EMBA in NPO-Management VMI, Universität Fribourg/Freiburg - Schlussbericht | 04. November 2014

 
EMBA in NPO-Management VMI,
Universität Fribourg/Freiburg
Schlussbericht | 04. November 2014
Inhalt

1	
   Grundlagen des Akkreditierungsverfahrens ........................................................................ 1	
  
     1.1	
   Voraussetzung für die Programmakkreditierung ......................................................... 1	
  
     1.2	
   Qualitätsstandards für die Akkreditierung universitärer Weiterbildung in der Schweiz1	
  

2	
   Das Verfahren ..................................................................................................................... 1	
  
     2.1	
   Akkreditierungsgegenstand und Antrag ...................................................................... 1	
  
     2.2	
   Ablauf des Verfahrens ................................................................................................. 1	
  
     2.3	
   Die Expertengruppe .................................................................................................... 2	
  
     2.4	
   Zugrundeliegende Dokumente .................................................................................... 2	
  
     2.5	
   Der Selbstbeurteilungsbericht ..................................................................................... 2	
  
     2.6	
   Expertenbericht ........................................................................................................... 2	
  
     2.7	
   Stellungnahmen des VMI ............................................................................................ 2	
  

3	
   Der EMBA in NPO-Management ........................................................................................ 3	
  

4	
   Externe Begutachtung ........................................................................................................ 4	
  
     4.1	
   Die Vor-Ort-Visite ........................................................................................................ 4	
  
     4.2	
   Ergebnisorientierte Zusammenfassung der Gespräche .............................................. 5	
  
     4.3	
   Zwischenergebnis ..................................................................................................... 11	
  
     4.4	
   Erfüllung der Qualitätsstandards für die Akkreditierung von Studiengängen ............ 11	
  

5	
   Stärken, Schwächen, Empfehlungen zur Qualitätsverbesserung ..................................... 20	
  

6	
   Stellungnahme des wissenschaftlichen Beirats ................................................................ 22	
  

7	
   Schlussfolgerungen und Akkreditierungsantrag (Art. 25 der Akkreditierungsrichtlinien) .. 23	
  
     7.1	
   Schlussfolgerungen OAQ .......................................................................................... 23	
  
     7.2	
   Antrag Akkreditierung EMBA in NPO-Management .................................................. 23	
  
1 Grundlagen des Akkreditierungsverfahrens
                                           1
 Das Universitätsförderungsgesetz von 1999 (UFG) ermöglicht die freiwillige institutionelle
 Akkreditierung sowie die freiwillige Programmakkreditierung von öffentlichen und privaten
 Universitäten oder universitären Institutionen.
 Die Richtlinien der Schweizerischen Universitätskonferenz (SUK) für die Akkreditierung im
 universitären Hochschulbereich vom 28. Juni 2007 (nachfolgend: Akkreditierungsrichtlinien)
 regeln das Akkreditierungsverfahren.
 1.1 Voraussetzung für die Programmakkreditierung

 Ein Studiengang kann als ein Studiengang der universitären Weiterbildung akkreditiert werden,
 wenn er die Mindestanforderungen von Art. 5 Abs. 1, Bst. a-b sowie Abs. 2 der
 Akkreditierungsrichtlinien erfüllt.

 1.2 Qualitätsstandards für die Akkreditierung universitärer Weiterbildung in der
     Schweiz

 Die Qualitätsstandards für Studiengänge sind in Art. 10 der Akkreditierungsrichtlinien
 aufgeführt. Gemäss Art. 11 der Akkreditierungsrichtlinien können die in Art. 10 formulierten
 Standards ergänzt werden. Aufgrund eines Antrags von Swissuni, der Konferenz der
 Weiterbildungsstellen der Schweizer Universitäten, hat die SUK am 31. Januar 2013 die
 Qualitätsstandards gemäss Art. 10 der Akkreditierungsrichtlinien um einige spezifische
 Standards für die Akkreditierung von Weiterbildungsgängen erweitert. Diese erweiterten
 Standards bilden seither die Grundlage für die Akkreditierung von allen Studiengängen der
 universitären Weiterbildung.

 2 Das Verfahren

 2.1 Akkreditierungsgegenstand und Antrag

 2.1.1 Antrag

 Mit Schreiben vom 14. August 2013 hat die Leitung des Instituts für Verbands-, Stiftungs- und
 Genossenschaftsmanagement (VMI) der Universität Freiburg/Fribourg beim OAQ ein Gesuch
 um Akkreditierung eingereicht. Beantragt wurde die Akkreditierung des Weiterbildungs-
 studiengangs Executive MBA in Nonprofit-Organisation-Management (EMBA in NPO-
 Management). Der Studiengang war 2006 erstmals von der SUK akkreditiert worden.

 2.2 Ablauf des Verfahrens

        27.01.2014                Eröffnung Akkreditierungsverfahren
        09.05.2014                Abgabe Selbstbeurteilungsbericht
        10./11.06.2014            Vor-Ort-Visite
        18.07.2014                Versand des Expertenberichtes zur Stellungnahme
        29.07.2014                Stellungnahme des VMI
        24.10.2014                Bericht zur Bestätigung an den Wissenschaftlichen Beirat
        03.11.2014                Zweite Stellungnahme des VMI

 1
     Bundesgesetz über die Förderung der Universitäten und über die Zusammenarbeit im Hochschulbereich (SR 414.20).

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04.11.2014              Definitiver Schlussbericht OAQ

 Das gesamte Verfahren verlief ordnungsgemäss und der Terminplan konnte eingehalten
 werden.

 2.3 Die Expertengruppe

 Die Gruppe setzte sich wie folgt zusammen:

 Peer Leader:

      Prof. Dr. Peter F. E. Sloane – Universität Paderborn, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik

 Experten:

      Prof. Dr. Michael Meyer –Vizerektor der Wirtschaftsuniversität Wien

      Prof. Dr. Gerhard Minnameier – Goethe-Universität Frankfurt/Main, Professur für
      Wirtschaftsethik und Wirtschaftspädagogik

      Dr. Matthias Freise – Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für
      Politikwissenschaft

 2.4 Zugrundeliegende Dokumente

      –   Selbstbeurteilungsbericht des VMI, EMBA in NPO-Management vom 09.05.2014

      –   Expertenbericht vom 18.07.2014

      –   Stellungnahme des VMI vom 29.07.2014

      –   Stellungnahme des VMI vom 03.11.2014

      –   Schlussbericht OAQ vom 04.11.2014

 2.5 Der Selbstbeurteilungsbericht

 Das VMI hat fristgereicht Anfang Mai 2014 den Selbstbeurteilungsbericht mit umfassenden
 Anhängen beim OAQ eingereicht.

 Der Selbstbeurteilungsbericht des VMI entspricht in Form und Inhalt den Vorgaben des OAQ.
 Zusätzlich zu der Beantwortung der Standards hat das VMI Stellung zu den Entwicklungen seit
 der letzten Akkreditierung genommen und hat den Umgang mit den Empfehlungen aus der
 letzten Akkreditierung dargestellt.

 Die Expertengruppe kam zum Schluss, dass der Selbstbeurteilungsbericht ein umfassendes
 Bild der Einrichtung und des Studiengangs vermittelt.

 2.6 Expertenbericht

 Der Expertenbericht ist im vorliegenden Dokument im 4. und 5. Kapitel integriert. Er beinhaltet
 eine Analyse und Beurteilung der Erfüllung der Qualitätsstandards für die Akkreditierung
 universitärer Weiterbildung in der Schweiz. Der Expertenbericht umfasst eine
 Zusammenfassung der Stärken und Herausforderungen für den Weiterbildungsstudiengang. Er
 schliesst mit einer Akkreditierungsempfehlung für den EMBA in NPO-Management des VMI.

