Die Lupe - Diakoniewerk Essen

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Die Lupe - Diakoniewerk Essen
Die Lupe   Hauszeitschrift des Diakoniewerks Essen

                      Altenhilfe-Azubis feiern Beach-Party

                      Studie zur Offenen Seniorenarbeit vorgestellt

                      Kindervilla am Laurentiusweg eröffnet Anbau

                      „Tag des Ohres“ im Internat für Hörgeschädigte

                      Haus Esmarchstraße präsentiert Kunstausstellung

                      50-jähriges Jubiläum: Karl-Schreiner-Haus
                      weiht neuen Sportplatz ein

2   2018

2                     ZusammenLeben gestalten
Die Lupe - Diakoniewerk Essen
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          Impressum
          Herausgegeben vom Diakoniewerk Essen
                                                                           Die Lupe 2   2018

          Bergerhauser Straße 17, 45136 Essen
          Telefon 0201 · 2664 0, Telefax 0201 · 2664 595 900
          info@diakoniewerk-essen.de
          www.diakoniewerk-essen.de
          Redaktion: Julia Fiedler, Kathrin Michels (Geschäftsstelle),
          Vera Roos (Altenzentrum Kray), Ylva Schreiber (Karl-Schreiner-Haus),
          Bernhard Munzel (Geschäftsstelle), Michael Obst (Johannes-Böttcher-Haus)
          Grafik Design: Q3 design, Dortmund, www.Q3design.de
          Druck: Brochmann GmbH, Essen
          Essen, Juli 2018
          Die Lupe erscheint drei Mal im Jahr.
          Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: 15. September 2018.
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Impressum
Die Lupe - Diakoniewerk Essen
Wort vorab               Ein Wort vorab

„Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft.“
 (Jesaja 40, 31)                                                                 Pfarrer Andreas Müller,
                                                                                 Vorstandsvorsitzender
 Liebe Mitarbeitende, liebe Interessierte an der Arbeit des
 Diakoniewerks Essen und seiner Kooperationspartner!
      „Alle pädagogischen Maßnahmen sollen darauf ab-        ausreichende Ressourcen sind deshalb nötiger denn je.
 gestellt sein, Hemmungen und Ängste beim Kind abzu-         Und so scheinbar simple Neuerungen wie ein Kunst-
 bauen, um eine freie Entfaltung seiner Persönlichkeit zu    rasenplatz, möglich gemacht durch Spenden, erhalten in
 gewährleisten, in dem die individuellen Fähigkeiten ge-     diesem Licht einen anderen Stellenwert, um Kinder und
 fördert und das Kind zu einer Lebenstüchtigkeit geführt     Jugendliche umfassend fördern zu können.
 wird, die den heutigen gesellschaftlichen und christli-         Die Arbeit im Netzwerk der Erziehungshilfe des
 chen Grundsätzen entspricht.“ Dieser wegweisende Satz       Karl-Schreiner-Hauses steht in dieser Lupe im Mittel-
 steht in einer Selbstdarstellung des Karl-Schreiner-        punkt, doch ist sie nur ein Baustein von vielen, um
 Hauses aus dem Jahr 1968. Damals war das neue Karl-         Menschen in unserer Stadt hilfreich zur Seite zu stehen.
 Schreiner-Haus an der Krummecke in Überruhr ein in-         So ist in dieser Ausgabe von zahlreichen Festen und her-
 novatives Kinderheim. Heute ist es ein pädagogisches        ausragenden Aktionen zu lesen, vom 10-jährigen Jubi-
 Netzwerk mit stadtweit knapp 20 Standorten, durch das       läum unseres Diakonierestaurants Church, von erfolg-
 rund 120 sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche       ten Spendenübergaben und prominenten Besuchern,
 in unterschiedlichen stationären und teilstationären An-    von Festivals und Firmenläufen, von der Analyse der
 geboten und in Schulprojekten unterstützt werden.           Offenen Seniorenarbeit in Essen durch die Wohlfahrts-
      Das Sommerfest wurde zum 50. Jubiläum ganz sport-      verbände, der ersten Azubi-Party am Tag der Pflege,
 lich gefeiert. Der neue Kunstrasenplatz wurde zünftig       preisgekrönten Oldtimern, von Abschieden und Neuan-
 mit einem Fußballturnier eingeweiht, bei dem alle Be-       fängen und vielem anderen mehr.
 teiligten großen Einsatz zeigten und vor allem ihren            Die diakonische Arbeit umfasst alle Lebensalter und
 Spaß hatten. Die Fotos in dieser Lupe geben einen Ein-      unterschiedlichste Lebenssituationen. Der Blick in die
 druck davon und von weiteren Highlights des Festes wie      Bibel relativiert da so manches und lässt einen sehr be-
 Hüpfburg, Kistenklettern, Speed-Schießen, Kreativ-          scheiden werden. Die israelitischen Könige etwa erreich-    2 3
 workshops, Live-Musik, leckerem Essen oder der Rallye       ten ein durchschnittliches Lebensalter von knapp 44
 zum Karl-Schreiner-Haus. Am 7. September wird dann          Jahren. Die mittlere Lebenserwartung eines normalen
 bei einem Fachtag „Dialog – Partizipation – Verände-        Bürgers lag in Israel noch wesentlich niedriger, wurden
 rung“ der Blick auf die gewaltigen Veränderungen ge-        sie doch nicht als Kinder wie Prinzen besonders gepflegt
 worfen, die in einem Zeitraum von 50 Jahren in der Ju-      oder als Erwachsene mit zusätzlichem Schutz versehen.
 gendhilfe stattgefunden haben und laufend weitergehen.      Die Lebensabschnitte, die uns geläufig sind, lebten Men-
      Wie sehr sich die Herausforderungen für die Ju-        schen damals sozusagen im Schnelldurchlauf. Die Ju-
 gendhilfe ändern, lässt sich mit dem Blick auf die Arbeit   gend galt dabei als die Zeit der Kraft und der Schönheit,
 des Namengebers des Hauses erahnen. Karl Schreiner          der Freude und der Liebe. Doch es wird ebenso festge-
 war von 1926 bis 1958 Pfarrer in der Evangelischen          halten, dass die Jugend in ihrer Blüte im Krieg fiel, sie
 Kirchengemeinde Borbeck. Er leitete seit 1931 auch den      vor gestellten Aufgaben zurückschreckte oder mit Rigo-
 Evangelischen Gemeindedienst für Innere Mission in          rismus, Unbesonnenheit und der Verachtung des Alters
 den Essener Kirchenkreisen, dem heutigen Diakoni-           assoziiert wurde.
 schen Werk. In der Weltwirtschaftskrise wurde versucht,         Vor allem aber wird in der Bibel betont und in Bei-
 der Massenarbeitslosigkeit unter Jugendlichen mit frei-     spielen davon berichtet, dass niemand zu jung ist, um
 willigen Arbeitsdiensten entgegenzuwirken. In der Zeit      von Gott eine Aufgabe für sein Leben gestellt zu bekom-
 des Nationalsozialismus kämpfte er gegen die staatliche     men und sie zu erfüllen. Jede und jeder muss also den
 Vereinnahmung der von der evangelischen Kirche getra-       eigenen Weg im und durch das Leben finden. Gott sei
 genen Kindergärten und der Jugendarbeit. Nach dem           Dank gibt es dazu vielfältige Unterstützung und Beglei-
 Zweiten Weltkrieg stand der Wiederaufbau aus Trüm-          tung, etwa durch das Diakoniewerk und seine Koope-
 mern und die Gewinnung von Mitarbeitenden im Vor-           rationspartner. Und es gibt Gottes großartige Verhei-
 dergrund, um überhaupt eine soziale Arbeit durchfüh-        ßung, die völlig unabhängig vom Lebensalter allen zuge-
 ren zu können.                                              sprochen wird: „Die auf den HERRN harren, kriegen
      Es lässt sich unschwer erkennen, dass jede Zeit ihre   neue Kraft.“ (Jesaja 40, 31)
 ganz eigenen Herausforderungen hat. Dagegen scheint             Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und gute
 die Gegenwart fast eine einfache Zeit zu sein. Und doch     Unterhaltung bei der Lektüre dieser Lupe.
 erleben Mitarbeitende nicht nur im Karl-Schreiner-
 Haus, welch massive Belastungen manche Kinder und           Ihr
 Jugendliche in ihren Herkunftsfamilien oder auch Her-
 kunftsländern erfahren und was sie an Grenzverletzun-
 gen, Vernachlässigung und Traumatisierungen erleben         Pfarrer Andreas Müller, Vorstandsvorsitzender
 müssen. Die Professionalität der Mitarbeitenden und
Die Lupe - Diakoniewerk Essen
Aktuelles Thema
  Das aktuelle Thema

                                                                                                  Gelungene Veranstaltung:
                                                                                                  Diakoniepfarrer Andreas
                                                                                                  Müller (Bild rechts) begrüßte
                                                                                                  die insgesamt rund 300 Gäste.

