Wir Wirken - Bundesverband der ...
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Vorwort
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das Bundesgesundheitsministerium ist im Liefermodus. Kein anderer
Minister hat in so kurzer Amtszeit so viele Gesetzgebungsprozesse in Gang
Für den BPI ist die gesetzt, wie Jens Spahn. Nicht alles, was aus einem Haus kommt ist gang-
bar, sinnvoll oder per se innovativ. Umso wichtiger ist die Arbeit des BPI, die
Gesundheitsversorgung politische Impulse setzt und beharrlich auf Fehlentwicklungen hinweist.
ein Anliegen. Für den BPI ist die Gesundheitsversorgung ein Anliegen. Unsere Mitglie-
der sind Verbündete in der Sache. Im Mittelpunkt unseres gemeinsamen
Handelns steht der Patient. Wenn wir frühzeitig in der Debatte um ein
Unsere Mitglieder Arztinformationssystem Haltelinien bei der Implementierung fordern, dann
haben wir dabei den Erhalt der ärztlichen Therapiefreiheit im Blick. Wenn wir
sind Verbündete die geplanten gesetzgeberischen Eingriffe bei Biosimilars anmahnen, sehen
wir die drohenden Einschnitte in der Patientenversorgung. Wenn wir die
überbordenden regulatorischen Anforderungen kritisieren, sorgen wir uns
in der Sache. um die Therapievielfalt.
Im Mittelpunkt Grippe-Impfstoffe für alle; keine Verordnungssteuerung in der Praxis-EDV;
Mondpreise als Unwort entlarvt: Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr
unseres gemeinsamen bereits viel bewirkt. In diesem Heft möchten wir Ihnen einen Überblick über
das, was wir in den vergangenen Monaten erreicht haben, verschaffen.
Und wir zeigen Ihnen, woran wir aktuell arbeiten. Unsere Mitarbeiterinnen
Handelns steht und Mitarbeiter in unseren BPI-Büros in Berlin, Brüssel und in unseren
Landesverbänden setzen sich mit viel Engagement und Know-how für eine
der Patient. zukunftsfähige Gesundheitsversorgung ein.
Wir alle wollen für den BPI, für die pharmazeutische Industrie und für den
Patienten erfolgreich wirken.
Mit herzlichen Grüßen
Dr. Martin Zentgraf Dr. Kai Joachimsen
Vorstandsvorsitzender Hauptgeschäftsführer
2 3Inhalt
Wir m i t I n h a lt
wirken
Vorwort BPI
6 Das Jahr in Zahlen 31 BPI – Mitglieder nach Bundesländern 47 Europa 59 Presse/Kommunikation
8 Wir wirken 32 Erfolg im Verbund 48 Event/Publishing 60 Selbstmedikation/OTC
10 Vorstand 33 Fünf gute Gründe für den BPI 49 Forschung & Innovation/Biotechnologie 61 Sozialrecht
14 Momente 50 Gesundheitspolitik 62 Strategische Grundatzfragen im Gesundheitswesen
51 Homöopathika/Anthroposophika 63 Tierarzneimittel
Landesverbände 52 Internationales
Dialog 34 Landesverband Baden-Württemberg 53 Klinische Forschung Positionen
20 Zukunft 35 Landesverband Bayern 54 Markt- und Versorgungsanalysen 64 Stellungnahmen, Kommentare und Pressearbeit
21 Kommunikation 36 Landesverbände Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland 55 Marktzugang/Wissenschaftliche Aspekte
22 Standort 38 Landesverband Nord im Sozialrecht
23 Europa 40 Landesverband Nordost 56 Medizinprodukte Mitglieder
24 Digitalisierung 41 Landesverband Nordrhein-Westfalen 57 Pflanzliche Arzneimittel 68 Mitgliederliste
24 GSAV 58 Pharmazie
25 Spurenstoffdialog
26 TSVG Geschäftsfelder
26 Informationssystem 42 Arzneimittelrecht/Recht
26 Klare Kante 43 Arzneimittelsicherheit/Pharmakovigilanz
27 securPharm 44 Arzneimittelzulassung
28 Interview mit Michael Burkhart, 45 Biologische Arzneimittel
Bereichsleiter Gesundheitswirtschaft, PwC 46 Digitalisierung
4 5Zahlen
994 Mitglieder wirken in
45 Arbeitsgruppen mit.
6 Interessen der Mitgliedsunternehmen
BPI-Landesverbände vertreten die
Wir
Das Jahr in Zahlen
gegenüber der Kommunalpolitik,
den regionalen Bundestags- sowie
Europaabgeordneten.
wirken 65 Stellungnahmen waren das Ergebnis
ehrenamtlichen Engagements.
346 die Parlamentarischen Abende in
Gesundheitsfachleute besuchten
Berlin und Brüssel.
16 Ausschüsse wurden von unseren
knapp 170 Mitgliedsunternehmen für
die politische Arbeit genutzt.
370 Fachleute besuchten die zwei
BPI-Unternehmertage in Berlin.
9 Medien vertreten. Das waren
mal die Woche war der BPI in den
insgesamt 473 Veröffentlichungen
aus 66 Pressemeldungen.
6 7Wirken
Versichertenentlastungsgesetz,
Pflege-Personalstärkungsgesetz,
Terminservice- und Versorgungsgesetz,
MDK-Gesetz, E-Health 2, GSAV:
Wir
R e d e n m i t – G e s ta lt e n – V e r ä n d e r n
Bundesgesundheitsminister
Jens Spahn produziert Gesetze am
laufenden Band.
Wirtschaft, Gewerkschaften,
wirken
Wissenschaft und Politik diskutieren im
Pharmadialog über Zukunftsstrategien
für sichere Arzneimittel. Die Uneinigkeit
der Briten über ein Austrittsabkommen
aus der EU bereitet nicht nur
Brüssel Kopfschmerzen.
In den vergangenen Monaten hat
sich der BPI gemeinsam mit seinen
Mitgliedsunternehmen vieler Themen
angenommen, Stellung bezogen und
einiges für die pharmazeutische
Industrie erreichen können.
8 9Vorstand
„Als Vorstandsvorsitzender
der BPI-Unternehmen aus
dem Norden setze ich mich
vorwiegend für mittelständische
Unternehmen ein, die gern vor
Im Vorstand
Ort produzieren und wirken. engagieren sich
Dieses braucht ein klares
derzeit 15 Mitglieder „Ziel meiner Arbeit ist es,
wirtschaftlich tragfähige
Bekenntnis und eine gute
Unterstützung der politisch für das höchste Bedingungen für die
aktiv Verantwortlichen auf ehrenamtliche Branche – und vor allem
auch die mittelständischen
Landes- und Bundesebene.“
Heiner Will,
Gremium des Pharmaunternehmen – zu
medac Gesellschaft für klinische
Bundesverbands der ermöglichen und Patientinnen
Wir
Spezialpräparate mbH
und Patienten eine sichere
pharmazeutischen Versorgung hoher Qualität
Industrie. Der zu garantieren. Der Schutz
vor Arzneimittelfälschung
Gesamtvorstand ist ebenso zu nennen
m i t E n gag e m e n t wurde zuletzt auf der wie die Schaffung von
wirken
innovationsfreundlichen
Hauptversammlung Rahmenbedingungen
2018 in Berlin oder die steuerliche
Forschungsförderung.“
gewählt. Dr. Gabriele Soskuty, B. Braun Melsungen
Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Zentgraf, Vorsitzender Dr. Dr. Richard Ammer, Stellv. Vorsitzender Prof. Dr. Michael Popp, Stellv. Vorsitzender Dr. Bernd Wegener, Stellv. Vorsitzender Christoph Harras-Wolff, Schatzmeister
Bundesverband der Pharmazeutischen Desitin Arzneimittel GmbH, Medice Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Bionorica SE, Belano Medical AG, Dr. August Wolff GmbH & Co. KG,
Industrie (BPI) e. V. Geschäftsführer Geschäftsführer Inhaber und Vorstandsvorsitzender Mitglied des A
ufsichtsrates Geschäftsführender Gesellschafter
10 11Vorstand
„Es ist mir ein Anliegen, das
Know-how der Pharmahersteller
innerhalb des BPI zu bündeln
und den Pharma-Standort
Deutschland für die Zukunft zu
sichern. Arzneimittelhersteller
aus Deutschland produzieren Unser Verbandsleitbild Wir haben Mut „Ich verstehe meine Aufgabe
qualitativ hochwertige, als Vorstand im BPI als
wissenschaftlich fundierte,
beschreibt das zu Offenheit: wirkungsvoll. In dieser Rolle
wirksame und sichere Selbstverständnis des Wir erklären kann ich eine Stärkung
des BPI als Verband,
Arzneimittel für eine
patientengerechte Versorgung.
