Kontakte Infos aus dem Gemeinwesen Schönwalder Allee 26 - 21 RÜCKBLICK

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Kontakte Infos aus dem Gemeinwesen Schönwalder Allee 26 - 21 RÜCKBLICK
Jg. 51   Ausgabe 548    5 | 2019

Kontakte         Infos aus dem Gemeinwesen Schönwalder Allee 26

12	Singen macht Spaß!              21 RÜCKBLICK –               24	FÜNF Weltreligionen –
                                       50 Jahre Kontakte              EINE Botschaft
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EDITORIAL
2     Kontakte   5 | 2019   inhalt & editorial

                                                   INHALT
                              Auf der Suche nach dem Glück       2
                                                 Nachgedacht     3
                                Der Vorstand informiert:
                  Weiterentwicklung des Standorts SW 26
                                                                 4
                       GOTTESDIENST- UND PREDIGTPLAN             6
                            Wir wollen gemeinsam feiern
                     Sprechzeiten/Gratulation/Kondolenz
                                                                 7
            Kindergottesdienst in der Kirchengemeinde
                     des Evangelischen Johannesstifts
                                                                 8

                                                                                                                           Foto: © unsplash/ Marion Michele
                                                   Osterputz     10
                                 Eine Chor-Reise ohne Koffer     11
                                          Singen macht Spaß!     12
ANGEBOTE FÜR MENSCHEN MIT TRAUERERFAHRUNGEN                      15
                                                                        Auf der Suche nach dem Glück
                                 VERANSTALTUNGEN IM MAI          16
                                                                        Was ist eigentlich Glück? Wie kann man dauerhaft glücklich
                            MITWIRKEN UND MITGESTALTEN           18     sein? Gibt es hierfür ein garantiertes Rezept? Ja, denn zahl-
                                                                        reiche Experten werben mit ihren einzig wahren Anleitun-
                                                                        gen für ein glückliches Leben. Doch welches passt genau
    Forum & Termine der Schwestern- und Brüderschaft             19     zu mir? Kann wirklich jeden Menschen dasselbe glücklich
                                                                        machen?
    Young Hearts Society in der Freilichtbühne Spandau           20         Glück kann in den kleinen Augenblicken liegen, etwa
                                                                        wenn wir die aufblühende Natur im Mai sehen, die ersten
                 Hungrig zur Wahl? Das muss nicht sein!
                        RÜCKBLICK – 50 JAHRE Kontakte
                                                                 21     Schmetterlinge entdecken und uns an den Sonnenstrahlen
                                                                        nach einem langen und trüben Winter erfreuen. Mancher
    Der unerwünschte Mitbewohner in mir – Brustkrebs
                        Dankeschön von Christopher
                                                                 22     jedoch empfindet eher Glücksmomente, wenn er sich an
                                                                        seine Kindheit erinnert, an seine beruflichen oder sport-
                              Wir suchen Verstärkung                    lichen Erfolge denkt, mit anderen zusammen lacht oder
           Einsegnung zur Diakonin am Wichern-Kolleg
                                                                 23     mittels einer Reise in fremde Welten eintaucht. Andere
                                                                        wiederum finden das Glück in Gott.
                    FÜNF Weltreligionen – EINE Botschaft         24         Meine Glücksquelle ist ein stiller Morgen mit einer Tas-
                                                                        se Kaffee am Meer und einem grandiosen Sonnenaufgang.
                                        Die Kinder der UTOPIE    25     Hier tanke ich auf und schöpfe neue Kraft. Aber auch das
                                                                        Singen in der Gemeinschaft oder der unverhoffte Besuch
                                 Die 11. Runde ist eingeläutet   26     von lieben Freunden machen mich glücklich und höchst
                                                                        dankbar für diese Momente.
                                 Cabito-Box heißt die Lösung                Dieses Heft bietet viele Möglichkeiten, Ihre ganz
                                                   BUCHTIPP
                                                                 27     persönlichen Glücksmomente im Mai zu finden und sogar
                                                                        dauerhaft zu abonnieren. Lesen sie selbst!
                       Das Havelheim lädt zur Erholung ein       28
                     Umbau und Erweiterung der Kita                     Ihre
       im Johannesstift schafft neue Betreuungsplätze
                                                                 29     Dr. Katharina Wimmer
                                                                        Redaktionsleitung / PR-Referentin
                      Kitakinder singen im Simeon-Hospiz         30     Zentrale Dienste Kommunikation und Marketing

                                       Wir bleiben in Kontakt    31
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Kontakte   5 | 2019   nachgedacht   3

„Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir“
2. Samuel 7,22
 Foto: © wikimedia

Der Spruch für den Monat Mai ist ein        auch darauf an, mit zu hören: „Für mich,     eines Menschen, der sich von seinem
Gebetsruf, ein Bekenntnis, das der Autor    David, ist das so!“ Für andere kann so       Gott bewahrt und gesegnet weiß.
des 2. Buches Samuel aus der hebräi-        ein Bekenntnis nicht zwingend sein,              Wann konnten Sie das letzte Mal sol-
schen Bibel dem König David in den          keine für alle zu akzeptierende Wahrheit.    che Momente oder Augenblicke erleben?
Mund legt. David ist am Höhepunkt           So, wie ein aufgezwungenes Bekenntnis,       Wann verschlug es Ihnen die Sprache vor
seiner Macht und seines Erfolgs ange-       immer das Gegenteil ist von „ich glaube“     dem Wunder des Lebens, das sich, trotz
kommen. Er ist überglücklich. Voller        oder „ ich vertraue“.                        aller Schwierigkeiten und Widernisse,
Entzücken tanzt er durch die Gassen             Als ich den Monatsspruch gele-           doch durchsetzt? Bei der Geburt eines
Jerusalems. Der Prophet Nathan hat          sen habe, musste ich zuerst an einen         Kindes oder der Gesundung nach einer
seinem Geschlecht eine große Zukunft        Kampfruf denken, wie es ihn ja in vielen     schweren Erkrankung? Beim Anblick
verheißen – Erschöpft fällt er im Mo-       Religionen gibt. Beispielsweise das          eines Sonnenaufgangs oder den zarten
ment der größten Freude und Wonne           Deus lo vult („Gott will es“) der ersten     Grüntönen im Frühjahr? Es gibt un-
im Stiftszelt, vor der Bundeslade, seinem   Kreuzritter oder das Gott mit uns auf        endlich viele Gründe zu staunen und zu
Gott zu Füßen. „Wer bin ich, HERR, und      den Koppelschlössern der deutschen           danken für das Wunder des Lebens, dass
was ist mein Haus, dass du mich hierher     Soldaten im Zweiten Weltkrieg oder           uns unser Gott schenkt und erhält, auch
geführt hast?“ (2. Samuel 7,18). David      auch das Allahu Akbar (Gott ist groß)        und gerade angesichts von Unrecht und
fragt sich: „Wie kann mir so viel Gutes     als Kampfruf fanatisierter Islamisten. Ja,   der Bedrohung des Lebens auf unserem
wiederfahren, von Dir meinem Gott.“         es hat Menschen zu allen Zeiten und in       Planeten. Diese Momente des Glücks
Kein Stolz und keine Selbstinszenierung     allen Religionen gegeben, die versucht       und der Dankbarkeit sind, so glaube ich,
sprechen aus seinen Worten, sondern         haben sich Gott für ihre Zwecke und          die eigentliche Quelle unserer Lebens-
pures Staunen vor der Einzigartigkeit       Ziele dienstbar zu machen, besonders         kraft und die Motivation, sich für das
Gottes kommt in diesem intimen Mo-          wenn es darum ging, unmenschliches           Leben stark zu machen. Sie sind wie ein
ment des Gebets zum Ausdruck. Fast          Verhalten den vermeintlichen Gegnern         Blumenstrauß Gottes hinter dem seine
scheint es, als wenn er, David, anderen     gegenüber zu rechtfertigen. Die Worte        Liebeserklärung an uns steht.
Mächten und Göttern abschwören woll-        aus dem 2. Buch Samuel sind aber kein
te. Dabei kommt es für uns als Zuhörer      Kampfruf, sondern die Liebeserklärung                Diakon Ulrich Hierse, Seelsorger
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4    Kontakte   5 | 2019   Der Vorstand informiert

Unsere Vision für 2040+

Weiterentwicklung des
Standorts SW 26
Bereits im Jahr 2011 wurde ein Perspektivkonzept für das Ge-
lände des Evangelischen Johannesstifts erarbeitet. Interne und
externe Experten skizzierten erste Visionen und Optionen für
die zukünftige Standortentwicklung und fassten diese in dem
Konzept Leben inklusive. Das Stiftsgelände im Jahr 2030 zu-
sammen. Die hier beschriebenen Ziele wurden seitdem in einer
Machbarkeitsstudie sowie der kontinuierlich tagenden Projekt-
gruppe SW 26+ weiter verfolgt.
    Am 5. April fanden sich nun alle Verantwortlichen auf dem
Stiftsgelände erneut zusammen. Mit Unterstützung des Bera-
tungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmens Drees

                                                                   WORKS
& Sommer soll nun der nächste Schritt für ein zukunftssicheren
und erfolgsversprechenden Standort geplant werden. Hierfür
sollen die bereits vorliegenden Ziele an die aktuellen Rahmenbe-
dingungen angepasst und neue Chancen und Entwicklungsop-

