LL OOKOOK B B ACKACK!! - Das Absolventenmagazin der Tourismuswirtschaft an der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven
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L OOK B ACK !
Das Absolventenmagazin der Tourismuswirtschaft
an der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven
Oktober 2013
18. AusgabeThemen/Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
Aktuelles von der Jade Hochschule 4-8
Neu an Bord im Fachbereich Wirtschaft ........................................................ 4
TW-Online mit Preis ausgezeichnet .............................................................. 5
Kinderkrippe eröffnet ..................................................................................... 5
Studierende stellen Kommunikationskonzept vor ......................................... 5 - 6
(Fast) Schiffbruch erlitten .............................................................................. 6 - 7
„Wirtschaft ... läuft“! ....................................................................................... 8
Wilhelmshaven und Umzu 9 - 12
Wer sagt, in Wilhelmshaven wäre nichts los?!?
Mittwochs am Pumpwerk ............................................................................... 9
Wochenende an der Jade ............................................................................. 9 - 10
Wilhelmshaven war bunt ............................................................................... 10
StreetArt Festival ........................................................................................... 11 - 12
Aus der Branche 13 - 15
ITB 2013 - Messeauftritt der Jade Hochschule auf der weltgrößten
13 - 15
Tourismusmesse wieder ein voller Erfolg! .....................................................
Karrieren unserer Absolventen 16 - 24
Interview mit Thomas Witte, Absolvent 1999 ................................................ 16 - 19
Interview mit Gina Wagener, Absolventin 2012 ............................................. 20 - 21
Interview mit Angela Harde, Absolventin 2002 .............................................. 22 - 24
Who is Wo? - Who was hier? 25 - 33
Publikationen 34
Foto und Grüßeseite 35 - 38
Kurzmeldung 39
Die letzte Seite 40
Impressum
Herausgeber:
Studiengang Tourismuswirtschaft der Jade Hochschule
Prof. Dr. Torsten Kirstges
(Kirstges@aol.com)
Redaktion und Layout:
Natascha Volodihin und Günter DanzoVorwort
Liebe Absolventinnen und Absolventen,
Prof. Dr. Torsten Kirstges
unsere Studierenden sowie die Professoren waren bzw. sind immer noch fleißig am Werk! So kann
der Fachbereich Wirtschaft an der Jade Hochschule nunmehr mit drei neuen Studiengängen glänzen:
Tourismuswirtschaft deutsch-französisch, Tourismuswirtschaft online und Wirtschaft im Praxisver-
bund (dual).
Zwei der drei erfolgreich gestarteten Studiengänge sind Tourismuswirtschaftstudiengänge.
Tourismuswirtschaft an der Jade Hochschule profiliert sich auch weiterhin durch sein Angebot erfol-
greich. Die Auszeichnung des Studiengangs Tourismuswirtschaft online auf der ITB 2013 mit dem
Willy-Scharnow-Preis 2012 macht dies deutlich.
Ein Highlight, nicht nur für die Wilhelmshavener selbst, war vom 04.Juli bis zum 07.Juli das jährliche
Hafenfest Wilhelmshavens: das Wochenende an der Jade. Auch hierüber berichten wir.
Viel Vergnügen und Entspannung beim Lesen der mittlerweile schon 18. (auch diesmal wieder wer-
befreien) Ausgabe unserer Absolventen-Zeitschrift „Look Back“
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wünschen wir Euch und Euren Familien! it ü
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Torsten Kirstges sowie das Redaktionsteam ange es@aol
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Natascha Volodohin Günter Danzo
Seite 3Aktuelles von der Jade Hochschule
„Neu an Bord im Fachbereich Wirtschaft“ Werdegang bzw. Hauptberuf:
Studium der Sozialökonomie mit Schwerpunkt
VWL an der Universität für Wirtschaft und Politik
in Hamburg (Abschluss als Diplom-Volkswirt),
Studienaufenthalt an der Rijksuniversiteit Gro-
ningen, Niederlande, Studium der Wirtschafts-
und Sozialwissenschaften an der Universität Lü-
neburg (Abschluss als Diplom-Ökonom), Diverse
Forschungs- und Arbeitsaufenthalte beim Stati-
stischen Amt der Vereinten Nationen, dem Wup-
pertal Institut für Klima, Umwelt und Energie und
dem Center for Energy and Environmental Stu-
dies an der Boston University, Doktorand am
Centre for Sustainability Management der Leu-
phana Universität Lüneburg, seit 2007 Tätigkeit
in der Energiewirtschaft, Leiter des Consulting-
Name: bereiches „Energie- und CO2-Management“ bei
Achim Leder der EWE Vertrieb GmbH
Mitarbeiter der Jade Hochschule seit:
01.03.2013
Stellenbezeichnung:
Vertreter einer Professur im Bereich Allg. BWL &
Luftfahrtmanagement
Werdegang bzw. Hauptberuf:
Studium Public Management in Berlin, Studium
der Wirtschaft in Italien, Japan, USA, und Berlin,
Promotion im Bereich der Luftfahrtindustrie an
der Universität in Wuppertal, mehr als sechs
Jahre Erfahrung in der Luftfahrt- und Tourismus-
industrie, 2009-12 Dozent an der Fachhoch-
schule Südwestfalen im Bereich Aviation- and
Tourism-Management, seit 2009 Managing Part-
ner bei ideas-for-aviation in Hamburg Name:
Heidi Gmeiner
Mitarbeiterin der Jade Hochschule seit:
21.05.1991
Mitarbeiterin im Fachbereich Wirtschaft seit:
seit 01.05.2013
Werdegang bzw. Hauptberuf:
Die erlernte Verwaltungsfachangestellte unter-
stützt nach dem Wechsel vom Immatrikulations-
und Prüfungsamt in den Fachbereich Wirtschaft
die Prüfungskommission.
Name:
Dr. Heinrich Tschochohei
Mitarbeiter der Jade Hochschule seit: Für alle Interessierten!!!!!!
01.09.2012 Ausschreibungen von Mitarbeiterstellen
Stellenbezeichnung: findet Ihr unter:
Verwalter der Professur für Energiemanagement http://www.jade-hs.de/aktuelles-termine/
Seite 4Aktuelles von der Jade Hochschule
TW-Online mit Preis ausgezeichnet Studierende stellen Kommunikations-
konzept vor
Das TW Online-Team
v.l.n.r.: Judith Römhild MBA, Projektleiter Touris-
muswirtschaft Online Prof. Dr. Uwe Weithöner, Spannende Diskussionen bei der ...
Mareke Tetz, geb. Stelter, B.A.
Im Rahmen des Moduls Marketing im Destinati-
Der Online-Studiengang Tourismuswirtschaft onsmanagement mit Prof. Dr. Schmoll sind 10
wurde auf der ITB 2013 mit dem Willy-Scharnow- Gruppen à 2-3 Studierende in die Gemeinde
Preis 2012 ausgezeichnet. Steinfeld eingeladen worden, um ein Kommuni-
Durch diesen Studiengang öffnet sich die Jade kationskonzept zu entwickeln.
Hochschule unter anderem für Berufstätige und
Berufserfahrene und ermöglicht eine Weiterqua-
lifizierung im Sinne des lebenslangen Lernens.
Er ermöglicht ein zeitlich flexibles und ortsunab-
hängiges tourismuswirtschaftliches Studium auf-
zunehmen. (s. Ausgabe Dez 2012)
Kinderkrippe eröffnet
... Vorstellung des erarbeiteten Kommunikati-
onskonzepts.
Ende April lud das Unternehmerforum der ca.
