NOVEMBER 2020 - Streithälse Die Bilder in der Kirche lassen Lauthals Die Orgel in der Kirche geniessen

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NOVEMBER 2020 - Streithälse Die Bilder in der Kirche lassen Lauthals Die Orgel in der Kirche geniessen
ZUG Kultur Magazin: Herausgeberin IG Kultur Zug, www.zugkultur.ch, Preis: CHF .–, . Jahrgang, # , November 

NOVEMBER 2020

Streithälse
Die Bilder in der
Kirche lassen

Lauthals
Die Orgel in der
Kirche geniessen
NOVEMBER 2020 - Streithälse Die Bilder in der Kirche lassen Lauthals Die Orgel in der Kirche geniessen
Ensemble
                                                                                 Chamäleon

HAYDN
                                                                                  Tobias Steymans, Violine
                                                                                  Luzius Gartmann, Violoncello
                                                                                  Madeleine Nussbaumer, Klavier

BEETHOVEN
SCHUMANN
Joseph Haydn (1732–1809) Klaviertrio Hob. XV:31 «Jakobs Traum»                                                Sonntag
Ludwig van Beethoven (1770–1827) Trio Es-Dur op.70,2
Robert Schumann (1810–1856) Trio g-Moll op.110                                                                15. Nov. 2020
                                                                                                              17.00 Uhr
                                                                                                              Atelier- und Kulturhaus
                                                                                                              Gewürzmühle
                                                                                                              St.-Johannes-Strasse 40
               Reservation info@ensemblechamaeleon.ch                                                         Zug
               Tel. 076 706 82 84
               Eintritt CHF 40.– / Schüler CHF 5.–
               Kasse und Bar offen ab 16 Uhr                    Heinrich & Julie Sandmeier-Streiff-Stiftung
               Maskenpflicht                                     Hürlimann-Wyss Stiftung Zug

    XXXVIII. Internationale Zuger Orgeltage 2020

 Paolo Oreni                      A. Chorosiński /P. Gusnar         Tuomas Pyrhönen                            Olivier Eisenmann

 Sonntag, 8. November 11.00,      Sonntag, 8. November 19.30,        Samstag, 14. November 19.00,               Sonntag, 15. November 17.00,
 Ref. Kirche Zug                  kath. Pfarrkirche Rotkreuz         kath. Pfarrkirche Cham                     kath. Pfarrkirche Menzingen

 Das Programm des italieni-       Die polnischen Künstler            Der finnische Organist                      Festival-Leiter Olivier
 schen Orgelvirtuosen Paolo       Andrzej Chorosiński, Orgel        Tuomas Pyrhönen spielt neben               Eisenmann lässt am fulminan-
 Oreni enthält berühmte           und Paweł Gusnar, Saxofone,        Werken von J. S. Bach                      ten Schlusskonzert der
 Werke von J. S. Bach, Vivaldi,   präsentieren neben Duo-            und Mendelssohn vor allem                  Orgeltage neben Werken
 Louis Vierne, M. E. Bossi        Werken aus ihrer Heimat auch       Kompositionen aus seiner                   von Muffat, Mendelssohn
 sowie eine Improvisation         Solostücke von Penderecki,         Heimat (von Aimo Känkänen                  und Gárdonyi die amüsante
 über ein gegebenes               J. S. Bach, Chopin, César          und Sulo Salonen) sowie eine               Wein-Suite von Hans
 Thema.                           Franck und Chr. Heinrich Rinck.    Improvisation.                             Uwe Hielscher erklingen.
NOVEMBER 2020 - Streithälse Die Bilder in der Kirche lassen Lauthals Die Orgel in der Kirche geniessen
Zug Kultur November                                                                                 INHALT       3

                                        Wir gehen                                          15

 NOV
                                                                                          SZENE
                                        in die Kirche.                                    Kopfstehen mit
                                        Gehen wir beten?                                  Beethoven
                                                                                          Das macht man offenbar
                                        Nein. Wir gehen                                   so: Kopfstehen zu Beet-
                                                                                          hoven. Zumindest sie
                           schauen. Und hören. Und                                        tuns: das Duo Igudesman
                                                                                          & Joo.
4   FOKUS                  staunen: über was sich unse-     13
                                                            SZENE
13 SZENE                   re Vorfahren aufregen konn-      Geschichte in Bildern
                                                                                           14
17 BLICKPUNKT KULTUR
23 AUSSTELLUNGEN
                           ten. Die Bilder in der Kirche    Das Museum für Urge-
                                                            schichte(n) nimmt popu-
                                                                                          SZENE
                                                                                          Haydn-Humor
25 KINDER                  Bruder Klaus in Oberwil          läre Bilder als Ausgangsort   Das Chamer Ensemble
                                                            für gute Geschichte(n).       Chamäleon wagt sich
27 SCHULEN                 erwachen zu neuem Leben.                                       an halsbrecherische Pas-
29 VERANSTALTUNGEN                                                                        sagen.
39 TATORT KULTUR
                           Und mit ihnen der grosse         14

                           Krach darum, ob man heilige      SZENE
                                                            Sagen und Legenden
                           Dinge einfach und bunt ma-       Maria Greco und Christine
                                                            Lauterburg nehmen uns
                           len darf. Also auch: Wie man     auf eine Zeitreise mit.

                           mit Neuem umgehen soll.
                           Wie hielten sie damals den
                           Verlust von Normalität aus?
                           Und wie machen wir das
8
                           heute? Wir bleiben gleich sit-
FOKUS
Olivier Eisenmann belebt   zen in der Kirche und hören
die Zuger Kirchenorgeln.
Mit Musiker*innen von
                           Olivier Eisenmann zu. Der        4
Weltrang.                  weckt schlafende Instrumen-      FOKUS
                                                            Streithälse und starke Wertvorstellungen
                           te auf – die Königin der Inst-   Ein interdisziplinäres Team geht der Geschichte vom
                                                            Oberwiler Bilderstreit nach. Und haucht ihr Leben ein.
                           rumente. Und er zeigt uns
                           ganz nebenbei, wie man im         Abonniere
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                           entwickelt.

                           Falco Meyer
                           Redaktionsleiter
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4   FOKUS
Was würde Bruder Klaus dazu sagen? Finden wirs raus.
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                                                    Der Oberwiler Bilderstreit schlug Wellen
                                                    bis ins ferne Ausland. Ferdinand Gehrs
                                                    Bilder spalteten Familien. Bis sie verhüllt
                                                    werden mussten. Nun erscheinen sie da-
                                                    für umso lebendiger - und reden mit uns.
                                                    TEXT: FALCO MEYER, BILD: PD

Die Bilder in
der Kirche lassen
Dass Bruder Klaus zu so heftigem Streit führen      milien sich im Streit spalteten – und schluss-     den, befand die konservative Kirchgemein-
würde, hatten sich wohl weder er selber noch        endlich Vorhänge aufgehängt werden mussten,        schaft. Weg damit! So die Forderung. Der Ober-
der Maler Ferdinand Gehr noch die Oberwiler         damit der Haussegen in der neuen Kirche nicht      wiler Kirchenstreit machte dermassen von sich
Kirchenleute gedacht. Dabei hatte alles so gut                                                         reden, dass offenbar aus aller Welt Medien
angefangen. Die moderne Kirche des Architek-                                                           darüber berichteten. Die «Tagesschau» war

                                                    «Menschen fuhren
ten Hanns A. Brütsch war gebaut und war ver-                                                           mehrfach da. «Menschen fuhren aus der ganzen
blüffend modern. Nun brauchte es Kunst. Und                                                             Schweiz nach Oberwil, um sich diese Bilder an-

                                                    aus der ganzen
die hatte es in sich.                                                                                  sehen zu können, die zu so viel Streit führten»,
Diese Geschichte hier stammt aus einer Zeit, die                                                       sagt Daniel Christen. Der Zuger Bühnenbildner

                                                    Schweiz nach Ober-
uns so weit weg erscheint, als stamme sie aus                                                          und Gestalter hat das Thema aufgenommen –
dem Mittelalter. Heute hinterlässt die Wut von                                                         zum bestmöglichen Zeitpunkt. Denn gerade

                                                    wil, um diese Bilder
religiösen Menschen anderer Kulturen auf bild-                                                         heute geht es wieder um ähnliche Fragen wie da-
liche Darstellungen ihrer Propheten und Heili-                                                         mals. Wie gehen wir mit Neuem um? Geben wir

                                                    zu sehen.»
gen bei uns womöglich Unverständnis, vielleicht                                                        uns aufs Dach – oder arbeiten wir zusammen?
Mitleid mit der vermeintlichen Naivität, der ver-                                                      Wie halten wir die Unsicherheit aus?
muteten Überidentifikation mit Religion und de-
ren Figuren, vielleicht ein Schulterzucken für      Daniel Christen                                    Angefangen mit der Faszination
eine relative Rückständigkeit in Sachen Säkula-                                                        Die Antworten darauf waren damals dieselben
risation.                                                                                              wie heute: mit Verhüllung und Vertrauen in
Aber alle Achtung: Kaum  Jahre her, war hier      gleich ganz verloren war. Da hatte ein Maler die   die Anpassungsfähigkeit unserer Mitmenschen.
gar nichts anders. Damals konnten auch hier in      Frechheit besessen, heilige Figuren so abstrakt    Christen hat den Streit mit einem grossen Team
Zug Wandbilder in einer Kirche die Gemüter          und vereinfacht und farbstark zu malen, dass sie   von Experten diverser Disziplinen in das Multi-
dermassen erhitzen, dass die Fetzen flogen, Fa-      knapp als Kinderzeichnungen durchgehen wür-        mediaspektakel «Verhüllt» verpackt. c
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6   FOKUS
Die Kirchenwände werden zur Leinwand. Und auch der Krieg spielt eine Rolle bei «Verhüllt».

