Economic Adviser Macro Research - Die NORD/LB

Die Seite wird erstellt Hortensia-Luzy Noack
 
WEITER LESEN
Economic Adviser Macro Research - Die NORD/LB
Economic Adviser
     Macro Research

29. April 2022  Ausgabe Mai 2022
1 / Economic Adviser  Mai 2022

Inhalt

                         Special: Russland als Energie- und Öllieferant - Abhängigkeit zu hoch für kurzfristigen Ausstieg    2

                         USA: Die Fed bleibt unter Handlungsdruck                                                            4

                         Euroland: Mäßiges Wachstum in Q1 – EZB vertagt Entscheidung auf Juni                                6

                         Deutschland: Wirtschaft schrammt knapp an technischer Rezession vorbei                              8

                         Schweiz: Inflation niedriger als im Euroraum – SNB wartet auf EZB                                  10

                         Japan: Die Bank of Japan wartet weiterhin ab                                                       11

                         China: Trübere Aussichten für 2022 – Shanghai ist im Fokus                                         12

                         Großbritannien: BoE mit weiterer Zinsanhebung – Konjunktur bremst aber ab                          13

                         Portfoliostrategien: Zinsstrukturkurve Euroland                                                    14

                         Portfoliostrategien: Zinsstrukturkurve International – 3-Monats & 12-Monatssicht                   15

                         Portfoliostrategien: Aktienmarktstrategie; 3-Monats-, 6-Monats- & 12-Monatssicht                   16

                         Übersicht Prognosen                                                                                17

                         Ansprechpartner                                                                                    18

                         Wichtige Hinweise                                                                                  20

Researchportal:
www.nordlb.de/research
Bloomberg:
RESP NRDR
2 / Economic Adviser  Mai 2022

Special: Russland als Energie- und Öllieferant– Abhängigkeit zu
hoch für kurzfristigen Ausstieg
Analyst: Christian Reuter

                            Russland ist einer der bedeutendsten Lieferant von Öl, Kohle und Gas – weltweit
                            Im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg, den Russland gegen die Ukraine führt, gibt es der-
                            zeit eine heiße Debatte, ob und wie die Sanktionen gegen Russland auf den Energiesektor
                            ausgeweitet werden können. Die Diskussionen werden vor allem auf nationaler Ebene ge-
                            führt, so auch in Deutschland, das sich dabei oft im Mittelpunkt wähnt. Weit verbreitet ist
                            auch die Ansicht, dass Deutschland aus nationalen Interessen bei einem Boykott auf der
                            Bremse steht. Tatsächlich ist die Abhängigkeit Deutschlands von russischen Lieferungen sehr
                            hoch und höher als bei vielen anderen europäischen Ländern. Dies gilt insbesondere bei Gas,
                            das wir zu 54% aus Russland beziehen. Aber auch bei Kohle und Erdöl ist Russland mit Ab-
                            stand unser Hauptlieferant mit einem Anteil von 48% bzw. 39%. Dabei ist Europa (ohne
                            Deutschland und Belarus) nur unwesentlich weniger abhängig von russischen Quellen. Im-
                            merhin stammen jeweils knapp ein Drittel der Öl- und Gasimporte sowie knapp ein Fünftel
                            der Kohleimporte aus russischen Quellen. Aber auch dieser Blick ist zu kurz. Russland liefert
                            Mengen nach Europa, die im Verhältnis zum Weltmarkt bedeutende Größenordnungen ha-
                            ben. Für Kohle beträgt dieses Verhältnis 7%, für Öl 8% und bei Gas sogar 27%. Um die Grö-
                            ßenordnungen zu verdeutlichen, seien die weltweiten Rückgänge des Verbrauchs während
                            der Corona-Krise im Jahr 2020 angeführt: Damals sackte die weltweite Nachfrage nach Öl
                            um 9,3%, die nach Kohle um 4,2% und die nach Gas um 2,3% ab; bis auf Öl also jeweils
                            erheblich weniger. Zwar ist zu berücksichtigen, dass es Russland gelingen würde, zumindest
                            teilweise an Länder außerhalb der Allianz zu liefern (dazu weiter unten) und indirekt die
                            Lücken zu verkleinern. Die russischen Lieferungen bleiben dennoch keine Marginalien. Es
                            wird entsprechend nicht leicht sein, sich aus Importen von anderswo einzudecken und vor
                            allem nicht ohne spürbare Wirkung auf die Preise. Das liegt auch daran, dass es weltweit
                            kaum oder nur minimale freie Kapazitäten gibt, was schon lange vor der aktuellen Krise der
                            Fall war und eine Folge zu geringer Investitionen in fossile Energieträger sowie der Corona-
                            Krise ist. Jedenfalls hatten die internationalen Öl-, Kohle- und Gaspreise schon seit Anfang
                            2021 erheblichen Auftrieb und haben aktuell historische Höchststände erreicht.

                            Tabelle: Russlands Anteile am Weltmarkt bzw. den jeweiligen Importen in %
                                                          Russ. Imp. nach
                                                          Europa im
                                                          Verhälnis zur
                                                          Welt ex Europa       Welt ex Europa       Europa ex D.         Deutschland
                            Oil und -produkte                       8                    7                   31                   39*
                            Gas (Pipeline u LNG)                   27                   8                    28                   54
                            Kohle                                   7                   13                   22                   48
                            * nur Rohöl // Europa 33
                            Quellen: BP Energy Statistics, Bruegel, Eurostat, Werte für 2019 oder 2020, NORD/LB Sector Research

                            Märkte gehen nicht von einer schnellen Beruhigung aus
                            Dass dies alles nicht schnell aufgelöst werden kann, zeigen die Terminpreise mit Lieferung
                            in einem Jahr. Die Märkte gehen nicht von einer schnellen Beruhigung aus. Die Gas- und
                            Kohlepreise sind zwar nach dem ersten Schock etwas zurückgekommen, bewegen sich aber
3 / Economic Adviser  Mai 2022

                        zuletzt beharrlich um den Faktor drei über historischen Durchschnitten. Beim Öl ist die Situ-
                        ation etwas entspannter. Auch wenn das öffentlich anders wahrgenommen wird, ist man
                        hier noch klar unter den Höchstständen von 2007 bzw. 2011-14. Tatsächlich sind bei der
                        OPEC noch Kapazitäten verfügbar, die einigermaßen kurzfristig mobilisiert werden können.
                        Beobachter schätzen die Größenordnung auf drei bis fünf Prozent der Weltproduktion; das
                        ist historisch nicht üppig, liegt aber immerhin in der Nähe des Volumens, das durch einen
                        europäischen Boykott russischen Öls betroffen wäre.
                        Auch technologische und logistische Restriktionen schränken den Spielraum ein
                        Zudem sind der Substitution russischer Qualitäten technologische Grenzen gesetzt. Öl ist
                        nicht gleich Öl, Gas nicht gleich Gas und auch Kohle ist kein homogener Stoff. Beispielsweise
                        hat das Gas aus Russland einen höheren Brennwert als niederländisches Gas. Die Raffinerie
                        in Schwedt ist darauf eingerichtet, ausschließlich Öl aus Russland zu verarbeiten. Vielfach
                        gibt es auch Kuppelprodukte, wie bei der Kraft-Wärme-Kopplung oder die Energieträger sind
                        wechselseitige Substitute wie bei der Stromerzeugung, die auf Gas-, Kohle- oder Ölbasis be-
                        ruhen kann. Das erschwert die Gleichzeitigkeit eines Ausstieges aus allen drei Energieträ-
                        gern. Nicht vergessen werden dürfen die logistischen Herausforderungen, die mit einem
                        Umstellen der Lieferketten verbunden sind. Sie sind beim Gas am einsichtigsten, das an Land
                        in relevanten Mengen nur rohrleitungsgebunden verteilt werden kann und für den Trans-
                        port per Schiff aufwändig und verlustreich verflüssig werden muss. Wenigstens hat sich in
                        den letzten zehn Jahren ein internationaler LNG-Markt entwickelt, dessen Volumen inzwi-
                        schen immerhin ein ähnliches Volumen erreicht hat wie der rohrleitungsgebundene Handel.
                        Trotzdem, für das Gas aus Russland gibt es quasi keinen anderen Weg als den nach Westeu-
                        ropa; bei einem Boykott würde Russland auf der Menge „sitzen bleiben“ (Russland sollte
                        demnach wenig Interesse haben, einen Boykott seinerseits anzusetzen; deswegen sollte die-
                        ses Szenario nur eine geringe Wahrscheinlichkeit haben). Zwar wäre ein Boykott an dieser
                        Stelle sehr effektiv, entsprechend groß wären aber auch die Rückwirkungen auf den inter-
                        nationalen Markt, dem etwa 15% fehlen würde. Auch Kohle ist schwer zu transportieren.
                        Nur 25% des globalen Verbrauchs werden international gehandelt und per Schiff und Eisen-
                        bahn herangebracht. Etwas anders ist die Lage beim Ölmarkt, der verhältnismäßig groß und
                        flexibel ist. Für den Rohstoff gibt es nicht nur einen liquiden Finanzmarkt, auch physisch
                        werden mehr als 70% des weltweiten Verbrauchs gehandelt.
                        All das bedeutet nicht, dass ein gradueller Ausstieg aus russischen Energieträgern unmöglich
                        ist. Es ist sogar ziemlich sicher, dass nach all dem Russland in Zukunft bestenfalls nur noch
                        ein Lieferant unter vielen sein wird, schon aus sicherheitspolitischen Erwägungen. Doch
                        kommt es hier auf die zeitlichen Perspektiven, die Abstimmung zwischen Politik und Wirt-
                        schaft sowie eine kluge Reihenfolge an. Eine Abkopplung von russischem Öl scheint am ehes-
                        ten möglich, gefolgt von Kohle. Die Hürden beim Gas sind hingegen viel höher.