  Tag der Pflege: Altenhilfe-Azubis feiern Beach-Party
  in der Friedenskirche
      Ungewöhnliche Aktion der evangelischen Alten-             Auch Mitorganisator Christian Landau, Ge-
  hilfeeinrichtungen in der Friedenskirche in Essen-        schäftsführer des Martineums Essen-Steele, sah
  Dellwig: Anlässlich des bundesweiten Tags der Pfle-       viele Gründe dafür, die tägliche pflegerische Arbeit
  ge am 12. Mai luden das Ev. Fachseminar für Alten-        der Azubis vor Ort auf diese ungewöhnliche Weise
  pflege und die elf evangelischen Altenpflege-Träger       zu feiern. „Am bundesweiten Tag der Pflege gilt
  in Essen alle ihre Azubis erstmals zu einer großen        unsere besondere Anerkennung diesmal dem
  Beach-Party ein. „Mit dieser Einladung möchten wir        vorbildlichen Einsatz unseres Pflegekräfte-Nach-
  bewusst das außergewöhnliche Engagement unserer           wuchses. Gemeinsam möchten wir deutlich ma-
  Auszubildenden in der Pflege in den Mittelpunkt           chen, welche Attraktivität dieses Berufsfeld gerade
  rücken“, verdeutlichte Diakoniepfarrer Andreas            denjenigen jungen Menschen bietet, die eine sinn-
  Müller, der das Fest offiziell eröffnete. „Der Pflege-    volle Tätigkeit im sozialen Bereich anstreben.“
  beruf wird – wie fast alle sozialen Berufe – oft unter-
  schätzt. Er ist viel besser als sein Ruf. Unsere Ge-          Mehr als 1.700 stationäre Pflegeplätze halten die
  sellschaft muss das anerkennen und wir benötigen          elf evangelischen Altenhilfeträger in ihren insge-
  dazu auch die politische Weichenstellung, damit der       samt 18 Senioreneinrichtungen innerhalb Essens
  Beruf noch an Attraktivität gewinnt.“                     vor, zudem werden zirka 1.800 Menschen von den
                                                            Diakoniestationen ambulant betreut. 175 Auszu-
      „Mit Bullenreiten, Selfie-Box und Musik mit DJ        bildende befinden sich unter den rund 1.850 Mit-
  Dimo bot das Programm zahlreiche Höhepunkte –             arbeitenden – neben etwa 155 Auszubildenden in
  eine Cocktail-Bar und ein Barbecue-Station sorgten        der Altenpflege bilden die Träger auch im kaufmän-
  zudem für das leibliche Wohl“, schwärmte Andreas          nischen und im hauswirtschaftlichen Bereich aus.
  Weischede, Einrichtungsleiter des Seniorenstifts          Ein Großteil der Pflege-Azubis besucht dabei das
  Martin Luther und einer der Organisatoren. „Zu-           Ev. Fachseminar für Altenpflege, das jährlich 100
  dem durfte jeder Teilnehmer noch einen Gast seiner        Ausbildungsplätze bietet, aber auch Auszubildende
  Wahl mitbringen, um ihm auch auf diese Weise den          aufnimmt, die nicht bei einem evangelischen Träger
  Pflegeberuf näher zu bringen und guten Nachwuchs          angestellt sind.
  für die Pflege zu gewinnen“, ergänzte Holm Schwan-
  ke, Schulleiter des Ev. Fachseminars für Altenpflege
                                                            Tolle Stimmung: Highlights wie Bullenreiten und
  und Mitglied des Vorbereitungsteams.                      Selfi-Box sorgten für große Begeisterung.
Die Lupe - Diakoniewerk Essen
Im Anschluss an die von der Projektgruppe (Bild links) vorgestellten Studie
                                                        nahmen Diakoniepfarrer Andreas Müller, Amtsleiter Hartmut Peltz,Senioren-
                                                        beirats-Vorsitzender Alfred Steinhoff und Professorin Dr. Elisabeth Bubolz-
                                                        Lutz an der von Projektleiterin Claudia Hartmann moderierten Podiums-
                                                        diskussion teil (Bild rechts, von links).

Offene Seniorenarbeit in Quartieren: Freie Wohlfahrtsverbände
stellen Projektergebnisse vor
    Innerhalb einer einjährigen Studie hat die Ar-      Offene Seniorenarbeit hat vielerlei Gestalt,
beitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände in      muss aber wohnortnah sein
Essen mit Mitteln des Seniorenförderplans die               Die Studie verdeutlicht, dass die Offene Senio-
Strukturen der Offenen Seniorenarbeit und die           renarbeit eine differenzierte Sicht auf die Zielgruppe
Bedarfe der älteren Bürgerinnen und Bürger erho-        verlangt, die auch interkulturelle, intergenerationel-
ben. Die Ergebnisse des Projekts wurden nun vor         le, milieuübergreifende und inklusive Aspekte ein-
zahlreichen Multiplikatoren aus der Seniorenarbeit      schließt. Entscheidend für den Erfolg der Arbeit sind
im Haus der Ev. Kirche vorgestellt. Das Ziel der        vor allem wohnortnahe Anlaufstellen in den Stadt-
Studie bestand in der Analyse, ob die Quantität und     bezirken, für die sowohl Räumlichkeiten als auch
die Qualität der derzeit vorgehaltenen Angebote,        Personal verfügbar sein müssen. Zudem wünschen
Projekte und Maßnahmen ausreichen, um auf die           sich Seniorinnen und Senioren Unterstützung und
differenzierten Bedarfe der Menschen ab 65 Jahren       Rückenstärkung bei den Themen Selbstorganisation
einzugehen.                                             und Bürgerengagement. Die Erprobung neuer Zu-                          4 5
                                                        gangswege und offener, nicht verpflichtender For-
    Gleichzeitig wurde erhoben, wie die Offene          mate, ist ebenso notwendig, wie eine dauerhafte Fi-
Seniorenarbeit derzeit koordiniert und gesteuert        nanzierung der Seniorenbegegnungsstätten.
wird, um ein flächendeckendes Angebot vorzuhal-
ten, das qualitativ hochwertig und für Interessierte    Fortsetzung folgt
leicht zugänglich ist. Dafür hatte das Projektteam      In seinem Grußwort hob Sozialdezer-
108 Interviews mit Beteiligten aus allen Perspektiven   nent Peter Renzel die innovativen Pers-
geführt, Fachexpertisen eingeholt und statistische      pektiven hervor, die sich aus der Studie
Erhebungen einbezogen. Acht Essener Quartiere           für die praktische Ausgestaltung der
wurden ausgewählt, die einen guten Querschnitt der      künftigen Seniorenarbeit ableiten las-
Stadt wiedergaben.                                      sen. Und auch die Teilnehmenden
                                                        der abschließenden Podiumsdiskussion
    Unter Leitung von Claudia Hartmann, Leiterin        zum Thema „Zukunftsdesign für die Sozialdezernent Peter Renzel
des Senioren- und Generationenreferats des Diako-       Offene Seniorenarbeit“ unterstrichen eröffnete die Veranstaltung
                                                                                                 mit einem Grußwort.
niewerks, nahmen an der Projektgruppe Vertrete-         den optimistischen Blick auf die Wei-
rinnen und Vertreter der Arbeiterwohlfahrt, des Ca-     terentwicklung des Projekts, das mit der Anschluss-
ritasverbandes, des Deutschen Paritätischen Wohl-       studie „Struktur- und Qualitätsentwicklung der
fahrtsverbandes und des Deutschen Roten Kreuzes         Offenen Seniorenarbeit“ fortgesetzt werden wird.
teil. Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie von   Julia Fiedler
Professorin Dr. Elisabeth Bubolz-Lutz, aner-
kannte Geragogik-Expertin der Universität Duis-
burg-Essen.
                                                        Großes Interesse: Rund 80 Fachleute füllten
                                                        den Dachsaal im Haus der Ev. Kirche.
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Einrichtungen
  Aus den Einrichtungen

                                                          Zur gemeinsamen Eröffnung der neuen Räumlichkeiten mit Architekt Patrick
                                                          Krämer, Diakoniepfarrer Andreas Müller, Kita-Leiterin Susanne Milde, Pfarrerin
                                                          Hanna Mausehund, dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister Frank
                                                          Stienecker und Geschäftsbereichsleiter Ulrich Leggereit (Bild links, von links)
                                                          begrüßten die Kita-Kinder die Gäste mit einem Liedbeitrag (Bild Mitte).
                                                          Anschließend sorgte der „Zirkus Carissima“ für beste Unterhaltung (Bild rechts).

