NVS - MITTEILUNGEN - 1 NVS

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                                                                                                Februar
                                                       77. Jahrgang                               2011

                            NVS - MITTEILUNGEN
                            Naturärzte Vereinigung der Schweiz

                            Berufsreglementierung –
                            die ungewisse Zukunft
                            Ausgangslage, aktuelle Standortbestimmung und Bedeutung für
                            uns Praktizierenden auf verschiedenen Ebenen (S.20)

                            Ein weiser Entscheid
                            Der geschickte Kompromiss von Bundesrat Didier Burkhalter im
                            Streit um die Wiederaufnahme der ärztlichen Komplementärmedizin
                            in die Grundversicherung und was dieser Entscheid für uns «Nicht-
                            Ärztlichen» bedeutet (S. 26)

                            Wohin führt der Weg? – Quo vadis?
                            Dass die Komplementärmedizin auch für Europa ein wichtiges
                            Thema ist zeigt das 4. Europäische «ANME-Symposium» in Wien:
                            ANME – ein Verein, der sich europaweit für die Komplementär-
                            medizin einsetzt (S.28)

                            Arzneimittel, Speziallebensmittel,
                            Medizinprodukte oder Kosmetika?
                            Fragen zu Abgrenzungen und Abgabe von Arzneimitteln, Medizin-
         NVS-Homepage       produkten und Nahrungsergänzungsmitteln werden zunehmend
      www.naturaerzte.ch    komplexer. Dr. Renato Kaiser klärt auf (S.33)

TherapeutInnenverzeichnis
           ganze Schweiz    Traduction en français / Traduzione in italiano
        www.nath-pool.ch
NVS - MITTEILUNGEN - 1 NVS
NVS-MITTEILUNGEN                                      Nr. 1     Februar 2011

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NVS - MITTEILUNGEN - 1 NVS
NVS-MITTEILUNGEN                                                           Nr. 1        Februar 2011

       Inhaltsverzeichnis                     Seite
                                                       Sommaire                                   Page
Präsidium, Vorstand, GL, Kommissionen                  Présidence, comité, administration, commissions
  – Präsidialbericht                      4–9            – Rapport du président                 50 – 54
  – Vorstandsbeschlüsse                     11           – Décisions du comité                       55
  – NVS Geschäftsstelle                     11           – Administration-NVS                        55
  – News – Mitglieder Westschweiz           13           – News – Membres de Suisse romande 56 – 57
  – News – Mitglieder Italienische Schweiz 15            – News – Membres de Suisse italienne        59
  – Diverse Kurz-News                  16 – 18           – Brèves nouvelles diverses            60 – 61
  – News – NVS Seminare                18 – 19           – News – Séminaires-NVS                     61
Verbandspolitik                                        Politique associative
  – Berufsreglementierung –                              – Réglementation professionnelle –
    die ungewisse Zukunft              20 – 23              l'incertitude de l'avenir           62 – 65
  – IG TEN                                  25           – IG TEN                                    65
  – Ein weiser Entscheid               26 – 27           – Une sage décision                    66 – 67
  – Wohin führt der Weg? *             28 – 32         Lois et autorités                        68 – 69
Gesetze & Behörden                     33 – 35         Réglementation professionnelle           70 – 71
                                                       Liste des abréviations                        93
Berufsreglementierung                  36 – 37
Unsere Mitglieder schreiben *
  – Buch Neuerscheinung *                  39
Publireportagen                        41 – 44
Gesuche A- und B-Mitglieder *              45
Gesuche Studenten-Mitgliedschaft *         45          Indice                                  Pagina
Austritte, Ausschlüsse und Gönner * 45 – 47            Presidenza, comitato, direzione, commissioni
Statistik Ein- und Austritte 2010 *        48            – Relazione del presidente            72 – 76
Mitglieder-Ehrungen, Todesfälle *          48            – Delibere del comitato               76 – 77
Abkürzungsverzeichnis                       93           – Segretariato NVS                         77
Impressum *                                94            – Novità – Membri Svizzera francese        78
                                                         – Novità – Membri Svizzera italiana        79
                                                         – Notizie varie in breve              80 – 81
                                                         – Novità – Seminari NVS                    81
* Fett markierte Rubriken werden nicht übersetzt
  und müssen im deutschsprachigen Teil nachgele-
                                                         Politica dell‘associazione
  sen werden.                                            – Regolamentazione della professione:
                                                           l'incerto futuro                    82 – 85
* Les rubriques en gras ne sont pas traduites; nous
  renvoyons le lecteur aux rubriques correspondan-       – Comunità d'interessi TEN                 85
  tes dans le texte allemand.                            – Una saggia decisione                86 – 87
* Le rubriche scritte in grassetto non vengono tra-
                                                       Leggi, autorità                         88 – 89
  dotte e possono essere lette nella parte in lingua   Regolamentazione della professione      90 – 91
  tedesca delle MITTEILUNGEN.                          Elenco delle abbreviazioni                   92

                                                                                                          3
NVS - MITTEILUNGEN - 1 NVS
NVS-MITTEILUNGEN                                                       Nr. 1       Februar 2011

                                                      Erfreulicherweise können an jeder Dakomed-
                                                      Vorstandssitzung neue Mitglieder aufgenom-
                                                      men werden; seien dies ganzheitlich ausge-
          Präsidialbericht                            richtete Kliniken oder noch nicht eingebundene
                                                      Verbände.
    Oktober bis Dezember 2010
                                                      Am 4. November nehmen NVS Geschäftsfüh-
    Am 28. Oktober findet – wie immer im Hotel         rerin Yvonne Meier und der Schreibende an der
    Olten in Olten – vormittags die ausserordent-     ausserordentlichen GV des Verbandes Re-
    liche Mitgliederversammlung des Dakomed           flexzonen am Fuss VRZF teil. Die Mitglieder
    statt, nachmittags die Vorstandssitzung.          dieses Verbandes sollen auf die geplante Fusion
    Ein Jahr nach seiner Gründung zieht der Dach-     hin so gut wie möglich über die NVS informiert
    verband Komplementärmedizin ein erstes Fa-        werden. Trotz aller Widerstände die mit einer
    zit. Mit dem Verfassungsartikel wurde zwar        Fusion immer verbunden sind, scheint die not-
    ein erster, wichtiger Schritt in Richtung einer   wendige gegenseitige Sympathie vorhanden zu
    angemessenen Anerkennung und Förderung            sein. Wichtig für beide Seiten wird es sein, die
    der Komplementärmedizin in der Schweiz ge-        stabilen und funktionierenden Strukturen des
    macht. Die Fronten sind aber die gleichen ge-     kleineren Verbandes auch im grösseren leben-
    blieben: Wer vor der Abstimmung dagegen war,      dig zu erhalten. Um diese Absicht zu betonen
    ist immer noch dagegen, wer dafür war, ist im-    und zu fördern, reist der Schreibende dann am
    mer noch dafür. Weder bei den (meisten) kanto-    27. November an den grossen Kongress der
    nalen noch bei den (meisten) Bundes-Behörden      Medizinischen Praxis-Assistentinnen nach
    besteht ein grosses Interesse, für die Komple-    Davos. Dort hat der VRZF seit vielen Jahren ei-
    mentärtherapie und Alternativmedizin aktiv zu     nen Stand und propagiert seine Methode mit
    werden. Die Krankenkassen wollen immer noch       Workshops und Probe-Behandlungen.
    nicht glauben, dass die Kosten nicht steigen
    sondern sinken würden und für grosse Teile der
    Schulmedizin ist was wir tun – unbesehen aller           Geplante Fusion zwischen NVS
    vorliegenden Untersuchungsergebnisse – nach              und dem VRZF, Verband Reflex-
    wie vor Hokuspokus.
                                                             zonen am Fuss, kurz vor dem Ziel
     Es bleibt für den Dachverband also viel zu
     tun. Schwerpunkte sind nach der Wiederauf-
     nahme der ärztlichen Komplementärmedizin         Am Nachmittag des 4. Novembers ist eine Sit-
     in die Grundversicherung eine angemessene        zung der Steuergruppe der Berufsfeldanaly-
     Integration in die universitäre Ausbildung       se BFA angesagt. Hier sitzen je drei VertreterIn-
     und Forschung, die eidgenössische Regelung       nen der OdA KT und der OdA AM zusammen,
     der Ausbildung von nicht-ärztlichen Thera-       um den Verlauf des gemeinsamen Projektes zu
     peuten inklusive die Harmonisierung der kan-     überwachen und zu steuern. Esther Gerig, die
     tonalen Berufsausübungsbewilligungen und         bisher Mitglied der Steuergruppe war, wird auf
     der Erhalt der komplementärmedizinischen         Ende Jahr ihre Stelle am SHI Haus der Homöo-
     Heilmittel und deren Zugänglichkeit.             pathie aufgeben und damit aus der Steuergrup-
                                                      pe ausscheiden. Die Steuergruppe bedauert den

