Therapiemonitoring mit bildgebenden Verfahren im modernen Management von Hirntumoren - Krause und ...

 
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Therapiemonitoring mit bildgebenden Verfahren im modernen Management von Hirntumoren - Krause und ...
Journal für

 Neurologie, Neurochirurgie
 und Psychiatrie
             www.kup.at/
 JNeurolNeurochirPsychiatr   Zeitschrift für Erkrankungen des Nervensystems

Therapiemonitoring mit
                                                                               Homepage:
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Management von Hirntumoren                                       JNeurolNeurochirPsychiatr

Gerigk L, Stieltjes B, Weber MA                                        Online-Datenbank
                                                                         mit Autoren-
Giesel FL
                                                                      und Stichwortsuche
Dimitrakopoulou-Strauss A, Essig M
Journal für Neurologie
Neurochirurgie und Psychiatrie
2010; 11 (1), 36-44

                                                                                            Indexed in
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Bildgebende Verfahren im Therapiemanagement von Hirntumoren

       Therapiemonitoring mit bildgebenden Verfahren
        im modernen Management von Hirntumoren
                                L. Gerigk, B. Stieltjes, M. A. Weber, F. L. Giesel, A. Dimitrakopoulou-Strauss, M. Essig

 Kurzfassung: Bildgebende Verfahren sind eine            gewebe typische Metabolite nachgewiesen wer-         images. Measurements of physiologic parameters
 wichtige Grundlage der Therapieplanung und -kon-        den. Bei einigen Tumorentitäten wie den nieder-      like perfusion, diffusion or permeability using
 trolle bei Hirntumoren. Bislang diente hierzu in        gradigen Gliomen zeigten Studien, dass die Perfu-    MRI and PET are promising for improvements in
 erster Linie die Größenbeurteilung auf herkömmli-       sionsbildgebung hilfreich zur Planung des weite-     planning and monitoring of proven therapeutics
 chen morphologischen MRT-Aufnahmen. Sowohl              ren therapeutischen Vorgehens sein kann. Ziel ist,   as well as in the evaluation of novel therapies.
 zur besseren Therapieplanung und -kontrolle im          durch eine Kombination geeigneter Verfahren zu       By means of PET with specific tracers targets for
 Rahmen etablierter Therapieschemata als auch            einer frühen und treffsicheren Diagnostik beizu-     tumor classification or targeted therapy can be
 zur Evaluation neuer Therapieverfahren ist die          tragen.                                              determined. Spectroscopy allows the measure-
 Erfassung physiologischer Parameter wie der Per-                                                             ment of tumor-specific metabolites. For some
 fusion, Diffusion oder Permeabilität mithilfe von       Abstract: Therapy Monitoring in the Modern           tumor entities like lower-grade gliomas studies
 MRT und PET eine vielversprechende Entwick-             Management of Brain Tumors. Diagnostic imag-         have shown that perfusion imaging can be help-
 lung. Mit der PET und entsprechenden Tracern            ing is an important basis for treatment planning     ful for planning further therapeutic procedures.
 können zusätzlich auch Targets zur Tumorklassifi-       and monitoring in malignant brain tumors. Until      A combination of suitable methods should help
 kation oder gezielten Therapie nachgewiesen             now, the most important method was the esti-         in an early and exact diagnosis. J Neurol
 werden. Mit der Spektroskopie können für Tumor-         mation of size on conventional morphologic MR        Neurochir Psychiatr 2010; 11 (1): 36–44.

„ Einleitung                                                                        dert, während bei einer Remission auf zusätzliche belastende
                                                                                    Therapien verzichtet werden kann. In der Praxis werden häu-
In modernen Therapiekonzepten zur interdisziplinären Be-                            fig kurzfristige Verlaufskontrollen zur Beobachtung der
handlung von Hirntumoren nimmt die bildgebende Diagnos-                             Wachstumstendenz durchgeführt. Zur Beurteilung des Thera-
tik eine zentrale Stellung ein. Differenzialdiagnose, Grading                       pieansprechens erfolgt eine Einteilung der Größenänderung
und die Beurteilung von Tumorausdehnung und Infiltration                            nach den Macdonald-Kriterien [2] in die Kategorien „kom-
des Hirngewebes sind wichtige Grundlagen für Therapie-                              plette Remission“ ohne Tumornachweis in aufeinanderfol-
entscheidungen, die Planung einer neurochirurgischen Resek-                         genden Untersuchungen, „partielle Remission“ mit einer Re-
tion oder Bestrahlung, zur Kontrolle des Therapieerfolges und                       duktion der Tumorgröße um ≥ 50 %, „stabile Erkrankung“
zur Früherkennung von Rezidiven.                                                    zwischen –50 % und +25 % und „progressive Erkrankung“
                                                                                    mit einer Zunahme um ≥ 25 %. Bei dieser Vorgehensweise
Zur Therapie von hirneigenen Tumoren wird eine Kombinati-                           kann ein Tumorwachstum aber unter Umständen erst verspä-
on aus chirurgischer Resektion, Bestrahlung und Chemothe-                           tet nachgewiesen werden, wodurch es zur Verzögerung der
rapie eingesetzt. Weil die Prognose maligner Gliome trotz                           Therapie kommen kann.
multimodaler Therapie mit einer mittleren Überlebenszeit
von etwas über einem Jahr weiterhin schlecht ist und Weiter-                        Eine als Kontrastmittelanreicherung im Gewebe zum Aus-
entwicklungen dieser bekannten Therapieverfahren kaum                               druck kommende Störung der Blut-Hirn-Schranke kann so-
noch weitere Verbesserungen der Prognose erzielen konnten,                          wohl durch Rest- oder Rezidivtumorgewebe als auch durch
sind verschiedenste molekulare Therapieansätze Gegenstand                           die Therapie selbst verursacht werden [3–5]. Die Therapie-
der Forschung [1]. Hierbei handelt es sich beispielsweise um                        folgen reichen von einer einfachen Schrankenstörung bis hin
Immuntherapie, Gentherapie und Therapie mit onkolytischen                           zur Nekrose und können Monate bis Jahre nach der Radiatio
Vektoren oder antiangiogenen Wirkstoffen. Um die Wirksam-                           auftreten. Die therapieinduzierten Schrankenstörungen finden
keit dieser neuen Therapieformen besser beurteilen zu kön-                          sich vor allem im ehemaligen Tumorbett und sind mit der
nen, ist die Weiterentwicklung der bildgebenden Verfahren                           morphologischen MRT nicht von einem Rezidiv zu unter-
von der rein morphologischen Darstellung des durch Störung                          scheiden. Auch die für Glioblastome typische randständige
der Blut-Hirn-Schranke verursachten Kontrastmittelextrava-                          KM-Anreicherung (Abb. 1), zystische Nekrosen, ein Rand-
sates hin zur qualitativen und quantitativen Darstellung von                        ödem und eine raumfordernde Wirkung sind möglich.
Gewebseigenschaften wie Perfusion, Permeabilität, Elastizi-
tät, Diffusion, Faserintegrität und metabolischer Zusammen-                         Während die herkömmliche Magnetresonanztomographie
setzung von Bedeutung.                                                              (MRT) vor allem der Darstellung der Morphologie dient, kön-
                                                                                    nen mit der Positronenemissionstomographie (PET) und mit
„ Therapiemanagement bei Hirntumoren                                                den funktionellen MRT-Verfahren Informationen über Gewe-
                                                                                    beperfusion, Vaskularität, Permeabilität, Metabolismus und
Eine gute Therapiekontrolle ist wichtig, weil eine Progredienz                      Funktion gewonnen werden.
der Erkrankung eine Änderung des Therapieschemas erfor-