BPI und unserer unsere Arbeit durch die besonderen
Darauf bauen wir auf, forschen Mitgliedsunternehmen. der Öffentlichkeit Synergien seiner vielfältigen
Mitgliedsunternehmen, so
und entwickeln weiter, setzen
neue Standards und sichern so
und machen sie auch Takeda als führendes
eine Gesundheitsversorgung begreifbar. Unser Bio-Tech Unternehmen
auf hohem Niveau. Dabei habe
Ziel ist es, ein im Bereich seltener
Erkrankungen, bewirken,
ich ein besonderes Auge auf
Themen der Arzneimittel der vertrauensvolles und kann durch die Aufgabe
besonderen Therapierichtungen, Ansehen in der als Geschäftsführerin
eines global agierenden
zu denen Homöopathika und
Anthroposophika gehören.“ Gesellschaft zu Pharmaunternehmens
Ralph Schmidt, Heel
gewinnen. in Deutschland mit dem
vernetzten Wissen aus allen
Perspektiven einwirken.“
Heidi Irschik-Hadjieff,
Shire Deutschland GmbH
Richard Mark Engelhard, Marco Hardt Dr. Rainer Oschmann Babette Reiken Dr. Hans-Georg Feldmeier
Engelhard Arzneimittel GmbH & Co. KG, Novartis Deutschland GmbH, Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG, G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG, Dermapharm AG
Geschäftsführer Mitglied der Geschäftsleitung Geschäftsführer Geschäftsführerin
12 13Momente
Wir
in Bildern
wirken
Neue BPI-Spitze, Spahns Gesetzesfeuerwerk
und Allianzen für die Gesundheitsversorgung –
das Geschäftsjahr war ereignisreich.
14 15Momente
Unternehmer
mit Politik,
Heilberufler mit
Patientenvertretern:
Beim BPI wird
miteinander
gesprochen.
16 17Dialog
Wir Im D i a l o g
wirken
Zukunft
Pharmadialog
„Wir werden den Innovationsplatz zuverlässig fördern, den Zugang zu neuen Arzneimitteln
für alle Patienten erhalten, aber die Arzneimittelkosten dürfen nicht explodieren“, so
formulierte Staatssekretärin Sabine Weiss auf der BPI-Hauptversammlung 2018 das Ziel Kommunikation
der zweiten Runde des Pharmadialogs. Seit November wird wieder gesprochen, dieses Mal Mehr als Pressearbeit
in erweiterter Runde im Bundesgesundheitsministerium (BMG). Neben dem BPI und den
weiteren Vertretern der pharmazeutischen Industrie und den Bundesministerien für Gesund- Selbstverständlich hat der BPI das Dialog statt Konfrontation – weil un- „Wir wirken“. In filmischen Portraits
heit, Bildung sowie Wirtschaft nehmen am Pharmadialog die Chemiegewerkschaft IG BCE vergangene politische Jahr, Gesetz- sere Gesundheitsversorgung keine erzählen sie, wie sie Verantwortung
und Vertreter der Wissenschaft teil. Erstmals sind auch Vertreter der Regierungsfraktionen gebungsprozesse, Stimmungen und Einzelaufgabe ist, sondern am bes- für die Produkte und damit für die
aus Bund und Ländern mit am Tisch. Veranstaltungen, mit umfangreicher ten in Allianzen gestaltet wird. Dafür Gesundheitsversorgung überneh-
Verabredet sind erneut mehrere Dialogrunden. In der ersten hochrangigen Sitzung standen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit engagieren sich auch die Menschen men. Beim 33. BPI-Unternehmertag
die Fortschritte der Antibiotikaforschung, Techniken und Trends aus der Pharmabranche begleitet. Mit 473 Veröffentlichungen hinter den Arzneimitteln. stellten sie sich zudem den Fragen
sowie die Chancen der Digitalisierung in der Arzneimittelforschung und -entwicklung, der zwischen Juli 2018 und Mai 2019 Mehr als 78.000 Mitarbeiter in den von Politik, Patientenvertretern und
Einsatz digitaler Technologien und Big Data sowie der Einfluss künstlicher Intelligenz (KI) auf war der BPI durchschnittlich 9 Mal rund 270 BPI-Mitgliedsunternehmen Heilberuflern und machten in der
den Produktionsstandort Deutschland auf der Tagesordnung. Die zweite Sitzung erörterte pro Woche in den Medien vertreten. wirken jeden Tag erfolgreich an Diskussion deutlich, wie vielfältig
unter anderem die Chancen zum Erhalt und Aufbau von Wirkstoffproduktion in Europa sowie Dabei haben wir klar und deutlich einem Ziel mit, eine zukunftssichere die Branche ist. Die Außenwendung
den Forschungsbedarf und den Zugang zu neuartigen Therapiekonzepten. Mit der zweiten Position bezogen – manchmal zum Arzneimittelversorgung für die des BPI werden wir fortsetzen und
Runde des Pharmadialogs etabliert sich eine gesunde Basis, auf der mit allen Verbänden großen Unwillen der Angesproche- Patienten zu gewährleisten. auf allen kommunikativen Kanälen
über die Zukunft der Versorgung gesprochen wird. nen. Aber wenn Dinge richtig schief Was genau ist ihr Beitrag? zeigen, wie und wo wir als pharma-
laufen, muss man das benennen Was treibt sie an? Was sind ihre zeutische Industrie wirken.
dürfen. Und da lassen wir uns auch größten Herausforderungen?
nicht durch Abmahnungen oder Der BPI zeigt diese Menschen –
eine einstweilige Verfügung stoppen. offen, ehrlich und persönlich –
Grundsätzlich aber setzt der BPI auf in seiner Kommunikationsoffensive
20 21Standort
In die Zukunft investieren
Innovationen sind Antriebskräfte für ten Darreichungsformen zugelassen
Dialog
Firmenwachstum und Garant für – medizinischer Fortschritt in kleinen
die Wettbewerbsfähigkeit auf den Schritten, die in ihrer Gesamtheit
Weltmärkten. Sie stärken von innen oftmals ebenso wertvoll oder sogar
heraus die industrielle Gesund- wertvoller sein können als Sprun-
heitswirtschaft und verbessern die ginnovationen. Der BPI wird nicht
Versorgung. Kein Industriezweig müde, sich für die Verbesserungen
investierte einen höheren Anteil der Rahmenbedingungen für Inno
seines Umsatzes aus eigenen Er- vation und Forschung einzusetzen.
zeugnissen in interne F&E-Projekte Nur die stetige Neuerung und
als die pharmazeutische Industrie Verbesserung des Produktportfolios
(14 Prozent). Darunter sind Inves- seiner Mitgliedsfirmen garantieren
titionen in patientenindividuelle das weitere Wachstum und die
Arzneimittel für neuartige Therapien, Stärkung der Branche. Darüber
die – häufig bei einmaliger Gabe – hinaus sichern sie eine immer besser
seltene und schwere Erkrankungen werdende Gesundheitsversorgung
besser und dauerhaft heilen sollen. in Deutschland. Nach Jahren der
Allein im vergangenen Jahr wurden Beharrlichkeit hat das Bundes
nach § 25 des Arzneimittelgesetzes kabinett nun das Gesetz zur steuer
(AMG) 94 Zulassungen mit neuen lichen F&E-Förderung beschlossen.