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NVS - MITTEILUNGEN - 1 NVS
NVS-MITTEILUNGEN                                                       Nr. 1        Februar 2011

Abgang eines angenehmen und kompetenten             Am 13. und 14. November findet in Wien
Mitglieds. Inzwischen hat der Vorstand der OdA      ein ANME-Symposium statt zum Thema
AM neu Frau Lotti Westmoreland vom SAKE Bil-        «KAM in Europa – quo vadis?». Die Asso-
dungszentrum in Bern in die Steuergruppe ge-        ciation of Natural Medicine in Europe e.V.,
wählt. Der Schreibende hofft, dass sich auch hier   kurz ANME ist ein Verein, der sich europa-
eine positive Zusammenarbeit entwickeln wird.       weit für die Komplementärmedizin einsetzt.
                                                    (Wobei sie keine Unterscheidung zwischen
Projektleitung und Steuergruppe sind sich einig,    KT und AM macht.) Ein Bericht von Dr.
dass in beiden OdAs und in den angeschlosse-        Hans-Peter Studer, nath-pool Magazin, zum
nen Verbänden keine Arbeiten gemacht werden,        Symposium finden Sie unter der Rubrik →
die den noch offenen Ergebnissen der Berufs-        «Wohin führt der Weg?» (nur in deutscher
feldanalyse vorgreifen. Das führt nicht nur zur     Sprache).
Verschwendung von Ressourcen sondern auch
zur Verunsicherung der Praktizierenden, die         ANME vertritt als Nicht-Regierungs-Orga-
letztlich die Basis aller Bemühungen sind.          nisation die politischen Interessen der tradi-
                                                    tionellen Naturheilkunde und Naturmedizin
Inhaltlich werden zum einen die Arbeiten am         (KAM). Sie unterstützt Fachgesellschaften,
Kompetenzprofil diskutiert. Die definitiven           Patientenorganisationen, europäische und
Resultate des am 27. und 28. September durch-       nationale Einrichtungen und Zusammen-
geführten Fachexperten-Workshops mit                schlüsse, deren Arbeit die Bedeutung der
insgesamt 20 Praktizierenden aus AM und KT          KAM stärkt und fördert. Sie lehnt eine einsei-
stehen noch aus. Es erweist sich – nicht ganz       tige Definition der KAM (z.B. durch religiöse
unerwartet – als sehr schwierig, Formulierun-       Gruppen, so genannten wissenschaftlichen
gen zu finden, die sowohl die KT- wie die AM-        Wirksamkeitsnachweis, kommerziellen Mo-
VertreterInnen im Projekt-Team zufrieden stel-      nopolismus in Ausbildung und Forschung,
len. Die beiden Berufe in Komplementärtherapie      fremdbestimmten Berufszwang etc.) ab und
und Alternativmedizin sind sich bei genauerer       tritt für einen die Tradition achtenden und
Betrachtung verwandter, als ursprünglich an-        die Entwicklung fördernden Pluralismus ein.
genommen wurde. Das BBT ist zwar nicht
gegen die Reglementierung von zwei Berufen,         Da mir zunehmend bewusst wird, wie wich-
es verlangt aber eine stichhaltige Begründung       tig auch für uns Schweizer Praktizierende
dafür, d. h. die beiden Berufe müssen klar von-     ist was in Europa geschieht, beschliesse
einander abgegrenzt sein.                           ich, an diesem Symposium teilzunehmen.
Zweites Thema der Steuergruppe ist die Stake-       Zusammen mit dem bekannten Gesund-
holder-Analyse: Welche Gruppen und Insti-           heitsökonomen Dr. Hans-Peter Studer reise
tutionen haben ein Interesse an unserem Pro-        ich bereits am Freitag nach Wien. So haben
jekt und wie gross ist dieses Interesse und ihre    wir während fast drei Stunden Gelegenheit,
Einflussmöglichkeiten – das soll diese Analyse       am Samstagvormittag vor der Eröffnung des
ermitteln. Aufgabe der Vorstände der beiden         Symposiums mit Frau Nora Laubstein, Ge-
OdAs und der beteiligten Verbände wird es           schäftsführerin der ANME, über die Ent-
dann sein, mit den wichtigsten Stakeholdern         wicklungen in Europa und in der Schweiz
Kontakt aufzunehmen und für die Unterstüt-          zu diskutieren. Dabei wird sehr deutlich,
zung dieses Projekts zu werben.

                                                                                                     5
NVS - MITTEILUNGEN - 1 NVS
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     wie komplex die Prozesse in diesem Brüs-           sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteili-
     seler EU-System sind, wie wichtig es ist, in       gen. Die Grösse dieses Rahmens wird einmal
     den hier laufenden Prozessen präsent zu sein       mehr stark beeinflusst von der Bereitschaft
     und wie gering die Ressourcen sind, die den        unserer Mitglieder zur Mitarbeit.
     nicht-ärztlichen KAM-Organisationen zur
     Verfügung stehen.                                 Die Delegiertenversammlung der OdA
     In den Diskussionen zwischen den Vorträgen        Komplementärtherapie KTTC beschliesst
     und auch in den Workshops geniessen wir           am 15. November eine Vervierfachung der
     Schweizer dank dem Volksentscheid vom Mai         von den Verbänden zu leistenden Mitglie-
     2009 grosse Aufmerksamkeit. Wir können so         derbeiträgen innert Jahresfrist. Infolge eines
     unsere Erfahrungen einbringen und zugleich        Verfahrensfehlers wird dieser Beschluss aller-
     neue Fäden in ein langsam entstehendes in-        dings noch nicht rechtswirksam. Die massive
     ternationales Netzwerk ziehen.                    Erhöhung wird notwendig, um die Vorgaben zu
     Der NVS-Vorstand beschliesst aufgrund mei-        erfüllen, die vom Bundesamt für Berufsbildung
     nes Berichtes, als Verband Mitglied der           und Technologie BBT an die von ihm gewähr-
     ANME zu werden. Eine Einzelmitgliedschaft         te finanzielle Unterstützung geknüpft werden.
     kostet übrigens ganze € 24. Auf der Website       Mittels dieser Finanzen soll die OdA KTTC ei-
     der ANME http://www.anme.info/ wird regel-        ne Struktur aufbauen können, die langfristig ihr
     mässig und sehr kompetent über die neusten        Funktionieren und einen möglichst hohen Ei-
     Entwicklungen in Europa berichtet.                genfinanzierungsgrad gewährleisten soll.
     Das Symposium wird mitgetragen von der Na-
     tionalagentur für das immaterielle Kulturerbe,    Telefonkonferenz des OdA KTTC Vorstan-
     der Österreichischen UNESCO-Kommission.           des vom 16. November: Die Konferenz der
     Deren Leiterin, Frau Maria Walcher war auch       Schweizer Kunsttherapieverbände kskv hat
     Co-Leiterin des Symposiums. Ihre Kommissi-        beim BBT die für die Bewilligung einer Hö-
     on ist zurzeit damit beschäftigt, die traditio-   heren Fachprüfung notwendigen Dokumente
     nellen Heilverfahren Österreichs zu erfassen      eingereicht. Da sich diverse Überschneidungen
     und sie als nationales Kulturerbe zu schützen.    mit dem seit längerem bestehenden Berufs-
     Damit soll verhindert werden, dass durch EU-      profil der OdA KTTC zeigen, ist der Vorstand
     Normen traditionelle Heilmittel verschwinden      gezwungen, beim BBT Einsprache zu erheben.
     und zugleich soll die freie Ausübung der alten    Es ist zu hoffen, dass sich möglichst rasch eine
     Heilmethoden gesichert werden.                    einvernehmliche Lösung findet.
     Ein ähnliches Programm läuft zurzeit auch
     in der Schweiz, die die entsprechende             Der «Runde Tisch» der IG Traditionelle Euro-
     UNESCO-Konvention 2008 ratifiziert hat. Wie        päische Naturheilkunde TEN trifft sich am
     in der Schweiz üblich, ist das Projekt aber       19. November in Zürich. Die Statuten des zu-
     in der Verantwortung der Kantone und da-          künftigen Trägervereins werden bereinigt und
     her unübersichtlich und mit sehr geringen         genehmigt, die erste Version des Projektauftra-
     Mitteln ausgestattet. Wer sich dafür interes-     ges ebenso. Mit den nun vorliegenden Unterla-
     siert, findet Informationen unter http://www.      gen kann nun im Inland und im Ausland auf die
     unesco.ch/die-unesco/kulturprogramm/              Suche gegangen werden nach Partnern, Mit-
     immaterielles-kulturerbe.html. Die NVS wird       Tragenden und Mit-Arbeitenden im Projekt
                                                       TEN. Von der Geschäftsführerin NVS wird zu-