 2.7 Stellungnahmen des VMI

 Das VMI nahm zum Entwurf des Expertenberichtes mit Schreiben vom 29. Juli 2014 Stellung.

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Die Leitung des EMBA würdigt dabei die Arbeit der Expertengruppe und unterstreicht ihr Ein-
 verständnis mit der Beurteilung und den Empfehlungen. Darüber hinaus sieht das VMI die
 Situation als von den Experten treffend und gut verstanden.

 Das VMI ist mit dem Bericht vollumfänglich einverstanden.

 Das OAQ hat im Anschluss an die Stellungnahme des wissenschaftlichen Beirats vom
 24. Oktober 2014 (vgl. Kap. 6 des vorliegenden Schlussberichts) das VMI gebeten, zur vom
 Beirat vorgesehenen Auflage betreffend Standard 7.01 Position zu beziehen.

 Das VMI hat in seiner zweiten Stellungnahme vom 3. November 2014 dargelegt wie die Auflage
 im EMBA bereits erfüllt bzw. in der Zwischenzeit erfüllt worden ist. Einerseits verweist das VMI
 auf die Absolventen- und Absolventinnenbefragung, die zwei Jahre nach Abschluss des EMBAs
 durchgeführt wird und u.a. die Einschätzungen zu den Learning Outcomes, ihrer praktischen
 Anwendbarkeit und den Veränderungen in der persönlichen beruflichen Karriere, erhoben
 werden. Dieses Evaluations-Instrument und dessen Umsetzung lag zum Zeitpunkt der externen
 Begutachtung bereits vor und wurde von den Experten und dem OAQ anerkannt. Zusätzlich
 legt das VMI in der Stellungnahme dar, dass in der Zwischenzeit eine Optimierung des
 Evaluationsverfahrens vorgenommen worden sei. Dabei wurde gemäss VMI die Evaluation der
 Lernergebnisse vollständig auf die definierten Lernziele und Kompetenzbereiche abgestimmt.
 Weiterhin werden berufliche Veränderungen und Gehaltsentwicklung erhoben. Ergänzend dazu
 wurden im Qualitätshandbuch des VMI in den Prozessbeschreibungen, die sich auf den EMBA
 beziehen, die entsprechenden Evaluierungselemente stärker hervorgehoben und detailliert
 ergänzt. Es wurde auch klar dargelegt, wie die Resultate der Evaluationen in die
 Weiterentwicklung des EMBA integriert werden und dass die Erhebung ein gut genutztes
 Instrument der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung für den Studiengang ist.

 Die Ausführungen wurden in der Stellungnahme des VMI durch Anlagen ergänzt und
 dokumentiert.

 3 Der EMBA in NPO-Management

 Das Institut für Verbands-, Stiftungs- und Genossenschaftsmanagement (VMI) wurde 1976
 gegründet und ist ein Institut der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der
 Universität Freiburg/Fribourg. Der EMBA in NPO-Management (Umfang: 90 ECTS) bietet das
 Institut seit 2002 an und wird alle drei Jahre durchgeführt. Dabei besteht die Möglichkeit, einen
 Diplomlehrgang in „Verbands-/NPO-Management“, welches 4 Module umfasst, zu absolvieren.
 Der EMBA kostet insgesamt CHF 40’000 ; im so genannten vierten EMBA, der diesen Herbst
 endet, waren 15 Teilnehmende eingeschrieben.

 Die Universität Freiburg/Fribourg unterstützt (strategisch und personell) die Weiterbildungs-
 studiengänge der Institute, lässt ihnen aber in der curricularen Ausgestaltung und didaktischen
 Umsetzung Freiraum. Aktivitäten der Institute zur Entwicklung von Weiterbildungsstudien-
 gängen werden in Form einer Anlauffinanzierung unterstützt; es wird aber erwartet, dass diese
 Studiengänge sich selbst tragen können.

 Die Universität finanziert im Rahmen des VMI eine Professur und zwei Mitarbeiterstellen. So
 wird das Eigeninteresse der Universität an dem Studiengang nachhaltig demonstriert. Die
 Erträge aus dem Studiengang tragen alle anderen anfallenden Kosten. Eine Analyse der Sach-
 berichte und Bilanzen des Instituts zeigt eine stabile finanzielle Situation. Der Break-Even-Point
 für das Institut betreffend den EMBA in NPO-Management liegt bei 14 Teilnehmenden pro Jahr.

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4 Externe Begutachtung

 4.1 Die Vor-Ort-Visite

 Die Vor-Ort-Visite fand am 10. und 11. Juni 2014 in den Räumlichkeiten des VMI am Blvd de
 Pérolles in Fribourg/Freiburg statt. Am Vormittag des 10. Juni 2014 wurde die Briefing-Sitzung
 für die Expertengruppe durchgeführt. Dabei wurden sie über den Rahmen des Verfahrens
 sowie ihre spezifischen Aufgaben informiert. Das Briefing wurde von einer wissenschaftlichen
 Mitarbeiterin geleitet, welche auch den gesamten Akkreditierungsprozess begleitet hat. Die
 organisatorische Begleitung der Vor-Ort-Visite durch das VMI war vorbildlich. Entsprechend
 verlief die Vor-Ort-Visite ohne Probleme.

 Der Selbstbeurteilungsbericht wurde von der Expertengruppe als Grundlage für eine erste
 Diskussion genutzt; dabei wurden zusammenfassend folgende Einschätzungen getroffen:

 Die Experten waren sich einig, dass es sich um ein Studienprogramm zu handeln scheint,
 welches sich im Markt durchsetzt und sehr stark von dem persönlichen Einsatz der
 Institutsleitung geprägt ist. Hieraus ergaben sich für die Experten u. a. Fragen nach der
 Einbindung in die Universität, insbesondere wenn sich kurzfristige Absatzprobleme im Markt
 ergäben. Ausserdem gab es die Frage nach der Kontinuität der Arbeit, wenn jemand aus der
 Institutsleitung ausscheiden sollte (Nachfolgeproblematik).

 Das Studienprogramm wird sehr stark durch externe Lehrkräfte getragen. Hier stellte sich die
 Frage, wie die Einbindung dieser Lehrenden gelingt, wie die Qualität des Studiengangs
 gesichert und v. a. dafür Sorge getragen wird, dass ein einheitliches Studienkonzept
 gewährleistet wird.

 Die Expertengruppe hatte nach der ausführlichen Diskussion der Materialien im Hinblick auf die
 Standards u. a. den Eindruck, dass die Aufbau- und Ablauforganisation des Instituts sehr stark
 auf informellen Netzwerken basiert, die im Hinblick auf die dokumentierte Leistungsfähigkeit des
 Instituts durchaus erfolgreich zu sein scheinen.

 So zeigt eine Analyse der Leistungsberichte des Instituts der letzten Jahre eine sehr stabile
 Finanzlage: Seit Gründung des Instituts hat es einen steilen Anstieg des Umsatzes gegeben,
 der für eine deutliche Expansion in den Markt spricht und bis zum Jahr 2000 anhielt. Danach
 konsolidiert sich der Umsatz auf einem Niveau von ca. 1,6 Mio. CHF. Die Bilanzen der letzten
 Jahre bestätigen die Finanzkraft des Instituts. Es gibt einen Eigenkapitalanteil (Reserve) von ca.
 50% der Bilanzsumme. Diese Kennziffer wird noch besser, wenn man die transitorischen
 Passiva herausnimmt. Diese verweisen auf bereits liquidierte Erträge des Folgejahres und sind
 seit 2000 in der Höhe stabil, was für eine Verstetigung des Umsatzes spricht und eher auf das
 technische Problem verweist, dass Haushaltsjahr und Studienjahr nicht zusammenfallen.
 Bereinigt um die transitorischen Passiva liegt der Fremdkapitalanteil bei ca. 10%.

