IDEELLES BEGLEITPROGRAMM 2019 - Rosa-Luxemburg-Stiftung

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IDEELLES
BEGLEITPROGRAMM    2019
DES STUDIENWERKS
IMPRESSUM

Ideelles Begleitprogramm des Studienwerks 2019

Herausgeberin:
Rosa-Luxemburg-Stiftung – Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e.V.
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, 030 44310 -223, Fax -589
www.rosalux.de

Konzept und Redaktion: Songül Bitiș und Nina Borst

Mitarbeit: Studienwerk

Layout: Verena Schneider
INHALT I

03   Editorial                                                     14   Bildungsreise nach Belgrad (Serbien)
                                                                   15   Eurozentrisches,    entpolitisierendes   und   autoritäres
05   Hinweise zur Teilnahme an Seminaren & Workshops                    Denken überwinden! - Entwicklung abwickeln?!
     für Stipendiat*innen
                                                                   16   Sommerakademie der Begabtenförderungswerke „Demo-
                                                                        kratie gestalten“
06   Die Einführungsseminare
                                                                   17   Sinti und Roma im Kampf um Bürger- und Menschen-
07   Seminare, Workshops und Exkursionen für 		                         rechte
     Studienstipendiat*innen                                       18   … und was kommt nach dem Stipendium?
08   Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens für 		                 Reflektion und Empowerment am Übergang vom
     MINTler*innen                                                      Stipendium, Studien-/Promotionsabschluss zum Beruf
10   Excursion/ Guided Tour: Homosexual men in the Sachsen         20   Zwischen Selbstoptimierung und Selfcare - ein Seminar zu
     hausen concentration camp                                          (eurem) „Zeit- und Selbstmanagement“
11   Awareness-Workshop: Achtsames Miteinander als politische 		   21   Master und danach Promotion
     Praxis		                                                      22   Self-Awareness Workshop for International Scholars
12   Wanderseminar „Widerständige Wege“
INHALT II

23   Veranstaltungen für Promotionsstipendiat*innen    45   Öffentliche Tagung „Bildung is a Battlefield“ –
24   Doktorand*innenseminare                                Werkstatt fürs Lernen im neoliberalen Kapitalismus
27   Zeitmanagement mit Lust statt Disziplin                und Alternativen
29   Potsdamer Schreibtage für Promovierende
31   Forschungswerkstatt Qualitative Methoden          48   20 Jahre Studienwerk
33   Doktorand*innenjahrbuch und Redaktionssitzungen   50   Ehemaligentreffen 2019

37   Regionaltreffen und Stip* Jour Fixe               52   Coaching und Supervision für alle Stipendiat*innen
38   Regionaltreffen & Stip* Jour Fixe                 53   Einzelcoaching für Stipendiat*innen
39   Übersicht und Termine der Regionaltreffen         54   Gruppensupervision für Stipendiat*innen
40   Termine für die Stip* Jour fixe 2018 (Berlin)
                                                       55   Stipendiatische Selbstorganisation
42   Tagungen und Symposien                            56   Sprecher*innenrat der Stipendiat*innen (SPR)
43   Die Ferienakademie                                58   Aktive stipendiatische Arbeitskreise
44   Salon Bildung                                     59   Ansprechpersonen im Studienwerk
EDITORIAL

Liebe Stipendiat*innen,                                      jeweiligen Themenkontext und der jeweiligen Umsetzung
liebe ehemalige Stipendiat*innen,                            der Referent*innen. Bis auf wenige Ausnahmen sind die
                                                             Veranstaltungen offen für alle Stipendiat*innen und ehe-
wir freuen uns sehr, euch in diesem Begleitheft die          malige Stipendiat*innen der Rosa Luxemburg Stiftung.
Veranstaltungen des Studienwerks, die 2019 statt-
finden, vorzustellen. Auch im Jahr 2019 wollen wir           Unser Veranstaltungsprogramm ist in unterschiedliche
mit unserem Begleitprogramm ein möglichst brei-              Kategorien aufgeteilt:
tes Angebot schaffen, um euch Räume zu eröff-
nen, in denen ihr euch intensiv mit unterschiedli-           Wir beginnen mit dem        Einführungsseminar, wel-
chen Themen beschäftigen und austauschen könnt.              ches      die Auftakt-     und Willkommensveranstal-
                                                             tung des Studienwerks       für alle neuaufgenommen
Grundlage unseres Veranstaltungsprogramms ist ein            Stipendiat*innen ist und   zweimal im Jahr stattfindet.
emanzipatorisches Bildungsverständnis, das eine
kritische Auseinandersetzung und Reflexion aller             Intensivere    und     ausführlichere Auseinanderset-
angebotenen Inhalte impliziert und auf eurer Beteili-        zungen      zu     unterschiedlichen  Themenschwer-
gung beruht. Die Veranstaltungen sollen euch über            punkten von Soft Skills über (gesellschafts-)politi-
das konkrete Themenfeld hinaus stärken und An-               sche Inhalte finden auf das ganze Jahr verteilt in
knüpfungspunkte für politisches Handeln schaffen.            Workshops und Seminaren statt. In diesem Rahmen
Die konkreten inhaltlichen und methodischen Fokus-           bieten wir auch Exkursionen, interdisziplinäre Veran-
sierungen der Bildungsformate ergeben sich aus dem           staltungen sowie Seminare für Doktorand*innen an.

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Unsere Regionaltreffen und Stip* Jour Fixe Berlin              Wir informieren euch auch weiterhin per Mail über die
schaffen die Vernetzung und den Austausch innerhalb            anstehenden Veranstaltungen. Generelle Fragen, Anre-
der Bundesländer und unter euch. Auch hier habt ihr die        gungen, Tipps zum Veranstaltungsprogramm könnt ihr
Möglichkeit, euch mit Ideen und Themen einzubringen.           bei Songül Bitiș, Nina Borst und Alina Voinea loswer-
                                                               den. Für organisatorische Anliegen stehen euch Chris-
Die Ferienakademie ist die größte regelmäßige Ver-             topher Voß und Jan Severin zur Verfügung.
anstaltung des Studienwerks. In dieser gemeinsam von
Stipendiat*innen und dem Studienwerk veranstalteten            Bei Fragen bezüglich einzelner Veranstaltungen könnt
Woche gibt es Raum für intensive Auseinandersetzung            ihr gerne die jeweilige Ansprechperson im Studienwerk
und Diskussionen inhaltlicher Schwerpunkte. Die Feri-          kontaktieren und eure Fragen und Rückmeldungen los-
enakademie findet ein Mal pro Jahr statt.                      werden! Ganz hinten im Veranstaltungsprogramm gibt
                                                               es ein aktuelles Organigramm des Studienwerks, in
Wir freuen uns, euch dieses Jahr unser Coaching und            dem ihr alle Zuständigkeiten auf einen Blick, sowie alle
Supervisionsprogramm vorzustellen! In diesen wol-              Emailadressen der Mitarbeiter*innen im Studienwerk,
len wir euch die Möglichkeit geben, an euren persön-           findet.
lichen Zielen und Fragestellungen weiter zu arbeiten
oder aber auch Fragen und Problemlagen, die euch in            Wir freuen uns über eure zahlreiche Teilnahme und die
euren politischen und studentischen Zusammenhän-               Rückmeldungen zum Programm. Viel Spaß damit!
gen beschäftigen, zu klären.
                                                               Euer Studienwerksteam
Über die Veranstaltungen des Studienwerks hinaus,
könnt ihr euch im Rahmen der stipendiatischen Ar-
beitskreise thematisch vernetzen und euch mit anderen
Stipendiat*innen austauschen. Der Sprecher*innenrat
(SPR) vertritt die Interessen der Stipendiat*innen und
hat immer ein offenes Ohr für eure Anregungen.

