Kunst Schulinterner Lehrplan Sekundarstufe 1 - Jahrgangsstufen 5, 6, 8 und 10 - Maria ...

 
Kunst Schulinterner Lehrplan Sekundarstufe 1 - Jahrgangsstufen 5, 6, 8 und 10 - Maria ...
Schulinterner Lehrplan

             Kunst

   Sekundarstufe 1
  Jahrgangsstufen 5, 6, 8 und 10

      (Stand: 2. September 2016)
Inhalt

                                                                 Seite

1. Rahmenbedingungen der Arbeit im Fach Kunst                       3

2. Unterrichtsvorhaben in Klasse 5, 6, 8 und 10                     5

2.1. Erläuterung zur Darstellung der Unterrichtsvorhaben            5

2.2. Auflistung der Unterrichtsvorhaben mit Kompetenzen             6

2.2.1 Jahrgangsstufe 5                                              6

2.2.2 Jahrgangsstufe 6                                             10

2.2.3 Jahrgangsstufe 8                                             14

2.2.4 Jahrgangsstufe 10                                            20

3. Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit     26

4. Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung      28

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1. Rahmenbedingungen der Arbeit im Fach Kunst
„Die Maria-Montessori-Gesamtschule arbeitet nach Grundgedanken Maria
Montessoris (soziales Lernen und individuelle Förderung sind Schwerpunkte). In
den Klassen 5 bis 10 ist die Freiarbeit fest im Stundenplan verankert, Eigenver-
antwortliches Arbeiten (EVA) in den Jahrgängen 11 bis 13.“

Die Maria-Montessori-Gesamtschule weist für den Kunstunterricht im Allgemeinen
gute bis durchschnittliche Bedingungen auf.

„Die Maria-Montessori-Gesamtschule liegt in einem ländlich geprägten Wohnge-
biet im Grünen, am südlichen Ortsrand des Stadtteils Meerbusch-Büderich. Sie ist
vierzügig in den Jahrgängen 5 bis 8, fünfzügig in den Jahrgängen 9 bis 10 und
dreizügig in den Jahrgängen 11 bis 13. Sie wird als Ganztagsschule von ca. 940
Schülerinnen und Schülern besucht.“ An ihr sind ca. 100 Lehrkräfte beschäftigt.
Die Klassenstärke beträgt in der Regelklasse 30 Schülerinnen und Schüler und in
den Inklusionsklassen 27 Schülerinnen und Schüler.
Kunstunterricht wird in den Klassenstufen 5, 6, 8 und 10 erteilt. Dadurch wird die
Einhaltung der vorgegebenen Stundentafel im künstlerischen Bereich abgesichert.
Die Stundentaktung beträgt 45 Minuten. In der Regel wird in Doppelstunden unter-
richtet.

Die Fachgruppe Kunst besteht aus neun ausgebildeten Fachkräften.
Die Fachkonferenz tagt in der Regel viermal im Schuljahr, für schulinterne Ent-
wicklungsarbeit werden weitere Sitzungen anberaumt.
Die Schule verfügt über zwei Kunsträume, einen hellen Kunstraum (R154) und ei-
nen Raum im Untergeschoss (U66). Der Kunstraum R 154 wird vorwiegend von
der Unterstufe und der Jahrgangsstufe 11 genutzt. Der untere sehr kleine Kunst-
raum wird von der Unterstufe, aber hauptsächlich von der Oberstufe (Jg.11, 12
und 13) genutzt. An den oberen Raum, schließt ein kleiner Sammlungsraum an,
der zur Lagerung von Material und Schülerarbeiten dient. Ein weiterer Raum im
Untergeschoss dient den dort unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrern als Lager-
raum.
Zur digitalen Bearbeitung von Fotos und Filmen können bei Bedarf zwei Compu-
terräume genutzt werden.

Für Präsentationen und Ausstellungen von Schülerarbeiten werden in der Maria-
Montessori-Gesamtschule in erster Linie die Klassenräume verwendet. Zusätzli-
che Präsentationsfläche bieten die Flurwände. Sie werden als zusätzliche Bildflä-
che genutzt oder als Hängefläche von Bildtafeln (gemäß den Brandschutzbedin-
gungen, schwer entflammbar). Sehr wichtig wären allerdings zusätzliche Ausstel-
lungsmöglichkeiten vor allem für die Präsentation von wechselnden Schülerarbei-
ten.

Die Fachschaft Kunst verfolgt mit ihrem Kunstunterricht grundsätzliche neben dem
übergeordneten Ziel, künstlerische Kompetenz zu erwerben auch grundsätzliche
Ziele, wie die Entfaltung des schöpferischen Potenzials, Förderung der Kreativität,
Entwicklung von handwerklichen Fertigkeiten sowie der individuellen Ausdrucksfä-
higkeit.
Darüber hinaus soll ein besonderer Schwerpunkt in der Förderung der kulturellen
Teilhabe liegen.

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Dieses übergeordnete Ziel findet Berücksichtigung in der Durchführung von au-
ßerschulischen Aktivitäten wie Museumsbesuchen und Teilnahme an Wettbewer-
ben.

Fächerübergreifender Unterricht wird in der Schule stets weiterentwickelt, um
Synergien zwischen den Fächern zu verstärken und Lernprozesse plausibler zu
machen.

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2.Unterrichtsvorhaben in Klasse 5. und 6.

2.1 Erläuterung zur Darstellung der Unterrichtsvorhaben

Im schulinternen Lehrplan der Maria-Montessori-Gesamtschule werden die Unter-
richtsvorhaben auf einer Ebene dargestellt, auf der Konkretisierungsebene.

Hierbei werden alle zum Tragen kommenden Kompetenzen den einzelnen Unter-
richtsvorhaben zugeordnet und die betroffenen Inhaltsfelder und inhaltliche
Schwerpunkte angegeben.
Die Konkretisierungen des Unterrichtsvorhabens sind aufgeführt. Sie umfassen
Absprachen der Fachschaft laut Schulgesetz (methodisch/didaktische Zugänge,
fächerübergreifende Kooperationen, Lernmittel und -orte, Leistungsüberprüfun-
gen). Darüber hinaus wird unter der Überschrift „Erläuterung des Themas“ exem-
plarisch skizziert, wie die Absprachen der Fachschaft von den Unterrichtenden in
ihrem individuellen Gestaltungsspielraum umgesetzt werden können. Ziel der Dar-
stellung ist, dass das Unterrichtsvorhaben für alle fachlichen Kolleginnen und Kol-
legen nachvollziehbar ist. Die Darstellung kann jedoch keine Unterrichtsplanung
ersetzen und erhebt nicht den Anspruch eines Lehrwerks.

Die fettgedruckten Passagen heben den für das Unterrichtsvorhaben verbindli-
chen Bereich hervor, auf den sich die Fachschaft geeinigt hat.

Der ausgewiesene Zeitbedarf versteht sich als grobe Orientierungsgröße, die nach
Bedarf über- oder unterschritten werden kann. Um Spielraum für Vertiefungen, be-
sondere Schülerinteressen, aktuelle Themen bzw. die Erfordernisse anderer be-
sonderer Ereignisse (z.B. Praktika, Klassenfahrten o.ä.) zu erhalten.

