Förderverein Tierpark Waidberg Gestern Heute Morgen
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Förderverein Gestern Ausgabe Tierpark Heute Juli 2020 Waidberg Morgen Impressum Fotos Verfasser Texte: Eric Lehmann, Seite 20 Am Schluss des Artikels Heinz Schluep, Seiten 29–31 gezeichnet. Korrektorat: Liliane Forster Übrige Aufnahmen: Layout: Louis Egli Louis Egli Produktion: Jan Geerk Druckerei AG Höngg Hans Nikles
Der Tierpark heute und morgen
Kontrastprogramm papier, nicht einmal mehr sichern. Wenn im Frühjahr
Hirschpark in einem städtischen die jungen Tiere heran-
Wenn auf Sichtdistanz Budget. Vielleicht ist das wachsen, ihren Milchbe-
stadteinwärts die pulsie- gut so, er bleibt damit darf bei ihren Muttertieren
rende geschäftliche Hektik unter dem Radar der geltend machen, sind das
wahrnehmbar ist, wenn Interessen der Stadtent- erhabene, emotionale
Bau- und Verkehrslärm wicklung. Bilder. Wenn dann im
aus dem Zentrum zusetzt, Das war nicht immer so, Spätherbst einige Tiere
wirkt ein Besuch des mehrmals gab es Vor- erlegt werden, um
Hirschparks als wohltuen- stösse, den Tierpark aus den vorgeschriebenen und
der Kontrast. Die Hirsche Spargründen zu schliessen. amtlich kontrollierten Tier-
äsen ruhig vor sich hin, bestand einzuhalten,
betreuen die Jungtiere und Seit 20 Jahren wacht der
Gönnerverein, dass der ist das nicht erhaben, son-
nur während der Brunft- dern der schwierigste
zeit steigt auch hier der Park erhalten bleibt,
betreut die Tiere und die Pflichtteil, den es zu erfül-
Blutdruck. len gilt.
Der Hirschpark ist eine Anlage in eigener Verant-
der vielen grünen Oasen wortung. Das wurde mög- Der Förderverein ist
lich, indem die Grün- bestrebt, die Bindung der
der Stadt mit einer immer Besuchenden mit den
wieder beeindruckenden dungsmitglieder in einer
emotionalen Aktion die Tieren weiter zu verbes-
Weitsicht. Wohltuend und
erholsam für Kinder, letzte Schliessungsabsicht sern. Wenn Kinder bei der
verhinderten. Heute sind Fütterung mithelfen dür-
Schülerinnen und Schüler
wie auch für Erwachsene, die Vereinsmitglieder dank fen, glänzen ihre Augen.
für Gestresste ganz ihres Einsatzes der wich-
besonders. Einfach so: tigste Garant für den
hingehen, abschalten, Bestand und den Betrieb.
geniessen, den Tieren Mit finanzieller Unterstüt-
zuschauen und vielleicht zung tragen auch Sponso-
sogar tiefsinnige Gedan- ren und Gönner in ver-
ken wälzen. Das meinen dankenswerter Weise viel
wir mit Kontrastprogramm. dazu bei.
Der Tierpark Waidberg ist Auch in Zukunft ist unser Die Vision Aussichtsterrasse
keine der amtsstädtischen oberstes Gebot, den Erhalt ist ein neues Ziel, um unse-
Erfolgspositionen und fun- der Anlage und das Wohl- ren Mitgliedern, Besuchern
giert in keinem Strategie- ergehen der Tiere zu eine Attraktion zu bieten.
1Projekt Terrasse in Holzkonstruktion zur besseren Sicht
auf die Hirsche im Park, auf die Stadt, den See und die Berge
Wir kooperieren auch mit Mit attraktiven Plakaten ganz einfach: Wenn es
anderen Organisationen am Zaun, mit unserem dem Verein gut geht, geht
wie beispielsweise dem Internetauftritt und weite- es den Hirschen gut und
Vogelschutzverein Höngg, ren Aktivitäten suchen wir der Hirschpark als Kontrast-
um die Anlage möglichst neue Vereinsmitglieder programm bleibt erhalten.
naturgerecht zu erhalten und informieren über Ihre Mithilfe freut uns.
und zu bewirtschaften. geplante Projekte. Es ist
Ernst Tschannen
2Würdigung besonderer Verdienste
Die vor 20 Jahren durch Louis Egli
das damalige Waldamt aus Seit knapp zwanzig Jahren
Spargründen beabsichtigte ist Louis Vorstandsmitglied
Schliessung des Parks löste und als das für die Mitglie-
eine Welle der Empörung derwerbung und die
aus. Dabei entstand die Wahrnehmung der Vereins-
Initiative zur Gründung des leistungen zuständig.
Fördervereins Tierpark
Waidberg. In der Bro-
schüre «10 Jahre Förder-
verein Tierpark Waidberg»
sind die Aktivitäten und
die Retter des Parks
Kraft und Förderer. Ja, er
beschrieben. Ihnen
besuchte sogar Kurse zur
gebührt Dank dafür, dass
Haltung von Wildtieren und
der Tierpark noch besteht.
speziell zur Hirschhaltung.
