht durchzuhalten.“ WAGNER. „Petra und Elena haben detaillier-
laufend zunimmt. 11.500 sind schon jetzt in te Informationen von mir erhalten, etwa darü-
Oberösterreich tätig“, bestätigt Berufsgrup- Gemeinsam den Alltag meistern ber, welche Gerichte meine Mutter besonders
pensprecherin der Personenberatung und Durch ein Gespräch mit ihrem Hausarzt wurde gerne isst. Das erleichtert das Miteinander
Personenbetreuung Dr. Viktoria TISCHLER. WAGNER auf die 24-Stunden-BetreuerInnen aller Beteiligten.“ Die beiden Betreuerinnen
„Während viele ältere und betreuungsbedürf- der WKOÖ aufmerksam. „Auf der Website kümmern sich abwechselnd im Zwei-Wo-
tige Personen ihr Zuhause nicht verlassen wol- www.amliebstenzuhause.at fand ich alle Infor- chen-Rhythmus um die ältere Dame, denn
len, sind die Angehörigen durch Beruf und mationen über den Ablauf und Förderungen.“ nach 14 Tagen Arbeit gebührt 14 Tage Frei-
Familie in den meisten Fällen aber bereits Umgehend kontaktierte WAGNER eine der zeit. „In Petras bzw. Elenas Gegenwart blüht
vollständig ausgelastet. Genau hier setzt die Trägerorganisationen, bis zwei passende Be- meine Mutter so richtig auf. So fröhlich habe
24-Stunden-Betreuung an.“ treuerinnen vermittelt werden konnten, dau- ich sie schon lange nicht mehr erlebt.“
Bildcredits: Werner HARRER
Rund um die Uhr bestens betreut
Selbstständige
Personenbetreuung Gesellschaft
leisten
85 % der Menschen möchten ihren Lebensabend in den
eigenen vier Wänden verbringen. Die Nachfrage nach dieser Betreuung in den
eigenen vier Wänden
Betreuungsform steigt kontinuierlich.
Mag. Dr. Viktoria TISCHLER
Unterstützung bei
der Lebensführung
wiNNer 13Dieses Gold glänzt ganz besonders
Verena Preiner sorgte für ersten LA-Damen-Titel bei einer Universiade seit 1970
Im Rahmen der 29. Sommer Universi-
ade in Taipei/Taiwan bejubelte Verena
Preiner die erste Medaille für Öster-
reich. Die Athletin der SPORTUNION
Ebensee triumphierte im Siebenkampf
überlegen mit 6224 Punkten und
hatte damit am Ende 389 Zähler Vor-
sprung auf die zweitplatzierte Alysha
Burnett (AUS). Die Oberösterreiche-
rin übertraf damit zum dritten Mal
in ihrer Laufbahn die 6000-Punkte
Marke und blieb trotz der widrigen
äußeren Umstände nur acht Zähler
unter ihrer Bestleistung von der U23-
EM im Juli.
