Schöpfungszeit - HAUSDERBEGEGNUNG SEPTEMBER | OKTOBER 2020 - NR. 72 - Diözese Innsbruck
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SEPTEMBER | OKTOBER 2020 – NR. 72 HAUSDERBEGEGNUNG Schöpfungszeit Tel. 0 512/58 78 69-12 · Fax 0 512 / 58 78 69-11 www.hausderbegegnung.com · hdb.kurse@dibk.at
HAUSDERBEGEGNUNG SEITE 03 Vorwort Manfred MEYER 04–05 Schöpfungszeit Daniela SOIER 06–20 Programmbeschreibung Vorträge, Seminare, Workshops 14–15 Programmübersicht praktisch – zum Heraustrennen und Aufhängen 21 Vorschau 25–26 Kontinuierliche Veranstaltungen Anmeldung, Impressum SEPTEMBER OKTOBER i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! 2
HAUSDERBEGEGNUNG { Vorwort } Wo wohnt der liebe Gott? Liebe Leserinnen und Leser, es war ein richtig feiner Nachmittag mit Freunden, enthaltsort Gottes zu erzählen. Das Bild, welches der mir kürzlich eine theologische Herausforde- die kleine Chiara hinterlassen hat, ist jedoch bis rung in Form der 4 Jahre alten Chiara bescherte. heute in meinem Kopf. Ein Gott, den man nicht Nach reichlich Kaffee und Kuchen setzte ich mich sieht, ein Pfarrer den man nur am Auto erkennt zu ihr an den Rand der Sandkiste um ein wenig mit und ein Obdachloser, für den die Kirche ein Stück ihr zu spielen. Sie zeigte mir ihre Stadt aus Sand von Lebensqualität bietet. und Playmobil-Figuren und erklärte mir sehr aus- Ist das nur die Wahrnehmung eines Kindes oder ist führlich, wer denn aller hier wohnt. Es gab einen es unsere Realität, die wir gerne schöner darstellen Arzt, einen Feuerwehrmann inkl. Feuerwehrauto, als sie tatsächlich ist? einen Lehrer, einen Bankdirektor – sein Haus war Heute würde ich sagen, Gott wohnt in unseren mit Abstand das größte, einen Pfarrer samt Kirche Taten. Wenn wir gedankenlos Menschen oder die und einen Obdachlosen. Letzterer dürfe immer Natur verletzen, dann bricht ein Stein aus seinem unter einem Vordach bei der Kirche schlafen, Haus heraus – wenn wir jedoch besonnen und wenn es regnet, meinte sie. Es war beinahe ein aus uneigennützig handeln, kommt ein Ziegel für das Sand gebautes Spiegelbild unserer Realität, das Haus Gottes hinzu. Es liegt also an uns, ob wir für man hier (mit viel Phantasie) erkennen konnte. Gott – und somit ja auch für uns – ein schönes Irgendwann im Laufe unserer Stadtbesichtigung Zuhause gestalten, oder ob wir ihn zum Obdachlo- fragte mich Chiara, wo denn der liebe Gott wohne. sen machen. Gerade jetzt ist der beste Augenblick Etwas überrascht über diese Frage sagte ich spon- um öfter mal am Haus Gottes zu arbeiten – inner- tan: „Der wohnt in der Kirche, beim Pfarrer.“ halb und außerhalb der Kirche. Doch damit war ich natürlich auf dem Holzweg. „In der Kirche wohnt er nicht, denn ich war schon oft dort und habe ihn noch nie gesehen und der Pfarrer wohnt ja auch nicht da, der kommt nur am Sonntag, da steht immer sein Auto auf dem Parkplatz.“ Mir wurde sofort klar, dass ich es jetzt Herzlichst nur noch vermasseln konnte und beendete meine Ihr Manfred MEYER SEPTEMBER Versuche, der jungen Dame etwas über den Auf- Leiter OKTOBER 3
HAUSDERBEGEGNUNG Schöpfungszeit Ob sich in Stein gemeißelte Verhaltensmuster wandeln und es auch nach uns noch blüht? Die Schöpfungszeit wird vom 1. September bis 4. Oktober gefeiert. Sie gilt aber das ganze Jahr über, wirkt sich doch unser Lebensstil 365 Tage im Jahr aus und überschreitet die Biokapazität gehörig. Der Earth Overshoot Day markiert den Tag, ab dem wir mehr Ressourcen verbrauchen als Ökosysteme innerhalb eines Jahres regenerie- ren können. Im Jahr 2019 fiel dieser Tag auf den 29. Juli. Heuer war es aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie der 22. August. Wir ernten also seither auf Kredit, des- sen Rückzahlung immer teurer und aufwendiger wird. In der orthodoxen Kirche wird schon lange an jedem 1. September für die Bewahrung der Schöp- fung gebetet. Im Jahr 2015 wies auch Papst Fran- das gemeinsame Haus“ ausgerufen wurde, sind ziskus diesen Tag als offiziellen „Weltgebetstag für Worte und Taten für die Bewahrung der Schöp- die Bewahrung der Schöpfung“ aus. Besonders fung gefragt. Verschiedene religiöse Traditionen heuer im „Laudato Si‘-Jahr“, das anlässlich fünf und auch die Bibel lehren, „weniger ist mehr“. Jahre Enzyklika „Laudato Si‘ über die Sorge für (Vgl. LS 222) Gemeint ist damit ein „Verständ- nis von Lebensqualität“ und ein „Lebensstil, der fähig ist, sich zutiefst zu freuen, ohne auf Konsum versessen zu sein“ (LS 222). „Die christliche Spi- ritualität regt zu einem Wachstum mit Mäßigkeit an und zu einer Fähigkeit, mit dem Wenigen froh zu sein. Es ist eine Rückkehr zu der Einfachheit, die uns erlaubt innezuhalten, um das Kleine zu würdigen, dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die das Leben bietet, ohne uns an das zu hängen, was wir haben, noch uns über das zu grämen, was wir nicht haben.“ (LS 222) Die Frage ist, ob wir unsere scheinbar in Stein gemeißelten Muster ändern wollen. Papst Fran- ziskus fordert in Laudato Si‘ eine „ökologische Umkehr“ (LS 216–221): „Wenn »die äußeren Wüs- ten […] in der Welt [wachsen], weil die inneren Wüsten so groß geworden sind«, ist die Umwelt- krise ein Aufruf zu einer tiefgreifenden inneren SEPTEMBER OKTOBER 4
HAUSDERBEGEGNUNG Umkehr. Doch wir müssen auch zugeben, dass einige engagierte und betende Christen unter dem Vorwand von Realismus und Pragmatis- mus gewöhnlich die Umweltsorgen bespötteln. Andere sind passiv, entschließen sich nicht dazu, ihre Gewohnheiten zu ändern, und werden inkohärent. Es fehlt ihnen also eine ökologische Umkehr, …“ (LS 217) Hinterlassen wir tiefe Furchen oder blüht es auch nach uns noch? Es haben sich weltweit Nutzungsformen eta- bliert, die Raubbau betreiben und Zerstörung Beton? Viele von uns wissen, dass es einen kli- hinterlassen. Im großen Stil ist uns das bekannt mafreundlichen und ökologisch-ökonomisch-so- aus dem Regenwald. Kleine und größere nut- zial verträglichen Lebensstil braucht. Wir kennen zungsbedingte „Wunden“ in den Ökosystemen einige Wege, die uns dorthin bringen. Wann, finden sich aber auch vor der Haustür. Um nur wenn nicht jetzt, setzen wir einen Schritt nach zwei Beispiele zu nennen: In manchen Ecken der dem anderen in diese Richtung? heimischen Naturparks bleiben unübersehbare Gesundheitsdienlichen Abstand halten, Mitein- Spuren von der Holzbringung. Auf vielen land- ander losgehen, mit wachsamen Sinnen