                                                                   EVANGE
tionen erörtert werden. Bis zum Jahresende ist es geplant, diese
Ergebnisse in einem konkreten Maßnahmenplan für die weitere
Standortentwicklung zusammenzufassen.
    Zu diesem Zweck präsentierten die Experten die zu er-

                                                                   JOHANN
wartenden gesellschaftlichen Megatrends, unter anderem in
den Bereichen Gesundheit, Wissenskultur, Mobilität und New
Work, sowie die Perspektiven für die Berliner Stadtentwicklung
und den Bezirk Spandau. Im Anschluss daran wurden diese ins
Verhältnis mit dem Standort SW 26 gesetzt. Das Ergebnis: Das
Stiftsgelände hat mit den Fokus-Themen Gesundheit und Sport,
Bildung und Inklusion beste Voraussetzungen für einen attrakti-
ven, lebendigen und erfolgreichen Stadtteil.                       05. April 2019
    Im weiteren Verlauf des Workshops waren die 20 Teilneh-
menden aufgerufen, im Hinblick auf die zu erwartenden Trends
ihre Ideen und Visionen für den Standort zu äußern. Deutlich
hierbei wurde, dass sie, ähnlich der Auswertung der Fachleute,
das Evangelische Johannesstift als Vorreiterrolle der Inklusion
und Teilhabe und damit auch als Impulsgeber für andere Stand-
orte ähnlichen Modells sehen.
    Um dies zu realisieren sollen in Folgeworkshops zu Schwer-
punktthemen, wie Infrastruktur, Mobilität, Angebote und
Zielgruppe, zu den Ideen konkrete Umsetzungsmaßnahmen
entwickelt werden.
    In diesem nächsten Treffen am 15. Mai (nach Drucklegung
dieser Ausgabe der Kontakte) sollen die Ergebnisse des Auftakt-
workshops zusammengefasst und davon ausgehend die weiteren
Arbeitsgruppen abgeleitet werden.
    Wir halten Sie auf dem Laufenden und freuen uns auf die
gemeinsamen Planungen.

Ihr
Andreas Mörsberger
Vorstand
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Kontakte   5 | 2019 Der Vorstand informiert   5

SHOP
 ELISCHES
NESSTIFT SPANDAU
9
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6    Kontakte   5 | 2019 Gemeindenachrichten

            GOTTESDIENST- UND PREDIGTPLAN
→ Freitag                                      → Donnerstag – Christi Himmelfahrt         → Sonntag – Exaudi
3. Mai, 17 Uhr                                 30. Mai, 10 Uhr                            2. Juni, 10 Uhr
Gottesdienst zum Mitarbeitenden-Fest           Vorgeschlagener Predigttext:               Abschlussgottesdienst mit Aufnahme
Pfarrer Dr. Weinholt                           1. Könige 8, 22-24, 26-28                  neuer Mitglieder in die Gemeinschaft
                                               Diakon Hierse                              und Ehrung der Jubilarinnen und Jubilare
→ Sonntag – Misericordias Domini               Die Kollekte ist für die Studierendenge-   Anschließend Reisesegen zum Ab-
5. Mai, 10 Uhr                                 meinden.                                   schluss des Schwestern- und Brüder-
Vorgeschlagener Predigttext:                                                              tages vor der Kirche
Johannes 10, 11-16 (27-30)                     Schwestern- und Brüdertag                  Regionalkonvent Westfalen der
Diakonin Krenzer                               30. Mai bis 2. Juni                        Schwestern- und Brüderschaft / Predigt:
Die Kollekte ist für die Aufgaben der                                                     Diakon Ingo Moy
Frauen- und Familienarbeit sowie für           → Donnerstag – Christi Himmelfahrt         Die Kollekte ist für die Arbeit der ROTE
die Männerarbeit.                                                                         NASEN Clowns in der Altenhilfe des Evan-
                                               30. Mai, 17 Uhr                            gelischen Johannesstifts am Standort
                                               Eröffnungsgottesdienst zum                 Spandau.
→ Sonntag – Jubilate                           Schwestern- und Brüdertag
12. Mai, 10 Uhr                                Mentorenprojekt der Schwestern- und        → Montag
Abendmahl mit Wein                             Brüderschaft
Vorgeschlagener Predigttext:                                                              3. Juni, 9 Uhr
                                               Die Kollekte ist für die Unterstützung
Sprüche 8, 22-36                                                                          Mitarbeitendenandacht
                                               indigener Völker in Brasilien durch die
Prädikantin Birke                                                                         Pfarrer Stoelzel-Rhoden
                                               Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt
Die Kollekte ist für besondere Aufgaben        e.V., Berlin
der Evangelischen Kirche in Deutschland.                                                  → Abendgebet
                                               → Freitag                                  Das Abendgebet findet jeden Werktag
→ Sonntag – Cantate                                                                       von Montag bis Freitag um 18 Uhr in der
                                               31. Mai, 12.15 Uhr                         Stiftskirche statt.
19. Mai, 10 Uhr                                Mittagsgebet                               An folgenden Tagen entfällt das Aben-
Abendmahl mit Saft                             Diakon Hartmut Berger                      dgebet: 1. Mai (Feiertag), 3. Mai, 30. und
Es singt die Kantorei
                                                                                          31. Mai
Mit Kindergottesdienst                         19.30 Uhr
Vorgeschlagener Predigttext:
                                               Abendmahlsgottesdienst                     → Taizé-Andacht
Apostelgeschichte 16, 23-34
Pfarrer Stoelzel-Rhoden                        mit Saft                                   Freitag, 10. Mai und Freitag,
Die Kollekte ist für die Kirchenmusik.         Regionalkonvent Dresden-Görlitz der        7. Juni
                                               Schwestern- und Brüderschaft               um 18 Uhr in der Stiftskirche.
→ Sonntag – Rogate                             Dankopfer für die Arbeit der Schwest-
                                               ern- und Brüderschaft sowie die Arbeit     → Kinder im Gottesdienst
26. Mai, 10 Uhr                                der COD (Diakonische Gemeinschaft der
Vorgeschlagener Predigttext:                                                              Während der Gottesdienste steht ein
                                               Lutherischen Kirche in Brasilien).         Tisch mit Malsachen für kleine Kinder
Johannes 16, 23b-28 (29-32) 33
Pfarrerin Dr. Kaiser                                                                      bereit.
                                               → Samstag
Die Kollekte ist für die ökumenischen
Begegnungen der Landeskirche.                  1. Juni, 12.15 Uhr                         → Fernsehübertragung
                                               Mittagsgebet                                     Gottesdienste und Andachten in
                                               Diakon Hartmut Berger                             der Stiftskirche sind öffentlich.
                                                                                                 Sie werden über den Stiftskanal
                                                                                                 (Fernseher) in alle Häuser des
                                                                                                 Gemeinwesens übertragen.
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Wir wollen gemeinsam feiern
Was: Gemeindefest der Region Nord
(Kirchengemeinde Evangelisches Johannesstift,
Wichern-Radeland Gemeinde, Luther Kirchengemeinde)

Wann: 18. August
Wo: Evangelisches Johannesstift
Programm: 11 Uhr Familiengottesdienst, im Anschluss
gemeinsames Mittagessen, Spiel & Spaß für Groß & Klein,
15 Uhr Mitmach-Musical Der barmherzige Samariter

Für persönliche Gespräche
Wenn Sie ein persönliches Gespräch wünschen, rufen Sie
bitte eine der nachstehenden Telefonnumern an:
Diakon Hierse                         030 · 336 09 - 232
Pfarrer Dr. Klein                     030 · 336 09 - 696
Pfarrer Stoelzel-Rhoden               030 · 336 09 - 631
Seelsorgerin Birke                    030 · 336 09 - 9903
Hol- und Bringedienst                 0163 · 30 92 38 9

Sprechzeiten im Gemeindebüro
Montag                                 10 –12 Uhr
Dienstag                               14 –17 Uhr
Mittwoch                               10 –12 Uhr
Donnerstag                             10 –12 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung    030 · 336 09 - 592

Am Freitag ist das Gemeindebüro geschlossen.
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Vorgestellt & Nachgefragt