 Während den Interviews standen kompetente Gesprächspartner aller Stakeholdergruppen
 bereit; die Fragen der Expertengruppe wurden offen und differenziert beantwortet und
 zusätzliche, wertvolle Informationen über die Studiengänge konnten gesammelt werden.

 Es wurden Gespräche mit folgenden Gruppen geführt:

      –   Hochschulleitung und Institutsleitung

      –   Studiengangleitung

      –   Studierende und Alumni

      –   Externes Umfeld (Partner, Arbeitgeber und Institutsrat)

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–   Dozierende

      –   Verantwortliche für die Qualitätssicherung

 Ausserdem wurden die Arbeitsmöglichkeiten und Lerninfrastrukturen besichtigt.

 4.2 Ergebnisorientierte Zusammenfassung der Gespräche

 Nachfolgend findet sich eine ergebnisorientierte Zusammenfassung, unterteilt nach den
 Gesprächsgruppen:

 Hochschulleitung und Institutsleitung

 Einordnung des Studiengangs

 Akademische Weiterbildung ist ein Pfeiler der Universität.

 Das VMI hat aufgrund seiner Tradition und Erfahrung einen besonderen Stellenwert, der EMBA-
 Studiengang kommt in der Praxis gut an und wird dort akzeptiert.

 Die Weiterbildungsstudiengänge der Universität werden durch die Universitätsleitung nicht
 reguliert. Es wird die Position vertreten, dass die Institute aktiv werden müssen; zwar ist eine
 Vorfinanzierung vorstellbar, jedoch wird erwartet, dass die Studiengänge sich selbst tragen.

 Finanzielle Absicherung des Studiengangs

 Das Programm des VMI trägt sich selbst, wobei die Universität die Professur, inklusive zwei
 Mitarbeiterstellen, finanziert. Der Break-Even-Point der Kurse liegt bei 14 Teilnehmenden. Es
 wird davon ausgegangen, dass es regelmässig gelingen wird, mehr als 15 Teilnehmende zu
 generieren.

 Im Nachgespräch wurde ergänzt: Die Hochschule würde den Studiengang unterstützen, wenn
 es einen Einbruch im Markt gäbe, allerdings mit der Idee, dass dies nur vorübergehend der Fall
 ist. Es gibt explizit eine Risikogarantie für den Studiengang.

 Daneben existiert ein Ausgleichsfonds, der auch vom VMI mit 1-2 % seines Umsatzes gespeist
 wird.

 Curriculare und operative Steuerung (Technostruktur)

 Bei der Studiengangentwicklung wird generell davon ausgegangen, dass die Praxis der
 treibende Faktor sein muss. Der Studiengang wird im deutschsprachigen Raum (Schweiz,
 Deutschland, Österreich) nachgefragt.

 Die Universität hat kein einheitliches Medienkonzept und somit auch keine einheitliche
 Technostruktur. Medienlösungen werden auf Fakultäts-, Departements- und Institutsebene
 entschieden und umgesetzt.

 Zielgruppenentwicklung

 Ein Grund für die Qualität der Lehrgänge wird in der stattfindenden Vorauswahl der
 Teilnehmenden gesehen. Den Experten fiel auf, dass der Anteil der beruflich Qualifizierten („Sur
 Dossier“-Zugelassene) ansteigt. Hier wurde u. a. von Seiten der Gesprächspartner festgestellt,
 dass der Anteil derjenigen, die einen Hochschulzugang haben, im internationalen Vergleich
 niedrig ist. Bildungsaspirationen zielen eher auf eine Berufsausbildung, die einen hohen
 Stellenwert in der Schweizer Gesellschaft hat. Ob hier eine Nachholbildung stattfindet oder gar
 ein gesellschaftlicher Trend vorliegt, kann zurzeit nicht entschieden werden. Die Hochschule
 behält die Entwicklung im Blick und ist prinzipiell offen für den Zugang von beruflich

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Qualifizierten und hofft, dass diese als erfolgreiche und leistungsstarke Studierende
 wahrgenommen werden.

 Fachkonzept

 Das Fachkonzept orientiert sich an dem Freiburger Management-Modell (FMM), welches aus
 dem St.Gallener Modell hervorging, sich jedoch auf die Besonderheiten des Nonprofit-Bereichs
 bezieht und hierbei v. a. die Wechselwirkung zwischen betriebswirtschaftlichen Entscheidungen
 und sozialökonomischem Kontext berücksichtigt.

 Auf diese Weise ergibt sich ein eher breiter Ansatz, der explizit nicht angelehnt ist an eher enge
 betriebswirtschaftliche Konzepte.

 Studienleitung

 Dozierendeneinsatz und Qualitätskontrolle

 80-90 % der Dozierenden sind Externe. Es handelt sich um ein Netzwerk, welches in der
 Gründungszeit des Instituts schon eingeführt wurde und historisch gewachsen ist. Die
 Dozierenden rekrutieren sich

 aus diesem Netzwerk (dies erklärt den hohen Anteil renommierter Forscher in dem
 Dozierendenportfolio; es handelt sich z. T. um ehemalige Kollegen an der Universität)

 aus ehemaligen promovierten Mitarbeitern resp. Doktoranden, die in dem Handlungsfeld
 (erfolgreich) tätig geworden sind.

 Alle 18 Monate findet ein Dozierendentreffen statt. Daneben wird eine Kultur der individuellen
 An- und Absprache betrieben.

 Die Institutsleitung nimmt an den Veranstaltungen der Dozierenden teil. Durch diese sehr
 intensive Beteiligung wird eine unmittelbare Einbindung der Externen in das Programm des
 Studiengangs gewährleistet. Das Freiburger Modell fungiert dabei als ein thematischer
 Orientierungsrahmen für die Absprachen.

 Lehr- und Forschungskonzept

 Die Präsenzveranstaltungen finden in Hotels statt. Die Studiengangleitung verfolgt das Ziel
 einer intensiven persönlichen Begegnung. Von diesem Standpunkt ausgehend wurde mehrfach
 darauf hingewiesen, dass bewusst nicht auf moderne Kommunikationstechnologien (Blended
 Learning usw.) gesetzt wird. Dies wird zwar ergänzend benutzt, im Mittelpunkt steht aber die
 persönliche Begegnung.

 Dieses Vorgehen ist für die Leitung arbeitsintensiv; neben der regelmässigen Teilnahme an
 allen Modulen wird auch eine umfassende Betreuung bei den Qualifizierungsarbeiten
 vorgenommen.

 Die Teilnehmenden werden von Seiten der Leitung in gewisser Weise auch als Zugang zu
 Feldern angewandter Forschung angesehen.

 Didaktik und Qualitätssicherung

 Auf der Basis einer intensiven persönlichen Beratung werden als didaktische Instrumente
 eingesetzt: Fallstudien, Gruppenarbeiten und Gruppendiskussionen. Für Dozierende wurde
 hierzu als Hilfestellung eine Broschüre „Erwachsenenbildung spannend gestalten“ entwickelt.

 Daneben gibt es aber auch Phasen mit Frontalunterricht. Insgesamt wird sehr bewusst auf das
 mögliche Lerntempo und auf notwendige Regenerationszeiten – gerade bei den

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Wochenveranstaltungen – geachtet. Hier wird Zeit und Raum eingerichtet für Erholung,
 individuelle Bearbeitungszeiten usw.