                                                                                    „ Morphologische Bildgebung
Aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum, Heidelberg, Deutschland
Korrespondenzadresse: Dr. med. Lars Gerigk, Abteilung für Radiologie,               Aufgrund ihres guten Weichteilkontrastes ist die MRT die
Deutsches Krebsforschungszentrum, D-69120 Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 280;      bevorzugte Methode in der Bildgebung von Hirntumoren [6,
E-Mail: l.gerigk@dkfz.de                                                            7]. Die interne Morphologie der Läsionen und die Begren-

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Bildgebende Verfahren im Therapiemanagement von Hirntumoren

zung zum normalen Parenchym sind wichtig für Differenzial-                         [10, 16, 18, 19]. Eine weitere Verbesserung wird bei einer
diagnose, Grading und Therapieplanung. Durch spezielle                             Feldstärke von 3 Tesla (T) erreicht [20]. Die Verbreitung von
Sequenztechniken wie Magnetization Transfer (MT) kann der                          Magneten mit höherer Feldstärke, im klinischen Umfeld ver-
Läsionskontrast erhöht werden [8–12]. Für Nachweis und                             mehrt mit 3 T und in Forschungsinstituten mit 7 T, sowie die
Verlaufskontrolle der meisten Raumforderungen ist die i.v.-                        Entwicklung der parallelen Bildgebung führen zu einer Ver-
Gabe von MRT-Kontrastmitteln (KM) notwendig. Die im                                besserung des zur Verfügung stehenden Signals. Dieses kann
Rahmen der tumorinduzierten Neoangiogenese gebildeten                              einerseits für eine bessere Auflösung, andererseits für schnel-
Gefäße weisen einen pathologischen Wandaufbau mit fehlen-                          lere Untersuchungen genutzt werden. Hierdurch wird der Ein-
den „tight junctions“ zwischen den Endothelzellen auf, was                         satz hochauflösender 3D-Sequenzen zunehmend auch für kli-
zu einer Störung der Blut-Hirn-Schranke führt [13, 14].                            nische Zwecke praktikabel, typischerweise Gradientenecho-
Hierdurch kommt es zu einem Austritt des Kontrastmittels in                        sequenzen in T1-Gewichtung (z. B. T1-MPRAGE) und Spin-
den Extrazellularraum, aus dem es nicht durch die Blutströmung                     echosequenzen in T2-Gewichtung (z. B. T2-SPACE, 3D-
unmittelbar wieder ausgewaschen wird, sondern mehrere Stun-                        FLAIR). Mit einer hohen isotropen Auflösung und einer
den verbleibt. Bei der Kontrastmittelbildgebung handelt es sich                    Kantenlänge von 1 mm oder geringer ermöglichen sie die se-
also nicht um eine direkte Darstellung von Tumorzellen. Die                        kundäre Rekonstruktion von Schichten in beliebigen Raum-
morphologische Tumorbildgebung beruht in erster Linie auf die-                     richtungen und können für die Neuronavigation und die
sem Nachweis des in das Gewebe ausgetretenen KM in T1-Ge-                          Bestrahlungsplanung weiterverwendet werden.
wichtung sowie der Darstellung des perifokalen Tumorödems in
T2- bzw. FLAIR-Gewichtung (Abb. 1).                                                Die Volumetrie bietet gegenüber der Messung von Durchmes-
                                                                                   sern nach den RECIST- [21] oder den verbreiteten Macdonald-
Bei den gebräuchlichen Kontrastmitteln handelt es sich um                          Kriterien [2] den Vorteil einer erhöhten Genauigkeit, setzt
Gadoliniumchelate. Im Vergleich zum verbreiteten Gado-                             aber bisher eine zeitaufwendige manuelle Segmentierung der
butrol (Magnevist, Bayer Schering Pharma, Leverkusen) han-                         Läsionen voraus [22]. Durch den geringeren Partialvolumen-
delt es sich bei Gd-BOPTA (MultiHance, Bracco, Konstanz)                           effekt der isotropen 3D-Sequenzen erleichtern diese eine Teil-
um ein Kontrastmittel mit verstärkter Proteinbindung und er-                       automatisierung der Segmentierung, die den Einsatz der Vo-
höhter Relaxivität. In verschiedenen Studien konnte nachge-                        lumetrie auch im klinischen Umfeld möglich erscheinen lässt.
wiesen werden, dass dadurch die Detektionsrate maligner
Hirnläsionen erhöht und die Abgrenzbarkeit verbessert wer-                         „ Funktionelle MRT
den kann [15, 16]. Bei einer gleichen Einfachdosis von 0,1
mmol/kg Körpergewicht ist das Signalverhältnis von Läsion                          Obwohl die MRT die Methode mit der höchsten Sensitivität
zu normalem Hirngewebe erhöht, wodurch sich die Sensitivi-                         für die Detektion von Hirntumoren ist, ist ihre Spezifität ge-
tät für die Detektion von Läsionen erhöhen lässt [17].                             ring. Funktionelle MRT-Techniken erlauben über die reine
                                                                                   morphologische Darstellung hinaus die Messung und Visua-
Wegen der in letzter Zeit vermehrt diskutierten unerwünsch-                        lisierung von Gewebeparametern wie Perfusion, Diffusion
ten Wirkungen gadoliniumhaltiger KM wie der nephrogenen                            und metabolischer Zusammensetzung.
systemischen Fibrose (NSF), wird eine Dosissteigerung über
die Normaldosis von 0,1 ml/kg Körpergewicht nur noch ungern                        Spektroskopie
vorgenommen. Eine gute Alternative stellen KM mit einer                            Die Magnetresonanzspektroskopie (MRS) vermag Gewebe
erhöhten Relaxivität wie das Gd-BOPTA dar, die bei gleicher                        anhand ihrer metabolischen Eigenschaften zu charakterisie-
Dosis eine Verbesserung des Läsionskontrastes ermöglichen                          ren, was besonders auch bei Hirnläsionen gelingt [23]. Mittels