Angefangen hat es mit der Faszination. «Ich war         «Der Kirchenrat war sofort an Bord, als wir ihm    die ganze Geschichte wunderbar präzise aufge-
mit meiner Mutter an Weihnachten in der Mit-            die Idee vorgeschlagen haben», sagt Christen,      arbeitet und in den gesellschaftlichen und histo-
ternachtsmesse in der Kirche Bruder Klaus in            «die Räte haben sich darauf gefreut und auch       rischen Kontext gestellt.» Christen und sein
Oberwil und habe wieder einmal die Bilder von           tatkräftig mitgeholfen, das Projekt zu realisie-   Team von Grafikern und die Animateure von
Gehr bewundert», sagt Christen. «Die Klarheit           ren.» Christen wollte die ganze Geschichte ab-     Studio Piaf haben Gehrs Figuren zum Leben er-
und die Farben, mit denen Gehr die Wände be-            bilden und hat den Zuger Historiker und Autor      weckt. Martin Riesen, der sich auf Projektionen
malt hat, das ist einfach wunderbar.» Brütsch                                                              und Lichtinstallationen spezialisiert hat, hat das
habe die Kirche für Gehrs Bilder gebaut, er habe                                                           alles zusammengeführt und auf den verschiede-

                                                        «Laveglias Musik
dessen Umsetzung antizipiert. «Die Kirche ist                                                              nen Wänden und Deckenflächen in Szene ge-
ein grosses Zelt aus Beton, in deren Mitte sich                                                            setzt. Dazu hat der Zuger Komponist Luigi La-

                                                        passt genau auf
die Kinder Gottes treffen können. Die Wände                                                                 veglia Musik geschrieben, die er mit seinen
aus Beton kamen den ersten Besuchern der Kir-                                                              Musikschülern aufführen wird. «Laveglias Mu-

                                                        die Dramaturgie der
che noch etwas leer vor.» Das sollte sich schnell                                                          sik passt genau auf die Dramaturgie der Vorfüh-
ändern. Aber dazu später.                                                                                  rung», sagt Christen. «Wir wollten, dass das Gan-

                                                        Vorführung.»
                                                                                                           ze ein Live-Element bekommt. Mit Laveglia ist
Kirchenrat sofort an Bord                                                                                  das ein grosser Erfolg geworden – die Musike-
Ideen für eine Umsetzung der Geschichte waren                                                              rinnen und Musiker sind da, mitten in der Kir-
schnell da. Christen hat schon früh viel mit Vi-        Daniel Christen                                    che, und spielen eine Musik, in der man aufge-
deo-Bühnenbildern gearbeitet, und die Bilder                                                               hen kann.»
von Gehr warten fast darauf, animiert zu wer-
den. Genauso wie die grossen Betonwände der             Michael van Orsouw an die Recherche gesetzt        Vom Weihrauch bis zur grossen Bedrohung
Kirche als Leinwand für Gehr gedacht waren,             und eine Dramaturgie ausarbeiten lassen. Zu-       Gesprochen wird die Geschichte von der Zuger
können sie nun Leinwand sein für die ganze Ge-          sammen haben sie für die Umsetzung des Pro-        Autorin und Bühnenkünstlerin Judith Stadlin
schichte rund um die Entstehung der Bilder.             jekts die IG Kulturspot gegründet. «Michael hat    und vom Urner Schauspieler Walter Sigi Arnold
NOVEMBER 2020 - Streithälse Die Bilder in der Kirche lassen Lauthals Die Orgel in der Kirche geniessen
Zug Kultur November                                                                                     FOKUS   7

Der Maler Ferdinand Gehr kämpfte mit einem Trick gegen die Verhinderung seiner Bilder.

als – natürlich – Bruder Klaus. Genau: Der              führung auf ihre Initialen gekürzt. Er lacht und
mischt auch mit bei der ganzen Sache. Als Stim-         sagt: «Na, die kommen ja auch alle und sehen sich
me aus dem Off. «Wir wollen die ganze Entwick-           das an. Aber wahrscheinlich wissen sie trotzdem,
lung der Ästhetik und Rezeption von Kirchen-            dass ihre Vorfahren gemeint sind.»
malerei aufzeigen, vom Mittelalter bis zum              zugkultur.ch/6G7E2a
Bilderstreit», sagt Christen. «Wir führen zuerst
durch die von Kerzen und Weihrauch geprägte              Verhüllt – Multimedia-
Schwere der Barockzeit, kommen über den Auf-             spektakel über den Ober-
bruch im Jugendstil zur grossen Bedrohung                wiler Bilderstreit
durch den Zweiten Weltkrieg bis zu dem Mo-               Do 12. November, 20 Uhr
                                                         Fr 13. November bis Sonntag
ment, in dem der Maler Gehr das erste Bild er-
                                                         15. November, 18 Uhr und
stellt hatte – zum Schrecken der Oberwiler
                                                         20 Uhr.
Kirchgemeinde.» Und natürlich geht es da auch            Kirche Bruder Klaus,
um gute Geschichten. Wie Gehr mit einem Trick            Oberwil bei Zug
seine Bilder gerettet hat zum Beispiel. Und wie
der Kirchenrat es geschafft hat, die Bilder für die
Zukunft zu bewahren. Und auch wie die Ober-
wiler Familien sich in die Haare geraten sind. «Ich
bin auch aus Oberwil», sagt Christen. «Und das
Schöne daran ist, dass die Streithähne von da-
mals nun die Grosseltern von neuen, aufgeschlos-
seneren Generationen von Oberwilern sind – das
böse Blut ist schon lange vergessen.» Trotzdem
hat Christen die Namen der Familien in der Vor-
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8   FOKUS
Olivier Eisenmann an der Orgel in der Kirche Bruder Klaus. Genau – da waren wir doch gerade schon. Diesmal ohne Animationen, dafür mit viel Klang.
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Zug Kultur November                                                                                                                   FOKUS     9

                                                   Die Zuger Orgeln müssen häufiger be-
                                                   spielt werden, befand Olivier Eisenmann
                                                   und rief 1983 kurzerhand die Internatio-
                                                   nalen Zuger Orgeltage ins Leben. Denn er
                                                   findet: Der Orgel wird Unrecht getan.
                                                   TEXT: VALERIA WIESER, BILD: NORA NUSSBAUMER

Die Königin der
Instrumente
Olivier Eisenmann hat schon auf den bekann-        servatorium in Luzern.» Heute, fast  Jahre        verschoben wurden. Das Festival startete Ende
testen Orgeln dieser Welt gespielt. Auf jener      später, ist die Begeisterung für die «Königin der   September und dauert bis Mitte November.
deutsch-romantischen in der päpstlichen Ma-        Instrumente», wie er die Orgel nennt, kein biss-    «Die Orgel ist das einzige Instrument, mit dem
rienbasilika in Kevelaer etwa, ihres Zeichens      chen abgeflaut.                                      Sie ein Orchester imitieren können», erzählt der
«die grösste katholische Kirchenorgel Deutsch-                                                         Luzerner. «Und doch hat jede einzelne Orgel
lands», aber auch in der Pariser Notre-Dame-Kir-                                                       ihre spezifischen Eigenheiten.» Das beginnt bei

                                                   «Die Orgel ist das
che sowie auf der Orgel der Saint Paul’s Cathe-                                                        der Anzahl der Register und hört beim Raum
dral in London.                                                                                        auf, der für mehr oder weniger Hall sorgt und

                                                   einzige Instrument,
                                                                                                       damit auch mitentscheidet, welche Stücke über-
Die internationalen Zuger Orgeltage                                                                    haupt auf einer bestimmten Orgel gespielt wer-

                                                   mit dem Sie ein
Schon während seiner Gymnasialzeit sowie in                                                            den können. «In den Münstern von Bonn und
den Sechzigerjahren war Eisenmann pianistisch                                                          Ulm etwa gibt es einen Nachhall von zehn

                                                   Orchester imitieren
tätig und spielte regelmässig auch Klavierkom-                                                         Sekunden. Da ist es schwierig, Werke von bei-
positionen für Uraufnahmen in Radiostudios                                                             spielsweise Max Reger mit der erforderlichen

                                                   können.»
ein. «Das Verlangen, mich vertieft mit der Orgel                                                       Klangtransparenz auszuführen», sagt Eisen-
zu beschäftigen, hatte ich während meiner                                                              mann.
Nebenbeschäftigung als Rezensent, als ich
grossartige Orgelkonzerte in der Hofkirche Lu-     Olivier Eisenmann                                   Zwischen Schulstunden auf Tour
zern besuchte und dabei auch meinem späteren                                                           Wenn der Konzertorganist über sein Instrument
Lehrer Eduard Kaufmann zuhörte», erzählt der                                                           spricht, tut er das mit grossem Eifer. Dennoch
Konzertorganist bei Kaffee und Kuchen. «Dies,       Und so organisiert Eisenmann auch dieses Jahr,      hat Olivier Eisenmann seine Passion nie zum
nachdem ich seit meiner Kindheit Klavierunter-     den pandemischen Umständen zum Trotz, zum           einzigen Beruf gemacht. An der Universität Zü-
richt gehabt hatte – erst bei meinem Vater, dem    . Mal die Internationalen Zuger Orgeltage.        rich studierte er Allgemeine und Schweizer Ge-
Komponisten Will Eisenmann, später am Kon-         Auch wenn diese vom Frühling in den Herbst          schichte sowie Deutsche Literatur. c
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10   FOKUS

