Generationenhaus Papillon Linden - Jung und Alt unter - einem Dach Schlussbericht - Age-Stiftung
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Generationenhaus
Papillon Linden –
Jung und Alt unter
einem Dach Schlussbericht
2018… werden, wachsen,
verändern und vergehen
»Nach einer frühmorgendlichen Zug-
fahrt umgeben von eifrigen Skifahrer*in-
nen und einer Fahrt mit dem Bus durch
die sonnige Berglandschaft sind wir oben
im Generationen-Haus Papillon ange
kommen. Vieles darf hier gleichzeitig und
nebeneinander sein. Dem Leben in all
seinen Facetten wird Raum gegeben.
Ich wünsche mir, dass Behörden begreifen
wie wichtig derartige Projekte für unsere
Gesellschaft sind und ihre Strukturen
ändern, damit Nachahmen und Gründen
solcher Wohnformen in Zukunft leichter
wird.«
Anna Bierler, Gestalterin und Mitforschende an der Studie «Berufsfeld Community»
FHS St. Gallen, Institut für Soziale Arbeit»Was gäbe ich dafür, lebten Martina und Lukas in meiner unmittelbaren Nach barschaft oder wenigstens im Berliner statt im Berner Umland, denn dann wüsste ich sicher, wie mein Sohn – dessen Entbin- dung in wenigen Tagen bevorsteht – in den nächsten Jahren aufwachsen könnte. Nirgendwo begegnete mir vergleichbar eine so herzliche und authentische Begeg- nung verschiedener Generationen. Vieles ist einfach, selbstverständlich – einfach selbstverständlich.« Jenny Baese, Gestalterin und Mitforschende an der Studie «Berufsfeld Community» FHS St. Gallen, Institut für Soziale Arbeit
6 Generationenhaus Papillon Linden 11 Pilotprojekt 12 Pionierphase, Planungsphase, Bauphase 14 Projektablauf 16 Vom Gasthaus Kreuz zum Generationenhaus Papillon 26 Aktuelle Situation, Fazit, Öffentlichkeitsarbeit 28 Wohnungen mit Dienstleistungen 30 Pflegezimmer 32 Tagespflege, Ferienbett 34 Tageskinder 37 Bistro 38 Spitex 40 Fazit und Zahlen, Impressum
6 papillon linden
Generationenhaus
Papillon Linden –
Jung und Alt unter
Das Generationenhaus
einem Dach
Papillon verbindet Wohnungen mit Dienstleistungen,
Pflegeplätze, Ferienbett, interne Spitex, Tageskinder und
Gastronomie mit der Heimleiterfamilie Herren.
Seit 2005 führen wir unser Generationenhaus – ursprünglich im
bernischen Heimenschwand und nun seit 2017 in der benach
barten Gemeinde Linden. Das Konzept des Generationenhauses
baut auf der Idee der Grossfamilie auf: Mehrere Generationen
leben unter einem Dach und helfen sich gegenseitig. So wohnen
im Generationenhaus neben uns und unsern drei Kindern
auch Senioren und teilweise pflegebedürftige Menschen. Zum
Angebot gehören zudem Tagesplätze für Kinder, deren Eltern
berufstätig sind.
In Linden konnten die schon länger gewünschten Alterswohnungen
ins Haus integriert werden. Es entstanden sechs Wohnungen
zwischen 40 und 75 Quadratmetern. Zusätzlich sind im Haus drei
Pflegezimmer, sowie ein Zimmer, in dem pflegebedürftige
Menschen Ferien verbringen können, ein B&B auch für Touristen,
ein Bistro und ein eigener Spitex-Dienst untergebracht. A
bgerundet
wird das Angebot durch gemeinsam genutzte Räume wie einen
Wintergarten mit Blick auf den halb-öffentlichen Kinderspielplatz,
ein Fitnesszimmer und die Waschküche.
Ein Demenzgarten ist fertig geplant und wird als nächstes grösseres
Projekt umgesetzt. Um das familiäre Zusammensein zu fördern,
treffen sich sämtliche Bewohner*innen des Generationenhauses
fünf Mal pro Woche zum Mittagessen und «Zvieri».
Wir stellen den Menschen und das
Zusammenleben in unseren Fokus. Um
dies umsetzen zu können, brauchen
wir für sämtliche Teilbereiche eigene
Bewilligungen, da es kein vergleichbares
Projekt mit bestehender, einheitlicher
Gesetzgebung gibt.
Das Zusammenleben von Jung und
Alt steht bei uns im Zentrum. Dabei ist
es wichtig, die richtige Mischung von
«beleben» und Rückzugsmöglichkeiten
zu finden.7 das generationenhaus
Das Bistro ist das Fenster nach
aussen und Begegnungsort
für unser Generationenhaus.
Im ehemaligen Restaurant Kreuz in Linden hat das Papillon
ein neues Zuhause gefunden. Aus dem grossen Saal wurde eine
Pflegeabteilung mit vier Zimmern. Der grosse Wintergarten ist
Begegnungsort für Jung und Alt. Zwischen diesen beiden Bereichen
liegt das öffentliche Bistro mit hauseigener Patisserie und täglich
frisch zubereiteten Speisen. Der ehemalige Gastronomieteil ist
auf 30 Plätze reduziert worden. Bei der Planung des öffentlichen
Bistros wurden sowohl die Bedürfnisse von Senioren wie auch
von Familien mit Kindern einbezogen.8 papillon linden
Bereits bei einem gemütlichen Kaffee merkt man, dass das
Papillon etwas Besonderes ist. Mit Blick in den Wintergarten sieht
man betagte Menschen und kleine Kinder. Zum Teil spielen sie
mit- oder nebeneinander. Am Nachbartisch sitzt eine junge Mutter,
ihr Kind spielt derweilen mit den »Papillon-Tageskindern« gemein
sam im Wintergarten. Eine Frau im Rollstuhl wird durchs Bistro
gefahren, auf dem Schoss zwei strahlende Dreikäsehoch, die auf
ihren Knien in die Pflegeabteilung mitfahren dürfen. Aus der Küche
kommt ein Senior mit einer grossen Schüssel Rosenkohl und setzt
sich an einen Bistrotisch. Das Sitzen beim Rüsten sei für seinen
Rücken bequemer. Frau R. setzt sich erschöpft dazu, bestellt beim
Koch ihren Znünikaffee mit Gipfeli.