Wirkstoffen registriert. Die Innovati- Steuerliche Forschungsförderung
onstätigkeit der pharmazeutischen und Projektförderung stärkt die
Industrie beschränkt sich jedoch Innovationskraft der hierzulande
keineswegs nur auf die Entwicklung vor allem mittelständisch geprägten
neuer Wirkstoffe. Das Bundesinstitut Pharmaindustrie. Allerdings bleibt
für Arzneimittel und Medizinprodukte das dafür vorgesehene Volumen
(BfArM) hat im vergangenen Jahr von lediglich maximal zwei Millionen
Weiterentwicklungen bewährter Euro pro Unternehmen – und davon
Wirkstoffe für beispielsweise neue 25 Prozent absetzbare Personal-
Indikationsgebiete oder in verbesser- kosten in F&E – weit unter den Europa
Erwartungen zurück. Zudem hat der Gesetze und Chancen
Gesetzgeber versäumt zu regeln,
dass diese Absetzbarkeit auch Der BPI hat gute Gründe, sich der HTA-Verordnungsentwurf der in relativ engen Grenzen – werden
beim Auftraggeber erfolgen muss. in Brüssel zu engagieren. Denn Kommission mehr Inhalte durch nun, neben den üblichen kleinen
Wir werden darauf drängen, dass schon längst werden zahlreiche das Europäische Parlament zum und mittleren Unternehmen (KMU),
dieser Betrag nach oben korrigiert Gesetzgebungsverfahren auch im Ablauf und Verfahren bekommt. sogenannte MidCaps als förderfähig
wird, sobald eine aussagekräftige Arzneimittelbereich maßgeblich in Einige Mitgliedstaaten, darunter im neuen Programm aufgenommen.
Evaluierung der Fördermaßnahmen Brüssel entschieden. Die Harmo- auch Deutschland, stemmen sich Es ist wichtig, sich in Europa als
vorliegt. nisierung der wissenschaftlichen jedoch nach wie vor gegen die Industrieverband zu engagieren und
Nutzenbewertung von Arzneimitteln Verbindlichkeit eines HTA-Verfahrens sich zu Europa zu bekennen. Der
auf EU-Ebene zum Beispiel. Wäre auf EU-Ebene. Da bleiben wir dran. BPI hat daher vor den Europawahlen
die Nutzenbewertung ein Buch, so Weil auch hier der europäische Weg mit seiner Kampagne „Gute Gründe
wäre der von der EU-Kommissi- gut für die Gesundheitsversorgung für Europa“ auf allen Kanälen und
on vorgeschlagene Weg zu einer ist. Europa investiert in Forschungs- im Schulterschluss mit den
europaweit einheitlichen, zentra- projekte wie etwa Horizont, die Industrieverbänden zum Urnengang
lisierten Nutzenbewertung neuer allen EU-Bürgern zu Gute kommen. aufgerufen. Verstärkt wurden unser
Arzneimittel, Medizinprodukte und Es schafft einen lebendigen Raum „Gute Gründe für Europa“ übrigens
therapeutischer Verfahren (EU-HTA) des Austauschs von Expertise und von einigen Europaabgeordneten,
der Klappentext. Darin üblicherweise Erfahrungen und sorgt für gemein- die bei Round-Table-Gesprächen
eine kurze, werbende Inhaltsangabe, same Standards. Hier haben wir Rede und Antwort standen.
eine Autorennotiz und vielleicht ein uns beim BDI und dem Bundes-
Hinweis auf weitere Veröffentlichun- forschungsministerium dafür stark
gen. Leider nur hält der Klappentext gemacht, dass im EU-Forschungs-
nicht immer das, was er verspricht. rahmenprogramm Horizont für die
So auch in diesem Fall: Der geplan- Jahre 2021 bis 2027 die Mittel
ten zentralen Nutzenbewertung fehlt erhöht werden (von ursprünglich
es an konkreten, methodischen und 97 auf nun 120 Mrd. Euro) und der
verfahrenstechnischen Vorgaben, Fokus auf sowohl der Förderung
die eine verlässliche, transparente radikaler Innovationen als nun auch
und rechtssichere Durchführung auf inkrementelle Verbesserungen
gewährleisten. Der BPI hat mit ausgeweitet wurde (800 Mio. Euro).
Erfolg darauf hingearbeitet, dass Darüber hinaus – wenn auch noch
22 23Dialog
Spurenstoffdialog
Umwelt geht alle an
Zweite Phase des Stakeholder-
Dialogs zur Spurenstoffstrate-
gie des Bundes: Als Ergebnis
des Dialogs wird künftig ein
Bundeskompetenzzentrum für
Spurenstoffe etabliert. Im Ergeb-
nisbericht, der am 19. März an
Bundesumweltministerin Svenja
Schulze übergeben wurde, sehen
die Stakeholder außerdem vor,
Digitalisierung den unnötigen Eintrag von Arznei-
Mutiger angehen stoffen ins Wasser zu reduzieren,
ohne den notwendigen Einsatz
Digitalisierung ist auch Standortsicherung. Der BPI fordert in Sachen Digitali- von Medikamenten zu behindern.
sierung mehr Mut und eine gut durchdachte Strategie. Wie die aussehen kann, Für eine Auswahl an relevanten
haben wir in einem White Paper skizziert: Es braucht eine moderne Daten Spurenstoffen werden im Rahmen
inrastruktur für die Vernetzung von unterschiedlichen medizinischen und nicht eines Runden Tisches Maßnah-
medizinischen Datenquellen. Dazu müssen entsprechende sinnvolle gesetzliche men zur Reduktion des Eintrags
Regelungen des Datenzugangs und Datenschutzes gefasst werden, zum Beispiel in die Gewässer abgestimmt.
einen transparenteren Zugang zu allen verfügbaren versorgungsforschungs Auch für die Abwasserbehand-
relevanten Daten für die betroffenen Beteiligten. Und wir brauchen schnelle und lung ist ein Orientierungsrahmen
leistungsfähige IT-Strukturen, wenn ab 2020 aufgrund der neuen EU-Verordnung geschaffen worden, der die
klinische Prüfungen nur noch mittels EU-Portal und EU-Datenbank durchgeführt Aufrüstung der kommunalen
werden dürfen. Wir brauchen diese neuen Strukturen auch für neue Studien Kläranlagen um eine vierte
formen und Studiendesigns im Bereich der klinischen Prüfungen sowie Versor- Reinigungsstufe vorsieht. Da alle
gungsstudien bzw. epidemiologische und nicht-interventionelle Studien. Maßnahmen kostspielig sind,
fand unabhängig vom Dialog ein
Finanzierungssymposium statt,
wo unterschiedliche Modelle,
wie z. B. eine Arzneimittelabgabe
diskutiert wurden. Abgelehnt wur-
de von den Dialog-Teilnehmern
eine Arzneimittelabgabe, die das
GSAV Umweltbundesamt vorschlug.