10.000 Einwohner zählenden Gemeinde zwi-
schen Osnabrück und Oldenburg die Studenten
Die Kinderkrippe der Jade Hochschule
ein, um sich ein Bild der aktuellen Situation zu
Die Kinderkrippe der Jade Hochschule ist fertig machen. Bei belegten Brötchen und Kaffee
gebaut und öffnete im April diesen Jahres ihre wurde ihnen vom Geschäftsführer der Tourismus
Tore. Die Kinderkrippe nimmt Kinder bis zu einem Information Dammer Berge, die die vier Gemein-
Alter von 3 Jahren der Studenten und Beschäf- den Steinfeld, Damme, Neuenkirchen-Vörden
tigten der Jade Hochschule und der Wilhelmsha- und Holdorf unter einer Marke zusammen be-
vener auf. treut, ein umfassendes Bild der Region mit ihren
Von den zur Verfügung stehenden 45 Plätzen Angeboten, Attraktionen und Events geliefert.
sind bereits alle besetzt. Zwei Vertreter des Unternehmensforums sowie
Seite 5Aktuelles von der Jade Hochschule
die Bürgermeisterin Steinfelds Manuela Hon- (Fast) Schiffbruch erlitten
komp standen im Anschluss für eine offene Dis-
kussion zur Verfügung, wobei die persönlichen
Eindrücke und Erwartungen ausgetauscht wur-
den.
Der anschließend geplante Rundgang musste
wegen andauerndem Regen durch eine Bus-
rundfahrt ersetzt werden, bei der die Gruppe von
einer Gästeführerin die Sehenswürdigkeiten ge-
zeigt wurden. Von verschiedenen interessanten
Museen (Mühlen- und Kutschenmuseum), Kir-
chen mit modernen Malereien oder einer ein-
drucksvollen Schnitzerei des letzten
Abendmahls, über wunderschön gepflegte Gär-
ten, die Parks gleichen, bis zum Markenzeichen
der Gemeinde, dem „Dicken Stein“ - alles beglei-
tet von den bunt bemalten Pferden, die einmal
die Pferdestraße bildeten.
Die Studierenden waren von dem Potential Stein-
felds überzeugt und haben sich mit Engagement
und Spaß an ihre Ausarbeitungen gemacht. Die
beste Gruppe, bestehend aus Jennifer Gohr und
Martina Arens, hat mit ihrem Konzept die Jury
überzeugt und darf sich über ein Preisgeld von
500 € und ein Wochenende im vier Sterne Hotel
Töwerland freuen. Wind und wettererprobter Leichtmatrose Kai
Richtsmeier mit seinem Mitfahrensmann Alex
Unsere Studiernden freuen sich Eigentlich sollte es ein entspannter Segelausflug
immer wieder über werden. Mein Kumpel Alex und ich hatten vor,
diesen sonnigen Samstag bei einem entspann-
praktische Erfahrungen,
ten Törn im Jadebusen zu verbringen – nun steht
damit sie ihre Kenntnisse im fest, dass ich ab sofort jedes Jahr am 11.5. eine
„echten Leben“ Kerze anstecken werde.
anwenden können.
Aber beginnen wir die Geschichte am Anfang.
Aufgrund des längst fälligen Frühlings wurde im
Hat jemand Projekte, Wilhelmshavener Hafen auch das letzte kleine
bei denen man Segelboot aus dem Winterschlaf geweckt und für
mit den Studenten ein nettes ruhiges Ansegeln bereitet. Da weder
Alex noch ich sonderlich viel Segelerfahrung
zusammenarbeiten könnte?
haben (ich besitze außer dem Seepferdchen kei-
nerlei nautische Titel oder Abzeichen), sahen wir
Wir sind für jegliche Angebote offen. darin die einmalige Chance, die wunderschöne
Jadestadt von See aus zu beobachten. Also
nichts wie runter vom Kai und rauf auf die Flirt,
Seite 6Aktuelles von der Jade Hochschule
die kleine aber feine Jolle der Fachhochschule, Die ersten Regentropfen machten uns nicht an-
auf der glücklicherweise bereits zwei erfahrene nähernd nervös, wir zählten mit und machten
Segler auf uns warteten. uns, wenn überhaupt Gedanken darüber, wann
es sinnvoll wäre, die Regenjacken überzuziehen.
Es wurde auch nicht lang gefackelt und wir hiss-
Zehn Minuten später kämpften wir ums nackte
ten direkt die Segel. Nach ein paar Runden im
Überleben. Der Wind machte aus der bis dahin
Hafen, bei denen sich alle teilnehmenden Boote
ruhigen See eine peitschende Furie, der Regen
irgendwie in Startposition brachten, waren wir be-
prasselte auf uns herab wie aus einem Hoch-
reit für die offene See. Direkt nach Start der Re-
druckreiniger geschossen, der mittlerweile ent-
gatta wurde uns bewusst, dass die anderen
standene Nebel machte es für uns unmöglich
Segelboote sowohl teilweise auf besseres Mate-
weiter als zehn Meter zu sehen. Beinahe orien-
rial zurückgreifen konnten, als auch ohne Alex
tierungslos zogen wir das Hauptsegel ein und
und mich zwei Landratten weniger an Bord hat-
klammerten uns an die Reling. Die Neigung des
ten. Da unseren beiden Mitseglern zudem noch
Kahns war inzwischen mehr als grenzwertig und
sehr an unserer Sicherheit gelegen war, fanden
ich wünschte mir damals im Physikunterricht bes-
wir uns schnell damit ab, dass wir lieber langsa-
ser aufgepasst zu haben, um wenigstens ein
mer aber dafür entspannter in See stechen wür-
wenig das Gefühl von Sicherheit zu spüren.
den. Dieser Umstand führte jedoch dazu, dass
wir nach nicht einmal einer Stunde abgeschlagen Wir waren nass bis auf die Knochen, es war
zurück lagen und andere Boote nur noch entfernt schwer festzustellen, ob ich aufgrund der Kälte
zu erkennen waren. Die Stimmung an Bord war oder der Anspannung zitterte wie ein frischge-
dennoch ausgelassen und gut, die Besatzung fangener Aal. Nach mindestens einer halben
scherzte über Extremsituationen auf dem Was- Stunde im Auge des Orkans beruhigte sich die
ser und den sich anbahnenden Regen – keiner See langsam wieder und wir traten, am Ende un-
von uns ahnte, dass Neptun bereits seinen Drei- serer Kräfte angekommen, den Rückweg an.
zack spitzte.
Die unendlich anmutende Rückreise und der
Fußweg in die eigenen vier Wände resultierten
dann noch in einer stattlichen Erkältung, die mir
als nettes Andenken blieb.
Im Nachhinein erfuhr ich aus den Nachrichten,
dass parallel zu unserem kleinen Segelausflug
38 Boote auf dem Steinhuder Meer im Sturm
kenterten. Obwohl es rückblickend ein klasse
Abenteuer war, werde ich in Zukunft den Wetter-
bericht zwei Mal lesen, bevor ich wieder einen
Fuß auf ein Boot setze.
Bootstour mit der Flirt - Schweres Wetter kündigt
sich an! Kai Richtsmeier, Leichtmatrose
Seite 7Aktuelles von der Jade Hochschule
„Wirtschaft … läuft!“ Die Frauen schafften es in der Teamwertung
gleich dreimal unter die ersten zehn: Dörthe
Melanie Zwingelberg/Andreas Schmidt Hachmeister, Dörte Krupa und Helga Schmidt
belegten den 2., Melanie Zwingelberg, Thuy
Duong Nguyen und Gila Altmann den 6. sowie
Mareen Kiesewetter, Judith Koritke und Marie Pi-
schel den 8. Platz.
