WALTER GRIMMER & perform the String Quintets by Franz Schubert & Philippe Racine - Solo Musica

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WALTER GRIMMER & perform the String Quintets by Franz Schubert & Philippe Racine - Solo Musica
WALTER GRIMMER &

perform the String Quintets
             by Franz Schubert
  & Philippe Racine
WALTER GRIMMER & perform the String Quintets by Franz Schubert & Philippe Racine - Solo Musica
WALTER GRIMMER &
                                  THE      3G    QUARTET
    perform the String Quintets by Franz Schubert & Philippe Racine
    RACINE Adagio für Streichquintett
    01 Adagio                                                          6:48

    SCHUBERT Streichquintett C-Dur, D 956
    02 I. Allegro ma non troppo                                        19:48
    03 II. Adagio                                                      13:20
    04 III. Scherzo. Presto – Trio. Andante sostenuto                  10:09
    05 IV. Allegretto                                                  10:01
    			                                                     Total Time 60:09

    Walter Grimmer: violoncello
    Egidius Streiff: violin
    Lisa Rieder: violin
    Mariana Doughty: viola
    Sébastien Singer: violoncello
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ZUM STREICHQUINTETT VON FRANZ SCHUBERT D 956 – OP. POSTH. 163
                                           «Seit der Erfindung der Notenschrift gibt es die Tonkunst in zwei Aggregatzuständen: als notierte und als
                                           klingende Musik. [...] Seit der Erfindung der Schallplatte hat sich verstärkt eine dritte Grösse zwischen
                                           Notation und Klang geschoben, nämlich der Interpret.»1
                                                Indes ist die Zielsetzung des Interpreten einzig und allein, die Musik «in ihrem innersten Wesen»2 als
                                           zeitlich gebundenen Klang hörbar zu vermitteln. Waches Formbewusstsein, empfindsamste Klangsensibilität
                                           in Bezug auf die Harmonik sowie Beherrschung der spieltechnischen und dynamisch-dramatischen
                                           Ausführung sind die Grundlagen, ohne die er sich nicht einmal in die Nähe der grossen Meisterwerke wagen
                                           kann.
                                                Eine massgebende Interpretation des Streichquintetts D 956, Schuberts instrumentalem Schwanen-
                                           gesang, unbestreitbarem Gipfel seiner Gattung, verlangt eine fundierte innovative Kunstfertigkeit seiner
                                           Interpreten; sie können sich das Stück freilich seit langem leider nur in einer recht zweifelhaften Drucklegung
                                           des verschollenen Manuskriptes aneignen: Spätestens seit der ersten Ausgabe als „Grand Quintuor“ von 1853
                                           bei C.A. Spina in Wien ist das Manuskript unauffindbar.
                                                Zahlreiche offensichtliche Unstimmigkeiten, auch Flüchtigkeitsfehler, die Schubert nicht mehr
                                           korrigierend hat bereinigen können, sind seltsamerweise auch von den neuesten sog. Urtextausgaben
                                           übernommen worden. Auch scheint es, immer im Vergleich mit anderen Spätwerken Schuberts, dass der
    Titelblatt Erstausgabe /               unbekannte Kopist besonders den letzten Satz des Quintetts mit dynamischen Anweisungen eigenmächtig
    Title page first edition /             und verschwenderisch überladen hat.
    Première édition de la page de titre   1
                                               S ilke Leopold: Über die Musik. https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/silke-leopold-ueber-die-musik-29457622.html,
                                                [consulté le 31 juillet 2019]
                                           2
                                               Ibid.

