Wettbewerbsprogramm Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung - Amazon AWS
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Eidgenössisches Finanzdepartement EFD
Bundesamt für Bauten und Logistik BBL
Bereich Bauten
Projektmanagement
Projekt TN10/5826.012
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
Öffentliche Ausschreibung nach GATT/WTO
Projektwettbewerb im offenen Verfahren für Architekten
Wettbewerbsprogramm
Verfahrensadresse
Bundesamt für Bauten und Logistik BBL
Dienst öffentliche Ausschreibungen
(b18018) Projektwettbewerb, Gesamtsanierung und Erweiterung Kanzlei, Schweizer Botschaft Singapur
Fellerstrasse 21
CH-3003 Bern
Fax. +41 58 463 26 98
E-Mail beschaffung.wto@bbl.admin.ch 28.06.2018Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 2 Übersicht Gegenstand und Ort des Wettbewerbs Es handelt sich um einen einstufigen Projektwettbewerb im offenen Verfahren für Architekten nach den Grundsätzen der SIA-Ordnung 142 für die Gesamtsanierung und Erweiterung der Kanzlei (Botschaft) in Singapur. Adressen - Sämtliche Dokumente können über die nachstehende Internetadresse bezogen werden und an dieser Adresse können zum gegebenen Termin online auch die Fragen gestellt und heruntergeladen werden: www.simap.ch. - Für sämtliche Belange des Wettbewerbs - insbesondere die Fragestellung und Abgabe der Pläne / Modelle - gilt die Verfahrensadresse auf der Titelseite. Termine - Ausschreibung auf www.simap.ch 03.09.2018 - Einschreibung per E-Mail an die Verfahrensadresse auf Formularen aus der Internetadresse (Simap) - Bezug der Unterlagen: verfügbar auf www.simap.ch ab Ausschreibungsdatum - Bezug des Modells an der Verfahrensadresse 10.09.2018 - Fragestellung auf www.simap.ch bis 01.10.2018 - Fragenbeantwortung auf www.simap.ch herunterladen ab 15.10.2018 - Empfohlene Anmeldung bis 05.10.2018 - Abgabe Pläne und Dokumente an der Verfahrensadresse 10.12.2018 - Abgabe Modell an der Verfahrensadresse 17.12.2018 - Beurteilung Preisgericht Januar 2019 - Rücknahme der nicht prämierten Unterlagen ab Ausstellungsort während der Bürozeiten März 2019 Zusammenfassung der verlangten Arbeiten - Situationsplan 1:200 inkl. Erdgeschoss - Sämtliche Grundrisse, Schnitte und Ansichten 1:200 - Fassadenschnitt 1:50 der Sanierung und Erweiterung - 1-2 Visualisierungen von innen oder aussen - Modell 1:500 auf abgegebener Modellgrundlage - Flächen- und Volumenberechnung nach SIA 416 - Nachweis Raumprogramm - Elektronischer Datenspeicher (CD oder USB-Stick) - Verfassercouvert (anonym - mit Kennwort beschriftet) enthaltend: - Ausgefülltes Verfasserblatt - Angaben gemittelter Stundenansatz - Einzahlungsschein (allfällige Preisentrichtung) - Selbstklebeadressetikette für die Zustellung des Juryberichtes Darstellungsart - Sämtliche Pläne in schwarz auf weissem Grund - Maximal 2 Pläne im A1 Querformat - in zwei Exemplaren ungefaltet in Mappe (gleiche Papierqualität) - Planverkleinerungen in Papierform auf Format A3 - in einem Exemplar - Die Pläne sind oben links zu nummerieren, mit einem Kennwort zu versehen und zu bezeichnen mit: "Kanzlei Singapur - Gesamtsanierung und Erweiterung" Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text meistens die männliche Form von personenbezogenen Hauptwörtern ge- wählt. Die Angaben beziehen sich jedoch auf Angehörige aller Geschlechter.
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 3
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung .................................................................................................................................................... 4
B. Bestimmungen zum Verfahren ................................................................................................................. 5
01) Auftraggeberin ....................................................................................................................................................... 5
02) Wettbewerbsart, Verfahren und Rechtsgrundlagen ............................................................................................... 6
03) Teilnahmeberechtigung ......................................................................................................................................... 7
04) Preissumme und Ankäufe ...................................................................................................................................... 8
05) Auftrag und Kosten ................................................................................................................................................ 9
06) Urheberrecht ........................................................................................................................................................ 10
07) Preisgericht und Verfahrensbegleitung ................................................................................................................ 11
08) Termine und Verfahrensablauf ............................................................................................................................ 12
09) Abgegebene Unterlagen ...................................................................................................................................... 15
10) Verlangte Arbeiten ............................................................................................................................................... 16
11) Darstellung und Kennzeichnung der verlangten Arbeiten .................................................................................... 17
C. Bestimmungen zur Projektaufgabe ........................................................................................................ 18
12) Umschreibung der Aufgabe ................................................................................................................................. 18
13) Rahmenbedingungen .......................................................................................................................................... 32
14) Lösungsvarianten ................................................................................................................................................ 37
15) Beurteilungskriterien ............................................................................................................................................ 38
16) Zusätzliche Informationen .................................................................................................................................... 39
D. Genehmigung und Begutachtung .......................................................................................................... 40
17) Programmgenehmigung durch das Preisgericht .................................................................................................. 40
18) Programmgenehmigung durch den SIA ............................................................................................................... 41Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 4
A. Einleitung
Ausgangslage
Das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL veranstaltet einen offenen Projektwettbewerb für Architekten um Vor-
schläge für die Gesamtsanierung und Erweiterung der Schweizerischen Kanzlei (Botschaft) in Singapur, Republik Sin-
gapur zu erhalten. Es ist beabsichtigt, den Wettbewerbssieger im Anschluss an das Verfahren mit der weiteren Planung
zu beauftragen.
Als offizielle Vertretung der Schweiz in Singapur deckt die Botschaft mit ihren Aktivitäten alle Themenbereiche der dip-
lomatischen Beziehungen zwischen den beiden Regierungen ab. Sowohl die Kanzlei als auch die Residenz liegen in
der Zentralregion Singapurs zwischen dem bevölkerungsreichen und repräsentativen Wohnsiedlungs- und Entwick-
lungsgebiet Bukit Timah und dem grössten Naturreservat Singapurs. Die Kanzlei befindet sich zusammen mit den
Dienstwohnungen und dem Personalhaus auf einem Compound 10 km nördlich vom Central Business District.
Das Kanzleigebäude wurde 1984 für ca. 10 Arbeitsplätze geplant. Im Laufe der Zeit wurden die Arbeitsplätze verdichtet
und zum Teil sogar im Untergeschoss mit ungenügendem Tageslicht angeordnet. Das vorhandene Flächenangebot
entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Viele Bauteile des Kanzleigebäudes kommen aufgrund der überdurch-
schnittlichen Beanspruchung durch das tropische Klima nach 35 Jahren Nutzungsdauer ans Ende ihres Lebenszyklus.
Die Gebäudehülle und die technischen Installationen müssen ersetzt werden.
In Zukunft sollen 30 zeitgemässe Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden und verschiedene Schweizer Akteure
unter einem Dach organisiert werden: Botschaft, Verteidigungsattaché, Swiss Business Hub und Schweiz Tourismus.