 Als Instrument der Qualitätssicherung werden Befragungen eingesetzt. Auch hier wird aber
 stärker auf den informellen Kontakt zwischen den Beteiligten gesetzt.

 Weiterentwicklung

 Bisher läuft die Nachlernphase eher über die Lehrgangsbetreuerin via Telefon und E-Mail. Hier
 sind die Dozierenden nicht oder nur in Ausnahmefällen beteiligt.

 Die Expertengruppe diskutierte mit der Studiengangleitung noch die Möglichkeit neuer
 schreibdidaktischer Ansätze (Portfolioarbeit, Journaltechnik), die auf die schriftliche
 Aufarbeitung von Erfahrungen und Lernprozessen durch die Studierenden setzen.

 Studierende und Alumni

 Motivation für die Teilnahme am Studiengang

 Studierende und Alumni nennen u. a. folgende Gründe für die Wahl des Studiengangs:
 beruflicher Wiedereinstieg nach der Kinderphase, Interesse an einem berufsrelevanten
 Abschluss mit wirtschaftswissenschaftlichen Anteilen, Relevanz des vermittelten Wissens für
 die berufliche Tätigkeit.

 Insgesamt zeigt sich ein breites Spektrum beruflicher Vorkenntnisse, z. B.: Tätigkeit in der
 Politik, Studium in Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau. Neben denjenigen, die eine
 akademische Vorbildung haben, gibt es auch diejenigen, die gleichsam als akademische
 Seiteneinsteiger aus einer berufspraktischen Laufbahn kommen (Zulassung „Sur Dossier“). Das
 Studienangebot wird durchgängig als Möglichkeit angesehen, sich – auf diesen
 unterschiedlichen Voraussetzungen aufbauend – weiterzuentwickeln.

 Lernorganisation und Lernaufwand

 Die Möglichkeit des berufsbegleitenden Studiums wird als Stärke herausgestellt. Dass man sich
 dabei gleichsam in Hotels (in „Klausur“) zurückzieht, wird als vorteilhaft angesehen, denn dies
 ermöglicht einen konsequenten Ausstieg aus dem Alltag und eine Konzentration auf das
 Studium. Regelmässige Abendveranstaltungen werden nicht als Alternative angesehen; die
 Wochenkurse werden explizit bejaht.

 Der Erfahrungsaustausch wird als wichtig angesehen; dabei bietet dann die Heterogenität der
 Teilnehmenden noch besonderes Erfahrungspotenzial, da man auf diese Weise Probleme aus
 unterschiedlichen Perspektiven erörtert.

 Die Arbeitsstruktur in den Wochenblöcken, v. a. mit den vorgesehenen Erholungszeiten, wird
 trotz der sich ergebenden Verlängerung der Lernzeit als positiv erachtet.

 Qualitätssicherung / Feedback

 Die Teilnehmenden haben das Gefühl, sich in die Module einbringen zu können. Kritik wird
 unmittelbar und konstruktiv aufgenommen. Man hat die Möglichkeit, regelmässig Feedback zu
 geben und es wird sehr schnell darauf reagiert. Die durchgängige Anwesenheit der
 Studiengangleiter wird als sehr positiv erachtet.

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Betreuung der Abschlussarbeit

 Die Vorbereitung auf die Abschlussarbeit und die Betreuung der Abschlussarbeit werden
 hervorgehoben. Man fühlte sich auch auf den Schreibprozess gut vorbereitet. Der praktische
 Nutzen der Abschlussarbeit wird hervorgehoben.

 Technostruktur und andere Ressourcen

 Es besteht kein Bedarf nach einer weiteren medialen Unterstützung. Die genutzten Lösungen
 (Einstellen von Materialien auf einem share-point) werden als ausreichend angesehen.
 Notwendige ergänzende Materialien (Literatur u. ä.) können nach Einschätzung der
 Teilnehmenden auch in Eigenregie vor Ort organisiert werden.

 Die gegebene Infrastruktur (Bibliothek, Arbeitsplätze) wird als ausreichend erachtet; die
 Kommunikationspolitik im Studiengang wird als passend angesehen und in Verbindung mit dem
 Materialangebot (share-point) als völlig ausreichend betrachtet; mit diesem Angebot lassen sich
 selbstorganisierte Lernprozesse gestalten.

 Externes Umfeld (Partner, Arbeitgeber, Institutsrat)

 Funktion des Institutsrats

 Der Institutsrat besteht aus Vertretern der Mitarbeiter, der Partner und Arbeitgeber und der
 Hochschule (Professoren). Er hat die Funktion, einerseits Öffentlichkeit herzustellen,
 andererseits ist er eine Plattform für die Diskussion aller relevanten Fragen. So wird ein
 Informationsaustausch zwischen Hochschule/Studiengangverantwortlichen und Praxis
 hergestellt (Scharnierfunktion). Daneben hat der Institutsrat die Funktion, das Budget des
 Instituts zu prüfen, Hinweise auf Forschungsfelder zu geben und den Wissenstransfer in die
 Praxis zu verbessern.

 Interessenschwerpunkte der Stakeholder – Primat der Wissenschaftsorientierung

 Die Diskussion mit den Partnern und Arbeitgebern zeigte u. a., dass es ein Interesse an (a)
 fachlichen, (b) pädagogischen und (c) ethischen Fragen gibt. Während mit fachlichen und
 pädagogischen Themen dabei in erster Linie die Ausrichtung auf relevante fachliche Themen
 (z. B. Risikomanagement) und deren Vermittlung (die Teilnehmenden sprachen von
 Dramaturgie) gemeint sind, bezieht sich die ethische Frage auf sehr umfassende und
 grundlegende Problemstellungen. Hier geht es um Nachhaltigkeit und um die grundlegende
 Ausrichtung des Programms.

 Das externe Umfeld betont hierbei vorrangig den Wissenschaftscharakter des Instituts und des
 Studiengangs.

 Diese ethisch begründete Ausrichtung – hier als Wissenschaftsorientierung definiert – zeigt sich
 nach Ansicht der Partner und Arbeitgeber darin, dass von Seiten des VMI bewusst ein
 wissenschaftliches Studienkonzept entwickelt wurde und angeboten wird, welches sich von
 Wettbewerbsangeboten aus dem Kreis der Fachhochschulen deutlich unterscheidet.

 Hierbei werden als Stärken herausgestellt: die Qualität der Referenten, die theoretischen
 Grundlagen und die Exklusivität des Vermittlungskonzepts.

 Ergänzend hierzu betonen Arbeitgeber aus dem gewerkschaftlichen Umfeld noch die
 Möglichkeit ihrer Mitarbeiter, die oft aus berufspraktischen Laufbahnen kommen, einen Zugang
 zur akademischen Bildung zu bekommen (Zulassung „Sur Dossier“).

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Didaktische Umsetzung

 Entsprechend der Grundpositionen wird letztlich vom externen Umfeld erwartet, dass von
 Seiten des VMI eine akademische Weiterbildung angeboten wird, die die wissenschaftliche
 Ausrichtung (theoretische Fundierung, Referentenauswahl) mit relevanten praktischen
 Problemstellungen (Besonderheiten der Domäne) berücksichtigt.

 Fachstruktur

 Dem Freiburger Management-Modell (FMM) wird hier eine integrative Funktion zugeschrieben,
 die für den Erfolg des Studiengangs eine große Bedeutung hat.

 Lehrkörper

 Koordination und Qualitätssicherung

 Die externen Lehrkräfte betonen, dass die Koordination personell über die Institutsleitung erfolgt
 (durch Absprachen vor den Veranstaltungen und Teilnahme an den Veranstaltungen), die im
 Einzelfall eine situative Anpassung ermöglicht.