Unter 514 Finishern platzierten sich David Skibb
(7. gesamt, 4. MH) und Jens Freese (10. gesamt,
1. M40) hervorragend unter den ersten zehn. Ge-
meinsam mit Prof. Dr. Andreas Schmidt sicher-
ten sie sich zugleich den Spitzenplatz der
Teamwertung (von 45) und mit Tim Lysk und
Frank Ehlers in der Mannschaftswertung (von
20). Letztgenannte belegten mit Simon Garn zu-
„Wirtschaft … läuft!“ super - zumindest über 10 sätzlich den 7. Platz der Teamwertung.
km beim 8. Gorch-Fock-Lauf am 16. Juni. Zum
Gabriele Bürling, Lena Pommerehne und Klaus
zweiten Mal dabei, erreichte das Team des Fach-
Wittmeyer rundeten das tolle Gesamtbild ab, so-
bereichs Wirtschaft der Jade Hochschule mit 18
dass außerdem die Plätze 8 und 16 in der Fir-
Läuferinnen und Läufern teils ein wenig erschöpft
menwertung heraus sprangen.
aber glücklich und zufrieden mit Spitzenplatzie-
rungen das Ziel.
Vielleicht kennt Ihr ja einzelne der 18 Finisher,
die berichten können über:
- ein großes, über 500 Teilnehmer starkes Feld
beim 10 km-Lauf
- die innere Spannung vor dem Start (z.B. bei
Frau Zwingelberg als Wiss. Mitarbeiterin des
Fachbereichs, die erstmals an einem Volkslauf
teilnahm)
- das explosive Losrennen der Masse nach dem
Startschuss
- den langen Weg an der Außenpromenade des
Südstrands entlang
- den teilweise heftigen und böigen Süd-West-
Gegenwind Sollte dieser Artikel,
der tolle Erfolg
- das luftdurchlässige, einheitliche Laufshirt für
alle, das ein "Überhitzen" unmöglich machte des Teams „FB Wirtschaft“
Euch Lust gemacht haben,
- das Glücksgefühl, gesund angekommen zu sein
dann seid bereit,
- die kühlenden 0,5 Liter Erdinger nach dem Ziel-
einlauf
wenn es wieder heißt:
- leckeren Kuchen und Stuten für die Leute von
"Wirtschaft ... läuft!" „Wirtschaft ... läuft!“
- die tollen Platzierungen
Seite 8Wilhelmshaven und Umzu
Wer sagt, in Wilhelmshaven wäre nichts
los?!?
Mittwochs am Pumpwerk
Veranstaltungstechnisch hatte Wilhelmshaven
diesen Sommer wieder viel zu bieten: traditions-
mäßig war ab Mai jede Woche Mittwochs am
Pumpwerk Live-Musik angesagt und das Wo-
chenende an der Jade war auch wieder ein Er-
lebnis.
Pumpwerk - Aussenansicht mit Bühne
Wochenende an der Jade
Gleich im Anschluss zog das 39. Wochenende an
der Jade vom 4.-7. Juli wieder Hunderttausende
von Besuchern an. Rund um den Hafen wurden
auf einem der größten Stadt- und Hafenfeste
Norddeutschlands auf sechs Open Air-Bühnen
und in zwei Vergnügungszelten rund 80 Künstler
mit einem vielseitigen Musik- und Unterhaltungs-
programm präsentiert. Zahlreiche Schiffe gingen
an diesem Wochenende in Wilhelmshaven vor
Anker und präsentierten die maritime Vielfalt der
Seefahrt.
LOGO Mittwochs am Pumpwerk
Mittwochs am Pumpwerk fand dieses Jahr zum
zehnten Mal statt und hatte dafür wie gewohnt
ein tolles Programm auf die Bühne gestellt. Bei
Bratwurst und Bier konnte man sich wunderbar
die Konzerte mit Freunden ansehen und den Tag
ausklingen lassen. Der Eintritt war wie immer ko-
stenlos!
Neben der "Niedersachsen (F 208)" waren das
russische Segelschulschiff "Mir", das ehemalige
Feuerschiff "Atlantis", das Gewässerschutzschiff
"Mellum" und der größte im Einsatz befindliche
Polizeikreuzer "Bad Bramstedt" die Blickfänger
am vollständig ausgebuchten Bontekai.
Pumpwerk - direkter Blick auf die Bühne
Seite 9Wilhelmshaven und Umzu
Wilhelmshaven war bunt
Unaufhaltsam erobert der Holi Hype das ge-
samte Bundesland, so auch am 24. August um
13:00 Uhr den Pumpwerk-Park in Wilhelmsha-
Es war viel los im Hexendorf am Pumperk ven. Das bunte Farbspektakel mit dem Ursprung
aus Indien ist die Veranstaltungssensation des
Vom Pumpwerk, wo historische Marktleute, Jahres. Deutschlandweit treffen sich tausende
Künstler, Piraten und Rittersleute die Besucher von Partygästen zu diesen Events, um dort unter
einluden, an ihren Marktständen zu stöbern und freiem Himmel bunte Farbbeutel durch die Luft
zu feilschen, über die Wiesbadenbrücke, wo es zu schleudern.
allerlei Oldtimer zu bestaunen gab, bis zum
Bonte Kai und Südstrand wurde an Ständen ge-
stöbert, gegessen und getrunken. Kulinarisch
reichte es von Fisch über Crêpes bis zur medi-
terranen Küche und Grillspezialitäten. Ein Floh-
markt auf der Deichbrücke und die Kirmes am
Hafen rundeten das Angebot ab.
Premiere feierte das Farbfestival letztes Jahr in
Berlin. In diesem Jahr sprießen nun aus allen
Ecken Deutschlands große Holi-Veranstaltungen
mit beeindruckenden Besucherzahlen.
Life Musik auf der Südstrand-Bühne mit Meerblick Auch in Oldenburg feierte man im Juni ein sehr
erfolgreiches Format. Die Rufe nach einem wei-
teren Holi Festival in der Region wurden unüber-
hörbar laut. Daher haben sich die Veranstalter
Wer von euch war vor Ort? des Holi Oldenburg entschlossen, eine weitere
Party auf die Beine zu stellen. Als perfekter
Standort wurde dafür der Pumpwerk-Park in Wil-
helmshaven gewählt. Dieses Gelände ist festival-
Schickt uns doch für erprobt und eignet sich ausgezeichnet für ein
J
Open Air-Festival auf grünem Rasen. In enger
die nächste Ausgabe Fotos Kooperation mit der Wilhelmshaven Touristik &
Freizeit GmbH wurde so auch die Jadestadt ein
bisschen bunter.
Seite 10Wilhelmshaven und Umzu
StreetArt Festival sche Preisträgerin Vera Bugatti. Aber wie man so
schön sagt: Die Mischung machts!
3. Internationales StreetArt Festival in Wilhelms-
haven So hatte das StreetArt Festival auch in diesem
Jahr wieder einige Künstler im Gepäck, für die
Nach den großen Erfolgen des Internationalen
das Wilhelmshavener Festival eine Premiere war.
StreetArt Festivals in den Jahren 2011 und 2012,
Eingeladen wurden u.a. der Inder Mukesh
zu denen zehntausende Wilhelmshavener und
Kumar, Cesar Paredes Pacora aus Peru und Filip
Besucher aus dem Um- und Ausland in die In-
Mrvelj aus Kroatien.
nenstadt gezogen sind, fand vom 3. bis 4. August
2013 das 3. Internationale StreetArt Festival in Schaulustige aus nah und fern konnten Bilder in
Wilhelmshaven statt. unterschiedlichen Formaten bestaunen, die die
Künstler u.a. auf das Pflaster in der Fußgänger-
Wie in den vergangenen Jahren erstreckte sich
zone malten.
auch das 3. Internationale StreetArt Festival über
drei Areale. Für die Teilnahme hatten sich in die-
sem Jahr mehr als 50 Künstler aus 11 Nationen
beworben - was schon für sich alleine spricht.
Neben 3D-Künstlern, Kopisten, StreetArt Künst-
ler und Freien Künstlern waren erstmals Body-
painter unter den 40 Teilnehmern aus elf
Nationen.
Suchbild - findet Cathy ..;-)
Tausendemal fotografiert wurden vor allem die
hübschen Models, nachdem sie in stundenlanger
Kleinstarbeit in Kunstwerke aus Fleisch und Blut
verwandelt wurden.
