SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt

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SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
für römisch-katholische Pfarreien im Kanton Solothurn
52. JAHRGANG | ERSCHEINT ALLE 14 TAGE

                                                                2021 | 3
                                                    31. JANUAR – 13. FEBRUAR

SUCHEN UND FINDEN – ­                     CHRISTENVERFOLGUNG
BEWAHREN UND ENTWICKELN                   NIMMT WELTWEIT ZU
Felix Gmür – 10 Jahre Bischof von Basel   Seite 3
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SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
focus                                             aus kirche und welt

WIR SAGEN, WARUM DIE

                                                                                                                 Copyright 2019, KNA GmbH, www.kna.de, All Rights Reserved
MENSCHEN ARM SIND
Die Abstimmung zur Konzernverant­
wortungsinitiative hat gezeigt, dass die
Meinungen, was eine Organisation wie
­Fastenopfer politisch «darf oder nicht
 darf», weit auseinandergehen. Gemäss
 ­Statut hat ­Fastenopfer den Auftrag, neben
  der Projekt­arbeit im Süden auch politische
  Rahmenbedingungen für die Armen zu
  ­verbessern. Politisches Engagement liegt
   also quasi in unserer DNA. Wir helfen,
   aber wir sagen auch, warum die Menschen
   arm sind. Denn Armut hat viele Ursachen
   und einige sind in der Schweiz zu finden.
   Wir tragen also eine Mitverantwortung,
   das Wirtschaften der multinationalen
   Konzerne so zu gestalten, dass dies nicht
   die Menschen im globalen Süden benach­
   teiligt. Deshalb hat Fastenopfer sich für
   die Konzernverantwortungsinitiative ein­
   gesetzt und sich mit zweckbestimmten
   ­Mitteln auch finanziell beteiligt.
                                                              Liturgische Ämter für Frauen
                                                              Dass Frauen in den Gottesdiensten Lesungen vortragen und
 Die zweckbestimmte Verwendung der                            die Kommunion austeilen, ist in den meisten Diözesen welt-
 ­G elder ist ein wichtiger Aspekt der ZEWO­-                 weit schon seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Auch
  Zertifizierung und der internen Abläufe,                    die Widerstände einzelner Pfarrer gegen Mädchen als Minis-
  die genau definiert sind und regelmässig                    trantinnen gehören fast überall der Vergangenheit an. Die
  überprüft werden. Dabei setzen wir auf                      liturgische Beteiligung von Frauen, Männern und Kindern
  grosse Transparenz. Wir informieren um­                     wurde mit ihrer Sendung als Getaufte und mit dem gemein-
  fassend über die unterstützten Projekte                     schaftlichen Gottesdienstverständnis des Konzils begründet
  und die Verwendung der Gelder sowohl in                     und durch die Diözesen eingeführt. Erst jetzt wurde jedoch in
  ­unserem Jahresbericht als auch auf unserer                 Rom das allgemeine Kirchenrecht entsprechend angepasst.
   Website. Seit vielen Jahren arbeitet Fasten­               Weil das Lektorat und das Akolythat (Dienst am Altar) früher zu
   opfer zudem hervorragend mit der Direk­                    den «niederen Weihen» gehörten und damit zu den Etappen
   tion für Entwicklung und Zusammenarbeit                    auf dem Weg zur Priesterweihe, waren sie den Männern vorbe-
   (DEZA) zusammen. In den nächsten vier                      halten. Papst Franziskus liess nun das Wort «männlich» strei-
   Jahren legen wir in unserem DEZA-finan­                    chen. Ein kleiner Schritt im Kirchenrecht, ein vielleicht bedeu-
zierten Programm einen Schwerpunkt auf                        tender Schritt für die Frauen. www.kath.ch (ksc)
Ernährungssicherung. Die dafür zur Verfü­
gung gestellten Gelder werden gemäss
­e inem umfangreichen Programmdokument
 mit angestrebten Zielen und Wirkungen
 eingesetzt und ausschliesslich für die Pro­
 jektarbeit im globalen Süden verwendet.
                                                  HENRI SCHWERY UND LEO KARRER GESTORBEN
                                                  Zwei prägende Persönlichkeiten der Schweizer Kirche sind zu Beginn des
                                                  Jahres 2021 verstorben. Henri Schwery war von 1977 bis 1995 Bischof von
                                                  Sitten. In seiner Amtszeit setzte er sich mit dem schismatischen Erzbischof
                                                  Marcel Lefebvre auseinander, der gegen seinen Willen in Ecône (VS) ein
                                                  Priesterseminar führte und eigene Bischöfe weihte. 1991 erhob ihn Papst
                                                  Johannes Paul II zum Kardinal.
                                                  Leo Karrer war einer der grossen Theologen der Schweiz und Europas. Der
                                                  Schüler von Karl Rahner wurde 1978 von Bischof Anton Hänggi ins Perso-
                                                  nalamt des Bistums Basel berufen. Er war der erste Laie, der eine Füh-
                                                  rungsposition im bischöflichen Ordinariat in Solothurn innehatte. Von
                                                  1982 bis 2008 war er Professor für Pastoraltheologie an der Universität Frei-
COLETTE KALT                                      burg. Die theologische Begründung des kirchlichen Dienstes durch Laien
VERANT WORTLICHE KOMMUNIK ATION                   und sein Engagement für eine synodale und offene Kirche waren Merk-
UND MEDIEN FASTENOPFER                            male seiner breiten, fundierten theologischen Tätigkeit in Forschung,
                                                  Lehre und seelsorglicher Praxis. www.kath.ch (ksc)

2                   3 | 2021
SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
editorial

           «Ich habe einen Traum – und an den glaube ich
           fest: Dass Menschsein in der Kirche etwas
           Wunderbares sein könnte. Sein kann. Und es
           oft jetzt schon ist.»                                                                                                    KUNO SCHMID | CHEFREDAK TOR
                                                                    Leo Karrer (1937–2021)

                                                                                                             LEBENSFREUDE
                                                                                                             Am vergangenen Hilari (13. Januar) eröffnete die
                                                                                                             Solothurner Narrenzunft Honolulu die Fasnacht 2021.

                                                                                             Kirche in Not
                                                                                                             Auch wenn die meisten Anlässe coronabedingt nicht
                                                                                                             stattfinden können, sollen sich die Solothurnerinnen
                                                                                                             und Solothurner die fasnächtliche Freude nicht neh-
                                                                                                             men lassen. Die Chesslete wird an den Fenstern und auf
                                                                                                             den Balkonen stattfinden, und ebenda werden auch die
                                                                                                             Fasnachtsfahnen mit der Aufschrift «Ja zur Lebensfreu-
                                                                                                             de» aufgehängt werden. Lebensfreude – dafür ist die
                                                                                                             Fasnacht ein Ausdruck, und Lebensfreude können wir
                                                                                                             auch in dieser Pandemiezeit gut gebrauchen. Der
                                                                                                             Grieche Epikur nannte drei Aspekte, die zur Lebens-
                                                                                                             freude beitragen. Die Abwehr von Schmerzen und
                                                                                                             Krankheiten, die Überwindung von Furcht und seeli-
                                                                                                             scher Belastung sowie der Verzicht auf materielle
                                                                                                             Bedürfnisse, die nicht nötig sind. Erst so könne sich die
                                                                                                             Freude einstellen an dem, was das Leben in seiner
                                                                                                             Einfachheit bietet. Die drei Aspekte tönen wie ein
Jesuitenkirche Luzern als rotes Mahnmal für die Opfer von Christenverfolgung.
                                                                                                             Rezept, mit dem die Coronazeit bewältigt und gestaltet
                                                                                                             werden könnte. Der Schutz des Körpers vor Ansteckung
              CHRISTENVERFOLGUNG                                                                             und der Seele vor Verzweiflung schafft und erhält
              NIMMT WELTWEIT ZU                                                                              Leben, lässt neue Lebensmöglichkeiten entdecken und
                                                                                                             ermutigt trotz Einschränkungen und Ängsten zu neuer
              Am 17. Januar 2021 wurde die Jesuitenkirche in Luzern
                                                                                                             Lebensfreude. So kann die spezielle Fasnacht helfen, die
              rot beleuchtet. Das rot leuchtende Gebäude stand als
                                                                                                             Krise mit Zuversicht zu bestehen.
              Mahnmal für die Menschen weltweit, die aufgrund ihrer
              religiösen Überzeugung verfolgt werden. In der Kirche                                          Der Jugendverband Jungwacht-Blauring vernetzt unter
              fand auf Einladung des Hilfswerks «Kirche in Not» der                                          dem Label «Lebensfreu(n)de» die Ehemaligen aus
              Gedenkgottesdienst für die verfolgten Christinnen und                                          verschiedenen Generationen. Mit der Ergänzung zu
              Christen statt. Keine andere Religionsgemeinschaft wird                                        Lebensfreunden betonen sie den sozialen Aspekt der
              so stark verfolgt wie das Christentum. Das berichten                                           Lebensfreude. Auch wenn physisches Abstandhalten
              übereinstimmend die Hilfswerke «Kirche in Not» und                                             notwendig ist, gehören Begegnungen und Beziehungen
              «Open Doors». Durch die Pandemie seien religiöse                                               unabdingbar zur Lebensfreude. Zusammen mit Freun-
              Minderheiten in vielen Ländern noch zusätzlich bedrängt                                        dinnen und Freunden lässt sich Lebensfreude teilen.
              und ausgegrenzt worden. Die grösste Bedrohung bilden                                           Diese Freude zu teilen ist auch ein wichtiger Aspekt des
              weiterhin die radikalen islamistischen Gruppen, die in                                         Glaubens. Dafür steht Bischof Felix ein. Es ist ihm
              Afrika, im Nahen Osten und selbst in Europa mit terroris-                                      gelungen, trotz vieler Schwierigkeiten und ungelöster
              tischen Aktionen Menschen töten und Kirchen zerstören.                                         Fragen, diese christliche Freude und Zuversicht in
              In China mussten in allen Kirchen Kameras mit Gesichts-                                        unserem Bistum immer wieder sichtbar zu machen
              erkennungssoftware eingerichtet und ein Bild von Par-                                          und eine Kultur des Dialogs zu fördern. Im Spannungs-
              teipräsident Xi Jinping aufgehängt werden, was die                                             feld von Bewahren und Erneuern wünsche ich der
              Gläubigen zusätzlich einschüchtert. Auch der wach-                                             Kirche unter seiner Führung und Ihnen allen viel
              sende Nationalismus richtet sich in vielen Staaten gegen                                       Raum für Lebensfreu(n)de.
              religiöse Minderheiten. www.kirche-in-not.ch / www.opendoors.ch (ksc)

                                                                                                             Kuno Schmid

TITELSEITE: Der Bischofsstuhl (Cathedra) mit dem Wappen von Bischof Felix Gmür in
der St.-Ursen-Kathedrale Solothurn. Sein bischöflicher Wahlspruch lautet «Intellegentes
quae sit voluntas Domini / Begreift, was der Wille des Herrn ist» (Eph 5,17). (ybh)

                                                                                                                                             3 | 2021              3
SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
schwerpunkt

Suchen und Finden – Bewahren und Entwickeln
      Felix Gmür – 10 Jahre Bischof von Basel
   Vor zehn Jahren, am 16. Januar 2011, wurde Felix Gmür zum Bischof geweiht und steht seither der
Diözese Basel vor. Weil damals die Kathedrale in Solothurn wegen eines Brandanschlags geschlossen
war, fand die Bischofsweihe in der St. Martinskirche in Olten statt. Zu diesem zehnjährigen Jubiläum
     hat der Bischof einen programmatischen Hirtenbrief verfasst, der sich auf das Evangelium des
­z weiten Sonntags im Jahreskreis bezieht. Aus dem Gespräch Jesu mit den ersten Jüngern lässt sich
                           einiges für das Christsein in der Gegenwart lernen.