Es führte zu weit, alles
Unermüdlich hat er sich
Herzblut, das vergossen
auch für die Finanzierung
wurde, hier zu beschrei-
eingesetzt. Ihm ist es zu
ben, zumal einige Pioniere
verdanken, dass der Verein Es gibt keine Frage zum
nicht mehr unter uns wei-
auf treue Mitglieder, Spon- Park, die Louis nicht
len. Stellvertretend würdi-
sorinnen und Sponsoren beantworten könnte. Die-
gen wir einige Personen,
sowie Gönnerinnen und ses Wissen behält er
welche auch in den letzten
Gönner zählen kann. Mit nicht für sich alleine, son-
Jahren besonders
seiner guten Vernetzung dern stellt es gerne zur
verdienstvoll wirkten:
und Bekanntheit als ehema- Verfügung, was sehr hilf-
liger Wirt des Restaurants reich ist. Er hat auch mit-
Alex Meier
Neue Waid lag ihm der gewirkt an der Website,
Initiant des Widerstandes
Park nicht nur räumlich mit Ideen, Texten und vor
gegen die Schliessung,
nahe, sondern war auch allem mit Bildern.
Gründer des Förderver-
eine Herzensangelegenheit.
eins, Aktiver im Vorstand, Auch Dir, Louis,
dann Präsident und jetzt Wir danken Dir, Alex, für danken wir herzlich!
Ehrenpräsident des Ver- alles, was Du für die
eins. Über die ganzen 20 Hirsche, den Park und den
Jahre war er treibende Verein geleistet hast!
3Ella Fehr-Keller
Jungtieres. Er meint, dass wenn Kinder ihn besuchen
er die Hirschsprache gut und beim Füttern mithel-
verstehe und noch immer fen wollen. Ein wichtiges
gerne mit ihnen plaudere. Anliegen ist ihm, dass der
Park möglichst naturge-
recht gepflegt wird, wozu
er auch die nötigen Kon-
takte sucht. Wir hoffen,
dass sein Engagement zur
Erstellung einer Holz-
terrasse in absehbarer Zeit
Früchte tragen wird
Ella kennt den Park schon von
Im Namen des Vorstandes
damals, als er noch durch
herzlichen Dank auch
Wildhüter Hermann Aerne
an die vielen «guten
selig betreut wurde, also seit
Vielen Dank für die Geister», die nicht nament-
mehr als 30 Jahren. Noch
treue und liebevolle Pflege lich erwähnt sind.
heute liefert Ella Äpfel aus
ihrem Garten, damit «ihre» der Hirsche! Ernst Tschannen, Präsident
Hirsche nicht hungern müs-
sen. Sie beobachtet genau, Hans Nikles
was im Park abläuft, und stellt
auch mal kritische Fragen
dazu. Wir schätzen das.
Herzlichen Dank, Ella, für
die grosse Sympathie zu
den Hirschen und das
jahrzehntelange Mitwirken!
Max Steiner
Er war über viele Jahre der
Tierpfleger im Park. Viele
Fotos zeigen ihn bei seiner Seit sechzehn Jahren ver-
Tätigkeit, beispielsweise antwortet er die Tiere und
beim «Schöppelen» eines den Park und freut sich,
4Erhalt und Aufwertung des Parks
Im ersten Jahrzehnt des aus Eichenholz. Was ist der erfreulicherweise auch
Vereins wurde der Unter- wohl wichtig beim Setzen die vom Naturschutz
stand mit den Futter- eines Brunnentroges? Ja, er geförderten Eidechsen
krippen saniert und die muss nach allen Seiten im Unterschlupf finden.
Standfläche tiergerecht Blei stehen, damit nicht
gebaut. Fronarbeit für Ver- unnötig Wasser verloren Haupteingang befestigt
einsmitglieder war ange- geht. Die fachgerechte Für den Antransport des
sagt, unterstützt von Mit- Montage erfolgte am Futters wie Heu, Äpfel und
gliedern des Lions Clubs 8. August 2018 durch Johny Rüben war es nötig, den
Kloten. Die Federführung Läng und Hans Nikles. Mit Weg beim Haupteingang
oblag dem damaligen Prä- dem frischen Trinkwasser zu befestigen. Mit Wand-
sidenten Jack Bosshard, und einem Glas Weisswein
der auch den Werkzeug- wurde der neue Brunnen
park stellte. eingeweiht.
In den letzten Jahren Bächleinunterhalt
kamen viele neue Aufga- Jeweils alle zwei bis drei
ben dazu: Jahre reinigten Ella Fehr
und Max Steiner in müh-
Neuer Brunnentrog samer Handarbeit das
schöne Bächlein innerhalb
des Parks. Herzlichen
Dank!
Steinwand
zur Böschungssicherung
Oberhalb der Futterkrippe
ist eine steile Böschung,
von der besonders bei
starkem Regen Erde
Der alte Brunnentrog war abschwemmt. So kam die
verfault und verlor einen Idee auf, eine Stützmauer
Teil des wertvollen Was- zu bauen. Mit viel Hand-
sers. Das rief nach einer arbeit bauten Lernende
Erneuerung mit einem im von Grün Stadt Zürich eine
Waldrevier erstellten Trog schöne Trockenmauer, in
5projekt entwickelt. Neue hen bleiben oder nicht? Ja,
und zusätzliche Nistkästen sie müssen sogar, denn sie
wurden angebracht und sind der Schutz bei der
einige der nicht standort- Geburt der Jungtiere. Die
gerechten Robinien-Bäume Muttertiere liegen gerne
entfernt. Dadurch erhalten darin und die ersten Tage
die vorhandenen Eichen verbringen die Jungtiere
und Obstbäume mehr dort. Auch Holzreste, mit
Raum und Licht und die oder ohne Nadeln oder
schon hohe Biodiversität Laub, sind eine willkom-
wird noch besser. mene Abwechslung für die
Hirsche. Sie äsen davon
Regelmässige und kratzen sich daran.
