#schaffenwir Leistungsbilanz der WKÖ 2015-2020. Für unsere Mitglieder. Für ganz Österreich - wko.at

 
#schaffenwir Leistungsbilanz der WKÖ 2015-2020. Für unsere Mitglieder. Für ganz Österreich - wko.at
MEILENSTEINE

#schaffenwir
        Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.
   Für unsere Mitglieder. Für ganz Österreich.

                                  wko.at/erfolge
#schaffenwir Leistungsbilanz der WKÖ 2015-2020. Für unsere Mitglieder. Für ganz Österreich - wko.at
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Inhalt
Vorwort                                                                                                                                              03
Wirtschaftskammer wirkt                                                                                                                              05
Wirtschaftskammer hilft                                                                                                                              29
Wirtschaftskammer transparent                                                                                                                        33

Medieninhaber, Redaktion und Verleger: Wirtschaftskammer Österreich, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien, wko.at
Herausgeber: Dr. Harald Mahrer, Präsident der WKÖ; Karlheinz Kopf, Generalsekretär der WKÖ
Redaktion & Produktion: WKÖ Data & Media Center
Design: Alice Gutlederer | Druck: Print Alliance HAV Produktions GmbH, 2540 Bad Vöslau
Um eine leichtere Lesbarkeit des Textes zu gewährleisten, wurde auf eine durchgängig geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet.
Offenlegung laut Mediengesetz: wko.at/offenlegung
#schaffenwir Leistungsbilanz der WKÖ 2015-2020. Für unsere Mitglieder. Für ganz Österreich - wko.at
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                    3

Erfolge
wirken
                                     Die konjunkturelle Entwicklung hat sich eingetrübt. Internationale Entwicklungen
                                     werden unwägbarer. Der Wettbewerbsdruck wächst. Gleichzeitig sind die
                                     Chancen für zukunftsorientierte Unternehmen, in Österreich, in Europa und auf
                                     internationalen Märkten neue Erfolgsgeschichten zu schreiben, so groß wie nie
                                     zuvor.

                                     Unserer Wirtschaftskammer kommt in dieser Situation eine besondere Rolle
                                     zu: Einerseits arbeiten wir konsequent daran, für unsere Unternehmen die best-
                                     möglichen Rahmenbedingungen durchzusetzen. Entlastung bei Steuern und
                                     Bürokratie ist dabei zentral. Dafür setzen wir uns nicht nur in Österreich, sondern
                                     verstärkt auch in Brüssel ein.

                                     Andererseits unterstützen wir unsere Unternehmen mit umfassendem Service
                                     darin, ihre Chancen wahrzunehmen. Auch dabei sind wir nicht nur im Inland,
                                     sondern – etwa mit unseren Export- und Innovationsservices – weltweit für
                                     unsere Mitglieder im Einsatz.

                                     Die vorliegende Broschüre soll Ihnen zeigen,
                                     ❚ was wir in letzter Zeit für unsere Mitglieder erreicht haben und welche
                                        Maßnahmen wir im neuen Regierungsprogramm verankern konnten,
                                     ❚ mit welchen Services wir unternehmerischen Erfolg unterstützen
                                     ❚ und wie wir dabei als Interessenvertretung durch konsequente Reformen
                                        ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis sichern.

                                     Das alles #schaffenwir. Im Interesse unserer Unternehmen.
                                     Zum Vorteil von ganz Österreich.

                                     Dr. Harald Mahrer                          Karlheinz Kopf
                                     Präsident der                              Generalsekretär der
                                     Wirtschaftskammer Österreich               Wirtschaftskammer Österreich
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4   Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.
#schaffenwir Leistungsbilanz der WKÖ 2015-2020. Für unsere Mitglieder. Für ganz Österreich - wko.at
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                            5

Wirtschaftskammer

wirkt
In letzter Zeit hat die Wirtschaftskammer Österreich für ihre
Mitglieder wichtige Erfolge durchsetzen können. Entlastungen
bei Steuern, Abgaben und Bürokratie erweitern jetzt schon die
Handlungsspielräume unserer Unternehmen. Mehr Zukunfts­
investitionen in Fachkräfte und Forschung sichern ihre Chancen.
Und mehr Fairplay für die Wirtschaft ermöglicht es den Unter-
nehmerinnen und Unternehmern, einfach mehr für sich, ihre
Familien und ganz Österreich zu schaffen. In diesem Stil wird
es weitergehen: Denn im neuen Regierungsprogramm hat die
Wirtschaftskammer Österreich zahlreiche weitere Entlastungen
und Zukunftsmaßnahmen für Österreichs Betriebe erreicht.
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       fft
#gescha                  Flexible Arbeitszeiten

        mehr
                         Das Problem: Mangelnde Flexibilität bei den Arbeitszeiten hat die Wett­
                         bewerbsfähigkeit unserer Betriebe geschwächt. Österreichs Grenzen für die
                         Arbeitszeit waren sogar deutlich restriktiver als die Vorgaben der

     Flexibilität
                         EU-Arbeitszeit-Richtlinie.

                         Unser Erfolg: Das neue Arbeitszeitgesetz erweitert seit September 2018 die

         und
                         höchst­zulässige Arbeitszeit generell auf zwölf Stunden täglich und 60 Stunden
                         wöchentlich. Bei Gleitzeit kann auch die Normalarbeitszeit auf zwölf Stunden
                         ausgedehnt werden. Zudem gibt es mehr Möglichkeiten zur Beschäftigung an
                         Sonn- und Feiertagen.

       Rechts­-          Ihr Vorteil: Die Reform bringt unseren Betrieben mehr Flexibilität und Rechts­
                         sicherheit. Sie können besser auf Auftragsschwankungen eingehen. Das erhöht

     sicherheit          die Wettbewerbsfähigkeit und reduziert das Strafrisiko. Mitarbeiterinnen und
                         Mitarbeiter profitieren von größeren Freizeitblöcken.

                         Nächster Schritt: Wir informieren über Vorzüge und Modelle der flexiblen
                         Arbeitszeit, damit noch mehr Betriebe und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
                         davon profitieren können.

                         Weniger Einkommensteuer,                                      #geschafft
                         Aus für Gesellschaftsteuer
                         Das Problem: Österreich ist ein Hochsteuerland. Unternehmen und die
                         arbeitende Bevölkerung leiden erheblich unter der überdurchschnittlichen
                         Steuer- und Abgabenbelastung.

                         Unser Erfolg: Die von der WKÖ forcierte Tarifreform 2015 war ein wichtiger
                         erster Schritt in Richtung Entlastung. Und die den Aufbau von Eigenkapital
                         belastende Gesellschaftsteuer wurde 2016 endgültig abgeschafft.
         Entlastung um

     500 Mio.
                         Ihr Vorteil: Die gewerbliche Wirtschaft wurde um rund 400 Mio. Euro Ein­
                         kommensteuer entlastet. Das Aus für die Gesellschaftsteuer brachte eine
                         finanzielle Entlastung von 100 Mio. Euro. Damit wurden auch Eigenkapitalbildung
             Euro        und Risikokapitalfinanzierung erleichtert.

                         Nächster Schritt: Im Regierungsprogramm 2020–2024 hat die WKÖ weitere
                         Entlastungen durchgesetzt:
                         ❚ für Selbständige bei der Einkommensteuer um 400 Mio. Euro,
                         ❚ d urch die Ausweitung des Gewinnfreibetrags um 100 Mio. Euro,
                         ❚ d urch die KöSt-Senkung von 25 % auf 21 % und die Prüfung der Abschaffung
                           der Mindest-KöSt um ca. 1,5 Mrd. Euro,
                         ❚ d urch die Steuerbegünstigung für die Mitarbeitergewinnbeteiligung um
                            100 Mio. Euro.
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Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                       7

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                                         Große Entlastung                                              #gescha
                                         für kleine Unternehmen
                 minus

       50.000
           Steuererklärungen
                                         Das Problem: Kleinere Unternehmen wurden durch Bürokratie unnötig belastet:
                                         Die Kleinunternehmerregelung wurde in Österreich bis zu einer Umsatzgrenze
                                         von 30.000 Euro angewandt. Die Methode zur Ermittlung des steuerlichen

       1 Mio.
                                         Gewinns und die Steuererklärung verursachten hohen Aufwand.

                                         Unser Erfolg: Die Kleinunternehmergrenze wurde auf 35.000 Euro erhöht. Bis
   Stunden weniger Bürokratieaufwand     zu diesem Jahresumsatz können die Betriebe pauschal 45 % des Umsatzes als
                                         Betriebsausgaben geltend machen. Für reine Dienstleistungsunternehmen gilt ein
                                         Satz von 20 %. Zudem können Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden.

