"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid

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"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
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                                                        Februar 2021
                                                       Preis CHF 5.00

Architekt Hans Jörg Schmid:

«Herz und Auge
erfreuen»
Seite 4

 Der «Haldenhof»
 Die neue Überbauung prägt ein ganzes Quartier
"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
Mein erstes Haus.

Meine erste Bank.
Der Drang nach mehr Gestaltungsspielraum. Die Zukunft ausmalen. Ein eigenes Zuhause.
Wer so denkt, ist bei der St.Galler Kantonalbank an der richtigen Adresse. Sie kennt
den Immobilienmarkt und weiss aus langer Erfahrung, was sich wo mit welchem Modell sicher
und preiswert finanzieren lässt. Das hat sie für viele zur ersten Bank gemacht. sgkb.ch
"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
EDITORIAL

                                                                                                    Transformierende Kraft
                                                                                                            Eine Stadt lebt von der Initiative und                  Eng verbunden mit seinem Wirken ist die
                                                                                                              dem Engagement ihrer Bewohnerin­                      Industriegeschichte unserer Stadt. Im Sitter­
                                                                                                               nen und Bewohner. Ein Teil dieses                    tal, auf der Brache der ehemaligen Färberei,
                                                                                                                Herzbluts prägt die Stadt im Hin­                   konnte sich seit Ende der 80er-Jahre des
                                                                                                                tergrund, quasi auf leisen Sohlen,                  20. Jahrhunderts dank seiner Initiative und
                                                                                                                nach und nach. Ein anderer krem­                    Geduld ein Areal entwickeln, das Platz bietet
                                                                                                                pelt die Stadt in Kürze um, hinter­                 für Kreativität, Handwerk und Innovation und
                                                                                                                lässt auf Jahrzehnte hinaus sicht­                  mittlerweile weit über die Stadtgrenzen aus­
                                                                                                               bare und offensichtliche Spuren.                     strahlt.

                                                                                                            Vor nicht allzu langer Zeit konnten sich                Mit dem Areal einer weiteren, längst abge­
                                                                                                         schaulustige St.Gallerinnen und St.Gal­                    gangenen Textilfärberei wurde der Stadtbe­
                                                                                                      ler von der transformierenden Kraft dieses                    völkerung auf Wunsch von Schmid unlängst
                                                                                                    innovativen Geists vor Ort überzeugen. Am                       ein Naturjuwel zugänglich: Das Burgweiher­
                                                                                                    Haldenhof war quasi über Nacht eine Lücke                       areal mit seinem industriehistorisch bedeut­
                                                                                                    in der Bebauung der westlichen Vorstadt ent­                    samen Tröckneturm und den Weihern, eine
                                                                                                    standen, wie man sie in einem derartigen                        kleine Landschaft inmitten der Stadt, war lan­
                                                                                                    Ausmass in St.Gallen noch nicht gesehen                         ge ein Objekt der Begierde für unterschiedli­
                                                                                                    hatte. Dass sich die schwindelerregende                         che Entwicklungsabsichten gewesen. Nun
                                                                                                    Baugrube wieder sinnvoll füllen lassen wür­                     ist es ein ökologisches Naherholungs­gebiet
                                                                                                    de, konnten sich Laien angesichts ihrer enor­                   inmitten eines sehr dichten Quartiers.
                                                                                                    men Ausmasse kaum vorstellen.
                                                                                                                                                                    Oft sind es individuelle, gar eigenwillige Ideen
                                                                                                    Einige Monate später sind schlanke, turm­                       und Entwürfe, die den Mehrwert einer Stadt
                                                                                                    artige Gebäudekörper aus dem Hang ge­                           zugunsten der Allgemeinheit ausmachen.
                                                                                                    wachsen – ein zukunftsweisendes Projekt                         Hans Jörg Schmids Wirken in St.Gallen reiht
                                                                                                    im Sinne der innerstädtischen Verdichtung.                      sich in diesem Sinne ins Stadtbild ein.
                                                                                                    Der Architekt und Schöpfer dieses Entwurfs
                                                                                                    ist in der Stadt St.Gallen kein Unbekannter:
                                                                                                    Hans Jörg Schmid hat den Charakter und das
                                                                                                    Gesicht der Stadt in der jüngeren Gegenwart
                                                                                                    wesentlich mitgeprägt – mal sichtbarer, mal                     Maria Pappa
                                                                                                    subtiler.                                                       Stadtpräsidentin St.Gallen

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                                                           Februar 2021
                                                          Preis CHF 5.00

                                                                           LEADER SPECIAL zum neuen Haldenhof St.Gallen
Architekt Hans Jörg Schmid:

«Herz und Auge
erfreuen»
Seite 4

                                                                           Impressum

                                                                           Magazin LEADER, MetroComm AG, Bahnhofstrasse 8, 9001 St.Gallen, Telefon 071 272 80 50, Fax 071 272 80 51, leader@metrocomm.ch,
                                                                           www.leaderdigital.ch | Verleger: Natal Schnetzer | Redaktion: Dr. Stephan Ziegler (Leitung), sziegler@metrocomm.ch | Foto­grafie: Marlies
                                                                           Thurnheer, mthurnheer@metrocomm.ch, zVg| Geschäftsleitung: Natal Schnetzer, nschnetzer@metrocomm.ch | Anzeigenleitung: Helena Renggli,
                                                                           hrenggli@metrocomm.ch | Marketingservice/Aboverwaltung: Fabienne Schnetzer, info@metrocomm.ch | Abopreis: Fr. 60.– für 18 Ausgaben |
                                                                           Erscheinung: Der LEADER erscheint 9x jährlich mit Ausgaben Januar/Februar, März, April, Mai, Juni, August, September, Oktober, November/Dezember,
     Der «Haldenhof»                                                       zusätzlich 9 Special-Ausgaben | Gestaltung: Béatrice Lang, blang@metrocomm.ch | Druck: Ostschweiz Druck AG, ­9300 Wittenbach
                                                                           LEADER ist ein beim Institut für geistiges Eigentum ­ein­ge­­tragenes Markenzeichen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher
                                            Quartier
     Die neue Überbauung prägt ein ganzes
                                                                           Genehmigung des Verlages. Für unverlangt eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag keine ­Haf­tung. ISSN 1660-2757

                                                                                                                                                                                                   SPECIAL | Februar 2021      3
"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
INTERVIEW

    Herz und Auge erfreuen
    Hans Jörg Schmid ist ein wohlbekannter Stadt-St.Galler Architekt, Unternehmer, weltgewandter, weit­
    gereister und belesener Bonvivant sowie Förderer vielfältiger sozialer und kultureller Projekte mit
    zahlreichen ehrenamtlichen Engagements. Aus seiner Feder stammen unter anderem Projekte wie der
    Dufourpark, die Überbauung Bernhardswiesweg, die Sanierung/Erneuerung des Hauses «Oceanic»,
    der Neubau der SBG (heute UBS) oder die Umnutzung und Neubelebung der ehemaligen Färberei Sittertal
    in ein Gewerbe-, Handwerks- und Wohnareal. Jetzt hat er mit dem Grossprojekt «Haldenhof» mitten in
    St.Gallen einen neuen Coup gelandet.