Kennzeichnung der Kompetenzen

o Produktion
▪ Rezeption

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2.2. Auflistung der Unterrichtsvorhaben mit Kompetenzen
Jahrgangsstufe 5 – Unterrichtsvorhaben 5.1.

Thema: „Das bin ich!“ - Selbstdarstellung
Inhaltsfeld:                                           Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                          Aktion und Interaktion
                                                       Kunsttheoretische Kontexte
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können
▪ körperliche Ausdrucksformen mit Fachbegriffen (Mimik, Gestik, Pantomime) benennen
o Aspekte der eigenen Lebenswirklichkeit bildnerisch darstellen
o menschliche Gefühle, Eigenschaften und Charaktere mit den Ausdrucksformen der Mimik, Ges-
    tik, Körpersprache und Bewegung im Raum pantomimisch darstellen
▪ den Einsatz von Mimik, Gestik, Körpersprache und Bewegung im Raum für den Ausdruck men-
    schlicher Gefühle, Eigenschaften und Charaktere erläutern und rollenkritisch bewerten
o eine eigene Gestaltung konzipieren und dabei die elementaren Arbeitsschritte beschreiben

                                                       (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
•   Mimik- und Gestikmemory (Einstieg)
•   Gestiken nachspielen bzw. Gliederpuppen präparieren
•   Mimikmasken
•   Portraitzeichnung
•   Gesichtszüge beschreiben
•   Bilder nachstellen und Gestik und Mimik beschreiben

Zeitbedarf ca. 10. Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
•   Einstieg über Grundübungen
•   gezielte Übungen mittels unbewegter Körperhaltung , z.B. Standbilder zur Körpersprache
•   Vorführung von Bewegungsarten
•   Gliederpuppen biegen, beschreiben und abzeichnen

Lernmittel / Lernorte
Lernmittel
Kunst, Arbeitsbuch 1, Klett-Verlag, 2008, S. 32, ff.
Lernorte
Kunstraum, Forum (Bühne), Schulhof

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Deutsch (Steckbrief), Gesellschaftslehre

Feedback / Leistungsbewertung
Beobachtungsbogen, der ein Feedback bei köperlichen Ausdrucksformen ermöglicht
Einsatz von Foto- und Filmkameras zur Dokumentation

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Unterrichtsvorhaben 5.2.

Thema: „Wir mischen Farbcocktails“ - Experimentelles Erproben von Farben und Farbmi-
schungen (Farblehre)
Inhaltsfeld:                                       Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                      Malerei und Grafik
                                                   Kunsttheoretische Kontexte
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können
o Farbgestaltungen durch Mal- und Mischtechniken (Farbauftrag, -ton und -intensität, Hell-Dunkel
    und Kalt-Warm) variieren und bewerten
▪ Farbmischungen auf Basis von Farbordnungssystemen (z.B. des Farbkreises) erklären
▪ in Bildern Farbwirkungen im Sinne von Farbbeziehungen beschreiben und benennen (komple-
    mentäre Beziehungen, Hell-Dunkel, Kalt-Warm und Intensität)
▪ grundlegende Herstellungstechniken von Bildern (Malerei, Zeichnung, Plastik) unterscheiden
o beurteilen, inwiefern die eingesetzten Farben, Maltechniken und grundlegenden grafischen Mit-
    tel und Techniken der Gestaltungsabsicht dienen

                                                    (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
•    Experimentelles Erproben von Deckfarben und Farbmischungen; Farbgestaltung
•    Mischen von Primärfarben (Magentarot, Cyanblau und Gelb); Sekundär- und Tertiärfarben
•    Farbenbücher (Farbfamilien untersuchen);
•    Farbcocktails, Farbmischungen durch Farbschüttungen (Wasserfarbe)
•    Farbmodelle unter Berücksichtung der Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, Farben sammeln - Collage
     des Farbkreises, Erstellung von Farbkarten, die zum Farbkreis gelegt werden,
     • Farbkreis aus Materialien
•    Herstellung von Farben (Pigmente/ Bindemittel)
•    Untertschiedliche Farbaufträge erproben (Nass in Nass, tropfen, pusten, tupfen etc.)
•    Farbkontraste und Farbwirkungen
•    Farben trüben, Sättigung, Helligkeit und Nuancierungen von Farbe

Zeitbedarf ca. 10- 12 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
• induktive Herangehensweise, experimentelles Erproben
• Farbaufträge ausprobieren und beschreiben
• Farbenbuch mit Misch- und Lieblingsfarben
• gemeinsames Mischen eines Farbkreises mittel buntem Wasser oder aus farbigen Materialien (T.Craig,
  Anlehnung an Objektbilder)
• Bildbetrachtung im Hinblick auf Farbintensität/ Farbabstufungen/ Farbkontraste.

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Wasserfarbe, Gouache, Plakatfarben, Papier, Pappe; Musikstücke, Texte; Fantasiereisen
Lernorte
Kunstraum

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
--
Feedback / Leistungsbewertung
Präsentation des Farbenbuches, Farbkreises, der Farbkarten
Erzielte Farbwirkungen mittels Anwendung von Farbkontrasten bewerten.
Farbverwendung vergleichen und beschreiben.

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Unterrichtsvorhaben 5.3.

Thema: „Wesen von Anderswo“ (Frottage „Der Ausbrecher“, Zufallsverfahren)
Inhaltsfeld:                                        Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                       Grafik/ Frottage/ Collage
                                                    Kunsttheoretische Kontexte
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können
o mit Hilfe grundlegender Bildmittel Konturen und Binnenstrukturen gezielt in einer grafischen
    Gestaltung einsetzen und vergleichen
▪ die individuellen Aspekte in eigenen und fremden bildnerischen Gestaltungen im Hinblick auf
    Bildinhalte, Farbgebung und angewandte Technik beschreiben und vergleichen
▪ einfache Ordnungsprinzipien (Reihung, Ballung, Streuung, Symmetrie/Asymmetrie) beschreiben
                                               (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
*     experimentelles Erproben der Frottage, Erläuterung der Technik, Untersuchung von Oberflächen
*     Frottagheft für die Freiarbeit und Zuhause (Vertiefung)
*     Frottageergbnisse betrachten und deren Ursprung beschreiben (Max Ernst)
*     Fantasietiere/ Fabelwesen aus grafischen Strukturen herstellen
*     Weiterzeichnen von grafischen Elemente, Bildausschnitten
*     Ausschnitte von künstlerischen Produkten beschreiben, weiter bearbeiten
*     Makrozeichnungen (Fingerabdruck)
*     Formgebung durch Konturlinie
*     Anwendung der elementaren grafischen Mittel Punkt, Linie/Strich als Fläche (Struktur, Schraffur);
      Bilbetrachtung unterschiedlicher Oberflächen (Bruegel d.Ä. Sommer/ Studien)
*     Hell-Dunkeleffekte durch Verdichtung von Linien, Schraffuren (Parallel- und gekreuzte Schraffuren)
*     Reihung, Ballung, Streuung

Zeitbedarf ca. 8 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
*     grafische Mittel induktiv erproben und beschreiben
*     Anhand von Vorgaben grafische Stilmittel ausprobieren und weiterentwickeln

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Zeichenwerkzeuge, Bleistifte, Kreiden, Skizzenhefte, Papiere, Pappen, diverse Gegegenstände mit unter-
schiedlichen Oberflächen
Lernorte
Kunstraum, Schulhof- und Schulgelände (Texturensuche);

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Fächerübergreifende Bezüge zur Biologie (Tiere)
Galerie- und Museumsbesuche

Feedback / Leistungsbewertung
Anwendung und Bewertung der Ordnungsprinzipien
Präsentation von Skizzenbüchern, Frottageheft
Präsentation von Fabelwesen

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Unterrichtsvorhaben 5.4.