                                                    FELIX GMÜR, BISCHOF VON BASEL

LIEBE SCHWESTERN UND BRÜDER                     nach. Jesus will es genauer wissen und           bleibt: Die Kirche bleibt im Dorf, die Kirche
Wer sucht, der findet. Viele von uns sind       fragt: «Was sucht ihr?» Es ist das erste Wort,   bleibt der ruhende Pol in der ständigen Ver-
richtige Such- und Findeprofis. Suchma-         das Jesus im Johannesevangelium spricht.         änderung, die Kirche bleibt, wie sie ver-
schinen gehören zu den meistbesuchten           Das erste Wort von Jesus an die Glaubenden       meintlich immer schon war. Was bleibt?
Seiten im Internet. Von einer einfachen In-     ist keine Unterweisung, keine Aufforde-          Was soll sich ändern? Jesus gibt den beiden
formation bis zu einer Partnerin oder ei-       rung, kein Gebet. Es ist eine Frage: «Was        Jüngern einen Tipp: «Kommt und seht!» Die
nem Partner: Wir suchen heute online. Ei-       sucht ihr?»                                      Kirche in unserem Bistum kann daraus für
niges lässt sich mit Geschick und ein biss-     Alles beginnt mit der Suche. Wer sucht, hat      die Seelsorge einiges lernen.
chen Glück finden. Und doch – wir bleiben       eine Sehnsucht. Die Jünger suchen Glück
Suchende. Wer findet, sucht weiter. Finden      und inneren Frieden. Sie sehnen sich nach        EINLADEN
wir denn keine Ruhe? Schon der Heilige Au-      einer Verbundenheit, die trägt, sie suchen       Jesus lädt ein. Seine Türen stehen offen. Er
gustinus war ein umtriebiger Suchender. Er      eine Bleibe. Können sie das von Jesus erwar-     ist zugänglich. Unsere Pfarreien und kirch-
schrieb: «Unruhig ist unser Herz, bis es ruht   ten? Wer ist er eigentlich? So antworten sie     lichen Dienste tun gut daran, die Menschen,
in dir, o Gott.» Die Unruhe entspringt der      dann auch nicht wirklich auf die Frage, son-     die uns suchen, einzuladen statt abzuwim-
Suche, ja der Sehnsucht nach Erfüllung, Zu-     dern stellen eine Gegenfrage: «Wo wohnst         meln, erreichbar zu sein, statt auf spätere
friedenheit, Glück, Lebenssinn. Wir Chris-      du?» – wörtlich übersetzt: «Wo bleibst du?»      Termine zu vertrösten, offene Pfarrhäuser
tinnen und Christen glauben, dass sich der                                                       und Kirchen zu haben, statt verschlossene
Sinn unseres Lebens letztlich nur in der        KOMMT UND SEHT                                   Türen anzubieten. Wir suchen nach dem
Begegnung mit Gott erfüllen kann.               Die Suche offenbart eine Spannung. Auf der       richtigen Mass, verfügbar und zugänglich
                                                einen Seite ist das Interesse, das Nachfol-      zu sein. Das ist in unserer durchgetakteten
WAS SUCHT IHR?                                  gen, die Bewegung und Dynamik, der Auf-          Welt und mit dem grossen Engagement des
Wir glauben. Aber was genau? Die beiden         bruch ins Neue. Auf der anderen Seite ha-        Personals mitunter schwierig. An manchen
Jünger im Evangelium horchen auf, als Jo-       ben die Jünger Sehnsucht nach Ruhe, Si-          Orten gibt es einen Accueil, einen Emp-
hannes der Täufer auf Jesus zeigt und in        cherheit, Sinn. Sie suchen das, was bleibt       fangsbereich, einen Ort und Zeiten, wo Kir-
ihm das Lamm Gottes sieht. Denn mit dem         und trägt. Diese Spannung ist typisch für        che für alle unkompliziert zugänglich ist.
kühnen Bild vom Lamm Gottes aus den Hei-        uns und unsere Kirche heute. Wir brauchen
ligen Schriften verbinden sie die Hoffnung,     Neues und spüren, dass die Welt sich ändert      ERLEBEN
dass alles Böse besiegt und das Leben gelin-    und wir uns ändern und sich die Lebensbe-        Wer Jesus nachfolgt, will Jesus erleben. An-
gen wird. Von ihm erwarten sie Erlösung         dingungen verändern und wir deshalb Auf-         ders als die Jünger können wir Jesus nicht
und Glück. Sie glauben daran. Deshalb inte-     brüche wagen müssen. Und doch wollen             unmittelbar Fragen stellen und ihm in sei-
ressieren sie sich für Jesus. Sie folgen ihm    wir auch, dass gleichzeitig alles gleich         ne irdische Bleibe folgen. Und dennoch gibt

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SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
schwerpunkt

                                                                                                                                                                          Hanspeter Baertschi / Bistum Basel
Bischof Felix Gmür (1966) stammt aus Luzern und versteht sich als Bischof unterwegs mit den Menschen. (Bild vom Patronatsfest St. Urs und Viktor 2017)

es Möglichkeiten, ihm wirklich zu begeg-                   haben. Manche leiden ein Leben lang dar-                   Einheimische wie alle anderen katholi-
nen. Die Sakramente sind wunderbare                        unter. Einladen, zuhören, Leid anerkennen,                 schen Gläubigen auch. Wie können wir uns
Schätze der Christusbegegnung. Im Sakra-                   um Entschuldigung bitten: Das sind wichti-                 gegenseitig einpassen, so dass wir spüren,
ment der Eucharistie nehmen wir ihn ganz                   ge Schritte auf dem Weg zu einer erhofften                 dass wir zusammengehören und denselben
in uns auf. Damit diese Erfahrung sich wei-                Versöhnung, unumgängliche Schritte in                      Glauben miteinander teilen? Es ist die stete
ter schenken kann, tun wir gut daran, kom-                 der Nachfolge Jesu – für die ersten Jünger,                Suche nach einer gelungenen Integration,
plementär zur Feier der Sakramente Begeg-                  die auf das Lamm Gottes schauen, und erst                  ohne dass jemand den eigenen kulturellen
nungen zu ermöglichen, bei denen Men-                      recht für uns. Im Umgang mit der eigenen                   Charakter aufgeben muss.
schen sich selber einbringen und von ihrem                 Schuld sucht die Kirche weiter. Eine griffige
persönlichen Zugang zu Jesus berichten                     Prävention ist zukunftsgerichtet und zielt                 PERSÖNLICH
können. Der Austausch wird zum gemein-                     darauf ab, jede Art von übergriffigem Ver-                 Echte Erfahrungen und Begegnungen kann
samen Erlebnis. In der Kinder- und Jugend-                 halten zu verhindern. Das Bewusstsein zu                   man nicht delegieren. Das geht nur persön-
arbeit oder auch im Bereich der Senioren                   schärfen, ohne selbst übergriffig zu werden                lich. Jesus lädt zum persönlichen Kennen-
werden wir vielerorts durch erstklassige                   oder vorzuverurteilen oder Überdruss zu                    lernen ein: «Kommt und seht!» Wir werden
Begegnungsmöglichkeiten         beschenkt.                 provozieren, ist eine Suche nach dem rich-
Denn schöne Erlebnisse und gute Erfahrun-                  tigen Mass.
gen in der Kirche stärken und vertiefen den                                                                            JOHANNESEVANGELIUM
Glauben. Und doch suchen wir nach stim-
migen Formen, über den Glauben auszutau-
                                                           INTEGRIEREN
                                                           Die beiden Jünger im Evangelium stammen
                                                                                                                       KAPITEL 1, VERSE 35–39
                                                                                                                       Am Tag darauf stand Johannes wieder
schen. Wir suchen nach Räumen, in denen                    aus demselben Kulturkreis wie Jesus. Die
                                                                                                                       dort und zwei seiner Jünger standen bei
junge Eltern, Singles, Menschen in unter-                  Kommunikation scheint einfach zu sein.
                                                                                                                       ihm. Als Jesus vorüberging, richtete
schiedlichen Beziehungsformen Gott er-                     Lebenswelt und Lebensstil decken sich weit-
                                                                                                                       Johannes seinen Blick auf ihn und sagte:
fahren und Erlebnisse damit verbinden                      gehend. In unserer Kirche heute sind wir
                                                                                                                       Seht, das Lamm Gottes! Die beiden
können. Hier ist die Kirche besonders her-                 am Suchen, weil mehr als ein Drittel der
                                                                                                                       Jünger hörten, was er sagte, und folgten
ausgefordert. Es öffnet sich Raum für Krea-                Gläubigen in unserem Bistum Migrantin-
                                                                                                                       Jesus. Jesus aber wandte sich um, und
tivität.                                                   nen und Migranten sind. Sie haben ver-
                                                                                                                       als er sah, dass sie ihm folgten, sagte er
                                                           schiedene kulturelle Hintergründe, unter-
                                                                                                                       zu ihnen: Was sucht ihr? Sie sagten zu
VERSÖHNEN                                                  schiedliche religiöse Bedürfnisse und Er-
                                                                                                                       ihm: Rabbi – das heisst übersetzt: Meis-
Leider gab und gibt es Einladungen und Er-                 wartungen, vielleicht andere Vorstellungen
                                                                                                                       ter –, wo wohnst du? Er sagte zu ihnen:
lebnisse, die bei Menschen tiefe Wunden                    vom geglückten Leben. Und doch sind sie in
                                                                                                                       Kommt und seht!
und einen grossen Schmerz hinterlassen                     der Kirche nicht Fremde, sondern ebenso

                                                                                                                                                 3 | 2021             5
SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
schwerpunkt