  Kindervilla am Laurentiusweg eröffnet Erweiterungsbau
      Im Rahmen eines Frühlingsfestes wurden nun                       besichtigen. Die von Susanne Milde geleitete Kita
  die erweiterten neuen Räumlichkeiten der Kinder-                     beherbergt nun neben der neuen Maulwurfgruppe
  villa am Laurentiusweg in Essen-Steele eröffnet.                     auch einen Werkraum, eine zusätzliche Küche mit
      Nach der Begrüßung durch Geschäftsbereichs-                      Essensraum, einen Waschraum und einen weiteren
  leiter Ulrich Leggereit richteten Diakoniepfarrer                    Schlafbereich. Höhepunkt des an die Eröffnung
  Andreas Müller, Pfarrerin Hanna Mausehund von                        anschließenden Frühlingsfestes war der Auftritt des
  der Ev. Kirchengemeinde Königssteele, die den Um-                    „Zirkus Carissima“, der Kinder und Gäste bei strah-
  bau als Investor umgesetzt hat, und der stellvertre-                 lendem Sonnenschein mit spektakulären Darbie-
  tende Bezirksbürgermeister Frank Stienecker ihre                     tungen begeisterte. In den erweiterten Räumlich-
  Grußworte an die Gäste. Anschließend eröffnete                       keiten bietet die Kindervilla am Laurentiusweg nun
  Diakoniepfarrer Andreas Müller die neuen Räum-                       ausreichend Platz für drei Gruppen mit insgesamt
  lichkeiten der Kita mit einem Segensgebet.                           64 Kindern im Alter von zwei Jahren bis zur Ein-
      Im Anschluss nutzten die Anwesenden die                          schulung.
  Möglichkeit, die überaus gelungene Erweiterung zu

  Musical-Spezialisten: Kita „Lummerland“ zeigt „Hänsel und Gretel“
      Mit der Aufführung von „Hänsel und Gretel“
  setzte die Kita „Lummerland“ ihre Serie erfolgrei-
  cher Musical-Inszenierungen fort. Zur Musik von
  Engelbert Humperdinck traten die Kita-Kinder vor
  rund 180 Zuschauerinnen und Zuschauern im
  Bürgertreff Überruhr auf. Mit erneuter Unterstüt-
  zung des Fördervereins der Kita konnte als Cho-
  reografin wiederum Adelina Nigra gewonnen wer-
  den, die bereits frühere Aufführungen der Kita un-
  terstützt hatte.

  Hökes-Oststadt-Apotheke spendet für Kita „Vogelweide“
                                                                          Einen Betrag von 350 Euro spendete nun
                                                                       Apotheker Christoph Höke an die Kindertagesstätte
                                                                       „Vogelweide“ in Essen-Freisenbruch. Das Geld war
                                                                       im Rahmen der Bonustaler-Aktion der Hökes-Ost-
                                                                       stadt-Apotheke zusammengekommen, bei dem die
                                                                       Kundinnen und Kunden der Apotheke die Taler
                                                                       entweder in Prämien umwandeln, oder für einen
                                                                       guten Zweck zur Verfügung stellen können. Jeder
                                                                       gespendete Bonustaler wird dann von der Apotheke
                                                                       eins zu eins in Euro umgewandelt.
  Vielen Dank – auch an die spendenbereiten Kunden:
  Filialleiterin Kerstin Grünert (hinten rechts) übergab die Spende
  von 350 Euro an Kita-Leiterin Petra Ehlers (hinten, 3. von links).
Die Lupe - Diakoniewerk Essen
Nächster Halt: Kita „Helmertweg“
    Der Bücherbus „Anton“ zu Gast in Essen-Bre-        chen wir auch!“, war allen sofort
deney: Von den Kindern begeistert empfangen, tru-      klar. Denn Bücher spielen in der
delte der aufsehenerregende Oldtimer-Bus der           Kita „Helmertweg“ eine ganz
Mayerschen Buchhandlung auf dem Vorhof der Kita        besondere Rolle. „Zweimal in der
„Helmertweg“ ein. Neben zwei randvoll gefüllten        Woche kommen Lesepaten zu
Tragetaschen mit neuem Lese- und Vorlesestoff hat-     uns in die Einrichtung und auch
te dieser als besondere Überraschung noch einen        eine Kindergartenmutter be-
Büchergutschein über 200 Euro mit im Gepäck. Der       sucht uns regelmäßig, um den
nostalgische T1-Bulli wirbt anlässlich des 200-jäh-    Kindern Märchen zu erzählen“,
rigen Jubiläums der Mayerschen Buchhandlung            erklärt Einrichtungsleiterin Maria Honnef: „Unsere
deutschlandweit in Kitas und Grundschulen für das      Kinder lieben es einfach, sich Bücher anzuschauen
Lesen von Büchern. Um Gedränge zu vermeiden,           oder sich vorlesen zu lassen“, bestätigt Erzieherin
durften die Kleinen der Reihe nach auf den Rück-       Marina Hicking. „Da ist es egal, ob im Morgenkreis,
bänken Platz nehmen, hinterm Steuer sitzen und         während des Freispiels oder zur Ruhepause. Die
vor allem: Probehupen. Wie sehr die Kinder sich        Kinder saugen die Geschichten nur so auf“, so die
freuten, war also auch in der Nachbarschaft un-        Erzieherin, die sich letztlich mit der Mayerschen
überhörbar.                                            Buchhandlung in Verbindung setzte. Und dann ging       6 7
    Aufmerksam auf den Bücherbus wurden die Er-        alles ganz schnell. Nur vier Wochen dauerte es, bis
zieherinnen durch einen Presseartikel. „Den brau-      „Anton“ auch im Helmertweg vorbeifuhr.

Matthias Hauer besucht Kita Postreitweg
zum Tag der kleinen Forscher
    Unter dem Motto „Entdeck, was sich bewegt“         nieure und Techniker in Deutschland – die Grund-
fand der diesjährige bundesweite „Tag der kleinen      lage dafür können wir bei den Mädchen und Jun-
Forscher“ statt. Aus diesem Anlass besuchte der        gen nicht früh genug legen.“
Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer, Vorstands-          „Wir freuen uns sehr über den Besuch von
mitglied des Diakoniewerks Essen, die Kindertages-     Matthias Hauer. Für Kinder ist es sehr wichtig, zu
stätte Postreitweg in Essen-Frohnhausen und führ-      experimentieren und selbst zu erfahren, wie die
te mit den Kindern kleine Forschungsprojekte zum       Dinge, die uns umgeben, funktionieren“, erläutert
Thema „Kreisel“ durch. „Kinder haben einen ge-         Kita-Leiterin Martina Sonnenberg. „Wir sind des-
sunden Drang, die Welt zu entdecken und viele          halb schon von Anfang an Mitglied im Netzwerk
Fragen zu stellen. Diese Wissbegierde sollten wir      des Hauses der kleinen Forscher und führen jeden
nutzen, um sie spielerisch für naturwissenschaftli-    Woche einen Forscher- und Entdeckernachmittag
che Themen zu begeistern“, so Matthias Hauer, der      durch. Mit unserer „Professor Wirrwarr“-Hand-
bereits zum vierten Mal in Folge gemeinsam mit         puppe haben wir zudem einen Experten im Haus,
Kindern am „Tag der kleinen Forscher“ experimen-       der die Kinder dabei unterstützt, eigene Thesen auf-
tierte. „Wir brauchen clevere Wissenschaftler, Inge-   zustellen, ohne Lösungen vorzugeben.“
Die Lupe - Diakoniewerk Essen
Einrichtungen
  Aus den Einrichtungen

