FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz

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FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG
für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz

     Jahresbericht 2019 / 2020
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
Unsere Schule

          Jahresbericht 2019 / 2020
Fachschule und Aufbaulehrgang für wirtschaftliche Berufe
             der Dominikanerinnen Lienz
               Telefon und Fax: 04852 / 62816
           E-Mail: direktion@dominikanerinnen.tsn.at
               www.fs-dominikanerinnen.tsn.at
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
Impressum:

Herausgeber: Fachschule und Aufbaulehrgang für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen, 9900 Lienz
Redaktion: HR Dir. Mag. Regina Mayr, Marietta Steiner
Beiträge und Fotos:
SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und Schulerhalter Fachschule und Aufbaulehrgang der Dominikanerinnen
Foto Direktorin: Roman Wagner
Foto Absolventin: Sabine Egger
Schulfoto, Klassenfotos und Fotos S. 40: Foto Young People D-Michelbach
Foto Rückseite: Plakat Amy Bristow
Zeichnung „Menschenrechte“, S. 11: Johanna Schaller, 3. FW

Herstellung: Oberdruck GmbH, 9991 Dölsach

Für Ihre finanzielle Unterstützung unseres Jahresberichtes auf das Sparbuch Nr. AT 27 2050 7000 1137 4246
bei der Lienzer Sparkasse sagen wir herzlich Vergelt’s Gott!                                              www.hum.at
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Aus dem Inhalt

Vorwort                                          6-7
Leitbild                                             8
Konvent                                              9
Schulpastoral                                  10 - 13
Aus dem Unterricht                             14 - 33
Stundentafeln EWF und FW                            34
Abschließende Arbeiten                              36
Maturaklasse                                        37
Fernunterricht                        38 - 43, 45 - 50
Stundentafel ALW                                    44
Wettbewerbe                                         51
Projekte                                   52 - 53, 55
SchulsprecherInnen                                  54
Schulleben                                     56 - 65
Absolventin                                         66
Klassentreffen                                      67
Schulgemeinschaft                              68 - 76
Schulchronik                                   78 - 79
Ausblick 2020/2021                                  79
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Vorwort der Direktorin

                                  Liebe Schulgemeinschaft, liebe     Bei der Umstellung auf Fernunterricht musste die richtige Balance
                                  Freunde des Klösterle,             gefunden werden zwischen Überforderung - durch ein Übermaß
                                                                     an Arbeitsaufträgen oder wegen technischer Probleme - und
                                                                     Unterforderung, wenn jemand glaubte wohlig im Nichtstun unter-
                                  Wach sein- unser Jahresmotto       tauchen zu können. Wach sein war gefordert, als der Unterricht
                                  wies uns im heurigen außer-        wieder aufgenommen wurde, im Schichtbetrieb und in geteilten
                                  gewöhnlichen und herausfor-        Klassen.
                                  dernden Schuljahr häufig den
                                  Weg.                               Wach sein bedeutet an einer katholischen Privatschule verantwor-
                                                                     tungsvoll mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln
                                    Wach sein kann zunächst hei-     umzugehen. Wir freuen uns, dass wir trotz der Krise einige
                                    ßen, pünktlich und hellwach      Investitionen, v. a. im EDV-Bereich, tätigen konnten.
                                    in den Schultag zu starten.
                                    Wach sein über das Gewohnte      Wach sein zum Wohle der Schule erforderte das Zusammenwirken
                                    hinaus ist gefordert, wenn in    vieler einzelner Personen und Institutionen. Dafür danke ich
Ausnahmesituationen Leistung erwartet wird.                          unserem Schulerhalter, dem Konvent der Dominikanerinnen
Unsere AbsolventInnen haben diese Herausforderung bravourös          mit Priorin Sr. Dorothea OP, den Verantwortlichen der
gemeistert: wir gratulieren zur „Weißen Fahne“ den MaturantInnen     Bildungsdirektion, unserer Administratorin, den Schulgremien,
und SchülerInnen der Abschlussklassen.                               der Personalvertretung, der Qualitätsbeauftragten, der
                                                                     SchülerInnen- und Elternvertretung, den Lehrpersonen, unseren
Wenn wir wach sind, sind alle unsere Sinne gefordert: im täglichen   Kooperationspartnern und allen, die zu einem wachen Jahr beige-
Miteinander aufmerksam zuzuhören, genau hinzuschauen – das           tragen haben.
ist ebenso gemeint wie feinfühlig Nuancen zu spüren. Wach sein
heißt Acht geben – auf die anderen und sich selbst. Wach sein        Bleiben wir auch besonders im heurigen Sommer wach. Möge er
heißt auch kritisch zu sein und Wesentliches von Unwichtigem zu      recht erholsam werden und von Gottes Segen begleitet sein.
unterscheiden. All das wollten wir während dieses Schuljahres im
Auge behalten und nun im vorliegenden Jahresbericht reflektieren.

Wach sein verlangte im Besonderen unser Schulprojekt
„Compassion“, bei dem die SchülerInnen ihre Sinne schärften
und an ihren Praxiseinsätzen in Sozialinstitutionen hinschauten,
mitfühlten und entsprechend handeln konnten.

Wach sein und rechtzeitig reagieren hieß es dann auch, als sich
das Coronavirus in Europa ausbreitete: Absage der Toblachwoche,
                                                                                         HRin Mag.a Regina Mayr
des Dominikusfestes, der Präsentationen und der Prüfungsessen.
                                                                                              Direktorin

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Vorwort des Schulerhalters

                                          Liebe Schulgemeinschaft!                 Dieses Gedicht passt nicht nur sehr gut zu unserem Kloster - das
                                                                                   „Klösterle“ liegt an der Pfarrbrücke und an der Isel -, sondern es
                                                                                   beschreibt exakt auch unsere Aufgabe: w a c h e n.
                                   Ein ungewöhnliches Schuljahr                    Warum „wachen“ werden Sie jetzt fragen. Wachsamkeit ist eine
                                   neigt sich dem Ende zu. Wer                     Herzenshaltung: wir wollen bereit sein und Gottes Ankunft in unse-
                                   hätte je an so eine Situation                   rem Leben nicht versäumen.
                                   gedacht, wie wir sie in den ver-
                                   gangenen Monaten erlebten.                      Wachen verlangt Aufmerksamkeit, die wiederum eine Haltung der
                                   Wir Schwestern hoffen sehr,                     Offenheit der Sinne darstellt. Wachsamkeit bedeutet Präsenz im
                                   dass Sie diese Wochen gut und                   Augenblick, Fokussierung auf das, was im Hier und Jetzt ist. Dies
                                   wohlbehalten überstanden                        ist in unserer Zeit durch die ständige mediale Überflutung nur sehr
                                   haben.                                          schwer erreichbar. Aus diesem Grund ist es heute mehr denn je not-
                                   Das heurige Jahresmotto hat                     wendig, wach zu sein. Die Heiligen, die stets wachsam und bereit für
                                   uns eingeladen, über das Thema                  den Herrn waren, können uns hierbei große Vorbilder sein.
                                   „wach“ nachzudenken. Zu die-
sem Thema fand ich ein schönes Gedicht der bekannten schweizeri-                   Wir Schwestern lieben unseren „Wachdienst“, den wir - wie im
schen Benediktinerin und Schriftstellerin Silja Walter.                            Gedicht angeklungen - aus Liebe zu Gott und als Dienst an den
                                                                                   Mitmenschen verstehen. In diesen schwierigen Zeiten haben wir
                                                                                   uns täglich durch das Gebet mit allen Notleidenden, Betroffenen,
   Jemand muss zuhause sein,                    Jemand muss wachen,                Ärzten und Pflegekräften verbunden. Mehr denn je haben wir in die-
             Herr,                               unten an der Brücke,              sen Wochen bemerkt, wie notwendig es ist, dass jemand Ausschau
       wenn Du kommst.                       um Deine Ankunft zu melden,           hält, jemand wacht und Gott erwartet.
  Jemand muss Dich erwarten,                            Herr.
        unten am Fluss                         Wachen ist unser Dienst.            Im Namen meiner Mitschwestern danke ich der gesamten
         vor der Stadt.                               Wachen.                      Schulgemeinschaft für die gute Zusammenarbeit und wünsche allen
     Jemand muss nach Dir                         Auch für die Welt.               von Herzen einen erholsamen Sommer.
        Ausschau halten,
                                                                                   Herzlich grüßt,
        Tag und Nacht.                               Komm, Herr!
        Wer weiß denn,                           Hinter unsern Mauern
       wann Du kommst?                              unten am Fluss
                                                   wartet die Stadt
                […]                                    auf dich.