     a                                                   b                                                  c

Abbildung 1: FLAIR (a) und T1-gewichtetes MRT vor (b) und nach (c) Applikation von Gd-BOPTA (MultiHance).

                                                                                                            J NEUROL NEUROCHIR PSYCHIATR 2010; 11 (1)   37
Bildgebende Verfahren im Therapiemanagement von Hirntumoren

Tabelle 1: Bei neuroonkologischen Fragestellungen hauptsächlich verwendete Metabolite bei einer Echozeit von 135 ms. δ =
chemische Verschiebung. Aus [24].
Abkürzung          Metabolit                             Position                                    Marker
Cho                Phosphocholin [PC],                   δ = 3,22 ppm                                Zellmembranumbau, Zellproliferation
                   Glycerophosphorylcholin
Cr                 Creatin und Phosphocreatin            δ = 3,03 ppm und 4 ppm                      Temporärer Speicher für energiereiche Phosphate
NAA                N-Acetyl-L-Aspartat                   δ = 2,01 ppm                                Marker für neuronale Zelldichte und intakte Neurone
Laktat                                                   δ = 1,33 ppm (invertiertes) Dublett         Anaerobe Glykolyse, Hypoxie
Lipide             Freie Fettsäuren                      δ = 1,2–1,4 ppm                             Nekrose

Protonen-(1H-) Spektroskopie werden bei mittlerer Echozeit                           Ausnahme sind lediglich die seltenen pilozytischen Astro-
(TE, 135 ms) die in Tabelle 1 aufgeführten Metabolite erfasst.                       zytome Grad I. Weitere spektroskopisch nachweisbare Mar-
                                                                                     ker für das Vorliegen einer Anaplasie sind Laktat und Lipide
Grundsätzlich findet sich eine erhöhte Konzentration von                             [23, 24].
Cholin bei allen primären und sekundären Hirntumoren
(Abb. 2), die Höhe der Konzentration korreliert laut den Er-                         Die MRS kann in Einzelvoxel-Technik, welche ein minimales
gebnissen mehrerer Studien mit dem Grad der Anaplastizität.                          Volumen von etwa 1 cm3 abdecken kann, oder in Multivoxel-
                                                                                     Technik (Chemical Shift Imaging [CSI]) – auch spektroskopi-
                                                                                     sche Bildgebung genannt – durchgeführt werden. Beim CSI
 a                                                                                   wird ein Block von jeweils etwa 1 cm3 großen Voxeln gemes-
                                                                                     sen. Mit dieser Technik lassen sich neben den MR-Spektren
                                                                                     für die einzelnen Voxel auch Metabolitenkarten in Farb-
                                                                                     kodierung generieren, die dann anatomischen Bildern überla-
                                                                                     gert werden können [23, 24] (Abb. 3).

                                                                                     Nach aktueller Studienlage ist die Sensitivität eines kombi-
                                                                                     nierten Einsatzes der MRS mit der T2*-gewichteten Perfusions-
                                                                                     bildgebung zum Nachweis von anaplastischen Inseln in Glio-
                                                                                     men signifikant höher als die der alleinigen Verwendung der
                                                                                     T1-gewichteten kontrastverstärkten Bildgebung [25]. Die 1H-
                                                                                     MRS ist des Weiteren sehr gut geeignet, Strahlentherapie-
                                                                                     folgen von einem Rezidivtumor abzugrenzen [26, 27]. Bei
                                                                                     dieser Fragestellung deuten erhöhte Cholin/NAA- und
                                                                                     Cholin/Creatin-Quotienten auf ein Tumorrezidiv bzw. eine
                                                                                     Malignisierung hin [26–30]. Ein Cholin/Kreatin-Quotient
                                                                                     von > 2 wurde als Schwellenwert für eine Tumorprogredienz
                                                                                     vorgeschlagen [30]. Von allen Metaboliten, die derzeit mittels
                                                                                     MRS aufgelöst werden können, ist Cholin der geeignetste Mar-
 b                                                                                   ker, um nach der Therapie von Hirntumoren ein Rezidiv von
                                                                                     nicht neoplastischen Hirnläsionen zu unterscheiden [23]. Im
                                                                                     Zweifelsfall ist eine Verlaufsuntersuchung nach 6 Wochen hilf-
                                                                                     reich – eine fortbestehende Erhöhung der Cholinresonanz deutet

                                                                                         a                                     b

Abbildung 2: Spektroskopie. Während das Verhältnis der Metabolite Cholin (Cho)       Abbildung 3: Spektroskopische Metabolitenkarten. Durch Farbkodierung der bei Hirn-
zu N-Acetyl-Aspartat (NAA) im normalen Hirngewebe < 1 ist (a), ist für Tumorgewebe   tumoren erhöhten Verhältnisse Cholin (Cho)/Creatin (Cr) (a) und Cho/N-Acetyl-
eine Erhöhung der Verhältnisse Cho/NAA und Cho/Kreatin (Cr) typisch (b).             Aspartat (NAA) (b) können Tumoranteile mit erhöhtem Wachstum visualisiert werden.