 Die Qualitätssicherung erfolgt über Feedbackverfahren.

 Wissenschafts- und Forschungsorientierung

 Die individuellen Qualifizierungswege der Dozierenden sind der zentrale Garant für eine
 Wissenschafts- resp. Forschungsorientierung. Die Dozierenden gehen davon aus, dass sie ihre
 jeweilige individuelle Expertise in das Grundkonzept des Studiengangs, thematisch strukturiert
 über das FMM, einbringen.

 Von den Dozierenden wird erwartet – diese formulieren dies auch als Anspruch an sich
 selbst –, dass sie interdisziplinär ausgerichtet sind, ein breites Verständnis für die
 Betriebswirtschaftslehre und die angrenzenden Bereiche haben, diskursfähig sind und ihre
 jeweiligen fachlichen Zugänge auf den Anwendungsfall des Managements in NPO
 herunterbrechen können.

 Didaktik

 Die Dozierenden reklamieren für sich einen interaktiven Unterrichtsstil, der durch einen
 Wechsel zwischen theoretischer Reflexion und praktischer Anwendung gekennzeichnet ist.
 Dabei werden auch Fallstudien zur Anwendung gebracht.

 In der Beschreibung des jeweils eigenen Vorgehens in der Lehre wird deutlich, dass die
 Dozierenden die Studierenden durchaus als Experten/Expertinnen in einer bestimmten Domäne
 ansehen. Sie sehen ihre Lehrfunktion darin, auf dieses spezifische Wissen bezogen
 methodische Zugänge aufzuzeigen.

 Nachbetreuung der Studierenden

 In der Nachbetreuung sehen die Dozierenden ihre Aufgabe darin, entsprechende Materialien für
 die Nacharbeit zur Verfügung zu stellen.

 Bewertungsstandards bei der Zielgruppe

 Die Dozierenden begründen ihre Bewertungsmassstäbe aus ihrer eigenen akademischen
 Sozialisation, die sie dazu befähigt, akademische Leistungen einzuschätzen. Die
 Lernzielvorgaben des Studiengangs dienen dabei als Orientierungsrahmen. Dabei sehen die
 Dozierenden aber auch, dass es Unterschiede zwischen grundständig ausgebildeten
 Akademikern und beruflich Qualifizierten gibt. Diese Unterschiede werden jedoch nicht als

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Qualitätsunterschiede rezipiert; vielmehr erleben die Dozierenden bei den beruflich
 Qualifizierten einen Nachholeffekt, was die formalen und methodischen Aspekte akademischen
 Arbeitens betrifft. Hier ist es v. a. Aufgabe der Dozierenden, diese Zielgruppe abzuholen.

 Verantwortliche für die Qualitätssicherung

 Qualitätssicherung durch Graduiertenprogramme

 Die Diskussion u. a. mit dem externen Umfeld und den Dozierenden macht deutlich, dass die
 wissenschaftliche Basis des Studienganges sehr wichtig für die wahrgenommene Qualität ist.
 Der Studiengang rekrutiert Wissenschaftlichkeit zum einen über die Dozierenden, zum anderen
 setzt es im fachtheoretischen Grundmodell (FMM) und in der Struktur des Studiengangs
 wissenschaftliche Standards. Schliesslich eröffnen die Abschlussarbeiten, aber auch die
 Expertise der Teilnehmenden den Dozierenden und dem Institut Zugänge zu angewandter
 Forschung, die auch wieder in die Studiengänge eingespeist werden können.

 Eine Systematisierung dieser Zugänge z. B. über eine Graduiertenförderung kann jedoch nicht
 betrieben werden. Generell wird an der Universität Freiburg/Fribourg ein eher traditionelles
 Programm zur Doktorandenausbildung gepflegt. Es ist jedoch prinzipiell denkbar (Entscheidung
 der Rektorenkonferenz), dass über das EMBA-Programm Absolventen einen Zugang zur
 Promotion finden. Die tatsächliche Umsetzung, neben der formalen Berechtigung, erscheint
 aber schwierig.

 Unterstützung der Studierenden bei Qualifizierungsarbeiten

 Die Studierenden werden auf die Anforderungen einer wissenschaftlichen Arbeit, insbesondere
 durch methodische Instruktionen (SPSS etc.), vorbereitet.

 Internationale Einbettung des Qualitätsmanagements

 Zurzeit konzentriert sich die Arbeit auf den deutschsprachigen Raum.

 Durchführungsmanagement (Wochenkurse)

 Für die Durchführung der Lehrveranstaltungen sind standardisierte Prozesse eingerichtet
 worden, die einen reibungslosen Ablauf garantieren.

 Organisatorische Verankerung informeller Massnahmen

 Das Qualitätssicherungssystem ist weitgehend informell verankert und wird von der
 Institutsleitung getragen. Eine formale Verankerung hat aber durchaus ergänzend hierzu
 stattgefunden. So werden die Studierendenbefragungen und Dozierendenbefragungen
 personenunabhängig durchgeführt. Daneben werden Gesprächsebenen mit dem externen
 Umfeld aufgebaut, die darauf zielen, das Programm stetig weiterzuentwickeln.

 Für das Prozessmanagement der Lehrgänge ist ein standardisiertes Programm installiert
 worden, welches nach Qualitätskriterien aufgebaut ist. Dadurch ist sichergestellt, dass sich alle
 Beteiligten einbringen können.

 Hier gibt es dann für die operative Umsetzung auch klare Arbeitsplatzbeschreibungen und
 genau definierte Verfahren, etwa im Hinblick auf die Anschaffung von Lehrmaterial, Büchern
 usw.

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Kollegiale Fallberatung

 Viele qualitätssichernde Massnahmen werden über den direkten Kontakt (siehe oben)
 sichergestellt. Hier lassen sich Grundzüge einer kollegialen Fallberatung bzw. einer Peer-
 Beratung erkennen. Diese sind bisher aber nicht formal festgeschrieben, sondern finden
 eigeninitiativ im Prozess statt.

 4.3 Zwischenergebnis

 In der Durchführung der Interviews hat die Expertengruppe darauf geachtet, ob einzelne
 Stellungnahmen, z. B. der Dozierenden oder der Studierenden, jeweils stimmig sind mit den
 Vorstellungen der anderen Statusgruppen. Dabei hat sich gezeigt, dass gerade die von der
 Studienleitung gemachten Vorstellungen über das Gesamtdesign von den Studierenden und
 Dozierenden auch entsprechend rezipiert und goutiert werden.

 So ergibt sich in der Tat das Bild eines Studiengangs, welcher auf die Begegnung zwischen
 Studierenden und Lehrenden setzt. Die Studierenden werden durchaus als Experten in ihrer
 fachlichen Domäne angesehen, die sich in Auseinandersetzung innerhalb der Lerngruppe und
 gleichsam thematisch gerahmt durch das Freiburger Management-Modell für den NPO-Bereich
 (FMM) in ihren Fähigkeiten weiterentwickeln können.

 Die entscheidende Schaltstelle ist dabei die persönliche und informelle Gestaltung des
 Studiengangs durch die Studiengangleitung. Dieses informelle Organisationsprinzip scheint ein
 zentraler Garant für den messbaren Erfolg des Studiengangs in den vergangenen Jahren zu
 sein.

 Zwar gelingt es in einem gewissen Umgang, personenunabhängige Managementinstrumente
 zu installieren, um für den reibungslosen Ablauf des Studiums zu sorgen, doch diese beziehen
 sich auf operative Fragen. Das strategische Management und die i. e. S. pädagogische
 Qualitätssicherung sind personengetrieben. Damit ist das gesamte Unternehmen VMI jedoch
 auch krisenanfällig, und zwar dann, wenn die personale Kontinuität nicht gegeben oder
 aufgelöst wird. Durch die intensive Beteiligung der beiden verantwortlichen Personen Markus
 Gmür und Hans Lichtsteiner wird dieses Risiko allerdings doch relativ gering gehalten.