    Hans Jörg Schmid, was erwartet die zukünf-      Charakteristisch für die einstige Bebauung       ner. Ein paar wenige Detonationen pro Tag
    tigen Mieter im Haldenhof?                      am Bernegghang waren ja Zeilenbauten …           machen lediglich während einigen Sekunden
    Die Überbauung zwischen Wassergasse und         … die sich entlang der zum Hang parallelen       Lärm. Das Gestein in mühsamer Kleinarbeit
    Felsenstrasse umfasst vier Mehrfamilien­        Strassenzüge aneinanderreihten, ja. Mit die­     mit Baggern aus dem Hang abzuspitzen, hät­
    häuser mit rund 60 Einheiten – grosszügi­       ser Tradition haben wir im Projekt Haldenhof     te hingegen viel mehr Geräuschemissionen
    ge, lichtdurchflutete Wohnungen und Gewer­      allerdings gebrochen: Anstelle einer Zeilen­     und Unannehmlichkeiten für das Umfeld ver­
    beflächen –, die ab Mai 2021 bezugsbereit       bebauung entstanden schlanke, turmarti­          ursacht. Sämtliche Sprengungen wurden
    sind. Der attraktive Ausbau entspricht Eigen­   ge Gebäudekörper, die den bebauten Hang          peinlichst genau überwacht, und auch nur
    tumsstandard, wobei die Einheiten vermietet     durchlässig machen und das Licht fluten          millimeterkleinste Bewegungen des Hangs
    werden.                                         lassen.                                          wären von uns registriert worden.

    Die Geschichte der neuen Überbauung             Die Grossüberbauung wird so den Charak-
    reicht weit zurück.                             ter des Quartiers neu prägen. Auf was galt
    Richtig. 2008 verkaufte uns die Stadt ei­       es besonders Rücksicht zu nehmen?                «In erster Linie muss man
    nen Teil des Areals unter der Bedingung, ein    Grundsätzlich auf die örtlichen Gegebenhei­      für die Bewohner planen, man
    «städtebaulich und architektonisch hervor­      ten. Mit senkrecht zum Hang stehenden Ge­        muss ihr Herz gewinnen.»
    ragendes Projekt» zu realisieren, und zwar      bäuden bricht die Überbauung zwar mit der
    in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungs­        ortsüblichen Bebauungsstruktur von hang­
    amt. 2014 lagen der Überbauungs- und Ge­        parallelen Bauten, schafft jedoch neue Qua­
    staltungsplan auf, 2015 kam unsere Vorlage      litäten wie z. B. transparente Durchblicke       Die Überbauung «Haldenhof» ist ja nicht
    ins Parlament und 2018 konnten wir mit den      Richtung Stadt und deren Umgebung, eine          das erste Werk von Ihnen. Sie bauen, sa-
    Bauarbeiten beginnen.                           optimale, fliessende Ausrichtung aller Räu­      nieren, restaurieren, renovieren seit 1976,
                                                    me sowie hochwertige Freiräume. Insbeson­        als Sie sich mit 29 Jahren selbstständig
    Die Überbauung des Haldenhof-Areals hat         dere lag uns auch daran, einen attraktiven       gemacht haben. Was ist Ihnen bei einem
    aber eine noch längere Vorgeschichte …          zentralen Platz zu schaffen, der sich weitflä­   Projekt wichtig?
    Allerdings! Es gab immer wieder Anläufe für     chig zwischen den vier Neubauten und dem         In erster Linie muss man für die Benutzer –
    Bauprojekte. Jene aus den Jahren 1957,          Bestand aufspannt. Dieser soll zur Begeg­        Bewohner, Industrie- oder Gewerbetreiben­
    1962 und 1971 scheiterten jedoch alle­          nungs- und Erholungszone werden, u. a. für       de und deren Mitarbeitende – und für die An­
    samt. 1996 stimmte der Stadtrat einer Än­       Ältere und für Familien, die ihren Lebensmit­    wohner planen; man muss ihr Herz gewinnen
    derung des heute noch geltenden Überbau­        telpunkt wohl eher ins Stadtzentrum verle­       und sie begeistern können! Eine weitere Prio­
    ungsplans aus dem Jahr 1961 zu. Es wurde        gen, wenn sie wissen, dass der Nachwuchs         rität gilt dem städtebaulichen Kontext: Passt
    damals die Genossenschaft Haldenhof ge­         dort unbeschwert und gefahrlos spielen           das Gebäude in seine Umgebung? Stets
    gründet, an der sich die Stadt mitbeteiligte.   kann.                                            stellt sich auch die Frage: Welche Aussenhül­
    Sie wollte auf dem unbebauten Grundstück                                                         le, welch schönes «Kleid» soll dieses Baupro­
    an der Felsenstrasse ein Mehrfamilienhaus       Und was waren die baulichen Herausforde-         jekt tragen? Damit meine ich, dass auch die
    errichten. Nach einem längeren Rechtsver­       rungen?                                          Fassade enorm wichtig ist, denn ein Gebäu­
    fahren wurde, aufgrund von Rekursen aus         Wir mussten 2018 ein 20 Meter tiefes Loch        de soll auch das Auge erfreuen. Und bei der
    der Nachbarschaft, diese Planänderung wie­      in den Fels sprengen. Während einiger Zeit       Sanierung eines historischen Objekts sind
    der aufgehoben. Ein reduziertes Projekt aus     detonierten täglich fünf bis zehn Sprengla­      – nebst den denkmalpflegerischen Auflagen
    dem Jahr 2002 wurde erneut mit Rekursen         dungen, da 25 000 Kubikmeter Fels abzutra­       – auch geschichtliche Aspekte zu beachten.
    angefochten. Deshalb sind wir umso glückli­     gen waren. Gemäss sorgfältiger Vorabklärun­      Wenn ich ein altehrwürdiges Restaurant wie
    cher, dass es im sechsten Anlauf dann end­      gen handelte es sich bei den Sprengungen         das «Bäumli» restauriere – mein erstes Pro­
    lich geklappt hat!                              um die schonendste Variante für alle Anwoh­      jekt als Selbstständiger –, dann muss auf

4   SPECIAL | Februar 2021
"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
INTERVIEW

Hans Jörg Schmid:
Mehr Freiheit und Verantwortung.

                    SPECIAL | Februar 2021   5
"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
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"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
INTERVIEW

viele Faktoren Rücksicht genommen wer­
den, wenn am Schluss alles stimmen soll.
Das gilt übrigens auch für weniger alte, aber
nichtsdestotrotz geschichtsträchtige, mar­
kante Häuser wie etwa das Bischoff-Textil-­
Hochhaus.