                                                          04
HINWEISE ZUR TEILNAHME AN
SEMINAREN & WORKSHOPS
FÜR STIPENDIAT*INNEN

Wir erheben für viele Veranstaltungen einen Teilnahmebe-         Bitte meldet euch in jedem Fall bei uns ab, wenn ihr nicht
trag. Genaueres dazu findet ihr bei der jeweiligen Veran-        an einer Veranstaltung teilnehmen könnt.
staltung im Intranet.                                            Wir können für die Studienwerksveranstaltungen eure
                                                                 Reise- und Übernachtungskosten übernehmen. Bitte in-
Alle Anmeldungen erfolgen über das Intranet des Stu-             formiert euch zu den detaillierten Bedingungen im Intra-
dienwerks. Hier könnt ihr euch bis zum jeweiligen Anmel-         net.
deschluss selbstständig an- und auch wieder abmelden.
Nach dem Anmeldeschluss bekommt ihr eine E-Mail                  Im Moment organisieren wir bei Veranstaltungen, an de-
mit einer Anmeldebestätigung und detaillierten Infos             nen für mindestens drei Kinder eine Betreuung benötigt
zur Veranstaltung. Dann gilt die Anmeldung als verbind-          wird, eine Kinderbetreuung.
lich! Falls ihr nach dem Anmeldeschluss keine Bestäti-
gung bekommt, bedeutet dies, dass ihr keinen Platz be-
kommen habt. Falls ein Platz zum späteren Zeitpunkt frei
wird, werdet ihr umgehend darüber benachrichtigt.

Falls ihr euch nach dem Anmeldeschluss von einer Ver-
anstaltung abmelden möchtest bzw. müsst, müsst ihr
dennoch den Teilnahmebeitrag bezahlen – außer ihr seid
krank und könnt uns dafür einen Attest vorlegen.

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DIE EINFÜHRUNGSSEMINARE

In den Einführungsseminaren werden die neu aufge-
nommenen Stipendiat*innen von der Stiftung und vom
Studienwerk herzlich willkommen geheißen.

Hier gibt es die Gelegenheit, erste Einblicke in die ver-
schiedenen Bereiche der Stiftung zu erhalten, in Kon-
takt zu Mitarbeiter*innen der Stiftung zu treten und
deren Themenschwerpunkte kennenzulernen. Darü-                   Termine:
ber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich mit anderen             5./6. April 2019
Stipendiat*innen auszutauschen und zu vernetzen.
                                                                 Ansprechpersonen: Alina Voinea & Kira Güttinger
Nicht zuletzt bekommen die Stipendiat*innen wesentli-
che Infos für das jeweilige Studien- oder Promotionssti-         und
pendium sowie zu den Basics der materiellen und ideel-
len Förderung in der Rosa Luxemburg Stiftung.                    11./12. Oktober 2019
                                                                 Ansprechpersonen:
Die Einführungsseminare finden zwei Mal pro Jahr statt.
                                                                 Ort: jeweils in Berlin

                                                                                                                   08

                                                            06
SEMINARE, WORKSHOPS UND
EXKURSIONEN FÜR ALLE
STIPENDIAT*INNEN

              07
GRUNDLAGEN DES WISSENSCHAFT-
LICHEN ARBEITENS FÜR MINTLER*INNEN

Für den Erfolg eines naturwissenschaftlichen Studiums          Hierzu gehören
und einer darauf aufbauenden akademischen Karriere
spielt neben dem Verständnis von Studieninhalte auch           •   Aufbau und Struktur von wissenschaftlichen Arbei-
die Beherrschung der Grundlagen des wissenschaftli-                ten und Forschungsanträgen
chen Arbeitens eine wesentliche Rolle. Hierzu gehören          •   Literaturrecherche
Literaturrecherche und -verwaltung, Gliederung von             •   Nutzung von Software zur Verwaltung von Literatur
wissenschaftlichen Arbeiten, Nutzung von entspre-                  und zum Verfassen von wissenschaftlichen Texten
chender Software (Statistik, Grafik, etc.) sowie Aufbau            (BibTex, EndNote, LaTex)
und Design von Vorträgen, Postern und Publikationen.           •   Erstellen von wissenschaftlichen Abbildungen und
In vielen Studiengängen werden diese Inhalte jedoch                grundlegende computerbasierte statistische Aus-
kaum oder nur am Rande vermittelt, obwohl sie für Stu-             wertung von Daten (Inkscape, R)
dierende aller MINT-Fächer von großer Bedeutung sind.          •   Design und Konzeption von wissenschaftlichen
                                                                   Vorträgen und Postern
In diesem zweitägigen Workshop werden wichtige
Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens für Stu-
dierende aus MINT-Studiengängen vorgestellt, disku-
tiert und gemeinsam geübt.

                                                                                                             08

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Der Workshop richtet sich an Studierende aller Fach-
semester aus allen MINT-Fächern. Ein eigener Laptop
muss zum Workshop mitgebracht werden. Notwendige
Literatur und zu installierende Open-Source Software
wird den Teilnehmer*innen vor dem Workshop mitge-
teilt.

Referent*innen:
Prof. Dr. Dorothea Brüggemann leitet seit 2016 eine
Emmy Noether-Forschungsgruppe im Fachbereich Bio-
physik der Universität Bremen. Nach ihrer Promotion in
Physik am Forschungszentrum Jülich/RWTH Aachen
und einem mehrjährigen Postdoc-Aufenthalt am Trinity
College Dublin war sie Projektleiterin am Max-Planck-
Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart.

Prof. Dr. Jan-Henning Dirks leitet die Arbeitsgruppe
“Biologische Strukturen und Bionik” am Bionik-Innova-
tionszentrum der Hochschule Bremen. Nach seiner Pro-
motion in Biomechanik an der Universität Cambridge
und einem mehrjährigen Postdoc-Aufenthalt am Trini-
ty College Dublin war er Forschungsgruppenleiter am
Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stutt-
gart.
                                                              Termin: 2./3. Feburar 2019, Sa, 10-17:30 Uhr und So: 09:30-17:00 Uhr
                                                              Ort: Hannover
                                                              Ansprechperson: Songül Bitiș

                                                         09
EXCURSION/GUIDED TOUR:
HOMOSEXUAL MEN IN THE SACHSENHAUSEN
CONCENTRATION CAMP

Homosexual men were persecuted as early as 1933.                 The guided tour introduces into the National-socialist
Shortly after the assassination of Ernst Röhm and other          conception of homosexuality and through integrating
leading figures of the SA in 1934, the persecution of gay        biographies sheds light on the living conditions for gay
men became widespread. Increasingly after 1940 they              men in the Sachsenhausen concentration camp.
were imprisoned in concentration camps and particu-              The guided tour and discussion will be in English lan-
larly victimized by the SS. Between 1.000 – 1.200 ho-            guage.
mosexual and assumed homosexual men were depor-
ted to the Sachsenhausen concentration camp, which               Referent:
existed between 1936 and 1945, 600 were killed.                  Nils Weigt is a memorial educator and freelance tour-
                                                                 guide at the Sachsenhausen concentration camp me-
Discrimination against homosexuals continued even                morial and museum (since 2015) and at the Museum
after the military defeat of the Nazi regime in both Ger-        Otto Weidt’s Workshop for the Blind (since 2018).
man states. Until the end pf the 1960s “homosexual
acts” in the Federal Republic of Germany (§ 175 of the
Penal Code) were punishable. Homosexual victims of
National Socialism were excluded in the Federal Com-
pensation Act from the circle of claimants.
                                                                 Date: 16. Februar 2019, 10am – 5pm
                                                                 Place: Oranienburg (bei Berlin)
                                                                 Contact Person: Kira Güttinger                   08

                                                            10
AWARENESS-WORKSHOP:
ACHTSAMES MITEINANDER ALS
POLITISCHE PRAXIS

Es wird unbequem. Die Gruppe Rave*Awareness will               organisation, sozialen Arbeit und der politischen Bil-
mit Euch zu einer Auseinandersetzung mit Diskrimi-             dungsarbeit nähern wir uns dem Thema aus verschie-
nierungen und übergriffigen Verhalten anregen. Ge-             denen Richtungen. Unser Anspruch ist es vor allem
sellschaftliche Machtstrukturen können nicht an Gar-           durch Workshops unser Wissen weiterzugeben und im
deroben oder Umkleiden abgegeben werden. Wir alle              Austausch mit Teilnehmenden stetig neue Fragen zu
müssen uns dem stellen, Diversität und Grenzen ande-           stellen, um gemeinsam neue Antworten zu finden.
rer erkennen, versuchen patriarchale Strukturen zu bre-
chen und dominanten Verhalten den Zahn ziehen. Wir             Über die Gruppe Rave*Awareness
wollen zu einer Sensibilisierung und einem achtsamen           https://www.facebook.com/raveawareness
Miteinander beitragen, Konzepte vorstellen und Prob-           rave_awareness@riseup.net)
lemfelder diskutieren. Lasst uns Erfahrungen teilen,
Handlungsmöglichkeiten entwickeln und aktiv werden.
Der Workshop dient als Einstieg und ist offen für alle
Interessierte.

