FreiRäume Ein kleiner Ratgeber für ein selbstbestimmtes Wohnen ohne Barrieren - Stadt Bergisch Gladbach
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Stadt Bergisch Gladbach
FreiRäume
Ein kleiner Ratgeber
für ein selbstbestimmtes
Wohnen ohne Barrieren
Ausgabe 2020/2021PFLEGE MIT HERZ
fotolia.com © Gina Sanders
UNSERE LEISTUNGEN
• VOLLSTATIONÄRE
PFLEGE
• KURZZEITPFLEGE
• TAGESPFLEGE
• BETREUTES
WOHNEN
IM AWO SZ SAALER MÜHLE
Wir unterstützen unsere Bewohner*innen mit der individuellen Zuwendung, die
sie benötigen. Von der Vollzeitpflege über Tages- und Kurzzeitpflege bis hin zu
Betreutem Wohnen bieten wir jedem Menschen individuelle Selbstbestimmung
und gleichzeitig liebevolle und kompetente Fürsorge. Informationsgespräche
können nach terminlicher Absprache jederzeit — auch an Wochenenden —
erfolgen. Wenden Sie sich hierfür gerne an Frau Langer (Aufnahme):
Tel.: 02204 95 59-101, E-Mail: jolanta.langer@awo-mittelrhein.de
Saaler Str. 92-96 • 51429 Bergisch-Gladbach
Tel.: +49 2204 95 59-0 • www.awo-sz-saaler-muehle.deGRUSSWORT
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
im Juli 2018 wurde der „Aktionsplan Inklusion 2018–2022 der Stadt
Bergisch Gladbach“ vom Rat beschlossen. Darin hat sich die Stadt
Bergisch Gladbach zum Ziel gesetzt, die Menschen mit Behinde
rungen stärker als bisher in die Gemeinschaft einzubinden. Dies
kann nur gelingen, wenn sich die Menschen mit Behinderungen
überall frei bewegen können. Der sukzessive Abbau bestehender
Barrieren an öffentlichen Wegen und städtischen Gebäuden ist
ein langfristiges Ziel. Bei Neuplanungen wird dem Ziel umfassen
der Barrierefreiheit Rechnung getragen.
Aber nicht nur die Möglichkeiten im Stadtgebiet, sondern auch die
Barrierefreiheit innerhalb des persönlichen Umfeldes, der häus
lichen Umgebung und der eigenen vier Wände ist eine unverzicht Lutz Urbach
bare Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und ermög Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach
licht eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger.
Es macht Sinn, vorhandene Barrieren in privaten Wohnungen und Sie liefert Denkanstöße, Fakten, Zahlen oder gesetzliche Grund
Häusern abzubauen. Für den Abbau baulicher Barrieren und der lagen, die eigene bestehende oder zukünftige Wohnung auf ihre
Schaffung eines weitestgehend barrierefreien Wohnraums sind Tauglichkeit für ein selbstständiges Leben mit einer Behinderung
zwar grundsätzlich die Eigentümer und Mieter von Wohnungen zu untersuchen, Barrieren abzubauen oder gar nicht erst entste
und Häusern selbst verantwortlich, dennoch möchte die Stadt hen zu lassen.
Bergisch Gladbach die Bürgerinnen und Bürger unterstützten
und auf Barrieren hinweisen. Denn Barrierefreiheit dient im Übrigen nicht nur den Menschen
mit Behinderung, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern. So er
Die Broschüre „FreiRäume – ein kleiner Ratgeber für selbstbestimmtes leichtert sie auch beispielsweise Eltern mit Kindern und älteren
Wohnen ohne Barrieren“ erscheint erstmalig in Bergisch Gladbach. Menschen den Alltag.
„Es gibt keine Barrierefreiheit, die Menschen ohne Behinderung je gestört hat!“
Raul Krauthausen
3Sorglos und unabhängig
mit dem Malteser Hausnotruf
Sich in der gewohnten Umgebung frei und sicher bewegen ruf-Teilnehmer als Armband oder Halskette immer bei sich
zu können; jederzeit in der Lage zu sein, Hilfe zu holen und können ihn auch dann bedienen, wenn das Telefon
oder Angehörige zu informieren – dies bedeutet für uns unerreichbar ist.
ein Stück Lebensqualität. Wenn diese Lebensqualität einge-
schränkt ist, Sie öfters stürzen oder gesundheitliche Proble- Per Knopfdruck kann der Teilnehmer von jedem Punkt der
me haben, ist das Hausnotrufgerät genau das Richtige für Wohnung aus den Alarm auslösen, denn das eigentliche
Sie - ein Knopfdruck genügt… Hausnotrufgerät ist mit einer Freisprecheinrichtung aus-
gestattet und an das Telefon angeschlossen. Auch Rauch-
… und der Sprechkontakt zu einem der geschulten Mal- warnmelder können über das Gerät angeschlossen werden,
teser-Mitarbeiter wird direkt hergestellt. Je nach Situation so dass Sie auch im Brandfall auf der sicheren Seite sind.
wird schnelle kompetente Hilfe geleistet, indem eine Ver-
trauensperson Ihrer Wahl, der Bereitschaftsdienst oder Mehr als 110.000 Menschen in Deutschland vertrauen
der Rettungsdienst informiert wird. So ist der richtige bereits dem Malteser Hausnotruf. Sie haben rechtzeitig vor-
Ansprechpartner schnell zur Stelle und hilft Ihnen vor Ort. gesorgt, um auch in Zukunft selbstständig in den eigenen
Und das 365 Tage im Jahr – rund um die Uhr! Wänden leben zu können, ohne dabei auf Sicherheit ver-
zichten zu müssen.
Ein Hauptgrund für die große Beliebtheit und Verbreitung
des Hausnotrufdienstes ist seine kinderleichte Handha-
bung. Den Alarmknopf („Funkfinger“) tragen die Hausnot-
Schnelle Hilfe
auf Knopfdruck
Malteser Hausnotruf
' 0221 12606-2010 oder unter www.malteser-hausnotruf.deIMPRESSUM UND INHALT
Grußwort3
Friedrichstraße 4
48529 Nordhorn
Tel. 05921 9730-0 Impressum und Inhalt 5
Fax 05921 9730-50
contact@bvb-verlag.de
www.bvb-verlag.de Vorbetrachtung7
Herausgeber: BVB-Verlagsgesellschaft mbH Was ist eine Barriere? | Vertikale Barrieren | Horizontale Barrieren |
© BVB-Verlagsgesellschaft mbH, 2019 Räumliche Barrieren | Ergonomische Barrieren | Anthropometrische
Texte: Monika Hiller, Barrieren | Sensorische Barrieren
Inklusionsbeauftragte der Stadt Bergisch Gladbach
Alle Angaben nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr oder Haftung für die Richtigkeit Das Zwei-Sinne-Prinzip (Quelle: DGUV) 11
und Vollständigkeit. Irrtümer vorbehalten.
Titel, Umschlaggestaltung, Fotos, Kartographien sowie Art und Anordnung des Inhalts
sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck – auch auszugsweise – ist nicht gestattet.
Visuelle Gestaltung | Auditive Gestaltung | Haptische Gestaltung
Alle Rechte vorbehalten.