Das gehört nach dem Fitness zu meinem
Tagesritual, sagt die Frau, welche in
einer Wohnung mit Dienstleistung im
Papillon lebt. Die eigenen vier Wände zu
haben und gleichwohl jederzeit in
den Wintergarten kommen zu können
und sich vom Lachen der Kinder anstecken
zu lassen, sei für sie erfrischend. Gleich
zeitig zu wissen, dass sie hier bleiben
könne, trotz s chlechter werdender
Gesundheit, sei für sie eine grosse Erleich-
terung. Eigene K inder habe sie keine.
Hier im Papillon hätte sie nun eine Art
Familie gefunden. Einen Platz, wo sie dazu
gehöre, nicht irgendeine Nummer sei.9 das generationenhaus
Die Tochter von Frau L. kommt mit einem Blumenstrauss ins
Bistro, sie geht schon seit sechs Jahren im Papillon ein und aus. Sie
kennt das Papillon bereits aus Heimenschwand. Ihre Mutter ist
wegen beginnender Demenz 2012 ins Papillon gezügelt. Sie konnte
stundenlang unsere jüngste Tochter auf den Armen halten und
die Verbindung zwischen den beiden war so stark, dass Mitarbeiter
Frieda zu Hilfe riefen, um die Kleine zu trösten, wenn Mama und
Papa mal nicht da waren.
Ihre Demenz ist soweit fortgeschritten, dass sie nun voll pflege
abhängig ist. Auch für dies ist das Papillon bestens eingerichtet. Die
moderne Pflegeabteilung und die hauseigene Spitex ermöglichen
eine qualitative, hochstehende und individuelle Pflege.10 papillon linden
Wir wurden als Beratende bei der Planung einer Kin
dertagesstätte hinzugezogen. Man wollte generationen
verbindende Aktivitäten stattfinden lassen, die KiTa
zog ins Altersheim. Schnell wurde uns klar, dass dies
andere Grundvoraussetzungen sind. Bei zwei grösseren
Gruppen, die sich zwei bis drei Mal pro Woche stunden
weise begegnen, ist es schwieriger Beziehungen ent
stehen zu lassen. Beide Gruppen erleben zwar gemein
same Zeit, kommen aber recht schwer aus der jeweiligen
Beobachterrolle hinaus.11 das generationenhaus
Pilotprojekt
Als wir 2005 als Quereinsteiger unser Projekt starteten, war es nicht unser Ziel, das
Gesundheitswesen-und die Langzeitpflege anders zu definieren. Im Laufe der ersten
Jahre wurde uns aber mehr und mehr bewusst, welch positive Auswirkung unsere
Lebensform auf alle Beteiligten hat. Unser Alltag bestätigt uns immer wieder aufs Neue,
wie erfrischend Kinder auf ältere Menschen wirken. Ebenso wertvoll ist es für unsere
Kinder und Tageskinder, mit älteren Menschen ungezwungen umzugehen und «alt»
und «krank» nicht nur negativ zu erleben.
Erst durch unsere Erfahrungen im Alltag und die Rückmeldungen von Bewohnern,
Angehörigen und Ärztinnen, wurde uns unsere Einzigartigkeit bewusst. Damit sagen
wir nicht, dass wir «bessere» Arbeit leisten als konventionelle Institutionen. Wir haben
andere Rahmenbedingungen.
Wenn man in der Landwirtschaft eine Monokultur betreibt, zum Beispiel Mais, Baum
wolle oder Soja dann kommt man nicht um Pestizide herum. Im Urwald hingegen,
braucht es kein Eingreifen von aussen. Auch in einem zoologischen Garten kommt es
niemandem in den Sinn in einem Elefantengehege nur geriatrische Bullen zu halten.
Die Ausgewogenheit einer Gruppe (ältere Tiere, Jungtiere, Weibchen, Männchen
gemischt) ist für ein gutes Gelingen immens wichtig.
Nur wir Menschen kreieren spezifizierte Institutionen für alte Menschen, demente
Menschen, psychisch kranke Menschen, Süchtige oder richten Kinderheime ein; und
sind dann erstaunt, wenn es Probleme gibt. Gerade die Verschiedenheit und Durch
mischung unserer Bewohner*innen ist entscheidend. Ebenso achten wir auf ein Gleich
gewicht der verschiendenen Generationen. Eine komplette KiTa in unserem Haus
würde nicht funktionieren.
Konkret sind Menschen bei uns in
erster Linie «Menschen» mit eigenen
Geschichten und Bedürfnissen.
Sie werden dementsprechend nicht
durch ein Handicap wie alt, krank
oder dement definiert.
Durch die Kleinzelligkeit und das wirkliche Zusammenleben
entstehen Beziehungen zwischen den verschiedenen Generationen.
Dies erreichen wir nicht, indem die Kinder nur stundenweise
zu Besuch bei uns sind. Diese Begegnungen brauchen Zeit, einen
geschützten Rahmen und sie sind nicht planbar. So entstehen
wirkliche Bindungen zwischen Kindern und älteren Menschen.
Unsere Mitarbeiter*innen und wir begleiten lediglich.
Unser Fokus liegt nie auf dem
Mangel oder der Diagnose. Dadurch
wird dies nicht zum Inhalt des Lebens.
Wir können natürlich nicht Krank
heiten und Diagnosen aus dem
Weg räumen. Aber der Alltag wird
nicht davon bestimmt. Das könnte mit ein Grund sein, warum Menschen
bei uns weniger Medikamente brauchen und länger
selbständig bleiben können. Dies wurde uns mehr-
fach von verschiedenen Ärzten und Angehörigen so
rückgemeldet.12 papillon linden
Pionierphase
Ältere Menschen pflegen und gleichzeitig Kinder betreuen ist so
alt wie die Menschheit. Trotzdem gibt es im Kanton Bern und auch
in der übrigen Schweiz keine gesetzliche Grundlage, welche es
ermöglicht davon zu leben. Das heisst, für unser Papillon brauchten
wir verschiedene Bewilligungen von unterschiedlichen Ämtern.
Um unsere Einzigartigkeit zu leben und die damit verbundene
Kleinzelligkeit zu bewahren, müssen wir immer wieder neue Wege
gehen, damit die Kernidee bestehen bleibt. Manchmal bedeutet
das Stolpersteine aus dem Weg zu räumen und Umwege gehen, um
unseren Idealen treu bleiben zu können.
Menschen, die uns näher kennen, sind oft der Überzeugung, dass
unser Konzept Zukunft hat und fragen sich, wieso es nicht mehr
solcher Generationenhäuser gibt. Unsere Antwort darauf ist, dass
eine angepasste, einheitliche, gesetzliche Grundlage fehlt.
Wir wünschen uns eine gesetz-
liche Grundlage, bei der der
Mensch und nicht das Papier im
Zentrum steht.