4                                                                                                                                                                        5
Ein offensichtliches Beispiel für die zweifelhafte Authentizität des überlieferten Textes: Am Schluss der                          Das so viel gespielte Stück, oft ad hoc zusammengewürfelt, oft auch einfach mit einem Stargast am
Exposition des ersten Satzes macht der letzte Dominantseptakkord nur Sinn, wenn diese wiederholt wird.                         zweiten Cello besetzt, hat allen Unstimmigkeiten zum Trotz seinen hohen Rang behalten können. Ich erlebte
Keinesfalls ist er ein «Wegweiser» zur anfänglichen Durchführungs-Tonart. Editionstechnisch gesehen                            es als eine grosse Chance, dieses ultimative Meisterwerk während Jahren immer wieder neu zu überdenken
müsste dieser Takt also als «erster Ausgang» kenntlich gemacht werden, der folgende Takt hingegen als                          und «auszuhören».
«zweiter Ausgang». Als weiteres Beispiel sticht die tradierte Verwässerung der Form des dritten Satzes und                         Das Abwägen der Nuancen, der stets vorhandene Zweifel an der Authentizität der überlieferten Partitur,
dessen Trio ins Auge. Seine überlieferte Gestalt ist auch hier neu zu lesen, die Coda natürlich nur einmal zu                  das Verwerfen oder das Hinzufügen von Spielanweisungen, das Ausformulieren des nicht Notierten, auch
spielen – der Interpret wird wahrhaftig zum Sinnstifter. Auf diesen Sachverhalt ist bisher in den Ausgaben und                 das „Lernen vom Partner“ und schliesslich das wiederholte Nachprüfen im Konzert – ein leidenschaftliches
in der Literatur zu Schubert seltsamerweise noch nicht eingegangen worden.                                                     musikalisches Abenteuer, auf welches ich lange habe warten müssen, hat mit dieser Einspielung seinen
    Durch seinen harmonisch uns so berührenden Gehalt, nicht zuletzt auch durch die zeitliche Ausdehnung,                      harmonischen Abschluss gefunden.
durch den «epischen Charakter»3 seiner letzten Werke scheint Schubert das «bergende Gehäuse»4 der                                  Mein tiefer Dank gilt meinen Freunden vom 3G-Quartett; nur durch ihren bedingungslosen künstlerischen
Sonatensatzform schier zu sprengen.                                                                                            Einsatz konnte diese Einspielung realisiert werden.
    Wie ein Leitmotiv erlebt der Hörer in jedem der drei ersten Sätze die langen und verzehrenden an- und                                                                                                                Walter Grimmer
abschwellenden Klänge. Anders das abschliessende Unisono-C des letzten Satzes: wie, wenn dieses nur noch,
unendlich abschwellend, als ein Verstummen in bodenloser Tiefe gedacht wäre?
    Die wechselseitige Funktions- und Lagenänderung der fünf Streichinstrumente – selbst die Bratsche                          ADAGIO FÜR STREICHQUINTETT PHILIPPE RACINE (2018/2019)
wird gelegentlich zum Fundament – ist eine der genialen Seiten dieses Quintetts; Möglicherweise hat der                        Meinem lieben Walter zu seinen vier mal zwanzig Jahren
Komponist hier die erweiterte Bass-Aura seines «Forellenquintetts» D 667 weiterentwickelt. Die vielen bereits                  Dieses Adagio für Streichquintett habe ich auf die Anfrage meines Freundes Walter Grimmer komponiert;
existierenden Quintette mit zwei Celli, von Boccherini bis Onslow, gehen eigene Wege und haben nichts                          es sollte im Konzert vor dem grossen Streichquintett in C von Schubert gespielt werden. Was für eine
gemeinsam mit Schuberts visionärem Wurf einer fast symphonisch anmutenden Kammermusik.                                         Geschichte! Was für einen Hügel würde ich neben dem Himalaya der Kammermusik gebären?
                                                                                                                                   Nun, ich habe eine Musik geschrieben, in der ich versuche, mich selber zu bleiben. Doch der Satz beginnt
3
    Ernest Ansermet, 1961. Les Fondements de la musique dans la conscience humaine. Neuchâtel, Ed. de La Baconnière, p. 420.   mit dem Schlusstriller der beiden Celli bei Schubert und immer wieder taucht ein C-Dur Akkord auf, oft filigran,
4
    Peter Gülke, 1973. Schubert. Munich, Ed. text + kritik, p.150.                                                             einmal nur sehr explizit. Und ich gebe dem zweiten Cello einige wiederholte Pizzicati zu spielen, ein Bezug auf