Standort und Versorgung sichern Ein von den Pharma-Verbänden
in Auftrag gegebenes Gutachten
Die Kostendämpfung der Kranken- die Sparpolitik der Kassen derart noch vor der Sommerpause 2019 in des Verfassungsrechtlers Prof.
kassen setzt die pharmazeutische verschärft hat, dass oftmals nur Kraft treten. Bis dahin wird der BPI Udo di Fabio zeigte nämlich
Industrie am Standort Deutschland noch wenige, manchmal nur noch weiter mitreden. Zum Beispiel wenn deutlich auf, dass eine Arzneimit-
massiv unter Druck. Preisdum- zwei aktive Anbieter im Markt sind. es um die geplanten gesetzgeberi- telabgabe materiell verfassungs-
ping und Markkonzentration in der Ein vom BPI beauftragtes Gutach- schen Eingriffe bei Biosimilars geht. widrig ist, weil sie eine einseitige
Generikaversorgung nehmen mit ten kommt daher zu dem Schluss, Eingriffe, die Fehlentwicklungen wie Belastung einer einzigen Branche
unter Ausmaße an, die die Versor- dass Rabattverträge so gestaltet im Generikamarkt nun auch auf die- darstellt. Letztlich kann die
gung der Menschen in Gefahr bringt. sein müssen, dass das Risiko für sen Bereich übertragen. Das würde Finanzierung von Maßnahmen zur
Elf Jahre nach der Scharfstellung Liefer- und Versorgungsengpässe nicht nur den Produktionsstandort Reduktion der Spurenstoffe in der
der Arzneimittel-Rabattverträge im so weit wie möglich minimiert wird. Deutschland, sondern auch die Umwelt nur eine gesamtgesell-
Jahr 2007 ist im rabatt-vertrags Lösungen präsentierte der BPI der Versorgung der Patienten beein- schaftliche Aufgabe sein, da hat
geregelten Markt eine Marktkon- Presse. Eine davon: Rabattvertrags- trächtigen. der BPI eine eindeutige Haltung.
zentration eingetreten, die die zuschläge stets an mindestens drei Und weil Umwelt alle angeht,
Arzneimittelversorgung massiv pharmazeutische Unternehmen zu weisen wir in unserer Patienten-
beeinträchtigt. Der BPI hat in einer erteilen. Auch der Bundesrat will, und Medienkommunikation auch
Analyse ermittelt, dass sich insbe- dass Rabattverträge konsequent immer wieder auf das bekanntlich
sondere bei versorgungsrelevanten mehrfach und nicht mehr exklusiv größte aller Probleme hin: die
Wirkstoffen die Situation durch vergeben werden. Das GSAV wird richtige Arzneimittelentsorgung.
24 25Dialog
Informationssystem
Aus AIS wird EAMIV
Grundsätzlich stellte nie jemand in
Frage, dass Ärzten am besten alle
Informationen zu einem Arzneimittel
bereitgestellt werden sollten. Doch
schon als die EAMIV noch unter dem
Kürzel AIS diskutiert wurde, war die
Versuchung von dem einen oder
anderen groß, in ein wie auch immer
geartetes System, mehr als medi-
zinische Inhalte einzuspeisen. Der
TSVG BPI h atte früh erkannt, dass es hier
Impfstoffversorgung im Gepäck eindeutige Haltelinien braucht, die bei
der Implementierung nicht überschrit-
Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) war eines der ersten Gesetzesvor ten werden dürfen, will man nicht in die
haben, das der Bundesgesundheitsminister auf den Weg gebracht hatte. Es entpuppte Therapiefreiheit der Ärzte eingreifen.
sich im Laufe des Verfahrens als eines der umfangreichsten. War das TSVG zunächst Nun wurde ein Verordnungsentwurf
darauf ausgerichtet, dass Patienten schneller einen Arzttermin bekommen, wurde es zur Abbildung der frühen Nutzenbe- securPharm
dank mehrerer Änderungsanträge und Neuregelungen zum großen Omnibusgesetz. wertungsbeschlüsse in der P raxis-EDV Arzneimittel noch sicherer
Mit dem TSVG wurde letztendlich der mit dem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz vorgelegt. Die „Elektronische Arznei
(AMVSG) eingeschlagene Kurs fortgesetzt und es wurden Maßnahmen getroffen, um die mittelinformations-Verordnung – Das europaweite Sicherheitsnetz für die legale Arzneimittel-Liefer
kontinuierliche Versorgung mit Impfstoffen durch die Gewährleistung der Anbietervielfalt EAMIV“ enthält formale und inhaltliche kette musste bis zum 9. Februar 2019 gespannt sein. In Deutschland
sicherzustellen. Darauf hatte der BPI kontinuierlich aufmerksam gemacht. Und auch der Mindestanforderungen. Im Referen- ist das securPharm-System, sozusagen der deutsche Knoten im
Gesetzgeber hat verstanden: Rabattverträge für Schutzimpfungen sind zukünftig nicht tenentwurf ist nun keine allgemeine EU-weiten Netz, pünktlich in Betrieb gegangen. Seitdem müssen
mehr möglich und auch keine ähnlichen Vertragskonstruktionen über Impfstoffverträge Öffnungsklausel mehr vorgesehen. alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die für den Vertrieb oder
der Apotheker. Auch von einer zusätzlichen Erhöhung der Zwangsabschläge für Schut- Und wurde zunächst noch vorgesehen, Verkauf freigegeben werden, mit einem quadratischen Data-Matrix-
zimpfungen hat man letztlich zugunsten der Versorgungssicherheit Abstand genommen. Angaben der Jahrestherapiekosten Code ausgestattet sein. Auf diesem ist eine individuelle Serien-
aus den Frühbewertungsbeschlüs- nummer gespeichert, die der Apotheker vor der Abgabe an den
sen als Mindestanforderung an die Patienten scannt und auf Übereinstimmung mit den Informationen
Arzneimittelinformation einzupflegen, einer Hersteller-Datenbank prüft. So wird die Echtheit der Packung
folgte das BMG der Logik, dass verifiziert. Zusätzlich sichert ein Erstöffnungsschutz die Unversehrt-
Jahrestherapiekosten für die individuelle heit der Arzneimittelpackung. Ein Mammutprojekt, an dem die
Therapieentscheidung des Arztes securPharm-Partner, der BPI und andere Pharmaverbände, Groß-
wenig aussagekräftig sind. Oder um händler und Apotheker, drei Jahre gearbeitet haben und für dessen
es mit unseren Worten zu sagen: Errichtung die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie nicht
Zur Beurteilung der Zweckmäßigkeit nur Zeit, sondern auch Geld und Energie investiert haben. Die
einer Arzneimittelverordnung eignen Belohnung: Mit jedem Tag wird das Schutzsystem noch sicherer.
sie sich überhaupt nicht.
Klare Kante
Arzneimittel vs. Lebensmittel
„Verbraucher wünschen sich verständliche Angaben auf Lebensmitteln: nachvollziehbar und
nicht verwirrend“, so Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz, auf der Grünen Woche. Doch noch immer wird für Lebensmittel mit
pflanzlichen Inhaltsstoffen (Botanicals) mit nicht belegten Aussagen geworben. Seit 2010 sind
die Health-Claims-Bewertungsverfahren für Botanicals von der EU-Kommission gestoppt.
Seither überzieht die Kommission die Mitgliedstaaten und Stakeholder mit Stellungnahme
verfahren ohne je eine Ergebnisveröffentlichung vorzunehmen. Auch die REFIT-Befragung ist
bisher nicht ausgewertet bzw. deren Ergebnisse bekannt gegeben. Hier schläft der euro
päische Gesetzgeber. Denn die Arbeit hätte die EU-Kommission schon längst erledigen müs-
sen. Und das sagen wir auch genauso. Der BPI verlangt die unverzügliche Wiederaufnahme
der Bewertungsverfahren für Claims zu pflanzlichen Stoffen in Lebensmitteln.
26 27Dialog
Der Pharmaindustrie ist es gelungen,
vertrauen aufzubauen
Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC,
wirft regelmäßig einen kritischen Blick auf das Gesundheitssystem und die
pharmazeutische Industrie – und liefert einen Einblick in die Erwartungen,
die Menschen an die Branche haben.