Viele Menschen haben das Gefühl ein von der Krankenkasse
anerkanntes Heim bedeute hohe Qualität. Unsere Erfahrung zeigt
aber, dass die Qualitätsstandards lediglich zur Absicherung von
Verantwortung gebraucht werden. Institutionen und Ämter
definieren Qualität übers Papier. Für betroffene Menschen bringt
dies häufig nicht unbedingt höhere Qualität, jedoch höhere
Kosten. Kein Restaurant könnte seine Gäste mit akribisch geführ-
ten Dokumenten über die Herstellungspraxis eines Gerichtes
begeistern. Es braucht schlicht und einfach gutes Essen auf dem
Teller. Dort liegt die Qualität.
Teilbereiche Langzeitpflege Pflege-Wohnungen Tageskinder Gastronomie
benötigte Bewilligung Pflege im privatem Haushalt Privatspitex Tageseltern Wirtepatent
zuständige Behörde Gemeinde und GEF GEF Kesb Regierungsstatthalteramt13 das generationenhaus
Planungsphase
Bevor es in Linden zur Bauphase kam, haben wir in der Zeitspanne
von 2006 bis 2016 insgesamt 22 Objekte geprüft. Bei 14 Objekten
haben wir genauere Abklärungen getroffen. Bei fünf Objekten
haben wir Umbau-Pläne und Machbarkeitsstudien erstellt. Ohne
die Unterstützung durch unseren Architekten Fritz Jöhr hätten
wir dies nicht so realisieren können.
Meist scheiterten wir an den nicht vorhandenen, finanziellen
Mitteln. Erst in Linden hatten wir einen Verkäufer, welcher uns
genügend Zeit gegeben hat, um die Finanzierung zu regeln. Dabei
war die Age-Stiftung und ein privates Darlehen der ausschlag
gebende Punkt, damit die Bank das Ganze finanzierte.
Bauphase
Da es sich in Linden um einen Umbau handelte waren wir vor
neue Herausforderungen gestellt, jedoch bot uns der ehemalige
Gasthof ziemliche ideale Voraussetzungen:
– gleiches Bodenniveau auf jeder Etage
(bis auf ein Kellerabteil)
– Möglichkeit einen Lift anzubauen
– genügend hohe Räume, um alle sanitären
Anpassungen und elektrischen Installationen
zu integrieren
– keine Heimatschutzauflagen
– Aussenflächen für Spielplatz und Garten
– genügend grosses Bauvolumen,
als finanzielle Tragbarkeitsabsicherung14 papillon linden
Projektablauf
2005
Start des Alters-und Betagtenhaus Papillon in Heimen
schwand. Wir ziehen mit unserem anderthalbjährigen
Sohn in ein Einfamilienhaus und übernehmen die Pflege
einer dementen Frau. Martina arbeitet zu diesem
Zeitpunkt als Primarlehrerin in einem 50 %-Pensum.
2007
Wir arbeiten beide zu 100 % im Papillon, sind nun Eltern
von zwei Kindern. Die Geburtsstunde des «Generationen
hauses Papillon», inklusive Namensänderung, beginnt
mit der Aufnahme des ersten Tageskindes. Die Idee
von Alt und Jung miteinander unter einem Dach war von
da an immer im Zentrum.
2007–2015
Suche nach geeignetem Objekt. Wir prüften nebst Umbau des
Einfamilienhauses ca. 20 Liegenschaften. In dieser Phase wurde
uns mehr und mehr bewusst, dass verschiedene Kriterien für
uns unumstösslich sind. (Lage, Grösse, Wirtschaftlichkeit, Nähe
zu ÖV-Schulen-Einkaufsmöglichkeiten …)
Dank unserem Architekten und einem befreundeten Ehepaar,
welches uns ein Darlehen in Aussicht stellt, verlieren wir den Mut
nicht, das scheinbar unmögliche Projekt, ohne Eigenkapital,
zu realisieren. In dieser oft sehr schwierigen Zeit, waren für uns
die direkten Kontakte und Feedbacks der Bewohner*innen
und deren Angehörigen eine wichtige Stütze.15 das generationenhaus
2015
Wir prüfen ein weiteres geeignetes Haus (Gasthaus
Kreuz) zusammen mit unserem Architekten. Im Sommer
stellen wir bei der Age-Stiftung einen Antrag auf
Projektförderung.
November 2015
Die Zusage der Age-Stiftung bedeutet für uns
den Startschuss.
Dezember 2015 bis Juli 2016
Sehr intensive Zeit. Finanzierung durch unsere Bank,
private Darlehen, Gründung Generationenhaus GmbH,
Gründung Spitex GmbH, Baupläne mit Architekt,
Ausschreibung der Umbauarbeiten. Einholen sämtlicher
Bewilligungen der zuständigen Ämter (Tageskinder,
Gastronomie, Pflege in privatem Haushalt)
1.7.2016 bis Mitte Februar 2017
Umbau des Gasthauses zum Generationenhaus Papillon,
parallel dazu führen wir den Betrieb in Heimenschwand.
25.02.2017
Umzug des Papillons (drei Bewohner*innen und Familie)
04.03.2017
Tag der offenen Tür für alle Interessierten
01.04.2017
Bezug der Wohnungen mit Dienstleistung
Anpassung und Feinjustierung des Tagesgeschäftes16 papillon linden
Vom Gasthaus Kreuz
zum Generationenhaus Papillon
Der Umbau des bestehenden Gasthauses zum Papillon war in mehrfacher
Hinsicht eine Herausforderung. Verschiedenste Bedürfnisse in einem Haus
zu vereinen war ein längerer Prozess. Wir konnten von unserer 13jährigen
Erfahrung im Papillon in Heimenschwand profitieren. Ebenso wertvoll war,
dass der Architekt Fritz Jöhr Erfahrung im Bau von Altersheimen mitbrachte
und uns während etwa neun Jahren bei verschiedensten Bauprojekten in
der Planungsphase begleitete. Bei der Planung schlüpften wir immer wieder
in neue Rollen. Wir stellten uns das Papillon vor in der Rolle des Seniors,
des Tageskindes, der Mitarbeiterin oder der Gäste von ausserhalb.
In der Rolle des Tagekindes wurde uns plötzlich klar, dass ein Kinder-WC
mit direktem Zugang zum Wintergarten gebaut werden muss. Der Spielplatz
war ursprünglich auf der Rückseite des Hauses geplant, abseits der Strasse.