  Toller Zirkus: Kita „Kinderarche“ in der Manege
      77 Kinder, drei Ziegen, drei Hunde und eine                   gab es dann das große Finale vor Publikum in der
  Schlange: In der Kita „Kinderarche“ zeigten die ganz              Manege. Alle machten mit – vom Zweijährigen bis
  Kleinen, dass sie schon eine große Show auf die                   zum Vorschulkind. Und wie es vor einer richtigen
  Beine stellen können. Wie schon in den Vorjahren                  Premiere sein muss, kam jetzt doch ein bisschen
  hatte die benachbarte Grundschule der Kita ange-                  Hektik und Lampenfieber auf. Obwohl so manche
  boten, das für ihr alljährliches Zirkusprojekt aufge-             rote Bäckchen und Schweißperlen auf der Stirn viel-
  stellte Zirkuszelt ebenfalls für eine eigene Auffüh-              leicht auch weniger von der Aufregung, als vom
  rung zu nutzen. „Das Angebot war absolut verlo-                   Tropenklima im Zirkuszelt stammten. Aber eine im
  ckend, aber wir wussten auch, wie viel Arbeit das                 Schlamm versunkene Wiese wäre natürlich deutlich
  bedeutet“, erzählt Kita-Leiterin Janetta Bettenworth.             schlimmer gewesen, als dieser strahlend schöne Som-
  In diesem Jahr aber siegte die Lust auf Zirkus und                mertag, der nach der Aufführung noch mit einem
  das gesamte Team der Burgaltendorfer Kita ent-                    gemeinsamen Grillwürstchen ausklingen durfte.
  schied: Wir machen es einfach!                                        Ein dickes Dankeschön gebührt vor allem auch
      Mit professioneller Hilfe vom Circus Liaison aus              dem Förderverein der Kita, der die Finanzierung des
  Goch probten zwei auf Kita-Aufführungen speziali-                 insgesamt 1.600 Euro teuren Projekts ermöglichte.
  sierte Artisten vier Tage lang mit den Kindern, die               Und auch daran, dass man in der Kita immer noch
  auch viele eigene Vorstellung einbringen konnten.                 ab und zu auf eine Seilkünstlerin oder einen Ziegen-
  „Die beiden haben wirklich einen guten Job ge-                    bändiger trifft, wird deutlich, wie sinnvoll der Betrag
  macht“, findet Janetta Bettenworth. Am fünften Tag                investiert wurde.

  Kita Samoastraße feiert Kinderfest
                                         Zu einem bunten Kinderfest lud die Kita Samoastraße aufgrund des ak-
                                     tuellen Neubaus der Einrichtung in die benachbarte katholische Kirchenge-
                                     meinde St. Paulus ein. Nach dem gemeinsamen Auftakt mit Mitmach-Mu-
                                     siker Jörg Sollbach im Kirchsaal hatten die Kinder auf dem Außengelände
                                     die Möglichkeit, an insgesamt acht verschiedenen Spielständen zu basteln,
                                     zu experimentieren und ihre Geschicklichkeit auszuprobieren. Eine lustige
                                     „Clown-Zauber-Show“ rundete das Programm des gelungenen Kinderfestes
                                     ab.

  Meeres-Projekt und neues Friedenskreuz in der Kita „Regenbogen“
      Die Marienkäfer-Gruppe der Kita „Regenbogen“ in Essen-Schonnebeck
  hat ein spannendes Meeres-Projekt gestartet. Unter dem Titel „Unter dem
  Meer“ beschäftigen sich die Kinder mit passenden Geschichten rund ums
  Thema, dem Malen von Meerestieren und aufregenden Experimenten. Be-
  sondere Highlights waren toll gestaltete Keilrahmen, selbstgebaute Aquarien
  und ein gemeinsamer Eltern-Kind-Nachmittag, an dem viele bunte Mee-
  restiere entstanden sind.

  Und wie bereits in den ehemaligen Räumlichkeiten ziert nun
  auch ein neues Friedenskreuz ein Fenster der Kita „Regenbogen“.
  Das aus unterschiedlichen Elementen gestaltete Friedenskreuz
  eignet sich zur Verdeutlichung biblischer Geschichten und wurde
  in Vorbereitung auf den ersten Tauf-Familiengottesdienst und
  die Passions- und Osterzeit neu gestaltet.
Die Lupe - Diakoniewerk Essen
Gemeinsames Plätzchenbacken zur Kindertagespflege-Aktionswoche
       Rund 2.500 Kinder werden in Essen in der Kin-            Essener Fachverbände und das Jugendamt der Stadt
   dertagespflege betreut – damit ist diese Kinderbe-           Essen zum Auftakt der Aktionswoche bei Bäcker
   treuungsform schon lange keine Nische mehr. Das              Peter, um für jedes Tagespflegekind ein „Tagesplätz-
   wollte auch die bundesweite Aktionswoche der                 chen“ zu backen. Zugleich bot die Aktionswoche die
   Kindertagespflege verdeutlichen. Unter dem Motto             Gelegenheit, eine Großtagespflege mal aus der Nähe
   „Gut betreut in der Kindertagespflege“ stellte sie           kennenzulernen. Hierzu luden die Großtagespflege-
   heraus: Kindertagespflege arbeitet professionell und         stellen „Elfenwald“ in Essen-Huttrop und „Kinder-
   ist gut vernetzt. Um das auch vor Ort mit einer ge-          wirtschaft“ in Essen-Stadtwald in ihre Räumlichkei-
   meinsamen Aktion zu zeigen, trafen sich die vier             ten ein.

   Mit allen Sinnen genießen: Besuch im Garten
   der Kindertagespflegestelle „Gänseblümchen“
                                                  Seit Jahren betreuen Sonja Djordjevic-Schlüter und Anna-Maria
                                              Regier in enger Kooperation mit der Hebammenpraxis in Essen Kupfer-
                                              dreh neun Kinder in der Kindertagespflege. Beide sind zusätzlich ausge-
                                              bildete Kneipp-Gesundheitsreferentinnen für Kinder. Aus einer ehema-
                                              ligen Kegelbahn ist es ihnen in viel Eigenleistung gelungen, eine helle,   8 9
                                              einladende Betreuungsstelle mit kuscheligen Ecken und liebevollen
                                              Spielmöglichkeiten zu entwickeln.
                                                  Eröffnet werden konnte nun auch der mit den Kindern selbst gestal-
                                              tete „Garten der Sinne“. Nach den kneippschen Regeln finden sich hier
                                              die einzelnen Elemente Wasser, Ernährung, Heilpflanzen, Bewegung
                                              und Lebensführung in unterschiedlichen Stationen wieder. Gemeinsam
                                              mit vielen Gästen, Nachbarn, ehemaligen und aktiven Tagespflegekin-
                                              dern wurden alle Bereiche ausprobiert und mit allen Sinnen genossen –
                                              vor allem der Barfußpfad beeindruckte die Gäste außerordentlich. Zu-
                                              dem überraschte das üppige selbst gemachte Buffet, das – vollwertig
                                              und zuckerfrei zusammengestellt – zu der gelungenen Eröffnung seinen
Kreative Gestaltung: Die Kindertagespflege-
stelle „Gänseblümchen“ in Kupferdreh.         Part beitrug.
                                              Text und Fotos: Susanne Jäger, Fachberatung Kindertagespflege

   Kindertagespflege und Bredeneyer Kitas beim Kinderfest in der Villa Rü
       Beim Kinderfest des Jugendamtselternbeirates
   Essen in der Villa Rü beteiligte sich neben der Bre-
   deneyer Kitas „Am Brandenbusch“ und Helmert-
   weg auch die Fachberatung Kindertagespflege mit
   vielen Spiel- und Mitmachmöglichkeiten. Oberbür-
   germeister Thomas Kufen (Bild rechts, rechts) er-
   öffnete die Veranstaltung und besuchte bei seinem
   Rundgang auch den gemeinsam gestalteten Stand.
Die Lupe - Diakoniewerk Essen
Einrichtungen
     Aus den Einrichtungen

  Außenwohnbereich „Am Zehnthof“:
  Frühlingsfest zum 15-jährigen Bestehen
       15 Jahre Außenwohnbereich „Am Zehnthof“          bereichsleiterin Andrea Hermann eröffnete die
   des Internates für Hörgeschädigte: Zum Frühlings-    Feierlichkeiten mit einem Rückblick auf die vergan-
   fest anlässlich dieses besonderen Jubiläums waren    genen 15 Jahre, der so manche Erinnerung weckte.
   auch viele ehemalige Schülerinnen und Schüler,           Auch die Bewohnervertreter ließen es sich nicht
   Mitarbeitende und Wegbegleiterinnen und -beglei-     nehmen, ein paar Dankesworte an die Gäste und
   ter erschienen, um diesen besonderen Tag gebüh-      Mitarbeitenden zu richten, die ihrerseits den Peter
   rend zu feiern.                                      Fox-Titel „Haus am See“ zur Wohnbereichshymne
       Leider machte gerade an diesem Tag das Wetter    umgeschrieben hatten. Nach der Buffeteröffnung
   einen Strich durch die Rechnung, als pünktlich       hatten die Gäste die Gelegenheit, an der Internats-
   zum geplanten Beginn Gewitterwolken aufzogen         rallye teilzunehmen oder die Spielstationen „Heißer
   und erste Regentropfen mitbrachten. Nun war          Draht“, „Riesen-Vier-Gewinnt“ und „Barfußpfad“
   Improvisation gefordert: Kurzerhand wurde das        auszuprobieren. Nach abschließender Auslosung
   Fest von der Wiese in die Mensa verlegt, wo die      der Gewinner von Gutscheinen für das Einkaufs-
   ersten Gäste mit einem Glas alkoholfreien Sekt       zentrum am Limbecker Platz waren sich alle einig:
   oder Orangensaft empfangen wurden. Wohn-             Diese Feier war doch nicht ins Wasser gefallen!