Kindergottesdienst in der Kirchengemeinde des
Evangelischen Johannesstifts
Ich bin Maria Roeser und seit 2001 in der Geschäftsstelle der        Schluss und sprechen uns ein Segenswort zu. Wir singen Lieder.
Schwestern- und Brüderschaft tätig. Ich bin jedoch auch ausge-       Da nicht alle Kinder lesen können, haben wir ein kleines Reper-
bildete Katechetin und wurde als solche im Dom zu Branden-           toire an wiederkehrenden eingängigen Liedern. Libio Baldoceda,
burg 2000 eingesegnet. Als Katechetin geht es mir nicht nur um       mein Mann, begleitet unser Singen auf der Ukulele (Wie sagte
die Vermittlung religionsgeschichtlichen Wissens, was auch im        ein Kind: Das Kind der Gitarre für die Kinder im Gottesdienst.).
Religionsunterricht in der Schule passiert, sondern auch um die      Wir hören einen Text – manchmal aus der Bibel, manchmal
Verortung in der Gemeinde.                                           etwas anderes – und überlegen, was dieser Text mit uns und
                                                                     unserem Glauben oder unserem Verhältnis zu Gott und unseren
Warum ist der Kindergottesdienst so wichtig für Kinder?              Mitmenschen und unserer Umwelt zu tun hat. Im Gegensatz zu
Hier begegnen den Kindern Geschichten: Erfahrungsberichte            den Großen können wir uns im Gespräch austauschen, können
mit Gott, Werte für menschliches Zusammenleben und Bewah-            etwas in Bild oder Wort notieren, haben anschauliche Dinge in
rung der Schöpfung.                                                  unserer Mitte. Tatsächlich werden Kinder hier auch zu Lektoren
    Aber hier – anders als im Religionsunterricht – sind sie         und dürfen vorlesen oder vorsprechen. Und in unserem Gottes-
eingebunden in einen liturgischen Kontext. Gottesdienst ist ein      dienst können und dürfen wir uns bewegen. Und manchmal neh-
wesentliches Element des Gemeindelebens und das erleben die          men die Kinder nicht nur einen Gedanken sondern auch etwas
Kinder. Sie wachsen hinein: Aus einer kindgerechten Form wird        Handfestes mit, das sie an unseren Gottesdienst erinnert.
irgendwann in der Konfirmandenzeit eine jugendgerechte Form,
und später finden sie diese Elemente vertraut im „normalen“          Wieviel Zeit benötigst du, um einen Kindergottesdienst
Gottesdienst auch wieder. Die Menschen in der lebendigen Ge-         vorzubereiten?
meinde verbindet der christliche Glaube, die Taufe, die Suche.       Momentan findet der Kindergottesdienst einmal im Monat statt.
                                                                     Drei bis vier Wochen kann eine Idee entstehen und reifen, meist
Wie baust du den Kindergottesdienst auf und was ist dir              orientiert am Predigttext der Großen oder einem aktuellen The-
besonders wichtig?                                                   ma. Das Zusammenbinden dauert dann ein bis fünf Stunden.
Der Gottesdienst für die kleinen Gemeindeglieder ist ähn-                Sonntagfrüh bereiten wir den Raum im Haus der Schwestern
lich wie der für die großen. Wir haben eine kleine Glocke, die       und Brüder vor und räumen ihn natürlich hinterher wieder auf.
den Gottesdienst einläutet, vor dem Vaterunser und am Ende           Wir haben einen Seminarraum mit Teppichboden zur Verfü-
erklingt. Wir haben ein Eingangsgebet, wir beten und bitten zum      gung. Dort können wir wunderbar alle auf dem Boden sitzen

Im März ließen wir uns einladen zu einer Feier, inhaltlich angelehnt an den Weltgebetstag: Alle sind eingeladen zum großen Festmahl,
und es ist immer noch Platz.

                                                                                                                                       Foto: © Maria Roeser
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Foto: © Anne-Claudia Wiese

rund um unsere „Mitte“: passend zum Thema gestaltet, mindes-          In jeder Entwicklungsphase stellen Kinder neue Fragen –
tens jedoch mit Ichtys-Fischen und der Glocke; die Laterne aus    auch in Glaubensdingen, brauchen neue Antworten. Offen und
der Kirche stellen wir dazu: das Kerzenlicht, das uns mit dem     authentisch im Gespräch bleiben, im Alltäglichen, das braucht
Gottesdienst der Großen verbindet.                                unsere Tochter Sophia und das brauche auch ich – da entwickle
                                                                  ich mich weiter.
Du hast ja selbst eine wunderbare Tochter, wie integrierst du
den Glauben in euren gemeinsamen Alltag?                          Hast du für alle, denen es doch schwer fällt Sonntag so früh das
Von Anfang an redete ich mit Sophia über Gott, erzählte bibli-    Haus zu verlassen einen Tipp?
sche Geschichten, sprach mit ihr Tischgebete, sang Abendlieder.   Nein. Für mich beziehungsweise unsere Tochter ist 10 Uhr nicht
Im Abendgebet ist Platz, einen Tag Revue passieren zu lassen,     früh. Es ist wohl eine Einstellungssache – ob man sich drauf
zu danken, Sorgen abzugeben, Trost zu finden. Und sie erlebt in   freut. Sie freut sich beispielsweise immer auf die Kirche und auf
ihrer Familie und mit ihren Paten Menschen, die offen reden,      Jürgen Lindner. Ich hingegen freue mich immer auf die Sonnen-
Überzeugung leben und Gemeinde gestalten.                         strahlen in unserer Kirche um diese Uhrzeit und auf den Segen.
    Sophia hatte von klein auf den Ort Kirche und Orgelmu-
sik geliebt und – egal wo – aufgesucht. Mal hat sie mich zum                            Das Interview führte Anne-Claudia Wiese
Gottesdienst mitgenommen, mal ich sie. Es war immer wertvolle
gemeinsame Zeit. Und der Kindergottesdienst verbindet uns           Die nächsten Gottesdienste sind am 19. Mai und 16. Juni
nun auch als Familie zu dritt.
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10   Kontakte   5 | 2019 Gemeindenachrichten

                                                                                                                                                                 Foto: © Wolfgang Konwalksi
Foto: © Anne-Claudia Wiese
Foto: © Wolfgang Konwalksi

                                                                                                                                                                 Foto: © Anne-Claudia Wiese
                             Impressionen unseres Arbeitseinsatzes: Jetzt ist alles wieder blitzblank.

                             Osterputz
                             Am Samstag, den 6. April, um 10 Uhr öffneten sich die Türen unse-       Helfern möchten wir für ihre Unterstützung ganz herzlich danken.
                             rer Stiftskirche für den traditionellen Osterputz. Unter der Leitung    Die Stimmung war ausgelassen und wir haben wieder viel gelacht.
                             von Kirchwart Wolfgang Konwalski haben wir gefegt, gesaugt,             Ein gemeinsames Mittagessen rundete auch diesmal die Aktion ab.
                             gewischt und jedes Gesangbuch auf Vollständigkeit und Zustand
                             geprüft. Und es gab viel zu tun: Über 200 Menschen nutzen die               Wenn auch Sie beim nächsten Mal mit dabei sein möchten,
                             Kirche wöchentlich. Hinzu kommen unter anderem Sonderver-                   können Sie sich gern telefonisch an unseren Kirchwart
                             anstaltungen, Hochzeiten, Konzerte, Ausstellungen. Bei dem                  Herrn Konwalski wenden 0172 · 37 06 19 0.
                             traditionellen Kirchenputz geht es aber nicht nur um die Reini-
                             gung der Kirche, sondern vielmehr um die Gemeinschaft und die
                             Verbundenheit der Gemeinde mit der Kirche. Den zwölf fleißigen                                                     Anne-Claudia Wiese
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Eine Chor-Reise ohne Koffer
Warum in die Ferne schweifen ... wenn doch auch im Evange-         kennen zu lernen und auch mit den Jugendlichen ins Gespräch
lischen Johannesstift mit der Stiftskirche und dem Clubhaus        zu kommen. Wer am Samstag tagsüber noch nicht genug hatte,
ideale Möglichkeiten offen stehen? Und warum nicht zusätzlich      konnte abends im Clubhaus begleitet von Gitarren weiter sin-
zum traditionellen Chorwochenende in St. Ursula zwei Tage          gen. Am nächsten Morgen galt es, trotzdem zeitig aufzustehen:
lang intensiv neue Stücke erarbeiten, damit alle für die Konzer-   Denn die Kantorei gestaltete den Gottesdienst am Sonntag –
te im September gut vorbereitet sind?                              Invocavit musikalisch mit.
    So kamen am Wochenende, den 9. und 10. März, unter der             Einen besonderen Dank an dich, lieber Jürgen, für dieses
Leitung von Stiftskantor Jürgen Lindner etwa 50 Sängerinnen        schöne, erfolgreiche Wochenende, und ebenso an die vie-
und Sänger der Kantorei und etwa 15 Jugendliche der Jugend-        len fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen, die Suppe
kantorei zusammen, um tagsüber fleißig zu proben und am            gekocht, Salate gezaubert, Kuchen gebacken, Kaffee gekocht,
Samstagabend fröhlich zu feiern.                                   Wasser geschleppt und Pizza und Noten geliefert sowie aufge-
    Ein neues Repertoire zu erarbeiten, ist anstrengend, aber      räumt, Stühle gerückt, endlos abgewaschen (!), gefegt, Gitarre
die professionelle Arbeit unseres Kantors, die schwungvolle        gespielt und aus der Tiefe gesungen haben.
Musik und nicht zuletzt traumhafte, von allen phantasievoll            Nach insgesamt etwa zwölf Stunden Probe kann die
bestückten Mittags- und Kuchen-Buffets im Clubhaus halfen,         Kantorei nun die ersten Stücke des diesjährigen Konzerts fast
eventuell aufkommende Müdigkeit schnell wieder zu vertrei-         vorzeigbar singen.
ben. Zwischen den Proben und am Samstagabend gab es viel
Zeit für nette Plaudereien, Gelegenheit, Neulinge etwas näher             Für die Stiftskantorei Martin Köhler und Uta Mehdorn