38     J NEUROL NEUROCHIR PSYCHIATR 2010; 11 (1)
Bildgebende Verfahren im Therapiemanagement von Hirntumoren

auf eine Tumorprogredienz, eine Abnahme auf therapiebedingte                          und bei Patienten mit Gliomen in vivo nachgewiesen werden
Veränderungen hin [23].                                                               [34]. Der ADC kann deshalb möglicherweise dazu genutzt
                                                                                      werden, niedrig- und hochmaligne Tumoren zu unterschei-
Zusammenfassend erhöht die MRS in Ergänzung zu den kon-                               den, heterogene Areale innerhalb eines Tumors abzugrenzen
ventionellen MRT-Sequenzen die Sensitivität und Spezifität                            und das Therapieansprechen zu kontrollieren.
für die korrekte Einordnung neu aufgetretener, suspekter
Hirnläsionen nach Strahlentherapie auf 100 bzw. 85,7 % (Stu-                          In hochmalignen Anteilen ist der ADC niedrig, während er in
die an 34 Gliompatienten [30]). Die MRS ist zudem von Nut-                            niedrigmalignen Anteilen erhöht ist. Die Eignung des ADC
zen, um die Wirksamkeit einer Chemotherapie auf Tumor-                                zum Monitoring der Tumorprogredienz wird zurzeit bei Pa-
gewebe nachzuweisen und früh zu kontrollieren, ob der                                 tienten mit Gliomen [35] und Hirnmetastasen [36] untersucht.
Tumor auf die Therapie anspricht. Berichtet wurde über eine                           Auch wenn man die relativ kleinen Fallzahlen dieser Studien be-
parallel zur Reduktion der Tumormasse stattfindende Abnah-                            rücksichtigt, sehen die Ergebnisse vielversprechend aus. Bei
me der Cholinkonzentration unter Temozolamid- [31] sowie                              Therapieansprechen wird eine Steigerung des ADC während der
PCV-Chemotherapie (Procarbazin, Lomustin, Vincristin)                                 Therapie beobachtet, während er bei Nichtansprechen konstant
[27]. Allerdings ist zu vermuten, dass nur Zentren mit ausrei-                        ist oder fällt [37]. Wie auch bei der Perfusionsbildgebung sollte
chender Erfahrung in der Akquisition und Auswertung der                               beachtet werden, dass eine Glukokortikoidtherapie die Diffu-
Spektroskopie die in den Studien angegebenen Zahlen für                               sivität im ödematösen Hirngewebe deutlich verringern kann
Sensitivität und Spezifität erreichen, weil die Untersuchung                          [38]. Deshalb sollte der Überweiser den Radiologen über eine
technisch anspruchsvoll und sowohl für Artefakte als auch für                         Medikation mit Steroiden immer informieren.
Bedienfehler anfällig ist. Deshalb und aufgrund des zusätzli-
                                                                                      Ein häufig benutztes Maß für eine Quantifizierung der Direk-
chen Zeitbedarfes von ca. 20 Minuten pro Untersuchung wird
                                                                                      tionalität ist die fraktionale Anisotropie (FA) [39]. Ihr Wert
die Spektroskopie trotz der mittlerweile recht guten Unter-
                                                                                      reicht von 0–1, wobei 0 einer kugelförmigen Bewegung wie
stützung durch die Gerätehersteller in der Regel nur von spe-
                                                                                      in der grauen Substanz oder im Liquor und 1 einem unendlich
zialisierten Zentren angeboten.
                                                                                      langen Ellipsoid in hochgradig organisiertem Gewebe wie der
                                                                                      weißen Substanz entspricht. Werte im faserreichen gesunden
Diffusion                                                                             Corpus callosum können bis zu 0,85 erreichen, während die
Die Diffusionsbildgebung ist sensitiv für die Molekular-                              geringste FA in der weißen Substanz der subkortikalen U-Fa-
bewegung des Wassers. Im Hirn ist die Molekularbewegung                               sern nur 0,20 beträgt. Weil die FA mit der Faserdichte korre-
vor allem richtungsabhängig, besonders in der weißen Sub-                             liert, kann ihre Bestimmung auch als Methode zur Beurtei-
stanz. Diese Direktionalität wird Axonen und Myelinscheiden                           lung der Tumorinfiltration von Faserbündeln dienen. Dabei
zugeschrieben [32]. Werden diese zerstört, z. B. im Rahmen                            ist anzunehmen, dass die Infiltration die Ordnung der Faser-
eines Traumas oder als Residuum nach einem Infarkt, kann                              bündel stört und die FA sinkt, was in verschiedenen Studien
die Diffusionsbewegung ungerichtet stattfinden – der appa-                            dokumentiert wurde [40–42]. Eine schnelle und reproduzier-
rente Diffusionskoeffizient ADC steigt. Durch Tumoren mit                             bare Quantifizierung der Faserintegrität kann deshalb Infil-
ihrer hohen Zelldichte wird die Diffusion dagegen einge-                              trationsmuster zeigen, die mit der konventionellen Bildge-
schränkt, der ADC sinkt.                                                              bung nicht sichtbar sind.