«Ich absolvierte gleich das Doktorat, ohne Um-       Beethoven-Symphonie an, ist die mindestens ge-
weg übers Lizienziat», erzählt er. Bevor er an der   nauso kompliziert.» Doch gibt er zu, dass für vie-
Kantonsschule Zug als Geschichtslehrer zu wir-       le Jugendliche die konzertante Orgelmusik häu-
ken begann, arbeitete Eisenmann als Inlandre-        fig assoziiert wird mit jener zur Gestaltung von
daktor bei den «Luzerner Neuesten Nachrich-          Gottesdiensten. Das sei jedoch nicht überall so.
ten». «Das Unterrichten kam mir sehr gelegen.        «Interessanterweise gibt es etwa in Italien viel
Als Journalist hat man wenig Zeit, um nebenbei       mehr junge Menschen, die sich Orgelkonzerte
herumzureisen und Konzerte zu spielen. An der        anhören.»
Kantonsschule jedoch unterrichtete ich nur an
drei bis vier Tagen, während der restlichen Zeit     Lieblingsorgel? Alle!
war ich als Konzertorganist in ganz Europa           Welche ist denn Eisenmanns Lieblingsorgel?
unterwegs», sagt Eisenmann. «So führte mich          Eine Frage, die offenbar nicht einfach zu beant-
seit  jeden Sommer eine mehrwöchige Tour-        worten ist. «Es gibt viele verschiedene Typen
nee nach Skandinavien.» Er denkt kurz nach           von Orgeln, die nicht miteinander vergleichbar
und sagt: «Ich glaube, das hat auch den Schülern     sind. Ich mag Orgeln der romantischen Stil-
gutgetan. Zu sehen, dass ein Lehrer auch noch        epoche, welche eine Vielzahl an Registern auf-
anderes tut, als zu unterrichten.»                   weisen. Also etwa jene in Kevelaer. Auch die
                                                     Orgeln in den Kathedralen von Chester und
Orgeln kaum genutzt                                  Passau sind wunderbar! Darauf zu spielen,
Einer der Gründe, warum Eisenmann die Zuger          macht grossen Spass.»
Orgeltage  ins Leben rief: «Die hiesigen         Eine von Eisenmanns grossen Passionen ist die
Orgeln wurden kaum genutzt. Das wollte ich           Suche nach unbekannten Werken. «Meine Part-
ändern, indem ich Konzerte in verschiedenen          nerin Verena Steffen ist Flötistin, deshalb bin
Kirchen organisierte. Ausserdem wollte ich dem       ich immer auf der Suche nach Kompositionen
                                                     für Orgel und Flöte. Ein nicht ganz einfaches
                                                     Unterfangen, sind doch solche Werke aus der

«Ich wollte dem
                                                     Epoche der Romantik eher selten.» Ausserdem
                                                     beauftragte Eisenmann in mehreren Ländern

Zuger Publikum
                                                     Komponisten, für sich und seine Partnerin Duo-
                                                     und Solowerke zu schaffen.

etwas Neues bieten                                   Abstand in der Kirche kein Problem

als die immer glei-
                                                     Während es die meisten kulturellen Anlässe in
                                                     Zeiten von Corona schwer haben, kommen die

chen Barockwerke.»
                                                     Zuger Orgeltage glimpflich davon. «Da wir in
                                                     Kirchen spielen, ist in der Regel genügend Platz
                                                     vorhanden, selbst wenn wir jede zweite Bank
Olivier Eisenmann                                    leer lassen. Und wenn nun einer der Gäste auf-
                                                     grund der Pandemie nicht einreisen kann?
                                                     «Dann suche ich eigenständig einen Ersatz. In
Zuger Publikum etwas Neues bieten als die im-        solchen Fällen kommt es mir gelegen, dass ich
mer gleichen Barockwerke wie etwa die epide-         über ein sehr grosses Netzwerk verfüge. So
mische Toccata.» Sogleich singt er die ersten        musste ich etwa für das kommende Konzert in
Töne aus Bachs populärem Orgelwerk vor.              Oberwil einen neuen Solisten suchen, weil Gail
Diesem Grundsatz ist der Organisator bis heute       Archer aus New York pandemiebedingt kurz-
treu geblieben. Zum Festival lädt Eisenmann          fristig absagte.»
internationale Gäste ein, dieses Jahr etwa aus       Bei dem Elan, den Eisenmann an den Tag legt,
Deutschland, Estland, Italien, Polen und Finn-       würde es nicht erstaunen, wenn der heute
land. «Ein Drittel der gespielten Musik muss         -Jährige in zwölf Jahren auch die . Jubilä-
aus deren geografischer Umgebung stammen»,            umsausgabe des Festivals organisierte.
so die Prämisse. Auch der Improvisation räumt
Eisenmann gebührend Platz ein.
                                                     4 zugkultur.ch/t8SUuS
                                                      Internationale Zuger Or-
Zugang verschaffen                                     geltage, Olivier Eisenmann
Für jedes der gespielten Werke schreibt Eisen-        So 8. November, 19.30 Uhr
mann eine kurze Analyse, was dem Publikum             Röm.-kath. Kirche Rotkreuz,
                                                      Rotkreuz
den Zugang erleichtern soll.
Auch wenn es sich bei den Besuchern der Orgel-
tage vorwiegend um ein orgelaffines Stamm-
publikum handle, so dürften alle Gäste doch
froh sein über diese Werkanalysen. Gerade weil
eben auch unbekanntere Kompositionen ge-
spielt werden.
Grundsätzlich steht Orgelmusik nicht im Ruf,
besonders leicht verdaulich zu sein. Der Vor-
wurf des Klangschwalls will Eisenmann jedoch
so nicht gelten lassen. «Schaut man sich eine
Zug Kultur November                                                            FOKUS   11

Er sorgt dafür, dass die Zuger Kirchenorgeln gespielt werden: Olivier Eisenmann.
Zuger Kammerensemble
                                                                    Mozart Gala
                                                                    Werke von W. A. Mozart
                                                                    – Violinkonzert Nr. 3 G-Dur, KV 216
Samstag, 31. Oktober 2020, 19.00 Uhr                                – Erste Salzburger Sinfonie in D-Dur, KV 136
Pfarrkirche Unterägeri                                              – Violinkonzert Nr. 5 A-Dur, KV 219

Sonntag, 1. November 2020, 18.00 Uhr                                Künstlerische Leitung und Konzertmeister:
Kath. Kirche St. Martin, Baar                                       Jakub Nitsche, Violine
Eintritt frei, für eine angemessene Kollekte,
mind. Fr. 25.–, sind wir sehr dankbar.                              Solo: Andrey Baranov, Violine

   STADTMUSIK ZUG IN CONCERT                                                  Sandro Blank, Dirigent
   Samstag 14. November 2020, 20:00 Uhr
   Theater Casino Zug
   Gemba Fujta LAMENTATION OF ARCHANGEL MICHAEL -                           Eintrittspreis: Fr. 30.- (AHV / Studenten Fr. 22.-)
   Yasuhide Ito GLORIOSA - James Barnes SYMPHONIC ESSAY -                   Billettvorverkauf: ab 1. November 2020
   John Mackey SHELTERING SKY - Alfred Reed FIRST SUITE                     041 729 05 05 - www.theatercasino.ch
                                                                            Abendkasse: ab 19.00 Uhr

                                                                            www.stadtmusikzug.ch / info@stadtmusikzug.ch

                                                                                 Der Name deutet es schon an. Die
                                                                                 Musiker vom Trio Euter wissen
                                                                                 noch, dass die Milch von der Kuh
                                                                                 kommt und nicht aus dem Tetra-
                                                                                 pack. Aber sie sehen halt nicht ein,
                                                                                 weshalb die Volksmusik nur für
                                                                                 diejenigen sein soll, die selbst
                                                                                 melken können.
Freitag, 20. November 2020, 19.00 Uhr                                            Mit Begeisterung und viel musikali-
                                                                                 schem Können besinnt sich das
«s’Znachtässe», Restaurant Rössli                                                Trio Euter einfach wieder auf die
mit Trio Euter                                                                   richtig alten Volkslieder. Macht
                                                                                 ihnen mit ein bisschen Rockmusik
                                                                                 Dampf unterm Allerwertesten,
Freitag, 20. November 2020, 19.00 Uhr
                                                                                 umgarnt sie mit Respekt und lässt
Restaurant Rössli, St. Wolfgang, Hünenberg
                                                                                 sie los aufs Publikum.
Eintrittspreise: Erwachsene CHF 80.—, Jugendliche CHF 60.—
inkl. Essen und Unterhaltung, exkl. Getränke                                     Aldo Caviezel (Gitarre), Andi Marti
Online-Reservation: www.kultur-huenenberg.ch                                     (Bass) und Erich Güntensperger
Vorverkauf: Gemeinde Hünenberg, Tel. 041 784 44 44                               (Schlagzeug) begleiten das feine
                                                                                 Znacht mit ihren schwungvollen
Keine Abendkasse, da die Platzzahl beschränkt ist.
                                                                                 Volksliedern.

                                                www.kultur-huenenberg.ch
Zug Kultur November                                                                                                                      SZENE     13

                                                Schulwandbild in Kombination mit Originalfunden aus der Siedlung Zug-Sumpf. (Bild PD)

 NACHRICHTEN
 Tankstelle
 sucht Projekte
 Zug – Die Zentralschweizer Nachwuchs-
 plattform «Tankstelle Bühne» hat ihr Bewer-
 bungsfenster für Projektideen für das Jahr
  geöffnet. Die Tankstelle Bühne sucht
 Projektideen, die auch spartenübergreifend
 angelegt sein dürfen (Theater, Tanz, Perfor-
 mance, Video, Musik, Animation u. a.).
 Einzige Vorgabe ist, dass am Ende ein ca.
 -minütiges Bühnenereignis steht.
 Teilnehmen können Künstler*innen oder
 Kollektive, die unter  Jahre alt sind, am
 Anfang ihrer Karriere stehen und eine pro-
 fessionelle Ausbildung bzw. einen profes-
 sionellen Leistungsausweis mitbringen.
 Ebenfalls muss ein persönlicher Bezug zur
 Zentralschweiz bestehen.
 Drei Gewinnerprojekte werden mit  bis      AUSSTELLUNGEN

                                                Bilder erzählen von
  Franken gefördert sowie technisch und
 infrastrukturell unterstützt. Zudem besteht
 die Möglichkeit, mit erfahrenen Mentor*in-

                                                der Vergangenheit
 nen zu arbeiten. Die auserwählten Projekte
 werden zu Kurzstücken von je  Minuten
 ausgearbeitet und am . und . April 
 im Südpol Luzern und am . Mai  im