Auch der Valoisplatz blieb von der Straßenkunst
nicht verschont. Nach dem Weltrekord 2012 von
Lydia & Vanessa Hitzfeld, Melanie Siegel und
Gregor Wosik nahmen 2013 die Holländer das
Ruder in die Hand.
Gemeint sind Peter Westerink, Leon Keer, Ruben
Poncia und Remko van Schaik. Unterstützt wur-
den die Vier von Juandres Vera aus Mexico und
Bodypainting: bunt auf nackter Haut
Antonio Cammarano aus Italien. Dem einen oder
Ihnen wurde die Möglichkeit geboten, ihr Können anderen werden die Namen zu Recht bekannt
zu zeigen und das Publikum durch ihre erstklas- vorkommen, denn alle 6 Künstler haben schon
sigen Fertigkeiten zu beeindrucken. Anzutreffen mindestens bei einem Wilhelmshavener Street
waren bekannte Gesichter aus der eigenen Na- Art Festival mitgewirkt. Ziel der Truppe war es ein
tion wie Kathrin Holdorf und das Vater-Tochter großes, faszinierendes 3D-Bild auf den Valois-
Duo Wilfried und Melina Berg oder die italieni- platz zu zaubern.
Seite 11Wilhelmshaven und Umzu
Das Besondere daran: Dieses Kunstwerk eröff- Die Qualität der Bilder sei noch besser als im Vor-
nete dem Besucher einen detaillierteren Einblick jahr, lobte Oberbürgermeister Andreas Wagner,
in die 3D Malerei, anders als er es von den bis- der zusammen mit dem Künstler Buko Königs-
herigen Bildern gewohnt war. In diesem Jahr lag hoff, den Sponsoren Marlene Grimmert, Günter
der Schwerpunkt nicht in der Größe. Das größte Dresen und Markus Bulla sowie Michael Diers
3D Bild der Welt gab es im vergangenen Jahr der Jury angehörte. Er sei stolz, dass so viele der
schließlich schon zu bestaunen. In 2013 ging es besten Straßenmaler der Welt nach Wilhelmsha-
mehr um das Detail. ven gekommen seien. Bei der Siegerehrung
wurde das nächste Festival für kommendes Jahr
angekündigt.
Bei den freien Künstlern heimste wie im Vorjahr
die Mexikanerin Adry del Rocio den ersten Preis
ein, bei den Kopisten Udo Lindenthal, bei den
3D-Künstlern ebenso wie im Vorjahr Nikolai Arndt
aus Marbach, der zugleich den Publikumspreis
gewann. Dieser brachte ihm eine Reise zu einem
Streetart Festival in Mexiko ein.
3D Künstler: 1 Platz
Großartig ist das 3D-Kunstwerk von
Nikolaj Arndt (Deutschland)
Freie Künstler: 1. Platz
Ein fantastisches Kunstwerk von
Adry del Rocio (Mexico)
Eine Premiere gab es auch beim Wetter. Erst-
mals schien während des ganzen Festivals die
Sonne. Trotz des Strandwetters strömten vor
allem während des verkaufsoffenen Sonntags
zehntausende Besucher aus nah und fern in die
Stadt zu Kunstgenuss und Einkaufsbummel.
Shawn McCann (USA) fertigte dieses
beeindruckende wunderschöne 3D-Gemälde!
Seite 12Aus der Branche
ITB 2013 - Messeauftritt der Jade Hoch- Tourismuswirtschaft. So setzte der Fachbereich
schule auf der weltgrößten Tourismusmesse Wirtschaft seine langjährige Tradition fort und
wieder ein voller Erfolg! präsentierte die Jade Hochschule erfolgreich auf
der ITB 2013. Zusammen mit rund 50 anderen
in- und ausländischen Hochschulen nutzte der
Fachbereich die Chance, sich mit seinen spezifi-
schen Ausbildungs-, Forschungs- und Dienst-
leistungsangeboten zu präsentieren.
Unser Messeteam
Bei der Messeorganisation unter Leitung von
Prof. Dr. Ines Behn-Künzel wurde der Fachbe-
reich tatkräftig vom Wilhelmshavener Aktions- Günter Danzo im Gespräch mit Herrn Janusz
Groth, Sales & Marketing, Abteilungsleiter Hotel
kreis Tourismus (WATT e.V.) unterstützt, der Les Doctrinaires, der sich über das Studienan-
studentischen Vereinigung im Studiengang Tou- gebot informierte.
rismuswirtschaft.
Ein weiteres Ziel war es, wichtige Kontakte zu
Wissenschaft und Praxis zu knüpfen, bestehende
Kooperationen zu pflegen und potentiellen Stu-
dierenden zu begegnen sowie im Dialog Wis-
senschaft und Praxis zusammenzuführen, u.a.
um Synergieeffekte zu nutzen, dies unter der
Dachmarke „Market Trends & Innovations (MTI)“,
in Halle 5.1.
Prof. Dr. Behn-Künzel und Prof. Dr. Luft
Auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in
Berlin ist die gesamte Vielfalt des Reisens zu fin-
den: Länder, Zielgebiete, Veranstalter, Bu-
chungssysteme, Verkehrsträger, Hotels und Messeteam - Teilnehmerinnen
Hochschulen mit dem Ausbildungsschwerpunkt
Seite 13Aus der Branche
Während der gesamten fünf Messetage standen Einer der Veranstaltungshöhepunkte am Messe-
Mitglieder des WATT’s gemeinsam mit Mitarbei- stand war das traditionelle Absolvententreffen am
tern und Professoren des Fachbereichs Wirt- Donnerstag, ein Get-Together, welches durch
schaft als Ansprechpartner für Fach- und zahlreiches Erscheinen ein Erfolg war und die
Privatbesucher zur Verfügung. Möglichkeit des Wiedersehens mit altbekannten
Gesichtern bot.
Ulli Moritz mit Messeteammitgliedern
im Gespräch Prof. Dr. T. Kirstges mit Sven Kornemann
Auch der niedersächsische Minister für Wirt- Das Absolvententreffen ist seit Jahren traditio-
schaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, nutzte die- neller Bestandteil des Messeauftrittes.
ses Angebot und informierte sich am Stand der
Jade Hochschule.
Ehemalige Studierende
und bietet ehemaligen Studierenden, von denen
mittlerweile viele herausragende Positionen in
der touristischen Praxis begleiten, eine hervorra-
gende Plattform, mit ihrer Alma Mater in Verbin-
dung zu bleiben.
Auch regionale und überregionale Partner des
Fachbereichs Wirtschaft kommen gerne, so
Prof. Dr. Enno Schmoll mit konnten wir in diesem Jahr u.a. Landrat Sven
Wirtschaftsminister Olaf Lies im Gespräch
Ambrosy und Kurdirektor Peter Schulze aus Bad
Zwischenahn am Stand begrüßen.
Seite 14Aus der Branche
Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, sich
über weiterführende Bildungsangebote im Tou-
rismus zu informieren sowie wichtige Kontakte zu
nationalen und internationalen Unternehmen zu
knüpfen. Diese Kontakte sind besonders mit Blick
auf die Suche nach einem geeigneten Prakti-
kumsplatz oder für den Berufseinstieg nach dem
Studium von großer Bedeutung.
Unterstützt wurde die ITB-Messeaktivität der
Jade Hochschule vom Friesischen Brauhaus zu
Jever, das uns seit einigen Jahren als verlässli-
Dreiergespräch: in der Mitte Sven Ambrosy, cher Partner zur Seite steht. Dafür sagen wir
Landrat des Landkreises Friesland, Vorsitzender herzlich Danke.
des Tourismusverbandes Nordsee e.V. (seit
2004) und des Tourismusverbandes Nieder-
sachsen e.V. (seit 2006). ITB-Fakten und Zahlen:
Rund 110.000 Fachbesucher, davon mehr
als 43% aus dem Ausland,
10.086 Aussteller aus 188 Ländern
Über 60.000 Berliner und Brandenburger
informierten sich an den Privatbesucher-
tagen am ITB-Wochenende
ITB-Kongress:
21.000 Teilnehmer besuchten die 200 Vor-
träge, Diskussionen und Workshops.
