ApoFokus Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper - Was sind Biosimilars? Chancen und Risiken der Biosimilar-Hersteller Interessante ...
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apoFokus apoResearch Anlageinformation Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper > Was sind Biosimilars? > Chancen und Risiken der Biosimilar-Hersteller > Interessante Marktentwicklung Ausgabe 1│2015
apoFokus apoResearch Anlageinformation Titelfoto: Thinkstock Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG (im Folgenden auch apoBank genannt), Düsseldorf, wird beaufsichtigt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn und die Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main. Die in diesem apoFokus enthaltenen Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Sie zielen nicht auf das individuelle Anlageprofil des Empfängers ab, sondern enthalten allgemeine Informationen, die eine selbstständige Anlageentscheidung erleichtern sollen. Mit dem apoFokus ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf verbunden. Der apoFokus beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten. Die vorliegende Publikation gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redak- tionsschlusses wieder. Die Inhalte sind sorgfältig recherchiert. Eine Haftung/Gewähr für die Richtigkeit und Vollständig- keit kann im Einzelfall aber nicht übernommen werden. 2 Nachdruck nur mit Genehmigung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.
Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Inhalt
Zusammenfassung 4
Was sind Biosimilars? 5
Komplexer Zulassungsprozess für Biosimilars 6
Auswirkungen der Patentabläufe 10
Chancen und Risiken für die Biosimilar-Hersteller 13
Mögliche Einsparpotenziale durch Biosimilars 20
Interessante Marktentwicklungen 22
Fazit 24
3apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Zusammenfassung
Zusammenfassung
Generika Die Generika-Industrie hat in den letzten Jahrzehnten durch die Patentabläufe
von chemisch synthetisierten Molekülen einen Boom erlebt und die Gesund-
heitssysteme durch kostengünstige Arzneimittel entlastet.
Biosimilars 1.0 Im Jahr 2006 wurden die ersten beiden Biosimilars, ein Generikum eines bio-
technologisch rekombinant hergestellten Wachstumshormons und einer
Immunstimulanz für die Krebsbehandlung, in der EU zugelassen.
In den Folgejahren kamen weitere Substanzen hinzu, beispielsweise Erythro-
poetin, ein Wachstumsfaktor für die Entstehung von roten Blutkörperchen. Es
wird z. B. bei Nierenversagen in der dann notwendigen Dialyse eingesetzt.
Biosimilars 2.0 Die neue Herausforderung für die Hersteller von Medikamenten ist die Gene-
ration Biosimilar 2.0. Hierbei handelt es sich um „Kopien“ von monoklonalen
Antikörpern. Die Erlöse der Originalhersteller fordern die Nachahmer-Industrie
heraus, da die Umsatzpotenziale enorm sind.
Entwicklung und Zulassung Bei der Forschung und Entwicklung von Biosimilars sind jedoch hohe Hürden
deutlich komplexer zu nehmen, da keine bioidentischen, sondern nur bioähnliche Kopien möglich
sind und die Produktion in gentechnisch veränderten Organismen stattfindet.
Weiterhin müssen klinische Prüfungen für die Wirksamkeit und Verträglichkeit
durchgeführt werden, ähnlich dem des Originals. Für klassische Generika ist
nur ein Nachweis der Bioäquivalenz gegenüber dem Original erforderlich.
Die Frage der Marktdurchdringung und des Erfolges des Biosimilar-Herstellers
hängt von der Preisbildung ab. Aufgrund der Entwicklungszeit von ca. acht
Jahren und des Produktionsprozesses sind keine Preiserosionen wie bei den
normalen Generika zu erwarten. Des Weiteren ist offen, ob der Originalanbie-
ter seine Preisstruktur anpassen wird, um seine Marktanteile zu sichern.
Biosimilars Remsima / Das erste Biosimilar eines monoklonalen Antikörpers (Remsima) wurde 2013
Inflectra in der EU zugelassen. Die Vermarktung startete jedoch aufgrund der Patentsi-
tuation erst im Februar 2015. Die Preise in Deutschland liegen „nur“ 10 %
unter denen des Originals Remicade. Ob die Vermarktung von Remsima eine
„Blaupause“ für die kommenden Biosimilars darstellt, wird die Zukunft zeigen.
Dieser Fokus soll eine Übersicht über die forschenden Biosimilar-
Unternehmen geben und eine mögliche Marktentwicklung aufzeigen.
4Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Was sind Biosimilars?
Was sind Biosimilars?
Proteinsynthese in Die Nachahmung eines Biopharmazeutikums bezeichnet man als Biosimilar,
Organismen also ein biotechnologisch hergestelltes Medikament. Meist handelt es sich um
Proteine, die nicht chemisch synthetisiert werden können, wie es bei her-
kömmlichen Generika der Fall ist. Sie werden in Organismen wie Hefen, Bak-
terien oder Säugetierzellen „produziert“. Dafür wird über gentechnische Ver-
fahren die für das Protein kodierende DNA in die Wirts-DNA des Organismus
eingesetzt. Daraufhin wird das Protein vom Wirtsorganismus produziert und
über spezielle Verfahren extrahiert.
Aufreinigung Des Weiteren findet eine aufwendige Trennung der Zielproteine von den rest-
lichen aktiven Substanzen und Zellbestandteilen nach der Extrahierung aus
dem Organismus statt, um das biologisch aktive Zielmolekül zu erhalten. Auch
muss eine schonende Aufreinigung stattfinden, da das Protein mit seiner
dreidimensionalen Struktur nicht denaturieren (inaktiv) darf, um seine biologi-
sche Aktivität aufrechtzuerhalten.
Applikation Aufgrund der komplexen Strukturen dieser Wirkstoffe werden diese per Infu-
sion oder Injektion in den menschlichen Körper eingebracht. Bei einer oralen
Anwendung würden sie, im Gegensatz zu den meisten herkömmlich chemisch
synthetisierten Generika, im Magen-Darm-Trakt inaktiviert werden.
Bioähnlich ≠ Bioidentisch Ein wichtiger Aspekt bei der Herstellung von Biosimilars ist, dass keine identi-
sche Kopie des Originalpräparates gesichert produziert werden kann. Die Ver-
fahren und die produzierenden Organismen sind nicht identisch mit dem des
Originalherstellers. Daher auch: biosimilar = bioähnlich.
Substanzklassen Es gibt verschiedene Arzneimittel, die mittels biotechnologischer Verfahren
hergestellt werden: Dazu gehören beispielsweise Impfstoffe, Hormonprodukte
(z. B. Wachstumshormone, Erythropoetin), Immunmodulatoren (z. B. Beta-
Interferon), Enzyme (z. B. als Ersatztherapie für Stoffwechselerkrankungen)
und auch monoklonale Antikörper. Diese werden zur Behandlung verschiede-
ner Krankheiten eingesetzt, beispielsweise in der Onkologie oder in der
Rheumatologie.
Biosimilar 2.0 Bei dieser neuen Generation von Biosimilars, also „Kopien“ von monoklonalen
Antikörpern, spricht man aufgrund der Komplexität dieser Proteine und der
Kostenintensität von der 2. Generation der Biogenerika: Biosimilars 2.0.
5apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Komplexer Zulassungsprozess für Biosimilars
Komplexer Zulassungsprozess für Biosimilars
Die Komplexität der biologischen Medikamente erfordert im ersten Schritt -
im Vergleich zu den herkömmlichen Generika - einen neuen Zulassungspro-
zess. Eine einfache Überprüfung der Bioäquivalenz ist, in Analogie zu den
chemisch synthetisierten Generika, ungenügend.
In der nachfolgenden Übersicht ist der Zulassungsaufwand der Biosimilars im
Vergleich zu den konventionellen Generika bzw. zu den Original-biologischen
Arzneimitteln tabellarisch dargestellt:
Zulassungsaufwand Entwicklung/ Konventionelle Biologische
Produktion Generika Biosimilars Originalmedikamente
wissenschaftl.
niedrig mittel am höchsten
Anforderungen
Zeit 3-4 Jahre ca. 8 Jahre mehr als 10 Jahre
< 5 Mio. USD ca. 200 Mio. USD > 800 Mio. USD
Kosten Bioäquivalenz verkürzte normale
ausreichend klin. Entwicklung klin. Entwicklung
Produktionsprozess einfach, kurz komplex komplex, lange
Vermarktung
mittlerer Aufwand
Marketing & Vertrieb geringer Aufwand hoher Aufwand
Werbung/Schulungen
viele, geringe einige, partielle wenige,
Wettbewerber
Unterschiede Unterschiede sehr differenziert
Quelle: Geschäftsbericht Amgen, Präsentation
Klinische Prüfungen Aufgrund dessen müssen auch die hergestellten Biosimilars klinische Prüfun-
notwendig gen durchlaufen, da die Proteine eben nicht identisch, sondern nur ähnlich
sind. Des Weiteren muss das Nebenwirkungsprofil aufgrund des neuen Pro-
duktionsprozesses geprüft werden. Eine Vergleichbarkeit mit dem Referenz-
produkt ist aufgrund der nur bioähnlichen Struktur des Proteins nicht möglich.
Phase I - Studien Ausgangspunkt sind präklinische Untersuchungen und nachfolgende klinische
Phase-I-Studien. Nur wenn in diesen Studien das Nebenwirkungsprofil und die
Stoffverteilung im menschlichen Körper positiv beschieden werden, können
Wirksamkeitsstudien folgen.
6Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Komplexer Zulassungsprozess für Biosimilars
Phase II - Studien Die Phase-II-Studien können entfallen, da die benötigten Daten bereits durch
das Referenzprodukt bekannt sind (Dosierung, Injektion oder Infusion, Arz-
neimittelformulierung (nach Good Manufacturing Practice = GMP-Richtlinien)).
Phase III - Studien Von den europäischen Zulassungsbehörden werden an die Phase-III-Studien
recht unterschiedliche Anforderungen gestellt. Zudem sind diese abhängig
von den Substanzklassen. Beispielsweise werden für rekombinantes Human-
insulin keine Wirksamkeitsstudien vorausgesetzt. Bei anderen Wirkstoffgrup-
pen wie beispielsweise für G-CSF (Granulozyten-Kolonie stimulierende Fak-
tor), Wachstumshormone oder Erythropoetin werden unterschiedliche
Kriterien und damit andere Studienanforderungen verlangt.
Schematische Darstellung der Entwicklungszeiten für ein Biosimilar
Zeitschiene 9-12 M.
Biosimilar
Zell- Einführung
Linie/
Prozess- 12 M.
entw. Prä- 9-12 M.
klinik Phase 24-36 M.
I
Phase III 12-18 M.
Zulassung
1 2 3 4 5 6 7 8
Jahr
Quelle: Sandoz
Zulassung in der Europäischen Die ersten Biosimilars 1.0 wurden in der Europäischen Union (EU) zugelassen,
Union (EU) da die EMA (European Medicines Agency = Europäische Arzneimittel-Agentur)
frühzeitig einen Zulassungsprozess für die Nachahmer von biotechnologisch
hergestellten Wirkstoffen etablierte. Im Jahr 2006 wurden die ersten Produk-
te, Omnitrope (Somatropin) und Zarzio (Filgrastim) von Sandoz für die Ver-
marktung freigegeben.. Hierbei handelt es sich zum einen um ein rekombinan-
tes menschliches Wachstumshormon, welches die gleiche Struktur wie das
körpereigene Hormon besitzt, zum anderen um ein Immunstimulanz.
Infliximab Der erste monoklonale Antikörper Infliximab wurde von der EMA im Septem-
ber 2013 zugelassen. Da Johnson & Johnson über die Kinderform das Patent
von Remicade verlängern konnte, wurde das Biosimilar 2.0 erst im Februar
2015 von Hospira (Inflectra) bzw. deren Lizenznehmern innerhalb der EU ver-
marktet.
7apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Komplexer Zulassungsprozess für Biosimilars
Europa
Tabelle der zugelassenen Biosimilars in der Europäischen Union
Aktivsubstanz Hersteller Erkrankung Zulassung
Krebs
filgrastim Sandoz Hämatopoetische Stammzellentherapie 02.2006
Neutropenie
pituitäre Kleinwüchsigkeit
somatropin Sandoz Prader-Willi-Syndrom 04.2006
Turner-Syndrom
Blutarmut
epoetin alfa Hexal Krebs 08.2007
chronisches Nierenversagen
Blutarmut
epoetin alfa Sandoz 08.2007
chronisches Nierenversagen
Blutarmut
autologe Blutransfusion
epoetin zeta Hospira 12.2007
Krebs
chronisches Nierenversagen
Blutarmut
autologe Blutransfusion
epoetin zeta Stada Arzneimittel 12.2007
Krebs
chronisches Nierenversagen
Krebs
filgrastim Ratiopharm Hämatopoetische Stammzellentherapie 09.2008
Neutropenie
Krebs
filgrastim Teva Pharmaceuticals Hämatopoetische Stammzellentherapie 09.2008
Neutropenie
Krebs
filgrastim CT Arzneimittel Neutropenie 09.2008
Hämatopoetische Stammzellentherapie
Krebs
filgrastim Hexal Hämatopoetische Stammzellentherapie 02.2009
Neutropenie
Krebs
filgastrim Hospira Hämatopoetische Stammzellentherapie 06.2010
Neutropenie
Spondylitis ankylosans
chronische Erkrankungen
Psoriatische Arthritis
infliximab Hospira 09.2013
Schuppenflechte
Rheumatoide Arthritis
chron. entzündliche Darmerkrankung
follitropin alfa Teva Pharmaceuticals Anovulation 09.2013
Spondylitis ankylosans
chronische Erkrankungen
Psoriatische Arthritis
infliximab Celltrion 09.2013
Rheumatoide Arthritis
Schuppenflechte
chron. entzündliche Darmerkrankung
insulin glargine Eli Lilly/Boehringer Ingelheim Diabetes 09.2015
Quelle: EMA (European Medicines Agency)
8Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Komplexer Zulassungsprozess für Biosimilars
USA In den USA wurden die Grundzüge für die Zulassung eines Biosimilars spät
festgelegt. Erst 2009 wurde ein Gesetz (BPCI Act) verabschiedet, welches die
verkürzte Zulassung und „Austauschbarkeit“ von Biosimilars gegenüber den
Referenzprodukten regelt. Der Abschnitt 351 (k) des Bundesgesetzes für die
Volksgesundheit und Tierschutz (Public Health Service Act) erlaubt den Zugriff
auf Daten des Referenzproduktes.