  „Hippie“-Abschlussfeier im Fritz-von-Waldthausen-Zentrum
                 Unter dem Motto „Holy-Hippie“ wurde die diesjährige Abschlussfeier der Abiturientinnen
             und Abiturienten und der Berufsfachschülerinnen und -schüler im Fritz-von-Waldthausen-
             Zentrum gefeiert. Bei schönstem Wetter wurde gegrillt, gespielt und gechillt und der Innenhof
             kurzerhand in eine 70er Jahre-Lounge verwandelt. Die Kostümierungen der Anwesenden und
             ein phantasievolles Buffet mit Erdbeerbowle sorgten für reichlich „Seventies-Flair“– Eiswagen,
             Glücksrad, Luftballonrasieren, Limbotanzen und die abschließende „Farbexplosion“ erfreuten
             sich ebenfalls großer Beliebtheit. Neben Hippiebrillen für die jungen Männer und Blumen-
             haarbändern für die Damen erhielten die Ehemaligen zum Abschied individuell gestaltete Foto-
             alben, die von den jeweiligen Bezugspädagoginnen und -pädagogen gefertigt worden waren.
             Claudia Henning, pädagogische Mitarbeiterin im Fritz-von-Waldthausen-Internat

  Internate unternehmen Kurzfreizeiten nach Holland und Bremervörde
      Zweimal nach Holland und einmal nach Bre-             Ebenfalls nach Holland reiste eine Gruppe des
  mervörde: Eine aus Bewohnerinnen und Bewoh-           Fritz-von-Waldthausen-Zentrums. Am Veluwemeer
  nern des Internats für Hörgeschädigte und des         ging es sehr sportlich zu – Fahrrad fahren, paddeln
  Außenwohnbereichs „Am Zehnthof“ bestehende            und der Bau eines Floßes standen auf dem Pro-
  Freizeitgruppe machte sich auf zum Erkemeder-         gramm. Eine weitere Kurzfreizeit der Einrichtung
  strand in Zeewolde, wo die Schwimmmöglichkeiten       führte die hörgeschädigten Schülerinnen und
  am nahegelegenen See ausgiebig genutzt wurden.        Schüler ins Freizeithaus Bremervörde. Ausflüge
  Eine Fahrradtour nach Harderwijk und das all-         nach Hamburg und Bremen rundeten die abwechs-
  abendliche Grillen am Lagerfeuer waren weitere        lungsreiche und gelungene Fahrt ab.
  Höhepunkte des Kurztrips.
„Tag des Ohres“ im Internat für Hörgeschädigte
     „Tag des Ohres“ im Internat für hörgeschädigte     Menschen Essen (BZH) und der Integrationsfach-
 Schülerinnen und Schüler: Informationen zugäng-        dienst Essen ihre Angebote.
 lich zu machen und ein Bewusstsein für die eigenen        „Der technische Fortschritt kommt uns hörge-
 Möglichkeiten zu entwickeln waren die Ziele, de-       schädigten Menschen wirklich zu Gute“, so Orga-
 nen das Audiotherapie-Team um Organisatorin            nisatorin Veronika Albers, die im Internat als Au-
 Veronika Albers näher kommen wollte. Eingeladen        diotherapeutin tätig ist. „Auch wenn wir noch mei-
 waren Fachleute zu den Themen Privatleben,             lenweit davon entfernt sind, in einer barrierefreien
 Technik, Rechte und Medizin. Darunter die Akus-        Welt zu leben, ist der Zugang zu Wissen, zu den
 tiker-Firmen Bagus und Wessling, die über Hörhil-      eigenen Rechten und zu möglichen Technikhilfen
 fen und Cochlea-Implantate berichteten und ein         erheblich leichter geworden“, verdeutlichte die
 speziell ausgestatteter „Hörbus“, in dem die eigene    Diplom-Sozialarbeiterin, die die gut besuchte
 Hörfähigkeit getestet werden konnte. Neben der         Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder anbie-
 Vorstellung des Dolmetscherdienstes „Tess“ zum         ten wird.
 barrierefreien Telefonieren per Internet präsentier-   Veronika Albers, Dipl.-Sozialarbeiterin und
 ten auch das Bildungszentrum für hörgeschädigte        Audiotherapeutin im Internat für Hörgeschädigte
                                                        Schülerinnen und Schüler                               10 11

 Thema „Raum“ beim 3. KURZstummfilmfestival in der Zeche Carl
     42 Kurzfilme zum Thema „Raum“ – das mittler-       und Richard Poser organisierte Festival, welches
 weile dritte KURZstummfilmfestival in der Zeche        vom Diakoniewerk als Kooperationspartner seit Be-
 Carl bot an zwei Abenden gute Unterhaltung, viel       ginn unterstützt wird. Neben der Vergabe von
 Diskussionsstoff und Bilder, die in Erinnerung blei-   Publikumspreisen prämierte auch die aus hören-
 ben. Maximal 11 Minuten durften die Filme lang         den und hörgeschädigten Experten bestehende Jury
 sein und weder gesprochenes Wort noch Gebärden-        die aus ihrer Sicht besten Filme. Die beiden Publi-
 sprache enthalten. Mit dabei waren Filmschaffende      kumspreise gingen an die Essener Filmemacher Leo
 aus ganz Deutschland, vom Profi bis zur Schul-AG.      Decker und Noah Nottebom für ihren Film „Trau-
 Aus dem Diakoniewerk waren das Haus Immanuel –         ma“ sowie an die Schulfilm-AG der Von-Lerchen-
 beim ersten KURZstummfilmfestival hatten die           feld-Schule in Bamberg für ihren Film „Schnittzel-
 „Immanuel Schattenstars“ 2015 den Jury-Preis           jagd“. Den mit 500 Euro dotierten Jurypreis „Bester
 gewonnen – und das Haus Baasstraße dabei. Dort         Raum“ sicherte sich Thomas Hartel mit dem Film
 stand sogar eine blinde Bewohnerin hinter der          „Wenn Räume reden könnten“. Der Jurypreis „Bes-
 Kamera, die während des Festivals die Filme als        ter Film“ ging an „The Girl Beyond“ von Alexander
 Audiodeskription verfolgen konnte. Für alle ande-      Badem & Leon Eisemann aus Ludwigsburg. Auch
 ren wurde wechselweise in Gebärden- oder Laut-         das Thema und der Termin für das vierte KURZ-
 sprache übersetzt.                                     stummfilmfestival stehen bereits. Unter dem Motto
     Mit einem kurzen Grußwort eröffnete Diako-         „Gelb“ wird es am 17. und 18. Mai 2019 wiederum
 niepfarrer Andreas Müller das von Simone Bury          in der Zeche Carl stattfinden.
Einrichtungen
     Aus den Einrichtungen

  Integratives Fußballturnier: Johannes-Böttcher-Haus
  und GSE-Borbeck siegreich
      Bei der inzwischen bereits 17. Auflage des inte-    an dem neben den Titelträgern auch die Frintroper
  grativen Fußballturniers am Gründonnerstag in           Kickers des Hauses Baasstraße mit drei Mannschaf-
  der Sporthalle Bergeborbeck sicherten sich die          ten, die Stiftung Hephata mit zwei Teams und das
  Teams des Johannes-Böttcher-Hauses und der              Wilhelm-Becker-Haus teilnahmen. Neben vielen
  GSE-Borbeck die Titel in ihren jeweiligen Leis-         spannenden Spielen, aufregenden Zweikämpfen
  tungsgruppen. Der Fairplay-Pokal ging an die            und dem ein oder anderen Siebenmeter-Schießen,
  Mannschaft des Wilhelm-Becker-Hauses.                   sorgte auch der Auftritt der Formation „Tanz-Bar“
      Nach der Eröffnung durch Geschäftsbereichs-         für ein vielumjubeltes Highlight.
  leiterin Silke Gerling startete das beliebte Turnier,