Thema: „Die Welt im Kleinformat“ – Modell im Schuhkarton
Inhaltsfeld:                                       Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                      Plastik/ Skulptur/ Objekt
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können
o Entwürfe als Vorplanung einer Gestaltung skizzieren und in einer Zeichnung realisieren
o eine eigene Gestaltung konzipieren und dabei die elementaren Arbeitsschritte beschreiben
o plastische Objekte in additiven (auch modellierenden) Verfahren und mit adäquaten Werk-
    zeugen entwerfen und realisieren
▪ grundlegende Herstellungstechniken von Bildern (Malerei, Zeichnung, Plastik) unterscheiden
▪ die Verwendung unterschiedlicher Materialien in plastischen Verfahren und die damit verbundenen
    Arbeitsschritte erläutern
                                              (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
*     Plastische Objekte erstellen; Miniaturwelten, Traumwelten, Surreale Orte
*     Auseinandersetzung mit Gestaltungen des (surrealen) Raumes in Kunst (Magritte, Frank Kunert)
*     Gucklochkasten/ Frienschachtel, Traumzimmer, Traumorte (Unterwasserwelt)
*     Alternative: „Spurensuche“, fiktive „Spuren legen“: Fiktive Koffer gestalten und Persönlichkeiten
      durch selbst gestaltete Dinge darstellen

Zeitbedarf ca. 8-10 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
*      Tastkästen vorbereiten, mit SuS bauen
*     Abbildungend von Räumes zweidimensional durch Collage verändern (Magritte: Die persönli-
      chen Werte)
*     Analyse von Raumsituationen (Leben in verschieden Teilen der Welt)
*      Vielfalt von diversen Materialien kennenlernen und ausloten
*      Spielzeuge (Burgen, Playmobil) als Ausgangspunkt der Betrachtung

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Pappkarton, farbiges Papier, Verbrauchsmaterialien, Klebstoffe, Farben, Miniaturfiguren, Kleister, Cutter
etc.
Lernorte
Kunstraum, Orte erkunden (Mein Zimmer, von Fernreisen berichten, Baumhaus, Hütte, schulisches Um-
feld zur Umgestaltung nutzen)

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Gesellschaftslehre, Religion (Lebensbedingungen in der dritten Welt)

Feedback / Leistungsbewertung
Präsentation der Räum
Beschreibung, Verbalisierung der Modellbauten,
Fiktive Briefe zu fiktiven Koffern

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Jahrgangstufe 6 – Unterrichtsvorhaben 6.1.

Thema: „Misch-Masch“ - Vertiefendes Thema Farbe
Inhaltsfeld:                                        Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                       Malerei / Grafik
                                                    Kunsttheoretische Kontexte
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können
▪ Malstile anhand von Beispielen aus der Bildenden Kunst und Farbaufträge (lasierend, deckend)
    unterscheiden und beschreiben
▪ Farbmischungen auf Basis von Farbordnungssystemen (z.B. des Farbkreises) erklären (siehe
    U2, Jg. 5)
o Farbgestaltungen durch Mal- und Mischtechniken (Farbauftrag, -ton und -intensität, Hell-Dunkel
    und Kalt-Warm) variieren und bewerten ( siehe U2, Jg. 5)
▪ in Bildern Farbwirkungen im Sinne von Farbbeziehungen beschreiben und benennen (komple-
    mentäre Beziehungen, Hell-Dunkel, Kalt-Warm und Intensität) ( siehe U2, Jg. 5)
                                                 (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
*     Herstellung von Farbmischungen (hell, dunkel, kalt, warm), Studienblätter mit Farbmischungen
*     Einsatz von Farbkontrasten
*     Vorgegebene und vorgefundende Farbnuancen analysieren und Farbtöne mischen, anpassen, Bilder
      weitermalen
*     Tarnbilder (Tarnen bei Tieren thematisieren)
*     Nachtbilder (Van Gogh, Klee, Edward Hopper), Warm- und Kalt- Kontrast
*     Darstellung von Traum- und Albtraumsituationen, Ängsten (Magritte, Katharina Fritsch)
*     Winterbilder (Pieter Bruegel der Ältere: Jäger im Schnee/ Gabriele Münter: Haus in der Winnterson-
      ne)

Zeitbedarf ca. 8-10 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
*      Gemälde mit unterschiedlichen Kontrasten (kalt-warm etc.) analysieren s.o.
  Emil Nolde: Meer und rote Sonne (Komplementärkontrast; Claude Monet: Sonnenaufgang).
*      Misch- und Maltechniken erproben und anwenden

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Wasserfarben, Gouache-/ Plakatfarben, Papier
Lernorte
Kunstraum, Malen in der Natur (Schulgelände)

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Biologie (Tarnfarbe)
Gesellschaftslehre (Werbung, Einsatz Farbwirkung)

Feedback / Leistungsbewertung
Präsentation der Arbeiten durch SuS
Verbalisierung der Arbeitsergebnisse: Farbwirkungen und Konstraste beschreiben

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Unterrichtsvorhaben 6.2.

Thema: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ – Ich erzähle in Bildern
Inhaltsfeld:                                         Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                        Malerei und Grafik / Aktion und Interaktion /
                                                     Kunsttheoretische Kontexte
Kompetenzen: Die Schülerinnen und Schüler können

o    Entwürfe als Vorplanung einer Gestaltung skizzieren und in einer Zeichnung realisieren (siehe
    U4, Jg. 5)
o   menschliche Gefühle, Eigenschaften und Charaktere mit den Ausdrucksformen der Mimik, Ges-
    tik, Körpersprache und Bewegung im Raum pantomimisch darstellen (U1, Jg. 5)
▪   grundlegende Herstellungstechniken von Bildern (Malerei, Zeichnung, Plastik) unterscheiden
    (siehe U1, U4, Jg. 5)
▪   den Einsatz von Mimik, Gestik, Körpersprache und Bewegung im Raum für den Ausdruck men-
    schlicher Gefühle, Eigenschaften und Charaktere erläutern und rollenkritisch bewerten (siehe
    U1, Jg. 5)
o   alternative Bildlösungen entwerfen und vergleichen
▪   die individuellen Aspekte in eigenen und fremden bildnerischen Gestaltungen im Hinblick auf
    Bildinhalte, Farbgebung und angewandte Technik beschreiben und vergleichen ( siehe U3, Jg. 5)
o   eine eigene Gestaltung konzipieren und dabei die elementaren Arbeitsschritte beschreiben ( siehe U4,
    Jg. 5)
▪   körperliche Ausdrucksformen mit Fachbegriffen (Mimik, Gestik, Pantomime) benennen (siehe U1, Jg.5)
                                                    (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
*     Comic zeichnen
*     Daumenkino
*     Trickfilm (Legetrickfilm erstellen)
*     Buchmalerei (Romanik)
*     Szenische Interpretation
*     Fotografie, Fotostory, Fotocollage

Zeitbedarf ca. 10-12 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
*      Bildergeschichten weiter erzählen, neu erzählen
*      Gemälde, Fotografien, Bildgeschichten, Comics analysieren und die Geschichten beschreiben

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Fotografie, Bleistift, Finliner, Papier, Videokameras, Fotokamera
Lernorte
Kunstraum, Bühne Forum, Schulgelände

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Deutsch

Feedback / Leistungsbewertung
Vergleich der Arbeiten in einer Künstlerkonferenz
Präsentation der Arbeiten

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Unterrichtsvorhaben 6.3.