                                         Ihr Vorteil: Die gesetzlichen Erleichterungen ersparen rund 350.000 KMU in

      75 Mio.
          Euro Steuerersparnis
                                         Österreich 50.000 Steuererklärungen, 75 Mio. Euro Steuervolumen und 1 Mio.
                                         Stunden Bürokratieaufwand.

                                         Nächster Schritt: Das Regierungsprogramm 2020–2024 bringt eine Steuer­
                                         reform, die kleine und mittlere Unternehmen durch einen neuen Einkommen-
                                         steuertarif und durch Verbesserungen beim Gewinnfreibetrag weiter entlastet.

                                         Entlastung durch höhere
   Österreichs Unternehmen profitieren   Sofortabschreibung
      von einer Entlastung von rund

    270 Mio.
                                         Das Problem: Die seit 1982 bestehende 400-Euro-Grenze für die Sofort­
                                         abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern (z. B. Laptop, Handy,
                                         Schreibtischsessel) bedeutete für Unternehmen eine finanzielle und büro­
                  Euro                   kratische Belastung.

                                         Unser Erfolg: In der ersten Etappe der Steuerreform konnte die WKÖ
               Grenze für                erreichen, dass die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 400 Euro
     geringwertige Wirtschaftsgüter      auf 800 Euro verdoppelt wurde.

      ver-                               Ihr Vorteil: Österreichs Unternehmen profitieren von einer Entlastung von

     doppelt
                                         rund 270 Mio. Euro. Die Verteilung des Aufwands und das Führen eines Anlage­
                                         verzeichnisses fallen komplett weg. Der positive Liquiditätseffekt dieser
                                         Entlastung erleichtert Investitionen.

                                         Nächster Schritt: Im Regierungsprogramm 2020–2024 hat die WKÖ die
                                         weitere Erhöhung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 1.000 Euro
                                         bzw. auf 1.500 Euro bei besonderer Energieeffizienz durchgesetzt.
#geschafft
#schaffenwir Leistungsbilanz der WKÖ 2015-2020. Für unsere Mitglieder. Für ganz Österreich - wko.at
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                                                                                           #geschafft

                              Weniger Lohnnebenkosten
                              Das Problem: Österreichs Unternehmen sind – im europäischen Vergleich –
                              mit überdurchschnittlich hohen Lohnnebenkosten belastet. Das beeinträchtigt
                              ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung massiv.

                              Unser Erfolg: Die WKÖ hat erreicht, dass der Unfallversicherungsbeitrag ab
                              2019 von 1,3 % auf 1,2 % und der IESG-Beitrag ab 2020 von 0,35 % auf 0,2 %
                              gesenkt wurden. Zusätzlich entfällt die Auflösungsabgabe ersatzlos. Bereits
                              ab 2017 wurde der Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) um 0,4
                              Prozentpunkte auf 4,1 % gesenkt – der Entlastungseffekt lag bei 520 Mio. Euro.
     Lohnnebenkostensenkung   2018 wurde der FLAF-Beitrag um weitere 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 % gesenkt.

    1,5 Mrd.
          Euro pro Jahr
                              Ihr Vorteil: Österreichs Unternehmen werden durch die Beitragssenkungen
                              und den Entfall der Auflösungsabgabe allein seit 2019 um rund 370 Mio. Euro
                              pro Jahr entlastet. Gemeinsam mit der davor erreichten Absenkung beträgt die
                              Gesamtentlastung seit 1.7.2014 rund 1,5 Mrd. Euro pro Jahr. Ein Betrieb mit zehn
                              Beschäftigten und einer Lohnsumme von 350.000 Euro spart sich pro Jahr über
                              4.000 Euro.

                              Nächster Schritt: Die WKÖ setzt sich im Interesse ihrer Mitglieder und der
                              Beschäftigten für weitere Lohnnebenkostensenkungen ein. Mittelfristig müssen
                              die Lohnnebenkosten auf das deutsche Niveau sinken.

               #geschafft     Rechtssicherheit ausgebaut und
                              Doppelbesteuerung vermieden

                              Das Problem: Österreich hat mit 92 Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ein

     Revision                 großes internationales Netzwerk der Rechtssicherheit. Allerdings sind zahlreiche
                              Abkommen veraltet und entsprechen nicht mehr den aktuellen OECD-Standards.

    und Neuab-
                              Zudem gibt es mit manchen Staaten noch kein DBA, wodurch bilaterale Besteue-
                              rungskonflikte entstehen können.

    schluss von
                              Unser Erfolg: Die WKÖ setzt sich erfolgreich für die Revision und den Neuab-
                              schluss von Abkommen ein. Dabei bringt sie unmittelbar ihre Expertise bei den
                              Verhandlungen ein.

     Abkommen                 Ihr Vorteil: Mit Staaten wie Chile, Großbritannien, Island, Israel, Kosovo,
                              Montenegro, Taiwan (Verhandlungsführung durch WKÖ) und Turkmenistan
                              wurden neue Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. Dadurch wird
                              international geschäftstätigen Unternehmen mehr Rechtssicherheit und eine
                              deutliche Steuerentlastung garantiert.

                              Nächster Schritt: Die WKÖ setzt sich für den Abschluss weiterer bzw. die Revision
                              bestehender Doppelbesteuerungsabkommen in den nächsten Jahren ein.
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Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                       9

                         fft
                  #gescha            Weniger Sozialversicherungs-
                                     beiträge

                                     Das Problem: Hohe Sozialversicherungsbeiträge können für Selbständige eine

  Klein­unter-                       erhebliche Belastung darstellen.

                                     Unser Erfolg: Für alle Selbständigen wurde der Krankenversicherungsbeitrag um

    nehmer                           0,85 Prozentpunkte reduziert. Statt 7,65 % beträgt er für die Versicherten künftig
                                     nur mehr 6,80 %.

   entlastet!                        Ihr Vorteil: Ein Selbständiger mit einem Jahreseinkommen von 35.000 Euro
                                     erspart sich insgesamt 300 Euro. Insgesamt müssen Österreichs Selbständige
                                     (inkl. Landwirte) um rund 90 Mio. Euro weniger Krankenversicherungsbeiträge
                                     pro Jahr zahlen.

                                     Nächster Schritt: Die WKÖ fordert, dass sich gesundheitsbewusstes Verhalten
                                     bei der Krankenversicherung noch mehr auszahlt. Weiters soll es einen erleich-
                                     terten Zugang zur Kleinstunternehmerregelung – und damit eine Befreiung von
                                     Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträgen – geben.

                                     Erleichterungen für Nachfolger

#geschafft
                                     Das Problem: Eine Betriebsübergabe bzw. -übernahme ist oft nicht nur komplex
                                     und schwierig, sondern auch sehr bürokratisch, zeit- und kostenintensiv.

                                     Unser Erfolg: Bei der 2015 beschlossenen Erbrechtsreform und der Novellierung
        Betriebsfreibetrag auf       des Grunderwerbsteuergesetzes konnte die WKÖ wichtige Erleichterungen für

    900.000
                                     Betriebsübernehmer durchsetzen.

                                     Ihr Vorteil: Der Betriebsfreibetrag wurde von 365.000 Euro auf 900.000 Euro
             Euro erhöht             erhöht. Er gilt nicht nur bei unentgeltlichen, sondern auch bei teilentgeltlichen
                                     Vorgängen. Darüber hinaus konnte für begünstigte Betriebsübergaben eine
                                     Deckelung mit maximal 0,5 % vom Grundstückswert für den unentgeltlichen
                                     Teil erreicht werden.

                                     Nächster Schritt: Die WKÖ hat im Regierungsprogramm 2020–2024 weitere
                                     Verbesserungen für Betriebsübergaben vor allem in der Familie durchgesetzt.
                                     Zwei Jahre nach der Übergabe sollen nur die nötigsten betrieblichen Kontrollen
                                     durchgeführt werden.
#schaffenwir Leistungsbilanz der WKÖ 2015-2020. Für unsere Mitglieder. Für ganz Österreich - wko.at
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                                Familienfreundliche Neuregelung beim
                                Kinderbetreuungsgeld für Selbständige
                                Das Problem: Bisher mussten einige Selbständige das einkommensabhängige
                                Kinderbetreuungsgeld aufgrund der Gesetzeslage zurückzahlen, wenn sie die
                                Einhaltung der Zuverdienstgrenze nicht fristgerecht nachwiesen.