Die bislang letzte Goldmedaille ei-
ner weiblichen ÖLV-Athletin bei der
Studenten-WM datierte aus dem Jahre
1970, als Maria Sykora den 400m-Lauf
gewann. Österreichs Mehrkämpferinnen Die Oberösterreicherin Verena Preiner sorgte für die erste Goldmedaille einer österreichi-
haben damit nach WM-Rang sechs von schen Leichtathletin bei einer Universiade seit 1970. Foto: OÖLV
der für Union St. Pölten startenden Ivo-
na Dadic (OÖ) für ein weiteres Highlight die Oberösterreicherin dann nach drei Vor allem, da die Zeiten bei den Läufen
im Jahr 2017 gesorgt. Disziplinen wieder die Führung, die sie wegen des starken Gegenwindes ja
als Schnellste über die 200 m mit 24,82 nicht optimal waren. Es ist ein toller
Tolle Wettkampfserie prolongiert Sek. auf 141 Punkte ausbaute. Gesamt Saisonabschluss für mich. Ich bedanke
Verena Preiner setzte damit ihre stand sie damit bei 3586 Zählern, mich bei meinem Trainer Wolfgang Ad-
großartige Wettkampfserie fort und was sogar um 34 Punkte über ihrem ler und meinen Teamkollegen, die mich
holte sich nach dem ÖLV-Hallen-Fünf- WM-Zwischenergebnis aus London lag. hier unterstützt haben.“
kampf-Rekord, Rang sechs bei der Auch beim letzten Bewerb des Tages
Hallen-EM, Silber bei der U23-EM, nun war der starke Wind ein Spielverderber, Gold für Lagger
zum Abschluss der Saison noch Gold nach einer Verschiebung des Laufes In Abwesenheit von Preiner (Universi-
im Siebenkampf bei der Universiade. um 15 Minuten blies er den Athletinnen ade) und Dadic, die ihre Saison bereits
Ein Gold, das ganz besonders glänzt, immer noch mit 3,4 m/s ins Gesicht. beendet hatte, war der Siebenkampf bei
musste doch Preiner bei der WM in Lon- den Staatsmeisterschaften in Innsbruck
don, auf der guten 18. Position liegend, Zweite persönliche Bestleistung eine deutliche Angelegenheit für Sarah
wegen eines Asthmaanfalles vor dem Auch Tag 2 begann mit einer tollen Lagger (TGW Zehnkampf Union). Die
abschließenden 800-m-Lauf aufgeben. Leistung. Mit 5,94 m (-0,2) im dritten Kärntnerin zeigte trotz fehlender Kon-
Umso beachtlicher ist ihre Leistung Versuch des Weitsprungs blieb die kurrenz einen engagierten Mehrkampf
in Anbetracht der Tatsache, dass ihr Sport-Studentin nur um 12 cm un- und holte sich mit 5891 Punkten über-
Trainer Wolfgang Adler diesmal aus pri- ter ihrer Bestleistung und lag weiter legen ihren ersten Staatsmeistertitel in
vaten Gründen nicht dabei sein konnte, in Führung. Bei teilweise heftigem der allgemeinen Klasse.
gerade im Mehrkampf ein wichtiger Regen gelang auch der Speerwurf mit
Faktor. der größten Weite des Tages (48,61) Bei den Herren setzte sich in Abwesen-
ausgezeichnet. Im abschließenden heit von Dominik Distelberger (Achilles-
Schwierige Bedingungen 800-m-Lauf gab die Oberösterreiche- sehnenreizung) und Felix Schmid-
Die 22-jährige startete ganz ausgezeich- rin noch einmal richtig Gas und lief in Schutti, dem Meister der letzten beiden
net in den Wettkampf. Mit 13,90s lief sie 2:09,35 Min. persönliche Bestleistung. Jahre, Severin Chum (ATG) mit 6816
über die 100 m Hürden trotz 1,4 m/s Ge- Gesamt ergab das unterm Strich 6224 Punkten vor den Philipp Kronsteiner
genwind die schnellste Zeit im Feld. Im Punkte und den Sieg. (TGW Zehnkampf Union), der damit die
Hochsprung gelang ihr gleich der näch- U23-Wertung gewann, und Lukas Reiter
ste Paukenschlag, mit 1,77 m verbes- „Freue mich irrsinnig“ (LAG Genböckhaus Ried) durch. Im
serte sie ihre persönliche Bestleistung „Ich freue mich irrsinnig über die U20-Bewerb konnte Favorit Leon Okafor
um nicht weniger als fünf Zentimeter. Goldmedaille und dass ich fast meine (Zehnkampf Union) verloetzungsbedingt
Mit 13,32 m im Kugelstoßen übernahm Mehrkampf-Bestleistung erreicht habe. zum zweiten Tag nicht mehr antreten.