Der Rückgriff bezieht sich vor allem auf wissenschaftliche Erkenntnisse über
die Sicherheit und Wirksamkeit des Originalpräparates. Die Zulassung durch
die FDA erfolgt nur, wenn das Biosimilar sich des gleichen Wirkmechanismus
sowie der gleichen Dosierung und Konzentration des Wirkstoffes bedient. Au-
ßerdem muss die Applikation dem Referenzprodukt entsprechen, und die Pro-
duktionsstätten müssen den Standards der FDA-Zertifizierung genügen.
Aufgrund der verspäteten Verabschiedung des Gesetzes und des Zulassungs-
prozesses durch die FDA verzögerte sich die Erstzulassung eines Biosimilars
im Vergleich zur EU.
Erstes Biosimilar in den USA Am 6. März 2015 wurde das Biosimilar Zarxio von Sandoz, der Generikatoch-
ter von Novartis, in den USA zugelassen. Der Wirkstoff ist Filgrastim aus der
Gruppe der Immunstimulanzien, der vorwiegend in der Therapie von
Neutropenien (verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten)) ein-
gesetzt wird. Die Wirkung beruht auf der Entstehung neutrophiler
Granulozyten und ihrer Freisetzung aus dem Knochenmark. Das Original
Neupogen wurde von Amgen entwickelt.
Im Vergleich dazu wurde Filgrastim bereits im Jahr 2006 durch die EU-
Behörden zugelassen. Neben Sandoz wird es von den Firmen CT-Arzneimittel,
ratiopharm und Teva Pharmaceuticals vertrieben.
9apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Auswirkungen der Patentabläufe
Auswirkungen der Patentabläufe
USA – der größte Gesund- Der wichtigste pharmazeutische Markt der Welt bleibt weiterhin die USA. Die
heitsmarkt der Welt gesamten Gesundheitsausgaben haben einen Anteil von ca. 18 % am Bruttoin-
landsprodukt (BIP). Im Vergleich dazu beträgt in Deutschland und Frankreich
der prozentuale Anteil am BIP etwas über 11 %. Des Weiteren werden in den
Vereinigten Staaten von Amerika die höchsten Preise für Arzneimittel erzielt.
Aus diesem Grund versuchen alle global agierenden Pharmaunternehmen, auf
diesem lukrativen Markt mit ihren Medikamenten präsent zu sein.
Nachteilig wirken sich die Patentabläufe auf die Originalanbieter aus. Die
ehemaligen Blockbuster (jährliche Umsätze > 1 Mrd. USD) werden schnellst-
möglich kopiert, und die Umsätze der Originale reduzieren sich dramatisch.
Gerade der Cholesterinsenker Lipitor (Atorvastatin) brillierte mit einem jährli-
chen weltweiten Umsatz von fast 13 Mrd. USD bis 2011. Im Folgejahr 2012
brachen die Umsätze aufgrund des Patentablaufs ein. Im gleichen Jahr verlor
auch der Bluthochdrucksenker Diovan (Valsartan) das Patent. Der globale
jährliche Umsatz mit Diovan lag in der Spitze bei ca. 6 Mrd. USD. Die Erlös-
einbrüche dieser beiden Medikamente sind in der Grafik für das Jahr 2012
sehr gut zu erkennen.
Einfluss der Patentabläufe auf die Arzneimittelausgaben (USA)
-10,7%
-13,0%
-14,0%
-14,0%
-14,5%
-16,0%
-19,3%
-29,3%
2009 2010 2011 2012 2013 2014e 2015e 2016e Quelle: IMS, CVS
Allerdings ist die Tendenz abnehmend, da ab 2014 weniger Patente auslau-
fen. Erst in den Jahren 2017 und folgende dürften sich die Erlösreduktionen
aufgrund der Biosimilars von monoklonalen Antikörpern wieder verstärken.
Die erste Zulassung eines Biosimilars in den USA (2015) war ein Meilenstein
für alle weiteren Anträge in diesem Marktsegment der biotechnologischen
Medikamente.
10Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Auswirkungen der Patentabläufe
Die nachfolgende Tabelle zeigt aus unserer Sicht die wichtigsten Patentabläu-
fe für monoklonale Antikörper in den kommenden Jahren.
Umsatzpotenziale der Entwickler Biosimilar (Phasen)
Actavis/ Biogen Ablauf Umsatz 2014
Biosimilars (Stand 2014)
Hersteller Medikament Sandoz Amgen Hospira Idec Mylan Pfizer Patentschutz (Mrd. USD)
2016 (USA),
AbbVie Humira P III 12,5
2018 (EU)
Enbrel P III 2023, 2028 4,7
Neulasta P III 2015 4,6
Amgen
Epogen P III P III 2014 (USA) 2,0
Neupogen P III 2013 1,2
Pfizer Enbrel P III P III diverse Zeitpunkte 3,9
2015-2018 (USA),
Rituxan P III 7,5
2013 (EU)
2019 (USA),
Roche Avastin P III 7,0
2022 (EU)
2019 (USA),
Herceptin P III P III P III P III 6,9
2014 (EU)
Joh. & Joh. Remicade P III P III 2018 (USA) 6,9
Merck am
Remicade 2015 (EU) 2,4
& Co. Markt
Quelle: Moody´s
Die Umsatzschätzungen für den Biosimilar-Markt variieren. Einerseits lässt
sich der Zeitpunkt einer Zulassung nur schwer einschätzen. Andererseits ist
es schwierig, die Höhe der Preissenkungen vorherzusagen. Auch die Anzahl
der betrachteten Wirkstoffe ist unterschiedlich.
In der Zeit von 2015 bis 2019 sollen 65 Mrd. USD Umsatz bei den Original-
herstellern im Wettbewerb zu den dann zugelassenen Biosimilars allein in den
USA stehen. Andere Prognosen sehen in einer Zeitspanne von 2015 bis 2025
die Größenordnung bei 110 Mrd. USD.
Gegenstrategien der Pharma-Konzerne in den USA
Die Pharma-Konzerne versuchen, durch Strategien den Umsatzrückgängen
entgegenzuwirken. Die wichtigsten beeinflussbaren Komponenten im
amerikanischen Gesundheitsmarkt sind zum einen die Struktur des Systems
und zum anderen die jährlichen Preiserhöhungen von Arzneimitteln durch die
Hersteller.