                                                                                                      Sr. M. Dorothea Lunger OP
  https://www.siljawalter.ch/silja-walter-2/werk/das-kloster-am-rande-der-stadt/                                Priorin

                                                                                                                                                     7
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Leitbild
Schulart: Fachschule und Aufbaulehrgang für wirtschaftliche         siertes, strukturiertes und planendes Vorgehen Voraussetzung
Berufe der Dominikanerinnen – dreijährig Wirtschaftsfachschule      für die Bewältigung der Abschlussprüfungen bzw. Matura
mit sozial-integrativem Schulversuch – einjährig                    in den theoretischen und praktischen Fächern am Ende des
Schulerhalter: Konvent der Dominikanerinnen                         dritten Schuljahres. Wir fordern Leistung und motivieren zu
Ausbildungsschwerpunkt: Gesundheit und Sozialmanagement             Leistungsbereitschaft durch Engagement und Wertschätzung.
Zusatzangebote: Förderunterricht, Erste-Hilfe-Kurs, Freifach        Um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, wird eine regelmä-
Italienisch                                                         ßige Fortbildung der Lehrer/innen vorausgesetzt.
Qualitätssicherung: Information, Zielsetzung, Ergebnisse,
Evaluation                                                          • Förderung personaler Kompetenz:
                                                                    Die Persönlichkeit des Menschen kann nur durch Annehmen
• Christlich orientiertes Menschenbild nach Dominikus (lat. = dem   seiner Stärken, aber auch Schwächen reifen. Wir wol-
Herrn geweiht), Priester und Ordensgründer, Gedenktag: 8. August    len daher die Talente der einzelnen Schüler/innen fördern,
Entsprechend dem christlichen Grundgedanken stellen wir den         ihr Selbstbewusstsein stärken und sie zu kritischem Denken,
Menschen in den Mittelpunkt. Die Kleinstruktur der Schule           Selbstreflexion, Selbständigkeit und Eigenverantwortung hin-
ermöglicht es uns, jeden in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen.    führen. Ebenso sollen aber Fähigkeiten wie Arbeiten im Team,
Unsere Schule soll ein offener, froher Ort sein, an dem im gegen-   Durchhaltevermögen, Lernen aus Fehlern sowie konstruktive
seitigen Austausch menschliches Wachsen möglich ist. Dies soll      Konfliktbewältigung ausgebildet werden, damit Freude an der
im Schulalltag in einem würdevollen Umgang miteinander zum          Gemeinschaft spürbar wird.
Ausdruck kommen, sei es in der täglichen Zusammenarbeit, bei        Wir sehen Kreativität und den Mut zur Umsetzung eigener Ideen
der gemeinsamen Organisation von Schulprojekten aber auch           und Meinungen in vielen Bereichen als Weg zur Selbstentfaltung.
durch das Begehen von Festen im Jahreskreis.                        Wir sind auch bemüht, die Schüler/innen zu einem selbst
Aus Achtung vor der Schöpfung Gottes setzen wir bewusst             bestimmten Leben zu ermutigen, welches demokratisches und
Gegentrends zu Schnelllebigkeit und Konsum im täglichen Leben       geschlechtergerechtes Verantwortungsbewusstsein und Handeln
und fördern ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Gestützt    beinhalten soll.
auf diesen Pfeilern wollen wir unseren Schüler/innen Wurzeln
und Halt fürs Leben mitgeben.                                       • Förderung sozialer Kompetenz:
                                                                    Besonderes Augenmerk richten wir auf Werte wie Toleranz,
• Förderung fachlicher Kompetenz:                                   Respekt, Solidarität und soziale Verantwortlichkeit. Sozial zu han-
Unser Motto lautet: Leben und Lernen mit Verstand, Geschick         deln erfordert einerseits ein ausgewogenes Ausmaß an Egoismus,
und Gefühl. Wir sind bemüht, Interesse und Motivation der           um beispielsweise persönliche Grenzen zu erkennen und wahrzu-
Schüler/innen für die vielfältigen Bildungsangebote unserer         nehmen, andererseits auch die Bereitschaft, Verantwortung für
Schule zu wecken. Neben einer erweiterten Allgemeinbildung          andere zu übernehmen.
vermitteln wir Kenntnisse und Fähigkeiten, die zur Ausübung         Um diese Fähigkeiten auszubauen, haben unsere Schüler/innen
von Berufen in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung, Sozial-     die Möglichkeit, im Rahmen von Projekten und Praktika ver-
und Gesundheitswesen, sowie Tourismus und Ernährung befä-           schiedene Betriebe und soziale Einrichtungen kennen zu lernen.
higen. Eine ausgewogene Kombination aus Theorie und Praxis          Aber auch im Schulalltag sind uns soziale Werte ein Anliegen. So
im Unterricht ermöglicht eine Vielfalt im Finden von Lösungen.      bleibt auch Integration nicht nur ein Schlagwort, sondern wird
Somit erwerben die Schüler/innen selbständiges Arbeiten und         im täglichen Miteinander gelebt. Ein besonderes Anliegen ist das
Denken auch in Hinblick auf die Berufswelt. Zudem ist organi-       gemeinsame Feiern von besonderen Anlässen und Festen.

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Konvent
                                                 Wir sanieren GOTTES Haus

In großer Freude und Dankbarkeit dürfen wir Ihnen einen klei-      Wenn auch mit Verzögerung, so konnten wir doch mit dem
nen Einblick in die abgeschlossenen Renovierungsarbeiten der       geplanten Umbau der in die Jahre gekommenen Sanitäranlagen
vergangenen Monate geben.                                          beginnen. Die Waschbecken und Wasserleitungen, letz-
Bereits im Dezember 2019 wurde die Kirche durch die Firma          tere waren teilweise noch aus Blei, stammten allesamt aus
Kollreider aus Anras neu ausgemalt. Im Zuge dessen wurde auch      der Nachkriegszeit. Der Fliesenboden waren ein bunter
das Presbyterium durch Hinzufügung von vier Heiligenstatuen        Mix aus unterschiedlichen Farben und Mustern. Auf einem
neu gestaltet. Diese Figuren waren Teil des ehemaligen baro-       Quadratmeter zählten wir sogar fünf verschiedene Fliesen.
cken Hochaltars. Die überalterte Ton- und Lichtanlage wurde        In den vergangenen Jahrzehnten brachen in einigen Zimmern
ebenfalls erneuert.                                                die Holzböden ein. Daher war es unbedingt notwendig, auch
Einige von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, werden sich          diese zu erneuern. Soweit es möglich war, haben auch wir
bestimmt die Frage stellen: Wie haben die Schwestern die           Schwestern bei der Sanierung mitangepackt. So waren Schleifen,
„Corona-Zeit“ überbrückt? Was haben sie gemacht?                   Streichen und Putzen an der Tagesordnung.
Die gute Nachricht: Gott sei Dank sind wir vom Coronavirus         Nun freuen wir uns sehr, dass einige Bereiche unseres Klosters
alle verschont geblieben! Natürlich haben wir diese große, welt-   wieder in neuem Glanz erstrahlen.
weite Not täglich im Gebet vor Gott hingetragen, was ja unsere
erste Aufgabe ist.                                                                                          Sr. M. Katharina OP

                                                                                                                               9
FACHSCHULE UND AUFBAULEHRGANG - für wirtschaftliche Berufe der Dominikanerinnen Lienz
Schulpastoral
Feier anlässlich des Heiligen Martin
Anlässlich des Gedenkens an den Heiligen Martin ver-
sammelten sich die zwei ersten Klassen der Fachschule
der Dominikanerinnen am Montag, dem 11. November
2020, gemeinsam mit der Besonderen Schule Lienz in der
Klosterkirche. Hand in Hand gingen die Schülerinnen in die
Kirche, in der die Kinder der Besonderen Schule die Geschichte
des Heiligen Martin selbst nachspielten. Dieses Theater war sehr
schön, es erinnerte an die Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft
des Heiligen. Den Abschluss der kleinen Feierlichkeit bil-
dete ein gemeinsam gesungenes Lied. Nach dem Vorbild des
Heiligen Martin teilten die Teilnehmer noch selbstgebackenes
Brot, um an seine Taten zu erinnern. Was für ein schönes
Gedenken!