kies als Tragschicht und Unterhaltsarbeiten
Splitkies als Oberschicht Wenn der Park nicht so
Am Zaun, speziell an den
konnte das erreicht wer- aussieht wie die Familien-
Toren, ist regelmässiger
den. Nun ist der Weg in gärten nebenan, hat das
Unterhalt nötig. Die natur-
einem guten Zustand. seine Berechtigung, es ist
nahe Pflege der Wiese ist
gewollt und zum Wohle
immer wieder ein Thema
Ökologische Aufwertungen an den Vorstandssitzungen. der Hirsche.
Zusammen mit dem Dürfen Brennnesseln ste- Hans Nikles
Natur- und Vogelschutz-
verein Höngg wurde ein
ökologisches Aufwertungs-
6Finanzierung der Vereinsleistungen
Die Parkfläche wird von für einen erheblichen Teil 1500 Franken und sind so
Grün Stadt Zürich unent- der Betriebskosten auf. auch auf unbeschränkte
geltlich zur Verfügung Es gibt Mitgliedschaften Zeit Mitglied des Vereins.
gestellt und kostet keinen als Einzelperson und für
Gönnerinnen und Gönner
Pachtzins. Trotzdem entste- Paare. Speziell freut uns,
Einen wesentlichen und
hen regelmässig Kosten für wenn Mitglieder anstelle
erfreulicherweise steigenden
die Tierpflege, das Futter der Jahresbeiträge direkt
Anteil an Unterstützung
usw. Die Vorstandsmitglie- für zehn Jahre einbezahlen
erhalten wir durch Gönne-
der arbeiten ehrenamtlich und so eine zeitlich
rinnen und Gönner, die uns
und erhalten lediglich unbefristete Mitgliedschaft
grössere Beträge überwei-
direkte Ausgaben vergütet. einlösen.
sen. Auch Lieferanten von
Der Verein ist nach kanto-
Sponsoren Naturalien und Leistungser-
nalem Recht steuerbefreit.
An gut frequentierter Lage bringende für Unterhalt, Fut-
Vereinsmitglieder steht eine Sponsorenwand ter usw. leisten einen gros-
Sie bilden das finanzielle mit bald 50 Holzelemen- sen Beitrag, aufgeführt in
Fundament und kommen ten, in denen die Sponso- der untenstehenden Tabelle.
mit ihren Beiträgen – die ren aufgeführt sind. Sie
oft aufgerundet werden – bezahlen dafür einmalig Ernst Tschannen
Gönnerinnen und Gönner des Vereins
Baugenossenschaft Ella Fehr-Keller Kohler Zäune AG, Zürich
der Strassenbahner, Ruth Fierz-Surbeck selig Lions Club Kloten
Zürich Vermächtnis Lions Club
Luise Beerli Forest AG, Stettfurt Zürich-Affoltra
Schmid-Wörner-
Stiftung Höngg Grün Stadt Zürich Alex Meier
für Leistungen Stiftung für den Tier-
Jean-Marie Blattmer der Forstreviere
selig, Vermächtnis schutz, Walter&Eileen
und der Wildhüter Ledermann
Gisela Brückel selig Gruppe
Vermächtnis Thomas Wegmann
von Bingospielenden für Obstlieferungen
Freddy Hoyer
7Möchten Sie ebenfalls
spenden? Spendenkonto:
Wenn Sie zum Erhalt des Ernst Tschannen, Präsident Förderverein
Tierparks oder für das Mobile 079 254 54 78 Tierpark Waidberg
Wohl der Hirsche spenden ernst.tschannen@gmail.com ZKB, Konto 80-151-4,
möchten, melden Sie sich CH08 0070 01116000 5232 7
Hans Nikles, Tierbetreuer
doch bitte einfach:
Mobile 078 862 62 94 Der Vorstand dankt für jede
hans.nikles@hispeed.ch Unterstützung herzlich.
8Sponsoren Tierpark Waidberg 1999–2019
Grün Stadt Zürich Heidi Künsch-Waag Paul und Nelly Zweifel
Zürcher Kantonalbank Ruedi&Edith Frey Jean und Uschi Blattmer
Maerki Baumann & Co. AG Max&Ella Fehr-Keller Balz und Brigitte Hauri
Hemmi & Baur AG Armin&Margrit Fassbind Marcel Knörr
Lions Club Kloten Carl Leutwyler Thomas und Ursula Kräuchi
Lions Club Zürich-Affoltra Hans-Jörg Wirz Luise Beerli
Lippuner Immobilien Evelyne Matthys Bruno Dohner
Restaurant Die Waid Heinz&Christine Degen Hans und Anny Enderli-Aebli
Freddy & Trudy Hoyer Alex Meier, Gründer Lineli Hochstrasser
Werner&Esther Müller-Klöti B.&R. Gehring-Meyer Andy und Claudia Tomasi
Xenia Waser-Saner Wädi&Hanni Bader Audi Center Zürich-Altstetten
Walter Zweifel Ritzi Heinzelmann Nina Saalfrank
Hermann Aerne Max Furrer BAGESTRA Zürich
Rudolf Rüeger Victor Meili Jürg und Margrit Kropf
Ruth Fierz-Surbeck Max Steiner Jaheem und Noe Bloch
Hans Gfeller
9Der Damhirsch
Merkmale auch Kräuter, Kastanien
Im höheren Alter bekommt und Eicheln liebt. Er äst
der Stier zunehmend eine aber auch Getreidesaaten,
gerade Wirbelsäule sowie Hafer, Weizen und Mais.
einen starken Träger mit Im Winter frisst er das für
einem breiten Haupt. Die ihn geeignete Emd. Für
Körpermasse verlagert sich Salzlake ist er besonders
nach vorn. dankbar.