aufneh- wirtschaftlich intensiv genutzten Flächen wie men, was sich an Gutem tut und für die je eigene auch in privaten Gärten werden üppig(st) Dünger Situation adaptieren lässt. Nachahmenswerte und Pestizide ausgebracht. Wald und Flur werden gute Beispiele in Land- und Forstwirtschaft, im wie „üblich“ genutzt und dafür z.T. Bodenerosion Tourismus, in Dienstleistungs- und Gewerbebe- und Artenrückgang in Kauf genommen. Hinge- trieben gibt es genug. Und Gott sei Dank auch in gen sind lebensfördernde, schonende Methoden der Kirche. Eine diözesane Nachhaltigkeitsstra- in manchen Köpfen und Subventionen noch tegie oder Klimabündnisbetriebe/-pfarren etwa. immer als „alternativ“ gespeichert. Sollte nicht Oder werfen Sie mal einen Blick auf die Home- spätestens Corona auch in der breiten Masse page der Umweltbeauftragten der Katholischen ein Umdenken und langfristig lebensdienliches und Evangelischen Kirche Österreichs: www. Handeln für Mitmensch und Mitgeschöpf lokal schoepfung.at. In der Schöpfungszeit finden Sie und global bewirkt haben? Maßnahmen können dort täglich vorbildliche Beispiele aus Pfarrge- von heute auf morgen verordnet und Verhaltens- meinden, die zum ebenfalls AKTIV WERDEN muster durchbrochen werden, wenn der Hut anregen und motivieren. (bzw. die „Krone“) brennt. Bevor wir nur mehr Just do it because there is no planet B. reagieren können und von heute auf morgen was Auf geht’s, denn es gibt nur eine Erde. tun müssen, ergreifen wir doch die Chance und agieren wir selber, um Konsummuster und damit einhergehende Produktionsmuster zu wandeln. Ökologische Umkehr als Heilmittel gegen die Übernutzungs- und Profitseuche darf reichlich angewendet werden. Daniela SOIER Können sich in unserer Konsumgesellschaft Fachreferat für verantwortungsvolle, sparsame Ressourcennut- Schöpfungsverantwortung zungen durchsetzen wie Pflanzen inmitten von Diözesane Umweltbeauftragte SEPTEMBER OKTOBER 5
HAUSDERBEGEGNUNG 01.09. Gemeinsames Gebet für Mutter Erde Schöpfungslob im Rahmen der „Schöpfungszeit“ – 1. September bis 4. Oktober { Luzernar Am Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung kommen VertreterInnen verschiedener und Vesper christlicher Konfessionen zusammen und beten gemeinsam für einen verantwortungsvollen (Lichtfeier und Umgang mit der Schöpfung. Die Klimakrise, der jede nachhaltige Nutzung übersteigende Abendgebet) } Ressourcenverbrauch, der Rückgang der Artenvielfalt sind nur drei Beispiele dafür, dass unser „gemeinsames Haus“ brennt. Beten, innehalten und aktiv werden für eine lebensfördernde Welt. Termin Dienstag, 1. September 2020, 18 Uhr Ort Jesuitenkirche, Karl-Rahner-Platz, Innsbruck 11.09. #digitalekirche { Herbst Ein Tag zu virtuell vernetzter Kirche und der Rede von Gott mit folgenden Schwerpunktthemen: symposium } VERNETZT und VIRTUELL – Digitalisierung verändert Gesellschaft Die Digitalisierung verändert den Menschen in seinem Habitus, im Kommunikations- und Informationsverhalten und in seinen Arbeitsprozessen. Sie ist damit Motor eines gesellschaftlichen Transformationsprozesses, der auch auf Kirche, Religion und Theologie Auswirkungen hat. Künstliche Intelligenz stellt Menschen und Gottesbild in Frage. Virtuelle Realitäten stehen in Konkurrenz zum Transzendenzanspruch des Glaubens. Nicht zuletzt durch die Corona-Krise haben sich die Theologie und Kirche den Herausforderungen der digitalen Kommunikation stellen müssen. Digitalität eröffnet neue Zugänge zur Öffentlichkeit. Die sozialen Medien bereiten den Weg von der Einbahnkommunikation zur religiösen Interaktion und sind Räume für Begegnung auf Augenhöhe. Gott 2.0 – Social Media und die Rede von Gott Auch wenn Social Media als Jugendphänomen gilt, ist dort viel von Gott die Rede. Gott begegnet uns auf Facebook, Twitter und Co. – in Bibelzitaten, frommen Sprüchen, in Bildern aber auch in in der direkten Rede als ein in der ersten Person zu seinen Followern sprechender Gott. Wie sind diese verschiedenen Phänomene der Gottesrede einzuordnen? Wer steckt hinter den vielen Gott-Profilen der digitalen Welt und welche Absichten verfolgen diese Akteure? ReferentInnen Karl PEBÖCK MA, Hochschullehrer an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg, Schwerpunkt: Mediendidaktik und Medienpädagogik Dr.in Judith KLAIBER, Assistenzprofessorin an der Katholischen Privatuniversität Linz Paula NOWAK, Studienleiterin für Religionspädagogik im Bereich Mediendidaktik im Amt für kirchliche Dienste Berlin der EKBO Dr.in Claudia PAGANINI, Universitätsassistentin an der Katholischen Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck Termin Freitag, 11. September 2020, 9 – 16.30 Uhr Beitrag Eintritt frei, das Mittagessen kann zu Beginn der Tagung bezahlt werden Anmeldung bis Montag, 6. Juli 2020 über die PH Edith Stein (PH-Online, irpb@kph-es.at oder Anmeldekarte im Veranstaltungsfolder) Bitte beachten: Aufgrund der derzeit geltenden Corona-Vorsichtsmaßnahmen ist die Raumkapazität auf 100 Personen beschränkt, wenn ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Zielgruppe Lehrpersonen und pastorale MitarbeiterInnen SEPTEMBER OKTOBER i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! 6
HAUSDERBEGEGNUNG Unser Essen in unseren Händen – einst und jetzt: 12.09. eine gemeinsame Spurensuche Innsbrucker Radtour zum Wandel im Rahmen der Erlebnisausstellung „Wir essen die Welt!“ Bei einer Radtour entdecken wir schon verwischte und noch sichtbare Spuren der { Geführte Lebensmittelversorgung in der Stadt. Wir besuchen aber auch Orte, an denen Menschen Radtour } das Grundbedürfnis Ernährung mit seinen vielseitigen Facetten jetzt in den Mittelpunkt nachhaltigen Lebens stellen. Begleiten wird die Frage, was es bei uns und global bedeuten kann, ernährungssouverän zu sein – entscheidungsmächtig über ein gutes Essen für alle. Dr.in Ute AMMERING, AG Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsforschung am Institut für Geographie/Universität Referentin Innsbruck und Obfrau der Initiative Ernährungsrat Innsbruck Samstag, 12. September 2020, 10 – 13 Uhr Termin Treffpunkt vor der Stadtbibliothek Innsbruck, Amraser Straße 2, Innsbruck Ort Geführte Radtour mit Stationen und im Anschluss kulinarischer Ausklang gegen Wertschätzungsbeitrag Beitrag erforderlich bis Montag, bis 7. September 2020 Anmeldung „fahrradfahrende Neugierige und Wandelwillige“, gerne auch Familien Zielgruppe Gemeinsam mit dem Welthaus der Diözese Innsbruck und Transition Tirol im Rahmen der Reihe „Stadtspaziergänge zum Wandel" und im Rahmen der Erlebnisausstellung „Wir essen die Welt!