  Inklusives Spielplatzfest: Rolls-Royce-Fahrt für Glücksrad-Gewinner
      Zahlreiche Attraktionen erwarteten die Gäste des    Begeisterung. Ein besonderes Highlight winkte
  bereits zum fünften Mal durchgeführten Inklusiven       zudem den glücklichen Glücksrad-Gewinnern, die
  Spielplatz- und Sommerfestes auf dem städtischen        sich über eine Rolls-Royce-Spazierfahrt durch den
  Spielplatz an der Dellwiger Straße und in der an-       Stadtteil freuen durften. Das kulinarische Angebot
  grenzenden Werkstatt der GSE. Neben einem Luft-         mit einem Grill- und Kuchenstand, Gratis-Kaffee,
  ballonkünstler, dem Spielmobil und Kurzmassagen         Slush-Eis und Popcorn rundeten das gelungene Fest
  sorgten vor allem die Auftritte der Formation „Tanz-    ab.
  Bar“ und des Chors der Werkstatt Dellwig für viel

  Kunstwerkstatt „Candyshop“ besucht
  Folkwang-Ausstellung „zum Anfassen“
      Neben der eigenen Gestaltung von Kunstwerken unternimmt
  die Kunstwerkstatt „Candyshop“ regelmäßig Exkursionen, um sel-
  ber Kunst zu erleben. So besuchte eine Gruppe der Künstlerinnen
  und Künstler nun die Skulpturenausstellung von Hans Josephsohn
  im Museum Folkwang. Das Besondere der Ausstellung bestand
  darin, dass die Skulpturen dort nicht nur angesehen, sondern auch
  angefasst werden durften. Gerade auch für die blinde Besucherin
  Hazal Satan eine außergewöhnliche Möglichkeit, um mit Kunst in
  Berührung zu kommen. Die Aufhebung der klassischen „Anfassen
  verboten“-Regel löste sowohl Ehrfurcht als auch Neugierde aus
  und machte natürlich auch sehr viel Spaß.
Dank an die Künstlerinnen und Künstler:
                                                                                      Einrichtungsleiterin Susanne Richter (Bild links, links)
                                                                                      überreichte ihre sonnigen Blumengrüße auch an die
        „Kunst mal anders!“: Haus Esmarchstraße                                       Ausstellung-Organisatorinnen Ulla Steinwachs und
         präsentiert Ausstellung im Beginenhof                                        Lisa Lambrecht-Wagenitz (Bild rechts, von links).

                           Im Rahmen einer Vernissage eröffne-      „Türen öffnen – Gerechtigkeit leben“ beteiligt hat-
                       te nun das Haus Esmarchstraße die Aus-       te. „Das gemeinsame Brainstorming und das an-
                       stellung „Kunst mal anders!“ im Café         schließende Umsetzen einer Idee hat alle so begei-
                       „Machwatt“ im Beginenhof in Essen-           stert, dass wir daraus ganz viel Schwung mitgenom-
                       Rüttenscheid. Für viele der anwesenden       men haben“, blickte Carina Weiß zurück. Die Er-
                       Künstlerinnen und Künstler der beiden        gotherapeutin leitet die tagesstrukturierenden An-
                       Kreativgruppen des Hauses war es das         gebote im Haus, an denen sowohl die eigenen Be-
                       erste Mal, dass sie eigene Arbeiten in der   wohnerinnen und Bewohner, als auch Menschen,
Künstlerin Gisela
Baeumer sprach zur Öffentlichkeit präsentierten. Mut haben          die in ihrer eigenen Wohnung betreut werden, teil-
Eröffnung der Aus-     und sich etwas trauen – das war auch ein     nehmen.
stellung.              bisschen das Leitmotiv der Ausstellung.          In der nun gezeigten Ausstellung ist das Ergeb-
           „Uns geht es um die Enttabuisierung von psychi-          nis gleich zweier Projektarbeiten zu sehen: Tulpen
           schen Erkrankungen und ihrem Bild in der Öffent-         und Tüten. Mit dabei sind aber auch flächige Ar-
           lichkeit“, erläuterte Susanne Richter, Einrichtungs-     beiten aus der Gruppe von Lisa Lambrecht-Wage-
           leiterin des Hauses Esmarchstraße, die gemeinsam         nitz. Die Objektdesignerin kommt schon seit vielen                           12 13
           mit Künstlerin Gisela Baeumer, Vorsitzende des           Jahren ins Haus und leitet dort eine Kunstgruppe.
           Bewohnerbeirats des Hauses Esmarchstraße, die            Was für sie daran das Schönste ist? „Wenn die Teil-
           Ausstellung eröffnete.                                   nehmenden sich trauen, etwas von sich heraus nach
               Dafür war das Café „Machwatt“ im Beginenhof          außen zu geben und plötzlich merken, wie viel un-
           genau der richtige Ort. „Wir freuen uns sehr darü-       entdeckte Talente in ihnen stecken.“
           ber“, so Ulrike Friebel, die seit 2007 in der Frau-          Bis zum 30. September 2018 besteht die Mög-
           engemeinschaft lebt und für die Vermietung der           lichkeit, die Ausstellung zu besuchen und Werke
           Café-Räume verantwortlich ist, „dass wir Men-            auch käuflich zu erwerben – entweder dienstags
           schen einen Raum anbieten können, die sich zum           und donnerstags während der Mittagstischzeiten
           ersten Mal trauen, ihre Arbeiten zu zeigen.“ Im          im Café von 12.00 Uhr bis 13.30 Uhr oder nach
           Beginenhof in Essen-Rüttenscheid leben derzeit 29        telefonischer Anmeldung unter 0201 · 71 45 12.
           Frauen, fünf Kinder und ein Hund. Der Kontakt
           entstand durch die Künstlerin Ulla Steinwachs, die
           eine der Kreativgruppen des Hauses Esmarchstraße
           leitet und bereits selbst im Beginenhof ausgestellt
           hat.
               Kreative Initialzündung zur Ausstellung war die
           gemeinsame Gestaltung einer Tür, mit der sich das
           Haus im vergangenen Jahr an der bundesweiten
           Diakonie-Aktion zum 500. Reformationsjubiläum

                                                                    Detlef Holthoff sorgte für die musikalische Unterstüt-
                                                                    zung der Vernissage (Bild links), bei der auch Werke
                                                                    von Susanne Janz, Gisela Baeumer und Susanne Evers
                                                                    (Bild rechts, von links) zu sehen sind.
TitelTitelthema

                                                                            Erschöpft – aber glücklich: Das Team des Kirchen-
                                                                            kreises Essen gewann das Turnier auf dem neuen
                                                                            Sportplatz (Bild links), den Einrichtungsleiter
                                                                            Oliver Kleinert-Cordes und Geschäftsführer
                                                                            Joachim Eumann anlässlich des Jubiläumsfestes
                                                                            offiziell eröffneten (Bild rechts, Mitte, von links).

     50 Jahre Karl-Schreiner-Haus: Jubiläums-Sommerfest
     mit Sportplatz-Einweihung
        Mit einem großen Sommerfest und der offiziel-       stützen, ihre individuellen Ressourcen zu fördern
                                                                                                              50
     len Einweihung des neuen Fußballplatzes feierte        und mit ihnen zusammen tragfähige Zukunftspers-
     nun das Karl-Schreiner-Haus sein 50-jähriges           pektiven zu entwickeln, ist unser gemeinsames An-
     Bestehen. Aus der Kinder- und Jugendhilfeeinrich-      liegen“, unterstrich Joachim Eumann.
     tung, die 1968 ihr Stammhaus in Essen-Überruhr
     eröffnete, hat sich inzwischen ein pädagogisches           „Die Jubiläumsfeierlichkeiten sollen auch unse-
     Netzwerk mit stadtweit knapp 20 Standorten ent-        ren Dank an all die Menschen und Kooperations-
     wickelt, durch das rund 120 sozial benachteiligte      partner ausdrücken, die uns in den vergangenen
     Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen sta-       Jahren unterstützt haben“, betonte Einrichtungs-
     tionären und teilstationären Angeboten und in          leiter Oliver Kleinert-Cordes, der sich am Festtag
     Schulprojekten betreut werden.                         ganz besonders über die nun auch offizielle Eröff-
                                                            nung des neuen Fußballplatzes freuen durfte.
         Geschäftsführer Joachim Eumann würdigte in         „Ohne die großzügige Unterstützung der Sparkasse
     seiner Jubiläumsansprache die geleistete Arbeit        Essen und der Aktion Lichtblicke wäre die Reali-
     innerhalb der Einrichtung. „Mein Dank gilt in ers-     sierung dieses Projekts nicht möglich gewesen“, so
     ter Linie unseren Mitarbeitenden, die über lange       der Einrichtungsleiter.
     Jahre hinweg mit vollem Engagement und viel
     Empathie die bestmögliche Betreuung und Beglei-            Neben dem Fußballturnier, das das Team des
     tung der Mädchen und Jungen gewährleistet ha-          Kirchenkreises Essen vor der ersten Mannschaft des
     ben“, so der Geschäftsführer. „Diese Kinder und        Karl-Schreiner-Hauses und dem Corsten-Jugend-
     Jugendlichen im vielfach belasteten Alltag zu unter-   hilfe-Team aus Mönchengladbach gewann, standen

                                                            Großer Sport: Beim „Speed-Schießen“ konnten
                                                            die Gäste auch ihre eigene Schusskraft testen
                                                            (Bild unten).