Rebecca Bodner,
Maja Brandstätter,
Michaela Senfter,
1. FWB

10
Schulpastoral
Tag der Stille
Ein bis zwei Mal im Jahr halten wir einen Tag der Stille, an
dem wir im gesamten Schulbereich darauf achten,
· dass wir nur im Flüsterton sprechen,
· dass wir uns nur über Angenehmes unterhalten und
· dass Probleme vor der Tür bleiben

Zudem steht der Tag unter einem bestimmten Motto, das in
diversen Angeboten im Haus erfahrbar wird. Im Dezember
war dies „30 Jahre Menschenrechte“.
Artikel 1 der Menschenrechtserklärung (Freiheit, Gleichheit,
Solidarität):

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten
geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen
einander im Geist der Solidarität begegnen.“

                                                                        11
Schulpastoral
 Projekt Weihnachtsfreude schenken                                    Katholische Religion - Emmaus-Gang online
 „Liebe in Geschenkpapier verpackt“ schenkten zahlreiche Klassen      Emmaus bedeutet übersetzt so viel wie „warme Quelle“
 unserer Schule an rumänische, moldawische und ukrainische            und ist eine Stadt nahe Jerusalem.
 Kinder. Die Pakete waren so reich bestückt, dass die Organisatoren   Der Emmaus-Gang ist ein christlicher Brauch, der an den
 einige sogar teilen konnten. Vielen Dank an alle mitwirkenden        österlichen Gang der Jünger zur Osterzeit nach Emmaus
 SchülerInnen, sagen die Religionslehrerinnen:                        erinnern soll. Jesus begleitet seine Freunde ein großes
                                                                      Stück des Weges, aber sie erkennen ihn lange nicht. Zu
                              Dipl.-Päd.in Helena Bergmann und        sehr sind sie in ihrer Trauer gefangen.
                                         Mag.a Daniela Pedarnig       So scheint es vielen Menschen derzeit auch zu gehen. Sie
                                                                      sehen vorwiegend das, was sie derzeit nicht haben oder tun
                                                                      können. Wende daher deinen Blick dem Positiven zu.

                                                                      Genieße im Laufe des Tages einen kleinen Spaziergang
                                                                      in der frischen Frühlingsluft. Lasse das Denken und
                                                                      Beurteilen-Wollen zurück und nimm einfach nur wahr.
                                                                      Packe ein Stück Brot mit ein. Suche unterwegs einen schö-
                                                                      nen Rastplatz. Wenn es für dich passt, bete still im Innern
                                                                      das Vater Unser und genieße das Stück Brot.
                                                                      Ich freue mich auf ein Foto von dir in der Natur, beim
                                                                      Brotbrechen ....
                                                                                            Sehen
                                                                                            Hören
                                                                                           Riechen
                                                                             Staunen - über die Wunder der Natur

                                                                                      Schmecken - das Brot

                                                                                         Gutes bedenken
                                                                                   Danken - für gute Begleiter
                                                                                 Bitten - um gute Weggefährten
                                                                                             Segnen

                                                                                             Gehen
                                                                                   Gestärkt und verwandelt
                                                                              wieder in den Alltag zurückkommen.

                                                                                       Eure Religionslehrerin Helena Bergmann

12
Schulpastoral
Ich bin gemeinsam mit meinem
Bruder und meiner Mutter an
der Isel spazieren gegangen.
Wir haben noch die letzten
Sonnenstrahlen genossen und
ein Stück Brot mitgenommen.
Am Schluss habe ich es ausein-
andergebrochen und wir haben
zusammen gegessen.

Verena, 1. FWA

Ich habe mich am Nachmittag in den Garten gesetzt und die Sonne
genossen. Dann dachte ich mir, es wäre der perfekte Ort, um meinen
Religionsauftrag zu machen. Die Sonne stand hoch am Himmel und
die Blumen blühten bei uns im Garten.

Hannah, 1. FWA

Ich habe für alle ein Stück
Brot gebrochen und ganz
fest an euch gedacht.

Frau Bergmann

                                                                      13
Aus dem Unterricht
                                                              Sprachen

26. September - Europäischer Tag der Sprachen
Wie schon in den vergangenen Jahren gab es auch heuer in unserer
Schule wieder verschiedene Aktionen zum europäischen Tag der
Sprachen.

Die Klasse 1 ALW hatte gemeinsam mit Mag.a Martha Marizzi eine
Millionenshow mit anspruchsvollen Fragen rund um das Thema
Sprachen vorbereitet. In allen Klassen der Schule waren jeweils 3
Schülerinnen für die gleichzeitige Durchführung der Quizshow
verantwortlich und alle, auch wir Lehrpersonen, waren fleißig am
Raten und Grübeln.

Später, am selben Tag, gingen verschiedene Klassen durch die
Lienzer Innenstadt und begaben sich auf die Spuren von “English
all around us” - wo finden sich überall englische Begriffe, sowie auf
Wilfried Schatz’s kreative Wortschöpfungen. Dabei musste über
manche Begriffe des Wort-Akrobaten wirklich länger nachgedacht
werden um die Botschaft dahinter zu verstehen.

                                              Mag.a Laura Winkler

14
Aus dem Unterricht
                                                           Sprachen

Nativity Play
Meine zehn Englisch Schülerinnen der 3FW1 bewiesen schon
letztes Jahr mit dem Pop-up-Theater “Cinderella” ihre Liebe zum
improvisierten, lustvollen Schauspielern.
Knapp vor Weihnachten 2019, eigentlich mitten in der
Vorbereitungszeit auf die mündliche Abschlussprüfung, kam die
Frage auf, ob wir nicht noch einmal gemeinsam so ein Theaterstück
einstudieren sollten und kurzerhand entstand eine humorvolle
Version der Geschichte zu Jesus’ Geburt - ein Nativity Play.
Hinter einem gespannten Leintuch oder Curtain, gehalten von Ox
und Donkey, tauchten der Reihe nach die verschiedenen Charaktere
auf und ab:
3 Erzählerinnen - narrators, Angel Gabriel, Virgin Mary, Joseph -
the strong husband, a landlord, a shepherd.

Ein Stück dieser Art lebt von den Ideen der Schülerinnen, dem
Tempo und der Spontaneität. Mit wenigen Regieanweisungen und
Tipps gelang es in insgesamt 5 Vorstellungen alle anderen Klassen
unserer Schule prächtig zu unterhalten.

                                            Mag.a Laura Winkler

                                                                       15
Aus dem Unterricht
                                                           Sprachen

 Auch dieses Jahr waren zwei englische Theaterstücke der “Vienna’s English
 theatre schooltours” vorgesehen. Eines davon war die Komödie „Pretty
 Shrewd“ (frei nach William Shakespeares „Taming of the Shrew“), die am
 28. Feber im BG/BRG Lienz gezeigt wurde. Den Klassen 2. ALW und 3.
 ALW bot sich dabei alles, was komisches Theater ausmacht: rasante Dialoge,
 Gesang und Musik, Verwechslungen und Verkleidungen.
 Am 16. März wäre für die 3. FW und 1. ALW „Web of Lies“ vorgesehen
 gewesen, es musste jedoch abgesagt werden.

                                                     Mag.a Martha Marizzi

16
Aus dem Unterricht
                                                          Deutsch
Deutsch - Literatur
Literatur muss gar nicht langweilig sein – neben der
Vermittlung von theoretischem Wissen und Referaten gab
es kreatives Schreiben - Kurzgeschichten oder Gedichte,
Lesen und Autorengespräche, etwa mit unserem hei-
mischen Literaten Ossi Blaßnig. Auch Spiel und Spaß
kamen nicht zu kurz, wie der Büchereibesuch zeigt.

                                    Mag.a Regina Mayr

                                                                      17
Aus dem Unterricht
                                                      Katholische Religion
„JHWH“. „Ich bin da für euch“. Dies ist die Zusage Gottes an
uns. Gott geht ganz leise und unscheinbar mit uns mit. Immer.
Ob wir ihn heute spüren, oder erst morgen oder übermorgen.
„Immanuel“: Gott ist mit uns.
Zu verschiedenen Impulsen aus dem Religionsunterricht haben
Schülerinnen Gebete nach oben geschickt. Es sind dies wunder-
schöne Gebetsgedanken aus einer etwas anderen Zeit.

Dipl.-Päd.in Helena Bergmann

Lieber Gott!
Ich danke dir für jeden guten Morgen, dass wir jeden Tag etwas
Neues erleben dürfen und gute Taten vollbringen können.
Zurzeit sind wir alle in Quarantäne und vielen Menschen geht
es dabei sehr schlecht, da viele ihre Arbeit verloren haben oder
                                                                             Jaqueline Schneider,
auch sehr darunter leiden, dass sie den einen oder anderen nicht
                                                                                         1. FWA
sehen dürfen. Sende diesen Leuten bitte Zuneigung und Trost
für die weitere Zukunft.
Danke für die Gemeinschaft, den Zusammenhalt und die
Freundschaft in meiner Familie!
Danke, dass du mir immer zeigst, welchen Weg ich gehen muss!

Magdalena Lang, 1. FWB

Lieber Gott!
Ich wollte einfach einmal danke sagen, dass du immer auf mich
schaust und du in guten wie auch in schlechten Zeiten immer
ein Auge auf mich gibst.
Wenn ich mich traurig fühle, spüre ich die Nähe zu dir.
Und ich hoffe, dass du gut auf meine Tante aufpasst! Amen.