14 wiNNer365 Tage im Jahr Top-Bedingungen
Die neue Leichtathletik-Trainingshalle in Linz wurde nach neunmonatiger Bauzeit eröffnet
Am 7. Juli und damit nach nur neun-
monatiger Bauzeit wurde das „Origi-
nal Kornspitz Leichtathletik-Zentrum
Sportland OÖ“ in Linz mit zahlreichen
Ehrengästen aus Sport und Politik
feierlich eröffnet.
„Diese neue Leichtathletik-Halle ist ein
echter Meilenstein und in Österreich
einzigartig für den Sport“, freut sich
mit Hubert Lang der Präsident des
OÖ. Leichtathletik-Verbands. Für ihn
ist die neue Trainingshalle beim Union
Landeszentrum in der Wieningerstraße
ein „Garant dafür, dass fünf bis sechs
oberösterreichische Athleten bei den
Olympischen Spielen in Tokio 2020
am Start sein werden.“ All dem konn-
te Landeshauptmann-Stellvertreter
und Sportreferent Michael Strugl nur neue Trainingshalle ist die Grundlage, ger (TGW Zehnkampf Union). Deshalb
zustimmen. um Weltklasse zu produzieren“, betonte wird die Halle auch ein Stützpunkt für
Leichtathletik-Landestrainer Wolfgang unsere schon jetzt so erfolgreichen
Nur für den Trainingsbetrieb Adler. Mehrkämpfer.
Das „Original Kornspitz Leichtathle-
tik-Zentrum Sportland OÖ“ entstand „Training macht doppelt Spaß“ Rund um Georg Werthner als Mehr-
auf einer Fläche von rund 4400 Die Sportler wissen das 2,6 Millio- kampf-Nationaltrainer werden Sarah
Quadratmetern. Das neue Zentrum nen-Euro-Projekt natürlich zu schätzen. Lagger, Verena Preiner, Ivona Dadic
bietet an 365 Tagen im Jahr perfekte „Bei so guten Bedingungen macht das oder Leon Okafor und viele andere
Trainingsbedingungen. Egal, ob es Training doppelt so viel Spaß“, lachte Athleten oft in der Halle beim Training
regnet, stürmt oder schneit. Der Betrieb die Linzerin Susanne Walli. „Auch für zu sehen sein. Und die Athleten können
wird auch nicht durch Wettkämpfe den Sieben- und Zehnkampf findet man natürlich auch die Anlagen des angren-
oder gar andere Veranstaltungen wie in der Halle alles, was man braucht“, zenden SPORTUNION Kompetenzzen-
Konzerte oder Messen gestört. „Die freut sich Ausnahmetalent Sarah Lag- trums permanent nutzen.
Von links: Susanne Walli (TGW Zehnkampf Union), Präs. Hubert Lang (OÖLV), LH Stv. Michael Strugl, SPORTUNION OÖ Präs. Franz Schiefermair,
Peter Augendopler (backaldrin), Peter Mennel (ÖOC Generalsekretär), Sarah Lagger (TGW Zehnkampf Union). Foto: Land OÖ
wiNNer 15Drei Stadionrekorde in Ried
Tolle Stimmung und schnelle Zeiten beim Messe Ried Leichtathletik Meeting
TGW Zehnkampf Union vor dem jungen
Quartett der LAG Genböck Haus Ried.
Saisonbestleistungen beim
Stabhochsprung
Weitere Saisonbestleistungen gab es
durch Weitsprung-Siegerin Ivona Dadic
(6,37 m), Stabhochsprung-Gewinnerin
Agnes Hodi (4,10 m) und über 100 m
Hürden durch Stephanie Bendrat, die
ihre Saisonbestleistung um eine Hun-
dertstelsekunde verbesserte.
