TREFF PUNKT SCHULE - Kreisschule Homberg
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XX MAGAZIN CHULEN
Beinwil am See, Birrwil, Gontenschwil,
Leimbach, Reinach, Zetzwil
und der Kreisschule Homberg 22. Ausgabe Oktober 2017
TREFF
PUNKT
SCHULE
SCHWERPUNKT
Schulreise
BEINWIL AM SEE
Theater, Theater
BIRRWIL
Tessin
GONTENSCHWIL
Kleines Jugendfest
LEIMBACH
Schulstart
ZETZWIL
Ab auf die Rigi
REINACH
Auf Reisen
KREISSCHULE HOMBERG
JuBiAr EDITORIAL INHALTSVERZEICHNIS SEITE
Editorial / Auf Schulreise 2
Auf Schulreise Zwei aufregende Tage im Tessin / Neu in Birrwil 3
Die Kindergartenreise zum Schloss Lenzburg 4
Nach den Frühlings- und Sommerferien ist es je- Kindergartenreise / Neu im Kindergarten Reinach 5
weils soweit. Fleissig planen die Lehrpersonen und Neu in Reinach Pfrundmatt 6
Schüler/innen ihre bevorstehenden Schulreisen.
Reise ins Schmetterlingsparadies 7
Die Schweiz bietet ein vielfältiges Ausflugsangebot.
Schulreise durch die Teufelsschlucht zur Solarbob-Rodelbahn in Langenbruck 8
Die jungen Menschen können diverse Aktivitäten
ausüben wie rodeln, sich in Klettergärten austoben, Neu in Reinach Pfundmatt und Breite 9
Wasserparks und Workshops besuchen und vieles Neu in Reinach Breite 10
mehr. Pensionierung von Christine Hauri und Brigitte Banz 11
Es herrscht reger Betrieb in den Bahnverkaufsstel- Bericht aus dem Klassenlager der 4. Klasse aus dem Schulhaus Breite 12
len. Es werden Reisevorschläge, Preisauskünfte Die Reise in ein neues Schuljahr 13
und Fahrpläne ausgearbeitet und anschliessend ins
Sind Schulreisen noch zeitgemäss / Neu in Beinwil am See 14/15
Reservierungssystem eingegeben. Da naturge-
Theater, Theater 16
mäss die Schulreisen vielerorts am gleichen Tag
sind, folgt nun die Herausforderung für das Perso- Nasse Schuhe, viel Sonnenschein… / Schulreise-Verbot?!? 17
nal der Zugleitstelle: Wie können die vielen Schüler/ Schulreise der Böjuer Erstklässler 1b zum «Hohen Felsen» 18
innen über die Hauptverkehrszeiten speditiv und Neu in Gontenschwil 19
bequem an den Bestimmungsort und wieder zurück Pensionierung von Markus Läser / Schulreisen bewirken Positives 20
transportiert werden? Am Morgen sind jeweils die Das alljährliche kleine Jugendfest von Gontenschwil 21
sehr stark ausgelasteten Züge für Gruppen ge- Ausstellung «Das grosse Klassentreffen» 22
sperrt, denn die Bahnunternehmungen nehmen
Pensionierung von Katharina Merz und Peter Trösch 23
Rücksicht auf ihre Stammgäste, welche tagtäglich
Pensionierung von Esther Roth und Susanne Herzog 24
zur Arbeit pendeln. Es macht keinen Sinn, dass die
übervollen Morgenzüge noch zusätzlich mit Grup- Neu in Centralschulhaus / Neu an der Kreisschule Homberg 25
pen ergänzt werden. Eine zusätzliche und erschwe- JuBiAr stellt sich vor 26
rende Aufgabe kommt hinzu, wenn aufgrund Über- De Leu isch los gsi / Nachruf auf Kurt Suter 27
schreitung des Personenkontingents in einzelnen Werken Oberstufe 28
Zügen, die Gruppen auf andere Züge gelenkt wer- Die Schulführung berichtet… 29
den müssen. Solche Massnahmen können nicht
Vom Weggehen und Ankommen 30
vermieden werden, da bei den einzelnen Zügen
Musikschule Reinach 31
nicht endlos Wagen angehängt werden können
(Berücksichtigung von Perronlängen, Gleislänge Keine 5 Gramm schwer! / Schulferien / Impressum 32
bei Zugskreuzungen etc.). Das Wichtigste ist je-
doch die Sicherheit. Wer schon einmal eine Not-
bremsung miterlebt hat, weiss, welche Gefahren Auf Schulreise
hier für die Reisenden lauern. Deshalb wird mög-
lichst nicht jeder freie Gang mit Passagieren be- Treffpunkt Schule geht mit auf Schulreise: Mit Birr- Gäste im Centralschulhaus hinter sich: Im Zimmer
setzt. Sie sehen also, Toleranz, gegenseitige Rück- wiler Kindern ins Tessin (S. 3), ins Papillorama mit C 26 hat sich seit diesem Schuljahr JuBiAr einge-
sichtnahme und Verständnis ist gefragt. Das ge- Pfrundmattkindern (S. 7), um den Sempachersee richtet und belebt das Schulhaus ein wenig anders.
samte Personal des öffentlichen Verkehrs setzt al- oder auf die Rigi (S.14). Beim Lesen ist man von all (S. 26)
les daran, dass die Schüler/innen eine angenehme der Lebensfreude begeistert, die man zwischen Neben 7 Lehrpersonen, die wir in dieser Ausgabe
und sichere Fahrt geniessen können. den Zeilen und Fotos spürt: Eine Schulreise ist ein- mit grösstem Dank in den verdienten Ruhestand
Es ist doch unbezahlbar, wenn die Kinder am Abend fach ein wichtiges, gelebtes Schweizer Kulturgut. verabschieden, fällt es mir schwer zu akzeptieren,
gesund nach Hause kommen und strahlend von Und was mich als altmodischen «Wanderschulrei- dass das langjähriges Redaktionsmitglied Kurt Su-
ihren Erlebnissen berichten. Diese Erinnerungen se-Lehrer» freut: Ob bei den Giessbachfällen (S. ter, Lateinlehrer an der Bezirksschule, mehr als
bleiben bei vielen unvergessen. 20) oder in der Teufelsschlucht (S. 8): Wandern überraschend bei einem Unfall seine letzte Reise
Andrea Gautschi, scheint nach wie vor dazu zu gehören, und gejam- antreten musste: Lesen sie eine berührende Wür-
Bahnverkäuferin AAR bus+bahn mert wird höchstens mit stolzem Unterton: Die digung eines engagierten, viel zu früh verstorbenen
Schulreise als wertvoller Gegenpol zur Action- und Kollegen.
Spassgesellschaft. Kurt Suter hat die Region auf seinem Velo ge-
Ich bin überzeugt, bei der nächsten Klassenzusam- schätzt: Wir leben in einer traumhaften Umgebung;
menkunft werden Sie auch über die Schulreiseer- darum lasst uns von den Kindergartenkindern an-
lebnisse palavern: Warum nicht jetzt die Organisa- stecken, die von einem Ausflug zum Schloss Heide-
Titelseite
tion anpacken? Auf S. 22 finden sie Informationen gg (S.5) oder an die Wyna (S. 17) begeistert sind.
Schulreise auf Engstlenalp
vom Museum Schneggli dazu. Eine längere und Denn das Gute liegt so nahe.
André Weingartner
weit weniger erfreuliche Reise haben die neuen André Weingartner
2 SCHWERPUNKT
Zwei aufregende Tage im Tessin
Minuten bis zur kleinen Badeanstalt,
wo wir zuerst badeten und dann, da
es jetzt bereits Mittagszeit war, et-
was assen. Danach blieb nochmals
etwas Zeit, um zu spielen oder zu
baden.