                        Chart: Preise für Lieferung in 12 Monaten
                                  Öl (Brent), USD/b                    Gas (Dutch TTF), EUR/MWh         Kohle (ARA, USD/t)
                        160                                   160.00                              400
                        140                                   140.00                              350
                        120                                   120.00                              300

                        100                                   100.00                              250

                         80                                    80.00                              200

                         60                                    60.00                              150

                         40                                    40.00                              100

                         20                                    20.00                               50

                          0                                     0.00                                0

                       Quellen: Macrobond, NORD/LB Sector Research
4 / Economic Adviser  Mai 2022

USA
Die Fed bleibt unter Handlungsdruck
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen

                             Was macht der US-Verbraucher?
                             Die US-Ökonomie stößt beim Wachstum langsam aber sicher an ihre Grenzen. Die noch vor-
                             läufigen BIP-Zahlen zeigen nach der Stärke zum Abschluss des Jahres 2021 für das I. Quartal
                             2022 mit einer annualisierten Veränderungsrate von -1,4% sehr klare Abkühlungstenden-
                             zen. Noch sollte man sich aber keine zu großen Sorgen bezüglich der Nachfrage in den USA
                             machen. So sind die Einzelhandelsumsätze im März um immerhin 0,5% M/M angestiegen.
                             Zudem kam es zu einer Aufwärtsrevision der für den Vormonat gemeldeten Daten. Auch
                             wenn die hohen Benzinpreise diese Zeitreihe momentan regelrecht aufblähen, kann in der
                             Summe wohl von einer leicht positiven Überraschung gesprochen werden. Die weiterhin
                             hervorragende Beschäftigungssituation hilft den US-Konsumenten derzeit zweifellos. So ist
                             die Arbeitslosenquote im März auf nur noch 3,6% gefallen. Die Inflation und das steigende
                             Zinsniveau werden aber immer mehr zu einem relevanten Belastungsfaktor. Zudem ist fest-
                             zuhalten, dass noch kein Störfeuer von den Aktienkursen und Immobilienpreisen kommt.
                             Dies könnte sich aber perspektivisch ändern! Auch an dieser Stelle sollte das Renditeniveau
                             noch eine Rolle spielen – die US-Hypothekenzinsen im Laufzeitbereich 30 Jahre notieren in-
                             zwischen nämlich bereits oberhalb von 5%.
                             Die Fed bleibt unter Handlungsdruck
                             Die Inflationsentwicklung in Nordamerika bleibt ein zentrales politisches Thema und hat of-
                             fenbar einen großen Einfluss auf die Kongresswahlen. Die Regierung erwartet von der Fed,
                             dass zügig Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation ergriffen werden. Diese Aufgabe ist
                             Jerome Powell von Joe Biden jüngst ins Pflichtenheft geschrieben worden.

                             Chart: Zinsentwicklung USA
                                   4
                                           in %

                                   3

                                   2

                                   1

                                  0
                                05.05.2017              05.05.2018     05.05.2019     05.05.2020   05.05.2021
                                                  UST 2J           UST 5J           UST 10J        Fed Funds Target

                             Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research

                             Die Notenbank sendet klare Signale – welche Taten werden folgen?
                             Daher hat die Notenbank in Washington auch begonnen, im Rahmen ihrer Kommunikati-
                             onsstrategie eine klaren Schwenk vorzunehmen. Hochrangige Notenbanker überbieten sich
                             momentan regelrecht mit der Ankündigung von zukünftigen Anhebungen der Fed Funds
                             Target Rate. Wir waren bisher zwar skeptisch, man wird nun aber zunächst doch einen Zins-
                             schritt um +50bp wagen wollen, um nicht die Glaubwürdigkeit zu verlieren. Klar ist aber
5 / Economic Adviser  Mai 2022

                       auch, dass die aktuell von den Fed-Offiziellen avisierten Anpassungen der US-Leitzinsen die
                       Konjunktur in Nordamerika nachhaltig belasten würden. Dies ist nicht im Interesse der No-
                       tenbank. Daher wird man perspektivisch – also vor allem nach der Wahl – vorsichtiger vor-
                       gehen wollen, als momentan noch verkündet wird. In der Tat scheinen zumindest einige US-
                       Notenbanker zu hoffen, spätere konkrete geldpolitische Maßnahmen bereits durch die heu-
                       tige Ankündigung von zukünftigen Zinsschritten substituieren zu können.
                       Warten auf die aktiven Wertpapierverkäufe der Fed
                       Zudem muss auch ein gewisser Spielraum für aktive Wertpapierverkäufen zur Verringerung
                       des Umfangs des Bilanzvolumens der Fed gelassen werden. Wir denken weiterhin, dass in
                       2022 Leitzinsanhebungen von circa 50bp durch diese Maßnahme ersetzt werden sollen.
                       Das FX-Segment blickt auf die US-Notenbank
                       In diesem Umfeld neigt die Währung der Vereinigten Staaten zu einer fast schon bemer-
                       kenswerten Stärke. Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar preist aktuelle eine fast
                       schon mutige Neuausrichtung der US-Geldpolitik ein. Auch die Ukraine-Krise spielt an dieser
                       Stelle eine Rolle. Die Marktteilnehmer im FX-Segment sehen im Moment größere ökonomi-
                       sche Belastungen für Europa voraus und scheinen auch daher zu glauben, dass die EZB rela-
                       tiv zur Fed viel weniger Raum für eine Neuausrichtung der Geldpolitik haben wird.

                       Fundamentalprognosen USA
                                                                           2021                       2022                  2023
                       BIP                                                   5,7                        2,3                  1,8
                       Privater Konsum                                       7,9                        2,3                  1,8
                       Öffentlicher Konsum                                   1,0                        1,0                  0,5
                       Investitionen                                         6,1                        6,0                  4,0
                       Export                                                4,5                        7,0                  5,0
                       Import                                              14,0                         4,0                  5,0
                       Inflation                                             4,7                        7,0                  2,8
                       Arbeitslosenquote1                                    5,4                        3,5                  3,0
                       Haushaltssaldo2                                     -12,5                      -14,2                 -7,3
                       Leistungsbilanzsaldo2                                -3,6                       -3,3                 -3,3
                       Veränderung gg. Vj. in %, 1 in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP

                       Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research

                       Quartalsprognosen USA
                                                                   II/21              III/21          IV/21          I/22          II/22
                       BIP Q/Q ann.                                 7,0                 2,3            6,9           -1,4           2,0
                       BIP Y/Y                                     12,2                 4,9            5,5            3,6           2,4
                       Inflation Y/Y                                4,8                 5,3            6,7            8,0           7,9
                       Veränderung in %

                       Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research

                       Zinsen und Wechselkurse USA
                                                                     28.04.                    3M             6M              12M
                       Fed Funds Target Rate                          0,50                     1,25           1,75            2,25
                       3M-Satz                                        1,29                     1,30           1,85            2,35
                       10J Treasuries                                 2,82                     2,80           2,85            3,00
                       Spread 10J Bund                                192                      170            165             170
                       EUR in USD                                     1,05                     1,07           1,10            1,11
                       Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
6 / Economic Adviser  Mai 2022

Euroland
Mäßiges Wachstum in Q1 – EZB vertagt Entscheidung auf Juni
Analysten: Christian Lips, Chefvolkswirt // Bernd Krampen

                              Nur geringes Wirtschaftswachstum im Euroraum zum Jahresauftakt
                              Im ersten Quartal schwächte sich die Wachstumsdynamik im Euroraum weiter ab. Das preis-
                              und saisonbereinigte BIP ist nur mäßig um 0,2% Q/Q gewachsen, die Jahresrate notiert bei
                              5,0% Y/Y. Das Wirtschaftswachstum wurde im ersten Quartal erneut gebremst von der
                              Corona-Pandemie, hinzu kamen im März zunehmende Belastungen durch die Auswirkungen
                              des Kriegs in der Ukraine.
                              Das Wachstumstempo der größten Volkswirtschaften im Euroraum näherte sich im ersten
                              Quartal wieder stärker an, da die Dynamik in Frankreich, Spanien und Italien teils deutlich
                              abnahm. Die größte Volkswirtschaft Deutschland konnte trotz der vielfältigen Belastungen
                              (Omikron, Knappheiten, Ukrainekrieg) zumindest wieder zu einem leichten Wachstum
                              (+0,2% Q/Q) zurückkehren und so eine technische Rezession knapp umschiffen. Wachstum-
                              streiber waren die Investitionen, während der Außenbeitrag gebremst hat.
                              Frankreichs Wirtschaftsleistung stagnierte überraschend in den ersten drei Monaten, was
                              vor allem auf die starke Ausbreitung der Omikron-Variante und die hiervon ausgehende
                              Dämpfung der Konsumfreude der privaten Verbraucher zurückzuführen ist. Auch in Spanien
                              kühlte sich die Konjunktur deutlich ab, die Quartalswachstumsrate schwächte sich von zuvor
                              2,2% auf nur noch 0,3% ab. Italiens Wirtschaftsleistung ist zum Jahresauftakt sogar leicht
                              geschrumpft (-0,2%). Sehr kräftige Zuwächse verzeichneten Portugal (+2,6%) sowie Öster-
                              reich, das mit +2,5% den coronabedingten Einbruch des Vorquartals mehr als ausgleichen
                              konnte. An unserer Wachstumsprognose für 2022 in Höhe von 2,7% halten wir wegen der
                              sich abzeichnenden Belastungen durch den Ukrainekrieg fest.