Es sollen transparente und multifunktional nutzbare Räume entstehen. Eine Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass die
Sanierung und Erweiterung der Kanzlei die wirtschaftlichste Lösung für die weitere Nutzung und Anpassung an die
Nutzerbedürfnisse ist.
Ziele der Bauherrschaft
Ziel der Auftraggeberin ist die langfristige Unterbringung der Kanzlei am bestehenden Standort. Es ist ein architektonisch
hochstehender Entwurf für die Gesamtsanierung und Erweiterung der Kanzlei zu finden, welcher die Schweiz in ange-
messener Weise repräsentiert und eine zeitgemässe und flexible Arbeitsplatzgestaltung erlaubt, die den künftigen Ver-
änderungen des Nutzers Rechnung trägt. Gleichzeitig ist der Auftraggeberin wichtig, den Grundsätzen des nachhaltigen
Bauens (umweltfreundlich und ressourcenschonend) Rechnung zu tragen.
Gesellschaft Im Vordergrund steht die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb der
Kanzlei sowie die Bereitstellung von hochwertigen und multifunktionalen Arbeitsplätzen
(Betriebsabläufe, Raumbeziehungen, Licht, Komfort, etc.). Die Kanzlei soll das Image der
Schweiz überzeugend repräsentieren und nach ihrer Sanierung und Erweiterung ein welt-
offenes, neutrales, modernes und zurückhaltendes Erscheinungsbild erhalten.
Wirtschaft Der Bauherr legt grossen Wert auf die betriebliche Flexibilität und Anpassungsfähigkeit
(Adaptierbarkeit an sich ändernde Bedürfnisse, funktionale Grundrisse, etc.), den Einsatz
von langlebigen und unterhaltsarmen Materialien sowie einen effektiven Einsatz der Fi-
nanzmittel (einfache und bewährte Lösungen, Low-Tech). Das Kostendach (vgl. Kapitel
05) ist einzuhalten.
Umwelt Auf das vorzufindende tropische Klima ist besonders Rücksicht zu nehmen (Sonnen- und
Regenschutz, Bepflanzung, Materialisierung, Licht, etc.). Ausserdem soll auf die lokalen
Gegebenheiten eingegangen (Integration des Baukörpers in die Landschaft, direktes Um-
feld, etc.) und eine schlüssige Aussenraumgestaltung (Zugänge, Personenströme, Aus-
senbereiche, etc.) gefunden werden.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 5
B. Bestimmungen zum Verfahren
01) Auftraggeberin
Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, Projektmanagement
Bundesamt für Bauten und Logistik BBL
Projektmanagement Ausland
Fellerstrasse 21, CH-3003 Bern
Folgende Ansprechstelle ist für alle Anfragen zuständig:
Bundesamt für Bauten und Logistik BBL
Dienst öffentliche Ausschreibungen
(b18018) Projektwettbewerb, Gesamtsanierung und Erweiterung Kanzlei, Schweizer Botschaft Singapur
Fellerstrasse 21
CH-3003 Bern
Fax: +41 58 463 26 98
E-Mail: beschaffung.wto@bbl.admin.ch
Internetadresse des Wettbewerbs: www.simap.chSingapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
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02) Wettbewerbsart, Verfahren und Rechtsgrundlagen
Es handelt sich um einen einstufigen Projektwettbewerb für Architekten im offenen Verfahren gemäss dem Bundesge-
setz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1) sowie der Verordnung über das öffentliche Beschaf-
fungswesen (VöB, SR 172.056.11). Zudem untersteht der Projektwettbewerb dem GATT/WTO-Übereinkommen über
das öffentliche Beschaffungswesen (GPA, SR 0.632.231.422).
Die SIA-Ordnung 142 (Ausgabe 2009, inkl. ergänzender Wegleitungen) wird subsidiär zu den gesetzlichen Bestimmun-
gen angewendet.
Die Verfahrenssprache ist Deutsch. Die Sprache der späteren Geschäftsabwicklung ist Deutsch und Englisch (lokale
Projektsprache: Englisch). Die Wettbewerbseingaben können in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch erfol-
gen. Das Wettbewerbsprogramm ist in Deutsch erhältlich. Der Jurybericht wird in Deutsch herausgegeben.
Es ist keine öffentliche Beurteilung vorgesehen.
Mit der Teilnahme am Wettbewerb anerkennen alle Beteiligten das vorliegende Wettbewerbsprogramm, die Fragenbe-
antwortung und die Entscheide des Preisgerichts in Ermessensfragen. In allen Phasen des Wettbewerbs ist durch alle
Beteiligten die Anonymität der Wettbewerbsbeiträge strikt zu wahren.
Für zivilrechtliche Streitigkeiten gilt der Gerichtsstand Bern.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 7
03) Teilnahmeberechtigung
Teilnahmeberechtigt sind Architektinnen und Architekten mit Wohn- oder Geschäftssitz in der Schweiz, oder einem Ver-
tragsstaat des GATT/WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen, soweit dieser Staat Gegenrecht
gewährt.
Die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft zwischen zwei, oder mehreren Architekturbüros ist nicht zulässig.
Der Bezug von weiteren Fachleuten durch die Teilnehmer ist grundsätzlich möglich, führt für die Auftraggeberin jedoch
zu keiner Verpflichtung (s.a. Kapitel 05).
Der Architekt bzw. das Architekturbüro muss für den Wettbewerb angemeldet sein und die unterschriebene Selbstde-
klaration über die Einhaltung der Verfahrensgrundsätze eingereicht haben.
Von der Teilnahme am Verfahren ausgeschlossen sind Fachleute die gemäss Ordnung SIA 142, Artikel 12.2 eine nicht
zulässige Verbindung zu einem Mitglied des Preisgerichts haben. Nicht zugelassen sind insbesondere Planer, die bei
der Auftraggeberin oder einem Mitglied des Preisgerichts (inkl. Sachverständige und Wettbewerbsbegleitung) angestellt
sind sowie Fachplaner, die mit einem Mitglied des Preisgerichts nahe verwandt sind oder in einem engen beruflichen
Zusammengehörigkeitsverhältnis stehen.
Vorbefassung
Die Architekturbüros Atelier Siebold Architectes (Genf), Baukontext GmbH (Bern) und Project Solutions (Singapur) sind
vorbefasst und werden nicht zum Wettbewerb zugelassen.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 8
04) Preissumme und Ankäufe
Die Gesamtpreissumme beträgt CHF 115'000 exkl. MWST. Es sind 5 - 10 Preise vorgesehen, für allfällige Ankäufe steht
max. 40% der Gesamtpreissumme zur Verfügung. Es besteht kein Anspruch auf eine feste Entschädigung. Preise und
Entschädigungen sind nicht Bestandteil eines späteren Honorars.
Das Preisgericht kann beschliessen, dass Wettbewerbsbeiträge, die in wesentlichen Punkten von den Programmbe-
stimmungen abweichen, angekauft und - falls der Beschluss einstimmig ausfällt - rangiert werden. Das Preisgericht hat
ferner die Möglichkeit, einen angekauften Wettbewerbsbeitrag im ersten Rang mit einstimmigem Beschluss zur Weiter-
bearbeitung bzw. zur Erteilung eines Auftrages zu empfehlen.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 9
05) Auftrag und Kosten
Das Preisgericht spricht zuhanden der Auftraggeberin eine Empfehlung aus, insbesondere für die Erteilung eines Auf-
trages an die Verfasserschaft des zur Weiterbearbeitung empfohlenen Beitrags. Danach erfolgt durch den Aufraggeber
der Vergabeentscheid. Der Entscheid wird verfügt.