Die Mehrheit der Deutschen fin- das auf die Forschungserfolge der insbesondere im Bereich der
det, wir haben eine gute Gesund- vergangenen Jahre zurück, etwa die Krebstherapie. Wie unsere Studien „Wichtig ist, dass Pharmaunternehmen sich als
heitsversorgung. Und dennoch Durchbrüche in der Krebstherapie belegen, legen Bürger großen Wert
nimmt das Vertrauen ins Gesund- und der personalisierten Medizin. darauf, dass Pharmaunternehmen Innovatoren positionieren.“
heitssystem ab. Was ist los? Sie haben das Image der Pharma neue innovative Medikamente Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC
Die Bürger schätzen noch immer industrie in Deutschland gewandelt. erforschen. Preisgünstige Generika
unser Gesundheitssystem – spielen gegenüber der Arzneimit-
55 Prozent der Deutschen zählen Sie stellen das Gesundheitswesen telentwicklung nur eine unterge-
es zu den drei besten der Welt. regelmäßig auf den Prüfstand. ordnete Rolle. Auf diese hohen
Unser jährliches „Healthcare-Ba- Was sind seine kritischen Punkte? Produkterwartungen muss sich die
rometer“ belegt aber auch, dass Wir stellen fest, dass die Ansprü- Pharmaindustrie einstellen. übernimmt, reagieren: durch umfas- der Gesundheitsüberwachung durch doch nur 23 Prozent schreiben
die Z
ustimmung sinkt. Die Bürger che der Versicherten wachsen. Der sende Informationen zu Arzneimit- telemedizinische Angebote und der Pharmaindustrie eine entschei-
spüren immer stärker, dass unser selbstbewusste Patient wünscht Die alternde Gesellschaft ist und teltherapien, die patientengerecht der persönlichen Betreuung durch dende Bedeutung als Arbeitgeber
Gesundheitswesen im Vergleich sich eine Begegnung mit seinem wird immer mehr auf Arzneimittel aufbereitet sind und dem Versicher- seinen Arzt erwarten. Das wird auch zu. Daher ist es so zentral, auf die
zu anderen europäischen Ländern Arzt auf Augenhöhe. Er trifft auf angewiesen sein. Wie sieht die ten über digitale Technologien wie die Versorgung in ländlichen struk- Generation Z noch aktiver als bisher
in puncto E-Health abgehängt ist. einen Mediziner, der enorm unter Versorgung von morgen aus? Apps zur Verfügung gestellt werden. turschwachen Regionen stärken. zuzugehen, denn diese Zielgruppe
Während beispielsweise in den Zeitdruck steht. Entsprechend zählt Durch den demografischen Wandel Das können beispielsweise Schu- bringt ein hohes Maß an digitaler
skandinavischen Ländern Video- es zu den zentralen Kritikpunkten werden altersbedingte Krankheiten lungen zum eigenen Krankheitsbild Welche Innovationen erwarten Sie Kompetenz und Innovationskraft mit.
Sprechstunde, Telemonitoring unseres Gesundheitswesens, dass wie Herz-Kreislauf- oder Krebs oder Medikamenten-Reminder sein. von der Pharmaindustrie? Wichtig ist auch, dass Pharmau-
und elektronische Patientenakten Ärzte sich für das Patientengespräch erkrankungen noch deutlich zuneh- Solche Patientenservices sind aus Ich gehe davon aus, dass der nternehmen sich als Innovatoren
Standard sind, überwiegen bei uns zu wenig Zeit nehmen. Auch die men. Ich bin aber davon überzeugt, meiner Sicht gut investiert, denn Pharmaindustrie künftig Sprung positionieren – insbesondere jüngere
nach wie vor Insellösungen und der Zufriedenheit mit der Krankenhaus- dass die Präzisionsmedizin uns mündige Patienten sind bereit, für innovationen bei Krankheitsbildern Menschen sind an Innovationen
Informationsaustausch zwischen behandlung sinkt allmählich – und dabei helfen wird, die Ausgaben für ihre Gesundheit tief in die Tasche zu gelingen, die bislang als nicht heilbar als Beitrag zur Bekämpfung von
den Sektoren über Papier. Wenn wir zwar über alle Trägerarten hinweg. Arzneimittel im Rahmen zu halten. greifen und Leistungen in Anspruch gelten, etwa im Kampf gegen neuro- Krankheiten und an medizinischem
unsere gute Gesundheitsversorgung Diese Probleme werden sich durch Auf der Basis von Daten kann sie zu nehmen, die nicht über die logische Erkrankungen wie Alzhei- Fortschritt interessiert.
erhalten wollen, brauchen wir eine den Fachkräftemangel und den Prognosen zur Wirksamkeit eines gesetzliche Krankenversicherung mer. Auch im Bereich der persona-
übergreifende Digitalstrategie. Kostendruck in den kommenden Medikamentes geben. Das ermög- abgedeckt sind. lisierten Medizin erwarte ich weitere Wie sieht die Pharmaindustrie von
Jahren noch verschärfen. Allein bis licht eine passgenaue Dosierung Fortschritte, die eine individualisierte morgen aus?
Die Pharmaindustrie hat tradi- zum Jahr 2030 werden uns rund von Arzneimitteln und eine optimale Was sollte der Patient vom Arzneimitteltherapie ermöglichen. Die Zukunft der Pharmaindustrie
tionell ein negatives Image. Das 400.000 Fachkräfte im Pflege- und Medikation, die auf jeden Einzelnen Gesundheitssystem der Zukunft wird stark von der Digitalisierung ge-
wandelt sich offenbar gerade. Gesundheitswesen fehlen. Einen abgestimmt ist. erwarten dürfen? Wie kann die Pharmaindustrie prägt sein. Künftig wird es möglich
Machen wir also alles richtig? Lösungsansatz sehe ich in einer Die Digitalisierung unseres Gesund- als Arbeitgeber noch attraktiver sein, Wirkstoffe virtuell zu testen, so-
Der Pharmaindustrie ist es in den stärkeren Digitalisierung unseres Die Nachfrage nach Dienstleis- heitswesens wird einen reibungs- werden? dass Medikamente schneller auf den
vergangenen Jahren gelungen, Gesundheitswesens, die eine tungen und Expertenwissen in der losen Austausch zwischen den Gerade in der Gruppe der u nter Markt kommen und die Ausgaben
Vertrauen in der Bevölkerung effizientere Gesundheitsversorgung Bevölkerung steigt. Was heißt das einzelnen Sektoren über Plattformen 30-Jährigen kann die Pharma für Forschung sinken. Der stärkere
aufzubauen: Wie unser „Healthca- ermöglicht. für die Pharmaindustrie? ermöglichen. Diese verbesserte branche ihr Image als Arbeitgeber Patientenfokus der Branche wird
re-Barometer 2019“ zeigt, werden Versicherte werden kritischer, Kommunikation sorgt dafür, dass noch verbessern. Wie unsere aktu- dafür sorgen, dass die Unternehmen
Pharmaunternehmen heute stärker Was erwarten Patienten/Bürger informieren sich und wollen eine Doppelbehandlungen vermieden elle Befragung zum Pharmastandort über die reine Produktentwicklung
als noch vor einigen Jahren als von der Pharmaindustrie? Zweit- oder Drittmeinung hören. Die werden und der Patient eine gut ab- Hessen zeigt, nehmen zwar hinaus mithilfe von digitalen Techno-
Innovatoren wahrgenommen, die Ganz klar: innovative Arzneimittel, Pharmaindustrie muss auf diesen gestimmte Therapie bekommt. Der 75 Prozent der Bürger dieser logien ganze Therapiesysteme
einen wichtigen Beitrag zur Gesund- die schwer erkrankten Menschen mündigen Patienten, der selbst die Versicherte kann künftig ebenso ein Altersgruppe die Branche prinzipiell schaffen, an deren Entwicklung der
heitsversorgung leisten. Ich führe neue Heilungschancen eröffnen – Verantwortung für seine Gesundheit besseres Zusammenspiel zwischen als attraktiven Arbeitsplatz wahr, Patient beteiligt ist.