Schon bald mussten wir die Badi
Tag 1 aber verlassen und begaben uns auf
An diesem herrlichen Tag trafen sich eine wunderschöne Wanderung auf
die 4.-, 5.- und 6.-Klässler schon um dem Transswisstrail nach Morcote
06:45 Uhr am Bahnhof Birrwil und (ca 2.5 Stunden). Unterwegs mach-
nahmen den Zug um 06:57 Uhr in ten wir nochmals eine Pause auf
Richtung Luzern. Von hier fuhren wir Alpe Vicania, bevor wir den recht
nach Arth und dann direkt bis ins steilen Abstieg zum See hinunter und Gesang und gegen 22.00 Uhr nur ein paar Schritte von der Anlege-
sonnige Tessin nach Lugano. Ab nach Morcote in Angriff nahmen. waren auch die Letzten im Bett. stelle entfernt. Wir verbrachten den
Amsteg passierten wir den neuen, Dort erwartete uns nach einer Glacé Rest des Morgens hier und assen
57 km langen Gotthardtunnel. das Schiff, das uns zurück nach Tag 2 gegen 12 Uhr zu Mittag. Nach dem
In Lugano stiegen wir in den Bus und Lugano brachte. Um 07.30 Uhr standen wir auf und Essen verliessen wir das Swissminia-
fuhren auf einer kurvenreichen In Lugano waren es von der Schiffs- packten unsere Sachen wieder, denn tur und machten uns auf den Weg
Strasse zum kleinen Ort Carona anlegestelle nur ein paar Minuten mit um 08.00 gab es ein Frühstücksbuf- zurück zum Bahnhof von Melide, von
hoch über dem Luganersee. Dabei einer kleinen Bahn bis zu unserer fet in einem sehr schönen mediter- wo aus es über Lugano und Luzern
hatten wir einen tollen Ausblick auf Unterkunft, dem Hotel Montarina, wo ranen Park. Um 09.00 Uhr waren wir zurück nach Birrwil ging. Müde, aber
den San Salvatore, dem Zuckerhut uns nach dem Einpuffen ein herz- bereits wieder an der Schiffsanlege- glücklich und zufrieden, kamen wir
von Lugano. Von der Haltestelle Ca- haftes Nachtessen erwartete. Da- stelle und nahmen das Schiff nach um 16.57 Uhr am Bahnhof in Birrwil
rona Paese waren es nur wenige nach endete der erste Tag bei Spiel Melide, wo das Swissminiatur steht, an. René Bliggensdorfer
NEU IN BIRRWIL
Dilan Kabalak unterrichte ich als Klassenlehrerin die sie ihre Zukunft bestmöglich gestal-
1. bis 3. Klasse in Birrwil. Ich habe ten können.
Mein Name ist Dilan Kabalak, ich bin mich sehr darüber gefreut, meine In meiner Freizeit spiele ich Klavier
25 Jahre alt und wohne in Lenzburg. erste Stelle als Primarlehrerin in die- und bin in einem Frauenensemble
Nach der kaufmännischen Lehre hol- ser wunderschönen Gemeinde am tätig. Ausserdem reise und lese ich
te ich die Berufsmaturität nach und Hallwilersee anzutreten. sehr gerne. Ich freue mich sehr auf
entschloss mich schliesslich für den Eine wertschätzende Beziehung zu ein spannendes und herausfor-
Lehrerberuf. Im letzten Jahr meiner den Kindern und eine gute Zusam- derndes Schuljahr!
Ausbildung als Primarlehrerin bin ich menarbeit im Team empfinde ich als
nun froh, meine Begeisterung für den sehr wichtig. Es bereitet mir grosse
Lehrerberuf direkt in die Praxis über- Freude, die Kinder auf ihrem Weg zu
tragen zu dürfen. Seit September begleiten und sie zu fördern, damit
Brigitte Keppler ich Schülerinnen und Schüler von der
Mein Name ist Brigitte Keppler und 1. bis zur 9. Klasse, was ein sehr
ich unterrichte Textiles Werken. Ich
wohne in Reinach am Hübelacker 3,
spannender Aspekt meiner Arbeit ist.
Zitat:
bin verheiratet und habe 2 erwachse-
«Widersprechen Sie nicht
ne Kinder.
Meine Hobbys sind lesen von Roma- dem, was ich Ihnen niemals
nen mit geschichtlichem Hintergrund, gesagt habe.»
walken und die Pflege meines Gar-
tens. Professor Galletti (1750-1828)
Neben Birrwil unterrichte ich noch in
Zetzwil und Oberkulm, dabei habe
3 SCHWERPUNKT Die Kindergartenreise zum Schloss Lenzburg Wir vom Kindergarten Herrenacker durch die eindrückliche Altstadt prä- beschäftigten uns das ganze letzte sentierte sich uns das prächtige Schuljahr mit der Märchenwelt. Die Schloss auf dem Hügel. Mit diesem Kinder sollten auf die verschiedensten Ziel vor Augen war der Aufstieg für Arten die Märchen kennenlernen und alle Kinder ein leichtes Spiel. erleben können. Durch Bastel- und Auf dem Schloss hatten wir für unse- Gemeinschaftsarbeiten konnten die re Klasse eine Führung organisiert. Geschichten anschaulich gemacht Während einer Stunde führte uns werden. So entstanden unglaublich eine verkleidete «Magd aus früheren bunte und kreative Bilder und Werke. Zeiten» sehr kindgerecht und spiele- Insbesondere im Rollen- und Thea- risch durch die alten Gemäuer. terspiel blühten die Kinder zuneh- Natürlich besuchten wir anschlies- mend auf und haben enorm an send noch den Rittersaal, das Ge- Selbstsicherheit und Ausdrucksfä- fängnis und das Drachenkind Fauchi. higkeit gewonnen. Für den Abschluss reservierten wir Nachdem wir uns mit den Märchen uns noch genügend Zeit fürs Kinder- «Froschkönig», «Hänsel und Gretel», museum unter dem Dach. Dort konn- «Schneeweisschen und Rosenrot», ten sich die Kinder nochmals nach «Frau Holle», «Der Wolf und die 7 Lust und Laune als Prinzen, Ritter Geisslein», «Schneewittchen und die oder Königinnen verkleiden oder eine 7 Zwerge» und «Dornröschen» be- Krone oder ein Schwert basteln. fasst hatten, lag es auf der Hand, An diesem reichgefüllten Tag kam mit unsere Kindergartenreise auf ein Sicherheit jedes Kind zu 100 prozen- Schloss zu planen. tig auf seine Kosten! So reisten wir an einem schönen Tag Ende Mai per Bus und Bahn nach Kindergarten Herrenacker Lenzburg. Schon beim Spaziergang Doris Faustini & Martina von Känel 4
SCHWERPUNKT
KINDERGARTENREISE
Brüggliweg zum Schloss Heidegg Der Wetterbericht wird studiert
lich ist der Tag der Reise da und die schöne Idee für einen Familienaus-
Kinder schwanken zum Teil immer flug mit nach Hause.
noch zwischen Vorfreude und ban- Adriana Zanetti
gem Unwissen. Doch ungute Gedan-
Die Reise kann beginnen ken verfliegen meist schnell, sobald
wir im Postauto oder im Zug sitzen
Welche Freude, wenn die Kinder end- waren die Kinder in diesem Alter noch und die Kinder über dies und jenes
lich den Brief für die Kindergartenrei- nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln miteinander plaudern. Und bei der
se nach Hause tragen dürfen. Oder unterwegs. Die grosse, weite Welt Rückkehr am Nachmittag kann es
sind doch manchmal auch Gedanken öffnet sich für sie. Wenn das Kind vorkommen, dass einige Kinder am
der Unsicherheit dabei, besonders dann mit seinen Eltern am Vortag al- nächsten Tag am liebsten gleich
bei den Kleinen? Was wird mich er- les für die Reise besorgen und man- nochmals auf Wanderschaft gehen
warten, gefällt es mir auf dieser Rei- che Leckerei für den besonderen Tag würden, dank den schönen Erlebnis-
se, kann ich den ganzen Tag ohne aussuchen darf, hilft dies sicher da- sen auf dieser tollen Reise. Zusätzlich Grillieren auf dem Campingplatz
Mami und Papi aushalten? Zum Teil bei, Bedenken wegzuschieben. Plötz- bringen die Kinder dadurch manch Mosen
NEU IM KINDERGARTEN REINACH
Vreni Wasser Kantonale Kindergartenseminar in Natur (Garten, Wald und See) anzu-
Brugg besucht. Während zehn Jahren treffen, unterrichte verschiedene
Vor einem Jahr bin ich im Kindergar- habe ich in Oberkulm Kindergarten Schulsportkurse und bin im Winter
ten Volta Ost als Stellvertretung nach unterrichtet, bevor die eigene Familie gerne auf den Skipisten unterwegs.
Reinach gekommen. Dank der Flexi- in den Vordergrund gerückt war. Doch
bilität von verschiedenen Lehrkräften der Kindergarten blieb immer mein Die Arbeit in Reinach ist enorm ab-
durfte ich meine DAZ- Stunden bis zu treuer Begleiter und so habe ich in den wechslungsreich und bereichernd,
den Sommerferien weiterhin unter- letzten zehn Jahren einige Stellvertre- das Kollegium sehr hilfsbereit und zu
richten und bin nun fest im Kinder- tungen gemacht und konnte so immer lachen gibt es auch immer etwas. Ich
garten geblieben. Aufgewachsen bin am Ball bleiben. Mit meiner Familie bin freue mich darauf, noch ganz viele Kin-
ich im mittleren Wynental und habe ich in Seengen zu Hause, wo auch un- der mit sehr unterschiedlichen Ge-
nach der obligatorischen Schulzeit sere drei Kinder die Schulen durchlau- schichten kennen zu lernen und sie auf
und zwei Schuljahren in Aarau das fen. In meiner Freizeit bin ich viel in der ihrem Weg begleiten zu dürfen.