Deutschland In Deutschland sind die Preise von neuen, innovativen Medikamenten nur im
ersten Jahr von dem jeweiligen Hersteller frei festlegbar. Ab dem zweiten
Vermarktungsjahr müssen die Verkaufspreise mit den gesetzlichen
Krankenkassen verhandelt werden, meist mit einem Abschlag.
11apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Auswirkungen der Patentabläufe
Das deutsche System beruht auf der Lieferung des Medikamentes an den
Großhandel, der wiederum die Apotheken beliefert. Die Abgabespannen für
die Arzneimittel sind dabei gesetzlich festgeschrieben.
USA In den USA ist das System anders aufgebaut. Die so genannten Pharmacy
Benefit Manager (PBM) sind Zwischenhändler, die mit den Herstellern
Rabatte verhandeln und diese an Apotheken oder Krankenversicherungen
teilweise oder ganz (abzgl. einer Dienstleistungspauschale) weitergeben.
Diese PBM´s sind freiberuflich tätig oder bei den Krankenversicherern
angestellt. Diese zusätzliche Ebene in der Arzneimittelliefer-kette ermöglicht
den Herstellern, Verhandlungen über den Arzneimittelpreis mit
unterschiedlichen Parteien zu führen und so höhere Preise durchzusetzen.
Jährliche Preiserhöhungen Ein Vorteil dieser Struktur für die Pharmaunternehmen ist diese Ineffizienz
sind in den USA Standard des pharmazeutischen Marktes. Zwei Gründe spielen eine Rolle:
1. Es handeln zu viele Akteure im Markt, die zwar im Wettbewerb stehen, aber
auch ihre eigene Rendite optimieren wollen (interne und externe PBM´s).
2. Der Ablauf vieler Patente im breiten Markt (beispielsweise Choleste-
rinsenker, Asthmamedikamente) sorgt für einen Preisverfall des Original-
Medikaments. Im Umkehrschluss erhöhen die Konzerne jedes Jahr die Prei-
se für ihre (noch) patentgeschützten Arzneimittel und Markenprodukte.
Aufgrund der vielen Patentabläufe fallen die Preiserhöhungen von ca. 11 %
(CAGR 10,86 % / 5 Jahre) im Gesamtbudget für patentgeschützte Medika-
mente nicht übermäßig ins Gewicht.
Durchschnittliche jährliche Preiserhöhungen im Vergleich zum Vorjahr
13,3%
12,3% 11,9%
8,9%
7,9%
Quelle: IMS,
2010 2011 2012 2013 2014* Bloomberg, Bernstein
Dadurch kann ein Teil der Umsatzverluste von ausgelaufenen Patenten in den
USA aufgefangen werden.
12Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Chancen und Risiken für die Biosimilar-Hersteller
Dies ist deswegen so wichtig, da die Abhängigkeit mancher Medikamenten-
hersteller vom amerikanischen Markt immens ist. Erlösanteile von über 30 %
bis fast 80 % zeigen die Abhängigkeit vom US-Markt. Aufgrund der hohen
Margen wird für die USA-lastigen Unternehmen der Beitrag für das operative
Ergebnis auf fast 70 % geschätzt.
Jährliche Umsätze ausgewählter Unternehmen nur in den USA
USA Erlöse essentiell für die Spezialisierte Pharma ∅ : 58 % Groß-Pharma ∅: 40 %
Unternehmen
79 %
71 %
69 %
62 %
57 %
56 %
56 %
51 %
47 %
41 %
39 %
38 %
37 %
33 %
33 %
32 %
19 %
Allergan
Novartis
Lilly
Actavis
Roche
Merck
Mylan
Teva
Novo
AZN
Pfizer
Sanofi
Shire
BMS
GSK
MerckKGaA
Hospira
Quelle: Geschäftsberichte
Chancen und Risiken für die Biosimilar-Hersteller
Umsatzpotenziale Die im Zeitraum von 20115 bis 2019 geschätzten 65 Mrd. USD der Originale
spiegelt sich das Potenzial für die Biosimilar-Hersteller wider. Auch bei einer
angenommenen Preisreduktion von durchschnittlich 35 % zum Originalpreis
scheint sich der Aufwand für die Unternehmen zu lohnen.
Preise Aber nicht nur Chancen für neu zu realisierende Umsätze der Akteure sind
gegeben, es existieren auch Unsicherheiten. Derzeit ist nicht zu kalkulieren,
wie schnell und wie stark der Originalhersteller seine Preise senken wird. Soll-
te das Referenzprodukt preisgleich vertrieben werden, hätte das Biosimilar
nur geringe Chancen, Marktanteile zu gewinnen bzw. sich zu etablieren. In
diesem Szenario besteht das Risiko, dass der Biosimilar-Hersteller seine F&E-
Kosten nicht erwirtschaften und mögliche Gewinne nicht realisieren kann.
13apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Chancen und Risiken für die Biosimilar-Hersteller
Marktschutz für Biosimilars Ob es einen Marktschutz für Biosimilar-Hersteller von den staatlichen Behör-
den geben wird, ist noch unklar. Hintergrund ist, dass die Originalhersteller
kurz vor Ablauf des Patentes den Krankenkassen einen höheren Rabatt ge-
währen und sich dadurch weiterhin Exklusivität für ein oder zwei Jahre si-
chern.
Moratorium in Deutschland In Deutschland wird diskutiert, ob es ein zweijähriges Moratorium bei der Ein-
führung eines Bio-Generikums gibt. Die vorgenannte Praxis der Originalher-
steller soll so verhindert werden, um den Biosimilars die Möglichkeit zu ge-
ben, entsprechende Marktanteile zu erreichen.
Re-Importe Aufgrund der weltweiten Preisunterschiede für Medikamente stellt sich auch
die Frage der Re-Importe, das heißt die Nutzung der günstigeren Preise aus
dem Ausland für ein identisches Präparat. Eine Importquote für die klassi-
schen Generika existiert bereits in Deutschland.
Wettbewerb Die Intensität des Wettbewerbs ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Je mehr
Zulassungen für ein einzelnes Biosimilar erteilt werden, desto mehr Anbieter
kämpfen um Marktanteile. Dies kann zu weiteren Preissenkungen führen. Was
zum Nutzen der Krankenversicherer und Patienten wäre, birgt ebenfalls das
Risiko, dass einige Unternehmen ihre Forschung & Entwicklungskosten nicht
mehr verdienen können.
Nebenwirkungsprofil Natürlich stehen Sicherheit und Effektivität im Vordergrund bei einem
Biosimilar. Die Zulassungsstudien sind aber nicht so breit angelegt, dass jede
Nebenwirkung erfasst werden kann. Bei einer breiteren Anwendung kommen
auch seltenere Nebenwirkungen zum Vorschein, die dokumentiert und aus-
gewertet werden müssen. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, dass ein
Biosimilar geringere Nebenwirkungen hervorruft als das Originalpräparat.
Weiterhin wird das Wirkungsprofil mit dem des Originalprodukts verglichen.