Geweih Lebensweise
Der Damhirsch lebt sehr
gesellig in Rudeln. Bevor-
zugt lebt er in parkähn-
lichen Landschaften mit
Mischwald und einem
Offenanteil Wiesen. Klein-
rudel herrschen vor, das
Rudel kann aber mitunter
Vorkommen und 30 und mehr Tiere umfas-
Lebensraum sen. Ist der Lebensraum
Der Damhirsch ist ein störungsarm, äsen die Hir-
ausgeprägtes Herdentier sche oft während des gan-
und seine Ansiedlungen zen Tages. Der Damhirsch
sind seit dem Mittelalter steht auch gerne im Was-
vom Mittelmeerraum Der Damhirsch besitzt als ser, er suhlt aber nicht.
über England, Dänemark Hauptschmuck eine
nach Mitteleuropa erfolgt. schaufelartige Bildung der Brunft
Die Ansiedlung in Stangendelle und unter- Die eigentliche Paarungs-
Deutschland liegt weit scheidet sich dadurch vom zeit beginnt Anfang Okto-
zurück. Heute kommen Sika- und Rothirsch. ber und dauert bis Mitte
Damhirsche November, der Höhepunkt
in ganz Europa vor. Oft Ernährung der Brunft liegt in der
wird das Damwild in Tier- Man bezeichnet den Dam- zweiten Oktoberhälfte.
parks oder in Farmen hirsch als Mischäser, weil Hirsche entwickeln in die-
zur Wildbreterzeugung er Gräser und weiche ser Zeit mehrere sekun-
gehalten. Pflanzennahrung sowie däre Geschlechtsmerkmale.
10Der Halsumfang nimmt zu.
Das Brunftgeschehen setzt
sich fort, solange sich
paarungsbereite Damtiere
einstellen.
Die Hirsche äsen während
der Brunftzeit kaum und
verlieren in dieser Zeit
deutlich an Gewicht. Das
Brunftgeschehen endet in
der Regel abrupt und ist in
der ersten November-
woche weitgehend abge-
schlossen.
Die Brunftschreie des
Damhirsches sind an
Modulations- und Aus-
drucksfähigkeit nicht mit
denen des Rothirsches zu
vergleichen; Damhirsche Der prächtige Stier, Platzhirsch im Park seit 2013
rufen höher, eintöniger
und grunzender. Röhrende wieder gegen die Flanken Jagdarten
Damhirsche heben bei des Damtiers. Der eigentli- Die Bewegungsjagd wird
jedem Schrei den Kopf an, chen Kopulation gehen auch beim Damwild
das Geweih beschreibt häufig zwischen drei und ausgeübt, dabei ist ein
dabei fast einen Viertel- zwanzig vergebliche Versu- guter Schuss nicht immer
kreis nach hinten. Die Rufe che voraus, das Damtier einfach, da das Wild oft im
sind in der Regel nur zu bespringen. Die eigent- Rudel erscheint und sich
abends und morgens zu liche Vereinigung dauert die Tiere gegenseitig ver-
vernehmen. nur etwa zwei Sekunden. stellen.
Der Hirsch folgt einem
paarungsbereiten Damtier Schäden Trophäen
langsam schreitend. Der Forstliche Schäden sind mit Geweih und die Sommer-
Kopf ist dabei häufig zur dem Damwild weniger zu decke
Seite geneigt und er stößt erwarten als beim Rotwild
mit seiner Schnauze immer oder beim Rehwild. Alex Meier
11Jungtiere 2010–2019
Jungtiere Jungtiere Total
Jahr weiblich männlich Jungtiere
2010 2 0 2
2011 2 1 3
2012 3 3 6
2013 2 2 4
2014 0 3 3
2015 3 2 5
2016 2 2 4
2017 2 1 3
2018 1 4 5
2019 3 2 5 Hans Nikles
2012 kamen im Tierpark
Waidberg sechs Jungtiere
zur Welt. Das war ein
einmaliger Rekord in der
zwanzigjährigen Vereins-
geschichte.
In den Jahren 2015, 2018
und 2019 waren es jeweils
fünf Jungtiere.
Durchschnittlich kommen
jährlich drei bis vier Jung-
tiere zur Welt.
12Nachwuchs im Damhirschpark
Am Freitag, 10. Juni 2011,
kam im Damhirschpark
des Fördervereins Tierpark
Waidberg ein Jungtier zur
Welt. Dieser frühe Termin
ist eher selten, in der Regel
ist Mitte Juli Setzzeit. Es
kamen noch zwei weitere
Nachwuchstiere zur Welt.