Thema: Gestaltung im dreidimensionalen Bereich (Plastik/ Objekt)
Inhaltsfeld:                                       Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                      Plastik/ Objekt/ Skulptur
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können
o plastische Objekte in additiven (auch modellierenden) Verfahren und mit adäquaten Werkzeugen
    entwerfen und realisieren ( siehe U4, Jg.5 )
▪ grundlegende Herstellungstechniken von Bildern (Malerei, Zeichnung, Plastik) unterscheiden
    ( siehe U1, 4; Jg. 5/ U2, Jg. 6)
▪ die Verwendung unterschiedlicher Materialien in plastischen Verfahren und die damit verbunde-
    nen Arbeitsschritte erläutern
▪ die individuellen Aspekte in eigenen und fremden bildnerischen Gestaltungen im Hinblick auf
    Bildinhalte, Farbgebung und angewandte Technik beschreiben und vergleichen ( siehe U3, Jg. 5/
    U2 Jg. 6)
▪ einfache plastische Objekte unter Verwendung grundlegender Fachbegriffe (Plastik, Objekt, Re-
    lief) beschreiben
                                                 (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
*     Montieren: Assemblage/ Materialcollage
*     Verschieden Materialien erproben
*     Tiere und Objekte aus Verbrauchsmaterialien
*     Stecktürme aus Pappe
*     Masken aus Gips, Verbrauchsmaterialen (Romuald Hazoumé)
*     Mobiles (Alexander Calder)

Zeitbedarf ca. 8 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
*     Induktive Herangehensweise, Ausprobieren der Materialien
*     Anleitung technischer Besonderheiten (Ton etc.)
*     Erarbeitung eines Objektes in Gruppenarbeit

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Draht/ Gips/ Ton, Pappmaché, Plastilin, Verbrauchsmaterialien

Lernorte
Kunstraum, Schulgelände

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Technik
Museum

Feedback / Leistungsbewertung
Präsentation der Objekte
Fotografische Inszenierung der Objekte
Ausstellung im „Kunst-Peep“
Galeriegang

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Unterrichtsvorhaben 6.4.

Thema: „Wege zur Kunst“ – Das Museum als Lernort
Inhaltsfeld:                                       Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                      Kunsttheoretische Kontexte
                                                   Bildbetrachtung
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

▪   grundlegende Herstellungstechniken von Bildern (Malerei, Zeichnung, Plastik) unterscheiden
    (siehe U1, U4; Jg. 5/ U2, U3; Jg. 6)
▪   den Einsatz von Mimik, Gestik, Körpersprache und Bewegung im Raum für den Ausdruck men-
    schlicher Gefühle, Eigenschaften und Charaktere erläutern und rollenkritisch bewerten ( siehe
    U1, Jg. 5/ U2, Jg. 6)
▪   die individuellen Aspekte in eigenen und fremden bildnerischen Gestaltungen im Hinblick auf
    Bildinhalte, Farbgebung und angewandte Technik beschreiben und vergleichen ( siehe U3, Jg. 5/
    U2, U3 Jg. 6)
o   Entwürfe als Vorplanung einer Gestaltung skizzieren und in einer Zeichnung realisieren ( siehe
    U4, Jg. 5/ U2, Jg. 6)

                                                    (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
• Kunstpräsentation und Rezeption
• Museumsralley
• Methoden der Bildbetrachtung kennenlernen, z.B.: Kontaktanzeige für ein Bild schreiben, Reisebericht aus
  mehreren Bildern formulieren, mitgebrachte Lieblingsgegenstände einem passenden Bild zuordnen, Ecritu-
  re automatique, Bild-Diktat, Suche das Bild zur Geschichte, Bild-Fragen- Quiz etc.

Zeitbedarf ca. 8 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
• Hier ist die methodische Vielfalt bedeutsam, die SuS sollen zahlreiche Methoden zur Kunstbetrachtung
  kennenlernen, die auch spielereich und schüleraktivieren sind.
• Berücksichtigung individueller Präferenzen im Bezug auf Kunst

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Skizzenbuch, Bleistifte, Lerntagebuch
Ralf Bertscheit: Bilder werden Erlebnisse. Mitreißende Methoden zur aktiven Bildbetrachtung in Museum
und Schule, Verlag an der Ruhr 2001
Lernorte
Galerien, Museen, Ausstellungsorte
Kunst im öffentlichen Raum

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Galerien, Museen, Ausstellungsorte

Feedback / Leistungsbewertung
Präsentation im Lerntagebuch/ Skizzenbuch
Referat zu einem Kunstwerk im Museum oder zur Vorbereitung für einen Museumsbesuch

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Jahrgangsstufe 8 – Unterrichtsvorhaben 8.1

Thema: „Schau genau hin!“ – ‚Wirklichkeiten‘ in Bildern
Inhaltsfeld:                                           Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                          Malerei und Grafik
                                                       Plastik / Skulptur / Objekt
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können…

o   Materialien sammeln und in einer Collage oder Montage im Hinblick auf eine Gestaltungsabsicht kom-
    binieren und variieren,
▪   Ausdruck steigernde und verfremdende Verfahren identifizieren und benennen,
▪   die Wirkung von Bildausschnitt, Bildkomposition und Betrachterstandpunkt unter Verwendung von Fachbegrif-
    fen unterscheiden und deuten,
▪   die Wirkung grundlegender bildnerischer Mittel (u.a. in den Bereichen Linie, Farbe, Raum, Komposition) erläu-
    tern.
                                                             (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
• Das Sammeln und Zusammenstellen von Alltagsdingen (Zeitungsschnipseln, Eintrittskarten, Einkaufszetteln,
  sonstigen Papieren ...), Abfallprodukten (z.B. farbige Verpackungsmaterialien), Fundstücken;
• Auswahl und Umgestaltung von Ausdrucken/Fotokopien von Bildern (Kunstwerke)
• Verfahren der Collage/Assemblage/Montage
Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
• Collage/Assemblage /Montage
• Analyse der Bildwirkung/Gestaltungsabsicht