                                Unser Erfolg: Die Wirtschaftskammer und die SVA konnten sich mit ihrer
                                familienfreundlichen Neuregelung beim Kinderbetreuungsgeld für Selbständige
             Selbständigen      durchsetzen. Durch das neue Gesetz wird die Nachweisfrist auf einen längeren

        1 Mio.
                                Zeitraum verlängert, was den Selbständigen rund 1 Mio. Euro an drohenden
                                Rückzahlungen erspart.

        Euro an Rückzahlungen   Ihr Vorteil: Betroffene können den Nachweis zur Einkommensabgrenzung noch

       erspart
                                bis 31.12.2025 übermitteln. Auch dann, wenn es bereits anhängige Gerichtsver-
                                fahren gibt. Daher haben Selbständige genügend Zeit, den für sie wichtigen
                                Nachweis zu erbringen.

                                Nächster Schritt: Die WKÖ setzt sich für weitere Erleichterungen ein, z. B. für
                                die Reduktion des Selbstbehalts für Selbständige, die Gesundheitsziele erreichen,
                                und für den erleichterten Zugang zur Kleinstunternehmerregelung und damit für
                                eine Befreiung von Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträgen. Im Regie-
                                rungsprogramm ist zu diesem Thema vorgesehen, dass ein Abbau bürokratischer
       fft
#gescha
                                Hürden bei Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld durchgeführt wird und
                                es zu einem Ausbau flächendeckender und bedarfsgerechter Kinderbetreuung
                                kommt.

                                Aus für Eigenstromsteuer                                   #geschafft

       Ersparnis                Das Problem: Für selbst erzeugten und selbst verbrauchten Strom aus

          von
                                Photovoltaik-Anlagen musste man ab einem Verbrauch von 25.000 kWh die
                                Elektrizitätsabgabe zahlen. Mit dieser „Eigenstromsteuer“ rechnete sich die
                                Investition in eine Photo­voltaik-Anlage oft nicht mehr.

        10 Mio.                 Unser Erfolg: Im Steuerreformgesetz 2020 erreichte die WKÖ, dass die
                                Abgabe für den Eigenstrom aus Photovoltaik-Anlagen im Elektrizitätsabgabe­

        Euro pro
                                gesetz komplett gestrichen wurde.

                                Ihr Vorteil: Ein Betrieb mit einer 100-kWp-Photovoltaik-Anlage und einem

          Jahr
                                Eigenverbrauch von 79 % erspart sich 810 Euro pro Jahr. Betreiber von Photo­
                                voltaik-Anlagen ersparen sich 10 Mio. Euro pro Jahr. Und Investitionen rechnen
                                sich schneller.

                                Nächster Schritt: Die von der WKÖ im Regierungsprogramm 2020–2024 durch-
                                gesetzte Streichung der Eigenstromsteuer für alle erneuerbaren Energieträger
                                sichert Technologieneutralität und den Ausbau erneuerbarer Energien.
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                                                                                                                 11

       fft
#gescha
                                       Anstieg der Energiekosten eingedämmt
                                       Das Problem: Die Energiekosten sind neben den Lohnnebenkosten einer der
                                       wesentlichsten Standortfaktoren für Unternehmen. Gas- und Stromkosten
                                       bestehen zu je einem Drittel aus dem Netto-Energiepreis, Steuern und Abgaben
                                       sowie den Netzentgelten. Vom Unternehmer direkt verhandelbar ist lediglich der
                                       Netto-Energiepreis.

      300 Mio.
                                       Unser Erfolg: Die WKÖ ist in das Verfahren zur Festlegung der Kosten der
                                       Netzbetreiber eingebunden – und hat sich erfolgreich für eine geringere Kosten-
                                       belastung bei gleichbleibender Versorgungssicherheit eingesetzt.
         Euro Ausgleichszahlungen
                verhindert             Ihr Vorteil: Die Gas- und Strom-Netzkosten sinken trotz starker Investitions-
                                       tätigkeit im Österreichschnitt. Insgesamt konnte eine Kostenbelastung in der
                                       Höhe von 32 Mio. Euro verhindert werden. Außerdem konnte die WKÖ drohende
                                       Ausgleichszahlungen zum Energieeffizienzgesetz im Ausmaß von 300 Mio. Euro
                                       verhindern.

                                       Nächster Schritt: Bei der Überführung des Ökostromförderregimes in ein
                                       effizientes Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz sollen die Kosten bzw. die Belastung
                                       für die Wirtschaft möglichst niedrig und planbar sein. Bei der Novellierung des
                                       Energieeffizienzgesetzes sieht das Regierungsprogramm vor, den Bürokratie­
                                       aufwand (jährlich rund 50 Mio. Euro) deutlich zu senken.

                                       Qualität unserer Betriebe sichtbar machen
                                       Das Problem: Die Qualifikation von Unternehmerinnen und Unternehmern, die
                    #geschafft         eine staatliche Befähigungsprüfung abgelegt haben, war bisher im Außenauftritt
                                       nicht sichtbar. Das ist ein Wettbewerbsnachteil.

                                       Unser Erfolg: Das Wirtschaftsministerium hat auf Initiative der WKÖ für mehr
                                       als 50 gewerbliche Berufe die Möglichkeit geschaffen, ihre Qualität mit dem
                                       Gütesiegel „staatlich geprüft“ auf den Punkt zu bringen. So gibt es Gütesiegel für

   Gütesiegel                          die Bereiche Drogist, Druckerei, Elektrotechnik, Gastgewerbe, Gewerbliche
                                       Vermögensberatung oder Spediteur.

     durch-                            Ihr Vorteil: Jeder Betrieb kann das Güte­siegel z. B. für Werbung, auf Geschäfts-
                                       papieren oder im Internetauftritt verwenden. Der Werbewert des Güte­siegels liegt

    gesetzt
                                       laut Wirtschaftsministerium bei 15 Mio. Euro. Die WKÖ leistet bei der Anwendung
                                       und Nutzung des Gütesiegels praktische Unterstützung (wko.at/guetesiegel).

                                                  DROGIST                    UCKEREI                   TROTECHN                         WER                             VERMÖGEN
                                                                        DR                                                       STGE         BE                                                     SP
                                                                                                                                                                                                          EDITEUR
                                                                                                  EK              IK        GA                                     HE              S
                                                                                             EL                                                                C
                                                                                                                                                                                    BE
                                                                                                                                                           I
                                                                                                                                                         BL

                                                                                                                                                                                        RA
                                                                                                                                                       GEWER

                                                                                                                                                                                        TUNG
                                                                                        T

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                                                  LICH GEPR                 LICH GEPR                 LICH GEPR                  LICH GEPR                              LICH GEPR                        LICH GEPR
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  #geschafft                  Mehr Digital-Know-how in der Lehre

                              Das Problem: Insbesondere die Digitalisierung erfordert entsprechend ausge­

        35.000
                              bildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Fehlt modernes Mitarbeiter-Know-how,
                              können sich Betriebe nicht erfolgreich weiter­entwickeln.

             Lehrlinge und    Unser Erfolg: Die WKÖ hat insgesamt 51 Lehrberufe modernisiert. Davon
                              profitieren 35.000 Lehrlinge und 30.000 Lehrbetriebe. Neue Lehrberufe wie z. B.

      30.000
                              Applikationsentwicklung/Coding oder E-Commerce-Kaufmann/-frau eröffnen
                              neue Geschäftsfelder. Der Lehrberuf Informationstechnologie wurde grund­legend
                              erneuert. Für die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft gibt es den neuen
               Lehrbetriebe   Lehrberuf Eventkaufmann/-frau.

    profitieren               Ihr Vorteil: Die Nachfrage nach neuen und überarbeiteten Lehrberufen ist groß.
                              Die Betriebe erhalten die modernst ausgebildeten Fachkräfte, die sie künftig
                              brauchen.

                              Nächster Schritt: Für heuer ist die Über­arbeitung von weiteren rund 40 Lehr­
                              berufen geplant. Zudem soll es neue Lehrberufe geben.

                              Mehr Fachkräfte
                              Das Problem: Bereits jetzt leiden 75 % unserer Betriebe unter starkem Fach­
                              kräftemangel. Die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter wird bis zum Jahr
                              2030 um rund 290.000 zurückgehen. Fehlen qualifizierte Mitar­beiterinnen und
                              Mitarbeiter, können Aufträge nicht ange­nommen werden. Der Fachkräftemangel
                              schmälert Umsatz, Erfolg und Innovationskraft.