Referent*innen:
Wir sind eine Gruppe von 4 Personen und arbeiten ge-
                                                               Termin: 16. April 2019
meinsam zum Thema Awareness. Aktiv sind wir vor
allem in Berlin. Als Menschen aus der Veranstaltungs-          Ort: Berlin
                                                               Ansprechperson: Alina Voinea

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WANDERSEMINAR
„WIDERSTÄNDIGE WEGE“

In den letzten Jahren änderte sich die Sichtweise auf die        Region der Sächsischen Schweiz, auf den Spuren von
Geschichte. Besonders auf die vielen Facetten des Na-            Verfolgung und Widerstand, als auch der Besuch des
tionalsozialismus. Dabei gerät vor allem der Widerstand          frühen KZ Hohnstein auf dem Programm. Inputs zur NS-
gegen Nazis und Faschisten ins Hintertreffen. Gedenk-            Geschichte in der Region werden uns die Expert*innen
tafeln für kommunistische Kämpfer*innen werden ent-              des AKuBiZ geben.
fernt, Ausstellungen über Verbrechen demontiert und
Gedenksteine aufgebaut, denen es an klarer Aussage               Das ausführliche Programm wird euch nach der Anmel-
fehlt.                                                           dung zugesendet.
Deshalb möchte das Alternative Kultur- und Bildungs-
zentrum (AKuBiZ e.V.) aus Pirna einen Beitrag leisten,
um die Ereignisse während des Nationalsozialismus
interessant zu vermitteln! Diese Aufgabe sehen sie als
ihre Verantwortung und resultiert aus antifaschistischer
Tradition, den Kürzungen in der Jugendarbeit durch den
Staat und rechtsmotivierte Geschichtsverfälschung.

Gemeinsam mit dem AKuBiZ e.V. werden wir uns auf
die Spuren der Roten Bergsteiger*innen und deren
widerständigen Wegen begeben. Bei dem dreitägigen
Wanderseminar stehen sowohl Wanderungen in der

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Referent*innen:
Seit 2001 hat der Verein AKuBiZ jede Menge Erfahrun-
gen sammeln können. Geschichte erleben, in dem sich
Menschen auf deren Spuren begeben – so einfach ist
das Konzept.

Leider fehlt es im Landkreis Pirna an noch lebenden
Menschen, die im Widerstand aktiv waren. Nicht nur
deshalb werden bei den Wander- und Bildungssemina-
ren des AKuBiZ konkrete Orte aufgesucht, die nicht in
Vergessenheit geraten dürfen.

Die Referent*innen sind Mitglieder des Vereines und          Bitte beachtet: meldet euch bitte nur an, wenn ihr am kompletten
engagieren sich seit nunmehr 10 Jahren bei erinne-           Seminar teilnehmen könnt, eine verspätete Anreise oder verfrühte
rungspolitischen Projekten.                                  Abreise ist ungünstig.
                                                             Außerdem ist die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs eher
                                                             schwierig, deshalb werden wir versuchen Autos vor Ort zu haben
                                                             um die An- und Abreise möglichst unkompliziert zu gestalten. Gebt
                                                             bei der Anmeldung deshalb bitte an, ob ihr mit einem Auto anreisen
                                                             könnt.

                                                             Termin: 26. – 28. April 2019
                                                             Ort: Region Sächsische Schweiz
                                                             Ansprechperson: Kira Güttinger

                                                        13
BILDUNGSREISE NACH BELGRAD
(SERBIEN)

Das Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Belgrad und           Wir werden Räume anbieten, in denen die
das Studienwerk möchte Stipendiat*innen die Möglich-          Stipendiat*innen mit den Aktivist*innen und Koope-
keit bieten durch eine Bildungsreise nach Belgrad die         rationspartner*innen der Stiftung ins Gespräch kom-
Geschichte Serbiens und die aktuelle politische Situ-         men können.
ation von Ort kennenzulernen. In der historischen Teil
der Bildungsreise wollen wir uns sowohl das ehemali-
ge Konzentrationslager „Staro sajmište“ als auch Tito
Mausoleums und das Museums Jugoslawiens besu-
chen.

Im Zuge der aktuellen politischen Entwicklungen liegt
der Schwerpunkt unter anderem auf dem Thema Stadt-
entwicklung. Wir werden uns beispielsweise die Bel-
grad Waterfront angucken, einen den größten Gentrifi-
zierungsarial entlang des Save Ufers.
                                                              Termin: 9. – 14. Juni 2019
Wir wollen in der Reise nicht nur Informationen zu be-
kommen, sondern erwarten eine aktive Mitwirkung und           Ort: Belgrad
Beteiligung der Stipendiat*innen.
                                                              Ansprechperson: Juliane Kretschmer und Jane Angerjärv
                                                                                                                      08

                                                         14
EUROZENTRISCHES, ENTPOLITISIERENDES UND
AUTORITÄRES DENKEN ÜBERWINDEN! -
ENTWICKLUNG ABWICKELN?!

Das Wochenendseminar bietet uns Stipendiat*innen              Gruppe Kassel Postkolonial unternehmen und erleben
am Samstag einen Überblick über und Gründe für Post-          wie fassbar Leben in einer postkolonialen Welt ist.
koloniale Kritik und daran anschließende Post-Develop-
ment Ansätze.                                                 Referent*innen:
                                                              Myriam Kaskel, Stipendiatin der RLS, studiert an der
Was hat das nun mit unserem In-der-Welt-Sein zu tun?          Uni Kassel „Nachhaltiges Wirtschaften“ im Master.
Je nach Vorerfahrungen bringt es Perspektivwechsel            Prof. Aram Ziai, Vertrauensdozent der RLS, Professor
und Möglichkeiten für Empowerment mit sich. Wir               für Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien an
können mit diesem Perspektivwechsel wichtige Ein-             der Uni Kassel.
blicke für unser Studium gewinnen und uns tiefer mit
Perspektiven und Epistemologien des Globalen Südens           Sophie von Redecker, RLS-Stipendiatin, studiert an der
beschäftigen. Mindestens lernen wir kritisch mit dem          Uni Kassel im Master-Studiengang „Ökologische Land-
Begriffskomplex rund um „Entwicklung“ umzugehen.              wirtschaft“.
                                                              Weitere Referent*innen sind außerdem angefragt.
Am Sonntag wollen wir im Anschluss an die Inputs der
Referent*innen diskutieren, was wir daraus für unser
politisches Engagement und Aktivismus, Hausarbeiten            Termin: 15. – 16. Juni 2019
und unser Wissenschaftsverständnis mitnehmen kön-
nen. Zudem werden wir einen Stadtrundgang mit der              Ort: Kassel
                                                               Ansprechperson: Alina Voinea

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SOMMERAKADEMIE DER
BEGABTENFÖRDERUNGSWERKE
„DEMOKRATIE GESTALTEN“

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung               Angesichts der Unterschiedlichkeit der einzelnen Be-
und Forschung werden die 13 Begabtenförderungswer-              gabtenförderungswerke schafft die Akademie hiermit
ke der Bundesrepublik Deutschland in den kommenden              auf der gemeinsamen Grundlage von Demokratie, Mei-
drei Jahren erstmalig gemeinsam die „Sommerakade-               nungsfreiheit und der Achtung der Würde des Anderen
mie der Begabtenförderungswerke“ ausrichten.                    eine Plattform für junge, begabte, engagierte und der
                                                                Demokratie verpflichtete Menschen.
Unter der Federführung der Hans-Böckler-Stiftung steht
die Akademie in den Jahren 2019, 2020 und 2021 unter            Dabei sollen explizit auch die verschiedenen religiösen,
dem Titel „Demokratie gestalten!“. Ziel der Sommer-             politischen und weltanschaulichen Positionen der Sti-
akademie ist es, werkübergreifend Stipendiatinnen und           pendiatinnen und Stipendiaten herausgearbeitet und
Stipendiaten in den Dialog zum gegenwärtigen Stand              produktive Kontroversen in Gang gesetzt werden.
der Demokratie und ihrer Entwicklung in einer sich
stark wandelnden Welt zu bringen.