Die Methode hat zur frühen Darstellung des ischämischen                               Neben der Quantifizierung der FA können mithilfe der Dif-
Hirninfarktes große klinische Bedeutung und Beliebtheit er-                           fusionsvektoren über so genannte „Fiber-Tracking“-Algorith-
langt [33]. Die umgekehrte Korrelation zwischen dem ADC                               men auch Faserverläufe dargestellt werden (Abb. 4). Auf die-
und der Zellularität von Hirntumoren konnte in Tiermodellen                           se Weise ist es möglich, vor einer neurochirurgischen oder

   a                                                                                                                                                          b

Abbildung 4: Farbkodierte Darstellung der fraktionalen Anisotropie (a) und Darstellung der Faserbahnen um den Tumor (Fiber-Tracking) (b).

                                                                                                                  J NEUROL NEUROCHIR PSYCHIATR 2010; 11 (1)       39
Bildgebende Verfahren im Therapiemanagement von Hirntumoren

radiotherapeutischen Therapie funktionell wichtige Faser-                             wird. Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass
verläufe darzustellen, um diese bei der Therapie nicht unnötig                        hochgradige Gliome höhere rrCBV und rrCBF aufweisen als
zu schädigen.                                                                         niedergradige. Die Werte sind am höchsten bei Glioblasto-
                                                                                      men mit einer deutlichen Überlappung zwischen hoch- und
                                                                                      niedriggradigen Gliomen [25, 47, 49–51], die zu einer gerin-
Perfusion                                                                             gen Spezifität besonders bei der Differenzierung zwischen
Dynamische Suszeptibilitätsbildgebung                                                 Grad 2 und 3 führt. Aus unserer Erfahrung hat die Perfusions-
Die Perfusionsbildgebung wird bei intrakraniellen Fragestel-                          bildgebung zur Voraussage des WHO-Grades von Gliomen
lungen am häufigsten als dynamische „First-Pass“-Suszepti-                            und zur Differenzierung der Glioblastome von anderen
bilitätsbildgebung (DSC) mit einem Kontrastmittelbolus                                Tumorentitäten eine im Vergleich zu Spektroskopie und dy-
durchgeführt. Als Alternative kommt das arterielle Spin-                              namischer Kontrast-MRT (DCE-MRT) überlegene Aussage-
Labelling (ASL) in Frage, bei dem das in das Untersuchungs-                           kraft [47]. Aufgrund der kürzeren Akquisitionsdauer und der
gebiet einfließende Blut magnetisch markiert und als intrinsi-                        besseren prädiktiven Werte in der Differenzialdiagnose be-
sches Kontrastmittel verwendet wird [43]. Bei der DSC-                                vorzugen wir die Perfusionsbildgebung gegenüber der Spek-
Perfusionsbildgebung wird eine T2*-gewichtete, üblicher-                              troskopie und der DCE-MRT, besonders bei Patienten mit re-
weise echoplanare Sequenz in kurzen Abständen von um die                              duziertem Allgemeinzustand und geringer Compliance.
1,5 s wiederholt, während das Kontrastmittel appliziert wird.
Das Kontrastmittel bewirkt eine T2*-Signalminderung, aus                              Da die Genauigkeit der Probengewinnung für die Histopatho-
deren Verlauf nach dem Prinzip der Indikator-Verdünnungs-                             logie als Goldstandard bei heterogenen Tumoren mit niedrig-
theorie Parameterkarten des zerebralen Blutvolumens (CBV)                             und hochgradigen Anteilen limitiert ist, ist eine durch funkti-
und Blutflusses (CBF) errechnet werden können [44] (Abb. 5).                          onelle MRT-Methoden geleitete Biopsie besonders bei den
Bei neuroonkologischen Fragestellungen wurde bisher vor al-                           morphologisch homogen erscheinenden niedergradigen Glio-
lem der Parameter CBV untersucht [45].                                                men wichtig. Tumorbereiche mit gesteigerter Mikrozirku-
                                                                                      lation in der Perfusionsbildgebung korrespondieren gut mit
Die Resultate mehrerer kleinerer Studien deuten darauf hin,                           anaplastischen Bereichen mit aktivem Tumorwachstum. Die-
dass die DSC-Perfusionsbildgebung in der präoperativen                                se Areale sollten dann Ziel der stereotaktischen Biopsie sein
Diagnostik von Gliomen, ZNS-Lymphomen und solitären                                   [52].
Metastasen sowie deren Differenzierung von Infektionen und
demyelinisierenden Erkrankungen nützlich ist [25, 46, 47].                            Studien zeigen, dass die Perfusionsbildgebung dazu beiträgt,
Für diese Fragestellungen bietet sie höhere prädiktive Werte                          Therapieansprechen, Resttumor und Therapieversagen besser
als die konventionelle MRT-Bildgebung. Obwohl die Mor-                                zu beurteilen. Sie kann auch bei der Differenzierung zwischen
phologie von solitären Metastasen und primären Hirntumoren                            Tumorrezidiv und Radionekrose helfen, bei der noch Jahre
in der konventionellen MRT gleich sein kann, erlauben                                 nach der Bestrahlung eine neue Kontrastmittelanreicherung
Perfusionsbildgebung und teils Spektroskopie eine Unter-                              auftreten kann. Anreichernde Läsionen mit rrCBV-Verhält-
scheidung [47, 48]. Während Metabolitenverhältnisse, relati-                          nissen von > 2,6 sprechen für ein Tumorrezidiv, während Ver-
ve regionale zerebrale Blutvolumina (rrCBV) und -flüsse                               hältnisse von < 0,6 eine therapiebedingte Anreicherung nahe-
(rrCBF) keine Differenzierung erlaubten, war das CBV in den                           legen. In der Differenzierung problematisch ist anreicherndes
peritumoralen, kein Kontrastmittel aufnehmenden, T2-hyper-                            Gewebe mit einem CBV-Verhältnis von 0,6–2,6. In diesen
intensen Regionen von Glioblastomen signifikant höher als                             Fällen können zusätzlich nuklearmedizinische Verfahren
bei Metastasen [47, 48].                                                              oder die Spektroskopie hinzugezogen werden. Deren zusätzli-
                                                                                      che Aussagekraft ist allerdings dadurch eingeschränkt, dass
Das korrekte Grading von Gliomen hat erhebliche klinische                             sich aufgrund der geringen Ortsauflösung im Falle von
Bedeutung, weil eine adjuvante Therapie nach Resektion                                Tumorgewebe auch nekrotisches Gewebe und umgekehrt im
üblicherweise nur bei hochgradigen Gliomen durchgeführt                               Messvolumen befindet.