Die Auftraggeberin beabsichtigt, die Verfasserschaft des im ersten Rang platzierten Projekts entsprechend der Empfeh-
lung des Preisgerichtes im Rahmen eines KBOB-Vertrags mit der Projektierung freihändig zu beauftragen. Sollte der
siegreiche Planer nicht über die nötige Eignung und Kapazität für die Erfüllung des Auftrages verfügen, so hat die Auf-
traggeberin das Recht, diesen zum Beizug von entsprechenden Subplanern und/oder Partnern zu verpflichten. Grund-
sätzlich soll die Planung zu 100% Teilleistungen (inklusive Phasen 51, 52, 53 gemäss LHO SIA 102, 103, 105, 108)
vergeben werden. Die Auftraggeberin behält sich allerdings vor in einem ersten Schritt nur die Phasen 31, 32, 33, 41
sowie teilweise die Ausführungsplanung im Rahmen von ca. 65% Teilleistungen phasenweise frei zu geben. Die Reali-
sierung durch einen GU bleibt in jedem Fall vorbehalten.
Aufgrund der räumlichen Entfernung, ist für die Phasen 32 bis 53 (nach SIA Leistung, www.sia.ch) des Siegerprojekts
die Zusammenarbeit mit einem lokalen Architekten, resp. örtlichen Bauleitung vorgesehen.
Die Auftraggeberin wünscht, dass der Siegerarchitekt einen lokalen Architekten evtl. als Subplaner beschafft. Die Be-
auftragung wird in Zusammenarbeit mit dem BBL erfolgen. Der Architekt des Siegerprojektes wird mit dem örtlichen
Architekten, resp. örtlichen Bauleitung eine Generalunternehmer-Ausschreibung erarbeiten mit dem Ziel, einen lokalen
Generalunternehmer für die Ausführung zu beauftragen.
Freiwillige Teammitglieder des Wettbewerbs können beauftragt werden, wenn diese einen erkennbaren Anteil am Wett-
bewerbsprojekt haben, gute Referenzen aufweisen und ein marktgerechtes Angebot einreichen.
Vorbehalten bleibt weiter die Zustimmung zur Realisierung und zur Finanzierung durch die dafür zuständigen Instanzen.
Falls es wegen Einsprachen oder Beschwerden zu einer Terminverschiebung oder zur Aufgabe des Projektes kommt,
entsteht dadurch kein Anrecht auf eine zusätzliche Entschädigung.
Die Testplanung zeigt eine Gesamtinvestition (Planung und Ausführung) von maximal CHF 5.0 Millionen auf. Diese
bildet das bis zum Projektabschluss einzuhaltende Kostendach. Das Bauvorhaben unterliegt aufgrund der diplomati-
schen Verträge nicht der MWST. Die Vorbereitungsarbeiten, das Bauwerk, die Umgebungsarbeiten und die Möblierung
(ohne Honorare, Nebenkosten und Bauherrenreserven) werden mit maximal CHF 3.0 Millionen veranschlagt. Die Aus-
stattung (Möblierung) entspricht einem normalen Bürostandard.
Aufgrund einer Intervention der WEKO äussert sich der SIA nicht zu Honorarvorgaben.
Die Bauherrschaft distanziert sich von der Honorarberechnung nach den aufwandbestimmenden Baukosten der LHO
102 (2014). Die Planung beruht auf das Phasenmodell der SIA.
Das Ziel der Auftraggeberin ist, mit der Honorarsumme aller Planer zusammen einen Grenzwert von 20% der Gesamtin-
vestition (maximal CHF 5.0 Millionen inkl. Honorare, Baunebenkosten sowie Reserven) nicht zu übersteigen. Dieser
Grenzwert dient als Verhandlungsbudget der gesamten Planerhonorare. Dies erlaubt eine angemessene und marktge-
rechte Honorierung.
Mit Abgabe des Wettbewerbsprojekts reicht der Teilnehmer einen Vorschlag für den gewünschten gemittelten Stunden-
ansatz (Formular 05) im Verfassercouvert ein. Der offerierte Stundenansatz dient als Grundlage für die nach der Zu-
schlagserteilung zu führenden Vertragsverhandlungen, zur Honorierung der allfälligen Nachträge im Zeittarif und haben
auf die Jurierung keinen Einfluss.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 10
06) Urheberrecht
Das Urheberrecht verbleibt bei der Verfasserschaft. Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen und Ankäufen ausge-
zeichneten Wettbewerbsarbeiten gehen ins Eigentum der Auftraggeberin über. Eine Publikation der Projekte durch die
Auftraggeberin erfolgt unter vollständiger Angabe der Autorenschaft, ein spezielles Einverständnis ist nicht erforderlich.
Publikationen von Wettbewerbsbeiträgen durch ihre Verfasserschaft bedürfen keiner Genehmigung durch die Auftrag-
geberin.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 11
07) Preisgericht und Verfahrensbegleitung
Das Preisgericht genehmigt die Programme und beantwortet die formulierten Fragen der Teilnehmer. Ausserdem beur-
teilt sie die Wettbewerbsprojekte, entscheidet über das Ranking, vergibt die Preise und etwaige Ankäufe. Es schreibt
den Beurteilungsbericht und gibt eine Empfehlung für die Weiterbearbeitung ab (Jurybericht). Das Preisgericht setzt sich
wie folgt zusammen:
Mitglieder des Preisgerichts
Fachpreisrichter (Architekten)
Winkler Hanspeter Architekt ETH, BBL Leiter PM, Bern (Juryvorsitz)
Brunner Jodok Architekt ETH, BBL Leiter PMAL, Bern (Ersatz)
Hartmann Simon Architekt ETH BSA, HHF Architekten, Basel
Hägg Mia Architektin, Dipl. arch Chalmers / FAS SIA OTIA, Locarno, Paris
Topalovic Milica Architektin ETHZ, Asst. Prof. für Territoriale Planung, Zürich (Ersatz)
Sachpreisrichter
Pitteloud Jacques Direktor EDA-DR, Bern
Jenni Marianne Chefin Immobilien EDA, Bern (Ersatz)
Martino Cristina BBL IM PFM, Bern
Tamborini Evelin BBL IM PFM, Bern (Ersatz)
Experten mit beratender Stimme (Bezug von weiteren Experten nach Bedarf)
Filliez Fabrice Missionschef in Singapur
Romanens Sophie Immobilien EDA, Bern
Wegmüller Bruno Kostenexperte, E'xact Kostenplanung AG, Worb
Verfahrensbegleitung
Vorbereitung / Vorprüfung
Gerber Karin Architektin ETH/EPFL, Baukontext GmbH Bern (Projektbegleitung)
Schaub Flurin Architekt FH, Baukontext GmbH Bern (Projektbegleitung)
BBL
Marty Lorenz Architekt ETH Projektleiter BH, BBLSingapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 12
08) Termine und Verfahrensablauf
Ausschreibung, Anmeldung und Bezug der Wettbewerbsunterlagen
Der Wettbewerb wird über www.simap.ch und in den Zeitschriften tec21, tracés und archi publiziert. Das Wettbewerbs-
programm, das Anmeldeformular sowie das Selbstdeklarationsformular können über www.simap.ch eingesehen und
heruntergeladen werden.