Emanuelle Sacher schiedenen täglichen Herausforde- ich wieder den Bezug zu Kindern mit
Aufgewachsen bin ich in Altdorf und rungen einer Familie sind. einer regulären Entwicklung erhalten,
über die vergangenen Jahre auf Als ich eine Stellvertretung in der weshalb ich dann einen Regelkinder-
Umwegen im schönen Luzerner See- Heilpädagogischen Schule Uster garten übernahm. Je drei Jahre ar-
tal gelandet. Als ich 1999 frisch übernahm, entdeckte ich meine Lei- beitete ich 100% in Dietikon und
aus dem Kindergärtnerinnenseminar denschaft für die Arbeit mit Kindern Seon. Jetzt, mit all meinen vielsei-
kam, war der Stellenmarkt so mager, mit besonderen Bedürfnissen. So tigen Berufserfahrungen, fühle ich
dass ich erst drei Jahre in einer entschied ich, eine eigene Kleinklas- mich bereit und freue mich sehr, als
Tagesvorschule mit Kindern von 0 bis se an der HPS Dietikon zu überneh- Heilpädagogin die Kinder und Kinder-
6 Jahren arbeitete. Die Erfahrung mit men. Hier lernte ich ganz individuell gärtnerinnen aus Reinach zu unter-
Babys und Kleinkindern war sehr auf die Vielfältigkeit der Kinder mit stützen. Privat verbringe ich viel Zeit
spannend und lehrreich. Ich hatte ihren unterschiedlichen Behinde- mit meinem Pferd und geniesse ent-
auch viel engen Kontakt zu den Eltern rungen einzugehen. Ich studierte Menschen mit einer geistigen Behin- spanntes und lustiges Zusammen-
und konnte so hören, was die ver- dann an der HfH Heilpädagogik für derung. Nach sieben Jahren wollte sein mit Freunden.
5 NEU IN REINACH PFRUNDMATT
Sarina Brunner Sara Keller Arlette Cécile Züllig Anne-Carin Strieder
Mein Name ist Sarina Brunner und Ich bin in Dürrenäsch aufgewachsen, Mein Name ist Arlette Cécile Züllig Der Schüler soll nicht Gedanken,
seit diesem Schuljahr unterrichte ich habe dort die Schule besucht und und ich bin 28 Jahre alt. Ich bin in sondern denken lernen; man soll
eine 4. Klasse im Schulhaus Pfrund- wohne auch heute noch dort. Nach Beromünster im Kanton Luzern auf- ihn nicht tragen, sondern leiten,
matt 2, was meine erste Stelle als Abschluss der pädagogischen Hoch- gewachsen. Seit 6 Jahren wohne ich wenn man will, dass er in Zukunft
Primarschullehrerin ist. Geboren und schule in Brugg habe ich zwei Jahre mitten in der Stadt Luzern, wo ich von sich selbst zu gehen geschickt
aufgewachsen bin ich in Aarau, wo als Klassenlehrerin in Birrwil gearbei- auch letzten Sommer die Ausbildung sein soll. (Immanuel Kant)
ich zurzeit auch wohne. tet. Bereits dort habe ich gemerkt, als Primarlehrerin abgeschlossen
Mein Ziel war von Anfang an, einen dass dies der richtige Beruf für mich habe. Im Rahmen meiner Ausbildung Mein Name ist Anne-Carin Strieder.
abwechslungsreichen Beruf zu fin- ist. durfte ich viele spannende und lehr- Ich bin 28 Jahre alt und Mutter einer
den. Durch ein Praktikum in einer 3. Nun habe ich diesen Sommer die reiche Erfahrungen an verschiedenen wundervollen Tochter, die drei Jahre
Klasse während der Fachmittelschule Drittklässler in Reinach übernom- Schulen sammeln. Letztes Jahr ar- alt ist. Ich bin in Deutschland aufge-
wurde mir klar, dass ich Primalehrerin men. Da ich vorher in Birrwil gearbei- beitete ich in der Stadt Luzern (Fluh- wachsen und nach dem Abitur in die
werden wollte und ich habe mich für tet habe und auch selber an einer mühle) mit einer 6. Klasse. Schweiz ausgewandert. Hier habe ich
ein Studium an der Pädagogischen sehr kleinen, ländlichen Schule un- Vor dem Abschluss als Primarlehrerin an der Pädagogischen Hochschule
Hochschule in Brugg-Windisch ent- terrichtet wurde, ist Reinach für mich war ich im Grundbuchamt der Stadt Schwyz mein Studium absolviert.
schieden, welches ich dieses Jahr etwas ganz Neues. Ein hilfsbereites Luzern als Sacharbeiterin tätig. Da In meiner Freizeit lese ich sehr viel
abgeschlossen habe. In den ersten Team und eine aufgestellte und moti- ich sehr gerne und leidenschaftlich und gerne und spiele seit vielen Jah-
Wochen im Beruf haben sich die Er- vierte Klasse haben mir den Einstieg Ski fahre, habe ich eine Saison lang ren Klavier.
fahrungen aus meinen Praktika be- aber leicht gemacht. Viele Lehrper- in Wengen (Berner Oberland) als Kin- Ich arbeite nun in meinem 4. Jahr
stätigt, jeder Tag hält immer wieder sonen, viele Kinder, ein modernes, derskilehrerin gearbeitet. Die Be- als Lehrperson. Vorher habe ich als
Neues und Spannendes bereit. neues Schulzimmer und viele ver- schäftigung mit den Kindern weckte Fachlehrperson an verschiedenen
In meiner Freizeit tauche ich durch schiedene Kulturen machen den in mir den Wunsch, Lehrerin zu wer- Schulen im Kanton Zug und Luzern
Bücher gerne in andere Welten und Schulalltag sehr interessant und je- den. Nebst dem Skifahren gehe ich unterrichtet und konnte Einblicke in
Zeiten ab, historische Schauplätze den Tag zu etwas Besonderem. Die sehr gerne schwimmen. Daher bin viele verschiedene Aspekte des
besuche ich gerne aber auch gleich Arbeit mit den Kindern gefällt mir sehr ich Mitglied bei der Schweizerischen Unterrichtens gewinnen.
selbst. Vor allem Grossbritannien hat und ich freue mich auf das bereits Lebensrettungs Gesellschaft (SLRG), Ich freue mich auf eine spannende,
es mir durch mehrere Sprachaufent- angefangene Schuljahr. Ich hoffe, die und besuche zweimal in der Woche lehrreiche Zeit und die gemeinsame
halte, die ich dort verbringen durfte, Kinder immer wieder aufs Neue zum deren Schwimmtraining. Zusammenarbeit mit den Schüle-
angetan. An den Wochenenden trifft Lernen motivieren zu können und mit Zu Beginn des Schuljahres wurde rinnen und Schülern, den Eltern und
man mich oft auch im Fussballstadi- ihnen viel Schönes zu erleben. ich vom Team und den Kindern in meinen Kolleginnen und Kollegen und
on oder auf Spaziergängen mit dem In meiner Freizeit mache ich viel Reinach sehr herzlich empfangen. Ich auf die bevorstehenden Aufgaben,
Hund an. Ein weiteres Hobby von mir Musik. Ich spiele seit der 3. Klasse freue mich sehr auf die Arbeit an die mich erwarten.
ist das Backen. Cornet und bin in zwei Vereinen ak- dieser Schule und nehme die neuen Mit viel Engagement und Motivation
tiv. Es ist mir wichtig, diese Freude Herausforderungen gerne an. werde ich die Aufgaben und Her-
an der Musik auch den Kindern Ich freue mich auf die Zukunft in ausforderungen als Klassenlehrerin
weiterzugeben. Reinach. annehmen und den Schülerinnen und
Schülern Freude und Spass am
Lernen vermitteln.
6 SCHWERPUNKT
Reise ins Schmetterlingsparadies
Die Schulreise der Unterstufenklassen von Beatrice
Kleeb/Christine Frey und Nina Spengler führte ins
wunderschöne Papiliorama nach Kerzers. Bereits
vor dem Ausflug haben sich die Kinder intensiv mit
dem Thema Schmetterling auseinandergesetzt und
im Schulzimmer beobachtet, wie aus Raupen
Schmetterlinge entstanden. Nach einer langen Car-
fahrt, mit Znünihalt an einem schönen See, kamen
wir bei sonnigem Wetter im Kanton Freiburg an. Da
erwarteten uns viele spannende Aktivitäten. Zuerst
gab es für alle eine interessante Führung durch das
tropisch heisse Papiliorama. Hier konnten die Kin-
der verschiedene Arten von Schmetterlingen und
exotische Pflanzen von ganz nah betrachten. Eini-
gen landete sogar ein Schmetterling auf der Hand.
Anschliessend machten wir einen Spaziergang
durch das mysteriöse Nocturama. Auch hier konn-
ten die Kinder interessante, nachtaktive Tiere beo-
bachten. Nach so vielen Eindrücken waren alle
hungrig und so assen wir gemeinsam das mitge-
brachte Zmittag. Zum Schluss durften die Kinder
den schönen Naturspielplatz erkunden, bevor wir
uns dann wieder mit dem Car auf die Heimfahrt
machten.