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das Adagio des grossen Österreichers. Sonst gibt dieser Satz den Instrumenten reichlich Gelegenheit zum              Seit 1965 unterrichtete Walter Grimmer mehr als zwei Generationen junger Cellisten, zuerst an der
Gesanglichen und zu einer bebenden Rhythmik. Ein Geschenk an den Auftraggeber: eine kurze Kadenz des              Hochschule der Künste in Bern, dann bis 2002 an der Zürcher Hochschule der Künste.
zweiten Cellos, gefolgt von einer Coda, in der die beiden Violinen zwei Oktaven höher die Pizzicati des Anfangs      Er ist Herausgeber der „Kunst des Cellospiels“, des musikalischen Testamentes seines Lehrers Maurice
wiederholen. Und der Satz endet mit einem langen tiefen C, welches den Anfang von Schubert einleiten soll.        Gendron, wie auch seiner virtuosen Version des „Pezzo capriccioso“ von Tschaikowsky.
Und hier betreten Sie eine neue Dimension...
                                                                                                Philippe Racine
                                                                                                                  3Gdreigenerationenquartett
                                                                                                                  Das 3G-Quartett wurde 2014 für eine Reihe von Konzerten und die Aufnahme der zwei Streichquartette von
WALTER GRIMMER                                                                                                    Klaus Huber gegründet (www.streiffzug.com). Die grosse Resonanz (Coup de cœur Charles Cros) bewog
Der Doyen unter den Schweizer Cellisten WALTER GRIMMER wurde 1965 von Paul Klecki als Solocellist                 die vier Musiker weitere gemeinsame Herzensangelegenheiten zu verwirklichen: die Streichquartette von
ins Berner Symphonieorchester berufen. Gleichzeitig erhielt er den Lehrstuhl für Violoncello am                   Heidi Baader-Nobs und Werke von Schumann, Haydn und Mozart. Mit der Einspielung der Quintette von Franz
Konservatorium der Bundeshauptstadt. Er war Gründungsmitglied der Camerata Bern und des legendären                Schubert und Philippe Racine schliesst sich ein Kreis.
Berner Streichquartetts, bekannt für seine zahlreichen Uraufführungen von Huber, Lachenmann, Lehmann,             www.dreigenerationenquartett.ch und www.streiffzug.com
Ferneyhough, Rihm, Holliger und vielen anderen. Im Arion-Trio, mit Igor Ozim und Ilse von Alpenheim, nahm er
sämtliche Werke für diese Besetzung von Mozart und Schubert auf, und während über zwei Jahrzehnte lang
spielte er mit dem Pianisten Stefan Fahrni im Duo. Daneben brachte er bahnbrechende Kompositionen zur             PHILIPPE RACINE
Schweizer Erstaufführung, wie die Konzerte von Isang Yun oder Witold Lutoslawski. Zahlreiche Werke für sein       1958 in der Schweiz geboren, absolvierte der Flötist Philippe Racine sein Musikstudium in Basel und Paris.
Instrument verdanken ihre Entstehung seiner Anregung, so auch « Die Seele muss vom Reittier steigen…» von         Er gehört zweifelsohne zu den vielfältigsten Musikern seiner Generation, ist er doch nicht nur brillanter
Klaus Huber (2002) Mit dem Ziel, seine beiden Streichquartette einzuspielen gründete er in Basel mit Egidius      Interpret des traditionellen Flötenrepertoires, sondern auch engagierter Verfechter der Musik unserer Zeit.
Streiff zusammen das 3-Generationen-Quartett.                                                                     Er hat auch mit grossem Erfolg improvisierte Musik, Pop und Jazz-Rock gespielt.
    2019 erschien seine nochmalige Einspielung von Werken Isang Yuns, ein Nachklang des Festivals                     Als Solist und Kammermusiker hat Philippe Racine in ganz Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika,
„Zeitgenuss 2017“ in Karlsruhe, programmiert von seinem im gleichen Jahr verstorbenen Freund Eduard               in Kanada, Lateinamerika und in Asien gespielt. Er hat einige Aufnahmen mit dem English Chamber Orchestra
Brunner.
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gemacht und hat als Solist mit zahlreichen Schweizer, Europäischen und Lateinamerikanischen Orchestern            LISA RIEDER
gespielt. Eine schöne Diskographie zeugt von seiner grossen Vielfältigkeit und von seinem Können.                 Die russisch-schweizerische Geigerin Lisa Rieder wird von vielen bekannten Musikerpersönlichkeiten für­
    Philippe Racine tritt auch vermehrt als Komponist in Erscheinung. Seine Werke wurden von bekannten            die Finesse und Reinheit ihres Spiels, für ihr technisches Können und ihre intellektuelle Neugier
Interpreten an renommierten Orten gespielt: Lucerne Festival, Tonhalle Zürich, Stadtcasino Basel,                 gelobt. Sie hat sich in der Schweiz, in Italien, Österreich, Deutschland und Frankreich einen her­
Paris, London usw. Racines Musik ist ein Ausdruck von grosser formaler und sprachlicher Freiheit. Er hat          vorragenden Ruf aufgebaut. Bei Raphaël Oleg in Basel und Dora Schwarzberg in Wien studiert, wird
Kammermusik, Vokal- und Choralmusik und symphonische Musik (mit und ohne Solisten) geschrieben.                   sie nun von Viktoria Mullova persönlich gefördert. Lisa war während 3 Jahren ausgewählte Künstlerin
    Philippe Racine ist auch ein begehrter und gefragter Pädagoge an der Zürcher Hochschule der Künste.           der Notenstein La Roche Privatbank und ist als Solistin mehrfach mit dem Sinfonieorchester Basel, dem
                                                                                                                  United Nations Orchestra, der Baden-Baden Philharmonie aufgetreten.

EGIDIUS STREIFF
Egidius Streiff hat sich seit seinem Studium bei Hansheinz Schneeberger und György Kurtàg mit auf­                MARIANA DOUGHTY
sehenerregenden Aufführungen von zeitgenössischer Musik profiliert, so etwa in Violinkonzerten von Wang           Mariana Doughty wurde in Cornwall geboren. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Chethams School of
Xilin, Lothar Voigtländer, Harry Crowl und Robert HP Platz. Er initiierte Kulturprojekte in der Mongolei und in   Music, Manchester, und am Jesus College Cambridge, bevor sie an der Guildhall School London und der
Nordkorea. Seine Forschungsarbeiten über Eugène Ysaÿe, Adolf Busch und Max Reger sind auf Bild und Ton            Musik-Akademie Basel studierte, wo sie seit 2001 unterrichtet. Mariana Doughty ist Solo-Bratschistin des
dokumentiert (BBC DVD of the year 2018). Egidius Streiff unterrichtet an der Musk-Akademie Basel.                 Kammerorchester Basel. Die Abwechslung zwischen Orchesterspiel und Kammermusik (Ensemble van der
                                                                                                                  Waals, 3G-Quartett) sowie zwischen Unterrichten und Konzertieren mit uralter und hochmoderner Musik
                                                                                                                  geniesst sie ebenso wie das tägliche Schwimmen im Rhein.