Maleen Durnwalder, 1. FWA

                                                                                  Verena Gomig,
                                                                                         1. FWA

18
Aus dem Unterricht
                                                       Katholische Religion
Lieber Gott,                                                        Egoismus hat noch keinen Menschen weitergebracht, denn
wir vertrauen darauf, dass wir nach dieser schwierigen und          wer nur sich liebt, hat den Sinn des Lebens noch nicht ganz
herausfordernden Zeit, wieder etwas bewusster leben und für         verstanden. Jeder hat ein Licht, das ihn leitet, doch erst wenn
uns nicht mehr alles als selbstverständlich erscheint. Wir wer-     man dieses Licht wahrhaftig erkennt, kann es richtig aus uns
den jetzt wieder mehr Zeit mit unserer Familie und unseren          herausstrahlen.
Freunden verbringen, für diese Zeit sind wir jetzt noch dank-
barer als zuvor. Diese Pandemie hat uns uns gezeigt, dass Mensch                                          Selina Perathoner, 2. FW
gleich Mensch ist, egal welcher Herkunft, egal wie reich, - jeder
war und ist davon betroffen. Viele Menschen sind dankbar für        Guter Gott, ich danke dir, dass du mich immer beschützt, wenn
diese Zeit, da sie die Familien näher zusammengebracht hat,         ich Angst habe, immer auf mich achtgibst, wenn ich dich brau-
manche mussten aber auch schweres Leid und Gewalt erfah-            che, mir immer zuhörst, wenn keiner da ist, mir immer aufhilfst,
ren oder gerieten in finanzielle Schwierigkeiten. Stehe ihnen       wenn es mir schlecht geht und mir immer ein breites Lächeln ins
bei und schenke ihnen viel Kraft und den kranken Menschen           Gesicht zauberst. Amen.
Gesundheit. Amen.
                                                                                                              Chiara Weiler, 2. FW
Magdalena Walder-Moosmann, 2. FW

Lass uns wieder zu uns finden, lass uns jetzt Entscheidungen
treffen, nicht erst irgendwann, denn irgendwann ist irgendwann
vielleicht zu spät. Und manchmal müssen uns auch schlechte
Dinge passieren, damit wir angespornt werden, uns zu verbes-
sern und zu wachsen. […] Danke, dass du uns Zeit gegeben hast,
über uns selbst und welche Rolle wir in dieser Welt spielen,
nachzudenken. Danke für die Erkenntnisse, die wir bekommen
haben und Danke für die, die wir noch bekommen werden. Es
war nicht umsonst.

Lara Tengg, 2. FW

                                                                                                               Mut-Stein, Rebekka
                                                                                                                 Schaller, 1. FWA

                    Mut-Stein, Jaqueline
                     Schneider, 1. FWA

                                                                                                                                 19
Aus dem Unterricht
                                                  Naturwissenschaften

2. ALW                                                        Zwiebelzellen von einer violetten Zwiebel
Ein spannender Mikroskopier-Vormittag im Dezember.
Nach einer kurzen theoretischen Einführung, stellten die
Schülerinnen selbst mikroskopische Präparate her und foto-
grafierten im Anschluss ihre Präparate durch das Mikroskop.
Hier ein paar Eindrücke:

                                                              Spinnenbeine

Stärkekörner in der Kartoffel
(angefärbt mit Jodkaliumjodidlösung)

20
Aus dem Unterricht
                                                   Naturwissenschaften

3. ALW                                                         Im Jänner nach den Ferien iso-
Die SchülerInnen stellten mithilfe von einfachen Mitteln ein   lierten die SchülerInnen der 3.
essbares DNA Modell her. Farbige Gummibonbons stellten         ALW aus einer Tomate die DNA.
die vier verschiedenen Basen dar; Zahnstocher stellten das     Ein einfacher Versuch mit span-
Zucker-Phosphat Gerüst dar. Gewisse DNA Sequenzen              nenden Gesichtern!
codieren für gewisse Erscheinungsformen wie zum Beispiel
die Augenfarbe oder die Haarfarbe. Als Abschluss durf-
ten die SchülerInnen Detektiv spielen und die richtige
Identitätskarte der richtigen DNA zuordnen.                    3. FW
                                                               Nationalpark Hohe Tauern –
                                                               Klimaschule / Wasserschule
                                                               Anfang März kam ein Nationalpark
                                                               –Ranger an unsere Schule und
                                                               erzählte uns viele spannende
                                                               Eindrücke aus seinem Leben als
                                                               Ranger und auch welche unterschiedlichsten Funktionen
                                                               der Nationalpark Hohe Tauern hat.
                                                               Der praktische Teil an der Isel konnte aufgrund von Corona
                                                               leider nicht stattfinden.

                                                                                             MMag.a Veronika Kruschitz

                                                                                                                      21
Aus dem Unterricht
                                              Gesundheit und Sozialmanagement

Einladung von Frau Renate Glanzl – Obfrau der
Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige“
zum Thema „Betreuung von Demenzkranken zu Hause“
Was ist uns in Erinnerung geblieben:
· Die Demenzerkankung ist eine tabuisierte Krankheit
   im Gehirn und die Diagnose erfolgt oft spät. Je früher die
   Diagnose, desto besser der Verlauf.
· Ein Demenzkranker ist fremd in der eigenen Welt – die
   Persönlichkeit verändert sich.
· Demenzkranke soll man nicht überfordern,
   auslachen, beschimpfen, kränken oder ständig
   korrigieren – SONDERN: Mit Respekt behandeln!
· Angehörige sind überfordert und hilflos und benötigen
   Hilfe und Unterstützung – obwohl Angehörige alles 		         · Durch den Austausch mit anderen Betroffenen in
   können sollen!                                                 der Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige“ können
· Der Alltag mit Demenzkranken ist sehr schwierig, 		             Menschen ermutigt, informiert, aufgefangen und positiv
   da die Betroffenen Schwierigkeiten mit gewohnten 		            gestimmt werden.
   Tätigkeiten, Sprachprobleme und räumliche und
   zeitliche Orientierungsprobleme zeigen.                      Folgende Fragen konnten nicht beantwortet werden:
· Plötzliche Stimmungs- und Verhaltensänderungen 		             Wird die Pflege in Zukunft noch leistbar sein?
   und die eingeschränkte Urteilsfähigkeit überfordert viele    Wer ist bereit, in einem Pflegeberuf zu arbeiten?
   Angehörige in der Betreuung von Menschen mit einer           Was kann getan werden, gegen die Flucht aus der Pflege?
   Demenzerkrankung.
                                                                                                       Schülerinnen der 1. FWB

Praxiseinsatz im Wohn-
und Pflegeheim                                                       Ich muss sagen, dass ich sehr
Bei meinen Schnupperstunden im                                       froh bin, dass ich mich für die
Wohn- und Pflegeheim war es schön                                    Schnupperstunden im Wohn-
zu erleben, wie sich die Bewohner über                               und Pflegeheim entschieden
unsere Besuche gefreut haben. Ich habe                               habe, da es mir sehr viel Spaß
einen guten Eindruck gewonnen, wie es                                gemacht hat. Es hat mich sehr
ist mit älteren Menschen zu arbeiten. Ich                            gefreut, dass die Bewohner
bin dankbar über die schöne Erfahrung                                überall mitgemacht haben und
und dass ich viel Neues gelernt habe.                                an allem interessiert waren.
Michaela Senfter, 1. FWB                                                        Mia Lexer, 1. FWB

22
Aus dem Unterricht
                                             Gesundheit und Sozialmanagement

Am 16. Dezember waren Veronika, Jaqueline, Rebekka, Leonie und ich mit unserer
Klassenvorständin Frau Bergmann im Wohn- und Pflegeheim in Lienz. Dort
verbrachten wir einen sehr schönen Adventnachmittag, an dem Jung und Alt tief
berührt und reich beschenkt wurden.
Gemeinsam mit den älteren Damen sangen wir und lasen Gedichte und Geschichten
vor. Zwei meiner Schulkolleginnen brachten ihre Instrumente mit: Rebekka ihre
Geige und Veronika ihre Querflöte. Zusammen sangen wir viele Lieder, die den
älteren Menschen noch von früher bekannt waren. Wir hatten sogar die Ehre, uns
ein Solo einer älteren Dame anzuhören. Sie sang wunderschön. Besonders freute
uns, dass im Laufe des Nachmittags immer mehr Heimbewohner*innen den Weg
zu uns fanden, um das „Adventkonzert“ mit uns zu genießen.
Als die Nachbarin meiner Oma kam, erkannte sie mich nicht. So beschloss ich,
nachdem wir bereits frei hatten, zu ihr zu gehen und ihr zu erklären, wer ich bin. Es war eine große Freude, mit ihr zu plaudern.
									                                                                                              Hannah Lumaßegger, 1. FWA