Trotzdem bauen Sie auch sehr modern, wie
einige Ihrer Mehr- und Einfamilienhäuser
zeigen.
Natürlich – modern heisst ja nicht schlecht,
und historisch nicht automatisch gut. Mir
ist es wichtig, dass der Kontext stimmt und
dass sich die Benutzer später in dem Objekt
wohlfühlen. Das war schon bei den Überbau­
ungen Bernhardswiesweg oder Dufourpark
in den 1980er-Jahren so. Der strengste Tes­
ter bin übrigens ich selbst: Ich habe schon
etliche Objekte, die ich gebaut habe, selbst
bewohnt. Zufrieden bin ich auch mit den an­
spruchsvollen Industrie- und Gewerbekom­
plexen, die ich realisiert habe, da sich diese
auch nach vielen, vielen Jahren für die Bau­
herren als effizient und nachhaltig erweisen.
                                                 Handwerker, Wissenschaftler, Spezialisten        Ich bin ein Freisinniger im wahren Wortsinn
                                                 aller Art, Bewohner und eine breite, kulturell   – ein Liberaler durch und durch, mit hohem
                                                 interessierte Öffentlichkeit begegnen und        sozialem und kulturellem Verantwortungs­
«Modern heisst ja nicht                          austauschen. Darüber hinaus plane ich die        bewusstsein. Ich stehe für mehr Freiheit
schlecht, und historisch                         Umsetzung eines zukunftsweisenden, autar­        und (Selbst-)Verantwortung nach humanisti­
nicht automatisch gut.»                          ken und nachhaltigen Energie-Konzepts mit        schen Grundsätzen ein. Der Staat soll sich
                                                 Wasserkraftwerk, Blockheizkraftwerken und        weder ins Privat- noch ins Geschäftsleben
                                                 Grundwasser-Wärmepumpen.                         einmischen – und auch nicht in die Kultur!
                                                                                                  Das wollten wir mit jährlich mehreren Vorträ­
Und Sie arbeiten auch nach wie vor an ei-        Jahrelang haben Sie auch den Tröckneturm         gen und Publikationen von «frei Denkenden»
nem ihrer wichtigsten Projekte, dem Sitter-      und das Burgweiher-Areal unterhalten,            – international bekannten Persönlichkeiten
tal-Areal, eine Art Lebenswerk.                  bis Sie das Grundstück 2019 quasi an die         wie Sir Karl Popper, Fritz Stern, Hans Magnus
Das Sittertal-Areal (eine ehemalige Textil­      Stadt verschenkten – obwohl gerade diese         Enzensberger, Bernhard Schlink, Beat Kap­
färberei) war ein Glücksfall: Da konnten wir     verhindert hatte, dass Sie dort bauen.           peler oder Tobias Straumann – untermauern
eine immense Industriebrache umnutzen            Das Kulturdenkmal Tröckneturm hatte ich in       und so dem Liberalismus zu mehr Beachtung
und kontinuierlich weiterentwickeln. Heu­        eine Stiftung eingebracht, mit Nutzung als       verhelfen. Ob uns das gut gelungen ist, wage
te befindet sich dort eine Vielzahl von Ge­      Begegnungsort, Tagungszentrum und Muse­          ich ob der Staatsgläubigkeit vieler, auch so­
werbe- und Wohneinheiten mit ganz unter­         um zur Wirtschafts- und Textilgeschichte der     genannt liberaler Politiker, allerdings zu be­
schiedlichen, spannenden Nutzern aus über        Stadt St.Gallen, und ich hätte auf dem riesi­    zweifeln (lacht).
40 Nationen, so u. a. die Stiftung für Arbeit,   gen Grundstück in der südöstlichen Ecke ger­
die Dock-­Gruppe, die Stiftung Sitterwerk mit    ne vier Mehrfamilienhäuser gebaut. Diese         Jetzt sind Sie 73 Jahre alt. Haben Sie sich
europaweit einzigartiger Kunstbibliothek,        Pläne wurden leider durch Einsprachen ver­       schon Gedanken über eine allfällige Nach-
Werkstoffarchiv und Künstlerateliers, das        hindert. Aber mein Ärger ist längst verflogen.   folgeregelung gemacht?
Kesselhaus Josephsohn, die Kunstgiesserei        Die einzige Bedingung, die ich an die Über­      Natürlich! Ich habe zwei langjährige, bewähr­
Lehner sowie erfolgreiche Hightech-Unter­        gabe des Areals geknüpft habe: Es muss           te Mitarbeitende als Partner aufgenommen.
nehmen, Industrie- und Gewerbebetriebe,          für die Stadt und ihre Bevölkerung auf dem       Mein «Werk» und die Verantwortung in der
Kreative und Forscher aus aller Welt, ein Was­   Areal eine gute, sinnhafte und nachhaltige       H. J. Schmid & Partner Architekten AG wer­
serkraftwerk und vieles mehr. Es herrschen       Entwicklung sichergestellt werden. Und es        den dereinst Ivan Lechthaler und Melanie
dort mittlerweile eine grossartige Diversität,   freut mich, dass inzwischen schon einiges        Wick übernehmen. Und meine sonstigen Ak­
eine inspirierende, innovative Atmosphä­         Positives umgesetzt worden ist.                  tivitäten, etwa im Bereich Immobilien, wird
re und lebendige Umgebung mit weltweiter                                                          meine Tochter Olivia weiterführen. Wann
Ausstrahlung, in der nicht nur ich mich über­    Sie waren auch jahrelang Präsident des           aber die Stabübergabe sein wird, ist noch
aus wohlfühle. In all den Jahren ist ein be­     «Liberalen Forums», mit dem Sie ab 1988          offen. Ich habe noch etliche Pläne, die ich
reicherndes, interdisziplinäres und innovati­    die St.Galler Kultur und Kulturpolitik libera-   gerne realisieren möchte – so etwa, den
ves Netzwerk entstanden, wo sich Künstler,       lisieren und aufmischen wollten.                 Haldenhof nach Westen hin zu erweitern.

                                                                                                                          SPECIAL | Februar 2021   7
"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
ARCHITEKTUR

    Aussergewöhnliches geschieht
    in St.Gallen
                             Das raumplanerische Gebot heisst seit geraumer Zeit «Entwicklung
                             nach innen». Das heisst, vorhandene Landressourcen wesentlich
                             intensiver zu nutzen und damit der Zersiedelung entgegen zu wirken.
                             Gerade in hochwertigen, erschlossenen innerstädtischen Lagen liefert
                             massvolles Verdichten einen wesentlichen Beitrag zum schonenden
                             Umgang mit der beschränkten Ressource Boden.

                             Westlich der Altstadt von St.Gallen sind meh­   Die Neubauten wurden in Massivbauweise
                             rere grössere Bauvorhaben im Gang. Das          erbaut und die innere Raumaufteilung mehr­
                             Quartier am Ausläufer des Bernegghangs          heitlich durch flexible Leichtbauwände er­
                             erhält zwischen der Wassergasse und der         stellt. Dank der optimierten Tragstruktur und
                             Felsenstrasse ein neues Gesicht. Einen we­      der anpassbaren Raumstruktur kann eine
                             sentlichen Anteil trägt die Siedelung Halden­   grosse Vielfalt an Wohnungstypen angebo­
                             hof dazu bei. Mit senkrecht zum Hang ste­       ten und damit auf verschiedenste Bedürf­
                             henden Gebäuden bricht sie zwar mit der         nisse der zukünftigen Mieter eingegangen
                             ortsüblichen Bebauungsstruktur von hang­        werden.
                             parallelen Bauten, schafft damit jedoch neue
                             Qualitäten wie Durchblicke Richtung Stadt,      Um den Wohnkomfort zu erhöhen, wird ein
                             gute Orientierung aller Räume und hoch­         Butlerservice aufgebaut. Dieser übernimmt
                             wertige Freiräume. Insbesondere wird ein        die Aufgaben des täglichen Bedarfs wie Ein­
                             zentraler Platz, der sich zwischen den vier     kauf oder Reinigung sowie das gesamte Fa­
                             Neubauten und dem Bestand aufspannt, ge­        cility Management mit zusätzlichen Sicher­
                             schaffen. Dieser lädt zum Treffen und Verwei­   heitsaufgaben.
                             len ein. Konzipiert wurde das Projekt von den
                             Architekten Hans Jörg Schmid aus St.Gallen      Aufgeteilt auf vier Gebäude, umfasst die
                             und Christoph Luchsinger und Max Bosshard       Überbauung insgesamt rund 60 Einheiten,
                             aus Luzern.                                     zu einem grossen Teil grosszügige Miet­
                                                                             wohnungen, ergänzt mit Gewerbeflächen.
                                                                             Der Ausbau ist hochwertig und entspricht
                             Durch Differenzie­rungen                        Eigentumsstandard. Die allermeisten Woh­
                             der Oberflächen erfahren die                    nungen verfügen über einen privaten Aus­
                                                                             senraum. Grosse Verglasungen und franzö­
                             Baukörper eine wohltuende
                                                                             sische Fenster mit Glasbrüstungen öffnen
                             Gliederung.                                     die Räume der Wohnungen nach aussen und
                                                                             gewährleisten einen ungehinderten Ausblick
                                                                             auf die Stadt. Die Energie für Heizung und
                             Die verdichtete Bauweise im Haldenhof bie­      Warmwasser wird mittels einer Erdsonden-
                             tet viel innenstädtischen Wohnraum. Gros­       Wärmepumpen­anlage gewonnen.
                             sen Wert wird dabei auf attraktive Freiräume
                             gelegt, sowohl private in Form von grosszügi­   Die gute Bauqualität widerspiegelt sich auch
                             gen Loggien als auch kollektive an zentraler    in der zeitgemäss gedämmten Fassadenkon­
                             Lage der Überbauung. Die zukünftigen Mie­       struktion, deren äusserste Schicht aus einer
                             ter profitieren von gut erreichbaren Naher­     langlebigen, hinterlüfteten Natursteinverklei­
                             hohlungsgebieten in der Umgebung, von Ein­      dung bestehen. Ihre vornehme zurückhalten­
                             kaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe        de architektonische Gestaltung prägt das
                             und vom in Gehdistanz liegenden Haupt­          Erscheinungsbild der Bauten. Durch subtile
                             bahnhof mit optimalen Verbindungen vom          Differenzierungen der Oberflächen erfahren
                             Bodensee bis zum Genfersee.                     die Baukörper eine wohltuende Gliederung,