                              Chart: HVPI-Inflation, Kernrate und Produzentenpreisentwicklung

                              Quelle: Eurostat, Macrobond, NORD/LB Macro Research

                              Inflation im April auf Rekordniveau – Druck auf EZB steigt
                              Der Inflationsdruck hat im April nicht nachgelassen, im Gegenteil: Gemäß HVPI Flash Esti-
                              mate kletterte die Inflation im abgelaufenen Monat auf einen neuen Rekordwert von 7,5%
                              Y/Y (vgl. Chart). Zusätzlich kam es zu einem im Ausmaß überraschend kräftigen Anstieg der
                              Kernrate auf 3,5% Y/Y. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass es inzwischen breit angelegt
                              zu übermäßigen Preissteigerungen kommt und damit auch die Gefahr einer Verstetigung
7 / Economic Adviser  Mai 2022

                       der hohen Inflation zunimmt. Hierfür spricht auch der rasante Anstieg der Produzenten-
                       preise, deren Jahresrate bereits über 30% Y/Y liegt.
                       Die real verfügbaren Einkommen werden durch die Inflation massiv belastet, der Preisschub
                       wird so auch immer mehr zu einem konjunkturellen Problem. Die Inflation dürfte im Jahres-
                       mittel deutlich über 6% Y/Y und damit weit über dem EZB-Zielwert liegen.
                       EZB vertagt Entscheidungen auf Juni – Kapitalmarktzinsen kräftig gestiegen
                       Die Europäische Zentralbank hat auf ihrer Aprilsitzung erwartungsgemäß noch keine weit-
                       reichenden Veränderungen an der geldpolitischen Ausrichtung beschlossen. Vor dem Hin-
                       tergrund des erheblich angestiegenen Inflationsdrucks haben die Währungshüter aber in-
                       tensiv die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine für Konjunktur und insbesondere Preis-
                       niveaustabilität diskutiert. In den letzten Wochen hat der Druck auf die EZB, ihren geldpoli-
                       tischen Exit zu beschleunigen, noch einmal deutlich zugenommen. Auch aus Sicht der EZB
                       hat sich der Inflationsdruck „über viele Sektoren hinweg intensiviert“.
                       Wir rechnen daher mit erneut deutlichen Revisionen, wenn die EZB im Juni ihre dann aktu-
                       alisierten Projektionen vorstellt. Die EZB ist gut beraten, sehr zügig die Nettoankäufe einzu-
                       stellen und die Negativzinsen abzuschaffen. Steigende mittelfristige Inflationserwartungen
                       und auch die Euroschwäche sind Warnsignale, dass das Vertrauen in die EZB anderenfalls
                       abnehmen dürfte. Insofern sind die zuletzt vermehrten Signale aus Reihen der EZB zu be-
                       grüßen, dass die APP-Nettoankäufe zur Jahresmitte enden und eine erste Zinserhöhung be-
                       reits im Juli, zumindest im Laufe des dritten Quartals erfolgen könnte. Die Kapitalmärkte
                       haben eine bald bevorstehende Zinswende der EZB eingepreist, die Kapitalmarktzinsen ha-
                       ben in den vergangenen Wochen einen historischen Anstieg verzeichnet.

                       Fundamentalprognosen Euroland
                                                                          2021                          2022                   2023
                       BIP                                                 5,4                           2,7                    2,4
                       Privater Konsum                                     3,5                           2,7                    2,3
                       Öffentlicher Konsum                                 3,9                           3,8                    2,6
                       Investitionen                                       4,2                           3,0                    2,9
                       Außenbeitrag1                                       1,4                          -0,5                   -0,1
                       Inflation                                           2,6                           6,3                    2,7
                       Arbeitslosenquote2                                  7,7                           6,7                    6,4
                       Haushaltssaldo3                                    -5,1                          -4,5                   -3,0
                       Leistungsbilanzsaldo3                               2,4                           1,6                    2,1
                       Veränderung gg. Vj. in %, 1 Wachstumsbeitrag, 2 in % der Erwerbstätigen, 3 in % des BIP

                       Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research

                       Quartalsprognosen Euroland
                                                                  II/21              III/21            IV/21            I/22          II/22
                       BIP sa Q/Q                                  2,2                 2,2              0,3              0,2           0,2
                       BIP sa Y/Y                                 14,6                 4,1              4,7              5,0           2,9
                       Inflation Y/Y                               1,8                 2,8              4,6              6,2           7,3
                       Veränderung in %

                       Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research

                       Zinsen Euroland
                                                                    28.04.                     3M                6M              12M
                       Tendersatz EZB                                0,00                     0,00               0,25            0,75
                       3M-Satz                                      -0,44                     -0,10              0,15            0,65
                       10J Bund                                      0,90                     1,10               1,20            1,30
                       Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
8 / Economic Adviser  Mai 2022

Deutschland
Wirtschaft schrammt knapp an technischer Rezession vorbei
Analysten: Christian Lips, Chefvolkswirt // Bernd Krampen

                              Leicht positives Wirtschaftswachstum in Q1 – technische Rezession abgewendet
                              Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresauftakt leicht gewachsen und damit knapp an einer
                              technischen Rezession vorbeigeschrammt. Das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP
                              legte gegenüber dem Vorquartal um 0,2% Q/Q zu. Die Jahresrate notiert bei 3,7% Y/Y bzw.
                              unbereinigt bei 4,0% Y/Y. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gingen vor allem von
                              den Investitionen positive Wachstumsimpulse aus, während die Nettoexporte negativ zum
                              BIP-Wachstum beitrugen.
                              Positiv zu vermerken und nicht selbstverständlich angesichts der Belastungsfaktoren ist,
                              dass die deutsche Wirtschaft nach dem BIP-Rückgang im Schlussquartal 2021 zu einem leich-
                              ten Wachstum zurückgekehrt ist. Insgesamt setzte sich aber die gedämpfte Entwicklung der
                              Wirtschaftsleistung in den ersten drei Monaten dieses Jahres fort. Wesentliche Ursachen
                              hierfür waren die Corona-Pandemie und seit Ende Februar der Krieg in der Ukraine.
                              Trotz allmählicher Lockerungen der Coronamaßnahmen dürfte der private Konsum kaum
                              expandiert haben. Hiergegen spricht auch die massive Verschlechterung des Verbraucher-
                              vertrauens nach dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine, vor allem wegen des
                              damit verbundenen massiven Inflationsschubs. Das Verbrauchervertrauen ist nach Schät-
                              zungen der GfK im Mai auf ein Rekordtief abgesackt, die Konsumentenstimmung ist dem-
                              nach noch stärker eingebrochen als zu Beginn der Pandemie (vgl. Chart). Dies korrespondiert
                              mit der Stimmungslage im Handel, wo sich das Geschäftsklima zuletzt weiter verschlechtert
                              hat. Hier sind die Belastungen der hohen Inflation und erste Lieferprobleme bereits spürbar.

                              Chart: Verbrauchervertrauen sackt auf Rekordtief

                              Quelle: GfK, Macrobond, NORD/LB Macro Research

                              Stimmungseinbruch im April vorerst gestoppt – Ausblick bleibt aber sehr trüb
                              Die Stimmung der Finanzmarktexperten hat sich im April weiter eingetrübt. Während sich
                              die Konjunkturerwartungen mit -41,0 Saldenpunkten immerhin etwa auf dem niedrigen Ni-
                              veau des Vormonats stabilisieren konnten, wird die aktuelle Lage erneut deutlich negativer
                              beurteilt.
9 / Economic Adviser  Mai 2022

                       Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im April hingegen überraschend sta-
                       bilisieren können. Der ifo-Geschäftsklimaindex legte leicht auf 91,8 Punkte zu, was vor allem
                       auf die Gegenbewegung bei den Erwartungen nach dem regelrechten Absturz im März zu-
                       rückzuführen ist. Der Index für die Erwartungen zur Geschäftsentwicklung in sechs Monaten
                       kletterte von zuvor 84,9 Punkten auf 86,7 Punkte. Hierzu dürfte die deutliche Lockerung der
                       Corona-Maßnahmen beigetragen haben, wofür der kräftige Anstieg der Stimmung im
                       Dienstleistungssektor spricht.
                       Allerdings ist das Bild in der deutschen Wirtschaft recht heterogen. So verschlechterte sich
                       gleichzeitig das Geschäftsklima im Handel weiter (siehe oben). Massiv abwärts ging es sogar
                       noch einmal mit der Stimmung im Bausektor. Die weitere Stimmungsverschlechterung im
                       Handel und im Baugewerbe deuten an, dass die deutsche Wirtschaft in Teilen bereits stark
                       durch den Energiepreisschub sowie Liefer- und Materialengpässe belastet wird.
                       Ausblick: Inflation bleibt auf hohem Niveau – Konjunktur wird durch Krieg gedämpft
                       Die Inflation ist im April in Deutschland weiter gestiegen, die Jahresrate des harmonisierten
                       Verbraucherpreisindex kletterte gar auf 7,8% Y/Y (nationaler VPI: 7,4% Y/Y). Zudem bleibt
                       auf den vorgelagerten Preisstufen der Inflationsdruck extrem hoch. So markierten die deut-
                       schen Großhandelspreise im Berichtsmonat März den höchsten je gemessenen Zuwachs seit
                       1962, dem Start der Erhebung. Die Import- und Produzentenpreise legten zuletzt um mehr
                       als 30% Y/Y zu. Die Inflation bleibt noch länger auf einem deutlich erhöhten Niveau.
                       Der konjunkturelle Ausblick hängt vom Verlauf des Konflikts mit Russland ab. Die ursprüng-
                       lich für das Frühjahr aufgrund abnehmender Corona-Einschränkungen erwartete kräftige
                       konjunkturelle Belebung wird durch die Kriegsauswirkungen konterkariert. Die Investitions-
                       neigung dürfte in dem von großer Unsicherheit geprägten Umfeld spürbar abnehmen. Zu-
                       dem sind weitere Eskalationen des Konflikts möglich, insbesondere ein Lieferstopp beim Gas
                       würde die wirtschaftlichen Perspektiven belasten und die deutsche Wirtschaft in eine Re-
                       zession stürzen. Für 2022 halten wir daher an unserer vorsichtigen Prognose für das BIP-
                       Wachstum von 1,8% fest, das Vorkrisenniveau wird erst in der zweiten Jahreshälfte erreicht.