“ Gefördert durch die Stadt Innsbruck Zuviel Fett, zuviel Zucker, aber wenig Geld. 15.09. Ist zuviel Gewicht ein Hinweis auf Armut oder Wohlstand? Der Wohlstandsbauch war in den Nachkriegsjahren das Symbol für den Aufschwung. { Sozialstamm- Hat sich das verändert? Wie prägen kleine Budgets das Essverhalten? Was wissen wir übers Kochen tisch } und gesunde Ernährung? Macht Zucker süchtig? Welche Versprechen stehen hinter den glitzernden Verpackungen? Kritische Reflexionen über gesunde Ernährung, Bildung und gesellschaftliche Schieflagen. Maria LERCHBAUMER, Ernährungspädagogin Referentin Dienstag, 15. September 2020, 19.30 – 21 Uhr Termin freiwillige Spende Treffpunkt Auch auf Facebook finden Sie Veranstaltungshinweise, Neuigkeiten aus dem Haus und Eindrücke von Begegnungen. Ihr „Gefällt mir“ freut uns – aber noch mehr freuen wir uns über die wirklichen, die persönlichen Begegnungen mit Ihnen. i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! SEPTEMBER OKTOBER 7
HAUSDERBEGEGNUNG 20.09. Kaffee – Croissant – Theater Playbacktheater-Café { Theater } Sie erzählen, wir spielen! Anekdoten und Erlebnisse, Lustiges und Heiteres, Erfolge und Missgeschicke ... wo geht das besser, als bei einem schönen gemütlichen Sonntagsfrühstück mit einer Theaterdarbietung? Wir laden ein, zu einer ganz besonderen Art des Frühstücks: dem Playbacktheater-Frühstück. Und im Mittelpunkt stehen Sie und Ihre Geschichten. Details zum Playbacktheater unter www.playbacktheater-endorphine.at Termin jeweils 10 Uhr am Sonntag, 20. September und 15. November 2020 Beitrag EUR 10,– (inklusiv 1 Kaffee oder Tee und 1 Croissant) 24.09. Was junge Männer von erfahreneren Männern brauchen? Von Männern für Männer { Impulsreferat Eigenständigkeit und Unabhängigkeit sind sehr erstrebenswerte Ziele von jungen Männern. Welche mit Erfahrungs- Bedeutung dabei der Dialog der Generationen hat und wie sich Männer unterschiedlichen Alters austausch} gegenseitig unterstützen können, soll Inhalt an diesem Abend sein. Referent Thomas BUCHNER, Körper- und Energiearbeit Termin Donnerstag, 24. September 2020, 19 Uhr Beitrag EUR 5,– Anmeldung erforderlich bis Freitag, 11. September 2020 über maennerreferat@dibk.at oder Tel. 0512 / 2230-4301 Gemeinsam mit dem Männerreferat der Diözese Innsbruck 28.09. Trauerspaziergänge Trauerwandern – Trauerwandeln Wenn nichts mehr geht, dann geh! Gehen ist eine wunderbare Möglichkeit mit sich, seinen Gefühlen, der Natur und mit anderen Menschen in Begegnung und Verbindung zu kommen. Ein Spaziergang vom Haus der Begegnung zum nahen Hofgarten: Bewegung, Luft, Licht, Impulse, Gespräche und kleine Rituale für Menschen, die trauern. Begleitung haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft und der Klinikseelsorge Termine Montag, 28. September 2020, 15 – ca.16.30 Uhr Treffpunkt Eingang Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck Bei jeder Witterung, bitte keine Hunde mitnehmen! Für Unfälle wird keine Haftung übernommen. Beitrag Eintritt frei Nächster Termin Montag, 23. November 2020, 15 – ca. 16.30 Uhr Eine Initiative der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft in Kooperation mit dem Haus der Begegnung und der Klinikseelsorge SEPTEMBER OKTOBER i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! 8
HAUSDERBEGEGNUNG Die Mutprobe 29.09. Was, wenn wir es mit der Angst zu tun bekommen? Die Angst geht um. Auf Buchtiteln, im Internet, als Gesprächsthema vom Familientisch bis zur { Forumtheater- Parlamentsdebatte. „Wir müssen die Ängste der Menschen ernst nehmen!“ Premiere } Aber müssen wir sie auch schüren? Und dann ist da noch der Mut, den es braucht, um die Herausforderungen der Gegenwart anzunehmen. Manchmal braucht es dazu als ersten Schritt den Mut, einander (wieder?) zu begegnen. Diesen Mut wollen wir in unseren Aufführungen finden. So schnell wollen wir uns der Angst nicht ergeben. Armin STAFFLER, Theaterpädagoge, Politologe Leitung Dienstag, 29. September 2020, 19.30 Uhr Termin freiwillige Spende Beitrag erforderlich Anmeldung Gottesdienst mit Bischof Hermann Glettler 30.09. Den Alltag gestärkt beginnen Warum den Alltag oder Arbeitstag nicht einmal anders beginnen? { Gottesdienst Bischof Hermann lädt Sie zur gemeinsamen Morgenmesse mit anschließendem Frühstück ins Haus mit anschlie der Begegnung ein. Jesus hat uns selbst zugesagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt ßendem sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Frühstück } In diesem Sinne wollen wir gemeinsam mit Bischof Hermann Glettler in den Tag starten. Im Anschluss sind alle TeilnehmerInnen zu einem gemeinsamen Frühstück mit unserem Bischof eingeladen. Mittwoch, 30. September 2020, 7 Uhr Termin Langer Tag der Flucht – Grenze(n) Beginnend mit dem Langen Tag der Flucht wird heuer eine Initiativgruppe zum von der UNHCR Österreich seit 2012 jährlich ausgerufenen „Langen Tag der Flucht“ eine Veranstaltungsreihe zum gemeinsamen Thema „Grenzen“ gestalten. Die Reihe startet mit einer Intervention im öffentlichen Raum am Freitag, 2. Oktober 2020 und wird dann fortgesetzt bis Mai 2021 mit verschiedenen Veranstaltungen unterschiedlichen Zuschnitts zum Themenschwerpunkt. Das Ende der Reihe markiert das Fest der Vielfalt am Samstag, 5. Juni 2021. Detailfolder erhältlich zeitnah und siehe www.hausderbegegnung.com i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! SEPTEMBER OKTOBER 9