Entspricht 25%igen Zuwachs im Vergleich
zu 2012
Prof. Dr. E. Schmoll mit Kurdirektor Schulze Besonders starke Nachfrage hatten die
Themen Themen Social Media und Mobile
Travel Services
Besonders schön ist es, wenn Hochschulenga-
gements Anerkennung finden - der diesjährigen
Willy Scharnow Preis in Höhe von 1500 Euro
ging an den Studiengang „Tourismuswirtschaft
online“. Der Preis wurde der Jade Hochschule Die nächste ITB findet von
auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Mittwoch, 05. März - Sonntag 09. März
Berlin verliehen (siehe auch S. 5). 2014 in Berlin statt.
Wiederholt gab der Fachbereich Wirtschaft ca. 50 Wir werden dabei sein!
Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen einer
Studienexkursion zur Messe nach Berlin zu rei-
Ihr auch?
sen. Auf diesem Weg erhielten möglichst viele Am Donnerstag, 06.03.14,
Studierende frühzeitig Einblicke in das interna-
findet wieder das traditionelle
tionale Messegeschehen. Während ihres dreitä-
gigen Messeaufenthalts nahmen sie an Ehemaligentreffen statt!
verschiedenen Fachveranstaltungen im Rahmen
des ITB-Wissenschaftskongresses teil.
Seite 15Karrieren unserer Absolventen
In dieser Rubrik der Lookback möchten wir Euch nach und nach
einige Absolventen unseres Studiengangs näher vorstellen.
Diese stehen nun schon länger im Berufsleben,
können entspannt auf ihr Studium und den Beginn ihrer Karriere
in der Tourismusbranche zurückblicken und
den "jüngeren" Absolventen und Lesern der Lookback
vielleicht gute Tipps und Anregungen geben oder
auch als "leuchtendes Beispiel" dienen.
Interview mit Thomas Witte
Absolvent: 1999
Name: Thomas Witte
Alter: 38
Wie viele Semester hast du studiert?
9
Diplomarbeitsthema:
„Analyse des österreichischen Reisemittlermark-
tes und Entwicklung von Strategien zur Ver-
triebsexpansion in Österreich am Beispiel der
Thomas Witte Cunard Line Ltd.“
Notendurchschnitt Diplom: 2 (gut)
Familienstand: verheiratet
Seite 16Karrieren unserer Absolventen
Karriere men die Einstellungsprozesse viel eher intuitiv
und nicht so formalisiert sind wie in großen Kon-
Welche Position hast du heute inne? In wel- zernen; das war damals so ein Fall von Einstel-
chem Unternehmen bist du tätig? lung nach einem beidseitig sehr sympatischen
Ich arbeite bei der Deutschen Lufthansa AG, Be- Interview.
reich Passage (Airline). Dort bin ich als „Mana-
ger Distribution Strategy and Sales Cost“ für die Hattest du dir deinen beruflichen Werdegang
Strategie, das Budget und kommerzielle Ver- so (oder so ähnlich) vorgestellt oder kam
handlungen weltweit mit Kreditkarten-Firmen ver- alles ganz anders als geplant? Gründe?
antwortlich, um bei Lufthansa Kreditkarten und Während des Studiums denkt man, das man
andere Zahlungsmittel beim globalen Ticketver- später in den Bereichen arbeiten wird, welche
kauf zu akzeptieren. man als Studienvertiefung gewählt hat. Es wird
im Berufsleben schnell deutlich, daß alles anders
Was war deine Einstiegsposition nach dem kommt; das ist nicht planbar, denn selbst wenn
Studium? Welche weiteren beruflichen Sta- man in unserer Industrie bleibt, gibt es so viele
tionen hast du durchlaufen? Möglichkeiten, von Touristik über IT-Anbieter, Air-
Nach dem Studium habe ich ab 1999 1,5 Jahre lines, die Rail-Industrie etc.
bei einem Sprachreiseveranstalter in Frankfurt,
Sprachcaffe (Reisen GmbH, der Hrsg.), gearbei- Für wie viele MA zeichnest du persönlich ver-
tet. Dort war ich in verschiedenen Abteilungen antwortlich?
tätig, vom Marketing bis hin zur Leitung der Re- derzeit 2, vorher bis zu 5 Personen.
servierungsabteilung. Von dort ging es im Jahr
2000 zu Amadeus Germany nach Bad Homburg, Wie viele Stunden arbeitest du pro Woche?
dort war ich 4 Jahre als Produktmanager tätig, Wie sieht ein gewöhnlicher Arbeitstag bei dir
speziell für Reiseversicherungs- und Mietwagen- aus?
Software. Von 2004-2007 war ich im Produktma- Die Wochenarbeitszeit schwankt stark je nach
nagement-Headquarter von Amadeus in der aktuellen Themen; durchschnittlich 40 Stunden.
Nähe von Nizza, Frankreich, als Product Mana-
ger für das Mietwagen-Buchungstool von Ama- Da die Themen sehr verschieden sind, ist jeder
deus weltweit zuständig. 2007 kam ich zurück Tag anders; wenn Verhandlungen mit externen
nach Deutschland und fing bei Lufthansa an. Dort Firmen anstehen, kann es wochenlang nur Ver-
bin ich seit 6 Jahren auf der gleichen Position. handlungsmarathons geben, auch mit vielen
Dienstreisen. Wenn interne Projekte anstehen ist
die Zeit mit teilweise jahrelangen Projektplänen
Aller Anfang ist schwer. Kannst du dich noch
durchgetaktet und sehr intensiv.
zurückerinnern, wie dein Einstellungsge-
spräch bei deinem ersten Arbeitgeber nach Es gibt Themen, welche jährlich wiederkehren,
dem Studium bzw. das Gespräch für deine wie die Zeit der Budgetplanung. Gerade in ei-
nächsthöhere Position war? genverantwortlichen Positionen ist man ja eher
Das erste Gespräch war damals bei Sprachcaffe „selbstgetrieben“ und kann daher auch stark
und war eigentlich sehr entspannt. Ich hatte mich steuern, welche Themen man vorrangig voran-
bei einer anderen Firma in Frankfurt beworben, treiben möchte und wo man Schwerpunkte setzt;
und dort ein Angebot erhalten. Das Gespräch bei damit gibt es keinen Standard-Tag.
Sprachcaffe kam spontan zustande während ich
mich in Frankfurt aufhielt, und ich erhielt dort
auch eine Zusage; am Ende habe ich mich für
Sprachcaffe entschieden. Meine Erfahrung ist,
daß gerade bei kleineren, inhabergeführten Fir-
Seite 17Karrieren unserer Absolventen
Studium an der Jade HS bzw. FH Wil- Einstieg ist eigentlich wichtiger, wie flexibel man
helmshaven im Berufsleben auf wechselnde Themen einge-
hen kann. Daher ist es eher wichtiger im Studium
Was waren deine Studienschwerpunkte/ bei zu lernen, wie man an Themen herangeht, wie
welchen Profs? man Probleme löst. Auf der anderen Seite ist es
Reiseveranstaltung bei Prof. Dr. Kirstges, Mar- sowieso wichtig, sich ständig neu fortzubilden
keting bei Prof. Dr. Urban bzw selbst weiterzulernen, intern über die Firma
oder extern, gerade bei der schnellen Verände-
rung, welche wir heute erleben, wie der Art der
An welche „Highlights“ während deiner Stu-
Distribution in der Branche, der IT-Entwicklung
dienzeit erinnerst du dich noch?
etc.