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SÉBASTIEN SINGER                                                                                                     THOUGHTS ON THE TOPIC OF THE STRING QUINTET BY FRANZ SCHUBERT
Nach sechzehn Jahren internationaler Karriere mit dem berühmten Schweizer Klaviertrio hat sich Sébastien             D 956 – OP. POSTH. 163
Singer entschieden, sich vermehrt dem Rezital zu widmen. Zu seinen Lieblingspartnern gehören seither der
Gitarrist André Fischer, mit dem er seit seiner Jugend im Duo spielt, die Pianisten Brigitte Meyer, Marc Pantillon   “Since the invention of musical notation we have had access to composed sound in two physical formats: as
und Paul Coker sowie der Organist Guy Bovet, mit dem ihn eine innovative Komplizenschaft verbindet, die weit         written notes and as played music. (…) Since the invention of the gramophone record a strong third factor
über das Musikalische hinausreicht.                                                                                  has thrust itself between written music and sound, namely the interpretation.” 1
    Als leidenschaftlicher Kammermusiker hat Sébastien Singer mit herausragenden Musikern wie Pierre                     Wherein the interpreter’s objective is solely and only to convey the music “in its innermost existence”2
Amoyal, Daniel Zisman, Gyula Stuller, Paul Neubauer, Steven Dann, Fabio Di Càsola, James Campbell und vielen         as an audible chronologically linked sound. The bases of which are watchful awareness of form, emotional
anderen gespielt.                                                                                                    sensitivity to sound in reference to the harmony as well as the mastery of musical technique and dynamic-
                                                                                                                     dramatic performance, without which one may not presume to come close to the greatest musical
                                                                                                                     masterpieces.
                                                                                                                         An authoritative interpretation of the string quintet D 956, Schubert’s instrumental swan-song and
                                                                                                                     indisputable peak of its genre, demands a profound, innovative craftsmanship from its interpreters; quite
                                                                                                                     simply because for a long time now the work has only been available in its somewhat dubious printed format
                                                                                                                     owing to the fact that the manuscript itself has been untraceable since the first edition listed as “Grand
                                                                                                                     Quintuor” was published in 1853 by C.A. Spina in Vienna. Numerous obvious inconsistencies and inadvertent
                                                                                                                     mistakes that Schubert was not able to correct or clarify are curiously enough included even in the newest
                                                                                                                     so-called original text. In particular it seems, when compared with other of Schubert’s later works, that the
                                                                                                                     unknown copyist cluttered the musical notation, particularly the last movement of the quintet, arbitrarily
                                                                                                                     and profusely with performing instructions for the dynamics.
                                                                                                                     1
                                                                                                                         S ilke Leopold: Über die Musik. https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/silke-leopold-ueber-die-musik-29457622.html,
                                                                                                                          (consulted 31 July 2019)
                                                                                                                     2
                                                                                                                         Ibid.

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A blatant example of the doubtful authenticity of the traditional text is that at the conclusion of the                            It’s remarkable that this piece, so often played, often thrown together in ad hoc manner, often simply with
exposition of the first movement, the last dominant seventh chord only makes sense if it is repeated. In                               a star guest as second cello, has despite all the inconsistencies held on to its high status. I have used this
no way is it a “signpost” to the initial key of the development. Seen from a technical angle it should be                              experience as a golden opportunity to think it through over many years and “listen to the message” of this
played recognisably as “first departure” and the following bar as “second departure”. A further example that                           definitive masterpiece.
springs to mind is the watering down of the form of the third movement and its trio. Its traditional form again                              The balance of the nuances, the constant and still existent doubts as to the authenticity of the handed-
needs a new reading, the coda of course only to be played once – the interpreter really has to metamorphose                            down score, the discarding or adding of playing directions, the formulation of what has not been written
into a true exponent of Schubert’s intentions. Curiously enough no published text on the works of Schubert                             out, even the “learning from partners in crime” – and finally the constant reviewing in concert – have been
has as yet addressed this issue.                                                                                                       a passionate musical adventure, which has finally found its conclusion with this recording, something that I
    Thanks to the harmonious and deeply emotive content, not least also to the temporal enlargement, the                               have had to wait such a long time for.
“epic character”3 of his last works, Schubert seems to break the “protective mould”4 of the sonata-allegro                                   My sincere thanks go to my friends from the 3G Quartet; this recording was only possible thanks to the
form.                                                                                                                                  unconditional artistic commitment of this quartet spanning three generations.
    In each of the three opening movements the long and all-consuming rise and fall of the notes serves to                                                                                                                            Walter Grimmer
remind the listener of a leitmotiv. Quite different from the concluding unison C of the last movement, which
must surely be intended to symbolise the falling silent of the bottomless deep through its seemingly endless
descent?                                                                                                                               ADAGIO FOR STRING QUINTET PHILIPPE RACINE (2018/2019)
    The alternating functions and positioning of the five string instruments – even the viola occasionally                             To my dear friend Walter, in recognition of his 80 years
becomes the foundation instrument – is one of the superb aspects of this quintet; quite possibly the                                   I have composed this Adagio for string quintet at the request of my friend Walter Grimmer; it should be played
composer sought to develop further the enhanced bass aura of his “Trout” Quintet D 667. Each of the                                    in concert before the great string quintet in C by Schubert. What a story! What kind of hillock have I created
many existing quintets with two cellos, from Boccherini to Onslow, has gone its own way; none of them                                  next to the Himalaya of chamber music?
have anything in common with Schubert’s visionary essay at almost symphony-like chamber music.                                              Well, I have written a type of music with which I have striven to stay true to my own self. And yet the
3
  Ernest Ansermet, 1961. Les Fondements de la musique dans la conscience humaine. (The foundations of music in the human conscience)   piece begins with Schubert’s closing trills for the two cellos and repeatedly a C major chord pops up, mostly
Neuchâtel, Ed. de La Baconnière, p. 420.                                                                                               delicately, but just once entirely explicitly. And as a reference to the Adagio from the great Austrian, I’ve
4
  Peter Gülke, 1973. Schubert. Munich, Ed. text + kritik, p.150.