HAUSDERBEGEGNUNG 02.10. Umgang mit Vielfalt am Lebensende Wer sorgt sich um die Seele und wie? { Fachtagung } Wenn es in belastenden Situationen am Lebensende nicht nur für den Leib, sondern auch seelisch- geistig „prekär“ wird, drängen sich verschiedene Fragen auf: Auf welchen unterschiedlichen spirituellen Hintergründen beruht die Begleitung? Welche Menschenbilder sprechen dadurch? Welche Formen des Umgangs mit Sterben, Tod, Trauer, Leid und Schmerz werden aktualisiert? Können diese neu verhandelt und weiterentwickelt werden? Welche Rolle spielen kulturell-religiöse Prägungen und gewachsene Traditionen und wie können sie thematisiert werden von Seiten der Betroffenen und aus der Perspektive der professionellen Akteur*innen? Der Hauptvortrag (Prof.in Dr.in Ulrike Kluge) wird psycho- und gruppenanalytische Resonanzräume im Migrationsbezug eröffnen. Expert*innen laden zu einem multiperspektivischen Dialog ein. Die Workshops am Nachmittag sind mit den Dimensionen der Palliative Care in ihrer Vielschichtigkeit befasst und widmen sich sowohl Theorie- als auch Praxisbezügen. ReferentInnen Dr. phil. Mahmoud ABDALLAH, Senior Scientist am Institut für Islamische Theologie und Religionspädagogik der Universität Innsbruck, Dipl. Päd. Sabine EGG, Psychotherapeutin, Traumatherapeutin und geprüfte Gebärdensprach-Dolmetscherin Dipl. Päd.in Hülya EKINCI, islamische Religionslehrerin und Ansprechpartnerin für Leichenwaschung nach islamischer Tradition und Sterbebegleitung Sylvia JÖBSTL, Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Projektkoordinatorin Hospizkultur und Palliative Care im Pflegeheim (HPCPH) Prof.in Dr.in Ulrike KLUGE, Dipl. Psych.in, Professorin an der Charité Berlin. Leiterin des Zentrums für Interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie (ZIPP), Berlin Institute for Integration and Migration Research (BIM) Mag. Alexander LEGNITI, Referat Friedhöfe des Stadtmagistrats Innsbruck Mag. Klaus NIEDERWIMMER, evangelischer Theologe und Pfarrer, Klinik- und Gefängnisseelsorger Dr. theol. Stefan SCHLAGER, katholischer Theologe, Lyriker, Leiter des Referats „Theologische Erwachsenenbildung und Weltreligionen“ / Diözese Linz, Dr. phil. Patrick SCHUCHTER MPH, stellv. Leiter des Bereichs Hospiz, Palliative Care und Demenz im Kardinal König Haus, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Graz, Philosoph, Gesundheitswissenschaftler und Dipl. Gesundheits- und Krankenpfleger. Mag. Christian SINT, katholischer Theologe, Ausbildung in Spiritual Care, Klinische Seelsorge Ausbildung (KSA), Seelsorger der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft Mag.a Christa SOMMERER, MAS, katholische Klinikseelsorgerin und Psychotherapeutin Dr.in med. Birgit TRAICHEL, Palliativmedizinerin und Leitende Ärztin der Palliative-Care-Station am Kantonsspital Münsterlingen (CH) Leitung Mag.a Verena KLAUNZER, PhD, Leiterin der Akademie der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft Mag.a Magdalena MODLER-EL ABDAOUI, Fachreferentin für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog im Haus der Begegnung Dr. Patrick SCHUCHTER MPH, stellvertr. Leiter des Bereichs Hospiz, Palliative Care und Demenz am Kardinal König Haus Termin Freitag, 2. Oktober 2020, 9 – 17 Uhr Beitrag EUR 120,– (Ermäßigung für Studierende etc. möglich) Anmeldung erforderlich bis Freitag, 18. September 2020 inkl. des gewünschten Workshops (Details dazu auf unserer Homepage) Detailprospekt erhältlich auf unserer Homepage Zielgruppe Fachpublikum, d.h. Ärzt*innen, Pflegekräfte, Therapeut*innen, Seelsorger*innen, Sozialarbeiter*innen, ehrenamtliche Hospiz-Begleiter*innen u.a. Gemeinsam mit Kardinal König Haus, Tiroler Hospiz-Gemeinschaft Als Fortbildung für Lebens- und SozialberaterInnen im Rahmen der jährlich 16-stündigen Weiterbildungsverpflichtung anerkannt und von der Berufsgruppe LSB der Wirtschaftskammer Tirol empfohlen. SEPTEMBER OKTOBER i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! 10
HAUSDERBEGEGNUNG FRAUSEIN IN TIROL 2020 06.10. Ein Barcamp ist eine „Nicht-Konferenz“, die aus der Idee entstanden ist, Menschen in einer offenen { BARCAMP } Umgebung die Möglichkeit zum Austausch zu bieten. Offene Workshops erlauben eine intensive Auseinandersetzung in Gesprächen, Diskussionen und Präsentationen. Expertinnen sind dabei die Teilnehmerinnen selbst, die zu Beginn bestimmen, welche Themen zu ihrem Programm werden. Die Atmosphäre? Locker, kein Dresscode und alle sind per du: das sind die klassischen „Unregeln“ von Barcamps. Das kreative Miteinander bietet die einmalige Gelegenheit zu netzwerken, Ideen zu spinnen und „out of the box“ zu denken. Das Ziel? Frausein in Tirol 2020 sichtbar zu machen. Die Teilnehmerinnen: sind die Wichtigsten! Wissensdurstige, interessierte, diskussionsmotivierte, neugierige, kritische, innovative Frauen, die das Leben und den Alltag von Frauen sichtbar machen wollen. Diskutiert wird mit offiziellen Vertreterinnen der Politik, von Frauenorganisationen und eben Frauen. Die Themen: kommen von den Teilnehmerinnen selbst, denn sie alle sind Expertinnen. Womit sind Frauen in Tirol aktuell konfrontiert? Welchen Herausforderungen müssen sich besonders Frauen in Krisenzeiten stellen? Worauf wird noch nicht hinreichend gesehen? Was wünschst du dir? Wie läuft das Barcamp Frausein in Tirol 2020 ab? Am Beginn werden die Themen gemeinsam festgelegt. Jede Teilnehmerin hat die Möglichkeit ihr eigenes Thema, ihre Frage, ihre Anregung einzureichen. Im Anschluss finden Sessions zu je 50 Minuten statt. Insgesamt sind rund 12 Sessions vorgesehen. Dienstag, 6. Oktober 2020, 9 – 16 Uhr Termin Die Anmeldung erfolgt über Frauen im Brennpunkt: info@fib.at oder Tel. 0512 / 58 76 08. In deiner kostenfreien Anmeldung Anmeldung sind Pausenverpflegung und der Lunch inkludiert. Du investierst deine Zeit, deine Erfahrung und dein Wissen. Aus diesem Grund bitten wir dich, im Fall, dass du es doch nicht schaffen solltest, rechtzeitig abzusagen, um damit anderen Frauen die Teilnahme zu ermöglichen. erhältlich Detailprospekt Du möchtest dein Kind während des Barcamps betreuen lassen? Kinderbetreuung Dann setze dich direkt mit Lisa Knospe l.knospe@fib.at in Verbindung. Eine Veranstaltung von Frauen im Brennpunkt in Kooperation mit dem Haus der Begegnung Gefördert von Bundeskanzleramt, Land Tirol und Stadt Innsbruck Wenn dieser Newsletter nicht richtig angezeigt wird, klicken Sie bitte hier. Newsletter Unsere Veranstaltungstipps gibt es auch in Form eines Newsletters, der Ihnen regelmäßig auf Ihre E-Mail-Adresse zugeschickt wird. Newsletter-Programmhinweise Unter www.hausderbegegnung.com finden Sie die Newsletter-Anmeldebox. März und April 2017 iLiebe Freundinnen und Freunde des Hauses der Begegnung, Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! Wir leben in einer Zeit des Wandels: Werte und Gesellschaft sind in Bewegung: Unsere kommenden SEPTEMBER OKTOBER Veranstaltungen bieten Einblicke in regionale Produktion, in die Veränderungen unseres Wertesystems und die Folgen des „Brexit“ auf Europa. Auch Alternativen wollen wir aufzeigen: im Großen 11 (Welthandel) und im Kleinen (Kommunikation)… aus dem wieder Großes entstehen kann. Lassen Sie sich inspirieren!