Zeitbedarf ca. 4-8 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
*      Auswahl und Sammlung von Materialien hinsichtlich einer Gestaltungsabsicht, z. B. Steigerung des Wirk-
      lichkeitsbezuges durch Kombination realistischer Darstellungen („Schönheitsideal/Vorbild“,
      „Berufswunsch“), Zerstören des Realitätsbezuges durch illusionistische Bildwelten /surrealistisch anmuten-
      de Kombination von Abbildungen/paradoxe Bildzusammensetzungen („Schönheitsideal“, „Mein
      Traumhaus“)
*     Annegret Soltau „Pubertät-Tochterbilder“; Richard Hamilton „Just what is it…“; M. Ernst überdeckende Col-
      lagen
*     (Makro-) Ausschnitte von Bildern werden analysiert, in die eigene Gestaltung eingefügt, in neue Zusam-
      menhänge gebracht und weiterentwickelt (hinsichtlich der Formqualitäten, Materialeigenschaften, inhaltli-
      cher Bezüge)
*     Reduktion auf formale Fragmente: Ausschnitte und Teilstücke sind kompositorische Aspekte der Farb-Form-
      Beziehungen (z. B. geometrisch/organisch)
*     Vorgefundene Elemente/Dinge werden verfremdet/umgestaltet und in neue Sinnzusammenhänge gebracht,
      P. Picasso (Stillleben mit Rohrstuhl, Pavian mit Jungem, Frau mit Schlüssel; H. Magritte; M. Ernst)
*     Bildanalyse: Erfassen/Hinterfragen von Wirklichkeiten/„optische“ Wirklichkeiten/ Fotos als Dokumente/ Ver-
      binden von Zeiträumen (Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft)

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Abbildungen/Kopien von Bildern, Fotos, Zeitschriften, Papiere, Abfallprodukte, Gebrauchsobjekt
Lernorte
Kunstraum
Erkundung der Umgebung

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
-

Feedback / Leistungsbewertung
•   Bewertung der erzielten Gestaltung und der Qualität der Lösungen anhand der zuvor erarbeiteten Kriterien

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Unterrichtsvorhaben 8.2

Thema: Spurensuche in der Stadt - Streetart
Inhaltsfeld:                                               Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                              Malerei und Grafik
                                                           Bildbezogene Kontexte

Kompetenzen:
Die Schülerinnen und Schüler können…
o in einer Gestaltung eine persönliche Position zu einem gesellschaftlichen, politischen oder umweltbe-
   zogenen Thema realisieren und differenziert erläutern,
o Präsentationsformen und Ausstellungskonzepte objekt- und adressatenbezogen entwickeln und ein-
   setzen,
▪ Bilder in Bezug auf Motive und Darstellungsformen analysieren, die sich mit der eigenen Lebenswirk-
   lichkeit in Beziehung setzen lassen,
o Materialien sammeln und in einer Collage oder Montage im Hinblick auf eine Gestaltungsabsicht kombinieren
   und variieren.
                                                       (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:

Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
• Funktion der Bilder im öffentlichen Raum: Information, Werbung, Design, künstlerischer Ausdruck (einzelner
  Künstler / Gruppen; Graffiti/Streetart)
• Spurensuche und Dokumentation der unterschiedlichsten Ausdrucksformen im öffentlichen Raum
• Analyse der jeweiligen Intentionen und der verwendeten Darstellungsformen
• Biografische Spurensuche / individuelle Wege / Sichtweisen
• Persönliche Lebensräume und Lebenswirklichkeiten in der gestalteten Umwelt
• Umsetzung eines Gestaltungsvorhabens im öffentlichen Raum

Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
• Schablonen und Objekte
• Installationen im öffentlichen Raum
• Digitale Bilder (mit einem Malprogramm bearbeitete Fotos)
• Fotodokumentationen der Gestaltungen vor Ort

Zeitbedarf ca. 6-10 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
•   Zugänge zur Entschlüsselung durch Analyse der Gestaltung und Gestaltungsabsicht
•   Einbeziehen der persönl. Lebenswirklichkeiten: Weg zur Schule, Lieblingsorte, Treffpunkte, „hässliche Ecken“…
•   Dokumentationen durch Fotos oder Filme
•   Aufspüren von Kunst im öffentlichen Raum (Graffiti, Streetart, Objekte)
•   Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Gestaltungsidee
•   Beispiele: Banksy, Slinkachu, Robin Rhode

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Papierschablonen, Wetterbeständiges Material
Lernorte
Schulgelände/Schulumgebung, Schulweg, Computerraum

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Galerien / Streetart-Künstlerinnen und Künstler

Feedback / Leistungsbewertung
•   Aufwand der Veränderung (vorher-nachher)
•   Aussagekraft der Gestaltung / Umsetzung der Gestaltungsabsicht
•   individueller Beitrag zur Gruppenleistung
•   Dokumentation / Präsentation

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Unterrichtsvorhaben 8.3
Thema: Ungegenständliche Plastik
Inhaltsfeld:                                           Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                          Plastik / Skulptur / Objekt
                                                       Kunsttheoretische Kontexte
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können…

o   plastische Objekte mit Hilfe von additiven und subtraktiven Verfahren (Modellieren, Montieren, Skulp-
    tieren) material- und technikgerecht realisieren,
o   gegenständliche und gegenstandsfreie Objekte hinsichtlich einer Gestaltungsabsicht entwerfen,
▪   Materialien in Bezug auf ihre optischen, stofflichen und haptischen Qualitäten beschreiben und bewer-
    ten,
▪   exemplarisch Bilder in einen soziokulturellen Kontext einordnen und individuelle Einflüsse der Person der
    Künstlerin oder des Künstlers beschreiben.
                                                             (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
• Formvereinfachung, Formgliederung und Betonung die Volumina
• Bewertung von Formqualitäten / Formkontrasten durch optische und
• haptische Wahrnehmung à la Hugo Kükelhaus: Intensivierung des Formverständnisses und des Formerlebens
  durch den Einsatz verschiedener Sinne
• Fachtermini bei der Beschreibung der Formen (Wölbung - Höhlung, rund/ amorph – kantig / spitz, Masse – Loch,
  organisch – tektonisch, hart – weich)
• Verwendung unterschiedlicher Materialien im Hinblick auf ihre Gestaltungsmöglichkeiten und -grenzen
• Einsatz von unterschiedlichen Materialien im Hinblick auf die intendierte Wirkung
• Individuelle Formgebung
• Reaktion auf das Material
• Umgang mit Material und Werkzeug
• experimenteller Zugang (Methode) / experimentell gewonnene Gestaltungsergebnisse
• Umgang mit Frustration bei subtraktiven Verfahren
• Modifikation des Gestaltungsziels im Sinne des bildfindenden Dialogs
• Betrachtung unterschiedlicher Werkbeispiele von Hans Arp, Henry Moore
Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
• runde, amorphe, ungegenständliche Formen in plastischer/ skulpturaler Gestaltung
• Klassenausstellung unter Einbeziehung von Informationen über künstlerische Vorbilder
Zeitbedarf ca. 8-12 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
• Einstieg in das Thema durch einen experimentellen Zugang: Formen eines rundlichen Gegenstandes der gut in
  der Hand liegt
• Bewertung unterschiedlicher Gestaltungen in GA
• GA zu ausgewählten Werkbeispielen aus der bildenden Kunst (Expertengruppenarbeit an Textauszügen)