                                                                                                                                          Foto: © Richard Reich

Die Stifts- und Jugendkantorei bei der Probe am Chorwochenende.
12   Kontakte   5 | 2019 Gemeindenachrichten

Singen macht Spaß!
Oder das „Geschenke-Ei vom Osterhuhn ins Lebensnest“
Jürgen Linder ist seit 1999 Stiftskantor unserer Kirchenge-         Mit deiner Chorarbeit prägst du den größten Teil des Ge-
meinde. Im Jahr 2000 gründete er die Stiftskantorei und später      meindelebens im Evangelischen Johannesstift. Mit der Stifts-
die Kinderchöre und sorgte in den letzten 20 Jahren für ein         kantorei, drei Kinderchören, der Leitung des Bläserchors in
lebendiges musikalisches Gemeindeleben. Jürgen schafft es           Wichern, Unterrichtstunden unzähligen Workshops (zum
mit seiner Leidenschaft zur Musik in Verbindung mit seinem          Beispiel Keine Angst vor Noten), Probenwochenenden, Konzerte,
Glauben, Menschen zu begeistern, zu verbinden und sie mit           Auftritte mit den Kindern, da bist du doch weit über einer 40
den christlichen Werten vertraut zu machen und das querbeet         Stunden Woche, oder?
durch alle Altersklassen. Das ist ein wahrer Schatz für uns alle,   Im vielfältigen Gemeindeleben des Evangelischen Johannesstif-
die wir mit ihm Musik genießen, mit ihm singen oder musizie-        tes mit seiner liebevollen Arbeit der Pfadfinder, der ehrenamt-
ren und arbeiten dürfen. Bei all dem Arbeitspensum haben Sie        lichen Kindergottesdienstarbeit, dem lebendigen Gottesdienst-
Jürgen schon einmal gestresst oder schlecht gelaunt über das        leben und beispielsweise dem Literaturkreis, ist die Chorarbeit
Stiftsgelände gehen sehen? Nein, im Gegenteil er verkörpert         sicher einer der weiteren tragenden Faktoren unserer christli-
eine stets gutgelaunte professionelle Gelassenheit, die sofort      chen Gemeinde. Wir profitieren hier von dem Glück, dass ich
auf einen abfärbt, und ich mir persönlich die Frage stelle, wie     beruflich dafür zuständig sein darf. Da ich im Herzen Christ
macht er das nur und das nun schon seit über 20 Jahren … also       bin und die Musik und die Menschen liebe, achte ich kaum
Grund genug, ihm mal ein paar Fragen zu stellen:                    darauf, wieviel Zeit was in Anspruch nimmt. Aber ich hatte das
                                                                    Gefühl, aus strukturellen Gründen auf manchen Gebieten eine
Zurückblickend auf die letzten 20 Jahre, was waren für dich die     Neuorientierung vornehmen zu müssen.
Höhepunkte in deiner Tätigkeit als Stiftskantor?
Einer der Höhepunkte meiner Arbeit im Evangelischen Johan-          Anfang des Jahres, hast du die Kinderchöre aufgelöst, um sie
nesstift war wohl, neben vielen anderen wundervollen Ereig-         anschließend wieder neu zu gründen. Was waren die Gründe
nissen, das 150. Jubiläum im Jahr 2008. Hier konnten wir die        dafür?
Mass of Joy von Ralph Grössler mit Berufstänzern aufführen          Die Kinderchorarbeit ist, neben der Jugendchorarbeit, der
sowie eine Doppel-CD produzieren. Außerdem gründeten wir            Arbeit mit der Kantorei und dem Gottesdienstleben, eine der
den Jugendchor die Joy-Singers, die mit einem Berufstänzer          vier tragenden Säulen der Kirchenmusik im Evangelischen
dreistimmige Stücke aus dem Film Sister Act sangen und cho-         Johannesstift. Aufgrund eines längeren Ausfalls am Anfang
reographierten und diese Werke zum Jubiläumstag im Maxim            dieses Jahres durch eine unangenehme Meniskusoperation
Gorcki Theater aufführten.                                          hatte ich die Ruhe und Zeit, intensiv über die Struktur und Sy-

Der Spatzenchor

                                                                                                                                   Foto: © Jürgen Lindner
Kontakte   5 | 2019   Gemeindenachrichten   13

                                                                                                                                            Foto: © Jürgen Lindner
Die Kinderkantorei

nergieeffekte meiner Arbeit nachzudenken. Hier gab und gibt         ben sich 40 Kinder für beide Gruppen. Einige Kinder waren so
es durchaus Verbesserungspotential. So könnte der Kontakt           aufgeregt, dass sie in der Nacht vorher kaum schlafen konnten.
zwischen den Kindern, deren Eltern, der Erwachsenenkan-             Ich nahm sie alle auf, denn alle, die sich bewarben, zeigen an
torei und dem Gottesdienstleben viel mehr ausgebaut, also           der Kinderchorarbeit ihr Interesse. Die Arbeit hat sich seitdem
verbessert werden. Deshalb habe ich zum Beispiel als sofortige      tatsächlich, wie erhofft, verändert, ist konzentrierter und besser
Maßnahme die Hauptgebete im Gottesdienst, das Glaubens-             geworden. Fröhlich war sie ja schon immer.
bekenntnis und das Vaterunser, aufgeschrieben und mit den
Kindern und Jugendlichen geübt und es ihnen als Hausaufgabe         Warum ist es so wichtig, dass Kinder frühzeitig mit der Musik/
aufgegeben. Außerdem führe ich mehr Diskussionen und wir            dem Gesang in Berührung kommen?
haben ausführlich über den Barmherzigen Samariter und was           Wie es bei Johannes im 1. Kapitel steht „Im Anfang war das
Barmherzigkeit bedeutet, gesprochen und diskutiert.                 Wort ...“. Man nimmt an, dass das Singen sich nahezu zeitgleich
    Leider hatte ich im letzten Jahr das Gefühl, dass etliche der   zum Sprechen der Menschheit entwickelt hat. Es ist auch
Kinder nicht richtig motiviert waren, in den Kinderchören mit-      wirklich nicht weit voneinander entfernt. Das kann jeder aus-
zusingen und nur aus Gewohnheit und Freundschaften dabei            probieren, indem er „gehoben" spricht, oder in den Bergen ruft.
waren. Um niemanden wegschicken zu müssen und um das                Irgendwann nähert sich die Sprache dem Gesang an, der nichts
Gesicht der Kinder wahren zu können, löste ich die zwei Kin-        anderes ist, als gedehnte Vokale. Deshalb kann auch prinzipiell
derchöre, den Spatzenchor und den Kinderchor, auf und bot           jeder Mensch singen, der sprechen kann.
gleichzeitig ein Casting an, bei dem sich die Kinder bewerben           Es gibt nachweislich jede Menge positiver Wirkungen des
konnten. Dieses Casting fand am 2. Februar statt und es bewar-      Gesangs auf den Körper und die Seele. Alleine schon deshalb,

Die Jugendkantorei

                                                                                                                                            Foto: © Jürgen Lindner
14   Kontakte   5 | 2019 Gemeindenachrichten

aber auch wegen des Gemeinschaftsempfindens, des Lobge-
sangs im Gottesdienst und des gesunden Einflusses (unter
anderem die bessere Durchblutung insbesondere des Halsbe-
reiches, aber auch das Dämpfen von Aggressionen), ist Singen
ein wahrer Gesundbrunnen. Vor allem den Kindern legt man

                                                                                                                                   Foto: © Jürgen Lindner
damit ein wunderbares „Geschenke-Ei vom Osterhuhn ins Le-
bensnest“. Das müssen schon die Kinder erfahren. Oder, anders
ausgedrückt: Singen macht Spaß!

Gerade in der heutigen Zeit, wird es immer schwerer Kinder für
etwas zu begeistern. Wie schaffst du es, sie für die Musik zu      Die Männerstimmen der Jugendkantorei
gewinnen?
Wer Freude an Kindern und an der Musik hat und gerne lustig
ist, muss die Kinder nicht begeistern. Das geschieht dann            Und hier kurz vorgestellt, die Chöre unter Leitung von
zwangsweise wie von selbst.                                          Jürgen Lindner:

In diesem Jahr hast du gleich zwei wunderbare Jubiläen. Im           Spatzenchor, Probe: freitags 14.15 Uhr
Sommer das 20-jährige Dienstjubiläum und im November wirst           Anzahl der Kinder: knapp 20
du 60. Gibt es etwas, was du dir ganz persönlich oder für deine      Fokus: Ans Singen heranführen, Wechsel zwischen Bewe-
Arbeit als Stiftskantor wünscht?                                     gung und Ruhe, Üben von „Fokus"
Ein Drittel meines Lebens habe ich also schon im Evangeli-
schen Johannesstift verbracht? Junge, wie die Zeit vergeht ...       Kinderkantorei, Probe: freitags 15 Uhr
Ich wünsche mir eine weiterhin so fröhliche Zusammenarbeit           Anzahl der Kinder: etwa 35
zwischen allen Beteiligten, einen großen Atem und Gottes             Fokus: Ausbau und Training der Gesangsstimme, Erarbei-
Segen. Denn ohne ihn geht nichts.                                    ten der Liturgie des Gottesdienstes, Übung des Verhaltens
    Einen ganz persönlichen Wunsch hätte ich an dieser Stelle        bei Auftritten
aber doch: Die Gemeinde braucht einen Gemeinderaum. Es
gibt einfach keinen Ort, wo sie sich treffen könnte, außer der       Jugendkantorei, Probe: freitags 16.15 Uhr
Kirche, die aber fast immer besetzt ist. Jede Gruppe findet an       Anzahl der Jugendlichen: etwa 25 Mädchen und vier
anderen Plätzen statt, was dem Gemeinschaftsgefühl außeror-          Jungs (Extragruppe)
dentlich schadet und oft ein großes Durcheinander zur Folge          Fokus: „Wiederentdecken" der Kraft des Gesangs, Erar-
hat. Eine Gemeinde ohne Gemeinderaum ist einfach keine               beiten der Mehrstimmigkeit, Auftritte und Verstärkung
Gemeinde. Deshalb sollten wir darüber ernsthaft über dieses          der Kinderchöre bei Weltgebetstagen und im Deutschen
Problem nachdenken.                                                  Bundestag. Projekte mit der Erwachsenenkantorei.
                                                                     Extra: Stimmtraining mit den zurzeit vier Jungs, Tonfin-
Worauf können wir uns musikalisch in diesem Jahr ganz be-            dungsübungen und Gewöhnung an die Mehrstimmigkeit
sonders freuen?
Abgesehen von den Gottesdiensten in denen wir singen,                Stiftskantorei, Probe: mittwochs 19.30 Uhr
machen wir am Wochenende, den 14. und 15. September, ein             Anzahl der Erwachsenen: etwa 75
kunterbuntes Herbstkonzert unter anderem mit dem Werk von            Fokus: Erarbeiten von Gottesdienstliteratur sowie Kon-
Edward Elgar Bavarian Highlands, Bayerische Alpen. Darauf            zert- und Freizeitliteratur, Ausgestaltung von Gottesdiens-
können alle sehr neugierig sein. Da die Finanzierung gesichert       ten, ein- bis zweimal jährlich Konzerte
ist, bieten wir einen kostenfreien Eintritt. Wir freuen uns aber
über Spenden. Sehr wichtig sind gemeinschaftsbildende Aktio-         Für alle Gruppen gilt: Alles zielt immer auf Gemein-
nen für die Gemeindegruppen Chöre:                                   schaftsbildung ab.
     Deshalb verreist die Jugendkantorei vom 10. bis 12. Mai
auf eine Wochenendfahrt nach Arnsdorf bei Vierkirchen. Dort
gibt es nebst einem „Landkino“ eine Pilgerherberge an einem        Wir als kirchliche Chöre singen zu unserer und der Gemeinde
Jakobsweg, in der wir übernachten werden. Nach dem Singen          Freude und selbstverständlich zum Lobe Gottes. Oder wie
im Gottesdienst am 12. Mai fahren wir wieder zurück.               Johann Sebastian Bach schrieb: „Soli Deo Gloria“.
     Die Stiftskantorei verreist vom 15. bis 17. November nach
Kirchmöser auf ihre jährliche Wochenendfreizeit.                                        Das Interview führte Anne-Claudia Wiese
Kontakte   5 | 2019   Gemeindenachrichten                     15

            ANGEBOTE FÜR MENSCHEN
            MIT TRAUERERFAHRUNGEN
Sommergottesdienst mit Gospelchor                                Trauergruppe Verluste in der Mitte des Lebens
Freitag, 30. August, 17 Uhr                                      im Museumscafé St. Nikolai, Reformationsplatz 12, 13597 Berlin
St. Nikolaikirche, U- Bahnhof Altstadt Spandau                   Eine Anmeldung für die neue Gruppe ab 2020 ist erforderlich.
Anschließend Beisammensein im Museumscafé
Beiträge fürs Büfett sind herzlich willkommen                    Trauercafé in der Dorfkirchengemeinde Gatow
                                                                 3. Donnerstag im Monat, 14.30-16.30 Uhr
Andacht zur Abschiednahme im Pflegeheim Seebrücke                nicht in den Schulferien!!
Mittwoch, 5. Juni, 17 Uhr,                                       20. Juni und 15. August, Gemeindehaus Gatow, Plievierstraße 3,
Am Maselakepark, 13587 Berlin,                                   14089 Berlin
Diakonin Frauke Neupert-Schuhmacher, Pfarrerin Christine Pohl    Im Juli kein Trauercafé!

Fortbildungstag für Ehrenamtliche
3. August, 10-18 Uhr mit Supervision
Gemeindehaus Gatow, Plievierstr. 3, 14089 Berlin
                                                                   Kontakt
                                                                   Pfarrerin Christine Pohl,
Trauercafé in Staaken, Zuversichtskirche                           Telefon 030 ∙ 38 30 36 63 oder Mobil 0151 ∙ 65 15 89 67
2. und 4. Mittwoch im Monat,                                       www.spandau-evangelisch.de & www.trauer-und-leben.de
17.30-19.30 Uhr
Brunsbütteler Damm 312, 13591 Berlin, Bus M 32, Zweiwinkelweg.
Neue Teilnehmende sind am 2. Mittwoch im Monat
willkommen.
Im September kein Trauercafé!

                                                                                                                                   Foto: © unsplash/ Dawid Zawila
16   Kontakte   5 | 2019   Veranstaltungen

                   Veranstaltungen im Mai
                   von Stefan Weilguny aus der Behindertenhilfe

 Public Picknick                      Was:     Wir grillen gemeinsam. Alle sind willkommen.
                                      Wo:      Im JoCa. Das JoCa ist im Albert-Schweitzer-Haus.
                                      Wann:    Jeden Freitag, ab 17 Uhr.
                                      Infos:   Rollstuhlfahrer können gut in das Joca kommen.
                                               Essen und Trinken bitte selbst mitbringen.
                                               Keine Anmeldung. Einfach vorbei kommen.
                                               Begleitung auf dem Rückweg ist möglich.
 Café im Hotel                        Was:     Das Hotel bietet am Wochenende Kaffee und Kuchen.
 Christophorus                        Wo:      Im Hotel Christophorus.
                                      Wann:    Jeden Samstag und jeden Sonntag, 14–17 Uhr.
                                      Infos:   Rollstuhlfahrer können gut
                                               in das Café im Hotel Christophorus kommen.
                                               Das Hotelpersonal freut sich auf Ihren Besuch!
 Singtreff                            Was:     Wir singen gemeinsam Lieder.
 „Wochenend +                         Wo:      Im JoCa. Das JoCa ist im Albert-Schweitzer-Haus.
 Sonnenschein“                        Wann:    Jeden Freitag, 10–11 Uhr.
                                      Infos:   Rollstuhlfahrer können gut in das Joca kommen.
                                               Bitte anmelden bei Dorothea Kammer.
                                               Telefonnummer 0176 / 65 39 31 48.
 Kegelbahn                            Was:     Sie können die Kegelbahn im Johannesstift mieten.
 mieten                               Wo:      Die 2 Kegelbahnen sind im Albert-Schweitzer-Haus.
                                      Wann:    Jeden Tag zwischen 8 und 24 Uhr.
                                      Infos:   Rollstuhlfahrer können gut
                                               in das Albert-Schweitzer-Haus kommen.
                                               16 Euro pro Stunde.
                                               Anmelden bei Henrik Rührmund
                                               Telefonnummer 0178 / 131 64 03.
Kontakte   5 | 2019   Veranstaltungen   17

Ausstellung         Was:   90 Jahre Geschichte erzählt in Bildern, Texten und einer
„Die Frauen                Video-Installation mit Zeit-Zeuginnen.
vom Annagarten“     Wo:    Im Wilhelm-Philipps-Haus, im 1. Stock.
                           Rollstuhlfahrer können gut dahin kommen.
                    Wann: Montag bis Donnerstag: 10 bis 15 Uhr.
                           Freitag: 10 bis 13 Uhr.
                    Infos: Der Eintritt ist frei.
                           Anmeldung im Zimmer 117, im 1. Stock.
Bibelkreis          Was:   Herr Weider vom Gemeinschafts-Diakonieverband Berlin
                           e. V. lädt zu einer Gesprächsrunde mit biblischen Texten ein.
    MAI             Wo:    Im Gemeinschaftsraum Matthias-Claudius-Haus
      6
     Montag
                           Rollstuhlfahrer können gut dahin kommen.
                    Wann: 6. Mai, 15.30–17 Uhr
                    Infos: Alle sind willkommen.
Märchenerzähler     Was:   Sie hören Geschichten aus 1001 Nacht.
                    Wo:    Im Caroline Bertheau Haus im Foyer.
    MAI                    Rollstuhlfahrer können gut in das Foyer kommen.
    16
    Donners
            tag
                    Wann: 16. Mai, 16 Uhr.
                    Infos: Alle sind willkommen.
Kinofilm            Was:   Ein Dokumentar-Film über die Erfahrungen in einer
„Kinder der Utopie“        Inklusions-Schulklasse.
                    Wo:    Festsaal.
    MAI                    Rollstuhlfahrer können gut dahin kommen.
    23
    Donners
            tag
                    Wann: 23. Mai, 15.30 Uhr.
                    Infos: Alle sind willkommen.
Literaturabend      Was:   Lesung mit der Pfarrerin Frau Finke.
                    Wo:    Im Clubhaus.
    MAI                    Rollstuhlfahrer können gut dahin kommen.
    27
     Montag
                    Wann: 27. Mai, 19 Uhr.
                    Infos: Anmelden unter Telefonnummer 030 / 33 52 431.
Tanzcafé Caroline   Was:   Musik und Tanzen (mit Kaffee und Kuchen)
                    Wo:    Im Caroline Bertheau Haus im Foyer.
    MAI                    Rollstuhlfahrer können gut in das Foyer kommen.
    31Freitag
                    Wann: 31. Mai, 14 Uhr.
                    Infos: Anmelden unter Telefonnummer 030 / 336 09-484.
                           Gäste zahlen 5 Euro.
18     Kontakte   5 | 2019 Gemeindenachrichten