8   SPECIAL | Februar 2021
"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
ARCHITEKTUR

                                die je nach Lichteinfall stärker oder schwä­
                                cher in Erscheinung tritt.

                                In der Überbauung Haldenhof vereint sich so­
                                mit ein attraktiver Standort, der sich durch
                                eine optimale Anbindung an die Umgebung
                                auszeichnet, mit einer hohen Bau- und Wohn­
                                qualität und einem nachhaltigen Energie­       Aufgeteilt auf vier Gebäude,
                                konzept. Die modernen Wohnungen bieten         umfasst die Überbauung
                                die besten Voraussetzungen, den zukünfti­      insgesamt rund 60 Einheiten.
                                gen Mietern ihren Wohntraum zu erfüllen.

Die verdichtete Bauweise im Haldenhof bietet viel
innenstädtischen Wohnraum.

                                                                                              SPECIAL | Februar 2021   9
"Herz und Auge erfreuen" - Architekt Hans Jörg Schmid
GESCHICHTE

     Zur Geschichte                                                                                                    Kupferstich von 1761,
                                                                                                                       Nr. 6: St.Gallenbrunnen,

     des Haldenhofs                                                                                                    Nr. 10: Grüner Turm.

     Sankt Galli Brunnen                               er Heimsuchung der Stadt durch die Pest in     St.Gallibrunnen, in der nunmehr das soge­
     Auf einem Planprospekt, der die Stadt St.Gal­     nächster Nähe einen Zufluchtsort zur Verfü­    nannte Seelenhaus, das heisst das Kranken­
     len im 17. Jahrhundert zeigt, ist ausserhalb      gung zu haben».                                haus für Fremde, sich befindet.» Das «See­
     der Stadtmauer, zwischen der heutigen Was­        In der «Beschreibung der Stadt St.Gallen»      lenhaus» ist an der heutigen Wassergasse
     sergasse und der Bernegg, ein Feld einge­         von 1761 lesen wir: «Auf der Mittags- und      eingetragen als «Fremden Spital» auf dem
     zeichnet und angeschrieben mit «zu St.Gal­        Abend-Seiten denn ist St.Galli Brunn, Kugel­   «Uebersichtsplan der Stadtgemeinde St.Gal­
     len Brunn».                                       Moos, St.Leonhard, u.s.f. mit vielen und       len» von 1863.
     Von dem heute nicht mehr bekannten Namen          theils schönen Lust- und Land-Häuseren,        Diese «Wohlfahrtseinrichtung» befand sich in
     «St.Gallenbrunnen» ist bereits um 1300 als        Gärten und Aeckeren, wie rings herum auf       der Spiservorstadt, bis sie 1821 «als neues
     «de Fonte sancti Galli», als von einer dem hei­   der Ebne und beydseitigen Bergen wohl ver­     Seelhaus oder Fremdenspital» an der Was­
     ligen Gallus geweihten Quelle, die Rede. Im       sehen.»                                        sergasse eingerichtet werden konnte. Auf­
     Jahr 1492 wird ein Garten zu «Sant gallen         «St.Gallus Brunn» findet sich dann auch auf    nahme fanden durchreisende dürftige Kran­
     brunnen» erwähnt, der an die Bernegg und          einem «Grundriss der Stadt St.Gallen» von      ke und Arme sowie in der Stadt angestellte
     «an die stras» anstosse.                          1809. «Gallusbrunnen» (Wassergasse) wird       Dienstboten, Knechte und Handwerksgesel­
     Um 1589 baute der schwerreiche Hans               noch erwähnt in den Adressbüchern der          len. Als 1867 das neue Gemeindekranken­
     Schlumpf (1541-1594) das heutige Stadt­           Stadt St.Gallen von 1861 bis 1875. Dazu        haus an der Rorschacher Strasse gebaut
     haus an der Gallusstrasse. Gleichzeitig           schrieb der Maler und Geschichtsschreiber      war, wurde das Fremdenspital aufgehoben
     errichtete er auf seinem Acker am Stadt­          Georg Leonhard Hartmann (1764-1828):           und dessen Gebäude verkauft. Später be­
     graben, hinter dem Grünen Turm, ein Som­          «Zuoberst an der obern Grabengasse liegt,      fand sich in diesem Haus an der Wassergas­
     merhaus mit zwei Stockwerken, um «bei neu­        an dem Fusse der Berneck, die alte Vorstadt    se 22 das «Restaurant Buchegger», dessen

10   SPECIAL | Februar 2021
GESCHICHTE

                                                                                                                   1 Postkarte; Ansicht von
                                                                                                                     Süden auf den heutigen
                                                                                                                     Haldenhof.
                                                                                                                   2 «Führergeburtstag» 1940
                                                                                                                     im Deutschen Heim an der
                                                                                                                     Haldenstrasse 1.
                                                                                                                   3 Das ehemalige Fremden­
                                                                                                                     spital an der Wassergasse.
                                                                                                                   4 Das ehemalige Restaurant
                                                                                                                     Gallusbrunnen an der
                                        1      2                                                                     Wassergasse 22.

Name auf den «Speisewirth» Franz Karl Buch­        unglücktes Mosaik von Gallus und dem Bä­        und 1880 miteinander vergleicht, stellt man
egger zurückging. Seit etwa 1948 war es            ren. In seiner jetzigen Fassung stammt es       auch für diese «Vorstadt» einen gewaltigen
dann das «Restaurant Gallusbrunnen». Der           aus dem Jahr 1894.                              «Bauboom» fest. Nachdem bereits um 1830
1923 geborene und an der Wassergasse auf­                                                          beim Grünen Turm das heutige «Einstein» als
gewachsene Hans Tobler kann sich an das            Die Wassergasse                                 «Appretur-Etablissement» gebaut worden
alte Fremdenspital bzw. Restaurant erinnern,       Vom Grünen Turm aus, der 1839 abgebro­          war, wurden im 19. Jahrhundert beidseits der
liessen doch die Stockwerkgrundrisse und           chen wurde, führt die Wassergasse zur Teu­      Wassergasse immer mehr Gebäude errich­
die Tatsache, dass «alle Zimmer ihre Türen         fenerstrasse, sozusagen als nördliche Be­       tet. Erwähnt sei als Beispiel die Schlosserei
zum Gang hatten» die einstige Zweckbestim­         grenzung des Haldenquartiers. Nach Martin       Tobler, die von 1879 bis 1957 in dieser Ge­
mung des Hauses noch erkennen. Er wuss­            Arnet entstand der Gassenname erst im 19.       gend betrieben wurde.
te zudem zu berichten, dass «im angebau­           Jahrhundert, weil sich entlang des Strassen­    Hans Tobler trat 1941 «in die väterliche Fir­
ten kleinen Leichenhaus» der Kohlenhändler         zuges die Wasser sammelten, die von der         ma ein». In einem Gespräch im Januar 2020
Max Hermann Källi (1897-1989) eine «Holz­          Bernegg herunterflossen. An dieser Gasse        erzählte er, die Wassergasse sei früher der
spalterei» betrieb.                                wurde seit 1721 eine Weberei betrieben, wel­    Inbegriff einer kleinbürgerlichen Arbeits- und
Erwähnt sei noch das «Gallusbrünneli» an           che diese Wasserkraft nützte. Es war die «Fa­   Lebensgemeinschaft gewesen, wo man auf
der Wassergasse. Am Haus Wassergasse               brik» des Peter Bion (1684-1735), der 1717      einer Länge von einem halben Kilometer al­
23 wies einst ein farbiges Tafelbild auf die       in das Bürgerrecht der Stadt aufgenommen        les erhalten konnte. Toblers Elternhaus war
alte Quelle hin, die diesen «Methusalem            wurde und hier Barchent zu weben begann.        der «Grundstein», die heutige «Velo-Flicki» an
der St.Galler Brunnen», speiste. Seine bild­       Wenn man die Pläne zur baulichen Entwick­       der Wassergasse 13. Dieses Haus war von
stockähnliche Umrahmung schmückt ein ver­          lung der Stadt St.Gallen von 1830, 1860         1938 bis 1945 dank Toblers Mutter Luise