Die Anmeldung / Einschreibung zur Teilnahme hat per E-Mail mit dem Anmeldeformular an die Verfahrensadresse zu
erfolgen. Die Anmeldefrist dauert vom Zeitpunkt der Publikation bis zum Abgabetermin der Wettbewerbsarbeit. Empfoh-
len wird die Anmeldung bis am 05.10.2018, um die Teilnahmeberechtigungen frühzeitig prüfen und die Modellunterlagen
fristgerecht bereitstellen zu können.
Dem Anmeldeformular (Formular 01) ist die Selbstdeklaration (Formular 02) beizulegen. Das Anmeldeformular und die
Selbstdeklaration müssen unterschrieben eingereicht werden.
Die Bestätigung der Wettbewerbsteilnahme und der Versand des Gutscheins für den Modellbezug erfolgen nach Ein-
gang der Anmeldung. Erfolgt keine fristgerechte Abgabe eines vollständigen und zur Beurteilung zugelassenen Projek-
tes wird die Auftraggeberin die CHF 300.- Modellbaukosten dem entsprechenden Teilnehmer in Rechnung stellen.
Die Unterlagen (exkl. Modell) können auf der Simap-Plattform www.simap.ch ab dem 03.09.2018 heruntergeladen wer-
den. Das Modell kann ab dem 10.09.2018 unter Vorweisung des Gutscheins während den Öffnungszeiten der Waren-
annahme 08:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 16:00 Uhr bei der Verfahrensadresse abgeholt werden.
Besichtigung
Eine örtliche Besichtigung findet nicht statt.
Fragenbeantwortung
Über die Ausschreibung werden keine mündlichen Auskünfte erteilt. Zur Beantwortung von Fragen wird eine schriftliche
Fragenbeantwortung durchgeführt. Die Fragen sind schriftlich bis spätestens am 01.10.2018 auf dem Frageforum
www.simap.ch einzureichen. Fragen die nach diesem Termin eintreffen, werden nicht mehr beantwortet. Die Teilneh-
menden werden per E-Mail informiert, sobald die Antworten auf www.simap.ch zur Verfügung stehen. Diese können ab
dem angegebenen Termin auf der Internetseite eingesehen und heruntergeladen werden. Die Angaben aus der Frage-
beantwortung sind verbindlich und ergänzen das vorliegende Programm. Die Fragen müssen in ihrer Reihenfolge und
Gliederung dem Wettbewerbsprogramm folgen. Jede Frage sollte auf die entsprechende Kapitel-Nummer verweisen.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 13
Eingabefrist und Eingabebedingungen
Die Unterlagen sind mit dem Vermerk „(b18018) Projektwettbewerb, Gesamtsanierung und Erweiterung Kanzlei,
Schweizer Botschaft Singapur“ wie folgt an die Verfahrensaderesse zu senden:
Pläne und Unterlagen bis am 10.12.2018
Modell bis am 17.12.2018. Die Teilnehmer haften vollumfänglich für die Unversehrtheit des Modells während des Ver-
sands. Bei Versand durch Kuriere wird auf das Anonymitätsgebot verwiesen.
- Abgabe durch eine neutrale Person, der Teilnehmer selbst oder einem Kurier an der Warenannahme der Verfah-
rensadresse: Sie hat spätestens am Abgabetermin während den Öffnungszeiten der Warenannahme 08:00 bis
12:00 und 13:00 bis 16:00 Uhr gegen Ausstellung einer anonymen Empfangsbestätigung des BBL stattzufinden.
- Abgabe auf dem Postweg: Massgeblich für die Fristwahrung ist der Poststempel oder Strichcodebeleg einer
schweizerischen oder staatlich anerkannten ausländischen Poststelle (Firmenfrankaturen gelten nicht als Post-
stempel). Zusätzlich gilt der Kommentar der SIA Kommission 142 über den "Postversand von Wettbewerbseinga-
ben" (www.sia.ch Wettbewerbe Wegleitungen) mit den nachstehenden Ergänzungen:
. Die Teilnehmer müssen den Verlauf der Sendung unter www.post.ch unter "Track & Trace" verfolgen und,
wenn sie das Eintreffen am Ankunftsort nach 5 Tagen noch nicht feststellen können, dies unverzüglich dem
SIA-Generalsekretariat mitteilen. Dieses wird sich treuhänderisch und unter Wahrung der Anonymität mit ent-
sprechender Meldung an die Auftraggeberin richten. In jedem Fall ist das Vorhalten einer Kopie der Quittung
(mit dem Strichcode) von äusserster Wichtigkeit. Die Teilnehmer haben den Beweis für die Rechtzeitigkeit der
Angebotseinreichung sicherzustellen. Zu spät eingereichte Angebote können nicht mehr berücksichtigt werden.
Sie werden an den Absender zurückgesandt.
. Verweigert eine Versandstelle die Annahme einer anonymen Sendung, so darf nicht die Verfasserschaft als
Absender angegeben werden, sondern ist eine neutrale Treuhandstelle anzugeben, welche dem Teilnehmer
verfügbar ist (also KEINE fiktiven Adressen) und der Auftraggeberin keinerlei Rückschluss auf eine Verfasser-
schaft ermöglicht. Es empfiehlt sich, diesbezüglich frühzeitig die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen und
Informationen einzuholen (besonders für Teilnehmer aus dem Ausland).
Öffentliche Ausstellung / Bericht des Preisgerichts
Nach Abschluss der Beurteilung werden alle Projekte unter Namensnennung aller massgebend am Wettbewerbsprojekt
Beteiligten während 10 Tagen öffentlich ausgestellt. Datum, Ort und Öffnungszeiten der Ausstellung werden den Teil-
nehmern per E-Mail zusammen mit dem Entscheid des Preisgerichts bekannt gegeben. Der freihändige Zuschlag an
den Wettbewerbssieger gemäss Empfehlung des Preisgerichts erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt und wird publiziert.
Der Bericht des Preisgerichts (Jurybericht) wird auf den Zeitpunkt der Ausstellungseröffnung der Fach- und Tagespresse
zur Verfügung gestellt und während der Ausstellung den Teilnehmern abgegeben. Jenen, welche die Ausstellung nicht
besuchen konnten, wird er nach Abschluss der Ausstellung zugesandt, sofern eine Selbstklebeadressetikette vorliegt.
Weitere Interessierte können ihn an der Ausstellung kaufen.