              MITWIRKEN UND MITGESTALTEN
Am 3. November ist es soweit und in der Gemeinde des
Evangelischen Johannesstifts findet die Wahl des Gemein-
dekirchenrats (GKR) statt. Die Vorbereitungen laufen auf
Hochtouren. Es liegen bereits Formulare in der Kirche und
dem Gemeindebüro aus, mit denen Sie Personen für die Wahl
zum Ältesten oder zur Ältesten vorschlagen können.

In den nächsten Ausgaben der Kontakte werden wir Sie mit der
Arbeit des Gemeindekirchenrates vertraut machen sowie über
die aktuellen GKR-Mitglieder und ihren Erfahrungen berichten.
    Unter der Rubrik 50 Jahre Kontakte war sie in der letzten
Ausgabe bereits präsent, jeder in unserer Kirchengemeinde
kennt Sie:
    Helga Gnädig ist die gute Seele unserer Kirchengemeinde,
organisiert Literaturabende und Geburtstagskreise, ist im Ge-
meinwesenbeirat und Mitglied des Gemeindekirchenrats aktiv.
    Helga Gnädig ist seit etwa 20 Jahren im GKR tätig und hat
mir verraten, dass Sie auch für die nächste Wahl, sofern der Lie-
be Gotte es zulässt, kandidieren möchte. Auf die Frage, warum
sie sich schon so viele Jahre einbringt, antwortete sie: „Ich habe
Spaß an der Arbeit mit Menschen. Vor allem das Miteinander
und der Kontakt mit Menschen ist mir dabei sehr wichtig. Hier
besteht die Möglichkeit, Dinge zu verändern oder anzustoßen
und man kann dadurch das Gemeindeleben aktiv mitgestalten“.
Welche Voraussetzung sollte jemand mitbringen, der sich für
die Wahl zum Gemeindekirchenrat aufstellen lassen möchte?
„Power, eine christliche Einstellung, Zuverlässigkeit, die Ein-
stellung etwas durchzuziehen und Teamgeist“ antwortet Helga
Gnädig prompt.

     Sie haben Interesse an weiteren Informationen zur
     Tätigkeit des Gemeindekirchenrates oder wollen
     jemanden vorschlagen oder sich selbst zur Wahl aufstellen?
     Dann zögern Sie nicht und sprechen Sie Ulrich Hierse
     (Vorsitzender des Gemeindekirchenrats, 030 ∤ 336 09-232),
     Martin Stoelzel-Rhoden (Gemeindepfarrer, 030 ∤ 336 09-631)
     direkt an oder fragen Sie im Gemeindebüro, 030 ∤ 336 09 592.

                                                 Anne-Claudia Wiese
Kontakte   5 | 2019   Schwestern- und Brüderschaft   19

Forum der Schwestern- und Brüderschaft
Buchvorstellung und Diskussion mit der Autorin Renate Schmidtkunz
und Pfarrerin Margot Käßmann

Die österreichische Autorin Renate Schmidtkunz spricht sich
in ihrem Buch „Himmlisch frei – Warum wir wieder mehr
Transzendenz brauchen“ eindrücklich für ein neues Denken
aus: „Es gibt eine Distanz, die befreien kann von jenen Trieben,
                          die unsere Welt und die Menschheit
                          im Moment zu zerstören droht. Zu
                          denken, dass es jenseits unserer ma-
                          teriellen Wirklichkeit einen offenen
                          Raum gibt, einen Raum der Freiheit,
                          erweitert unsere Wahrnehmung von
                          uns selbst, der Gemeinschaft und der
                          Welt, in der wir leben.“
                               Renate Schmidtkunz ist Jour-
                                                                    Foto: © ???
                          nalistin und Theologin, seit 1990
                          Moderatorin, Redakteurin und
                          Dokumentarfilm-Regisseurin beim
                          ORF. Sie erzählt sehr persönlich von
ihrem Abschied vom dogmatisierten Gott der Kirche und von             Die Buchvorstellung findet in Zusammenarbeit mit der
ihrer Suche nach einem neuen Gott. Einem Gott der Liebe,           Buchhandlung des Evangelischen Johannesstifts statt.
der Gemeinschaft und des Lebens, der uns offen, sozial und
politisch macht.                                                     17. Mai, 16 Uhr
    Pfarrerin Margot Käßmann wird die Autorin vorstellen und         Ort: Haus der Schwestern und Brüder
mit ihr über ein neues Denken über Gott ins Gespräch kommen.

Termine der Schwestern- und Brüderschaft
30. Mai bis 2. Juni                                                7. und 8. Oktober
Schwestern- und Brüdertag                                          Einführung in den Weg des Herzensgebetes
Wir bitten für unsere Planungen um eine Anmeldung unter            Viele Menschen finden in der Meditation mit dem Herzens-
info@schwestern-undbruederschaft.de                                gebet eine Tradition, die ein bewährtes Erfahrungswissen
oder telefonisch unter 030 ∙ 336 09-302                            mit einer zeitgemäßen Spiritualität kombiniert. Auf dem
                                                                   Weg des Herzens können Einsichten wachsen, die Klärungs-,
Donnerstag, 30. Mai, 17 Uhr Eröffnungsgottesdienst
                                                                   Wandlungs- und Heilungsprozesse initiieren und voranbrin-
Freitag, 31. Mai,
                                                                   gen. Wir stellen den Übungsweg des Herzensgebetes vor und
9 bis 17 Uhr Thementag
                                                                   laden dazu ein, auszuprobieren und zu vertiefen.
Gemeinsam streiten – Generationen auf dem Weg
Am Thementag wollen wir einen streitbaren Dialog der Gene-         Ort: Klosterstift zum Heiligengrabe
rationen initiieren – mit der Überzeugung, dass die derzeitigen    Leitung: Stephan Hachtmann und Jutta Böhnemann-Hierse
gesellschaftlichen Herausforderungen nicht einseitig zu Lasten     Teilnahmebeitrag: 110 Euro (inkl. Übern. und Vollverpflegung)
der einen oder anderen Generation gelöst werden können.            Anmeldeschluss: 15. Juni
19.30 Uhr Abendmahlsfeier
Samstag, 1. Juni,                                                  Die Schwestern und Brüderschaft ist eine Gemeinschaft von
ab 9 Uhr Gesamtkonvent der Schwestern- und Brüderschaft            Männern und Frauen aus allen Generationen mit unterschied-
ab 19.30 Uhr Brasilianischer Partnerschaftsabend/                  lichen Berufen und Erfahrungen. Die Mitglieder sind haupt-
Film über das Generationentheater „Zeitsprung“                     oder ehrenamtlich in Kirche, Diakonie und Gesellschaft tätig.
Sonntag, 2.Juni, 10 Uhr Abschlussgottesdienst                      Informationen und Anmeldung:
                                                                   Sekretärin Maria Roeser: 030 · 336 09 - 302
                                                                   Älteste: Jutta Böhnemann-Hierse: 030 · 30 20 90 97
                                                                   Jens Schmitz: 030 · 30 20 90 98
20   Kontakte   5 | 2019 Gemeinwesen