                       Fundamentalprognosen Deutschland
                                                                  2021                            2022                            2023
                       BIP                                         2,9                             1,8                             2,6
                       Privater Konsum                             0,1                             2,0                             1,7
                       Öffentlicher Konsum                         3,1                             3,2                             2,7
                       Investitionen                               1,5                             0,6                             3,0
                       Exporte                                     9,9                             3,8                             4,3
                       Importe                                     9,3                             4,8                             4,6
                       Außenbeitrag1                               0,8                            -0,2                             0,1
                       Inflation2                                  3,2                             6,4                             2,8
                       Arbeitslosenquote3                          5,7                             5,0                             4,9
                       Haushaltssaldo4                            -3,7                            -3,8                            -2,3
                       Leistungsbilanzsaldo4                       7,6                             5,1                             5,5
                       Veränderung gg. Vj. in %, 1Wachstumsbeitrag; 2HVPI; 3in % der ziv. Erwerbspersonen (BA-Definition); 4 in % des BIP

                       Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research

                       Quartalsprognosen Deutschland
                                                  II/21                III/21               IV/21                 I/22                 II/22
                       BIP sa Q/Q                  2,2                   1,7                 -0,3                  0,2                  0,0
                       BIP nsa Y/Y                10,8                   2,8                  1,8                  4,0                  1,5
                       Inflation Y/Y               2,2                   3,5                  5,5                  6,1                  7,6
                       Veränderung in %

                       Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research
10 / Economic Adviser  Mai 2022

Schweiz
Inflation niedriger als im Euroraum – SNB wartet auf EZB
Analyst: Christian Lips, Chefvolkswirt

                                Ukrainekrieg: Einfluss bleibt bisher gering – Schweiz trägt Sanktionen weiter mit
                                Der Ukrainekonflikt belastet das wirtschaftliche Geschehen in der Schweiz bisher nur gering-
                                fügig, Auswirkungen des Krieges spiegeln sich bislang nur begrenzt in den Konjunkturindika-
                                toren. So ist das KOF Konjunkturbarometer im April wieder auf 101,7 Punkte gestiegen und
                                kehrt damit über den Durchschnittswert von 100 Punkten zurück. Der Indikator belegt also
                                bislang eine solide konjunkturelle Dynamik.
                                Der Schweizer Bundesrat hat in den vergangenen Wochen mit schnellen Entscheidungen die
                                Sanktionspakete der EU gegen Russland mitgetragen und sich so solidarisch mit dem Westen
                                gezeigt. Dies hat der Debatte über anhaltend höhere Inflation zusätzlichen Zündstoff gelie-
                                fert, auch wenn diese im März mit 2,4% Y/Y sehr deutlich unter der Preissteigerungsrate der
                                Eurozone lag. Ökonomen äußern Sorgen über eine Verfestigung hoher Inflationserwartun-
                                gen, schließlich hatten in der Vergangenheit hohe Rohstoff- und insbesondere Ölpreise ent-
                                sprechende Effekte. Eine Umfrage des KOF unter Schweizer Unternehmen ergab, dass diese
                                im Schnitt mit einem weiteren Anstieg der Teuerungsrate auf 2,75% Y/Y rechnen.
                                Die schlechte Stimmung und hohe Inflation in Nachbarländern dürfte sich perspektivisch
                                auch negativ auf die kleine und exportorientierte Volkswirtschaft auswirken. Die Nachfrage
                                nach Schweizer Exporten geht zurück, während zugleich importierte Güter und Zwischen-
                                produkte teurer werden. Letztere üben auf Unternehmen und Konsumenten weiteren Preis-
                                druck aus. Trotz dieser Belastungsfaktoren ist die Schweiz aber bisher gut durch die Ukrai-
                                nekrise gekommen und die wirtschaftlichen Aussichten erscheinen im Vergleich zur Euro-
                                zone derzeit etwas positiver.
                                SNB wartet auf Zinserhöhung der EZB – Franken mit weiterem Aufwertungsdruck
                                Der Anstieg der Inflation, verstärkt durch die russische Aggression in der Ukraine und die
                                Sanktionen des Westens, hat bei vielen Ökonomen die Forderung nach einer restriktiveren
                                Geldpolitik befeuert. Der SNB-Leitzins liegt weiterhin bei -0,75%. Wir erwarten hier erst eine
                                Anhebung als Reaktion auf neue geldpolitische Signale der EZB, um weiteren Aufwertungs-
                                druck beim Franken zu verhindern. Da die EZB aber in ihrer Kommunikation zunehmend
                                hawkisher wird, rückt auch in der Schweiz erstmals seit der Einführung von Negativzinsen
                                Ende 2014 eine Zinsanhebung in greifbare Nähe. Der Franken erhält derweil konstante Zu-
                                flüsse und bewegt sich mit zuletzt 1,02 EUR in CHF nahe an der Parität zum Euro. Eine zu-
                                sätzliche Eskalation des Konflikts in Osteuropa dürfte weitere Safe-Haven-Anleger anziehen
                                und dazu führen, dass die Parität beider Währungen getestet wird.

                                Fundamentalprognosen* Schweiz                                   Zinsen und Wechselkurse Schweiz
                                                               2021       2022        2023                       28.04.    3M      6M     12M
                                BIP                             3,7        2,9         2,3      SNB-Leitzins     -0,75    -0,75   -0,75   -0,50
                                Inflation (CPI)                 0,6        2,2         1,5      3M Satz          -0,70    -0,70   -0,70   -0,40
                                Arbeitslosenquote1              3,0        2,2         2,0      10J               0,86     0,80    0,90   1,10
                                Haushaltssaldo2                -2,3       -0,6         0,1      Spread 10JBund     -5      -30     -30     -20
                                Leistungsbilanzsaldo2           7,9        7,0         7,5      EUR in CHF        1,02     1,02    1,03   1,04
                                *Veränderung gg. Vj. in %, 1 in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP

                                Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research
11 / Economic Adviser  Mai 2022

Japan
Die Bank of Japan wartet weiterhin ab
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen

                             Die Bank of Japan wartet weiterhin ab
                             Die Bank of Japan hat jüngst erwartungsgemäß abermals keine Veränderungen an ihrer Zins-
                             politik vornehmen wollen. Der traditionelle Leitzins und die Zielrendite von Staatsanleihen
                             mit einer Restlaufzeit von 10 Jahren verharren folglich auf dem bisherigen Niveau. Diese
                             Nachrichten stellen keine Überraschung dar. Die Notenbank gab aber auch zu Protokoll, dass
                             man weiterhin die obere Grenze von 0,25% für die Rendite von Staatspapieren mit einer
                             Laufzeit von 10 Jahre verteidigen wolle. Daher zeigt sich die Bank of Japan bereit, Anleihen
                             in unbegrenztem Umfang zu kaufen.
                             Die große Yen-Schwäche ist nun da
                             Aufgrund der aktuellen Schwäche des Yen hatten einige Marktteilnehmer anlässlich der
                             jüngsten Notenbanksitzung scheinbar Signale für eine perspektivisch mögliche vorsichtige
                             Straffung der geldpolitischen Ausrichtung in Tokio erwartet. Die klare Bereitschaft zu Anlei-
                             hekäufen hat die Währung Japans daher weiter belastet. Mit Blick auf den US-Dollar ist in
                             diesem Umfeld die psychologisch wichtige Marke von 130,00 JPY pro USD überboten wor-
                             den. Die Kommentare Haruhiko Kurodas, der in der Pressekonferenz nach der Notenbanksit-
                             zung betont hatte, dass ein schwacher Yen in der Summe wohl auch weiterhin stützend für
                             die heimische Wirtschaft sein dürfte, haben der japanischen Währung natürlich auch nicht
                             geholfen. Der schwache Yen ist zwar positiv für die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der ja-
                             panischen Exportunternehmen, in der Regierung hatte man sich zuletzt aber Sorgen ge-
                             macht, dass die ausgeprägten Abwertungstendenzen der heimischen Währung die Konsum-
                             freude der privaten Haushalte belasten könnten. Entsprechende Erwägungen waren jüngst
                             beispielsweise vom Finanzminister Shunichi Suzuki geäußert worden. Der Regierungschef
                             Fumio Kushida hat inzwischen aber den Bedarf für eine auch weiterhin sehr locker ausgerich-
                             tete Geldpolitik in Japan betont. Er will nun offenbar vor allem mit fiskalpolitischen Maßnah-
                             men gegen die negativen Effekte der aktuellen Schwäche des Yen kämpfen.
                             Ein banger Blick nach Shanghai
                             Die weiterhin expansive Ausrichtung der Geldpolitik in Tokio dürfte auch eine Konsequenz
                             der Unsicherheit durch den Ukraine-Krieg sein. Zudem könnte der „Stau“ im Containerhafen
                             von Shanghai noch zu einem Problem für die exportorientierte Ökonomie Japans werden;
                             daher ist nur von einer moderaten Konjunkturerholung auszugehen.