Einheimische Athleten überzeugten
im Konzert der „Großen“
Paul Seyringer (SU IGLA long life)
Carina Horn (r.) sorgte für einen der drei Stadionrekorde. Foto: LAG Ried
wurde im 800-m-Lauf guter Dritter. Die
Drei Stadionrekorde, ein oö. Lan- herigen Rekord gleich um 1,01 Sekunden. LAG-Athletin Antonia Kaiser bestätigte
desrekord, ein mit einer sehr guten im 100 m-Vorlauf mit 12,38 Sekunden
Leistung aufwartender Lokalmatador Lukas Weißhaidinger weltklasse ihre Form, ihr Vereinskollege Johannes
Lukas Weißhaidinger und einige im Diskusbewerb Pichler freute sich, dass er beim Diskus-
Saison-Bestleistungen waren die Hö- Ein besonderes Highlight war das Antre- bewerb mitmachen durfte und belohnte
hepunkte beim 11. Messe Ried-Leicht- ten von Lukas Weißhaidinger, der den sich mit einer neuen persönlichen
athletikmeeting am 30. Juni. Bei Diskusbewerb trotz bei Beginn seines Bestweite von 41,39 m. Sein Vereinskol-
überwiegend angenehmen Tempera- Wettkampfs bereits spürbar gesunkener lege Michael Duft startete über 400 m
turen und sehr guter Stimmung unter Temperaturen überlegen gewann, sei- Hürden und wurde mit 56,07 Sekunden
den zahlreich erschienenen Besu- nen im Vorjahr aufgestellten Stadionre- Fünfter. Kaiser und Duft hatten ja in der
chern waren es vor allem die Sprinter, kord nur um 25 cm verfehlte und mit Vorwoche das U18-WM-Limit geschafft.
die für ausgezeichnete Leistungen 65,37 m neuerlich eine Weltklasselei-
sorgten. stung bot. „Einer gegen acht“
Dabei lief der LAG-Athlet Jürgen Aigner
Rekordzeiten bei den 4x400-m-Landesmeisterschaften 800 m gegen drei Schulstaffeln, beste-
100-m-Bewerben Bei den im Rahmen des Meetings hend aus acht Schülern, die eine 8 x
Schon im Vorlauf unterbot die Südafri- ausgetragenen OÖ. Landesmeister- 100 m-Pendelstaffel absolvierten. Peter
kanerin Carina Horn die 100 m-Best- schaften über 4 x 400 m verbesserte Fischerleitner, der seine eigene Idee
marke im Damensprint und stellte mit die Damen-Staffel der TGW Zehnkampf sponserte, belohnte die drei Schüler-
11,27 Sekunden einen Stadionrekord Union den 25 Jahre alten Landesre- staffeln, die alle schneller als Jürgen
auf. Auch bei den Männern wackelte kord um 0,58 sec auf 3:49,23. Bei den Aigner waren, mit einer Spende für die
die 100-m-Bestmarke bereits im Vorlauf Männern siegte ebenfalls die Staffel der Klassenkasse.
gewaltig: Der Jamaikaner Michael
Campell verpasste den Rekord nur um
zwei Hundertstelsekunden. Im Finale
steigerte er sich – trotz bereits erheb-
lich kühlerer Temperaturen – nochmals
und stellte mit 10,26 Sekunden einen
Stadionrekord auf. Der derzeit schnells-
te Österreicher über 100 m, Markus
Fuchs (Mödling) wurde in 10,68 Sekun-
den Dritter.
Stadionrekord beim
400-m-Hürden-Bewerb
Die dritte Stadionbestmarke steuerte
der Algerier Abdemalik Lahoulou über
400 m Hürden bei. Er verbesserte mit
seiner Zeit von 50,29 Sekunden den bis-
Das Siegerfoto der 4-x-400-m-Landesmeisterschaften der Männer. Foto: LAG Ried
16 wiNNerZwei Athleten sprinteten zum Double
11. Int. Josko Laufmeeting in Andorf: Fuchs blieb über 200 m erstmals unter 21 Sekunden
IGLA long life lief frischgebackene U23-Vizeeuropamei-
mit 25,18 s auf Rang sterin im Siebenkampf, Verena Preiner
fünf. (Union Ebensee). Lokalmatadorin Patri-
Bei den Herren cia Madl (SU IGLA long life) landete mit
holte sich Markus einer Weite von 41,40 m auf Rang vier.