Entspricht die Dosierung bei der geprüften Indikation der des Originals oder
zeigt ein Biosimilar sogar eine überlegenere Wirksamkeit gegenüber dem Re-
ferenzprodukt? Dies könnte eine große Chance für den Biosimilar-Hersteller
darstellen, beispielsweise Marktanteile ohne Preisabschlag zu gewinnen.
Erst nach einer breiten Anwendung von Biosimilars können diese Fragen be-
antwortet werden und eine konkretere Prognose über die Marktentwicklungen
und die Umsätze getätigt werden.
14Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Chancen und Risiken für die Biosimilar-Hersteller
Originalanbieter werden zu Biosimilar-Produzenten
Viele Unternehmen aus der Pharmaindustrie haben sich in den letzten Jahren
auf die Forschung und Entwicklung von Biosimilars eingelassen, um zusätzli-
che Umsätze/Gewinne zu erwirtschaften. Allerdings entsteht bereits in der
Entwicklungsphase ein harter Wettbewerb, wer der Erste sein wird.
Die nachfolgende Übersicht spiegelt die aktuelle Forschung wider
Aranesp (darbepoetin alfa)
Neulasta (pegfilmgrastim)
Herceptin (trastuzumab)
Lantus (insulin glargine)
Avastin (bevacizumab)
Remicade (infliximab)
Humira (adalimumab)
Synagis (palivizumab)
Eprex (epoetin alfa)
Enbrel (etanercept)
Erbitux (cetuximab)
Rituxan (rituximab)
Umsatz-
ziel
in Mrd.
USD
Sandoz (Novatis) 21,8
Amgen/Actavis 23,6
Hospira/Pfizer 32,9
Celltrion 29,1
Mylan/Biocon 25,5
Boehringer Ingelheim 16,2
Biogen Idec 15,8
Merck 15,1
Baxter 14,4
Momenta 9,5
Dr Reddy/Merck KGaA 8,4
Teva 7,4
Lupin 7,0
Wockhardt 3,2
Eli Lilly 3,2
Dong-A 0,7
Quelle: Unternehmensberichte, Bloomberg
Sollten die Forschungsprojekte erfolgreich sein, stellt sich ebenfalls die Frage,
welches Erlöspotenzial aus den zugelassenen Biosimilars möglich ist.
Aufgrund dessen, dass Humira das größte Umsatzpotenzial für die Biosimilars
darstellt, haben sich auch die meisten Firmen auf diesen monoklonalen Anti-
körper konzentriert. Stellvertretend für alle Biosimilars sollen anhand von
Humira die mögliche Preiserosion des Originalherstellers und die Aussichten
der Adalimumab-Potenziale dargestellt werden.
15apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Chancen und Risiken für die Biosimilar-Hersteller
Humira (Adalimumab)
Die Bedingungen sind für jeden Biosimilar-Wirkstoff gleich: regulatorische
Anforderungen und gesetzliche Auflagen müssen erfüllt werden, und die Ver-
marktungsperspektiven unterliegen dem Wettbewerb.
Humira Humira ist ein monoklonaler Antikörper, der gegen den Tumor-Nekrose-
Faktor-α (TNF-Blocker) eingesetzt wird. Die Indikationsgebiete umfassen die
rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Spondylitis ankylosans sowie die
Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Patentabläufe EU und USA Das Patent für den monoklonalen Antikörper läuft in den USA im Jahr 2016
und in der EU im Jahr 2018 aus. Für das Jahr 2017 gehen die Konsensus-
Schätzungen für den Wirkstoff, den die amerikanische Pharmafirma AbbVie
vertreibt, von einem weltweiten Umsatz in der Größenordnung von ca. 16
Mrd. USD aus, ca. 9 Mrd. USD in den USA und außerhalb der USA ca. 7 Mrd.
USD.
Umsatzverluste des Originals Ab 2018 wird erwartet, dass durch die Einführung von Biosimilars der globale
Umsatz des Originalproduktes in den folgenden fünf Jahren um etwa 60 % zu-
rückgeht, d. h. Humira wird in 2022 noch ca. 6 Mrd. USD erlösen.
Umsatzrückgänge von Humira (ab 2015 geschätzt) in Mrd. USD
20
15
10
5
0
2012 2013 2014 2015e 2016e 2017e 2018e 2019 2020e 2021e 2022e
Quelle: Bloomberg (Konsensusschätzungen)
Die Grundlage für diesen doch starken Einbruch in den Erlösen liegt in der
Vielzahl der Unternehmen, die an einem Biosimilar für Adalimumab arbeiten.
In der Summe sind es 13 Pharmafirmen, die in unterschiedlichen Entwick-
lungsphasen für Humira sind. Am wahrscheinlichsten ist, dass Amgen und
Sandoz als erste eine Zulassung erhalten und das Produkt vermarkten.
16Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Chancen und Risiken für die Biosimilar-Hersteller
Übersichtstabelle Humira-Biosimilars
Biosimilar Sponsor Erkrankung Ph III Status Erwartete Zulassung
Schuppenflechte Phase III komplett, 1. Hj. 2015
Amgen 2. Hj. 2015
RA* Phase III fortlaufend, Q2 2015
Ende 2015/
Sandoz Schuppenflechte Phase III fortlaufend, Q3 2015
Anfang 2016
Samsung/Biogen Idex RA* Phase III fortlaufend, Q3 2015 1. Hj. 2016
Boehringer Ingelheim RA* Phase III fortlaufend, 2. Hj. 2016 2017
Phase I komplett Jan. 2014,
Pfizer RA* Beginn RoW Phase III Okt. 2014. 2017
Pläne US-Entwickler unklar
Fujifilm Kyowa
RA* Phase III fortlaufend, 2. Hj. 2016 2017
Kirin Biologics
Schuppenflechte
Coherus Biosciences Phase III Startversuch, 2. Hj. 2015 2017
RA*
Eprius Biopharma nicht bekannt Physiochem. Charakterisierung 2018
Beginn klinische Versuche in
Momenta/Baxter nicht bekannt 2018
Q1 2015
BioXpress Therap/
nicht bekannt angekündigt Nov. 2013 nicht bekannt
AET BioTech
Celltrion nicht bekannt Entwicklungspläne unklar nicht bekannt
Oncobiologics nicht bekannt Phase I nicht bekannt
*Rheumatoide Arthritis
Quelle: ClinicalTrials.gov (USA)
Aufgrund der geringen Variabilität des Moleküls zeigen die bisher veröffent-
lichten Daten der obigen Biosimilars eine gute Bioäquivalenz zum Referenz-
produkt. Gleiches gilt auch für die Produktion des monoklonalen Antikörpers.
Eine große Herausforderung ist jedoch die Immunogenität, also das Auslösen
einer nicht gewollten Immunreaktion, von Humira. Die Ursache liegt in der
Bildung von körpereigenen Antikörpern während der Therapie gegen den zu-
geführten monoklonalen Antikörper Adalimumab. Dadurch sinkt der Therapie-
erfolg bei den betroffenen Patienten.