In unserem Verlag erscheinen unter anderem Barrierefreies Wohnen 15
Informationsbroschüren aller Art,
Wirtschafts- und Gesundheitsmagazine, Außenanlage | Bewegungsflächen | Aufenthaltsräume | Küche |
Firmenbroschüren sowie Faltpläne und
sonstige kartographische Erzeugnisse.
Nassräume | Freisitze | Bedienelemente
Technische Hilfen 33
Beleuchtung und Bewegungsmelder | Steckdosen und Schalter |
Unser herzlicher Dank gilt auch der Stadt St. Augustin,
die große Teile der redaktionellen Texte zur Verfügung gestellt hat. Schwerhörigen- und Blindentelefon | Notfall- und Warnsysteme |
AAL (= ambient assisted living) | Technische Systeme zur
Monika Hiller, Inklusionsbeauftragte der Stadt Bergisch Gladbach
Unterstützung
Finanzierung37
Finanzielle Fördermöglichkeiten
Fürsorgliche Betreuung und
Pflege im eigenen Zuhause Schlussseite42
PROMEDICA PLUS Rhein-Berg-Süd
Andreas Stammler
Parkstr. 86 · 51427 Bergisch Gladbach Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
Telefon 0 22 04 -7 67 56 61 aus Gründen einer zügigen Lesbarkeit der Texte wurde auf die
a.stammler@promedicaplus.de weibliche Form erwähnter Personengruppen verzichtet.
www.promedicaplus.de/rhein-berg-sued Eine Diskriminierung der Leserinnen gegenüber den Lesern
geht damit nicht einher.
5VORBETRACHTUNG
Was ist eine Barriere? 8
Vertikale Barrieren 8
Horizontale Barrieren 9
Räumliche Barrieren 9
Ergonomische Barrieren 9
Anthropometrische Barrieren 9
Sensorische Barrieren 9
© auremar - Fotolia.com
Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse und Wünsche, den ei Hauses hinzunehmen oder diese aufwändig zu beseitigen, um ei
genen Wohnraum zu gestalten. Aber nicht nur die Wünsche der nen möglichst langen Verbleib in der eigenen Wohnung zu errei
Menschen sind verschieden, sondern auch die Voraussetzungen. chen. Andere machen sich auf die Suche nach einer neuen Woh
Lage und Alter der Gebäude, die Ausstattung der Wohnungen nung, die ihren (geänderten) Lebensverhältnissen Rechnung
und der Grad der Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, trägt. Sie ziehen in eine neue – zumeist aus Kostengründen klei
Ärzten und anderen Gesundheitseinrichtungen in der näheren nere – Wohnung in städtische Kernlagen, in denen die Versor
Umgebung der Wohnungen sind unterschiedlich. Nicht zuletzt gung mit Waren des täglichen Bedarfs und umfassende medizini
beeinflussen aber auch die persönlichen und finanziellen Verhält sche Versorgung in fußläufiger Nähe zur Wohnung gewährleistet
nisse der Bewohner, gleich ob es sich um Mieter oder Eigentümer und die Wohnung barrierefrei ist.
handelt, den jeweils notwendigen Wohnraum. Die Menschen In unserem Grundgesetz ist verankert, dass niemand wegen sei
möchten auch bei Bestehen oder späterem Eintreten einer Be ner Behinderung benachteiligt werden darf. Dieser Grundsatz
hinderung auf ihre vertraute Wohnung und ihr bekanntes Wohn zielt unmittelbar sowohl auf die Teilhabe aller Menschen an allen
umfeld nicht verzichten. Sie alle möchten dort leben, wo und wie öffentlichen Ereignissen als auch auf die Arbeits- und Wohnwelt
sie sich wohlfühlen. Barrieren verhindern dies oftmals. Daher sind ab. Diese Broschüre soll dazu dienen, einen Wegweiser zu geben,
sie gezwungen, bauliche Barrieren ihrer Wohnung oder ihres wie mit Hilfe einer Vielzahl gesetzlicher Vorschriften, Regelungen
7Vorbetrachtung
und Normen die Barrierefreiheit erreicht werden kann. Letztend Bewegungsfreiheit von Menschen, die mit dem Kinderwagen
lich sind es aber nur Eckpunkte. Die individuellen, persönlichen oder einem Rollator unterwegs ist, ist begrenzt.
Ansprüche sind ebenfalls zu berücksichtigen. Diese Menschen müssen bei der Errichtung von Bauwerken und
In der geltenden Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen baulichen Anlagen besonders berücksichtigt werden, um ihnen
ist vieles gesetzlich verankert, z. B., dass die Wohnungen eines die uneingeschränkte Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Wer
gesamten Geschosses – dabei wird es sich zumeist um das Erd allerdings körperlich und geistig fit ist und aktiv am Leben teil
geschoss handeln – von der öffentlichen Verkehrsfläche aus bar nimmt, für den ist es auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich,
rierefrei erreichbar und eingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar mit welchen Problemen die Betroffenen im Alltag kämpfen.
sein müssen. Außerdem ist festgelegt, dass in Gebäuden mit
Wohnungen der Gebäudeklassen 3 bis 5 (hierzu zählen in der Re Was ist eine Barriere?
gel Mehrfamilienhäuser) leicht und barrierefrei erreichbare Ab Der Duden definiert Barriere folgendermaßen: Absperrung,
stellflächen für Kinderwagen und Mobilitätshilfen sowie für jede die jemanden, etwas von etwas fernhält.
Wohnung eine ausreichend große Abstellfläche herzustellen sind.
Gebäude mit mehr als drei oberirdischen Geschossen müssen Was von dem Einzelnen als Hindernis empfunden wird, das hängt
Aufzüge in ausreichender Zahl haben. Ein Aufzug muss von der von den individuellen Fähigkeiten, aber auch der körperlichen
öffentlichen Verkehrsfläche und von allen Wohnungen in dem oder kognitiven Verfassung ab, die jeder mitbringt. Nur eine voll
Gebäude aus barrierefrei erreichbar sein. Von diesen Aufzügen umfänglich barrierefrei gestaltete Umwelt berücksichtigt die Be
muss in Gebäuden mit mehr als fünf oberirdischen Geschossen dürfnisse aller Menschen. Dieser Anspruch auf Gleichberechti
mindestens ein Aufzug Krankentragen, Rollstühle und Lasten auf gung ist sowohl in den UN-Menschenrechtskonventionen als
nehmen können und Haltestellen in allen Geschossen haben. Hal auch im deutschen Grundgesetz verankert. Alles, was den Einzel
testellen im obersten Geschoss und in den Kellergeschossen sind nen von einer gleichberechtigten Teilhabe ausschließt, verstößt
nicht erforderlich, wenn sie nur unter besonderen Schwierigkei gegen diesen Grundsatz.
ten hergestellt werden können. Führt die Aufstockung oder Nut Um sich der Frage nach der Barrierefreiheit von Gebäuden zu
zungsänderung eines Gebäudes dazu, dass nach Satz 1 ein Aufzug nähern, werden zunächst einmal die verschiedenen Arten von
errichtet werden müsste, kann hiervon abgesehen werden, wenn baulichen Barrieren betrachtet (Quelle: www.barrierefreie-
ein Aufzug nur unter besonderen Schwierigkeiten hergestellt immobilie.de):
werden kann.