HAUSDERBEGEGNUNG 08.10. Verblüffend kreativ { Workshop } Innovative Lösungen – egal ob im Beruf oder Alltag – sind gefragt. Entdecken Sie deshalb, wie Sie ihr eigenes Repertoire an originellen Ideen auffüllen können. Kreativität ist längst nicht mehr nur dem Bereich der Künstlerinnen und Künstler zuzuordnen, sondern bezeichnet eine Strategie zur erfolgreichen Problemlösung inmitten einer vielfältigen Umwelt. Doch bei so manchen Herausforderungen sprudelt es keine kreativen Lösungsideen, sondern eine große Leere. In diesem Workshop werden Sie erfahren, wie Sie ihr kreatives Potenzial steigern können und Herausforderungen im Beruf oder Alltag mit mehr Leichtigkeit begegnen können. Sie werden entdecken, welche Chancen einem Wechsel der Perspektive entspringen können und wie verblüffend schnell sich durch bestimmte Techniken neue Wege auftun. Inhalte sind: Von Natur aus kreativ; Denkblockaden überwinden; Schemataverstoß als Chance; Wie gute Ideen in den Kopf kommen, Erfolgreich Problemlösungen finden; Neueste Studien und spannende Erkenntnisse; Techniken zur Förderung der Kreativität. Referentin Julia STRAUHAL, Rhetorik und Kommunikationstrainerin Termin Donnerstag, 8. Oktober 2020, 14 – 18 Uhr Beitrag EUR 45,– Anmeldung erforderlich bis Donnerstag, 24. September 2020 13.10. Neuland unter den Sandalen Ein Benediktiner auf dem Jakobsweg { Vortrags- Obwohl im bekannten Wallfahrtskloster Einsiedeln beheimatet, kam es Benediktinermönch veransta- Christoph Müller nie in den Sinn, selbst eine Pilgerreise zu unternehmen. Bis er nach Vézelay, einer tung } bekannten französischen Station am Jakobsweg, kommt. Von diesem Tag an steht sein Vorhaben fest: Per Fahrrad über Genf-Lyon-Le Puy quer durch das französische Zentralmassiv und über die Pyrenäen bis nach Puente la Reina. Von dort auf Schusters Rappen bis Santiago de Compostela. Der bisher an die Gemeinschaft des Klosters gewöhnte Ordensmann erfährt nun die Freuden und Leiden eines der Natur ausgesetzten Pilgerlebens. Doch seine gute Beobachtungsgabe, gepaart mit einer gehörigen Portion Humor, und eine tiefe Spiritualität begleiten ihn auf seinem Weg. Pater Christoph Müller wird Sie an diesem Abend in die Faszination des Jakobsweges eintauchen lassen. Referent Pater Christoph MÜLLER OSB, Benediktinerpater im Kloster Einsiedeln war lange Zeit als Lehrer und Präfekt an der Stiftsschule Einsiedeln tätig. Daneben war er dort auch Novizenmeister. Zur Zeit betreut er die Pfarreien Thüringer- berg, St. Gerold und Blons im Großen Walsertal. Termin Dienstag, 13. Oktober 2020, 19 Uhr Beitrag EUR 7,– Ihr persönliches Dankeschön! Bitte verwenden Sie den beiliegenden Erlagschein nach eigenem Gutdünken. Wir decken mit Ihrem Beitrag einen Teil unserer Druckkosten für diese Programmzeitung ab. Danke! SEPTEMBER OKTOBER i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! 12
HAUSDERBEGEGNUNG Arbeitswelt im Brennglas von Corona 14.10. Die Krise der letzten Wochen und Monate hat verschiedene Aspekte unserer Arbeitswelt besonders { Tagung } scharf hervortreten lassen. Um nur einige aktuelle Themen zu nennen, denken wir dabei an SystemerhalterInnen, die chronisch schlecht bezahlte Arbeit auch im Krisenmodus weitertragen, Entgrenzungen zwischen Erwerbs- und Care-Arbeit oder prekäre Arbeitsbedingungen im Bereich der Lebensmittelproduktion, die nicht zuletzt zum Gesundheitsrisiko werden. Ziel dieser Tagung ist es, durch das „Brennglas Corona“ Blicke auf die Arbeitswelt zu werfen und festzustellen, was verschiedenen AkteurInnen jetzt unter den Nägeln brennt. Was möchten ArbeitgeberInnen im Blick behalten? Was können ArbeitnehmerInnen in die „Zeit danach“ mitnehmen? Welche Erfahrungen möchten politische Verantwortliche weitertragen? Welche soll es so nicht mehr geben, wenn wir die Werte der Soziallehre mitdenken? Und welche Schritte können wir gemeinsam in die richtige Richtung setzen? Nachmittags sammeln wir über Impulse der Referentinnen und im Austausch miteinander wichtige Fragen und Themen, abends bündeln wir in einer Podiumsdiskussion die Blickwinkel verschiedener AkteurInnen und wagen einen Ausblick auf den weiteren gemeinsamen Weg in der Arbeitswelt. Dr.in Magdalena HOLZTRATTNER, Direktorin der Katholischen Sozialakademie Österreichs ReferentInnen FH-Prof. Mag.a Dr.in Eva FLEISCHER, Professorin am Department für Soziale Arbeit am Management Center Innsbruck unter anderen: Simon MEINSCHAD, Geschäftsführer der Firma HOLLU Gäste im Podium Ein/e Vertreter/in des ÖGB Ein/e VertreterIn der Politik Mag. Michael SCHALLNER, Wirtschaftswissenschafter, Leiter des Bischofsbüros Innsbruck Moderation Mittwoch, 14. Oktober 2020, 15 – 21 Uhr Termin EUR 35,– Beitrag erforderlich bis Freitag, 2. Oktober 2020 Anmeldung Mit Unterstützung des ÖGB Übergang zur Pension 14.10. Von Männern für Männer Der Übergang zur Pension ist für viele Männer eine spannende Zeit. Erwartungen oder { Impulsreferat Befürchtungen, Vorfreude oder Unsicherheit, Planungen oder Gelassenheit sind Begleiter in diesem mit Erfahrungs- Lebensabschnitt. Es lohnt sich, sich rechtzeitig und achtsam auf die Zeit nach dem Arbeitsleben austausch } vorzubereiten. Dabei ist es besonders interessant zu erfahren, wie es anderen Männern in dieser Phase erging und was wir daraus lernen können. Gabriel KERBER, Wirtschaftswissenschaftler und Gerontologe Referent Mittwoch, 14. Oktober 2020, 19 Uhr Termin EUR 5,– Beitrag über maennerreferat@dibk.at oder 0512 / 2230-4301 erforderlich bis Freitag, 9. Oktober 2020 Anmeldung Ein weiterer Abend aus der Reihe: „Von Männern für Männer“: Nächster Termin Mittwoch, 11. November 2020 um 19 Uhr mit Emmerich BENEDER, Ständiger Diakon. Thema: „Das Geheimnis der Le- bendigkeit im vorgerückten Alter“ Gemeinsam mit dem Männerreferat der Diözese Innsbruck i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! SEPTEMBER OKTOBER 13
HAUSDERBEGEGNUNG September 2020 Termin Veranstaltung Di, 1. 18.00 Gemeinsames Gebet für Mutter Erde Fr, 11. 9.00 #digitalekirche (Karl PEBÖCK, Judith KLAIBER, Paula NOWAK, Claudia PAGANINI) Sa, 12. 10.00 Unser Essen in unseren Händen – einst und jetzt: eine gemeinsame Spurensuche (Ute AMMERING) Di, 15. 19.30 Zuviel Fett, zuviel Zucker, aber wenig Geld (Maria LERCHBAUMER) So. 20. 10.00 Kaffee – Croissant – Theater Do, 24. 19.00 Was junge Männer von erfahreneren Männern brauchen? (Thomas BUCHNER) Mo, 28. 15.00 Trauerspaziergänge Di, 29. 19.30 Die Mutprobe (Armin STAFFLER) Mi, 30. 7.00 Gottesdienst mit Bischof Hermann Glettler Vorschau Klimawandel Mit Dr. Sebastian SEEBAUER, JOANNEUM RESEARCH LIFE – Zentrum für Klima, Energie und Gesellschaft, Umweltpsychologe Workshop „Klimawandel beherrscht die Schlagzeilen“ am Montag, 9. November 2020, 15 – 17 Uhr Anmeldung erforderlich und Vortrag „Ich würde ja gerne, aber …“ am Montag, 9. November 2020, 19 Uhr Anmeldung erforderlich Details zu beiden Veranstaltungen auf unserer Homepage www.hausderbegegnung.com Im Rahmen der Aktion Autofasten-Heilsam in Bewegung kommen SEPTEMBER OKTOBER i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! 14