USA Es existieren derzeit einige Spekulationen bzgl. der zukünftigen Preisbildung
bei den Humira-Biosimilars und des Verhaltens der „First-Mover“ Amgen und
Sandoz im amerikanischen Markt. Ein Grund für günstige Preise dürfte das
schnelle Erreichen von Marktanteilen sein, bevor weitere Biosimilars von
Adalimumab die Zulassung erhalten.
Preisreduktion um 50 % Da auch AbbVie mit den Krankenversicherern Rabatte aushandelt bzw. vor
Patentablauf noch aushandeln wird, gehen viele davon aus, dass die beiden
Konzerne möglicherweise mit einem Preisabschlag von 50 % gegenüber dem
Original bei den Versicherern antreten werden, um signifikante Marktanteile
17apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Chancen und Risiken für die Biosimilar-Hersteller
zu erreichen. Ebenfalls wird davon ausgegangen, das AbbVie erst bei einem
Marktanteil von unter 30 % die Preise ebenfalls senken wird.
Preisspekulation Des Weiteren wird spekuliert, ob Amgen und Sandoz untereinander nur einen
Wettbewerb bzgl. der Preisgestaltung in den USA anstreben, d. h. sie würden
mit einer ähnlichen Rabattstruktur gegenüber dem Referenzprodukt antreten.
Entscheidend wird auch sein, ob die neuerkrankten Patienten erst auf das
Original eingestellt werden und/oder nur die Langzeittherapie durch
Biosimilars substituiert wird.
Auch wenn viele Unsicherheiten im Falle von Adalimumab existieren, scheinen
die Investoren zu antizipieren, dass Humira signifikante Marktanteile verlieren
wird, sobald die Biogenerika verkauft werden.
EU Das Patent von Humira innerhalb der EU endet im Jahr 2018. Einerseits er-
laubt die EMA eine Substitution von etablierten Biosimilars aus anderen Län-
dern, andererseits ist das Nebenwirkungsprofil und die Hypersensitivität von
Humira ein wichtiger Aspekt, diese Biosimilars eng zu beobachten.
Die EMA hat jedoch gute Erfahrungen mit den Biosimilars von Filgrastim in
den letzten acht Jahren gemacht, und der Druck der Krankenkassen ist hoch,
die Gesundheitsausgaben zu senken. Damit dürfte einer schnellen Einführung
von Adalimumab eher Vorschub geleistet werden.
Remicade (Infliximab)
Erstes Biosimilar eines Interessant dürfte die Vermarktung des Biosimilars Remsima / Inflectra von
monoklonalen Antikörpers Hospira / Celltrion in den großen EU-Märkten sein. Die EMA erteilte bereits
2013 die Zulassung für das Biosimilar, allerdings konnte Johnson & Johnson
durch eine Kinderform die Zulassung für Remicade in der EU noch einmal bis
Februar 2015 verlängern.
Die publizierten Ergebnisse der Vergleichsstudien des Biosimilars mit dem
Original zeigen sowohl vergleichbare Wirkungsprofile als auch ähnliche Ne-
benwirkungen. Somit erweist sich das Biosimilar als geeignete Alternative für
die Behandlung von neuerkrankten Patienten. Inwieweit auch eine Substituti-
on des Originals der eingestellten Langzeitpatienten durchgeführt wird, steht
noch aus.
Aktuell liegen die Preise in Deutschland von Remsima in den unterschiedli-
chen Darreichungsformen um ca. 10 % unter dem Originalpreis von Remicade,
„mit Luft nach unten“ laut des Managements von Hospira. Ob diese Preisre-
duktion ausreichen wird, um signifikante Marktanteile zu gewinnen und in-
18Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Chancen und Risiken für die Biosimilar-Hersteller
wieweit der Originalanbieter nachzieht, ist eine offene Frage. Eine substanziel-
le Preissenkung vom Remicade-Hersteller wird aus unserer Sicht erst bei ei-
nem massiven Verlust von Marktanteilen stattfinden.
„Blaupause“ Letztlich stellt sich natürlich die Frage, ob die Einführung dieses monoklona-
len Antikörper-Biosimilars eine „Blaupause“ für die kommenden Biogenerika
darstellt. Im Vordergrund werden die Preise und die Durchdringung des Mark-
tes von Remsima / Inflectra sein.
Vermarktung von Remsima in Hospira konnte die ersten Erfahrungen bereits in Norwegen (über Lizenzneh-
Norwegen mer Orion Pharma) und anderen kleineren EU-Staaten, in denen das Remica-
de-Patent bereits abgelaufen war, sammeln. In Norwegen wurde über ein
Tendergeschäft ein Preisnachlass von 69 % gegenüber Remicade gewährt.
Bemerkenswert, da der Abschlag in der Vergangenheit für Biosimilars nur bei
15 % bis 30 % lag.
Strategie Aus unserer Sicht will Hospira mit dieser Strategie aber Remsima erst einmal
im Markt platzieren, um den anderen EU-Ländern zu zeigen, dass ihr
Biosimilar gut wirksam und verträglich ist. Dies ist wichtig, da die westlichen
Industrienationen (USA, Japan, Kanada, EU–Top 5) ca. 90 % des gesamten
Remicade Marktes repräsentieren.
Gewinnung von Marktanteilen Des Weiteren bewirkt der hohe Preisnachlass höchstwahrscheinlich eine ver-
stärkte Erstlinientherapie, d. h. neuerkrankte Patienten werden sofort auf das
Biosimilar eingestellt. Die Marktanteile des Originals würden dadurch schnel-
ler sinken.
Sollte diese Strategie nicht vorteilhaft sein, könnten aufgrund dessen andere
zukünftige Anbieter von Biosimilars versuchen, die möglichen Fehler der
„First-Mover“ zu verhindern. Umgekehrt würden bei einem Erfolg die Wettbe-
werber eine ähnliche Strategie einschlagen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Aspekt der Volumenaus-
weitung, da durch günstigere Preise auch mehr Patienten in den Genuss von
biotechnologisch hergestellten monoklonalen Antikörpern kommen werden.
Auch die demografische Entwicklung spricht für eine Marktausweitung der
Biosimilars in der Zukunft.
19apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Mögliche Einsparpotenziale durch Biosimilars
Mögliche Einsparpotenziale durch Biosimilars
Krankenkassen Innovative Medikamente für die Behandlung von Erkrankungen, die wirksamer
und verträglicher als die gängigen Therapieansätze sind, erhöhen die Lebens-
qualität der betroffenen Patienten. Mit der Einführung der biotechnologisch
hergestellten Antikörper profitierten viele chronische Kranke von neuen The-
rapieansätzen, auch wenn die Medikamente teuer sind.
Mit dem Ablauf der Patente für die monoklonalen Antikörper bzw. der Einfüh-
rung von Biosimilars werden durch die Preisreduktionen die Krankenkassen
bzw. Leistungserbringer ein signifikantes Einsparpotenzial erzielen.
Über die kommenden 10 Jahre wird spekuliert, dass über 100 Mrd. USD auf-
grund von Biosimilars eingespart werden. Allein für das Jahr 2025 wird das
Einsparpotenzial auf 18 Mrd. USD geschätzt. Diese Zahlen sind beeindru-
ckend, jedoch wird es durch Volumenausweitung und mehr Behandlungsfälle
auch zu Umsatzsteigerungen kommen.