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NVS - MITTEILUNGEN - 1 NVS
NVS-MITTEILUNGEN                                                       Nr. 1        Februar 2011

dem ein möglicher professioneller Projektleiter    aber ohne diesen konstant zu leistenden Ein-
vorgeschlagen. Die Anwesenden sind von der         satz wäre eine politische Arbeit gar nicht denk-
Offerte sehr angetan und beschliessen, sich so     bar. Einen kleinen Einblick gibt die Website des
rasch als möglich mit dieser Person zu treffen.    Dakomed www.dakomed.ch.
                                                   Heidi Schönenberger für die OdA AM und der
Der erste grosse Info-Workshop für die Basis       Schreibende für die OdA KTTC nutzen die Ge-
der OdA Alternativmedizin AM, d. h. für die        legenheit, den Vorstand etwas ausführlicher
heute Praktizierenden, findet am 20. Novem-         über die Arbeiten und Absichten der beiden
ber statt. Der Anlass wurde von Markus Senn        OdAs zu informieren. Trotz aller Zusammen-
Projektleiter BR AM sehr gut vorbereitet und       arbeit sind wir «Nicht-Ärztlichen» immer noch
wird dank einer kleinen Schar von freiwilligen     eine rätselhafte und wenig greifbare Grösse.
HelferInnen makellos durchgeführt.                 Unsere zwei Präsentationen stiessen daher auf
Neben einer ganzen Anzahl «Offizieller» und         grosses Interesse.
Gäste finden immerhin 80 Personen den Weg           Das neuste Bulletin des Dakomed mit den In-
ins Hotel Olten. Die Vorträge und Workshops        terviews mit Heidi Schönenberger und mir
regen teilweise zu sehr engagierten und kri-       findet offenbar Anklang. Der Eingang an Spen-
tischen Diskussionen an, was angesichts der        den, auf die der Dakomed angewiesen ist, ist
Wichtigkeit der laufenden Berufsreglementie-       zumindest befriedigend.
rung verständlich ist. Etwas weniger verständ-
lich ist für den Schreibenden die wiederholte      Zum Wochenabschluss am 26. November
Klage von Teilnehmern zuwenig informiert           treffen die NVS Vorstandsmitglieder Claudia
zu werden. Gerade die NVS bemüht sich seit         Frei, Johannes Brülisauer und der Schreiben-
Jahren, ihren Mitgliedern so viele Informatio-     de zusammen mit Luisa Hochreutener Huber
nen wie nur möglich zukommen zu lassen. An         und Gregor Schraner den Ausserrhoder Regie-
allen durchgeführten NVS Info-Abenden 2010         rungsrat und Vorsteher des Departements
hätte es noch Platz für mehr TeilnehmerInnen       Gesundheit, Dr. Matthias Weishaupt und
gehabt.                                            den Leiter des Amtes für Gesundheit, Herrn Re-
An dieser Stelle möchte ich auch den folgenden     to Fausch. Das Gespräch verläuft in einer sehr
Teilnehmenden an der von mir geleiteten Podi-      angenehmen, entspannten Atmosphäre. Als
ums-Diskussion meinen herzlichen Dank aus-         konkrete Resultate können wir eine Mitgestal-
sprechen: Marlis Hörler und Heidi Schönenber-      tung des nächsten Gesundheits-Magazins und
ger vom Vorstand der OdA AM, Rudolf Happle         eine feste Abmachung für weitere, mindestens
Projektleiter BR AM und ganz besonders Herrn       jährlich stattfindende Treffen mitnehmen.
Martin Stalder, Leiter Ressort Höhere Berufsbil-
dung beim BBT.                                     Am 30. November reise ich nach Bern, um am
                                                   Arbeitsessen der Parlamentarischen Gruppe
Am 24. November tagt der Vorstand des Da-          Komplementärmedizin teilzunehmen. Anwe-
komed. Der Jahresbericht der von Walter Stü-       send sind u. a. FDP-Ständerat Rolf Büttiker,
deli und Christine Keller Sallenbach geführten     SVP-Ständerat Alex Kuprecht (Präsident der
Geschäftsstelle des Dachverbandes wird disku-      ständerätlichen Kommission für Soziales und
tiert und die geleistete Arbeit mit grossem Lob    Gesundheit) und SP-Nationalrat Jean-Francois
verdankt. Professionelles Polit-Lobbying findet     Steiert. Hauptthema ist natürlich der bevorste-
zum grössten Teil hinter den Kulissen statt,       hende Entscheid der ELGK (Eidgenössische

                                                                                                      7
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                    EUROPÄISCHE PENZEL-AKADEMIE®

                                           Kursausschreibung:

                                     Akupunkt-Massage APM
                           & Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich nach Rolf Ott®
                 Die Ausbildung erfolgt persönlich beim Begründer dieser Methode, Rolf Ott.
                   Der Unterricht erfolgt in Klein-Klassen mit beschränkter Teilnehmerzahl.
          Die beiden Methoden, APM und WBA geniessen eine langjährige und breite Akzeptanz ge-
               genüber Krankenkassen und weiteren wichtigen Institutionen der Berufsbranche.

                                                     Lernziele:
            Sie vollziehen eine klinische Untersuchung zur Beurteilung der Kinematik und Energetik.
                     Sie erstellen einen Therapieplan über die Ohr-Akupunktur/-Reflexzonen.
                 Sie harmonisieren über die Akupunktmassage nach Penzel den Energiekreislauf.
                Sie korrigieren über feine manuelle Techniken die Fehlstatik des ganzen Körpers .
              Sie entspannen und mobilisieren den ganzen Körper mit speziellen Schwingtechniken.
              Sie bringen sowohl die Bandscheiben wie auch den Gelenksknorpel zum regenerieren.
                     Sie bringen den Körper zu einer optimalen neuromuskulären Relaxation.
                     Sie beheben muskuläre Disbalancen durch Instruktion gezielter Übungen.
                  Sie stabilisieren so die korrekte Haltung und koordinieren Bewegungsabläufe.
          Sie behandeln bereits nach einem Grundkurs, schnell und sehr erfolgreich, sowohl in der Pro-
                                       phylaxe, wie auch in der Rehabilitation.