                                                                                      Bei niedergradigen Gliomen ist aufgrund der intakten Blut-
     a                                                                      b         Hirn-Schranke eine Quantifizierung der Perfusion möglich –
                                                                                      die Bestimmung des CBV kann dazu genutzt werden, das
                                                                                      Therapieansprechen vorherzusagen. In einer aktuellen Studie
                                                                                      hatten schnell wachsende niedergradige Gliome ein signifi-
                                                                                      kant höheres CBV als solche mit stabilen Tumorvolumina.
                                                                                      Auf ähnliche Weise konnte durch die Perfusionsbildgebung
                                                                                      bei niedergradigen Gliomen nach Radiotherapie eine Unter-
                                                                                      gruppe von Patienten mit einem höheren CBV im Tumor und
                                                                                      einer kürzeren rezidivfreien Überlebenszeit nachgewiesen
                                                                                      werden.

                                                                                      Insgesamt liefert die Perfusionsbildgebung bessere Voraus-
                                                                                      sagewerte als die konventionelle MRT, indem sie regionale
Abbildung 5: In der T2*-dynamischen MR-Perfusion Verminderung des zerebralen
Blutvolumens (CBV) (a) und des Blutflusses (CBF) (b) im Tumorareal (→) links tempo-   Unterschiede in der zerebralen Mikrovaskulatur normalen
ral.                                                                                  und pathologischen Hirngewebes sichtbar macht. Durch die

40       J NEUROL NEUROCHIR PSYCHIATR 2010; 11 (1)
Bildgebende Verfahren im Therapiemanagement von Hirntumoren

relativ kurzen Akquisitions- und Nachbearbeitungszeiten so-         fusion, Glukosestoffwechsel, Aminosäuretransport, Prolife-
wie die Verwendung einer Standarddosis des für die morpho-          ration, Apoptose, aber auch Rezeptorexpression.
logische Bildgebung ohnehin applizierten MRT-Kontrastmit-
tels kann sie leicht in die klinische Routinekontrolle integriert   Aufgrund der höheren räumlichen Auflösung und der Mög-
werden.                                                             lichkeit zur quantitativen Datenauswertung ist die Positronen-
                                                                    emissionstomographie (PET) das nuklearmedizinische Ver-
Dynamische Kontrastmittel-MRT                                       fahren der Wahl. 18F-Deoxyglukose (FDG) ist der am häufigs-
Die dynamische kontrastmittelverstärkte MR-Bildgebung,              ten eingesetzte Tracer bei PET-Untersuchungen und bietet die
auch T1-Dynamik oder Dynamic Contrast-Enhanced MRI                  Möglichkeit der Erfassung des regionalen FDG-Stoffwech-
(DCE-MRI) genannt, beruht auf der Quantifizierung der MR-           sels, der insbesondere bei höhergradigen Gliomen erhöht ist.
Signaländerung durch T1-Effekte während und nach der                Niedriggradige Gliome nehmen wenig FDG auf und können
Kontrastmittelpassage. Hierzu werden T1-gewichtete Gra-             nicht immer mit FDG dargestellt werden. Bekannt ist eine
dientenechosequenzen mit hoher zeitlicher und räumlicher            Korrelation zwischen dem FDG-Uptake und dem Grad der
Auflösung verwendet. Der KM-Injektion, z. B. als Bolus über         Gliome [59]. Eine Limitation der FDG-Untersuchungen sind
60 s (Tofts-Modell) oder als kontinuierliche KM-Gabe (Brix-         falsch positive Ergebnisse bei entzündlichen oder postopera-
Modell), folgt die Datenakquisition über eine mehr als das          tiven Veränderungen [60].
5-Fache der Injektionsdauer betragende Zeit. Die zeitliche
Auflösung sollte hoch genug sein, um während der ersten             Aus diesem Grund wurde der Einsatz von markierten Amino-
KM-Passage mindestens 3 Datenpunkte aufnehmen zu kön-               säuren bei Hirntumoren untersucht. Die meisten Studien wur-
nen. Gleichzeitig ist eine ausreichende räumliche Auflösung         den mit Methyl-11C-L-Methionin (MET) durchgeführt [61].
zur Abbildung kleinerer Gefäße und zur Verringerung von             Die Aufnahme von MET bei Hirntumoren ist hoch und die
Partialvolumeneffekten nötig. Die gemessenen Signal-Zeit-           Erkennbarkeit sehr gut, da der MET-Uptake im normalen Ge-
Kurven weisen in Abhängigkeit von der Vaskularisierung              hirn sehr niedrig ist. MET wird bei der Fragestellung Tumor-
des Gewebes charakteristische Verläufe auf. Die Beurtei-            rezidiv versus radiogene Nekrose mit guten Ergebnissen ein-
lung kann deskriptiv (qualitativ) oder mittels mathematischer       gesetzt [61]. Ein unspezifischer Uptake wird aber auch mit
Modelle (quantitativ) erfolgen. Verschiedene Parameter der          dieser Aminosäure gemessen.
Kontrastmittelanflutung erlauben die Beurteilung von Vas-
kularisation, Permeabilität und Tumorheterogenität. Bei             Ein anderer Tracer, der bei Hirntumoren limitiert eingesetzt
der qualitativen Beschreibung wird ein sehr frühes Kon-             wurde, ist die Aminosäure 3,4-Dihydroxy-6-18F-Fluoro-L-
trastmittelanfluten mit vermehrter Neovaskularisation in            Phenylalanin (DOPA). In einer aktuellen Studie wurde F-18-
Verbindung gebracht [53–56]. Die Intensität der Kontrast-           DOPA erfolgreich bei niedriggradigen Gliomen und Tumor-
mittelanreicherung steht in Relation zur Gefäßpermeabilität         rezidiven eingesetzt [62]. Die Sensitivität betrug 98 % und die
[57].                                                               Spezifität 86 %. Eine weitere F-18-markierte Aminosäure, die
                                                                    bei Hirntumoren zunehmend Einsatz findet, ist O-(2-18F-
Erste klinische Evaluationsstudien wurden zur Diagnostik            Fluoroethyl)-L-Tyrosin (FET). Aufgrund der Deregulierung
von Astrozytomen durchgeführt [58]. Es wird angenommen,             des Aminosäuretransportes ist der Uptake von FET in Hirn-
dass ein schneller Anstieg der Signal-Zeit-Kurve mit einer          tumoren hoch. Der genaue Mechanismus dafür ist nicht klar,
hohen Vaskularisation einhergeht. Im weiteren Kurvenver-            ein Aminosäureeinbau erfolgt nicht. Höhergradige Gliome
lauf kann es zu einem zusätzlichen Anstieg, einem Plateau           zeigen einen höheren FET-Uptake, eine Korrelation zum
oder einem langsamen Signalabfall, dem so genannten „wash-          Grading konnte allerdings nicht gezeigt werden [63]. FET
out“, kommen. Problematisch ist die interindividuelle               wird im Rahmen der Differenzialdiagnostik, des Gradings,
Schwankungsbreite. In einigen Hirntumoren erreicht die KM-          der Rezidivdiagnostik und des Therapiemonitorings von
Anreicherung bereits nach 1 Minute das Maximum und zeigt            Hirntumoren verwendet.
anschließend ein „wash-out“, während sich bei anderen ein
Plateau bildet oder eine akzelerierende Anreicherung zu be-         Proliferationsmarker wie F-18-Fluoro-3’-Deoxy-3’-L-Fluoro-
obachten ist. Innerhalb eines Tumors können an verschiede-          thymidin (FLT) werden zunehmend zur biologischen Charak-
nen Stellen unterschiedliche Anreicherungsverhalten vorlie-         terisierung von Hirntumoren eingesetzt. FLT wird transpor-
gen, sodass im Extremfall alle beschriebenen Anreicherungs-         tiert und phosphoryliert, weitere metabolische Schritte erfol-
kurven innerhalb einer Läsion gemessen werden. Die quanti-          gen nicht [64]. Der FLT-Uptake in Tumoren ist generell nied-
tative Auswertung erfolgt mithilfe von pharmakokinetischen          riger als der von FDG oder MET. Choi et al. berichten über
Modellen auf Grundlage physiologischer Überlegungen.                einen erhöhten FLT-Uptake in höhergradigen Gliomen mit
Zumeist werden Mehr-Kompartiment-Modelle benutzt, die               einer Sensitivität von 79 % und einer Spezifität von 63 % [65].
eine Extravasation des Kontrastmittels voraussetzen und ma-         Weiterhin fanden die Autoren eine signifikante Korrelation
thematisch beschreiben. Die Modelle unterscheiden sich hin-         zwischen FLT-Uptake und dem Proliferationsindex ki-67
sichtlich der berechneten Parameter, der zu akquirierenden          [65]. Falsch positive Ergebnisse können jedoch auch mit FLT
Datensätze und der KM-Gabe.                                         vorkommen.