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
• Objektbeispiele, Abbildungen (Henry Moore, Hans Arp)
• Stein, Seife, Holz, Ton
Lernorte
• Kunstraum
• Museum, Kunsthalle, öffentliche Parks und Plätze

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
• Fach Technik
• Einsatz in Industriedesign
• Verwandte Berufsfelder: Produktdesign, Modellbau, Bildhauerei

Feedback / Leistungsbewertung

    •   Besprechung der Qualität der Lösungen anhand der zuvor erarbeiteten Kriterien
    •   Bewertung in GA: Ausfüllen eines Kriterienbogens in unterschiedlichen Untersuchungsschritten (optischer
        Eindruck, haptischer Eindruck, Ratespiel: Erkennen des eigenen Gegenstandes)
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Unterrichtsvorhaben 8.4

Thema: Wir machen „Druck“

Inhaltsfeld:                                            Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                           Malerei und Grafik

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können…

o   Bilder unter Verwendung von Zeichentechniken und grafischen Bildmitteln (Konturlinien, Schraffuren,
    Binnenschraffur) entwerfen und gestalten,
▪   Bilder mit Hilfe von druckgrafischen Mitteln und Techniken (Hoch- und Tiefdruck) gestalten und ver-
    gleichen,
▪   die Wirkung grafischer Techniken (Hoch-, Tiefdruck) und spezifischer (druck-)grafischer Bildmittel
    (u.a. Kontur, Schraffur) erläutern.
o   mit Hilfe von Skizzen aufgabenbezogene Konzepte entwerfen und daraus Gestaltungen entwickeln,
▪   Layouts im Zusammenspiel von Text und Bildmitteln analysieren.

                                                             (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
• Arbeitsschritte und Abläufe von Druckverfahren (Hoch- und Tiefdruck, Offsetdruck, …)
• Arbeitssicherheitsvorkehrungen
• Konzept – Skizze – Entwurf – Realisation
• Schwarz- und Weißlinienschnitt
Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
• Skizzen zu Bildideen
• Entwurfszeichnungen
• Linolschnitte
• ggf. Buch mit literarischem Text und Illustrationen als Gemeinschaftsarbeit

Zeitbedarf ca. 8 - 12 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
• Erkundung von Vorstellung verschiedener Drucktechniken
• Bilder unter Verwendung von Zeichentechniken und grafischen Bildmitteln (Konturlinien, Schraffuren, Binnen-
  schraffur) entwerfen und gestalten,
• Bilder mit Hilfe von druckgrafischen Mitteln und Techniken (Hoch- und Tiefdruck) gestalten und vergleichen,
• die Wirkung grafischer Techniken (Hoch-, Tiefdruck) und spezifischer (druck-)grafischer Bildmittel (u.a. Kontur,
  Schraffur) erläutern,
• mit Hilfe von Skizzen aufgabenbezogene Konzepte entwerfen und daraus Gestaltungen entwickeln,
• Layouts im Zusammenspiel von Text und Bildmitteln analysieren.

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Linoldruckwerkzeug, Linolplatten, Linolbestecke, Linoleum, Druckpresse (Stockpresse oder Walzen-Tiefdruck-
presse), Verfahren Linolschnitt, Kunst Arbeitsbuch 2, Klett-Verlag, S. 154 f.
Lernorte
Druckwerkstatt im Museum, Druckerei, Zeitungshaus

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Deutsch – Illustration eines literarischen Werkes aus dem Unterricht

Feedback / Leistungsbewertung
• sachgerechter Umgang mit den Materialien und Einhalten der Sicherheitshinweise (gemäß Absprachen)
• Dokumentation der Arbeits- und Lernschritte und der damit verbundenen Probleme im Prozess
• gestaltete Zwischen- und Endprodukte gemessen an den Zielen und Kriterien der Aufgabenstellung in den Pha-
  sen des Lernprozesses

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Unterrichtsvorhaben 8.5

Thema: Inszenierte Selbstportraits

Inhaltsfeld:                                            Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                           Medienkunst
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können…

    o   digitale Fotografien entwerfen, herstellen und nachbearbeiten,
    ▪   Darstellungs- und Manipulationsmöglichkeiten in Fotografie und digitaler Bildgestaltung auch mit
        Hilfe bildexterner Information überprüfen,
    ▪   ausgewählte Gestaltungsmöglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung identifizieren und benennen,
    ▪   mit Hilfe von Skizzen aufgabenbezogene Konzepte entwerfen und daraus Gestaltungen entwickeln.

                                                             (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:

Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
       • Bildbearbeitung
       • Collage (z.B. Annegret Soltau), Bilder übermalen (z.B. Arnulf Rainer)
       • Selbstdarstellung oder Selbstinszenierung mittels Fotografie
       • Spiel mit der eigenen Lebenswirklichkeit und Biographie
       • Datenschutzrechtliche Aspekte müssen besprochen werden. Umgang mit Bildern von Mitschülerinnen
         und Mitschülern
       • Selbstdarstellungen von Künstlerinnen und Künstlern (lange Tradition der Selbstdarstellung), z.B. Dürer,
         Rembrandt
       • Besonderheiten der Selbstdarstellungen in der heutigen Zeit/ Mediale Inszenierung
Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
       • Selbstdarstellung in Form von Inszenierung von Kunstwerken, Personen (Cindy Sherman),
       • Nachstellen von Fotos Darstellung der eigenen Person (heute und in Zukunft), fiktive Biografie (Berufe,
         Lebensbilder)
       • Gestaltung eines eigenen Denkmals

Zeitbedarf ca. 6-10 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
• Die SuS reflektieren die eigenen Darstellung in sozialen Netzwerken (wie z.B. Facebook, Instagram, WhatsApp)
• Bildbetrachtung von Selbstbildnissen und fotografischen Selbstdarstellungen aus der Kunst

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
• Fotokamera, Handykamera
• Computer mit Software zur Bildbearbeitung (z.B. GIMP)
• Thema Inszenierung, Kunst Arbeitsbuch 2, Klett-Verlag, S. 48f. (sich stylen), S. 160 ff. (Verfahren Inszenierung)
Lernorte
• Kunstraum
• Computerraum

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Zusammenarbeit mit dem Projekt 8!

Feedback / Leistungsbewertung
• Vorbereitung / Planung / Organisation des Materials
• Präsentation der der Selbstdarstellung
• Einsatz der Softwaretechnik

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Unterrichtsvorhaben 8.6

Thema: Ideal- und Traumlandschaften – Landschaften zwischen Wirklichkeit und Traum

Inhaltsfeld:                                          Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                         Malerei und Grafik
                                                      Architektur und Raum
Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können…

     o   unterschiedliche Farbwirkungen durch den gezielten Einsatz von Farbauftrag und Farbbeziehun-
         gen (komplementäre sowie auf Farbton und -intensität begründete) entwerfen und darstellen,
     ▪   die Wirkung bildnerischer Mittel (u.a. in den Bereichen Linie, Farbe, Raum, Komposition) erläutern,
     ▪   Bildgestaltungen im Hinblick auf Raumillusion analysieren (Überschneidung, Staffelung, Linear-
         perspektive, Luft- und Farbperspektive),
     ▪   Bilder in Bezug auf Farbeinsatz, Komposition und Bildwirkung unter dem Blickwinkel ihres Verwendungs-
         zusammenhanges analysieren.