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           Die nächsten Grundkursdaten: Teil 1: 21. – 26.05.2011          Teil 2: 18. – 23.06.2011

                               Zeiten: 08.00 bis 12.00 und 13.15 bis 18.00 Uhr)

                                  Kurskosten: Pro Woche: Fr. 1`360.00
                     Materialkosten: (Behandlungskissen, Behandlungsstift) Fr. 500.00

                                     Auskünfte und Anmeldung:
                          www.wba.ch oder Tel: 055 284 20 12 oder info@wba.ch

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Kommission für allgemeine Leistungen und          in Zürich. Die neue Schule führt ihre Kurse in
Grundsatzfragen) zu den fünf ärztlichen Fach-     Zürich und in St. Gallen durch und kann so mit
richtungen. Für mich geht es in erster Linie      einem breiten und flexiblen Angebot auftreten.
darum, präsent zu sein und auch unsere Hal-       Dass wir die Schule nach grossen Anstren-
tung, unser Interesse an dem Entscheid zum        gungen schliesslich in einem guten Zustand
Ausdruck zu bringen.                              in eine zukunftsfähige Verbindung einbringen
                                                  können, ist neben der grossen Solidarität der
Die Steuergruppe Berufsreglementierung            DozentInnen und StudentInnen und dem aus-
AM trifft sich am 3. Dezember. Diskutiert         serordentlichen Engagement des Administra-
wird schwergewichtig einerseits die Frage,        tions-Teams ganz wesentlich dem ehemaligen
wer jetzt und in Zukunft die Qualitätsstandards   Schulleiter und neuen Geschäftsführer des
festlegen soll: die Verbände oder die OdA. Der    St. Galler Standortes, Thomas John, zu ver-
OdA Vorstand wird aufgefordert, hier mög-         danken. Ebenfalls zu danken ist dem Vorstand
lichst rasch die notwendigen Gespräche zu         der NVS, der die Schule auf dem schwierigen
führen. Zweites Thema ist ein neues Papier zu     Weg der letzten Jahre immer unterstützt hat.
den Grundzügen der Alternativmedizin. Diese       Als (Noch-)Verwaltungsrat der NVS Schule AG
Grundsätze werden benötigt als eine Grundla-      ist es mir daher eine besondere Freude, das
ge der Berufsreglementierung. Da der Schrei-      Arbeitsjahr bei einem Nachtessen mit dem
bende mit dem von der Projektleitung vorge-       St. Galler Schul-Team beenden zu können.
legten Text in keiner Weise einverstanden ist,
beantragt er dessen Rückweisung. Die Steuer-      Durch das Erscheinungs-Datum dieser Num-
gruppe beschliesst stattdessen eine Sondersit-    mer bedingt etwas spät aber trotzdem: Allen
zung, an der der Text überarbeitet werden soll.   NVS Mitgliedern ein gutes und erfolgreiches
                                                  2011!
An der Sitzung des OdA KTTC Vorstandes
vom 7. Dezember wird Herr Jean-Michel             Christian U. Vogel
Plattner zum neuen Geschäftsleiter gewählt.       Präsident NVS
Er wird in einem 50%-Pensum für die OdA
arbeiten. Und Arbeit wird er mehr als genug
haben, ist er doch neben den alltäglichen Auf-
gaben auch für die Umsetzung des mit dem
BBT vereinbarten Strukturbildungs-Projektes
zuständig.

Am 20. Dezember darf ich wieder einmal
Schule geben: Einen halben Tag lang infor-
miere und diskutiere ich mit StudentInnen der
NVS Schule zum Thema Berufsreglementie-
rung – ein Thema, in dem ich langsam zum
Experten werde.
Ab dem 1. Januar gibt es die NVS Schule un-
ter diesem Namen nicht mehr. Sie ist fusioniert
mit der Schule für angewandte Naturheilkunde

                                                                                                   9
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          Die Gemmotherapie macht das „Lebendigste“ der Pflanzen
          als Heil- und Regenerationskraft für den Menschen nutzbar.

          Gemmo                   Die Kraft aus jungen Pflanzen
                                                                ®

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                                   wichtigsten Arzneimittel des Spagyros-Gemmo-
                                   Angebotes und die Vernetzung mit anderen
                                   komplementärmedizinischen Methoden kennen.
                                   • 4. April 2011 Spagyros AG,
                                     Tannackerstrasse 7, 3073 Gümligen
                                   • 6. Juni 2011 Jugendherberge SJH,
                                     Mutschellenstrasse 114, 8038 Zürich
                                   • 16. August 2011 Universität St. Gallen,
                                     Dufourstrasse 50, 9000 St. Gallen
                                   • 10. Oktober 2011 Spagyros AG,
                                     Tannackerstrasse 7, 3073 Gümligen
                                   jeweils 09.00 - 17.00 Uhr
                                   Melden Sie sich heute noch an unter www.spagyros.ch/
                                   Schulungsangebot oder verlangen Sie ein detailliertes
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                                   oder telefonisch: 031 959 55 85.

          Spagyros AG • 3073 Gümligen
          Tel. 031 959 55 88
          www.spagyros.ch

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NVS-MITTEILUNGEN                                                        Nr. 1         Februar 2011

      Vorstands-Beschlüsse                                NVS Geschäftsstelle
Telefonkonferenz vom 17. Nov. 2010                  Die Geschäftsstelle informiert:

• ANME Beitritt auf den nächst                      Sonderangebote für die NVS Mitglieder
  möglichen Termin
Die NVS wird der ANME, Association of Natu-         NVS Mitglieder können die Zeitschriften
ral Medicine in Europe, als Mitglied beitreten.     • Ganzheitsmedizin und
Die ANME ist ein Verein, der sich europaweit        • Forschende Komplementärmedizin
für die Komplementärmedizin einsetzt.               zu einem Sonderpreis abonnieren.

• Weitere Farbinserate in den                       Ganzheitsmedizin behandelt Themen aus
  NVS-MITTEILUNGEN                                  Komplementärmedizin,      Ernährungsmedizin
Es besteht eine grosse Nachfrage nach mehr          und Gesundheitsprävention. Sie berichtet über
Farbinseraten. Die Kosten für eine farbige Aus-     aktuelle Entwicklungen und liefert wichtige
gabe der NVS-MITTEILUNGEN sind jedoch sehr          Hintergrundinformationen. Ein ausführlicher
viel teurer und aus diesem Grund nicht realisier-   Veranstaltungskalender, Kongressberichte so-
bar. Der Vorstand beschliesst ab 2011 eine Farb-    wie die Mitteilungen der Union runden jede
doppelseite zu Beginn des französischen Teils       Ausgabe ab.
der Mitteilungen zu akzeptieren. Ansonsten soll
es keine Farbinserate zwischendurch geben.          Forschende Komplementärmedizin ist das
                                                    Forum für Wissenschaftler und Praktiker, die
                                                    in der Komplementärmedizin tätig sind. Sie ist
Telefonkonferenz vom 13. Dez. 2010                  eine wichtige Stimme in der oft kontroversen
                                                    Diskussion um schulmedizinische und komp-
• Ergänzung der Statuten Artikel 7:                 lementäre Methoden und schlägt eine Brücke
   Keine Rückerstattung Jahresbeitrag               zwischen diesen Ansätzen.
Der Vorstand beantragt der Mitgliederver-
sammlung 2011 einstimmig den Art. 7 wie folgt        Ganzheitsmedizin kostet für NVS Mitglieder
zu ergänzen: «Bei Erlöschen der Mitgliedschaft       CHF 58.– statt 75.–, Forschende Komplemen-
während des Jahres besteht kein Anspruch auf         tärmedizin € 86.50 statt € 173.–, plus Ver-
Rückerstattung des anteilmässigen Jahresbei-         sandkosten.
trages».

• Mitgliederversammlung 2012 Bern                   Interessierte Mitglieder können mit dem Bestell-
Die Geschäftsstelle hat verschiedene Veran-         formular unter www.naturaerzte.ch/downloads
staltungsorte geprüft. Nach diesen Abklärun-        oder per E-Mail an Frau Tränkle
gen beschliesst der Vorstand einstimmig, die        e.traenkle@karger.de ein Abonnement oder ein
MV 2012 im Allegro Grand Casino Kursaal Bern        Probeexemplar bestellen.
durchzuführen.

                                                                                                       11
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NVS-MITTEILUNGEN                                                         Nr. 1        Februar 2011

                                                   bot des APTN finden Sie im französischen Teil
                                                   der MITTEILUNGEN oder auf der Internet Seite
      News – Mitglieder                            des APTN. Anmelden wollen Sie sich bitte di-
      Westschweiz                                  rekt beim APTN.