Gerade eine kleine FH wie Wilhelmshaven hatte
viele Vorteile, alles war sehr persönlich. Die ITB
war immer ein Highlight; auch die WATT-Aktivitä- Zu welchen deiner früheren Profs und Kom-
ten waren sehr schön; ich habe damals einige militonen hast du noch Kontakt?
Jahre die WATT-Zeitung mitgestaltet, dies hat viel Es ist immer schön, mit Professoren wie z.B.
Spaß gemacht. Es gibt viele gute Erinnerungen Prof. Dr. Kirstges sich auf der ITB zu treffen.
an das Studium; auch mein 6monatiges Prakti- Während dieser Zeit sind viele Freundschaften
kum in Thailand war ein Highlight. entstanden, welche heute den engsten Freun-
deskreis bilden.
Wie beurteilst du im Nachhinein die FH Aus-
bildung? Was war gut und hilfreich, was hast Hast du einen weiteren FH- oder Uni- Ab-
du kaum wieder gebraucht? schluss/Master gemacht? Wenn ja, welchen?
Die Ausbildung kann ich im Nachhinein als gut nein
bezeichnen; in vielen Themen haben wir sicher-
lich profundes Wissen erhalten, gerade in den Hast du noch zusätzliche Kenntnisse, viel-
BWL-Kernthemen wie Kalkulation, Rechtsthe- leicht in Form von Zertifikaten o.ä. erworben,
men, etc. Es ist wichtig, mindestens noch eine die dir geholfen haben, in das Unternehmen
Fremdsprache neben Englisch zu lernen (damals einzusteigen?
bei mir Spanisch); dies war ein sehr guter Be- Ich habe nach dem Berufseinstieg einige Kurse
standteil des Studiums. Man kann nicht erwarten, absolviert. In meiner ersten Firma habe ich Spa-
dass alle Themen des Studiums später im Be- nischkurse genommen. Vor etwa 10 Jahren habe
rufsleben wieder auftauchen, gerade vom Grund- ich mit Französisch durch Auslands-Intensivkurse
studium mit vielen theoretischen Berechnungen angefangen; dies hat mir bei der Arbeit in Frank-
etc., welche man nie wieder braucht. reich sehr geholfen; auch wenn die offizielle
Sprache bei Amadeus in Nizza Englisch ist,
Welche Bedeutung hatte die Ausbildung an waren viele Meetings auf Französisch. Vor einem
der FH in WHV für deine Karriere? Jahr habe ich einen mehrwöchigen Russisch-In-
Ein BWL-Studium ist die Grundlage für einen Be- tensivkurs in Russland gemacht; die Sprache
rufseinstieg, und daher war dies wichtig. Wir hatte ich schon in der Schule einige Jahre gehabt
haben natürlich ein gewisses Niveau in der BWL und wollte beginnen dies aufzufrischen. Außer-
bei allen Grund-Themen erlernt, auf welchem dem habe ich in den verschiedenen Firmen ex-
man später aufbauen kann. Eine FH-Ausbildung terne Kurse in Projektmanagement bzw. bei der
ist sicher praxisnäher als eine Universität, aber Lufthansa Führungsseminare gehabt.
es gibt immer viele Wege zur gleichen Stelle in
einem Unternehmen. Je nach späteren Positio- Worin siehst du - darüber hinaus - das Er-
nen ist das im Studium erworbene Wissen ja aber folgsrezept für deine Karriere?
immer nur die Grundlage, und nach dem ersten Flexibilität, Offenheit und die Bereitschaft zu selb-
Seite 18Karrieren unserer Absolventen
ständigem Arbeiten, bei welchem man selbst die Und wo wolltest du schon immer mal hin?
Themen treibt, sind aus meiner Sicht wichtig. Ich hatte geplant, einmal eine Schlittenhunde-
Ich kann empfehlen, ab und zu proaktiv die Firma Tour in Grönland zu machen; das hat bis jetzt lei-
zu wechseln, auch wenn man unbefristete Ver- der nicht geklappt; aber es ist ja gut, noch Ziele
träge hat; die Flexibilität, welche man dadurch zu haben...
gewinnt, ist immer von Vorteil.
Was sind deine weiteren beruflichen Ziele?
Hattest du, bevor du in deinem ersten Unter- Welche Position(en) kannst du in Zukunft
nehmen nach der FH eingestiegen bist, dort noch einnehmen?
ein Praktikum gemacht? Mitte diesen Jahres werde ich zur Deutschen
Nein. Ich habe aber während des Studiums ei- Bahn, zur Vertriebsstategie, wechseln. Es gibt
nige freiwillige Praktika in den Semesterferien ge-also neue Pläne.
macht, u.a. bei Veranstaltern in Frankfurt und
Berlin; dies hat den späteren Berufseinstieg si- Was kannst du den noch „jüngeren“ oder fri-
cher erleichtert. scheren Absolventen als Tipp geben, trotz der
„Steine“, die einem manchmal in den Weg ge-
Ist der Berufseinstieg in die TW-Branche legt werden, um Karriere zu machen?
heute leichter oder schwerer als zu deiner Wenn es auf Anhieb nicht beim Traumarbeitge-
Zeit? ber nach dem Studium klappt, vielleicht bei einer
Dies kann ich schwer beurteilen. Ende der anderen Firma einsteigen, ggf auch im Ausland,
1990er Jahre war es denke ich nicht zu schwer, und dann in ein paar Jahren wechseln. Es ist
einen Einstieg zu finden. Heute beginnen viele si- immer gut, Praktika während des Studiums zu
cherlich mit Praktika oder befristeten Verträgen. machen, um Kontakte zu knüpfen. Sprachen
Dies kann aber je nach Sub-Branche (IT etc.) und sollte man möglichst im Ausland lernen, wo der
Firmengröße ganz unterschiedlich aussehen. Kontakt mit der Sprache intensiver ist; Work-
camps bei welchen man einige Wochen im Aus-
land arbeitet sind eine gute Alternative zu
Sprachkursen. Je flexibler man ist, räumlich und
thematisch, um so mehr Chancen bieten sich si-
cherlich auch heute nach dem Studium.
Privates
Und wie sieht es mit Freizeit und Familie aus?
Bleibt/blieb Zeit für Mann/Frau und Kinder?
Es ist wichtig eine gute Work-Life-Balance zu
haben, auch wenn dies natürlich nicht immer
klappt.
Vielen Dank für das Interview!
sagen
Hast du selbst noch Zeit „Tourist“ zu sein? Torsten Kirstges und
Wie sehen deine nächsten Urlaubspläne aus? Natascha Volodihin
Reisen gehört denke ich bei allen von uns zu
einem der größten Hobbies. Dieses Jahr waren
schon einige Touren u.a. nach Russland, Israel
und Thailand „dran“, aber auch erstmalig Rügen
(man wird älter! :-)). Nächstes Jahr steht Peru
wieder auf der Agenda.
Seite 19Karrieren unserer Absolventen
Master
Wie ist dein Master aufgebaut und welche
Schwerpunkte hast du gewählt?
Ich studiere Management & Marketing mit
Schwerpunkt Tourismusmanagement an der Leu-
phana Univeristät in Lüneburg. Der Master geht
über 2 Jahre, wobei nur 3 Semester davon Vor-
lesungen sind. Jedes Semester hat man ein
Modul in seinem Schwerpunkt, wobei im zweiten
Semester noch ein Lehrforschungsprojekt statt-
findet, das in meinem Fall ebenfalls touristisch ist.
Wir machen dieses Semester in Kooperation mit
Reiseland eine komplette Überarbeitung deren
Marketing-Strategie. Online, Offline und vor allem
deutschlandweit. Im dritten Semester geht fast
der halbe Studiengang ins Ausland. In meinem
Fall gehe ich nach Frankreich, nach Rennes, und
studiere da genau das gleiche wie hier in
Deutschland. Die Leuphana hat sehr viele Part-
neruniversitäten, die ein vergleichbares Studien-
angebot haben.