In der nachfolgenden Grafik sind die Umsätze der 10 führenden Originale der
monoklonalen Antikörper bis 2025 geschätzt. Ohne Einführung von
Biosimilars würde der Umsatz der Originale auf ca. 100 Mrd. USD ansteigen.
Durch die Vermarktung der Biosimilars und Preisnachlässe auch der Original-
anbieter wird sich das Einsparpotenzial weiter erhöhen.
Aufgrund zunehmender Zulassungen von beispielsweise Humira-Biosimilars
intensiviert sich auch der Wettbewerb der Biogenerika-Hersteller. Dadurch
dürften sich die Preise weiterhin ermäßigen und in 10 Jahren (2025 e) könnte
sich ein Einsparpotenzial von ca. 50 % für die Kassen (bzw. Leistungserbrin-
ger) ergeben.
Die nachfolgende Grafik zeigt mögliche Einsparpotenziale für die Krankenkassen
Positive Kostenentwicklungen 100
für die Leistungserbringer
(westliche Industrienationen) 50 % Einsparungen
Mrd. USD
50
20 % Biosimilar
30 % Markenprodukte
0
Quelle: Bloomberg,
2012 2025 e apobank
20Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Mögliche Einsparpotenziale durch Biosimilars
Steigende Ausgaben in den USA durch innovative Therapien
Jedoch werden die Einsparungen für die Kostenträger durch die Biosimilars
nur die zukünftigen Ausgabensteigerungen verlangsamen, nicht reduzieren.
Grund hierfür ist einerseits die Demografie, andererseits aber auch die kom-
menden Medikamenten-Innovationen der Pharmaindustrie.
Innovationen bleiben teuer Die forschenden Pharmaunternehmen haben aufgrund ihrer gefüllten F&E-
Pipelines und innovativer Trendwirkstoffe wie beispielsweise in der Immunon-
kologie keine wirklichen Umsatzeinbrüche zu befürchten. Nach einer Progno-
se von IMS Health sollen in den USA die potenziellen Ausgaben für Medika-
mente von 329 Mrd. USD (2013) auf 530 Mrd. USD in 2020 steigen. Dies
entspricht einem Gesamtanstieg von über 60 % oder einer durchschnittlichen
Wachstumsrate von 7 % pro Jahr.
Entwicklung der potenziellen Medikamentenausgaben (USA)
Ausgabentrend für
Medikamente in den USA 60 530
10 6
20 5 5
15
10
15 10 5 -50 -10
20
10 10
30 10
20 7 % CAGR
329
Neue Krebsmedikamente
Hinteraugenerkrankungen
Medikamentenausgaben 2013
Neue Diabetesmedikamente
Medikamentenausgaben 2020
Atemwegserkrankungen
Seltene Erkrankungen
PD1/PDL1
Autoimmunerkrankungen
Hämophilie
PCSK9
Alzheimer/Parkinson
Generika
Zystische Fibrose
Migräne
Opioide
2,5% Basiswachstum
Herzinsuffizienz
Anti-Koagulantien
Biosimilars
Hepatitis C
Quelle: IMS Health, Bernstein
Aufgrund von auslaufenden Patenten werden in den Segmenten Generika und
Biosimilars Einsparungen in der Größenordnung von 60 Mrd. USD kalkuliert.
Vor allem Innovationen werden die Ausgaben nach oben treiben. Im Segment
Onkologie werden mit 50 Mrd. USD die höchsten Zuwächse erwartet
(PD1/PDL1; Neue Krebsmedikamente).
21apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Interessante Marktentwicklungen
Innovationen bleiben gefragt Die Grafik illustriert anschaulich die Notwendigkeit von Innovationen. Neue
Therapieansätze in bekannten Indikationen oder die erstmalige medikamentö-
se Behandlung von seltenen Erkrankungen sind einige Zukunftsfelder der
Pharmaforschung. Die orale Behandlung von Hepatitis C mit Heilungserfolgen
von über 90 % wird die bisherige Kombinationsbehandlung mit Interferonen
und Ribavirin mittelfristig ablösen.
Interessante Marktentwicklungen
Originalhersteller als Spannende Entwicklungen haben die Biosimilar-Welle ebenfalls erreicht. Nicht
Biosimilar-Entwickler nur die etablierten Generikahersteller forschen und entwickeln Biogenerika,
sondern auch die Originalhersteller mit ihrem biotechnologischen Know-how
beteiligen sich an der Marktentwicklung Biosimilars 2.0.
Die globalen Milliardenumsätze der frei werdenden monoklonalen Antikörper
(bspw. Humira) oder auch Insulin (Lantus) versprechen lukrative Zusatzgewin-
ne und können die Umsatzverluste der eigenen Originale teilweise kompen-
sieren.
„Bio-betters“ / Life cycle Eine weitere Strategie ist die Weiterentwicklung eines biotechnologischen
Management Originals mit einer besseren Wirksamkeit oder Verträglichkeit. Dies sichert
Marktanteile des Vorläufermedikaments bzw. wirkt der Marktdurchdringung
des Biosimilars für die Indikation(en) entgegen. Die Entwicklung von Nachah-
merprodukten des Erythropoetins ist ein Beispiel dafür.
Epogen Nach Patentablauf von Epogen (Amgen) entwickelten sehr viele pharmazeuti-
sche Unternehmen ein Biosimilar, also eine „Kopie“ von Erythropoetin α. Das
Biosimilar der ersten Generation (Biosimilar 1.0) ist jedoch im Vergleich zu
monoklonalen Antikörpern keine große Herausforderung gewesen, entspre-
chend viel Biosimilars wurden zugelassen.
Nachfolgeprodukt Aranesp Die Abwehrstrategie von Amgen lag jedoch in der Markteinführung eines län-
ger wirksamen Erythropoetin, nämlich Darbepoetin α (Aranesp). Die Serum-
halbwertszeit dieses Derivates von Erythropoetin lag um den Faktor 3 höher
als die des Originals Epogen.
Nachfolgeprodukt Micera Auch Roche reagierte nach dem Patentablauf von NeoRecormon (Erythro-
poetin β) und entwickelte ebenfalls einen Nachfolger. Mit der Vermarktung
von Micera, einem durch PEGylierung jetzt langwirkendem Erythropoetin β,
sicherten sich die Schweizer ebenfalls Marktanteile.
22Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Interessante Marktentwicklungen
Eine gleichartige Vorgehensweise wurde von Roche für Filgrastim entwickelt.
Auch hier erreichte die Substanz durch PEGylierung eine höhere Halbwerts-
zeit, also eine längere Verweildauer im Blutkreislaufsystem und aufgrund des-
sen eine längere Wirksamkeit.
Marktanteile teilweise Diese drei Originalvarianten bewirkten bis heute, dass die EPO-Biosimilars nur
gesichert einen Weltmarktanteil von 15 % am EPO-Markt und 27 % am G-CSF-Markt er-
reichten. Die Beispiele zeigen, wie pharmazeutische Unternehmen durch Deri-
vate den Lebenszyklus von entwickelten Wirkstoffen verlängern können.