28 29BPI
11
Schleswig-Holstein
13 2
Mecklenburg-Vorpommern
Wir
1
Bremen
Berlin 29
11 7
Im V e r b u n d 3 Brandenburg
wirken
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen Sachsen-Anhalt
43
3
Sachsen
Die pharmazeutische Hessen Thüringen
Industrie leistet 39
bundesweit und 4
überall in den Rheinland-Pfalz
Regionen des 1
Landes einen großen Saarland
Beitrag zur 39 Bayern
Wertschöpfung
sowie zum Baden-Württemberg
56
Arbeitsmarkt.
BPI Mitgliedsunternehmen
30 31Fünf gute Gründe für den BPI
Erfolg in einem starken Verbund
Der BPI bündelt seit annähernd 70 Jahren die Interessen der pharmazeutischen
Industrie. Rund 270 Unternehmen und mehr als 78.000 Beschäftigte werden
durch den Verband vertreten. Über 80 Prozent sind „ordentliche Mitglieder“. Rund
50 Prozent der ordentlichen Mitglieder sind Familienunternehmen. Sie forschen,
entwickeln, stellen her, vertreiben und vermarkten Arzneimittel oder sonstige
pharmazeutische Erzeugnisse. Knapp 20 Prozent sind „assoziierte Mitglieder“ –
3
darunter Anwaltskanzleien, Beratungsunternehmen und wissenschaftliche Institute.
1 Reformdiskussionen
Wir bringen gesundheitspolitische
Reformdiskussionen auf den Weg.
Exklusive Analysen
Wir halten für Sie Ohren
und die Augen in Berlin und
Mit Ihrem Wissen und Ihren Themen Brüssel auf. Wir liefern Ihnen
aus unseren Ausschüssen, Arbeits- täglich exklusive Analysen
2
gruppen und Gremien gestalten wir und schnelle Informationen
die gesellschaftlichen und recht- zum gesundheitspolitischen
lichen Rahmenbedingungen für Starke Stimme und wissenschaftlich-regula-
unsere Branche mit. torischen Geschehen über
Wir sind die starke Stimme unsere internen Medien.
der pharmazeutischen
669 Industrie. Wir informie-
ren Entscheider in Bund,
Ländern und Europa
93%
4
auf Veranstaltungen, in
5
Gesprächen, über unsere
Experten Print- und sozialen Medien
über die gemeinsamen
Wir geben Ihnen Hilfe- Interessen der gesam- Netzwerk
stellung für Ihr operatives ten Branche und geben
Geschäft. Von der For- der pharmazeutischen Wir haben gute Verbindungen zu
Die Pharmaindustrie in Deutschland besteht aus einem breiten Mittelstand schung über die Zulassung Industrie ein positives Verbänden und Organisationen.
bis hin zur Versorgung Gesicht. Wir stellen Ihnen unser Netzwerk
und einzelnen großen Pharmaunternehmen. Von 669 Pharmaunternehmen in stehen Ihnen für alle Arznei- auf Mitgliederversammlungen,
Deutschland sind 93 Prozent KMUs und MidCaps. mittel-Themen Experten im Seminaren und Verbandsver
BPI zur Verfügung. anstaltungen zur Verfügung.
Quelle: Statistisches Bundesamt
32 33Landesverbände
Landesverband Baden-Württemberg Landesverband Bayern
Themen/Aufgabenschwerpunkte Ausblick Themen/Aufgabenschwerpunkte Ausblick
• Forum der Landesregierung zur Förderung des • Fortsetzung der Arbeit im „Forum Gesundheitsstandort • TSGVO Pharmagipfel 2019
Gesundheitsstandortes Baden-Württemberg Baden-Württemberg“ • GSAV Die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen werden voraus-
• „Branchendialog Pharma“ des Wirtschaftsministeriums • Vertiefung der Diskussion im Rahmen des • EU-HTA sichtlich im Dezember im Rahmen eines Staatsempfangs vorge-
Arzneimittelüberwachung „Branchendialogs Pharma“ mit Wirtschaftsministerin • EAMIV stellt. Ziel ist es, Lösungsvorschläge und Maßnahmen vorstellen
• Stiftung für Gesundheitliche Prävention Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut • Importförderklausel zu können, die alle gemeinsam haben, den Pharmastandort
Landesgesundheitskonferenz • Gespräch mit der CDU-Landesgruppe im • Erstattung Medizinisch Digitaler Anwendungen Bayern zum Wohle der Patienten zu stärken.
• Digitalisierung im Gesundheitswesen Deutschen Bundestag, Berlin • Importgenehmigungen
• Gespräch mit der Landesgruppe der Grünen im Wirtschaftsausstellung
Deutschen Bundestag, Berlin Nachdem aufgrund der Landtagswahl die Wirtschaftsausstel-
Rückblick Rückblick lung (im Rahmen des CSU-Parteitags) ausfallen musste, ist
Aktivitäten auf Landesebene Expertendialog Arzneimittel geplant, im Herbst 2019 den BPI Landesverband am Gemein-
• Auftaktveranstaltung „Forum Gesundheitsstandort Ausschüsse/Arbeitsgruppen Der „Expertendialog Arzneimittel“ ist mittlerweile ein fest etablier- schaftsstand, organisiert durch den VCI-Landesverband, wieder
Baden-Württemberg“ am 12.07.2018 mit Ministerpräsident • KompetenzForum Homöopathie/Anthroposophische Medizin tes Forum, bei dem der BPI Landesverband gemeinsam mit mit einem eigenen Auftritt zu präsentieren und für die Interessen
Winfried Kretschmann, Wirtschaftsministerin Dr. Nicole • Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation Unternehmensvertretern einen offenen und konstruktiven Aus- der Branche in der bayerischen Politik zu werben.
Hoffmeister-Kraut, Sozialminister Dr. Manfred Lucha und • Landesgesundheitskonferenz tausch mit den relevanten Referaten des Gesundheits- und des
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in Stuttgart. • Workshops „Arzneimittelwirkstoffe in der Wirtschaftsministeriums pflegt. Inhaltlich werden neben Themen
In der Folge zahlreiche Arbeitsgruppen-Sitzungen mit den aquatischen Umwelt“, Stuttgart des Vollzugs, aktuelle Gesetzesvorhaben auf Bundesebene, die Kontakt
verschiedenen Ministerien. Erarbeitung von Positionspapieren • Stiftungsrat für gesundheitliche Prävention Betroffenheit der Branche und die Auswirkungen auf die Versor- Die Geschäftsstelle
zu relevanten Themen. Baden-Württemberg gung diskutiert. Nicht zuletzt sind es natürlich die bayerischen BPI-Landesverband Bayern
• Zahlreiche Unternehmensbesuche von Landtags • Verbundforschungsprojekt Themen, die den Expertendialog prägen. Innstraße 15
abgeordneten und Ministerialbeamten aus dem Sozial-, 81679 München
Wirtschafts- und Staatsministerium Baden-Württemberg. Pharmagipfel 2019
• Fortführung des Branchendialogs „Pharma“ mit der Kontakt Im Februar 2019 wurde der zweite Pharmagipfel Bayern gestar- Tel: +49 (0) 89 9 26 91-16
baden-württembergischen Wirtschaftsministerin. Die Geschäftsstelle tet. Das Format, das 2015 zur Einrichtung des Expertendialogs Fax: +49 (0) 89 9 26 91-816
• Gespräche und Aktivitäten zur Forschungsförderung BPI-Landesverband Baden-Württemberg geführt hat, wird seither mit vier Arbeitsgruppen neu aufgelegt. E-Mail: bpi@lv-bayern.vci.de
Komplementärmedizin mit dem Akademischen Zentrum Allee Cité 1 Ziel ist es den Pharmastandort Bayern zu stärken, die Chancen
Komplementäre und Integrative Medizin sowie Ärzten 76532 Baden-Baden digitaler Innovationen im Pharmabereich zu nutzen und den Weg Geschäftsführung
und Grundlagenforschern an vier Universitätskliniken in für medizinische Innovationen zu ebnen. Neu gegenüber 2015 Walter Vogg
Baden-Württemberg. Tel: +49 (0) 72 21 21 13-56 ist die Arbeitsgruppe zum Thema „Digitalisierung“. In bewährter
• Veranstaltung in Baden-Baden am 28.06.2018 zur Arznei Fax: +49 (0) 72 21 21 13-58 Weise ist der BPI Landesverband gemeinsam mit anderen Ver- Ansprechpartner für den BPI e.V.