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given the second cello some repeated pizzicati to play. In addition this piece gives the instruments plenty      of works as selected by his friend Eduard Brunner (1939–2017), and is as such a distant echo of the festival
of opportunity to be song-like and yet to create a throbbing rhythm. And as a gift for my friend who gave        “Zeitgenuss 2017” (Moments of delight, music of our times) in Karlsruhe.
me this commission: a short cadenza from the second cello, followed by a coda in which both violins repeat            Since 1965 Walter Grimmer has taught more than two generations of young cellists, firstly at the
the opening pizzicati two octaves higher. And the piece ends with a long deep C note, which should serve to      Academy of Arts in Berne, then from 2002 at the Zurich Academy for Arts. He edited the musical testament of
introduce the beginning of the Schubert. And now you enter into a totally different dimension...                 his teacher Maurice Gendron “Kunst des Cellospiels” (the art of playing the cello) and also Gendron’s concert
                                                                                             Philippe Racine     version of “Pezzo capriccioso” by Tchaikovsky.

WALTER GRIMMER                                                                                                   3Gdreigenerationenquartett
In 1965, the doyen amongst Swiss cellists, WALTER GRIMMER was appointed by Paul Klecki as soloist with the       The 3G Quartet was set up in 2014 for a series of concerts and the recording of the two string quartets by
Berne Symphony Orchestra. In the same year he was appointed to the professorial chair for cello in the Music     Klaus Huber (www.streiffzug.com). Overwhelming reactions (Coup de cœur Charles Cros) inspired the four
Conservatory, Berne, Switzerland’s capital city. He was a founding member of the Camerata Bern and the           musicians to continue with further favourite projects: the quartets by Heidi Baader-Nobs as well as works by
legendary Berne String Quartet; famed for numerous world premieres of the works of Huber, Lachenmann,            Schumann, Haydn, Mozart. The recording of the quintets by Franz Schubert and Philippe Racine completes a
Lehmann, Ferneyhough, Rihm, Holliger and countless others. As a member of the Arion-Trio with Igor Ozim and      circle of their activity.
Ilse von Alpenheim he both played and recorded the complete works of Mozart and Schubert for this scoring        www.dreigenerationenquartett.ch und www.streiffzug.com
whilst at the same time and over a period of twenty years playing in duet with the pianist Stefan Fahrni.
As such he is responsible for bringing to the attention of Swiss audiences the works of ground-breaking
composers with premiere performances of recitals from amongst others Isang Yun and Witold Lutoslawski.           PHILIPPE RACINE
     Thanks to suggestions he has made to their composers, countless works for the cello have been written,      Born in Switzerland in 1958, flutist Philippe Racine studied music in Basel and Paris. He has established a
including “Die Seele muss von Reittier steigen” (The soul must rise from its mount) by Klaus Huber (2002).       reputation as a brilliant and innovative flutist among music lovers of the traditional classical repertoire, and
Together with Egidius Streiff he founded in Basel the 3-Generation Quartet with the aim of recording both of     is also an intense and dynamic advocate of contemporary music. He has also dedicated himself to improvised
his string quartets. In 2019 his new recording of the works of Isang Yun was released; this recording consists   music, pop and Jazz-Rock with much success.