                                                  22 2
 Chäslager Stans aufgeführt.                                            Bilder stehen im Zent-         und die Arbeit der Archäologie» oder die Inter-
 Unter www.tankstelleluzern.ch finden sich                               rum der Sonderausstel-         pretation neolithischer Steinmonumente.
 mehr Infos und Details zu den Teilnahme-                               lung «Bildergeschichten»       Wie Lebensbilder aufgrund von archäologischen
 bedingungen. (red)                                 NOV        MAI      im Museum für Urge-            Funden heute entstehen, zeigt das Atelier zur
                                                schichte(n) in Zug. Bekannte bildliche Darstel-        Ausstellung an einem Beispiel aus dem Kanton

 Stadt Zug lädt                                 lungen von Albert Ankers «Pfahlbauerin» bis
                                                zum Filmplakat von «Indiana Jones» erzählen
                                                                                                       Zug. Exklusiv ist hier zu sehen, wie neue Re-
                                                                                                       konstruktionszeichnungen der Burg Hünen-

 zur Debatte ein                                in ganz unterschiedlicher Weise von der Vergan-
                                                genheit. Zum Auftakt der Sonderausstellung be-
                                                leben eine Illustratorin und ein Illustrator das
                                                                                                       berg erarbeitet werden. Im Atelier ist aber auch
                                                                                                       Raum für Kreativität: Hier können eigene Le-
                                                                                                       bensbilder gestaltet werden.
 Zug – Die Stadt Zug möchte ihre Kulturstra-    Museum mit Livezeichnen. Das Publikum kann
 tegie zusammen mit der Bevölkerung wei-        mitverfolgen, wie Porträts entstehen, und sich         Abwechslungsreiches Familienprogramm
 terentwickeln. In einem breit angelegten       selbst porträtieren lassen. Zusätzlich gibt es in      Ein interaktiver Rundgang speziell für Kinder
 Mitwirkungsprozess erneuert Zug die städti-    der Sonderausstellung Kurzführungen.                   führt mit spannenden Stationen durch die Aus-
 sche Kulturstrategie und möchte dabei mög-     In der neuen Sonderausstellung erfährt das Pu-         stellung. Hier entdecken die jüngsten Besuche-
 lichst viele Bewohnerinnen und Bewohner        blikum, welche archäologischen Quellen den Bil-        rinnen und Besucher spielerisch archäologische
 mit einbeziehen. Auf der Mitwirkungsplatt-     dern zugrunde liegen und welche zeittypischen          Schätze, versuchen sich im Bronzehandwerk
 form der Stadt hat die Bevölkerung bis am      Ideale sich in ihnen widerspiegeln. Extra für die      und kleiden sich wie die Kelten.
 . November  die Möglichkeit, ihre        Ausstellung wurden die Bilder auf der Grundlage        Am Eröffnungstag bietet das Museum die Mög-
 Meinung zu Kulturangebot und -politik der      aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse neu          lichkeit, sich porträtieren zu lassen. Zwei Illust-
 Stadt Zug mitzuteilen.                         interpretiert.                                         rator*innen erschaffen Strich um Strich ein Por-
 Kultur leben – was heisst das, und was                                                                trät auf dem Papier. Ein schönes Bild für die
 braucht es dafür? Wie möchten Sie am kultu-    Verbindung von Bildern und Funden                      eigene, ganz persönliche Bildergeschichte. (as)
 rellen Leben teilnehmen? Welche Kulturan-
 gebote wünschen Sie sich in der Stadt Zug?
                                                Im Spannungsfeld von historischen Bildern
                                                und wissenschaftlich erarbeiteten Lebensbil-
                                                                                                       4 zugkultur.ch/DAC3Dd
 Wissen Sie, wie und wo Sie sich über Kultur    dern zeigt das Museum das Beispiel von Albert            Sonderausstellung
 in Zug informieren können, oder würden Sie     Ankers «Pfahlbauerin». Ankers Originalbild               «Bildergeschichten»
 sich gerne aktiver einbringen, wissen aber     wird in der Ausstellung zusammen mit Funden              Im Fokus – Porträts und
 nicht, wie? Wie stellen Sie sich die Zuger     von Ackergerät, Mahlsteinen und Vorratsgefäs-            Führungen: So 22. Novem-
                                                                                                         ber, 13–17 Uhr
 Kultur und die städtische Kulturförderung in   sen präsentiert, die vom arbeitsreichen Alltag
                                                                                                         bis So 2. Mai, Di–So 14–17 Uhr
 Zukunft vor? Auf www.mitwirken-zug.ch          der Jungsteinzeit zeugen. Weitere sorgfältig zu-
                                                                                                         Museum für Urgeschich-
 können Stadtbewohner*innen zu diesen und       sammengestellte Ensembles von archäologi-                te(n), Zug
 weiteren Fragen Stellung beziehen. (red)       schen Originalfunden und bildlichen Darstel-
                                                lungen stehen für Themen wie «Indiana Jones
14    SZENE

AUSSTELLUNGEN                                        Laden zu einer Zeitreise ein: Christine Lauterburg (links) und Maria Greco. (Bild PD)

Fotos zeigen Zug
im Wandel
  30 12
                        Die seit vielen Jahren in
                        Zug beheimatete Archi-
                        tekturfotografin Regine
   OKT         NOV      Giesecke hat im Laufe
eines Jahres rund  ausdrucksstarke Fotogra-
fien angefertigt, die einen präzisen Blick auf
die Stadt Zug werfen. Teils poetisch, teils dra-
matisch dokumentieren die Fotografien die
Stadtentwicklung, die Überlagerung von gestern
und heute auf dem Weg nach morgen und fan-
gen so in sinnlicher Weise ein Stück Verände-
rung von Zug und seiner Umgebung ein.
Die Fotografien, ausgestellt in der Shedhalle in
Zug, zeigen eindrucksvoll und ohne viele Worte
die Befindlichkeit der Stadt. Sie schaffen es, die
Wahrnehmung des Stadtbildes zu schärfen und
Brüche und Kontinuitäten deutlicher zu ma-
chen. Die Ausstellung mit Begleitkatalog ist         LITERATUR, MUSIK

                                                     Saage und Legände
gleichzeitig der Start für ein Langzeitprojekt, in
dem Regine Giesecke die Stadt weiter begleiten
wird. Im -Jahres-Rhythmus soll die Stadtent-
wicklung in ausdrucksstarken Farbfotografien

                                                       19
weiter dokumentiert werden. (as)                                  Maria Greco nimmt ihr Publikum               tische von der Wirklichkeit nicht mehr zu unter-
4    zugkultur.ch/W13DGP                                          mit dem Programm «Zytreis» auf
                                                                  eine Reise mit – nicht nur zeitlich,
                                                                                                               scheiden ist. Mal heiter, mal gfürchig. In allen
                                                                                                               Geschichten sind der Aberglaube und der ausge-
 Regine Giesecke:                                       NOV       sondern auch geografisch. Sie er-             prägte starke Glaube der Menschen von damals
 «Zuger Ansichten 2020» –                            zählt in der Bibliothek Rotkreuz Geschichten              präsent. Zahlreich sind die Rituale und Hand-
 Fotografien                                          und Sagen über Risch-Rotkreuz: von Kapellen,              lungen aus früheren Zeiten, die lustvoll in die
 Eröffnung und Buchvernis-                            Kirchen und Kriegen, aber auch von Hexen und              Geschichten hineingeflochten werden. (as)
 sage: Do 29. Oktober, 18 Uhr
 bis Do 12. November,
                                                     Geistern.
                                                     Begleitet wird Greco von Christine Lauterburg.
                                                                                                               4 zugkultur.ch/M9CwNE
 Di–So 15–18 Uhr
 Shedhalle, Zug                                      Die Berner Musikerin und Sängerin nimmt die-                Maria Greco und Christine
                                                     sen Sagenstoff auf und spinnt die Geschichten                Lauterburg – Zytreis
                                                     mit Geige, Örgeli und Gesang weiter.                        Do 19. November, 19 Uhr
                                                     Seit vielen Jahren hat sich Maria Greco dem zu-             Bibliothek, Rotkreuz
Eine der 60 Fotografien. (Bild Regine Giesecke)       gerischen Sagengut verschrieben. Sie erzählt ge-
                                                     nussvoll und lebendig von Geistern, Hexen und
                                                     anderen sagenhaften Gestalten, bis das Fantas-

                                                     MUSIK

                                                     Mit viel Haydn-Humor
                                                       15
                                                                   Das Ensemble Chamäleon mit                  Und schliesslich Schumanns spätes, drittes Kla-
                                                                   Madeleine Nussbaumer, Klavier,              viertrio, geschrieben  in seiner Düsseldorfer
                                                                   Tobias Steymans, Violine, und Lu-           Zeit, das viel zu oft aus der Perspektive des bald
                                                         NOV       zius Gartmann, Violoncello, kommt           darauf erfolgenden geistigen Zusammenbruchs
                                                     in seinem neuen Programm mit Werken von                   des Komponisten bewertet und davon auch
                                                     Haydn, Beethoven und Schumann auf den ers-                überschattet wurde. Alle werden sie im üblichen
                                                     ten Blick ganz klassisch daher, bewegt sich aber          Konzertbetrieb viel zu wenig gespielt. Umso
                                                     auch in diesem Feld ausserhalb der ausgetrete-            wertvoller, wenn das Ensemble Chamäleon eine
                                                     nen Pfade.                                                Begegnung mit den Werken in der Gewürzmüh-
                                                     Da ist das zweisätzige, / geschaffene              le in Zug ermöglicht. (as)
                                                     Haydn-Trio, dessen halsbrecherische Passagen
                                                     für die Violine in typischem Haydn-Humor den
                                                                                                               4 zugkultur.ch/A8Ebwf
                                                     biblischen Jakobs-Traum von der Himmelslei-                 Ensemble Chamäleon
                                                     ter illustrieren. Oder Beethovens meisterliches             So 15. November, 17 Uhr
                                                     Es-Dur-Trio von , das er selbst dem viel                Gewürzmühle, Zug
                                                     populäreren Geistertrio immer vorgezogen hat.
Zug Kultur November                                                                                                                              SZENE    15