                                                   Freier Sitz im Vorstand NVS für
MEDNAT 2011: 31.3. – 3.4.11                        die Westschweiz
Dieses Jahr wird die NVS wieder mit den Vor-       Wie in den letzten MITTEILUNGEN bekannt ge-
standsmitgliedern Prisca Birchler und Rosma-       macht wurde, hat Rosmarie Jost ihren Rücktritt
rie Jost, sowie vier weiteren Westschweizer        aus dem Vorstand auf die Mitgliederversamm-
Mitgliedern, mit einem Stand an der MEDNAT         lung vom 26. März 2011 bekannt gegeben. Es
Lausanne präsent sein. Wir möchten Informati-      wäre wünschenswert, dass die Westschweiz
onsarbeit im grossen Publikum und unter Prak-      weiterhin mit zwei Personen im Vorstand NVS
tizierenden leisten und das Netzwerk in der        vertreten ist.
Westschweiz vergrössern.                           → Noch ist der Sitz frei: Mitglieder, die Interesse
Besuchen Sie uns, wir freuen uns über jeden        und Freude an diesem Amt haben und über gu-
Besuch und den Austausch mit NVS Mitglie-          te Verständniskenntnisse in Hochdeutsch ver-
dern. Die Messe ist am Donnerstag bis 20 Uhr       fügen (Zweisprachigkeit ist nicht zwingend),
geöffnet und wir nutzen die Gelegenheit, unse-     sind Sie herzlich eingeladen, sich bei Rosmarie
ren Regio-Treff ab 18 Uhr am NVS Stand an der      Jost, Prisca Birchler oder der NVS Geschäfts-
MEDNAT abzuhalten. Wir heissen alle Mitglie-       stelle zu melden.
der herzlich zu diesem Treffen willkommen und
hoffen viele von Ihnen begrüssen zu dürfen.        Termin nächster Regio-Treff
                                                   Der nächste «Regio-Treff» findet am Event der
Weiterbildungen in der Westschweiz                 MEDNAT 2011 statt. Wir treffen uns am Don-
Die NVS bietet in der Westschweiz folgende         nerstag 31. März 2011 ab 18 Uhr am NVS
Kurse an, die Details dazu finden Sie als Beilage   Stand zum gemütlichen Austausch und an-
in diesen MITTEILUNGEN:                            schliessenden Apéro. Alle Mitglieder und Be-
14. Mai 2011 Ecole Minerva, Lausanne,              rufskollegInnen sind herzlich willkommen.
              Qu’est-ce que l’éthiomédecine?,
              Michel Patois
                                                    Die MEDNAT wird meine letzte Mission als
7. Juni 2011 Ecole Minerva, Lausanne,
                                                    Vorstandsmitglied NVS sein. Ich danke allen
              Quantische Medizin am
                                                    Mitgliedern herzlich für das entgegenge-
              Lebenden, M. Agostino Gargioni
                                                    brachte Vertrauen und wünsche dem Ver-
?. Okt 2011 Ecole Minerva, Lausanne,
                                                    band viel Erfolg bei den laufenden Projekten
              Alzheimer Krankheit,
                                                    und besonders positive Fortschritte in der
              Dr. Luc Bodin
                                                    Berufsanerkennung.

Weiterbildung APTN
Wie bereits angekündigt, können die Mitglieder     Rosmarie Jost, Vorstandsmitglied NVS
beider Verbände neu jeweils bei Weiterbildun-
gen von NVS und APTN von den Mitglieder-
preisen profitieren. Das Weiterbildungs-Ange-

                                                                                                         13
14
       Zur Unterstützung der Lebensqualität und des Wohlseins!
       Durch das Fermentationsgetränk EM•X GOLD aus Japan mit einem seit 4000 Jahren bekannten
       wilden Ling Zhi (Reishi) Pilz aus China entsteht mit weiteren Produkten ein wertvoller Cocktail.
                                                                                                                     NVS-MITTEILUNGEN

                         Mit einem Cocktail das Wohlsein fördern
                     Mit dem hier empfohlenen und aus unterschiedlichen natürlichen Pro-
                     dukten zusammengestellten hochwertigen Getränk steht dem Anwender
                     ein Cocktail mit einem noch höherwertigen Nutzen zur Verfügung, wie
                     dies die einzelnen Produkte in der Praxis schon ausreichend bekannt ist.
                     Diese zwei so verschiedenartigen Produkte unterstützen zusammen
                     ernährungsphysiologisch die Lebensqualität und das Wohlsein.
                     Bei diesem Cocktail können und sollten ein oder verschiedene wertvolle
                     frisch gepresste Fruchtsäfte (Obst/Gemüse) verwendet werden, wobei
                     das EM•X GOLD und wild Ling Zhi (Reishi) Pulver die Basis sind.
     Das Schwarzkümmelöl ist wegen seiner sehr guten Eigenschaften hierbei möglichst mit zu berücksichtigen.
     Mit dem EM•X GOLD besteht ein wesentlicher Qualitätsunterschied gegenüber dem früheren EM-X. Dies ist auf
     eine verbesserte enzymatische Bedingung bei der Fermentation mit den Effektiven Mikroorganismen EM-1 zurück
     zu führen, bei der eine durchgängige Fermentationskette von den in Symbiose lebenden Zooxanthellen mit den
     Steinkorallen (Korallenkalzium), und mit weiteren wertvollen Produkten bei der Fermentation bis zum EM•X GOLD
     besteht. Eine Vergleichsanalyse (Elektrolumineszenz) von Prof. Dr. Fritz-Albert Popp (Biophotonen) bestätigt
     diese Neuentwicklung von Prof. Dr. Teruo Higa, bei EM•X GOLD mit einen Wert von 2902 gegenüber EM-X von
                                                                                                                     Nr. 1

     1789.
                   Generalimporteur (CH + FL)                   Generalimporteur

        EM         EM•X GOLD - www.bionova-hygiene.ch            Ling Zhi (Reishi) Pulver - www.lingsan.ch
             R

          Bionova Hygiene GmbH + Lingsan GmbH, Bitzistrasse 13, 6370 Stans, Tel. 041 280 2211 - Fax 041 280 5511
                                                                                                                     Februar 2011
NVS-MITTEILUNGEN                                                      Nr. 1        Februar 2011

      News – Mitglieder
      Italienische Schweiz
Die Zeit über die Festtage war geprägt von        weis der OdA KTTC – welcher den Zugang zu
Frieden und absoluter Stille auch wenn uns        den eidgenössischen Prüfungen im KT ermög-
das 2010 noch einiges an Pendenzen, wie die       lichen wird – zu erhalten.
Initiativen oder Aktivitäten, die voranzutrei-
ben sind, und einige zukünftige Projekte offen    Ein anderes sehr wichtiges Thema im Tessin
liess. So ist dann auch das eben erst begon-      ist die Unterstützung der Komplementärmedi-
nene Jahr schon wieder voller wichtiger Ter-      zin und das Aufzeigen, wie eine gute Zusam-
mine, die sich über das ganze Jahr hinziehen;     menarbeit zwischen der Komplementärmedi-
wie zum Beispiel die Berufsreglementierung        zin und der Schulmedizin funktionieren kann.
und die Weiterbildung; nicht zuletzt wird auch    Es gibt viele Ärzte die täglich beide Methoden
dieses Jahr die Zusammenarbeit mit dem In-        in perfekter Synergie in der Prävention anwen-
formationsmagazin «Gente Sana» weiterge-          den und die für eine Zusammenarbeit mit den
führt, wo wir Texte veröffentlichen, die unsere   nicht-ärztlichen Therapeuten bereit sind. In der
Verbandstätigkeit betreffen. Die Zeitschrift      Zukunft ist eine Stärkung dieser Synergie wün-
wird unseren Mitgliedern direkt nach Hause        schenswert, insbesondere im Interesse der Pa-
geschickt.                                        tienten und um Gesundheitskosten zu sparen.

Bereits in den ersten Tagen im Januar hat die     Zwischenzeitlich wünschen wir allen Thera-
OdA KTTC die neuen Daten der Informations-        peutInnen und Lesern ein spannendes Jahr
treffen und der im Tessin stattfindenden Pas-      und Zufriedenheit.
serellenkurse festgelegt. Anfang Mai findet das
Tessiner Regio-Treffen in Bellinzona statt an     Daisy Barth, Vorstandsmitglied NVS
welchem die Abwicklung des Passerellenkur-
ses, der im September beginnt, geklärt wird.
An dieser Informationsveranstaltung wird
nochmals die Wichtigkeit dieser Weiterbildung
Passerelle bekräftigt. Ferner werden Ablauf,
erforderliche Module, Voraussetzungen und
notwendige Dokumentationen dieses Kurses
besprochen, damit eine erfolgreiche Absolvie-
rung dieses hohen Niveaus in professioneller
Qualität von uns Therapeuten erreicht werden
kann.