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Philippe Racine performs as a soloist and chamber musician throughout Europe, Canada, North and Latin         up an outstanding reputation in Switzerland, in Italy, in Austria, in Germany and in France. She studied with
America and Asia. He recorded extensively with the English Chamber Orchestra and as a soloist he played with      Raphaël Oleg in Basel, with Dora Schwarzberg in Vienna and is now coached personally by Viktoria Mullova.
many Swiss, European and Latin-American orchestras. A sizable discography testifies to his great versatility      Lisa was for three years the nominated artist for the Notenstein La Roche Privatbank. She regularly appears as
and exceptional talent.                                                                                           soloist with the Basel Symphony Orchestra, the United Nations Orchestra and the Baden-Baden Philharmonic.
    Racine is now more and more acknowledged as a composer. Famous musicians play his music in
renowned places: Lucerne Festival, Tonhalle Zurich, Stadtcasino Basel, Paris, London etc. Racine’s music is an
expression of a great liberty in form and language. He has written chamber music, vocal and choral works as       MARIANA DOUGHTY
well as symphonic pieces (with and without soloists).                                                             Mariana Doughty was born in Cornwall and educated at Chethams School of Music in Manchester and Jesus
    Philippe Racine is also a highly estimated and sought after pedagogue at the Zürcher Hochschule der Künste.   College Cambridge. After the Guildhall, London, she completed her studies at the Musik-Akademie Basel
                                                                                                                  where she has taught viola since 2001. As solo-violist of Kammerorchester Basel, Mariana Doughty enjoys the
                                                                                                                  contrast of teaching, of orchestra and chamber music (Ensemble van der Waals, 3G Quartet) and performing
EGIDIUS STREIFF                                                                                                   music of today or the last five centuries.
Egidius Streiff studied with Hansheinz Schneeberger and György Kurtàg and established himself since as an
exciting performer in mostly contemporary music. He is dedicatee of violin concerti by Wang Xilin, Lothar
Voigtländer, Harry Crowl and Robert HP Platz. He has initiated pioneering cultural project in Mongolia,and        SÉBASTIEN SINGER
North Korea and his research on Eugène Ysaÿe, Adolf Busch und Max Reger is well documented on CD and DVD          After sixteen years of an international career with the famous Swiss Piano Trio, Sébastien Singer has chosen
(BBC DVD of the year 2018. Egidius Streiff is teaching on the Musik-Akademie Basel.                               to devote himself more to recitals. Among his favourite partners are guitarist André Fischer, with whom he
                                                                                                                  has been playing as a duo since he was a teenager, pianists Brigitte Meyer, Marc Pantillon and Paul Coker, as
                                                                                                                  well as organist Guy Bovet, with whom he enjoys a complicity that goes far beyond music.
LISA RIEDER                                                                                                           A passionate chamber musician, Sébastien Singer has played with eminent musicians such as Pierre
Russian-Swiss violinist Lisa Rieder has been praised by several well-known music personalities for the            Amoyal, Daniel Zisman, Gyula Stuller, Paul Neubauer, Steven Dann, Fabio Di Càsola, James Campbell and many
refinement and purity of her playing, her technical proficiency and her intellectual curiosity. She has built     others.

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SUR LE QUINTETTE À CORDES DE FRANZ SCHUBERT D 956 – OP. POSTH. 163                                                           être un indicateur pour la tonalité du début du développement. Cette mesure devrait donc être reconnaissable
« Depuis l’invention de la notation de la musique, il existe deux formes de l’art musical: la forme écrite et la             comme « mesure de 1ère fois », la mesure suivante, en revanche, comme « mesure de 2ème fois ». Un autre
forme sonore. […] Depuis l’invention de la prise de son est venu s’intercaler un troisième élément entre la                  exemple concerne la dilution de la forme du troisième mouvement et de son trio. Celle-ci doit ici aussi être
notation et le son : l’interprète. » 1                                                                                       relue, la coda ne devra être jouée qu’une fois. Les interprètes devront véritablement se muer en explorateurs
     Cependant, le but de l’interprète ne consiste qu’en la tentative de rendre audible la musique « dans son                de sens. Il est étonnant que cet état de fait n’ait pas été pris en compte jusqu’à présent, ni dans les éditions
essence la plus intérieure » 2. Une conscience vive de la morphologie musicale, une sensibilité pour le son en               ni dans la littérature sur Schubert.
rapport avec l’harmonie, ainsi que la maîtrise de l’exécution technique, dynamique et dramatique sont les                         Grâce à sa substance harmonique qui nous touche tant, mais également grâce aux durées extrêmes, au
bases sans lesquelles il est impossible de s’aventurer dans la sphère des grands chefs-d’œuvre.                              « caractère épique » 3 de ses dernières œuvres, Schubert semble faire éclater la forme sonate, la « coquille de
     Une interprétation faisant autorité du quintette à cordes D 956, chant du cygne instrumental de Schubert,               protection » 4.
sommet incontesté de la musique de chambre, fait appel à un art accompli et innovant des interprètes;                             Dans les trois premiers mouvements, l’auditeur découvre, comme un « leitmotiv », les longs accords
ceux-ci, depuis longtemps, ne peuvent s’approprier l’œuvre que grâce à une édition douteuse du manuscrit                     qui croissent et décroissent et se consument. Et puis, ultime surprise, le do à l’unisson final du dernier
perdu: au plus tard après la première édition du « Grand Quintuor » parue en 1853 chez C. A. Spina à Vienne, le              mouvement. Comme si celui-ci était pensé comme un infini soupir, une perte de la parole d’une profondeur
manuscrit reste introuvable.                                                                                                 sans fond.
     De nombreuses incohérences évidentes, des fautes d’inattention que Schubert n’a plus eu le temps                             Les changements de fonction et de tessiture des cinq instruments – même l’alto se retrouve parfois dans
de corriger se retrouvent étrangement dans les soi-disant éditions « Urtext ». Il semble également qu’en                     le rôle de la basse – font partie des aspects géniaux de ce quintette. Schubert a-t-il voulu développer ici l’aura
comparaison avec d’autres œuvres tardives de Schubert, le copiste inconnu a vraisemblablement surchargé                      du grave de son « Forellenquintett D 667 »? Les nombreux quintettes existants avec deux violoncelles, de
le texte original d’indications de dynamique de façon arbitraire et prodigue, surtout dans le dernier                        Boccherini à Onslow, vont leur propre chemin et n’ont rien en commun avec l’ampleur visionnaire de Schubert
mouvement du quintette.                                                                                                      d’une musique de chambre presque symphonique.
     Un exemple manifeste de l’authenticité douteuse du texte: à la fin de l’exposition du premier mouvement,                     Malgré ces questionnements, cette œuvre autant jouée, souvent par des ensembles ad hoc, souvent
le dernier accord de septième de dominante n’a de sens que si l’exposition est répétée. Il ne peut aucunement                avec juste une grande star au deuxième violoncelle, a su conserver son haut rang.
1
    Silke Leopold: Über die Musik. https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/silke-leopold-ueber-die-musik-29457622.html,   3
                                                                                                                                 Ernest Ansermet, 1961. Les Fondements de la musique dans la conscience humaine. Neuchâtel, Ed. de La Baconnière, p. 420.
     [consulté le 31 juillet 2019]                                                                                           4
                                                                                                                                 Peter Gülke, 1973. Schubert. Munich, Ed. text + kritik, p.150.
2
    Ibid.