Die Akademie wendet sich in drei aufeinander folgen-
den Sommern an jeweils 200 Stipendiatinnen und Sti-
pendiaten aller Förderwerke und lädt sie mit einem breit        Termin: 26. August – 2. September 2019
ausgerichteten Seminar- und Rahmenprogramm ein,                 Ort: Heidelberg
verstärkt Impulse zu setzen für ein positiv konnotiertes
                                                                Ansprechperson: Katrin Schäfgen
Demokratieverständnis.
                                                                                                                 08

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SINTI UND ROMA IM KAMPF UM
BÜRGER- UND MENSCHENRECHTE

Ostern 1980 traten zwölf Sinti auf dem Gelände des              Neben dieser zweifachen Geschichte des Einsatzes von
ehemaligen Konzentrationslagers Dachau in einen Hun-            Angehörigen der Minderheit für ihre Rechte und gegen
gerstreik. Damit wollten sie gegen die erneute Diskrimi-        Diskriminierung werden wir uns im Seminar mit der Ge-
nierung der Minderheit nach 1945 und die verbreitete            schichte des Konzentrationslagers Dachau von 1933 bis
Ignoranz gegenüber den NS-Verbrechen an Sinti und               1945 beschäftigen.
Roma demonstrieren.
Im Fokus stand die fortgesetzte Nutzung von Aktenbe-            Referent:
ständen aus der NS-Zeit durch die bayerische Polizei.           Tobias von Borcke ist Soziologe und seit einigen Jah-
Der Hungerstreik war eine der ersten Aktionen der Bür-          ren in der historisch-politischen Bildungsarbeit zur Ge-
gerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma, die von             schichte des Nationalsozialismus tätig. Seit 2016 ist er
einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wurde und             Mitarbeiter des Dokumentations- und Kulturzentrums
somit den Weg für spätere Erfolge, wie etwa die An-             Deutscher Sinti und Roma im Rahmen des Bundespro-
erkennung des Völkermordes durch Helmut Schmidt,                gramms „Demokratie Leben!“.
bereiten half.

1993 wurde Dachau erneut zum Ort des Protests. Ge-
flüchtete Roma aus verschiedenen Ländern setzten sich           Termin: 13. – 15. September 2019
gegen drohende Abschiebungen und für eine gesicher-             Ort: Dachau
te Zukunft in Deutschland ein.
                                                                Ansprechperson: Alina Voinea

                                                           17
… UND WAS KOMMT NACH DEM STIPENDIUM?
REFLEKTION UND EMPOWERMENT AM
ÜBERGANG VOM STIPENDIUM, STUDIEN-/
PROMOTIONSABSCHLUSS ZUM BERUF

Der Übergang zwischen dem eigenen Studium oder                   motionsstipendiums unter einem reflektierenden und
der Promotion und dem Berufseinstieg ist für viele,              empowernden Blickwinkel beleuchten. Darum werden
wenn nicht für alle, eine Herausforderung. Die Zeiten            wir zusammen als Gruppe aber auch bedarfsorientiert
als Berufsanfänger*in sind für die meisten Menschen              in Kleingruppen von Studierenden, ehemaligen Studie-
durch Befristung, Teilzeit und prekäre Beschäftigungs-           renden und Promovierenden arbeiten.
verhältnisse geprägt – ganz egal ob in der Projektarbeit,
öffentlichen Verwaltung, Wirtschaft oder Wissenschaft.           In unserem Seminar geht es um die Auswertung von
                                                                 eigenen Erfahrungen, Interessen und Visionen, sowie
Viele Stipendiat*innen sind aber auch nach Auslaufen             die Reflexion eigener Ressourcen und Kompetenzen für
des Stipendiums nicht fertig mit Studium oder Promo-             das weitere „Berufsleben“. Einen Schwerpunkt wollen
tion und damit auf der Suche nach einer Weiterfinan-             wir auf die Vereinbarkeit eigener Lebensentwürfe und
zierung, die oft erst über Umwege möglich erscheint.             Werte, politischer Haltungen/Engagement mit der Ar-
Generell muss wohl von einem Selbstfindungstrip beim             beitswelt legen.
Übergang zwischen Studium/Promotion und Beruf ge-                Dabei wollen wir auch die Übergänge vom Ehren- zum
sprochen werden – der auch schon einmal fünf bis zehn            Hauptamt und wieder zurück thematisieren und den oft
Jahre andauern kann.                                             verschmähten Faktor des Krisenmanagements anspre-
                                                                 chen – dem „Scheitern“ als legitime Erfahrung in der
Wir wollen darum mit Euch in diesem Seminar die                  Arbeits- und Berufswelt.
unterschiedlichen Facetten des Berufseinstiegs und/
oder der Zeit nach dem Auslaufen des Studien-/ Pro-

                                                            18
Refent*innen:
Christian Randel ist ehemaliger Stipendiat und arbeitet
im öffentlichen Dienst der Bundesverwaltung.

Lisa Spanka ist ehemalige Promotionsstipendiatin und
arbeitet derzeit in einem Programm zur Beratung und
Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen* an
der Universität Bremen.

                                                               Termin: 28. – 29. September 2019
                                                               Ort: Berlin
                                                               Ansprechperson: Nina Borst

                                                          19
ZWISCHEN SELBSTOPTIMIERUNG UND SELFCARE
- EIN SEMINAR ZU (EUREM) „ZEIT- UND SELBST-
MANAGEMENT“

Ihr habt neben Studium bzw. Promotion und politi-                 Referent*innen:
schem Engagement kaum noch Zeit für Freund*innen?                 Anja Thiele lebt in Leipzig und ist seit mehreren Jahren
Ihr schreibt eure Abschlussarbeit und wisst nicht, wo             freiberuflich in der politischen Bildung mit Jugendlichen
ihr anfangen und wie eure Zeit einteilen sollt? Ihr habt          und Erwachsenen tätig. Sie widmet sich den Themen
den Eindruck, Zeit- und Selbstmanagement könnte nö-               Antidiskriminierung und Demokratiepädagogik (Betzav-
tig sein - aber ist das nicht die totale Selbstoptimierung        ta). Dadurch kann sie nicht nur auf langjährige Erfah-
und macht alles nur noch schlimmer?!                              rung im Bereich der Bildungsarbeit zurückschauen,
                                                                  sondern auch auf das permanente sich-selbst-organi-
Wir geben euch im Seminar keine absoluten Wahrhei-                sieren-müssen.
ten auf diese Fragen, aber wir stellen euch Raum zur
Verfügung darüber nachzudenken, kritisch zu diskutie-             Danilo Ziemen lebt in Dresden und arbeitet seit 15 Jah-
ren und eure eigene Zeitnutzung und Zeitplanung zu                ren als freiberuflicher Trainer (social justice/ NDC) und
reflektieren. Wir stellen euch klassische Tools des Zeit-         Sexualpädagoge (isp/gsp) in der Jugend- und Erwach-
management vor und ihr entscheidet, ob euch das noch              senenbildung.
mehr optimiert oder selfcare ermöglicht.
Wir arbeiten im Seminar sowohl in Einzelarbeit, kleinen
Gruppen und Plenumsphasen mit Input und Diskussi-                 Termin: 4. – 6. Oktober 2019
on. Wir möchten eine vertrauensvolle Atmosphäre er-
möglichen, in der wir alle voneinander lernen können.             Ort: Berlin
                                                                  Ansprechperson: Nina Borst

                                                             20
MASTER UND DANACH PROMOTION

Der Workshop richtet sich an Stipendiat_innen die sich           Referent*innen:
für eine Promotion/Dissertation interessieren. Weder             Corinna Marie Wolff (MA Stipendiat_in), Paul Lissner
müsst ihr euch bereits sicher sein, noch spielt die aktu-        (MA Stipendiat_in) und Matthias Rätzer (Vertrauensdo-
elle Studienphase eine Rolle.                                    zent_in)

Grundlegend sollen in dem Workshop allgemeinere
Fragen rund um das Thema Promotion geklärt werden.
Dabei möchten wir euch auch eine hinreichende Kon-
kretisierung an die Hand geben, die individuelle Ent-
scheidungen unterstützen kann, indem Unsicherheiten
benannt und Unklarheiten ausgeräumt werden.