Nina Spengler
Pfrundmatt Reinach
7 SCHWERPUNKT
Schulreise durch die Teufelsschlucht (SO)
zur Solarbob-Rodelbahn in Langenbruck (BL)
Bericht eines Schülers der Klasse 6b, Pfrundmatt 2
Unsere Schulreise in der 5. Klasse weiteren langen Marschzeit, weg von der Teufels-
Um 7.45 Uhr begann unsere gemeinsame Wande- schlucht, kamen Wälder, freie Flächen und Stras-
rung vom Pfrundmattschulhaus 2 zum Bahnhof sen und wir waren mitten in einer hügeligen Jura-
Reinach Mitte. Von dort aus fuhren wir mit dem Zug landschaft. Dort haben ein paar aus unserer Klasse
nach Aarau. Von da ging es auch mit dem Zug nach essbaren, leckeren Wildpflanzen gesucht.
weiter nach Olten. Dort angekommen haben wir Leider gab es nur welche, die eklig schmeckten.
eine kurze Pause gemacht und besprochen, wie es Nach einer Weile versuchten wir es aber erneut
weitergehen soll. Etwa fünf Minuten später fuhren und haben tatsächlich welche gefunden, die Soweit der Bericht von Valon.
wir mit dem Postauto nach Hägendorf. Von da aus schmeckten. Die Mittagspause war kurz. Nach Der Schulreisetag Ende April war ausgesprochen
wanderten wir nur noch. Eine ganze Weile später dieser Pause wollte Herr Lienhard mit einigen eine kühl. So, dass wir nach dem Rodeln froh waren, in
kamen wir in der Teufelsschlucht an. Das war ein kleine Englischstunde machen, weil die ja durch die einem geheizten Postauto Richtung Egerkingen und
sehr schöner Anblick. So, dass es niemandem Schulreise ausfiel. Wir durften also etwa eine halbe von da mit der Bahn über Olten, Aarau wieder zu-
etwas ausmachte, dass der Weg ewig lang war. Stunde nur Englisch sprechen. rück ins Wynental fahren durften.
Einer unserer Klassenkameraden erblickte ein ko- Trotzdem waren wir den ganzen Tag über gern im
misch aussehendes, glibriges Ding an einem Stein Endlich kamen wir dann nach langem Fussmarsch Freien bei trockenem Wetter. Die Teufelsschlucht
am Wegrand. Er wollte wissen, was das denn sei in der Solarbob-Rodelbahn in Langenbruck im hatte etwas Mystisches und die kleinen Dörfchen
und stellte nach einer zögerlichen Berührung fest, Kanton Baselland an. Alle hatten riesigen Spass im solothurnischen Jura waren mit ihrer ganzen
dass es sich wohl um eine Algen-Art handeln beim Runtersausen. Idylle eine wahre Augenweide.
musste, da der Stein sehr feucht war. Nach einer von Valon Die Solarbob-Rodelbahn als Ziel der Reise wurde
von meiner Kollegin Frau Schönfeld wegen des Be-
zugs zum Realienthema «Elektrizität» ausgewählt
und geplant und rundete das Lernfeld und die Be-
arbeitung dieses Phänomens wunderbar ab.
Stefan Lienhard
Schulreise mit Frau Mese im Juni, 2017
Christopher aus der jetztigen 6c (Schönfeld/Lien-
hard) berichtet:
Unsere Schulreise zum Schongiland dauerte sehr
lange, wir mussten nämlich immer wieder Pausen
machen. Die meisten von uns wurden durch den
langen Marsch ziemlich schnell müde. Als wir dann
endlich bei der Bushaltestelle ankamen, beschlos-
sen wir, dass diejenigen, die nicht mehr können, mit
dem Bus fahren dürfen und die anderen mit Frau
Mese zum Schongiland hoch wandern würden. Das
war ja ein Trip. Da ja alle schon vorher ziemlich
müde waren, mussten wir wieder viele Pausen ma-
chen, so dass das Trinkwasser schon sehr schnell
aufgebraucht war. Der Bus fuhr an uns vorbei. Wir
haben gewunken, geschrien, dass er anhalten
solle. Aber der Bus fuhr weiter.
Als wir dann endlich im Schongiland ankamen, ging
ich als erstes auf die Rodelbahn. Das hat so richtig
Spass gemacht. Und so vergnügten sich schliess-
lich alle vergnügt. Ich finde, auf der Hüpfburg hat es
besonders Spass gemacht, weil Lennart auf der
Wand gesessen ist.
8 NEU IN REINACH PFRUNDMATT UND BREITE
Lavinia Valentina Olariu
Mit dem Schulanfang im August
2017 fängt für mich ein neuer beruf-
Yvonne Frei Seda Aydoǧdu Silvia Gabor licher Abschnitt an der Schule Rei-
Mein Name ist Yvonne Frei und ich Gibt es etwas Schöneres als den Wie meine Erstklässler bin auch ich nach an. Im Schulhaus Breite unter-
arbeite seit dem 1. August 2017 an Kindern etwas zu lehren und gleich- im August 2017 im Schulhaus Breite richte ich 3. und 5. Klassen Englisch
der Primarschule Reinach als Schul- zeitig auch von ihnen etwas zu ler- in Reinach angekommen. Ich freue und ich werde von den Kindern mit
hausleiterin der Schulhäuser Pfrund- nen? Gibt es etwas Schöneres als die mich auf jeden neuen Tag mit ihnen. Begeisterung für das Fach Englisch
matt 1 und 2. Mein Büro befindet sich Zusammenarbeit mit den Schüler- Es wird von mir viel Einfühlungsver- und Offenheit empfangen. Ich wün-
im Schulhaus Pfrundmatt 2. Erreich- innen und Schülern? mögen und Kreativität verlangt, damit sche mir, diese Begeisterung auf-
bar bin ich während den Schulwo- Mein Name ist Seda Aydoǧdu und die Kinder motiviert am Unterricht recht erhalten zu können und die
chen vorwiegend vormittags. ich habe an der Pädagogischen teilnehmen. Schule soll Spass ma- Schüler in den Bann der englischen
Für Gespräche melden Sie sich bitte Hochschule FHNW in Brugg «Bache- chen! Lernend Spielen ist ein Teilbe- Sprache und der englischen Kultur zu
vorher telefonisch unter der Nummer lor of Arts in Primary Education» stu- reich, auf den ich grossen Wert lege. ziehen. In meinem Heimatland Rumä-
062 832 53 03 oder schriftlich diert. Während meines Studiums Es ist wie ein Wunder zu beobachten, nien habe ich Germanistik und An-
shlpfrundmatt@schule-reinach.ch habe ich in den Praktika, die ich er- wie die Kinder die Lust am Lernen von glistik studiert. Ich habe an der Uni-
an. Besten Dank. folgreich absolviert habe, diverse Tag zu Tag vergrössern. versität und in einer Fremdsprachen-
Zusammen mit meinen 5 Geschwis- Unterrichtslektionen in unterschied- Nach der Ausbildung zur Primar- schule Deutsch und Englisch unter-
tern bin ich im Luzerner Hinterland lichen Primarstufenklassen vor- und schullehrerin habe ich am Montesso- richtet. Im Fach Englisch habe ich
aufgewachsen. Heute lebe ich mit nachbereitet. ri-Kindergarten in Zug und an der mich im Bereich Cambridge Prü-
meinem Ehemann und unseren drei Nach den Sommerferien habe ich Primarschule Aesch in Zürich gear- fungen spezialisiert, weil es mir wich-
schulpflichtigen Kindern im luzerni- meine erste Klasse, also eine der drei beitet. Ich bin ganz überzeugt, den tig war, die Lernenden auf ihrem Weg
schen Dagmersellen. In meiner letz- dritten Klassen, in Reinach übernom- Beruf meines Lebens gefunden zu zur Prüfungsvorbereitung zu beglei-
ten Arbeitsstelle an den Schulen men. haben, weil ich mir nichts Schöneres ten. Vor vier Jahren habe ich meinen
Dagmersellen konnte ich 6 ½ Jahre Das Unterrichten und die Zusammen- vorstellen kann, als den Kindern Ehemann kennengelernt, der zu dem
vielseitige Erfahrungen als Schullei- arbeit mit den Kindern bereitet mir Neues beizubringen und zu beobach- Zeitpunkt für eine Schweizer Firma
tungsassistentin und Klassenas- sehr grosse Freude. Dabei ist für ten, wie ihre Neugierde wächst. in Rumänien arbeitete. Die Liebe
sistentin sammeln. Die nachhaltige mich besonders auch der offene und Auf die Frage eines Vaters, ob eine so führte mich dementsprechend in die
Arbeit mit den Lehrpersonen, Schü- respektvolle Umgang sehr wichtig. junge, erst 26-jährige Lehrerin die- Schweiz, wir heirateten und haben ge-
lern und schulnahen Stellen motiviert In meiner Freizeit liebe ich es, mit sen Beruf ausüben könne, konnte ich meinsam eine Tochter. Mit dem
mich jeden Tag aufs Neue, mein meiner Familie Zeit zu verbringen. Ich ihm ausrichten, dass seine Angst un- Wunsch, das schweizerische Schul-
Bestes zu geben. Die Arbeit bereitet bin auch sehr gerne kreativ. Das begründet sei. system kennen zu lernen, kam mein
mir viel Freude. In der Freizeit bin ich Malen und Zeichnen, aber auch das In meiner Freizeit lese ich gerne, gehe Entschluss, an der Universität Fri-
gerne mit meiner Familie in der Natur Musizieren gehören aus diesem in die Berge wandern und geniesse bourg mein Studium fortzusetzen, wo
unterwegs. Sei es bei einem Spazier- Grund zu meinen Leidenschaften. den Ausblick von den hohen Gipfeln, ich einen Master in Deutsch als Zweit-
gang, einer Biketour oder beim Jog- Ich freue mich auf ein abwechslungs- die ich in meinem Heimatland Un- sprache besuche. Begleitend zu
gen. Als Ausgleich zum intensiven reiches sowie lehrreiches Schuljahr. garn, die pannonische Tiefebene nie meinem Studium bin ich seit 2014
Arbeitsalltag geniesse ich die ruhigen zu sehen bekommen habe. Damit ich im Kindergarten Menziken als
und entspannten Yogalektionen. mit meinen Schülern mithalten kann, DaZ-Lehrperson tätig, wo ich auch
Ich hatte einen sehr guten Start in muss ich auch ins Fitness gehen. noch heute mit einem Pensum von
Reinach und freue mich auf die 40% arbeite. Albert Einstein meinte «It
weitere Zusammenarbeit mit Lehr- is the supreme art of the teacher to
personen, Schülern, Eltern und Be- awaken joy in creative expression and
hörden. knowledge». Ich hoffe, ich meistere
diese Kunst.