20                                                                                                                                                                                                                                                           21
J’ai vécu comme une grande chance la possibilité de pouvoir toujours repenser et « réécouter » cet ultime        WALTER GRIMMER
chef-d’œuvre. La pondération des nuances, les doutes persistants quant à l’authenticité des sources, le              Doyen des violoncellistes suisses, Walter Grimmer est nommé par Paul Klecki, en 1965, violoncelle solo de
rejet et l’ajout d’indications de jeu, l’écoute, la mise en forme de ce qui n’est pas noté, l’apprentissage grâce    l’Orchestre Symphonique de Berne. Dans ce même temps, il enseigne au conservatoire de la capitale suisse.
aux partenaires et, au concert, le baptême du feu – une aventure passionnante que j’ai attendue depuis               Il est membre fondateur de la « Camerata Bern » et du légendaire Quatuor de Berne, bien connu pour ses
longtemps. En voici l’aboutissement harmonieux avec cet enregistrement.                                              créations multiples, qu’elles soient de Huber, Lachenmann, Lehmann, Ferneyhough, Rihm, Holliger, et d’autres
    J’adresse ma profonde gratitude à mes amis du Quatuor 3G. Sans leur engagement artistique                        encore.
inconditionnel ce projet n’aurait jamais vu le jour.                                                                      Avec Igor Ozim et Ilse von Alpenheim, il forme le Trio Arion. Ils enregistreront notamment l’intégrale des
                                                                                                  Walter Grimmer     trios de Mozart et de Schubert. Avec le pianiste Stefan Fahrni, il jouera pendant une vingtaine d’années.
                                                                                                                          Walter Grimmer donnera en création suisse les concertos innovateurs de Lutoslawski et d’Isang Yun. Il
                                                                                                                     est le dédicataire de nombreuses œuvres, ainsi « À l’âme de descendre de sa monture… » de Klaus Huber, qu’il
ADAGIO POUR QUINTETTE À CORDES PHILIPPE RACINE (2018/2019)                                                           créera en 2002. Dans le but d’enregistrer les deux quatuors de ce dernier, il fonde à Bâle, avec Egidius Streiff,
À mon cher Walter pour ses quatre fois vingt ans                                                                     le Quatuor 3G (trois générations).
C’est à la demande de mon ami Walter Grimmer que j’ai composé cet Adagio pour quintette à cordes, censé                   En 2019, il enregistre encore des œuvres d’Isang Yun programmées pour le Festival « Zeit-Genuss 2017 »,
être joué en concert juste avant le grand quintette en do majeur de Schubert. Quelle histoire! De quel               à Karlslruhe, par son ami Eduard Brunner, décédé dans la même année.
monticule accoucherais-je à côté de l’Himalaya de la musique de chambre?                                                  De 1965 à 2002, Walter Grimmer a formé plus de deux générations de violoncellistes, d’abord à l’Université
     Eh bien, j’ai fini par écrire une musique en essayant surtout de rester moi-même, mais en la commençant         des Arts de Berne, puis à la « Zürcher Hochschule der Künste » à Zurich.
avec le trille final des deux violoncelles chez Schubert et en faisant surgir, en filigrane souvent, de façon très        Il a édité le testament musical de son professeur Maurice Gendron, « L’Art du violoncelle », ainsi que sa
explicite une seule fois, un accord de do majeur. Et en donnant au second violoncelle à jouer des pizzicati          version virtuose du « Pezzo capriccioso » de Tchaikovski.
répétés, référence à l’Adagio du grand autrichien. Autrement, ce mouvement fait la part belle au chant
des instruments et à une rythmique parfois trépidante. Cadeau au commanditaire de l’œuvre: une courte
cadence du second violoncelle suivie d’une coda où les deux violons reprennent deux octaves plus haut les
pizzicati du début. Et le mouvement se termine sur un long do grave qui doit introduire le début du Schubert.
Et ici, vous entrez dans une autre dimension…                                                   Philippe Racine
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3Gdreigenerationenquartett                                                                                             Paris, Londres etc. La musique de Racine est l’expression d’une grande liberté de forme et de langage. Il a
Le Quatuor 3G a été constitué en 2014 pour une série de concerts et l’enregistrement des deux quatuors à               composé de la musique de chambre, de la musique vocale, chorale et symphonique (avec et sans solistes).
cordes de Klaus Huber (www.streiffzug.com). Des réactions enthousiastes (Coup de cœur Charles Cros) ont                    Philippe Racine est également un pédagogue très estimé et sollicité à la Zürcher Hochschule der Künste
incité les quatre musiciens à poursuivre des projets qui leur tenaient à cœur: les quatuors de Heidi Baader-
Nobs aussi bien que des œuvres de Schumann, Haydn, Mozart. L’enregistrement des quintettes de Franz
Schubert et de Philippe Racine complètent le cycle de leur activité commune.                                           EGIDIUS STREIFF
www.dreigenerationenquartett.ch und www.streiffzug.com                                                                 Egidius Streiff a étudié avec Hansheinz Schneeberger et avec György Kurtàg, et il s’est profilé avec des
                                                                                                                       créations fracassantes: les concertos pour violon de Wang Xilin, Lothar Voigtländ, Harry Crowl et Robert HP
                                                                                                                       Platz. Il a initié et réalisé des projets culturels en Mongolie et en Corée du Nord.
PHILIPPE RACINE                                                                                                            Ses recherches sur Eugène Ysaÿe, Adolf Busch et Max Reger sont documentées sur BBC DVD of the year
Né en Suisse en1958, le flûtiste Philippe Racine a fait ses études musicales à Bâle et à Paris. Il fait certainement   2018. Egidius Streiff enseigne à la Musik-Akademie Bâle.
partie des musiciens les plus polyvalents de sa génération. Il n’est pas que le brillant interprète du répertoire
traditionnel pour flûte, mais également un défenseur engagé de la musique de notre temps. Il a également
touché à l’improvisation, la pop et au Jazz-Rock avec un succès non négligeable.                                       LISA RIEDER
    Philippe Racine a joué comme soliste ou comme chambriste dans toute l’Europe, aux Etats-Unis                       Beaucoup de personnalités musicales reconnues ne tarissent pas d’éloges pour la violoniste russo-suisse Lisa
d’Amérique, au Canada, en Amérique Latine et en Asie. Il a enregistré avec le English Chamber Orchestra                Rieder. Elles soulignent la finesse et la pureté de son jeu, sa maîtrise technique et sa curiosité intellectuelle.
et a joué comme soliste avec de nombreux orchestres Suisses, Européens et d’Amérique Latine. Une belle                 Lisa Rieder s’est forgé une renommée remarquable en Suisse, en Italie, en Autriche, en Allemagne et en
discographie témoigne de sa grande diversité et de son talent.                                                         France. Elle a étudié avec Raphaël Oleg à Bâle et avec Dora Schwarzberg à Vienne. Actuellement, Viktoria
    Le compositeur Racine commence de plus en plus à se faire connaître. Ses œuvres ont été jouées par des             Mullova personnellement l’encourage. Pendant trois ans, Lisa Rieder était l’artiste élue de la Notenstein La
interprètes de renom et dans des cadres prestigieux : Lucerne Festival, Tonhalle de Zurich, Stadtcasino Bâle,          Roche Privatbank. En soliste, elle a joué plusieurs fois avec le Sinfonie-Orchester de Bâle, le United Nations
                                                                                                                       Orchestra et la Philharmonie de Baden-Baden.