Themen sind unter anderem individuelle Lebenswege
mit einer Promotion, das konkrete Bewerbungsverfah-
ren bei der RLS und die grundlegenden Anforderungen
an ein Exposé für eine Promotion.
                                                                 Termin: 23. – 24. November 2019
                                                                 Ort: Leipzig
                                                                 Ansprechperson: Jane Angerjärv

                                                            21
SELF-AWARENESS WORKSHOP FOR
INTERNATIONAL SCHOLARS

This workshop was designed based on needs and chal-              Culture and Literature with the focus in Post-Colonial
lenges of international scholars, identified in previous         and Gender Studies at the Potsdam University. Diba be-
educational events of Rosa-Luxemburg-Stiftung. The               lieves that a common space brings different ideas to-
workshop offers space for exchange about inner chal-             gether and creates a new way of developing together.
lenges that international scholars face in Germany – the         Her working languages are English, German, Turkish
authentic sharing aims at understanding and empower-             and Kurdish.
ment. In the second part of the workshop we will learn
about and try out different empowerment tools, which             Silvena Garelova was born and grew up in Bulgaria.
foster self-care practices and a healthy self-confidence         As a trainer she designs and facilitates train-the-trainer
feeling that can strengthen the own scholar voice and            educational events in a holistic and mindful way. Cur-
the confidence in one’s individually chosen path.                rently she is doing her PhD in Adult Education at the
                                                                 Humboldt University and teaches consultation and
In the focus will be topics such as scholarship and iden-        adult education didactics in a Master’s degree program-
tity, self-reflexion, resilience and self-compassion. In         me at Charité – Universitätsmedizin Berlin. Her working
the process of the workshop we will tackle challenging           languages are German, English and Bulgarian.
experiences such as self-critique, isolation, orientation
difficulties.
                                                                 Termin: 19. – 20. Oktober 2019
Referent*innen:                                                  Ort: Berlin
Diba Tuncer is from Turkey and is doing her Masters in           Ansprechperson: Alina Voinea

                                                            22
VERANSTALTUNGEN FÜR
PROMOTIONSSTIPENDIAT*INNEN

               23
DOKTORAND*INNENSEMINARE

Intention:                                                        den ist den Einzelnen selbst überlassen. Experimente
                                                                  jenseits des Frontalvortrags sind herzlich willkommen,
Das Doktorand*innenseminar gibt den Promotions-                   aber kein Muss. Beamer und Laptop mit Lautsprechern
stipendiat*innen die Möglichkeit, ihr Thema und den               stehen standardmäßig zur Verfügung.
Stand ihrer Forschungsarbeit zu präsentieren. Es sol-
len in einem solidarischen Zusammenhang Thesen auf                Themenschwerpunkte:
ihre gesellschaftspolitische Relevanz hin diskutiert, Fra-
gestellungen zugespitzt, Umsetzungsschwierigkeiten                Das Doktorand*innenseminar ist in der Regel auf ei-
erörtert und methodische Probleme reflektiert werden              nen oder zwei Themenschwerpunkte ausgerichtet und
– mit dem Ziel der Bestärkung und Vergewisserung des              zugleich bewusst interdisziplinär konzipiert. Einmal im
individuellen Forschungsprozesses.                                Jahr findet auch ein Doktorand*innenseminar für MINT-
                                                                  ler_innen statt. Die Themenpalette spiegelt zum einen
Nach einer persönlichen Vorstellungsrunde beginnen                die Vielfalt der geförderten Projekte wider, zum anderen
die einzelnen Vorträge, für die jeweils eine halbe Stunde         ermöglicht die Ausrichtung auf Themenschwerpunk-
Zeit vorgesehen ist. Es folgt eine halbe Stunde Diskussi-         te, dass auch ein jeweils spezifisches Fachpublikum
on. Den Vortragenden ist freigestellt, ihr Thema als Gan-         zusammenkommt und sich entsprechende Synergie-
zes zu umreißen, Teile aus der Dissertation vorzustellen          effekte ergeben können. Dennoch ist es wichtig, dass
oder offene Fragen zu diskutieren etc., die Vorträge              die Präsentation der einzelnen Themen in allgemein-
sollen aber an die jeweiligen Themenschwerpunkte                  verständlicher Form erfolgt, weil Fachkenntnisse nicht
anschlussfähig sein. Die Wahl der Präsentationsmetho-             zwingend vorausgesetzt werden können.

                                                             24
Die Themenschwerpunkte für die einzelnen Seminare              Allerdings sind nur in begrenztem Umfang Plätze für
werden in der Regel am Anfang des Jahres festgelegt            Studienstipendiat_innen und Gäste vorhanden. Auch
und können im Veranstaltungskalender im Intranet ein-          Vertrauensdozent*innen und Mitarbeiter*innen aus der
gesehen werden.                                                Stiftung sind herzlich willkommen.

Während des Seminars sind auch Gäste und Mitarbei-             Anmeldung als Zuhörer_in oder Vortragende*r:
ter_innen aus der Stiftung herzlich willkommen. Am
Abend des ersten Seminartages wird in der Regel ge-            Eine Anmeldung als Zuhörer*in erfolgt über das Int-
meinsam ein Restaurant aufgesucht.                             ranet. Wer einen Vortrag im Doktorand*innenseminar
                                                               halten möchte oder muss (jede und jeder Doktorand*in
Wer kann an den Seminaren teilnehmen?                          ist verpflichtet, innerhalb der ersten beiden Förderjahre
                                                               einmal im Seminar vorzutragen), trägt sich im Intranet
In den Doktorand*innenseminaren steht die ide-                 in den entsprechenden Doodle ein und wartet auf eine
elle Förderung der Promotion im Vordergrund                    Bestätigung, die spätestens 4 Wochen vor Beginn des
und diese richten sich deshalb in erster Linie an              jeweiligen Seminars erfolgt.
Promotionsstipendiat*innen. Darüber hinaus möchten
wir aber auch Studienstipendiat_innen die Möglichkeit          Erst wenn eine Zusage für einen Vortragsplatz gegeben
geben, an den Seminaren teilzunehmen.                          wurde, erfolgt eine Anmeldung als Vortragende*r im In-
                                                               tranet. Zeitnah ist dann ein Abstrakt (ca. eine Seite, kein
Dieses Angebot richtet sich vor allem an Stipen-               PDF) an Marcus Hawel bzw. an Sandra Thieme (MINT)
diat*innen, die entweder zu dem jeweiligen themati-            zu senden, das im Intranet zusammen mit dem Pro-
schen Schwerpunkt inhaltlich gearbeitet haben oder             grammablauf zum Download angeboten wird.
studieren und bereits Vorkenntnisse besitzen oder vor
dem Abschluss ihrer Masterarbeit stehen und überle-            Verschriftlichung des Vortrags für das laufende
gen, ob sie promovieren möchten. In solchen Fällen             Doktorand*innen-Jahrbuch:
kann es ganz vorteilhaft sein, sich Anregungen zu holen
und Einblicke geben zu lassen.                                 Im Anschluss an das Doktorand*innenseminar besteht
                                                               die Möglichkeit, den Vortrag in verschriftlichter Form
                                                                                                                   08

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im Jahrbuch der Doktorand*innen der RLS zu veröf-
fentlichen. Hierzu gibt es Einsendefristen (in der Regel
Anfang April des jeweiligen Jahres). Der anzufertigende
Aufsatz soll 30.000 Zeichen nicht wesentlich überschrei-        Doktorand*innenseminar 1:
ten. Alle weiteren einzuhaltenden Formatstandards sind          Politische Ökonomie, Transformation von Staatlichkeit &
einem Merkblatt zu entnehmen (siehe Intranet) oder zu
erfragen.                                                       Soziale Konflikte
                                                                07./08.02.2019
                                                                Doktorand*innenseminar 2:
                                                                Autoritarismus, Geschichte & Gewalt
                                                                23./24.05.2019
                                                                Doktorand*innenseminar 3:
                                                                Philosophie, Literatur & Ästhetik
                                                                22./23.08.2019
                                                                Doktorand*innenseminar 4 (MINT):
                                                                18./19.9.2019
                                                                Doktorand*innenseminar 5:
                                                                Körper, Macht & Gender
                                                                28./29.11.2019

                                                                Ansprechpersonen:
                                                                Marcus Hawel & Sandra Thieme (MINT)