Fuchs zweimal den
Sieg. Über 100 m Langsprint für Vojta
kam er mit 10,50 Über 1000 m der Herren ging der Sieg
s knapp an seine nach Ungarn. Nachdem der Österrei-
Jahresbestleistung cher Andreas Vojta lange für das Tempo
(10,41 s) heran. sorgte, ging der spätere Sieger Gergo
Mit Vereinskollege Kiss etwa 240 m vor dem Ziel an ihm
Andreas Meyer vorbei.
(Rang 3) blieb ein
Im Bild Verena Preiner. Foto: Wolfgang Benedikt
zweiter Öster- 3000-m-Siege gingen wieder an Kenia
reicher unter elf Bei den Damen siegte Gitonga Caroline
300 Athleten aus 10 Nationen Sekunden. Markus pulverisierte auch im Makandi in 9:32,16 Min. Beste Österrei-
sorgten in Kombination mit ca. 800 200-m-Bewerb seine alte Bestleistung cherin wurde Julia Mayer in 10:21,36
Zuschauern wieder für eine unver- von 21,23 s und drückte sie auf 20,94 Min. Bei den Männern verpasste Kariuki
gessliche Stimmung in Andorf. Kurz s! Das bedeutete nicht nur den Sieg son- Ronald Nigigi den Meetingrekord mit
vor der Leichtathletik-WM in London dern auch Meetingrekord und persön- 8:02,32 Min. um nur etwa eine Sekunde.
nützten zwei österreichische Aushän- liche Bestleistung. Mit dieser Glanzzeit
geschilder, Verena Preiner und Do- blieb er nur 4/100 über dem EM-Limit Zwei Stadionrekorde über 400 m
minik Distelberger, das 11. Int. Josko für Berlin 2018. Evelin Nadhazy umrundete das Sta-
Laufmeeting zum letzten Formtest. dion in 52,88 Sek. Damit drückte sie
Begeisterung bei den Kinderläufen den Andorfer Rekord um über zwei
Verena Preiner reiste letztlich mit zwei Ein Rekord-Teilnehmerfeld von etwa 90 Sekunden! Mateo Ruzic (CRO) schrieb
dritten Plätzen aus Andorf ab. Über 200 Kindern im Alter zwischen drei und elf sich mit 46,22 Sek. in die Bücher und
m finishte die Mehrkämpferin in 24,41 Jahren zog im Andorfer Pramtalstadion war damit etwa vier Zehntel schneller
Sekunden: „Der Lauf war sehr gut. Ich seine Runden. Strecken von 200 bis als der bisherige Meetingrekordhalter
war nur ein paar Hundertstel langsamer 600 Meter galt es zurückzulegen. Johannes Trefz, der in 46,85 Sek. den
als bei meiner EM-Silbernen. Ich habe zweiten Platz holte. Para-Weltmeister
in dieser Woche sehr viel trainiert, habe Schneller als im Eiskanal Günther Matzinger platzierte sich auf
mich aber trotzdem spritzig gefühlt.“ Die beiden Doppel-Olympiasieger im Rang fünf Beachtenswert seine Zeit von
Rodeln, Wolfgang und Andreas Linger, 49,22 Sek. Damit war er in Andorf sogar
Dominik Distelberger überprüfte reisten per Tandemsprung zum 11. Int. schneller unterwegs als bei seinem
ebenfalls kurz vor der WM noch einmal Josko Laufmeeting an. Die beiden WM-Titel (49,35 Sek.).
seine Form. Im Speerwurf lief es für den Brüder rasen normalerweise mit 140
Athleten gut. „Mit 59,84 m bin ich sehr km/h durch den Eiskanal, hier erreich-
zufrieden. Heute konnte ich auch über ten sie im freien Fall eine noch höhere Weitere Infos unter
200 m meine Spritzigkeit pushen – das Geschwindigkeit und sausten mit 200 www.top-meetings.at!