MUSIK                                                                                                          Auf der Suche nach seinen Wurzeln. (Bild PD)

Ein Kopfstand
mit Beethoven
 20
            Mit ihren einzigartigen und urkomi-          lingsfrucht wirklich «Bana-na-naaaa»? Wer die-
            schen Bühnenshows haben Aleksey              se Fragen nicht verstanden hat, vor allem die
            Igudesman und Hyung-ki Joo die               letzte, muss diese Show zu Ehren von Beet-
    NOV     Welt im Sturm erobert. Sie verbin-           hovens . Geburtstag sehen: eine einzigartige
den Humor mit klassischer Musik und Anspie-              Transkription einer Sonate für Klavier und Violi-
lungen auf die Popkultur und fühlen sich mit             ne, geschrieben für den Fall, dass der Pianist sei-
ihren Shows in klassischen Konzertsälen genau-           nen Auftritt verpasst, und die Variationen über
so wohl wie in Stadien von mehr als                 Beethovens grösstes Meisterwerk, sein feinstes
Menschen. Im November sind sie zu Gast im                Werk, sein Opus magnum: «Für Elise». (as)
Theater Casino in Zug.
Igudesman & Joo spielen Beethoven. Punkt.
                                                         4 zugkultur.ch/3Wrpxs
Zwischen den Stücken stehen sie kopf. Für diese           Igudesman & Joo –                                    FILM

                                                                                                               Dunkles Kapitel
seltsame Aufführungspraxis gib es prominente               And now Beethoven
Beispiele: Franz Clement, der Beethovens Vio-             Fr 20. November, 20 Uhr
                                                          Theater Casino, Zug
linkonzert uraufführte, stellte beim Improvisie-
ren seine Violine auf den Kopf. Yehudi Menu-
hin, der Mentor von Igudesman & Joo, dirigierte
                                                                                                               von Guatemala
                                                                                                                  9
Beethovens . Sinfonie im Kopfstand.                                                                                       Ernesto ist Forensiker in Guatema-
Aber warum tauchte Beethoven jeden Tag den                                                                                 la. Er setzt Skelette aus Massengrä-
Kopf in kaltes Wasser? Warum liebte er es, mit                                                                             bern zusammen, um die namenlos
Suppe herumzuwerfen? Und war seine Lieb-                                                                           NOV     verscharrten Opfer des Bürgerkriegs
                                                                                                               zu identifizieren, und kommt seiner eigenen Ge-
Sie spielen Beethoven. Punkt. Und dann stehen sie kopf. Igudesman & Joo. (Bild Julia Wesely)                   schichte näher.
                                                                                                               Díaz erzählt die verhängnisvollen Fakten in
                                                                                                               einer ruhigen Filmsprache, stilistisch nah am
                                                                                                               beobachtenden Dokumentarfilm. Dies verleiht
                                                                                                               dem Film eine eindringliche Intensität. Im An-
                                                                                                               schluss an den Film gibt es ein Saalgespräch. (as)
                                                                                                               4 zugkultur.ch/Rr7wcM
                                                                                                                FLIZ: Nuestras Madres
                                                                                                                von César Díaz
                                                                                                                Mo 9. November, 20 Uhr
                                                                                                                Kino Gotthard, Zug

                                                                                                               MUSIK

                                                                                                               Alte Volkslieder
                                                                                                               zum Znacht
                                                                                                                 20
                                                                                                                          Der Name deutet es schon an. Die
                                                                                                                          Musiker vom Trio Euter wissen
                                                                                                                          noch, dass die Milch von der Kuh
                                                                                                                  NOV     kommt und nicht aus dem Tetra-
                                                                                                               pack. Aber sie sehen nicht ein, weshalb die
                                                                                                               Volksmusik nur für diejenigen sein soll, die
                                                                                                               selbst melken können. Aldo Caviezel (Gitarre),
                                                                                                               Andi Marti (Bass) und Erich Güntensperger
                                                                                                               (Schlagzeug) begleiten das feine Znacht mit
                                                                                                               ihren schwungvollen Volksliedern. (as)
                                                                                                               4 zugkultur.ch/gLYy2N
                                                                                                                Kultur Hünenberg:
                                                                                                                S’Znachtässe – Trio Euter
                                                                                                                Fr 20. November, 19 Uhr
                                                                                                                Rest. Rössli, Hünenberg
16   SZENE

                                                LITERATUR

Blickpunkt Kultur                               Minutengeschichten
                                                  20
              Nadja Polli, , Administration                 Minuten – das ist die Dauer einer        als Lektionen in jugendlicher Lebensführung
              und Leitung Treff & DomiGym,                    Halbzeit im Fussball oder der Takt          und Spielersatz. Sie laden, bei aller Kürze, ein
              Pro Senectute Zug                              des Schulalltags. In einer Dreivier-        zum Verweilen zwischen den Zeilen.
                                                    NOV      telstunde lassen sich zumindest in          Das Duo Forest Bloom (Maya Lotan und Marco
                                                der Theorie auch  Minutengeschichten lesen.            Faoro) sorgt an der Vernissage in der Galvanik in
«Durch meine verschiedenen Reisen in ferne      Zum Praxistest fordern die Texte des Bandes              Zug mit einem Mix aus Singer-Songwriter, Pop
Länder verbinde ich das Wort Kultur mit         « Minuten – Junge Zuger Literatur» auf. Schü-          und Folk für den musikalischen Rahmen. (as)
fremden Kulturen. Es geht um diese Fragen:
Wie sind die Kulturen entstanden? Welche
                                                lerinnen und Schüler der Kantonsschule Zug
                                                haben das Buch illustriert.
                                                                                                         4 zugkultur.ch/pWVhpS
Kulturen gibt es heute? Erst in einem zwei-     Die Literarische Gesellschaft Zug, die Bibliothek         Literarische Gesellschaft
ten Gedanken spanne ich den Bogen zur           Zug und der Verlag Edition Pudelundpinscher               Zug: Buchvernissage
Schweiz. Hier verbinde ich Kultur eher mit      haben im letzten Frühling einen Schreibwett-              «45 Minuten»
Brauchtümern und Traditionen. Etwas, was        bewerb lanciert. Zuger Jugendliche haben mehr             Fr 20. November, 20 Uhr
                                                                                                          Galvanik, Zug
über eine längere Zeit entstanden und ge-       als  Texte eingereicht. Die Jury hat davon
pflegt worden ist oder auf einen geschicht-       Geschichten ausgewählt, weil sie mehr sind
lichen Hintergrund zurückzuführen ist.

Durch meine Arbeit bei der Pro Senectute        MULTIMEDIA, KINDER

                                                Für junge Tüftler
Zug lerne ich das abwechslungsreiche Kul-
turangebot im Kanton Zug kennen. Ich finde
es spannend, mich mit Kulturinstitutionen
auszutauschen und einen Einblick zu erhal-

                                                  14
ten. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass ich                 Sportlicher Nervenkitzel, eine Her-         World Robot Olympiad. Das Roberta Regio Zen-
dieses vielseitige Programm bis anhin nicht                  ausforderung in Robotik und Infor-          trum der Pädagogischen Hochschule Zug führt
wahrgenommen habe. Von meinem Eltern-                        matik und nicht zuletzt das Messen          zusammen mit der Hochschule Luzern Infor-
haus habe ich eher den Zugang zum Sport,            NOV      an internationalen Tournieren: Auf-         matik den Regionalwettbewerbe in Rotkreuz
zur Natur und zu einigen Brauchtümern er-       grund von Covid- fallen die internationalen            durch. Unterstützt wird der Wettbewerb zudem
halten. Ich habe mir jetzt fest vorgenommen,    Wettbewerbe der World Robot Olympiad in die-             durch Faszination Technik Zug, das Gewerb-
meinen Kindern das breite Spektrum an Kul-      sem Jahr weg. Also umso spannender, einen der            lich-industrielle Bildungszentrum Zug, die Ge-
tur zu zeigen: Sei es Musik, ein Theater oder   vier Regionalwettbewerbe in Rotkreuz zu besu-            meinde Risch und die Berufsbildung der Roche
auch ein Bauwerk. Sie können später selber      chen.                                                    Diagnostics International AG, Rotkreuz. (as)
entscheiden, welchen Interessen sie folgen.     Die Teilnehmenden designen und bauen Le-
                                                go-Mindstorm-Roboter, programmieren diese                Der Anlass vor Ort wurde kurz vor Druck dieses
Warum es was gibt und zum Erklären, woher       und starten mit ihnen in einem spannenden                Magazins abgesagt. Er findet online statt.
wir kommen: Dafür braucht es Kultur in
unserem Leben. Musik kann zum Beispiel
                                                Wettkampf gegen andere Teams in den Alters-
                                                klassen Elementary ( bis  Jahre) und Junior
                                                                                                         4 www.worldrobotolympiad.ch
helfen, sich an einen bestimmten Moment         ( bis  Jahre).
zu erinnern. Oder eine Geschichte legt Hin-     Die World Robot Olympiad ist ein weltweiter
tergrundinformationen offen. Für mich ist es     Wettbewerb für technikbegeisterte Kinder und
wichtig, zu wissen, wo unsere Wurzeln sind.     Jugendliche. Organisiert wird er vom Verein
Kultur hat auch einen sozialen Aspekt: War-
um wir uns so verhalten und warum andere        Eifrig wird mitgefiebert, ob der Roboter erfolgreich im Wettkampf ist. (Bild Ingo Hoehn)
anders sind. Kultur braucht es für den Um-
gang mit Menschen.

Bis heute denke ich gerne an diese Reise zu-
rück. Mein Partner und ich unternahmen
mit einem tibetischen Führer eine vierwö-
chige Tibet-Rundreise. Wir durften so viel
sehen, erleben und erfahren. Damit wir all
die Eindrücke und Gefühle nicht vergessen,
haben wir alles in ein Buch aufgeschrieben.
Wir haben in unseren Worten die Erfahrun-
gen niedergeschrieben, damit wir zu Hause
alles nachlesen können. Am Schluss haben
wir das Buch im Flugzeug vergessen! Die
unzähligen Gedanken, die Geschichten der
tibetischen Kultur und die Erlebnisse sind
durch das vermisste Buch nicht verloren –
wir tragen sie in unserem Herzen mit.»