Nach § 49 Abs. 1 BauO NRW müssen in Gebäuden der Gebäude Vertikale Barrieren
klasse 3 bis 5 mit Wohnungen die Wohnungen barrierefrei und
eingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar sein. Hierzu zählen alle Höhenunterschiede, die so groß sind, dass sie
Jeder Mensch stellt aufgrund seiner Beweglichkeit und seiner für einen Menschen, der im Rollstuhl sitzt, auf eine Gehhilfe an
Kraft bestimmte Anforderungen an die Umwelt. Spezielle Be gewiesen ist oder beispielsweise einen Kinderwagen schiebt,
dürfnisse an die bauliche Gestaltung haben Menschen, die schwer oder gar nicht überwindbar sind. Typische vertikale Barrie
körperlich oder kognitiv eingeschränkt sind. Aber auch die ren sind z. B. hohe Stufen, Bordsteinkanten oder Türschwellen.
8Vorbetrachtung
Horizontale Barrieren eine hohe, massive Brüstung, über die eine im Rollstuhl sitzende
Person nicht hinweg gucken kann, stellt für den Betroffenen eine
Der Begriff horizontale Barrieren umfasst alle baulichen Gege solche Barriere dar.
benheiten, die das Durchkommen erschweren oder unmöglich
machen. Ein klassisches Beispiel sind enge Türrahmen, die zu Sensorische Barrieren
schmal sind, um mit einem Rollstuhl oder einer Gehhilfe passiert
zu werden. Ist der Hör-, Seh- oder Tastsinn beeinträchtigt, wird die Orientie
rung für den Betroffenen erschwert. Zu den sensorischen Barrie
Räumliche Barrieren ren zählen deshalb schlechtes Licht, eine kontrastarme Gestal
tung, fehlende optische Hinweise für Menschen mit Hörbeein
Hiermit sind Räume und Bewegungsflächen z. B. vor Wasch trächtigung und Schilder mit zu kleinen Buchstaben, die mit
tischen gemeint, die für einen Rollstuhlfahrer zu eng sind, um sich einem eingeschränkten Sehvermögen nicht lesbar sind.
ohne fremde Hilfe zu drehen und damit die Richtung zu wechseln.
Auch aufgestellte Möbel und in den Raum hineinragende Ein- und
Anbauten schränken den Bewegungsraum ein.
Ergonomische Barrieren
© tatomm - shutterstock.com
Durch nachlassende Muskelkraft und eine sich verschlechternde
Feinmotorik sind besonders alte Menschen auf Haltegriffe ange
wiesen, um Bewegungen sicher auszuführen. Auch zusätzliche
Sitzgelegenheiten, die das Einlegen von Ruhepausen auf langen,
beschwerlichen Wegen ermöglichen, sind für sie oft notwendig.
Zu den ergonomischen Barrieren zählen deshalb fehlende Hand
läufe, nicht vorhandene Haltegriffe in der Dusche und im WC-Be
reich und fehlende Sitzgelegenheiten auf langen oder anstren
genden Strecken.
Anthropometrische Barrieren
Anthropometrische Barrieren treten immer dann auf, wenn Be
dienelemente und Objekte durch körperliche Beeinträchtigun
gen nicht erreicht werden können. Hierzu zählen Griffe, Schalter
und Armaturen, aber auch Schubladen und Schrankfächer. Auch
9t r i eb sg a s t r onomie
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KochWerk
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Kindergarte
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Wir sind Die Kette KochWerk gGmbH.
Wir stehen für regionale Betriebsgastronomie in zuverlässig hoher Qualität.
Wir stehen für abwechslungsreiche Verpflegung in Schulen und Kindergärten.
Wir stehen für Catering auf Augenhöhe – egal ob privat oder geschäftlich.
Aber vor Allem stehen wir für die Integration von Menschen mit Behinderung.
Als Tochter-Unternehmen der Die Kette e. V. ist unser erstes Ziel, Menschen mit Behinde-
rung in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Wir sind zudem zuverlässiger Partner des Die Kette KochWerk gGmbH
Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und wirtschaften als gemeinnützige GmbH sozial, Frankenforster Str. 21
nachhaltig und respektvoll. Wir stellen uns unserer Verantwortung unseren Mitarbeitern 51427 Bergisch Gladbach
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Unternehmen kennen.DAS ZWEI-SINNE-PRINZIP
Quelle: DGUV Visuelle Gestaltung – sehen 13
Auditive Gestaltung – hören 13
Haptische Gestaltung – tasten 13
© jdjuanci - Fotolia.com
Das Zwei-Sinne-Prinzip ist ein wichtiges Prinzip der barrierefreien die in ihrer Sehfähigkeit eingeschränkt oder blind sind, kann
Gestaltung von Gebäuden, Einrichtungen und Informationssyste aber auch der Tastsinn die Informationsübermittlung überneh
men. Nach diesem Prinzip müssen mindestens zwei der drei Sinne men. Durch Lesen von Brailleschrift bzw. tastbarer Normal
„Hören, Sehen und Tasten“ angesprochen werden. Die Informati schrift oder durch intelligente Wegeführungen durch tastbare
onsaufnahme über zwei Sinne ermöglicht eine Nutzung der bau Bodenleitsysteme finden sich Personen mit den genannten Ein
lichen Anlagen, Einrichtungen und Produkte für eine große An schränkungen zurecht.
zahl von Personen.
Das Prinzip ist auch für Menschen ohne Behinderungen eine Er
Bei einer barrierefreien Gestaltung von Gebäuden ist die Um leichterung und findet im Alltag Anwendung, z. B. bei Klingeltö
setzung des Zwei-Sinne-Prinzips konsequent einzuhalten. So nen und gleichzeitigem Vibrationsalarm eines Mobiltelefons.
müssen Alarmierungen zum Beispiel sowohl hör- als auch sicht
bar erfolgen. Da Gehörlose und schwerhörige Menschen akus Dabei ist es wichtig zu erkennen, dass mit dem Zwei-Sinne-Prinzip
tische Alarmsignale nicht wahrnehmen können, muss die Alar nicht alle Menschen Berücksichtigung finden (z. B. können bei
mierung auch optisch, z. B. durch Alarmlichter, wahrnehmbar auditiv-visuell angebotenen Informationen taub-blinde Personen
sein. Für Blinde gilt Entsprechendes umgekehrt. Bei Personen, die Information nicht wahrnehmen).
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12 Das Zwei-Sinne-Prinzip
Visuelle Gestaltung – sehen Haptische Gestaltung – tasten
Zur Orientierung im Raum sollen einfache Formen und Zeichen Mit den Händen tastbare Informationen zur Orientierung im
gewählt werden. Tastbare Displays, Schrift- oder Bildzeichen Raum sollen prägnant und wiedererkennbar sein. Dies kann bei
kommen hier häufig zum Einsatz. Durch dynamische und dimm spielsweise über die gewählte Form von Produkten wie einen Tür
bare Beleuchtungssysteme kann diese Veränderung mitunter gut griff erfolgen. Bodenbeläge sind dann für barrierefreies Bauen
ausgeglichen werden. So sollte ein Raum auch möglichst gleich gut geeignet, wenn die Struktur mit den Füßen zu tasten ist, bei
mäßig und ohne größere Helligkeitsunterschiede sowie ohne so spielsweise, wenn auf dem Boden angebrachte Noppen oder Rif
genannte Lichtflecken ausgeleuchtet werden. Darüber hinaus felungen eine Orientierung im Raum ermöglichen. Dabei sollten
sollte bei der Ausleuchtung von Räumen auch eine ausgewogene folgende Prinzipien berücksichtigt werden:
Schattigkeit angestrebt werden, die die räumliche Wahrnehmung
und Erkennbarkeit von Oberflächenstrukturen unterstützt. Dies » Die Form und die Funktion eines Gestaltungselementes sollen sich
wird erreicht durch ein ausgewogenes Verhältnis von gerichteten gegenseitig entsprechen, z. B. Türgriffe oder Not-Aus-Schalter.