 Dies wurde an verschiedenen Stellen mit der Studiengangleitung und der Hochschulleitung
 diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass sich die Leitungsgremien, insbesondere des Instituts,
 dieses Problems bewusst sind. Auch wenn es kurzfristig hier vielleicht keinen Handlungsbedarf
 gibt, so wurde doch als notwendig herausgestellt, dass in den nächsten Jahren eine
 Qualifizierungsstelle eingerichtet werden soll, welche die Kontinuität der personal-informellen
 Organisation auch mittel- und langfristig sicherstellt.

 4.4 Erfüllung der Qualitätsstandards für die Akkreditierung von Studiengängen

 4.4.1 Prüfbereich 1: Durchführung und Ausbildungsziele

 Es handelt sich um einen gut strukturierten und in der vorgesehen Form auch realisierbaren
 Studiengang.

 Standard 1.01

 Das Studienangebot wird regelmässig durchgeführt.

 Das Studienangebot wird seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführt. Der Studienteil 1
 („Diplom-Lehrgang Verbands-/NPO-Management“, Abschluss DAS) wird seit 25 Jahren jährlich

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durchgeführt. Darauf aufbauend wird der EMBA angeboten. Dieser dauert seit dem
 Durchführungsjahr 2012-2014 3 Jahre (vorher 3,5 Jahre), und umfasst 90 ECTS. Gemäss
 Ausführungen der Studiengangleitung und wie im Selbstbeurteilungsbericht dargestellt, hat sich
 ein Durchführungszyklus des EMBA alle 3-4 Jahre bewährt; so können die Ressourcen
 gleichmässig eingesetzt werden und sichergestellt werden, dass die Kosten gedeckt sind.

 Der Standard wird erfüllt.

 Standard 1.02

 Der Studiengang verfolgt Ausbildungsziele, welche dem Leitbild und der strategischen Planung
 der Institution entsprechen.

 Beim Aufbau des EMBA in NPO-Management wurden die Flexibilität (berufsbegleitende
 Durchführung) und der Praxisbezug stark gewichtet. Die Ausbildungs- und Lernziele wurden –
 hergeleitet vom Leitbild des Instituts – wie folgt formuliert:

 „Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums sind die AbsolventInnen in der Lage,
 gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen und aus dem Kontext ihrer
 eigenen Organisation heraus zu beurteilen. Im Laufe der Studienzeit lernen sie, die
 Entwicklungsbedürfnisse und –potentiale ihrer NPO zu erkennen, entsprechende Massnahmen
 zu ergreifen und unter Berücksichtigung organisatorischer, personeller und technischer Aspekte
 umzusetzen. Wir vermitteln Ihnen das „Handwerkszeug“, welches ermöglichen wird, dieses
 Lernziel zu erreichen.“ (Selbstbeurteilungsbericht S.3)

 Die Ausbildungsziele sind stimmig im Hinblick auf das Leitziel des Instituts. Der Studiengang
 bildet die zentralen didaktischen, fachlichen und auch bildungstheoretischen Vorstellungen des
 Instituts und der Studiengangleitung ab. Fachlich wird auf die fachtheoretische Konzeption des
 Instituts nach dem Freiburger Management-Modell für NPO (FMM) Bezug genommen, welches
 die thematische Struktur des Studiengangs widergibt.

 Der Standard wird erfüllt.

 Standard 1.03

 Die relevanten Ansprechgruppen sind identifiziert und werden in der Planung, Durchführung
 und Beurteilung des Programms angemessen berücksichtigt.

 Die für den EMBA in NPO-Management relevanten Ansprechgruppen sind einerseits die
 Mitarbeitenden, d.h. sowohl die wissenschaftlichen Mitarbeitenden als auch die internen und
 externen Dozierenden, und andererseits zukünftige, gegenwärtige und ehemalige
 Teilnehmende. Die wissenschaftlichen Mitarbeitenden nehmen nicht nur auf die Ausrichtung der
 Forschung, sondern auch auf die Ausrichtung des Lehrgangs Einfluss (v.a. durch die
 Teamstruktur und –grösse). Die Ansprechgruppen werden immer wieder angehalten,
 Vorschläge (Forschungsprojekte, Inhaltliche Änderungen etc.) bzw. Rückmeldungen zu den
 einzelnen Modulen zu machen. Dabei werden nicht nur Bewertungen (Evaluationen)
 durchgeführt, sondern sie werden aktiv um Rückmeldungen, Ergänzungs- und
 Verbesserungsvorschläge gebeten. Die Rückmeldungen führen zu Anpassungen bspw. in den
 Modulen oder organisatorischen Belangen. (Selbstbeurteilungsbericht S.4)

 Für das operative Management gibt es entsprechende Arbeitsabläufe, die garantieren, dass die
 operative Durchführung des Studiengangs gelingt. Auf der Managementebene des Studien-
 gangs gibt es eine informelle Organisation, die stark geprägt ist durch den persönlichen Einsatz
 der Studienleitung. Diese stellt über sehr intensive Abstimmungen mit den relevanten
 Ansprechgruppen deren Beteiligung sicher.

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Der Standard wird erfüllt.

 Standard 1.04

 Zielgruppen und Ausbildungsziele sind definiert. Die Ziele sind als berufs-, funktions- oder
 persönlichkeitsbezogene Kompetenzen formuliert.

 Die Zielgruppe des EMBA ist klar definiert; gemäss Selbstbeurteilungsbericht richtet sich der
 Studiengang an Führungskräfte von Nonprofit-Organisationen, DirektorInnen, (Haupt-)
 GeschäftsführerInnen und Zentralsekretärinnen. Ziel ist die Beförderung designierter
 Nachwuchskräfte, die eine Dienststelle oder Abteilung leiten. (Selbstbeurteilungsbericht, S. 5.)
                                                                                          4
 Die Ausbildungsziele sind klar definiert und tabellarisch aufgeschlüsselt . Die Zielgruppe
 verändert sich. Es ist ein zunehmender Anteil von beruflich Qualifizierten vorhanden (diese
 können gemäss EMBA-Reglement „Sur Dossier“ zum Studium zugelassen werden). Dies wurde
 von allen Beteiligten auch erkannt und berücksichtigt.

 Der Standard wird erfüllt.

 Empfehlung: Die Entwicklung der Gruppe der beruflich Qualifizierten (Zulassung „Sur Dossier“)
 im Studiengang (ihr Anteil, ihre spezifische Leistungsfähigkeit und ihre Motivation) sollte auch in
 Zukunft beobachtet werden.

 4.4.2 Prüfbereich 2: Interne Organisation und Qualitätssicherungsmassnahmen

 Die organisatorische Abstimmung wird auf operativer Ebene (Anmeldungen, Durchführung der
 Wochenveranstaltungen, Materialbestellung usw.) durch eine formalisierte Prozesssteuerung
 gewährleistet.

 Die eigentliche organisatorische Herausforderung des Studiengangs ist die Einbindung der
 zahlreichen externen Lehrkräfte. Diese Einbindung ist nicht nur eine operative Angelegenheit
 wie Terminregelungen u. ä. Vielmehr ist hiermit auch eine konzeptionelle Einbindung in den
 Gesamtansatz des Studiengangs angesprochen.