Aufgezeichnet von Andrea Schelbert
Zug Kultur November                                                                                                                           SZENE    17

Die Stadtmusik Zug freut sich, wieder vor Publikum auftreten zu dürfen. (Bild PD)                            KINDER, THEATER

                                                                                                             Philosophie
                                                                                                             zum Anfassen
                                                                                                               15
                                                                                                                         An ausgewählten Sonntagen heisst
                                                                                                                         es ab dieser Saison im Theater im
                                                                                                                         Burgbachkeller in Zug: Töggelithea-
                                                                                                                NOV      ter. Wer oder was auf die Bühne
                                                                                                             kommt, ist extra für Kinderherzen gemacht und
                                                                                                             begeistert auch die Grossen. Den Start macht
                                                                                                             «Das Uhu-Experiment». Das Stück ist beides:
                                                                                                             eine interaktive Hörperformance für Menschen
                                                                                                             ab  Jahren und ein Spielraum für aufgewecktes
                                                                                                             gemeinsames Nachdenken. Also einfach Kopf-
                                                                                                             höher auf, eintauchen, staunen, geniessen und
                                                                                                             Spass haben.
                                                                                                             Inmitten von Dilemmasituationen zum Thema
                                                                                                             «Wahrheit und Lüge» treffen die Besucherinnen
                                                                                                             und Besucher Entscheidungen und gestalten so
                                                                                                             das Stück mit. Sie dürfen lügen, dass sich die
                                                                                                             Balken biegen, oder brav bei der Wahrheit blei-
MUSIK                                                                                                        ben. Alles ist Spiel. Gegensätzliche Positionen

Musik gibt einen Kick
                                                                                                             werden verhandelbar, unterschiedliche Rollen
                                                                                                             dürfen eingenommen werden. Es geht um die
                                                                                                             Lust am Denken und den Mut, die eigene Mei-
                                                                                                             nung zu sagen, zu vertreten oder auch nicht.

  14
             Die grosse Sehnsucht, dem Publi-            Das abwechslungsreiche Musikerlebnis wird ab-
             kum wieder eine musikalische Freu-          gerundet mit: Lamentation of Archangel Mi-          Theaterprofis als Spielleiter*innen
             de zu bereiten – sie steht beim             chael von Gemba Fujita, Symphonic Essay von         Geleitet wird die Theaterperformance von Man-
   NOV       nächsten Konzert der Stadtmusik             James Barnes, Sheltering Sky von John Mackey        darina & Co., gegründet in Zürich als offene
Zug im Zentrum. Das Zuger Konzertensemble                und der First Suite von Alfred Reed. (as)           Künstlerplattform von Diana Rojas-Feile. Das
lädt an diesem Samstag im November zu seinem
Herbstkonzert im Theater Casino Zug.
                                                         4 zugkultur.ch/ejmM15                               Ensemble kreiert spartenübergreifende Projek-
                                                                                                             te wie interaktive Theaterstücke, Toninstallatio-
Unter der Leitung von Sandro Blank steht als               Stadtmusik Zug –                                  nen, Audiowalks und Radio- und Hörspiele. (as)
musikalischer Schwerpunkt das Werk «Glorio-
sa» von Yasuhide Ito auf dem Programm. Die
                                                           in concert
                                                           Sa 14. November, 20 Uhr                           4 zugkultur.ch/naSm66
bewegende, kraftvolle Hommage an das frühe                 Theater Casino, Zug                                Das Uhu-Experiment
Christentum in Japan stellt den interkulturellen                                                              So 15. November, 11 Uhr
Konflikt und dessen Auflösung musikalisch dar.                                                                  Theater im Burgbachkeller,
«Gloriosa» wurde  von der Sasebo Band of                                                                  Zug
the Maritime Self-Defense Force in Kyushu in
Auftrag gegeben und  uraufgeführt.                                                                       Gemeinsam das Stück mitgestalten. (Bild PD)

AUSSTELLUNGEN

Vielschichtiger Druck
  24 28
                         Maurice Ducret kommt            Neu sind Farbkompositionen mit farbigen Ple-
                         von der Malerei her, auch       xiglasplatten. Der Künstler färbt, bemalt und
                         wenn er sich seit langem        übermalt die Papiere, auf die er die ausgewählten
     OKT       NOV       mit dem Einbezug von            Fotografien überträgt. Nach einem ersten Druck
Fotografie und seit einiger Zeit mit D-Druck be-         folgen meist weitere Druckgänge, bei denen Kon-
schäftigt. Die neuen Werke in der Galerie Rengg-         traste verstärkt oder gemindert, Ton- und Farb-
li in Zug zeigen, wie sich der in Schwyz geborene        werte modifiziert werden. (as)
Künstler der verschiedensten technischen Mög-
lichkeiten bedient.
                                                         4 zugkultur.ch/AwE6Rj
In den Neunzigerjahren wich der heftige Pinsel-            Maurice Ducret –
strich allmählich einer kompositorisch überleg-            Printed Matter
ten Farbmalerei. Gleichzeitig begann sich Mau-             bis Sa 28. November,
rice Ducret für die grossformatige Fotografie zu            Mi–Fr 14–18, Sa 10–16 Uhr
                                                           Galerie Carla Renggli, Zug
interessieren. Ausgangspunkt sind die klassi-
schen Bildthemen der Fotografie: Landschaft,
Akt, Blumen und Wasser.
Lus t auf ein neues BiLd?
       Kursprogramm unter: www.atelier-jacob.ch
                                                                            Wie sieht Ihre Kultur-Stadt
                                                                            Zug in der Zukunft aus?
                                                                            Diskutieren Sie mit!

at eL i er              eL i s a B e t h                Jaco B
obermühle 10 | 6340 Baar | Mobile 079 311 01 84 | ejacob@atelier-jacob.ch

                              K’werk Zug Bildschule bis 16
                    K' steht für Kinder, Kunst, Kreativität,
                         Kompetenz, Kontinuität, Kultur...
                                                www.kwerk-zug.ch
                                                                                       Der Zuger Stadtrat will zusammen mit Ihnen
                                                                                       die Kulturstrategie aus dem Jahre 2009
                                                                                       erneuern. Dazu haben wir die Online-Platt-
                                                                                       form www.mitwirken-zug.ch entwickelt.
                                                                                       Diskutieren Sie mit: vom 19. Oktober bis
                                                                                       15. November 2020. Danke fürs Mitmachen!

                                     ‚

                                 Zug, 88.0 MHz
Zuger Übersetzer-
Gespräche
2020
 Samstag, 28.November, 10.30 Uhr
 Gotischer Saal, Rathaus Zug,
 Fischmarkt, 6300 Zug

 Übersetzungsförderung:
 wie und wozu?
 Bettina Spoerri, Aargauer Literaturhaus Lenzburg,
 FlorenceWidmer, Übersetzerhaus Looren,
 und Ulrich Blumenbach, Zuger Übersetzer-
 Stipendium 2015, im Gespräch

 ZUGERUEBERSETZER.CH
November
                      Fr   6.     Musikalische Lesung 20 h
                     Lorenz Müller &
                     Jonas Iten
                     ENDSTATION GOTTHARD

                     So    8.    Konzertmatinée 11 h
                 Zuger
                 Bläserquintett
                 BEETHOVEN UND DANN NOCH …

                Fr    13.       Kabarett 20 h
                Reeto von Gunten
               ALLTAG SONNTAG

               So    15.    Familie 11 h
               Das Uhu Experiment
                                                                     Abonnieren Sie
           MANDARINA & CO
                                                                     kostenlos unsere
           Do       19.    Konzert 20 h
           Africana 19+
          AFRICANA RELOADED
                                                                     Newsletter.
          Fr   20.        Theater 20 h
      Jungsegler –                                                   Gewinnen Sie schnell einen
      Suramira Vos                                                   Überblick über Ihre Region und
      AUSBAUCHEN                                                     das Weltgeschehen — direkt
      Sa   21.       Theater 20 h                                    aus unserer Redaktion.
     Satu Blanc
     FRAU JOHANNA SPYRI

     So    22.       Familie 11 h
     Der Teufel ist los!
 THEATER HÄNDE HOCH

 Do       26.    Konzert 20 h
WIM
WERKSTATT FÜR IMPROVISIERTE MUSIK

Fr   27.       Fyrabigkonzert 20 h
Hinterwäldler

                                                Unterstützt durch:

                                                VORVERKAUF
                                                Theater Casino Zug
                                                041 729 05 05
                                                                              luzernerzeitung.ch/newsletter
                                      burgbachkeller.ch
Sabine Meyer &
                                                                                                Alliage Quintett
                                                                                                Di 8.12. «Winterzauber»
                                                                                        Ein Hörerlebnis
                                                 Igudesman & Joo:                          höchster
                                                                                            Qualität
                                                    And now Beethoven
                                                 FR 20.11.
                                                  Klassik
                                                    trifft
                                                 Comedy

                                                    Camerata Schweiz                                   Mehr im November

                                                    «Sofa-Konzert» MiSchwyzerörgeli
                                                                                                       04.11. Keynote Jazz

                                                                       11.11.                          07.11. «Éclats de Folie»
                                                                                                              Stéphanie D’Oustrac
                                                                                                              & Ensemble Amarillis
                                                                                                       11.11. Next Generation Talents
                                                                          & Bandoneon                  15.11. Tea Time – Oper & Pop
                                                                                                              Sarah Maria Sun
                                                                                                              & Jan Philip Schulze
                                                                                                       21.11. «Maria» Carminho
                                                                                                       24.11. English Stand-up Comedy
Gestaltung: Melanie Lindner & Céline Odermatt