Gestalten eines Schneemanns
Am 27. Jänner besuchten wir wieder die älteren Damen im Wohn- und Pflegeheim Lienz.
An diesem Nachmittag sangen, bastelten und spielten wir zum Thema „Winter“. Als wir im
Wohn- und Pflegeheim ankamen, machten wir ein paar Übungen mit kleinen Bällen, damit
die alten Leute fit bleiben. Danach haben wir den HeimbewohnerInnen viele verschiedene
Bilder aus der Winterzeit oder von verschiedenen Vogelarten gezeigt. Dann schlug unsere Frau
Lehrerin vor, dass die älteren Menschen aus einer Box einen Zettel herausziehen sollen, wo
verschiedene Liedanfänge standen. Sie wussten alle und konnten das Lied gleich weitersingen.
Dann wurden wir Schülerinnen einer älteren Frau zugeteilt. Ich durfte mit einer sehr lustigen
und humorvollen Frau basteln und spielen. Wir verstanden uns sehr gut und lachten viel mit-
einander. Sie erzählte mir viele Geschichten
aus ihrer früheren Zeit, die ich sehr interes-
sant fand. Den gemeinsamen Schneemann,
den wir gebastelt haben, fanden wir beide
sehr schön. Es sei ein wunderschöner, ein-
zigartiger Schneemann, sagte die ältere Frau.
Ich denke, dass unser Besuch den älteren
Menschen immer gefällt, denn sie bedanken
sich jedes Mal sehr herzlich.
                Jaqueline Schneider, 1. FWA

                                                                                                                              23
Aus dem Unterricht
                                          Gesundheit und Sozialmanagement
Sport und Spaß mit den Kindern der Nachmittags-               Jungs, aber wir fanden schnell eine Lösung. Insgesamt hat
betreuung                                                     mir das Praktikum sehr weiter geholfen, da ich nun weiß, wie
                                                              es ist, mit Kindern zu arbeiten. Tatjana und ich vermissen die
Praxisnachmittag in der Volksschule Lienz Süd 1               aufgeweckten Schülerinnen und Schüler bereits jetzt.

Um 14 Uhr begann meine Praxiszeit in der Volksschule Süd                                        Tatjana Brandstätter und
1. Es waren 30 Kinder in der Gruppe. Meine Aufgabe war                                       Maleen Durnwalder, 1. FWA
es, die Schüler bei den Hausübungen zu unterstützen. Es hat
mir sehr viel Spaß gemacht mit ihnen Mathematikaufgaben       Meine Praxisstunden habe ich in der Volksschule Süd 1 -
zu lösen, da Mathe mein Lieblingsfach ist. Nach dem           Nachmittagsbetreuung absolviert. Ich interessiere mich sehr
Unterricht haben wir unsere Jacken angezogen und sind auf     für die Arbeit mit Kindern, denn Kinder sind meistens kre-
den Spielplatz gegangen.                                      ativ, sportlich und wollen immer neue Herausforderungen
                                                              meistern.
Sana Nazif, 1. FWA                                            Während meiner Praktikumsstunden habe ich festgestellt,
                                                              dass es für Kinder nicht immer einfach ist, ihre Hausaufgaben
Wir lachten sehr viel mit den Kindern. Ich glaube sie haben   eigenständig zu erledigen, da sie oft sehr leicht abgelenkt
mich und Amy sehr gern, denn sie haben viel mit uns gere-     sind und sich dann schwer auf ihre Arbeit konzentrieren
det. Wir durften sogar in das Freunde-Buch eines Mädchens     können. Manche Kinder sind sogar eingeschlafen, weil sie
hineinschreiben. Uns hat die Praxis in der Volksschule        so erschöpft vom Schulunterricht waren. Anschließend an
wirklich sehr gut gefallen, denn ich spiele sehr gerne mit    die Hausaufgabenzeit durfte ich mit den Kindern im Garten
Kindern und es hat sehr Spaß gemacht sich mit den Kleinen     spielen, worüber die Kinder und ich sehr begeistert waren.
zu unterhalten.                                               In dieser Zeit habe ich erfahren, dass Kinder viel Zeit brau-
                                                              chen, um einem Menschen vertrauen zu können. Dieses
Amy Bristow und                                               Vertrauen kann man nicht erkaufen oder erzwingen. Sehr
Kathi Winkler, 1. FWA                                         schön für mich war, dass die Kinder sehr anhänglich sind.
                                                              Wenn sie jemanden ins Herz geschlossen haben, erzählen
Anfang Dezember gingen Tatjana und ich zur ersten             sie alle Details aus ihrem Leben und sind sehr ehrlich.
Nachmittagsbetreuungseinheit in die Volksschule Lienz         Manchmal spürt man, dass sich Eltern oft zu wenig Zeit für
Süd. Unser Herz schlug sehr schnell vor lauter Aufregung.     ihre Kinder nehmen. Den Kindern wird oft jeder Wunsch
Die zwei Lehrerinnen waren sehr froh, dass wir gekommen       erfüllt, sodass sie sehr anspruchsvoll sind und oft sogar ein
sind. Nach der Erledigung der Hausübung bastelte Tatjana      wenig respektlos gegenüber Erwachsenen.
mit den Mädchen im Raum und ich ging mit den Buben            Abschließend muss ich feststellen, dass ich sehr gerne mit
hinaus auf den Spielplatz. Es war eine Riesenverantwortung    Kindern arbeiten möchte, denn die positiven Eindrücke
auf die Kinder aufzupassen. Zum Glück ging eine Lehrerin      überwiegen auf alle Fälle.
mit. Es gab ein paar Meinungsverschiedenheiten bei den                                            Marlena Rieger, 1. FWB

24
Aus dem Unterricht
                                          Gesundheit und Sozialmanagement
Faschingsausklang

Mit einigen lustigen Spielen und dem Erraten
von Sprichwörtern ließen wir den Fasching
am Rosenmontag mit einigen dargebotenen
Tänzen ausklingen. Wie immer war es wie-
der sehr lustig und unterhaltsam und die Zeit
mit den Heimbewohnerinnen verging viel zu
schnell.

           Dipl.-Päd.in Helena Bergmann und
                Dipl.-Päd.in Hildegard Lanser

Praxisnachmittag in der „Besonderen Schule“ – ASO Lienz

Der Frühling kann kommen

An meinem dritten Praxistag stand Basteln am Programm.
Zuerst habe ich einem Jungen, der eine seiner Hände nicht
bewegen kann, beim Arbeiten geholfen. Wir sollten gelbe und
grüne Streifen zu Kügelchen formen, die dann als Blütenpollen
auf Papierblumen aufgeklebt wurden. Also habe ich dem
Schüler meine Hand angeboten und er hat mit seiner funktio-
nierenden Hand die Streifen zu eher größeren Kugeln geformt.
Im Anschluss hat sie sein Klassenkollege mit Hilfe seiner Frau
Lehrerin auf die Blumen aufgeklebt.
Die Papierblumen sind schön geworden. Der Frühling kann
kommen.

                                      Verena Gomig, 1. FWA

                                                                            25
Aus dem Unterricht
                                               Mensch - Gesundheit - Soziales

Vortrag zum Thema Palliativpflege                                Lebens, nämlich die letzten Tage, Wochen oder Monate
                                                                 ihres Daseins so „schön“ wie möglich zu gestalten. Es ist
„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, son-         wertvoll, solche Menschen in unserer Gesellschaft zu haben.
dern den Tagen mehr Leben.“ (Ciceley Saunders)                    Zitate wie „Menschen sterben nicht, weil sie nicht essen,
                                                                 Menschen essen nicht, weil sie sterben“, werden uns Schüler/
Irgendwann ist es Zeit zu gehen und Menschen müssen              innen immer in Erinnerung bleiben.
sterben, in dieser Zeit benötigen viele Sterbende aber auch
Angehörige Unterstützung. DGKP Christine Ganeider,               Trotz dieses schweren Themas konnten wir einen äußerst
DGKP Miriam Stabinger und Alina Eichhorner, BA vom               interessanten und hilfreichen Vortrag des mobilen
mobilen Palliativteam Osttirol besuchten uns, die 3. ALW-        Palliativteams Osttirol erleben.
Klasse, um einen Einblick in die Palliativpflege zu geben. Sie
sind bei ihrer Arbeit mit Herz dabei, das merkte man bereits                                      Elena Moser, 3. ALW
nach den ersten Minuten ihrer Ausführungen.