Gina Wagener
Wie steht dein Master in Verbindung zu dei-
nem Bachelor? Gibt es inhaltliche Schnitt-
mengen?
Interview mit Gina Wagener Da ich keinen Marketing-Schwerpunkt im Bache-
lor hatte, hält es sich mit den Überschneidungen
Absolventin: 2012 zum Glück noch in Grenzen. Auch touristisch hat-
ten wir bisher andere Fächer. Und nächstes Se-
Name: Gina Wagener mester, wenn Reiseveranstaltermanagement auf
dem Plan steht, bin ich schon in Frankreich ;-)
Geburtstag/Alter: 31.07.89 - 23 Jahre
Wie viele Semester hast du studiert? Inwiefern ergänzt der Master dein vorheriges
6 BA und 2 MA Studium?
Ich würde sagen, dass der Master unseren Tou-
Bachelorarbeitsthema: rismusstudiengang sehr gut ergänzt. Da ich nur
„Determinanten der Entwicklung von Lebenszy- wenig Marketing hatte und viel Tourismus, lernt
klen touristischer Destinationen und daraus re- man jetzt viel im Marketing Bereich dazu! Vor
sultierende Chancen für das Marketing von allem auch statistische Auswertung von Umfra-
Reiseveranstaltern“ gen und ähnliches. Alle touristischen Fächer
hätte man jedoch durchaus schon im BA haben
Notendurchschnitt Diplom: 1,42 können….
Familienstand: ledig Ist dein Studium eher theorielastig oder hast
du einen guten Praxisbezug?
Es ist ohne Praktikum und an einer Uni doch eher
Seite 20Karrieren unserer Absolventen
theorielastig. Wobei viele Profs aus der Wirt- Zu welchen deiner früheren Profs und Kom-
schaft kommen und immer wieder anschauliche militonen hast du noch Kontakt?
Beispiele bringen. Vor allem die aktuelle Koope- Torsten Kirstges und noch viele von meinen
ration mit Reiseland könnte nicht praktischer Kommilitonen. Wobei wirklich enger und regel-
sein. mäßiger Kontakt nur noch zu einer Freundin.
Würdest du den Studiengang weiterempfeh-
len? Privates
Auf jeden Fall. Viele sehen den Studiengang
zwar kritisch, da man nicht immer viel Neues Und wie sieht es mit Freizeit und Familie aus?
lernt. Mir geht es jedoch anders. Bleibt/blieb Zeit für Mann/Frau und Kinder?
Oder ist es geplant?
Wo möchtest du nach dem Studium hin? Was Ich würde sagen, auch im Master genießt man
sind deine nächsten Ziele? noch alle Freizeitprivilegien, die man als Student
Als erstes möchte ich, wenn möglich meine Mas- so hat. Ich würde sogar behaupten, ich habe jetzt
terarbeit im Unternehmen schreiben. Am liebsten mehr Freizeit. Da der Master sehr darauf ausge-
bei einem Reiseveranstalter in Hamburg. Danach richtet ist, nebenbei zu arbeiten. Fast jeder ar-
würde ich gerne ein paar Jahre im Marketing beitetet neben dem Studium. Ich bin zurzeit im
beim Veranstalter arbeiten, wobei ich mir auch Forschungsservice der Uni beschäftigt und ar-
gut vorstellen könnte, direkt im Anschluss zu pro- beite da 10 Stunden die Woche. Das ist super gut
movieren, wenn sich ein gutes Thema findet. machbar. Ich kenne aber auch Freunde, die
einen Halbtagsjob schaffen!
Studium an der Jade HS bzw. FH Wil- Hast du selbst noch Zeit „Tourist“ zu sein?
helmshaven Wie sehen deine nächsten Urlaubspläne aus?
Ich reise immer noch sehr gerne. Abgesehen von
Was waren deine Studienschwerpunkte/ bei meiner etwas „längeren“ Reise nach Frankreich
welchen Profs? im September, hatte ich geplant im Sommer mit
Verkehrsträgermanagement bei Herrn Moritz und 2 Freunden eine Wohnwagen Tour durch Europa
Reiseveranstaltermanagement bei Herrn Prof. zu machen. Die genaue Route steht noch nicht
Dr. T. Kirstges. fest.
An welche „Highlights“ während deiner Stu- Und wo wolltest du schon immer mal hin?
dienzeit erinnerst du dich noch? Australien
Die FH Partys am Donnerstag. Fahrten zur ITB.
Was sind deine weiteren beruflichen Ziele?
Wie beurteilst du im Nachhinein die FH Aus- Promovieren und einen guten Job im Marketing
bildung? Was war gut und hilfreich, was hast finden…..später vielleicht auch Professorin wer-
du kaum wieder gebraucht? den ;-)
Ich beurteile die Ausbildung auf jeden Fall jetzt
positiver als während meiner Zeit in Wilhelmsha-
ven ;-) Besonders in Reiseveranstaltermanage-
ment hat man vieles gelernt, was auch hier sehr Vielen Dank für das Interview!
von Vorteil ist. Auch aus VWL und BWL brauche sagen
ich immer wieder viele Dinge. Das liegt aber wohl Torsten Kirstges und
ganz individuell am Studium. In der Praxis sieht Natascha Volodihin
es dann bestimmt wieder anders aus.
Seite 21Karrieren unserer Absolventen
Karriere
Welche Position hast du heute inne? In wel-
chem Unternehmen bist du tätig?
Geschäftsführerin bei der Miller Reisen GmbH
Was war deine Einstiegsposition nach dem
Studium? Welche weiteren beruflichen Sta-
tionen hast du durchlaufen?
Meine Diplomarbeit habe ich noch für ein Kon-
kurrenzunternehmen meines jetzigen Arbeitge-
bers geschrieben, gleich danach hat es mich
aber auf den Millerhof gezogen. Angefangen
habe ich dort als Mitarbeiterin im Produktmana-
gement Peru/Bolivien/Ecuador. Nach zwei Jah-
ren wurde mir der Aufbau der zum damaligen
Zeitpunkt noch nicht vorhandenen Karibikabtei-
lung anvertraut, bevor ich wiederum zwei Jahre
später die Abteilungsleitung der Peru/Bolivien/
Ecuador Abteilung übernahm.
Seit 2011 bin ich Prokuristin der Miller Reisen
GmbH, seit Sommer 2012 Geschäftsführerin.
Aller Anfang ist schwer. Kannst du dich noch
zurückerinnern, wie dein Einstellungsge-
spräch bei deinem ersten Arbeitgeber nach
dem Studium bzw. das Gespräch für deine
Angela Harde nächsthöhere Position war?
Ich kann mich noch sehr gut an das Vorstel-
Interview mit Angela Harde lungsgespräch mit Herrn Miller erinnern. Dies hat
bei Freunden von Herrn Miller im Pfälzer Wald
Absolventin: 2002 (wo ich ursprünglich herkomme) stattgefunden.
Ist alles sehr locker verlaufen und wenige Tage
Name: Angela Harde später hatte ich die Zusage.
Alter: 35 Jahre Hattest du dir deinen beruflichen Werdegang
so (oder so ähnlich) vorgestellt oder kam
Wie viele Semester hast du studiert? alles ganz anders als geplant? Gründe?