Rücknahme der eingereichten Projekte
Die Rücknahme der nicht prämierten bzw. nicht angekauften Eingaben kann, an einem noch zu bekannt zu gebenden
Datum, ganztags während der Bürozeiten erfolgen. Nicht abgeholte Arbeiten werden nicht aufbewahrt.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 14 Termine Wettbewerbsverfahren Abgabe Unterlagen 03. September 2018 Abgabe Modell 10. September 2018 Schriftliche Fragen der Teilnehmer bis 1. Oktober 2018 Fragebeantwortung bis 15. Oktober 2018 Eingabe Wettbewerb bis 10. Dezember 2018 Eingabe Modell bis 17. Dezember 2018 Jurierung Januar 2019
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 15
09) Abgegebene Unterlagen
Die folgenden Unterlagen (exkl. Modell) sind ab Ausschreibungsdatum auf der Website www.simap.ch verfügbar:
Unterlagen
Unterlage 01 Vorliegendes Wettbewerbsprogramm* PDF
Unterlage 02 Geometerplan 1:500 DWG / PDF
Unterlage 03 Grundrisse, Schnitte und Ansichten des vorhandenen Kanzleigebäudes DWG / PDF
Unterlage 04 Fotodokumentation PDF / JPEG
Unterlage 05 Drohnenfilm mp4
Unterlage 06 Gutschein für Bezug der Modellgrundlage** PDF
Unterlage 07 Modellgrundlage 1:500 Holzkiste
Unterlage 08 Modellbau Höhenkurven DWG / PDF
Unterlage 09 KBOB Planervertrag PDF
* und zum gegebenen Zeitpunkt die Fragebeantwortung
** wird nach gültiger Einschreibung zugestellt
Formulare Anmeldung
Formular 01 Anmeldeformular - bei der Einschreibung unterschrieben einzureichen Word
Formular 02 Selbstdeklaration - bei der Einschreibung unterschrieben einzureichen Word
Formulare Wettbewerb
Formular 03 Nachweis Raumprogramm Excel / PDF
Formular 04 Verfasserblatt Word
Formular 05 Angaben gemittelter Stundenansatz WordSingapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 16
10) Verlangte Arbeiten
Die Teilnehmer haben die nachstehenden Dokumente einzureichen:
Planunterlagen
Es sind maximal 2 Pläne im A1 Querformat (Breite 84.1 cm x Höhe 59.4 cm) zugelassen. Davon sind zwei Plansätze
einzureichen (gleiche Qualität), wovon einer für die Vorprüfung dient und nicht zurückerstattet wird. Die Pläne müssen
ungerollt und ungefaltet in einer Mappe eingereicht werden. Zusätzlich ist ein Plansatz auf exaktes DIN-A3-Format in
Papierform verkleinert abzugeben. Die Pläne müssen folgenden Inhalt aufweisen:
A Situationsplan 1:200 auf dem abgegebenen Plan (Unterlage 02); die wesentlichen vorhandenen Angaben auf dem
Plan müssen lesbar bleiben, die Ausrichtung des Planes hat der Vorgabe zu entsprechen. Darzustellen sind:
Grundriss Erdgeschoss, Erschliessung durch Personen und Fahrzeuge, Parkierung (Zweiräder und Fahrzeuge),
Entfernung zu Grundstücksgrenzen, Bezeichnung der Eingänge, Höhenkoten über Meer, Angaben zur pflanzlichen
Gestaltung, Angaben zur Qualität und Begrenzung der Bodenbeläge, Aussenraumgestaltung;
B Sämtliche fürs Verständnis des Projektes erforderlichen Grundrisse, Schnitte und Ansichten 1:200; in den Schnit-
ten und Ansichten sind Angaben über das bestehende und das künftige Terrain zwingend sowie wichtige Hö-
henabmessungen (Gebäude- und Raumhöhen, etc.); auf den Plänen müssen die sicherheitsrelevanten Anforde-
rungen im Zugangsbereich, sowie die Kurzbezeichnung der Räume inkl. Raumnummer und Angaben zur Nutzflä-
che (NF) erkennbar sein;
C Fassadenschnitte 1:50 (Sanierung und Erweiterung) mit Angaben zur Konstruktion und Materialisierung;
D Eine bis max. zwei Visualisierungen von aussen oder innen (3D-Ansicht des Projektvorschlages);
Beilagen A4
E Nachvollziehbare Flächen- und Volumenberechnung nach SIA 416 mit Schemaplänen (Grundriss/Schnitt) in Pa-
pierform (A4-Format);
F Nachweis Raumprogramm auf dem Formular 03
Modell
H Volumetrisches Modell 1:500; kubische Darstellung des Projektvorschlages in der abgegebenen Modellgrundlage,
weiss matt ohne Plexiglasteile; die Art der Darstellung für die Bepflanzung ist frei.
Digitale Unterlagen (CD oder USB-Stick)
I Ein elektronischer Datenspeicher mit folgendem Inhalt (anonym - mit Kennwort beschriftet):
- Plakate in Originalgrösse (A1) als PDF
- Plakatverkleinerung auf exaktes DIN-A3 als PDF in hoher und tiefer Auflösung (300dpi/150dpi)
- Beilagen A4: Unterlagen E als PDF / Unterlage F als PDF und Originaldatei
Verfassernachweis
J Undurchsichtiges, neutrales und verschlossenes Verfassercouvert (anonym - mit Kennwort beschriftet) enthaltend:
- das ausgefüllte Formular "Verfasserblatt" (Formular 04)
- das ausgefüllte Formular "Angaben gemittelter Stundenansatz" (Formular 05)
- Einzahlungsschein (allfällige Preisentrichtung)
- eine Selbstklebeadressetikette zur Zustellung des Juryberichts (kein Briefumschlag)Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 17
11) Darstellung und Kennzeichnung der verlangten Arbeiten
Zwecks Einhaltung der Anonymität sind sämtliche eingereichten Elemente mit einem Kennwort zu versehen.
Alle massstäblichen Pläne sind rechts unten mit einem grafischen Massstab zu versehen, damit bei Planverkleinerungen
die Dokumente aussagekräftig bleiben. Ebenso sind die Pläne rechts unten zu nummerieren und mit dem Kennwort und
mit "Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung" zu versehen. Die Modellkiste ist oben und auf einer Breit-
seite mit dem Kennwort zu versehen; so bleibt bei gestapelten Modellkisten die Kennzeichnung sichtbar.
Alle Pläne sind wie die abgegebene Grundlage auszurichten. Sie werden für die Beurteilung und Ausstellung übereinan-
der aufgehängt. Die obere linke Hälfte des ersten Blattes enthält zwingend den Situationsplan.
Alle Dokumente sind in schwarzer Strichtechnik auf weissem, mattem Papier einzureichen. Die Darstellungstechnik soll
reproduktionsfähig (fotokopierbar) sein. Farbige Darstellungen und Elemente sind nicht ausdrücklich untersagt, aber es
wird erwartet, dass die Art der Darstellung sich darauf beschränkt, in angemessener Weise die Projektidee zu vermitteln.
Für die Beschriftung der Plakate ist mindestens eine Schriftgrösse von 14 Punkt zu verwenden. Die Raumbeschriftung
der Grundrisse, Schnitte und Ansichten kann kleiner ausfallen.
Präsentationsvorschlag
Vorschlag für die Präsentation der EingabenSingapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
WETTBEWERBSPROGRAMM 18
C. Bestimmungen zur Projektaufgabe
12) Umschreibung der Aufgabe
Gegenstand des Wettbewerbs
Gegenstand dieses Wettbewerbs ist die Gesamtsanierung und Erweiterung der Schweizerischen Kanzlei in Singapur,
Stadtstaat Singapur. Das Kanzleigebäude hat seit ihrer Errichtung 1984 keine wesentlichen baulichen Erneuerungen
erfahren. Bau- und Haustechnikinstallationen kommen aufgrund der überdurchschnittlichen Beanspruchung durch das
tropische Klima ans Ende ihres Lebenszyklus und müssen mittelfristig gesamtsaniert werden. Zudem sind diverse Si-
cherheitsmassnahmen von Nöten. Die unbefriedigenden und räumlich getrennten Arbeitsplätze von Schweiz Tourismus
und des Swiss Business Hubs (SBH) im Untergeschoss der Kanzlei sowie die suboptimale Raumaufteilung der konsu-
larischen Dienste und VISA erlauben keine effiziente und flexible Arbeitsgestaltung. Die vorhandenen Platzreserven sind
bereits ausgeschöpft.