HAUSDERBEGEGNUNG Oktober 2020 Termin Veranstaltung Fr, 2. 9.00 Umgang mit Vielfalt am Lebensende (Mahmoud ABDALLAH, Sabine EGG, Hülya EKINCI, Sylvia JÖBSTL, Ulrike KLUGE, Alexander LEGNITI, Klaus NIEDERWIMMER, Stefan SCHLAGER, Patrick SCHUCHTER, Christian SINT, Christa SOMMERER, Birgit TRAICHEL) Fr, 2. Langer Tag der Flucht Mo, 5. 18.30 Enkeltauglich leben – Infoabend (Waltraud DIETRICH) Di, 6. 9.00 FRAUSEIN IN TIROL 2020 Do, 8. 14.00 Verblüffend kreativ (Julia STRAUHAL) Di, 13. 19.00 Neuland unter den Sandalen (Christoph MÜLLER) Mi, 14. 15.00 Arbeitswelt im Brennglas von Corona (Magdalena HOLZTRATTNER, Eva FLEISCHER) Mi, 14. 19.00 Übergang zur Pension (Gabriel KERBER) Do, 15. 19.00 Globo-Dinner (Josef NUSSBAUMER, Andreas EXENBERGER, Stefan NEUNER) Mo, 19. 18.30 bis 12. April 2021 Enkeltauglich leben (Waltraud DIETRICH) Do, 22. 15.00 Wege der Vielfalt (Studierende des BA-Studienganges Europäische Ethnologie der Leopold-Franzens-Universität) Fr, 23. 14.00 Gestärkt: Heute gönne ich mir und anderen etwas Gutes (Felicitas KARLINGER) Sa, 24. 9.00 Zivilcourage am Arbeitsplatz (Markus HAUSER) Mi, 28. 19.00 Globo – Eine neue Welt mit 100 Menschen (Andreas EXENBERGER) Do, 29. 20.30 Echos der Vielfalt Basisgemeinde Micha katholisch.anders Wir sind eine Gruppe von Frauen und Männern, die sich am Evangelium orientieren und versuchen, Gottesdienst und Menschendienst, Werktag und Sonntag, Glauben und Politik in unserem Leben bewusst zu gestalten und nicht zu trennen. Wir verstehen uns als Teil der katholischen Kirche und sind ökumenisch offen. Von Mitte September bis Anfang Juli feiern wir immer am Samstag um 18 Uhr in der Kapelle des Hauses der Begegnung unsere Gottesdienste. Jeden ersten Sonntag im Monat feiern wir um 11 Uhr (dann kein Treffen am Samstag). Nähere Informationen: http://www.basisgemeinde-micha.at/home Wir freuen uns, wenn Sie mit uns mitfeiern. i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! SEPTEMBER OKTOBER 15
HAUSDERBEGEGNUNG 15.10. Globo-Dinner { Vollwertkost für Stellen Sie sich vor, die gesamte Weltbevölkerung ist auf ein Dorf mit 100 Menschen geschrumpft. Leib und Seele } Was sich in diesem fiktiven kleinen Dorf „Globo“ hinsichtlich so grundlegender Fragen wie Ernährung, Gesundheit oder Sicherheit abspielt, gibt sehr zu denken. „Tischlein deck dich“, ist beispielsweise für viele GlobodorfbewohnerInnen ein unerfüllbarer Wunsch. "Unser kleines Dorf" ist ein Buch, in dem die Autoren Josef Nussbaumer, Andreas Exenberger und Stefan Neuner globale Ungerechtigkeiten anschaulich zeigen. Sie bieten in einprägsamer Weise Gelegenheit, die weltweite Verteilungslage in einem „Globo-Dinner“ zu erleben. Das Globo-Dinner ist Vollwertkost für Leib und Seele – eine lehrreiche Erfahrung, die durch den Magen geht. Referenten ao. Univ.-Prof. i.R. Dr. Josef NUSSBAUMER, Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte an der Universität Innsbruck; Ass.Prof. Dr. Andreas EXENBERGER, Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte an der Universität Inns- bruck und Dr. Stefan NEUNER, Sozial- und Wirtschaftshistoriker; alle drei Referenten sind Mitautoren und -initiatoren von „Unser kleines Dorf“, www.teamglobo.net Termin Donnerstag, 15. Oktober 2020, 19 – 21 Uhr Beitrag EUR 20,– (Mit Ihrem Beitrag unterstützen Sie auch ein gemeinnütziges Projekt des teamGlobo) Anmeldung erforderlich bis Mittwoch, 30. September 2020 (begrenzte TeilnehmerInnenzahl) Gemeinsam mit dem teamGlobo, dem Verein unicum:mensch, dem Welthaus der Diözese Innsbruck und Jugend Eine Welt. 19.10. Enkeltauglich leben Das Spiel, das Ihr Leben verändert { Workshop } Egal ob Sie Enkel haben oder nicht – wenn Sie einen persönlichen Beitrag zur positiven Entwicklung in dieser Welt leisten wollen, sind Sie richtig im Kurs „Enkeltauglich Leben“. Wenn Sie sich fragen, was Sie tun können, um die Umwelt zu schonen, keinen Müll zu produzieren oder Menschen in Armut oder in Not zu helfen, nützen Sie diesen Kurs, um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, die nicht nur darüber reden, sondern auch etwas tun wollen. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat, um sich mit Themen wie Menschenwürde, Solidarität, Demokratie, ökologische Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. JedeR TeilnehmerIn überlegt sich eine Aktion zum vorgegebenen Thema, die er oder sie persönlich bis zum nächsten Treffen umsetzen will. Referentin Waltraud DIETRICH, ausgebildete Leiterin von „Enkeltauglich leben“ Termine 6-teiliger Workshop jeweils Montag von 18.30 – 21 Uhr am 19. Oktober, 16. November 2020, 11. Jänner, 8. Feber, 8. März und 12. April 2021 Beitrag EUR 70,– Anmeldung erforderlich bis Montag, 5. Oktober 2020 Gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk Hinweis Infoabend zu dieser Workshopreihe am Montag, 5. Oktober 2020, 18.30 Uhr, Eintritt frei Bei Vorlage Ihrer -Kundenkarte erhalten Sie 50% Ermäßigung auf den Beitrag zu unseren Vorträgen. SEPTEMBER OKTOBER i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! 16
HAUSDERBEGEGNUNG Wege der Vielfalt 22.10. religiöse DiverCITY Innsbruck Neben Gebets- und Versammlungsorten gibt es in jeder Stadt auch Orte alltäglicher Religiosität, { Fortbildung die darauf hinweisen, dass Vielfalt in einer pluralen Gesellschaft über Fragen der Herkunft oder des und Stadt Lebensstils hinausgehen. Auf diese Orte machen seit Jänner 2020 zwei virtuelle Stadtspaziergänge spaziergang } aufmerksam, die von Studierenden der Universität Innsbruck (Fach „Europäische Ethnologie“) gemeinsam mit dem Haus der Begegnung und der Stadt Innsbruck erarbeitet wurden. Die einzelnen Stationen können natürlich auch für den Religionsunterricht oder interreligiöse Projekte an Schulen fruchtbar gemacht werden. Erkunden Sie ausgewählte Orte im Stadtraum gemeinsam mit Studierenden, erfahren Sie bisher vielleicht überraschende Hintergründe und lassen Sie sich inspirieren für den eigenen Unterricht! Multireligiöse Spaziergänge können SchülerInnen die Stadt ganz neu zugänglich machen und zu vertiefenden Gesprächen über eigene Orte und Verortungen im Zusammenhang mit religiösen Prägungen und Praxen einladen. Studierende des BA-Studienganges Europäische Ethnologie der Leopold-Franzens-Universität ReferentInnen Mag.a Magdalena MODLER-EL ABDAOUI, Fachreferentin für Interreligiösen und Interkulturellen Dialog, Leitung Haus der Begegnung der