                                                                  3      4

                                                                                                                           SPECIAL | Februar 2021   11
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GESCHICHTE

Tobler-Engler (1894-1985) «Zufluchtsort für    Haldenhof und Haldenstrasse                      (1855-1913) das Doppelwohn- und Ge­
viele jüdische Flüchtlinge».                   Der Name «Haldenhof» fehlt in den Adressbü­      schäftshaus Haldenstrasse l/5. Etwas spä­
Etwas weiter westlich, an der Haldenstras­     chern von 1861 und 1875 noch. Im Adress­         ter, 1906, wurde für den Konditor Anton
se 1, befand sich bis 1945 das «Deutsche       buch von 1888 findet sich dann die Halden­       Engeler-Thoma an der Wassergasse das heu­
Heim», wo 1940 «Führers Geburtstag» ge­        strasse, 1903 auch der Haldenhof. Den            te noch bestehende Wohn- und Geschäfts­
feiert und 1945 noch eine «Feier der Macht­    Namen erhielt das kleine Quartier südlich der    haus «Zum Auto» errichtet. Dieser Bau fällt
übernahme» veranstaltet wurde. Hans Tobler     Wassergasse vom Hausnamen «Haldenhof».           in die Zeit der Stickereiblüte und des Jugend­
erzählte, die Wände des Raumes seien von       An der Haldenstrasse standen um 1903             stils (um 1900). In der Stadt St.Gallen knat­
oben bis unten mit Hakenkreuzfahnen ver­       etwa zehn Gebäude; im «Haldenhof» sind           terte 1899 die erste «Benzindroschke» über
hängt gewesen, und dort seien Deutsche, die    fünf Häuser erwähnt. Auch das «Haldenquar­       das holperige Pflaster, und zehn Jahre später
nicht der Partei angehörten, hart bedrängt     tier» war eine «kleinbürgerliche Arbeits- und    gab es hier bereits etwa fünfzig Autos.
und zum Mitmachen genötigt worden. Den         Lebensgemeinschaft», die hier, gegenüber
Schweizern gegenüber habe man Zurückhal­       dem Rosenberg und «schattenhalb», sich           Ausklang
tung geübt, um nicht aufzufallen.              niederzulassen begann: Beamte, Lehrer, An­       Nach dem Ersten Weltkrieg liess ein Nach­
Ganz in der Nähe, an der Kapellenstrasse,      gestellte, Kaufleute, Handwerker, Textilarbei­   kriegsboom die Exportzahlen für die Sticke­
bezog 1919 die ostjüdische Gemeinde ihre       terinnen. Nach dem «Adressbuch der Stadt         reien in den Jahren 1919/20 noch einmal
neue Synagoge, die im Volksmund «Judeche­      St.Gallen» von 1903 wurde damals im «Hal­        massiv ansteigen. Aber danach setzte in
le» genannt wurde.                             denhof» eine «Kneipp'sche Badanstalt» be­        der sanktgallischen Hauptindustrie – eben
Als Nachbarn hörten die Toblers «den Rabbi     trieben; auch eine «Papiersackfabrik» gab es     der Stickerei – eine Depression ein, die ih­
am Sabbat seine Rituale singen», und «das      dort. Im Zusammenhang mit der Textilindus­       ren Tiefpunkt um 1935 erreichte. Die Sticke­
jüdische Neujahr und das Laubhüttenfest»       trie sind ein Appretierarbeiter, ein Posamen­    reikrise und die beiden Weltkriege hatten
waren ihnen ein Begriff. Die Sanktgaller Ju­   ter und ein Ausrüstgeschäft erwähnt, sodann      zur Folge, dass die Bautätigkeit in der Stadt
den hatten 1881 ihre Synagoge an der Fron­     eine «Decorations- und Flachmalerei», ein        St.Gallen beinahe stillstand. Erst nach
gartenstrasse eingeweiht. Nach Hans Tobler     Schlosser, ein Zimmermann, ein Postillon,        dem Zweiten Weltkrieg kam dann um 1950
waren «unsere Juden» integriert, wohinge­      ein Kaufmann und ein Privatier.                  der Aufschwung, und die Bautätigkeit hat­
gen die vor allem aus Polen und Rumänien       Anton Pfister-Schmidhauser war Wechsel-          te eine Konjunktur, die bis heute andauert:
anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts ein­      und Effektensensal (Handelsmakler), der          Öffentliche Bauten und neue Wohnquartiere
gewanderten orthodoxen «Ostjuden» einem        «An- und Verkauf von soliden Wertpapie­          entstanden; ganze Strassenzüge und Stadt­
«weniger nahe waren». «Trotz der grossen Ge­   ren, Agenturen und Liquidationen» anpries.       quartiere wurden verändert, wie beispiels­
gensätze lebte man friedlich nebeneinander,    Für ihn baute 1902 der bekannte Archi­           weise das Bleicheliquartier (seit 1970), die
miteinander wäre übertrieben gesagt.»          tekt und Bauunternehmer Wendelin Heene           Wassergasse und der «Haldenhof».

                                                                                                                Blick auf das Bleicheli und
                                                                                                                die Felsenstrasse; der neue
                                                                                                                Haldenhof steht heute rechts
                                                                                                                des «angeschnittenen»
                                                                                                                Gebäudes in der Bildmitte.
                                                                                                                Aufnahme von 1937