„ Nuklearmedizin                                                    Markierte Peptide wie Ga-68-DOTATOC und Ga-68-Bom-
                                                                    besin werden zunehmend für die Diagnostik und das Therapie-
Der Vorteil nuklearmedizinischer Untersuchungen ist die             monitoring von Hirntumoren eingesetzt (Abb. 6). Henze et al.
Darstellung von funktionellen Parametern wie Gewebeper-             berichten über den erfolgreichen Einsatz von Ga-68-DOTATOC

                                                                                         J NEUROL NEUROCHIR PSYCHIATR 2010; 11 (1)   41
Bildgebende Verfahren im Therapiemanagement von Hirntumoren

                     Abbildung 6:
               Patientin mit rechts   a                          b                                               c
     okzipitalem Oligodendrogliom
            WHO Grad II. T2-FLAIR-
        Bildgebung (a) und Ga-68-
             Bombesin-PET (b) mit
      kalottennaher Anreicherung.

bei Meningeomen [66]. Da die SSTR-2- (Somatostatin Re-
ceptor Subtype 2-) Expression bei diesen Tumoren hoch ist,           „ Relevanz für die Praxis
bietet die Rezeptorszintigraphie mit DOTATOC eine Mög-
lichkeit, diese Tumoren mit hohem Kontrast darzustellen. Die         In der Therapie von Hirntumoren kommen zunehmend
FDG-PET ist dagegen nicht hilfreich, da der Glukose-                 moderne Therapieansätze zum Einsatz, die eine sensitive
stoffwechsel in diesen langsam wachsenden Tumoren in der             Kontrolle des Therapieerfolges erfordern. Hierzu kom-
Regel niedrig ist. Ein anderer Tracer, der mit der Neuromedin-       men zunehmend bildgebende Verfahren zum Einsatz, mit
B-Expression korreliert, ist das Panbombesin-Analogon BZH3.          denen sich Eigenschaften des Tumors wie metabolische
Aufgrund der erhöhten Neuromedin-B-Expression wird Ga-               Zusammensetzung, Vaskularisierung und Durchblutung
68-BZH3 bei Gliomen erhöht aufgenommen und bei der Frage             darstellen lassen. Besonders praktikabel für den Einsatz
Tumorrezidiv versus radiogene Nekrose oder narbige post-             im klinischen Umfeld ist hierbei die Perfusionsbild-
operative Veränderungen im Rahmen von prospektiven Stu-              gebung. In spezialisierten Zentren und in der Wissen-
dien eingesetzt [67]. Der Einsatz der nuklearmedizinischen           schaft werden häufig auch Spektroskopie, Diffusions-
Verfahren ist bei geringer Verfügbarkeit durch die hohen             bildgebung und Positronenemissionstomographie an-
Kosten limitiert. Aufgrund der niedrigen Bildauflösung ist           gewandt.
zur Darstellung komplexer anatomischer Strukturen eine
Bildfusion mit CT- oder MRT-Daten erforderlich.