23apoFokus
apoResearch Anlageinformation
Fazit
Fazit
Hohe Hürden Auch wenn die Hürden nicht einfach zu nehmen sind und die Risiken nicht
unterschätzt werden dürfen, spricht die Zukunft klar für die Etablierung von
Biosimilars, nicht nur aus Renditegesichtspunkten der pharmazeutischen Her-
steller, sondern auch aus den Perspektiven der Gesundheitssysteme und der
Patienten.
Chancen sind gut Die Chancen für die Biosimilar-Hersteller sind aufgrund des etablierten Mark-
tes und der hohen Preise für die Originalprodukte der monoklonalen Antikör-
per groß, zusätzliche Gewinne zum etablierten Geschäft zu realisieren.
Neu an der Situation ist, dass nicht nur Generikahersteller an der Biosimilar
2.0 Generation forschen und entwickeln, sondern auch die Originalhersteller
mit ihrem biotechnologischen Know-how sich an diesem Trend beteiligen.
Kapitalintensität Der finanzielle Aufwand für die Entwicklung eines Biosimilars ist deutlich hö-
her als bei den chemisch synthetisierbaren Generika. Sandoz bezifferte die
Kosten auf ca. 75 Mio. bis 250 Mio. USD und eine Zeitschiene von 7 bis 8
Jahren. Im Vergleich: Die alten Generika kosteten ca. 2 bis 3 Mio. USD und
benötigten ca. 2 bis 3 Jahre bis zur Zulassung.
Risikomanagement Das Know-how der Generikaspezialisten lag bisher nicht im biotechnologi-
schen Segment der monoklonalen Antikörper, weder in der Entwicklung noch
in der Produktion. Das Managen von Organismen zur Herstellung von komple-
xen biologisch aktiven Molekülen ist Neuland für diese Unternehmen.
Regularien Selbiges gilt für die regulatorischen Anforderungen. Bisher mussten keine
klinischen Prüfungen durchgeführt werden. Auch der Zulassungsprozess, das
Aufsetzen und Auswerten von klinischen Prüfungen, muss erst einmal etab-
liert oder extern an eine Contract Research Organisation (CRO) vergeben
werden.
Marktrisiko Nach erfolgreicher Zulassung muss das „neue“ Produkt auch von den Ärzten
und Patienten akzeptiert werden. Ob das Biosimilar ein vergleichbares Profil
in Wirkung und Nebenwirkung besitzt, wird sich erst dann zeigen.
Preisbildung Zwar wird das Biosimilar preisgünstiger als das Original angeboten, aber kei-
ner kann heute mit Bestimmtheit sagen, ob der Originalanbieter diese Preis-
senkungen nicht ebenfalls durchführt. Damit würde der Vorteil des Biosimilars
wegfallen und die Gewinne des Entwicklers schmälern oder sogar unmöglich
machen.
24Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
Fazit
Produktrisiko Ein kontinuierlicher Produktionsprozess muss etabliert werden und von den
Zulassungsbehörden zertifiziert sein. Dadurch soll eine gleichbleibende Quali-
tät des Arzneimittels gewährleistet werden.
Fehlschläge sind möglich Inwieweit sich diese kapitalintensiven Investitionen für die Neueinsteiger am
Biosimilar 2.0 Markt rechnen werden, ist derzeit schwer zu kalkulieren. Die
großen Konzerne dürften Fehlschläge leichter kompensieren können als die
kleinen Generikaunternehmen.
Kooperationen Der Schlüssel für die kleinen und mittleren Entwickler auf diesem Zukunfts-
markt heißt Kooperationen. Zwar entfällt bei einer Zulassung das Alleinver-
marktungsrecht, jedoch werden das Entwicklungs- und Marktrisiko bzw. die
Gesamtkosten gesenkt.
Intensiver Wettbewerb Da viele Unternehmen parallel an den gleichen Biosimilar-Wirkstoffen arbei-
vorprogrammiert ten, wird auch der zukünftige Wettbewerb zwischen den Biosimilars eine ent-
scheidende Rolle spielen.
Wir sehen die Einführung der Biosimilar 2.0 Generation sehr positiv, für die
Gesundheitssysteme und die Patienten. Auch für einige Pharmahersteller wird
sich die Entwicklung bezahlt machen, aber leider nicht für alle. Wer zum
Schluss als Gewinner vom „Platz“ gehen wird, ist heute noch nicht entschie-
den. Ein spannender Markt etabliert sich erst.
Um an der Entwicklung einer neuen Generika-Generation, den Biosimilars 2.0,
als Anleger partizipieren zu können, sollte in spezialisierte Aktienfonds oder
Zertifikate, die dieses Marktsegment abbilden, investiert werden.
Studie abgeschlossen Verfasser: Dr. Uwe Färber Finanzanalyst (CEFA)
am 30.05.2015
25apoFokus
apoResearch Anlageinformation
apoFokus – zuletzt erschienen
Dezember 2014
Ausblick 2015 – Ohne Risiko keine Rendite
> Notenbanken auf entgegengesetzten Wegen
> US-Konjunktur ist der europäischen weit voraus
> Kein Ende der Niedrigzinsphase in Sicht
November 2014
3D-Drucker – Modelle für jeden Lebensbereich
> Die Entwicklung des 3D-Drucks
> Einsatzmöglichkeiten im Gesundheitsbereich
> Zukunftsvisionen
September 2014
Immun-Onkologie: Evolution oder Revolution?
> Krebserkrankungen – eine Übersicht
> Immun-Onkologie: Chronifizierung der Krebserkrankung
> Vielversprechende Zukunftsperspektiven
Februar 2014
In-Vitro-Diagnostik – Die Zukunft hat begonnen
> Ein unerlässlicher Bestandteil der Gesundheitspflege
> Die Evolution des Gentests
> Wachstumstreiber und Risiken für die Diagnostik
Dezember 2013
Ausblick 2014 – Der langwierige Aufstieg geht weiter
> Globale Konjunkturerholung verfestigt sich
> Zinstief bedingt Neupositionierung
> Notenbanken bleiben wachsam
September 2013
Hörgeräte – Klaviatur der Klänge
> Hörgeräte = Wachstumsmarkt
> Therapeutische Optionen
> Oligopol – wenige Hersteller dominieren den Markt
> Mögliches Zukunftsszenario
Unsere bisher erschienenen Ausgaben können Sie im Internet
unter http://www.apobank.de/apofokus abrufen.
26Biosimilars 2.0 - Monoklonale Antikörper
27Deutsche Apotheker- und Ärztebank Zentrale apoResearch Richard-Oskar-Mattern-Straße 6 40547 Düsseldorf Telefon: +49 211 5998 0 Internet: https://www.apobank.de V.i.S.d.P.: Dr. Hanno Kühn Layout und Produktion: AM Publikationsmanagement Druck: SD Service-Druck GmbH & Co. KG Bussardweg 5 41468 Neuss 28
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