mittelüberwachung zusammen mit dem Regierungspräsidium E-Mail: bpi@chemie.com bänden in die Vorbereitungen des Pharmagipfels eingebunden Dr. Markus Born
Tübingen und dem Sozialministerium Baden-Württemberg gewesen. Dr. Roland Appel
sowie Forum „Qualified Person“ am 10.12.2018 ebenfalls Hauptgeschäftsführung
in Baden-Baden. Thomas Mayer, RA Pharmainitiative Bayern Vorsitzender
• Parlamentarischer Abend am 07.11.2018 in Stuttgart. Die Pharmainitiative Bayern entwickelt sich immer mehr zu Steffen Wegner, Steierl-Pharma GmbH
• Am 11.04.2019 Weiterführung der Veranstaltung Geschäftsführerin (Ansprechpartnerin für den BPI e.V.) einem auch seitens der Politik nachgefragten Ansprechpartner
„Reichweite der Digitalisierung aus Sicht der industriellen Carola Maute-Stephan, Rain für die Pharmabranche in Bayern. Mit mittlerweile 14 Unterneh- Stellv. Vorsitzender
Gesundheitswirtschaft“ in Stuttgart mit Vertretern aller men bündelt die Pharmainitiative Bayern verbandsübergreifende Prof. Dr. Michael Popp, Bionorica SE
zuständigen baden-württembergischen Ministerien sowie Vorsitzender Interessen auf bayerischer Ebene.
Experten aus der Pharmaindustrie. Dr. Thomas Stiefel, biosyn Arzneimittel GmbH
• Im September 2018 fand eine Präsentation der Arznei-
mittel-Industrie im Gesundheitsausschuss des baden- Stellv. Vorsitzender
württembergischen Landtags in Stuttgart statt. Dr. Rainer Oschmann, Dr. Wilmar Schwabe GmbH & Co. KG
Aktivitäten auf Bundesebene
• Unternehmensbesuche von verschiedenen
Bundestagsabgeordneten
• Gespräch mit der FDP-Landesgruppe im
Deutschen Bundestag in Berlin am 15.10.2018
• Gespräch mit der SPD-Landesgruppe im
Deutschen Bundestag am 08.04.2019 in Berlin
34 35Landesverbände
Landesverbände
Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
Rückblick Ausblick
• Wiesbadener Gesundheitsforum „Länger und besser leben – • Wahlen in Hessen/Regierungsbildung, Januar 2019 • Verleihung Förderpreis des Arzneimittelfonds 2019,
was können Kooperationen im Gesundheitswesen leisten?“ Im 20. Hessischen Landtag hält die schwarz-grüne 10. September 2019, Mainz
Juni 2018 Regierung unter Ministerpräsidenten Bouffier mit einer • Moderne Arbeitswelten III, 24. September 2019, Wiesbaden
Dialogforum für Politik, Wirtschaft, Krankenversicherung in Stimme die Mehrheit im Landtag. Dieser ist mit der AfD • Parlamentarischer Abend Rheinland-Pfalz,
der Hessischen Landeshauptstadt. Das Format wird alle wesentlich größer (137 Sitze) als vorher (110). Die Minis- 30. Oktober 2019, Mainz
zwei Jahre in Kooperation mit dem vfa durchgeführt und ist terien für Wissenschaft sowie auch Gesundheit sind nun • 2. Karrieretag Life Sciences (vormals Pharmaindustrie),
eingebettet in die Hessischen Gesundheitstage. grün g eführt ergänzend zu den bereits zuvor grün geführten 21. November 2019
• 12. EU-Pharmalunch, November 2018 Häusern Wirtschaft und Umwelt. Neu geschaffen wurde der • 13. EU-Pharmalunch, 5. Dezember 2019, Brüssel
Brüsseler Diskussionsrunde zwischen hessischen P harma- Ministerposten für Digitalisierung. Diesen hat die parteilose • Academia meets Industry – Bridge the gap VI,
und Medizinprodukteunternehmen, EU-Kommission, Kristina Sinemus inne. Dezember 2019.
EU-Parlament und EU-Rat zu aktuellen Entwicklungen in • Mitgliederversammlung, April 2019 • „Gentherapie & Ethik“ in Kooperation mit dem
der europäischen Gesundheitspolitik. In 2018 standen die Diese fand in Mainz statt und stand ganz im Zeichen der House of Pharma als Healthcare
Themen Änderung der Verordnung über das ergänzende Europawahl. Rheinland-pfälzische EU-Kandidaten stellten
Schutzzertifikat (SPC) und die europäische Nutzenbewertung sich den Unternehmen vor und warben für Europa.
(euHTA) im Vordergrund. • Parlamentarisches Frühstück, Mai 2019, Kontakt
• Karrieretag Pharmaindustrie (neu), November 2018 zum Thema „Versorgungssicherheit“ mit dem neuen Die Geschäftsstelle
Karrieremesse mit spezifischem Zuschnitt für die Gesund Hessischen Gesundheitsminister Kai Klose und Abgeord- BPI-Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
heitsindustrie in Hessen. Rund 450 Studierende aus neten aus dem hessischen Landtag sowie Vertretern der Mainzer Landstraße 55
11 hess. Universitäten und Hochschulen sowie namhafte Ministerien und der hess. Gesundheitsindustrie. 60329 Frankfurt/Main
Unternehmen der hess. Gesundheitsindustrie beteiligten sich • Aktivitäten zur Europawahlen, bis Mai 2019
an der erstmalig stattfindenden Messe. Weiterführung Austausch zwischen Wirtschaft und Politik bei Unter Tel: +49 (0) 69 25 56-14 21
in 2019 wurde beschlossen. nehmensbesuchen mit hessischen EU-Kandidaten. Fax: +49 (0) 69 25 56-16 14
• Moderne Arbeitswelten II, Dezember 2018 Ergänzend wurde eine EU-Präsentation zum Einsatz im E-Mail: lvhessen@vci.de
Veranstaltungsreihe im Rahmen der Initiative Gesundheits Rahmen von Betriebsversammlungen konzipiert, die die
industrie Hessen. Experten aus Politik, Unternehmen, allgemeinen Vorteile Europas für Beschäftigte aufzeigte Geschäftsführung
Wissenschaft und Arbeitnehmervertretung beleuchteten und den Bezug zur Gesundheitsindustrie hervorhebt. Die Gregor Disson, RA
Konzepte für die Arbeitswelt von Morgen mit Best-Practice- Aktionen von BPI „Fünf gute Gründe für Europa“ und
Beispielen aus den Unternehmen zu Arbeitszeitgestaltung VCI „#Jazueuropa wurden unterstützt. Ansprechpartner für den BPI e.V.
und –Organisation unter dem Titel „Raumschiff Surprise – • Pharmadialog Rheinland-Pfalz, April 2019 Spitzengespräch Ursula Kirchner, RAin
wie arbeiten wir morgen?“. zwischen Wirtschaft, Politik, IG BCE und Verbänden zu den Sula Lockl
• Academia meets Industry – gesundheits- und standortpolitischen Anliegen der Unter- Dr. Christine von Landenberg
Bridge the gap V, Dezember 2018 nehmen. Verabschiedung des Positionspapiers „Diabetes
Wissenschaftliche Veranstaltungsreihe im Rahmen der mellitus – Prävention und adäquate Therapie“, mit dem der Vorsitzender
Initiative Gesundheitsindustrie Hessen unter dem Titel Pharmadialog Rheinland-Pfalz sich für eine bestmögliche Frank Lucaßen, Fresenius Kabi Deutschland GmbH
„Innovationen in der Onkologie“ Versorgung von Diabetikern und verlässliche Rahmen
• 22. Marburger Gespräche zum Pharmarecht, März 2019 bedingungen für die Arzneimittelhersteller einsetzt. Der Stellv. Vorsitzende
Zertifizierte Fortbildung zu pharmarechtlichen Themen. In Pharmadialog findet jährlich statt. Markus Daniel, Finzelberg GmbH & Co. KG
2019 mit Fokus auf Digitalisierung im Pharma- und Gesund- Dr. Michael Flegel, Ursapharm Arzneimittel GmbH
heitswesen und Compliance und Haftung an der Philipps
Universität Marburg. Hier wird auch der berufsbegleitende
Masterstudiengang im Pharmarecht mit Schwerpunkt auf
Arzneimittel- und Medizinprodukterecht angeboten.