                                                           26
ZEITMANAGEMENT MIT LUST STATT
DISZIPLIN

Wenn das verwendete Zeitmanagement-System nur                    Theorie helfen, ein persönliches Zeitmanagement zu
durch Disziplin einzuhalten ist, bringt es gar nichts. Es        entwickeln.
hält als guter Vorsatz ein paar Tage und existiert dann
nur noch im Mantel des schlechten Gewissens, es doch             10% Theorie (Lothar Seiwert, David Allen, Leo Babau-
(wieder) nicht geschafft zu haben. Alle anderen schei-           ta) als Basis für gemeinsames Wissen sowie Inspiration
nen es doch auch irgendwie hinzukriegen ...                      und Ansatzpunkt das Eigene herauszuschälen

Effizienz erreichen wir aber durch ein eigenes und au-           50% Übungen und Methoden: Themenbezogen, aber
thentisches Zeitmanagement-System, das auf unsere                immer auch multifunktional erklärt, so dass auf andere
individuelle Situation, unser Projekt, unsere Ressour-           Gebiete übertrag- und anwendbar
cen, unseren Biorhythmus als auch unseren Stil und
unsere Präferenzen aufgebaut ist.                                20% eigenständige Reflektion und direkte Anwendung
                                                                 auf eigene Situation: regelmäßige ‚Pausen‘ zur Reflek-
Was wir tun, haben wir uns ja bereits sorgfältig ausge-          tion des Erfahrenen und Transferierung auf das Eigene.
sucht. Nun gilt es, dies mit einem geeigneten Zeitma-            Mitlaufende Aufgabe: Liste der 10 eigenen goldenen
nagement zu verbinden.                                           Regeln für gutes Zeitmanagement erstellen.

Der Workshop soll durch gezielte Übungen und Metho-              20% Austausch und Diskussion: verschiedene multi-
den, Reflektion, gegenseitigen Austausch und etwas               funktionale Feedback- und Austausch-Methoden

                                                            27
Fokus des Workshops: Herausfinden, wie du deine Auf-
gaben und ihre Anforderungen an dein Arbeiten mit
deiner individuellen Situation und deinem persönlichen
Stil zusammenbringst.

Nach diesem Workshop wirst du sowohl dich als auch
die Art deiner Arbeit besser verstehen und daher Zeit-
management-Tools ausgewählter und an dich ange-
passter anwenden können.

Referent*in:
Jesta Phoenix (Business Coach, Trainerin, Podcasterin)
begleitet als Slow Business Coach Menschen, die nicht
nur lieben möchten, was sie tun, sondern auch wie sie
es tun.                                                            Termin: 14./15. Mai 2019 und 18. Juni 2019
In ihrer Arbeit setzt sie der Vorstellung von strikter Dis-
ziplin und Arbeit als etwas, das weh tun muss, um echt             Ort: Berlin
zu sein, ein intuitives Zeitmanagement entgegen, was               Ansprechperson: Sandra Thieme
da ansetzt, wie es für die jeweilige Person funktioniert.
http://phoenix-business-coaching.de/
                                                                   Achtung: Dieser Workshop besteht aus einem zweitägigen Work-
                                                                   shop und einem Vertiefungstag wenige Wochen nach dem ersten
                                                                   Workshop! Bitte nur anmelden, wenn du an beiden Terminen Zeit
                                                                   hast!

                                                              28
POTSDAMER SCHREIBTAGE FÜR PRO-
MOVIERENDE

Schreiben ist das zentrale Element beim Verfassen               produktiv an eurer Dissertation zu schreiben. Ihr erhal-
einer Dissertation. Vielen Promovierenden fällt es je-          tet Impulse und Tipps zum (Weiter)Schreiben, experi-
doch schwer, sich dafür im Alltag ausreichend Zeit zu           mentieren mit Schreibtechniken, tauscht Erfahrungen
nehmen. Häufig gehen Berufsangelegenheiten oder                 aus und könnt das Peer-Coaching ausprobieren.
familiäre Pflichten vor. Dies kann den vergleichsweise
langwierigen Prozess einer Promotion verzögern. Vor             Ihr entscheidet, welchen Text aus der aktuellen Phase
diesem Hintergrund brauchen Promovierende Strategi-             eures Schreibprojekts (Kapitel, Artikel, Vortrag o. ä.) ihr
en, die ihnen helfen, an ihrem komplexen Schreibpro-            mitbringen und bearbeiten wollt. Jedes Fachgebiet ist
jekt dran zu bleiben und gleichzeitig ihre Schreibfreude        willkommen.
und –motivation über die Jahre zu erhalten.

Die Erfahrungen zeigen, dass der Wechsel von Schrei-
bort und -umgebung den Schreibprozess fördern kann.
Zusätzlich unterstützend kann es sein, in einer Gruppe
zusammen mit Gleichgesinnten zu schreiben.

An zwei intensiven Schreib-Tagen habt ihr die Gelegen-
heit, gemeinsam mit anderen Promovierenden, beglei-
tet von einer erfahrenen Schreibcoach, konzentriert und

                                                           29
Referentin:
Dr. Gudrun Thielking-Wagner studierte Romanische
Philologie und Soziologie an der Universität Göttingen.
An der TU Berlin ergänzte sie ein Postgraduiertenstu-
dium Public Health – Gesundheitswissenschaften. Dort
promovierte sie 2006 zum Themenbereich Psychoonko-
logie und Versorgungsqualität in Akutkrankenhäusern.
Sie betreut in Einzelcoachings und Workshops Schreib-
projekte von Promovierenden und beruflich Schreiben-
den.

                                                               Termin: 19./20. August 2019
                                                               Ort: Potsdam
                                                               Ansprechperson: Sandra Thieme

                                                          30
FORSCHUNGSWERKSTATT
QUALITATIVE METHODEN

Die Forschungswerkstatt richtet sich an Promovieren-             Auch die Frage nach der Zuverlässigkeit und Verallge-
de der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die in ihren Disser-             meinerbarkeit der empirischen Ergebnisse einer quali-
tationen qualitativ forschen. Die Werkstatt ist nicht auf        tativen Arbeit können in der Forschungswerkstatt be-
bestimmte Fachgebiete, Methoden oder methodische                 sprochen werden. Die Werkstatt möchte einen Raum
Grundverständnisse festgelegt. Im Rahmen einer Ein-              für einen solidarischen Austausch über den eigenen
führung wird auf die Besonderheit Qualitativer Metho-            Forschungsprozess bieten und Hilfestellung für die viel-
dologie eingegangen und ein Überblick über unter-                fältigen forschungspraktischen Probleme einer qualita-
schiedliche forschungsleitende Perspektiven innerhalb            tiven Forschungsarbeit geben. Sie soll nicht zuletzt Mut
qualitativer Verfahren gegeben.                                  machen, an Herausforderungen einer qualitativ ange-
                                                                 legten Promotion nicht zu verzweifeln.
Der Schwerpunkt der Forschungswerkstatt liegt
im Anschluss auf der Diskussion von Vorlagen der                 Die Teilnehmer_innenzahl ist auf zwölf Personen be-
Teilnehmer*innen. Möglich ist, sowohl Aspekte der                grenzt, um ein möglichst intensives Arbeiten zu ermög-
Methodenwahl und Samplebildung zu besprechen,                    lichen. Es ist gewünscht, dass die Teilnehmer_innen
Herausforderungen und Probleme des aktuellen For-                beide Tage an der Forschungswerkstatt teilnehmen.
schungsprozesses zu diskutieren, aber auch empirische
Materialien gemeinsam auszuwerten.

                                                                                                                  08

                                                            31
Fünf Personen haben die Möglichkeit, eine Vorlage mit          Referent*innen:
empirischem Material aus ihrem Dissertationsprojekt            Kevin Stützel: Promovend an der Freien Universität
einzureichen (max. 10 Seiten). Für die anderen Teilneh-        Berlin und ehemaliger Promotionsstipendiat der Rosa
mer_innen besteht die Möglichkeit im Rahmen einer              Luxemburg Stiftung, Arbeitsschwerpunkte: Dokumen-
Kurzpräsentation aktuelle Fragen und Problemstellun-           tarische Methode (Gruppendiskussion, Bildanalyse); Pä-
gen ihrer Forschungsarbeit einzubringen, die in einem          dagogische Professionalität und Neonazismuspräventi-
kollegialen Austausch besprochen werden.                       on; geschlechterreflektierte Bildungsarbeit.