In unserem jetzigen Alltag wäre dies nicht optimal. Der Spielplatz heute
ist an der Vorderseite des Hauses realisiert, zwar nahe an der Strasse, dafür
aber vom Wintergarten aus überblickbar und mit direktem Zugang. So haben
unsere Mitarbeiter und unsere Bewohner die Möglichkeit die Kinder zu
beobachten. Zudem ergibt sich nun auf der Rückseite des Hauses der ideale
Platz für einen Demenzgarten. Somit sind auch der lebhafte und der
ruhige Bereich räumlich gut voneinander getrennt.17 das generationenhaus
B-B Schnitt
10.10
10.10 16.55
20
182/202 182/202
DW
Radiator 100 x 50 Radiator 100 x 50
20
Wohnen/Essen/Küche Wohnen/Essen/Küche
3.00
Parkett:22.48 m2 Parkett:23.82 m2
FF: 4.65 m2 FF: 4.65 m2
122/80
Radiator 100 x 50
20 4.65 15 4.90 20 8.35 8.20
Briefkasten
122/80
20 3.625 1.025 15 2.90 2.00 20 8.35 8.20
4.19
7.02
Zimmer 15
Radiator
70 x 50
Parkett:8.03 m 2 1.20 3.20 12.15
FF: 0.97 m 2
12
-1.17
20 3.50 5
12 1.02 5
15 1.82 1.08 15 1.85 20 122/80
1
4.17
2
Zimmer
2.68
Handtuch
7 x 30 x 16 5
Parkett:9.39 m2 3
1.20 80 2.40 2.57 3.98 5.60
102/202
FF: 2.06 m2 -radiator 4
70 x 120
100 x 50
Radiator
5
Du/WC 6
Vinyl:3.06 m2
15
20
Handtuch Ei 30
12
-radiator
Eingang +0.01 Swisslift
10
Parkett:7.18 m2 Compact
2.24
1.60
70 x 120 Eingang Zugang
Ei 30
630 kg
1.80
2.1.0063.52
Vinyl:4.93 m 2 BF:4.48 m2
1.59
1.76
1.35
Radiator
70 x 50 ± 0.00 DW
70/105 100/105 100/105 100/105
30
62/102DW
20
DW Du/WC
30
30
Vinyl:3.24 m2
30
30
Radiator 147 x 50
Pflegebad
± 0.00
169/142
1.80
100/142
Eingang Küche Vinyl:7.74 m2
2.20
Vinyl:13.41 m 2 Platten:30.62 m2
Vorplatz/Treppenhaus
Vinyl:12.91 m2
Wasser/Brause 70 x 120
4.135
Ei 30
18
12
Radiator 147 x 50
Nachtwache
169/225
169/142
Wohnen/Essen/Küche Medi- Parkett:18.24 m 2
Parkett:23.98 m 2 Schrank FF: 4.80 m 2
FF: 4.80 m 2
3.21
18
30 6.03 12 2.38 12 5.50 30 2.32 18 1.80 18 3.42 30
10.95
Handlauf
169/225
12
Pflegezimmer 3
4.045
Parkett:17.96 m 2
1.48
Zimmer FF: 6.21 m 2
Buffet
Radiator 147 x 50
2.78
Parkett:11.12 m2 Du/WC
70 x 120
Radiator 147 x 50
Vinyl:19.68 m2
FF: 2.38 m2
50 1.22 5 Vinyl:3.24 m2
169/142
150/142
70 x 120
12 1.80 15
30 4.00 15 2.79 12 Lösch-
Du/WC Buffet gem. Detailplan posten
12
Vinyl:5.02 m2
16.90
Gang
50
Parkett:30.96 m2
18
Radiator 147 x 50
Kindergarderobe
Radiator 147 x 50
Kinder WC
169/142
1.85
150/142
Vinyl:4.37 m2
Ei 30
1.20
70 x 120
Du/WC
Wickel- +0.20 ± 0.00
1.10
tisch
175 1.55 15 Vinyl:3.24 m 2
Radiator 147 x 50
Pflegezimmer 2
Rampenblech 6% Ei 30
4.045
Parkett:17.97 m2
169/142 +0.20
30
15
FF: 6.21 m2
Radiator 147 x 50
Gaststube Windfang Ei 30
169/225
169/142
Vinyl:46.42 m2 Schmutzschl.:11.28 m 2
2.155
FF: 15.87 m2
5 4.12 4.30 30 6.40 3.45 30 2.32 18 5.40 30
4.45
4.45
4.45
18
Radiator 147 x 50
169/225
169/142
Pflegezimmer 1
Aktivierungsraum Parkett:18.44 m2
FF: 4.80 m2
Parkett:52.82 m 2
Radiator 147 x 50 Radiator 147 x 50 Radiator 147 x 50
4.135
169/142 169/142 169/142
30
Du/WC
18
Babyraum
70 x 120
Radiator 147 x 50
Parkett:4.23 m2 Vinyl:3.24 m 2
Windfang
169/142
15 Terrasse
Schmutzschl.5.02 m 2
2.20
1.80
2.25
BF:14.54 m2
1.905 6.565 2.33 6.32 30 1.20 30 2.32 18 1.80 18 3.42 30
70 x 50
30
30
30
DW 160/60
5
1.60
20
4.20 4.30 6.85 1.80 10.00
8.50 18.65
Leichtbau Gipser Mauerwerk / Neu Leichtbau Holzbauer
Umbau Rest. Kreuz in Generationenhaus "Papillon"
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss EG 1:100
Gez: ik 11.12.2015 Jöhr Architektur GmbH, Höh 53, 3615 Heimenschwand
Gez: ik 22.03.2016 Pläne überarbeitet gem. Ausführungsplanung B-B Schnitt18 papillon linden
EG 2 Zimmerwohnung
Erdgeschoss, links links Martina und Lukas Herren
Zweizimmerwohnung,
Umbau Rest. Kreuz in Generationenhaus "Papillon" Dorfstrasse 14, 3673 Linden
Dorf 51, 3615 Heimenschwand
0 1m 2m 3m 4m
Nettowohnfläche:
= 41.62 m²
4.65 15
Wohnen/Essen/Küche
4.185
BF: 22.39 m²
2 Zimmerwohnung rechts
125
1
2
2.655
Zimmer
7 x 30 x 165
3
BF: 9.36 m²
4
5
6
125
15
Du/WC Eingang Eingang
BF: 3.28 m² BF: 6.59 m² BF: 6.63 m²
1.82
1.59
Treppenhaus
BF: 6.71 m²
2 Zimmerwohnung Rest.19 das generationenhaus
EG 2 Zimmerwohnung
Erdgeschoss, rechts rechtsMartina und Lukas Herren
Zweizimmerwohnung,
Umbau Rest. Kreuz in Generationenhaus "Papillon" Dorfstrasse 14, 3673 Linden
Dorf 51, 3615 Heimenschwand
0 1m 2m 3m 4m
Nettowohnfläche:
= 34.81 m²
4.90
3.00
Wohnen/Essen/Küche
BF: 23.72 m²
2 Zimmerwohnung links
15
4.17
1
2
Du/WC Zimmer
7 x 30 x 165
3
BF: 3.09 m² BF: 8.00 m²
4
5
6
15
Eingang
BF: 6.63 m²
1.59
Treppenhaus
BF: 6.71 m²
2 Zimmerwohnung Rest.20 papillon linden
EG 2 Zimmerwohnung
Erdgeschoss, Rest.