50
Hüpfburg, Kistenklettern und Grill-Station: Das Jubiläumsfest bot beste Unterhaltung
und eine herausragende kulinarische Rundum-Versorgung.

als weitere Highlights des Sommerfestes auch                    gramm, das im Rahmen seines 50-jährigen Jubilä-
Hüpfburg, Kistenklettern, Speed-Schießen, Kre-                  ums auch zu einem Jugendhilfe-Fachtag im Sep-
ativworkshops und eine Rallye zur 50-jährigen                   tember diesen Jahres einladen wird.
Chronik des Karl-Schreiner-Hauses auf dem Pro-

Blick zurück nach vorn: Jugendhilfe-Fachtag rundet Jubiläumsjahr ab
   Unter dem Titel „Dialog – Partizipation – Veränderung“ lädt das Karl-
Schreiner-Haus am 7. September 2018 im Rahmen seines 50-jährigen Jubi-
läums zum Jugendhilfefachtag ein. Prof. Dr. Frank Dieckbreder von der
Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld spricht zum Thema „Wir wollen in
den Herzen der Kinder den Auftrag erkennen“, Dieter Göbel, Leiter des
Fachbereichs Jugend im Dezernat Jugend des LVR/LJA, blickt zurück auf „50
Jahre stationäre Jugendhilfe“. Workshops zu den Fachvorträgen, Comedy-
Darbietungen und eine Präsentation zur Historie und den aktuellen Arbeitsbereichen des Karl-
Schreiner-Hauses sind weitere Programmpunkte des Fachtags, der über eine aktuelle Standort-                       14 15
bestimmung hinaus die Frage stellt, wie sich Jugendhilfe im Zeitalter von Wertewandel und
Digitalisierung positionieren und bewegen kann.

Off-Road-Schüler beim 24-Stunden-Lauf für die Aktion Lichtblicke
                                      24 Stunden Off-Road-Lauf mit Live-Cam: Vier Schüler des Schulprojekts
                                   „Off-Road“ des Karl-Schreiner-Hauses starteten bei der diesjährigen
                                   „24-Stunden-Ruhr-Kids-Tour“ zugunsten des Aktion Lichtblicke. Die Nelli-
                                   Neumann-Schule, Kooperationspartner des erlebnispädagogischen Projekts,
                                   berichtete auf ihrer Homepage vom Start in Wetter aus vom Rennverlauf
                                   entlang des Ruhrtalwegs in Richtung Essen. Die 13- bis 15-jährigen Schüler
                                   hatten sich im Vorfeld um Sponsorinnen und Sponsoren bemüht, die jeden
                                   der letztlich 74 (!) erlaufenen Kilometer mit einer Geldspende für die be-
                                   kannte Radio-NRW-Aktion für finanziell oder seelisch in Not geratene Kin-
                                   der und Familien honorierten.

„Swim & Run“ mit der AWG Reuenberg
    Mit aus den Bewohnerinnen und Bewohnern und den Mitarbei-
tenden gemischten Zweier-Teams nahm die Außenwohngruppe Reu-
enberg des Karl-Schreiner-Hauses am „Swim & Run“-Event des Frei-
bads Hesse in Essen-Dellwig teil. Dabei wurden die Schwimmerinnen
und Schwimmer nach 500 im Schwimmbecken zurückgelegten Me-
tern von den Läuferinnen und Läufern abgelöst, die sich auf die fünf
Kilometer lange Laufstrecke begaben. Durch die Motivation und ge-
zieltes Training im Vorfeld gewannen Markas Tamasaitis und Edin
Saletovic die Silbermedaille bei den Männern, Janet Leipold und
Firdevs Kütük sicherten sich die Bronzemedaille in der Damenwer-
tung.
Kooperation
  Kooperationspartner

  8. Essener Firmenlauf: Diakoniestationen-Team auf flinken Füßen
      Auf inzwischen 13.000 Startende ist die Fange-      und freuten sich am Ziel auf der Tummelwiese der
  meinde des 8. Essener Firmenlaufs gewachsen und         Gruga über die verdiente Erfrischung. „Im nächsten
  auch die Teilnehmerzahl des Teams der Diakonie-         Jahr müssen wir unbedingt wieder dabei sein“, war
  stationen steigt stetig. Unter dem Motto „Gute Pflege   die einstimmige Aussage aller Teilnehmerinnen und
  in guten Händen… und auf flinken Füßen“ nahmen          Teilnehmer, „gerne auch mit mehr Aktiven im Team
  knapp 30 Läuferinnen und Läufer mit viel Spaß teil      der Diakoniestationen.“

  Café „Froh-Sinn“ bietet Aktivitäten für ältere Menschen
      Ab sofort öffnet das Café „Froh-Sinn“ jeden         am kostenpflichtigen Betreuungsangebot und die
  Dienstag von 14.30 bis 17.00 Uhr seine Türen für        Nutzung eines Fahrdienstes mit Begleitperson ist
  ältere Menschen im Markuszentrum am Postreitweg         nach vorheriger Anmeldung bei der Pflegedienst-
  80 in Essen-Frohnhausen. Im neuen Betreuungs-           leitung der Diakoniestation Essen-Frohnhausen,
  und Demenzcafé der Diakoniestationen Essen ste-         Telefon 0201 · 24 67 47 40, möglich.
  hen Geselligkeit und gemeinsame Aktivitäten im
  Vordergrund. Hier können regelmäßig nette Stun-
  den mit anderen Menschen verbracht, Erfahrungen
  ausgetauscht und unter Anleitung geschulter Kräfte
  gemeinsam gespielt, gezeichnet, gemalt, gesungen
  oder jahreszeitliche Feste gefeiert werden.
      Betreuenden Angehörigen ermöglicht dieses
  Angebot eine kleine Auszeit vom oftmals anstren-
  genden Pflegealltag, um eigenen Interessen nachzu-
  gehen, die häufig zu kurz kommen. Eine Teilnahme

  Standorttreue: Diakoniestation Essen-Holsterhausen frisch renoviert
                                        Entgegen dem Trend, die Gemarkenstraße zu verlassen, bleibt die
                                    Diakoniestation Holsterhausen ihrem Standort auch weiterhin treu. Um
                                    die Nähe zu den Pflegekundinnen und -kunden vor Ort auch zukünftig zu
                                    gewährleisten, wurde die Diakoniestation nun frisch renoviert. Am Tag der
                                    offenen Tür konnten Patientinnen und Patienten, Angehörige und alle
                                    Interessierten die neugestalteten Räumlichkeiten bei einem kleinen Imbiss
                                    nun auch persönlich besichtigen.

  Kultursensible Pflegeberatung in Altenessen und Katernberg
      Die zunehmende Anzahl pflegebedürftiger älterer Menschen mit Migrations-
  hintergrund erfordert oftmals die Ansprache in der jeweiligen Muttersprache.
  Auch die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Hintergrund der zu betreuen-
  den Personen stellt die an der Pflege beteiligten Akteure vor besondere Herausfor-
  derungen. Neben Flyern in türkischer und arabischer Sprache finden im evange-
  lischen Gemeindezentrum in Altenessen-Karnap Beratungsangebote in türkischer
  Sprache und im Stadtteilbüro „Kon-Takt“ am Katernberger Markt in arabischer
  Sprache statt. Dort informieren ausgebildete Pflegefachkräfte im persönlichen
  Gespräch über die Pflegeversicherung und das Leistungsspektrum der Diakonie-
  stationen.
Prominenter Besuch: Neue Arbeit-
                                                                                          Geschäftsführer Michael Stelzner
                                                                                          begrüßte Diakonie RWL-Vorstand
                                                                                          Christian Heine-Göttelmann und die
                                                                                          DGB NRW-Vorsitzende Anja Weber in
                                                                                          Essen (Bild links, von links), die bei der
                                                                                          bei der gemeinsamen Besichtigungs-
                                                                                          tour auch die Oldtimer-Werkstatt
                                                                                          (Bild rechts) besuchten.