Die Vorlagen müssen bis zum 10.4.2019 an die Refe-             Katinka Meyer: Promovendin an der Georg-August-
rent_innen geschickt werden, um den Teilnehmer_in-             Universität Göttingen und Stipendiatin der Hans Böck-
nen der Forschungswerkstatt rechtzeitig zur Verfügung          ler Stiftung, Arbeitsschwerpunkte: Interpretative Bio-
zu stehen.                                                     graphieforschung (narrative Interviews, Biographische
                                                               Fallrekonstruktion), Mehrgenerationen- und Gedächt-
                                                               nisforschung, verschiedene Lehraufträge zur Qualitati-
                                                               ven Methodenlehre.

                                                               Termin: 12./13. April 2019
                                                               Ort: Berlin
                                                               Ansprechperson: Sandra Thieme

                                                          32
DOKTORAND*INNENJAHRBUCH
UND REDAKTIONSSITZUNGEN

WORK IN PROGRESS.                                              fentlichen. Falls wir in einem Jahrgang zu viele Aufsätze
WORK ON PROGRESS.                                              angeboten bekommen (das ist bisher noch nicht vorge-
                                                               kommen), gehen wir nach einer bestimmten Reihenfolge
Doktorand*innen-Jahrbuch 2019 der Rosa-Luxemburg-              vor: 1. Aufsätze von aktuellen Promotionsstipendiat_in-
Stiftung                                                       nen, die zuvor im Doktorand*innenseminar vorgetragen
Herausgegeben von Marcus Hawel und                             haben, 2. Aufsätze von Promotionssstipendiat*innen,
Herausgeber*innenkollektiv                                     die aktuell in der Förderung sind, 3. Aufsätze von ehe-
                                                               maligen Promotionsstipendiat*innen.
Mit dem Jahrbuch der Doktorand*innen der Rosa-Lu-
xemburg-Stiftung verfolgen wir die Absicht, kritische          Einsendefristen – und was du noch so beachten
Wissenschaft gegen den neoliberalen Mainstream (kul-           musst …
tur)industrieller Wissensproduktion an den Universitä-
ten und Hochschulen zu behaupten.                              Die Jahrbuchsredaktion sendet an alle Promotions-
                                                               stipendiat*innen und Ehemalige in der Regel zu Beginn
Wer kann im Doktorand*innenjahrbuch veröffent-                 des Jahres ein call for paper, mit der Bitte, möglichst
lichen?                                                        zeitnah der Redaktion anzuzeigen, wer einen Aufsatz für
                                                               das Jahrbuch zu schreiben beabsichtigt. Die erste Ein-
Als aktuelle*r oder ehemalige*r Promotionsstipendiat*in        sendefrist ist dann in der Regel im April des jeweiligen
kannst du für das Doktorand*innenjahrbuch einen Auf-           Jahres.
satz zu deinem Promotionsthema schreiben und veröf-

                                                          33
Der anzufertigende Aufsatz sollte 30.000 Zeichen nicht           Wir haben vierzehn thematische Rubriken entwickelt,
wesentlich überschreiten. Alle weiteren einzuhaltenden           denen die Aufsätze zugeordnet werden. Die themati-
Formatstandards sind einem Merkblatt zu entnehmen,               schen Rubriken lauten:
das du im Intranet findest oder bei der Redaktion anfor-
dern kannst.                                                     •   Erkenntnistheorie und Methodik
                                                                 •   Arbeit
Sende deinen Aufsatz und deine Nachrichten bitte stets           •   Politische Ökonomie
an diese beiden Adressen:                                        •   Transformation von Staatlichkeit
                                                                 •   Internationale Beziehungen
rls.jahrbuch@googlemail.com und                                  •   Gewalt und Erinnerung
marcus.hawel@rosalux.org.                                        •   Antisemitismus und Rassismus
                                                                 •   Religion und Säkularisierung
Beschreibung des Jahrbuchs und seiner Bestand-                   •   Natur – Technik – Kultur
teile                                                            •   Medien
                                                                 •   Literarisches Feld
Das Doktorand*innenjahrbuch existiert seit 2011 und              •   Bildung
erscheint seitdem jährlich. Es ist ein gemeinschaft-             •   Körper – Macht – Identität – Gender
liches Projekt zwischen Studienwerk und einem                    •   Emanzipation und Utopie
Herausgeber*innenkollektiv, welches jedes Jahr aus
Stipendiat_innen neu besetzt wird. Die unterschied-              Ein Register schafft zusätzlichen Überblick und macht
lichen im Jahrbuch veröffentlichten Aufsätze von                 Querverweise zwischen den einzelnen Jahrgängen
Promotionsstipendiat*innen der RLS gehen in der Regel            möglich.
aus den Vorträgen der Doktorand*innenseminare her-
vor, die dann für das Jahrbuch verschriftlicht und ausge-
arbeitet werden. Man kann allerdings auch im Jahrbuch
veröffentlichen, ohne zuvor im Doktorand*innenseminar
vorgetragen zu haben.

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Neben dem Vorwort oder Nachwort des Reihen-                       kritische Wissenschaften an den Hochschulen zu be-
herausgebers und der Einleitung des Heraus-                       haupten:
geber*innenkollektivs des jeweiligen Jahrgangs gibt
es als weitere dauerhafte Bestandteile des Jahrbu-                „Wissenschaft darf engagiert und normativ sein, ohne
ches die Zusammenfassungen der einzelnen Aufsät-                  sich den Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit gefallen
ze, die Aufsätze selbst, sowie eine Rubrik, in der be-            lassen zu müssen. Sie muss sich vor allem dagegen
reits veröffentlichte Dissertationen von ehemaligen               verwahren, von Herrschaftsinteressen instrumentali-
Promotionsstipendiat*innen vorgestellt werden. Ganz               siert zu werden. Denn Bildung ist zum einen das Bilden
hinten im Jahrbuch befinden sich die biographischen               von sich selbst, zum anderen das Bilden des gesell-
Angaben zu den Autor_innen und Herausgeber*innen                  schaftlichen Ganzen. Es geht nicht nur darum, die Welt
mit der Möglichkeit persönlicher Kontaktaufnahme (in              zu begreifen, sondern sie durch das Begreifen auch zu
der Regel über eine E-Mail-Adresse).                              verändern. Diese Prozesse sind niemals abgeschlossen,
                                                                  daher im wahrsten Sinne des Wortes work in progress
Insgesamt bietet das Jahrbuch auf diese Weise ein Pan-            und work on progress.
orama der interdisziplinären Arbeitsfelder und Themen,
zu denen unsere Stipendiat*innen promovieren.                     Wir betrachten dieses Projekt im Rahmen unseres ide-
                                                                  ellen Förderprogramms auch als wichtigen Bestandteil
Was wir mit dem Jahrbuch beabsichtigen                            politischer Bildung, indem es darum geht, eine wissen-
                                                                  schaftliche Publikation zu schaffen. Das Redaktions-
Wir möchten mit diesem Jahrbuch die Förderung                     und Herausgeber*innenkollektiv hat insofern einen
des linken wissenschaftlichen Nachwuchses, den                    politischen Seminar- bzw. Workshopcharakter: es trifft
wir im Rahmen des Promotionsstipendiums über                      sich auf Redaktionssitzungen, kommuniziert per E-Mail
mehrere Jahre begleiten, zusätzlich voranbringen.                 und dergleichen, diskutiert inhaltlich und redigiert Tex-
Die thematische Expertise, die hier auf Seiten der                te, schreibt gemeinsam eine Einleitung und handelt
Promotionsstipendiat*innen heranreift und eindrucks-              Willensprozesse und Entscheidungen aus. Bis zu sie-
voll zum Ausdruck kommt, wollen wir kooperativ und                ben Personen können an diesem politischen Seminar/
partizipativ in die Stiftungsarbeit einfließen lassen. Da-        Workshop, das über ein ganzes Jahr geht, teilnehmen.
rüber hinaus soll das Jahrbuch dabei behilflich sein,

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Wie kann ich in dem Redaktions- und Heraus-
geber*innenkollektiv mitarbeiten?

Das Kollektiv wird jeweils zum Ende oder Beginn eines
Jahres neu gebildet. Hierzu wird vom Studienwerk eine
Mail an alle Promotionsstipendiat*innen versendet. In-
teressierte können sich daraufhin melden. Du kannst
dich natürlich auch unabhängig von diesem Aufruf zur
Mitarbeit beim Studienwerk (marcus.hawel@rosalux.
org) melden. Fünf bis sieben Personen können im Kol-
lektiv mitarbeiten.