Zweizimmerwohnung
Umbau Rest. Kreuz in Generationenhaus "Papillon"
Martina und Lukas Herren
Dorfstrasse 14, 3673 Linden
Dorf 51, 3615 Heimenschwand
0 1m 2m 3m 4m
Nettowohnfläche: 1
= 39.28 m² 2
7 x 30 x 165
3
4
5
6
15
Eingang
2 Zi.Wo. links BF: 6.63 m²
Treppenhaus 1.59
BF: 6.71 m²
12
Küche
Wohnen/Essen Küche
BF: 13.17 m² BF: 8.28 m²
3.21
125
4.00 15 2.79 Reduit
BF: 1.79 m²
Zimmer
BF: 11.09 m²
2.77
Du/WC
BF: 4.95 m²
Gaststube/Restaurant21 das generationenhaus
OG Auszubildende
Obergeschoss, und Büro
Auszubildende und Büro
Umbau Rest. Kreuz in Generationenhaus "Papillon"
Martina und Lukas Herren
Dorfstrasse 14, 3673 Linden
Dorf 51, 3615 Heimenschwand
0 1m 2m 3m 4m
Nettowohnfläche:
= 30.65 m²
Gang
BF: 3.20 m²
12
12
3.32
Auszubildende
BF: 9.26 m²
6
Büro Du/WC
BF: 15.49 m² BF: 5.90 m²
2.79 12 4.00
4.8622 papillon linden
OG best. 3½Dreieinhalbzimmerwohnung
Obergeschoss, Zimmerwohnung Martina und Lukas Herren
Umbau Rest. Kreuz in Generationenhaus "Papillon" Dorfstrasse 14, 3673 Linden
Dorf 51, 3615 Heimenschwand
0 1m 2m 3m 4m
Nettowohnfläche:
= 75.44 m²
= 29.55 m²
1.45
Balkon
BF: 29.55 m²
31
4.43 15 4.90 31 2.00
4.05
Elternzimmer Wohnen/Essen
BF: 17.94 m² BF: 26.33 m²
7.43
15
Kinderzimmer Eingang/Küche
BF: 12.45 m² BF: 12.37 m²
4.49
Bad/WC
BF: 6.35 m²
Gang
BF: 3.20 m²
1223 das generationenhaus
OG 6½ Heimleiterwohnung
Obergeschoss, Dreieinhalbzimmerwohnung
Martina und Lukas Herren
Umbau Rest. Kreuz in Generationenhaus "Papillon" Dorfstrasse 14, 3673 Linden
Dorf 51, 3615 Heimenschwand
0 1m 2m 3m 4m
Nettowohnfläche:
= 138.50 m² OG: 67.10m²+ DG: 71.40m²
= 7.47 m²
Gang
BF: 3.20 m²
12
3½ Zimmerwohnung
Gang
BF: 18.66 m²
12
Vorraum Spielraum/Treppe
BF: 13.02 m² BF: 8.55 m²
2.50
Du/WC
BF: 4.22 m²
12
Elternzimmer Wohnen/Essen/Küche
BF: 16.76 m² BF: 24.55 m²
4.20
3.99 12 5.8024 papillon linden
DG 6½ Heimleiterwohnung
Dachgeschoss, Heimleiterwohnung
Umbau Rest. Kreuz in Generationenhaus "Papillon"
Martina und Lukas Herren
Dorfstrasse 14, 3673 Linden
Dorf 51, 3615 Heimenschwand
0 1m 2m 3m 4m
Nettowohnfläche:
= 138.50 m² OG: 67.10m²+ DG: 71.40m²
= 7.47 m²
2½ Zimmerwohnung
9 13
11
13
10
12
14
8
7
4.645
6
Estrich 5
Vorraum Zimmer 3
4
3
2
1
BF: 7.47 m² BF: 7.17 m² BF: 17.67 m²
Du/WC
BF: 5.06 m²
17
Zimmer 1 Zimmer 2
4.19
BF: 20.75 m² BF: 20.75 m²
4.895 11 4.89525 das generationenhaus
DG 2½ Zimmerwohnung
Dachgeschoss, Zweieinhalbzimmerwohnung
Martina und Lukas Herren
Umbau Rest. Kreuz in Generationenhaus "Papillon" Dorfstrasse 14, 3673 Linden
Dorf 51, 3615 Heimenschwand
0 1m 2m 3m 4m
Nettowohnfläche:
= 60.68 m²
= 12.31 m²
Zugang Balkon
BF: 2.75 m² BF: 5.63 m²
Estrich
BF: 3.93 m²
5.765
Küche / Essen Wohnzimmer
BF: 8.42 m² BF: 34.01 m²
3.44
4.00 11 2.145 13 5.965
Schlafzimmer Du/WC
BF: 13.85 m² BF: 4.40 m²
Heimleiterwohnung26 papillon linden
Aktuelle Situation
Das erste Betriebsjahr brauchte enormes Engagement.