9 NEU IN REINACH BREITE
Tanya Di Biase Ursula Sommerhalder Natalya Wolf Anna Böse
Ich freue mich, dass ich seit dem Für einen Vormittag pro Woche ent- Seit August 2017 bin ich als Englisch- Wissen ist nicht nur ein Begriff inner-
1. August 2017 die 5. Klasse als laste ich neu den Logopädischen lehrerin im Schulhaus Breite in Rei- halb der Mathematik, Physik, Bio-
Klassenlehrerin im Schulhaus Breite Dienst in Reinach. Seit mehreren nach tätig. logie und der Sprachwissenschaften.
unterrichten darf. Es ist mir ein zen- Jahren arbeite ich bereits engagiert In den Mittelpunkt meiner Arbeit stel- Wissen spielt eine grundlegende
trales Anliegen, die Kinder in ihren und motiviert als Logopädin in Beinwil le ich eine hohe Unterrichtsqualität Rolle für die Fertigkeiten eines heran-
Stärken zu fördern, sie in ihrem Ler- am See, Leimbach und Zetzwil. Nun und das Wohl des einzelnen Kindes. wachsenden Menschen. Mit den
nen zu begeiten und zu unterstützen. freue ich mich auf die Zusammen- Für meine berufliche Tätigkeit in der gesellschaftlichen Strukturverände-
Ich freue mich auf die Zusammenar- arbeit mit den Lehrpersonen im Schule besuchte ich verschiedene rungen verändern sich die Anforde-
beit mit den SchüerInnen, Eltern und Schulhaus Breite und danke für die Weiterbildungskurse. Diese möchte rungen an unsere Schüler. Verlangt
Lehrpersonen. freundliche Aufnahme. Das Wort ich gerne in meiner Berufspraxis ein- werden «soft skills» wie abstraktes
Ich bin verheiratet und Mutter von Logopädie entstammt dem altgrie- setzen. Ich nahm auch an verschie- und vernetztes Denkvermögen, ex-
vier erwachsenen Kindern. Meine chischen Begriff logos «Wort» und denen Projektwochen teil: «Wasser- perimentelle Haltung zur Welt und die
Familie und Freunde, gemeinsames paideuein «erziehen». Logopädie welten», «Weihnachten», «Der Zir- Fähigkeit und Bereitschaft für die Zu-
Kochen und Zusammensein ist mir bedeutet, eine Person zum Sprechen kus», «Das Theater», «Näh mit», sammenarbeit im Team. Das tech-
wichtig. In meiner Freizeit reise ich und zur Kommunikation zu befähigen. «Design am Bauhaus». Die Arbeit mit nische Verständnis und die prak-
gerne. Ich lerne Spanisch und lese Logopädie bedeutet Prävention, Kindern unterschiedlicher Herkunft tische Fähigkeit im Umgang mit Infor-
sehr gerne. Ich nehme gerne an kul- Abklärung, Therapie und Beratung bereitet mir viel Spass. mationen sind unverzichtbare Not-
turellen Veranstaltungen teil und un- bei Sprach-, Sprech-, Stimm- und Ich fand in der Schule Reinach schon wendigkeiten für jeden jungen
ternehme gerne Ausflüge im In- und Schluckstörungen verschiedenster grosse Unterstützung, denn gute Be- Menschen. Zu meinen Interessen
Ausland. Ursachen. Die logopädische Arbeit ziehungen, Freundlichkeit und Koo- gehören Naturwissenschaften, ins-
mit Kindern und Jugendlichen ist für peration mit den Lehrpersonen und besondere die Forschung. Besondere
mich eine abwechslungsreiche und Schülern ist mir sehr wichtig. Freude habe ich auch an der eng-
spannende Tätigkeit mit immer vielen In meiner Freizeit mache ich Städte- lischen, polnischen und russischen
interessanten Begegnungen und reisen und arbeite auch gerne in un- Literatur. Ich freue mich sehr, ab
strahlenden Gesichtern. Weil die serem Garten. Meine persönlichen August 2017 die 5. Primarklasse
Sprache unser wichtigstes Kommuni- Hobbies sind Nähen, Basteln, Malen, als Klassenlehrerin übernehmen
kationsmittel und daher in unserem Stricken. Ich lese auch gerne interes- und meine Schüler/innen auf die
Leben von zentraler Bedeutung ist, sante Bücher. Zurzeit mache ich eine Oberstufe vorbereiten zu dürfen.
ist es mir auch nach all den vielen Ausbildung für «Textiles Werken».
Jahren Berufserfahrung immer noch
ein Anliegen, mich für kleine und
grössere Menschen einzusetzen, da-
mit sie Sprache entdecken, die rich-
tigen Worte finden und den Alltag
meistern können. Ich lebe in St. Er-
hard/LU, wo ich das ländliche und
doch stadtnahe Leben geniesse, sei
es beim Walken im Naherholungsge-
biet, im Garten oder beim Lesen auf
der Terrasse. Gerne reise ich auch in
ferne Destinationen und lasse mich
von fremden Kulturen verzaubern.
10 REINACH BREITE
Fächer unterrichtete Christine mit geniesst sie es, regelmässig – zu-
Pensionierung von Christine Hauri grossem Eifer und mit Interesse, Zu- sammen mit ihrem Mann – das Festi-
verlässigkeit und Freude. Jahrelang val Lugano zu besuchen. «Offiziell»
Kindern erteilte sie zuerst Block- übte sie – zusammen mit anderen hat Christine auf Ende des letzten
flötenunterricht. Als das Engagement Kolleginnen – das Amt als Mediothe- Schuljahres die Schule verlassen, ist
als Familienfrau es erlaubte, liess sie karin aus. Auch hier durfte die Schu- aber nach den Sommerferien bereits
sich in die Schulpflege wählen. le mit ihrer Zuverlässigkeit und ihrem wieder mit einer kleinen Stellvertre-
8 Jahre amtete sie als Co-Präsiden- Engagement rechnen. Ja, Christine tung bei uns gestartet. Wir dürfen
tin. Als ihre vier Kinder alt genug war immer dort zur Stelle, wo sie ge- also weiterhin mit ihrer grossen Flexi-
waren und die Not an Lehrkräften an braucht wurde. Mit ihrer freundlichen, bilität und Treue rechnen! Wir gönnen
der Primarschule gross war, stieg sie eher zurückhaltenden Art war sie es Christine von Herzen, wenn sie
vor zwölf Jahren – zuerst mit ver- stets eine geschätzte Kollegin. Ende jetzt alles etwas geruhsamer ange-
schiedenen längeren Stellvertre- des letzten Schuljahres hat sich hen kann. Wir freuen uns aber auch,
tungen, danach im Teilpensum – als Christine entschieden, ihre Anstel- dass sie uns mit der Zusicherung
Lehrerin in der Primarschule ein. lung zu kündigen und sich frühzeitig verschiedener Stellvertretungen noch
Ich kenne kaum eine Person an un- Gleichzeitig verliess sie die Primar- pensionieren zu lassen. Wir wissen, etwas «erhalten» bleibt. Für ihre Zu-
serer Schule, welche die Schule Rein- schulpflege, war aber für weitere dass es ihr im verdienten Ruhestand kunft wünschen wir Christine Hauri
ach so aus dem Effeff kennt wie Chri- 4 Jahre noch Schulpflegerin der ganz sicher nicht langweilig wird. So viel Freude und gute Gesundheit.