bringt mir im Zehnkampf jedenfalls km/h durch die
etwas für die 400 m. Die 21,89 s waren Luft.
gut, aber da geht noch was.“
Wüstenrot Speer-
Schnellster Österreicher erstmals wurf mit italie-
unter 21 Sekunden im 200-m-Bewerb nischem Doppel-
Helena Jiranova (CZE) und Markus sieg
Fuchs schaffen jeweils das Double über Die beiden Italie-
die beiden Sprint-Distanzen. Bei den ner Paola Padovan
Damen siegte die Tschechin über 100 m (55,47 m) und
in 11,67 Sek. Savannah Mapalagama, die Antonio Fent (69,76
einzige Österreicherin im Finale, holte m) holten jeweils
Rang drei in 11,97 s. Über 200 m siegte den Sieg. Auf Rang
Jiranova erneut (23,73 s), Ina Huemer 3 bei den Damen
vom Veranstalterverein SPORTUNION platzierte sich die
Markus Fuchs (M.) beim Sprintbewerb in Andorf. Foto: Benedikt
wiNNer 17Karateka weiter als Medaillenhamster
Alisa Buchinger triumphierte bei World Games, Gold und Silber für Talent Lora Ziller
Weltmeisterin Alisa Buchinger (Union
Salzburg) sorgte bei den 10. World Ga-
mes in Breslau für die Silber-Medaille.
Die Salzburgerin war in der Gewichts-
klasse bis 68 Kilogramm ins Finale
gestürmt, in diesem hatte sie aller-
dings nach Kampfrichter-Entscheid
das Nachsehen. Pech hatte hingegen
Bettina Plank (Karate-do Wels), die
in der Vorrunde scheiterte. Trotzdem
bleiben die österreichischen Karateka
echte Medaillenhamster.
Buchinger besiegte in ihrer Gruppe zu-
nächst die Polin Kamila Warda 5:0 und
dann Amy Thomason aus Neuseeland
2:0. Der Kampf gegen die Algerierin
Lamya Matoub endete Remis (0:0). Im
Semifinale setzte sich die Salzburgerin
Alisa Buchinger musste sich nach WM- und EM-Gold bei den World Games ausnahmsweise mit
gegen die dänische Vizeweltmeisterin
Silber begnügen. Foto: Geri Grafoner
Katrine Pedersen souverän mit 4:0
durch. Im Finale traf Buchinger dann Kampfrichter ist für uns alle einfach knapp mit 3:4 geschlagen geben, im
erneut auf Matoub. Wieder konnte keine unverständlich. Wir haben auch nach Kampf um Bronze gab es ein klares
Athletin punkten, deshalb mussten die einer Aktion von Alisa den Video-Beweis 4:0 gegen Pamela Bodei (ITA). Da-
Kampfrichter über Gold und Silber ent- beantragt, der wurde aber abgelehnt“, mit setzte die 17-Jährige das nächste
scheiden und diese sahen in Matoub mit berichtete ÖKB-Generalsekretär Ewald Ausrufezeichen, gab sich aber selbstkri-
4:1 die aktivere Kämpferin. Besonders Roth. tisch: „Schade, dass ich das Halbfinale
bitter: Buchinger musste im gesamt- verloren habe. Ich kenne die Kroatin
en Wettkampf keinen einzigen Treffer Plank „gefühlt“ Dritte sehr gut, konnte sie noch bei der EM
einstecken! Nach dem Horrorlos folgte der Alb- schlagen. Dennoch bin ich mit Bronze
traum – Bettina Plank scheiterte bei den happy.“ Trainer und ÖKB-Generalsekre-
Roth: Absurder Entscheid World Games schon in der Gruppenpha- tär Ewald Roth meinte: „Ich bin stolz
„Ein absurder Entscheid. Alisa hat den se. Sie wurde in dem Pool, in den die auf Lora. Sie schlug sich in ihren fünf
Kampf dominiert. Silber ist natürlich vier besten Karateka der Welt einan- Kämpfen enorm stark, trotz schwieriger
ein schöner Erfolg, aber das Urteil der der zugelost wurden, Dritte und holte Bedingungen.“
zumindest gefühlt Bronze. „Das zählt
leider nicht. Es war nicht mein Tag“, war
die Karate-do-Wels-Athletin niederge-
schlagen. „Bettina kam nie ins Turnier,
fand nicht zu ihrem Punch“, bilanzierte
Trainer Juan Luis Benitez.