Alle drei Vortragenden hatten sich besondere
Ideen einfallen lassen. Frau Ganeider versetzte
sich in die Rolle eines Menschen, der die Diagnose
einer unheilbaren Krankheit bekommen hat, und
sterben muss. Sie hat diese Rolle äußerst ergrei-
fend gespielt und wir als Zuhörer/innen konnten
sehr gut mit ihr mitfühlen. Die zwei weiteren
Fachkräfte des Teams haben den Teil „Bedürfnisse
Sterbenskranker“ und „Palliative Care“ sehr span-
nend vorgetragen. Immer wieder wurden wir in
die Präsentation mit eingebunden und konnten
jederzeit Fragen stellen. Die Trauerphasen erklär-
te uns wiederum Frau Ganeider mit sehr schö-
nen Anschauungsmaterialien und verdeutlichte
so, dass Trauer zum Sterben dazu gehört. Zum
Abschluss las sie uns noch eine äußerst berüh-
rende Geschichte vor.

Die Arbeit, welche dieses Team leistet, ist mit
sehr großer Wertschätzung anzusehen. Sie helfen
Personen in der schwierigsten Situation ihres

26
Aus dem Unterricht
                                                Mensch - Gesundheit - Soziales
Kneippen – der Schlüssel zur Gesundheit                            Kneipp hat die Natur, als die beste Apotheke bezeichnet. Also
                                                                   habe ich, sobald ich mich kränklich fühlte, nur Hausmittel
Im ersten Semester hatte unsere Klasse Besuch von Frau             eingenommen und siehe da, erstaunlicherweise bin ich so
Alberta Ortner, der Obfrau des Kneippbundes Lienz. Ohne die        erst gar nicht krank geworden! Durch das Wissen vom
geringste Vorahnung, was uns im nächsten Semester erwartet,        Ernährungslehre-Unterricht in der Fachschule, hat sich mein
genossen wir die Unterrichtsstunde, mit Wechsel-Armbädern          Ernährungsverhalten im Laufe meiner Schulzeit stark verbes-
und Gesundheitssport.                                              sert. Weil aber die Fastenzeit vor der Tür stand, wollte ich
Die Referentin lehrte uns die fünf Säulen der Gesundheit nach      dennoch ein paar Kleinigkeiten ändern. Das hieß für mich, nur
Sebastian Kneipp. Dass das Kneipp-Programm auf den ein-            Wasser und ungesüßte Tees zu trinken und auf Süßigkeiten
fachen Säulen Wasser, Heilpflanzen, Ernährung, Bewegung und        und Desserts zu verzichten. Zu meiner eigenen Bewunderung,
Lebensordnung dein Immunsystem derart stärken sollte, konn-        fiel es mir heuer nicht einmal schwer. Lebensordnung ist
te ich fast nicht glauben, bis ich es aufgrund von Ungläubigkeit   die letzte Säule vom Kneipp-Programm und wäre, wenn ich
und packender Neugier selbst ausprobiert habe. Die erste große     jetzt in der Schule wäre, mit Sicherheit auch die einfachste.
Grippewelle stand vor der Tür und ich hatte ein Ziel – nicht       Das Distance-Learning allerdings macht einen strukturierten
krank zu werden! Deshalb habe ich mir alle Gesundheitstipps        Tagesablauf und eine Trennung von Schule und Zuhause
von Frau Ortner zu Herzen genommen und fast täglich Sport          nahezu unmöglich. Wer kann in Zeiten wie diesen schon von
gemacht. Erhitzt und ausgepowert bin ich dann unter den            Ordnung sprechen? Obwohl ich ein sehr organisierter Mensch
schockierten Blicken der Nachbarn barfuß im Schnee                                              bin, habe ich Schwierigkeiten, die
herumspaziert. Das Kribbeln in den Füßen, Sauerstoff,                                           Arbeitsaufträge pünktlich abzu-
der wie eine Droge durch den gesamten Körper rauscht,                                           geben, da mein Perfektionismus
ein Gefühl voller Energie und Euphorie - wie neu gebo-                                          sich immer einmischt und ich so
ren! Das hat mich sehr überrascht. Ebenso die erstaun-                                          viel länger als sonst brauche.
liche Wirkung von Heilpflanzen und Kräutern. Sebastian                                          In Zeiten, in denen die
                                                                                                Gesundheit das wertvollste
                                                                                                Geschenk der Welt ist, bin ich
                                                                                                für den Kneipp-Workshop dank-
                                                                                                barer denn je. Denn durch den
                                                                                                Vortrag von Frau Ortner ist mein
                                                                                                Lebensstil definitiv gesünder
                                                                                                geworden. Ich habe es mit Erfolg
                                                                                                durch die erste Grippewelle
                                                                                                und auch noch durch die zweite
                                                                                                geschafft und so kann mir kein
                                                                                                Corona-Virus etwas anhaben.

                                                                                                           Isabell Fuchs, 1. ALW

                                                                                                                               27
Aus dem Unterricht
                                                    Wirtschaftswerkstatt
Projekt „Stofftaschen“ - ein voller Erfolg!                     und Kundinnen, da sie nicht nur unser Projekt unterstützt,
                                                                sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Plastikvermeidung
In unserer Gruppe haben wir selbst bedruckte, umweltfreund-     geleistet haben.
liche Stofftaschen am Lienzer Stadtmarkt verkauft. Eine große
Überraschung war, dass unsere Taschen bereits nach kurzer                                               Sara Mariacher und
Zeit ausverkauft waren. Außerdem sind wir über die vielen                                            Lara Weitlaner, 3. FW
freiwilligen Spenden sehr erfreut. Durch den Verkauf am
Stadtmarkt, in der Schule selbst und durch die Unterstützung    Durch dieses Projekt habe ich gelernt, dass so etwas Großes
von Verwandten und Bekannten haben wir schon eine Spen-         ohne gute Vorbereitung nicht funktionieren würde. Ich
densumme von rund € 1.300,- für den Ederhof gesammelt.          habe einerseits bemerkt, dass ich viel offener geworden bin
Daher danken wir allen, die uns so tatkräftig unterstützt       und andererseits festgestellt, dass sich mein Selbstvertrauen
haben – unserer Lehrerin, den Medien, durch die unser Pro-      gesteigert hat. Durch das Projekt wurde mir zudem gezeigt,
jekt öffentlich bekannt wurde, und vor allem unseren Kunden     was ich eigentlich alles kann und dass ich mir durchaus mehr
                                                                zutrauen kann. Als Person bin ich mit und für das Projekt
                                                                gewachsen und unglaublich dankbar, ein Teil von einem tollen
                                                                Team sein zu dürfen.

                                                                                                          Angelina Krinjski,
                                                                                                                     3. FW

28
Aus dem Unterricht
                                                   Bewegung und Sport

Tanzworkshop mit Tanzschule Valeina                            an begeistern und am Ende der Doppelstunde legten sie eine
                                                               schon professionelle Performance aufs Tanz-Parkett.
Die Mädchen und Burschen der 1. FWB durften im Rahmen          Ich möchte mich an dieser Stelle bei Sascha Jost von der Tanz-
des Sportunterrichts in die moderne Tanzwelt hineinschnup-     schule Valeina herzlich dafür bedanken, dass die Mädchen und
pern. Die Tanzschule Valeina erklärte sich bereit, unseren     Burschen die Chance bekommen haben, diese Form von Tanz
jungen Schülerinnen und Schülern einen kostenlosen Work-       im Sportunterricht kennen zu lernen.
shop anzubieten.
Bernhard Warscher, staatlich diplomierter Musicaldarsteller,                                           Margreth Wolfinger,
konnte die Schülerinnen und Schüler von der ersten Minute                                                    Sportlehrerin

                                                                                                                          29
Aus dem Unterricht
                                              Fachpraktischer Unterricht

In den Fächern „Küche und Restaurantmanagement“, Betriebsorganisation“ und „Haus- und Gartenpflege" lernen die Schüle-
rInnen nicht nur Kochen, Servieren und Haushalt führen, sondern erwerben sehr viele Kompetenzen, die in jedem Beruf und
für’s Privatleben von großer Wichtigkeit sind: Teamarbeit, Selbständigkeit, Organisieren, Probleme lösen und vieles mehr.

30
Aus dem Unterricht
                                               Fachpraktischer Unterricht

Im Februar bereicherte eine Unterrichtspraktikantin, Frau Stollwitzer, diese Unterrichtsgegenstände.