    Fachkräfte-               Unser Erfolg: Die Wirtschaftskammer hat eine umfassende Fachkräfteoffensive
                              gestartet (wko.at/fachkraefte). Das AMS vermittelt bereits verstärkt überregional.

     offensive                Und die von der WKÖ durchgesetzten Maßnahmen – Ganzjahreskontingent für
                              Saisoniers und regionale Mangelberufslisten – zeigen bereits positive Wirkung.

     gestartet!               Ihr Vorteil: Bei der Fachkräftesuche helfen neue, praktische WKÖ-Services
                              (z. B. digitaler Recruiting-Leitfaden für KMU, Webinare, Online-Ratgeber zur
                              Fachkräftesicherung).

                              Nächster Schritt: Wesentliche WKÖ-Anliegen für eine umfassende Fachkräfte­
                              offensive sind im Regierungsprogramm 2020–2024 verankert (z. B. weitere Ver-
                              besserung der überregionalen AMS-Vermittlung). Mit Blick auf Fachkräfte aus

#geschafft                    dem Ausland soll es u. a. eine Strategie für kontrollierte, qualifizierte Zuwande-
                              rung und die strategische Anwerbung bestimmter Berufsgruppen (z. B. IT) geben.
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                  13

       fft
#gescha                                  Mehr MINT-Fachkräfte

                                         Das Problem: Die Nachfrage nach Fachkräften in den Bereichen IT, Natur­

         3.000
                                         wissenschaften und Technik ist hoch und steigt weiter. Entsprechend ausge­
                                         bildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind schwer zu bekommen.

          neue
                                         Unser Erfolg: Die WKÖ hat 3.000 neue, vom Bund finanzierte Ausbildungsplätze
                                         im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)
                                         durchgesetzt. Zwei Drittel der neuen Plätze gibt es an berufsbildenden höheren

        Studien-
                                         Schulen, rund 1.000 Plätze an Hochschulen.

                                         Ihr Vorteil: Aus einem größeren Pool an Absolventen mit MINT-Qualifikation

         plätze
                                         können Unternehmen leichter qualifizierte Fachkräfte rekrutieren. Bereits im
                                         August 2019 wurde die erste Tranche von 330 neuen, vom Bund finanzierten
                                         Studienplätzen an Fachhochschulen in MINT-Fächern vergeben.

                                         Nächster Schritt: Die WKÖ fordert eine Aufstockung auf jährlich 1.200 neue
                                         FH-Anfängerstudienplätze bis 2024 und die Umsetzung des Masterplans Digitali-
                                         sierung im Bildungswesen. Das Regierungsprogramm 2020–2024 sieht den Aus-
                                         bau der MINT-Ausbildung im Schulbereich sowie des Fachhochschulsektors vor.

                        #geschafft       Noch bessere Forschungsförderung

                                         Das Problem: Aufwändige Forschungsvorhaben sind schwer zu finanzieren.
         Forschungsprämie von 12 %       Für Forschung, Entwicklung und Innovationen brauchen Unternehmen aller

      auf 14 %
                                         Größenordnungen bestmögliche finanzielle Rahmenbedingungen.

                                         Unser Erfolg: Die Forschungsprämie wurde unter anderem auf Initiative der WKÖ

       erhöht
                                         von 12 % auf 14 % erhöht.

                                         Ihr Vorteil: Betriebe profitieren von der Forschungsprämie als attraktive
                                         Ergänzung zur direkten Forschungsförderung. Für große internationale Unter-
                                         nehmen mit Forschungsabteilungen – und mit österreichischen Zulieferern –
                                         ist die Forschungsprämie ein wichtiges Standortargument.

                                         Nächster Schritt: Der Zugang zur Forschungsprämie soll – insbesondere
                                         auch für KMU – so unbürokratisch wie möglich gestaltet werden. Das neue
                                         Regierungsprogramm sieht u. a. mehr Forschungsförderung, eine Technologie-
                                         und Klimaoffensive und eine Vereinfachung des Förderwesens vor.
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#gescha
       fft                   Erleichterungen bei Patentanmeldungen

                             Das Problem: Bei Patentanmeldungen kommt es oftmals auf Schnelligkeit an.
                             Werden Patente nicht rechtzeitig eingereicht, ist die eigene Erfindung nicht bzw.
                             nicht ausreichend geschützt – und die Konkurrenz hat freie Bahn. Bei Patent­
                             anmeldungen sind auch die Kosten ein Faktor.
             bis zu

       10.000
                             Unser Erfolg: Die WKÖ hat einen besseren digitalen Zugang zum Patentamt
                             erreicht. Seit 2019 gibt es für nationale Patentanmeldungen, bei Anträgen auf
                             Durchführung von Recherchen und Gutachten sowie für Gebrauchs- und
          Euro Förderung     Geschmacksmusteranmeldungen, die digital erfolgen, einen „Online-Bonus“.
       durch Patent-Scheck   Der 2016 durchgesetzte Patent-Scheck fördert Leistungen in Zusammenhang
                             mit einer Patentanmeldung. Und die provisorische Patentanmeldung („PRIO“)
                             bietet bereits dann Schutz, wenn die Grundzüge, aber noch nicht alle Details einer
                             Erfindung vorliegen.

                             Ihr Vorteil: Die verbesserte digitale Anmeldung sorgt für raschen Schutz. Die
                             Gebühren sinken pro Online-Anmeldung um 20 Euro. Der Patent-Scheck bringt
                             bis zu 10.000 Euro Förderung. Die provisorische Patentanmeldung für zwölf
                             Monate kostet statt 342 Euro nur 50 Euro.

                             Effizienz & Fairness in der
                             Sozialversicherung                                              #geschafft

      Fairplay
         für
       Arbeit­
                             Das Problem: Mit 21 Sozialversicherungsträgern hatte Österreich eine große An-
                             zahl an SV-Trägern. Versicherte bekamen trotz gleicher Beiträge unterschiedliche
                             Leistungen. Und die Vertreter der Wirtschaft waren – trotz gleicher Beitrags­

       geber-
                             leistung – in den Gremien nicht gleichberechtigt vertreten.

                             Unser Erfolg: Die Reform der Sozialversicherung bringt nur mehr fünf SV-Träger.
                             Die Selbstverwaltungskörper sind paritätisch besetzt. Für gleiche Beiträge gibt es

      Anliegen               gleiche Leistungen.

                             Ihr Vorteil: Effizienzsteigerungen und Synergieeffekte sparen mittelfristig Kosten
                             ein. Das sichert eine hochwertige Versorgung. Die neue Selbstverwaltung auf
                             Augenhöhe schafft Fairplay für Arbeitgeber-Anliegen. Unternehmen, die in
                             mehreren Bundes­ländern tätig sind, haben nur noch einen Ansprechpartner.
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                     15

                                        Weniger Genehmigungsverfahren

                                        Das Problem: Ob und welche kleineren Betriebsanlagen einer Genehmigung

      4.200
                                        bedürfen, fiel bisher ins Ermessen der Behörde. Dies verursachte eine Vielzahl
                                        an Verfahren – und variierte außerdem je nach Bezirk und Bundesland.

                                        Unser Erfolg: Durch die von der WKÖ durchgesetzte Genehmigungsfreistel-
         Genehmigungsverfahren

     weniger
                                        lungsverordnung (2015 samt Erweiterung 2018) entfällt die gesonderte gewerbe­
                                        behördliche Betriebsanlagengenehmigung. Die Baubewilligung ist ausreichend.