stine Hauri. Vor 34 Jahren ist sie – mit Kreisschule Homberg. Nach der Auf- erledigt sie weiterhin für ihren Mann
dem Berner Lehrerdiplom – in den lösung der Einschulungsklasse im die administrativen Arbeiten seines
Kanton Aargau gezogen. Ganz klar, Schuljahr 2015/16 übernahm sie Architekturbüros. In ihrer Freizeit
dass bei einem solch einschnei- zusammen mit einer Kollegin eine spielt sie Geige und ist seit 33 Jahren
denden Wohnortswechsel die Liebe Abteilung der altersdurchmischten Mitglied des Orchestervereins Aarau.
im Spiel war. Christine hatte geheira- Unterstufe im Schulhaus Breite. Hier Nebst ihrem aktiven Engagement für
tet und liess sich bald einmal mit ihrer konnte sie unter anderem das Fach die Musik interessiert sie sich für alles
Familie in Reinach nieder. Nebst ihrer Textiles Werken übernehmen. Kulturelle und ist Neuem gegenüber
intensiven Rolle als Mutter von 4 Beides: intellektuelle und musische aufgeschlossen und neugierig. So Franziska Lüscher
Pensionierung von Brigitte Banz gelernt. Mit ihrem gradlinigen Wesen, ten. Doch so ganz und gar konnte
ihrer strukturierten und wohldurch- sich Brigitte noch nicht von der Schu-
1992 schliesslich in den Kanton Aar- dachten Unterrichtsweise und mit le lossagen. Bei ihrem Weggang si-
gau nach Seengen. Dort unterrichtete ihrem Temperament führte sie ihre gnalisierte sie deutlich, dass sie für
sie nicht nur die Realschüler, sondern Schüler/innen durch die 5. und 6. die eine oder andere Stellvertretung
übernahm für 4 Jahre das Rektorat Klasse. Erfolgreich gestaltete sie im zu haben wäre. Ein Angebot, auf das
für die Sereal. 2009 zog es sie weiter, letzten Schuljahr auch ihr Patinnen- die Schule nicht lange verzichten
seewärts nach Meisterschwanden, amt. Ganz selbstverständlich und in wollte. Bereits im September über-
auch hier an die Sereal. Die Struktur- gleichberechtigter Art und Weise ar- nahm sie eine kleine Stellvertretung
reform der Oberstufe ergriff sie als beitete sie mit der jungen Lehrerin als DaZ-Lehrerin in der Pfrundmatt.
Chance, noch einmal etwas Neues zusammen. Ein starkes Tandem, bei Wir sind froh, dass wir weiterhin mit
anzupacken. Motiviert für die Primar- dem die Schulhausleiterin sicher sein ihr auf diese Weise rechnen dürfen.
schule bewarb sie sich 2014 erfolg- konnte, dass die Arbeiten im und um Dazwischen gönnen wir ihr – zusam-
reich an der Schule Reinach. Dass den Unterricht gut gemacht wurden. men mit ihrem Mann – Ferien ausser-
Brigitte Banz es verstand, mit schwie- Im letzten Schulhalbjahr kristallisierte halb der Schulferienzeit und längere
rigen Situationen umzugehen, kann sich für Brigitte der Wunsch heraus, und unbeschwerte Ausritte auf einem
direkt aus ihrem beruflichen Werde- sich frühzeitig pensionieren zu las- ihrer Pferde.
Obwohl ihr beruflicher Lebenslauf gang herausgelesen werden. Eine sen. Sie kündigte ihre Stelle auf Ende
eine beachtliche Länge aufweist, un- lehrreiche Zeit – so erfuhr ich aus Schuljahr. Nun hat sie Zeit, sich ihren
terrichtete Brigitte Banz nur 3 Jahre einem persönlichen Gespräch mit ihr Hobbies zu widmen. Nebst ihren vie-
davon an der Primarschule Reinach. – erlebte sie als junge Lehrerin an len Tieren (Pferde, Hunde, Ziegen,
Ihre Laufbahn als Lehrerin begann sie einem Knabeninstitut. Sie lernte, wo- Fische, Vögel, …), ist Brigitte eine
im Kanton Luzern, wo sie in der Stadt rauf es in der Klassenführung an- passionierte Fotografin. So entstan-
Luzern auch das Lehrerseminar ab- kommt: Die Schüler müssen ihre den im letzten Schuljahr die sympa-
solviert hatte. Ihre Anstellungen Lehrerin lesen können. Diese klare thisch bunten Portraitfotos des
führten sie vom Kanton St. Gallen und treffend formulierte Weisheit hat Breite-Teams, welche den Eingangs-
über die Kantone Luzern und Zug Brigitte sozusagen von der Pike auf bereich des Schulhauses schmück- Franziska Lüscher
11 REINACH BREITE
Bericht aus dem Klassenlager der
4. Klassen aus dem Schulhaus Breite
Dies ist eine Collage aus verschiedenen Schülertexten, welche von den jetzigen 5. Klässlern
des Schulhauses Breite verfasst wurden, die im April 2017 ins Lager nach Aarburg fuhren.
Ausflug aufs Schloss Lenzburg
Am nächsten Morgen waren alle müde. Trotzdem
ging es nach dem Morgenessen nach Lenzburg
zum Schloss. Der Schlossbrunnen war sehr tief.
Man konnte Wasser werfen und hören, dass es erst
nach sechs Sekunden unten ankam. Auf dem
Schloss besichtigten wir das Gefängnis. Der
Schlossdrachen Fauchi war leider nicht echt. Im
Souvenirladen durften wir etwas kaufen. Das
Abendprogramm hiess Kino und der Film dazu
Sing. Dazu gab es Popcorn.
Mittelalterworkshops
Am Mittwoch bekamen wir Besuch aus dem Mittel-
alter und lernten, wie früher gekämpft wurde und
Erster Tag Am ersten Tag bekamen wir eine Stadtführung in welche Kleider Männer und Frauen trugen. Ein wei-
Am Montag ging ich aufgeregt zum Bahnhof. Zofingen. Anschliessend wanderten wir auf die teres Schloss – das Schloss Aarburg – besichtigten
Dort versammelten wir uns. Zusammen mit der Heiteren-Wiese, wo wir spielen konnten. Nach dem wir am andern Tag. Vor der Führung umkreisten wir
Parallelklasse fuhren wir ins Klassenlager nach Auspacken und dem Abendessen mussten wir bald das ganze Schloss. Am Abend begannen wir schon
Aarburg. ins Bett. zu putzen und nachher gab’s Disco. Doch vorher
mussten wir noch packen.
Abschluss
Am letzten Tag feierten wir den Geburtstag von
Patrizia. Es gab Lebkuchen. Dann reinigten wir al-
les. Herr Doppmann holte unser Gepäck und wir
machten uns auf den Heimweg. Das war unser
Klassenlager.
4. Klassen Schulhaus Breite, 2016/2017
12 LEIMBACH
che er mit selbstgestalteten Bildern untermalte. «Es
Die Reise in ein neues Schuljahr war einmal ein Stein. Dieser Stein hatte ein Pro-
blem, denn er war vom vielen Liegen voller Moos,
welches ihn unglaublich juckte. Der Stein versuchte
sich zu drehen, winden und kratzen, bis er auf
einmal den Berg hinunterpurzelte. Über Stock und
andere Brocken fegte der Stein hinweg Richtung
Tal. Unten angekommen flog er in hohem Bogen
über das Dorf und fiel direkt durch das Dach eines
grossen Gebäudes. Ohne jemanden zu verletzen
sah sich der Stein um und bemerkte, dass er direkt
im Schulhaus gelandet war. Der Stein durfte bleiben
und jeden Tag freuten sich die Kinder wieder, ihn zu
sehen und kletterten auf ihm herum. Das fand der
Stein wunderbar, denn endlich hörte es auf zu ju-
cken, da die Kinder das ganze Moos mit ihren Füs-
sen und Händen entfernten.
Nie wieder wollte der Stein die Schule verlassen
und nie wieder gaben die Kinder ihren Stein her.»
Bevor es nun wieder in die Klassen zurückging,
wurden die neuen Kindergartenkinder und die neu-
Jeder Mensch macht Reisen: Schulreisen, Ge- Einige Kinder waren aufgeregt und konnten wahr- en Unterstufenkinder gefeiert und auf einer Sänfte
schäftsreisen, Hochzeitsreisen, Ferienreisen. scheinlich kaum schlafen, andere hatten vielleicht durch ein Spalier von Eltern und Schülern getragen,
Aber unsere grösste Reise ist unser Leben. Unser ein wenig Angst, aber die meisten freuten sich, welche kräftig applaudierten.