Veranstalter und Mitarbeiter im Sektor Passe-
relle hoffen sehr, dass sich dieses Jahr mehr
Komplementärtherapeuten in dieser Weiter-
bildung engagieren, um diesen Fähigkeitsaus-

                                                                                                     15
NVS-MITTEILUNGEN                                                Nr. 1      Februar 2011

                                                        Diverse Kurz-News
                                                  44. Heilpraktiker-Kongress Baden-

                                                   Vom 16. bis 17. April 2011 findet der
                                                   44. Heilpraktiker-Kongress mit dem
                                                   Thema «Typisch Mann – typisch Frau»
      ))! "                  (Geschlechtsspezifische Medizin) statt.
          " 
           &+! &,!'%&&            Baden
                   %                Ihre Anmeldung oder Anfrage richten Sie
       )(             bitte direkt an den Fachverband Deutscher
           !$             Heilpraktiker, Baden-Baden:
                                         Telefon 0049 72 21/313 45 (Mo bis Fr 9 – 12)
                                    e-mail: fdh.bawue@t-online.de.
         $   "   #
                                                 Preise: bei Zahlung bis 30. März 2011: Ge-
            &*%              samttagung Samstag und Sonntag: € 40.00,
             &                Tageskarte Samstag: € 30.00, Tageskarte Sonn-
                                        tag: € 20.00. Wichtig: Sie können an der Ta-
                                                 geskasse vor Ort zahlen, zahlen dann aber
                               jeweils € 10.00 mehr. Eine separate Anmel-
                                   dung ist für das abendliche «Frühlingsfest/
              & 
                                                  Küchenparty»; Buffet und Tanzmusik erforder-
                  
                                                  lich: € 30.00 für Tageskartenbesitzer.
        (""  '
                        sowie                     18. Heilpraktikertag am Bodensee
             Einführungsseminare                  (Überlingen)
                     in der
            Heilpraktiker-Akademie                 Am Samstag, 7. Mai 2011 findet der
              Baden-Württemberg
       Gutenbergstraße 1, in Baden-Baden           18. Heilpraktikertag im schönen Über-
           am Freitag, 16. April 2011              lingen statt
            jeweils 15.00-18.30 Uhr
              S1:Prof.HepingYuan,Arzt      Es ist die zweite gemeinsame Veranstaltung
            „Mann und Frau in der TCM“
          S2:BenjaminHierl,Heilpraktikerin
                                                  von folgenden Verbänden:
       Hp-Exklusiv-Methode „Augendiagnose“       – FDH Fachverband Deutscher Heilpraktiker
                                                   Baden-Württemberg e.V.
           &
                                                  – NVS Naturärzte Vereinigung der Schweiz
             %
           ! " !              – UDH Union Deutscher Heilpraktiker Lan-
                                                    desverband Baden-Württemberg e.V.

16
NVS-MITTEILUNGEN                                                      Nr. 1         Februar 2011

            18. Heilpraktikertag am Bodensee
                   Kursaal am See, D-88662 Überlingen
                               Samstag, 7. Mai 2011
                      Industrieausstellung: 10.00 – 17.00 Uhr

       Uhrzeit                                Thema-Referent
                      Erfolgreiche Anwendung der REGENA-Therapie bei
   10.00 – 10.45      psycho-somatischen Krankheitsbildern
                      Annette Guth, Heilpraktikerin

                      Aus der Praxis – für die Praxis: Erfolgreiche Behandlung mit in-
                      travenöser Sauerstofftherapie und zusätzlichen hocheffizienten
   11.15 – 12.00
                      Mischinfusionen
                      Babette Möller-Rienecker, Heilpraktikerin

                                              MITTAGS-PAUSE
   12.00 – 13.00
                             (gemeinsames Mittagessen - im Tagungspreis enthalten)

                      Allergien in der TEN
   13.00 – 13.45
                      Friedemann Garvelmann, Heilpraktiker

                      Der Magen – Betrachtungen und Therapieansätze im
   14.00 – 14.45      Wandel der Zeit
                      Dr. Conwitha Lapke, Biochemikerin, Heilpraktikerin, Schweiz

   14.00 – 16.00      Ausleitungstherapien: Schröpfen und Baunscheidtieren bei
                      Muskel- und Gelenkerkrankungen
   WORKSHOP           Otfried Döringer, Heilpraktiker

                      Die Bioelektrische Impedanz Analyse in der Naturheilpraxis
   15.15 – 16.00
                      Dr. Johannes Käsebieter, Heilpraktiker

                      Gelee Royal - Das Lebenselixier
   16.15 – 17.00
                      Claudia Perle, Heilpraktikerin

       ABEND-PROGRAMM: 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr, MOTTO: «Zeitreise»
          Wir besuchen das Überlinger Museum, mit interessanten Einblicken in die
    Geschichte der Freien Reichsstadt. Im Anschluss gibt es im Spitalkeller eine Steinhaus-
         Vesperplatte, wie sie schon Kaiser Napoleon am Bodensee serviert wurde.
                 Begrenzte Teilnehmerzahl und nur mit Voranmeldung!

       Eine gemeinsame Veranstaltung von: Fachverband Deutscher Heilpraktiker (FDH),
   Landesverband Baden-Württemberg e.V., Naturärzte Vereinigung der Schweiz (NVS) und
        Union Deutscher Heilpraktiker (UDH), Landesverband Baden-Württemberg e.V.
      Gesonderte Programme, Anmeldeunterlagen und Teilnahmegebühren siehe Internet:
                              www.heilpraktiker-bw.info

                                                                                                   17
NVS-MITTEILUNGEN                                                      Nr. 1       Februar 2011

     Um 10.00 Uhr beginnt das erste von sechs          kaufen dürfen. Einzelne Firmen haben dank
     Fachreferaten, die jeweils 45 Minuten dauern.     massiven Anstrengungen bereits heute wieder
     Parallel dazu gibt es am Nachmittag von 14.00     Nosoden nach den neuen Qualitätsanforderun-
     bis 16.00 einen Workshop zu den Ausleitungs-      gen auf dem Markt.
     therapien Schröpfen und Baunscheidtieren.
     Das Abendprogramm beginnt um 18 Uhr.              Trotzdem kann es sein, dass einzelne Nosoden
                                                       vom Markt verschwinden, weil z.B. die Beschaf-
     Anmeldung: Schriftliche Voranmeldung von          fung des Ausgangsstoffes schwierig ist.
     NVS Mitgliedern bis spätestens 2. Mai bei der
     Geschäftsstelle NVS (nvs@naturaerzte.ch) er-
     wünscht. Eine separate Anmeldung ist für das
     Abendprogramm unbedingt erforderlich wegen
     begrenzter Teilnehmerzahl.

     Preise: € 15.00 für Mitglieder FDH, NVS, UDH.
     Die Kosten für das Abendprogramm werden                 News – NVS Seminare
     separat in Rechnung gestellt. Kostenpunkt:
     € 15.00. Beides kann auf jeden Fall an der
     Kasse vor Ort bezahlt werden und kostet           NVS Seminare neu auch in Bern
     dann etwas mehr: jeweils € 20.00.
                                                       Dieses Semester bieten wir zum ersten Mal
                                                       auch Weiterbildungstage in Bern an. Wir haben
     Verbot homöopathischer Nosoden?                   dazu Kurse ausgesucht, die in Herisau sehr gut
                                                       angekommen sind und entsprechen damit dem
     Immer wieder kursieren Gerüchte über Noso-        Bedürfnis unserer Mitglieder «westlich von Zü-
     den-Verbote in der Schweiz. Glücklicherwei-       rich» deren An- und Rückreise erleichtert wird.
     se sind Nosoden bei uns nicht grundsätzlich       Mit dem Kurslokal der Migros Klubschule an
     verboten: sie werden auch zukünftig von der       der Marktgasse haben wir Räumlichkeiten an
     Swissmedic zugelassen und somit für Homöo-        bester Lage mitten in der Altstadt von Bern ge-
     pathInnen und TherapeutInnen in der Schweiz       funden. Diese sind auch zu Fuss ab dem Bahn-
     erhältlich sein.                                  hof gut erreichbar.
                                                       Unser Angebot in Herisau bleibt natürlich be-
     Die Zulassung für eine Nosode wird von der        stehen. Das Kursprogramm haben Sie ja bereits
     Swissmedic erteilt, wenn die geforderten Qua-     im Dezember erhalten.
     litätsanforderungen vom Hersteller erfüllt wer-
     den. Viele Nosoden, die auf dem Markt sind be-    Seminar-Anerkennung durch das EMR?
     ziehungsweise waren, sind sehr alte Präparate.
     Aus früheren Jahren existieren diese Nach-        Es kommt immer wieder zu Missverständnissen
     weise zum eingesetzten Ausgangsstoff oft nur      bezüglich der Anerkennung der Weiterbildung
     teilweise. Für die Zulassung mit dem heutigen     durch das EMR. Leider ist es nicht möglich, im
     Meldeverfahren reichen diese nicht mehr aus.      Vorfeld vom EMR eine Zusage bezüglich Aner-
     Kann ein Hersteller diese Unterlagen nicht        kennung zu erhalten. Wir haben dies verschie-
     einbringen, werden sie diese nicht weiter ver-    dentlich versucht.