Es ist in der mehr als
zwanzigjährigen
Geschichte des Förderver-
eins Tierpark Waidberg
das erste Mal, dass es
gelungen ist, ein Jungtier
kurz nach seiner Geburt
zu fotografieren. Das zeit-
lich aufwändige Unterfan-
gen begann mit der Suche
nach dem einen Tag alten
dunkelbraunen Decke – graf zurück ins Vorrats-
Jungen. Tierwärter Max
werde ihm signalisieren, häuschen, um das Resultat
Steiner meinte, das Mut-
wenn sie in die Nähe des zu prüfen. Zufrieden, und
tertier – die Kuh mit der
Nachwuchses trete. Doch Max Steiner äusserte sich
diesen Gefallen hat sie sehr erstaunt, dass das
nicht getan. Jungtier nicht die Flucht
Das Junge wurde im gan- ergriffen hatte. Wenn die
zen Park gesucht. Gefun- Besucher in den nächsten
den hat es Max, gut ver- Tagen nachsehen, wird das
steckt, im grössten Brenn- Junge munter im Park her-
nesselfeld. Ganz vorsichtig umrennen.
beseitigte er die Nesseln –
Louis Egli
der Einblick erlaubte ein
paar Klicks, das Foto war
gebannt. Gespannt zogen
sich Tierwärter und Foto-
13Der Sprung in die neue «Freiheit»
Der anderthalbjährige Spiesser
erobert seine neue Heimat.
Sprung aus dem Transporter Wo bin ich...? Noch ein Kontrollblick
Nun, nichts wie los in den Park zu den Damhirsch-Damen
14Martin und Sandra Schur-
ter-Rachoi Rind- und
Hirschfleisch-Produktion
unter dem Label «Gesun-
des Essen für Feinschme-
cker». Wenn Freiheit in
Anführungszeichen
gesetzt ist, so deshalb,
weil Damhirsche in der
Kurze Unruhe im Tierpark am Käferberg Schweiz nur in Gehegen
bei der Ankunft des neuen Stiers und Zoos gehalten wer-
den dürfen, da kein ein-
Am Wochenende vor typische Spiesserhorn, heimisches Wild. Der
der Generalversammlung rechts eine Schaufel – ein neue Stier darf ein Leben
des Fördervereins Tierpark Jahr später war sein von zehn oder mehr Jah-
Waidberg am Montag, Geweih komplett. In den ren am sonnigen Käfer-
29. April 2013, war der folgenden Jahren war berg-Hang erwarten. Das
Stier unerwartet eingegan- er regelmässig für Nach- hätte er auf dem Thurhof
gen. Die Todesursache wuchs besorgt. In der nicht erleben können.
konnte nicht eindeutig Regel kommen zwei bis Louis Egli
geklärt werden. Obwohl drei Jungtiere zur Welt.
im Vorjahr ein männliches 2012 hatte er sechs Nach-
Jungtier zur Welt gekom- kommen, ein absoluter
men war, entschied sich Rekord.
der Vorstand für eine Nun galt es für die zu-
Blutauffrischung, das hiess, ständigen Vorstandsmit-
es musste ein neuer Stier glieder abzuklären, wo
gekauft werden. man einen Stier kaufen
Der eingegangene Stier könnte. Eine Woche vor
kam im Sommer 2005 im dem traditionellen
Tierpark Waidberg zur Herbstumgang sprang der
Welt. Im kommenden junge Spiesser aus der Sandra Schurter vom
Frühsommer präsentierte Transportkiste in die neue Thurhof in Ossingen
er sich damals in einer sel- «Freiheit». Er kam vom bespricht mit Vize-
tenen Laune der Natur. Thurhof in Ossingen. präsident Alex Meier das
Links trug er noch das Dort betreibt die Familie Übernahmeprotokoll.
15Hirschpark-Idylle dt
Jungs, hie uf die Sta
r gibts Futter. Aussicht a
Jungtier
Farbige
Herbst-
pracht
Äpfel
sind
sehr
beliebt.
«Warum Die Hirsc
ist ein hkuh hält
Tier so du . . . und erg aufmerks
nkelfarbig am Aussc
Fast das gan ?» reift die F hau . . .
ze Rudel vere lucht, die
int Jungtiere
hinten na
ch.
17
Brunnen,
Der neue d
tu
jetzt mit SHerbstumgang 2013 Trotz Regenwetter kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Nicht alle wagten den steilen, glitschigen Abgang zum Eingangstor. Vizepräsident Alex Meier sehr willkommen, weil getroffen werden. Im Zaun begrüsste – trotz regneri- noch eine aufwändige wurden diverse Schlupflö- schem Herbstwetter – über Erneuerung der Hangsiche- cher, Zugang für Füchse fünfzig Mitglieder und Inter- rung im Bereich der Futter- und Hunde, geschlossen. essenten. Speziell willkom- krippe bevorstehe. Max Steiner (der Vorgän- men hiess er Ueli Stahel, Der Verantwortliche für ger von Nikles) und Ella Präsident des Quartierver- die Tierbetreuung, Hans Fehr sanierten eine Was- eins Höngg, und bedankte Nikles, informierte über serleitung. Mehrere Stein- sich bei ihm für die gross- Zustand der Tiere, des haufen wurden aufge- zügige Übernahme der Parks. Dank Einsäen von schichtet. Das bietet der Anschaffungskosten für den Grassamen im Frühling grünen Zauneidechse neuen Stier, mit anerken- präsentiert sich der Park in Unterschlupf. Damit ist nendem Applaus der tadellosem Zustand. eine Verbindung zwischen Anwesenden. Diese Schen- Wegen intensiver Mäuse- den Populationen kung sei für den Förderver- plage mussten verschie- in den Schrebergärten und ein Tierpark Waidberg dene Gegenmassnahmen der Waid gewährleistet. 18
Wenig erfreulich ist hinge-
gen der permanente Auf-
wand für die Beseitigung
des Abfalls, Flaschen,
Büchsen usw., die gedan-
kenlos in den Park
geschmissen werden –
korrekte Entsorgung wäre Hans Nikles führt seine
anders, besser! Gäste zur Puuremetzgete.