Jobs mit Perspektive: DGB- und Diakonie-RWL-Spitzen
besuchen Neue Arbeit-Standorte
    Gemeinsames Engagement für einen sozialen            denen verborgene Talente langzeitarbeitsloser Men-
Arbeitsmarkt: Die Vorsitzende des Deutschen Ge-          schen gehoben werden“, verdeutlichte Anja Weber.
werkschaftsbundes NRW, Anja Weber, und Christian         „Das erleichtert den Übergang in eine ungeförderte
Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Rhein-           Beschäftigung auf dem regulären Arbeitsmarkt.“
land-Westfalen Lippe, ließen sich von Neue Arbeit-       Zurzeit bietet die Neue Arbeit in Essen rund 100 die-
Geschäftsführer Michael Stelzner, Vorsitzender des       ser auf zwei Jahre angelegten Arbeitsmaßnahmen an,
Ev. Fachverbands für berufliche und soziale Integra-     die „arbeitsmarktnah und sinnstiftend“ seien, wie
tion der Diakonie RWL, öffentlich geförderte Be-         Michael Stelzner betonte. „Wir unterstützen die An-
schäftigungsangebote in Essen vorstellen. Neben          kündigung der Bundesregierung, zukünftig mehr ge-
dem Besuch der Oldtimer-Werkstatt besichtigten die       förderte Jobs für Langzeitarbeitslose zu schaffen“, so
hochrangigen Verbandsspitzen auch die Wäscherei,         Christian Heine-Göttelmann. „Gemeinsam werden
die Großküche, die Fahrradwerkstatt und die Kre-         wir uns dafür einsetzen, dass langzeitarbeitslose
ativwerkstatt der Neuen Arbeit.                          Menschen in NRW mit einem sozialen Arbeitsmarkt
    „Wir brauchen viel mehr solcher Projekte, in         eine echte Perspektive erhalten.“
                                                                                                                                   16 17
Neue Arbeit-Oldtimer gewinnt „Tour de Rü“-Auszeichnung
                                         Den „Prix de Élégance“ für das eleganteste Auto im „Tour de Rü“-Wettbewerb
                                         2018 gewann ein in der Oldtimer-Werkstatt der Neuen Arbeit der Diakonie auf-
                                         bereiteter Peugeot 302 BH. Das Fahrzeug setzte sich in einem Teilnehmerfeld
                                         von insgesamt rund 120 Oldtimern durch, die auf der knapp 250 Kilometer
                                         langen Strecke an den Start gingen. Bei hochsommerlichem Wetter und Volks-
                                         feststimmung strahlte Neue Arbeit-Geschäftsführer Michael Stelzner bei der
                                         abschließenden Prämierung im Zieleinlauf in Essen-Rüttenscheid mit Moderator
                                         Jean Pütz mit der Sonne um die Wette (Bild rechts, von links), denn schon bei
                                         der zweiten Teilnahme gelang bereits dieser prestigeträchtige Erfolg!

Neues Hostel am Niederfeldsee feiert Eröffnung
    Preisgünstige Gästezimmer für Fahrradfreunde         station der Neuen Arbeit zudem einen praktischen
und Design-Liebhaber – das bietet ab sofort das neue     Rundum-Service an, die sich samt E-Bike-Verleih di-
Hostel am Niederfeldsee. Nur wenige Schritte vom         rekt im Erdgeschoss des Hauses befindet.
See und dem Radschnellweg entfernt, eröffnete die            „Wir danken auch dem Allbau, der uns als wich-
Neue Arbeit der Diakonie nun die ersten der insge-       tiger Kooperationspartner vor Ort die Räumlich-
samt acht Zimmer der ungewöhnlichen Herberge in          keiten für das Projekt kostengünstig zur Verfügung
Essen-Altendorf. Zwei Einzelzimmer zum Preis von         stellt“, so Michael Stelzner. Weitere Infos zum Hostel
35 Euro pro Nacht und ein Doppelzimmer für 55            gibt es auf der eigenen Website – buchbar sind die
Euro stehen in der Niederfeldstraße 53 bereits zur       Zimmer per E-Mail unter: hostel@neue-arbeit-
Verfügung. Auf derselben Etage befinden sich auch        essen.de, oder telefonisch unter 0163 · 261 87 17.
ein Gemeinschaftsbad mit Dusche sowie eine Kü-           Nach der Buchung erhält der Gast einen Zugangs-
chenzeile mit dazugehörigem Aufenthaltsbereich.          Code, der Einlass in das Gebäude und in das jeweili-
    Die besondere Gestaltung der Gästezimmer ver-        ge Zimmer gewährt.
dankt das Hostel der eigenen Kreativwerkstatt des
Beschäftigungsträgers. Bei der Fertigung der Möbel
setzte sie auf individuelles Design und Handarbeit,
wodurch jedes Zimmer einen eigenständigen Cha-
rakter erhält. Für Radtouristen bietet die Zweirad-
Einrichtungen
     Aus den Einrichtungen

                                                                            Blick zurück – und nach vorn: Pfarrerin
                                                                            Brigitte Schneller, Diakoniepfarrer Andreas
                                                                            Müller, Teamleiterin Gabriele Hess, die
                                                                            Frauenhilfe-Vorstände Waltraut Löb und
                                                                            Rita Jobs, Geschäftsführer Joachim Eumann
                                                                            und Bereichsleiterin Gisela Strotkötter.

  Offizielle Übergabe der Schwangerschaftsberatungsstelle
     Wenige Wochen nach dem formalen Übergang             schen Frauenhilfe Essen, blickte vor zahlreichen Gäs-
  der Evangelischen Beratungsstelle für Schwanger-        ten auf die mehr als 40-jährige Entwicklung der
  schaft, Familie und Sexualität an das Diakonie-         Beratungsstelle zurück und dankte den anwesenden
  werk zum Jahresbeginn fand auch offizielle Über-        Kooperationspartnern der Schwangerschaftsbera-
  gabe im Haus der Ev. Kirche statt. Pfarrerin Brigitte   tungsstelle für die jahrzehntelange Unterstützung.
  Schneller, Vorsitzende des Vorstands der Evangeli-

  Spiel und- Spaßolympiade im Kloster Schuir
                            Das Jugend- und Bürgerzentrum Werden lud – unterstützt durch viele Koopera-
                         tionspartner des Stadtteils – zur Spiel- und Spaßolympiade für Familien und Kinder
                         auf dem Außengelände des Klosters Schuir ein, das aktuell als Flüchtlingsunterkunft
                         genutzt wird. Auch das Team Süd der Ambulanten Hilfen zur Erziehung war mit
                         dabei. Neben Kinderschminken und Hüpfburg wurde den Kindern Torwandschie-
                         ßen, Bobbycar-Rennen, Frisbee-Zielwerfen, Schnellkraft-Messung und Entenangeln
                         geboten. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft hatten viel Freude
                         an dem Fest, das aufgrund des tollen Erfolges im kommenden Jahr weiderholt wer-
                         den soll.

  Ambulante Hilfen zur Erziehung bei Parkfesten
     Bei strahlendem Sonnenschein feierten jede           Bühnen- und Kinderpro-
  Menge kleine und große Bürgerinnen und Bürger           gramm und viele wertvolle
  im Frohnhausener Riehlpark ein buntes Fest. Ein-        Informationen rund um die
  geladen hatten die sozialen Institutionen in der Um-    sozialen Einrichtungen in
  gebung, darunter zahlreiche Kitas und Familien-         Essen-West.
  zentren. Auch das Team West der Ambulanten                  Mit einem Info- und
  Hilfen zur Erziehung war mit einem Stand vertre-        Bastelstand war zudem das
  ten. Nach der offiziellen Eröffnung durch Bezirks-      Team Süd der Ambulanten
  bürgermeister Klaus Persch gab es ein buntes            Hilfen zur Erziehung beim
                                                          Rüttenscheider Parkfest vertreten, das Dank der
                                                          gelungenen Gesamtorganisation des Kinder- und
                                                          Jugendzentrums Villa-Rü und der Beteiligung vie-
                                                          ler Einrichtungen und Organisationen des Stadt-
                                                          teils zu einem gut besuchten Familienfest wurde.

  BlickPunkt 101 beim Sommerfest in Altendorf
                                                          Beim erstmaligen Sommerfest auf dem Christuskirchplatz
                                                          in Altendorf, das auf Initiative der Ev.-Freikirchlichen
                                                          Gemeinde gemeinsam mit dem Stadtteilbüro BlickPunkt
                                                          101 und der Stadt Essen organisiert wurde, informierte das
                                                          Nachbarschaftsbüro um Teamleiterin Regina Moock die
                                                          zahlreichen Besucherinnen und Besucher über seine viel-
                                                          fältigen sozialen Initiativen vor Ort.
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