• Fonds der Arzneimittelfirmen
Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
Der gemeinnützige Verein wird von 13 hessischen
Unternehmen getragen und hat einen Förderetat von
EUR 30.000/Jahr. Ein Förderpreis in Höhe von
EUR 12.000 wird jährlich ausgeschrieben.
In 2018 zum Thema frühkindliche Förderung.
36 37Landesverbände
Landesverband Nord
Der Landesverband Nord umfasst die vier Länder Bremen, Branchengespräche in Schleswig-Holstein Ausblick
Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In mehreren Branchengesprächen mit Fachabteilungen des • Gespräch mit EU-Abgeordneten nach der Europawahl
Die Unternehmen im Norden sind vorwiegend mittelständisch Wirtschafts- und Sozialministeriums adressierte der Landes- (im Unternehmen)
strukturiert. Die stärksten Pharmaumsätze werden in verband die Forderungen des BPI zur Änderung der Rege- • Gespräch/Veranstaltung mit der Patientenbeauftragten der
Schleswig-Holstein erzielt. lungen zu Rabattverträgen, Preismoratorium, Festbeträgen Bundesregierung
und zur Forschungsförderung im Bereich von Forschung und • Veranstaltung mit der Politik/Patientenvertretern zu
Entwicklung an bewährten Wirkstoffen. Insbesondere vor dem Versorgungsthemen
Themen/Aufgabenschwerpunkte Hintergrund der Problematik möglicher Lieferengpässe als Aus-
• Magazin MOIN 2 (Medikamente Oben Im Norden) wirkungen der Rabattverträge konnten aus den Unternehmen
• Forschungsförderung des Landesverbandes aussagekräftige Beispielsfälle vorgestellt Ausschüsse/Arbeitsgruppen
• Preismoratorium und Zwangsabschläge werden. Unter anderem die Vorschläge zur Mehrfachverga- Arbeitsgruppe MOIN 2/Gesundheitspolitik
• Rabattverträge und Festbeträge be und Berücksichtigung des europäischen Standortes bei
• Versorgungssicherheit und Patientenbeteiligung den Rabattverträgen sowie die Änderungsvorschläge zum
• Liefersicherheit erweiterten Preismoratorium konnten über den Bundesrat Kontakt
• Innovationshemmnisse beim Gesetzgebungsverfahren zum GSAV (Gesetz für mehr Die Geschäftsstelle
Sicherheit in der Arzneimittelversorgung) eingebracht werden. BPI-Landesverband Nord
Diese Themen wurden auch in den anderen Nordländern bei Sankt Florian Weg 1
Rückblick Kontakten mit Abgeordneten und Vertretern aus den Ministe- 30880 Laatzen
Politische Arbeit – Parlamentarischer Abend der pharma- rien thematisiert.
zeutischen Industrie zum Thema „Medizinische Forschung MOIN 2 (Medikamente oben im Norden) Tel: +49 (0) 5 11 9 84 90-0
und Entwicklung in Niedersachsen“ Im April 2019 erschien eine weitere Ausgabe des Magazins Fax: +49 (0) 5 11 83 35-74
Zum Midsommerabend hatte der BPI LV Nord gemeinsam mit MOIN (Medikamente Oben Im Norden). Diesmal haben sich E-Mail: zschorlich@lv-nord.vci.de
dem vfa am 21. Juni zu einem parlamentarischen Abend in den die Unternehmensvertreter zur Aufgabe gemacht, Geschich-
Ende des Jahres neu eröffneten niedersächsischen Landtag ten zusammenzutragen, die das Thema Patientenversorgung Geschäftsführung
geladen. Der Abend stand unter der Überschrift „Medizinische im Focus haben. Neben zehn unternehmensbezogenen Dr. Jochen Wilkens
Forschung und Entwicklung in Niedersachsen“. Der stell Geschichten beinhaltet MOIN auch übergreifende Themen
vertretende Landesverbandsvorsitzende Dr. Karl-Heinz Goos wie Rabattverträge, Gesundheitsapps oder Medikamente auf Ansprechpartnerin für den BPI e.V.
(Repha) betonte in seiner Begrüßungsrede die Wichtigkeit einer Reisen. Andrea Becker, RAin
umfassenden Forschungsförderung: von der Grundlagen
forschung über die Forschung an bekannten Wirkstoffen bis Gesundheitss(ch)nack am Mittag Vorsitzender
hin zur Entwicklung neuer Wirkstoffe. Wissenschaftsminister Mit diesem Format hat der Landesverband am 30. April in Heiner Will, Medac Gesellschaft für
Björn Thümler bezeichnete Niedersachsen in seinem Grußwort Hamburg die zweite Ausgabe des Magazins MOIN vorgestellt klinische Spezialpräparate mbH
als derzeit stärkste Life-Science-Region Deutschlands mit über und Gäste aus dem norddeutschen Gesundheitswesen zur
5000 Wissenschaftlern. Er stellte in Aussicht, dass die von zwanglosen Diskussion und zu einem gesunden Mittagssnack Stellv. Vorsitzende
der Industrie seit langem geforderte steuerliche Forschungs eingeladen. Nach den Begrüßungsworten durch den Vorsit- Thomas Gauch, Chiesi GmbH
förderung (mit der Verankerung im Koalitionsvertrag) nun auch zenden Heiner Will (medac) und der Kurzvorstellung einzelner Dr. Karl-Heinz Goos, Repha GmbH Biologische Arzneimittel
umgesetzt werde. Professor Ulrike Köhl (Direktorin des Instituts Geschichten durch die Unternehmensvertreter entwickelte sich
für Zelltherapeutika, MHH und geschäftsführende Leiterin des ein dynamischer Austausch zu patientenbezogenen Themen.
Fraunhofer Instituts für Zelltherapie und Immunologie) gab Rund 30 Teilnehmer aus Unternehmen, Politik, Apothekern
einen intensiven Einblick in die neuesten Therapieansätze und und Patientenvertretern nahmen teil. Mehr „Transparenz und
Forschungskooperationen im Bereich der Zelltherapie und Patientenbeteiligung beim GBA“ waren zentrale Wünsche in
personalisierten Medizin. Sie machte deutlich, wie wichtig Richtung Politik und Patientenbeauftragte.
Netzwerke und Kooperationen über Niedersachsen hinaus
sind. Birgit Fischer (vfa) appellierte daran, auch im Hinblick auf Mitgliederversammlung
die Finanzierbarkeit und den Nutzen für den Patienten weiter Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Landesverban-
auf Forschung zu setzen. Rund 40 Gäste aus Parlament, des trafen sich die Teilnehmer in Uetersen bei der Nordmark
Ministerien, Industrie, Ärzteschaft, Krankenkassen und weiteren Arzneimittel GmbH & Co. KG. Bei einem Rundgang durch das
Vertretern des Gesundheitswesens setzten die Diskussion Unternehmen konnten die Teilnehmer interessante Einblicke in
beim anschließenden “get together“ fort. die Produktion eines der weltweit führenden Pankreatin- und
Kollagenase-Herstellers gewinnen.
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