                                        Ihr Vorteil: Pro Jahr fallen rund 4.200 Genehmigungsverfahren weg. Wirtschaft
                                        und Behörden ersparen sich 15 Mio. Euro pro Jahr. Für Gründer beträgt die
                                        Kostenersparnis pro Betrieb 2.000 bis 3.000 Euro.
             fft
      #gescha                           Nächster Schritt: Die WKÖ fordert, dass die Genehmigungsfreistellung z. B. auf
                                        Solaranlagen auf Gewerbedächern, Ladestationen oder den Handel in Touris-
                                        musgebieten an Sonn- und Feiertagen erweitert wird. Im Regierungsprogramm
                                        2020–2024 hat die WKÖ u. a. die Vollkonzentration (One-Stop-Shop-Prinzip) der
                                        Anlagengenehmigungen erreicht.

       fft                              Große Projekte rascher umsetzen
#gescha
                                        Das Problem: Bei für Unternehmen und Standort wichtigen Großprojekten
                                        (z. B. Stromleitungen, Wasserkraftanlagen, Windparks, Bergbau- und Industrie-
                                        anlagen) war die angemessene Vertretung von öffentlichen Standort- und Wirt-

   Standort-
                                        schaftsinteressen nicht gesichert. Das verursachte lange UVP-Verfahren – und
                                        verhinderte sogar Investitionen. Insgesamt betrifft das ein Investitionsvolumen
                                        von 6 bis 10 Mrd. Euro.

    anwalt                              Unser Erfolg: Projektwerber werden von einem Standortanwalt unterstützt.
                                        Damit erhält auch die Wirtschaft eine starke Stimme in UVP-Verfahren. Einen
                                        Standortanwalt gibt es in jeder Landeskammer.

    durch­                              Ihr Vorteil: Das Gesetz führt zu einer rascheren Umsetzung von Projekten. Der
                                        Standortanwalt sorgt dafür, dass öffentliche Interessen wie Energieversorgung,

    gesetzt
                                        Arbeitsplatzsicherung oder Steueraufkommen in Genehmigungsverfahren stärker
                                        berücksichtigt werden. Das erleichtert die Umsetzung großer Projekte. Rund 40 %
                                        der aktuellen Großprojekte betreffen übrigens die Energie- und Mobilitätswende.

                                        Nächster Schritt: Die WKÖ fordert, dass das UVP-Gesetz weiterentwickelt wird.
                                        Auch kleinere Projekte sollen rascher umgesetzt werden können. Die neue
                                        Bundesregierung bekennt sich zur Verfahrensbeschleunigung und will das UVP-
                                        Gesetz gemäß den Anforderungen der Wirtschaft weiterentwickeln (z. B. Moder-
                                        nisierung des Anlagenverfahrensrechts).
16                                                                    Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.

         #geschafft
                               Weniger Bürokratie-Fleißaufgaben

       weniger                 Das Problem: Die Übererfüllung von EU-Vorgaben („Gold Plating“) belastet

      Aufwand,
                               Österreichs Unternehmen und schadet ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Unnötige
                               Überregulierungen und Doppelgleisigkeiten hemmen Wachstum.

        mehr
                               Unser Erfolg: Das von der WKÖ durchgesetzte erste Anti-Gold-Plating-Gesetz
                               beseitigt mehrere bürokratische „Fleißaufgaben“ – vor allem überbordende
                               Mitteilungs-, Melde-, Zulassungs- und Prüfpflichten.

      Rechts­                  Ihr Vorteil: Weniger „Gold Plating“ bedeutet für Unternehmen weniger
                               bürokratischen Aufwand sowie mehr Rechtssicherheit.

     sicherheit
                               Nächster Schritt: Die WKÖ fordert ein zweites Anti-Gold-Plating-Gesetz mit
                               weiteren Erleichterungen. „Gold Plating“ soll von vornherein vermieden werden.
                               Eine aktuelle Studie schätzt das Einsparungspotenzial bei kompletter Abschaf-
                               fung auf 500 Mio. Euro. Die neue Bundesregierung will sich auch in der EU
                               verstärkt für „Better Regulation“, weniger „Gold Plating“ und ein Ablaufdatum
                               für EU-Gesetze („Sunset Clause“) einsetzen.

 #geschafft                    Weniger Strafen und Straflawinen
                               Das Problem: Im Verwaltungsrecht wurden die Strafrahmen immer wieder
                               erhöht. Auch bei Bagatelldelikten gibt es oftmals hohe Strafen. Das behindert
                               Unternehmertum – und kann sogar die Existenz von Betrieben gefährden.

                               Unser Erfolg: Der Grundsatz „Beraten statt strafen“ wurde im Verwaltungs­
                               strafgesetz verankert. Bei geringfügigen Verwaltungsübertretungen, wie etwa

     „Beraten
                               dem Versäumnis einer Melde- oder Informationspflicht oder geringfügigen
                               Delikten, die keine negativen Auswirkungen auf Personen oder Sachgüter haben,
                               erhalten Betriebe – unter bestimmten Voraussetzungen – zunächst eine Beratung

       statt
                               durch die Behörde. Beim Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen
                               wird seit 2017 z. B. durch die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung und
                               der Börsengesetz-Novelle das Kumulationsprinzip eingeschränkt.

     strafen“
         im Gesetz verankert
                               Ihr Vorteil: Betriebe ersparen sich dadurch hohe Geldstrafen. Sachliche
                               Beratung erleichtert gesetzeskonformes Verhalten. Die Einschränkung des
                               Kumulationsprinzips verhindert in einigen Bereichen „Straflawinen“.

         ✔
                               Nächster Schritt: Das Prinzip „Beraten statt strafen“ soll auch in den Materien­
                               gesetzen umgesetzt werden (z. B. im Öffnungszeitengesetz, Gelegenheitsver-
                               kehrs-Gesetz, Preisauszeichnungsgesetz, Abfallwirtschaftsgesetz, Lebensmit-
                               telsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz). Das neue Regierungsprogramm
                               sieht neben dem Prinzip „Beraten vor strafen“ auch eine Reform des Kumulati-
                               onsprinzips im Verwaltungsstrafrecht vor.
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                   17

       fft
#gescha                              Besserer Schutz
                                     für Geschäftsgeheimnisse

  Vertrau-                           Das Problem: Geschäftsgeheimnisse waren bisher bei Gerichtsverfahren nicht
                                     ausreichend geschützt. Betroffene Unternehmen haben daher oft auf eine Klage
                                     verzichtet, damit der Antragsgegner beim Verfahren nicht das gesamte

   lichkeit
         in Gerichtsverfahren
                                     Geschäftsgeheimnis in Erfahrung bringen kann.

                                     Unser Erfolg: Die WKÖ hat durchgesetzt, dass im Bundesgesetz gegen unlaute-
                                     ren Wettbewerb auch Inhaber von Geschäftsgeheimnissen geschützt sind, die im

  gesichert
                                     Fall von Rechtsverletzungen vor Gericht gehen. Dies gilt seit Anfang 2019.

                                     Ihr Vorteil: Keine der beiden Streitparteien kann im Verfahren neue Informatio-
                                     nen des Geschäftsgeheimnisses erhalten. Ihr Geschäftsgeheimnis bleibt somit
                                     vor Gericht sicher geschützt.

                                     Nächster Schritt: Die WKÖ hat im Regierungsprogramm 2020–2024 einen
                                     verbesserten Schutz von Betriebsgeheimnissen durch das Strafrecht erreichen
                                     können.

                                     Internationalisierung
                                                                                                 #geschafft
                                     weiter unterstützen

                                     Das Problem: Der Weg auf internationale Märkte ist für viele Betriebe eine große
                                     Herausforderung. Unternehmen brauchen Unterstützung, wenn sie sich erstmals
                                     im Ausland engagieren, bestehende Aktivitäten intensivieren oder neue aufstre-

     1 Euro
                                     bende Märkte bearbeiten wollen.

                                     Unser Erfolg: Die Internationalisierungs­offensive „go-international“ wurde
        an Fördermitteln bringt      auf Initiative der WKÖ fortgesetzt. Insgesamt stehen dafür 25,6 Mio. Euro zur

     55 Euro
                                     Verfügung.

                                     Ihr Vorteil: Über 35.000 Unternehmen haben die Förderung bereits genutzt.
       an zusätzlichen Exporten      Ein Euro an Fördermitteln für „go-international“ bringt 55 Euro an zusätzlichen
                                     Exporten.

                                     Nächster Schritt: Die Bundesregierung will die von der WKÖ maßgeblich mit-
                                     entwickelte Außenwirtschaftsstrategie umsetzen. Das Internationalisierungs­
                                     programm „go-international“ soll fortgesetzt und weiter ausgebaut werden.
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                                                                                                                              fft
                          Mehr internationale Chancen                                                                  #gescha

      Export-             Das Problem: Viele Unternehmen in Österreich könnten ihre Produkte und

      rekord
                          Dienstleistungen – noch erfolgreicher – exportieren, wenn ihnen internationale
                          Handelsabkommen Fairplay, weniger Barrieren und die nötige Rechtssicherheit
                          garantieren.

       nach               Unser Erfolg: Die WKÖ setzte sich erfolgreich für das CETA-Abkommen mit
                          Kanada ein.