und diffusen Lichtquellen. Nicht zuletzt wird die Lichtatmosphä Räumliche Orientierungshilfen, die auf dem Prinzip des Erfühlens be-
re eines Raumes geprägt durch die Lichtfarbe und die Farbwieder ruhen, sollen sich vom Umfeld beispielsweise durch Form, Material,
gabeeigenschaften des Lichtes. Das Wohlbefinden im Raum wird Härte oder Oberflächenrauigkeit unterscheiden. Dies erleichtert das
dadurch entschieden beeinflusst. Ertasten mit den Händen, Füßen oder einem Langstock. Die Ober-
Kontrastarme Räume bewirken bei Menschen mit Sehbehinde flächen verwendeter Materialien sollen die Funktion des Gestaltungs-
rungen häufig eine Verunsicherung und Desorientierung. Darum elements erkennen lassen, beispielsweise durch unterschiedliche Ober-
sollten Böden und Wände stets in deutlichem Hell-Dunkel-Kon flächenstrukturen bei Laufflächen, Tastflächen oder Griffzonen.
trast zueinander gestaltet werden. Auch Türen, Zargen, Fenster,
Treppen und Aufzüge sollten sich stets kontrastreich von den » Schrift- oder Bildzeichen, Pläne und andere Informationsträger sollen
Wänden abheben. leicht ertastet werden können. So sollte die Erhabenheit dieser Infor-
Kontrastreich bedeutet hierbei einen eindeutigen Unterschied in mationen 0,8 bis 2 mm stark sein, damit ein Ertasten mit den Fingern
der Wiedergabe der Farbhelligkeiten. gut möglich ist. Die Größe von erhaben gesetzten Zeichen sollte min-
destens 13 bis 25 mm betragen. Scharfe Kanten sollten jedoch wegen
Auditive Gestaltung – hören der Gefahr von Schnittverletzungen unbedingt vermieden werden.
Integrierte Blindenschriftzeichen (Braille-Schrift) sollten zusätzlich
Die Hörfähigkeit nimmt häufig im Alter ab. Akustische Informa eingesetzt werden. Mit dem Langstock ertastbare Bodenindikatoren
tionen wie beispielsweise Töne oder Tonfolgen sollten daher auf sollen als durchlaufende Streifen oder punktuell rechteckige Felder
eine eindeutige und leichte Unterscheidbarkeit angelegt sein, z. B. ausgeführt werden.
Warnsignale. Bei Sprachinformationen ist auf eine einwand- und
störungsfreie Verständlichkeit der Sprache zu achten.
13BETREUTES WOHNEN UWE BAAK
Ambulant Betreutes Wohnen
Ferrenbergstraße 12 | 51465 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202 959410 | Fax: 02202 9594119
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Rheinisch-Bergischer Kreis und Umgebung
Unsere Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag 09.00 bis 16.30 Uhr
Freitag: 09.00 bis 14.00 Uhr
Samstag und Sonntag: geschlossen
ARBEITSANSATZ UND ZIELSETZUNG
Wir möchten mit Ihnen gemeinsam Wege finden,
ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Das bedeutet:
• Die Förderung größtmöglicher Eigenverantwortung
und Selbstständigkeit steht im Mittelpunkt
• Die Kooperation mit allen Hilfssystemen soll Ihnen
die bestmögliche Unterstützung bieten.
• Dazu gehören: Beratungsstellen, Ärzte, Kliniken, Thera-
peuten, gesetzliche Betreuer sowie Ämter und Behörden.
• Die Förderung von Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und
die Vernetzung mit Vereinen und Trägern, die dies ermöglichen
• Die gemeinsame Herausarbeitung von Kompetenzen und Re-
ssourcen zur adäquaten Einbindung in den lokalen ArbeitsmarktBARRIEREFREIES WOHNEN
Außenanlage 15
Bewegungsflächen 16
Aufenthaltsräume 19
Küche 20
Nassräume 21
Freisitze 27
Bedienelemente 29
© KariDesign - shutterstock.com
Die Anforderung an barrierefreies Bauen in Wohngebäuden Außenanlage
richtet sich nach DIN 18040-2. Innerhalb von Wohnungen wird
unterschieden zwischen: Auch die komfortabelste barrierefrei gestaltete Wohnung muss
ohne Barrieren, d. h. ohne Stufe und ohne seitliche Einengung von
» barrierefrei nutzbaren Wohnungen (sog. B(asis)-Standard) der öffentlichen Verkehrsfläche aus erreichbar sein. Bestenfalls ist
» barrierefreie und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbare der Hauszugang ebenerdig zur Straße oder zum PKW-Stellplatz
Wohnungen (sog. R(ollstuhl)-Standard) hin angeordnet. Ist jedoch ein Höhenunterschied zwischen Straße/
Stellplatz und Hauseingang vorhanden, muss überprüft werden,
Die Grundlage für die uneingeschränkte Rollstuhlnutzbarkeit ob dieser Höhenunterschied mittels einer Rampe oder durch eine
bildet der Standardrollstuhl (B x H = max. 70 x 120 cm). Für mechanische Hebevorrichtung überwunden werden kann. Sind
spezielle Wohnnutzungen bzw. Nutzergruppen können zusätz z. B. gravierende Eingriffe in die Aufteilung eines mehrgeschossi
liche Anforderungen notwendig sein. Die Norm gilt für Neubau gen Wohnhauses grundsätzlich nicht möglich, kann die Verlegung
ten und sollte sinngemäß für Umbauten und Modernisierungen des Hauseingangs in ein anderes Geschoss oder auf eine andere
Anwendung finden. Weitere hilfreiche Tipps zu den folgenden Gebäudeseite eine sinnvolle Lösung darstellen, um einen barriere
Themen gibt die Internet-Seite www.nullbarriere.de freien Zugang zum Haus oder einer Wohnung herzustellen.