Leben führt uns an die unglaublichsten Orte, zeigt dass es endlich losging. Wie auch die Kinder waren Die neuen Mittelstufenkinder waren leider schon zu
uns die schönsten Momente und lässt uns auch die Lehrer gespannt und voller Tatendrang. gross, durften aber mit Vollgas durch das Spalier
Trauriges erleben. Nach den Sommerferien durften alle ausnahms- rennen. Auf der anderen Seite wartete jeweils die
Aus diesem Grund sollen wir vor allem an die schö- weise eine Stunde länger schlafen, denn wir trafen neue Lehrperson und empfing die Kinder mit einer
nen Seiten unserer Lebensreise denken. uns erst um 9.00 Uhr auf dem Schulhausplatz. Sonnenblume.
Danach gingen alle in ihre neuen Klassen, was vor Der Rest des Morgens verbrachten die Kinder mit
Ein wichtiger Punkt auf dieser Reise eines Men- allem für die neuen Kindergartenkinder und die ihren Lehrpersonen in ihren Klassenzimmern.
schen ist bestimmt der Tag, an dem man das Haus 1.Klässler ein besonderer Augenblick war, da spe- Es wurden noch Hefte, Bleistifte und andere Mate-
ohne Eltern verlässt, um mit anderen Kindern den ziell für sie eine neue Ära anbrach. rialien verteilt, das Klassenzimmer erkundet und
Morgen in einem Kindergarten zu verbringen oder einige lockere Spiele gemacht.
den grossen Schritt vom Kindergarten in die Pri- Der Stein, den es furchtbar juckte Nach diesem tollen Starttag beginnt nun eine ge-
marschule macht. Nach der grossen Pause versammelten sich alle meinsame Reise in ein neues Schuljahr. Hoffen wir
Wie jedes Jahr nach den Sommerferien startete der Kinder wieder auf dem Pausenplatz. auf eine spannende und unvergessliche Zeit…
Kindergarten und die Primarschule in Leimbach in Der Präsident der Schulpflege, Markus Ledermann,
ein neues, aufregendes Jahr. durfte den Kinder eine Geschichte vortragen, wel- Ellen Schmidli
13 SCHWERPUNKT Sind Schulreisen noch zeitgemäss? Alle Jahre wieder heisst es: «Wohin, Wanderschuhe? Allein das Wort warum, wie teuer, wie lange sind wir zu «Wanderschuh» muss in gewissen Fuss unterwegs und ach, warum Familien daherkommen, als gehöre überhaupt!?» Sind Schulreisen nicht es ins vorletzte Jahrhundert. Auch ein alter Hut? In Zeiten wo manch ein «Rucksack», «Trinkflasche», «Regen- Primarschüler schon mehrere tausend schutz» und «Sackmesser», was für Flugmeilen hinter sich hat, wie macht Begriffe! Welcher normale Mensch es da Sinn, mit einem Schiffchen von heute will denn mit so etwas über unsere Seen zu tuckern oder noch zu tun haben. Nein, Schulreisen schweissnass einen Berg zu erklim- können nicht mehr von heute sein! men. Besagter Primarschüler hat dies überblicken. Auch die Rigi war zu brand, sondern vor Freude über die ja alles schon mehrfach gesehen – Tour de Sempachersee sehen. Dort wanderte die Parallelklas- erbrachte Leistung. von oben. Der Lehrer war wohl inspiriert von der se B. Die Kinder winkten ihnen zu, Jonathan Wieland Dazu kommt die erdrückende Verant- Tour de Suisse, die auch durch Zetzwil natürlich ohne Erfolg. Also radelte man wortung der Lehrpersonen, wenn sie gerast war, als er seine Schulreise weiter. sich mit ihren Banden heute nach plante. Eine zusätzliche Belastungs- Den Sempachersee umrunden, das Draussen wagen. An ein Gewässer probe sollte die für mich werden, des- war das erklärte Ziel – von Sursee Ab auf die Rigi reisen ist darum gar nicht möglich. Die halb wurde am Tag zuvor mein Reifen- nach Sursee sozusagen. Die Sonne Gepackt hat er mich schon am Abend. Schüler könnten ja auf die Idee kom- druck kontrolliert. Auch die Bremsen schien, der Sattel und die Lenkstange Dass er mich nicht mit ins Bett genom- men, baden zu wollen. Um dies erlau- musste man überprüfen, dies lernte waren schnell sehr schweissig. Darum men hat, ist ein kleines Wunder. Denn ben zu können, müsste der Pädagoge mein junger Besitzer vor einem halben war es gut, dass es immer wieder klei- jetzt, wo wir unterwegs sind, schwingt das Brevet als Rettungsschwimmer Jahr bei der Veloprüfung. Am Morgen ne Stopps gab, inklusive Abkühlen am er mich, kaum muss er mich nicht haben, welches er mit Leichtigkeit schwang er sich dann auf meinen Brunnen in der Altstadt von Sempach mehr tragen, auf seinen Schoss und alle zwei Jahre mit einer Prüfung er- Sattel und radelte mich zur Schule. oder im See. Um die Mittagszeit wur- gräbt seine Hand in mein Inneres. Ne- neuert. Und ohne mindestens eine So begann die «Tour de Sempacher- den wir dann vor der Badi Sempach ben einem Paar Cervelat ist in mir alles weitere Aufsichtsperson wäre eh see», die Schulreise der 4.–6. Klasse abgestellt. Für die Kinder war dies ein voll von Süssigkeiten, sauren Zungen, nichts denkbar. A aus Zetzwil. Höhepunkt, uns Fahrräder aneinander Glibberspaghetti, Zeltli, Brausepulver Weiter ist zu bedenken, dass im Nach der Helmkontrolle und einem gekettet in der brennenden Mittagshit- und Chrömli. Schlepptau alle Allergiker, Zöliakieker, kurzem Briefing zum Tagesablauf be- ze stehen zu lassen. Mit der AAR fahren wir nach Reinach. Sonneneinstrahlungshyperempfind- gann die 1. Etappe. Sie führte von Nach geraumer Zeit kamen sie fröh- Da heisst es umsteigen in den Bus same, Bienstichsensible und Zecken- Zetzwil nach Reinach. 18 Fahrräder lich, ausgelassen und müde vom Ba- nach Beinwil, damit uns ein lahmer phobiker zu finden sind. Gar nicht re- rollten dem noch nicht so steilen Weg den zurück. Die Rückfahrt gestaltete Zug nach Luzern zum Schiff bringt. den wollen wir von jenem hyperaktiven entlang. Drei davon hatten eine etwas sich in der Hitze als anspruchsvolles Mein Besitzer ist aufgeräumt und Mädchen, nennen wir sie hier Joya, die schwerere Last, nämlich den Herrn Unterfangen. Wir Fahrräder ächzten, zappelig, weil er irgendwann sein sicher wie letztes Jahr überall alles Lehrer, die Deutschlehrerin und die die Erwachsenen hielte mehr oder Taschenmesser benutzen möchte. abschraubt, allerorten hinaufklettert Begleitperson. Für die anderen war es minder motivierende Reden und unse- Der Lehrer habe dafür ausdrücklich und allzeit keinen Steinwurf auslässt, ein Kinderspiel und so war die erste re Fahrer strampelten so gut es ihnen die Erlaubnis gegeben, wobei er vorher um nicht jede Tiefen und jene Entfer- Etappe bald geschafft. noch möglich war. Die Kinder leisteten noch einmal den sachgemässen Ge- nungen zu schätzen, zu testen und Wer den Weg kennt, weiss um den zu einen grossen Effort und erreichten brauch eines solchen Werkzeuges auszuloten. Dies macht sie natürlich überwindenden Anstieg von Menziken Sursee schweissgebadet, aber etwas betont habe. Auf dem Schiff werde immer dann, wenn man selber grad nach Beromünster und dann von der verspätet. Die Zeit reichte leider nicht ich einfach in eine Ecke geworfen. mit Marbert daran ist, seine Angst vor Fahrt über Tann hinunter ins Tal. Wir, mehr für das am Morgen schon ver- Ich glaube, mein Besitzer hält nach Kriechtieren und wurmartigem Ge- alles andere als Rennvelos, waren sprochene Eis, denn man eilte auf den Möwen Ausschau, die er im Fluge fleuche zu therapieren, weil er partout deshalb froh um den Bus, welcher die Bus und wir Fahrräder wurden wieder füttern will. ab einem halben Kilometer Entfernung Kinder samt Deutschlehrerin für die- in den Merz verladen. Ein Rucksackkollege liegt neben mir. von zuhause keinen weiteren Schritt sen Streckenabschnitt aufnahm. Wir Die Schlussetappe von Reinach nach Er erzählt, wie sein Träger die letzte machen will. Inzwischen ist er in eine Fahrräder wurden in einen gemieteten Zetzwil war wieder leichter und so er- Nacht schlecht geschlafen hätte und nach innen schreiende Reglosigkeit Mercedes-Transporter mit Rückfahr- reichten die Kinder ihr Dorf, erschöpft er jetzt gottenfroh sei, hier zu sein. erstarrt, was die vielgepriesene Schul- kamera (!)verladen und zur nächsten und stolz. Die «Tour de Sempacher- Trotz der schlimmen Reiseängste reise vor dem eigentlichen Start schon Etappe gebracht. see» war überstanden, wir Drahtesel habe sich sein Träger dann doch noch zu einem Stehapéro verkommen lässt. In Sursee, bei der malerischen Kapelle atmeten auf und die Kinder bekamen überwinden können, sonst läge er, Hätte der Reiseleiter aber Glück und all Mariazell, kann man bei gutem Wetter hier das Glace, für das es in Sursee also mein Rucksackkollege, jetzt nicht dies sollte nicht eintreffen, wer von den den Sempachersee mit seinem wuch- nicht mehr gereicht hatte. Die roten hier. So geniessen wir gemeinsam im Schülern hat denn überhaupt noch tigen Bergpanorama als Hintergrund Köpfe leuchteten – nicht vor Sonnen- gleissenden Sonnenlicht hängend die 14
SCHWERPUNKT
Fahrt übers Wasser nach Vitznau. jetzt am Radfahren? Wenn wir alle ru- hen, über die Schmerzen habe man Süssigkeiten. Mit Zugverspätung
Mein Kollege wird von seinem Träger fen täten, könnten sie uns hören?! – nur mutmassen können. Ohne REGA kommen wir in Beinwil an. Zum Glück
geholt. Zitterig wird er hochgehoben. Plötzlich werde ich von einer Touristin sei das Problem nicht zu lösen ge- holen uns einige Eltern mit ihren Autos
Mein Träger bietet an, dass er beide angetippt. Mit zwei Kollegen darf mein wesen. ab. Mein Träger spürt die Müdigkeit
Rucksäcke tragen würde. Das finde Träger ihr posieren, für mehrere Während wir alle an der Unfallstelle ein wie alle; wir sind am Rumpf.