Abfall, und immer wieder
Abfall verursacht viel
unnötige Arbeit im Park.
Anschliessend begaben
sich die Mitglieder zur
Puuremetzgete auf den
Hof von Markus und
Monika Willi, organisiert
vom Männerchor Höngg.
Wer nicht ganz gut zu Fuss
war, durfte mit dem
Pferdefuhrwerk von Hans
Nikles zum Abschluss-
treffen fahren.
Louis Egli
19Zu Gast an der Metzgete auf dem Bauernhof Prominenz des Fördervereins Tierpark Waidberg geniesst den sonnigen Herbstanlass: vorne links Sponsor Max Furrer, dahinter die Höngger Solojodlerin und Sponsorin Luise Beerli, vorne rechts ehemaliger Kassier Hanspeter Lüscher, dahinter Ehrenpräsident Alex Meier. Die nette Dame im Service ist Christina Naegeli. Seit 2001 organisierte der Suuser und Wein genossen jeweils an dieser Tradition. Männerchor Höngg auf dem werden. Der Tierpark Waid- Seit 2019 gibt es die Puure- Bauernhof der Familie Willi- berg hatte die Besucher des metzgete leider nicht mehr. Bosshard den beliebten Herbstrundganges eingela- Der Vorstand vom Tierpark Anlass. In diesem Ambiente den, an der Puuremetzgete Waidberg bedankt sich konnten Blut- und Leber- teilzunehmen. Er verschenk- beim Männerchor für die würste, Rippli mit Sauerkraut, te zwei Bons à zehn Franken jahrelange Gastfreundschaft. Puurebratwurst, Apfelmuus, für Speis und Trank. Rund frischer Höngger Most, Bier, 70 Mitglieder erfreuten sich Louis Egli 20
Idylle im Park – spüren schon beide, Kuh und Stier, die nahe Brunftzeit?
21Neue Trockenmauer
arbeiter und Lehrlingsaus-
bildner Bezirk Höngg/
Grünau, nahmen Anfang
September ihren Auftrag in
Angriff. Grün Stadt Zürich
stellte Material und Bau-
maschinen zur Verfügung.
Hangseits der Mauer
wurde eine Sickerleitung
verlegt, damit das Wasser
in den Bach im Park abge-
leitet werden kann. Das
Projekt schritt zügig voran.
Mitte September präsen-
tierte sich die vollendete
Die neue Stützmauer, Sandsteinmauer stabil und
ein Lehrlingswerk erster Güte, das sich sehen lässt.
Die Hangsicherung mit
Baumstämmen beim Ein-
gang zum Tierpark hielt
altershalber dem Druck
des steilen Hangs nicht
mehr stand. Es bestand
die Gefahr, dass die Siche-
rung abrutschte. Der Vor-
stand beschloss, eine
Trockenmauer erstellen zu
lassen. Beisitzer Willy
Spörri, verantwortlich für
das Waldrevier am Uetli-
berg, kontaktierte die
Natursteinbearbeitungs-
Werkstatt Zürich. Die Ler-
nenden unter der Leitung
von Sascha Bucher, Vor- Jungtier vor der Sandsteinmauer
22Gruppenbild der Lernenden am Abschlussabend, 9. Oktober 2014.
Hinten, in der Mitte, der sehr zufriedene Präsident Alex Meier.
Vorne mit der roten Jacke Bauleiter Sascha Bucher.
ästhetisch perfekt. Die jun- sich als Verantwortlicher Am Herbstrundgang vom
gen, vor dem Abschluss des Fachbereichs Natur- 4. Oktober 2014 konnten
stehenden Lernenden leis- schutz für die Verbesse- sich unsere Vereinsmitglie-
teten einen Supereinsatz. rung des Lebensraums für der über das vollendete
Sehr zufrieden war nebst Zauneidechsen, die am Werk orientieren.
dem Vorstand auch Max südexponierten Sonnen-
Ruckstuhl. Er engagierte hang vorkommen. Louis Egli
23Alex Meier übergibt Präsidium
Ernst Tschannen
neuer Präsident
Nach fast zwanzig Jahren Generalversammlung
Vorstandstätigkeit trat Alex mit neuer
Meier, Gründer des För- Rekordbeteiligung
dervereins Tierpark Waid- 98 Mitglieder hatten sich
berg, als Präsident zurück. zur Generalversammlung
Er konnte Anfang Novem- vom 11. April 2017 ange-
ber seinen 80. Geburtstag meldet. Das ist fast die
feiern, möchte sich entlas- Hälfte, was von grosser
ten. Seine umfassenden Solidarität zum Verein
Kenntnisse, seine jahrelan- zeugt. Der Jahresbericht
gen Beziehungen zu den des abtretenden Präsi-
Mitgliedern, Gönnern und denten wurde mit
Sponsoren bleiben dem Applaus verdankt.