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NVS-MITTEILUNGEN                                                           Nr. 1        Februar 2011

Sobald wir wissen, dass eine unserer Weiterbil-      An dieser Stelle möchten wir allen Teilneh-
dungen vom EMR nicht anerkannt wird, publi-          merInnen unserer Weiterbildungskurse für die
zieren wir das umgehend im Kursangebot.              rege Teilnahme danken. Wir freuen uns, Sie
Wir sind aber auch der Ansicht, dass wir uns die     bald wieder an einem unserer Seminare be-
Freiheit nehmen wollen Seminare ohne EMR-            grüssen zu dürfen!
Anerkennung anzubieten. Es kann nicht sein,
dass das EMR allein unser Angebot diktiert.          Mit den besten Wünschen für ein spannendes
                                                     2011!
Wie immer sind wir auf Ihre Anregungen und
Vorschläge zu Themen und Dozenten angewie-           Johannes K. Brülisauer
sen damit wir das Angebot weiter verbessern          Vorstandsmitglied NVS
können. Besten Dank für Ihre Inputs und Rück-        Weiterbildungskommission NVS Seminare
meldungen.

 Vernetzen Sie sich in Regio-Gruppen!
 Ob kollegialer Meinungsaustausch, Information und Weiterbildung oder Diskussion politischer
 Themen: SIE bestimmen und organisieren Inhalt und Zweck regionaler Mitglieder Treffen. Dabei soll
 die Geselligkeit nicht zu kurz kommen.
 Der NVS -Verband bietet den Regio-Gruppen folgende Unterstützung
 • Max. Fr. 200.00 für Saalmiete
 • Fr. 100.00 für die Arbeit des/der Organisierenden
 • Fr. 15.00 pro TeilnehmerIn für die Verpflegung
 • Unterstützung bei der Bekanntmachung des Anlasses bei NVS-Mitgliedern aus der Region
   (in den NVS-MITTEILUNGEN und per Mailversand)
 Die Regio-Gruppe/der Gruppenverantwortliche leistet folgenden Beitrag
 • Organisieren von 2- 4 Anlässen pro Jahr
 • Sicherstellung, dass Anlässe aus den Teilen fachlicher Input/Diskussion und Geselligkeit
   bestehen
 • Mögliche Vernetzung von grösseren Anlässen mit andern Regio-Gruppen
 • Bindeglied zwischen Verband und Gruppe
 • Informationstransfer Verband und Gruppe

 Sinnvoll wären Gruppen in den Regionen Basel, Bern, Chur, St. Gallen, Zürich und Luzern.
 Wir suchen aktive Mitglieder die eine Regio-Gruppe aufbauen und organisieren wollen.
 Interessiert? – Bitte melden Sie sich bei der NVS Geschäftsstelle. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

                                                                                                       19
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           Berufsreglementie-
                                                          Das Projekt regelt nur die Ausbildung.
           rung – die ungewisse                           Die Berufsausübung (Praxisbewil-
           Zukunft                                        ligung) wird weiterhin durch die
     1. Die Zielvorgabe                                   kantonalen Gesundheitsgesetze gere-
     Vor gut fünf Jahren schrieb das Bundesamt für        gelt. «Die Leistungen der AM und KT
     Berufsbildung und Technologie BBT in einem
                                                          werden wie bisher durch die frei-
     (hier von mir gekürzten) Memorandum:
                                                          willige Zusatzversicherung der Kran-
      « … Mit der Schaffung je einer eidgenössi-          kenkassen finanziert.»
      schen höheren Fachprüfung (HFP) in Komp-
      lementärtherapien und Alternativmedizin
      werden folgende Leistungen erbracht:             Seither wurde von den Verbänden, die in den
      • Bündeln der unzähligen Methoden in eine        beiden OdAs (Organisationen der Arbeitswelt)
      definierte Anzahl von Fachvertiefungen.           Komplementärtherapie KT und Alternativme-
      • Schaffung je einer qualitativ hoch stehen-     dizin AM organisiert sind, eine riesige Arbeit
      den Ausbildung. Diese soll die unzähligen        geleistet. Ein grosser Teil der Ergebnisse die-
      Ausbildungen und Kurse durch ein klar defi-       ser Arbeit wird jetzt in der vom BBT verlangten
      niertes Kompetenzniveau und einen einheit-       (und mitfinanzierten) Berufsfeldanalyse BFA
      lichen Abschluss ersetzen.                       gewertet und in einem gemeinsamen Schema
      • Integration von schulmedizinischen Grund-      zusammengefasst.
      lagen. Sämtliche PrüfungsabsolventInnen
      müssen …Kenntnisse in schulmedizinischem         2. Unterscheidung AM - KT
      Grundlagenwissen nachweisen, welche(s)           Unter anderem soll durch diese Analyse das
      sich am Grundlagenwissen von Gesund-             Verhältnis der beiden geplanten Berufe der
      heitsberufen auf der Tertiärstufe orientiert.    Komplementärtherapie und der Alternativme-
      Diese(s) geht weit über das heute vom EMR        dizin zueinander geklärt werden. Wo unter-
      geforderte Wissen hinaus. Damit soll garan-      scheiden sie sich, wo überschneiden sie sich?
      tiert werden, dass KT und AM Praktizierende      Sind sie auf der gleichen Stufe anzusiedeln,
      mit VertreterInnen anderer Gesundheitsberu-      oder gibt es ev. für den einen eine eidgenössi-
      fe zusammen arbeiten und die Grenzen ihrer       sche Berufsprüfung BP und für den andern eine
      Methode bzw. ihrer Kompetenzen erkennen.         Höhere Fachprüfung HFP? Gibt es überhaupt
      Somit erfüllt das Projekt ein Anliegen des Ge-   ein Bedürfnis für zwei Berufe, oder gibt es nur
      sundheitsschutzes.                               einen gemeinsamen?
      • Transparenz über Ausbildung und Qualität       Was jetzt schon klar ist: AM und KT sind lan-
      der TherapeutInnen für KlientInnen, Kanto-       ge nicht so deutlich voneinander getrennt, wie
      ne und Krankenkassen.                            man das in den beiden Lagern bisher glaubte.
      • Aufbau einer gemeinsamen Trägerschafts-        Die Suche nach klaren Abgrenzungen gestaltet
      struktur. Damit kann die Zusammenarbeit          sich so schwierig, dass da und dort die inter-
      zwischen den unterschiedlichen Methoden          essante Frage gestellt wird, ob diese Trennung
      und deren Koordination gefestigt werden.         überhaupt sinnvoll ist. Dabei ist noch nicht ein-
                                                       mal berücksichtigt, dass ganz viele Praktizie-