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                                                                                                                                                        JOHANNESEVANGELIUM
                                                                                                                                                        KAPITEL 1, VERSE 40–42
                                                                                                                                                        Andreas, der Bruder des Simon Petrus,
                                                                                                                                                        war einer der beiden, die das Wort des
                                                                                                                                                        Johannes gehört hatten und Jesus
                                                                                                                                                        gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen
                                                                                                                                                        Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir
                                                                                                                                                        haben den Messias gefunden – das
                                                                                                                                                        heisst übersetzt: Christus. Er führte ihn
                                                                                                                                                        zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte:
                                                                                                                                                        Du bist Simon, der Sohn des Johannes,
                                                                                                                                                        du sollst Kephas heissen, das bedeutet:
                                                                                                                                                        Petrus, Fels.
Felix Gmür hat in Philosophie und Theologie promoviert. Er wurde 1999 zum Priester und 2011 zum Bischof geweiht.

uns einmal mehr bewusst, dass Glaube im                   nen, die sich nicht als exklusive Elite verste-                                               sche und kirchliche Tradition Arme nennt,
Kern nicht das richtige Aufsagen von dog-                 hen, sondern ihre Eigenart für alle einbrin-                                                  steht nicht zur Disposition. Es ist eine Grat-
matischen Sätzen oder das Vollbringen gu-                 gen, die sich nicht um sich selber drehen,                                                    wanderung, weil man sowohl klar sein
ter Werke ist. Glaube ist zunächst immer                  sondern Jesus im Blick haben, der alle ein-                                                   muss als auch niemanden mutwillig ver-
persönliche Begegnung mit der Person Je-                  lädt und sich für alle interessiert. Nachdem                                                  letzten will und darf. In jeder Zeit ist die
sus. Deshalb ist auch die Glaubensweiterga-               viele kirchliche Vereine nicht mehr wie                                                       Kirche auf der Suche nach der richtigen
be etwas ganz Persönliches. Petrus kommt                  früher existieren, ist diese Suche umso                                                       Balance, auch heute.
durch Andreas zu Jesus. Er erzählt ihm,                   drängender und spannender. Das betrifft
dass er gesucht und den Messias gefunden                  auch die einzelnen Menschen in der Ge-                                                        Seit zehn Jahren darf ich mit Ihnen Christ
habe. Heute sind wir auf der Suche, wie wir               meinschaft. Das heutige Evangelium spricht                                                    und für Sie Bischof von Basel sein. Gemein-
den Glauben unter neuen Lebensbedingun-                   nur von zwei Jüngern. Aber schon sehr früh                                                    sam suchen wir, wie die Begegnung mit Je-
gen weitertragen. Es lohnt sich, Neues aus-               gehörten Frauen dazu. Wir suchen nach ei-                                                     sus Christus, dem Messias, in unserem Bis-
zuprobieren und im Suchen nicht aufzuge-                  ner Kirche, in der Frauen und Männer glei-                                                    tum Formen annehmen kann, die dem
ben, gerade auch im Vertrauen, dass Gott                  chermassen ihren Platz haben.                                                                 Evangelium entsprechen und den Men-
den ersten Schritt macht und Jesus als Ers-                                                                                                             schen Kraft geben. Gemeinsam suchen wir
ter einlädt.                                              ÖFFENTLICH                                                                                    nach dem Willen Gottes für die Kirche in
                                                          Über das Treffen von Jesus mit den zwei                                                       unserer Zeit. Ein Mass, an dem wir messen
GEMEINSCHAFTLICH                                          Jüngern berichtet das Evangelium nichts.                                                      können, ob wir den Messias gefunden ha-
Wenn wir persönliche Erfahrungen mitei-                   Das ist gut so, denn der Glaube ist persön-                                                   ben, ist Andreas: Er kann nicht anders und
nander erleben, werden sie zu geteilten Er-               lich und hat etwas Intimes und braucht                                                        führt Petrus zu Jesus. Missionarische Kir-
fahrungen. Es entsteht Gemeinschaft. Kir-                 auch einen geschützten Rahmen. Es ist gut,                                                    che nennen wir das. Kirche, die einlädt. Su-
che ist immer Gemeinschaft, Christsein                    dass unsere Kirche diesen Schutz respek-                                                      chen wir sie, in der Nachfolge von Jesus, der
geht nicht allein. Es ist eine grosse Heraus-             tiert und anbietet. Gleichzeitig ist der Glau-                                                uns dazu einlädt.
forderung, das gemeinschaftliche kirchli-                 be aber auch öffentlich, und zwar gerade
che Leben zu fördern, weil die vielen indivi-             deswegen, weil er lebensrelevant ist. Das                                                     Ihr
duellen Lebensstile und Bedürfnisse und                   soll und darf die Öffentlichkeit wissen. Des-                                                 + Felix Gmür, Bischof von Basel
das Denken, alle seien ein Sonderfall, die-               wegen ist die Kirche immer öffentlich, bis
sem Ansinnen viele Steine in den Weg le-                  hin zu öffentlichen Meinungsäusserungen
gen. Wir suchen in den Pfarreien Formen                   zu gesellschaftlichen Fragen. Hier ist frei-
von Gemeinschaften, die sich nicht abkap-                 lich eine grosse Sensibilität gefordert, denn
seln, sondern sich für neue Menschen öff-                 das Engagement für alle, welche die bibli-

6                    3 | 2021
SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
medien

Regelmässige Sendungen                        FERNSEHEN                                                                                                   RADIO
                                              Sonntag, 31. Januar                                                                                         Sonntag, 31. Januar

                                                                                                                                           Alamode Film
FERNSEHEN
                                              ZDF, 09.03 Uhr                                                                                              BR2, 08.05 Uhr
SRF 1                                         Kunst und Religion                                                                                          Jugendarbeit in Coronazeiten
Samstag, 19.50 Uhr, Wort zum Sonntag          Künstler, Designer und Tattoo-Meister.                                                                      Absagen kann man immer.
Sonntag, 10.00 Uhr, Sternstunde Religion
Sonntag, 11.00 Uhr, Sternstunde Philosophie   ZDF, 09.30 Uhr                                                                                              SRF 2, 08.30 Uhr
Monatlich eine Gottesdienstübertragung        Katholischer Gottesdienst                                                                                   Perspektiven: Silja Walter
ZDF oder BR                                   Macht – Ohnmacht – Allmacht.                                                                                Der Tanz des Gehorsams.
                                                                                                     SRF 1, 20.10 Uhr
Sonntag, 9.30 Uhr, Gottesdienstübertragung
                                              SRF 1, 10.00 Uhr                                       Die göttliche Ordnung                                SRF 2, 10.00 Uhr
ARD
                                              Sternstunde: Das katholische Korsett                   Gegen das Frauenstimmrecht.                          Radiopredigten
Sonntag, 17.30 Uhr, Echtes Leben
                                              Mühe mit dem Frauenstimmrecht.                                                                              Urs Bisang, röm.-kath.
ORF 2                                                                                                SRF 1, 22.05 Uhr
                                                                                                                                                          Luzia Sutter-Rehmann, evang.-ref.
Sonntag, 12.30 Uhr, Orientierung                                                                     Die Verlegerin

                                                                                       ASCOT ELITE
Sonntag, 18.15 Uhr, Was ich glaube                                                                   Wenn der Präsident das Volk belügt.                  SWR2, 12.05 Uhr
Dienstag, 22.30 Uhr, Kreuz und quer                                                                                                                       Die Seele der USA
                                                                                                     Sonntag, 7. Februar
                                                                                                                                                          Moral nach der Präsidentenwahl.
RADIO                                                                                                ZDF, 09.03 Uhr
Radio SRF1                                                                                           Kirche im Abseits                                    Sonntag, 7. Februar
Samstag, 18.30 Uhr, Zwischenhalt                                                                     Ökumenischer Kirchentag 2021.                        BR2, 08.05 Uhr
Sonntag, 6.40/8.40 Uhr, Wort aus der Bibel                                                                                                                Terror gegen Juden
Sonntag, 9.30 Uhr, Text zum Sonntag
                                                                                                     ORF III, 10.00 Uhr
                                              Dienstag, 2. Februar                                                                                        Wie gefährlich ist es, Jude zu sein?
                                                                                                     Katholischer Gottesdienst
Radio SRF2 Kultur                             SRF zwei, 20.10 Uhr
                                                                                                     Ein Angebot in der Coronakrise.                      BR2, 08.30 Uhr
Sonntag, 8.00 Uhr, Blickpunkt Religion        RBG – Ruth Bader Ginsburg
Sonntag, 8.30 Uhr, Perspektiven                                                                                                                           Mit Unsicherheiten leben lernen
                                              Ein Leben für die Gerechtigkeit.                       SRF 1, 11.55 Uhr
Sonntag, 9.00 Uhr, Sakral/Vokal                                                                                                                           Alles unter Kontrolle? Fehlanzeige!
                                                                                                     Sternstunde: Friedrich Glauser
Sonntag, 10.00 Uhr, Radiopredigten oder       ORF2, 22.35 Uhr
                                                                                                     Ein filmisches Porträt.                              SRF 2, 08.30 Uhr
Radiogottesdienst                             kreuz und quer
                                                                                                                                                          Perspektiven: Clara Ragaz-Nadig
Radio 32                                      Der Weg der Mystik.                                    Mittwoch, 10. Februar
                                                                                                                                                          Kampf für Frauenrechte und Frieden.
Mittwoch, 15.45 Uhr, Oekumera                                                                        BR, 19.00 Uhr
                                              Freitag, 5. Februar
Sonntag, 10.40 Uhr, Wiederholung                                                                     Auf der Spur der Ahnen                               SWR2, 08.30 Uhr
                                              SRF 1, 23.45 Uhr
                                                                                                     Ahnenkult auch hierzulande.                          Leitfaden für ein gutes Ende
WEBSITES
                                              Matto regiert
                                                                                                                                                          Fragen zu Sterben und Tod.
www.medientipp.ch                             Wachmeister Studer klärt auf.                          Samstag, 13. Februar
www.radiopredigt.ch                                                                                  SRF 1, 16.40 Uhr                                     SWR2, 12.05 Uhr
                                              Samstag, 6. Februar
www.kath.ch/category/wort-zum-sonntag                                                                Fenster zum Sonntag                                  Transit Lampedusa
                                              SRF 1, 16.40 Uhr
www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion                                                              Fremdgehen – wenn Liebe nicht                        Einheimische und Gef lüchtete.
https://fernsehen.katholisch.de               Fenster zum Sonntag
                                                                                                     reicht.
www.religion.orf.at/tv                        Bergfieber.
www.vaticannews.va/de.html

                                              Die Krise lehrt uns zu fragen:                                                                              Eine alevitische Familie ver-
                                                                                                                  www.cineman.ch
LITERATUR
            www.herder.de