15Barrierefreies Wohnen
Rampen und Aufzüge soll der Parkplatz möglichst in der Nähe des Hauseingangs ange
Für die Gestaltung einer Rampe gilt vor allem, dass sie nicht mehr ordnet werden und ausreichend hell beleuchtet sein.
als 6 % Steigung/Gefälle haben darf. Berechnet wird die Länge
der Rampe, wie folgt: Bewegungsflächen
» Zu überwindende Höhe*100/Steigung (Gefälle) Eine barrierefreie Wohnung muss nicht zwingend auch rollstuhl
Beispiel: Bei 6 % Steigung und einem Höheunterschied von 45 cm gerecht gestaltet sein. Denn die Anforderungen an die Bewe
(entspricht etwa 3 Stufen á 15 cm) ergäbe sich somit eine Rampen- gungsflächen innerhalb einer Wohnung sind für einen Rollstuhl
länge von 7,5 m. fahrer höher als bei einer barrierefreien Grundrissplanung. An
hand der Anforderungen an die lichte Türbreite wird deutlich,
Dabei muss eine für einen Rollstuhlfahrer nutzbare Rampe in dass Türen innerhalb einer barrierefrei gestalteten Wohnung mit
Wohngebäuden außerdem mindestens 1,20 m breit sein (lichtes einer Mindestbreite von 80 cm auskommen. Für eine rollstuhl
Maß) und an den Enden einer Rampe muss jeweils eine Bewe gerechte Wohnung gilt jedoch ein Mindestmaß der Öffnung von
gungsfläche von 1,50 x 1,50 m angeordnet werden. Die einzelne 90 cm (lichtes Maß). Im Vergleich kann man also festhalten, dass
Länge einer Rampe darf nicht mehr als 6 m betragen, andernfalls an eine rollstuhlgerechte Wohnung höhere Anforderungen als an
ist ein Zwischenpodest von 1,50 m Länge erforderlich. Quernei eine barrierefreie Wohnung gestellt werden.
gungen sind unzulässig. Diese Bewegungsfläche bietet Rollstuhl
fahrern ausreichenden Spielraum für die Nutzung der Rampe und Hauseingang
mögliche Richtungsänderungen. Rampen sollten zudem auf bei Vor der Hauseingangstüre muss eine ausreichend große Bewe
den Seiten über Handläufe (Höhe Oberkante 85 – 90 cm) und gungsfläche vorgehalten werden. Bei Einfamilienhäusern ist meist
Radabweiser (Höhe 10 cm) verfügen. Wenn das Anlegen einer eine freie Fläche von 1,20 x 1,20 m als ausreichend anzusehen.
Rampe zum Hauseingang nicht möglich sein sollte, weil der Platz Für Rollstuhlfahrer ist eine Fläche von 1,50 x 1,50 m ausreichend.
vor dem Haus nicht ausreicht oder die zu überwindende Höhen Der Zugang zur Haustüre soll ohne Stufen und Schwellen gestaltet
differenz zu groß ist, ist die Anbringung eines Plattformlifts gut sein. Mit einem Rollstuhl können Schwellen von maximal 2 cm
geeignet, um auch Rollstuhlfahrern einen ungehinderten Zugang Höhe überwunden werden. Der Hausflur darf nicht schmaler als
zum Haus zu ermöglichen. Für den privaten Wohnungsbau gibt es 1,20 m sein; eine Breite von 1,50 m ist jedoch für einen Rollstuhl
inzwischen verschiedene platzsparende Aufzugssysteme, die kei fahrer erheblich besser geeignet. Der Zugang zum Haus muss
nen Maschinenraum benötigen, sondern lediglich eine tragende leicht auffindbar sein. In der Praxis bedeutet dies eine visuell kon-
Wand. Dadurch sind sie auch für einen nachträglichen Einbau gut trastreiche Gestaltung von Bodenbelägen und Wandoberflächen
geeignet. im Eingangsbereich. Durch eine helle Tür mit dunklen Umgebungs
flächen (Zarge oder Wandfarbe) kann diese Vorgabe umgesetzt
Stellplätze werden. Auch taktil erfassbare deutlich unterschiedliche Boden
Ein Parkplatz, der von Menschen mit Behinderung genutzt wer beläge sind geeignet, Menschen – insbesondere mit Sehbehinde
den soll, muss mindestens 3,50 m breit und 5 m lang sein. Dabei rungen – eine selbständige Bewegung im Haus zu ermöglichen.
16Barrierefreies Wohnen
Hauseingangstüren müssen auch mit geringem Kraftaufwand Treppenstufe erleichtert Blinden und Sehbehinderten die Orien
geöffnet werden können. Für Mehrfamilienhäuser sind sowohl tierung in Gebäuden. Über die zusätzliche Anbringung von Infor
Türen mit automatischem oder kraftunterstütztem Türantrieb mationen in Braille- und Reliefschrift am (Treppen-)handlauf im
als auch Tastschalter zum Öffnen sinnvoll. Bedienelemente wie Eingangsbereich und im Treppenhaus können den Sehbehinder
z. B. Klingel, Lichtschalter, Türdrücker und -griffe oder Schließ ten darüber hinaus wichtige Informationen zur Orientierung im
zylinder müssen in einer Höhe von 85 cm vom Boden aus mon Gebäude gegeben werden.
tiert werden, in begründeten Einzelfällen bis zu 105 cm. Die
ses Maß gilt auch für die Anbringung von Briefkästen. Aufenthaltsräume
Treppenraum Die Höhe einer undurchsichtigen (geschlossenen) Fensterbrüs
Treppen sind vertikale Barrieren. Für stark mobilitätseinge tung von Wohnräumen in barrierefreien Wohnungen soll 0,60 m
schränkte Menschen oder Rollstuhlfahrer stellt schon nur eine Höhe über dem Fußboden nicht überschreiten, um einem Roll
einzige Stufe am Hauseingang ein unüberwindbares Hindernis stuhlfahrer einen ungehinderten Ausblick zu ermöglichen. Dabei
dar. Sie sind auf einen Aufzug, eine Rampe oder eine Hebevor ist auch wichtig, dass die Fenster- oder Türbeschläge in einer
richtung angewiesen. Sind Treppenstufen zum Haus- oder Woh Höhe von etwa 85 bis maximal 105 cm über dem Fußboden an
nungseingang vorhanden, sollten beidseitig Handläufe (Höhe gebracht sind, der Fenstergriff also eine Bedienung vom Rollstuhl
Oberkante 85 – 90 cm) angebracht werden. Eine waagerechte aus ermöglicht.
Weiterführung der Handläufe über die jeweils letzte Stufe hinaus Die Anbringung einer Absturzsicherung vor zu öffnenden
ist empfehlenswert. Eine Unterschneidung bei schrägen Setzstu Fenstern – insbesondere bei bodentiefen Fenstern oder so
fen ist nur bis maximal 2cm zulässig. Eine kontrastreiche, farbige genannten französischen Balkonfenstern – muss allerdings auch
und taktile Hervorhebung der obersten und untersten beachtet werden.
© Chutima Chaochaiya - shutterstock.com © iceteastock - Fotolia.com © JSB - Fotolia.com
17Soziale Dienste und Einrichtungen
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und/oder suchtkranke Menschen (BeWo)
Lebensfreude teilen, erfahren und zurückgewinnen,
das ist ein Ziel der Betreuung von BeWo Lebensfreu(n)de.
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WOHNEN ARBEIT SOZIALE BEZIEHUNGEN
Häusliche Pflege, Beratung, Hauswirtschaft, Betreuung
Eingliederungshilfe (gem. persönlichem Budget)
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Mobil: 0176 / 47 87 99 34 · E-Mail: jantschik@bewo-lebensfreude.de
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18Barrierefreies Wohnen
Es wird empfohlen, den Einbau von Verschattungssystemen zur nachgedacht werden, da diese höhenverstellbar sind und mehr
Regulierung des Licht- und Sonneneinfalls bei großen oder nach fach geteilte und individuell verstellbare Liegeflächen haben.