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MARIANA DOUGHTY
Mariana Doughty est née en Cornouailles. Elle fut éduquée à l’Ecole de Musique Chethams, à Manchester, et
au Jesus College Cambridge. Après avoir fréquenté la Guildhall School, à Londres, elle a complété sa formation
à l’Académie de Musique de Bâle, où elle enseigne l’alto depuis 2001. Altiste solo du Kammerorchester Basel,
elle apprécie le contraste entre enseignement, orchestre et musique de chambre (Ensemble van der Waals,
Quatuor 3G) en interprétant la musique de notre temps comme celle des cinq siècles passés.

SÉBASTIEN SINGER
Après seize ans d’une carrière internationale au sein du célèbre Swiss Piano Trio, Sébastien Singer a choisi
de se vouer davantage au récital. Parmi ses partenaires de prédilection figurent le guitariste André Fischer
avec qui il joue en duo depuis l’adolescence, les pianistes Brigitte Meyer, Marc Pantillon et Paul Coker, ainsi
que l’organiste Guy Bovet auquel le lie une complicité qui dépasse largement du cadre purement musical.
    Chambriste passionné, Sébastien Singer a joué avec d’éminents musiciens tels que Pierre Amoyal, Daniel
Zisman, Gyula Stuller, Paul Neubauer, Steven Dann, Fabio Di Càsola, James Campbell et beaucoup d’autres.          Produced by Walter Grimmer
                                                                                                                  Recording Producer, Editor, Engineer & Mastering: Andreas Werner, Silencium Musikproduktion
                                                                                                                  Recorded from June 1st to 3rd, 2020
                                                                                                                  Photos: Patrick Lehmann
                                                                                                                  Artwork & Layout: CC.CONSTRUCT, Barbara Huber
                                                                                                                  ℗ + © 2021 Solo Musica
                                                                                                                  Executive Producer Solo Musica: Hubert Haas

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© + ℗ 2020 Solo Musica GmbH
     Agnes-Bernauer-Straße 181, 80687 München
               www.solo-musica.de
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