Gold und Bronze für Talent Ziller
In überragender Form präsentiert sich
heuer Lora Ziller. Die für Wels kämp-
fende Salzburgerin, die im Linzer BORG
zur Schule geht, holte zunächst bei
den Austrian Junior Open in Wals im
U18-Bewerb Gold in der Klasse bis 59
kg. Beim Weltcup in Umag, den sie 2016
gewonnen hatte, eroberte Ziller heuer
im Juli dann Bronze.
Selbstkritische Bilanz
Erst im Halbfinale musste sie sich der
Lokalmatadorin Lucija Lesjak (KRO)
Für Bettina Plank (l.) lief es bei den World Ga- Talent Lora Ziller konnte heuer mehrmals
mes nicht nach Wunsch, Foto: Geri Grafoner aufzeigen. Foto: Volksblatt/Minarik
18 wiNNerGesunder Geist in gesundem Körper
Eine aktuelle Studie der Medizinischen Uni Wien belegt, dass die körperliche und
mentale Gesundheit durch Aktivität im Sportverein gefördert werden
Eine Metastudie der Medizinischen bekannte Risikofaktoren. Das Eingebun-
Universität Wien in Zusammenarbeit densein in ein sportlich geprägtes, so-
mit der Bundes-Sportorganisation, ziales Netzwerk fördert aber auch den
die am 22. August im Rahmen der Zugang zu Gesundheitseinrichtungen
Gesundheitsgespräche beim Euro- und beeinflusst das Gesundheitsverhal-
päischen Forum Alpbach präsentiert ten positiv.
wurde, lieferte nun den wissen-
schaftlichen Beweis, dass in einem Aktive Mitgliedschaft in
gesunden Körper ein gesunder Geist Sportvereinen ...
innewohnt. Die Autoren fokussierten - ... trägt zur Eingliederung in die
sich unter der Leitung von Prof. DI Dr. Gesellschaft bei und wirkt als Schutz-
Hans-Peter Hutter in ihrer Recherche mechanismus gegen ein mögliches
auf mögliche Wirkungen einer aktiven Abdriften in die Straffälligkeit. Sie führt
Mitgliedschaft in einem Sportverein zu einer Verbesserung sozialer Skills, zu
auf die körperliche und vor allem einem gesünderen Lebensstil, zu einer
mentale Gesundheit der Mitglieder. besseren sozialen Vernetztheit und Foto: shutterstock
Die SPORTUNION mit über 4000 fördert ein zivilisiertes, respektvolles
Mitgliedsvereinen, davon 685 in OÖ, Verhalten gegenüber anderen.
bietet die ideale Struktur, um öster- - ... stärkt das Selbstvertrauen, insbe- optimale Struktur, um das „Netzwerk“
reichweit Menschen ins Netzwerk sondere bei Mädchen. In Sportvereinen Verein jedem zugänglich zu machen.