Wie bekomme ich ein Exemplar des Jahrbuches?

Wer ein Exemplar haben möchte, kann sich ans Studi-
enwerk marcus.hawel@rosalux.org wenden. Das Buch
kann aber auch vollständig als PDF von der RLS-Seite
heruntergeladen werden.
Bitte meldet Euch auch, wenn Ihr ein Exemplar in einer
Hochschulbibliothek unterbringen könnt. Bibliotheken            Termine der Redaktionssitzungen:
bekommen von uns das Jahrbuch kostenlos für ihren
Bestand zugesendet, oder ihr bringt es dort einfach vor-        08. März 2019
bei.                                                            07. Juni 2019
Im Intranet findet Ihr auch die Links zu den kostenlosen
Downloads der bereits publizierten Jahrgänge.                   16./17. August 2019
                                                                Ansprechperson: Marcus Hawel

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REGIONALTREFFEN UND
STIP* JOUR FIXE

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REGIONALTREFFEN & STIP* JOUR FIXE

Regionaltreffen finden in der Regel halbjährlich in den verschiedenen Bundesländern statt. Sie geben euch die Mög-
lichkeit, andere Stipendiat*innen kennenzulernen und bieten gleichzeitig die Gelegenheit, sich über Neuigkeiten
aus dem Studienwerk und der Stiftung und aktuelle Fragen auszutauschen. Die Treffen werden gemeinsam mit
Stipendiat*innen vorbereitet. In diesem Rahmen gibt es auch die Möglichkeit, sich mit eurer/eurem zuständigen
Referent*in zu einem Beratungsgespräch zu verabreden.

Die Stip* Jour Fixe sind die Regionaltreffen Berlins und finden etwa alle zwei Monate statt. Dieses Jahr haben wir zwei
Meet’n’Greet – Termine eingeplant, bei denen der Austausch und die Vernetzung im Mittelpunkt stehen soll. Gerade
für neue, aber auch alle anderen Stipendiat*innen wollen wir bei diesem Treffen die Gelegenheit bieten, uns und euch
näher kennenzulernen, in Austausch mit euch zu treten und einen Raum für Vernetzung zu schaffen. Je nach Bedarf
können wir den Raum gestalten, alle sind herzlich willkommen sich zu beteiligen!

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ÜBERSICHT UND TERMINE DER
REGIONALTREFFEN

  Termin				Regionaltreffen		                               Ansprechpersonen

  12./13. April 2019 Konstanz Baden-Württemberg		        Jane Angerjärv
  Oktober in Stuttgart

  18. Mai in Nürnberg & 		 Bayern		           		            Nina Borst
  2. Termin noch offen

  Alle Termin noch offen		  Brandenburg		               Alina Voinea

  Alle Termine noch offen		 Bremen			                   Alina Voinea

  26. April Hamburg &		     Hamburg/ Schleswig Holstein Songül Bitiş, Nina Borst
  2. Termin noch offen

  13. April & 			           Hessen 			                  Alina Voinea
  9. November in Kassel

  26. April in Rostock &		     Mecklenburg-Vorpommern       Jane Angerjärv
  Oktober in Rostock

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ÜBERSICHT UND TERMINE DER
REGIONALTREFFEN

  Termin				Regionaltreffen		               Ansprechpersonen

  21. Juni Hildesheim & 		 Niedersachsen			 Nina Borst
  2. Termin noch offen

  4. Mai & 			     Nordrhein-Westfalen		                   Songül Bitiş
  16. November

  18. Mai in Saarbrücken &		 Rheinland-Pfalz/ Saarland		   Aline Voinea
  1. November in Mainz

  27. April &			                  Sachsen				 Jane Angerjärv
  2. Termin im Oktober in Halle

  17. Januar in Halle &		         Sachsen-Anhalt			        Alina Voinea
  2. Termin noch offen

  18. Januar in Jena &		          Thüringen			             Alina Voinea
  2. Termin noch offen

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TERMINE FÜR DIE
STIP* JOUR FIXE 2019 (BERLIN)

   Termine:

   12. Februar, 19 Uhr: „Frühlingskinder“ (Film)

   26. März, 19 Uhr:        Masculinity as Self Politics: Kurdish Youngster

   28. Mai, 19 Uhr: 		      Meet’n‘Greet

   30. Juli, 19 Uhr: 		     Thema noch offen

   24. September, 19 Uhr:   Arbeitskampf studentisch Beschäftigter in Berlin am
   			                      Beispiel der Kampagne TV Stud (Tarifvertrag für
   			                      Studierende)

   26. November, 19 Uhr:    Meet’n‘Greet

   Ansprechpersonen: Kira Güttinger und Sandra Thieme

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TAGUNGEN UND SYMPOSIEN

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DIE FERIENAKADEMIE

Die Ferienakademie ist die größte regelmäßige Veran-            zwei Schwerpunktthemen, so dass es möglich ist, sich
staltung des Studienwerks mit dem höchsten Grad an              eine gesamte Woche intensiv damit auseinanderzuset-
stipendiatischer Autonomie hinsichtlich der inhaltlichen        zen. Im Jahr 2019 sind die Schwerpunktthemen: Inter-
und organisatorischen Planung sowie der Durchfüh-               sektionale Gesellschaftsanalyse und Utopien.
rung. Sie wird von dem Arbeitskreis Ferienakademie in           Neben den intensiven, zweitägigen systemati-
kooperativer Zusammenarbeit mit Verantwortlichen des            schen Workshops, die in der Regel kooperativ von
Studienwerks geplant und durchgeführt.                          Mitarbeiter*innen der RLS und Stipendiat*innen konzi-
Sie ist zugleich die zentrale Veranstaltung, auf der            piert und durchgeführt werden, gibt es zahlreiche Kurz-
Stipendiat*innen sich gegenseitig und einige Stiftungs-         workshops und Veranstaltungen von Stipendiat*innen,
mitarbeiter*innen intensiv kennenlernen können.                 Ehemaligen und auch von Vertrauensdozent*innen.

In dieser von Stipendiat*innen und dem Studienwerk              Ergänzt wird dies durch ein abwechslungsreiches und
gemeinsam vorbereiteten und veranstalteten Woche                spannendes Kulturprogramm meistens am Abend,
gibt es Raum für Auseinandersetzung, Diskussionen               durch Exkursionen und nicht zu vergessen mindestens
inhaltlicher Schwerpunkte sowie Zeit für geselliges             eine Partys.
Miteinander. Die Teilnahme, Spaß und Lust an kriti-
schen Inhalten, Austausch, Vernetzung und gegensei-
tige Wertschätzung sollen im Vordergrund stehen. Um             Termin: 10. bis 15. März 2019
die 100 Teilnehmende beschäftigen sich mit aktuellen            Ort: Blossin
wissenschaftlichen politischen Themen. Es gibt jeweils
                                                                Ansprechperson: Kira Güttinger und Nina Borst

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SALON                        BILDUNG 2019

                                                        Termine:
Intention:
                                                        21. März 2019:
Mit dem bildungspolitischen Salon haben wir 2017        Das Legislative Theater Berlin – Theater trifft Politik
ein Format gestartet, das ganz im Zeichen der Tra-
                                                        (mit Harald Hahn und Jens Clausen)
dition politischer Salons steht. Auf diesen öffentli-
chen Veranstaltungen diskutieren wir zu aktuellen       13. Juni 2019:
Themen der emanzipatorischen Bildung, Bildungs-
                                                        Wie Bildung Frauen koloniale Macht verleiht – Feministische Reflexionen
politik und Hochschulbildung.
                                                        über postkoloniale Klassenverhältnisse (mit Céline Barry)
Wir laden Menschen ein, die etwas Spannendes
                                                        12. September 2019:
zu sagen haben, und diskutieren anschließend ge-
meinsam ihre Positionen. In angenehmer Atmo-            System Change not Climate Change – Transformative Bildung als politisches
sphäre geht der Abend in gesellige Formen über.         und emanzipatorisches Projekt (mit Nadine Kaufmann und Steffen Kühne)
                                                        12. Dezember 2019:
                                                        Educate the Educators! – Ansätze und Perspektiven einer emanzipatorischen
                                                        Jugendbildung (mit Vanessa Höse und Janek Niggemann)

                                                        Ansprechperson: Marcus Hawel & Stefan Kalmring

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