Open-Air-Konzert der kreativmolkerei

Young Hearts Society in der Freilichtbühne Spandau
Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird der Span-     vom Kulturhaus Spandau sowie online erhältlich. Außerdem
dauer Kulturverein kreativmolkerei e. V. auch diesen Sommer        kann das Kartentelefon unter 030 ⋅ 333 40 22 zur Vorbestellung
wieder ein Bandprojekt in der Freilichtbühne an der Zitadelle      genutzt werden. Aktuelle Informationen finden sich unter
präsentieren. Am Samstagabend, den 29. Juni, um 20 Uhr werden      www.kreativmolkerei.art
die Musiker der Young Hearts Society ihr abwechslungsrei-
ches Repertoire aus Sommerhits, Klassikern der vergangenen         Für alle Fans des Weihnachtskonzerts gibt es bereits wichtige
Jahrzehnte und modernen Klängen auf die Bühne bringen. Eine        Neuigkeiten – die Veranstaltung wird auch in diesem Jahr im
junge Freiluftveranstaltung der Spandauer Kultursaison, die man    Festsaal des Evangelischen Johannesstifts stattfinden. Interes-
als Musikliebhaberin und -liebhaber nicht verpassen sollte.        sierte sollten sich dafür wieder das dritte Adventswochenende
    Die kreativmolkerei und ihr spektakuläres Bandprojekt Youngs   vormerken.
Hearts Society haben mittlerweile eine besondere Verbindung
zum Evangelischen Johannesstift. Spätestens seit mehreren
ausverkauften Weihnachtskonzerten im Festsaal und weiteren           Über die kreativmolkerei e.V.
umjubelten Auftritten bei Festveranstaltungen (Live-Karaoke          Die kreativmolkerei ist ein Spandauer Kulturverein seit 2017.
Band, diverse Mitarbeiterfeiern und Erntedankfest) haben sich        Wir sind eine Gruppe von zehn jungen Spandauern, die ihre
die Musiker dort einen Namen gemacht. Young Hearts Society           Kreativität bündeln, um Kunst und Musik zu schaffen und
steht für eine stilsichere Musikauswahl (Schwerpunkt: Hits der       den eigenen Bezirk kulturell zu beleben.
70er & 80er), ihre herzliche Ausstrahlung auf der Bühne und das
besondere Gemeinschaftsgefühl der Konzerte.
    Der Eintrittspreis für das Open-Air-Konzert beträgt 12 Euro                                                     Stefan Dorn,
(ermäßigt 8 Euro). Die Tickets sind bei den Vorverkaufsstellen                                                Gemeinwesendiakon
Kontakte   5 | 2019   Gemeinwesen                            21

Hungrig zur Wahl?
Das muss nicht sein!
Am 26. Mai finden die Wahlen zum 9. Europäischen Parlament
statt. Das Wahllokal für Bürgerinnen und Bürger des Evangeli-
schen Johannesstifts befindet sich im Clubhaus an den Simons-
höfen.
    In der Zeit von 10 bis 14 Uhr können Sie sich vor oder nach
dem Wahlgang bei Leckereien vom Grill und ausgewählten
Getränken stärken. Das sollte ein Grund mehr sein, die Stimme
für ein friedliches Europa abzugeben.

                                                                                                                                     Foto: © unsplash/ Christian Wiediger
  Sie haben Lust bei der Verpflegung der Europawählerinnen
  und -wähler zu helfen?
  Dann melden Sie sich bitte bei mir unter
  stefan.dorn@evangelisches-johannesstift.de oder
  030 · 336 09-700 (Anrufbeantworter).

                                               Stefan Dorn,
                                         Gemeinwesendiakon

 50         RÜCKBLICK
            50 JAHRE KONTAKTE

                                                                  Paula und Otto
                                                                  Eine Glosse ist ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder
                                                                  polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag in einem Print-
                                                                  medium oder im Fernsehen.
                                                                      Auch die Zeitung für das Evangelische Johannesstift hatte
                                                                  diese Rubrik. In den Jahren 1969 und 1970 erschien in den
                                                                  Kontakten die von Ernst Moisich geschriebenen Anmerkungen
                                                                  zum Stiftsleben von Paula und Otto, die sich meist zufällig tra-
                                                                  fen. Später folgte Fridolin, der in dieser Rubrik später betrach-
                                                                  tet werden soll.
                                                                      Im Februar 1969 erschien die abgedruckte erste Glosse im
                                                                  Mitteilungsblatt für das Evangelische Johannesstift.

                                                                  Zwei Fragen beschäftigen mich beim Lesen:
                                                                  Warum kommt mir der Inhalt nach 50 Jahren so bekannt vor?
                                                                  Und: Wer kann solche Glossen schreiben?
                                                                      Wer mir diese Fragen beantworten kann, meldet sich bitte
                                                                  bei mir.
                                                                                                                  Stefan Dorn,
                                                                                                          Gemeinwesendiakon
22   Kontakte   5 | 2019 Gemeinwesen

                                                                                                     Der unerwünschte
                                                                                                     Mitbewohner in mir –
                                                                                                     Brustkrebs
                                                                                                     Brustkrebs? Kannte ich bisher nur aus den Medien, bis jetzt!
                                                                                                     Seit dem 19. Februar auch persönlich und ich habe 100 Fragen
                                                                                                     dazu.

                                                                                                     Wie?
                                                                                                     Was ?
                                                                                                     Wie lange ?
                                                                                                     Und: Wird wieder als gut?

                                                                                                     Meine Familie steht mir zur Seite, aber auch sie haben nicht
                                                                                                     die Antworten auf meine Fragen, obwohl sie sich Mühe geben.
                                                                                                     Genauso haben sie ihre eigenen Ängste und unbeantwortete
                                                                                                     Fragen.
                                                                                                         Selbsthilfegruppen gibt es hier in Spandau nur sehr wenige
                                                                                                     und die meisten treffen sich ohne ihre Familien. Dort sind
                                                                                                     Frauen nur unter sich. Sicher uns betrifft es, wir haben diese
                                                                                                     Krankheit. Aber eigentlich betrifft es auch die Familie, die
                                                                                                     für unsere Ängste Fragen und Launen da sind und nicht groß
                                                                                                     helfen können.
                                                                                                         Es wäre schön sich mal mit anderen zu treffen, die auch
                                                                                                     Brustkrebs haben, um bei gemeinsamen Spaziergängen, beim
Foto: © unsplash/ Florian Klauer

                                                                                                     Kaffee oder beim Sport zu reden. Wenn es euch oder auch
                                                                                                     Familienmitglieder so geht, dann meldet euch bitte.

                                                                                                        Liebe Grüße Corinna

                                                                                                       Kontakt über Stefan Dorn unter stefan.dorn@evangelisches-
                                                                                                       johannesstift.de oder 030 · 336 09-700 (Anrufbeantworter).

                                   Dankeschön von Christopher
                                   an die Spender und alle, die Anteil genommen haben.
                                   Heute darf ich im Namen der Familie von Christopher DANKE            Heute war ich in der 4. Klasse der Grundschule, in der die
                                   sagen. Die Wunde ist noch frisch, der Verlust noch keine vier     neunjährige Schwester von Christopher unterrichtet wird. Ich
                                   Wochen her, die Beisetzung gerade geschehen. Sie und so viele     habe erzählt vom Tod, dem Sterben und der Traurigkeit, die
                                   Menschen haben Anteil an dem Schicksal des kleinen Jungen         immer wieder kommt.
                                   und dessen Familie genommen. Briefe, Umarmungen, stille              Christophers Schwester hatte das letzte Wort und sie sagte:
                                   oder geräuschvolle Gebete, auch Schreie, Fassungslosigkeit und    „Christopher ist im Himmel, ich spüre ihn und er schaut runter
                                   immer wieder die Frage nach der Gnade und dem Warum?              und passt auf uns auf. Ich kann mit ihm reden. Daran glaube ich
                                       Mit ihrer Spende haben Sie der Familie eine würdevolle Bei-   ganz fest.“
                                   setzung und eine Trauerfeier ermöglicht. Auch die Möglichkeit
                                   aufzuatmen, mit einer Auszeit sich dem Leben wieder zuwenden                                                   Christine Knop,
                                   zu können und sich dabei nicht um finanzielle Dinge kümmern                          Koordinatorin und Kindertrauerbegleiterin.
                                   zu müssen.
Kontakte   5 | 2019   Gemeinwesen / Aus der Stiftung             23

Wir suchen Verstärkung

Gärtner (m/w/d)
Das Frühjahr ist die Zeit des Gärtnerns. Für ein Beet im Ser-
vicewohnen am Matthias-Claudius-Haus (Haupteingang linke
Seite), etwa 12 m² suchen wir einen Gärtner (m/w/d), der Lust
hat, sich um das Bett zu kümmern.

Ich freue mich auf Ihren Anruf oder eine E-Mail unter

                                                                                                                                          Foto: © unsplash/ Eco
030 ∤ 336 90-347 oder juliane.fischer@evangelisches-johannes-
stift.de

                                                Juliane Fischer,
                                    Hausleitung Servicewohnen

Menschen, Glauben, Leidenschaft

Einsegnung zur Diakonin am Wichern-Kolleg
                                                                    Antwort: „Eigentlich aus vielen Gründen, unter anderem aber,
                                                                    weil ich damit zwei große Leidenschaften verbinden kann: die
                                                                    für die Arbeit mit Menschen und die für meinen Glauben.“
                                                                        Vielfältig sind die Motivationen und biografischen Erfahrun-
                                                                    gen, die Menschen an das Wichern-Kolleg führen und vermut-
                                                                    lich deshalb würden auch nicht alle 80 der hier Studierenden ihre
                                                                    Berufswahl genauso begründen. Allerdings dürfte im Kern große
                                                                    Einigkeit herrschen: Ein Dreiklang aus Menschen, Glauben und
                                                                    Leidenschaft, der auch in dem, was die fünf Eingesegneten neben
                                                                    ihrem Studium an Engagement in das Evangelische Johannesstift
                                                                    einbrachten, sichtbar wurde, unter anderem in der Mitarbeit auf
 Foto: © Lars Madel