                             Fundamentalprognosen* Japan                                 Zinsen und Wechselkurse Japan
                                                              2021         2022   2023                    28.04.    3M      6M     12M
                             BIP                               1,6          2,1    1,8   Leitzins         -0,10    -0,10   -0,10   -0,10
                             Inflation                        -0,2          1,5    0,9   3M Satz          -0,02     0,05    0,05   0,10
                             Arbeitslosenquote1                2,8          2,7    2,5   10J               0,23     0,20    0,25   0,25
                             Haushaltssaldo2                  -8,5         -6,5   -4,5   Spread 10JBund    -67      -90     -95    -105
                             Leistungsbilanzsaldo2             2,8          2,0    2,2   EUR in JPY        137      139     138     133
                             * Veränderung gg. Vj. in %                                  USD in JPY        131      130     125     120
                             1   in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP

                             Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research
12 / Economic Adviser  Mai 2022

China
Trübere Aussichten für 2022 – Shanghai ist im Fokus
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen

                             Trübere Aussichten für 2022 – Shanghai ist im Fokus
                             Im I. Quartal 2022 konnte sich das chinesische Wirtschaftswachstum mit einem Anstieg um
                             immerhin von 1,3% Q/Q eine Spur freundlicher präsentieren, als generell zu erwarten ge-
                             wesen war. Damit ist der Start ins neue Jahr zwar durchaus gut geglückt, im II. Quartal ist
                             nun aber mit spürbaren ökonomischen Belastungen durch die harten Lockdown-Maßnah-
                             men in Shanghai zu rechnen, die das öffentliche Leben in der wichtigen chinesischen Wirt-
                             schaftsmetropole seit Anfang April im Prinzip zum Erliegen gebracht haben. Der Kampf der
                             regionalen Behörden gegen das Coronavirus wird zweifellos dämpfende Effekte auf das BIP
                             im gesamten Land haben. Auch die Weltwirtschaft dürfte sich nicht vollständig von den ak-
                             tuellen Problemen in Shanghai entkoppeln können. Der Containerhafen der Stadt hat eine
                             globale Bedeutung. Die nun umgesetzten strengen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus
                             beeinträchtigen den Betrieb dieser Anlage. Diese neuen Probleme in China kommen zur Un-
                             zeit; sie lasten nicht nur auf dem Wachstum in Asien und andernorts, sondern sorgen für
                             zusätzlichen Stress auf die Lieferketten, was auch Auswirkungen auf die globale Inflations-
                             entwicklung haben dürfte. Mit Blick auf China dürfte es in diesem Umfeld schwerfallen, im
                             Gesamtjahr 2022 das offiziell geplante BIP-Wachstum von knapp über 5% zu erzielen.
                             Die Wirtschaftspolitiker in Peking geraten unter Zugzwang
                             Die chinesische Regierung wird sich aber mit allen verfügbaren Mitteln gegen die drohende
                             Wachstumsschwäche stemmen. Die Geld- und Fiskalpolitik des Landes wird folglich expan-
                             siver ausgerichtet werden. Aufgrund der aktuellen Informationslage sind die dämpfenden
                             Effekte des Lockdowns in Shanghai noch schwer abschätzbar. Unsere umfangreichen Simu-
                             lationsstudien zeigen aber, dass mit Blick auf das Gesamtjahr 2022 ein reales Wirtschafts-
                             wachstum von 4,9% noch erzielbar sein dürfte.
                             Der Renminbi präsentiert sich schwächer
                             Dieses ökonomische Umfeld ist natürlich auch nicht hilfreich für die Währung Chinas. Wir
                             hatten mit einer sukzessiven Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Renminbi gerech-
                             net. Mit dem jüngst zu beobachtenden Sprung der chinesischen Währung über die psycho-
                             logisch wichtige Marke von 6,50 CNY pro USD hat der Dollar nun aber zügiger Stärke bewie-
                             sen, als eigentlich zu erwarten gewesen war. Die offensive Neuausrichtung der Fed-Geldpo-
                             litik hat sicher auch geholfen. Nun ist aber wohl viel Aktivität beim FOMC eingepreist.

                             Fundamentalprognosen* China                                 Zinsen und Wechselkurse China
                                                               2021        2022   2023                    28.04.   3M     6M     12M
                             BIP                                8,1         4,9    5,4   Einlagesatz       1,50    1,50   1,50   1,50
                             Inflation                          0,9         2,2    2,3   3M SHIBOR         2,23    2,40   2,40   2,40
                             Arbeitslosenquote1                 3,9         3,9    3,8   10J               2,85    2,80   2,90   3,00
                             Haushaltssaldo2                   -5,0        -4,7   -4,5   Spread 10JBund    195     170    170    170
                             Leistungsbilanzsaldo2              1,8         1,4    1,1   EUR in CNY        6,96    6,96   7,15   7,22
                             * Veränderung gg. Vj. in %                                  USD in CNY        6,63    6,50   6,50   6,50
                             1   in % der Erwerbstätigen, 2 in % des BIP

                             Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research
13 / Economic Adviser  Mai 2022

Großbritannien
BoE mit weiterer Zinsanhebung – Konjunktur bremst aber ab
Analysten: Tobias Basse // Bernd Krampen

                             Konjunktureller Schwung durch Inflation und Engpässen abgebremst
                             Im Vereinigten Königreich haben die Haushalte zunehmend mit Kaufkraftverlusten durch
                             eine Inflationsrate bei 7% zu kämpfen. Obwohl sich mit dem langsamen Auslaufen der
                             Coronavirus-Krise eigentlich neue wirtschaftliche Impulse hätten ergeben sollen, gingen im
                             Februar und März die Einzelhandelsumsätze bereits zurück, und auch die Industrieproduk-
                             tion und die Bauinvestitionen verzeichneten im Februar jeweils Rückgänge. Preisbelastun-
                             gen und Stimmungsverschlechterungen unter Verbrauchern und Unternehmen verdunkeln
                             die konjunkturellen Perspektiven zunehmend. Weitere Belastungsfaktoren sind die zuletzt
                             deutlich gestiegenen (Hypotheken-)Zinsen, ein robustes Pfund sowie die in Großbritannien
                             spürbaren Lieferengpässe. Auch die Auswirkungen des Brexit – Stichwort Personalengpässe
                             – machen den Unternehmen zu schaffen. Insofern dürfte die Bekanntgabe des am 12. Mai
                             anstehenden BIP-Wachstums für das I. Quartal starke Beachtung finden. Da die Arbeitslo-
                             senquote auf 3,8% fiel und der Anstieg der Stundenlöhne bei 4-5% liegt, ist die Bank of Eng-
                             land – trotz aller konjunkturelle Ungewissheiten – zum Handeln gezwungen.
                             BoE wird Leitzins anheben – den direkten Verkauf von Bonds aber noch nicht verkünden
                             Das Monetary Policy Committee der Bank of England wird auf der Sitzung am 5. Mai erneut
                             den Leitzins anheben. Mit dann 1,00% wird das Niveau erreicht, ab dem die BoE angekündigt
                             hat, einen aktiven Verkauf von Wertpapieren in Betracht zu ziehen. Bisher hat die BoE als
                             eine der ersten Notenbanken zwar mit der Beendigung der Reinvestition von auslaufenden
                             Bonds den Prozess des Quantitative Tightenings (QT) eingeläutet, doch dieser ist ohne einen
                             direkten Verkauf in seiner Wirkung eher stumpf. Derzeit sieht es aber nicht danach aus, dass
                             bereits im Mai der zweite Schritt erfolgen wird, da u.a. aus Liquiditätsgründen der Zeitpunkt
                             nicht ideal erscheint. Dennoch darf damit in den kommenden Monaten gerechnet werden.
                             Russlands Angriffskrieg verkompliziert auch die Vorgehensweise für die BoE
                             Der Krieg in der Ukraine hat auch für die BoE die eigentlich fest angestrebte und notwendige
                             rasche geldpolitische Neuausrichtung etwas verkompliziert. Insofern wird die BoE vorsichti-
                             ger agieren, vor allem wenn sich der Krieg noch länger hinziehen sollte. Diese Erwartungen
                             finden bereits ihren Ausdruck in den Tendenzen des zuletzt wieder etwas schwächeren bri-
                             tischen Pfundes, da sich zudem auch die Aussichten für die EZB-Geldpolitik viel weniger ex-
                             pansiv darstellen als noch vor einigen Wochen. So zog der Euro wieder etwas an und notiert
                             bei knapp 0,85 GBP nahe dem Durchschnittswert aus diesem Jahr.