Die Erweiterung der Kanzlei ist nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und im Hinblick auf eine zeitgemässe und
flexible Arbeitsgestaltung zu realisieren. Die Anordnung der Räumlichkeiten ist an die Anforderungen der Organisations-
struktur und den Sicherheitszonen der Kanzlei auszurichten. Dem städtebaulichen Erscheinungsbild und Kontext ist
gebührend Rechnung zu tragen. Insbesondere ist die Eingliederung auf dem Compound unter Berücksichtigung der
direkten Umgebung (Parkanlage, Bepflanzung, etc.) zu beachten. Die diplomatischen und konsularischen Aufgaben
sollen in Zukunft besser kanalisiert werden. Durch die Unterbringung von Schweiz Tourismus und SBH innerhalb der
Räumlichkeiten der Kanzlei sowie der Definition einer klar abgegrenzten Zone mit den konsularischen Dienstleistungen
und dem Publikumsverkehr sollen der Betrieb optimiert und die Sicherheit gesteigert werden.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 19 Werte der Schweiz und gewünschtes Erscheinungsbild im Ausland Das EDA koordiniert und gestaltet im Auftrag des Bundesrates die Schweizer Aussenpolitik, verfolgt dessen aussenpo- litischen Ziele, wahrt die Interessen des Landes und fördert Schweizer Werte. Unabhängigkeit, Sicherheit und Wohlfahrt sind gemäss Bundesverfassung grundliegende Anliegen des Landes. Die Schweiz verpflichtet sich zur Wahrung von folgenden Werten: - Armut und Not in der Welt lindern - Menschenrechte achten - Demokratie fördern - Friedliches Zusammenleben der Völker fördern - Natürliche Lebensgrundlagen erhalten Das Aussennetz der Schweiz ist eines der Instrumente zur Umsetzung der Schweizer Aussenpolitik. Es verfügt über mehr als 170 Vertretungen im Ausland und besteht aus Botschaften, Generalkonsulaten, Kooperationsbüros und Missi- onen. Das Erscheinungsbild der Schweiz im Ausland soll diese Werte widerspiegeln. Die Schweiz präsentiert sich im Ausland weltoffen, neutral, modern und innovativ, tritt jedoch gleichzeitig bescheiden, zurückhaltend und diskret-elegant in Er- scheinung. Es wird Wert auf "Swissness" gelegt, ohne in Klischees zu verfallen. Gleichzeitig kann auch die Beziehung zum Gastland thematisiert werden.
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 20 Betrieb, Funktionen und Aufgaben Nachfolgend werden die verschiedenen Sektionen und Akteure der Schweizer Botschaft sowie Ihr Aufgabengebiet in Singapur beschrieben: Botschaft Eine Botschaft ist die diplomatische Vertretung der Schweiz in einem fremden Staat. Der Hauptauftrag besteht in der Wahrnehmung der politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Interessen der Schweiz gegenüber dem Gastland. Dazu gehören auch die Imagepflege und das Betreiben eines Beziehungsnetzes. Botschaften unterhalten in der Regel auch Konsularabteilungen, die Dienstleistungen für Schweizer Staatsangehörige, aber auch gegenüber ausländischen Staatsangehörigen erbringen. Botschaft Singapur Als offizielle Vertretung der Schweiz in Singapur deckt die Botschaft mit ihren Aktivitäten alle Themenbereiche der dip- lomatischen Beziehungen zwischen den beiden Regierungen ab. Die Botschaft vertritt die Schweizer Interessen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Finanzen, Rechtsordnung, Wissenschaft, Bildung und Kultur. Dabei spielen enge Kontakte zu den Wirtschaftsministerien beider Länder eine wichtige Rolle. Zudem fördert die Botschaft die Schweizer Wirtschaft im Gastland, Schweizer Exporte und den Fremdenverkehr. Die Botschaft in Singapur umfasst verschiedene in der Schweizer Aussenpolitik tätige Akteure unter einem Dach. Die klassische diplomatische und konsularische Vertretung sowie Switzerland Global Enterprise mit dem Swiss Business Hub und Schweiz Tourismus. Missionsleitung Die Führung der gesamten Botschaft wird vom Schweizer Botschafter wahrgenommen und besteht im Aufbau und Pflege des Kontaktnetzes in Singapur. Verteidigungsattaché Der Verteidigungsattaché des VBS ist zuständig für alle Fragen bezüglich Verteidigung, Sicherheit und Militär. Er baut ein krisenresistentes und bündnisunabhängiges Netzwerk auf, welches auf dem Direktzugang zu Verteidigungsministe- rien und Generalstäben basiert. Diplomatische Aufgaben Diese Sektion koordiniert die diplomatischen Kontakte und Fragen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit. Sie ist verantwortlich für sämtliche Fragen zur Innen- und Aussenpo- litik und steht in enger Zusammenarbeit mit der Missionsleitung. Swiss Business Hub (SBH) ASEAN - Switzerland Global Enterprise Der Swiss Business Hub in Singapur fördert die Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und der Länder der Associ- ation of South East Asian Nations (ASEAN). Der SBH unterstützt Schweizer Firmen welche ihr Geschäft in den Märkten der ASEAN entwickeln möchten. Gelichzeitig wird auch der Wirtschaftsstandort Schweiz gefördert. Schweiz Tourismus Die Aufgabe von Schweiz Tourismus besteht darin, die Schweiz als Geschäftsreisen- und Tourismusdestination zu för- dern. Betriebsleitung, konsularische und Visa Dienstleistungen Die Betriebsleitung ist für die Gesamtverwaltung der Botschaft (Finanzenwesen, Personalangelegenheiten und Perso- naladministration, gesamte Administration mit Liegenschaften, Sicherheitsfragen, Informatik-Systemadministration, Lo- gistik) verantwortlich. Weiter ist diese Sektion auch für konsularische und Visa Dienstleistungen zuständig. Schweizer Bürger werden für die verschiedensten Fragen und Amtshandlungen wie Neuausstellung der Pässe und/oder Identitäts- karten, Meldungen von Zivilstands-Änderungen, An- und Abmeldungen, Beglaubigungen, Bescheinigungen usw. im konsularischen Teil vorsprechen. Ebenso suchen Schweizer Touristen Hilfe auf der Botschaft, wenn sie ihre Reisepa- piere verloren, finanzielle Probleme oder einen Unfall hatten. Ende 2017 waren 3’009 Schweizerinnen und Schweizer (inkl. Doppelbürger) immatrikuliert. Pro Jahr werden rund 3'000 Visagesuche bearbeitet - Tendenz steigend. Für diese ist ab Juli 2018 ein Outsourcing vorgesehen.
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 21 Lage des Wettbewerbsperimeters Der Stadtstaat Singapur liegt in Südostasien, an der Südspitze der Malakka-Halbinsel, rund 140 Kilometer vom Äquator entfernt. Die Ausdehnung der Hauptinsel Singapur von Ost nach West beträgt ca. 42 Kilometer, von Nord nach Süd ca. 23 Kilometer. Sowohl die Kanzlei wie auch die Residenz liegen in der Zentralregion Singapurs zwischen dem repräsentativen Wohn- siedlungs- und bevölkerungsreichen Entwicklungsgebiet Bukit Timah und dem grössten Naturreservat Singapurs, dem Central Water Catchment. Lage der Kanzlei (Botschaft) und Residenz Die Kanzlei (Botschaft) befindet sich zusammen mit den Dienstwohnungen und dem Personalhaus auf einem Compound im Swiss Club Link 1, rund 10 Kilometer nördlich vom Central Business District. Die Residenz ist in der Sime Park Hill 3 situiert inmitten eines grosszügigen Golfareals des Singapore Island Country Clubs. Die Kanzlei sowie die Residenz liegen rund 12 Autominuten voneinander entfernt. Im Folgenden wird ausschliesslich auf die Compoundsituation eingegangen.