Diözese Innsbruck; Mag.a Ingrid JEHLE PhD, katholische Religionslehrerin, Mitarbeiterin am Institut für Religionspädagogische Bildung, KPH-Edith Stein; Samir REDZEPOVIC MA Imam, Fachinspektor für islamische Religion; Mag.a Katharina WALTER, Leiterin Besucherkommunikation der Tiroler Landesmuseen Donnerstag, 22. Oktober 2020, 15 – 17.30 Uhr Termin Treffpunkt: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Museumstraße 15, Innsbruck Ort erforderlich bis Montag, 19. Oktober 2020 unter Tel 0512 / 587869 oder hdb.kurse@dibk.at; Anmeldung LehrerInnen melden sich bitte direkt bei Mag.a Ingrid Jehle PhD über: ingrid.jehle@kph-es.at an. Gemeinsam mit der KPH Edith Stein, dem islamischen Fachinspektorat Tirol und den Tiroler Landesmuseen Gestärkt: Heute gönne ich mir und anderen was Gutes 23.10. Impulse für einen gesunden Lebensstil von Hildegard von Bingen und Papst Franziskus Die Sorge für das gemeinsame Haus schließt auch den achtsamen Blick auf sich selber ein. In einer { Workshop mit kranken Welt, kann man nicht gesund bleiben, sagte Papst Franziskus Ende März sinngemäß. Tue ich Kurzlesungen, mir und anderen mit meinem Lebensstil was Gutes? Ist z.B. meine Ernährungsweise gesund, auch im Impulsvortrag Sinn von andere Lebewesen nicht schädigend? Was kann ich in Zeiten von Epidemien für mich und und Übungen } andere tun neben den Schutzmaßnahmen wie Abstand halten, Mund-Nasenschutz tragen und auf Hygiene achten? Wie kann ich z.B. mein Immunsystem stärken? Die Hildegardmedizinspezialistin und erfahrene Fastenseminarbegleiterin Felicitas Karlinger stellt wertvolle Anregungen und Meditationsübungen von Hildegard vor. Diese sind eine hilfreiche Unterstützung für alle, die einen gesunden Lebensstil anstreben und ökologisch umkehren wollen. Ausgewählte Zitate aus der Enzyklika Laudato ‘Si von Papst Franziskus bieten ebenfalls Denkanstöße, die Gutes für mich und andere bewirken können und für den Alltag stärken. Gesundheit als geistliche Aufgabe im Einklang mit der Natur. Dr.in Felicitas KARLINGER, praktische Ärztin i.R., langjährige Erfahrung mit Therapien nach Hildegard von Bingen Referentin und Begleiterin von Fastenseminaren Freitag, 23. Oktober 2020, 14 – 17 Uhr Termin EUR 21,– Beitrag erforderlich bis Donnerstag, 15. Oktober 2020 (begrenzte TeilnehmerInnenzahl) Anmeldung i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! SEPTEMBER OKTOBER 17
HAUSDERBEGEGNUNG 24.10. Zivilcourage am Arbeitsplatz { Workshop } Viele verbringen den Großteil des Tages am Arbeitsplatz: ein enormes Übungsfeld für engagiertes demokratisches Verhalten in unterschiedlichsten Situationen. Schlagworte wie Partizipation, Konfliktfähigkeit und Solidarität am Arbeitsplatz werden zwar oft in den Mund genommen, aber selten gelebt und gefördert. In diesem Workshop arbeiten Sie daran: • Ihre Anliegen wirkungsvoll zu vertreten • gewaltfrei zu konfrontieren • sich mutig in Besprechungen einzubringen. Referent Mag. Markus HAUSER, M.A., Wirtschaftspsychologe, Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut, Mitarbeiter der Katho- lischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) Termin Samstag, 24. Oktober 2020, 9 – 17 Uhr Beitrag EUR 150,– Anmeldung erforderlich bis Montag, 28. September 2020 Als Fortbildung für Lebens- und SozialberaterInnen im Rahmen der jährlich 16-stündigen Weiterbildungsverpflich- tung anerkannt und von der Berufsgruppe LSB der Wirtschaftskammer Tirol empfohlen. 28.10. Globo – Eine neue Welt mit 100 Menschen Nachhaltige Entwicklung ist wichtiger denn je { Buch Was wäre, wenn die Welt ein Dorf mit 100 Menschen wäre? Dann würde man vieles sicher anders präsentation } sehen und die gewaltigen Zahlen der realen Welt würden uns nicht mehr so überwältigen. Um das möglich zu machen, haben wir zahlreiche Informationen über unseren Planeten umgerechnet, sodass sie jetzt in ein kleines Dorf namens „Globo“ passen. Dort lebten im Jahr 2015 insgesamt nur 100 Menschen, als sich auch das Dorf aufmachte, siebzehn „nachhaltige“ Entwicklungsziele zu verfolgen. Warum sie das tun, wie sie es machen und wer diese Menschen eigentlich sind, dem geht dieses neue Buch nach. Referent Ass.Prof. Dr. Andreas EXENBERGER, Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte an der Universität, Mitau- tor und -initiator von „Unser kleines Dorf“, www.teamglobo.net Termin Mittwoch, 28. Oktober 2020, 19 Uhr Gemeinsam mit dem teamGlobo Familien- bzw. Kulturpass Um ein Zeichen zu setzen gegen Bildungsarmut und Ausgrenzung können InhaberInnen des Kulturpasses unsere Vorträge kostenfrei besuchen! InhaberInnen des Familienpasses (auch Oma/Opa) erhalten 50% Ermäßigung bei unseren Vorträgen. Kommen und Weitersagen! ( SEPTEMBER OKTOBER 18
HAUSDERBEGEGNUNG Echos der Vielfalt 22.10. Musik der Welten in Tirol Musik ist ein grundlegendes, verbindendes und bereicherndes Element in jeder Kultur. Sie ist { Konzert } Teil der Identität von Menschen, vermittelt Heimat und wird in vielen Lebenszusammenhängen gebraucht. Angehörige von Minderheiten und MitbürgerInnen mit Migrationsgeschichte weisen ihrer Musik einen besonderen Stellenwert zu. Sie repräsentiert ihre Herkunft aus der „Fremde“ und dient zugleich dem Ziel, ihre Heimat dem Lebensumfeld vertraut zu machen, das Leben besser zu bewältigen und schöner zu gestalten. In Tirol leben viele musikalische Menschen aus aller Welt und stehen für eine bereichernde, kulturelle Vielfalt. Details zu den KünstlerInnen und der Veranstaltung unter http://www.echos.at/gruppen Mag. Michael HAUPT, Initiative Minderheiten Tirol; Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas NUSZBAUMER, Universität Mozarteum Leitung Salzburg / Innsbruck und Mag.a Magdalena MODLER-EL ABDAOUI, Haus der Begegnung Donnerstag, 29. Oktober 2020, 20.30 Uhr Termin wird bekannt gegeben Ort freiwillige Spende Beitrag (Neuer) Antisemitismus Wer hätte es vor einigen Jahren für möglich gehalten? Doch wir müssen leider feststellen: { Veranstal- Antisemitische Handlungen und Äußerungen sind in vielen gesellschaftlichen Bereichen wieder tungsreihe } festzustellen, ja teilweise Normalität geworden. Auch die Schule macht davon keine Ausnahmen – im Gegenteil, auf Schulhöfen und in Pausengesprächen sind antisemitische Redewendungen und Beschimpfungen durchaus an der Tagesordnung. Wir wollen uns dem Thema in verschiedenen Veranstaltungen und Formaten nähern: Was bedeutet „Antisemitismus“ heute? Welche Gegenwartsformen finden sich in unserer Gesellschaft? Wo liegen die Wurzeln und wie zeigen sich aktuelle Formen eines christlich motivierten Antisemitismus? Wie können wir persönlich damit umgehen und sie im Klassenzimmer adressieren? Dr. Mag. Hanno LOEWY, Direktor des Jüdischen Museums Hohenems ReferentInnen Dr. Meron MENDEL, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank / Zentrum für politische Bildung und Beratung, Hessen MMag.a Angelika PURIN, Leiterin der Vermittlungsabteilung des Jüdischen Museums Hohenems Prof. Dr. Roman SIEBENROCK, Systematische Theologie, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Sprecher des Lokalkomittees für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Tirol Ass.-Prof. Noam ZADOFF, BA MA PhD, Universitätsassistent PostDoc am Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck (angefragt) verschiedene, Start voraussichtlich Oktober 2020 Termine Gemeinsam mit dem Lokalkomitee für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Tirol (Neuer) Antisemetismus SEPTEMBER OKTOBER 19