Verein erhalten. Er unter- Kassier Hans Gfeller Der ehemalige Direktor
stützt den Vorstand musste wegen ausseror- von Grün Stadt Zürich
weiterhin als Beisitzer. dentlichem Aufwand wurde mit Applaus will-
einen massiven Ausga- kommen geheissen. Neu
benüberschuss verbu- in den Vorstand gewählt
chen. Das Budget für wurde Brigitte Biedermann
2017 wies erneut einen als Sekretärin und Proto-
Mehraufwand aus. kollführerin. Alle übrigen
Diverse Reparatur- Vorstandsmitglieder und
arbeiten im Park liessen die Revisoren wurden im
sich nicht aufschieben. Amt bestätigt.
24Alex Meier zum Ehren-
präsidenten ernannt
wollte das nicht hinneh- Nikles würdigte das aus-
men. Mit enormem Einsatz serordentliche Engage-
wurde im Spätherbst 1998 ment von Alex Meier,
die Gründung des Förder- sein Vorschlag, ihn zum
vereins Tierpark Waidberg Ehrenpräsidenten zu
vorbereitet. ernennen, wurde mit lang
anhaltendem Applaus
Am 27. Oktober 1999
freudig bestätigt. Der
wurde Karl Zihlmann an
Geehrte verdankte die
der Gründungsversamm-
Überraschung und emp-
lung zum Präsidenten,
fahl den Mitgliedern die
Alex Meier zum Sekretär
Website, wird laufend
gewählt. Später übernahm
aktualisiert, einzusehen:
letzterer zusätzlich das
1998 wollte die Stadt www.tierpark-waidberg.ch.
Amt des Vizepräsidenten.
Zürich den Tierpark, Der Tierpark mit seinen
seinerzeit von Stadtforst- Nach dem Rücktritt von Damhirschen sei ab Juni
meister Carlo Oldani 1974 Präsident Jack Bosshard mit den munteren Jungtie-
gegründet, schliessen. (Sommer 2013) führte ren ein beliebtes Ausflugs-
Alex Meier, damals Wirt Alex Meier den Verein. ziel der Stadtzürcher
in der «Neuen Waid», Vizepräsident Hans Bevölkerung.
Louis Egli
25Holzreste, mit oder ohne Nadeln oder Laub,
sind eine willkommene Abwechslung für die Hirsche.
Sie äsen davon und kratzen sich daran.
26Neuzuzügeranlass 2019
des Quartiervereins Höngg
Das war eine gelungene Natur- und Vogelschutz- Alex Meier und Louis Egli
Basisarbeit von Ehrenpräsi- verein Höngg eine weitere sind der Meinung, dass
dent Alex Meier und Louis Attraktion mit den neu dieser Anlass für die
Egli, zuständig für Öffent- angesiedelten Zugvögeln. Höngger Bevölkerung
lichkeitsarbeit. Die intensiven Gespräche sowie für den Tierpark
mit den Besuchern haben Waidberg auch in Zukunft
ihnen unseren Tierpark mit wichtig ist. Alex Meier
den Damhirschen näher überreichte zum Schluss
gebracht. Wir hoffen, dass den Blumenstrauss an
daraus neue Mitglieder Tiziana Werlen als Dank
gewonnen werden und für ihren grossen Einsatz
der Park dadurch noch im Quartierverein Höngg.
bekannter wird.
Alex Meier
Der Anlass fand am Mitt-
woch, 10. September, im
Fasskeller der Firma Zweifel
Weine statt. Unser Ausstel-
lungstisch war dekoriert
mit einem Riesenplakat
unseres Stiers und einem
schönen Blumenstrauss.
Prospekte und Anmelde-
formulare lagen auf, wur-
den fleissig an die Besu-
cher verteilt. Weit über 100
interessierte Neu-Höngger
und Neu-Hönggerinnen
haben den Anlass besucht.
Das sind unsere zukünfti-
gen Besucher, die wir uns
auch als Vereinsmitglieder
wünschen.
In Zukunft haben wir in Der Neuzuzügeranlass des Quartiervereins Höngg erfreut
Zusammenarbeit mit dem sich stets einer grossen Schar Besucherinnen und Besucher.