      Kanada              Ihr Vorteil: Das erste Jahr mit CETA brachte einen neuen österreichischen
                          Exportrekord nach Kanada mit sich: Unsere Betriebe haben 2018 Waren im Wert
                          von über 1,2 Mrd. Euro nach Kanada exportiert. Das bedeutet ein Exportwachs-
                          tum von beeindruckenden +7,5 %.

      +7,5 %              Nächster Schritt: Die WKÖ ist auch bei weiteren Handelsabkommen – etwa
                          bei den Verhandlungen mit Australien, Neuseeland, Mexiko, Chile, den Mittel-
                          meerländern oder den Mercosur-Staaten – im Interesse ihrer Mitglieder aktiv.
                          Auch wenn die Bundesregierung das Mercosur-Abkommen derzeit ablehnt, ist
                          die Annahme eines überarbeiteten Abkommens möglich.

                          Mehr digitale Fitness für KMU
#geschafft
                          Das Problem: Viele KMU brauchen externes Know-how und Beratung, um
                          digitale Chancen zu erkennen und die richtigen Tools nützen zu können. Je
                          rascher und besser die digitale Transformation gelingt, desto stärker ist der
                          KMU-Standort Österreich auch in Zukunft.

             bis zu       Unser Erfolg: Das erfolgreiche Programm KMU DIGITAL (https://kmudigital.at)
                          wird bis Ende März 2020 fortgesetzt. Auf Initiative der WKÖ fördert KMU DIGITAL

       4.000
         Euro Förderung
                          jetzt auch Umsetzungsmaßnahmen.

                          Ihr Vorteil: Unternehmen erhalten fundierte Beratung für erfolgreiche
                          digitale Weiterentwicklung – und das zu höchst attraktiven Konditionen:
                          Potenzialanalysen werden zu 80 % gefördert, tiefergehende Beratungen in den
                          Themen E-Commerce, digitale Prozesse und IT-Sicherheit zu 50 %.

                          Nächster Schritt: Die WKÖ setzt sich für eine weitere Verlängerung des Förder-
                          programms ein. KMU DIGITAL wurde im Regierungsprogramm 2020–2024
                          verankert.
                          Die Digitalisierungsoffensive KMU DIGITAL ist eine Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschafts-
                          standort (BMDW) in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                      19

       fft
#gescha                                Kein zusätzlicher Feiertag

          Mehrkosten von bis zu

     600 Mio.      Euro                Das Problem: Österreich hat im inter­nationalen Vergleich sehr viele Feiertage.

    verhindert
                                       Auf Basis eines EuGH-Urteils gab es die Forderung nach einem zusätzlichen
                                       Feiertag: Ein konfessionsloser Arbeitnehmer hatte unter Verweis auf die Gleich-
                                       behandlung einen freien Karfreitag eingeklagt.

                                       Unser Erfolg: Die WKÖ hat durchgesetzt, dass der Karfreitag kein zusätzlicher
                                       Feiertag wird. Dafür haben alle Beschäftigten einen Anspruch auf einen ein­
                                       seitigen Urlaubsantritt für einen Urlaubstag pro Jahr („persönlicher Feiertag“).

                                       Ihr Vorteil: Ein Feiertag für alle hätte unsere Wirtschaft zusätzlich 400 bis 600 Mio.
                                       Euro pro Jahr gekostet. Diese Mehrkosten hat die WKÖ erfolgreich verhindert.

                          #geschafft   Ausweitung der Mangelberufsliste
                                       Das Problem: Der Fachkräftemangel hat sich in den letzten Jahren deutlich
                                       verschärft. Es wird immer schwieriger für die Betriebe, fertig ausgebildete Fach-

         24 %
                                       kräfte in ihrer Region bzw. am österreichischen Arbeitsmarkt zu finden.

                                       Unser Erfolg: Auf Vorschlag der Wirtschaftskammer wurden für das Jahr 2020

         mehr
                                       bundesweit 56 Mangelberufe erlassen, das sind elf Berufe mehr als im Vorjahr.
                                       Zusätzlich konnten noch weitere regionale Mangelberufe in sieben Bundes­
                                       ländern in der Fachkräfteverordnung verankert werden.

        Berufe
        auf der Mangelberufsliste
                                       Ihr Vorteil: Fachkräfte in Mangelberufen können unter erleichterten Be­dingungen
                                       über die Rot-Weiß-Rot-Karte zuwandern. Es muss für sie keine individuelle
                                       Arbeitsmarktprüfung beim AMS durchgeführt werden. Als Mindestentlohnung
                                       gilt der Kollektivvertrag bzw. eine betriebsübliche Überzahlung.

                                       Nächster Schritt: Die im Regierungsprogramm verankerte Strategie zur qualifi-
                                       zierten Zuwanderung soll möglichst rasch umgesetzt werden. Dabei geht es
                                       einerseits um eine Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-Karte und um ver­
                                       einfachte sowie straffere Verfahren. Andererseits sollen auch spezifische Berufs-
                                       gruppen aus bestimmten Ländern gezielt angeworben werden.
20                                           Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.

     GEFORDERT & ERREICHT:
     10 AUSGEWÄHLTE TOP-ANLIEGEN
     IM NEUEN REGIERUNGSPROGRAMM
     Im Programm der neuen Bundesregierung 2020–2024 hat die
     Wirtschaftskammer Österreich zahlreiche Anliegen und Forde-
     rungen durchsetzen können. Für Österreichs Unternehmen be-
     deutet dies: Der Entlastungskurs wird konsequent fortgesetzt.

     Die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften am
     Standort Österreich werden immer besser. Der nachfolgende
     Überblick zeigt zehn ausgewählte Top-Forderungen der Wirt-
     schaftskammer, die im neuen Regierungsprogramm enthalten
     sind – und was ihre Umsetzung für Betriebe und Standort be-
     deuten wird. Darüber hinaus konnten viele weitere Maßnahmen
     für die heimischen Betriebe im Koalitionsabkommen verankert
     werden.
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                   21

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     im Regierungnkert
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Steuern: Entlastungskurs geht weiter
Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚ A
   usweitung des Gewinnfreibetrags – Investitionserfordernis erst ab 100.000 Euro (Entlastung: 100 Mio. Euro)
❚ E
   rhöhung GWG-Grenze auf 1.000 Euro bzw. 1.500 Euro bei besonderer Energie­effizienz (stärkt Liquidität)
❚ E
   rleichterung für Betriebsübergaben
❚ S
   teuerbegünstigung für die Mitarbeitergewinnbeteiligung (Entlastung: 100 Mio. Euro)
❚ S
   chaffung von neuen Abschreibungsmöglichkeiten für Neubauten und Sanierung (bei ökologischer Bauweise)
❚ P
   rämien für Investitionen in klimaschonende Technologien
❚ L
   eichtere Absetzbarkeit von Arbeitszimmern
❚ A
   bschaffung der Schaumweinsteuer (Entlastung: 23 Mio. Euro)
❚ K
   öSt-Senkung von 25 % auf 21 % (Entlastung: ca. 1.500 Mio. Euro) und Prüfung der Abschaffung der Mindest-KöSt
  (Entlastung: ca. 100 Mio. Euro)
❚ R
   eduktion der ersten, zweiten und dritten Stufe des Einkommensteuer-Tarifs von 25 % auf 20 %, von 35 % auf 30 %
  und von 42 % auf 40 % (Entlastung: 3.900 Mio. Euro, davon rd. 400 Mio. Euro für Selbständige)

Das bringt’s!

❚ D
   ie steuerliche Gesamtentlastung für unsere Unternehmen beträgt über 2 Mrd. Euro.
❚ E
   s gibt wieder mehr Investitionen am Standort durch verbesserte Abschreibungsregeln und Prämien bzw.
  Förderungen für Investitionen.
❚ R
   und 140.000 EPU profitieren von direkter Entlastung durch die bessere Absetzbarkeit des Arbeitszimmers.

Kapitalmarkt und Risikokapital:
Mehr Geld für Investitionen

Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚   K ESt-Befreiung für Kursgewinne nach einer Behaltefrist
❚   K ESt-Befreiung für ökologische/ethische Investitionen
❚   v erbesserte Anreize für privates Risikokapital (Verlustverrechnungsmöglichkeit, steuerliche Absetzbarkeit)
❚   S tärkung des öffentlichen Risikokapitals (Wachstumskapital für Start-ups und KMU, Weiterentwicklung der
     Garantiemöglichkeiten)
❚    S
      chaffung eines nationalen staatlich kofinanzierten Technologie-, Innovations- und Wachstums-Fonds
❚    S
      chaffung von besseren Rahmenbedingungen für die private Vorsorge
❚    E
      rleichterungen bei Prospektpflicht
❚    M
      odernisierung des Pfandbriefrechts

Das bringt’s!