 Diese konzeptionelle Einbindung geschieht auf zwei Wegen: Erstens thematisch über das FMM
 als inhaltliche Struktur und zweitens prozessual über eine hohe Präsenz der Studienleitung.
 Letzteres zeigt sich nicht nur in Abstimmungsgesprächen, in der die inhaltliche Kohärenz
 besprochen wird, sondern dokumentiert sich auch in der Teilnahme an den
 Lehrveranstaltungen und einer damit auch möglichen Moderation des Geschehens.

 Standard 2.01

 Die Entscheidungsprozesse, -kompetenzen und -verantwortlichkeiten sind festgelegt und allen
 beteiligten Personen kommuniziert.

 Das VMI verfügt über ein prozessorientiertes Managementhandbuch (MHB), welches die
 wesentlichen Abläufe und Verantwortlichkeiten sowie Kompetenzen festhält. Das Institut
 arbeitet nach einer Projekt- und Produktorganisation. Die Projekt- oder Produktmanager und -
 managerinnen handeln in grösstmöglicher Eigenverantwortung. Die Aufteilung der Aufgaben,
 Kompetenzen und Verantwortung ist intern klar geregelt und wird entsprechend intern und
 extern kommuniziert (u.a. auf der Webseite des VMI oder direkt bei den relevanten

 4
     Vgl. Anhang zum Selbstbeurteilungsbericht: Lehrinhalte und Lernziele EMBA: Lernzielmatrix.

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Ansprechpersonen). Die Dokumentation der Entscheidungsprozesse, -kompetenzen und
 -verantwortlichkeiten wird halbjährlich nachgeführt.

 Die Entscheidungsprozesse sind nachvollziehbar. Leitungs- und Durchführungskompetenzen
 sind klar geregelt. Zwischen den Hierarchien gibt es eine transparente Kommunikation. Die
 Besonderheit des Studiengangs liegt in dem hohen Anteil externer und somit nicht
 weisungsgebundener Dozierenden. Diese Dozierenden werden über einen informell angelegten
 diskursiven Kommunikationsstil in die Prozesse einbezogen, dies u.a. durch die individuelle
 bilaterale Vorbesprechung der einzelnen Module mit dem Studiengangleiter sowie der
 Anwesenheit von zwei Lehrgangsverantwortlichen vor Ort bei den Wochenkursen.

 Der Standard wird erfüllt.

 Standard 2.02

 Die aktive Teilnahme des wissenschaftlichen Personals und der Studierenden an
 Entscheidungsprozessen, welche Lehre und Studium betreffen, ist gesichert.

 Das VMI fördert die aktive Teilnahme an der Weiterentwicklung der Lehre und des Studiums.
 Ein reger und intensiver Austausch mit den verschiedenen Ansprechsgruppen ist erwünscht
 und wird gelebt.

 Das wissenschaftliche Personal kann sich wie auch die Studierenden in die Entscheidungs-
 prozesse einbringen. In der Wahrnehmung der Studierenden gibt es ein wirkungsvolles
 Feedback-System, welches sicherstellt, dass ihre Wünsche und Anregungen berücksichtigt
 werden.

 Die Besonderheit der vielen externen Lehrkräfte bringt es mit sich, dass diese über das schon
 unter Standard 2.01 erwähnte diskursive Kommunikationsmodell eingebunden werden.

 Der Standard wird erfüllt.

 Standard 2.03

 Für die Studiengänge bestehen Qualitätssicherungsmassnahmen. Die Institution verwendet die
 Resultate zur periodischen Überarbeitung des Studiengangangebotes.

 Es gibt ein formales Qualitätssicherungssystem. Dieses ist v. a. auf der Ebene des operativen
 Managements ausgestaltet und enthält die notwendigen Instrumente (Studierendenbefragung,
 Dozierendenbefragung). Für das Prozessmanagement der Lehrgänge ist ein standardisiertes
 Programm installiert worden, welches nach Qualitätskriterien aufgebaut ist. Dadurch ist
 sichergestellt, dass sich alle Beteiligten einbringen können.

 Hier gibt es dann für die operative Umsetzung auch klare Arbeitsplatzbeschreibungen und
 genau definierte Verfahren, etwa im Hinblick auf die Anschaffung von Lehrmaterial, Büchern
 usw.

 Stärker wirkt jedoch das auf strategischer Managementebene ansetzende informelle personale
 Instrument des regelmässigen Diskurses der Studiengangleitung mit allen Beteiligten. Gerade
 auf der Ebene der Studiengangplanung wird hier eine regelmässige Revision erreicht. Dies
 geschieht durch regelmässige Kontakte und die Pflege eines Netzwerks mit den Dozierenden,
 v. a. aber durch die Teilnahme der Studienleitung an den Modulen. Zugleich werden die
 Anforderungen des externen Umfelds systematisch über die Netzwerkarbeit in den Studiengang
 eingebracht. Formal verankert ist dies v.a. im Institutsrat, der ähnlich einem Beirat als Forum für
 die Diskussion und Weiterentwicklung des Studiengangs fungiert. – Qualitätssicherung wird als
 Teil der Institutskultur gelebt.

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Der Standard wird erfüllt.

 4.4.3 Prüfbereich 3: Curriculum und Ausbildungsmethoden

 Standard 3.01

 Der Studiengang verfügt über einen strukturierten Studienplan, welcher der koordinierten
 Umsetzung der Erklärung von Bologna an den universitären Hochschulen der Schweiz
 entspricht.

 Es handelt sich um einen Weiterbildungs-Master (EMBA); die ECTS-Struktur berücksichtigt die
 Besonderheiten eines EMBA (Umfang 90 ECTS). Der Studiengang hat einen modularen
 Aufbau, der insgesamt 14 einwöchige Module umfasst. Die Zuteilung der Kreditpunkte (ECTS)
 zu den einzelnen Gefässen ist klar geregelt und umfasst entweder die Module, die Bearbeitung
 einer Fallstudie (5 ECTS), die Diplomarbeit zum Abschluss des ersten Studienteils d.h. des
 DAS in Verbands-/NPO-Management (7 ECTS) sowie die Masterarbeit (15 ECTS).

 Der hohe Praxisanteil ist konzeptionell begründet. Es handelt sich um ein dreijähriges
 Programm, was im Vergleich zu andern EMBA-Studiengängen im Wettbewerb durchaus lang ist
 – i. d. R. werden zweijährige Programme angeboten. Die Dauer von drei Jahren des EMBA
 Programms des VMI ergibt sich aus der bevorzugten Organisationsform und dem Schaffen von
 Freiräumen für individuelle Arbeits- und Erholungszeiten bei den Wochenblöcken. Hier wären
 Straffungen möglich.

 Der Studienplan ist öffentlich nicht zugänglich. Ein explizites Modulhandbuch fehlt. Allerdings
 gibt es detaillierte Beschreibungen der Module online. Hier könnte es sinnvoll ein, ein Dokument
 zu schaffen, welches den Gesamtzusammenhang deutlich aufzeigt.

 Der Standard wird erfüllt.

 Empfehlung: Es wird empfohlen, den Studienplan als Gesamtdokument zu schaffen.

 Standard 3.02

 Das Studienangebot deckt die wichtigsten Aspekte des Fachgebiets ab. Es ermöglicht den
 Erwerb wissenschaftlicher Arbeitsmethoden und gewährleistet die Integration wissen-
 schaftlicher Erkenntnisse. Die angewandten Ausbildungs- und Beurteilungsmethoden
 orientieren sich an den festgelegten Ausbildungszielen.