ich nett. So habe ich ein Gspändli und Fotos notabene, zusammen Arm in Klassenfoto machen, das der Un- Der Reisefürchtige gibt sich jetzt, als
der Fürchtige eine Last weniger. Die Arm. Anscheinend strahlen wir drei glücklichen zugesandt werden soll, wäre alles nicht so schlimm gewesen.
Bahn auf die Rigi ist mordssteil und an einen echtes «Swissnaturcharism» denke ich, dass Wandern demnach Recht hat er. Mein Träger zeigt seiner
einigen Orten fast überhängend. Wir aus. doch nicht so ohne Gefahren sei. In Mutter ein geschnitztes Stücklein
dürfen in einem historischen Wagen Nach einem steilen Abstieg werde ich der Käserei freue ich mich vor allem ob Holz. An dem habe er nach dem Mit-
fahren. Der ist über hundert Jahre alt! beim Rastplatz geleert. Würste auf der Säuli. Auch der Käsekeller ist tagessen gearbeitet und er wolle, dass
Die Asiaten staunen mit uns. Der Vier- den Grill, Sandwich in den Mund, Fla- eindrücklich. Nur der Gestank ist et- es ihn an diese Reise erinnere. Dann
waldstättersee wird immer kleiner, sche an die Lippen. Nach dem Essen was arg. Aber das gehöre eben auch holt er seine letzte Schlange aus mir
während die Angst des Ängstlichen wird gespielt. Dem Ängstlichen geht dazu, sagt man uns, während die raus und schnalzt kauend: «Geil isch
immer grösser wird. es wieder gut. Seinem Rucksack hat er junge Sennerin weiter in der offenen es gsii, echt cool!»
In Staffelhöhe schultert man uns. Jetzt anvertraut, jetzt gehe es ja mit jedem Jauchegrube rührt, wo die Pumpe Bettina, die Begleitperson, fragt zum
geht es zu Fuss. Via Rigi Staffel wird Schritt dem «Diheime» entgegen, es saugt und schlürft. Schluss nach, wer denn heute zum
dem Gipfel zugesteuert. Schweiss, könne somit nur besser werden. Nun aber hopp, stracks hinunter nach ersten Mal mit einem Schiff gefahren
denn der Weg wird steil. Die ersten Aufbruch. Kurz vor dem Besuch der Rigi Kaltbad! Wir wollen ja wieder ins oder mit einer Standseilbahn gereist
Fragen kommen: Wie lange es denn Alpkäserei zeigt der Lehrer noch jene Tal, auf der anderen Seite des Berges sei. Viele Hände gehen in die Höhe.
noch gehe. Oben folgt dann das Stelle, wo er beim Rekognoszieren die zwar, als wo wir hochfuhren. Am Die Augen leuchten. Diese Nacht wird
grosse Staunen über die Aussicht. verletzte Wanderin gefunden habe. Ihr Bahnhof in Arth-Goldau bekommt keinen schlaflos lassen. Vielleicht
Diese Weite, dieser Blick, diese Tiefe! Fuss sei im rechten Winkel zur Nor- mein Träger für zehn Minuten frei. Und komme ich als guten Erinnerungs-
Wie viele Seen sehen wir? Welcher ist malposition vom Unterschenkel abge- was macht er? Er füllt mich am Kiosk begleiter jetzt doch noch mit ins Bett.
welcher? Wo ist die andere Klasse standen. Grüüslig habe dies ausgese- erneut mit einigen auserlesenen Hannes Leo Meier
NEU IN BEINWIL AM SEE
Tina Scherler unterrichten. 2004 und 2005 kamen Beinwil am See begrüssen. Ich freue
meine beiden Kinder Manuel und Xe- mich jeden Tag auf die neugierigen,
Aufgewachsen bin ich in Künten im nia zur Welt. Eine tolle und spannende lebhaften und fröhlichen Kinder. Es ist
aargauischen Reusstal. Mein Berufs- Zeit. Ich lernte die Schule auch als für mich ein Privileg, jedes Kind ein
wunsch war schon sehr früh klar. Ich Mutter kennen. Beide Kinder besu- kleines Stückchen in seinem Leben
wollte unbedingt Lehrerin werden. chen nun bereits die Oberstufe in begleiten zu können.
Mein Wunsch ging glücklicherweise Suhr/Buchs. Nach 10 Jahren unter- Als Ausgleich bin ich gerne mit meinen
in Erfüllung. Vor 15 Jahren startete richten in Biberstein war die Zeit reif für Hunden unterwegs. Ich geniesse die
ich mit «meiner ersten eigenen» Klas- einen Neustart. Ich hatte das Glück, Ruhe in der wunderschönen Natur.
se in Schlieren im Kanton Zürich. dass ich eine Stelle am schönen Hall- Das Wandern in den Bergen, das Rei-
Schlieren war bekannt für seine kul- Haus. Deshalb wechselte ich auch wilersee fand. Am 14. August 2017 sen und Lesen sind weitere Hobbies
turelle Vielfalt. Vor 10 Jahren zogen meine Stelle. Ich begann in dem klei- durfte ich als Klassenlehrerin der 1a, von mir. Die letzte grosse Reise führte
wir in den Aargau in unser eigenes ne Dörfchen Biberstein bei Aarau zu 21 Erstklässler im alten Schulhaus uns nach Kanada und in die USA.
Gabriela Wehrli Waldkindergarten. Die Achtung vor Weiter bin ich in meiner Freizeit als
Natur und Mensch liegt mir sehr am Naturpädagogin und Gärtnerin tätig.
Seit August 2017 arbeite ich 50% im Herzen und diese möchte ich den Kin- Gerne erzähle ich Märchen und Ge-
Kindergarten Vorstadt in Beinwil am dern auf ihrem Weg mitgeben. Auch schichten.
See als Kindergärtnerin. In diesem das Spielen und Lernen in der Natur In den letzten drei Jahren habe ich
Sommer bin ich nach Ferren bei Klein- bei Wind und Wetter im Wald und Um- mich als Figurenspielerin ausbilden
wangen in ein heimeliges Bauernhaus gebung ist mir sehr wichtig. Das lassen. Das Figurenspiel lasse ich ger-
gezogen. Im Seetal beginnt für mich kommt in unserer Zeit immer mehr zu ne in den Unterricht einfliessen. Ich bin
ein neuer Lebensabschnitt nach der kurz und hat grosses Lernpotenzial immer wieder überrascht, wie wenig
Trennung von meinem Mann. Ich bin und entspricht dem kindlichen Lernen es braucht, Kinderaugen zum Leuch-
hier herzlich aufgenommen worden Mehr als 20 Jahre lebte ich mit meiner auf eine natürliche Art. ten zu bringen, in ihre Welt abzutau-
und habe eine Stelle in meinem gelieb- Familie im Glarnerland. Ich habe zwei Ich bin oft in den Bergen und in der chen, ihre Themen zu berühren und zu
ten Beruf als Kindergärtnerin gefun- Kinder, die zum Teil noch dort leben Natur unterwegs, zum Auftanken und verarbeiten.
den und darf meine vielen Erfahrungen und in die Schule gehen. Zuletzt leitete Kraft schöpfen. Gerne begleitet mich Ich freue mich auf eine spannende Zeit
in diesem Beruf einbringen. ich an der öffentlichen Schule einen dabei meine Hündin Flicka. an der Schule Beinwil am See.
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