                                                                                                     KINO | DVD

                                              Was brauche ich wirklich im                                                                                 sucht illegal in die Schweiz zu
                                              Leben und wonach soll ich su-                                                                               flüchten. Doch beim Überque-
                                              chen? Was ist meine Sehnsucht?                                                                              ren der Alpen entwickelt sich
                                              Wer bin ich – und wer ist Gott?                                                                             ihre «Reise der Hoffnung» zur
                                              Abt Johannes Eckert spürt diesen                                                                            Katastrophe. Vor dreissig Jah-
                                              Fragen nach und fördert überra-                                                                             ren kam dieser Filmklassiker in
                                              schende, provokative und                                                                                    die Kinos. Leider hat er nichts
                                              frag-würdige Einsichten zutage.                                                                             an Aktualität eingebüsst ange-
                                              Er zeigt, wie das Johannes­                                                                                 sichts der täglich neuen Schre-
                                              evangelium zur Folie für ein                                                                                ckensmeldungen aus Flücht-
                                              selbstbestimmtes und authenti-                                                                              lingslagern. Er wird deshalb
                                              sches Leben werden kann.                                                                                    von «Medientipp» zum Film des
                                                                                                                                                          Monats Januar 2021 auserko-
                                                                                                                                                          ren.
 Eckert, Johannes
 Was sucht ihr?                                                                                        Reise der Hoffnung
 Frag-würdige Einsichten ins Johannesevangelium                                                        Xavier Koller, Schweiz 1990
 Herder Verlag, Freiburg i.Br. 2020                                                                    Gratis auf der neuen Streaming-Plattform der SRG
 208 Seiten, CHF 28.90, ISBN 978-3-451-39161-3                                                         www.playsuisse.ch

                                                                                                                                                                     3 | 2021                    7
SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
innehalten

                                                                        Jon Tyson / Unsplash
                                                                                                 KIRCHENJAHR UND SCHRIFTLESUNG

    Wo wohnst du                                                                                 Sonntag, 31. Januar 2021
                                                                                                 4. SONNTAG IM JAHRESKREIS
                                                                                                  «Einen Propheten wie dich
                                                                                                 will ich ihnen erwecken.» Dtn 18,18
    eingeboren in den
                                                                                                 Erste Lesung: Deuteronomium 18,15–20
    stallgeruch der wohnsitzlosen
                                                                                                 Zweite Lesung: Erster Korintherbrief 7,32–35
                                                                                                 Evangelium: Markus 1,21–28
    im zugigen verschlag
    hält sich keine nestwärme
                                                                                                 Dienstag, 2. Februar 2021
                                                                                                 Darstellung des Herrn
    kindvertraulich unter den schriftgelehrten
                                                                                                 Lichtmess – Tag des geweihten Lebens
    in gottes haus ganz wie daheim
                                                                                                 «Meine Augen haben das Heil gesehen, ein Licht,
                                                                                                 das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit
    von hilfesuchenden verfolgt
                                                                                                 für dein Volk Israel.» Lk 2,30.32
    bis auf den beteberg der nacht
                                                                                                 Sonntag, 7. Februar 2021
    unverstanden im elternhaus
                                                                                                 5. SONNTAG IM JAHRESKREIS
    und doch geschwisterlich unter dem väterlichen himmel
                                                                                                  «Jesus ging zu Simons kranker Schwiegermutter, fasste
                                                                                                 sie an der Hand und richtete sie auf.» Mk 1,31
    von haus zu haus
                                                                                                 Erste Lesung: Ijob 7,1–4.6–7
    als zechkumpane der geächteten
                                                                                                 Zweite Lesung: Erster Korintherbrief 9,16–19.22–23
                                                                                                 Evangelium: Markus 1,29–39
    endlich ein ort das haupt anzulehnen
    doch der balken ist blutig
                                                                                                 Namenstage: Ökumenisches Heiligenlexikon
                                                                                                 www.heiligenlexikon.de
    beigesetzt im grab eines andern
    und auch das nur vorübergehend                                                               Liturgischer Kalender: Direktorium www.liturgie.ch

    grenzgänger über alles hinaus
    wegbereiter ins unermessliche

    Andreas Knapp                                                                              DARSTELLUNG DES HERRN
                                                                                               Das Fest «Darstellung des Herrn» bezieht sich auf den
                                                                                               Abschnitt im Lukasevangelium (Lk 2,22–40), der er-
                                                                                               zählt, wie Maria und Josef mit dem neugeborenen
                                                                                               Jesus zum Tempel nach Jerusalem ziehen. Dort danken
                                                                                               sie für die glückliche Geburt und weihen den Erstgebo-
                                                                                               renen gemäss der Schrift an Gott. In der Begegnung
                                                                                               mit dem weisen Simeon und der Prophetin Hanna wird
                                                                                               die Bestimmung Jesu als Heil und Licht für Israel und
                                                                                               die Völker sichtbar. Die Ostkirche bezeichnet den Ge-
                                                                                               denktag deshalb als «Fest der Begegnung». Bei uns
                                                                                               wird stärker die Verheissung betont, dass Jesus das
                                                                                               Licht für die Völker sein wird. Volkstümlich wird von
                                                                                               «Lichtmesse» gesprochen. Um dieses Licht hinauszu-
                                                                                               tragen, werden an diesem Tag Kerzen gesegnet. Vierzig
                                                                                               Tage nach Weihnachten und zum traditionellen Ab-
                                                                                               schluss des Weihnachtsfestkreises stehen nochmals die
                                                                                               Kerzen im Zentrum. Sie sind Zeichen dafür, dass durch
                                                                                               Gottes Menschwerdung Licht in die Welt gekommen
                                                                                               ist. Dieses Licht soll selbst zum Segen werden, zum
    Der Priester und Dichter Andreas Knapp ist Mitglied                                        «gutem Zuspruch» für Gesundheit und gelingendes
    der «Kleinen ­B rüder vom Evangelium» und lebt als Fabrikarbeiter                          Leben, wie es durch den anschliessenden Blasiussegen
    in Leipzig. 2018 erhielt er den Herbert-Haag-Preis.                                        mit zwei gekreuzten Kerzen zum Ausdruck gebracht
                                                                                               wird. (ksc)
    Quelle: Andreas Knapp, Brennender als Feuer.
    Geistliche Gedichte, Echter Verlag Würzburg 2004, 9.

8                   3 | 2021
SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
musik & kultur | diakonie & bildung | region & klöster
                                                                      Behörden & Fachstellen
                                                                                                                                             Einsendungen an: Pfarreisekretariat St. Ursen
                                                                                                                                         Propsteigasse 10 | 4500 Solothurn | 032 623 32 11
CORONAVIRUS UPDATE                                                    Bischofsvikariat St. Verena | www.bistum-basel.ch
                                                                      Römisch-Katholische Synode
                                                                                                                                     pfarramt@kath-solothurn.ch  | www.kath-solothurn.ch

                                                                      des Kantons Solothurn | www.synode-so.ch
                                                                      Katholische Seelsorge für Anderssprachige | www.migratio.ch
                                                                      Fachstelle Religionspädagogik | www.kath.sofareli.ch
                                                                      Fachstelle Diakonie und Soziale Arbeit | www.fadiso.ch
                                                                      Kirchliche Fachstelle Jugend | www.juse-so.ch
                                                                      Fachstelle Kirchenmusik | www.kirchenmusik-solothurn.ch
                                                                      Kantonale Arbeitsstelle Jungwacht Blauring | www.jubla-so.ch
                                                                                                                                     Antoniushaus Solothurn
                                                                      Caritas Solothurn | www.caritas-solothurn.ch                   Die Eucharistiefeier wie auch die Andachten
                                                                      Fachstelle Beziehungsfragen | www.fabeso.ch
                                                                                                                                     und das «Sunntigskafi» entfallen aufgrund
                                                                      Notfallseelsorge | www.notfallseelsorge.ch/so
                                                                      Dargebotene Hand – Telefon 143 | www.143.ch                    der aktuellen Covid-19-Krisensituation bis auf
                                                                                                                                     Weiteres.
                                                                      Solothurner Spitäler soH                                       www.gem-sls.ch
                                                                      GOTTESDIENSTE
                                                                      Im Kantonsspital Olten und im Bürgerspital So-                 Kapuzinerkloster Olten
                                                                      lothurn finden aufgrund der Covid-19-Schutz-
                                                                                                                                     GOTTESDIENSTE
                                                                      massnahmen zurzeit keine Gottesdienste statt.
                                                                                                                                     Sonntag, 31. Januar,
                                                                      Die Gottesdienste in der Psychiatrischen Klinik
                                                                                                                                     19.00 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche St. Martin
                                                                      Solothurn werden nur intern gefeiert.
Um Ansteckungen zu verhindern, gelten                                                                                                Sonntag, 7. Februar,
                                                                      www.solothurnerspitaeler.ch
weiterhin die Corona-Schutzmassnahmen.                                                                                               19.00 Uhr, Eucharistiefeier in der Kirche St. Martin
Dazu gehören unter anderem die Hygiene-
                                                                                                                                     Montag und Donnerstag jeweils 18.30 Uhr,
und Abstandsregeln, die allgemeine                                    Kloster Namen Jesu Solothurn
                                                                                                                                     Eucharistiefeier in der Klosterkirche
Maskenpflicht, das Gesangsverbot und die
                                                                      GOTTESDIENSTE
Begrenzung der Gruppengrösse an Veran-                                                                                               Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag jeweils
                                                                      Samstag, 30. Januar, 19.00 Uhr Vigil
staltungen und Gottesdiensten. Versuche,                                                                                             07.00 Uhr Eucharistiefeier in der Klosterkirche
                                                                      Sonntag, 31. Januar,
die Schutzmassnahmen zu umgehen oder
                                                                      10.45 Uhr Eucharistiefeier, 17.00 Uhr Vesper                   Donnerstag jeweils 10.00 Uhr, «20 Minuten
Schlupflöcher zu finden, werden von der
                                                                                                                                     für den Frieden» mit der offenen Kirche Region
Bistumsleitung ausdrücklich abgelehnt.                                Dienstag, 2. Februar, 19.00 Uhr Eucharistiefeier
                                                                                                                                     Olten, anschliessend stille Anbetung.
Halten Sie sich an die Schutzkonzepte der                             Freitag, 5. Februar, 19.00 Uhr Eucharistiefeier
Pfarreien und Kirchgemeinden und erkun-                                                                                              www.katholten.ch > Kapuzinerkloster
                                                                      Samstag, 6. Februar, 19.00 Uhr Vigil
digen Sie sich im Voraus, ob Gottes-
                                                                      Sonntag, 7. Februar,
dienste und Anlässe stattfinden werden.
                                                                      10.45 Uhr Eucharistiefeier, 17.00 Uhr Vesper                   Kloster Mariastein
Bis Ende Februar wird die ausserschuli-
sche Katechese ausgesetzt, und Mund-                                  Dienstag, 9. Februar, 19.00 Uhr Eucharistiefeier               GOTTESDIENSTE
kommunion bleibt verboten.                                            Freitag, 12. Februar, 19.00 Uhr Eucharistiefeier               Bis auf Weiteres finden nur ausgewählte
                                                                                                                                     Eucharistiefeiern öffentlich statt. Sie werden
Weiterführende Informationen zur Covid-­                              www.namenjesu.ch
                                                                                                                                     auf der Website angezeigt.
19-Prävention in Kirche und Pastoral unter:
www.bistum-basel.ch > Corona-Update                                                                                                  Die Basilika ist von 10.00 bis 20.15 Uhr geöff-
                                                                      Kloster Visitation Solothurn
                                                                                                                                     net. Es gelten Maskenpflicht und die Höchst-
Die im Kanton Solothurn geltenden
                                                                      GOTTESDIENSTE                                                  zahl von 30 Personen.
Massnahmen sind zu finden unter
                                                                      Sonntag, 31. Januar
https://corona.so.ch/                                                                                                                Die Gnadenkapelle ist täglich von 08.00 bis
                                                                      08.00 Uhr Eucharistiefeier
                                                                                                                                     19.15 Uhr geöffnet. Im Innern der Gnaden­
                                                                      Sonntag, 7. Februar                                            kapelle beträgt die Höchstzahl 10 Personen
                                                                      08.00 Uhr Eucharistiefeier                                     mit Maskenpflicht.
für römisch-katholische Pfarreien im Kanton Solothurn
52. Jahrgang | Erscheint alle 14 Tage                                 www.klostervisitation.ch                                       www.kloster-mariastein.ch
ISSN 1420-5149 | ISSN 1420-5130
www.kirchenblatt.ch | info@kirchenblatt.ch                                                                                           Taizé-Feiern
Adressänderungen
sind an das zuständige Pfarramt Ihrer Wohngemeinde zu richten.                                                                       TAIZÉ-ABENDGEBET SOLOTHURN
                                                                                                                                     Donnerstag, 28. Januar 2021, 19.00 Uhr
Produktion und Druck
Vogt-Schild Druck AG | Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen                                                                          Das Taizé-Abendgebet findet online statt.
Tel. 058 330 11 73 | Fax 058 330 11 78 | kirchenblatt@vsdruck.ch