 Die Interviews haben gezeigt, dass die Anforderungen des Praxisfelds aufgegriffen werden
 (Prinzip der Situationsorientierung); die vorgenommene Analyse der Materialien (u.a.
 Prüfungsbeispiele, Masterarbeiten) und die Interviews bestätigen, dass wissenschaftliche
 Arbeitsmethoden vermittelt und interdisziplinäre Zugänge berücksichtigt werden (Prinzip der
 Wissenschaftsorientierung). Die Ausbildungs- und Beurteilungsmethoden richten sich an den
 festgelegten Ausbildungszielen und werden von den Dozierenden sehr stark aus ihrer
 beruflichen Sozialisation heraus begründet. Innerhalb des informellen Netzwerks funktioniert
 dies.

 Der Standard wird erfüllt.

 Standard 3.03

 Die Bedingungen für den Erwerb von Leistungsnachweisen und von akademischen
 Abschlüssen sind geregelt und veröffentlicht.

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Die Bedingungen zum Erwerb des EMBA in NPO-Management sind im Reglement aufgeführt
 und öffentlich einsehbar (u.a. Webseite VMI/Weiterbildung).

 Der Standard wird erfüllt.

 Standard 3.04

 Das Programm kombiniert wissenschaftlichen Anspruch mit Praxis- und Transferorientierung.
 Es gründet auf dem aktuellen Stand der Forschung und der heutigen Anwendungspraxis.

 Die Ausbildungs- und Lernziele wurden, wie unter Standard 1.02 schon erwähnt, abgestützt auf
 das Leitbild des VMI, formuliert. Dabei resultiert der EMBA als nonprofit-spezifische und
 praxisorientierte Weiterbildung. Hinsichtlich der Deckung des wissenschaftlichen Anspruchs
 wird das Weiterbildungsangebot im Rahmen der Bologna Richtlinien gestaltet.

 Die Wissenschafts- und Praxisansprüche sind aufeinander abgestimmt und definiert (siehe
 dazu auch Standard 3.02). Dies wird von den Dozierenden in Abstimmung mit der
 Studiengangleitung gewährleistet. Die Praxisfelder der Teilnehmenden und deren
 Domänenwissen werden nicht nur als Herausforderung für die Unterrichtsarbeit, sondern v. a.
 auch als Zugang für anwendungs-orientierte Forschung gesehen, so dass sich hier auch die
 Möglichkeiten eines forschenden Lernens ergeben.

 Diese Forschungsorientierung wird insbesondere von den Studierenden selbst auch ein-
 gefordert, die sich über die Lehrangebote und v. a. auch über die Qualifizierungsarbeit Impulse
 für die Weiterentwicklung ihrer Praxis versprechen.

 Der Standard wird erfüllt.

 Standard 3.05

 Die didaktischen Mittel entsprechen dem aktuellen Stand und orientieren sich an den
 unterschiedlichen Kompetenzprofilen und der beruflichen Situation der Teilnehmenden.

 Im Studiengang werden verschiedene didaktische Instrumente/Mittel eingesetzt: Fallstudien,
 Gruppenarbeiten und Gruppendiskussionen; dies oft in Kombination mit Frontalunterricht. Das
 VMI legt Wert darauf, dass aufgrund der NPO-Spezifika eine einheitliche Terminologie
 verwendet wird. Dies wird durch die systematische Anordnung der Module und Inhalte nach
 dem FMM gewährleistet.

 Gerade von den Teilnehmenden wird sehr positiv vermerkt, dass eine Orientierung an ihren
 beruflichen Erfahrungen vorgenommen wird. Auch die Dozierenden und die Studienleitung
 verweisen hierauf und betonen die Notwendigkeit, auf das Domänenwissen der Teilnehmer
 einzugehen, dem eine gewisse Expertise zugewiesen wird.

 Es werden zielgruppenorientierte Unterrichtseinheiten angeboten. Den Dozierenden wird als
 didaktische Unterstützung ein vom VMI erarbeitetes Manual „Erwachsenenbildung spannend
 gestalten“ zur Verfügung gestellt.

 Der Standard wird erfüllt.

 4.4.4 Prüfbereich 4: Lehrkörper

 Es ist ein Netzwerk externer Dozierenden aufgebaut worden, das über 80% des Lehrkörpers
 ausmacht. Diese Dozierenden sind nach Wahrnehmung der Experten wegen ihrer
 wissenschaftlichen Expertise resp. wegen ihrer praktischen Erfahrung ausgesucht worden.
 Dozierende aus der Praxis haben dabei vielfach einen akademischen Hintergrund und waren
 z.B. ehemalige Doktoranden oder Doktorandinnen des VMI.

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Zur Verbesserung der Qualität der Lehre wurde eine Broschüre entwickelt: „Erwachsenen-
 bildung spannend gestalten“. Die Dozierenden vermittelten in den Interviews ein sehr starkes
 Interesse an den Lernbedürfnissen der Studierenden. Die Studierenden gaben zum Ausdruck,
 dass sie sich durch die Dozierenden gut ausgebildet fühlen. Der berufliche Erfolg der Alumni
 bestätigt dies.

 Standard 4.01

 Der Unterricht wird durch didaktisch kompetente und wissenschaftlich qualifizierte Lehrende
 erteilt.

 Das VMI legt grossen Wert auf die praktische Erfahrung der Dozierenden. Gemäss
 Selbstbeurteilungsbericht pendelt der Anteil von externen Lehrpersonen pro Studienteil
 zwischen 60-90%. Diese Personen stammen hauptsächlich aus dem Umfeld des Instituts (d.h.
 haben ihre wissenschaftliche Karriere im VMI aufgenommen) und lehren z.T. seit Jahren für das
 VMI. Die weiteren Lehrpersonen wurden aufgrund ihrer wissenschaftlichen Qualifikationen im
 entsprechenden Fachbereich ausgewählt. (Selbstbeurteilungsbericht, S. 16.)

 Interviews mit dem Lehrkörper bestätigen die Kompetenz der Lehrenden. Es wurde bei den
 Interviews mit den Studierenden deutlich, dass diese Einschätzung von dieser Personengruppe
 geteilt wird.

 Der Standard wird erfüllt.

 Standard 4.02

 Die Gewichtung von Lehr- und Forschungstätigkeiten der Lehrenden ist definiert.

 Insgesamt zeigt sich ein ausgewogenes Verhältnis von Praxis- und Hochschulvertretern.

 Der Standard wird erfüllt.

 Standard 4.03

 Die Mobilität der Lehrenden ist möglich.

 Diese Fragestellung ergibt sich bei einem Anteil externer Dozierender von 80% nicht.

 Erfüllungsgrad Standard: nicht anwendbar

 Standard 4.04

 Die Dozierenden sind wissenschaftliche Fachspezialisten oder Experten aus der Praxis. Sie
 verfügen über die erforderlichen Spezialkenntnisse. Sie sind pädagogisch-didaktisch
 kompetent.

 Das VMI engagiert für den EMBA ausgewiesene Spezialisten des jeweiligen Fachgebiets.
 Weiter ist darauf hingewiesen, dass der vom VMI angewandten Lehransatz der „Unité de
 doctrine“ u.a. insbesondere den Einsatz erfahrener Dozierender vorsieht. Die
 Studiengangleitung führt des Weiteren ein jeweils gesondertes Vorbereitungsgespräch mit den
 einzelnen Dozierenden durch. Alle Dozierende sind profunde Kenner des FMM, unterrichten
 nach einer gemeinsamen Philosophie und verwenden eine einheitliche
 Terminologie.(Selbstbeurteilungsbericht, S. 19.)

 Die Einbeziehung von teilweise über 80% externer Dozierender macht es möglich, genau diese
 Ansprüche als Selektionsinstrument zu nutzen. Ein Netzwerk von Lehrkräften auf der Basis
 solcher Kriterien ist vom VMI aufgebaut worden.

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