                                                                                                                        SPECIAL | Februar 2021   13
PROFIL

     Weitblick soweit

                                                       bei Terrassen und Balkonen seine volle Wirk- Vorteile auf
                                                       kraft: Wer nicht will, dass der Weitblick an der                    Glas im W
                                                       Brüstung endet, setzt auf die Montage eines zept, weil es
                                                       Ganzglasgeländers.                                              kleine Räume
                                                           Dabei ist absolute Präzision gefragt: Die op- und pflegeleic
                                                       tisch filigran wirkenden, jedoch aus absolut möglichkeiten
                                                       bruchsicherem Verbundsicherheitsglas gefer-
                                                       tigten Glasmodule werden in speziell vormon- Glasvetia ste
                                                       tierte Unterkonstruktionsprofile eingepasst. Al-                    • Kurze L
                                                                le Glasflächen werden ohne vertikale                       • Auf Mas
                                 «Glas beweist als Pfosten montiert.Aussicht
     Uneingeschränkte Aussicht mit einer modernen und ästhetisch                    Fallsmöglichst
                                                                                           gewünscht,       kann
                                                                                                    uneingeschränkt möglich
                                                                                                                           • Keine M
     bestechenden Lösung. Dank Glas ästhetisches
                                        ist vieles ganz einfachauch einen Handlauf          angebracht
                                                                                 sein. Die Planer            wer-des renom-• Nur Ech
                                                                                                  und Architekten
                                                                                 mierten Büros H.J. Schmid & Partner setzten
                                Gestaltungsmittel den.
     realisierbar. Das St.Galler Unternehmen Glasvetia hat sich    ganz
                                                                                 den Werkstoff Glas im Innen- und Aussen-
                                                                                                                           • Profillos
     auf diesen vielfältigen Baustoff spezialisiert und hilft seinerIst eine ausreichende          elegant wie zweckmässig• Individu
                                                                                                 Tragfähigkeit
                                bei  Terrassen       und
     Kundschaft bei der Realisierung ihrer Bauträume aus Glas.
                                                                                 bereich genauso
                                                                gegeben, ist die Montage
                                                                                 in Szene. eines Ganzglas-                 • Kompet
                                   Balkonen seine geländers auf allen Untergründen mög-                                      oder vo
                                                                                 Ganzglasgeländer
                                 volle Wirkkraft.» lich; sei es nun Beton,                         oder Holz. enorme• Rasche
                                                                                          StahlGestaltungsmittel,
                                                                                 Ästhetisches
                                                                                 Aufwertung von Terrassen und Balkonen Auftrag
                                                                                             oder schlicht der Beweis, dass weniger mehr
                                                              L(e)ichtigkeit im Treppenhaus
                                                 Glasvetia-Produkte am Objekt Haldenhof ist. Wenn die private Freiluftoase nicht an der
                                                              Die vertikale
                                           Die neue Wohnüberbauung             Erschliessung
                                                                        Haldenhof, be-              der soll,
                                                                                        Brüstung enden   Stockwerke
                                                                                                              empfiehlt sich dieDas
                                                                                                                                Mon- Glasvetia
                                           sticht durch die fantastische Aussicht auf   tage eines Ganzglasgeländers.
                                                          mit Glas öffnet den Raum vom Keller bis unters telefonischer
                                           die St.Galler-Innenstadt. Die grosszügigen
                                                          Dach und lässt das SonnenlichtBei der Montagedurchs      ganze raum an der
                                                                                                           eines Ganzglasgeländers
                                                          Haus scheinen. Glas setzt            nicht gefragt:
                                                                                        ist Präzision  nur neue       op- filigran
                                                                                                                 Die optisch    zu Hause – p
                                                                                        wirkenden, jedoch aus absolut bruchsiche-
                                                          tische Akzente in der Absturzsicherheit, Glas le Aufträge w
                    «Glas beweist als ästhetisches                                      rem Verbundsicherheitsglas gefertigten
                    Gestaltungsmittel bei Terrassen       ermöglicht      auch,    dass   dunklere
                                                                                        Glasmodule      Räume
                                                                                                     werden          vom
                                                                                                             in speziell        abgewickelt.
                                                                                                                         vormontierte

                    und Balkonen seine volle Wirkkraft.»  direkten, natürlichen Licht profitieren können.
                                                                                        Unterkonstruktionsprofile   eingepasst.   Die
                                                                                        Glasflächen werden ohne vertikale Pfosten
                                                          Der filigrane und elegante             Baustoff ist dank Öffnungszei
                                                                                        montiert. Der Handlauf kann optional nach-
                                                          gekonnt eingesetzten Konstruktionen                    extrem Montag bis Fre
                                                                                        träglich angebracht werden.
                                           Wohnungen sollten einerseits dem Bedürf-
                                                          sicher.                                                               Samstag auf V
                                           nis nach modernem und bequemem Woh-          Möglich ist die Montage eines Ganzglasge-
                                           nen gerecht werden, andererseits sollte die  länders auf allen Arten von Untergrund, egal

14
 2   SPECIAL | Februar 2021
das Auge reicht!

  einen Blick
Wohnbereich passt in jedes Wohnkon-
  zeitlos und modern wirkt. Es lässt
 e grösser erscheinen, ist hygienisch
 cht, bietet grenzenlose Gestaltungs-
 n und grenzt ab, ohne zu trennen.

 eht für:
Lieferfristen
 ss gefertigt – ohne Aufpreis
Maximalmasse
           ob Beton, Stahl oder Holz, sofern eine aus-       mit gestaltet. So kennt man die vielfältigen
 htglas-Ausführungen
           reichende Tragfähigkeit gegeben ist. Ob als       Anwendungsmöglichkeiten von Glas sehr
           seitliche oder flächenbündige Montage aus-        genau und kann auf die individuellen Be-
 se Ausführung
           geführt – die überzeugende Ganzglasgelän-         dürfnisse, Anforderungen und Wünsche von
 uelle Glas-   und Beschlägearten
           der-Baureihe  GM RAILING® bietet durch die        Architekten und Planern eingehen. Vom ers-
 tente Beratung      in der Ausstellung
           unterschiedlichsten  Profilarten die passen-      ten Kontakt an, über die Beratung, Angebots-
           de Lösung.                                        stellung und Auftragsabwicklung bis hin zur
or Ort
                                                             Montage, wickelt die Glasvetia AG Aufträge
  und termingerechte                                         kompetent, sorgfältig und termingerecht ab.
gsabwicklung
           «Glas kennt viele
          Anwendungsmöglichkeiten.»
 a-Team freut sich, Kundschaft nach
r Voranmeldung im neuen Schau-
  Bildstrasse   2a in das
          GM RAILING,   St.Gallen      – oder
                            geprüfte Ganzglasgeländer,
professionell   beraten zu dürfen.
          zeigt architektonische und neue Al-
                                           technische
          Möglichkeiten im Bereich der Glaseinspan-
werden sorgfältig und termingerecht
          nungen. Das modulartig aufgebaute System           Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
             besticht durch Einzigartigkeit und Qualität.    Weitere Infos erhalten Sie hier auf
             Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten basie-
             rend auf den 8 Grundtypen – Top, Side, Level,
 iten        Massiv, Plan, Front, Solo, Epic und Bent.
 eitag von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr
         Die Glasvetia     AG ist ein junges und agiles
Voranmeldung
             Unternehmen, das sich auf den Baustoff
             Glas spezialisiert hat und dessen Zukunft       glasvetia.ch

                                                 Die Ostschweiz 3/2020                                      SPECIAL | Februar 2021   15
                                                                                                                                     3
HANS JÖRG SCHMID

     Architekt, Philosoph, Mäzen
     – und Freund
                                                         Nachdem ich seit 1971 in St.Gallen als Stadtarchivar geamtet hatte,
                                                         wurde ich 1973 in die hochbedeutende «Kommission für Altstadt und
                                                         Denkmalpflege» gewählt. Einige Jahre später traf ich im Zusammen-
                                                         hang mit einem Sgraffito des Malers Walter Vogel (1899-1994) am
                                                         Haus der Samenhandlung Stumpp zum ersten Mal mit Hans Jörg
                                                         Schmid zusammen. Die sogenannte Expertenkommission hatte 1979
                                                         «betreffend Umgestaltung der Ostfassade Hinterlaube 13» zu befinden.