❚ E
   ine verbesserte Risikokapitalfinanzierung stärkt die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.
❚ A
   nreize für Ökoinvestments unterstützen Unternehmen, nachhaltige Projekte umzusetzen.
❚ D
   ie Verbesserung der Garantiemöglichkeiten für Kredite erleichtert den Zugang der Unternehmen zu
  Kreditfinanzierungen.
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Staat: Weniger Bürokratie
Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚ R
   eform des Kumulationsprinzips im Verwaltungsstrafrecht (Verhältnismäßigkeitsprüfung unter Wahrung
   general- und spezialpräventiver Aspekte)
❚ Umsetzung des Prinzips „Beraten vor strafen“
❚ Monitoringstelle zur Messung des Fortschritts bei der Entbürokratisierung
❚ Weitere Kompetenzbereinigungen zwischen Bund und Ländern
❚ Verfahrensbeschleunigungen unter Wahrung der hohen Qualität
❚ Stärkung der Bemühungen in der EU im Zusammenhang mit „Better Regulation“, Reduktion von „Gold Plating“

Das bringt’s!

❚ D er Bürokratieabbau ermöglicht es Unternehmen, sich künftig wieder vermehrt auf ihr „Kerngeschäft“
   zu konzentrieren, anstatt bürokratische Hürden zu überwinden.
❚ Die Bürokratiekosten für Unternehmen sinken.
❚ Weniger Bürokratie stärkt den gesamten Wirtschaftsstandort.

Arbeitsrecht: Einfacher Arbeit schaffen
Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚ E valuierung für praxisgerechte Entsenderegelungen und Lohn-/Sozialdumpingbekämpfung
❚ Weiterentwicklung des Arbeitslosengeldes mit Anreizen, damit arbeitslose Menschen wieder schneller ins
   Erwerbsleben zurückkehren
❚ Zumutbarkeitsbestimmungen reformieren (Erhöhung Mindestverfügbarkeit auf 20 Stunden)

Das bringt’s!

❚ W eniger Überregulierung bei Entsendungen und bei der Lohndumpingbekämpfung sowie gleichzeitig effektive
   Verhinderung von Lohn- und Sozialdumping bei Entsendungen nach Österreich schaffen Fairplay für unsere
   Unternehmen.
❚ Arbeitsanreize erleichtern die Suche nach Arbeitskräften und lindern den Fachkräftemangel.
❚ Ein modernes und faires Arbeitslosenversicherungsrecht fördert jene, die Hilfe brauchen – und fordert
   Eigenverantwortung und Mitwirkung für erfolgreiche Beschäftigung und treffsichere Transfers.

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Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                    23

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Fachkräftesicherung:
Mit Strategie und qualifizierter Zuwanderung

Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚ R
   ot-Weiß-Rot-Karte reformieren (Konsolidierung des gesetzlichen Rahmens, Etablierung eines One-Stop-Shops
  für Unternehmen, Antragstellung vereinfachen, Verfahren straffen, Senkung von Gehaltsgrenzen)
❚ Aktive Bewerbung des Arbeitsstandortes Österreich in der EU
❚ S
   trategisch gezielte Anwerbung von spezifischen Berufsgruppen bzw. aus bestimmten Ländern (z. B. Schwerpunkt
  „Digital Austria“, Softwareentwicklung)

Das bringt’s!

❚ M
   it einem umfassenden Maßnahmenpaket erhalten Unternehmen Zugang zu dringend benötigten Fachkräften –
  auch aus Drittstaaten, wenn der Fachkräftebedarf nicht in Österreich und der EU abgedeckt werden kann.
❚ E
   rstmals wird der Arbeitsstandort Österreich im Ausland strategisch beworben. Nach ihrer Ankunft in Österreich
  sollen qualifizierte Zuwanderer bzw. Schlüsselarbeitskräfte durch eine eigene Koordinationsstelle betreut werden.

Duale Ausbildung:
Mehr Profis für unsere Betriebe
Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚ E
   inführung neuer Lehrberufe
❚ G
   esetzliche Grundlage für die höhere Berufsbildung schaffen, um betrieblich orientierte Berufsbildungen und
  Abschlüsse oberhalb von Lehrabschlüssen zu regeln
❚ M
   eister- und Befähigungsprüfungen durch ein Bonus-/Prämiensystem unterstützen
❚ L
   ehre und Matura sowie Lehre nach Matura ausbauen

Das bringt’s!

❚ D
   en Unternehmen stehen wieder mehr Bewerberinnen und Bewerber für Lehrstellen zur Verfügung.
❚ W
   eil für Absolventinnen und Absolventen der Lehre attraktive und anerkannte Möglichkeiten zur Höher-
  qualifizierung zur Verfügung stehen, gibt es auch mehr hochqualifizierte Fachkräfte am Arbeitsmarkt.
❚ D
   ie Fachkräfte der Zukunft werden weiter im Rahmen des Aus- und Weiterbildungssystems der Wirtschaft –
  und damit entsprechend ihren Bedürfnissen – gesichert.
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Bildung: Mehr Fitness für Ausbildung und Beruf
Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚ B
   ildungspflicht und mittlere Reife für Verbesserung der Grundkompetenzen Mathematik, Deutsch, Englisch und
   als Voraussetzung für Beendigung der Schullaufbahn
❚ Moderne Lehrpläne (v. a. Digitalisierung, Ausstattung mit digitalen Endgeräten)
❚ Ausbildung von MINT-Fachkräften ausbauen
❚ Verbindlichere Teilnahme der Lehrkräfte an Weiterbildung, Erweiterung der digitalen Kompetenzen
❚ Schulleiterinnen und Schulleiter als Führungskräfte weiterentwickeln
❚ Aufstockung des Supportpersonals für Schulen
❚ Mehr Praxis für Lehramtsstudierende, Einsatz in Nachmittags- und Ferienbetreuung
❚ Erleichterung des Quereinstiegs in den Pädagogenberuf (inkl. finanzieller Gleichstellung)
❚ Stärkung von Wirtschaftsverständnis und Finanzwissen sowie der kritischen Finanzbildung in den Lehrplänen
❚ Entrepreneurship Education stärken, um unternehmerisches Denken im Bildungssystem zu verankern
   (z. B. freiwillige „Unternehmerwoche“ in der Oberstufe)

Das bringt’s!

❚ A uf dem Lehrstellenmarkt stehen mehr Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung, die über die notwendigen
   Grundkompetenzen verfügen.
❚ Die Qualität der Schulbildung wird auch in den Bereichen Wirtschaftsbildung, Financial Literacy und Unternehmer-
   tum besser.
❚ Der Pädagogenberuf wird auch für Fachkräfte aus der Wirtschaft attraktiv.

Energie: Erneuerbare mit der Wirtschaft ausbauen

Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚ Streichung der Eigenstromsteuer für alle erneuerbaren Energieträger
❚ Ermöglichung einer unkomplizierten Direktvermarktung bei Eigenstromerzeugungen, sofern das öffentliche
   Netz nicht benutzt wird
❚ Stärkung lokaler Versorgungskonzepte
❚ KESt-Befreiung für ökologische Investitionen
❚ Modernisierung des Wohnrechts
❚ Erhöhung bzw. Schaffung neuer Abschreibungsmöglichkeiten für Neubauten und Sanierung (Bauweise unter
   höchsten ökologischen Aspekten)

Das bringt’s!

❚ Der Ausbau erneuerbarer Energien erfolgt mit der Wirtschaft.
❚ Mehr Investitionen in nachhaltige Energietechnologien und erneuerbare Energien nützen zahlreichen Branchen
   und Betrieben.