                                                                    Wohngruppen, in der Flüchtlingsunterkunft und Studierenden-
                                                                    vertretung, im Bereitschaftsdienst des Seniorenwohnens, bei
                                                                    der Verwaltung des Clubhauses oder der Mitgestaltung unseres
                                                                    Abendgebets und von Theologischen Wochenenden mit der
                                                                    Schwestern- und Brüderschaft. Als „kluge und wagemutige
                                                                    Kundschafterinnen der Hoffnung“, so Oberkonsistorialrat Dr.
In einem festlichen Gottesdienst in der Stiftskirche wurden am      Christoph Vogel (2. Reihe, 2.v.l.), werden die Eingesegneten nun
24. März Alessandra Pfeifer, Franziska Kühn, Laura Morgen-          ihren Dienst als Diakoninnen aufnehmen und in Kirche und
stern, Julia Bingießer und Xenia Felmy (1. Reihe v.l.n.r.) in das   Diakonie hauptamtlich wirksam werden.
Amt der Diakonin eingesegnet. Auf dem Weg zur Doppelquali-              Wir gratulieren zu großartigen Prüfungsleistungen, bedanken
fikation mit theologischer und sozialpädagogischer Kompetenz        uns herzlich für die Begegnungen und die gemeinsame Zeit und
liegt hinter ihnen eine intensive Studienzeit am Wichern-Kolleg     wünschen den Eingesegneten einmal mehr, dass Gottes Segen in
und der Evangelischen Hochschule Berlin beziehungsweise der         ihnen und durch sie wirksam werde!
Alice Salomon Hochschule Berlin.
    Vor einiger Zeit hatten wir Xenia mal gefragt, warum sie sich                                                   Diakon Lars Madel,
für den Beruf der Diakonin entschieden habe. Ihre spontane                                               Diakonisches Bildungszentrum
24   Kontakte   5 | 2019 Aus der Stiftung

                                                               FÜNF Weltreligionen – EINE Botschaft
                                                               Kinder beflügeln startet Pilotprojekt an Peter-Härtling-Grundschule Spandau
Fotos: © Charlotte v. Kielmansegg, freigegeben durch Kibeflü

                                                               Klangschale und Buddhafigur - Kennzeichen für den Buddhismus. Im Speed-Dating konnten die Schülerinnen und Schüler
                                                               die fünf Weltreligionen kennenlernen.
                                                               Mit Schwung und ganzer Eigeninitiative startete Kinder beflügeln     Schüler unter anderem beim Speed-Dating im großen Festsaal,
                                                               jetzt ein Pilotprojekt der besonderen Art unter dem Motto „Was       in dem die Kinder reihum je einem Vertreter der fünf Weltreli-
                                                               uns verbindet – Die fünf Weltreligionen in unseren Berliner          gionen Fragen stellen konnten. Sehr persönlich, sehr direkt und
                                                               Klassenzimmern “. Vom 25. bis 29. März durften 22 Schülerinnen       sehr aufschlussreich. An den folgenden Tagen wurde dann das
                                                               und Schüler einer fünften Klasse aus der Peter-Härtling-Grund-       so erworbene Wissen in Workshops vertieft und in Gesprächen
                                                               schule in Spandau eine Woche die fünf Weltreligionen kennen-         mit Experten reflektiert. Die Abschlusspräsentation fand im
                                                               lernen. Warum?                                                       Gemeinschaftsraum der Peter-Härtling Grundschule statt. Hier
                                                               Für den Weltfrieden, könnte man antworten. Das ist natürlich         konnten die Kinder ihren Eltern zeigen, was sie bewegt hat.
                                                               sehr hoch gegriffen. Fangen wir lieber einfach an: Die Kultur-           Das Ergebnis: In allen Religionen geht es um die LIEBE. Wir
                                                               piloten von Kinder beflügeln wollen vor allem erst einmal den        haben ja doch etwas für den Weltfrieden geleistet. So einfach
                                                               Frieden in den Berliner Klassenzimmern fördern. So entwickelte       geht’s.
                                                               Claudia Lukat, Leiterin Kinder beflügeln, in Zusammenarbeit mit
                                                               Michael Adam und Susanne von der Osten-Sacken ein Konzept,                                        Gräfin Charlotte von Kielmansegg
                                                               wie man den Schülerinnen und Schülern untereinander mehr
                                                               Verständnis für ihre unterschiedliche Herkunft und damit die
                                                               verschiedenen Religionen beibringen kann.
                                                               In Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung, die das Pilot-
                                                               projekt mit rund 6.000 Euro unterstützte, hat das Evangelische
                                                               Johannesstift nun sein lang erarbeitetes Konzept umsetzen kön-
                                                               nen. In den Grundschulen, mit denen die Kulturpiloten bislang
                                                               zusammenarbeiten, haben 80 Prozent der Kinder einen Migra-
                                                               tionshintergrund. Entsprechend vielfältig ist auch ihr kultureller
                                                               und religiöser Hintergrund.
                                                                   Mit dem Weltreligionen-Projekt wurde in Zusammenarbeit
                                                               mit Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Religions-
                                                               und Weltanschauungsgemeinschaften eine Möglichkeit geschaf-          Abschlussrunde des Tages – Irgendwie komisch, diese
                                                               fen, mehr über die jeweiligen Religionen zu erfahren. Dass das       verschiedenen Vorstellungen vom Göttlichen.
                                                               Ganze nicht „trocken“ sein muss, erfuhren die Schülerinnen und       Aber auch irgendwie interessant.
Kontakte                               5 | 2019                         Aus der Stiftung                                               25

                                      Die Kinder der UTOPIE –
                                      Bundesweiter Aktionstag kommt ins Johannesstift
                                      Für alle, die ihn am 15. Mai in den öffentlichen Berliner Kinos
                                      verpasst haben oder voraussichtlich verpassen werden. Wir
                                      zeigen den Film Die Kinder der UTOPIE am
                                      Donnerstag, 23. Mai, um 15.30 Uhr im Festsaal des Evange-
                                      lischen Johannesstifts. Natürlich kostenlos für alle. Spannend
                                      vor allem – die anschließende Podiumsdiskussion zum Thema.
                                          Sie sind herzlich eingeladen, diesen Film über Inklusion
                                      und Erwachsenwerden gemeinsam mit allen anzuschauen, die
                                      es persönlich betrifft und die sich für dieses Thema interes-
                                      sieren beziehungsweise einsetzen. Das Evangelische Johan-                                          DIE KINDER DER
                                                                                                                                        UTOPIE
                                      nesstift arbeitet schon seit über zehn Jahren sehr erfolgreich
                                      inklusiv und kann zur weiteren Implementierung und Aufklä-
                                      rung einen wesentlichen Beitrag leisten.
                                          Deswegen planen wir auch eine Podiumsdiskussion nach                                             UNTERSCHIEDE SPIELEN KEINE ROLLE ?
                                      der Veranstaltung, bei der Sie Fragen stellen und Anmerkun-
                                      gen zum Thema beisteuern können.

                                        Inhalt des Filmes
                                        Die Kinder der UTOPIE sind sechs junge Erwachsene, die auf
                                        ihre gemeinsame Grundschulzeit in einer Inklusionsklasse
                                        zurückschauen. Sie reflektieren ihre Erlebnisse und Erfah-
                                        rungen und blicken in die Zukunft. Ein berührender und                                                                NUR AM 23. MAI
                                                                                                                                                     AM DONNERSTAG,
                                        ehrlicher Dokumentarfilm von Hubertus Siegert.
                                                                                                                                                     UM 15.30 UHRIM
                                                                                                                                                       15. MAI    IMKINO
                                                                                                                                                                    FESTSAAL                      MIT PUBLIKUMSGESPRÄCH

                                                                                                                                                              EIN FILM VON HUBERTUS SIEGERT (KLASSENLEBEN)                                                                                                                                ZUM TRAILER

                                                                                                                                     EINE S.U.M.O.FILM PRODUKTION KAMERA THOMAS SCHNEIDER MARCUS WINTERBAUER UND FRANK MARTEN PFEIFFER MICHEL LINKS ORIGINALTON ANDRÉ ZACHER UND LORENZ FISCHER ETIENNE HAUG BENJAMIN SIMON
                                                                                                        ARTWORK: PROPAGANDA B

                                                                                                                                MUSIK F. S. BLUMM MUSIK BERATUNG LEONHARD VAN VOORST THOMAS KRINZINGER SUPERVISING SOUND EDITOR ANDRÉ ZACHER MISCHUNG STEFAN KORTE VFX NICOLAS GIRALDON MARTIN HOFMANN PRODUKTIONSLEITUNG JAN SOBOTKA
                                                                   Gräfin Charlotte von Kielmansegg                                     PRODUKTIONSASSISTENZ KATHLEEN WÄCHTER FOTOGRAFIE MATHIAS BOTHOR DRAMATURGISCHE BERATUNG GÖTZ SCHAUDER SIMON BRÜCKNER REGIEASSISTENZ JOSEPHINE LINKS PRODUKTION, BUCH UND REGIE HUBERTUS SIEGERT
                                                                                                                                                                                                     www.DieKinderDerUtopie.de

                                                                                                                                                                                              WIR DANKEN UNSEREN
                                                                                                                                                                                             KAMPAGNEN-FÖRDERERN:
Fotos: © M. Bothor/ Josephine Links

                                      Filmausschnitte und Bilder vom Dreh " Kinder der UTOPIE".
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