HAUSDERBEGEGNUNG 02.11. Erinnerungsarbeit im jüdischen Museum Hohenems Gespräch über geteilte Werte in einer (vielstimmigen) Gegenwart { Exkursion } Das jüdische Museum Hohenems ist die zu Tirol wohl am nächsten gelegene jüdische Erinnerungsstätte und befindet sich zudem nahe eines deutschsprachigen Drei-Länderecks. Diese regionale Prägung eröffnet Fragen des europäischen Zusammenseins und wird zum Treffpunkt von drei unterschiedlichen Erinnerungskulturen, die BesucherInnen ins Museum und seine Arbeit mitbringen. Das Museum verfolgt einen sehr gegenwartsbezogenen und zukunftsoffenen Ansatz von Erinnerungsarbeit und hat dementsprechend z.B. ein sehr lebendiges Diasporaprojekt mit der Nachkommenschaft von ursprünglich Hohenemser jüdischen Familien weltweit aufgebaut, es bringt sich aktiv als Teil der Stadtgesellschaft vor Ort ein und thematisiert mit seinem Ausstellungsprogramm immer wieder neu historische und gegenwärtige Blicke, Debatten und Diskurse zu Judentum und jüdischen Themen. Das Museum gibt dabei auch wichtige Impulse und Anregungen mit Blick auf politische Bildung: Wie muss museale Sammlungsgeschichte, wie sollten Geschichtsnarrative und Vermittlungswege in zeitgenössischen Museen reflektiert werden, die sich mit der eigenen Geschichte, dem Umgang mit kollektiven Erinnerungskulturen und dem Geschichtsbild ihrer Umwelt auseinandersetzen müssen? Wie bilden sich gemeinsame Werte heraus, wie kommen wir ins Gespräch darüber und wo stehen wir für sie ein? Wir laden Sie ein, sich der Exkursion anzuschließen, um in ein gemeinsames Nachdenken und Diskutieren zu kommen: Ein Spaziergang im jüdischen Viertel, Dauerausstellung und Sonderausstellung „Die letzten Europäer. Jüdische Perspektiven auf die Krisen einer Idee. Die Familie Brunner. Ein Nachlass“, der jüdische Friedhof und persönliche Gespräche mit dem Direktor des Hauses sowie der Leiterin der Vermittlungsarbeit werden unsere Stationen des gemeinsamen Lernens. ReferentInnen Dr. Mag. Hanno LOEWY, Direktor des jüdischen Museums Hohenems MMag.a Angelika PURIN, Leiterin der Vermittlungsabteilung Prof. Dr. Roman SIEBENROCK, Systematische Theologie, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Sprecher des Lokalkomittees für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Tirol Termin Montag, 2. November 2020 8 Uhr Abfahrt mit dem Bus (Natterer-Reisen) in Innsbruck, Rückkunft ca. 18 Uhr Preis inkludiert ist Hin- und Rückfahrt sowie das gesamte Tagesprogramm EUR 70,– Erwachsene EUR 60,– SeniorInnen EUR 50,– Studierende Anmeldung erforderlich bis Mittwoch, 14. Oktober 2020 Zielgruppe Interessierte, Studierende der (Lehramts-)Fächer Geschichte, Theologie, europäische Ethnologie u.a., Interessierte am jüdisch-christlichen Dialog Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „(Neuer) Antisemitismus“ Gemeinsam mit der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein und dem Komitee für jüdisch-christliche Zusammenarbeit Tirol SEPTEMBER OKTOBER i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! 20
HAUSDERBEGEGNUNG Vorschau Neuer) Antisemetismus Tabu Suizid – Wir reden darüber 07.11. Vorträge – Arbeitskreise – Begegnungen Täglich sterben in Österreich mehr als drei Menschen durch Suizid. Das sind im Jahr mehr als { Fachtagung } doppelt so viele Menschen wie bei Verkehrsunfällen. Extreme Hoffnungslosigkeit findet sich bei vielen Menschen, die sich zum Suizid entschließen. Verwandte, der Freundeskreis, KollegInnen und Betreuungspersonen haben gemeinsam mit ihnen gekämpft, gerungen, haben sie unterstützt, Hilfe organisiert und alles getan, um „das Äußerste“ zu verhindern. Das gelingt oft, aber nicht immer. Dann ist von einem Tag auf den anderen nichts mehr so, wie es war. Hilflos bleiben die Hinterbliebenen zurück mit der Frage nach dem WARUM, sie leiden unter dem Verlassen-Sein und kämpfen manchmal auch mit Schuldgefühlen. Die Tabuisierung der „Selbsttötung“ und das damit verbundene Schweigen machen die Last für die Hinterbliebenen noch drückender. Die 7. Innsbrucker Fachtagung dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch und bietet einen Begegnungsraum für Hinterbliebene und professionelle Helfer. Wir reden über die Themen Suizid, Krisen, Trauer und psychische Krankheit und durchbrechen so den Kreislauf Tabu – Einsamkeit – Schmerz. Dr.in Mag.a phil. Mag.a theol. Hildegard ANEGG, Leiterin der Krankenhausseelsorge ReferentInnen Dr. rer. nat. Markus FELDER, Klinischer und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut Bernd FETZER, Pfarrer, Supervisor, Organisationsberater, Aus- und Fortbildungen in Gestalt- und systemischer Therapie Mag.a Chiona GEHMACHER, Tanztherapeutin, Translationswissenschaftlerin Ulrike LÄNGLE, Lebens- und Sozialberaterin, Ritualleiterin Chris PAUL, Soziale Verhaltenswissenschaftlerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Trauer- beratung, Leiterin des TrauerInstituts Deutschland, Trainerin und Fachautorin (u.a. Fach- und Selbsthilfebuch „War- um hast du uns das angetan?“), beratendes Mitglied des Vereins AGUS (Angehörige um Suizid) e.V. Mag.a Dr.in Regina SEIBL, Pädagogin, pro mente tirol, Kontaktperson der Selbsthilfegruppe Hinterbliebene nach Suizid Innsbruck Sabrina R. STEIN M.A., UNESCO Lehrstuhl für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Innsbruck, Wildnispädagogin Samstag, 7. November 2020, 9.00 – 17.15 Uhr Termin EUR 90,– inkl. Mittagessen (Hauptspeise mit Salat, Suppe oder Dessert), Kaffeepause am Vormittag. Beitrag Ermäßigung auf Anfrage möglich! erforderlich bis Freitag, 23. Oktober 2020. Anmeldung Bitte geben Sie uns bekannt, an welchem Arbeitskreis Sie teilnehmen möchten, siehe www.hausderbegegnung.com erhältlich Detailprospekt Gemeinsam mit pro mente tirol Haus der Begegnung – Ticketvorverkaufsstelle der IVB. Kommen Sie gut nach Hause! i Für alle Veranstaltungen gelten die jeweils aktuellen Sicherheitsvorschriften! SEPTEMBER OKTOBER 21
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