Redaktionsteam (allgemeiner Teil)                                                                                                    TAIZÉ-FEIER OLTEN
Chefredaktor | Kuno Schmid | Grenchenstr. 43, 4500 Solothurn |                                                                       Donnerstag, 28. Januar 2021, 18.18 Uhr
Heinz Bader, Balsthal| Dr. Urban Fink-Wagner, Oberdorf |
Stephan Kaisser, Lommiswil| Monika Poltera-von Arb, Neuendorf |
                                                                                                                                     St. Martins-Kirche Olten ist abgesagt.
Reto Stampfli, Solothurn | Jugendseite | Daniele Supino, ­Solothurn
Layout | Yvonne Bieri-Häberling, Oekingen
                                                                      www.147.ch                                                     www.taize-solothurn.ch / www.katholten.ch

                                                                                                                                                              3 | 2021                  9
SUCHEN UND FINDEN - BEWAHREN UND ENTWICKELN - Felix Gmür - 10 Jahre Bischof von Basel - Kirchenblatt
Pastoralraum Solothurn-Unterer Leberberg SOUL
Pfarradministrator | Dr. Thomas Ruckstuhl | 032 623 32 11 | thomas.ruckstuhl@kath-solothurn.ch | Liturgie
Kaplan | Konrad Mair | 079 836 73 56 | konrad2911@gmail.com
Vikar | Roy Jelahu | 032 623 32 11 | hironimus.jelahu@kath-solothurn.ch
Diakon | Karl H. Scholz | 032 622 12 65 | pfarramt@sanktniklaus.ch | Glaubensbildung
Pfarreiseelsorger | Basil Schweri | 032 623 32 11 | basil.schweri@kath-solothurn.ch | Jugend und Kommunikation
Pfarreiseelsorgerin | Bernadette Häfliger | 032 637 30 53 | bernadette.haefliger@kath-solothurn.ch | Altersseelsorge
Katechetin RPI | Annina Schmidiger | 032 623 32 11 | annina.schmidiger@kath-solothurn.ch | Verantwortliche Katechese
Sekretariat | Barbara Moos | 032 623 32 11 | barbara.moos@kath-solothurn.ch

Mit Zuversicht aus der Krise                                                                  Wie ist Versöhnung?
                                                                                              Wie ein Fest nach langer Trauer? Wie ein strahlendes Gesicht?
                                                                                              20 Kinder aus den Pfarreien St. Ursen St. Marien haben sich seit dem
                                                                                              letzten Sommer in der Vorbereitung auf den Versöhnungsweg genau
                                                                                              mit solchen Fragen beschäftigt.

                                                                                              Am 9. Januar haben sie nun den Versöhnungsweg absolviert. Gemein-
                                                                                              sam mit ihrer Begleitperson haben sie sich an zehn Stationen mit
                                                                                              Fragen rund um ihr Leben beschäftigt, um anschliessend zum ersten
                                                                                              Mal das Sakrament der Versöhnung / das Sakrament der Beichte zu
                                                                                              empfangen.

                                                                                              Sich mit der eigenen Schuld auseinanderzusetzen, ist nicht immer ganz
                                                                                              einfach. Sich die Schuld einzugestehen, diese zu bereuen, den Mut zu
                                                                                              fassen, etwas zu ändern, sich vielleicht sogar mit einer anderen Person
                                                                                              zu versöhnen oder sich zu entschuldigen, das ist für Kinder und
                                                                                              Erwachsene nicht immer ganz einfach.
Erinnern Sie sich an folgende Szene: Papst Franziskus erteilt vor einem
                                                                                              Versöhnung setzt einen Prozess voraus, den man gehen muss, vergleich-
menschenleeren Petersplatz den Segen «Urbi et Orbi». Er ist der Über-
                                                                                              bar mit einem Weg. Der Weg geht meistens nicht schnurstracks zum
zeugung, die Corona-Pandemie müsse genutzt werden, um eine bessere
                                                                                              Ziel. Man muss über Hindernisse gehen, manchmal auf das Vergangene
Zukunft zu gestalten. Wie das geschehen soll, erklärt er in seinem neu
                                                                                              zurückblicken, sich damit auseinandersetzen und trotzdem das Ziel, die
erschienenen Buch «Wage zu träumen! Mit Zuversicht
                                                                                              Versöhnung, darf man nicht aus den Augen verlieren.
aus der Krise.»
                                                                                              Durch das Sakrament der Beichte / Versöhnung haben wir immer
Die Corona-Pandemie ist in den Augen des Papstes etwas Besonderes,
                                                                                              wieder die Möglichkeit, auch bei Gott um Vergebung und seine Unter-
weil sie die ganze Menschheit betrifft. Doch es gebe verschiedene andere
                                                                                              stützung auf diesem Weg zu bitten.
Krisen, die genauso schlimm seien, sagt Papst Franziskus. Dazu gehörten
die Kriege, die vielen Flüchtlinge und der Klimawandel. Es brauche
                                                                                              Der Versöhnungsweg in der 4. Klasse ist seit einigen Jahren in der
darum eine neue Achtsamkeit und eine neue Politik, die sich der
                                                                                              Schweiz verbreitet und bietet sowohl den Kindern als auch den erwach-
sozialen und ökologischen Probleme unserer Zeit ernsthaft annimmt.
                                                                                              senen Begleitpersonen einen Zugang zum Sakrament.
                                                                                              Der Weg bietet Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen und
Bei der Lektüre hat mich beeindruckt, dass Papst Franziskus auch von
                                                                                              ihren Kindern einen Raum, sich miteinander zu beschäftigen und
seinen eigenen, ganz persönlichen Lebenskrisen erzählt: etwa von der
                                                                                              gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Versöhnung ist ein Thema, das
lebensbedrohlichen Lungenerkrankung, die ihn mit zwanzig Jahren an
                                                                                              sowohl Kinder in ihrem Alltag als auch uns Erwachsene betrifft. So ist
die Grenze des Todes führte. Er erzählt auch, wie er im Jesuitenorden
                                                                                              es jedes Jahr schön zu sehen und zu hören, wenn Kinder und Erwachse-
vom «Spielfeld» auf die «Ersatzbank» gesetzt wurde, nachdem er sich als
                                                                                              ne etwas vom Versöhnungsweg in ihren Familien-, Schul- und Arbeits­
Oberer harsch verhalten hatte und dafür die Quittung erhielt. Einsam
                                                                                              alltag mitnehmen können.
fühlte sich Franziskus bei einem Sprachaufenthalt in Frankfurt, wo er
                                                                                              Annina Schmidiger, Katechetin RPI
als gestandener Mann vor Heimweh traurig den startenden Flugzeugen
hinterherschaute. Was er daraus gelernt hat, formuliert er so:

«Das waren meine drei persönlichen Covids. Von ihnen habe ich gelernt,
dass du viel leiden musst, aber dass du besser dort herauskommst,
wenn du bereit bist, dich verändern zu lassen. Aber wenn du dich
eingräbst, dann ergeht es dir nachher schlechter.» (61)

Sowohl eine persönliche als auch eine weltumspannende Krise kann
nach Überzeugung von Papst Franziskus etwas bewegen. Im besten Fall
kann eine Krise beitragen zu einer nachhaltigen Neuausrichtung des
eigenen Lebens oder der Gesellschaft. Das gibt Zuversicht, die zur
Überwindung der Krise hilfreich ist.