Süden ausgerichteten Fensterflächen wie z. B. Jalousien oder Dass gerade auch am Bett für eine ausreichende und leicht er
Rollläden frühzeitig einzuplanen und entsprechend haustech reichbare Beleuchtung gesorgt werden muss, sollte schon früh
nisch vorzuhalten. Die KfW gibt für die Beurteilung der Förder zeitig in die Planungen möglicher Variationen der Raumauftei
würdigkeit einer altersgerechten Wohnung eine Mindestraum lung und damit in die Planung der Elektroinstallation einfließen.
größe von 14 m² für Aufenthaltsräume vor. Dies erspart spätere kostenintensive Umbaumaßnahmen.
Am Bett sollte außerdem eine gut erreichbare und ausreichend
Ein Wohnzimmer, das für einen Menschen mit motorischen Ein große Ablage angebracht werden. Hier können ein Telefon und
schränkungen bequem nutzbar sein soll, sollte einen annähernd eventuell eine Notrufanlage aufgestellt werden. Ein besonderes
rechtwinkligen Zuschnitt haben, um eine übersichtliche Möblie Augenmerk sollte auch auf die Gestaltung von Türen verwendet
rung zu ermöglichen und Bewegungsflächen zu bündeln. werden, da im Flucht- und Rettungsfall wichtig ist, dass Türen
Die Möbel, insbesondere beispielsweise ältere bereits vorhande deutlich zu erkennen und leicht zu öffnen sind. Die Gestaltung
ne Sitzmöbel, können mit Holzklötzchen oder speziellen Distanz der Wand mit der Türe sollte kontrastreich gehalten sein, z. B.
stücken, die im Fachhandel erhältlich sind, erhöht werden. Dies eine helle Wand mit einer dunklen Zarge oder ein heller Türflügel
erleichtert den Bewohnern das Aufstehen und Hinsetzen. Und so
können eigene Möbel noch lange gut genutzt werden.
Die Anzahl und Qualität der Lampen in Aufenthaltsräumen bar
rierefrei gestalteter Wohnungen sollte zielgerichtet und hinsicht
lich der Lichtstärke individuell regulierbar sein. Sinnvoll ist eine
Raumausstattung mit mehreren und verschiedenen Lichtquellen,
um dem Bewohner eine möglichst breite Vielfalt für die lange Zeit
der Nutzung seiner eigenen vier Wände anbieten zu können.
Denn auch durch den Einsatz von Licht können seine Stimmungs
lagen und Nutzungsabsichten beeinflusst werden. Das Schlafzim
mer wird im Falle eintretender Bettlägerigkeit und Pflegebedürf
tigkeit zur Drehscheibe der Aktivitäten des Bewohners. Deshalb
sollen Schlafräume beispielsweise eine Mindestbreite von 3,00 m
aufweisen. Diese Mindestbreite garantiert eine freie seitliche Zu
gänglichkeit zum Bett oder Pflegebett. Günstige Raumabmes
sungen unterstützen also auch die tägliche Pflege des Bewohners.
Dabei sollte frühzeitig – also möglicherweise schon vor Eintritt
eines Pflegegrades – über die Anschaffung eines Pflegebettes
© Halfpoint - Fotolia.com
19Barrierefreies Wohnen
mit einer dunklen Hauptschließkante und dunklem Beschlag.
Ganzglastüren und großflächig verglaste Türen sollen mit Sicher
heitsmarkierungen deutlich wahrnehmbar gemacht werden.
Den Boden- und Wandbelägen der Aufenthaltsräume sollte bei
der Planung auch eine hohe Aufmerksamkeit entgegengebracht
werden. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Auswahl der Ma
terialien, Farben und Oberflächenstrukturen. Bodenbeläge sollen
eben, rutschsicher, gut begehbar und mit einem Rollator oder
Rollstuhl gut befahrbar sein und dürfen sich nicht statisch aufla
den. Sie sollten leicht zu reinigen und fußwarm sein. Reflexionen
und verwirrende Muster von Bodenbelägen sollen vermieden
werden. Auch die Unterstützung einer guten Raumakustik durch
den verwendeten Bodenbelag ist wichtig, um beispielsweise län
gere Nachhallzeiten zu vermeiden.
Küche
© svetlana larina - Fotolia.com
Jede Wohnung muss schon aus bauordnungsrechtlichen Gründen
neben einem Bad und einem WC auch eine Kochnische oder eine Rollstuhlfahrern bei der Bewältigung dieser Aufgaben. Die Unter
Küche aufweisen. Ist eine Küche barrierefrei nutzbar, trägt dies fahrbarkeit wird gewährleistet, indem unter der Küchenzeile keine
entscheidend dazu bei, Menschen mit Behinderung lange Zeit eine Möblierung vorgesehen wird. Die Maße dieses freien Raumes sol
eigenständige Lebensführung zu ermöglichen. Für den Umbau ei len etwa 70 cm Höhe vom Boden aus, mindestens 30 cm Tiefe
ner vorhandenen Küche zu einer barrierefreien Küche ist eine Tie (unter der Arbeitsplatte und ggf. auch unter Schränken) und min
fe der Bewegungsfläche von mindestens 1,20 m vor allen Küchen destens 90 cm Breite betragen. Auf die Unterfahrbarkeit des Spül
möbeln erforderlich. Die Tiefe der Bewegungsfläche im Falle Kü beckens sollte besonderes Augenmerk gelegt werden. Elektro
che einer Nutzung durch Rollstuhlfahrer liegt bei einem nisch steuerbare Oberschränke, die auf- und abgesenkt werden
Mindestmaß von 1,50 m. Insbesondere für Seniorenwohnungen können, sind für eine Küche, die von einem Rollstuhlfahrer genutzt
ist die Zusammenlegung von Koch-, Ess- und Wohnbereich von wird, besonders gut geeignet. Die Arbeitsplatte einer Küche sollte
Vorteil, weil sich die Bewegungsflächen von Küchenzeile und Sitz eine Gesamttiefe von 60 cm nicht überschreiten und bei einer
platz überlagern dürfen. So wird Raumvolumen eingespart. Es Höhe von 80 bis 85 cm vom Boden aus angeordnet werden. Liegt
sollte bei der Planung der Küchenunterzeile, wenigstens beim Ar ein Fenster über der Arbeitsfläche oder Küchenzeile, sollte es mit
beitsplatzbereich auf Beinfreiheit oder sogar Unterfahrbarkeit mit einer elektronischen Steuerung zum Öffnen und Schließen aus
einem Rollstuhl geachtet werden. Dies hilft Menschen, die sich zur gestattet werden. Bei der Bestimmung der Anzahl von Steckdosen
Bewältigung täglicher Hausarbeiten hinsetzen müssen oder auch und deren Anordnung ist gerade in der Küche darauf zu achten,
20Barrierefreies Wohnen
dass möglichst viele Steckdosen eingesetzt werden, weil das Um Der Waschtisch
stecken eines Steckers Menschen mit Behinderungen oder älteren Vor dem Waschtisch muss eine Bewegungsfläche von mindestens
Menschen häufig große Schwierigkeiten bereitet. 90 cm Breite und 1,20 m Tiefe vorhanden sein, bei Rollstuhlnut
zung sogar 1,50 m Tiefe. Der seitliche Abstand vom Waschtisch
Nassräume zur Wand darf nicht weniger als 25 cm betragen.