                                                         Die wichtigste Begegnung war aber der Au­      zur jeweiligen Lektüre: Von November 2007
                                                         genschein vom 9. Februar 1995 im Sittertal     bis September 2008 lasen wir von Aristote­
                                                         und im Tröckneturm zu Schönenwegen, an         les (384-322 v. Chr.) dessen Werk «Politik».
                                                         dem auch Stadtarchivar Marcel Mayer und        Da steht beispielsweise: «Denn man sieht,
                                                         der Konservator des Historischen Museums       daß man nicht etwa die Tugend mit Hilfe der
                                                         Louis Specker unter Führung von Architekt      äußeren Güter erwirbt und bewahrt, sondern
                                                         Hans Jörg Schmid teilnahmen. Man war sich      umgekehrt, und daß das glückliche Leben,
                                                         schnell einig: Der Tröckneturm und die Ge­     mag es nun für die Menschen in der Freude
                                                         bäulichkeiten der ehemaligen Färberei Sit­     bestehen oder in der Tugend oder in beidem,
                                                         tertal sind hervorragende Zeugen der Sankt­    weit mehr bei denen ist, die im Übermaß mit
                                                         galler Industrie- und Wirtschaftsgeschichte.   Charakter und Überlegung ausgerüstet sind
                                                         Vor allem im Tröckneturm sahen die Histori­    und an äußeren Gütern nur Mäßiges besit­
                                                         ker eine willkommene Gelegenheit, diese Ka­    zen, als bei jenen, die solche mehr als not­
                                                         pitel der Stadtgeschichte zu dokumentieren.    wendig besitzen, dagegen an jenem zu wenig
                                                         Im Jahr 1997 wurde die «Stiftung Tröckne­      haben.» Diesen schönen Satz kommentiere
                                                         turm St.Gallen» gegründet, der Hans Jörg       Hans Jörg am 10. September 2008 mit: «Do
                                                         Schmid jahrelang als Präsident vorstand. In    hät er an Eu denkt!»
                                                         den folgenden Jahren wurde der Tröckneturm
                                                         unter der Leitung und mit grosser finanziel­
                                                         ler Unterstützung durch Hans Jörg Schmid
     Der Historiker PD Dr. phil. Ernst Ziegler ist alt   renoviert und darin ein Veranstaltungs- und
                                                                                                        «Schmid ist einer
     Stadtarchivar von St.Gallen (1971-2003) und         Vortragsraum, eine Photodokumentation zu       der ‹geistigen Väter›
     ein langjähriger Freund und Weggefährte von
     Hans Jörg Schmid.
                                                         St.Gallen und Straubenzell sowie eine Aus­     des 1988 gegründeten
                                                         stellung zum Thema «St.Galler Textilindus­     Liberalen Forums.»
                                                         trie: Leinwand-Baumwolle-Stickerei» einge­
                                                         richtet. Nachdem Umbau und Ausgestaltung
                                                         des Tröckneturms 2005 abgeschlossen wa­
                                                         ren, wurde 2007, zum 60. Geburtstag von        Der römische Gelehrte Censorinus widmete
                                                         Hans Jörg, der Band «Geschichte im Tröck­      238 v. Chr. seinem Freund Quintus Caerelli­
                                                         neturm zu Schönenwegen in St.Gallen» her­      us, ein Ritter und Gerichtsredner, ein latei­
                                                         ausgegeben. Architekt Schmid ist einer der     nisch geschriebenes Werk mit dem Titel «De
                                                         «geistigen Väter» des 1988 gegründeten Li­     die natali», Über den Geburtstag. Censorinus
                                                         beralen Forums, das er von 1992 bis 2018       schreibt darin von den Vorzügen des Geistes
                                                         präsidierte und dessen Veranstaltungen         seines Freundes, dem aber auch «wertvolle
                                                         dann ab 2005 meistens im Tröckneturm           Güter» nicht fehlen würden. Ich nehme an,
                                                         stattfanden.                                   dass Hans Jörg über ziemlich viele «wertvolle
                                                                                                        äussere Güter» auch finanzieller Art, verfügt.
                                                         Im Jahr 2000 gründeten Hans Jörg Schmid        Sie sind mir nicht näher bekannt, weil ich
                                                         und ich das «Philosophische Kränzchen». Un­    ihn vor allem als Philosoph und Geschichts­
                                                         vergessen sind mir Hans Jörgs Kommentare       freund kenne.

16   SPECIAL | Februar 2021
HANS JÖRG SCHMID

In diesem Zusammenhang erinnere ich              stößel». Hohes Lob zollte der Basler den
mich an ein Dictum des Philosophen Arthur        italienischen Weinen, und wie sehr er auch     Geh, iss mit Freuden dein Brot
Schopenhauer (1788-1860), der eigent­            gegen den Bau der Gotthardbahn wetterte,       und trink deinen Wein
lich hätte Kaufmann werden sollen. Als er        einen Vorteil sah er doch: «Ich meinerseits    mit fröhlichem Herzen;
um 1820 wegen finanzieller Angelegenhei­         fände die Vollendung des Gotthard vorzüg­      denn längst hat Gott
ten mit einem Handelsherrn in Streit ge­         lich deßhalb wünschbar weil wir dann wohl­     dein Tun gebilligt.
riet, schrieb er diesem nach gewonnener          feilen italienischen Wein, und zwar in Mas­
Schlacht: «Sie sehn, daß man wohl ein Phi­       sen, bekämen.»                                 Geniesse des Lebens
losoph seyn kann, ohne deshalb ein Narr zu                                                      mit dem geliebten Weibe
seyn.»                                           Für Hans Jörg war die Vollendung der NEAT      alle die Tage des flüchtigen Daseins,
                                                 vermutlich nicht des Weines wegen wichtig,     das dir verliehen ist unter der Sonne;
Ich erwähne Schopenhauer auch deshalb,           da er wahrscheinlich italienischen und ande­   denn das ist dein Teil am Leben
weil Hans Jörg Schmid verschiedene Veröf­        ren Wein «in Massen» allhier zur Verfügung     und für die Mühe,
fentlichungen von Schopenhauers Werken           hat – auch ohne Gotthardbahn. Zum fröhli­      womit du dich abmühst
mitsubventioniert hat: «Cholerabuch, Philo­      chen Beschluss dieser Laudatio zwei Verse      unter der Sonne.
sophische Notizen aus dem Nachlass»,             aus dem «Prediger Salomo»:
«Philosophari, Zettelsammlung aus dem
Nachlass» sowie meine drei «Miniaturen» zu
Schopenhauer und Platon, Aristoteles und
Plotin.
                                                 «Schmid hat in seiner Arbeit‚ Demokratie – wohin?
Wenn ich mich recht erinnere, gefiel Hans        Betrachtungen eines Bürgers’ Burckhardt, Machiavelli,
Jörg der Basler Kultur- und Kunsthistoriker      Friedrich den Grossen und anderen prominent zitiert.»
(und Schopenhauerianer) Jacob Burckhardt
(1818-1897) mit seinen «Weltgeschichtli­
chen Betrachtungen». Mit ihm befassten wir
uns von Mitte Oktober 2008 bis April 2010.
Burckhardt hat er jedenfalls in seiner Arbeit
                                                                                                                                      Anzeige
von 2005 «Demokratie – wohin? Betrachtun­
gen eines Bürgers» prominent zitiert, zusam­
men mit Machiavelli, Friedrich dem Grossen
und anderen.

   «Schmid hat verschiedene
     Veröffentlichungen von
    Schopenhauers Werken
      mitsubventioniert.»

Wie Hans Jörg war Jacob Burckhardt ein
grosser Italienfreund und Weinliebhaber,
wobei Hans Jörg zudem ein grosser Wein­
kenner ist. Burckhardt war von 1855 bis
1858 Professor am Polytechnikum (ETH)
in Zürich. Den Wein, den er während sei­
ner Zürcher Tätigkeit hätte trinken sollen,
konnte er «nervenhalber» nicht vertragen.
Er schrieb 1855: «Wenn man zwei Schoppen
getrunken hat, so geht man ganz nüchtern
nach Hause, legt sich ganz nüchtern nieder,
und dann auf einmal geht das Bett mit mir
im Kreise herum. Überhaupt wächst hier zu
Lande ein tückischer Wein neben dem an­
dern. Es gibt eine Sorte Winterthurer, der un­
mittelbar auf die Kniekehlen schlägt.» Den
«cyprischen Wein» bezeichnete er als «Hirn­

                                                                                                                     SPECIAL | Februar 2021     17
Herzlichen Dank an die Bauherrschaft!