Wo sehen Sie für sich persönlich in der jetzigen Krisenzeit einen Silber­-
streifen am Horizont, der Ihnen Mut macht und zu verstehen gibt, dass
es heller wird und eine neue Zeit anbricht?
Thomas Ruckstuhl,
Pfarradministrator

10                     3 | 2021
Pfarreien St. Ursen | St. Marien | Solothurn
Pfarramt | Propsteigasse 10 | 4500 Solothurn | 032 623 32 11 | pfarramt@kath-solothurn.ch | www.kath-solothurn.ch
Sekretariat | Barbara Moos und Claudia Küpfert
Öffnungszeiten | MO–FR 8.30 –11.30 und 14.00 –16.30 | MI Nachmittag geschlossen) | Während den Schulferien nur vormittags geöffnet
Ansprechperson | Thomas Ruckstuhl | 032 623 32 11

Aufgrund der Beschränkung auf 50               Samstag, 6. Februar, 17.00 Uhr                 am 7. Februar,
Personen ist bei allen Gottesdiensten          Hl. Messe der portugiesisch-                   Frau Johanna Gurtner;
                                                                                                                                        Gratulationen
eine Anmeldung per Telefon an das              sprachigen Mission                             am 9. Februar,
                                                                                                                                        Es ist eine alte Tradition, dass wir
Sekretariat oder via Homepage                                                                 Frau Huguette Marchon-Lischer;
                                                                                                                                        den 80-, 85-, 90-jährigen und älteren
www.kath-solothurn.ch erforderlich.            Sonntag, 7. Februar, 09.30 und 17.00 Uhr       zum 80. Geburtstag,
                                                                                                                                        Parreiangehörigen im «Kirchen-
                                               Hl. Messe der italienischsprachigen            am 10. Februar,
Gottesdienste                                  Mission                                        Frau Beatrix Kaiser.
                                                                                                                                        blatt» gratulieren. Meistens
                                                                                                                                        können wir unseren Jubilarinnen
                                                                                                                                        und Jubilaren damit eine Freude
 ST.-URSEN-KATHEDRALE                          Freitag, 12. Februar, 08.45 Uhr                Wir wünschen unseren Jubilarinnen
                                                                                                                                        bereiten. Ab und zu wird aber
Sonntag, 31. Januar                            Eucharistiefeier                               einen frohen Festtag und für die
                                                                                                                                        auch der Wunsch geäussert, diese
Darstellung des Herrn                                                                         Zukunft Gottes Segen.
                                                                                                                                        Geburtstage nicht zu publizieren.
10.00 Uhr, Eucharistiefeier                    Samstag, 13. Februar, 17.00 Uhr
                                                                                                                                        Damit nicht unlieb­same Pannen
Kerzensegnung und Blasiussegen.                Hl. Messe der portugiesisch-
                                                                                                                                        entstehen, bitten wir all jene,
19.00 Uhr, Eucharistiefeier                    sprachigen Mission
                                                                                                                                        deren Geburtstag nicht im
Musikalische Gestaltung durch die
                                                                                                                                        «Kirchenblatt» erscheinen soll,
Lobpreis-Gruppe.
                                                                                                                                        uns dies mindestens zwei Monate
Kollekte: Regionale Caritas-Stellen.            ST. MARIEN
                                                                                                                                        vor dem Festtag mitzuteilen.
                                               Samstag, 30. Januar
                                                                                                                                        Sekretariat Pfarramt St. Ursen und St. Marien
Mittwoch, 3. Februar                           Darstellung des Herrn
12.00 Uhr, Chorgebet                           17.30 Uhr, Rosenkranz
12.15 Uhr, Eucharistiefeier                    18.00 Uhr, Eucharistiefeier
Mit Blasiussegen.                              Kerzensegnung und Blasiussegen.                                                          Wir spenden den
                                               Dreissigster: Gerda Müller.
Samstag, 6. Februar                            Kollekte: Regionale Caritas-Stellen.
                                                                                                                                        Blasiussegen
08.45 Uhr, Eucharistiefeier
                                                                                                                                        In den Gottesdiensten am 30./31.
Jahrzeit: Walter und Margarith                 Sonntag, 31. Januar, 14.30 Uhr
                                                                                                                                        Januar, am 2. und 3. Februar spenden
Flury-Huwyler; Anja Heim;                      Hl. Messe der kroatischsprachigen
                                                                                                                                        wir jeweils am Ende den traditionel-
Marguerite Froidevaux; Paul und                Mission
                                                                                                                                        len Blasiussegen. Das Segensgebet
Alice Lisibach-Stirnimann;
                                                                                                                                        wird vom Priester laut vom Altar aus
Christina und Otto Eggenschwiler-              Samstag, 6. Februar
                                                                                                                                        gesprochen, dann spendet er mit den
Bögli; Margrit Lehmann.                        16.30–17.30 Uhr, Beichte                       Todesnachrichten
                                                                                                                                        Kerzen in der Hand wortlos und mit
                                               Kaplan Konrad Mair.                            Aus unseren Pfarreien sind
                                                                                                                                        Abstand den Einzelsegen.
Sonntag, 7. Februar                            17.30 Uhr, Rosenkranz                          verstorben:
10.00 Uhr, Eucharistiefeier                    18.00 Uhr, Eucharistiefeier                    am 10. Januar,
                                                                                                                                        Gerade in den Wochen der Pande-
19.00 Uhr, Eucharistiefeier                    Kollekte: Kollegium St-Charles in              Frau Ruth Ziegler-Portmann;
                                                                                                                                        mie sind wir auf Gottes Segen und
Kollekte: Kollegium St-Charles in              Pruntrut.                                      am 11. Januar,
                                                                                                                                        Beistand angewiesen. Es ist ein
Pruntrut.                                                                                     Frau Helena Kiener-Truninger.
                                                                                                                                        schönes Zeichen des Trostes und
                                               Sonntag, 7. Februar, 14.30 Uhr
                                                                                                                                        der Ermutigung, wenn wir auf die
Mittwoch, 10. Februar                          Hl. Messe der kroatischsprachigen              Gott schenke den lieben Verstorbenen
                                                                                                                                        Fürsprache des heiligen Blasius um
12.00 Uhr, Chorgebet                           Mission                                        das ewige Leben. Den Angehörigen
                                                                                                                                        Gesundheit an Leib und Seele beten,
12.15 Uhr, Eucharistiefeier                                                                   entbieten wir unser herzliches Beileid.
                                                                                                                                        für jede und jeden ganz persönlich.
Jahrzeit: Pfarr-Resignat Hugo
Rüegger; Maria Maeder.
                                               Mitteilungen                                   Männerkongregation
                                                                                                                                        Gott, unser Vater, stärke und
                                                                                                                                        ermutige auf die Fürsprache des hl.
Samstag, 13. Februar                           Kollekten-Ergebnisse
                                                                                                                                        Blasius alle Menschen und schütze
08.45 Uhr, Eucharistiefeier                    Am 1. Januar, Caritas Baby                     Mariä Himmelfahrt und                     besonders jene, die in Nöten leben,
Dreissigster: Roger Rossmann-                  Hospital Bethlehem, Fr. 96.50.
Nussbaumer.                                    Am 2./3. Januar, Epiphaniekollekte
                                                                                              Franziskanische Gemein-                   krank sind oder im Sterben liegen.
                                                                                                                                        Heile die Wunden an Leib und
Jahrzeit: Hans Vogelsang; Josefine             für Kirchenrestaurationen,                     schaft Solothurn                          Seele und lass die Nächstenliebe
Petermann, Kurt Portmann.                      Inländische Mission, Fr. 313.80.
                                                                                                                                        unter den Menschen wachsen.
16.30–17.30 Uhr, Beichte                       Am 9./10. Januar, Solidaritäts-                Dienstag, 2. Februar, 19.00 Uhr
                                                                                                                                        Führe uns alle mit deinem Heiligen
Pfarrer Thomas Ruckstuhl.                      fonds für Mutter und Kind,                     St.-Ursen-Kathedrale
                                                                                                                                        Geist und lass uns deinen Segen
                                               Fr. 332.40.                                    Maria Lichtmesse
                                                                                                                                        zuteilwerden. Amen.
                                                                                              Eucharistiefeier
                                                                                                                                        Thomas Ruckstuhl
 JESUITENKIRCHE                                Ein herzliches «Vergelts Gott».
Sonntag, 31. Januar, 09.30
Hl. Messe der italienischsprachigen            Gratulationen
Mission                                        Wir gratulieren herzlich:
                                                                                              Adoray
                                               zum 92. Geburtstag,
                                                                                              Sonntag, 7. Februar, 19.00 Uhr
Freitag, 5. Februar                            am 31. Januar, Frau Ibolya
                                                                                              Jesuitenkirche
Herz-Jesu-Freitag                              Frigerio;
                                                                                              Gebetsabend für Jugendliche von
08.45 Uhr, Eucharistiefeier                    zum 90. Geburtstag,
                                                                                              15–35 Jahren.
KEIN Kaffee im Pfarrhaus.                      am 1. Februar, Frau Anna Multari;
18.30 Uhr, Rosenkranz                          zum 85. Geburtstag,
Männerkongregation Mariä                       am 1. Februar,
Himmelfahrt.                                   Frau Antonia Schönenberger;

                                                                                                                                                      3 | 2021                          11
Pastoralraum Solothurn-Unterer Leberberg SOUL

 Pfarreien St. Ursen | St. Marien | Solothurn

Wie es mit der Kirche weitergeht                                                      Taufdaten 2021 im Pastoralraum
                                                                                      Solothurn-Unterer Leberberg

                                                                                                                                Für alle Termine gilt: Aufgrund
                                                                                                                                der Corona-Pandemie können
                                                                                                                                sich Änderungen ergeben!

                                                                                      Tauffeiern

                                                                                      10. Januar 2021    11.30 Uhr                            Flumenthal
Gundula Vogel, pixabay.com
                                                                                      28. Februar 2021   10.00 Uhr                            St.-Ursen-Kathedrale
                                                                                      		                                                      (im Gottesdienst)
Eine Geschichte aus der orthodoxen Tradition macht hellhörig: Ein
                                                                                      14. März 2021      11.30 Uhr                            St. Niklaus
bedeutendes Kloster hatte keinen Nachwuchs mehr und drohte
                                                                                      28. März 2021      11.30 Uhr                            St. Marien
einzugehen. So sehr sich die Mönche auch danach sehnten, es gab keine
                                                                                      11. April 2021     11.30 Uhr                            Flumenthal
neuen Eintritte. Da suchte der Abt einen geistlichen Meister auf und bat
                                                                                      16. Mai 2021       11.30 Uhr                            St.-Ursen-Kathedrale
ihn um Rat. Meister, was soll ich tun, damit junge Männer in unser
                                                                                      30. Mai 2021       11.30 Uhr                            Günsberg
Kloster eintreten? «Ich weiss keinen Rat», sagte der Meister zur Über­
                                                                                      13. Juni 2021      11.30 Uhr                            St. Niklaus
raschung des Abtes. Dann beteten sie gemeinsam die Psalmen. Der Abt
                                                                                      27. Juni 2021      11.30 Uhr                            St. Marien
fragte noch einmal: «Was sollen wir tun, damit unser Kloster weiter
                                                                                      4. Juli 2021       11.30 Uhr                            St. Niklaus
besteht?» «Ich weiss es nicht», bekräftigte der Meister. Beim Abschied
                                                                                      29. August 2021    11.30 Uhr                            St. Ursen-Kathedrale
fragte der Abt ein drittes Mal um Rat. Ich weiss keinen, sagte der
                                                                                      12. September 2021 11.30 Uhr                            Günsberg
Meister, ich weiss nur: Der Messias ist unter euch. Was ist das für eine
                                                                                      26. September 2021 11.30 Uhr                            Peterskapelle
eigenartige Antwort, dachte der Abt, doch er nahm, wenn auch keinen
                                                                                      24. Oktober 2021   11.30 Uhr                            St.-Ursen-Kathedrale
Ratschlag, so doch diese Auskunft mit. «Der Messias ist unter uns!»,
                                                                                      31. Oktober 2021   11.30 Uhr                            Günsberg
sagte der Abt zu Hause zu den Mönchen, die ihn mit grossen Augen
                                                                                      14. November 2021  11.30 Uhr                            Flumenthal
anschauten. Dann begannen sie zu rätseln, wer es denn sein könnte.
                                                                                      12. Dezember 2021  11.30 Uhr                            St. Niklaus
Nein! Der nicht. Der ist zu streng, jener auch nicht, der ist zu faul;
dieser zu dumm, jener zu eng. So gingen sie der Reihe nach alle durch
                                                                                      Taufvorbereitungen
– hin und zurück, ohne den Messias zu finden. In der Annahme aber,
dass er unter ihnen sei, hatte jeder Ehrfurcht vor dem andern und
                                                                                      16. Januar 2021              10.00–12.00 Uhr            St. Marien
nahm Rücksicht.
                                                                                      20. März 2021                10.00–12.00 Uhr            St. Marien
                                                                                      29. Mai 2021                 10.00–12.00 Uhr            St. Marien
Die Leute, die am Sonntag in den Gottesdienst kamen, fragten sich, was
                                                                                      4. September 2021            10.00–12.00 Uhr            Rüttenen
mit den Mönchen los sei. Etwas war anders geworden. Und allmählich
                                                                                      30. Oktober 2021             10.00–12.00 Uhr            St. Marien
begannen sie sich für ihre Gemeinschaft zu interessieren und es stellten
sich Interessierte ein, die ins Kloster eintraten.
                                                                                      Anmeldung: Pfarreisekretariat, 032 623 32 11 /
Quelle unbekannt
                                                                                      pfarramt@kath-solothurn.ch