Die erste Priorität hatte das alltägliche Geschäft:
– Pflege- und Arbeitsabläufe im neuen Haus
planen, probieren und optimieren
– neue Betriebsstrukturen einrichten
– Bistro-Betrieb aufbauen
– grösseres Mitarbeiter*innen-Team generieren
– Akquierieren neuer Mieter für die Wohnungen
mit Dienstleistung
– Erarbeitung eines Dienstplanungs-und
Lohnabrechnungssystems
Beim Umbau des Gasthofes ins Generationenhaus
Papillon konnten noch nicht alle Wünsche umgesetzt
werden. Mit Beginn des zweiten Betriebsjahres können
wir den Fokus nun auf weitere Schwerpunkte setzen:
– Anlegen eines Gartens
– Einbau von Wärmeisolationsfenstern
– Überarbeitung des Heizungskonzeptes
– Gestaltung der Aussensitzplätze des Bistros
– Öffentlichkeitsarbeit für die bisher noch
nicht vollständig genutzten Angebote,
z. B. des Ferienbettes und der Tagesbetreuung
– das Generationenhaus als Begegnungsort
für die gesamte Gemeinde etablieren,
Veranstaltungen und Anlässe organisieren
– Persönliche Freizeit einhalten27 wohnungen mit dienstleistungen
Öffentlichkeitsarbeit
Im ersten Betriebsjahr waren wir operativ so stark im Betrieb
eingebunden, dass wir nur beschränkt Öffentlichkeitsarbeit
betreiben konnten. Wir freuen uns auf die Zeit, in welcher wir
uns verstärkt damit beschäftigen können. Bisher sind wir an
folgenden Projekte und Vernetzungen beteiligt:
– Begegnungsort Alt-und Jung
– Spielplatz und altersgerechtes Bistro
– Alterskommission rechtes Zulgtal
– Öffentlich ausgeschriebener Kurs zur Dividat-Senso-Platte
– Moderation Erzählcafé
– Kirchgemeinde Linden
Quartalsweise öffentlicher Altersnachmittag
Quartalsweise öffentlicher Senioren-Mittagstisch
– Seniorennetzwerk Oberdiessbach
Vernetzung mit sämtlichen Beteiligten und Institutionen rund
um die Region Oberdiessbach.
Jährliche Sitzung und Broschüre
– Fachhochschule St. Gallen, Institut für Soziale Arbeit
Aktive Beteiligung an der Studie «Berufsfeld Community«
– Persönliche Beratung im Papillon
Know-How für Interessierte zum Thema generationen-
verbindende Institutionen (Vorträge, Beratungen,
persönliche Gespräche auf Anfrage)
Daraus resultierten bisher zwei weitere Generationen-Häuser.28 papillon linden
Wohnungen
Ein selbständiges Leben
mit Dienstleistung
mit Unterstützung im Papillon Linden.
Die modernen, rollstuhlgerechten Wohnungen eignen
sich für Einzelpersonen und Paare, die verhältnismässig
selbständig leben können, bei Bedarf jedoch schnell
und zuverlässig Hilfe erhalten möchten. Das Papillon
liegt im Herzen von Linden.
ÖV–Bus mit Zug-Anschluss
in Oberdiessbach
Zu Fuss zu erreichen in zwei Gehminuten:
Volg, Landi, Metzgerei, Physio, Bank,
Restaurant Linden, Gemeindeverwaltung und Kirche
Skilift und Langlaufloipe
flache, schöne Spazierwege
Die Wohnungen können individuell eingerichtet
werden und bieten den Mietern ein vertrautes
Zuhause.
oben: Aus dem «kalten Dachboden» entstand
diese 2 1/2-Zimmer-Attikawohnung (Plan: Woh-
nung violett).
rechts: Der ehemaligen Lagerraum wurde zu
dieser 2 1/2-Zimmer-Wohnung umgebaut (Plan:
Wohnung gelb).29 wohnungen mit dienstleistungen
Das Papillon bietet
– Familiäre Umgebung
– Öffentliches Restaurant
– Aktivierung in der Küche
– Sozialen Anschluss mit professioneller
Beratung in schwierigen Situationen
– Fitnessraum
– Eigene Spitex
Die Wohnungen bieten
– Gartenanlage
– Notrufanlage 24 h à 365 Tage
– Tageskinderplätze
– Internet
– Spielplatz
– freie Benützung aller
allgemeinen Räume,
Fitnessraum und Waschküche
– Teilnahme an Veranstaltungen und
Aktivitäten
– fünf Mittagsmahlzeiten plus Getränke
und Kaffee von Dienstag bis Samstag
– fünf Mal Zvieri plus Getränk
– Liftbenützung
– Strom, Wasser, Abfallgebühr
– Kosten für Verwaltung, Administration,
Hauswart und Umgebungsunterhalt
sind inbegriffen30 papillon linden
Pflegezimmer
Der Schritt weg von der Selbständigkeit hin zur Abhängigkeit ist für
die meisten Menschen und ihre Angehörigen sehr schwer und ein intensiver
Prozess. Wir sind uns dessen bewusst und legen grossen Wert auf ihre
Biografie, Individualität und auf das «Menschsein».
Im Papillon leben Sie im selben Haus mit uns, Familie Herren, mit Menschen
der sechs Wohnungen, mit unseren Tageskindern und Mitarbeitern. Zudem
werden Sie in der kleinen Gaststube Anschluss ans Dorfleben erfahren.
Unser Haus hat eine überschaubare Grösse und unser kleines, kompetentes
Mitarbeiter-Team werden Sie sehr bald kennen. Im Papillon riecht es nach
Güetzi, frischem Brot, da hört man Kinderlachen, es wird diskutiert:
unser Papillon «lebt»! Brauchen Sie aber etwas Ruhe, können Sie sich in ihr
Einzelzimmer, auf Ihre Terrasse oder in den Garten zurück ziehen.
Als Pflegegast wohnen Sie im Generationenhaus Papillon in einem unserer
drei modernen, hellen Zimmer. Die sonnigen Zimmer verfügen über eine
eigene, grosszügige Terrasse und ein eigenes, behindertengerechtes Bad mit
boden-ebener Dusche, Waschbecken und Toilette.
Eine Internetverbindung, TV- und Radioanschluss sind selbstverständlich.
Ihr Zimmer können Sie gerne nach Möglichkeit mit persönlichen Möbeln,
Erinnerungsstücken und Pflanzen einrichten. Einzig das Pflegebett ist bereits
vorhanden. Den Tagesrhythmus können Sie mitbestimmen, ihre Gewohn
heiten so weit wie möglich beibehalten. Sie dürfen jederzeit Besuch empfan
gen oder bei Aktivitäten mitmachen.
Sie profitieren von folgenden Dienstleistungen
– Sicherheit rund um die Uhr
– Vollpension mit seniorengerechten und
frisch zubereiteten Menüs aus unserer
eigenen, familiären Küche
– Professionelle Pflege und Betreuung
nach Bedarf
– Liebevolle Lebensbegleitung
– Medizinische Betreuung weiterhin durch
Ihren Hausarzt und / oder unsere eigene
Spitex, die Krankenkasse übernimmt
einen Beitrag der Pflegekosten31 wohnungen mit dienstleistungen
Unser Pflegealltag
Da wir nur drei Pflegezimmer haben, haben wir deutlich mehr
Zeit, um individuell auf unsere Bewohner*innen einzugehen.
Unsere Privatspitex ist Krankenkassen anerkannt und sie werden
kompetent und persönlich gepflegt.