Der Waschtisch in einem rollstuhlgerechten Bad muss unterfah
In jeder Wohnung muss ein Bad und ein WC vorhanden sein. Die ren werden können. Der freie Raum unter einem solchen Wasch
nachträgliche Herstellung eines barrierefreien Bades oder WC tisch hat mindestens 67 cm Höhe. Außerdem soll der freie Raum
kann mit hohen Baukosten verbunden sein. Manchmal sind sol mindestens 30 cm tief und 90 cm breit sein. Es dürfen keine Bau
che Maßnahmen mit wesentlichen Eingriffen in die vorhandene teile wie ein Siphon oder eine Wasserleitung in diesen freien
Bausubstanz verbunden, wenn beispielsweise Wände beseitigt, Raum hineinragen. Um eine Verletzungsgefahr des Nutzers aus
versetzt oder neue eingezogen werden müssen. So lässt sich häu zuschließen, empfehlen sich Waschtische in einer Tiefe von 55 cm.
fig ein barrierefreies Bad oder WC nur durch Änderung der ge
samten Raumgeometrie einer Wohnung oder eines Hauses über
haupt herstellen. Ohne ein wenigstens barrierefreies – oder sogar
von Rollstuhlfahrern nutzbares – Bad und WC ist ein selbststän
diges Wohnen für Menschen bei Vorliegen einer gravierenden
Behinderung jedoch grundsätzlich nicht möglich. Darum wird
auch in dieser Broschüre die Barrierefreiheit von Bad und WC ge
nauer als bei anderen Räumen behandelt.
Das Bad
Auch sehr kleine Bäder von nur 4 m² lassen sich oft schon barrie
refrei gestalten. Dann ist der Verzicht auf eine Badewanne aller
dings unerlässlich. Ein solches Mini-Bad kann mit einer boden
gleichen Dusche, einem WC und einem unterfahrbaren Wasch
tisch ausgestattet werden. Die für eine barrierefreie Gestaltung
erforderlichen Bewegungsflächen im Bad dürfen sich überlagern;
dabei ist eine Bewegungsfläche in der Größe von mindestens 1,20
x 1,20 m vor jedem Barrierefreies Bad nach Umbau zu berück
sichtigen, für Rollstuhlfahrer 1,50 x 1,50 m. Um ein Bad mit WC
rollstuhlgerecht zu gestalten, sollten mindestens 6 bis 8 m²
Grundfläche für das Bad zur Verfügung stehen.
© Jenny Sturm - shutterstock.com
21Idee & Gestaltung: www.jpmk.de www.wfbm-lev.de
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24Barrierefreies Wohnen
Das WC Die Badewanne
Vor dem WC muss eine Bewegungsfläche von mindestens 90 cm Sollte der Einbau einer Badewanne gewünscht werden, so kann
Breite und 1,20 m Tiefe vorhanden sein (bei Rollstuhlnutzung dies bei einem Mini-Bad von weniger als 4 m² Grundfläche nicht
1,50 m). Der seitliche Abstand vom WC zur Wand soll mehr als realisiert werden, wenn darüber hinaus das Kriterium Barriere
20 cm betragen. Der WC-Sitz sollte in einer Höhe von 46 bis freiheit erfüllt werden soll.
48 cm über dem Boden angebracht werden. Die herkömmliche Badewannen sollten mit einem Liftersystem ausgestattet sein.
Höhe des WC-Sitzes hingegen beträgt oft nur 38 cm. Eine sichere Sinnvoll ist dann, ein mobiles Liftersystem zu wählen, mit dem die
selbstständige Benutzung des WCs bei Vorliegen körperlicher Be Badewanne unterfahren werden kann. Die Höhe des Badewan
einträchtigungen wird deutlich erhöht, wenn ein – idealerweise nenrandes soll höchstens etwa 50 cm über dem Fertigfußboden
sogar beidseitiger – seitlicher klappbarer Haltegriff an der Wand liegen.
angebracht ist. Schon bei der Planung eines neuen Bades sollten An Wänden oberhalb der Badewanne ist die Anbringung von seit
die Möglichkeiten zur Anbringung von senkrechten und waage lichen Stütz- oder Haltegriffen zu empfehlen. Alternativ können
rechten Stütz- und Haltegriffen überprüft werden und ggf. ent Badewannen mit seitlichem Türeinstieg eingebaut werden.
sprechende bauliche Vorkehrungen getroffen werden. Bei einem
späteren Badausbau mit Leichtbauwänden sind diese sinnvollen
Ausstattungselemente nämlich nur noch mit erhöhtem Aufwand
zu realisieren.
Die Dusche
Der Duschplatz soll niveaugleich zu den angrenzenden Bodenflä
chen gestaltet sein und sollte mindestens 1,20 x 1,20 m groß sein.
Für eine Rollstuhlnutzung gilt eine Fläche von 1,50 x 1,50 m als
ausreichend.
Eine Absenkung (Neigung) der Duschfläche zum Wasserablauf
darf nicht mehr als 2 % betragen. Als Duscharmatur (mit Hand
brause) ist eine Einhebelarmatur empfehlenswert. Sie sollte in
einer Höhe von 85 cm angebracht werden. Und der Bodenbelag
der Dusche muss mindestens rutschhemmend sein. Darüber hin
aus ist der Einbau eines Dusch-Klappsitzes mit einer Sitzhöhe von
46 bis 48 cm über dem Boden zu empfehlen, ergänzt durch beid
seitig davon angebrachte klappbare Stützgriffe mit einer Ober
kante, die 28 cm über der Sitzhöhe liegt. Auch an den Wänden
der Dusche ist die Anbringung von Stütz- oder Haltegriffen sehr
zu empfehlen. © ake1150 - Fotolia.com
25Soziale Dienste und Einrichtungen
Würdevoll zu Hause weiterwohnen. Auch im Alter.
Mit einer 24-Std-Betreuung aus der EU. Pflege24NRW ist seit 2005 für Sie da.
Das Büro „Bergisches Land“ aus Overath hilft. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen
Termin vor Ort. Andreas Mahro freut sich Ihnen helfen zu können.
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Breslauer Str. 65 Tel.: 02206 6085757
51491 Overath A.Mahro@Pflege24NRW.de
Bergisch Gladbach, Stadt (5142902) 66847_c
Oase – Assistenzleistungen für Menschen mit Handicap – e.V.
Eine Alternative zum stationären Wohnen! – Wir leben Teilhabe!
Oase e.V. wurde 2015 gegründet mit dem Gedanken, Menschen mit Behinde- Dabei sind wir in der Lage, Menschen in unterschiedlichen Wohn- und Lebenssi-
rung eine Wohn-Alternative zum Wohnen in einer stationären Einrichtung an- tuationen zu unterstützen. Zu unseren Klienten gehören deshalb Menschen mit
bieten zu können. Ein Grundgedanke des Vereins ist es heute wie früher, unseren Behinderung, die sich selbst in einer Wohngemeinschaft zusammengefunden
Klienten und MitarbeiterInnen eine hervorragende Begleitungssituation zu bie- haben (hier gibt es zurzeit 3 WGs, die wir begleiten) oder auch alleinlebende
ten, die es möglich macht, die persönlichen Bedarfe unserer Klienten auf eine Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung auf Unterstützung
sehr zugewandte und persönliche Weise abzudecken. angewiesen sind. Wir bieten unsere Unterstützungsleistungen dabei sowohl für
Menschen an, die eine umfassende 24-Stunden-Begleitung benötigen als auch
Da wir seit November 2018 anerkannter Anbieter für das „Betreute Wohnen“ für solche, die nur wenige Stunden in der Woche brauchen.