 Eine verinnerlichte Kirche
 Die Kirche der Zukunft wird klein werden, weithin ganz von vorne anfangen
 müssen. Sie wird viele der Bauten nicht mehr füllen können, die in der Hochkon-
 junktur geschaffen wurden. Sie wird mit der Zahl der Anhänger viele ihrer
 Privilegien verlieren. Sie wird als Freiwilligengemeinschaft sehr viel stärker die
 Initiative ihrer einzelnen Glieder beanspruchen. Sie wird neue Formen des Amtes
 kennen und bewährte Christen, die im Beruf stehen, zu Priestern weihen. Die
 Seelsorge wird in vielen kleineren Gemeinden, in zusammengehörigen sozialen
 Gruppen erfüllt werden. Es wird eine verinnerlichte Kirche sein …

 Aber aus dieser verinnerlichten und vereinfachten Kirche wird eine grosse
 Kraft strömen. Denn die Menschen einer ganz und gar geplanten Welt werden
 unsagbar einsam sein, sie werden, wenn Gott ihnen entschwunden ist, ihre
 volle, schreckliche Armut erfahren. Und sie werden die kleine Gemeinschaft der
 Glaubenden als etwas ganz Neues entdecken, als eine Hoffnung, als eine
 Antwort, nach der sie im Verborgenen immer gefragt haben.
 Josef Kardinal Ratzinger in «Glaube und Zukunft» 1970
                                                                                      Jürgen Schmidtlein, pixabay.com

12                      3 | 2021
Pfarrei St. Niklaus                                                                                                                         Pfarrei Flumenthal-
                                                                                                                                             Hubersdorf-Attiswil
Pfarramt | St. Niklausstrasse 79 | 4500 Solothurn | www.sanktniklaus.ch | pfarramt@sanktniklaus.ch
Sekretariat | Ursula Binz und Christa Hürlimann | Öffnungszeiten | MO, MI und FR 9.00 –11.00 Uhr | 032 622 12 65
Ansprechperson | Karl-Heinz Scholz | Diakon | 032 622 12 65
Kirchgemeindeverwaltung | Legatax Bertschi AG | 032 626 36 86 | samuel.bertschi@legatax-bertschi.ch                                         Gottesdienste
                                                                                                                                            Sonntag, 31. Januar
Gottesdienste                                    erreichbar. Wir danken Ihnen für
                                                 Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund!
                                                                                                  Energie der Pflanze. Du verwendest
                                                                                                  einfach die Kappen deiner Rüebli,
                                                                                                                                            Pastoralraum

Sonntag, 31. Januar                                                                               wo noch die Ansätze der grünen            Sonntag, 7. Februar, 10.00 Uhr
Rüttenen                                         Beschränkungen im Gottesdienst                   Stiele zu erkennen sind. Nimm dann        Eucharistiefeier
09.15 Uhr, Wortgottesdienst mit                  Gemäss der Bestimmungen von                      eine flache Schale und lege sie mit       Mit Pfarrer Thomas Ruckstuhl.
Kommunionfeier                                   Bundesrat und Kanton sind per                    mehreren Lagen Küchenpapier oder          Jahrzeit: Hugo Wyss.
Kollekte: Regionale Caritasstellen.              sofort wieder bis zu 50 Personen                 Zellstoff aus. Dann tröpfelst du so       Kollekte: Kapellenfonds Hubers-
Predigt und Liturgie: Karl H. Scholz.            in unseren Gottesdiensten                        lange Wasser darauf, bis das ganze        dorf.
St. Niklaus                                      zugelassen. Eine vorgängige                      Papier schön durchgefeuchtet ist.
10.30 Uhr, Wortgottesdienst mit                  Anmeldung ist nicht erforderlich.                Achte darauf, dass es nicht pitsch-
Kommunionfeier                                   Allerdings sind wir verpflichtet,                nass, sondern wirklich nur feucht
Kollekte: Regionale Caritasstellen.              eine Präsenzliste zu führen, in die              ist. Dann legst du das Rüeblistück,
                                                                                                                                            Voranzeige
Predigt und Liturgie: Karl H. Scholz.            Sie sich bitte vor oder nach dem                 mit der flachen Seite nach unten,
                                                                                                                                            Sonntag, 14. Februar, 10.00 Uhr
                                                 jeweiligen Gottesdienst eintragen.               darauf. Wenn du einige Tage
                                                                                                                                            Wortgottes- und Kommunionfeier
Dienstag, 2. Februar                             Seien Sie herzlich willkommen.                   wartest, wirst du eine erstaunliche
Lichtmess                                                                                         Entdeckung machen. Der happige
                                                                                                                                            Die Gottesdienste sind momentan
Rüttenen, 09.00 Uhr                              Rüebli-Power                                     Rüeblischopf erwacht nämlich zu
                                                                                                                                            (Stand 18. Januar) auf 50 Teilnehmen-
Eucharistiefeier                                 Die Zwiebeln, Knollen oder Samen                 neuem Leben. Schon nach ein, zwei
                                                                                                                                            de begrenzt. Es sollte normalerweise
                                                 von Pflanzen wirken wie eine Hoch-               Tagen kannst du erste zarte Blätter
                                                                                                                                            genügend Platz haben.
Mittwoch, 3. Februar, 12.15 und 19.00 Uhr        leistungsbatterie. Unglaublich,                  sehen. Wenn du das Papier immer
St. Niklaus                                      welche Energie in einem winzigen                 feucht hältst, wird daraus nach
                                                                                                                                            Da sich in der aktuellen Situation
Sitzen in Stille – Zen in St. Niklaus            Samenkorn steckt. Ein bisschen                   einer Woche sicherlich ein richtiger
                                                                                                                                            alles schnell ändern kann, bitten
                                                 Wasser und das Licht und die                     kleiner Busch.
                                                                                                                                            wir Sie, vor jedem Gottesdienst und
Sonntag, 7. Februar                              Wärme der Sonne genügen, um auf                  Allerdings wird dieses Wunder nach
                                                                                                                                            Anlass die folgende Webseite zu
Riedholz                                         dem steinigsten Boden eine üppige                etwa zwei Wochen wieder vorbei
                                                                                                                                            besuchen:
09.15 Uhr, Wortgottesdienst mit                  Pracht zu entfalten. Die Kraft der               sein. Die Energie aus dem Möhren-
Kommunionfeier                                   Pflanzen kann sogar Strassenbeläge               stückchen ist dann verbraucht. Da
                                                                                                                                            kath-solothurn.ch/flumenthal
Kollekte: Kollegium St. Charles in               und Beton sprengen.                              sich keine Wurzeln bilden können,
Pruntrut.                                        Du kannst ganz einfach ausprobie-                verwelken die Blätter dann wieder.
Predigt und Liturgie: Karl H. Scholz.            ren, wie viel Kraft in einer Pflan-
St. Niklaus
10.30 Uhr, Wortgottesdienst mit
Kommunionfeier
                                                 zenknolle oder einem Samen steckt.
                                                 Du brauchst dazu nur ein paar
                                                 Rüebli. Wirf die Reste nicht weg.
                                                                                                  Wie viel mehr Kraft wird uns gegeben,
                                                                                                  wenn wir anfangen würden, Wurzeln
                                                                                                  zu schlagen – Wurzeln in der Unend-
                                                                                                                                            Mitteilungen
Kollekte: Für das Kollegium                      Denn gerade darin steckt die ganze               lichkeit des Himmels …
St. Charles in Pruntrut.
Predigt und Liturgie: Karl H. Scholz.
                                                                                                                                            Chronik

                                                 Kollekten                                                                                  Taufe