Die Bewohner*innen können ihren Alltag soweit wie möglich selber
gestalten. Nur wo nötig, helfen wir mit, den Alltag zu strukturieren
und möglichst viel Stabilität und Konstanz in den Tagesablauf
zu bringen. Wir haben wenig «Schichtwechsel», was die Pflege bei
Demenz- und Alzheimerkranken erleichtert. Wir gehören für unsere
Bewohner*innen quasi zum Inventar. Sie können 365 Tage im
Jahr «zu Hause» bleiben und müssen während unseren Ferien nicht
fremdplatziert werden. Bei uns stehen sie als Mensch im Mittel
punkt und nicht die Pflegedokumentation.32 papillon linden
Tagespflege
Ferienbett
Ausspannen und zu
neuen Kräften kommen
Die Pflege und Betreuung durch Angehörige ist eine anspruchs
volle Aufgabe und kann an den Kräften zehren. Wir bieten hier
Entlastung mit unserem Angebot der Tagesbetreuung. Dies kann
das Wohlbefinden aller Beteiligten verbessern.
Sie geniessen
– rollstuhlgängiges Zimmer
– Wintergarten mit Blick
auf den Kinderspielplatz
– ruhige, eigene Terrasse
– öffentliches Restaurant
Sie erhalten Abwechslung vom Alltag und eine sinnvolle Tages
struktur in familiärer Atmosphäre. Den Tagesrhythmus können
Sie mitbestimmen, ihre Gewohnheiten so weit möglich beibe
halten. Sie dürfen jederzeit Besuch empfangen oder bei Familien
aktivitäten mitmachen.
Wir haben Erfahrung in der kompetenten Betreuung und Pflege
von leicht bis schwer pflegebedürftigen Menschen. Wenn es
für alle Beteiligten stimmt, übernehmen wir die Pflege auch in der
Sterbephase. Seit 2005 haben wir Erfahrung in der Betreuung
von Demenzpatienten.
Nach einer Operation oder Krankheit neue Kräfte sammeln?
Das Papillon bietet hierzu ein attraktives Umfeld.
Im Falle eines freien Zimmers betreuen wir Feriengäste. Abwechs
lung vom Alltag und eine sinnvolle Tagesstruktur in familiärer
Atmosphäre – Tag und Nacht steht persönliche und kompetente
Betreuung und Pflege an ihrer Seite.33 tagespflege, ferienbett
Enthaltene Leistungen
– Liegemöglichkeit für einen Mittagsschlaf
und Einzelzimmer für die Übernachtung
– alle Mahlzeiten während des Aufenthalts
– Teilnahme an Aktivitäten und
gesellschaftlichen Anlässen
– Benutzung öffentlicher Räume
– rollstuhlgängige Infrastruktur34 papillon linden
Tageskinder
Wir betreuen nebst älteren Menschen auch Tageskinder.
Dies ermöglicht uns die Idee vom Generationenhaus längerfristig
umzusetzen. Wir möchten uns bewusst dafür einsetzen, dass ältere
Menschen und Kinder zusammen leben können. Unser Alltag
bestätigt uns immer wieder aufs Neue, wie erfrischend Kinder auf
ältere Menschen wirken. Ebenso wertvoll ist es für unsere Kinder
und Tageskinder, mit älteren Menschen ungezwungen umzugehen
und «alt» und «krank» nicht nur negativ zu erleben. Die Betreuung
der Tageskinder ist hauptsächlich tagsüber. Wir bieten auch die
Möglichkeit eines Mittagstisches an.
Die Organisation und Hauptverantwortung liegt bei Martina.
Sie ist Primarlehrerin und FaGe. Unterstützung erhält sie jederzeit
von ihrem Partner Lukas. Er ist Familienvater und Koch.35 wohnungen mit dienstleistungen
36 papillon linden
37 bistro
Wir kochen gerne gut,
weil wir gerne gut essen.
Bistro
Wir kochen mit Leidenschaft, weil ohne Leidenschaft nichts Aufregendes
geschieht. Nicht im Alltag, nicht in der Kunst, nicht in der Liebe und
auch nicht am Herd. Die Freude beginnt bei uns schon beim Einkauf. Wir
orientieren uns am Angebot der Saison und berücksichtigen lokale
Lieferanten. Wir wollen Lebensfreude vermitteln und glücklich machen,
und wir wollen mit unserem Essen alle Sinne anregen.
Sie können bei uns am Selbstbedienungsbüffet nach Lust und Laune ihr
Essen auswählen und anschliessend in der gemütlichen Gaststube g eniessen
oder mit nach Hause nehmen. Auch wenn ihre Essenszeit beschränkt ist,
finden Sie bei uns etwas für den Genuss.
Anlässe
Wir bieten den Senioren und auswärtigen
Gästen die Möglichkeit, bei uns ihren Anlass
durchzuführen. Geburtstagsfeiern und sonstige
spezielle Anlässe werden bei uns gefeiert.
Die Möglichkeit besteht, dass Senioren und auch aus
wärtige Gäste am täglichen Geschehen teilnehmen
und den Küchenchef tatkräftig unterstützen. Vom Rüsten
bis zum Zubereiten der Hauptspeise; die SeniorInnen
erleben den Küchenalltag hautnah und nehmen
aktiv daran teil.38 papillon linden
Spitex
Die Spitex Papillon ist eine private Spitex-Organisation ohne Versorgungs
pflicht, daher kooperiert diese bei Bedarf mit der öffentlichen Spitex.
Die Organisation ist politisch und konfessionell neutral. Unsere Aufgabe
ist die ambulante Versorgung der Bewohner und externer Klienten mit
der notwendigen Pflege und Betreuung. Die Zusammenarbeit mit Spitälern,
Alters- und Pflegeheimen, Hausärzten, Behörden und anderen sozialen
Institutionen ist offen und beruht auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt.
Unsere Versorgung ist hauptsächlich auf die zwei Kernstützpunkte, dem
Generationenhaus Papillon in Aeschi bei Spiez und dem Generationenhaus
Papillon in Linden, ausgerichtet. Zusätzlich übernehmen wir die Pflege
externer Klienten der näheren Umgebung.
Betreuung und Pflege
Der Mensch steht bei uns stets im Mittelpunkt. Wir betreuen
Kinder, körperlich Kranke, betagte und sterbende Menschen. Aus-
gehend von einer Bedarfsabklärung planen wir gemeinsam
mit unseren Klienten, und bei Bedarf mit den Angehörigen, eine
angepasste Pflege. Die Betreuung und Pflege beruhen auf dem
Grundsatz der Selbstbestimmung und sind auf die Erhaltung und
Förderung der Selbständigkeit und Eigenverantwortung der
Klienten ausgerichtet. Wir berücksichtigen die individuellen Be
dürfnisse und Fähigkeiten unserer Klienten und sind stets zum
gegenseitigen Austausch bereit. Angehörige und Bezugspersonen
werden entsprechend ihrer Möglichkeiten und Wünschen in die
Betreuung eingebunden, falls alle Beteiligten damit einverstanden
sind. Die Spitex Papillon sorgt dafür, dass sich unsere hilfebedürf
tigen Klienten auf eine individuelle, persönliche und konstante
Beziehung zu den gleichen Betreuungspersonen verlassen können.