                             Fundamentalprognosen* Großbritannien                           Zinsen und Wechselkurse Großbritannien
                                                              2021       2022       2023                     28.04.   3M     6M     12M
                             BIP                               7,4        3,8        1,6    Reposatz          0,75    1,00   1,25   1,50
                             Inflation (CPI)                   2,6        7,1        3,3    3M Satz           1,21    1,20   1,40   1,60
                             Arbeitslosenquote1                4,5        4,0        4,0    10J               1,88    1,85   2,00   2,10
                             Haushaltssaldo2                  -8,0       -4,0       -2,6    Spread 10JBund     98      75     80     80
                             Leistungsbilanzsaldo2            -2,6       -3,5       -3,5    EUR in GBP        0,84    0,85   0,86   0,87
                             *Veränderung gg. Vj. in %                                      GBP in USD        1,25    1,26   1,28   1,28
                             1   in % der Erwerbstätigen nach ILO Konzept, 2 in % des BIP

                             Quelle: Feri, Bloomberg, NORD/LB Macro Research
14 / Economic Adviser  Mai 2022

Portfoliostrategien
Zinsstrukturkurve Euroland

Renditen und Prognosen (Bunds/Swap)                           Prognosen Zinsstrukturkurve (Bunds)
     Renditen (in %)         NORD/LB Prognose auf Sicht von
                                                              1,50 %
                Aktuell        3M        6M          12M
                                                              1,25
3M               -0,44        -0,10      0,15        0,65
1J               -0,27         0,15      0,40        0,85     1,00
2J                0,20         0,50      0,75        1,00     0,75
3J                0,42         0,68      0,89        1,06     0,50
4J                0,53         0,79      0,95        1,11     0,25
5J                0,64         0,90      1,00        1,15
6J                0,70         0,95      1,05        1,19     0,00
7J                0,74         0,99      1,09        1,22     -0,25
8J                0,78         1,03      1,13        1,25     -0,50
9J                0,82         1,07      1,17        1,28     -0,75
10J               0,90         1,10      1,20        1,30
                                                              -1,00
2J (Swap)         0,90         1,15      1,35        1,55
                                                                       3M        1      2   3    4        5   6        7     8   9         10
5J (Swap)         1,38         1,60      1,70        1,80
10J (Swap)        1,68         1,80      1,90        1,95                    Aktuell            3M                6M                 12M

Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research                     Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research

Prognosen und Total Returns                                   Erwartete Total Returns
                 Total Returns (in %) auf Sicht von…                  in %
               3M                   6M            12M         0,5
3M            -0,11                -0,13          0,00        0,0
1J            -0,38                -0,47          -0,27
2J            -0,32                -0,46          -0,45       -0,5
3J            -0,49                -1,34          -0,74       -1,0
4J            -0,72                -1,07          -1,03
5J            -0,95                -1,18          -1,23       -1,5
6J            -1,17                -1,41          -1,51       -2,0
7J            -1,43                -1,76          -1,93
8J            -1,65                -2,06          -2,26       -2,5
9J            -1,83                -2,32          -2,53       -3,0
10J           -1,62                -2,21          -2,46               3M       1        2   3   4         5   6    7         8   9     10
                                                                                   3M                6M                12M

Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research                     Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research

Der Total Return misst den absoluten Ertrag einer Anlage im betrachteten Zeithorizont unter Berücksichtigung der
zeitanteiligen Rendite zuzüglich der aufgrund der prognostizierten Zinsstrukturkurvenveränderung zu erwartenden
Kursgewinne bzw. –verluste.
15 / Economic Adviser  Mai 2022

Portfoliostrategien
Zinsstrukturkurve international: 3-Monats- & 12-Monatssicht

Auf 3-Monatssicht

        Erwartete Total Returns (in %) in Euro                 Erwartete Total Returns (in %) in Landeswährung
             EUR         USD        GBP     JPY   CHF                     USD            GBP         JPY    CHF
1J           -0,4        -1,4       -0,5    2,4   -0,2   1J               0,5            0,4         -0,1   -0,2
2J           -0,3        -0,7       -0,5    2,4    0,2   2J               1,2            0,4         -0,2    0,1
3J           -0,5        -0,7       -0,6    2,3    0,2   3J               1,2            0,2         -0,2    0,1
4J           -0,7        -0,7       -0,4    2,2    0,1   4J               1,2            0,5         -0,3    0,1
5J           -0,9        -0,7       -0,7    2,2    0,3   5J               1,2            0,1         -0,3    0,3
6J           -1,2        -0,7       -0,7    2,3    0,4   6J               1,2            0,1         -0,2    0,3
7J           -1,4        -0,6       -0,4    2,6    0,5   7J               1,3            0,5          0,1    0,5
8J           -1,7        -0,9       -0,4    2,7    0,7   8J               1,0            0,4          0,2    0,6
9J           -1,8        -1,0        0,1    2,9    0,8   9J               0,9            0,9          0,4    0,8
10J          -1,6        -1,0       -0,2    2,8    0,9   10J              0,9            0,7          0,3    0,9
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research                Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research

Auf 12-Monatssicht

        Erwartete Total Returns (in %) in Euro                 Erwartete Total Returns (in %) in Landeswährung
             EUR         USD        GBP     JPY   CHF                     USD            GBP         JPY    CHF
1J           -0,3        -3,6       -1,7    4,8   -2,4   1J               1,9            1,4         -0,1   -0,6
2J           -0,4        -2,8       -1,8    4,7   -2,1   2J               2,8            1,4         -0,2   -0,2
3J           -0,7        -2,6       -2,1    4,7   -2,5   3J               3,0            1,1         -0,1   -0,7
4J           -1,0        -2,5       -2,0    4,7   -2,9   4J               3,1            1,2         -0,2   -1,0
5J           -1,2        -2,6       -2,5    4,6   -3,0   5J               3,0            0,7         -0,2   -1,1
6J           -1,5        -2,6       -2,7    4,7   -3,2   6J               3,0            0,5         -0,1   -1,3
7J           -1,9        -2,7       -2,5    5,0   -3,4   7J               2,9            0,6          0,1   -1,5
8J           -2,3        -3,1       -2,8    5,1   -3,2   8J               2,4            0,3          0,2   -1,4
9J           -2,5        -3,6       -2,6    5,3   -3,0   9J               1,9            0,6          0,4   -1,1
10J          -2,5        -3,7       -2,8    5,1   -2,9   10J              1,8            0,4          0,2   -1,1
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research                Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research

Der Total Return misst den absoluten Ertrag einer Anlage im betrachteten Zeithorizont unter Berücksichtigung der
zeitanteiligen Rendite zuzüglich der aufgrund der prognostizierten Zinsstrukturkurven- und Wechselkursveränderung
zu erwartenden Kursgewinne bzw. –verluste.
16 / Economic Adviser  Mai 2022

  Portfoliostrategien
  Aktienmarktstrategie; 3-Monats-, 6-Monats- & 12-Monatssicht

  Werte und Performance
                                       Wert am                      Stand                             Performance seit
            Index                     28.04.2022        Vormonat            Jahresbeginn         Vormonat       Jahresbeginn
            DAX                        13.793,94        14.414,75             15.884,86           -4,31%           -13,16%
           MDAX                        30.077,24        31.011,71             35.123,25           -3,01%           -14,37%
        EuroSTOXX50                     3.734,64         3.902,52              4.298,41           -4,30%           -13,12%
          STOXX50                       3.668,35         3.710,84              3.818,46           -1,15%            -3,93%
         STOXX600                        444,31           455,86                487,80            -2,53%            -8,92%
         Dow Jones                     33.301,93        34.678,35             36.338,30           -3,97%            -8,36%
          S&P 500                       4.183,96         4.530,41              4.766,18           -7,65%           -12,22%
           Nikkei                      26.386,63        27.821,43             28.791,71           -5,16%            -8,35%
  Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research

  Prognosen Indizes                                       EuroSTOXX50 und S&P500
                             NORD/LB Prognose             5000                                                          5000
       Index
                              auf Sicht von ...
                        3M        6M            12M       4500                                                          4500
           DAX        13.700    13.700         14.000
         MDAX         30.000    30.300         31.000     4000                                                          4000
  EuroSTOXX50          3.700     3.750          3.800
      STOXX50          3.575     3.625          3.650
                                                          3500                                                          3500
     STOXX600           435       445            450
     Dow Jones        34.250    34.500         34.500
                                                          3000                                                          3000
       S&P 500         4.350     4.400          4.400
         Nikkei       26.000    26.500         26.500
                                                          2500                                                 2500
  Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
                                                           29.04.2021 29.07.2021 29.10.2021 29.01.2022 29.04.2022
                                                                  EuroSTOXX50                 200-Tage-Linie
                                                                  S&P 500 (r.S.)              200-Tage-Linie (r.S.)
                                                          Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research

Redaktionsschluss für Daten, Prognosen und Texte war Freitag, 29. April 2022.

Der nächste Economic Adviser erscheint am 24. Juni 2022.
17 / Economic Adviser  Mai 2022

Übersicht Prognosen

Fundamentalprognosen
       in %                    BIP Wachstum                          Inflationsrate                Arbeitslosenquote1              Haushaltssaldo2
                          2021      2022   2023              2021         2022      2023           2021   2022 2023          2021      2022      2023
USA                        5,7       2,3    1,8                4,7         7,0       2,8           5,4     3,5    3,0        -12,5     -14,2     -7,3
Euroland                   5,4       2,7    2,4                2,6         6,3       2,7           7,7     6,7    6,4         -5,1      -4,5     -3,0
Deutschland                2,9       1,8    2,6                3,2         6,4       2,8           5,7     5,0    4,9         -3,7      -3,8     -2,3
Japan                      1,6       2,1    1,8               -0,2         1,5       0,9           2,8     2,7    2,5         -8,5      -6,5     -4,5
Großbritannien             7,4       3,8    1,6                2,6         7,1       3,3           4,5     4,0    4,0         -8,0      -4,0     -2,6
Schweiz                    3,7       2,9    2,3                0,6         2,2       1,5           3,0     2,2    2,0         -2,3      -0,6      0,1
China                      8,1       4,9    5,4                0,9         2,2       2,3           3,9     3,9    3,8         -5,0      -4,7     -4,5
Veränderung gg. Vj. in %, 1 in % der Erwerbstätigen (Deutschland: BA-Definition), 2 in % des BIP