                                                                 Literatur:                                      FLAIR imaging in combination with pre- and
„ Biopsie                                                        1. Selznick LA, Shamji MF, Fecci P, Gromeier
                                                                                                                 postcontrast magnetization transfer T1-
                                                                                                                 weighted imaging: usefulness in the evalua-
                                                                 M, Friedman AH, Sampson J. Molecular
                                                                                                                 tion of brain metastases. J Magn Reson
Diagnostischer Goldstandard ist die stereotaktische Biopsie      strategies for the treatment of malignant
                                                                                                                 Imaging 2007; 25: 479–87.
                                                                 glioma – genes, viruses, and vaccines.
mit histopathologischer Diagnosesicherung. Diese invasive        Neurosurg Rev 2008; 31: 141–55.                 9. Hahnel S, Jost G, Knauth M, Sartor K.
Prozedur ist mit Komplikationen wie einer Morbidität von         2. Macdonald DR, Cascino TL, Schold SC Jr,
                                                                                                                 [Current use and possible future applications
                                                                                                                 of the magnetization transfer technique in
6,9 % und Mortalität von 1,3 % assoziiert [68], wobei in die-    Cairncross JG. Response criteria for phase II
                                                                                                                 neuroradiology]. Rofo 2004; 176: 175–82.
                                                                 studies of supratentorial malignant glioma.
ser Studie die Rate transienter oder permanenter neurologi-      J Clin Oncol 1990; 8: 1277–80.                  10. Erickson BJ, Campeau NG, Schreiner SA,
scher Defizite bei 2,9 % und 1,5 % lag.                                                                          Buckner JC, O’Neill BP, O’Fallon JR. Triple-
                                                                 3. Brandsma D, Stalpers L, Taal W, Sminia P,
                                                                                                                 dose contrast/magnetization transfer sup-
                                                                 van den Bent MJ. Clinical features, mecha-
                                                                                                                 pressed imaging of ‘non-enhancing’ brain
                                                                 nisms, and management of pseudoprogres-
                                                                                                                 gliomas. J Neurooncol 2002; 60: 25–9.
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                                                                                                                 Burtin P, Aube C, Caron-Poitreau C. Use of
                                                                 4. Nelson SJ, Cha S. Imaging glioblastoma
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                                                                                                                 half-dose gadolinium-enhanced MRI and
                                                                                                                 magnetization transfer saturation in brain
tumoren hat sich die MRT als Standardverfahren etabliert. In     5. Cha S, Lupo JM, Chen MH, Lamborn KR,         tumors. Eur Radiol 2001; 11: 117–22.
der morphologischen Bildgebung werden vor allem die Aus-         McDermott MW, Berger MS, Nelson SJ,
                                                                                                                 12. Pui MH. Magnetization transfer analysis
                                                                 Dillon WP. Differentiation of glioblastoma
dehnung der durch die Störung der Blut-Hirn-Schranke verur-      multiforme and single brain metastasis by       of brain tumor, infection, and infarction. J
                                                                                                                 Magn Reson Imaging 2000; 12: 395–9.
sachten Kontrastmittelanreicherung und des Tumorödems            peak height and percentage of signal inten-
                                                                 sity recovery derived from dynamic suscepti-    13. Bart J, Groen HJ, Hendrikse NH, van der
dargestellt. Neue therapeutische Verfahren wie Gentherapie,      bility-weighted contrast-enhanced perfusion     Graaf WT, Vaalburg W, de Vries EG. The
Immuntherapie und antiangiogenetische Therapie erfordern         MR imaging. AJNR Am J Neuroradiol 2007;         blood-brain barrier and oncology: new in-
                                                                 28: 1078–84.                                    sights into function and modulation. Cancer
eine genauere Kontrolle, um die Risiken unerwünschter Wir-                                                       Treat Rev 2000; 26: 449–62.
                                                                 6. Brant-Zawadzki M, Norman D, Newton
kungen zu vermindern und Rezidive unter Therapie frühzeitig      TH, Kelly WM, Kjos B, Mills CM, Dillon W,       14. Neuwelt EA. Mechanisms of disease:
zu erkennen. Hierzu bieten sich funktionelle MRT-Verfahren       Sobel D, Crooks LE. Magnetic resonance of       the blood-brain barrier. Neurosurgery 2004;
                                                                 the brain: the optimal screening technique.     54: 131–42.
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                                                                 contrast in neoplastic disease of the brain.    agents. Neuroradiology 2006; 48 (Suppl 1):
Therapiekonzepte sind diese Verfahren von Bedeutung, um          Top Magn Reson Imaging 1995; 7: 137–57.         34–40.
wirksame Therapien nicht als unwirksam zu verwerfen oder         8. Terae S, Yoshida D, Kudo K, Tha KK,          16. Schneider G, Kirchin MA, Pirovano G,
unwirksame Therapien zu verwenden.                               Fujino M, Miyasaka K. Contrast-enhanced         Colosimo C, Ruscalleda J, Korves M, Salerio

42    J NEUROL NEUROCHIR PSYCHIATR 2010; 11 (1)
Bildgebende Verfahren im Therapiemanagement …

I, La Noce A, Spinazzi A. Gadobenate dime-        30. Lichy MP, Plathow C, Schulz-Ertner D,
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Bildgebende Verfahren im Therapiemanagement von Hirntumoren

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                                                  3601–16.                                           65. Choi SJ, Kim JS, Kim JH, Oh SJ, Lee JG,       Korves M, Schneider G, Bohndorf K, Bongartz
906.                                                                                                 Kim CJ, Ra YS, Yeo JS, Ryu JS, Moon DH.
                                                  57. Knopp MV, Giesel FL, Marcos H, von                                                               G, van Buchem MA, Reiser M, Sartor K, Bourne
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