Dies vermittelt Sicherheit und Wertschätzung.
Personal
Wir pflegen eine flache Hierarchie. Dank der gut überblick-
baren Grösse des Unternehmens ist die Führung klar nachvollzieh-
bar. Unsere Mitarbeitenden besitzen ein gutes Fachwissen
und zeichnen sich durch ihre positive Individualität aus. Die
Zusammenarbeit im Team basiert auf gegenseitiger Wertschätzung,
Vertrauen und einer offenen Fehlerkultur.
Unser motiviertes und gut ausgebildetes Personal garantiert die
Qualität der Betreuung. Sie verrichten ihre Aufgaben wenn möglich
selbständig. Ein grosses Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit
und Flexibilität unserer Mitarbeiter*innen ist uns wichtig.
Standards, Qualität und Wirtschaftlichkeit
Wir arbeiten nach vorgegeben Standards. Unsere Qualität ist
sicht- und messbar und wird mit anerkannten Messinstrumenten
erfasst. Mit unseren Mitteln und Materialien gehen wir wirt
schaftlich um.39 spitex
Unsere Leistungen umfassen
– Abklärungen aller Art auch nach Spital- oder
Kuraufenthalten
– Behandlungspflege
– Grundpflege mit mehrmaligen Besuche täglich
– intensive Betreuung zu Hause
– Ausführung von ärztlichen Verordnungen zu Hause
– Betreuung und Unterstützung zu Hause in
allen Belangen
– Unterstützung der Angehörigen
– Hilfe bei der täglichen Hygiene
– Bade- und Duschhilfe nach Bedarf
– Begleitung bei Arztbesuchen oder
sonstigen Tätigkeiten
– Zusammenarbeit mit anderen Dienstleistungs-
anbietern, Beratung über Unterstützungs-
möglichkeiten
– Medikamenten Abgabe oder Richten der Dosierung40 papillon linden
Fazit und Zahlen
Im Vorfeld unseres Umzuges
nach Linden war unsere grösste Sorge,
dass wir den familiären Charakter
unseres Generationenhauses verlieren könnten.
Unser Ziel war und ist es, den Menschen im Mittelpunkt zu haben: die
Bewohner*innen sollen sich bei uns zu Hause fühlen und nicht wie in einer
Institution. Nun nach dem ersten Betriebsjahr stellen wir fest, dass diese Un
sicherheit verschwunden und das Gefühl der Grossfamilie geblieben ist.
Das Besetzen der noch offenen Arbeitsstellen haben wir unterschätzt.
Erst im Verlaufe des ersten Betriebsjahres realisierten wir, was genau die An
forderungen an unsere Mitarbeiter*innen sind. Bei uns ist nicht nur beruf
liches Know-how gefragt. Eine Mitarbeiterin bei uns muss nebst dem
fachlichen Wissen auch ein hohes Mass an Flexibiltät, Multi-Tasking-Fähig
keiten, Sozialkompetenzen und organisatorisches Talent mitbringen.
Dies hatte zur Folge, dass wir im ersten Jahr personelle Wechsel hatten, mit
denen wir nicht gerechnet haben.
Das Konzept des Selbstbedienungsbuffet im Bistro ist für uns alle
im Haus perfekt. Die täglich frische, reichhaltige und saisonale
Auswahl verschiedener Gerichte wird von den Bewohner*innen
sehr geschätzt.
Der Umsatz externer Gäste ist bisher niedriger als wir hofften. Aber
die Gäste, die zu uns kommen, nehmen auch einen weiteren Weg
auf sich und fühlen sich in unserem Bistro wohl und schätzen unser
modernes Angebot.
Nach dem ersten Betriebsjahr stellen wir mit Zufriedenheit fest,
dass die Planung des Umbaus gelungen ist. Wir würden den Umbau
nochmals gleich planen und durchführen. Finanziell konnten
wir noch nicht all unsere baulichen Wünsche umsetzen und werden
diese einzelnen Punkte in den nächsten Jahren noch angehen. Der
tägliche Betrieb des Papillon ist ohne Fremdgelder selbsttragend.
Impressum
Projektförderung Dieser Bericht dokumentiert ein Förderprojekt der Age-Stiftung –
weitere Informationen dazu finden Sie unter www.age-stiftung.ch.
Der Bericht ist integraler Bestandteil der Förderung.
Trägerschaft Martina und Lukas Herren
Projektleitung Martina und Lukas Herren
Architektur / Berater Fritz Jöhr
Weitere Berater Michael von Känel, Rechtliches und Finanzen
Finanzierungspartner Raiffeisenbank Oberes Emmental
Gesamtprojektkosten CHF 2’800’000
Kontakt linden@papillon-pflegt.ch
www.generationenhaus-papillon.ch
Linden, Mai 201841 fazit und zahlen
Papillon GmbH Wohnungen Zimmer und Ferienbett
Buisnessplan 9’750 (83 %) 8’646 (80 %)
2017 8’105 (69 %) 8’984 (83 %)
2018 (1. Quartal) 11’750 (100 %) 9’722 (90 %)
Gastronomie Wohnungen Zimmer
Ferienbett Bistro Gastro total
Buisnessplan 4’316 4’288
329 13’750 22’683 (100 %)
2017 3’047 (59 %) 3’811 (89 %) 888 (269 %) 6’795 (49 %) 14’541 (64 %)
2018 (1. Quartal) 4’970 (96 %) 4’288 (100 %) 905 (275 %) 6’100 (44 %) 16’263 (72 %)
Spitex GmbH
Buisnessplan 16’800
2017 12’813 (76 %)
2018 (1. Quartal) 17’545 (104 %)
Monatlich Einnahmen Lohnkosten
Buisnessplan 48’840 39’800
2017 47’340 31’800
2018 57’240 30’800Papillon
Generationenhaus Linden
Familie Lukas und Martina Herren
Dorfstrasse 14
3673 Linden Telefon 033. 453 02 22
E-Mail linden@papillon-pflegt.ch
www.generationenhaus-papillon.ch
Gestaltung: Jenny Baese, schriftbild, BerlinSie können auch lesen