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rende z. B. eine klassische Heilpraktiker-Aus-     Ideale zum Standard erklären, sondern sicher-
bildung haben (also zu AM gehören), zugleich       stellen, dass die heute Praktizierenden, soweit
aber mit KT-Methoden wie etwa der Fussre-          sie das heute für diesen Beruf zu erwartende
flexzonenmassage arbeiten.                          Wissen und einiges an Praxiserfahrung mit-
Um hier mehr Klarheit zu schaffen (und für ein     bringen, eine gute Chance haben, die Prüfung
praxisgerechtes Kompetenzprofil der kommen-         zu bestehen.
den Berufe), wurde im September ein zweitägi-      Natürlich gibt es auch hier heisse Diskussio-
ger Workshop mit je 10 AM- und KT-Praktizie-       nen zwischen Leuten, die am liebsten gleich
renden durchgeführt. Hier wurde untersucht,        ein Hochschulstudium etablieren möchten und
wer wie arbeitet, wer für seine tägliche Arbeit    denen, die sich vor allem den heute Praktizie-
welche Kompetenzen braucht, wer wo und wie         renden und den gewachsenen Strukturen ver-
seine Schwerpunkte setzt usw. Auch dieser          pflichtet fühlen. Persönlich bin ich der Ansicht,
Workshop hat die erwünschte eindeutige Un-         dass die heute angebotenen Ausbildungen si-
terscheidung nicht gebracht. Und für unsere        cher verbessert werden können und müssen,
PatientInnen oder KlientInnen dürfte schon die     dass sie aber nicht auf eine völlig neue Stufe
Frage, ob sie zu einem dipl. KT oder zu einer      gehoben werden dürfen. (Dass wir in der For-
dipl. AM gehen wollen, kaum verständlich sein.     schung oder in der Berufspolitik einen dringen-
Dass bei den VertreterInnen beider Seiten bei      den Bedarf an PraktikerInnen mit einer zusätz-
dieser Frage nach Selbstbild und Selbstver-        lichen akademischen Ausbildung haben, ist ein
ständnis oft die Emotionen das Denken beein-       anderes Thema.)
flussen, macht den Prozess auch nicht einfa-
cher. Genaueres zum Verhältnis von AM und          4. Die heute Praktizierenden
KT und der jeweiligen Abschlüsse kann wohl
erst Anfang 2012 gesagt werden.                     Es ist Aufgabe der OdAs KT und AM, für
                                                    ihren Bereich zu definieren, was die Zulas-
3. Das verlangte Niveau                             sungsbedingungen zur Höheren Fachprü-
Ein weiteres komplexes Thema ist die Frage          fung sein sollen. Dies geschieht zum einen,
nach den Anforderungen, die an die Absolven-        in dem klare Vorgaben für die in Zukunft
tInnen der geplanten Höheren Fachprüfung            zu absolvierenden Ausbildungen erar-
HFP gestellt werden sollen. Sicher ist, dass        beitet werden hinsichtlich Inhalt, Umfang
niemand ein eidgenössisches Diplom erhält,          und Qualität. Für die zukünftigen Absolven-
ohne die entsprechende Prüfung bestanden            tInnen dieser Ausbildungen wird die HFP
zu haben. (Da es diesen Beruf bisher nicht gab,     nicht viel anderes sein als eine etwas anders
gibt es auch keine Besitzstandwahrung.) Sicher      gestaltete Schulabschlussprüfung.
ist ebenfalls, dass diese Prüfungen keine Wis-      Zum andern muss für die heute in Ausbildung
sens-Prüfungen (Anatomie, Physiologie etc.)         Befindlichen und die bereits Praktizieren-
sein werden, sondern Kompetenz-Prüfungen.           den ein sauber ausgearbeitetes Verfahren
D. h. geprüft wird der kompetente Umgang mit        angeboten werden, das ihnen gestattet, in
alltäglichen Problemstellungen in der Praxis.       einer angemessenen Form nachzuwei-
Gemäss verbindlichen Aussagen des zustän-           sen, dass ihre in Ausbildung und Pra-
digen Ressortleiter Höhere Berufsbildung BBT,       xiserfahrung erworbenen Kompetenzen
Herrn Martin Stalder, soll die jetzt zu etablie-    für die Zulassung zur HFP ausreichend
rende HFP nicht irgendwelche hochgesteckten

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                                                        und unbehelligt als Therapeut betätigen darf.
      sind. (Die OdA KT hat hier mit dem Bran-
                                                        Da aber gleichzeitig das neue eidgenössische
      chendiplom und der zugehörigen Passerelle
                                                        Diplom als anerkanntes und überprüftes Qua-
      schon sehr gute Vorarbeit geleistet.)
                                                        litätslabel entsteht, kann das gut aufgefangen
                                                        werden. Es ist Aufgabe der beiden OdAs und
     5. Bedeutung auf Kantons-Ebene                     ihrer Mitgliedverbände, für die Bekanntheit
     Wie schon das BBT in seinem oben zitierten         und den guten Ruf dieser Diplome zu sorgen.
     Memorandum festgehalten hat, ändert sich an        Persönlich halte ich diese Parallelentwicklung
     der rechtlichen Stellung in den Kantonen durch     von Liberalisierung und Qualitätssicherung für
     das eidgenössische Diplom nicht viel. Nach wie     begrüssenswert.
     vor entscheidet jeder Kanton selbst, was er
     erlauben, ermöglichen oder verlangen will.         6. Bedeutung für die Krankenkassen
     Trotzdem wird mit dem Diplom ein Druck ge-         Letztlich werden die Kassen über den Wert der
     schaffen, der schrittweise zu einer Annäherung     neu geschaffenen Diplome entscheiden. Und
     unter den vielen verschiedenen Regelungen          hier wartet man – wenn wir uns auf die bisheri-
     führen wird.                                       gen Rückmeldungen verlassen können – sehn-
     Viele Kantone haben die kommenden eidgenös-        süchtig auf deren Einführung. Ein von den da-
     sischen Diplome bereits in ihren Gesetzen oder     für zuständigen Berufsverbänden geschaffenes
     Verordnungen eingeschrieben. Oft, wie etwa im      und vom Bund garantiertes Qualitätslabel ist
     Kanton Zürich, in dem sie gleichzeitig die Aus-    das, was sie brauchen. Es wird zweifellos zu ei-
     übung der komplementärtherapeutischen und          ner Professionalisierung in diesem Bereich des
     alternativmedizinischen Tätigkeiten weitge-        Gesundheitswesens führen. Es wird zu einer
     hend freigeben, mit oder ohne Diplom. Was das      Selektion führen, die für einzelne Praktizierende
     genau für die Abgabe und Anwendung der ent-        schmerzhaft, für die grosse Mehrheit und den
     sprechenden Heilmittel bedeuten wird, ist noch     Berufsstand als solchen aber ein grosser Schritt
     nicht klar. Sicher werden die InhaberInnen eines   vorwärts sein wird.
     eidgenössischen Diploms (neben der Befreiung
     von der Mehrwertsteuer) durch das anerkannte        Wir werden in den Zusatzversicherungen
     Diplom einen klaren Marktvorteil haben.             bleiben, da wir hier zwar gewissen Risi-
     In Kantonen mit klaren Zulassungsregelungen,        ken und Einschränkungen ausgesetzt sind,
     d. h. insbesondere in den Ostschweizer Kanto-       dafür aber eine unternehmerische Freiheit
     nen, wird vor allem das AM-Diplom, z. T. auch       geniessen, um die wir auch von den Ärz-
     das KT-Diplom, Voraussetzung für eine Praxis-       ten z. T. beneidet werden (die ja auch ganz
     bewilligung sein. Und in den Kantonen, in de-       gerne im Bereich der Zusatzversicherungen
     nen unsere Arbeit immer noch in der Illegalität     arbeiten). Bedauerlich daran ist, dass viele
     stattfindet werden wir mit den Diplomen den          PatientInnen, für die gerade unsere Metho-
     notwendigen politischen Druck aufbauen kön-         den besonders hilfreich sein könnten, von
     nen, um auch hier zu angemessenen Lösungen          den Kassen nicht in die Zusatzversicherun-
     zu kommen.                                          gen aufgenommen werden. Für diese Leute
     Die aktuelle Liberalisierung bei der Ausübung       müssen die fünf ärztlichen Fachrichtungen
     von Heiltätigkeiten durch Nicht-Ärzte bringt        definitiv in die Grundversicherung aufge-
     eine gewisse Verunsicherung bei den Patien-         nommen werden.
     tInnen, da wer immer Lust dazu hat, sich offen

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