sind, können wir neben Assistenzleistungen im Freizeit- Haushalts- oder Pflege-
bereich mittlerweile auch qualifizierte Fachleistungen anbieten, mit denen wir Da die Oase selbst keinen Wohnraum anbietet, ist die Voraussetzung einer Be-
unseren Klienten die Möglichkeit bieten, sich nach ihren eigenen Vorstellungen gleitung das private Anmieten der Wohnungen durch die Klienten.
weiterzuentwickeln. Voraussetzung dafür ist der sogenannte Individuelle Hilfe-
plan (oder künftig „BEI NRW“), mit dem die einzelnen Leistungen beim Land- Der Alltag in den Wohngruppen ist so gestaltet, dass jeder Klient im Rahmen sei-
schaftsverband Rheinland beantragt und mit diesem vereinbart werden. Die ner Wünsche und Möglichkeiten wohnen und sich wohlfühlen darf, dabei aber
Oase arbeitet zurzeit ausschließlich für Klienten, die das sogenannte „Persön- auch gefordert und gefördert wird.
liche Budget“ für sich beantragt haben: hier sind der Klient, bzw. die gesetzliche Alltag heißt auch hier: Hausarbeiten erledigen, Essen machen, Hobbies erleben,
Betreuung direkte Vertragspartner und Leistungsempfänger des LVR. gemeinsam feiern, aber auch: Sport, Tanzen, Museumsbesuche u.ä.. Notwendi-
ge Begleitungen übernimmt die Oase.
Seit 2018 ist Oase e.V. zusätzlich noch als anerkannter Anbieter zur Unterstüt-
zung im Alltag nach der „Verordnung über die Anerkennung von Angeboten zur Auch als Arbeitgeber sind wir bemüht, unseren ArbeitnehmerInnen einen attrak-
Unterstützung im Alltag und Förderung der Weiterentwicklung der Versorgungs- tiven Arbeitsplatz anzubieten und dies durch Supervision, einer externen Be-
struktur in Nordrhein-Westfalen“ (AnFöVO). Hierdurch ist Oase e.V. in der Lage, ratungsmöglichkeit in Form eines arbeitspsychologischen Dienstes sowie einer
auch Menschen adäquat zu helfen, die lediglich stundenweise Unterstützung im engen Zusammenarbeit im Team positiv zu gestalten. Unser Leitgedanke ist es,
Alltag benötigen, und dies direkt über die zuständigen Pflegekassen abzurechnen. die Arbeit vor Ort am Klienten so zu gestalten, dass die ArbeitnehmerInnen einem
Belastender Schriftverkehr entfällt somit für den hilfesuchenden Menschen. Minimum an körperlicher und vor allem psychischer Belastung ausgesetzt sind.
Kontakt: verwaltung@oase-bgl.com · www.oase-bgl.de · Tel. 02202 1296880
26Barrierefreies Wohnen
Sonstige Anforderungen an Nassräume Rollstuhlfahrer 1,50 x 1,50 m) darf weder von Blumenkästen
Die Badezimmertüre muss nach außen aufschlagen. Damit wird noch sonstiger Möblierung eingeengt sein. Auch Türschwellen
sichergestellt, dass die Tür nicht von innen blockiert werden kann, von gerade einmal 2 cm Höhe sind von vielen Rollstuhlfahrern
sollte der Badnutzer bewusstlos werden, auf dem Boden zusam praktisch nicht mehr ohne fremde Hilfe zu überwinden und soll
mensinken und die Türe von innen blockieren. Türen von Sanitär ten daher gänzlich vermieden werden. Höhenunterschiede von
räumen müssen im Falle einer Verriegelung von der Innenseite nur wenigen Stufen oder kleine Geländesprünge in den Außen
außerdem auch von außen geöffnet werden können (Not- und anlagen eines Grundstücks können oft mittels fest eingebauter
Gefahrenfunktion). Armaturen von Duschen, Badewannen und oder mobiler Rampen aus Hartgummi oder gefalztem Stahl über
Waschbecken sollen, wie schon beschrieben, als Einhe wunden werden. Um auch Rollstuhlfahrern eine möglichst unge
bel-Dusch-Armaturen eingebaut werden, deren Hebel im Ruhe hinderte Sicht in den Garten oder auf die Straße zu ermöglichen,
zustand nach unten weisen. Durch diese Maßnahme wird der Ver sollen Brüstungselemente von Balkon oder Terrasse maximal
letzungsgefahr von Sehbehinderten bei der Badbenutzung 60 cm hoch in undurchsichtigem Material wie Holz, Beton oder
entgegengewirkt. als Mauer gestaltet sein. Oberhalb dieses Teils der Brüstung soll
Über einem Waschtisch ist die Anbringung eines Kippspiegels der Blick in den Garten oder auf die Straße durch eine offene Ge
sinnvoll. Alternativ hierzu kann jedoch ein Spiegel, der senkrecht staltung z. B. über ein Metallgeländer oder eine vertikale Vergla
bis auf die Oberkante des Waschtischs herunterreicht, senkrecht sung gewährleistet werden. Die obere Kante des Sichtschutzes/
an der Wand angebracht werden. Dies ist besonders für kleine Geländers muss aus Gründen der Absturzsicherung mindestens
Menschen oder Rollstuhlnutzer komfortabel und solche Spie- 90 cm über dem Bodenbelag des Freisitzes angeordnet werden.
gel sind meistens wesentlich kostengünstiger als klappbare Ist ein Mensch in seiner Mobilität stark eingeschränkt, kann sich
Badezimmerspiegel. sein Leben überwiegend in den eigenen vier Wänden abspielen,
Der Einbau eines Notrufsystems in Bad und WC ist auch in somit nimmt die Möglichkeit, die eigene Umgebung, Natur und
Wohnungen oder Einfamilienhäusern sehr sinnvoll. Wichtig ist das soziale Leben im öffentlichen Raum von der Wohnung aus zu
hierbei, dass das Notrufsystem auch vom Boden erreichbar ist. Im beobachten, eine hohe Bedeutung ein.
Umfeld des Waschtischs sollten mindestens drei Steckdosen ange- Zur Vermeidung von Wasserschäden am Übergang des Innenrau
bracht werden, um ein häufiges Umstecken von Elektrogeräten mes zum Freisitz ist zu empfehlen, Balkone oder Terrassen zu
zu vermeiden. überdachen und unmittelbar vor der Türschwelle auf der Außen
seite eine Ablaufrinne für Niederschlagswasser anzuordnen. So
Freisitze wohl auf den Spritzwasserschutz als auf die Rückstaufreiheit bei
der Entwässerung ist bei der Planung und der handwerklichen
Gerade für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen hat die Ausführung zu achten. Die Überdachung eines Balkons, einer Ter
selbstständige Nutzung eines Balkons, einer Terrasse oder einer rasse oder eines sonstigen Freisitzes unterstützt nicht nur das
Loggia große Bedeutung für ihre Lebensqualität. Der individuelle Fernhalten von Wasser von Innenräumen, sondern ist außerdem
Platzbedarf für solche Flächen ist jedoch sehr verschieden. sehr gut geeignet, dem Wohnungsnutzer einen witterungsunab
Die Bewegungsfläche (mindestens 1,20 x 1,20 m und für hängigen Aufenthalt im Freien zu ermöglichen.
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