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                                                                                      vera
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                     25

                   sprogramm
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Forschung, Technologie und Innovation:
Standort fit für die Zukunft machen

Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚   Erarbeitung einer ambitionierten FTI-Strategie, Etablierung eines jährlichen FTI-Gipfels
❚   Stärkung der ressort- und politikbereichsübergreifenden FTI-Vorhaben
❚   Erstellung einer bundesweiten Förderstrategie und Festlegen eines Wachstumspfades für die Forschungsförderung
❚   Entwicklung einer KI-Strategie und verstärkte Förderung der Forschung und Entwicklung sowie Anwendung von KI
❚   Etablierung von Forschungsinfrastruktur für State-of-the-Art-KI-Forschung in Österreich
❚   Bewusstsein für ethische Aspekte im Bereich KI
❚   Einsatz für die Stärkung des EU-Forschungs- und -Innovationsrahmenprogramms „Horizon Europe“ (2021–2027)
❚   Verstärkte Einbindung österreichischer Akteure in europäische Innovationsnetzwerke
❚   Sicherstellung eines geeigneten Rahmens für die Beteiligung Österreichs an europäischen FTI-Programmen
❚   Erstellung eines Masterplans für Blockchain-Technologie

Das bringt’s!

❚ Ö
   sterreichs Unternehmen konnten bereits 425,6 Mio. Euro aus dem laufenden EU-Rahmenprogramm für
  Forschung und Innovation „Horizon 2020“ lukrieren (Stand: 15. Juli 2019).
❚ Ö
   sterreich ist bei „Horizon 2020“ Nettoempfänger mit einem Anteil von 2,8 % an den EU-Fördermitteln – und wird
  verstärkt davon profitieren.
❚ U
   nsere Betriebe profitieren von fundierten strategischen Grundlagen für die Entwicklung und Anwendung von
  Schlüsseltechnologien.

Infrastruktur: Zukunftsprojekte rascher umsetzen
Von der WKÖ gefordert & im Regierungsprogramm durchgesetzt:

❚ V
   erkehrsträgerübergreifende strategische Planung, Effizienzsteigerung und bessere Kooperation im
  Infrastrukturausbau
❚ Ausbau trimodaler Verkehrsknoten
❚ S
   trategie zur Verwendung alternativer Energieträger in der Mobilität und im Güterverkehr mit Fokus auf die
  Klimabilanz (E-Mobilität, Wasserstoff, synthetische Treibstoffe)
❚ Bekenntnis zum Ausbau und zur Aufnahme geeigneter Strecken in die TEN-Netze
❚ 5G-Netzausbau
❚ Senkung der Energieabgabe auf Bahnstrom, zweckgewidmet für günstigere Tickets
❚ Bekenntnis zu Verfahrensbeschleunigungen

Das bringt’s!

❚   Effiziente Verkehrssysteme stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.
❚   Für Fahrt- bzw. Transportketten sollen Unternehmen die jeweils effizientesten Verkehrsträger kombinieren können.
❚   Multimodale Verkehrsknoten erleichtern Betrieben den Transportträger-Wechsel.
❚   Der Ausbau der TEN-Netze umfasst Bahn, Straße, Wasserstraße und Luftverkehr.
26                                                                     Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.

Verwurzelt in Österreich, …
Ob in den Wirtschaftskammern der Bundesländer oder ihren Außen-, Bezirks- und
Regionalstellen – Mitglieder der Wirtschaftskammer erhalten in 86 WKO-Servicestellen
an 78 Standorten in ganz Österreich alle für sie wichtigen Informationen und Services,
um bestmöglich arbeiten zu können.

Die Wirtschaftskammer bietet in
allen Regionen Österreichs
umfangreiche Services
und Beratung.

WKO-Standorte

Amstetten             Grieskirchen             Kufstein          Perg                     Tamsweg
Baden                 Güssing                  Landeck           Purkersdorf              Tulln an der Donau
Braunau am Inn        Hallein                  Leibnitz          Reutte                   Villach
Bruck an der Leitha   Hartberg                 Leoben            Ried im Innkreis         Vöcklabruck
Bruck-Mürzzuschlag    Hermagor                 Lienz             Rohrbach                 Voitsberg
Deutschlandsberg      Hollabrunn               Liezen            Salzburg                 Völkermarkt
Eferding              Horn                     Lilienfeld        Sankt Johann/Pongau      Waidhofen an der Thaya
Eisenstadt            Imst                     Linz              Sankt Pölten             Weiz
Feldbach              Innsbruck                Mattersburg       Sankt Veit an der Glan   Wels
Feldkirch             Jennersdorf              Melk              Schärding                Wien
Feldkirchen           Judenburg                Mistelbach        Scheibbs                 Wiener Neustadt
Freistadt             Kirchdorf an der Krems   Mödling           Schwaz                   Wolfsberg
Gänserndorf           Kitzbühel                Neunkirchen       Schwechat                Zell am See
Gmünd                 Klagenfurt               Neusiedl am See   Spittal an der Drau      Zwettl
Gmunden               Klosterneuburg           Oberpullendorf    Steyr
Graz                  Krems an der Donau       Oberwart          Stockerau
Leistungsbilanz der WKÖ 2015–2020.                                                                                                                                                  27

… vernetzt in der ganzen Welt
Mit über 100 WKÖ-Außenwirtschaftsstützpunkten rund um den Globus erhalten
Unternehmerinnen und Unternehmer aktuelle Informationen, Kontakte zu den
richtigen Leuten sowie konsequente Betreuung und damit Vorteile und
Risikominimierung im internationalen Geschäft.

Dieser Vorsprung und ein positives Image Österreichs
im Ausland bringen Wachstum für die österreichische
Wirtschaft.
                                                                                                                                                  HELSINKI
                                                                                                                           OSLO
                                                                                                                                    STOCKHOLM
                                                                                                                                                                 ST. PETERSBURG

                                                                                                                                                    TALLINN

                                                                                                                                                        RIGA
                                                                                                                                                                                       MOSKAU
                                                                                      DUBLIN                             KOPENHAGEN                 VILNIUS

                                                                                                                                                                 MINSK

           Jeder zweite Arbeitsplatz                                                           LONDON      DEN HAAG
                                                                                                            DÜSSELDORF
                                                                                                                           BERLIN           WARSCHAU

           in Österreich hängt direkt oder
                                                                                                                                                                         KIEW
                                                                                           BRÜSSEL
                                                                                                                                            KRAKAU
                                                                                                                        PRAG

           indirekt vom Export ab.                                                         PARIS                  STUTTGART             BRÜNN
                                                                                                           MÜNCHEN                       BRATISLAVA
                                                                                                      ZÜRICH                   LAIBACH     BUDAPEST
                                                                                                                                                         KLAUSENBURG
                                                                                                            BOZEN
                                                                                                      MAILAND                         ZAGREB                     BUKAREST
                                                                                                                                  BANJA LUKA
                                                                                                                      PADUA                       BELGRAD
                                                                                           BARCELONA                           SARAJEVO           SOFIA              ISTANBUL
                                                                  LISSABON
                                                                                                                           PODGORICA
                                                                                                                                            PRISTINA
                                                                                                                                     SKOPJE
                                                                                MADRID                                   ROM
                                                                                                                                               TIRANA
                                                                                                                                                         ATHEN

                                                                                                                                  EKATERINBURG

                                        MONTREAL
                           TORONTO                                                                                                                                                   SHENYANG
                                                                                                                                                   ALMATY

                 CHICAGO
                                                                                                                  TIFLIS                                             PEKING                   SEOUL
 SAN FRANCISCO
                           NEW YORK                                                                  ANKARA                BAKU                                            XIAN                           TOKIO
                    WASHINGTON
                                                                             ALGIER                                         TEHERAN                            CHENGDU
                                                                                                                                                                                             SHANGHAI
   LOS ANGELES                                                                         TUNIS                   AMMAN
                                                                                                             TEL AVIV
                             ATLANTA                                                                                                              NEW DELHI               GUANGZHOU
                                                                                                                           ABU DHABI
                                                                     CASABLANCA                                                           KARACHI                                             TAIPEI
           MEXIKO                                                                                  KAIRO        DOHA
                                                                                                                                                                  HANOI             HONGKONG
                                                                                                            RIYADH
                                                                                                                                                  MUMBAI
                                                                                                                               MASKAT
                                                                                                                                                                                                MANILA
                                                                                                                                                                            BANGKOK
                                                                                                                                                        BANGALORE
                                                                               LAGOS
                                                                                                                                                                                HO CHI MINH CITY

                                                                                                                                                        KUALA LUMPUR
                                                                                                                                                                                  SINGAPUR
                                     BOGOTA
                                                                                                            NAIROBI

                                 LIMA
                                                                                                                                                                          JAKARTA

                                                SAO PAULO

                                                 RIO DE JANEIRO
                                                                                                   JOHANNESBURG
                             SANTIAGO

                                              BUENOS AIRES
                                                                                                                                                                                                        SYDNEY
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