      Grünenfelder & Lorenz AG
      Bauingenieure und Planer

                                 Verlässlich, verantwortlich, ein Partner - in St. Gallen seit 1934.

                                     Mateus Faustino
                                     079 447 00 08
                                                                          Wir danken der
                                     MS FAUSTINO Gips GmbH                Bauherrschaft
                                     Büro: Alte Speicherstr. 6            für den Auftrag.
                                     9053 Teufen
                                     Filiale: Steigstr. 39
                                     9055 Bühler
                                     T/F: 071 790 07 33
                                     info@msfaustino.ch
                                     www.msfaustino.ch

Gerne haben wir die Anlagen Heizung und Lüftung ausgeführt.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Wenn es um Gebäudetechnik geht,
sind wir auch in Zukunft Ihr Partner.
                                                                            Hälg & Co. AG
                                                                            Heizung • Lüftung • Klima • Kälte • Sanitär

                                                                            Lukasstrasse 30 | 9001 St.Gallen
                                                                            T +41 71 243 38 38 | haelg.ch
REFERENZEN

    Vom «Tröckneturm» bis zum «Oceanic»
    Ein kurzer Einblick in das über
    40-jährige architektonische
    Schaffen von Hans Jörg Schmid in
    St.Gallen und darüber hinaus.

                                                                                 Sanierung Wohn- und Gewerbehaus
                                                                                 Schreinerstrasse
                                                                                 Projekt: Diverse Sanierungen
                                                                                 Standort: Schreinerstrasse, St.Gallen
                                                                                 Fertigstellung: 1981

                          Überbauung Dufourpark
                          Projekt: Neubau sieben Mehrfamilienhäuser
                          Standort: Rötelistrasse, St.Gallen
                          Fertigstellung: 1989

                                                                      Neubau EFH Abtwil
                                                                      Projekt: Neubau Einfamilienhaus
                                                                      Standort: Abtwil
                                                                      Fertigstellung: 2017

Sittertal-Areal
Projekt: Arealentwicklung mit Industrie-,
Gewerbe, und Wohnflächen
Standort: Sittertalstrasse, St.Gallen

                     Sanierung Restaurant Bäumli                                     Sanierung Haus Oceanic
                     Projekt: Diverse Sanierungen                                    Projekt: Sanierung
                     Standort: Schmiedgasse, St.Gallen                               Standort: St.Leonardstrasse, St.Gallen
                     Fertigstellung: 1976                                            Fertigstellung: 1990

                                                                                                        SPECIAL | Februar 2021   19
Von der Planung bis zur Pflege für Sie da.
                                 Garten- und Landschaftsbau
                                 Büro für Landschaftsarchitektur- und Freiraumgestaltung
                                 Garten- und Baumpflege

Hänni Gartenbau und Landschaftsarchitektur AG, Mingerstrasse 7, 9014 St. Gallen, Telefon 071 277 23 03, landschaftsarchitektur@haennigartenbau.ch, www.haennigartenbau.ch

                                                                                                         Herzlichen Dank für Ihren Auftrag!
                                                                                                                                                zuffelato-wirrer.ch
REFERENZEN

Überbauung Sonne Rotmonten
Projekt: Neubau vier Mehrfamilienhäuser
Standort: Rotmonten, St.Gallen
Fertigstellung: Sommer 2016
                                               Sanierung Restaurant Zum Goldenen Schäfli
                                               Projekt: Diverse Sanierungen
                                               Standort: Metzgergasse, St.Gallen
                                               Fertigstellung: 1979

                                           Neubau ZFH Diepoldsau
                                           Projekt: Neubau Zweifamilienhaus
                                           Standort: Diepoldsau
                                           Fertigstellung: März 2015

 Sanierung Tröckneturm
 Projekt: Fassaden- und Innenraumsanierung Tröckneturm
 Standort: Burgweiherweg, St.Gallen
 Fertigstellung: 1999

                                              Neubau Stickereiwerk
                                              Projekt: Neubau Bitex Kronbühl
                                              Standort: Arbonerstrasse, Wittenbach
                                              Fertigstellung: 1986

                          Neubau Gewerbehaus Merkurstrasse
                          Projekt: Neubau
                          Standort: Merkurstrasse, St.Gallen
                          Fertigstellung: 1990

                                              Überbauung Bernhardswiesweg
                                              Projekt: Neubau Mehrfamilienhaus-Überbauung
                                              Standort: Bernhardswiesweg, St.Gallen
                                              Fertigstellung: 1979
                                                                                            SPECIAL | Februar 2021   21
TEAM

     Ihr Partner fürs Bauen
                                                    Die Angebotspalette der H. J. Schmid & Partner Architekten AG
                                                    umfasst neben städtebaulichen Planungen mit Sondernutzungsplan
                                                    auch Wohnsiedlungen, Mehr- und Einfamilienhäuser sowie Industrie-
                                                    bauten, aber auch Umbauten und Sanierungen in den unterschied-
                                                    lichsten Bereichen.

     Hans Jörg Schmid
     Mitglied der Geschäftsleitung | Architektur
     Dipl. Architekt SIA
                                                                                                    Ivan Lechthaler
                                                                                                    Mitglied der Geschäftsleitung | Bauleitung
                                                                                                    Eidg. dipl. Bauleiter

                                            Melanie Wick
                                            Mitglied der Geschäftsleitung | Architektur
                                            Bachelor of Arts ZFH in Architektur

                                                    Mit seinem Team aus versierten Fachleuten
                                                    bietet Hans Jörg Schmid ein Gesamt­paket           H. J. Schmid & Partner Architekten AG
                                                    von der ersten Skizze und Beratung über            Sittertalstrasse 34
                                                    eine effiziente Planung bis hin zur terminge­      CH-9014 St.Gallen
                                                    rechten Ausführung an.
                                                                                                       Tel.: +41 71 274 57 37
                                                                                                       Fax: +41 71 274 57 34

                                                                                                       info@hjs-partner.ch
                                                                                                       www.hjs-partner.ch

22   SPECIAL | Februar 2021
Vielen Dank - für den
                                                                geschätzten Auftrag!

                                                                                                            Klarer Fenster AG
                                                                                                            Gröblistr. 14
                                                                                                            9014 St. Gallen
                 KLARER FENSTER                                                                             T 071 272 10 10
                                                                                                            klarer@klarer.ch
                                                                         alles klar.                        www.klarer.ch

             Den Charakter eines
             Quartiers prägen?
             Warum nicht.
Wir danken Hans Jörg Schmid für sein unternehmerisches Engagement
für die Ostschweiz und gratulieren ihm zur Überbauung «Haldenhof».

Als Bank für Unternehmer fördern wir das Unternehmertum. Seit 1856.

credit-suisse.com/unternehmer

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ERSTVERMIETUNG HALDENHOF ST. GALLEN

2 ½- bis 4 ½-Zimmer-Mietwohnungen
4 ½-Zimmer- Attika- und 6-Zimmer-Attikawohnungen

Moderne, helle Wohnungen mit Sitzplatz, Loggia oder Terrasse

an ruhiger, stadtnaher Lage. Hochwertiger Innenausbau

Parkplätze in Einstellhalle (E-Auto / E-Bike-Anschlüsse möglich), Rollstuhlgängiger Lift

Bezug ab Mai 2021.
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