                                                                                                       31
Aus dem Unterricht
                                              Einjährige Wirtschaftsfachschule

Am 28. und 29. Februar fand an unserer Schule ein pädago-        ·   Gartenarbeit
gischer Tag statt – an diesem Tag stellte uns der Vortragende,   ·   sportlich sein
Herr Mag. Weibold, folgende Fragen:                              ·   Rechnen fürs Leben
· Was sollen unsere SchülerInnen wissen?                         ·   Workshops zu aktuellen Themen
· Was sollen unsere SchülerInnen können?                         ·   soziale Einstellung
· Was sollen unsere SchülerInnen haben?                          ·   kreativ sein

Ich habe diese drei Fragen auf die Zeit nach Beendigung der      Und dann kam die Corona-Zeit …
Einjährigen Wirtschaftsfachschule bezogen – sie inspirierten
mich zum Nachdenken.                                             All jene Dinge, die die Schülerinnen für sich in diesem Jahr
In meinen Denkprozess wollte ich die SchülerInnen mitein-        entdecken wollten, konnten nun gleich in der Praxis umge-
binden, und so nutzten wir eine PEK (Persönlichkeitsent-         setzt werden: Kochen, Haushalt führen, Gartenarbeit, ... alles
wicklung und Kommunikation) – Stunde um uns diesem               wurde in realen Situationen erprobt, die Fotos beweisen es.
Thema zu widmen.
Ich war überrascht, zu welchen Ergebnissen wir gemeinsam         Was mir zu Beginn sehr gefehlt hat, das war die Beziehung
gekommen sind und wie sehr sich unsere Vorstellungen             zu unseren Schülerinnen, der direkte Austausch, das leuch-
                                 deckten – hier nun zu den       ten in den Augen der Schülerinnen. Als ich dann immer
                                 Ergebnissen:                    mehr Fotos bekam und sah, mit welchem Eifer manche
                                 · sozial sein                   Schülerinnen dabei waren, da wurde mir wieder leichter ums
                                 · Hilfsbereitschaft             Herz.
                                 · Kochen können                 Für mich persönlich war diese Zeit auch eine Zeit des lnne-
                                 · einen Haushalt führen         haltens ... vielleicht sogar des WACH-Werdens.
                                    können

32
Aus dem Unterricht
                                                Einjährige Wirtschaftsfachschule

Folgender Text, zitiert von Johannes Wübbe, Weihbischof in
Osnabrück (nachzulesen auf https://bistum-osnabrueck.de/
nicht-alles-ist-abgesagt/) hat mich sehr berührt und hat es mir
leichter gemacht, WACH zu werden und sich wieder auf die
wesentlichen Dinge im Leben zu konzentrieren:

Nicht alles ist abgesagt ...

                     Sonne ist nicht abgesagt
                    Frühling ist nicht abgesagt
                     Liebe ist nicht abgesagt
                     Lesen ist nicht abgesagt
                  Zuwendung ist nicht abgesagt
                     Musik ist nicht abgesagt
                   Phantasie ist nicht abgesagt
                 Freundlichkeit ist nicht abgesagt
                  Gespräche sind nicht abgesagt
                   Hoffnung ist nicht abgesagt
                     Beten ist nicht abgesagt

... und so arbeitete ich in dieser Zeit nach dem Motto von Franz
von Assisi: ,,Tue zuerst das Notwendige, dann das Mögliche
und plötzlich schafft du das Unmögliche.”
Und es war gut!

                                                                                    Klassenvorständin
                                                                                   Mag.a Gudrun Loidl

                                                                                                  33
Stundentafel EWF und FW

                                      1-JÄHRIGE WIRTSCHAFTSFACHSCHULE (INKL. INTEGRATION)
     A. Pflichtgegenstände

     Religion                                                                               2
     2. Allgemeinbildung, Sprache und Kreativität:
     2. 1. Deutsch                                                                          3
     2. 2. Englisch                                                                         2
     2. 3. Politische Bildung und Recht                                                     2
     2. 4. Persönlichkeitsbildung und Kommunikation                                         2
     2. 5. Musik und Kreativer Ausdruck                                                     4
     3. Wirtschaftliche Grundlagen:
     3. 1. Wirtschaftliche Bildung                                                          4
     3. 2. Informations- und Officemanagement                                               3
     3. 3. Berufsorientierung                                                               2
     4. Ernährung, Gesundheit und Gastronomie:
     4. 1. Ernährung und Gesundheit                                                         2
     4. 2. Küche, Service und Betriebsorganisation                                          6
     4. 3. Haus- und Gartenpflege                                                           2
     5. Bewegung und Sport                                                                  2
     Gesamtwochenstundenzahl                                                                36

                                         3-JÄHRIGE FACHSCHULE FÜR WIRTSCHAFTLICHE BERUFE
     A. Pflichtgegenstände
                                                                                                 Jahrgang
                                                                                            1.      2.      3.
     1. Religion                                                                            2        2      2
     2. 2. Allgemeinbildung, Sprache und Kreativität:
     2. 1. Deutsch                                                                          4       2       3
     2. 2. Englisch                                                                         3       3       3
     2. 3. Geschichte, Politische Bildung                                                   -       2       2
     2. 4. Naturwissenschaften                                                              2       2       2
     2. 5. Psychologie                                                                      -       -       2
     2. 6. Musik, Bildnerische Erziehung und Kreativer Ausdruck                             2       2       2
     3. Wirtschaftliche Grundlagen und Zusammenhänge:
     3. 1. Volkswirtschaft und Wirtschaftsgeografie                                         2       2       -
     3. 2. Betriebswirtschaft                                                               1       2       2
     3. 3. Rechnungswesen und wirtschaftliches Rechnen                                      3       3       3
     3. 4. Recht                                                                            -       -       2
     3. 5. Officemanagement und angewandte Informatik                                       3       2       2
     3. 6. Gesundheit und Sozialmanagement, inkl. Praxis                                    2       2       2
     4. Ernährung, Gastronomie und Hotellerie:
     4. 1. Ernährung                                                                        2       1       -
     4. 2. Küchen- und Restaurantmanagement                                                 5       5       5
     4. 3. Betriebsorganisation                                                             1       1       -
     5. Witschaftswerkstatt                                                                 -       -       3
     6. Bewegung und Sport                                                                  2       2       1

     B. Verbindliche Übung:
     Persönlichkeitsbildung und Kommunikation                                               2       -        -

     Gesamtwochenstundenzahl                                                                36     33        36
                                                                                                            105

34
20 Jahre sozial-integrativer Unterricht
Integration geht uns alle an.

                                                         Gelungene Integration bedeutet, sich zugehörig fühlen.

                                                                                                            35
Abschlussarbeit und Diplomarbeit
Das Verfassen und Präsentieren vorwissenschaftlicher Arbeiten sind Teil der Abschlussprüfung bzw. der Matura.

Zum Leidwesen der KandidatInnen mussten heuer die Präsentationen, die sie wie die Klassen der Vorjahre äußerst kreativ
(„es muss ja nicht immer Power-Point sein!“) und ideenreich geplant hatten, sowie die Diskussion über ihr bearbeitetes Gebiet
Corona-bedingt entfallen.
Themen der Abschlussarbeiten der 3. FW                           Themen der Diplomarbeiten der Maturaklasse 3. ALW

·    Start-Up – Alles beginnt im Kopf                            ·   Palmöl - Vom Hero zum Zero
·    Hospiz- und Palliativbetreuung                              ·   Verletzliche Hülle des Menschen - Die Haut als größtes
·    Unser Innenleben zieht weite Kreise – wie die Psyche            Organ
     unseren Alltag regiert und wie wir darauf reagieren         ·   Spannungsfeld Alkoholsucht - Auswirkungen vom
·    Betreuung von Kindergartenkindern und dementen                  Ungeborenen bis zum Erwachsenen
     Personen im Vergleich
·    Frauen im Österreichischen Bundesheer
·    Schulangst – wenn Bildung zur Qual wird
·    Die Entwicklung des Kindes in den ersten Lebensjahren

                                                                                                                      3. ALW

                                                                                       3. FW

36
Maturaklasse

               Maturaklasse
                 2019/20 –
                  Prudentia
               potentia est!
                - Wissen ist
                    Macht!

                 KV Mag.a
                   Daniela
                  Pedarnig

                          37
Fernunterricht
Distance-Learning, Homeschooling/-office, sprich: Fernunterricht:
Gedanken einer Lehrerin

Gar nicht so übel, sich einmal auf etwas ganz Neues einzulassen...
Flexibilität, Humor und Kreativität stellen auch in Ausnahmesituationen
hilfreiche Tugenden dar, um sich im zwischenmenschlichen Miteinander
konstruktiv zu begegnen.
Durch die im Titel genannten Unterrichtsarten haben sich unerwartet neue
Zugänge geöffnet: Richtungsweisend für mich war die Erkenntnis, dass vor
allem introvertierte SchülerInnen im Fernunterricht unter Beweis stellen
konnten, welch Potenzial in ihnen steckt.
Es tat sich ein breites Spektrum an bemerkenswerten Blickwinkeln auf:
In den Fächern PuP (Psychologie und Philosophie) und MGES (Mensch,
Gesundheit und Soziales) im 2. ALW und 3. ALW gestaltete sich die
Durchsicht und Korrektur der SchülerInnenbeiträge als spannend und
gleichermaßen bunt, anregend, weitsichtig und informativ. Beeindruckend
fand ich es, meine SchülerInnen aus einer ganz anderen, bislang unent-
deckten Perspektive kennenlernen zu dürfen. Somit wurde mir klar, diese
Möglichkeit der schriftlichen, kritischen, freien Themenbearbeitung künftig
häufiger einzusetzen, um der Individualisierung besser gerecht zu werden.
Nichts desto trotz sind persönliche Begegnungen und die Sozialisation im
Klassenzimmer von immenser Bedeutung.