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 22 Betrachtungsperimeter Betrachtungsperimeter; Standort der Kanzlei zwischen Wohnquartier und Swiss Club Eigentumsverhältnisse Der Compound wurde 1983 mittels eines Baurechtvertrages vom Schweizer Club für die Dauer von 99 Jahren erworben. Die Nutzung des Compounds ist somit bis 2082 sichergestellt. Die Kanzlei wurde im Jahr 1985 errichtet und befindet sich zusammen mit den Dienstwohnungen (DW1 bis DW4) und dem Personalhaus (SQ) auf dem Compound. Alle Gebäude befinden sich im Eigentum der Eidgenossenschaft. Nutzer des bestehenden Gebäudes (Kanzlei) ist das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), im genauen die Schweizerische Botschaft in Singapur vertreten durch den Botschafter, Schweiz Tourismus und das Wissenschaftsbüro des Swiss Business Hubs (SBH).
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 23 Planungsperimeter Planungsperimeter (Gesamtsanierung und Erweiterung Kanzlei) Eckdaten Grundstücksgrösse (Compound) 7'999 m2 Bestehende Geschossfläche Kanzleigebäude (Erdgeschoss) ca. 500 m2 Bestehende Ausnützungsziffer (Kanzlei, Dienstwohnungen und Personalhaus) 0.21
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 24 Compound mit Kanzleigebäude (KA), Dienstwohnungen (DW) und Personalhaus (SQ) Blick auf das Kanzleigebäude (vorne) mit Dienstwohnungen und Personalhaus (hinten)
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung
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Raumprogramm
Das Raumprogramm weist ein Mengengerüst von 30 Arbeitsplätzen (AP) und eine Nutzfläche von 583 m2 aus. Die AP
sind im Sinne einer zeitgemässen und nutzerorientierten Arbeitsgestaltung zur Verfügung zu stellen. Ziel ist, die Büro-
arbeitsplatzkapazität zu erhöhen und eine langfristige flexible Nutzung zur Verfügung zu stellen. Das Bürokonzept einer
modernen Verwaltungsstruktur fordert tendenziell eine offene und transparente Raumstruktur, welche Teamarbeit, Ko-
operation und Kommunikation innerhalb der Kanzlei und unter den verschiedenen Schweizer Akteuren erleichtert und
fördert. Die Räumlichkeiten müssen möglichst multifunktional und flexibel gestaltet werden.
Nr. Einzelbüro AP NF m2 Total m2 Verbindung Bemerkungen
100 MISSIONS- UND POSTENLEITUNG
101 Missionschef/in / Postenchef/in x 1 24 24 102/103/204/401
102 Stv. Missionschef/in / Postenchef/in x 1 12 12 101/201/202/203
103 Sekretariat Missionschef/in 1 9 9 101/505
Total Missions- und Postenleitung 3 45
200 DIPLOMATISCHE AUFGABEN
201 Diplomatische/r Mitarbeiter/in x 1 9 9 102/202/203
202 Assistent/in 4 9 36 102/201
203 Stagiaire diplomatique 2 9 18 102/201
204 Social Media Hub 1 9 9
205 Verteidigungsattaché VBS x 1 12 12 101/206
206 Assistent/in Verteidigungsattaché 2 9 18 205
207 Switzerland Global Enterprise Leiter (SHB) x 1 9 9 208
208 Switzerland Global Enterprise Mitarbeiter (SBH) 1 9 9 207
209 Reserve IZA / Diplomatische Aufgaben 2 9 18
Total Diplomatische Aufgaben 15 138
300 SCHWEIZ TOURISMUS (ST)
301 Schweiz Tourismus Leiter x 1 12 12 302
302 Schweiz Tourismus Mitarbeiter 3 9 27 301
Total Schweiz Tourismus 4 39
400 KONSULARISCHE DL UND BETRIEBSMANAGEMENT
401 Kanzleivorsteher/in / Betriebsleiter/in x 1 12 12 101/402/404
402 Stv. Kanzleivorsteher/in 1 9 9 401/404/406/407 Mehrpersonenbüro möglich
403 Kanzlei Registratur 24 24 Mehrpersonenbüro möglich, inkl. 18 Bigla-Schränke
404 Buchhaltung 1 9 9 401/402
405 Hauswart / Logistik (Büro) 2 9 18 Inkl. 1 AP für Ausläufer/Fahrer
406 Konsularisches und Visa (Büro) 3 9 27 402/407 Mehrpersonenbüro möglich
407 Schalterraum - Konsularisches und Visa 20 20 406 Mehrpersonenbüro möglich, inkl. Récéption
408 Warteraum Kunden (Konsulat, Visa und Récéption) 24 24 407 Einzeltoilette (Kunden) in direkter Nähe
Total Konsularische DL und Betriebmanagement 8 143
500 ALLGEMEINE RÄUMLICHKEITEN
501 Eingang Personal 12 12 Zwingend nur für Personal
502 Garderobe Personal 15 15 Inkl. Duschen Damen/Herren
503 Verpflegung Personal (Cafeteria) 24 24 504, 703 Inkl. räumlich abgetrennter Küche, inkl. Toiletten (D/H), Zugang Aussenraum
504 Konferenzraum 50 50 503 Für 25 Personen, unterteilbar in 2 Sitzungsräume
505 Wartebereich Gäste 12 12 103 Toiletten Damen / Herren in direkter Nähe
Total Allgemeine Räumlichkeiten 113
600 TECHNISCHE RÄUMLICHKEITEN
601 Serverraum 13 13 Eingeschränkter Zugang
602 Lagerraum / Betriebsmaterial 40 40 Zwingend gut isoliert und gekühlt
603 Archiv 40 40 Eingeschränkter Zugang (1 x 40 oder 2 x 20)
604 Werkstatt/Hausdienst 12 12
Total Technische Räumlichkeiten 105
GESAMTTOTAL NUTZFLÄCHE (NF) KANZLEI 583
Total Arbeitsplätze 30
700 UMGEBUNG
701 Parkplätze Personal 10 Motorfahrzeuge und 2 Motorräder (Tiefgarage)
702 Parkplätze Kunden / Gäste 3 Motorfahrzeuge (oberirdisch)
703 Aussenraum 503 Zugang Verpflegung Personal (Aufenthalt), Zugang Gäste
Raumprogramm
Die Flächenangaben sind in Nutzflächen (NF) nach SIA 416 auszuweisen. In den der Arbeit gewidmeten Räumen ist
Tageslicht erforderlich. Lager und Archivräume können fensterlos (indirektes Tageslicht, künstliches Licht) sein. Neben-
räume (Nebennutzflächen) wie Putzräume, Nasszellen etc. sind vom Planer in ausreichender Anzahl einzuplanen und
nach dem Funktionsschema (ggf. ergänzend) zu platzieren. Weitere technische Räumlichkeiten (Funktionsflächen) wie
beispielsweise für die Haustechnik sind vom Planer zu bestimmen.Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 26 Funktionsschema Funktionsschema