27Birke umgestürzt – Zaun beschädigt Im Jahr 2017 wurden die welche durch den Tierbe- wurde uns letztlich ein Drit- Zufahrtsstrasse zum treuer in Auftrag gegeben tel der Reparaturkosten ver- Restaurant Die Waid geöff- wurde. Nach Rücksprache gütet. Die von der net, alle Leitungen ersetzt mit Grün Stadt Zürich, Ombudsstelle empfohlene und die Strasse sowie der Eigentümerin der Birke Übernahme der Kosten Gehweg neu geteert. und auch des Zauns, war wurde mit einer nicht nach- Monatelanger Lärm mit unsere Erwartung, dass die vollziehbaren, sonderbaren vielen Baumaschinen und Reparaturkosten übernom- Rechtsbelehrung abgewie- Absperrungen mussten men würden. Dem war sen. Diese war sicher teurer erduldet werden. Im leider nicht so, der Amts- als die Reparaturkosten November warf ein Sturm schimmel wieherte kläg- insgesamt. eine Birke um, welche im lich, aber laut und lange. Das löste bei Vereinsmit- Trottoir stand. Sie ist auf Auch Besichtigungen vor gliedern Entrüstung aus und den Zaun gestürzt, der Ort und der eindeutige veranlasste verschiedene danach etwa 20 Meter Tatbestand halfen nicht Gönner zu grösseren Spen- lang defekt war. Genügend weiter. den. Eine Solidarität, die also, dass die Hirsche hät- Nach einer ausführlichen ihresgleichen sucht und ten das Weite suchen kön- Rechtsauslegung durch die dem Verein half, den finan- nen. Offenbar gefällt ihnen Ombudsstelle der Stadt ziellen Notstand zu über- der Ort, sie blieben. Zürich, welche unseren winden. Vielen Dank dafür! Trotzdem war eine schnelle Anspruch als absolut Reparatur notwendig, gerechtfertigt deklarierte, Ernst Tschannen 28
Der jährliche Herbstumgang ist Tradition
Seit vielen Jahren sind die
Vereinsmitglieder eingela-
den, im Herbst den Park zu
besuchen. Zwischen 40 und
50 Personen folgen jeweils
dem Aufruf. Am Besamm-
lungsort, oberhalb des Parks,
stehen oft Besuchende, die
sich dann der Führung
spontan anschliessen und
öfter danach für ihre Mit-
gliedschaft anmelden.
Unter anderem wurde auch über das Projekt
Aussichtsterrasse informiert – Plakate warben für die
Meinungsumfrage: «Was denken Sie?»
abgegeben. Dem Vorstand und dafür engagieren sie
ist es wichtig, dass die Ver- sich im Verein. Nach der
einsmitglieder einen Bezug Fachexkursion folgt der
zum Park und zu den Hir- gemütliche Teil.
schen haben. «Haben die
Tiere genug Futter?» «Wie Metzgete
Das Ritual beginnt mit der sieht es mit dem Schatten auf dem Bauernhof
Begrüssung durch den Ver- aus an heissen Sommerta- Viele Jahre organisierte der
einspräsidenten, danach gen?» «Warum werden im Männerchor Höngg eine
übernimmt der Tierbe- Park nicht mehr Bäume Metzgete zusammen mit
treuer und führt zum Haupt- gepflanzt?» «Warum ist ein dem Landwirtschaftsbe-
eingang. Dort und schon Jungtier so dunkelfarbig?» trieb von Monika und Mar-
unterwegs wird viel disku- Es ist spürbar, den Besu- kus Willi auf dem Höng-
tiert, es werden Fragen chenden ist das Wohlerge- gerberg. Nach dem
gestellt und Erklärungen hen der Tiere sehr wichtig Umgang wurden die Ver-
29Tierbetreuer Hans Nikles durfte seine einführende Orientierung bei sonnigem Herbstwetter an eine interessierte Zuhörerschaft richten. einsmitglieder jeweils zur Was verbindet erörtert. Aus berufenem Verpflegung an der Fest- den Platzhirsch Munde konnten die Teil- wirtschaft eingeladen. Bei mit den Äbtissinnen nehmenden erfahren, dass schönem Wetter gab es des Fraumünsters? Hirsche schon im Mittel- besonders viel zu berich- Diese Frage wurde nach alter in der Stadt Zürich ten, ein geselliger Anlass, dem Herbstumgang vor eine wichtige Rolle spielten. der leider seit 2019 nicht dem Risottoessen im So sehen wir bereits auf mehr stattfindet. Restaurant Tessin Grotto dem Murerplan von 1576 30
Hirsche äsen innerhalb der
Stadtmauer von Zürich. Das
Banner der Fraumünsterzunft,
das einen leuchtenden Platz-
hirsch trägt, zeigt symbolisch
die damalige Bedeutung.
Max Furrer Dr. Regula Zweifel, Hohe Fraumünster-Frau emerita
Fröhliche Gäste beim Risottoschmaus. Hier vier
Höngger Zünfter: vorne links Hansruedi Ostertag,
Balz Hauri, rechts Max Furrer und Alex Meier.
Die Vorträge von unserem
Mitglied Max Furrer und
von Dr. Regula Zweifel,
Hohe Fraumünster-Frau
emerita, waren lehrreich,
aber auch lustvoll anzuhö-
ren. Eine andere
Sichtweise zum Thema
Hirsche.
Ernst Tschannen
31Willkommen im Damhirschpark Beim nächsten Besuch oben auf der Waid besuchen Sie unseren Damhirschpark. Ab dieser Eingangstafel sind es nur noch wenige Schritte, bis Sie sich jeweils zirka ab Juni am munteren Treiben der Jungtiere erfreuen können. 32
Kontaktpersonen Ernst Tschannen, Präsident Hans Nikles Sempacherstrasse 42 Tierbetreuer 8032 Zürich Mobile 078 862 62 94 Mobile 079 254 54 78 E-Mail: E-Mail: ernst.tschannen@gmail.com hans.nikles@hispeed.ch Bankverbindung: ZKB Konto 80-151-4 IBAN CH08 0070 01116000 5232 7 Auf der Homepage www.tierpark-waidberg.ch sind weitere Angaben zu den Tieren und dem Förderverein zu finden. Ihre Mitteilung können Sie uns auch über meinung@tierpark-waidberg.ch zustellen.
Sie können auch lesen