Mag.a Marina Lercher

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Fernunterricht
Es muss feste Bräuche geben …

ein Arbeitsauftrag im Fach „Katholische Religion“

Viele Zeichen der Osterzeit finden in den Familien Anwendung und sind liebge-
wonnenes Brauchtum. Wähle einen Brauch, wähle ein Zeichen und überlege dir,
wie du dieses kreativ umsetzen kannst.

                                                                                39
Fernunterricht
Eine RE-GNOSE im Blick auf Ernährung und Gesundheit                                                   Auszug aus dem 2.
Stellt euch vor, in ungefähr sieben Jahren reflektiert ihr euer                                       Arbeitsauftrag:
Ernährungs- und Gesundheitsverhalten.                                                                 […] Wie sich die
Inwiefern haben sich seit der Corona-Krise 2020 im Bereich                                            Globalisierung in den
Ernährung und Globalisierung bis zu diesem Zeitpunkt                                                  sieben Jahren seit mei-
Veränderungen ergeben?                                                                                ner Schulzeit verändert
                                                                                                      hat? Bis ich 20 Jahre alt
                                      Auszug aus dem 1.                                               war, entwickelte sich die
                                      Arbeitsauftrag:                                                 Welt in verschiedenen
                                      In sieben Jahren werde                                          Bereichen rasant. […] Ab
                                      ich wahrscheinlich noch                                         dem Zeitpunkt, als sich
                                      bewusster leben, da ich                                         das Coronavirus auf der
                                      dort vielleicht schon                                           ganzen Welt ausgebrei-
                                      eine eigene Familie habe                                        tet hatte, dachten viele
                                      und ich dadurch möch-                                           Menschen darüber nach,
                                      te, dass wir alle gesund                                        ob es eigentlich sinnvoll
                                      bleiben. In sieben Jahren                                       sei, die Welt durch neue
                                      denke ich, dass ich mich                                        und oft auch gefährliche
                                      meinem Alter entspre-                                           Erfindungen so stark zu
                                      chend recht gut ernährt     verändern. Oder ob es nicht besser wäre, auf die wichtigen
                                      habe, wenn auch nicht       Dinge wie Gesundheit, Wohlbefinden und die Wertschätzung
                                      perfekt. Mein Zukunfts-     für die Natur zu achten. Als wir alle zusammen als Einheit
                                      ICH findet ganz sicher,     das Virus besiegt hatten, war klar, dass sich etwas ändern
                                      dass ich das Wurstbrot      musste. Viele Menschen unterstützten nun die heimischen
                                      zur Pause weglassen und     Bauern und Unternehmen. Der Flug- und Schiffsverkehr gin-
                                      stattdessen ein Käsebrot    gen rasant zurück. Die Regenwaldabholzung war zu Ende,
oder ein Müsli essen hätte sollen. Ich glaube in sieben Jahren    da die Nachfrage vor allem von europäischen Ländern nicht
froh zu sein, dass ich nie einem Trend oder Ähnlichem gefolgt     mehr da war. Es schien, als wären wir durch diesen Auslöser
bin und mir selbst immer treu geblieben bin. Wir wurden im        wirklich bessere Menschen geworden, doch der Schein trübte.
Ernährungs- und Gesundheitsunterricht sehr gut auf das Leben      Das Verlangen nach Palmöl aus Brasilien und Soja aus Bolivien
im Hinblick auf Ernährung und Gesundheit ausgebildet. Denn        war zu groß. Die Zahl der Flug- und Schifftransporte wuchs
heute weiß ich, wie wichtig gesunde Ernährung, Bewegung und       wieder rasant an, die Menschen lebten weiter, als hätte es diese
Sport für ein gutes Wohlbefinden und ein glückliches Leben        Krise und die darauffolgenden zwei Jahre nie gegeben. Ob sich
sind. Jetzt, sieben Jahre später, bin ich sehr froh solch eine    irgendwann auf Dauer etwas ändern wird? Die Zukunft liegt in
Schule, mit diesen Schwerpunkten besucht zu haben, denn das       deinen Händen.
hat mir wirklich viel für die Zukunft gebracht. […]
						                                                                                              Klemens Fürhapter, 3. ALW
                                         Anna Holzer, 3. ALW

40
Fernunterricht

  VIDEOKON F ERENZEN
         S E LBSTÄNDIG
         K R EATIV
     HELFE N
         A U SNAHMEZUSTAND
   DISZIPLI
           N
   ZUKUNF T
   MANAG E MENT
  VERÄNDE R UNG
        ST R ESS
        ZE I TEINTEILUNG
        TE C HNIK
ZUSAMMEN H ALT
       UN T ERSTÜTZEN
                             41
Fernunterricht
Coronavirus: In jeder Krise steckt auch eine Chance!                Wenn man Medienberichte hört oder sich Bilder ansieht, wie
                                                                    sich die Umwelt in dieser Zeit verbessert hat, sieht man, wie
Ziemlich zu Beginn der COVID-19-Pandemie lautete einer              schnell die Erde bereit ist, uns „unsere Sünden“ zu verzeihen.
der Arbeitsaufträge im Fach Mensch-Gesundheit-Soziales bei
Frau Prof. Lercher folgendermaßen:                                                                                Nadine Holzer,
„Die Corona-Thematik ist allgegenwärtig und es heißt ja, in jeder                                                       3. ALW
Krise steckt auch eine Chance. Hiermit stellt sich die Frage: Wie
denkt ihr darüber?                                                  Für mich fühlt es sich so an, als macht die ganze Welt gerade
Versucht möglichst unterschiedliche (Lebens) Aspekte zu beleuch-    eine Pause, die jeder braucht. Denn vorher war jeder in sei-
ten.“                                                               nem Hamsterrad gefangen und die Schnelllebigkeit wurde
                                                                    zur Gewohnheit. Nun kann sich die Natur erholen und auch
Dazu einige Antworten:                                              viele Menschen sind gezwungenermaßen zu Hause und haben
                                                                    nicht so viel Stress. […]
Ich persönlich denke, dass in jeder Krise auch eine Chance          Man merkt auch wie hilfsbereit die Menschen sind, denn sie
steckt und dies gilt auch für die Corona Pandemie. … es ist         setzen sich ein und gehen für die ältere Gesellschaft einkaufen
wichtig regionale Produkte zu kaufen. […] Viele Leute lernen        oder unterstützen sie auf andere Art. […]
durch die Corona Pandemie auch, was es heißt bewusst zu             Ich hoffe, dass die Menschheit aus dieser Situation lernt, was
leben. Man nimmt Dinge anders war und lernt den „normalen“          wirklich wichtig ist im Leben und ich denke, dass es dennoch
Alltag zu schätzen. Wir haben ALLES und schätzen dies erst,         ein paar Wochen, wenn nicht Monate dauert. Ich wünsche
wenn wir es nicht mehr haben. […] Durch die Schulschlie-            mir, dass jeder mit dieser Situation gut klarkommt und die
ßungen lernen Schüler selbstständiger zu arbeiten. Diese Pan-       Familien zusammenhalten.
demie kann uns zeigen, dass nicht neue Smartphones, Autos
oder Geld das Wichtigste sind, sondern menschlicher Kontakt.                                                   Kerstin Pirkebner,
                                                                                                                         3. ALW
Julia Dietrich,
3. ALW

Die derzeitige Situation mit dem Corona Virus verunsichert
mich. Mittlerweile hat man sich an den veränderten Alltag
zwar so gut es geht gewöhnt, komisch ist es aber trotzdem. …
Der wohl schönste Aspekt für mich persönlich ist die Zeit, die
ich derzeit intensiv mit meiner Familie nutzen kann. […] Auch
habe ich durch diese Situation die Motivation gefunden, mehr
für mich und meinen Körper zu tun. […] meine Zeit sinnvoll
genützt und lange verschobene Arbeiten erledigt. […] Ich denke,
dass es auch für die Umwelt eine gute Gelegenheit ist, sich
von den Strapazen, die wir Menschen ihr antun, zu erholen.

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