Mitteilungen                                     Wir durften dankbar folgende Kirchenopferbeiträge entgegennehmen:
                                                                                                                                            Am 10. Januar wurde Valerio Luiz
                                                                                                                                            Cadilha, Sohn der Nicole Augst-
                                                                                                                                            burger und des Angelo Cadilha
Gratulationen
                                                 September 2020                                                                             von Attiswil, getauft.
Zum 90. Geburtstag gratulieren
                                                 13.09. Für die Christen im Heiligen Land                                    Fr. 58.00      Wir wünschen Valerio, dass er
wir am 3. Februar, Herrn Ernst
                                                 20.09. Bettagsopfer für SeelsorgerInnen und Pfarreien                                      spürt, dass er von einer unendli-
Zimmermann und am 12. Februar,
                                                         in Notlagen                                                         Fr. 85.55      chen Liebe getragen ist. Eine
Herrn Manfred Huber.
                                                 27.09. Migratio                                                             Fr. 88.15      Liebe, die seine Eltern, seine Patin
Wir wünschen den Jubilaren ein frohes
                                                                                                                                            und seinen Paten, seine Angehöri-
Fest im Kreise ihrer Familie und Gottes          Oktober 2020
                                                                                                                                            gen und die Kirche vermitteln
Segen im neuen Lebensjahr.                       04.10 Diözesanes Kirchenopfer für finanzielle
                                                                                                                                            will.
                                                          Härtefälle und ausserordentliche Aufwendungen                      Fr. 30.00
Unsere Verstorbenen                              11.10. Solothurnische Pastoralkonferenz                                     Fr. 32.00
Am 10. Januar verstarb Frau                      18.10 Ausgleichsfonds der Weltkirche – missio                               Fr. 68.20
Martha Limacher, wohnhaft                        25.10 Für die geistliche Begleitung der zukünftigen
gewesen in Feldbrunnen.                                   SeelsorgerInnen des Bistums Basel                                  Fr. 93.20
Gott schenke der Verstorbenen das
                                                 November 2020
ewige Leben. Den Angehörigen
                                                 01.11. Terre des hommes                                                     Fr.    47.75
entbieten wir unser herzliches Beileid.
                                                 08.11. Kirchenbauhilfe des Bistums Basel                                    Fr.    53.00
                                                 15.11. Diöz. Kirchenopfer für pastorale Anliegen des Bischofs               Fr.   101.20   Bitte umblättern!
Pfarreisekretariat
                                                 22.11. «miva»                                                               Fr.   117.50
Infolge der Massnahmen zur
                                                 29.11. Kollekte für die Universität Freiburg                                Fr.   109.00
Bekämpfung der Corona-Pandemie
bleibt das Pfarreisekretariat bis auf            Dezember 2020
Weiteres für den Publikumsver-                   06.12 Soziale Aufgaben der Pfarrei                                          Fr.    33.00
kehr geschlossen.                                13.12. Ranfttreffen 2020                                                    Fr.    52.50
Gerne sind wir für Sie telefonisch               20.12. Stiftung Wunderlampe                                                 Fr.    66.80
(Tel. 032 622 12 65) oder per Mail               24./    Heiligland/Kinderspital Bethlehem                                   Fr.   188.60
(pfarramt@sanktniklaus.ch)                       25.12.

                                                                                                                                                       3 | 2021                   13
Pastoralraum Solothurn-Unterer Leberberg SOUL

 Pfarrei Flumenthal-Hubersdorf-Attiswil                                                         Pfarrei Günsberg-Niederwil-Balm

Pfarramt | Kirchgasse 32 | 4534 Flumenthal | 032 637 16 42 | pfarramt.kath.flum@bluewin.ch |   Pfarramt | Kirchgasse 1 | 4524 Günsberg | 032 637 30 53 | guensberg@kath-solothurn.ch
www.pfarrei-flumenthal-hubersdorf-attiswil.ch                                                  Sekretariat | Urszula Kamber
Sekretariat | Béatrice Hubler | MO 16.00 –17.00                                                Ansprechperson | Bernadette Häfliger | Pfarreiseelsorgerin | 032 637 30 53
Ansprechperson | Basil Schweri, Pfarreiseelsorger | basil.schweri@kath-solothurn.ch |          Kirchgemeindeverwaltung | Hofstattweg 2 | 4524 Günsberg | 032 637 20 17
032 552 08 59                                                                                  Verwalterin I Marie-Anne Scherler | scherler-marianne@bluewin.ch
Finanzverwaltung | Corinne Ruchti | Kirchgasse 32 | 4534 Flumenthal | 079 343 42 86

Hinweis: Gottesdienste in Flumenthal in der letzten Spalte auf der vorherigen
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                                                                                               Gottesdienste                                    Jahrzeit: Pfr. Bernhard Staufer,
                                                                                                                                                Urs Josef und Johanna Staufer-
                                                                                                                                                Uebelhart.
                                                                                               Sonntag, 31. Januar, 09.15 Uhr
                                                                                               Darstellung des Herrn,
                                                                                                                                                Mittwoch, 10. Februar, 09.00 Uhr
                                                                                               Mariä Lichtmess
Kollekten Erlös                                    Röm.-kath. Kirchgemeinde                    Eucharistiefeier mit Kerzenweihe
                                                                                                                                                Hl. Scholastika
                                                                                                                                                Eucharistiefeier
Oktober/November/Dezember
                                                   Flumenthal-Hubersdorf                       und Blasiussegen
                                                                                                                                                Mit Konrad Mair.
                                                                                               Mit Konrad Mair.
3. Oktober, Kapellenfonds
                                                   Erneuerungswahlen für den                   Orgel: Bruno Eberhard.
Hubersdorf, Fr. 254.65.                                                                                                                         Sonntag, 14. Februar, 09.15 Uhr
                                                   Kirchgemeinderat und                        Kollekte: Kirchenrenovation.
11. Oktober, Diözesanes Kirchen-                                                                                                                6. Sonntag im Jahreskreis
                                                   Beamtenwahlen für die Amtsdauer             Jahrzeit: Erna Gasser-Flüeli; Angela
opfer für finanzielle Härtefälle,                                                                                                               Eucharistiefeier
                                                   2021–2025                                   und Beat Flury-Flüeli und Beatrice
Fr. 115.90.                                                                                                                                     Mit Roy Jelahu.
                                                   Nach den Bestimmungen des                   Graf-Flury.
25. Oktober, Diözesanes Kirchen-                                                                                                                Orgel: Bruno Eberhard.
                                                   Regierungsratsbeschlusses vom
opfer für die geistliche Begleitung                                                                                                             Kollekte: Diözesanes Kirchenopfer
                                                   11. August 2020 Nr. 2020/1108               Mittwoch, 3. Februar, 09.00 Uhr
der zukünftigen Seelsorger und                                                                                                                  für die Unterstützung der Seel-
                                                   wurden die Wahldaten wie folgt              Hl. Blasius
Seelsorgerinnen des Bistums                                                                                                                     sorge durch die Diözesankurie
                                                   festgelegt:                                 Eucharistiefeier mit Blasiussegen
Basel, Fr. 127.95.                                                                                                                              in Solothurn.
                                                                                               Mit Konrad Mair.
8. November, Kloster Namen Jesu,                                                                                                                Jahrzeit: Eduard Sperisen-
                                                   Kirchgemeinderatswahlen
Fr. 52.–.                                                                                                                                       Kaufmann.
                                                   Wahltag 25. April 2021                      Sonntag, 7. Februar, 09.15 Uhr
22. November, Ausgleichsfonds
                                                   Eingabefrist:                               5. Sonntag im Jahreskreis
der Weltkirche Missio, Fr. 50.–.
                                                   Montag, 8. März 2021, 17 Uhr                Eucharistiefeier mit
29. November, Universität
Freiburg, Fr. 70.–.
                                                                                               Segnung von Agathabrot                           Gut, zu wissen:
                                                   Wahlvorschläge werden vom                   Mit Roy Jelahu und Edith Rey.
6. Dezember, Kapellenfonds
                                                   10. bis 12. März 2021 im Vorraum            Orgel: Maria Morózova-Meléndez.                  Aktuell dürfen wieder 50 Personen
Hubersdorf, Fr. 112.–.
                                                   der Pfarrkirche Flumenthal                  Kollekte: Kollegium St-Charles                   unsere Gottesdienste besuchen!
13. Dezember, Solothurner
                                                   aufgelegt.                                  in Pruntrut.                                     Stand: 21.1.2021.
Pastoralkonferenz, Fr. 50.–.
24./25. Dezember, Kinderhilfe
                                                   Wahlpropagandamaterial
Bethlehem, Fr. 231.20.
                                                   Eingabefrist:
Ein herzliches Dankeschön für
                                                   Montag, 22. März 2021, 12 Uhr               Ein Buch, um dem «Homeoffice»
Ihre grosszügige Unterstützung.
                                                   Kommissionswahlen RPK                       etwas Positives abzugewinnen
                                                   Wahltag 13. Juni 2021
                                                   Eingabefrist:
                                                                                                                                                Unbestritten ist:
Sternsingeraktion 2021                             Montag, 26. April 2021, 17 Uhr
                                                                                                                                                Freundschaften machen glücklich.
                                                                                                                                                Sie sind ein wichtiger Faktor für
Dieses Jahr war alles etwas anders.                Wahlvorschläge werden vom
                                                                                                                                                die Zufriedenheit von Menschen
Die Sternsingeraktion fand dieses                  28. bis 30. April 2021 im Vorraum
                                                                                                                                                aller Altersstufen.
Jahr ohne Singen statt.                            der Pfarrkirche Flumenthal
Trotzdem gab es die Möglichkeit,                   aufgelegt.
                                                                                                                                                Doch das ist noch nicht alles:
die Segens-Streifen zu erhalten.
                                                                                                                                                Sogar handfeste gesundheitliche
Dabei wurde in Flumenthal und                      Beamtenwahlen
                                                                                                                                                Vorteile sind durch Freundschaf-
Hubersdorf Fr. 1610.– gespendet.                   Wahltag 13. Juni 2021
                                                                                                                                                ten zu erwarten. Folgt man US-
                                                   Eingabefrist:
                                                                                                                                                amerikanischen und australischen
Ein wunderbares Zeichen in dieser                  Montag, 3. Mai 21, 17 Uhr
                                                                                                                                                Studien, so sind Menschen mit
speziellen Zeit.
                                                                                                                                                guten sozialen Beziehungen im
Herzlichen Dank.                                   Eingabestelle für die
                                                                                                                                                Vorteil: Sie leben zufriedener, sind
Das Pastoralteam                                   Wahlvorschläge:
                                                                                                                                                körperlich gesünder und haben
                                                   Röm.-kath. Kirchgemeinde
                                                                                                                                                eine höhere Lebenserwartung.
                                                   Flumenthal-Hubersdorf
                                                                                                                                                Ein deutlich stärkeres Immunsys-
                                                   Vivienne Fux,
                                                                                                                                                tem, verbesserte Wundheilung, ein
                                                   Kirchgemeindeschreiberin
                                                                                                                                                geringeres Risiko für Herz-Kreis-
                                                   Falkenweg 2, 4536 Attiswil
                                                                                                                                                lauf-Erkrankungen und Depressio-
                                                                                                                                                nen – all das sind die positiven
                                                                                               Ein Buch, das man genauso gut alleine            medizinischen Auswirkungen,
                                                                                               wie zu zweit lesen kann:                         wenn Menschen Freundschaften
                                                                                               Andrea Walser, In deiner Nähe geht               pflegen (Seite 22).
                                                                                               es mir gut. Warum Freundschaften
                                                                                               lebensnotwendig sind, Tyrolia-Ver-               Ältere Menschen wissen:
                                                                                               lag, Innsbruck-Wien, 2017.                       Es genügen ein paar wenige echte
                                                                                               ISBN 978-3-7022-3585-7                           Freunde/-innen: Menschen, die
                                                                                               (gedrucktes Buch)                                bleiben; die zu uns stehen, auch
                                                                                               ISBN 978-3-7022-3609-9 (E-Book)                  wenn das Leben verrückt spielt …

14                       3 | 2021
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