                                                           (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:

Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
       • Gestaltung von Räumlichkeit mittels Farbe (Luft – und Farbperspektive)
       • Darstellung von landschaftlichen Aspekten mittels Farbe (Wolken, Gräser)
       • Bezüge zur Landschaftsmalerei (Italienische Ideallandschaft, Vedutenmalerei, Caspar David Friedrich)
       • Landschaft als Bezugspunkt für abstrakte Malerei und Abstraktionsprozesse (Turner, Van Gogh, Nolde,
         Richter)
Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
       • Farbgestaltungen zur Luft- und Farbperspektive (Collage von Tonpapieren, Fotografie, (Aquarell-)Male-
         rei)
       • Eine Ideallandschaft unter der Berücksichtigung der perspektiven Aspekte (Luft- und Farbperspektive),
         ggf. mit der Montage der eigenen Rückenfigur (Fotografie) nach Caspar David Friedrich

Zeitbedarf ca. 8- 10 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
• Experimentieren mit Farbe (Verläufe, Klecksen) mit landschaftlichen Bezug

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Wasserfarbe und Papier
Lernorte
Kunstraum

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
--

Feedback / Leistungsbewertung
Bewertung anhand gemeinsam festgelegter Kriterien
Präsentation der Ergebnisse, Studien etc.

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Jahrgangsstufe 10 – Unterrichtsvorhaben 10.1

Thema: Design und Verfremdung – Alltagsgegenstände unter der Lupe
Inhaltsfeld:                                              Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                             Plastik / Skulptur / Objekt
Kompetenzen:
Die Schülerinnen und Schüler können…
o ein Alltagsobjekt hinsichtlich der praktischen, ästhetischen und symbolischen Funktion im Sinne von
   Produktdesign entwerfen und realisieren,
▪ Zusammenhänge zwischen Gestaltung, Gebrauchsfunktion und Zielgruppe einer Produktgestaltung
   erläutern,
▪ Übereinstimmungen und Unterschiede von Kunstwerken und Produkten der alltäglichen Medien- oder
   Konsumwelt – auch rollenkritisch – erörtern,
o Materialien sammeln und in einer Collage oder Montage im Hinblick auf eine Gestaltungsabsicht kombinieren
   und variieren.
                                                       (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
• Was ist Design? Begriffsdefinition
• Bereiche von Design (Grafik-, Medien-, Industriedesign, …), Aspekte der Designgeschichte
• Gestaltungsprozesse (recherchieren, konzipieren, entwerfen, ausarbeiten, reflektieren)
• Funktionsanalyse (praktische, ästhetische u. symbolische Funktion) Zusammenhang Form und Funktion, Ziel-
  gruppenorientierung
• Untersuchung von Gebrauchsgegenständen im Hinblick auf Konsumverhalten, Wertschätzung, Langlebigkeit
  (z.B. Mode, Accessoires, Möbel,...)
• Vergleich Design – freie Kunst, Verfremdung von Gebrauchsgegenständen in der bildenden Kunst

Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
• Herstellung von Modellen / Gebrauchsgegenständen im Hinblick auf funktionale und ästhetische Gesichtspunkte
• Verfremdung von Alltagsgegenständen (Stuhl, Brille, Hut, Schuh,Tasse)
• Herstellung von Assemblagen aus Alltagsmaterial (Tony Cragg, Daniel Spoerri)
Zeitbedarf ca. 8-12 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
Erarbeitung des Themas am Beispiel Sportschuh
• Beschreibung / Analyse der gestalterischen Mittel: Farbigkeit, Kontraste, Material, Symbole, Zeichen
• Klärung d. Gebrauchsfunktion: Hallen-, Lauf-, Modeschuh (Sneaker), Statussymbol (Chucks)
Herstellung eines Schuhs mit anderer Gebrauchsfunktion:
• Gestaltungskriterien: Funktion, Gewicht, Komfort, Belüftung, Haltbarkeit, Flexibilität, ...
• Elemente: Sohle, Flanke, Kappen, Schnürsenkel, Zunge, Farbe, Reflektorstreifen, Polsterung,
  Markenzeichen, ...
• Entwurfszeichnungen (Erfassen der Objekte durch konturierende Skizze), Farb- und Materialstudien
• Verfremdung eines Schuhs unter einer selbstgestellten Themen-stellung (z.B. Discoschuh, Gartenschuh, Hor-
  rorschuh, ...)

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Abbildungen, Alltagsgegenstände
Lernorte
Schule, Stadtmuseum, Fachgeschäfte

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Bezug zu Berufsfeldern: Design, Innenarchitektur, Möbelherstellung, Textilherstellung

Feedback / Leistungsbewertung
• Untersuchung der Produkte auf Funktionalität, ästhetische Maßstäbe, Originalität anhand von selbst erstellten
  Evaluationsbögen / Bewertungskriterien
• Weitere mögliche Prüfkriterien für Design: Gestaltungsqualität, praktischer Nutzen, ausreichende Sicherheit,
  Lebensdauer und Gültigkeit, Ergonomie, technische und formale Eigenständigkeit, Umweltfreundlichkeit, ...
• Galeriegang und / oder Modenschau
Unterrichtsvorhaben 10.2

Thema: Malen wie die Meister
Inhaltsfeld:                                                Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                               Malerei und Grafik
                                                            Bildbezogene Kontexte

Kompetenzen:
Die Schülerinnen und Schüler können…
o Beispiele naturalistischer und abstrakter Zeichnungen und Malereien realisieren und bewerten,
▪ naturalistische und abstrakte Gestaltungen anhand ausgewählter Kriterien (Intention, Gestaltungsmit-
   tel, Wirkung) analysieren und reflektiert beurteilen,
▪ repräsentative Werkbeispiele sowohl einer traditionellen naturalistischen Epoche als auch der zeitge-
   nössischen Kunst in Grundzügen beschreiben und analysieren,
▪ Bilder in Bezug auf Motive und Darstellungsformen analysieren, die sich mit der eigenen Lebenswirklichkeit in
   Beziehung setzen lassen,
o Materialien sammeln und in einer Collage oder Montage im Hinblick auf eine Gestaltungsabsicht kombinieren
   und variieren,
▪ die Wirkung bildnerischer Mittel (u.a. in den Bereichen Linie, Farbe, Raum, Komposition) erläutern,
o eine eigene Gestaltung entwerfen und realisieren, in der ausgewählte kunsthistorische und / oder zeitgenössi-
   sche Bildelemente reflektiert einbezogen, kombiniert und variiert werden.
                                                            (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:

Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
kunstgeschichtliche Aspekte
• Biografie und Handschrift eines Künstlers
• Bildsprache, Bildgattungen, Bildtechniken
• Bildverfremdung / gegenwartsbezogene Bildveränderung
• illusionistische Darstellungen besonders naturalistisch wirkender Zeichnungen und Gemälde, z.B: Dürers Fal-
  tenstudien, Gerhard Richters Porträts, …
• abstrakte Darstellungen, z.B. Kandinsky, Rothko, …

Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
• Präsentation zu einer Kunstepoche
• Erstellen eines Bildes in Anlehnung an einen Künstler in seiner Epoche

Zeitbedarf ca. 6-10 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
•   Überblick über exemplarische Künstler in ihrer Zeit/Epoche/Stilrichtung (eigenständige Erarbeitung in Gruppen)
•   Vorstellung und Präsentation der Gruppenergebnisse (z.B.: PP, Plakate, Audiobeitrag, Rollenspiel, Briefwechsel)
•   Eigenen Interessensschwerpunkt (Stilrichtungen/Künstler) finden und festlegen
•   Sammeln von konkreten Informationen und Entscheidung für ein Kunstwerk
•   Bildanalyse in Bezug auf Farbwirkung, Material und Komposition
•   „Alte Kunst trifft neue Zeit“ - Ideenfindung zur gegenwartsbezogenen Veränderung (Skizzen und gest. Planung)
•   Erstellen eines Bildes

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
unterschiedlich, je nach individueller Entscheidung
Lernorte
Kunstraum, Computerraum und andere Räume zur Differenzierung

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Bezug zu den Fächern: Gesellschaftslehre, Musik

Feedback / Leistungsbewertung
•   Kenntnisse über die ausgewählten Stilrichtungen und Künstler (bestimmte Merkmale zuordnen können)
•   Präsentation der Epoche
•   individuelle Rechercheergebnisse zum gewählten Künstler (Analyse der Bildsprache)
•   Material- und Technikauswahl (Anlehnung an den Künstler und gegenwartsbezogene Verfremdung)
•   Umsetzung als eigenes Bild

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Unterrichtsvorhaben 10.3

Thema: Hollywood mit dem Zeichenstift
Inhaltsfeld:                                               Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                              Medienkunst
                                                           Malerei und Grafik

Kompetenzen:
Die Schülerinnen und Schüler können…
o themenbezogene Filmsequenzen (z.B. Videoclips) unter Berücksichtigung elementarer filmsprachlicher
   Mittel entwerfen und realisieren,
▪ Videoausschnitte und Filmsequenzen mit Blick auf die eingesetzten filmsprachlichen Mittel und die
   digitalen Veränderungen beschreiben,
▪ die Gestaltungsmerkmale von animierten Bildern in Videos und in Computerspielen benennen und im
   Hinblick auf Zielgruppe und Inhalt deuten,
o in einer Gestaltung eine persönliche Position zu einem gesellschaftlichen, politischen oder umweltbezogenen
   Thema realisieren und differenziert erläutern.
                                                         (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:

Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
• Filmsprachliche Mittel: Kameraeinstellung/Perspektive, Licht, Ton, Filmschnitt
• Arbeiten mit dem Storyboard
• Digitaler Filmschnitt und Einsatz von Sounds zur Nachvertonung

Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
• Storyboards
• Fotofilm (ggf. auch Organisationspläne)
• Aussagekräftiges Storyboard zu einem aktuellen gesellschaftspolitischem politischen Thema

Zeitbedarf ca. 10-14 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
• Exposition: Mit Bildern erzählen. Einen kurzen journalistischen Text in eine Bildfolge übersetzen.
• Was ist ein guter Film? Auf der Grundlage eigener Erfahrungen als Zuschauer (ggf. auch Produzent) von Filmen
  einen Kriterienkatalog aufstellen. Diesen immer wieder heranziehen in Reflexionsphasen.
• Die »Log-Line«. Einen Film / eine Geschichte in einem Begriff oder Satz zusammenfassen.
• So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Erstellung eines Fotofilms.
• Digitaler Filmschnitt mit Movie Maker und anschließende Nachvertonung.
• Rezeption und Bewertung der Ergebnisse mit Hilfe des Kriterienkatalogs.
• Erzählperspektiven. Eine Situation in unterschiedliche Blickwinkel auflösen.
• (Hauptaufgabe) Storyboard zu einem gesellschaftspolitischen Thema (ggf. Ideenpool im Vorfeld erstellen).

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Bleistifte und Farbstifte
Handy oder Videokamera
Computer
Filmschnittprogramme wie z.B. Windows Movie Maker
Kostenlose und GEMA-freie Musik und Sounds
Lernorte
überall

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
• Mögliche Auftraggeber innerhalb und außerhalb von Schule
• ggf. Teilnahme an einem Handy-Film Wettbewerb (z.B. www.mobilstreifen.de)

Feedback / Leistungsbewertung
•   Analyse von Filmsequenzen in Bezug auf elementare filmsprachliche Mittel und Gestaltungsmerkmale
•   Gestaltung des Storyboards
•   Umsetzung der filmsprachlichen Mittel
•   Digitaler Filmschnitt und Anwendung der filmsprachlichen Mittel
•   Filmaussage im Bezug zur Zielsetzung

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Unterrichtsvorhaben 10.4

Thema: „Hoch hinaus“ – Die Welt von allen Seiten
Inhaltsfeld:                                                 Inhaltlicher Schwerpunkte:
Bildgestaltung / Bildkonzepte                                Malerei und Grafik
                                                             Medienkunst
                                                             Architektur und Raum

Kompetenzen:
Die Schülerinnen und Schüler können…
o Architekturmodelle mit adäquaten Werkzeugen und Materialien erstellen,
o eine eigene Gestaltung entwerfen und realisieren, in der ausgewählte kunsthistorische und / oder zeit-
   genössische Bildelemente reflektiert einbezogen, kombiniert und variiert werden,
o plastische Objekte mit Hilfe von additiven und subtraktiven Verfahren (Modellieren, Montieren, Skulptieren)
   material- und technikgerecht realisieren.
                                                        (fett = Obligatorik zur Absicherung der KLP-Vorgaben)

Mögliche Konkretisierungen:
Erläuterung des Themas
Das Lernarrangement berücksichtigt folgende inhaltlichen Aspekte:
• Die Schülerinnen und Schüler identifizieren und unterscheiden verschiedene Möglichkeiten von Wohnraumbe-
  bauung in ihrer Zeit (Eigentumshaus, Hochhaussiedlung, Höhle, Zelt, Hütte, Iglu, Schloss, Hausboot, Container,
  Bauernhof, …)

Die Schülerinnen und Schüler erstellen folgende Unterrichtsergebnisse:
• Skizzen und Entwürfe alternativer und utopischer architektonischer Wohnräume, kombinierbar mit Collage-Ele-
  menten)
• Realisierung ausgewählter Entwürfe als Modell in Gruppenarbeit
                                                                                  Zeitbedarf ca. 8-12 Stunden

Methodisch / didaktische Zugänge
•   Fotos der höchsten Gebäude der Welt
•   Funktionales Bauen (Bauhaus)
•   Das barocke Schloss
•   Renaissancekirchen

Lernmittel/ Lernorte
Lernmittel
Bleistift, Geodreieck, Zirkel / Quellentexte / Filme (Babylon, Metropolis)
Lernorte
Museum und Erkundungsgänge im örtlichen Umfeld

Fächerübergreifende Kooperation / außerschulische Partner
Bezug zum Berufsfeld Architektur

Feedback / Leistungsbewertung
• Präsentation der Arbeit
• Perspektivische Ansätze werden überprüft

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