                                                                                                       Mehr im Dezember
Bilder: Nicole Heiling, Julia Wesley, Ira Wein

                                                                                                       01.12. Kulturgipfel
                                                                                                       02./03.12. «Mönsche uf Ärde»
                                                                                                             Eine Produktion der
                                                                                                             Animation für Schulmusik
                                                                                                       02.12. Keynote Jazz
                                                                                                       11.12. «Wandelmut» Bodo Wartke
                                                                                                       24.12. «De Räuber Hotzenplotz»
   Veranstaltungen der                                                                                        Eine musikalische
   Theater- und Musikgesellschaft Zug                                                                         Gaunerjagd
11|2020                                                                                 BAND
                                                                                        SINA IM KLEINFORMAT –
                                                                                        «MONDNACHT»
Das gemeinsame
Programm von
                                                                                        FR, 6. November 2020
Kultur Oberägeri,
                                                                                        20 Uhr
Kultur Unterägeri und
AEGERIHALLE
                                                                                        AEGERIHALLE,
                                                                                        Unterägeri

                                                          KINDER
                                                          «TOPOLINO’S WUNDER-
                                                          WELT» – ERLEBNISTAG

                                                          SO, 8. November 2020
                                                          11 – 16.30 Uhr
                                                          Schulhaus Schönenbüel,
                                                          Unterägeri

                                                 REVUE
                        «PURE PIAF – EDITH, IHR LEBEN,
                                      IHRE CHANSONS»

                                 SO, 29. November 2020
                                                17 Uhr
                                         AEGERIHALLE,
                                             Unterägeri

                                                                                                E R-
                                                                          ILD   E N
                                                                         B ICHT
                                                                       C H                            n g
                                                               G    ES                u s s 2. M
                                                                                                  l u
                                                                                               tel ai 21
                                                                        d e er 20  r a bi s
                                                                      n
                                                                    So vemb
                                                                          N   o
                                                                      22.

                                                                                  www.urgeschichte-zug.ch
Zug Kultur November                                                                                                                           AUSSTELLUNGEN              23

 Für die Künstlerin Simona Deflorin steht der Mensch im Zentrum. (Bild Felix Walder)                        KUNST

                                                                                                           Das Innere wird
                                                                                                           sichtbar gemacht
                                                                                                              21 21
                                                                                                                                   Bildgewaltig, mal zart, mal stark
                                                                                                                                   in den Farben. Zerbrechlich und
                                                                                                                                   selbstbewusst mit einer ganz eige-
                                                                                                               OKT        NOV      nen Bildsprache. Die Künstlerin
                                                                                                           Simona Deflorin bringt die Melancholie und das Feuer des
                                                                                                           Südens in ihre Bilder und stülpt das Innere nach aussen.
                                                                                                           Die gebürtige Italienerin ist heute wohnhaft in Basel und
                                                                                                           «di passagio» – auf der Durchreise – in der Lakeside Gallery
                                                                                                           in Unterägeri.
                                                                                                           Bei ihren Bildern geht es meistens um Porträts von Men-
                                                                                                           schen, um das Innere. Über das Äussere ausgedrückt, zielt
                                                                                                           sie auf das Innere mit seinen Brüchen, Prägungen und der
                                                                                                           Einmaligkeit. In diesem inneren Zustand ist jeder alleine.
                                                                                                           Der Titel der Ausstellung lässt die melancholische Grund-
                                                                                                           stimmung der Künstlerin anklingen. Sie will mir ihren
                                                                                                           Werken widerspiegeln, dass wir alle auf der Durchreise
                                                                                                           sind, dass wir nur eine kurze beschränkte Zeit zur Verfü-
                                                                                                           gung haben und somit alles nur geliehen ist. (as)
                                                                                                           4 zugkultur.ch/DVTXV4
                                                                                                            Simona Deflorin –
                                                                                                            Di Passaggio
                                                                                                            bis Sa 21. November,
                                                                                                            Do–Fr 14–18, Sa 10–14 Uhr
                                                                                                            Lakeside Gallery, Unterägeri

 Ausstellungen
                                                                        Zug                                KANT. VERWALTUNGSZENTRUM 1          MUSEUM BURG ZUG
                                                                                                           Johanna Näf –                       Schnee war gestern –
                                                                        FABLAB ZUG
                                                                                                           Bilder und Wandobjekte              In den Voralpen
 November                                                               ÜsiZugKunft – Werkschau
                                                                        Vernissage: 28.10., 19–21 Uhr
                                                                        Tour: 3.–5.11., 19 Uhr
                                                                                                           bis 20.11.2020,
                                                                                                           Mo–Di/Do–Fr 8–17 Uhr
                                                                                                                                               Eröffnung: 26.11., 18.45 Uhr
                                                                                                                                               bis 4.4.2021, Di–Sa 14–17,
                                                                                                                                               So 10–17 Uhr
                                                                        Midissage: 7.11., 15–18 Uhr        GALERIE CARLA RENGGLI
                                                                        Finissage: 11.11., 19–21 Uhr       Maurice Ducret – Printed Matter     MUSEUM FÜR URGESCHICHTE(N)
                                                                        Di 17–21, Mi 15–21, Do 15–21 Uhr   Begegnung mit dem Künstler:         Reise in die Vergangenheit
                                                                                                           8.11., 14–17 Uhr                    Spuren Kiesabbau: 7.11., 14 Uhr
                                                                        FOTOFORUM ZUG
                                                                                                           bis 28.11.2020,                     Römische Werkstatt:
                                                                        Andreas Busslinger –
                                                                                                           Mi–Fr 14–18, Sa 10–16 Uhr           8.11., 14–17 Uhr
Baar                               Cham                                 Corona-Pandemie im Kanton Zug
                                                                                                                                               Di–So 14–17 Uhr
                                                                        bis 10.11.2020, 2–24 Uhr           KUNSTHAUS ZUG
ATELIER ELISABETH JACOB           CHAMER KUNSTKUBUS
                                                                                                           BeZug – Werke der Sammlung          MUSEUM FÜR URGESCHICHTE(N)
Atelierausstellung                Doris Schläpfer – Murmure             GALERIE DAS DA
                                                                                                           Führung: 8./15./29.11., 10.30 Uhr   Bildergeschichten
30.10.–1.11.2020, 11–17 Uhr       bis 14.11.2020, Sa 11–14 Uhr          Annelis Gerber-Halter –
                                                                                                           Kunst über Mittag:                  Im Fokus: 22.11., 13–17 Uhr
                                                                        Lange Jahre
GALERIE BILLING BILD                                                                                       3./10.11., 12.15 Uhr                22.11.–2.5.2021, Di–So 14–17 Uhr
                                   Rotkreuz                             7.11.–20.12.2020,
Beatrice Landolt – Looking Back                                                                            Gesprächsstunde Kunst:
                                                                        Sa–So 14–17 Uhr                                                        SHEDHALLE
Finissage: 22.11., 14–17 Uhr      BIBLIOTHEK                                                               18.11., 13.30–18 Uhr
                                                                                                                                               Regine Giesecke – Fotografien
Mo/Do–Fr 14–18, Sa 11–16 Uhr      Tokyo Ehon – Fotos                    GALERIE URS REICHLIN               Familienworkshop:
                                                                                                                                               «Zuger Ansichten 2020»
                                  bis 31.12., Mo–Fr 8.30–11,            Urs Holzgang, Reto Bärtschi,       8.11., 10.30–12.30 Uhr
KUNSTKIOSK BAAR                                                                                                                                Eröffnung/Buchvernissage:
                                  Mo–Do 14–18, Fr 12–18, Sa 10–13 Uhr   Hiroyuki Masuyama                  Offenes Atelier: 8.11., 13–17 Uhr
Liane Janissen –                                                                                                                               29.10., 18–21 Uhr
                                                                        bis 21.11.2020,                    bis 10.1.2021, Di–Fr 12–18,
Frühlingserwachen                                                                                                                              bis 12.11.2020, Di–So 15–18 Uhr
                                   Unterägeri                           Mi/Fr 10.15–18.15, Do 10.15–21,    Sa–So 10–17 Uhr
Finissage: 7.11., 17–19 Uhr
                                                                        Sa 10.15–16.15 Uhr                                                     UNTER-ALTSTADT 22
Sa–So 15–18 Uhr                   LAKESIDE GALLERY                                                         MUSEUM BURG ZUG
                                                                                                                                               Isabelle Hauser –
                                  Simona Deflorin – Di Passaggio        GALERIE URS REICHLIN               Dauerausstellung
MÜLLER RAHMEN                                                                                                                                  Ritual des Zufalls
                                  bis 21.11.2020,                       Christopher Lehmpfuhl – Still-     Führung: 8.11., 14 Uhr
Es weihnachtet                                                                                                                                 bis 28.11.2020, 14–22 Uhr
                                  Do–Fr 14–18, Sa 10–14 Uhr             Lebendige Stadt-Landschaften       Raiffeisen-Familiensonntag:
3.11.–31.12.2020, Di–Sa 9–12,
                                                                        Eröffnung: 5.11., 18–21 Uhr         15.11., 10–17 Uhr
Di–Fr 14–18.30 Uhr
                                                                        bis 9.1.2021, Mi/Fr 10.15–18.15,   Erlebnisführung für Familien:
Z-GALERIE                                                               Do 10.15–21, Sa 10.15–16.15 Uhr    29.11., 15 Uhr
Peter Voser – Neue Arbeiten                                                                                Di–Sa 14–17, So 10–17 Uhr
Apéro: 15.11., 11–14 Uhr
Finissage: 28.11., 11–14 Uhr
Mi–Fr 15–18, Sa–So 11–14 Uhr
24   WWW.STADTZUG.CH/KULTUR

Wie sieht Ihre Kultur-Stadt Zug in der
Zukunft aus?
Die Stadt Zug verfügt über ein qualitativ hochstehendes und facettenreiches Kulturangebot, eine
lebendige und engagierte Kulturszene sowie ein interessiertes und offenes Publikum. Um auf aktuelle
Herausforderungen zu reagieren, will der Stadtrat die Kulturstrategie aus dem Jahr 2009 in einem par-
tizpativen Verfahren erneuern.