„Verein“ einzubinden. aktive Jugendliche blicken tendenziell
positiver in die Zukunft, entwickeln Hohes Qualitätsbewusstsein
In vielen Studien wurde ein klarer mehr Selbstwertgefühl, schneiden in „Weit über 1000 unserer Vereine haben
Zusammenhang zwischen aktiver Schule und Studium besser ab, ver- bundesweit das Fit Sport Austria-Qua-
Sportvereins-Mitgliedschaft und stehen es, ihre Emotionen besser zu litätssiegel beantragt und wurden
höherem physischen und psychischen kontrollieren, sind disziplinierter und ausgezeichnet - ein Beweis für das
Wohlbefinden ersichtlich. Wobei dafür interessierter an ihrer Umwelt, leiden erstklassige Bewegungsangebot, die
nicht nur die körperliche Betätigung als seltener an Gewichtsproblemen, Depres- hohe Qualifikation der Übungsleiter und
solche, sondern auch die bislang wenig sionen und Angstzuständen. das Bekenntnis zur Qualitätssicherung“,
gewürdigte soziale Integration in das - ... hat positive Auswirkungen auf das freut sich SPORTUNION Generalsekre-
Sozialgefüge Sportverein verantwortlich Wohlbefinden und die psychische Ge- tär Stefan Grubhofer. „89,4 Prozent
zeichnet. sundheit, auf die Vitalität und Stressre- dieser ausgezeichneten Vereine haben
sistenz. Klar messbar auch im Vergleich maximal 500 Mitglieder. Das erleichtert
Sportverein als „Lösung“ zu selbstorganisierter Sportausübung, das soziale Miteinander und stärkt den
Das Fehlen sozialer Beziehungen als wobei sich die Ergebnisse bei Mädchen Zusammenhalt.“
Folge einer zunehmend individualis- und Frauen im positiven Sinn noch deut-
tisch geprägten Gesellschaft bedingt in licher abheben. Oberösterreich ist vorne dabei
vielen Fällen emotionale Einsamkeit und - ... führt zu einer größeren Lebenszu- Gerade OÖ hat sich dabei als einer
soziale Isolation. „Eine Entwicklung, die friedenheit. Vereinsmitglieder gaben an, der Vorreiter in Position gebracht. Die
in ihrer negativen Wirkkraft als ge- sich gesünder (55 %) und glücklicher SPORTUNION OÖ registrierte bis dato
sundheitlicher Risikofaktor nicht hinter (35 %) zu fühlen, mehr Spaß am Leben 660 FSA-zertifizierte Übungsleiter und
Rauchen, Fettleibigkeit und Bewegungs- zu haben (77 %) und lagen damit er- 152 von gesamt 685 Vereinen, die ein
armut zurückbleibt. Der Sportverein neut signifikant höher als Personen, die oder mehrere mit diesem Qualitäts-
wirkt dieser Entwicklung als Plattform Sport selbst organisiert ausüben. siegel ausgezeichnete Bewegungsan-
für intakte soziale Beziehungen nach- - ... macht Spaß, wird von der Gesell- gebote (203 im Schuljahr 2016/17) im
drücklich entgegen, er ist gewisserma- schaft unterstützt und führt dadurch Portfolio hatten.“, freut sich SPORTUNI-
ßen Balsam für die Seele“, ist SPORTU- automatisch zu einer regelmäßigeren ON OÖ Präsident Franz Schiefermair.
NION Generalsekretär Stefan Grubhofer sportlichen Betätigung.
überzeugt. Dauerhafte, intensive soziale Mitglied im Verein werden
Interaktionen machen sich aber auch 685 SPORTUNION Vereine in OÖ Mit dem Schulbeginn im Herbst starten
physiologisch bemerkbar, verringern bei Die SPORTUNION OÖ bietet mit 685 auch die meisten Vereine ins neue
älteren Menschen die Wahrscheinlich- Vereinen, einer Abdeckung von der „Jahr“. Werden auch Sie oder Ihre
keit, einen Herzinfarkt zu erleiden, an Großstadt bis ins Dorf, über 150 ver- Kinder aktiv – Angebote in Ihrer Nähe
Diabetes, Demenz oder Depressionen zu schiedene Sportarten im Angebot und können unter www.sportunionooe.at
erkranken, bei Jüngeren minimieren sie einem hohen Qualitätsbewusstsein eine gefunden werden.
wiNNer 19Sie können auch lesen