Quelle: Feri, NORD/LB Macro Research

Leitzinsen                                                                       Wechselkurse
  In %        28.04.22         3M              6M               12M               EUR in…          28.04.22       3M                6M            12M
USD             0,50           1,25           1,75               2,25            USD                 1,05         1,07              1,10          1,11
EUR             0,00           0,00           0,25               0,75            JPY                 137          139               138           133
JPY             -0,10         -0,10           -0,10             -0,10            GBP                 0,84         0,85              0,86          0,87
GBP             0,75           1,00           1,25               1,50            CHF                 1,02         1,02              1,03          1,04
CHF             -0,75         -0,75           -0,75             -0,50            CNY                 6,96         6,96              7,15          7,22
CNY             1,50           1,50           1,50               1,50
                                                                                 Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research

Zinsen (Staatsanleihen)
                    3M-Sätze                              Renditen 2J                              Renditen 5J                       Renditen 10J
         28.04.      3M        6M      12M      28.04.      3M         6M     12M      28.04.       3M      6M    12M    28.04.        3M     6M     12M
USD        1,29     1,30      1,85     2,35       2,62     2,50       2,60    2,70       2,84      2,75    2,80   2,80       2,82     2,80   2,85    3,00
EUR       -0,44    -0,10      0,15     0,65       0,20     0,50       0,75    1,00       0,64      0,90    1,00   1,15       0,90     1,10   1,20    1,30
JPY       -0,02     0,05      0,05     0,10      -0,06     0,00       0,00    0,00       0,00      0,08    0,09   0,09       0,23     0,20   0,25    0,25
GBP        1,21     1,20      1,40     1,60       1,54     1,60       1,70    1,80       1,63      1,69    1,81   1,91       1,88     1,85   2,00    2,10
CHF       -0,70    -0,70     -0,70    -0,40      -0,02     0,00       0,25    0,60       0,42      0,40    0,60   0,90       0,86     0,80   0,90    1,10
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research

Spreads (Bp)
                  3M EURIBOR                                2J Bund                                 5J Bund                            10J Bund
         28.04.     3M        6M      12M      28.04.       3M        6M      12M        28.04.      3M    6M     12M    28.04.        3M     6M     12M
USD        172      140      170       170        242      200       185       170         220      185    180     165        192      170   165         170
JPY         42       15      -10       -55        -26      -50       -75      -100         -63      -83    -91    -106        -67      -90   -95     -105
GBP        165      130      125        95        134      110        95        80          99       79     81      76         98       75    80          80
CHF        -26      -60      -85      -105        -21      -50       -50       -40         -22      -50    -40     -25         -5      -30   -30         -20
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Macro Research
18 / Economic Adviser  Mai 2022

  Anhang
  Ansprechpartner in der NORD/LB
  Macro Research

              Dr. Martina Noss
              Leitung Research/Volkswirtschaft

              +49 511 361-2008
              martina.noss@nordlb.de

              Christian Lips
              Chefvolkswirt
              Head of Macro Research
              +49 511 361-2980
              +49 172 735 1531
              christian.lips@nordlb.de

              Tobias Basse
              Macro Research
              +49 511 361-9473
              tobias.basse@nordlb.de

              Bernd Krampen
              Macro Research
              +49 511 361-9472
              bernd.krampen@nordlb.de

              Marlene Renkel
              Macro Research
              +49 511 361-4710
              marlene.renkel@nordlb.de

              Christian Reuter
              Sector Research
              +49 511 361-7052
              christian.reuter@nordlb.de

unter Mitwirkung von: Marius Pahlke
19 / Economic Adviser  Mai 2022

Sales                                         Trading

Institutional Sales       +49 511 9818-9440   Covereds/SSA                +49 511 9818-8040

Sales Sparkassen &
                          +49 511 9818-9400   Financials                  +49 511 9818-9490
Regionalbanken

Sales MM/FX               +49 511 9818-9460   Governments                 +49 511 9818-9660

Sales Europe              +352 452211-515     Länder/Regionen             +49 511 9818-9550

Sales Asia                +65 64 203131       Frequent Issuers            +49 511 9818-9640

Origination & Syndicate                       Sales Wholesale Customers

Origination FI            +49 511 9818-6600   Firmenkunden                +49 511 361-4003

Origination Corporates    +49 511 361-2911    Asset Finance               +49 511 361-8150

Treasury

                          +49 511 9818-9620
Liquidity Management      +49 511 9818-9650
20 / Economic Adviser  Mai 2022

  Wichtige Hinweise
Diese Studie (nachfolgend als „Information“ bezeichnet) ist von der NORDDEUTSCHEN LANDESBANK GIROZENTRALE („NORD/LB“)
erstellt worden. Die für die NORD/LB zuständigen Aufsichtsbehörden sind die Europäische Zentralbank („EZB“), Sonnemannstraße 20,
D-60314 Frankfurt am Main, und die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht („BaFin“), Graurheindorfer Str. 108, D-53117 Bonn
und Marie-Curie-Str. 24-28, D-60439 Frankfurt am Main. Sofern Ihnen diese Information durch Ihre Sparkasse überreicht worden ist, un-
terliegt auch diese Sparkasse der Aufsicht der BaFin und ggf. auch der EZB. Eine Überprüfung oder Billigung dieser Präsentation oder
der hierin beschriebenen Produkte oder Dienstleistungen durch die zuständige Aufsichtsbehörde ist grundsätzlich nicht erfolgt.

Diese Information richtet sich ausschließlich an Empfänger in Deutschland, Australien, Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Grie-
chenland, Indonesien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Korea, Luxemburg, Neuseeland, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Republik China
(Taiwan), Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien, Thailand, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich, Vietnam und Zypern (nachfolgend
als „relevante Personen“ oder „Empfänger“ bezeichnet). Die Inhalte dieser Information werden den Empfängern auf streng vertraulicher Basis
gewährt und die Empfänger erklären mit der Entgegennahme dieser Information ihr Einverständnis, diese nicht ohne die vorherige schriftliche
Zustimmung der NORD/LB an Dritte weiterzugeben, ganz oder in Teilen zu kopieren oder in andere Sprachen zu übersetzen und/oder zu reprodu-
zieren. Diese Information ist nur an die relevanten Personen gerichtet und andere Personen als die relevanten Personen dürfen nicht auf die
Angaben in dieser Information vertrauen. Insbesondere darf weder diese Information noch eine Kopie hiervon nach Japan oder in die Vereinigten
Staaten von Amerika oder in ihre Territorien oder Besitztümer gebracht oder übertragen oder an Mitarbeiter oder an verbundene Gesellschaften in
diesen Rechtsordnungen ansässiger Empfänger verteilt werden.

Bei dieser Information handelt es sich nicht um eine Anlageempfehlung/Anlagestrategieempfehlung, sondern um eine lediglich Ihrer allgemeinen
Information dienende Werbemitteilung. Aus diesem Grund ist diese Information nicht unter Berücksichtigung aller besonderen gesetzlichen Anfor-
derungen an die Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen/Anlagestrategieempfehlungen erstellt worden. Ebenso we-
nig unterliegt diese Information dem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung, wie dies für Anlageempfehlungen/Anlagestrategieempfehlungen
gilt.

Die hierin enthaltenen Informationen wurden ausschließlich zu Informationszwecken erstellt und werden ausschließlich zu Informationszwecken
bereitgestellt. Es ist nicht beabsichtigt, dass diese Information einen Anreiz für Investitionstätigkeiten darstellt. Sie wird für die persönliche Informa-
tion des Empfängers mit dem ausdrücklichen, durch den Empfänger anerkannten Verständnis bereitgestellt, dass sie kein direktes oder indirektes
Angebot, keine Empfehlung, keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf sowie keine Aufforderung zur Zeichnung oder zum Erwerb von
Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten und keine Maßnahme, durch die Finanzinstrumente angeboten oder verkauft werden könnten,
darstellt.

Alle hierin enthaltenen tatsächlichen Angaben, Informationen und getroffenen Aussagen sind Quellen entnommen, die von der NORD/LB für zu-
verlässig erachtet wurden. Für die Erstellung dieser Information nutzen wir emittentenspezifisch jeweils Finanzdatenanbieter, eigene Schätzungen,
Unternehmensangaben und öffentlich zugängliche Medien. Da insoweit allerdings keine neutrale Überprüfung dieser Quellen vorgenommen wird,
kann die NORD/LB keine Gewähr oder Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen übernehmen. Die
aufgrund dieser Quellen in der vorstehenden Information geäußerten Meinungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile dar. Verände-
rungen der Prämissen können einen erheblichen Einfluss auf die dargestellten Entwicklungen haben. Weder die NORD/LB, noch ihre Organe oder
Mitarbeiter können für die Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der Informationen oder für einen Renditeverlust, indirekte Schäden,
Folge- oder sonstige Schäden, die Personen entstehen, die auf die Informationen, Aussagen oder Meinungen in dieser Information vertrauen
(unabhängig davon, ob diese Verluste durch Fahrlässigkeit dieser Personen oder auf andere Weise entstanden sind), die Gewähr, Verantwortung
oder Haftung übernehmen.

Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Währungskurse, Kursschwankungen der Finanzinstru-
mente und ähnliche Faktoren können den Wert, Preis und die Rendite der in dieser Information in Bezug genommenen Finanzinstrumente oder
darauf bezogener Instrumente negativ beeinflussen. Im Zusammenhang mit Wertpapieren (Kauf, Verkauf, Verwahrung) fallen Gebühren und Pro-
visionen an, welche die Rendite des Investments mindern. Die Bewertung aufgrund der historischen Wertentwicklung eines Wertpapiers oder
Finanzinstruments lässt sich nicht zwingend auf dessen zukünftige Entwicklung übertragen.