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 27 Beschreibung der räumlichen Zusammenhänge Untenstehend werden die verschiedenen räumlichen Zusammenhänge gemäss Raumprogramm beschrieben: Arbeitsplätze Die Missionsleitung (101) muss in der Nähe der Leiterin der Diplomatischen Aufgaben (201) sein. Zusammen mit dem Verteidigungsattaché (205) und dem Betriebsleiter (401) bilden sie das Managementteam der Vertretung und sollten nicht zu weit voneinander entfernt sein. Mitarbeitende, welche in Gemeinschaftsbüros untergebracht werden, können grundsätzlich aus verschiedenen Abteilungen sein. Es soll jedoch darauf geachtet werden, dass jede Abteilung als Ein- heit funktionieren kann. Die Räumlichkeiten für Schweiz Tourismus (300) brauchen einen direkten Zugang für die Mitar- beitenden und müssen sich ausserhalb der Sicherheitszone befinden, aber trotzdem so angeordnet werden, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt problemlos in die Sicherheitszone miteingezogen werden können (langfristige Nutzungs- flexibilität). Dienstleistungen (Konsularisches und Visa) Es sollen zwei Schalter (407) geplant werden. Ein offener Schalter (stehend - wird auch als Rezeption gebraucht) sowie ein Diskretionsschalter (sitzend). Die Schaltersituation sollte so geplant werden, dass man Blick in den Warteraum Kun- den (408) hat, ohne dass im Warteraum das Gespräch mitgehört werden kann. Generell sollte man von beiden Schaltern einen guten Überblick über den Warteraum haben. Wenn kein Kunde bedient wird, müssen die Schalter auch als Ar- beitsplatz verwendet werden können. Es wird von 300 bis 400 Kunden pro Jahr ausgegangen. Der Schalterbereich und der Arbeitsplatz 402 müssen von den Arbeitsplätzen 406 getrennt sein. Der Visabereich kann zusammen mit dem rest- lichen Teil des konsularischen Bereichs geplant werden. Die Registratur und die Dossiers der Immatrikulierten müssen im Kanzleibüro (403) integriert werden (18 Bigla-Schränke). Ein Bigla-Schrank hat folgende Masse: 40 x 60 cm (B x L). In der Nähe der Kanzlei gibt es keine öffentliche Toilette. Im feuchtheissen Klima wird die Toilette oft und gerne zum Auffrischen benutzt. Aus diesem Grund ist eine Nasszelle (geschlechtergetrennte Toilette) in der Nähe des Wartebe- reichs für Gäste (505) und eine Einzeltoilette im Warteraum für Kunden (408) vorzusehen. Konferenzraum Der Konferenzraum (504), welcher verschiedenen Zwecken dient (klassische Sitzungen, aber auch Workshops, Vor- träge, Steh-Apéros, Filmvorführungen, usw.), muss so unterteilbar sein, dass bei Bedarf gleichzeitig zwei Sitzungen im kleineren Rahmen stattfinden können. Die akustische Trennung muss entsprechend vorgesehen werden. Der Konfe- renzraum befindet sich in der Nähe des Wartebereiches für Kunden (505), so dass er für Workshop-Teilnehmer, Gäste, das Personal, etc. gut zugänglich ist. Zu den Allgemeinen Räumlichkeiten 503/504 ist ein direkter Zugang (703) für Gäste erforderlich. Dieser Zugang wird nur bei Anlässen (bspw. Workshops oder Empfänge) geöffnet. Verpflegung Personal (Cafeteria) Da es in der Umgebung der Kanzlei keine Verpflegungsmöglichkeiten gibt, essen alle Mitarbeitenden über Mittag auf der Vertretung. Die Cafeteria (503), mit räumlich abgetrennter Küche, ist nicht bedient und soll in der Nähe des Konfe- renzraumes platziert sein. Mitgebrachte Speisen sollen erwärmt werden können. Nach Möglichkeit sollte die Cafeteria gegen den Konferenzraum hin geöffnet werden können, damit auch für grössere Anlässe ausreichend Platz zur Verfü- gung steht. Wenn bei Anlässen eine Verpflegung vorgesehen ist, können die Einrichtungen der Cafeteria für das Auf- wärmen, Anrichten, usw. benutzt werden. Im Optimalfall besteht ein direkter Bezug von der Cafeteria zum Aussenraum (kleine Terrasse für Apéros, Raucherpausen, etc.). Möblierung Die Möbel für den Konferenzraum oder die Cafeteria sollen multifunktional, leicht und stapelbar sein, damit sie in den verschiedenen Räumlichkeiten bei unterschiedlichen Anlässen eingesetzt werden können. Möbel in Bereichen mit ho- hem Publikumsverkehr müssen robust, aber doch attraktiv sein. Lagerraum / Archiv Diese Räume (602-603) werden zur Aufbewahrung von Archivakten, Repräsentationswein, Promotions- und Büromate- rialien gebraucht. Aus diesem Grund müssen sie gut isoliert und gekühlt sein, damit eine optimale Lagerung im tropi- schen Klima sichergestellt werden kann. Sie können sich im Untergeschoss befinden.
Singapur Kanzlei - Gesamtsanierung und Erweiterung WETTBEWERBSPROGRAMM 28 Sicherheit Die Berücksichtigung der Sicherheitsbedürfnisse muss auf der Konzeptebene durch eine sinnvolle Entflechtung der Zu- gänge in das/die Gebäude und die verschiedenen Funktionsbereiche nachgewiesen werden (Trennung zwischen Zu- gang Kunden / Gäste / Personal Schweiz Tourismus / Personal Verwaltung). Für den Schutz der Botschaft ist die Re- gierung in Singapur zuständig. Die Vertretung hat keine Bewachung durch eine Sicherheitsfirma beauftragt. Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage in Singapur sind auch in näherer Zukunft keine Wächter und somit kein Wächterhaus für die Kanzlei vorgesehen. Die Kanzlei ist in folgende Bereiche mit zunehmender Sicherheit unterteilt: Kundenzone Halböffentlicher Bereich (Eingangsbereich, Kundenparkplätze, Schweiz Tourismus, etc.) Mischzone Kontrolliert zugänglich (Allgemeine Räume, Warteraum für Gäste, etc.) Sicherheitszone Büroarbeitsplätze, Konsularische Dienstleistungen, Archiv, Server, etc. Umfriedungen Aus Sicherheitsgründen ist das ganze Terrain der Kanzlei inkl. der Tore mit einer Sicherheitsumfriedung mit Übersteigschutz in der Höhe von mindestens 2.00 m zu umgeben. Die Trennung innerhalb des Compounds zwischen den Dienstwohnungen/Personalhaus und dem Kanzleigebäude kann durch einen Zaun ohne Übersteigschutz mit einer Höhe von mindestens 1.50 m abgegrenzt werden. Die definitive Umfriedung ist Teil des Vorprojektes und kann für den Wettbewerb auf der Konzeptebene bearbeitet werden (im Rahmen der Vorprojektphase muss das Planerteam ein Si- cherheitskonzept nach BBL-Standards ausarbeiten). Für eine allfällige Erweiterung der Kanzlei durch einen Ergänzungs- bau wird kein Mindestabstand zur Strasse hin gefordert. Sicherheitsumfriedung und Erschliessung Compound inkl. Zugänge
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