Nach der Orstsplanungsrevision, der Strandbad-       Die Mitwirkungsplattform                                  informieren können oder würden Sie sich gerne
und der Detailhändlerbefragung wird die Bevöl-       Vom 19. Oktober bis 15. November 2020 ist die             aktiver einbringen, wissen aber nicht wie? Wie
kerung nun auf der Mitwirkungsplattform «www.        ganze Stadtbevölkerung eingeladen, sich Online            stellen Sie sich die Zuger Kultur und die städti-
mitwirken-zug.ch» erneut zu einer Partizipation      auf «www.mitwirken-zug.ch» zu verschiedenen               sche Kulturförderung in Zukunft vor? Diese und
eingeladen. Dabei geht es darum, die Kulturstrate-   Themen einzubringen. Während rund eines Mo-               viele weitere Fragen finden Sie auf unserer Mitwir-
gie aus dem Jahr 2009 zu erneuern. Aktuelle Her-     nats können eigene Sichtweisen, Einschätzungen            kungsplattform «www.mitwirken-zug.ch».
ausforderungen – Diversifizierung, Digitalisierung,   und Ideen für die Gestaltung der Zuger Kultur
Globalisierung, Umweltbewegungen – erfordern         eingebracht werden. Die Online-Beiträge werden
neue innovative Lösungen. Die Ausrichtung der        anschliessend für die Erneuerung der städtischen
                                                                                                               Die Kulturstrategie mitgestalten
Kulturstrategie auf die Zukunft bietet die Chance,   Kulturstrategie ausgewertet.
die Kulturpolitik neu zu bestimmen und gemein-                                                                 Auf www.mitwirken-zug.ch haben Sie zwischen
sam wichtige Schritte zur längerfristigen Stärkung   Die Meinungen, die auf dieser Plattform ge-               dem 19. Oktober und dem 15. November 2020 die
der Zuger Kulturlandschaft anzugehen.                sammelt werden, werden in das Zukunftsforum               Möglichkeit, Ihre Meinung mitzuteilen, wie Kultur-
                                                     II vom 27. Februar 2021 einfliessen, an dem er-            angebot und -politik der Stadt Zug gestaltet werden
Das Zukunftsforum I                                  neut 90 Vertreterinnen und Vertreter von Kultur-          sollen. Die Stadt Zug möchte möglichst viele Einwoh-
Die Stadt Zug hat am 12. September 2020 rund         institutionen, Organisationen und Vereinen, aus           nerinnen und Einwohner in die Weiterentwicklung
90 Kulturakteurinnen und -akteuren ins Theater       der Politik und Wirtschaft teilnehmen und über            der Kulturstrategie einbeziehen und freut sich auf
Casino eingeladen. Kulturschaffende, kulturelle      die Zukunft der Zuger Kultur diskutieren werden.          Ihre Mitwirkung!
Institutionen und Vertreterinnen und Vertreter aus
der Politik haben am ersten Zukunftsforum ihre Er-   Die Themen
fahrungen ausgetauscht und ihr Wissen vernetzt,      Machen Sie mit und teilen Sie Ihre Meinung zu ver-
um gemeinsam die wichtigsten Themen für die          schiedensten Themen: Kultur leben – was heisst
Aktualisierung der Kulturstrategie zu definieren.     das und was braucht es dafür? Welche Kultur-An-
Die Themenfelder für die Online-Mitwirkung wur-      gebote wünschen Sie sich in der Stadt Zug? Wis-
den an ebendiesem Zukunftsforum I entwickelt.        sen Sie, wie und wo Sie sich über Kultur in Zug

                                                                                             An dieser Stelle publiziert die
                                                                                      Abteilung Kultur Stadt Zug Beiträge
                                                                                         zur städtischen Kulturförderung
                                                                                                   und Kulturvermittlung.
Zug Kultur November                                                                                                                                   KINDER          25

 Miteinander die schönen Dinge des Lebens teilen. (Bild PD)                                            THEATER

                                                                                                       Wenn Kinder einen
                                                                                                       Weg finden
                                                                                                          21
                                                                                                                    Gemeinsam wird eine Brücke gebaut, von Ufer
                                                                                                                    zu Ufer, von Mensch zu Mensch. Das Mario-
                                                                                                                    nettenspiel «Die Kinderbrücke» hat Max Bolli-
                                                                                                           NOV      ger nach seinem gleichnamigen Bilderbuch
                                                                                                       geschrieben. Das Stück ist für Erwachsene und Kinder ab
                                                                                                       fünf Jahren geeignet.
                                                                                                       Und darum geht es: An einem Fluss wohnen zwei Bauern.
                                                                                                       Der eine am rechten, der andere am linken Ufer. Die beiden
                                                                                                       Bauern sind neidisch aufeinander, denn beide würden lie-
                                                                                                       ber am anderen Ufer wohnen. Sie sind voller Vorurteile,
                                                                                                       und sie streiten sich unaufhörlich. Obwohl die daraus ent-
                                                                                                       stehenden Streitereien für das Publikum amüsant sind,
                                                                                                       leiden die Kinder der beiden Familien darunter. Doch sie
                                                                                                       schaffen es, die Familien zu versöhnen. Sie bauen gemein-
                                                                                                       sam eine Steinbrücke, und die Bauern finden schliesslich
                                                                                                       zueinander. (as)
                                                                                                       4 zugkultur.ch/Vb6Ain
                                                                                                        Looslis Puppentheater –
                                                                                                        Die Kinderbrücke
                                                                                                        Sa 21. November, 16 Uhr
                                                                                                        Schulhaus Sennweid, Baar

 Kinder
                                                                     Fr . November                   Mi . November                    LITERATUR
                                                                                                                                          Märlischiff
                                                                     LITERATUR                         LITERATUR
                                                                                                                                          Oberägeri, Schiffsteg,
 November                                                            Schweizer Erzählnacht:
                                                                     So ein Glück!
                                                                     Hünenberg, Bibliothek,
                                                                                                       Makerspace for Kids –
                                                                                                       Bookcreator
                                                                                                       Zug, SO20 – Haus zum Lernen,
                                                                                                                                          14–15.30 Uhr

                                                                     18.30–21 Uhr                      14–16 Uhr                          Sa . November
                                                                                                                                          LITERATUR
                                                                     Sa . November                   Sa . November                    Eltern-Kind-Anlass – Vorlesen
                                                                                                                                          Zug, Bibliothek, 9.15–10.15 Uhr
                                                                     MULTIMEDIA                        LITERATUR
                                                                     World Robot Olympiad              Eltern-Kind-Anlass – Vorlesen      LITERATUR
So . November                    LITERATUR, THEATER                 Rotkreuz, Hochschule Luzern –     Zug, Bibliothek, 9.15–10.15 Uhr    Geschichten auf Spanisch
                                  Topolino’s Wunderwelt –            Informatik, 8.30–17.30 Uhr                                           Zug, Bibliothek, 14.30–15 Uhr
THEATER                                                                                                LITERATUR
                                  Erlebnistag
Märchentheater Fidibus:                                              LITERATUR                         Geschichten auf Russisch
                                  Unterägeri, Schulhaus                                                                                   So . November
«De Froschkönig»                                                     Creative Bookworm Club            Zug, Bibliothek, 11.30–12.30 Uhr
                                  Schönenbüel, 11–16.30 Uhr
Cham, Lorzensaal, 14–15.15 Uhr                                       Zug, Bibliothek, 9.30/10.30 Uhr                                      BRAUCHTUM
                                                                                                       LITERATUR
                                  GESCHICHTE, KUNST                                                                                       Klausmarkt
                                                                     LITERATUR                         Geschichten auf Französisch
Fr . November                    Offenes Atelier                                                                                         Zug, Landsgemeindeplatz,
                                                                     Italienische-Geschichten-Zeit     Zug, Bibliothek, 14.30–15 Uhr
                                  Zug, Kunsthaus, 13–17 Uhr                                                                               9–18 Uhr
LITERATUR                                                            Zug, Bibliothek, 10–10.30 Uhr
                                                                                                       THEATER
Reime und Fingerspiele                                                                                                                    GESCHICHTE, KUNST
                                   Mi . November                   LITERATUR                         Looslis Puppentheater –
(Schweizerdeutsch)                                                                                                                        Erlebnisführung für Familien
                                                                     «Dr Märlin chunnt»                Die Kinderbrücke
Zug, Bibliothek, 9.30/10.30 Uhr   LITERATUR                                                                                               Zug, Museum Burg, 15–16 Uhr
                                                                     Steinhausen, Gemeindezent-        Baar, Schulhaus Sennweid,
                                  Reime und Fingerspiele
                                                                     rum Dreiklang, 14–16.15 Uhr       16–17 Uhr
Sa . November                    (Hochdeutsch)
                                  Zug, Bibliothek, 10.30–11 Uhr
LITERATUR                                                            So . November                   So . November
Geschichtenzeit (ab 4 Jahren)     LITERATUR
                                                                     GESCHICHTE, KUNST                 THEATER
Zug, Bibliothek, 10/14.30 Uhr     Reise ins Geschichtenland
                                                                     Raiffeisen-Familiensonntag        Theater Hände Hoch –
                                  Rotkreuz, Bibliothek, 16 Uhr
                                                                     mit Workshops                     Der Teufel ist los!
So . November                    LITERATUR                          Zug, Museum Burg, 10.30–12,       Zug, Theater im Burgbachkeller,
GESCHICHTE, KUNST                 Gschichte-Zyt                      12.30–14 und 14.30–16 Uhr         11 Uhr
Familienworkshop                  Hünenberg, Bibliothek, 16.30 Uhr
                                                                     THEATER                           GESCHICHTE, KUNST
Zug, Kunsthaus, 10.30–12.30 Uhr
                                                                     Das Uhu-Experiment                Im Fokus
                                                                     Zug, Theater im Burgbachkeller,   Zug, Museum für Urgeschich-
                                                                     11 Uhr                            te(n), 13–17 Uhr
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