Diese Information stellt keine Anlage-, Rechts-, Bilanzierungs- oder Steuerberatung sowie keine Zusicherung dar, dass ein Investment oder eine
Strategie für die individuellen Verhältnisse des Empfängers geeignet oder angemessen ist, und kein Teil dieser Information stellt eine persönliche
Empfehlung an einen Empfänger der Information dar. Auf die in dieser Information Bezug genommenen Wertpapiere oder sonstigen Finanzinstru-
mente sind möglicherweise nicht für die persönlichen Anlagestrategien und -ziele, die finanzielle Situation oder individuellen Bedürfnisse des Emp-
fängers geeignet.

Ebenso wenig handelt es sich bei dieser Information im Ganzen oder in Teilen um einen Verkaufs- oder anderweitigen Prospekt. Dementsprechend
stellen die in dieser Information enthaltenen Informationen lediglich eine Übersicht dar und dienen nicht als Grundlage einer möglichen Kauf- oder
Verkaufsentscheidung eines Investors. Eine vollständige Beschreibung der Einzelheiten von Finanzinstrumenten oder Geschäften, die im Zusam-
menhang mit dem Gegenstand dieser Information stehen könnten, ist der jeweiligen (Finanzierungs-) Dokumentation zu entnehmen. Soweit es sich
bei den in dieser Information dargestellten Finanzinstrumenten um prospektpflichtige eigene Emissionen der NORD/LB handelt, sind allein verbind-
lich die für das konkrete Finanzinstrument geltenden Anleihebedingungen sowie der jeweilig veröffentlichte Prospekt und das jeweilige Registrie-
rungsformular der NORD/LB, die insgesamt unter www.nordlb.de heruntergeladen werden können und die bei der NORD/LB, Georgsplatz 1, 30159
Hannover kostenlos erhältlich sind. Eine eventuelle Anlageentscheidung sollte in jedem Fall nur auf Grundlage dieser (Finanzierungs-) Dokumen-
tation getroffen werden. Diese Information ersetzt nicht die persönliche Beratung. Jeder Empfänger sollte, bevor er eine Anlageentscheidung trifft,
im Hinblick auf die Angemessenheit von Investitionen in Finanzinstrumente oder Anlagestrategien, die Gegenstand dieser Information sind, sowie
für weitere und aktuellere Informationen im Hinblick auf bestimmte Anlagemöglichkeiten sowie für eine individuelle Anlageberatung einen unabhän-
gigen Anlageberater konsultieren.

Jedes in dieser Information in Bezug genommene Finanzinstrument kann ein hohes Risiko einschließlich des Kapital-, Zins-, Index-, Währungs-
und Kreditrisikos, politischer Risiken, Zeitwert-, Rohstoff- und Marktrisiken aufweisen. Die Finanzinstrumente können einen plötzlichen und großen
21 / Economic Adviser  Mai 2022

Wertverlust bis hin zum Totalverlust des Investments erfahren. Jede Transaktion sollte nur aufgrund einer eigenen Beurteilung der individuellen
finanziellen Situation, der Angemessenheit und der Risiken des Investments erfolgen.
Die NORD/LB und mit ihr verbundene Unternehmen können an Geschäften mit den in dieser Information dargestellten Finanzinstrumenten oder
deren Basiswerte für eigene oder fremde Rechnung beteiligt sein, weitere Finanzinstrumente ausgeben, die gleiche oder ähnliche Ausgestaltungs-
merkmale wie die der in dieser Information dargestellten Finanzinstrumente haben sowie Absicherungsgeschäfte zur Absicherung von Positionen
vornehmen. Diese Maßnahmen können den Preis der in dieser Information dargestellten Finanzinstrumente beeinflussen.

Soweit es sich bei den in dieser Information dargestellten Finanzinstrumenten um Derivate handelt, können diese je nach Ausgestaltung zum
Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses einen aus Kundensicht anfänglichen negativen Marktwert beinhalten. Die NORD/LB behält sich weiterhin vor,
ihr wirtschaftliches Risiko aus einem mit ihr abgeschlossenen Derivat mittels eines spiegelbildlichen Gegengeschäfts an Dritte in den Markt abzu-
geben.

Nähere Informationen zu etwaigen Provisionszahlungen, die im Verkaufspreis enthalten sein können, finden Sie in der Broschüre „Kundeninforma-
tion zum Wertpapiergeschäft“. die unter www.nordlb.de abrufbar ist.

Die in dieser Information enthaltenen Informationen ersetzen alle vorherigen Versionen einer entsprechenden Information und beziehen sich aus-
schließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung der Information. Zukünftige Versionen dieser Information ersetzen die vorliegende Fassung. Eine Ver-
pflichtung der NORD/LB, die Informationen in dieser Information zu aktualisieren und/oder in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, besteht nicht.
Eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann daher nicht gegeben werden.

Mit der Verwendung dieser Information erkennt der Empfänger die obigen Bedingungen an.

Die NORD/LB gehört dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassen-Finanzgruppe an. Weitere Informationen erhält der Empfänger unter Nr.
28 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der NORD/LB oder unter www.dsgv.de/sicherungssystem.

Zusätzliche Informationen für Empfänger in Australien:
DIE NORD/LB IST KEINE NACH DEM BANKING ACT 1959 OF AUSTRALIA AUTORISIERTE BANK ODER DEPOSIT TAKING INSTITUTION.
SIE WIRD NICHT VON DER AUSTRALIAN PRUDENTIAL REGULATION AUTHORITY BEAUFSICHTIGT.

Die NORD/LB bietet mit dieser Analyse keine persönliche Beratung an und berücksichtigt nicht die Ziele, die finanzielle Situation oder Bedürf-
nisse des Empfängers (außer zum Zwecke der Bekämpfung von Geldwäsche).

Zusätzliche Informationen für Empfänger in Belgien:
Die Bewertung individueller Finanzinstrumente auf der Grundlage der in der Vergangenheit liegenden Erträge ist nicht notwendigerweise ein Indi-
kator für zukünftige Ergebnisse. Die Empfänger sollten beachten, dass die verlautbarten Zahlen sich auf vergangene Jahre beziehen.

Zusätzliche Informationen für Empfänger in Dänemark:
Diese Information stellt keinen Prospekt i.S.d. Dänischen Wertpapierrechts dar und dementsprechend besteht keine Verpflichtung, noch ist es
unternommen worden, sie bei der Dänischen Finanzaufsichtsbehörde einzureichen oder von ihr genehmigen zu lassen, da diese Information (i)
nicht im Zusammenhang mit einem öffentlichen Anbieten von Wertpapieren in Dänemark oder der Zulassung von Wertpapieren zum Handel auf
einem regulierten Markt i.S.d. Dänischen Wertpapierhandelsgesetzes oder darauf erlassenen Durchführungsverordnungen erstellt worden ist
oder (ii) im Zusammenhang mit einem öffentlichen Anbieten von Wertpapieren in Dänemark oder der Zulassung von Wertpapieren zum Handel
auf einem regulierten Markt unter Berufung auf einen oder mehrere Ausnahmetatbestände von dem Erfordernis der Erstellung und der Heraus-
gabe eines Prospekts nach dem Dänischen Wertpapierhandelsgesetz oder darauf erlassenen Durchführungsverordnungen erstellt worden ist.

Zusätzliche Informationen für Empfänger in Estland:
Es ist empfehlenswert, alle Geschäfts- und Vertragsbedingungen der von der NORD/LB angebotenen Dienstleistungen genau zu prüfen. Falls
notwendig, sollten sich Empfänger dieser Information mit einem Fachmann beraten.

Zusätzliche Informationen für Empfänger in Finnland:
Die in dieser Information beschriebenen Finanzprodukte dürfen, direkt oder indirekt, Einwohnern der Republik Finnland oder in der Republik Finn-
land nicht angeboten oder verkauft werden, es sei denn in Übereinstimmung mit den anwendbaren Finnischen Gesetzen und Regelungen. Spezi-
ell im Falle von Aktien dürfen diese nicht, direkt oder indirekt, der Öffentlichkeit angeboten oder verkauft werden – wie im Finnischen Wertpapier-
marktgesetz (746/2012, in der gültigen Fassung) definiert.
Der Wert der Investments kann steigen oder sinken. Es gibt keine Garantie dafür, den investierten Betrag zurückzuerhalten. Erträge in der Ver-
gangenheit sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

Zusätzliche Informationen für Empfänger in Frankreich:
Die NORD/LB ist teilweise reguliert durch die „Autorité des Marchés Financiers“. Details über den Umfang unserer Regulierung durch die zustän-
digen Behörden sind von uns auf Anfrage erhältlich.
Diese Information stellt eine Analyse i.S.v. Art. 24 Abs. 1 der Richtlinie 2006/73/EG, Art. L.544-1 und R.621-30-1 des Französischen Geld- und
Finanzgesetzes dar und ist als Empfehlung gemäß der Richtlinie 2003/6/EG und 2003/125/EG zu qualifizieren.

Zusätzliche Informationen für Empfänger in Griechenland:
Die in dieser Information enthaltenen Informationen beschreiben die Sicht des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und dürfen vom Emp-
fänger nicht verwendet werden, bevor nicht feststeht, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Verwendung zutreffend und aktuell sind.
Erträge in der Vergangenheit, Simulationen oder Vorhersagen sind daher kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Investmentfonds
haben keine garantierten Erträge und Renditen in der Vergangenheit garantieren keine Erträge in der Zukunft.
Sie können auch lesen