8 Ich hatte schon geplant, bei einem Südamerika-
veranstalter zu arbeiten. Habe die Zeit im Pro-
Diplomarbeitsthema:
duktmanagement und die direkte Zusammen-
„Beurteilung einer Investition in die touristische
arbeit mit Kunden und Zielgebietsagenturen auch
Infrastruktur Boliviens aus Sicht des Gastlandes
immer sehr genossen. Dass ich nunmehr die Ge-
und des Investors“
schäftsleitung einer der größten Lateinamerika-
Notendurchschnitt Diplom: 2,2 spezialisten Deutschlands übernommen habe,
hätte ich mir aber ehrlich gesagt nicht träumen
Familienstand/Kinder: ledig, keine Kinder lassen. Nach den Jahren im Produktmanage-
Seite 22Karrieren unserer Absolventen
ment sind die neuen Aufgaben eine tolle neue hat mir auch die übersichtliche Größe des Studi-
Herausforderung. engangs bzw. der FH gemacht. Jeder kannte
jeden. Leider ist mit den Jahren der Kontakt zu
Für wie viele MA zeichnest du persönlich ver- vielen der ehemaligen Kommilitonen abgebro-
antwortlich? chen. Mit einigen halte ich aber beständig Kon-
35 Personen. takt.
Wie viele Stunden arbeitest du pro Woche? Wie beurteilst du im Nachhinein die FH Aus-
Wie sieht ein gewöhnlicher Arbeitstag bei dir bildung? Was war gut und hilfreich, was hast
aus? du kaum wieder gebraucht?
Laut Vertrag bin ich „in der Gestaltung meiner Ar- Im Nachhinein haben mir die Vorlesungen von
beitszeit frei“. In der Praxis heißt das, dass ich Herrn Kirstges am meisten gebracht. Seien es
ca. 40-45 Stunden pro Woche im Büro bin und je steuerliche Fragen, allgemeine rechtliche Fra-
nachdem auch noch von zu Hause aus agiere… gen, Marketing usw. Hat alles schon seine An-
wendung in meinem Berufsalltag gefunden.
Einen „typischen“ Arbeitstag gibt es nicht. Jeder Schwieriger umzusetzen waren einige zu theore-
Tag sieht anders aus. Habe ich Anfang des Jah- tisch aufbereitete Vorlesungen anderer Profes-
res zusammen mit den Produktmanagern noch soren.
die neuen Katalog geplant und war viel auf Mes-
sen unterwegs, kann es morgen schon wieder Welche Bedeutung hatte die Ausbildung an
passieren, dass es in einer der Länderabteilun- der FH in WHV für deine Karriere?
gen Probleme gibt, Personal- oder Vorstellungs- Das Studium an sich war in einigen Punkten sehr
gespräche anstehen, oder ein wichtiger Kunde trocken und auf den ersten Blick nicht brauchbar
ausschließlich mit der Geschäftsleitung kommu- für den späteren Berufsalltag. Meinen Einstieg
nizieren will. Natürlich stehen auch strategische bei Miller Reisen habe ich durch mein schon
Planungen an. Auch an der Konzeption unserer während des Studiums bestehendes Interesse
kürzlich online gegangenen Homepage war ich an Lateinamerika geschafft (Praxissemester in
involviert. Mein Alltag wird also nie langweilig, es Ecuador, diverse Rucksackreisen durch die An-
gibt immer neue Herausforderungen. Macht aber denregion). Auch mein Diplomarbeitsthema und
viel Spaß, in einem jungen, hochmotivierten den Veranstalter, für den ich die Arbeit damals
Team zu arbeiten. schrieb, habe ich bewusst ausgewählt.
Zu welchen deiner früheren Profs und Kom-
Studium an der Jade HS bzw. FH Wilhelms- militonen hast du noch Kontakt?
haven Zu den Professoren gar nicht mehr. Mit einigen
Kommilitonen halte ich noch Kontakt. Ein Groß-
Was waren deine Studienschwerpunkte/ bei teil ist nicht mehr im Tourismus tätig. Es ist immer
welchen Profs? wieder spannend mitzubekommen, was die Ar-
Marketing bei Prof. Dr. Urban und Reisever- beitswelt den Touristikern bietet und was man
kehrswirtschaft bei Prof. Dr. Kirstges neben den "klassischen" Tätigkeitsfeldern mit
dem Studium alles erreichen kann.
An welche „Highlights“ während deiner Stu-
dienzeit erinnerst du dich noch? Hast du einen weiteren FH- oder Uni- Ab-
Sommer am Süd- und Geniusstrand (den ich schluss/Master gemacht? Wenn ja, welchen?
nach meinem letzten Besuch vor 3 Jahren nicht Ich habe ein berufsbegleitendes Studium „Er-
mehr wiedererkannt habe). Die Partys im Pa- wachsenenbildung“ an der TU Kaiserslautern ge-
lazzo und im Pumpwerk waren legendär. Spaß macht und dieses mit dem Master
Seite 23Karrieren unserer Absolventen
abgeschlossen. Man weiß nie, vielleicht zieht es schon die ein oder andere Dienstreise/Urlaub in
mich eines Tages noch an eine Bildungseinrich- Lateinamerika und der Karibik. Dieses Jahr war
tung ;-). ich schon in der Karibik unterwegs. Im Herbst
geht es dann nochmals nach Mittelamerika…
Hast du noch zusätzliche Kenntnisse, viel-
leicht in Form von Zertifikaten o.ä. erworben, Und wo wolltest du schon immer mal hin?
die dir geholfen haben, in das Unternehmen Ich lebe in der Bodenseeregion, also mal wieder
einzusteigen? da, wo andere Urlaub machen. Kenne mich aber
Nein. zugegebenermaßen in entfernteren Ländern viel
besser aus, als in der Gegend hier. Schon immer
Worin siehst du -darüber hinaus- das Er- mal wollte ich z.B. ins nur wenige Fahrstunden
folgsrezept für deine Karriere? entfernte Südtirol.
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.
Was sind deine weiteren beruflichen Ziele?
Hattest du, bevor du in deinem ersten Unter- Welche Position(en) kannst du in Zukunft
nehmen nach der FH eingestiegen bist, dort noch einnehmen?
ein Praktikum gemacht? Da ich die aktuelle Position erst seit etwas über
Nein. einem Jahr innehabe und mich noch viele neue
Herausforderungen erwarten, ist mein Ziel mo-
Ist der Berufseinstieg in die TW-Branche mentan, meine aktuelle Position optimal auszu-
heute leichter oder schwerer als zu deiner füllen und Miller Reisen noch viele Jahre zu
Zeit? begleiten.
Wir bekommen sehr viel hoch qualifizierte Be-
werbungen. Ich denke, dass sich die Zahl der Was kannst du den noch „jüngeren“ oder fri-
Hochschulen, die Studiengänge im Bereich Tou- scheren Absolventen als Tipp geben, trotz der
rismus anbieten, seit meinem Abschluss erhöht „Steine“, die einem manchmal in den Weg ge-
hat und somit mehr Absolventen auf der Suche legt werden, um Karriere zu machen?
sind. Wichtig ist immer, dass man sich von der Hilfreich ist es auch schon während des Studi-
Konkurrenz abhebt. Nicht unbedingt durch gute ums Praktika zu machen, so kann man am ehes-
Noten, sondern vielmehr durch zusätzlichen Ein- ten herausfinden, was Spaß macht und am
satz wie z.B. freiwillige Praktika. besten auch schon einen Fuß ins Unternehmen
bringen. Hilfreich ist auch frühzeitig seine Inte-
ressen und Stärken zu erkennen und auszu-
bauen.
Privates
Und wie sieht es mit Freizeit und Familie aus?
Vielen Dank für das Interview!
Bleibt/blieb Zeit für Mann/Frau?
sagen
Freizeit ist mir sehr wichtig. Dafür bleibt auf jeden
Torsten Kirstges und
Fall genug Zeit.
Natascha Volodihin
Hast du selbst noch Zeit „Tourist“ zu sein?
Wie sehen deine nächsten Urlaubspläne aus?
Als Lateinamerikaspezialist leben wir von dem
Wissen über ferne Länder. Ich verbringe somit
Seite 24Who is Wo - Die Übersicht
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(BTZ)
Amadeus Germany Beckmann Reisen GmbH Cornelia Getta
Oliver Wolters, Simone Woyke, Dirk Beckmann
Nicole Mahlmann
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